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Segel - Der Drifter




Der Drifter (Bild: Raudaschl)
Der Drifter ist eine übergroße zum Top reichende Genua aus leichtem Tuch, mit welcher man eine deutlichen Verbesserung Ihrer Bootsgeschwindigkeit bei Leichtwetter auf Amwind- und bei Anliegerkursen erzielen kann. Er wird bevorzugt auf Binnenseen und anderen Leichtwetterrevieren eingesetzt. Bedingt durch die wirkungsvolle Vergrößerung der Segelfläche im Topbereich bringt diese „Super-Genua“ auf nicht topgetakelten Yachten bei Windstärken zwischen 0 und 2 Bft. einen enormen Speedzuwachs. Der optimale Einsatzbereich des Drifters liegt bei 40 bis 80 Grad Windeinfallswinkel und ist zu zweit mühelos zu bedienen.

Das Segel wird vor dem Vorstag am Bug „freifliegend“ bis zum Masttop gesetzt.
Fixiert wird es über ein endloses Genuarollsystem, das mindestens 15 cm vor dem Vorstag montiert sein sollte. Im Driftervorliek sind zwei Drahtseile parallel zueinander (Doppeldrahtseil) eingearbeitet, über welche es „freifliegend“ mit einem Fall bis ins Masttop gesetzt wird. Zwischen dem Fallschäkel und dem Segelkopf wird ein Wirbel eingesetzt, um das Wickeln des Drifters zu ermöglichen. Die Rollanlage für den Drifter sollte leichtgängig sein, da er bei jeder Wende oder Halse wegen des geringen Abstandes zum Hauptvorstag weggerollt werden muss.

Gesetzt und geborgen wird der Drifter an Bord in gerolltem Zustand, wie eine lange „WURST“.
Das Segel jedoch gefaltet gelagert werden, da sonst die Verstärkungen an Top und Hals leiden.
Das Drifterfall sollte unbedingt aus Draht sein, um die Dehnung möglichst gering zu halten. Der Draht sollte in eine reckfreie Fallleine übergehen, die in einer ausreichend dimensionierten Fallklemme belegt wird. Beim Einbau eines Drifterfalles muss man darauf achten, dass das Drahtende des Falles in gesetztem Zustand des Drifters erst kurz vor der Fallklemme in die Falleine übergeht, um unnötiges Reck zu vermeiden.

Der Drifter kann seine volle Leistung nur dann ausspielen, wenn das Vorliek nicht zu weit nach Lee durchhängt. Das Drifterfall muss also unbedingt gut durchgesetzt werden, sowie auch sichergestellt sein sollte, dass das Fall nicht nachrutscht oder dehnt.

Aus Gründen der hohen Stabilität und geringen Luftundurchlässigkeit von MYLAR, sollte der Drifter unbedingt aus diesem leichten Tuch gefertigt werden. Spinnakertuch ist aus oben genannten Anlässen weniger dafür geeignet.



Weblinks:
Der Drifter in Wikipedia


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Schlagwörter: Drifter, Segel, Vorsegel, Leichtwindsegel

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