Gran Canaria ist die drittgrößte der
Kanarischen Inseln und liegt 210 Kilometer westlich vor der Küste Südmarokkos im Atlantischen Ozean. Die annähernd kreisrunde Vulkaninsel liegt zwischen ihren größeren Nachbarinseln
Teneriffa im Westen und
Fuerteventura im Osten. Die Insel besitzt einen Durchmesser von etwa 45 Kilometern und eine Fläche von 1.560,10 Quadratkilometern. Die Gesamtlänge der Küste Gran Canarias beträgt 236 Kilometer. Die höchste Erhebung im Zentrum der Insel ist der 1.949 Meter hohe, erloschene Vulkan Pico de las Nieves. Wahrzeichen Gran Canarias ist der 1.813 Meter hohe Roque Nublo.
Urlaub auf Gran Canaria: Das Angebot an Ferienwohnungen, Pensionen, Privatzimmern und Hotels ist reichlich. Man kann auch eine
exklusive Villa auf Gran Canaria mieten.
Panorama Puerta de la Luz
Marina Puerto de la Luz
28° 07,8' N 015° 24,58' W
Der Puerto de la Luz in Las Palmas ist der wichtigste Hafen der Insel. Im Jahr 2007 wurden 24,5 Millionen Tonnen Fracht umgeschlagen und insgesamt 907.782 Passagiere abgefertigt. Die privaten Reedereien Fred. Olsen Express und Naviera Armas bieten von hier aus regelmäßige Fährverbindungen nach Teneriffa, Fuerteventura,
Lanzarote, La Palma und El Hierro sowie nach Funchal und
Madeira an.
Die Marina ist mit über 1000 Liegeplätzen die größte der Insel. Sie liegt in einer gräumigen Bucht, wo man auch geschützt ankern kann. Jedes Jahr im November startet hier das ARC, mit über 250 Schiffen die größte Transatlantik-Regatta.
Ein weiterer Hafen, der Gran Canaria Teneriffa verbindet, ist der Puerto del las Nieves in dem gleichnamigen Fischerort in der Nähe von Agaete.
Puerto Mogan
27° 49,0'N 015° 46,0'W
16.04.03: Ein ungeheuer attraktiver Hafen für Yachten, nur für große Kats wenig Platz. Immerhin konnten wir ab 18 Uhr, wenn die Ausflugsschiffe weg sind, am Kai vor dem Marinabüro festmachen. Der gesamte Hafen wird per Videoanlage überwacht.(Hafenmeisterei) (Luftbild Hafen Mogan)
Danach wurde uns ein Platz am Gästekai zugewiesen. (Hafenplan)
Restaurant-Tip: El Capuchino in der Hauptstraße, gut preiswert.
Die Restaurants auf dem Hafengelände sind unangemessen teuer, was mit der hohen Pacht zu tun hat, den die Betreiber an die Hafengesellschaft zu leisten haben. In Richtung Ost, am Sandstrand sind einige Resaurants, die günstig und gut sind.
Für Reparaturen, insbesondere Elektronik kann ich nur Paradise Marine nahe beim Travellift empfehlen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
15.12.2004: Segler sind in Puerto Mogan / Gran Canaria offensichtlich nicht willkommen:
Anläßlich unsers Törns im November 2004 mit einer gecharterten Bavaria 42
wollten wir Puerto Mogan auf Gran Canaria anlaufen. In den uns zur
Verfügung stehenden nautischen Unterlagen waren folgende Informationen zu
finden
1) Vor dem Einlaufen ist der Hafen auf VHF-12 zu kontaktieren
2) Am Wochenende ist die Funkstation nicht besetzt. (Die diensthabenden Marineros
haben aber Walky-Talkies, deren Reichweite allerdings limimitiert ist (ca. 2 sm), Kommentar von Wolf-Walter Ernst, CANARIAS CHARTERS)
3) Beim Einlaufen ist zunächst der Pier beim Büro des Hafenkapitäns
anzulaufen, worauf ein Liegeplatz zugewiesen wird
Es war Sonntag, der 31-Oct-2004, und die Beobachtung von VHF-11 (richtiger Kanal ist 12, Kommentar von Wolf-Walter Ernst, CANARIAS CHARTERS) ergab
keine Aktivität, also steuerten wir die Hafeneinfahrt an. Dann bemerkten
wir, daß an der Stb Seite der Hafeneinfahrt eine Ketsch gesunken war, die
Bergungsarbeiten waren gerade im Gang. Der Koordinator der Bergung wies
uns per Handzeichen an, vorsichtig an Bb zu passieren. So gelangten wir an
die Pier des Hafenmeisters, wo wir sofort lautstark und mit Gesten
abgewiesen wurden; die Pier mußte für ein Ausflugsboot freigehalten
werden. Da es nicht absehbar war, wann das Ausflugsboot wieder ablegen
würde, entschlossen wir uns nach einigen Minuten Treiben im Hafenbecken,
vorläufig in einer leeren Box festzumachen und den Hafenmeister zu Fuß
aufzusuchen.
