EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Revierinformation für Segler: Griechenland: Argolischer Golf / Saronischer Golf von Hans und Elke Krause
Wenn Sie weitere Informationen über dieses Revier haben oder Fehler entdecken oder ein Revier vermissen wenden Sie sich bitte an uns (Kontakt)! Inseln: Ägina Dokos Hydra Poros Spetsai
Der Saronische Golf umfasst ein Gebiet, dessen Grenzen durch drei markante Punkte markiert sind: der Kanal von Korinth im Nordwesten, Kap Sounion im Osten und die Insel Hydra im Süden. Im Saronischen Golf liegen die Inseln Salamina, Ägina, Angistri und Poros sowie die Halbinsel Methana. Um Kap Skilleon herum Richtung Westen erstreckt sich der Golf von Hydra mit den beiden Inseln Hydra und Dokos. Noch etwa sieben Meilen weiter westlich markiert die Insel Spetsai den Beginn des Argolischen Golfs.Der Saronische Golf und die angrenzenden Gewässer sind ein relativ einfach zu befahrenes Revier, das nur wenige Gefahrenstellen hat. Die folgende Liste enthält die wenigen besonderen Punkte und Gefahrenstellen, die nicht in einem unmittelbaren Zusammenhang mit einem bestimmten Küstenabschnitt, einer bestimmten Insel oder einem bestimmten Hafen stehen:
Der Argolische Golf erstreckt sich von der Insel Spetsai im Osten über den Hafen Navplion im Norden die gesamte Ostküste des Peloponnes entlang nach Süden bis zum Kap Maleas. Der Nordosten des Argolischen Golfes ist dicht besiedelt, Porto Kheli und Spetsai sind touristische Zentren, während die Ostküste des Peloponnes nach Süden zu einen gänzlich anderen Charakter hat. Die Küste ist hier teilweise steil, bewaldet und dünn besiedelt. Südlich der Insel Spetsai erstreckt sich ein U-Boot Übungsgelände.
Der Meltemi ist im Argolischen Golf nicht stark ausgeprägt, im Gegenteil: bei starkem Meltemi in den Kykladen kann es hier auf Grund einer Gegenbewegung zu strammem Südwind kommen, mit einem Flautegürtel im Scherbereich. Der Süden, etwa von Gerakas bis Ak. Maleas ist dagegen wieder Meltemi-Gebiet.Das wichtigste im Argolischen Golf der Wetterbericht (UKW Kanal 86) stimmt für den Agolischen Golf nur selten!! Ausnahme bei starkem Meltemi, der sich auch im Argolischen Golf durchsetzen kann.
Ansonsten wird der A.G. vom Land-Seewind beherrscht und das selbst oft in den Wintermonaten, sobald über dem Peloponnes die Sonne scheint. In der Regel gibt es nacht´s Nordwind mit 2 3 Bft., welcher zwischen 09°° und spätestens 11°° Uhr einschläft. Nach kurzer Pause kommt der Wind dann aus SSO mit einer leichten Briese, die sich im Laufe des Nachmittags je nach Lage bis 4 6 Bft. aufbaut und sich nach 17°° Uhr dann wieder abschwächt. Auf der Westseite des Golfes ist der Wind oft um 1 2 Bft. stärker als auf der Ostseite.Vom Saronischen Golf kommend kann man in der Regel ab der Insel DOKOS mit Südwind rechnen. DOKOS (am Westende von Hydra) ist hier die Wetterscheide:
