Schweden: Götakanal
Navigationstips von Ulf Weingarten


Für die Richtigkeit der Koordinaten, sowie exakte Längen- und Tiefenangaben keine Gewähr.
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Nehmen Sie mal die "andere" Richtung


Gewöhnlich fährt man von Ost nach West, um Seeweg nach West zu sparen.

Es gibt gute Gründe einmal von West nach Ost zu fahren:

  1. Wir haben oft genug anhaltende Ost- statt Westlagen erlebt. Außerdem müssen zwei große Seen überquert werden, die es in sich haben und die mindestens wie der Weg auf freier See zählen.
  2. Landschaftlich wird es von West nach Ost zunehmend schöner, und man kommt ausgeruht in den Ostskären an, die sich dann besser genießen lassen.
  3. Das Schleusen ist in dieser Richtung bequemer, weil ein großer Teil des anstrengenderen Aufwärtsschleusens im Götakanal entfällt. In den moderneren Schleusen des Trollhättankanals wird man ohne Anstrengung mit 44 m bereits auf die Hälfte des zu überwindenden Höhenniveaus angehoben und hat im Götakanal mehr schonendes Abwärtsschleusen.
  1. Vordrängeln gilt nicht und verstößt nicht nur gegen die Yachtetikette. Wenn Sie es aber einrichten können, bleiben Sie beim Aufwärtsschleusen hinten. Sie bekommen so nicht direkt den oft starken Schwall des von vorn einströmenden Wassers ab. Das spart eine Menge Kraft und Nerven. Beim Abwärtsschleusen liegt man besser vorn, weil, besonders bei den Schleusentreppen, die Schleusenwände hinten höher als vorn sind. Wenn Sie versäumt haben, vorher einen Mann an Land zu setzen, können Sie die Achterleine nicht belegen, weil Sie die Festmacherringe nicht erreichen können.
  2. Versuchen Sie die Schleusenseite zu nehmen, zu dessen Wand Ihre Maschine beim Aufstoppen das Heck hinzieht. Meistens läuft beim Einfahren in die Schleuse ein wenig Strom von achtern, so daß Sie leicht beim Aufstoppen quertreiben können.
    Aus demselben Grund ist es auch besser, zunächst die Achterleine zu belegen. Ein eventuelles Quertreiben läßt sich gut mit der Maschine ausgleichen, wenn man auf der richtigen Seite liegt.
    Beim Ausfahren aus der Schleuse haben Sie zudem den Vorteil, daß das Schiff von der Schleusenwand absetzt und nicht mit dem Heck zu ihr hindreht.
  3. Teilen Sie die Strecke vorher richtig ein. Beispielsweise muß an der Schleusentreppe Berg morgens das Aufwärtsschleusen eines Fahrgastschiffes abgewartet werden. Da kann es leicht Mittag werden, ehe man unten ankommt und der Zeitplan kommt durcheinander.Überhaupt muß für die Treppen sehr viel Zeit eingeplant werden.
  4. Benutzen Sie nicht zu lange Leinen. Meistens kommen Sie mit den normalen Achterleinen aus. Zur Reserve kann eine längere Leine bereit liegen. Zu lange Leinen erhöhen die Gefahr, daß sie sich beim Loswerfen in den Ringen bekneifen und dann wirds ohne fremde Hilfe schwierig. (Das Schleusenpersonal ist sehr knapp bemessen und steht nicht immer zur Verfügung)
  5. Fender jeder Größe und Form - und lieber ein paar mehr - sind Pflicht. Ein Fenderbrett tut gelegentlich auch gute Dienste. Die Fender müssen gut auf dem Wasser aufliegen, weil bei gefluteter Schleuse oft nur wenige Zentimeter von der Schleusenwand freibleiben.
  6. Fahren Sie nicht zu dicht an die vorgezogene Schleusenmauer heran, wenn Sie einen Mann mit der Leine an Land setzen. Beim Ruderlegen, um in die Schleuse einzufahren, haben schon viele Hecks Bekanntschaft mit der Mauer gemacht.

Sonstiges

  1. Nehmen Sie sich genügend Zeit (Minimum 10 Tage). Die großen Seen lohnen durchaus einen Abstecher. So finden Sie z.B. im Nordteil des Vättern sehr idyllische Skären.
  2. Unterschätzen Sie den Vänern und Vättern nicht. Sie können außerordentlich rauh sein und neigen zu schnellen Wetterumschwüngen mit erstaunlich schnell aufkommender grober See. Warnungen Einheimischer sind in jedem Fall ernstzunehmen.

Technische Daten

  • Mindesttiefe: 2,80 m
  • maximale Schiffslänge: 25 m
  • maximale Masthöhe: 22 m
  • Höchstgeschwindigkeit: 5 kn
  • Weitere Informationen: 0046/520/472200
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    Götakanal Karte   Großbild klick!












    
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    Einfahrt vom Vättern in den Götakanal   Großbild klick!












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    Die Schleusentreppe "Berg" ist die größte des Götakanals
    mit 7 Kammern und einem Hub von 18,8 m
    (Bild: Lars Aronsson)   Großbild klick!


























    Weblinks:
    Der Götakanal in Wikipedia
    Bilderseite Götakanal
    Die Geschichte des Göta-Kanals
    Webcam Götakanal
    360°-Panoramabilder Götakanal



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    Schlagwörter: Götakanal, Navigation, segeln, Schweden, Tourismus, Yacht, Fahrtensegeln, Revierinformation für Segler

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