EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Revierinformation für Segler:
Bretagne-Süd / Frankreich

Für die Richtigkeit der Koordinaten, sowie exakte Längen- und Tiefenangaben keine Gewähr.
Für die Informationen bedanken wir uns bei Wilfried Krusekopf von www.biskaya.de

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Die Küste der Südbretagne   Großbild Klick!   Großbild klick!
Inseln:   Belle-Île   Groix  

Die Küste der Südbretagne liegt im Norden der Biskaya. Auf dieser Seite werden die Häfen von Audierne bis Le Croisic beschrieben.

Die Bretagne, deutsch veraltet auch Kleinbritannien) ist eine Region in Frankreich, das Land einer alten Nation im Nordwesten Europas. Die Hauptstädte der Bretagne sind Rennes (bret. Roazhon) und historisch Nantes (bret. Naoned). Die Gallier nannten dieses Land Aremorica (bret. Arvorig), was soviel bedeutet wie "Land am Meer".
Entsprechend ihrer atlantiknahen Lage am Westrand des europäischen Festlandes und im Einflussbereich des Golfstroms hat die Bretagne ein ausgesprochen ozeanisches Klima mit relativ milden Temperaturen, die im Jahresmittel zwischen 9 und 12 °C liegen. Schnee und Frost treten nur selten auf, die Sommer sind mäßig warm mit jährlich über 2.000 Sonnenscheinstunden.

Meeresfrüche in Frankreich (Bild: Michael Pfeiffer)
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Für Urlauber, die gerne Erholung und Aktivität miteinander verbinden, sind Ferien in der Bretagne nahezu ideal. Ein Ferienhaus Bretagne kann Ausgangs- und Ruhepunkt sein für Sportler und Familien. Es bietet sich an von Fischereihafen zu Fischereihafen zu segeln, zu surfen, Wasserski und Wellenreiten auszuprobieren, zu Reiten, zu Golfen und vieles anderes mehr. Auch lohnen sich schöne Ausflüge in geschichtsträchtige, bretonische Orte, in denen dann Kultur auf dem Tagesplan steht. Und hinterher feine Fischspezialitäten zu essen gehört einfach zu einem Tag am Meer.

Den Wetterverlauf prägt ein rascher Wechsel von Hoch- und Tiefdruckgebieten, die vom Atlantik heranziehen. Die vorherrschenden Westwinde können vor allem im Winter Sturmstärke erreichen. Regenschauer und starke Winde können sehr kurzfristig auftreten, sind jedoch meist nur von kurzer Dauer. Mit durchschnittlich zwischen 700 und 800 mm pro Jahr sind die Niederschlagsmengen relativ gering; während die Regenfälle in den Küstengebieten geringer ausfallen, ist das Landesinnere feuchter.

Deutlich spürbar ist der Einfluss der starken Gezeiten auf den Wetterverlauf, aber auch den Jodgehalt der Luft, der in der Bretagne sehr hohe Werte erreicht. Die starken Winde bedingen zudem einen geringen Schadstoffgehalt der Luft.




Der Hafen von Audierne   Großbild klick!
Audierne
48° 00,5’N 004° 32,4’W
Netter Fischerei- und Yachthafen etwa 1 sm flussaufwärts hinter einer Sandbarre, die bei halber Flut etwa 2m Wassertiefe hat. Ca. 200 Liegeplätzen an 7 Schwimmstegen. Max. 2m Wassertiefe bei NW nur an den äußeren Liegeplätzen, sonst weniger. Ansteuerung bis zur Barre einfach, dann müssen 3 aufeinander folgende Peilungen/Feuer in Linie beachtet werden. Nur mit Detailkarte zu befahren. Versorgung mäßig, doch nette Lokale.
Ansonsten vor dem Fluß bei St. Evette ankern oder an Gastbojen festmachen. Gut geschützt von W über N bis E.





Le Guilvinec–Lechiagat
47° 47,4’N 004° 17,3,’W
Sehr aktiver Fischereihafen mit zwei kleinen, aber sehr gut geschützten Schwimmstegen für Yachten. Man fährt durch den Fischereihafen ganz hindurch bis zum Ende kurz vor der Brücke. Dort liegen nicht nur viele einheimische Kleinboote, sondern auch Yachten auf der Durchreise. Le Guilvinec ist DER Fischereihafen der Süd-Bretagne. Enormes Fischangebot in den Läden am Hafen. Ansteuerung nur bei guter Sicht nach Richtfeuern. Vorsicht felsige Untiefen auf beiden Seiten der Einfahrt und quer setzender Strom. Im Sommer von 17.00 bis 18.00 Uhr ist das Ein- und Auslaufen für Yachten wegen des regen Fischereiverkehrs verboten.



