EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Straße von Bonifacio, Meeresstraße zwischen Korsika und Sardinien. Durch die rund zwölf Kilometer breite und bis zu 70 Meter tiefe Meeresstraße verläuft die Grenze zwischen Frankreich und Italien. Die namengebende Stadt ist eine im 9. Jahrhundert durch den toskanischen Markgrafen Bonifazio gegründete Festungsstadt auf einem ins Meer vorspringenden hohen Kalkfelsen an der Südspitze Korsikas. Von Bonifacio aus besteht eine Fährverbindung nach Sardinien. In der Meeresstraße liegen zahlreiche kleine Inseln, von denen die meisten nahe der sardinischen Küste liegen und zu Italien gehören, darunter die Inseln Maddalena, Caprera, Santa Maria und Spargi. Der korsischen Küste vorgelagert sind die Ile Cavallo und die Iles Lavezzi.
Mit Mistral (NW, W oder auf Korsika sogar manchmal SW) und Libeccio (SW) muss zu jeder Jahreszeit gerechnet werden. In der Regel werden beide Starkwinde exakt vorhergesagt. Korsikas Gebirgszüge sorgen darüber hinaus für Düsen- und Kapeffekte sowie für Fallböen. Bei Kapumrundungen können sich die Windverhältnisse schlagartig ändern. In der Straße von Bonifacio werden fast alle Winde erheblich verstärkt: In der Straße von Bonifacio werden Wind und Welle zwischen Korsika und Sardinien wie durch einen Trichter gepresst. Plus 3“, lautet dort eine gängige Regel. Das heißt, wenn beispielsweise in Ajaccio Flaute herrscht, weht es bei Bonifacio mit 3 Beaufort. Das klingt wenig besorgniserregend. Pustet es bei Ajaccio jedoch mit 4 Windstärken, pfeifen mindestens 7 durch die Meerenge.| Links können sich ggf. ändern. Darauf haben wir leider keinen Einfluß. Sollten Sie ein totes Link entdecken, schreiben Sie uns bitte eine Mail. Vielen Dank im Voraus! |