Keine Einreisesteuer mehr: EU-Recht siegt
Samstag, 06. Dezember 2003, 12:52 Uhr
Mehr als ein Jahr hat es gedauert, doch jetzt gibt die griechische Regierung dem Druck der übrigen EU-Mitgliedsländer nach: Per öffentlicher Bekanntmachung ist die bisherige "Verkehrsgebühr" für einreisende Yachten von knapp 6 Euro pro Meter Bootslänge abgeschafft worden.
Vor etwa drei Jahren wurde diese Steuer eingeführt und hatte jahrelang Segler verärgert und nach Protesten bei der EU sogar den Europäischen Gerichtshof auf den Plan gerufen. Dieser leitete nach einem Tadel ein Vertragsverletzungsverfahren wegen eines unzulässigen Handelshemmnisses gegen die griechische Regierung ein. Mit der Rücknahme des Gesetzes beugen die Griechen einer als relativ wahrscheinlich geltenden Verurteilung und damit drohenden Strafe vor.
Damit müssen Yachteigner, die EU-Bürger sind und in griechische Gewässer segeln, nur noch das "Private Pleasure Yacht Maritime Traffic Document" erwerben, das etwa 30 Euro kostet.
EU verklagt Griechenland
Sportbootsteuer soll illegal sein
Donnerstag, 25. Juli 2002, 21:54 Uhr
Die Europäische Kommission hat beschlossen, gegen die 1999 von Griechenland eingeführte Abgabe auf Sportboote, die in griechische Hoheitsgewässer einlaufen, vor dem Europäischen Gerichtshof zu klagen.
Die geforderte Abgabe von etwa sechs Euro pro Bootsmeter bei Einreise ist mit einem Einfuhrzoll zu vergleichen, was gegen den EG-Vertrag (§ 23 und 25) verstößt.
Daran hat auch das Einlenken Griechenlands im letzten Jahr nichts geändert, als die Kommission bereits einen Tadel aussprach. Damals hatten Athen als Reaktion nur die zusätzliche Steuer von etwa 43 Euro für Charteryachten zurückgenommen, die wiederholt einreisten, aber nicht unter griechischer Flagge segeln.
Jetzt stehen die Chancen gut, dass für Eigner der Grenzübertritt wieder günstiger und unbürokratischer wird. Denn bisher musste die Gebühr bei jeder Einreise, auch wenn man die Gewässer nur kurzzeitig verlassen hatte, erneut gezahlt werden.
21.04.01: Nachdem in Deutschland die öffentliche Diskussion über Geldschneiderei der Hafenbehörden immer noch in Gang ist, hat man anscheinend in Griechenland noch eins draufgesetzt: Seit Beginn der Saison 2001 verlangt man offensichtlich ein "Private Pleasure Maritime Traffic Document", das 10.000 Drs (57,41 DM) kostet.
Dabei hatte die ESYS aber schon ordnungsgemäß im August 2000 einklariert, mit allen Kosten. Das Dokument besitzt eine begrenzte Anzahl von Möglichkeiten zum Abstempeln bei Kontrollen. Wenn die verbraucht sind, muss ein Neues zu 10.000 Drs gekauft werden. Folgerung: Möglichst Häfen anlaufen, wo Kontrollen etwas lascher gehandhabt werden.
Griechische Gebühren für Yachten vorbei?
Samstag, 06.01. 2001, 21:20:44 Uhr
Die deutschsprachige "Athener Zeitung" hat am 1.12.00 folgenden Artikel veröffentlicht:
Der Parlamentsausschuss für Transporte hat am Dienstag das Abkommen mit der Türkei über die Seetransporte einstimmig angenommen. Damit wird der Weg für eine Erweiterung der Schiffsverbindungen zwischen beiden Ländern und eine gemeinsame Tourismuspolitik in der Ostägäis frei. Das Abkommen sieht im wesentlichen folgendes vor:
- Es gelten die Regeln des freien Wettbewerbs und der Freiheit der Schiffahrt.
- Jeder der beiden Staaten behandelt die Schiffe des jeweils anderen wie seine eigenen, betreffend den Zugang zu den Häfen, die Zuweisung von Anlegeplätzen, die Benutzung von Hafeneinrichtungen, das Laden und Löschen sowie das Umladen der Fracht, die Ein- und Ausschiffung der Passagiere sowie die Hafen- und anderen Gebühren.
- Griechenland und die Türkei behandeln einander auf dem Schiffahrtssektor als meistbegünstigte Partnerstaaten.
- Anerkennung aller seerechtlichen Dokumente und Schiffszertifikate, die vom Vertragspartner ausgestellt wurden.
- Anerkennung der Seemannsausweise beider Länder.
- Bewegungsfreiheit für Besatzungen und Passagiere.
- Gegenseitige Hilfeleistung bei Gefahr.
- Die Vereinbarungen des Abkommens tangieren nicht die geltenden internationalen Verträge und Konventionen zur Schiffahrt.
- Differenzen sind auf diplornatischem Wege beizulegen.
Das Abkormmen wurde bei Regierung und Opposition gleichermaßen begrüßt.
Der Abgeordnete der Oppositionspartei Nea Dirnokratia, Athanassios Varinos, wies auf die Vorteile für Griechenland als eine der weltweit bedeutendsten Seefahrernationen hin.
Auch der Tourisrnus soll profitieren, indern Jachtbesitzer und -rnieter durch die Angleichung der Hafengebühren zukünftig keinen Grund rnehr haben werden, die preisgünstigeren türkischen Häfen zu bevorzugen.
Darüber hinaus wird rnit dern Abkomrnen das Problem der Seeverbindungen von Zypern aus in die Türkei gelöst, die seit Jahrzehnten unterbrochen sind.
Wie Handelsschiffahrtsrninister Christos Papoutsis angab, werden griechische Schiffe auf der Grundlage dieses Vertrages zunächst Zypern und dann Häfen in der Türkei anlaufen können.
Athener Zeitung
Kartentelephone
Gebiet / Area: Alle Inseln
Ort / Place:
Koordinaten: ----
Über den Winter hat die griechische Telekom auch auf den allerkleinsten bewohnten Inseln Kartentelefone installiert. Eine Karte kostet 1300 gr. Drachmen, das sind etwa 8,40 DM. Dafür kann man zwei nicht zu lange Gespräche nach Deutschland führen. Die Verbindung klappt hervorragend.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS ,Tuesday, 17. September 1996 - 19:06:05
Weblinks:
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- Im Rahmen eines Törns in den letzten Wochen im Ionischen Meer hat Manfred Orthmann einige Wegepunkte im Rechner editiert, auf den GPS übertragen, vor Ort noch ergänzt, und den aktuellen Datensatz IONIMEER.SWP angehängt. Wer diese Datei direkt in den Rechner lädt und über eine entsprechende Software verfügt, kann die Wegepunkte unmittelbar in seinen GPS laden.
Um noch eine Übersicht in Papierform zu haben (Wegepunkte haben ja immer Namen aus nur sechs Zeichen), kann die ebenfalls beigefügte Exceltabelle ionimeer.xls (Excel 5.0) ausgedruckt werden.
- Griechenland Landschaften und Inselgruppen
- Griechenland, Seekarte Imia-Krise, Gebiet zw. Kalymnos und türk. Westküste, 45k
- Griechenland, Vergrößerung 'Insel' Imia, 6k
- Griechenland, Kykladen, 7,4k
- Mittelmeer, Windkarte, 6k