Loctudy
47°50,3’N 004° 10,3’W
Moderne Marina mit über 300 Liegeplätzen an Schwimmstegen neben einem traditionellen Fischereihafen. Gut betonnte, aber dennoch Aufmerksamkeit erfordernde Einfahrt zwischen Sandbänken und Felsen mit nur 1,5m Wasser bei NW.
Sehr guter Hafen für technische Probleme (Shipchandler und Werft), aber außer bei Fisch schlechte Lebensmittelversorgung.
Restauranttip: Mit der kleinen Fußgängerfähre zur anderen Flussseite rüber fahren und dort Fruits de Mer im „Hotel Moderne“ genießen.



Bénodet
47° 52,8’N 004° 6,9’W
Eleganter, fast mondäner Badeort und Yachthafen mit allem, was der Land- oder Seetourist nur wünschen kann. Vom Shipchandler bis zum Casino ist alles vorhanden. Die Ansteuerung in den Fluß Odet ist einfach, wenngleich strömungsreich. Über 400 tidenunabhängige Liegeplätze an 7 Schwimmstegen. Sehr gute Sanitäranlagen und ebenso gute Einkaufsmöglichkeiten. Malerische Flusslandschaft im Hintergrund. Es lohnt sich, den Odet 5 -6 Meilen hinauf zu fahren. Märchenhafte Schlösser und Herrensitze liegen am dicht bewaldeten Ufer. Ankermöglichkeiten im Fluß. Perfekter Schutz bei Starkwind aus allen Richtungen.



Panorama St. Marine   Großbild klick!
St. Marine
47° 52,4’N 004° 7,2’W
Moderne Marina direkt gegenüber von Bénodet auf der Westseite des Odet. Über 400 tidenunabhängige Liegeplätze an 9 Schwimmstegen. Sehr gute Sanitäranlagen, allerdings weniger Einkaufsmöglichkeiten als in Bénodet gegenüber. Malerische Flusslandschaft, aber Vorsicht, starke Strömung an den Außenseiten der Anleger. Der Besucht lohnt vor allem wegen der guten Restaurants und der „Bar du Marin“.



Iles de Glénan
47° 44’N 004° 00’W
Ein Archipel von Dutzenden kleiner Inseln und Felsen zwischen denen mit guter Detailkarte wunderschöne Ankerplätze zu finden sind. Wassertiefe bei NW Springzeit aber z. T. nur 2 m. Terrestrische Landpeilungen und Tidenrechnungen lassen sich hier sehr gut lernen und anwenden. Im Sommer liegen vor der Hauptinsel Saint Nicolas etwa 60 Gastbojen in tiefem Wasser.



Port la Forêt
47° 53,3’N 003° 58,2’W
Große, moderne Marina mit komplettem Serviceangebot, sehr gut geschützt, aber ohne Charme. Gut für einen technisch bedingten Stop. Sonst lieber nach Bénodet oder Concarneau.



Concarneau   Großbild klick!
Concarneau
47° 53,3’N 003° 54,7’W
Großer, malerisch gelegener Fischereihafen mit angegliederter, sehr gut ausgestatteter Marina vor den historischen Gemäuern der Altstadt. Leider nicht wirklich gut geschützt bei starkem Wind von S bis SW. Im Sommer sehr touristisch, doch dennoch sollte man einen Spaziergang durch die spätmittelalterliche Altstadt nicht ausschlagen. Ansteuerung nicht ganz einfach, da Felsen über und unter Wasser lauern. Betonnung etwas lückenhaft. Detailkarte! Einkauf und sonstige Versorgung sehr gut.





Port Manec’h
47° 47’N 003° 44’W
Kleiner Hafen mit nur einer Mole und einem Dutzend Ankerplätzen in der Flußmündung des Aven. Sehr schöne Landschaft, aber nicht geschützt von SE bis SW. Man liegt besser 2-3 Meilen flussaufwärts im Aven an einer Boje. Keine Versorgungsmöglichkeiten, aber eine Flusslandschaft vom feinsten.



