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Revierinformation für Segler:
Die Straße von Malakka

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Die Malakkastraße   Großbild klick!
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© meteo24.de
Die Straße von Malakka ist eine Meeresstraße in Südostasien, die die Andamanensee mit dem Südchinesischen Meer und der Javasee verbindet. Sie verläuft zwischen der malaiischen Halbinsel und der Insel Sumatra, hat eine Länge von etwa 800 km und ist meist zwischen 50 und 300 km, an ihrer engsten Stelle jedoch nur 1,5 Seemeilen (2,8 km) breit. Die Insel Sumatra gehört zu Indonesien und ist mit 473.000 km² die sechstgrößte Insel der Welt.

Die wichtigsten Häfen sind Malakka (Melaka) in Malaysia und Singapur. Die Straße von Malakka ist von großer Bedeutung für den Welthandel, da sie eine der am stärksten befahrenen Wasserstraßen der Welt ist. Zwischen 20 und 25% des Welthandels der Seeschifffahrt passieren diese Meerenge. Täglich wird sie von ungefähr 2.000 Schiffen befahren.

Durch den Bau immer größerer Schiffe könnte sich die Malakkastraße in absehbarer Zeit zu einem Nadelöhr für die Dimensionierung von Schiffen entwickeln. Malakkamaxschiffe, die die Tiefe der Durchfahrt voll ausreizen, sind jedoch erst in Planung.

Auch entsprechend ihrer Bedeutung vor allem für den Ölhandel ist sie eine der auch heute noch am stärksten von Piraten heimgesuchten Wasserstraßen. Am 9. Januar 2004 wurde z. B. der Tanker „Cherry 201“ gekapert. Nach langen Lösegeldverhandlungen wurden vier Seeleute von den Piraten erschossen.

Ob nur der Schiffs-Safe aufgebrochen wird, Geiseln genommen oder ganze Supertanker entführt werden - das Durchqueren der Straße von Malakka ist lebensgefährlich. Doch obwohl die Überfälle in den letzten Jahren immer dreister geworden sind, gibt es noch immer kein gemeinsames Sicherheitskonzept der Anrainerstaaten.

Die Piraten von heute haben mit den romantischen Freibeutern früherer Jahrhunderte nichts gemein. Auf hoch motorisierten Schnellbooten lauern sie in der Meerenge von Malakka ihren Opfern auf - bis an die Zähne bewaffnet mit Maschinengewehren, Granatwerfern und modernster Satellitentechnik. Die Schiffsbesatzungen haben dem meist wenig entgegenzusetzen: rund 50.000 Schiffe durchfahren im Jahr die fast 900 Kilometer lange und nur zwei bis drei Kilometer breite Seestraße, viele von ihnen unter Billigflaggen und mit der gerade notwendigen Besatzung an Bord.



windsack Für Segler ist die Straße von Malakka ein schwieriges Revier: Im nödlichen Teil, wo sich die Straße weitet, gibt es die üblichen, für den Golf von Bengalen und die Doldrums typischen Windverhältnisse: Plötzliche Böen bis 6 Bft. verbunden mit starken Schauern, dann (und das überwiegend) drehender Schwachwind mit Flautengebieten.
Je weiter man nach Süden kommt, desto unberechenbarer werden die Winde. Flauten werden häufiger, der Wind dreht extrem. Die Windsituation in diesem Teil wird domininiert duch Gewitter, die sowohl auf der malaysischen Seite als auch über Sumatra entstehen.



Weblinks:
Die Straße von Malakka in Wikipedia



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