EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM

DER WIND:
Das Revier gilt allgemein als Schwachwindrevier. Gegen die Hauptwindrichtung West ist es größtenteils durch die benachbarten Bergrücken geschützt. Für eine ausgeprägte Thermik ist der See zu weit weg von den Alpen.
Am ehesten kann man im Frühjahr und Herbst mit frischem bis starken atmosphärischen Wind rechnen. Die Hauptwindrichtung ist dann Nordwest bis West bei frischen Winden und Südwesten bei Starkwind. Wegen der Abdeckung durch die Anhöhe bis Feldafing ist der Wind im Nordteil bis zu 15 kn schwächer als in der Tutzinger Bucht. In der Tutzinger Bucht tritt dann auch am Ostufer eine kurze Welle von etwa 0,5 m Höhe auf. Bei starker Südtendenz kann der Wind auch im Nordteil des Sees zu einem frischen Südwind werden, der dann mit ähnlicher Welle verbunden ist.
Ansonsten treten bei klarem Wetter und Hochdrucklagen am Nachmittag zumindest im Nordteil des Sees vorwiegend thermisch bedingte Nordostwinde auf, die meist maximal 10 kn, in seltenen Fällen auch bis zu 18 kn erreichen und bis in die Abendstunden reichen. Am Morgen kann bei derselben Großwetterlage gelegentlich ein schwacher Südwind aufkommen, der nicht mehr als 6 kn erreicht und gegen Mittag zusammenbricht.
Speziell in der Zeit von Ende Juni bis Mitte August muß man ab Nachmittag mit schnell aufziehenden Wärmegewittern rechnen. Hier treten lokal eng begrenzt Windgeschwindigkeiten in Sturmstärke aus wechselnden Richtungen verbunden mit Regen- oder Hagelschauern auf. Segelboote sollten dann Ufer mit ablandigen Wind aufsuchen und die Segel bergen. Ein Segeln ist dann kaum vernünftig möglich und in der Regel verzieht sich das Gewitter nach ein bis zwei Stunden wieder.
Weblinks:
Der Starnberger See in Wikipedia