Pont-Aven
47° 50’N 003° 44,7’W
Wunderschöner Stadthafen am Fluß Aven mit sehenswerter historischer Architektur, aber nur von trockenfallenden Booten anzulaufen. Für den Besuch recht es mit der Flut 1 h vor HW anzukommen und dann mit der einsetzenden Ebbe wieder flussabwärts nach Port Manec’h oder weiter zur Ile de Groix zu segeln. Ein Dutzend Liegeplätze an der Hafenmauer und an Bojen.



Doelan
47° 46,1’N 003° 6.6’W
Kleiner Fischereihafen mit ein paar Bojen für Gäste. Kein Schutz bei SE bis SW, aber es lohnt für einen kleinen Zwischenstop für ein Bier in der Fischerkneipe. Nachts besser nach Groix.



Port Tudy auf der Ile de Groix   Großbild klick!
Lorient
47° 41’N 003° 25’W
Die Stadt der « 7 Häfen » : Lorient ist die drittgrößte Hafenstadt am französischen Atlantik. Neben einem großen Fischereihafen und einer Marinebasis gibt es inzwischen 5 tidenunabhängige, moderne Marinas mit Schwimmstegen. Direkt hinter der Zitadelle nördlich der Einfahrt liegt unweit der U-Boot Bunker die Marina Kernevel mit sehr guten Sanitäreinrichtungen, aber schlechter Versorgungslage. Besser ist die Versorgung im Stadtzentrum, wo ebenfalls eine gut geführte Marina (Centre Ville) gebaut wurde, allerdings noch einmal 2 sm nördlich der Einfahrt nach Lorient. Ansteuerung einfach, da sehr gut betonnt.



Port Louis
47° 39,7’N 003° 25’W
Eine empfehlenswerte Alternative in historisch gewachsener Umgebung ist die Marina von Port Louis am Ostufer der Bucht von Lorient, direkt hinter der Zitadelle. Während Lorient-Centre im Krieg vollkommen zerstört wurde und dementsprechend wenig historischen Charme hat, wurde Port Louis von der Zerstörung verschont und konnte seinen historisch gewachsenen Charakter bewahren. Gute Versorgung in vielen kleinen Läden im Ortskern. Die momentanen Vergrößerungsarbeiten werden 2010 – 2011 abgeschlossen sein. Ansteuerung bei Nacht nicht ganz eindeutig, da beleuchtete Tonnen fehlen.



Etel
47° 42,7’N 003° 12,5’W
Ehemaliger Thunfischerhafen in einer sandigen Flußmündung mit einer gefährlichen Barre davor, deren Tiefe und Position sich nach Starkwind oft ändert. Ein– und Auslaufen nur etwa 2h vor HW bis 2h nach HW und unter UKW-Beratung durch das Personal des Sémaphore über Kanal 13. Moderne Marina mit 8 Schwimmstegen und etwa 20 Liegeplätzen für Gäste in ruhiger und sehr geschützter Umgebung. Sanitär und Lebensmittelversorgung sind gut.



Port Haliguen   Großbild klick!
Quiberon / Port Haliguen
47° 29,4’N 003° 05,8’W
Große, moderne Marina mit über 500 Liegeplätzen und etwa 50 Gastplätzen an Schwimmstegen. Komplette Infrastruktur in jeder Hinsicht, auch technisch. Schöne Sandstrände in der Nähe.
Der Hafen Port Maria am Südende von Quiberon ist lediglich Fährhafen und nicht auf den Besuch von Yachten vorbereitet.






La Trinité sur Mer
47° 33,8’N 003° 00,5’W
DAS Mekka der bretonischen Segler, insbesondere Regattasegler. Ehemaliger kleiner Fischerhafen, der in den letzten 20 Jahren sich in ein modernes Segelzentrum verwandelt hat. Moderne Marina mit über 800 Liegplätzen und jeder erdenklichen Infrastruktur.



Stadthafen von Vannes   Großbild klick!
Vannes / Golfe du Morbihan
47° 39,1’N 003° 00,5’W
Zwar ist es nicht ganz einfach zwischen den Inseln und Untiefen des Golfes von Morbihan hindurch Vannes zu erreichen, doch die Mühe lohnt sich. Perfekt geschützter Stadthafen in historischer Umgebung mit Häusern aus dem Spät-Mittelalter. Dazu Geschäfte, Bars und Restaurants aller Art. Liegeplätze z.T. an Schwimmstegen, z.T. im Päckchen an der Hafenmauer. Durch eine Schleuse bleibt die Wassertiefe annähernd konstant, doch ist die Ansteuerung nur von 1h vor bis 1h nach HW möglich. Vorsicht: HW in Vannes ist 2 h später als in der Einfahrt zum Golfe du Morbihan bei Port Navalo.





