Der Achensee liegt nördlich von Jenbach in Tirol. Er bildet mit dem Achental die Grenze zwischen Karwendelgebirge im Westen und Brandenberger Alpen im Osten.
Der bis zu 133 m tiefe Achensee ist der größte See Tirols. Er hat hervorragende Wasserqualität (annähernd Trinkwasserniveau) bei bis zu 10 Meter Sichtweite unter Wasser. Seine Wassertemperatur ist, einem Gebirgssee entsprechend niedrig und überschreitet kaum jemals 20 °C. Gelegentlich wird der Achensee auf Grund seiner Größe und der etwa für Segler und Surfer optimalen Windverhältnisse als Tiroler Meer bezeichnet.
Uferorte sind im Süden die zur Gemeinde Eben am Achensee zählenden Ferienorte Pertisau, das Haus Seespitz (ehemaliges Hotel), Maurach und Buchau sowie im Norden die Gemeinde Achenkirch mit den Ortsteilen Scholastika (Hotel) und Achenseehof (Strandbad).
Um das Jahr 1120 schenkten die Herren von Schlitters in hohem Alter ihr gesamtes Erbgut, nämlich den Achensee samt dem Achental, der Kirche „Emaus“ (heute Achenkirch) und diese wiederum dem Kloster St. Georgenberg, das ihn erst 1919 (und unter Druck) der Stadt Innsbruck verkaufte. Er wird seit 1924 von der zu diesem Zweck gegründeten Tiroler Wasserkraft AG (TIWAG) bewirtschaftet.
Außerhalb der Landesgrenzen des "Heiligen Landes" sind Achensee und Plansee als
Segelrevier nur Regattaseglern ein Begriff.
Durch die Brille der segelnden Restösterreicher, stehen beide Seen bezüglich ihres
Bekanntheitsgrades im Schatten der anderen Seen. Die vom Tourismus verwöhnten
Tiroler wissen genau mit welchen Schätzen ihr Landl geschmückt ist und daß es
kaum einen Gast gibt, der nicht wiederkommt. Es ist vermutlich die ausgeglichene
Mischung aus bizarr-romantischer Karwendel Landschaft, Tiroler Gastfreundschaft
und nicht zuletzt den guten Windverhältnissen, die speziell dem Achensee zu einer
einmaligen Stellung unter Österreichs Seen verhalf.
Der Herrgott hat das Landl gmacht, wohl an seinem besten Tag ...., singt man im
benachbarten Zillertal und meint damit bestimmt auch das Tirol nördlich des Inns, wo
sich zwischen dem Karwendel- und dem Rofangebirge der Achensee in einer tiefen
Furche breit macht.
Der Nord-Süd-gerichtete Einschnitt zum Achenpaß ist ein wichtiger Verkehrsweg und
verbindet das Zillertal über Jenbach mit Bayern, was diesem Winkel schon seit
Jahrhunderten pulsierendes Leben verschaffte. Wer am Achensee verschlafenen
Idylle sucht, wird - zumindest am Ostufer zwischen den Ortschaften Maurach im
Süden und Achenkirchen im Norden - enttäuscht werden. Viel ruhiger ist die Lage
hingegen im abgeschiedenen Pertisau am westlichen Seeufer, am Eingang zu den
als Sackgassen endenden Karwendeltälern.
Obwohl der Achensee ein natürlich entstandenes Gewässer ist, wird er - ohne
Stausee oder Speicher im herkömmlichen Sinn zu sein - auch zur
Wasserkraftgewinnung genutzt. Zu diesem Zweck bohrten findige Ingenieure den in
einem Becken liegenden See vom fast 500 Meter tiefer gelegenen Inntal aus an.
Heute wird er am Südwestufer, zwischen Pertisau und Maurach angezapft und das
Wasser in einem Druckstollen zum Achenseekraftwerk geleitet. Die am See optisch
kaum wahrnehmbare Nutzung der Wasserkraft hat allerdings zur Folge, daß der
Wasserspiegel des Achensees stärkeren Schwankungen unterworfen ist. Während
der Sommermonate wird der Wasserspiegel auf normalen Niveau gehalten und wird
nur im Winterhalbjahr kräftig zur Ader gelassen.
