EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
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Der Saronische Golf umfasst ein Gebiet, dessen Grenzen durch drei markante Punkte markiert sind: der Kanal von Korinth im Nordwesten, Kap Sounion im Osten und die Insel Hydra im Süden. Im Saronischen Golf liegen die Inseln Salamina, Ägina, Angistri und Poros sowie die Halbinsel Methana. Um Kap Skilleon herum Richtung Westen erstreckt sich der Golf von Hydra mit den beiden Inseln Hydra und Dokos. Noch etwa sieben Meilen weiter westlich markiert die Insel Spetsai den Beginn des Argolischen Golfs.
Der Meltemi ist im Argolischen Golf nicht stark ausgeprägt, im Gegenteil: bei starkem Meltemi in den Kykladen kann es hier auf Grund einer Gegenbewegung zu strammem Südwind kommen, mit einem Flautegürtel im Scherbereich. Der Süden, etwa von Gerakas bis Ak. Maleas ist dagegen wieder Meltemi-Gebiet.
Ansonsten wird der A.G. vom Land-Seewind beherrscht und das selbst oft in den Wintermonaten, sobald über dem Peloponnes die Sonne scheint. In der Regel gibt es nacht´s Nordwind mit 2 3 Bft., welcher zwischen 09°° und spätestens 11°° Uhr einschläft. Nach kurzer Pause kommt der Wind dann aus SSO mit einer leichten Briese, die sich im Laufe des Nachmittags je nach Lage bis 4 6 Bft. aufbaut und sich nach 17°° Uhr dann wieder abschwächt. Auf der Westseite des Golfes ist der Wind oft um 1 2 Bft. stärker als auf der Ostseite.
Der nächste und mit bekannteste Anlaufpunkt ist die Insel Hydra. Nur frühes Einlaufen sichert einen Platz an der Mole, gegen Abend ist Liegen in 2 3 Reihen voreinander üblich. Hydra ist bis auf Müll- und Feuerwehr-Auto- und Zweiradfrei (auch keine Radfahrer) der gesamte Verkehr wird mit Handwagen, Maultieren und Eseln erledigt. Ein längerer Spaziergang durch die romantischen Gässchen sollte zum Besuch dazugehören und je höher man steigt desto atemberaubender wird die Aussicht.Gegenüber liegt die Bucht von Porto Heli mit Hafen und Ankermöglichkeiten, geschützt gegen Winde aus allen Richtungen. In der Einfahrt nach Porto Heli sowie in nördlicher Richtung liegen mehrere gut geschützte Ankerbuchten für fast jede Windrichtung überall ist mit Schwell von vorbeifahrenden Fähren und Yachten zu rechnen, Ausnahme ein kleine Bucht bei der Insel Korokonisi ca. 4,5 sm nordwestlich von Porto Heli, gleich hinter dem Kap Korakas.
Der nächste Hafen ist Kilada, ca. 5 sm nordöstlich von Kap Korakas, nicht unbedingt empfehlenswert, da hauptsächlich von einer großen Fischereiflotte belegt. Gute Reparaturmöglichkeiten für Holzschiffe, mehrere Werften, allerdings auf Fischerboote spezialisiert. Lohnenswert ist ein Besuch einer großen eingestürzten Höhle, nur wenige Kilometer von Kilada entfernt.
Eine kleine Ankerbucht gibt es an der Ostseite der Insel Ipsili viel Kette auf 20 15 m und Heckleine an Land garantiert schönes Liegen außer bei (sehr seltenem) Ostwind (nur bei heranziehendem Tief).
Weiter geht´s zur Bucht von Vivari (Heimathafen des Autors). Am Ende der Bucht gibt es eine kleine Mole, deren Kopf und die ersten Meter der Westseite für Gastlieger frei sein sollten Buganker Heckleine.
Allerdings ist im nahen Umkreis der Mole auch reichlich Platz zum Ankern auf 12 6 m vorhanden. Wasser von der Taverne "Gorgona / Meermaid" der Chef bestellt auch Diesel und Eis und stellt, wenn nicht alle Zimmer belegt sind, auch eine Duschmöglichkeit.
Der Nächste überwiegend von Fischebooten belegte Hafen ist Tolo ("Klein Benidorm") Viel Betrieb, viele Tavernen, viel Tourismus. Ankern in der Südbucht der vorgelagerten Insel Romphi nur vom späten Abend bis Mittags, ab Mittag sehr unruhig durch Südwind.
Dann kommen wir zum Ende des Golfes Nafplion von der imposanten Burg überragt und von der Henkersinsel Bourzi bewacht. Großer Hafen, leicht unruhig bei starken Nordwind aber sicher. Die Erste Hauptstadt des modernen Griechenlands. Die Stadt hat sich in den letzten Jahren sehr zum Vorteil verwandelt, viele der alten Häuser wurden restauriert und das Stadtbild ist mit viel grün aufgelockert worden.
Ein Spaziergang durch die Stadtgassen sowie der Besuch der Festung für sportliche über die berühmten 999 Stufen zu Fuß über der Stadt lohnen sich.
