Anafi (auch: Anaphi) ist eine kleine Insel im Südosten der Kykladen in Griechenland mit rund 300 Einwohnern und liegt rund 13 Seemeilen Östlich von Santorin und westlich von Astypalea. Sie hat mit einer Länge von 12 km und einer Breite von 6 km eine Oberfläche von 38,4 km² und steigt bis zu 579 Metern hoch.
Heute gibt es auf Anafi einen Hafen (Agios Nikolaos), darüber ein Dorf und entlang der Südküste sieben Sandstrände (darunter Klisidi, Katsouni, Mikros und Megalos Roukounas sowie Prassies), die im Osten von dem hohen Marmormonolithen Kalamos, an dessen Fuß sich das Kloster Panagia Kalamiotissa befindet, begrenzt werden. Kalamos ist nach Gibraltar der zweithöchste Felsen Europas.
Ungefähr die Hälfte der Insel ist im Besitz der Orthodoxen Kirche. Ein Bus fährt im Sommer mehrmals am Tag zu den Stränden. In der Nähe des Dorfes befindet sich eine venezianische Burg und die Kirche von Agios Athanasios.
Weiter östlich findet man griechische und römische Ruinen, die teilweise unter Wasser liegen und im Winter bei Stürmen manchmal freigeschwemmt werden.
Anafi wird mehrmals in der Woche von Santorini aus mit Fähren angesteuert, die Überfahrt dauert etwa zwei Stunden.
Bis vor einigen Jahren gab es eine einzige Straße, die den Hafen mit dem Dorf verbindet und auf der ein Bus verkehrte. Mittlerweile wurden weitere Straßen gebaut, etwa bis zum Kloster am Fuße des Kalamos im Südwesten der Insel, wodurch vor allem die zahlreichen Strände an der Südküste wesentlich einfacher erreichbar wurden, sowie von Chora nach Westen und von Chora ins Inselinnere. Auf Anafi gibt es eine Post, einen Arzt und einen Heliport.
Tourismus und Unterkünfte: Das Angebot an Ferienwohnungen, Pensionen und Hotels ist reichlich.
Anafi
36°20,6'N 025°46,2'E
Über den Hafen gibt es in den einschlägigen Hafenbüchern widersprüchliche Aussagen, einige sprechen Empfehlungen aus, andere warnen vor Schwell und Fallböen. Anlegen am Kopf des Kais möglich. Wt 2,5-3,0m. Hier können etwa 4 Yachten rk anlegen. Achtung vor den Klippen ssw vom Kopf des Kais (innerhalb des Wellenbrechers!). 'Internetcafe' (1 Rechner) im Reisebüro.
Quelle: Peter O.Walter
Statistisch gesehen kommt der Wind an drei von vier Tagen aus Nord. Der Meltemi weht in den Sommermonaten tagsüber mit vier bis sechs Bft., er kann aber auch die Nacht durchstehen, dann weht er tagsüber oft mit 8 bis 10 Bft. Die Fähren haben dann Auslaufverbot. Die Kykladen sind ein anspruchsvolles Revier und nur für erfahrene Skipper geeignet.
Zwischen manchen Inseln gibt es heftige Düseneffekte und in Lee oft Fallböen (siehe Windkarte Ägäis).
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