Kurz nachdem wir unser Boot in der Box festgemacht hatten, machten wir uns
auf den Weg zum Hafenmeister, nachdem uns ein Hafenarbeiter darauf
aufmerksam gemacht hatte, daß wir unmöglich hier bleiben können.
Vom Hafenkapitän mußten wir uns unter anderem folgende Dinge anhören
(Zitate):
"Das ist mein Haus, wer hier herein möchte, muß zuerst bei mir anklopfen,
und ich entscheide ob er herein darf oder nicht"
"Ich kenne die Crew von der >Leinard<, mit diesem Schiff gibt es immer nur
Probleme"
"Ich habe heute den schlechtesten Tag meines Lebens, und darum müßt ihr
hier wieder raus"
"Ihr müßt aus dem Hafen auslaufen. Dann könnt ihr auf VHF-11 fragen, ob
wir hier einen Platz für euch haben"
"Das ist schlechte Seemannschaft, einfach so in einen Hafen einzulaufen"
Kommentar von Wolf-Walter Ernst, CANARIAS CHARTERS: "Der Vorfall stimmt, das war sicher ein schlechter Tag zum Einlaufen. Hätte der Mann auf 12 gerufen, hätte
man ihn korrekt empfangen oder ihm empfohlen, draussen zu warten.
Der "Koordinator" der Bergung konnte nicht wissen, ob diese Yacht einen festen Platz hatte oder nicht, er
winkte sie durch.
Am beschriebenen Empfangskai legen tagsüber durchgehend die Ausflugsboote an, man konnte sie dort nicht
lassen.
Das "Hineinfahren in eine freie Box", also Belegen eines frei scheinenden Platzes ist tatsächlich sehr
schlechte Seemannschaft, zumindest in unserer Region. Zumeist sind diese Plätze entweder gar nicht frei, oder
sie sind nicht für diese Schiffsgrösse ausgelegt. Bei uns wird ein konkreter Platz zugewiesen, das geschieht
über Funk.
Der Chef des Hafens, der nur sehr dürftig Englisch spricht (Mike Dauda spricht aber wohl auch nicht
Spanisch), dürfte schwerlich diese Äusserungen getan haben. Das ist nicht sein Stil. Vermutlich ist da einige
Phantasie im Spiel.
Und ein Zitat in wörtlicher Rede, im dem er Anmeldung auf Kanal 11 fordert, muss zwangsläufig falsch sein."
Da mit dem Hafenmeister trotz sachlicher Argumentation keine vernünftige
Kommunikation herzustellen war, mußten wir Puerto Mogan nach Einbruch der
Dunkelheit auf sein Bestehen hin wieder verlassen und weiter nach Puerto
Rico fahren. Dort wurden wir wie Freunde empfangen. Das Personal war von
ausgesprochener Hilfsbereitschaft. Ein Mitarbeiter kam zu uns an Bord, um
uns zu einer Box im doch etwas unübersichtlichen Hafen zu lotsen, und man
war rundherum um uns bemüht.
Am nächsten Morgen trafen wir unseren Liegeplatz - Nachbarn aus Puerto
Mogan - den Basisleiter einer Charteragentur, der uns berichtete, daß der
Liegeplatz, von dem man uns verjagt hatte, die ganze Nacht unbenützt
geblieben war, und er selbst mit der Verlagerung seiner Boote von Mogan
nach Puerto Rico begonnen habe, da es mit dem Hafenkapitän nichts als
Stress gäbe.
Zusammenfassend möchten wir sagen, daß aufgrund der Vorkommnisse, die wir
z.T. als sehr beleidigend empfanden, Puerto Mogan von uns nicht empfohlen
werden kann. Wir hoffen trotzdem, daß unser Erlebnis eine einmalige
Entgleisung des örtlichen Hafenkapitäns war.
Quelle: Mike Dauda