EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Achtung: Dieser Artikel ist eine gekürzte Fassung des Originals und bezieht sich hauptsächlich auf Fakten betreffend die Seekrankheit. Gezippter Original-Artikel (Wordfile) zum Download
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Klinische Studien mit
Akupressurbändern
Ø bei
Reiseübelkeit
Ø Referenzen
DIE WICHTIGSTEN ERGEBNISSE
þ von Ärzten in
der Praxis entwickelt þ hochwirksam
þ vielfach klinisch
getestet þ ohne
Medikamente
þ einfach und
sicher anzuwenden þ ohne
Nebenwirkungen
þ ersetzen oder
reduzieren die þ kostensenkend
Einnahme von Medikamenten þ im Einklang mit
der Natur
Akupressurbänder
sind neue Produkte, die wirksame Hilfe bei Übelkeit und Erbrechen bieten. Sie
sind die praxisgerechte Alternative zu Medikamenten sowie eine sinnvolle
Ergänzung der Schulmedizin, um Beschwerden schonend und preiswert zu behandeln.
Akupressurbänder
wirken nach dem Prinzip der traditionellen Akupunktur mit dem Vorteil, nur
kontrollierten Druck statt Nadeln anzuwenden. Dadurch sind diese Produkte zur
Selbstbehandlung bestens geeignet und vermeiden jegliche Verletzungsgefahr.
Von
Ärzten entwickelt, wurden sie in zahlreichen klinischen Studien ausführlich
getestet. Angesehene Fachzeitschriften wie Lancet,
British Medical Journal, Ärzte Woche, Journal of the Royal Society of Medicine,
Obsetrics and Gynecology, British Journal of Anaesthesia und Headache Journal haben viele der Studien
veröffentlicht.
Diese
Bänder lindern Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft bei 2 von 3 Frauen
und Reisekrankheit, oft innerhalb von wenigen Minuten. Krankenhauskosten für
Anti-Emetika wurden um 15% gesenkt. 26 der 31 klinischen Studien über die
Wirkung von Akupunktur und Akupressur auf den Nei-Kuan-Punkt (P-6) an den
Handgelenken gegen Übelkeit und Erbrechen infolge von Reisekrankheit,
Schwangerschaft, Chemotherapie und Anästhesie wurden 1995 von der Research
Council for Complementary Medicine (GB) als überzeugend bewertet. 1

AKUPRESSURBÄNDER BEI
REISEÜBELKEIT
Medikamente
gegen Reiseübelkeit sind bekanntlich von Nebenwirkungen begleitet und können
die Freude am Reisen sowie die persönliche Sicherheit durch Müdigkeit und
Konzentrationsschwäche stark beeinträchtigen. Falls es zum Erbrechen kommt,
geht die Wirkung eines peroralen Medikaments oft sofort verloren.
1981
wurden die Akupressurbänder von dem amerikanischen Arzt Dr. Daniel Choy als
wirksames Mittel gegen die Seekrankheit erfunden und SeaBand genannt. Diese
Akupressurbänder bestehen aus zwei elastischen Bändern mit je einem Knopf, die
auf den P-6 Akupressurpunkten an beiden Handgelenken getragen werden. Der
Nei-Kuan-Punkt (P-6) ist für den Laien leicht zu finden. Er liegt auf der
Innenseite der Handgelenke, drei Finger breit (der eigenen Finger) von der
Handgelenksfalte armaufwärts, zwischen den beiden Beugersehnen.
Gemäß
der traditionellen chinesischen Medizin wirkt Druck auf den Nei-Kuan-Punkt
harmonisierend, um Yin und Yang auszugleichen und die Lebensenergie Chi wieder
ungehindert fließen zu lassen. Das Anlegen der Bänder, die immer wieder
verwendet werden können, lindert Übelkeit und Erbrechen oft innerhalb weniger
Minuten.
Von 1986 –
1989 prüfte Herr OMR (jetzt a.D.) Dr. med. A. Backhaus während seiner Tätigkeit
bei der Gesundheitsbehörde, hafen/flughafenärztlicher Dienst bzw. beim Hapag
Lloyd, Hamburg, in einem Anwendungstest die Akupressurbänder gegen
Seekrankheit, d.h. allgemeine Kinetosen.
Nach 235
Personen, die früher z.T. erheblich unter Seekrankheit gelitten hatten, wurde
von einem Erfolg bei 227 Personen berichtet (=96%), „für ein Mittel gegen
Seekrankheit ungewöhnlich“ (Zitat Dr. Backhaus).
Herr Dr.
