EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
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Am 11. März 2011 (Epizentrum 40 km vor Sendai) kam es zu einem der stärksten jemals gemessenen Erdbeben der Stärke 9,0 in Japan. Ein Tsunami mit teilweise 10m Wellenhöhe verwüstete die Ostküste Japans. Im Kernkraftwerk Fukushima kam es wegen des Ausfalls der Reaktorkühlung in mehreren Reaktoren zur Kernschmelze.
Die Katastrophe aus dem All gesehen: Vier Satelliten tasteten am 26. Dezember den Indischen Ozean mit Radar ab. Das Bild zeigt eine Auswertung von Daten die der Späher Topex/Poseidon zwei Stunden nach dem Seebeben aufgenommen hat. Welche gewaltige Ausdehnung die Welle dort hat, erkennt man an den gelben Zonen: Sie sind mehrere hundert Kilometer breit. 17.7.1998: An der Nordküste von Papua-Neuguinea werden 2.000 Menschen von einer Flutwelle getötet, die von einem Beben ausgelöst wurde. 16.8.1976: Ein Tsunami im Morogolf kostet auf den Philippinen mehr als 5.000 Menschenleben. 28.3.1964: Am Karfreitag löst ein Erdbeben vor Alaska an der gesamten Westküste der USA eine Flutwelle aus. In Alaska kommen 107, in Oregon vier und in Kalifornien elf Menschen ums Leben. 22.5.1960: Eine elf Meter hohe Welle im Pazifik tötet in Chile 1.000 Menschen, weitere 61 kommen auf Hawaii ums Leben. Am 9. Juli 1958 entstand im Lituya Bay (Alaska) eine 524 m hohe Welle durch einen Erdrutsch.
(21.06.05) Für die norddeutsche Küste ist kein Tsunami-Warnsystem nötig. Dies ist das Ergebnis einer Tagung von rund 70 Meereskundlern beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), die am Dienstagabend in Hamburg zu Ende ging. «Wir können praktisch Entwarnung geben», sagte der Leiter der meereskundlichen Vorhersagedienste beim BSH, Bernd Brügge. Mehrere Arbeitsgruppen seien bei der Tagung unabhängig voneinander zum gleichen Ergebnis gekommen: Ein Tsunami sei an der deutschen Küste äußerst unwahrscheinlich. Von den vier verschiedenen Ursachen, die einen Tsunami auslösen könnten, seien in der Nordsee drei auszuschließen. Seebeben gebe es hier nur selten, und wenn doch, seien sie zu schwach, um einen Tsunami auszulösen. Vulkanausbrüche seien im Nordatlantik bisher nicht beobachtet worden. Und der letzte Meteorit einer entsprechenden Größe sei zuletzt vor rund 8200 Jahren auf der Erde eingeschlagen. «Die wahrschlichste der unwahrscheinlichen Möglichkeiten», so Brügge, sei eine Hangrutschung an den steilen Kontinentalabhängen bei Norwegen. Eine solche habe vor etwa 8000 Jahren einen Tsunami ausgelöst, der bis in die mittlere Nordsee registriert worden sei. Sollte es dazu erneut kommen, könne man jedoch mit einer Vorwarnzeit von mindestens sechs Stunden rechnen, bis die Welle die Nordseeküste erreiche. Denn bereits jetzt erhalte die BSH die Pegel in Echtzeit aus Schottland. Darüber hinaus sei in einem solchen Fall der vorhandene Küstenschutz ausreichend, erklärte Brügge. «Alle Modelle sagen voraus, dass die Welle an der flachen Nordseeküste deutlich abgebremst würde.» Selbst wenn ein Tsunami, der auf offener Tiefsee 700 Kilometer pro Stunde erreichen kann, auf die deutsche Küste zurasen würde, käme er in einer Wassertiefe von 20 Metern mit etwa 50 Stundenkilometern an. Damit hätte er an der Küste nur noch die Wirkung einer Sturmflut. Weblinks: Der Tsunami in Wikipedia Grafik im "Spiegel" Erdbeben und Tsunami 21.5.2003 in Algerien in Englisch Fehlt ein wichtiges Link zum Thema? Link mitteilen
Schlagwörter: Tsunami, Liste Katastrophen, Japan 2011, Sumatra 2004, Japan 03/2011 [Google] [Yahoo] [Ökoportal.de] |