Segeln in der Türkei

Für die Richtigkeit der Koordinaten, sowie exakte Längen- und Tiefenangaben keine Gewähr.








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Sonstige Informationen:  Baumverbot  Panorambilder Küste und Häfen 

Reviereinteilung Türkei
(Bild: NordNordWest / Bearbeitung Walter)   Großbild klick!

Die Türkei bietet vielfältige Küstenlandschaften, von hügelig bis zu 2000m hohen Bergketten direkt am Wasser.

Die Westküste steht unter starkem Einfluss des Meltemi, der zur Südküste hin etwas abnimmt. Dort hingegen ist besonders im späten Herbst und Winter mit starken Südwinden zu rechnen, vor denen die meisten Buchten keinen Schutz bieten.

Die Süd- und Südwestküste ist bergig, meist steil abfallend, so dass schon in Entfernung von 20-30m zum Ufer die Tiefe 30-50m oder mehr betragen kann. Wirkliche Ankermöglichkeiten gibt es selten, und wenn muss reichlich Kette gesteckt werden. In Buchten mit Ufernähe und Restaurantbetrieb gibt es manchmal Möglichkeiten, aber es sollte eine Landfeste ausgebracht werden, was meistens kein Problem ist, da dann oft entsprechende Poller oder Ösen im Fels angebracht sind (auf Festigkeit prüfen!) oder grosse Steine für einen Palstek zur Verfügung stehen. Nicht an Bäumen fest machen, die Gulets haben einige schon arg ramponiert, das ist inzwischen sogar verboten, und gelegentlich soll die Küstenwache mit Hubschraubern kontrollieren. Das kann dann teuer werden (siehe:Baumverbot).

Die Charter-Infrastruktur ist hervorragend gut, Charterbasen renommierter Firmen gibt es in Kusadasi, Bodrum, Marmaris und Fehije.

Preise in Restaurants sind in den letzten Jahren dramatisch gestiegen: Hochprozentige Alkoholika um 273%, (Inflation 113% !!). Zustande kamen diese Steigerungen per Gesetz, mit dem die islamisch-konservative AKP, den Alkoholkonsum zu verhindern sucht. Auch Wein und Bier (3,20 €) stiegen rapide. Trinkbaren Rotwein, früher 3€, bekommt man im Supermarkt jetzt erst ab 8€. Dazu kommt, dass die Essenspreise in den Tavernen und Restaurants auf mindestens deutsches Niveau stiegen: Köfte, das sind Hackfleisch-Bällchen, war noch vor zehn Jahren ein preiswertes und gutes Essen, etwa 4 €. Dasselbe einfache Gericht kostet heute 20 € ...

Viele der Buchten haben einen kleinen Steg, von dem schon bei Anfahrt der Restaurant-Besitzer oder einer seiner Angestellten winkt und eine Muringleine anbietet und behilflich ist. Im Gegenzug wird natürlich erwartet, dass die Crew am Abend im Restaurant tafelt. Manchen Stegen und ihren Festmach-Ösen und vielleicht auch Murings wären bei Sturm allerdings nicht zu trauen, bieten ansonsten aber komfortables Liegen.

>Satbild Türkei
(Bild: Google Earth / Bearbeitung Walter)   Großbild klick!
Die Wasserqualität, auch in Buchten, ist im Allgemeinen sehr gut. Nicht zuletzt sorgt dafür die Ausrüstungspflicht mit Fäkalientanks für alle Yachten, die besonders in Häfen und Buchten benutzt werden müssen, wer das nicht tut oder bei wem auch nur ein zu voller Tank durch das Entlüftungsrohr ausschwappt und erwischt wird, muss mit empfindlichen Geldbussen von mehreren hundert bis tausend Euro rechnen, die sofort zu bezahlen sind, anderenfalls kann die Yacht an die Kette gelegt werden. Absaugstationen gibt es noch keine, deswegen müssen die Tanks auf offener See (und nur dort!) gelenzt werden.

Der Zustand der sanitären Einrichtungen in Marinas und oft auch kleineren Bucht-Restaurants liegt meist jedoch irgendwo zwischen gut und perfekt, so dass ein kleiner Landgang zu diesem Zweck nicht zu einem unerfreulichen Erlebnis führt (ganz anders als in Griechenland). In Marinas sollte man zum Duschen extra ein paar Badeschlappen mitnehmen, da oft Strassen- und Bootsschuhe traditionsgemäss am Eingang der Einrichtungen ausgezogen werden, was der Reinlichkeit dient, da so einfach kein Straßendreck hereingeschleppt wird.

Reviereport Türkei  
Für das leibliche Wohl und kulinarische Genüsse sorgen die vielen kleinen Bucht-Restaurants. Die Spannbreite reicht von einfachst aber schmackhaft bis luxuriös und teuer. Die Preise sind selbst in einfacheren Restaurants nicht viel niedriger als hierzulande, wobei man sich auch vor Augen halten muss, dass viele der Buchten keinen Landzugang haben und alles per Boot rangeschafft werden muss, und die Restaurants ein reines Saisongeschäft sind. Fisch ist hochpreisig und lecker. Wein ist meist relativ teuer, es empfiehlt sich, beim Essen auf die zweite Flasche zu verzichten und danach den gebunkerten an Bord zu trinken.

Viele Bucht-Restaurants bieten keine Speisekarte mit ausgezeichneten Preisen, das zu Verzehrende wird an einer Vitrine ausgewählt, im Zweifelsfall vorher erkundigen. Bezahlt wird grundsätzlich pro Tisch, getrennt nach deutscher Manier gibt es einfach nicht, was bei einer gepflegten Bordkasse aber eh kein Problem sein sollte.

Morgens gibt es gelegentlich frisch gebackenes Brot, am besten am Abend erkundigen und dann früh kurz mit dem Dinghi übersetzen, manchmal fährt auch jemand mit einem Boot von Yacht zu Yacht und liefert.
Quelle: www.skipperguide.de/


Weblinks:
Die Türkei in Wikipedia

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