Backhaus, OMR (a.D.) empfiehlt die Akupressurbänder gegen Reisekrankheiten,
weil
þ sie
keine Müdigkeit verursachen
þ sie
keine Einschränkung der Reaktionsfähigkeit verursachen
þ sie
auch wirken, nachdem Reiseübelkeit schon aufgetreten ist
þ eine
Belastung des Körpers durch Medikamente vermieden wird.
þ Unverträglichkeiten
von Nahrungsmitteln nicht möglich sind.
þ besonders
gut bei Kindern wirken.
1987
stellte die Königliche Meeresflotte Großbritanniens bei Manövern im rauhen
Seegang des Atlantik eine gute Wirkung mit Akupressurbändern gegen Seekrankheit
bei 14 von 17 Matrosen (82%) fest.
Wesentlich
bedeutender waren 1990 die Befunde von Professor G. Canova in Hospital San
Borromea, Mailand. 62 Kinder, die beim Autofahren fast immer heftig erbrachen,
nahmen an einer Studie teil.2 Die Eltern der Kinder dokumentierten die
Ergebnisse.
Bei
55 Fällen (88,7%) trat mit Hilfe der Akupressurbänder Reisekrankheit nicht mehr
auf; bei 7 weiteren Fällen (11,3%) wurde wohl Übelkeit und Erbrechen gelindert,
aber nicht vollständig beseitigt. Keine Nebenwirkungen wurden beobachtet.
Akupressurbänder
sind mittlerweile weltweit im Einsatz.
Positionierung der Bänder:
a) Achten Sie
darauf, daß die Akupressur P6 Punkte an den Handgelenken mit Hilfe der 3 Finger
des Patienten ermittelt werden.
b) Infusionen
werden oberhalb der Bänder infundiert.
Übelkeit bleibt bei manchen Patienten
zeitweise erhalten, wird aber deutlich reduziert.
Erbrechen wird bei den meisten Patienten um 75%
reduziert. Manche Patienten erbrechen überhaupt nicht mehr.
Depression weniger Depressionen. Patienten haben
weniger Angst vor Übelkeit und Erbrechen bei weiteren Behandlungen
Einnahme
von Flüssigkeiten kann peroral
erfolgen. Es wurde sogar eine leichte Diät toleriert.
Anti-Emetika sind bei den meisten Patienten weiterhin
notwendig, aber können peroral eingenommen und die Dosis reduziert werden.
Nach der
Entlassung kam Post-Chemotherapie-Übelkeit bei
Patienten, die Akupressurbänder verwendeten, nicht vor.
Kostenersparnisse
durch die Verwendung von Akupressurbändern:
þ Reduzierung von Medikamentenkosten
þ weniger Wäschereikosten für
Bettwäsche, da Patienten mit den Akupressurbändern weniger erbrechen
þ weniger Aufwand für
Krankenhauspersonal
þ Die Akupressurbänder können gewaschen
und mehrfach eingesetzt werden
REFERENZLISTE
1. Vickers AJ, P6 Acupuncture Point
Stimulation as an Anti-Emetic Therapy: A Review of the Research Literature, Research Council for Complementary Medicine,
1995.
2. Canova G, Sea-Band trial in motion
sickness, Hospital San Borromeo, Milan,
Italy, 1990. (62 Patienten)
3. Dundee JW, Chestnut WN, Traditional
Chinese acupuncture: a potentially useful antiemetic?
British
Medical Journal, September 6, 1986, 293,583-584. (125 Patienten)
4. Dundee JW et al., P6 acupressure reduces
morning sickness. Journal of the Royal
Society of Medicine, Volume 81, August 1988, 456-457. (350 Patienten)
5. Hyde E, Acupressure Therapy for Morning
Sickness. Journal of Nurse Midwifery,
Vol. 34, No. 4, August 1989, 171-178. (16 Patienten)
6. De Aloysio D, Penacchioni P, Morning
Sickness Control in Early Pregnancy by Neiguan Point Acupressure. Obsterics and Gynecology, Vol. 80, No.
5, November 1992, 852-854. (60 Patienten)
7. Belluomini J, Litt RC, Lee KA, Katz M,
Acupressure for Nausea and Vomiting of Pregnancy: A Randomized, Blinded Study. Am J. Obsterics & Gynecology, Vol. 84, No. 2, August 1994, (245-248)
(60 Patienten)
8. Neuner P,
Vortrag bei der Gemeinsamen Tagung der Bayerischen Gesellschaft für
Geburtshilfe und Frauenheilkunde e.V. und der Österreichischen Gesellschaft für
Gynäkologie und Geburtshilfe. Erlangen BRD, 1995. (50 Patienten)
9. Bayreuther J, An evaluation of the use of
Sea-Bands in alleviating the nausea and vomiting of early morning sickness. University of Southampton, May 1993.
