EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Revierinformation für Segler:
Die Insel Stromboli / Italien

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WetterStromboli
© meteo24.de
Der Stromboli ist eine italienische Insel mit dem noch aktiven Vulkan vom Typ eines Strato- oder Schichtvulkans. Er liegt im Mittelmeer nördlich von Sizilien.
Stromboli gehört mit seinen Nachbarinseln Lipari, Salina, Vulcano, Panarea, Filicudi und Alicudi zur Inselgruppe der Äolischen oder Liparischen Inseln (Isole Eolie) im Tyrrhenischen Meer.
Die Höhe der steil aus dem Wasser aufragenden, nahezu kegelförmigen Insel beträgt vom Meeresspiegel aus ca. 926 m (andere Quellen sagen 918 m bzw. 968 m). Vom Meeresgrund ragt der Vulkankegel etwa 3000 m auf. Die Fläche der Insel beträgt nur ca. 12,6 Quadratkilometer, was für diese Höhe ungewöhnlich ist.
Die Insel trägt ihren Namen nach der Vollkommenheit ihres vulkanischen Kegels, abgeleitet vom griechischen Strongyle, der Kreisel.

Die Insel Stromboli bietet sich vor allem in den Monaten März bis November für Segler an. In dieser Zeit dürfte das Klima am besten sein; wenn auch der Wind schwach ausfallen kann. Doch mit diesem ruhigen Wetter sollte hier nicht immer gerechnet werden, denn Stürme, oder aber auch starke Regenfälle, etc. sind durchaus möglich. Zudem muss beim Chartern nicht immer an teure Yachten gedacht werden; denn auch hierbei existieren günstige Möglichkeiten.

Stromboli ist regelmäßig per Schiff von Neapel und den auf Sizilien gelegenen Hafenstädten Milazzo und Messina aus zu erreichen. In der Feriensaison fahren auch Schnellboote von der Küste Calabriens (Hafen: Tropea) zu den Vulkan-Inseln.

Auf der Insel Stromboli befinden sich zwei Ortschaften: Die Ortsteile Scari, San Vincenzo, Ficogrande, Piscità und San Bartolomeo im Nordosten sind heute praktisch zusammengewachsen und werden daher unter dem Ortsnamen Stromboli subsumiert. Dort leben ca. 450 ständige Einwohner. Ginostra liegt im Südwesten und ist auf dem Landweg nicht mit dem Ort Stromboli verbunden, außer man überschreitet den Vulkan. Ginostra hat nur 27 Einwohner und ist mit Schiffen oder Tragflächenbooten zu erreichen. Autos existieren in beiden Orten kaum. In Ginostra gibt es nur enge Fußwege und in Stromboli dürfen Elektro-Minitransporter und motorisierte Dreiräder zur Versorgung der Bevölkerung sowie Motorroller der Einwohner fahren. An der Nordwestseite der Insel liegt die berühmte „Sciara del Fuoco“ („Feuerrutsche“), an deren oberem Ende sich die Krater befinden und über die die Lava des Vulkans manchmal ins Meer hinab fließt.
Trotz der unzähligen Touristen und Forscher, die den Vulkan besuchen, hat die Insel viel von ihrer Ursprünglichkeit behalten.

Knapp zwei Kilometer nordöstlich vor der Insel ragt ein kleiner unbewohnter Fels aus dem Meer, der Strombolicchio, auf dem sich nur ein Leuchtturm befindet. Der Strombolicchio ist der feste, beständige Kern eines früheren Vulkans.



Sichere Liegeplätze für Yachten gibt es nicht wirklich. Im Osten der Insel gibt es eine Reihe von Mooringsbojen, an denen Yachten (nach Süden ungeschützt) liegen können. Bei entsprechenden Windverhältnissen kann sehr unangenehmer Schwell entstehen, in solchen Situationen sollte die Yacht nicht alleine gelassen werden.
Ankern ist schwierig, da der Grund steil abfällt.



windsack Ein eindrucksvolles und abwechslungsreiches Revier, das im Sommer eher Schwachwind hat. Mit Motorstunden sollte daher durchaus gerechnet werden. Dafür wird man aber auch auf andere Weise belohnt.
In den Sommermonaten können Sie mit gutem Wetter rechnen. Dennoch ergeben sich ggfs. erschwerte Bedingungen beim Durchzug einer Schlechtwetterfront. Starke Regenfälle lassen die Sichtweite für kurze Zeit erheblich sinken. Örtlich begrenzte Starkwind- und Sturmzonen ohne Vorzeichen, im Sommer jedoch eher selten.
Die vorherrschende Windrichtung ist Nord bis Nordwest: Die Tramontana bezeichnet in Italien die nördliche, kalte, oft böige Windströmung. Im Tyrrhenischen Meer kommt sie aus nördlichen Richtungen vom italienischen Festland. Vor allem im Winter kann er in der Nähe von Talmündungen auffrischen mit daraus folgenden, schnellen Temperaturstürzen.
Vielfach wird diese allgemeine Windrichtung im Sommer in Landnähe von thermischen Winden (Land- und Seewind) überlagert. Das typische Mittelmeerklima mit geringen Temperaturschwankungen in der Mitte des Jahres sorgt für ideales Segelwetter von März bis November.
In den Sommermonaten sind aber auch durch die Großwetterlage südliche Winde möglich. Dieser Wind - der Shirokko kann ggf. große Mengen an Staub aus den Wüsten Afrikas transportieren.



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Lage von Stromboli   Großbild klick!















Stroboli von Nordwesten   Großbild klick!










Schiffe vor Mooring   Großbild klick!


















Weblinks:
Die Insel Stromboli in Wikipedia


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Schlagwörter: Insel Stromboli, Stromboli, Italien, Vulkaninsel, Liparische Inseln, Tyrrhenisches Meer, Marina, Hafen, Ankerbucht, Segeln, Wind, Windbedingungen, Revierinformation



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