Von Jenbach aus kann man den See - die 500 Höhenmeter - mit der nostalgisch
angehauchten Achensee-Dampf-Zahnradbahn bewältigen. Die Endstation der
Schmalspurbahn ist beim Schiffsanleger am Seespitz (Südende des Sees) von wo
man bequem auf ein Schiff der Achenlinie umsteigen und Achenkirchen erreichen
kann. Die Schiffsanleger sind wegen des schwankenden Wasserstandes als
Schwimmstege konstruiert.
Seglerisch tut sich auf dem größten Tiroler See jedenfalls genug. Der Segelclub TWV
Achensee und der Yachtclub Achenkirch veranstalten eifrig Regatten
(Staatsmeisterschaften; Schwerpunktregatten, Klassenmeisterschaften)
Wasserfläche: 6,8 Quadratkilometer (größtes Gewässer Tirols)
Länge: 9,4 km
Breite: bis zu einem Kilometer
Tiefe: 133 m
Wasserqualität: Der See hat fast Trinkwasserqualität.
Wasserttemperatur: bis zu 19 Grad (mittlerer Wasserspiegel: ca. 929 m)
Stauvolumen: 66 Mio. Kubikmeter. Seit 1927 wird der Achensee über den Inn entwässert und so als "natürliche Talsperre" genutzt. Durch eine kleine Staumauer wurde das Stauvolumen des Sees erhöht. Das Wasserkraftwerk liegt bei Jenbach im Inntal und wird von der Tiroler Wasserkraft AG betrieben. Es besitzt eine Fallhöhe von 380 m. Durch das Stauvolumen schwankt der Wasserspiegel des Sees um bis zu 12 m. Im Winterhalbjahr ist der Wasserspiegel sehr niedrig. Aufgrund des Tourismus wird der Achensee im Sommerhalbjahr nicht so weit entleert.
SEGELCLUBS
SEGELCLUB TWV Achensee - Anlage in Maurach/Prälatenhaus
YACHTCKUB Achenkirch - Anlage in Achenkirch
WINDSURFING CLUB Tyrol - Anlage zwischen Maurach und Aichenkirch
KARWENDEL Yacht Club - Anlage in Pertisau
YACHT CLUB des Eisenbahnersportes - Anlage zwischen Maurach und Achenkirch
SEGELSCHULEN
Achenkirchen - Pertisau
SURFSCHULEN
Achenkirch - Pertisau
Tourismus: In der Region steht eine große Anzahl von privaten Ferienwohnungen und Ferienhäusern zur Auswahl, da zu kommt noch eine Fülle von guten Hotels mit Wellness- und Sportangeboten. Ein paar Hotels haben einen Anlegesteg und Liegeplätze für Segler. Dazu gibt es mehrere gute Campingplätze am See:
Alpencaravanpark Achensee
Karwendel Camping
Der Grund für die Beliebtheit des Sees unter den Seglern ist in den
überdurchschnittlich guten Windbedingungen
(aktueller Wind)zu suchen. Bei normaler
Schönwetterlage bildet sich eine Thermik, die sich vormittags in leichtem Südwind (1-2 Beaufort) und nachmittags (ab ca. 14 Uhr) zwischen den hoch aufragenden Karwendelbergen Seeberg und Karwendelspitz im Westen und dem Rofan und dem
Unnütz im Osten in kräftigem Nordwind von 3-5 Beaufort äußert (vergleichbar mit
Vento und Ora am
Gardasee). Bei Schlechtwetter (Westwetter) bläst die durch Berge
zum reinen Nordwind umgelenkte Strömung schon am Vormittag und erreicht
abhängig von der Topographie ebenfalls 3 - 5 Beaufort.
Keinen Wind beschert dem Achensee eigentlich nur eine Übergangslage, vor allem
dann, wenn die Wolkendecke nach Schlechtwetter relativ schnell aufreißt.
Besonders im Herbst im Herbst wird der Achensee oft mit
Föhn beglückt, der
mitunter starken Südwind mit sich bringt. Er ist allerdings immer böig, drehend und deshalb keine wahre Freude für die (Regatta-) Segler.
Weitere Binnenseen in Österreich:
Achensee
Altausseer See
Alte und Neue Donau bei Wien
Attersee
Faaker See
Grundlsee
Hallstätter See
Keutschacher See
Klopeiner See
Längsee
Mattsee
Millstätter See
Mondsee
Neufeldersee
Neusiedlersee
Obertrumer See
Ossiacher See
Ottensteiner Stausee
Plansee
Speicher Durlaßboden
Traunsee
Walchsee
Wallersee
Weißensee
Wolfgangsee
Wörthersee
Zellersee