Der Golf von Gökova (türkisch: Gökova Körfezi) liegt an der Südwestküste der Türkei. Am östlichen Ende des Golfs befindet sich der Ort Akyaka. Am Ausgang des Golfs liegt die griechische
Insel Kos und die türkische Stadt
Bodrum. Er erstreckt sich insgesamt über eine Länge von 100 km.
Das Gebiet des Golfs von Gökova ist 1988 zum Naturschutzgebiet erklärt worden. Im Golf wurden Tintenfische und Hummer, im Norden Delphine festgestellt, an den Zuflüssen des Golfes sind Fischotter zu finden. Der Weihrauchbaum ist in dieser Gegend in der sonst seltenen Form von Wäldern zu finden.
Zwischen 1986 und 2005 konnten um den Golf von Gökova herum durch das Kabili-Observatorium der Universität Istanbul sieben Erdbeben mit einer messbaren Stärke über 5 nachgewiesen werden.
Die Nordküste ist oft bergig, die Südküste (Halbinsel Datca) im Osten flach und sumpfig (Mücken!).
Durch die stark gegliederte und eingekerbte Küste gibt es eine Unmenge von Ankerplätzen in fantastisch schöner Landschaft.
Im Scheitel des Golfes ändert sich die Landschaft plötzlich: Die hohen Felswände gehen in flaches Schwemmland über, das den Gökovagolf nach Osten abschließt. Gute Anker- oder Anlegeplätze gibt es hier nicht.
Knidos von Norden: im Vordergrund der vesandete antike Kriegshafen (Bild: seçkin çavuslar) Großbild klick!
Der Golf von Gökova ist ein seglerisches Highlight wie es sie nur selten gibt: Einsame Buchten bei Yediadalar Buchten mit Anlegestellen vor urigen Kneipen und
Knidos an der Spitze der Halbinsel Datca.
Im Golf von Gökova dreht der Meltemi bei stabiler Schönwetterlage auf West und wird nur unwesentlich vom Küstenverlauf abgelenkt. Er beginnt am späten Vormittag und weht bis zum Sonneuntergang durch, kann bis zu fünf Beaufort erreichen und auch beträchtlichen Seegang bewirken. Hängt bei
Akbük Limani eine Wolke über der Steilwand, kann man nachts mit Fallböen in Sturmstärke zu rechnen, die den berüchtigten Fallböen im Süden von
Tinos und Andros in nichts nachstehen.