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Nachrichten aus Umweltschutz und Forschung Haltet die Meere und Seen sauber!
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AP - vor 28 MinutenWashington (AP) Große Frachtschiffe stoßen einer US-Studie zufolge mehr als doppelt so viel Ruß aus wie bislang angenommen. Rund 130.000 Tonnen Ruß würden von Frachtern pro Jahr in die Luft geblasen, heißt es in der Untersuchung, die in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift «Geophysical Research Letters» veröffentlicht wird. Von den Emissionen betroffen sind demnach vor allem dicht besiedelte Küstenregionen. In Hafenstädten rußen Schlepper am meisten. Rußpartikel haben den Forschern zufolge Auswirkungen auf den regionalen Wärmehaushalt: Sie absorbieren Sonnenlicht, verursachen Dunstglocken und beeinflussen das Abregnen von Wolken. Sollten Schiffsrouten künftig auch in arktische Gewässer führen, werde der Ruß auch dort zu einem zunehmenden Problem, heißt es in der Studie. Die Emissionen von Frachtschiffen gehörten zu den bislang am wenigsten untersuchten Verbrennungsrückständen, sagte deren Leiter, Daniel Lack von der Nationalen Behörde für Ozeane und Atmosphäre (NOAA). Paul Watson über das Elend der Wale und Delphine, ein Bericht von Gerhard Rapp, SY Serena
Schwerin (20.06.2004) Seeadler haben in diesem Jahr in Mecklenburg-Vorpommern einen neuen Bestandsrekord erreicht. Nach Auskunft des Schweriner Ornithologen und Adler-Experten Peter Hauff nisteten im Frühjahr etwa 200 Paare im Nordosten. So viele Paare seien hier noch nie zuvor registriert worden, sagte er am Sonntag in Schwerin. Noch vor einem Jahr waren es 190 Brutpaare. Nach neuesten Bestandszählungen brüteten bundesweit etwa 62 Prozent der Paare erfolgreich. Man könne in diesem Jahr von mehr als 400 Jungvögeln in Deutschland ausgehen, sagte Hauff. Das entspreche nahezu der Hälfte des gesamten deutschen Seeadlerbestandes, der auf mehr als 450 Paare geschätzt wird. Verantwortlich für die Erholung der Population der seltenen Raubvögel ist nach Expertenmeinung vor allem das Anwendungsverbot des Umweltgiftes DTT vor 30 Jahren, das über die Nahrungskette aufgenommen wurde und zu Stoffwechselschäden und dünnschaligen Eiern geführt hatte. Der Nachwuchssegen zieht inzwischen aber auch Diebe zu den meist abgelegen Horsten. Mitte Mai hatten Unbekannte bei Bad Doberan und Schwerin zwei Nester ausgeraubt und mindestens zwei fast flügge gewordene Seeadlerjunge gestohlen. Über den Verbleib der Tiere, die gewöhnlich nicht für die Jagd geeignet seien, gebe es bislang keine Hinweise, sagte Hauff. Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS Die Elbmündung gehört nicht nur zu den weltweit am meisten befahrenen Wasserstraßen der Welt, sondern sie ist auch den stärksten morphologischen Veränderungen ausgesetzt - aufgrund der starken Strömung. Aufgabe des Vermessungsschiffes "Komet" ist es, die sich ständig verändernden Wassertiefen, Sandbänke und Priele regelmäßig neu zu vermessen. Die Daten sind Grundlage für die Erstellung der für die Sicherheit der Schifffahrt wichtigen Seekarten. Das erst vier Jahre alte High-Tech-Schiff des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrografie (BSH) ist Patenschiff der Stadt Cuxhaven. Bei seinem Jahresbesuch ließ sich Oberbürgermeister Helmut Heyne gestern die Aufgabenstellung und Ausrüstung erklären. "Nur Weihnachten und Silvester fahren wir nach Hamburg", erklärte Kapitän Ulrich Klüber (36). Ansonsten macht die "Komet" meistens in Cuxhaven fest, ihrem eigentlichen Heimathafen. Schließlich befindet sich das Aufgabengebiet direkt "vor der Tür", was lange Anfahrtswege erspart. Denn auch beim in Hamburg ansässigen BSH muss gespart werden, weshalb nicht nur eines der sechs Schiffe, das Forschungsschiff "Gauss", in drei Jahren ausrangiert und nicht wieder ersetzt wird, sondern auch der Dienstplan auf der "Komet" zum Jahresbeginn umgestellt wurde. Die Vermessungsaufgabe in der Elbe teilt sich das BSH übrigens mit der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung. Während dieses sich auf das Hauptfahrwasser der Elbe konzentriert und dort - wenn nötig - mehrmals jährlich die Wassertiefen misst, tummelt sich das BSH in den Nebenfahrwassern und auf den weiten Wattflächen. Für die Messfahrten werden kleinere Beiboote mit einem Tiefgang von 1,5 Meter benutzt, von denen das Mutterschiff vier Stück mitführt. Die beim Überfahren der Wasserflächen ermittelten Tiefenangaben werden per Funk an die Datenzentrale der "Komet" übermittelt. Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS Erstein - Am Oberrhein ist ein 600 Hektar großes Überflutungsgebiet getestet worden, das vor allem in Deutschland Überschwemmungen verhindern soll. Dank der Anlage soll bei starken Regenfällen wie denen der letzten Tage der Pegelstand des Rheins abgesenkt werden, wie Projektleiter Dominique Ritz erläuterte. Davon profitieren zahlreiche deutsche Städte am Rhein wie etwa das regelmäßig von Hochwasser heimgesuchte Köln. Der so genannte Polder liegt bei Erstein im Süden Straßburgs. Er besteht aus zwei Ableitungen aus dem Rhein, Deichen und einer Pumpstation. Er ist zum größten Teil mit Bäumen bewachsen und kann bis zu 7,8 Millionen Kubikmeter Wasser aufnehmen. Der Bau der Anlage wurde 1982 von beiden Ländern in einem Vertrag vereinbart. Gebaut wurde die Anlage unter Federführung der französischen Binnenschifffahrtsgesellschaft, die auch für den Unterhalt zuständig ist. Die Kosten für das in Frankreich einzigartige Projekt in Höhe von rund 25 Millionen Euro übernahm Deutschland. Mit dem Test sollte festgestellt werden, ob die Anlage einem Hochwasser statthält, erläuterte Ritz. Außerdem sei ein Warnsystem geprüft worden, das sicherstellen soll, dass sich während der Überflutungsoperation niemand in dem fraglichen Gebiet befindet. Nach Auskunft des Projektleiters ist jährlich auch eine "ökologische Überflutung" geplant, die aus dem Gebiet im Laufe der Zeit ein Feuchtgebiet machen soll - ein Biotop für bestimmte Pflanzen- und Tierarten. Ein Teil des Geländes wurde dazu als Umweltschutzgebiet eingestuft. Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS BREMEN - Noch immer haben die Wissenschaftler von vielen Phänomenen am Grund der Ozeane nur eine vage Vorstellung. Ein wenig Licht in das Dunkel der Tiefsee bringt seit 1978 das deutsche Forschungsschiff „Sonne“. Jetzt lief es erstmals seit mehr als elf Jahren wieder seinen Heimathafen Bremen an. Im November 1992 lief die „Sonne“ mit Kurs Las Palmas aus. Rund 550 000 Seemeilen legte sie seitdem weitgehend problemlos zurück. „Vor zwei Jahren hatten wir mal einen schweren Sturm mit Windstärke 12“, erinnert sich der erste Offizier Walter Baschek. Vor allem im Pazifik und im Indischen Ozean kreuzte der 98 Meter lange, vom Bundesforschungsministerium gecharterte ehemalige Fischtrawler. Zur Stammbesatzung von 30 Mann kommen rund 25 Wissenschaftler, die für mehrere Wochen ihren Forschungen nachgehen. „Schule der Meereswissenschaften“, nennt Professor Gerold Wefer, der Direktor des Forschungszentrums Ozeanränder an der Uni Bremen, das Schiff. „Nach den Fahrten sind vor allem junge Wissenschaftler meist restlos begeistert. Nur wenigen macht die Seekrankheit zu schaffen.“ Weil die lange Rückreise nach Deutschland wertvolle Forschungszeit kostet, kehrte die „Sonne“ erst jetzt zurück. In den südlichen Gewässern erkundeten internationale Forscherteams unter anderem den Meeresgrund und Korallenriffe in mehreren hundert Metern Tiefe. Auf der letzten Station vor der Rückkehr suchten die Forscher im Golf von Cadiz nach Spuren der Vergangenheit. Hier, vor der spanischen Atlantikküste, wütete 1755 das bislang schwerste aufgezeichnete Erdbeben. Es ließ selbst in Schweizer Bergseen das Wasser vibrieren. Die Azoren und die Kapverdischen Inseln vor der afrikanischen Küste wurden von riesigen Flutwellen überspült. Portugal verlor danach wegen der großen Verwüstungen seine internationale Vormachtstellung. Mit ihren Messungen wollen die Wissenschaftler Katastrophen berechenbarer machen. Bis Ende April wird die „Sonne“ in Bremen bleiben. Viele Besatzungsmitglieder werden jetzt erst einmal Urlaub machen. Nach voraussichtlich vier Wochen Werftzeit soll die „Sonne“ wieder auf Forschungsfahrt gehen – diesmal mit Ziel Jakarta. Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS Erneut tote Wale an australischer Küste entdeckt
Nur vier Tagen nach einem rätselhaften Massenstreben von mehr als hundert Grindwalen und zehn Delfinen vor der südaustralischen Küste haben Tierschützer neun weitere verendete Wale entdeckt. Bei Kontrollen auf der Insel Flinders sei ein zehntes Tier von Mitarbeitern der Naturschutzbehörde Tasmaniens lebend aufgefunden worden, sagte ein Sprecher dem Radiosender ABC. Helfer versuchten, den Wal zu retten.
Wissenschaftler haben bisher keine Erklärung dafür, warum immer wieder Gruppen von Walen stranden und dabei qualvoll sterben. Die Theorien über die Ursachen reichen von Krankheiten, die den Orientierungssinn der Tiere trüben, über Störungen durch Schiffsschrauben- oder Sonargeräusche bis hin zum Herdentrieb. Der Massentod vom vergangenen Dienstag deutet nach Ansicht von Experten jedoch darauf hin, dass die Tiere vor einem Angreifer geflohen sein könnten oder sich in einem Fressrausch in flache Gewässer verirrt haben könnten, weil Wale und Delfine in diesem Fall gemeinsam gestrandet seien.
Langflossen-Grindwale leben in kalten Regionen und subpolaren Gewässern. Obwohl sie sich normalerweise in der Tiefsee aufhalten, wagen sie sich auf der Suche nach Nahrung auch in flachere Küstengewässer. Immer wieder kommt es zu Massenstrandungen mit hunderten von Tieren. |