10. Lin M.H. et al, Effect of Acupressure on
Morning Sickness. Department of Obsterics
and Gynecology, Mackay Memorial Hospital, Taipei, Taiwan. (138 Patienten)
11. Dundee JW, Chestnutt WN, Ghaly RG, Lynas
AGA, Traditional Chinese acupuncture: a Potentially useful antiemetic? British Medical Journal, September 6th
1986, 293, 583-584. (125 Patienten)
12. Dundee JW, Ghaly RG, Effect of stimulation
of the P6 antiemetic point on post-operative nausea and vomiting. British Journal of Anaesthesia, 1989,
63, 612-618. (500 Patienten)
13. Bill KM, Dundee JW, Acupressure of
Post-operative Nausea and Vomiting. Department of Anaesthetics, British Medical Acupuncture Society, May
1988 (31 Patienten)
14. Barsoum G, Perry EP, Postoperative nausea
is relieved by acupressure. Journal of
the Royal Society of Medicine, February 1990, Volume 83, 86-89. (162
Patienten)
15. Palmieri B, Incidence of Nausea and
Vomiting in a population subjected to surgical procedures and their prophylaxis
by an alternative nonpharmacological and non-invasive method. University of Modena, September 1991
(150 Patienten)
16. Colombo I, Trial with Sea-Bands for Nausea
caused by Cervical Arthrosis. La
Rehibilitazione, Vol. 23. n.l/1990 (50 Patienten)
17. Phillips K, Gill L, The Use of Simple
Acupressure Bands reduces Post-operative Nausea. Oxford University, GB (80 Patienten)
18. Sacco JJ, Evaluation of Acupressure in the
Reduction of Post-surgical Nausea and Vomiting. Department of Anaesthesiology, St Joseph´s Hospital Health Center,
Syracuse, New York (73 Patienten)
19. Dundee JW, Abram WP, P6 Acupuncture - An
effective non-toxic anti-emetic in cancer chemotherapy. Northern Ireland Radiotherapy Centre, Belfast, GB (105 Patienten)
20. Dundee JW, Ghaly RG, Acupuncture to prevent
cisplatin-associated vomiting. The Lancet,
May 9, 1987, 1083. (10 Patienten)
21. Dundee JW, Ghaly RG, Lynch GA, Fitzpatrick
KT, Abram WP. Acupuncture prophylaxis of cancer chemotherapy-induced sickness. J.R. Soc. Med., 1989, May, 82 (5):
268-71.
22. Sergiou K, An evaluation of the Sea-Band in
alleviating nausea and vomiting in patients receiving chemotherapy. Department of Medical Oncology, University
of Southampton, GB, 1991. (67 Patienten)
23. Stannard D, Pressure prevents nausea. Nursing Times, January 25, Volume 85,
No.4, 1989, 33-34. (18 Patienten)
Das British Medical Journal empfiehlt SEA-BAND gegen Reisekrankheiten, weil:
þ SEA-BAND verursacht keine Müdigkeit
þ SEA-BAND verursacht keine Einschränkung der Reaktionsfähigkeit
þ SEA-BAND wirkt auch, nachdem Reiseübelkeit schon aufgetreten ist
þ SEA-BAND vermeidet eine Belastung des Körpers durch Medikamente
þ Unverträglichkeiten zwischen Nahrungsmitteln und SEA-BAND sind nicht möglich
þ SEA-BAND wirkt besonders gut bei Kindern
1987 stellte die Königliche Meeresflotte Großbritanniens bei Manövern im rauhen Seegang des Atlantik eine gute Wirkung bei SEA-BAND gegen Seekrankheit bei 14 von 17 Matrosen (82%) fest.
Wesentlich bedeutender waren 1990 die Befunde von Professor G. Canova in Hospital San Borromea, Mailand. 62 Kinder, die beim Autofahren fast immer heftig erbrachen, nahmen teil an einer Studie mit SEA-BAND. Die Eltern der Kinder dokumentierten die Ergebnisse.
Bei 55 Fällen (88,7%) trat mit Hilfe des Bandes Reisekrankheit nicht mehr auf; bei 7 weiteren Fällen (11,3%) wurde wohl Übelkeit und Erbrechen gelindert, aber nicht vollständig beseitigt. Keine Nebenwirkungen wurden beobachtet.
Sea-Band ist weltweit im Einsatz und das einzige Akupressurband gegen Übelkeit und Erbrechen, das ausführlich klinisch getestet wurde.
Das HOP-Akupressurband (aus deutscher Produktion) ist eine Verbesserung des Sea-Bands, d. h. es ist weiter, breiter, hat einen weiteren Anwendungsbereich (Schlafstörungen), und ist trotzdem preiswerter.