Argolischer Golf = Südwind und das zu 80 % !!! Meistens schläft der Nordwind langsam ein, dann kommt eine kurze Totalflaute, danach setzt der Südwind mit Wucht ein, oft um 5 Bft. und schwächt sich dann zum Abend wieder ab. Manchmal heben sich auch Nord- und SSO Wind gegenseitig auf, wenn auch recht selten, und der A.G. leidet dann unter Flaute. Revierbeschreibung: Auf dem Weg von Athen in Richtung Argolischer Golf gibt es einige sehr schöne Häfen und Buchten. Eine Alternative zum Stadthafen von Ägina wäre zu einem schönen und geschützten Ankerplatz weiterfahren am Südwestzipfel der Insel hinter der kleinen Insel Marathonos. Alternativ auf dem Peloponnes die 100% geschützte Bucht von Korphos, genau westlich von Ägina oder der Hafen von Palaia Epidauros Ausflug mit dem Taxi zum Theater von EpidaurosTaxipreis vor der Fahrt aushandeln!! Ein Geheimtip ist der Minihafen von Vathy an der Westseite der Halbinsel Methana - sehr zu empfehlen, total ruhig, auch der selbstgemachte Wein in der Taverne ist nicht zu verachten, aber nicht am Wochenende. Grundsätzlich sollte man sich im gesamten Revier am Samstag und Sonntag möglichst auf´s Ankern
Die nächste Station Richtung Argolischer Golf ist der Hafen von Methana
(Heilbad mit starkem Schwefelgeruch, gut für das Unterwasserschiff!), empfehlenswerter ist die Insel Poros. Hier gibt es inzwischen eine lange Mole wo wie üblich mit Buganker und Heckleinen festgemacht wird. Achtung genug Kette stecken und den Anker gut eingraben, die Heckleinen auf größtmöglichen Abstand einstellen ca. stündlich kommen Fähren aus Athen, die am Molenkopf anlegen und dabei heftigen Schwell erzeugen die vorbeifahrenden Kleinfähren Poros-Galatas sind dagegen harmlos.einrichten, weil am Wochenende die Athener Armada sämtliche Häfen überfüllt!! Es gibt in der gesamten Innenbucht von Poros schöne Ankerbuchten aber auch hier gibt es bis 23°° Uhr Schwell der vorbeifahrenden Fähren. Poros lädt zu einem Spaziergang durch die schönen Gassen ein und von erhöter Warte hat man einen wunderschönen Blick über die gesamt Bucht.
Vorsicht bei starkem Nordwind, dann steht u.u. starker Schwell in den Hafen und nur die Nordmole ist brauchbar um im Hafen festzumachen, dann ist eine kleine Ankerbucht neben dem Inselchen Soupia an der Peloponnes Südostecke empfehlenswert. Alternativ Weiterfahrt nach Dokos, hier kann man auch bei Nordwind in der Nordbucht einen geschützten Ankerplatz finden, im Sommer ist eine Taverne am Ufer in Betrieb. Eine weitere Alternative ist der Hafen von Ermioni, leider ist durch die heimischen Fischerboote sehr wenig Platz an der Mole, allerdings gute und sichere Ankermöglichkeit gleich außerhalb des Hafens. Der nächste sehr beliebte Anlaufpunkt ist die Insel Spetses auch hier gilt, nur frühes Einlaufen sichert einen ruhigen Molenplatz (im Bereich der Tankstelle im Innenhafen/alten Hafen) An den vorgebauten Molen am Nordende der Stadt je nach Wind unruhiges Liegen. Empfehlenswert ist eine Inselumrundung mit Leihroller. Der Fussweg vom alten Hafen in die Stadt dauert ca. 15 Min., man kann auch mit der Pferdekutsche oder dem Taxi fahren. Wenn kein Meltemi ist, kann man sehr schön in den Nordbuchten der Insel ankern, in der Mittelbucht ist seit 1997 eine Taverne geöffnet. Gegenüber liegt die Bucht von Porto Heli mit Hafen und Ankermöglichkeiten, geschützt gegen Winde aus allen Richtungen. In der Einfahrt nach Porto Heli sowie in nördlicher Richtung liegen mehrere gut geschützte Ankerbuchten für fast jede Windrichtung überall ist mit Schwell von vorbeifahrenden Fähren und Yachten zu rechnen, Ausnahme ein kleine Bucht bei der Insel Korokonisi ca. 4,5 sm nordwestlich von Porto Heli, gleich hinter dem Kap Korakas.
