EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
ACHENSEE: Gardasee im Kleinformat
Der Herrgott hat das Landl gmacht, wohl an seinem besten Tag ...., singt man im
benachbarten Zillertal und meint damit bestimmt auch das Tirol nördlich des Inns, wo
sich zwischen dem Karwendel- und dem Rofangebirge der Achensee in einer tiefen
Furche breit macht.
Allgemeines:
Der Nord-Süd-gerichtete Einschnitt zum Achenpaß ist ein wichtiger Verkehrsweg und
verbindet das Zillertal über Jenbach mit Bayern, was diesem Winkel schon seit
Jahrhunderten pulsierendes Leben verschaffte. Wer am Achensee verschlafenen
Idylle sucht, wird - zumindest am Ostufer zwischen den Ortschaften Maurach im
Süden und Achenkirchen im Norden - enttäuscht werden. Viel ruhiger ist die Lage
hingegen im abgeschiedenen Pertisau am westlichen Seeufer, am Eingang zu den
als Sackgassen endenden Karwendeltälern.
Obwohl der Achensee ein natürlich entstandenes Gewässer ist, wird er - ohne
Stausee oder Speicher im herkömmlichen Sinn zu sein - auch zur
Wasserkraftgewinnung genutzt. Zu diesem Zweck bohrten findige Ingenieure den in
einem Becken liegenden See vom fast 500 Meter tiefer gelegenen Inntal aus an.
Heute wird er am Südwestufer, zwischen Pertisau und Maurach angezapft und das
Wasser in einem Druckstollen zum Achenseekraftwerk geleitet. Die am See optisch
kaum wahrnehmbare Nutzung der Wasserkraft hat allerdings zur Folge, daß der
Wasserspiegel des Achensees stärkeren Schwankungen unterworfen ist. Während
der Sommermonate wird der Wasserspiegel auf normalen Niveau gehalten und wird
nur im Winterhalbjahr kräftig zur Ader gelassen.
Von Jenbach aus kann man den See - die 500 Höhenmeter - mit der nostalgisch
angehauchten Achensee-Dampf-Zahnradbahn bewältigen. Die Endstation der
Schmalspurbahn ist beim Schiffsanleger am Seespitz (Südende des Sees) von wo
man bequem auf ein Schiff der Achenlinie umsteigen und Achenkirchen erreichen
kann. Die Schiffsanleger sind wegen des schwankenden Wasserstandes als
Schwimmstege konstruiert.
Segelinfos:
Seglerisch tut sich auf dem größten Tiroler See jedenfalls genug. Der Segelclub TWV
Achensee und der Yachtclub Achenkirch veranstalten eifrig Regatten
(Staatsmeisterschaften; Schwerpunktregatten, Klassenmeisterschaften)
Der Grund für die Beliebtheit des Sees unter den Seglern ist in den
überdurchschnittlich guten Windbedingungen (aktueller Wind)zu suchen. Bei normaler
Schönwetterlage bildet sich eine Thermik, die sich vormittags in leichtem Südwind (1-2 Beaufort) und nachmittags (ab ca. 14 Uhr) zwischen den hoch aufragenden Karwendelbergen Seeberg und Karwendelspitz im Westen und dem Rofan und dem
Unnütz im Osten in kräftigem Nordwind von 3-5 Beaufort äußert (vergleichbar mit
Vento und Ora am Gardasee). Bei Schlechtwetter (Westwetter) bläst die durch Berge
zum reinen Nordwind umgelenkte Strömung schon am Vormittag und erreicht
abhängig von der Topographie ebenfalls 3 - 5 Beaufort.
Keinen Wind beschert dem Achensee eigentlich nur eine Übergangslage, vor allem
dann, wenn die Wolkendecke nach Schlechtwetter relativ schnell aufreißt.
Besonders im Herbst im Herbst wird der Achensee oft mit Föhn beglückt, der
mitunter starken Südwind mit sich bringt. Er ist allerdings immer böig, drehend und deshalb keine wahre Freude für die (Regatta-) Segler
STATISTIK
ACHENSEE
Seehöhe: 929 m, Fläche 7,3 km2, größte Tiefe 133 m Durchschnittliche Wassertemperatur im August 19 Grad
Die TIWAG stellt ab sofort die Daten der betrieblichen Windmessung am Achensee online ins Internet.
SEGELCLUBS
SEGELSCHULEN
Achenkirchen - Pertisau
SURFSCHULEN
Achenkirch - Pertisau
TOURISMUSVERBÄNDE
Achenkirch - Pertisau - Maurach - Steinberg

PLANSEE: Im Bayrischen Eck
Garmisch Partenkirchen, die Zugspitze und Füssen mit dem Forggensee befindet
sich in unmittelbarer Nähe des tirolerischen Plansee, der gemeinsam mit dem
angrenzenden, aus seglerischer Sicht aber unbedeutenden Heitwanger See von
seiner bayrischen Nachbarschaft geradezu umklammert wird.
Die segelsportlichen Aktivitäten sind am Plansee zwar lange nicht so intensiv wie am
Achensee, doch gibt es hier den SC PLANSEE, der mit seiner Anlage in der
charakteristischen Westnische des Sees für regen Sport und gelegentliche
Regattatätigkeit sorgt.
Zum Wind - Zwischen Lichtbrennjoch im Süden und Zwieselberg im Norden bildet
sich auch hier an schönen Tagen eine beachtliche Thermik.
Leider ist sie in Richtung und Stärke nicht besonders konstant, eignet sich zum
Segeln aber gut.
STATISTIK
PLANSEE
Seehöhe: 976 m, Fläche ca. 5 km2, größte Tiefe: 67 m
Durchschnittliche Wassertemperatur im August 20 Grad
SEGELCLUB
Segelclub PLANSEE - Anlage in der Westnische des Sees
TOURISMUSVERBAND
Reutte