Für die Richtigkeit der Koordinaten, sowie exakte Längen- und Tiefenangaben keine Gewähr.
Die Süd- und Südwestküste ist bergig, meist steil abfallend, so dass schon in Entfernung von 20-30m zum Ufer die Tiefe 30-50m oder mehr betragen kann. Wirkliche Ankermöglichkeiten gibt es selten, und wenn muss reichlich Kette gesteckt werden. In Buchten mit Ufernähe und Restaurantbetrieb gibt es manchmal Möglichkeiten, aber es sollte eine Landfeste ausgebracht werden, was meistens kein Problem ist, da dann oft entsprechende Poller oder Ösen im Fels angebracht sind (auf Festigkeit prüfen!) oder grosse Steine für einen Palstek zur Verfügung stehen. Nicht an Bäumen fest machen, die Gulets haben einige schon arg ramponiert, das ist inzwischen sogar verboten, und gelegentlich soll die Küstenwache mit Hubschraubern kontrollieren. Das kann dann teuer werden. Viele der Buchten haben einen kleinen Steg, von dem schon bei Anfahrt der Restaurant-Besitzer oder einer seiner Angestellten winkt und eine Muringleine anbietet und behilflich ist. Im Gegenzug wird natürlich erwartet, dass die Crew am Abend im Restaurant tafelt. Manchen Stegen und ihren Festmach-Ösen und vielleicht auch Murings wären bei Sturm allerdings nicht zu trauen, bieten ansonsten aber komfortables Liegen. Die Wasserqualität, auch in Buchten, ist im Allgemeinen sehr gut. Nicht zuletzt sorgt dafür die Ausrüstungspflicht mit Fäkalientanks für alle Yachten, die besonders in Häfen und Buchten benutzt werden müssen, wer das nicht tut oder bei wem auch nur ein zu voller Tank durch das Entlüftungsrohr ausschwappt und erwischt wird, muss mit empfindlichen Geldbussen von mehreren hundert bis tausend Euro rechnen, die sofort zu bezahlen sind, anderenfalls kann die Yacht an die Kette gelegt werden. Absaugstationen gibt es noch keine, deswegen müssen die Tanks auf offener See (und nur dort!) gelenzt werden. Der Zustand der sanitären Einrichtungen in Marinas und oft auch kleineren Bucht-Restaurants liegt meist jedoch irgendwo zwischen gut und perfekt, so dass ein kleiner Landgang zu diesem Zweck nicht zu einem unerfreulichen Erlebnis führt (ganz anders als in Griechenland). In Marinas sollte man zum Duschen extra ein paar Badeschlappen mitnehmen, da oft Strassen- und Bootsschuhe traditionsgemäss am Eingang der Einrichtungen ausgezogen werden, was der Reinlichkeit dient, da so einfach kein Straßendreck hereingeschleppt wird. Für das leibliche Wohl und kulinarische Genüsse sorgen die vielen kleinen Bucht-Restaurants. Die Spannbreite reicht von einfachst aber schmackhaft bis luxuriös und teuer. Die Preise sind selbst in einfacheren Restaurants nicht viel niedriger als hierzulande, wobei man sich auch vor Augen halten muss, dass viele der Buchten keinen Landzugang haben und alles per Boot rangeschafft werden muss, und die Restaurants ein reines Saisongeschäft sind. Fisch ist hochpreisig und lecker. Wein ist meist relativ teuer, es empfiehlt sich, beim Essen auf die zweite Flasche zu verzichten und danach den gebunkerten an Bord zu trinken. Viele Bucht-Restaurants bieten keine Speisekarte mit ausgezeichneten Preisen, das zu Verzehrende wird an einer Vitrine ausgewählt, im Zweifelsfall vorher erkundigen. Bezahlt wird grundsätzlich pro Tisch, getrennt nach schlechter deutscher Manier gibt es einfach nicht, was bei einer gepflegten Bordkasse aber eh kein Problem sein sollte. Morgens gibt es gelegentlich frisch gebackenes Brot, am besten am Abend erkundigen und dann früh kurz mit dem Dinghi übersetzen, manchmal fährt auch jemand mit einem Boot von Yacht zu Yacht und liefert. Quelle: www.skipperguide.de/ AIS ab 2009 auf Charteryachten an der türkischen Küste? Noch ist nichts endgültig entschieden, aber es könnte sein, dass die TMA (Turkish Marine Authority) ab 2009 ein automatisches Identifizierungssystem auf allen gewerblich fahrenden Booten und Schiffen per Gesetz vorschreiben wird. Betroffen wären: 1. alle lizenzierten Charter-Gulets und -Yachten, die länger als 10 m sind 2. alle Boote, die mehr als 12 Personen transportieren können 3. alle Fischerboote 4. alle gewerblichen Boote Nicht betroffen sind privaten Yachten und Gulets. Hintergrund für diese Gesetzesmaßnahme (vermutlich auch auf Druck der EU = Außengrenze Europas nach Osten!) ist das Eindämmen von Schmuggel, Yachtklau dafür, illegalen Menschentransporten, illegaler Charter, illegalem Grenzwechsel, illegalem Fischen und illegalem Handel mit Billigdiesel. Sicher ist, dass dieses System irgendwann eingeführt wird. Ob dies allerdings bei dem zu erwartenden Einbauansturm an die Technik (es müssen zusätzliche Kabel verlegt und die entsprechenden Geräte installiert werden) noch bis 2009 Gesetz wird ist offen. Wir werden berichten. Was ist AIS bisher? Seit dem 01.01.2005 (der Termin wurde wegen des großen Erfolgs von AIS von der IMO vorgezogen) müssen alle ausrüstungspflichtigen Schiffe über 300 Tonnen und alle Passagierschiffe mit AIS ausgerüstet sein. Mit AIS ausgerüstete Fahrzeuge versenden über zwei spezielle UKW-Kanäle (CH 87 B und 88 B) ständig Angaben über Namen, MMSI-Nummer, Rufzeichen, Position, Kurs, Geschwindigkeit, Drehrate und Art des Fahrzeugs. Quelle: Udo Hinnerkopf In den deutschen Medien war in diesem Sommer mal wieder übertrieben von "afrikanischer Hitze" an türkischen Gestaden die Rede. Dass dies übertrieben war und man auch vor der normalen Sommertemperatur flüchten kann - wenn man weiß wohin - zeigt die Liste der der "hitzefreien Ankerplätze an der türkischen Küste" von Udo Hinnerkopf Weblinks: Die Türkei in Wikipedia Internetcafes an der türkischen Küste Artikel: Zur Situation der türkischen Marinas Marinas zwischen Istanbul und Antalya (von Udo Hinnerkopf)
[Google] [Yahoo] [Altavista] [Euroseek] [Ökoportal.de] [Allesklar.de] [DINO] [Web.de] [Lycos] [Fireball] [Belnet] [Hotbot] |