Wieder in Richtung Süden ist Astros der nächste Hafen auf der Westseite des Golfes. Sehr gut geschützt durch die Mole, möglichst innerhalb des kleinen Molenknick´s festmachen (am Ende der Mole unfreiwillige Duschen am Nachmittag durch Wellenschlag). Weiter geht´s nach Süden, die nächste Möglichkeit zum Festmachen bzw. Ankern ist die Bucht von Tyros. Allerdings ist die Mole meistens voll belegt durch Fischerboote und der Kopf muss freibleiben für die Flying Dolphin´s, im Ankerbereich liegen viele Bojen von Fischerbooten (wenig Platz zum schwojen) und über den Vorgelagerten Mühlenhügel rauschen bei Südwind sehr heftige Fallwinde in die Bucht. Weiter gehts zur Bucht von Leonidion. Hier gibt es die Möglichkeiten am Südende wie auch am Nordende der Bucht an kleinen Molen festzumachen oder zu ankern. Auf die Windrichtung ist zu achten, da die Bucht insgesamt sehr offen ist. Ruhiges Liegen verspricht ca. 5sm südlich die schöne Bucht von Phokianos allerdings ist die in den Hafenhandbüchern angedeutete Wespenlage 100 % Realität. Die Wespen sind allerdings nicht agressiv und stechen nicht einfach los und wirklich wild geht es nur rund, wenn das Essen auf den Tisch kommt. Keine Taverne und keine bewohnten Häuser weit und breit. Weitere 8 Meilen südlich kann man schön ankern in der Bucht von Kiparissia, allerdings war die Nachtruhe in der letzten Saison (´98), durch die an der Nordseite der Bucht liegende Taverne, durch übermässig laute Musik von ca. 10°° Uhr Abends bis zum Morgengrauen, stark gestört. Empfehlung: Die Südseite der Bucht zum Ankern wählen. Der nächste schöne Anlaufpunkt ist der Golf von Gerakas. Ruhiges Liegen an der Mole, - Achtung: Platz für den Flying Dolphin freilassen - gute Tavernen und Landschaftlich reizvolle Umgebung. Etwas weiter kommt die Bucht Kremmidi, wo im Nordende gut geschützte, ruhige Ankerbuchten liegen. Das Südende der Bucht wird gebildet durch die Vorgelagerte Insel von Monemwassia.
In fast allen Häfen bekommt man Wasser (teilweise direkt an der Mole, teilweise auch per Tankwagen, wobei das Wasser aus den Tankwagen oft von besserer Qualität ist als das Leitungswasser, weil direkt von einer Quelle abgezapft) Diesel und Trockeneis (immer per Tank-Wagen) in der nächsten Taverne oder im Laden fragen, gerne wird geholfen und die Lieferanten per Telefon herbeigeordert. In den Häfen, z. B. Poros, Porto Heli, Nafplion und auch auf den Inseln, findet man überall Super Märkte mit dem Meisten was das Herz begehrt, wobei die Auswahl mit der Ortsgröße auch zunimmt!! Die Preise für Lebensmittel liegen im Schnitt etwas unter deutschem Niveau, wobei für deutsche Waren oft mehr als gewohnt bezahlt werden muss. Ab April 1999 kurz hinter Nafplion im nächsten Ort Richtung Epidauros ARIA - (ca 4 km vom Hafen mit dem Taxi)- ist ein LIDL Markt eröffnet mit Angeboten und Preisen fast wie in Deutschland !!!
Im Abstand von ca. 8 10 sm von den Küsten (teilweise auch weiter) ist einwandfreier Handy Empfang garantiert. Einige Ankerbuchten sind dagegen total abgeschnitten. Wer kein Handy dabei hat und trotzdem telefonieren möchte sollte sich bei der Einreise gleich am Kiosk eine Telefonkarte kaufen. Kartentelefone gibt es mitlerweile selbst im kleinsten Dorf. Das einzig negative in einigen Häfen, sind teilweise rüde Fischer, die glauben der Hafen und das Meer würde ihnen gehören und die sich manchmal auch dementsprechend benehmen. Bei ernsthafem Ärger nach der Hafenpolizei (Port Police Limenarchio Λιμεναρχιο)verlangen. Außerdem sind in den letzten Jahren einige der schönen und gut geschützten Ankerbuchten durch Fischfarmen belegt. In den meisten Fällen kann man die Fischfarmen passieren und in den Buchtenden ankern, allerdings muss man hier grundsätzlich mit leicht getrübtem Wasser durch das Fischfutter rechnen. Weblinks: Der Saronische Golf in Wikipedia Der Saronische Golf für Segler
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