EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Die Straße von Gibraltar ist eine Meerenge zwischen dem Mittelmeer im Osten und dem Atlantischen Ozean im Westen. Sie trennt Marokko und Spanien und ist nach dem Felsen von Gibraltar, der sich an der Südspitze der Iberischen Halbinsel befindet, benannt. Die Straße von Gibraltar ist etwa 65 Kilometer lang und 14 bis 44 Kilometer breit. Am östlichen Ende der Straße von Gibraltar liegen die Herkulessäulen. Die Meerenge hat seit langer Zeit hohe strategische Bedeutung. Im 4. Jahrhundert v. Chr. errichteten die Karthager hier eine Blockade, um den Handel im Mittelmeerraum zu kontrollieren. Vom 8. bis 15. Jahrhundert kämpften spanische und maurische Streitkräfte um die Kontrolle über die Meerenge. Später nutzten die Briten ihren Stützpunkt in Gibraltar, um ihre Seemacht in mehreren Kriegen ab dem Beginn des 18. Jahrhunderts zu stärken.
Die Straße von Gibraltar ist eine der meistbefahrenen Wasserstraßen der Welt, die täglich von ca. 300 Handelsschiffen durchfahren wird. Durch den ständig ostsetzenden Strom an der Oberfläche, hervorgerufen durch das etwa 1,4 m niedrigere Niveau des Mittelmeers gegenüber dem Atlantik, in Verbindung mit oft vorherrschenden Westwinden, die sich in der Straße durch Düsenwirkung verstärken, war sie lange ein für Schiffe schwer zu überwindendes Hindernis und gilt unter Seeleuten als besonders tückisch.
Das Tor zum Atlantik wird bestimmt durch die Düsenwirkung in der Strasse von Gibraltar. Vorherrschende Winde werden um bis zu 2 Beaufort verstärkt, so dass häufig Starkwind anzutreffen ist.
Wetter Die Straße von Gibraltar ist vielleicht eine der Wasserstraßen, in der meistens Wind herrscht, mit einer Besonderheit, dass die Windrichtung unregelmäßig von einer Richtung in die andere schwingt. Es kommt vor, dass der Wind 3-4 Tage lang in eine Richtung weht, dann innerhalb weniger Stunden abnimmt und danach für 3-4 Tage aus der entgegengesetzten Richtung kommt, oder „abstirbt“ um danach weiter in die gleiche Richtung zu blasen.
Tarifa an der Straße von Gibraltar wird wohl zu recht die Hauptstadt des Windes genannt. Die Straße von Gibraltar beschleunigt den Wind wie eine Düse. Pro Jahr bläst ca 40 % Prozent der Levante (weht vom Mittelmeer auf den Atlantik; Levante heißt Sonnenaufgang, der Wind kommt aus dem Osten). Der Poniente steuert die anderen 60 Prozent der Windzeit bei. Er kommt vom Atlantik und weht Richtung Mittelmeer.| Links können sich ggf. ändern. Darauf haben wir leider keinen Einfluß. Sollten Sie ein totes Link entdecken, schreiben Sie uns bitte eine Mail. Vielen Dank im Voraus! |