Le Crouesty
47° 32,2’N 002° 54,7’W
Moderne, große, gut geschützte Marina direkt an der Einfahrt in den Golfe du Morbihan mit etwa 1000 Liegeplätzen und 3 Stegen für Gastlieger. Komplette, perfekte Infrastruktur, aber keine wirklich bretonische Atmosphäre. Die zahlreichen Ferienwohnungen und Läden um den Hafen könnten auch an der Ostsee oder in Malaga stehen. Für technische Arbeiten am Boot ist der Hafen bestens geeignet, dank zahlreicher Werften und Bootsläden.



Arzal
47° 30,2’N 002° 28,6’W
Sehr gut geschützte große Marina im Fluß La Vilaine hinter einer Schleuse, die etwa 4h vor bis 4h nach HW öffnet. Der Hafen lohnt für Besucher vor allem bei technischen Problemen, da er viele Reparaturbetriebe hat, aber 5km von der nächsten Ortschaft entfernt liegt. Gute Möglichkeit, dass Boot hier zu überwintern.



Piriac
47° 23,2’N 002° 32,7’W
Nette kleine Marina an einem historisch gewachsenen Ort mit mittelmäßiger Infrastruktur, aber in malerischer Umgebung. 6 Schwimmstege und etwa 10 Gästeplätze an Schwimmstegen. Allerdings ist die Einfahrt durch ein Sill begrenzt, das nur etwa 2h vor HW bis 2 h nach HW öffnet und mindestens 2m Wassertiefe bietet.



La Turballe
47° 20,7’N 002° 30,9’W
Sehr aktiver Fischereihafen mit angegliederter Marina. 6 Schwimmstege mit etwa 10 Liegeplätzen für Gäste. Schlechte Sanitäreinrichtungen aber beste Einkaufsmöglichkeiten für Fisch und Meeresfrüchte. Einfache, tidenunabhängige Ansteuerung.



Le Croisic
47° 18,7’ N 002° 31,6’ W
Schnuckeliger Fischereihafen mit kleiner, z. T. allerdings trockenfallender Marina. Gästebojen vor dem Hafen mit etwa 2m Wasser bei NW Springzeit. Schlechte Sanitärausstattung aber gute Einkaufsmöglichkeiten. Ansteuerung einfach, da gut betonnt.



windsack
Die Meinung, die Bretagne sei ein sturmreiches Schlechtwetterrevier ist FALSCH. Nur im Winter von November bis Februar ist es überwiegend windig und verregnet. Von April bis Oktober wechseln Hochdrucklagen (Keil des Azorenhochs) mit Einflüssen nordatlantischer Tiefs, die meist über England, seltener direkt über die Bretagne, hinweg ziehen. Insbesondere die Süd-Bretagne ist im Hochsommer nicht selten subtropisch warm. Westliche Winde herrschen vor, doch kommt es in Küstennähe bei Hochdrucklagen oft zu thermischen Winden (Land-/Seewind).
Im Sommer liegt die mittlere Windgeschwindigkeit bei 3-4 Bft, doch können in allen Monaten atlantische Tiefdruckgebiete Starkwind von 6-7-8 Bft. bringen, der aber selten länger als 12 Stunden andauert. 9 Bft. und mehr sind selten und kommen übers Jahr gemittelt nicht häufiger als 3-4 mal vor.
Lufttemperaturen im Winter etwa zwischen 5°C und 15°C, im Sommer zwischen 15°C und 30°C. Wassertemperaturen in Port Navalo im Winter minimal 10°C, im Sommer maximal 20°C im Ozean und 22°C im Golf von Morbihan.

Regen: Im Sommerhalbjahr regnet es eher selten, dann aber heftig. Und es klart auch genauso schnell wieder auf. Mittlere Anzahl der Regentage im Vannes im Monat Juli: 4
Es wird ganzjährig gesegelt, doch ist die schönste Zeit zwischen Ostern und Oktober. Das Frühjahr beginnt etwa zu Ostern!

WETTERBERICHTE:
In französischer Sprache in allen Hafenbüros (Capitainerie) oder über UKW Kanal 80, Ankündigung wie überall auf Kanal 16. In englischer Sprache über BBC 4 auf Langwelle 198 kHz um 13.01 Uhr und 18.54Uhr. Siehe auch im "Almanach du Marin Breton" oder "Bloc Marine" (s.u.)



Weblinks:
Die Bretagne in Wikipedia


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