Der Altausseer See ist ein Alpensee im steirischen Salzkammergut (Österreich) in der Nähe von Bad Aussee.
Der See ist 3 km lang, bis zu 1 km breit und im Norden und Osten von Ausläufern des Toten Gebirges umgeben. Direkt am Westufer liegt der Ort Altaussee. Das Einzugsgebiet des Sees ist 54 km² groß und liegt zur Gänze im Toten Gebirge.
Der Altausseer See ist ein dimiktischer See. Im Frühjahr, nach der Eisschmelze, durchmischt sich der gesamte Wasserkörper (erste Myxis) und bringt sauerstoffreiches Wasser in große Tiefen. Im Sommerhalbjahr bilden sich extrem ausgeprägte Sprungschichten, die auch durch die typischen thermischen Sommerwinde nicht zerstört werden. Die erwärmte Oberflächenschicht (Epilimnion) liegt auf der mächtigen, sauerstoffreichen Grundschicht (Hypolimnion). Im Herbst, wenn das Wasser wieder abkühlt, beginnt die Phase der zweiten Myxis (Durchmischung), der die Eisbildung folgt. Im See kommen hauptsächlich sauerstoffbedürftige Fischarten wie der Seesaibling und die Seeforelle vor, die solche Bedingungen bevorzugen.
Altaussee, sein See und das benachbarte Bad Aussee, sind das Herz des
Ausseerlandes und die Sommerfrische vieler Prominenter aus Kultur und Politik.
Trotz der Ehre, die dem Land auf diese Weise zu teil wird, darf man das kleine
"ALTAUSSEE " nicht überschätzen. Obwohl die neu geschaffene Gattung des
" PSEUDO-LODEN-FREAKS " hier recht häufig anzutreffen ist wurde Altaussee kein
Zürs, kein St, Moritz und schon gar kein Gstaad.
Die Beschaulichkeit des Ausseerlandes hat sich hier gänzlich erhalten und die
neudeutschen Worte wie STRESS und HEKTIK scheint man nach wie vor hier nicht
zu kennen. Die Bezeichnung "AUSSEE " stammt im übrigen aus dem Slawischen und
hat mit dem deutschen Wort " SEE " nichts zu tun.
Das Wahzeichen des Ausseerlandes, der trutzig, burgartige Loser, thront mächtig
über dem Ausseerland und verleiht der Landschaft etwas Kulissenhaftes. Beim
Altaussersee sind die Ufer nur zu einem verschwindenden Prozentsatz verbaut, was
angesichts der nahezu senkrecht zum See abfallenden Trisselwand auch nicht
verwundert.
STATISTIK
ALTAUSSER SEE
Seehöhe: 712 m, Fläche 2.1km2, größte Tiefe: 53 m
Durchschnittliche Wassertemperatur im August 22 Grad.

Der typische Wind während der sommerlichen Schönwetterperioden ist der aus WNW bis WSW kommende Thermikwind, der durch die starke Sonneneinstrahlung auf die Karsthochflächen des Toten Gebirges sowie auf die 1000 m hohen Steilabfälle der Trisselwand östlich des Sees und dem daraus resultierenden Druckabfall entsteht. Seine Grundstärke beträgt 2-3 Bft., die typischen Böen, die die ganze Seebreite einnehmen, erreichen bis zu 5 Bft. Der Wind erreicht im E-Teil seine größte Stärke, da die nördlich des Sees gelegenen Steilwände des Loser-Massives direkt in den See abfallen und hier einen Düseneffekt bewirken. Der "Altausseer" setzt überlicherweise am Nachmittag ein.
Auch der Wind aus der entgegengesetzen Richtung (E-NNE), der aus dem langgezogenen, nordöstlich des Sees gelegenen Stummerntal weht, ist zum Segeln geeignet. Manchmal, meist kurz vor Gewittern, weht der Wind aus den Stummern allerdings mit voller Sturmstärke.
Leider gibt es mit geringer Wahrscheinlichkeit auch sommerliche Flauten (Dauer 1-3 Tage) und auch der Gradientwind einer W- oder NW-Wetterlage greift durch die Gebirgslage oft nicht bis zum See durch. Föhnwetterlagen erzeugen im W-Teil Starkwind aus SE während im E-Teil des Sees oft Flaute oder Backwind herrscht. Gefährlich ist der Fallwind von der Trisselwand, der mit unvermittelten Böen großer Heftigkeit auf den E-Teil des Sees trifft.
Weitere Binnenseen in Österreich:
Achensee
Altausseer See
Alte und Neue Donau bei Wien
Attersee
Grundlsee
Hallstätter See
Keutschacher See
Klopeiner See
Längsee
Mattsee
Millstätter See
Mondsee
Neufeldersee
Neusiedlersee
Obertrumer See
Ossiacher See
Ottensteiner Stausee
Plansee
Speicher Durlaßboden
Traunsee
Walchsee
Wallersee
Weißensee
Wolfgangsee
Wörthersee
Zellersee