Unter einer echten Windabdeckung versteht man den Umstand, dass Landschaftserhöhungen wie z.B. Dünen, Wald oder eine Steilküste den Wind abdecken und in Lee von diesen Erhöhungen ein Windloch herrscht, also deutlich weniger Wind als in der Umgebung. Aber auch Bebauungen wie Häuser oder ganze Ortschaften oder hohe Kaimauern o.ä. können in ihrem Windschatten eine Windabdeckung verursachen.
Häufig kommt es bei Windabdeckung auch zu Verwirbelungen, die dann als wechselnde Windrichtung und/oder böigen Wind oder auch wie in der Ägäis als
Fallböen auftreten.
Eine unechte Windabdeckung kommt auf leeseitigen flachen Küsten zustande: Hier herrscht zwar Wind, aber es gibt keine Wellen: Segeln vom Feinsten!!
Geschwindigkeitsweltrekorde im Segeln wurden immer an solchen Stellen erreicht.
Das Gegenteil einer Windabdeckung ist der sogenannte Windstau in Luv von Steilküsten. Nicht gemeint ist in diesem Zusammenhang die Erhöhung des Wasserspiegels durch den Einfluss von Wind. Vielmehr hebt die Luftströmung vor dem Erreichen der Küste ab und bewirkt so eine lokae Flaute vor der Steilküste.
Ein besonders übles Beispiel von Windstau kann man erleben, wenn man sich der griechischen Insel
Amorgos von Osten her nähert. An der nordöstlichen Küste von Amorgos ist es fast immer windstill, auch wenn der sommerliche
Meltemi stark ist. Dazu kommt eine grauenhafte
Kreuzsee. Dieses Gebiet sollte man weiträumig, am bestem vier Seemeilen weit nördlich umfahren.