EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM

Seekrankheit und Schwangerschaft
von Peter O. Walter




Zu berücksichtigen ist bei der Wahl eines Medikaments unter anderem in welcher Schwangerschaftswoche Sie sich befinden, wie die Schwangerschaft bisher verlaufen ist und ob ggf. Komplikationen bestehen. Auf alle Fälle ist es ratsam, vor Antritt der Reise direkt Rücksprache mit dem Frauenarzt zu halten. Er wird die individuelle Situation, die mögliche Belastung einer Reise und auch die Nebenwirkungen von medikamentöser Behandlung am besten einschätzen können.
Und: Lesen sie den Beipackzettel!!

Grundsätzlich gilt, dass Sie auch während der Schwangerschaft eine solche Reise antreten können, wenn es Ihnen gut geht. Bereits im Vorfeld kann man einiges tun, um eine mögliche Seekrankheit zu verhindern. Achten Sie als Schwangere noch mehr als sonst auf wirklich bequeme Kleidung. Eine Hose, die zu eng sitzt, kann eine mögliche Seekrankheit begünstigen. Legen Sie sich deshalb vor einer solchen Reise unbedingt bequeme Umstandskleidung zu. Am besten solche, die man nach Bedarf vergrößern kann. Falls Sie sich für Medikamente entscheiden, seien Sie möglichst zurückhaltend.

Priv.-Doz. Dr. med. Claus-Martin Muth schreibt dazu: "Seit der Contergan-Katastrophe ist die Medizin insgesamt sehr, sehr zurückhaltend mit der Gabe von Medikamenten in der Schwangerschaft. Es gilt hier der Satz: „Nur das, was unbedingt nötig, wenn unbedingt nötig!“ Nun, und hier müssen Sie ein Stück mitentscheiden, ob die Einnahme von Medikamenten unbedingt nötig ist. Spontan werden Sie sagen: „Ja, denn sonst wird meine Frau seekrank“ - nur stellt sich dann die Frage, ob die Ausfahrten jetzt, zu diesem Zeitpunkt, wirklich sein müssen ...
Doch das war ja gar nicht die Frage, sondern Sie haben gefragt, ob es wirksame Medikamente gegen Seekrankheit gibt, die man trotz Schwangerschaft nehmen kann. Medikamente, die als einzigen Wirkstoff die Substanz „Meclozin“ enthalten (bitte die Aufschrift auf der Packung beachten!), gelten für Schwangere und das ungeborene Kind als problemlos. Aber Achtung: Nicht in der Stillzeit (!), also nach der Schwangerschaft, weil die Substanz durch die Muttermilch vom Kind aufgenommen werden kann und hier Erregungszustände bis hin zum Krampfanfall auslösen kann! Meclozin wirkt sehr gut bei Kinetosen, also auch bei Seekrankheit, doch schreibt der Hersteller selbst: „Strenge Indikationsstellung in der Schwangerschaft“. Das meines Wissens einzige in Deutschland noch erhältliche Präparat mit dem Wirkstoff Meclozin hat den Handelsnamen „Postadoxin N“. Das im Ausland bekannte „Bonamine“ enthält ebenfalls Meclozin als Wirkstoff. Präparate, die den Wirkstoff Dimenhydrinat enthalten, der ebenfalls sehr gut gegen Seekrankheit wirkt (zum Beispiel in Vomex A, Superpeptabletten, Reisetabletten ratiopharm), sind übrigens nicht in gleicher Weise problemlos in der Schwangerschft zu nehmen. Zwar gibt es auch hierfür keine Hinweise darauf, dass sie kindliche Fehlbildungen auslösen können (so dass sie in der Frühschwangerschaft durchaus auch Anwendung finden), vor allem am Ende der Schwangerschaft können hier aber gemäß Warnhinweis vorzeitige Wehen ausgelöst werden.
"



Am besten, weil ohne Risiken sind Naturmittel:


Naturmittel gegen Seekrankheit

Rohe Mohrrüben kontra Seekrankheit, ein Beitrag von Helmut Lange
Seekrankheit und Bananen, ein Tip von J. Hiller
Kargasok-Tee (unter Kuriositäten einzuordnen?)
Studies about ginger - Untersuchung über Ingwer und Seekrankheit, Donald J. Brown, N.D.
Untersuchung über Ingwer und Seekrankheit, Donald J. Brown, N.D.
Zintona (Ingwer-Präparat)
Therapie durch Indische Kockelskörner in der Homöopathie Wirkt Vitamin C gegen Seekrankheit?
Histamin und Vitamin C
Schwangerschaft

























Viel Vitamin C hilft   Großbild klick!


Weblinks: Keine
Schwangerschaft in Wikipedia


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