Gewöhnlich fährt man von Ost nach West, um Seeweg nach West
zu sparen.
Es gibt gute Gründe einmal von West nach Ost zu fahren:
Wir haben oft genug anhaltende Ost- statt Westlagen
erlebt. Außerdem müssen zwei große Seen überquert
werden, die es in sich haben und die mindestens wie der
Weg auf freier See zählen.
Landschaftlich wird es von West nach Ost zunehmend
schöner, und man kommt ausgeruht in den Ostskären an,
die sich dann besser genießen lassen.
Das Schleusen ist in dieser Richtung bequemer, weil ein
großer Teil des anstrengenderen Aufwärtsschleusens im
Götakanal entfällt. In den moderneren Schleusen des
Trollhättankanals wird man ohne Anstrengung mit 44 m
bereits auf die Hälfte des zu überwindenden
Höhenniveaus angehoben und hat im Götakanal mehr
schonendes Abwärtsschleusen.
Vordrängeln gilt nicht und verstößt nicht nur gegen
die Yachtetikette. Wenn Sie es aber einrichten können,
bleiben Sie beim Aufwärtsschleusen hinten. Sie bekommen
so nicht direkt den oft starken Schwall des von vorn
einströmenden Wassers ab. Das spart eine Menge Kraft und
Nerven. Beim Abwärtsschleusen liegt man besser vorn,
weil, besonders bei den Schleusentreppen, die
Schleusenwände hinten höher als vorn sind. Wenn Sie
versäumt haben, vorher einen Mann an Land zu setzen,
können Sie die Achterleine nicht belegen, weil Sie die
Festmacherringe nicht erreichen können.
Versuchen Sie die Schleusenseite zu nehmen, zu dessen
Wand Ihre Maschine beim Aufstoppen das Heck hinzieht.
Meistens läuft beim Einfahren in die Schleuse ein wenig
Strom von achtern, so daß Sie leicht beim Aufstoppen
quertreiben können.
Aus demselben Grund ist es auch
besser, zunächst die Achterleine zu belegen.
Ein
eventuelles Quertreiben läßt sich gut mit der Maschine
ausgleichen, wenn man auf der richtigen Seite liegt.
Beim
Ausfahren aus der Schleuse haben Sie zudem den Vorteil,
daß das Schiff von der Schleusenwand absetzt und nicht
mit dem Heck zu ihr hindreht.
Teilen Sie die Strecke vorher richtig ein. Beispielsweise
muß an der Schleusentreppe Berg morgens das
Aufwärtsschleusen eines Fahrgastschiffes abgewartet
werden. Da kann es leicht Mittag werden, ehe man unten
ankommt und der Zeitplan kommt durcheinander.Überhaupt
muß für die Treppen sehr viel Zeit eingeplant werden.
Benutzen Sie nicht zu lange Leinen. Meistens kommen Sie
mit den normalen Achterleinen aus. Zur Reserve kann eine
längere Leine bereit liegen. Zu lange Leinen erhöhen
die Gefahr, daß sie sich beim Loswerfen in den Ringen
bekneifen und dann wirds ohne fremde Hilfe schwierig.
(Das Schleusenpersonal ist sehr knapp bemessen und steht
nicht immer zur Verfügung)
Fender jeder Größe und Form - und lieber ein paar mehr
- sind Pflicht. Ein Fenderbrett tut gelegentlich auch
gute Dienste. Die Fender müssen gut auf dem Wasser
aufliegen, weil bei gefluteter Schleuse oft nur wenige
Zentimeter von der Schleusenwand freibleiben.
Fahren Sie nicht zu dicht an die vorgezogene
Schleusenmauer heran, wenn Sie einen Mann mit der Leine
an Land setzen. Beim Ruderlegen, um in die Schleuse
einzufahren, haben schon viele Hecks Bekanntschaft mit
der Mauer gemacht.
Sonstiges
Nehmen Sie sich genügend Zeit (Minimum 10 Tage). Die
großen Seen lohnen durchaus einen Abstecher. So finden
Sie z.B. im Nordteil des Vättern sehr idyllische
Skären.
Unterschätzen Sie den Vänern und Vättern nicht. Sie
können außerordentlich rauh sein und neigen zu
schnellen Wetterumschwüngen mit erstaunlich schnell
aufkommender grober See. Warnungen Einheimischer sind in
jedem Fall ernstzunehmen.
Technische Daten
Mindesttiefe: 2,80 m
maximale Schiffslänge: 25 m
maximale Masthöhe: 22 m
Höchstgeschwindigkeit: 5 kn
Weitere Informationen: 0046/520/472200
Götakanal Karte Großbild klick!
Einfahrt vom Vättern
in den Götakanal Großbild klick!
Die Schleusentreppe "Berg" ist die größte des Götakanals mit 7 Kammern und einem Hub von 18,8 m (Bild: Lars Aronsson) Großbild klick!
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