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    Chiemsee verlandet
    Tiroler Ache bringt Geröllfracht - See ein Drittel kleiner?




    Der Chiemsee wird immer kleiner. Jahr für Jahr verlandet das 'Bayerische Meer' um rund 1,2 Hektar. Hauptursache sind die ungeheuren Massen an Kies, Schlamm und Schwebstoffen, welche die Tiroler Ache aus den Alpen in den See einschwemmt.

    Der Chiemsee hatte nach seiner Entstehung vor rund 10.000 Jahren eine Fläche von etwa 300 qkm und war rund 250 Meter tief. Heute ist der See nur noch 80 qkm groß und maximal 70m tief. Im Zuge der Verlandung (ein natürlicher Prozess, der alle Voralpenseen betrifft) verlängert die Tiroler Ache ihren Lauf und ihr Mündungsdelta (Naturschutzgebiet!!!, befahren mit Booten verboten!) um 5 bis 10 Meter. Der Gebirgsfluß spüt Jahr für Jahr etwa 180.000 Kubikmeter Feststoffe in den See, davon rund 10.000 Kubikmeter Geröll. Die Tiroler Ache ist einer der schwebstoffreichsten Alpenflüsse ( 15,9 kg / Kubikmeter) überhaupt.

    Eine Vergrößerung der bereits bestehenden Kiesfalle, die jedes Jahr 25.000 Kubikmeter Feststoffe zurückhält, wird derzeit geprüft. Man wolle und könne den Verlandungsprozess nicht aufhalten, aber verlangsamen.

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