Wieder in Richtung Süden ist Astros der nächste Hafen auf der Westseite des Golfes. Sehr gut geschützt durch die Mole, möglichst innerhalb des kleinen Molenknick´s festmachen (am Ende der Mole unfreiwillige Duschen am Nachmittag durch Wellenschlag).
Weiter geht´s nach Süden, die nächste Möglichkeit zum Festmachen bzw. Ankern ist die Bucht von Tyros. Allerdings ist die Mole meistens voll belegt durch Fischerboote und der Kopf muss freibleiben für die Flying Dolphin´s, im Ankerbereich liegen viele Bojen von Fischerbooten (wenig Platz zum schwojen) und über den Vorgelagerten Mühlenhügel rauschen bei Südwind sehr heftige Fallwinde in die Bucht.
Weiter gehts zur Bucht von Leonidion. Hier gibt es die Möglichkeiten am Südende wie auch am Nordende der Bucht an kleinen Molen festzumachen oder zu ankern. Auf die Windrichtung ist zu achten, da die Bucht insgesamt sehr offen ist.
Ruhiges Liegen verspricht ca. 5sm südlich die schöne Bucht von Phokianos allerdings ist die in den Hafenhandbüchern angedeutete Wespenlage 100 % Realität. Die Wespen sind allerdings nicht agressiv und stechen nicht einfach los und wirklich wild geht es nur rund, wenn das Essen auf den Tisch kommt. Keine Taverne und keine bewohnten Häuser weit und breit.
Weitere 8 Meilen südlich kann man schön ankern in der Bucht von Kiparissia, allerdings war die Nachtruhe in der letzten Saison (´98), durch die an der Nordseite der Bucht liegende Taverne, durch übermässig laute Musik von ca. 10°° Uhr Abends bis zum Morgengrauen, stark gestört. Empfehlung: Die Südseite der Bucht zum Ankern wählen.
Der nächste schöne Anlaufpunkt ist der Golf von Gerakas. Ruhiges Liegen an der Mole, - Achtung: Platz für den Flying Dolphin freilassen - gute Tavernen und Landschaftlich reizvolle Umgebung.
Etwas weiter kommt die Bucht Kremmidi, wo im Nordende gut geschützte, ruhige Ankerbuchten liegen. Das Südende der Bucht wird gebildet durch die Vorgelagerte Insel von Monemwassia.
Ein Besuch von Monemvasia (Geschichte)ist unbedingt zu empfehlen. Seit einigen Jahren ist der südlich der Insel gelegene Yacht und Fischerhafen in Betrieb, in dem man meistens einen Liegeplatz finden kann. Ein Besuch der Insel-Altstadt gehört zum Programm in Monemwassia, über eine Treppe gelangt man auf den Gipfel der Insel, auch hier zeugen noch Ruinen von früher Besiedlung.
Von Monemwassia ist der Sprung zur Insel Spetzes als Tagestörn möglich und damit der Kreis um den Argolischen Golf geschlossen.
In fast allen Häfen bekommt man Wasser (teilweise direkt an der Mole, teilweise auch per Tankwagen, wobei das Wasser aus den Tankwagen oft von besserer Qualität ist als das Leitungswasser, weil direkt von einer Quelle abgezapft) Diesel und Trockeneis (immer per Tank-Wagen) in der nächsten Taverne oder im Laden fragen, gerne wird geholfen und die Lieferanten per Telefon herbeigeordert.
In den Häfen, z. B. Poros, Porto Heli, Nafplion und auch auf den Inseln, findet man überall Super Märkte mit dem Meisten was das Herz begehrt, wobei die Auswahl mit der Ortsgröße auch zunimmt!! Die Preise für Lebensmittel liegen im Schnitt etwas unter deutschem Niveau, wobei für deutsche Waren oft mehr als gewohnt bezahlt werden muss.
Ab April 1999 kurz hinter Nafplion im nächsten Ort Richtung Epidauros ARIA - (ca 4 km vom Hafen mit dem Taxi)- ist ein LIDL Markt eröffnet mit Angeboten und Preisen fast wie in Deutschland !!!
Im Abstand von ca. 8 10 sm von den Küsten (teilweise auch weiter) ist einwandfreier Handy Empfang garantiert. Einige Ankerbuchten sind dagegen total abgeschnitten. Wer kein Handy dabei hat und trotzdem telefonieren möchte sollte sich bei der Einreise gleich am Kiosk eine Telefonkarte kaufen. Kartentelefone gibt es mitlerweile selbst im kleinsten Dorf.
Das einzig negative in einigen Häfen, sind teilweise rüde Fischer, die glauben der Hafen und das Meer würde ihnen gehören und die sich manchmal auch dementsprechend benehmen. Bei ernsthafem Ärger nach der Hafenpolizei (Port Police Limenarchio Λιμεναρχιο)verlangen.
Außerdem sind in den letzten Jahren einige der schönen und gut geschützten Ankerbuchten durch Fischfarmen belegt. In den meisten Fällen kann man die Fischfarmen passieren und in den Buchtenden ankern, allerdings muss man hier grundsätzlich mit leicht getrübtem Wasser durch das Fischfutter rechnen.
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