Die Genua ist ein vergrößertes, anstelle der normalen Fock gesetztes, Vorsegel auf Segelyachten. Sie überlappt im Gegensatz zur Fock den Mast, das heißt das Schothorn befindet sich hinter dem Mast. Bei vielen Segelbootstypen ist die Segelfläche der Genua größer als die des Großsegels. Die Genua wird bei leichten bis mäßigen Winden gefahren.
Ebenso wie eine normale Fock kann auch die Genua mittels einer Rollreffanlage in ihrer Segelfläche verkleinert oder vollständig geborgen werden.
Der Name des Segels kommt von einer 1927 in Genua ausgetragenen Regatta der 6-Meter-Rennyachten, wo es erstmals von Sven Salén, einem schwedischen Segler, gesetzt wurde.
Seit etwa 1990 werden Genuas nur noch als Rollgenuas verwendet, das heißt, sie werden nicht mehr wir vormals am Vorstag mit Stagreitern gesetzt sondern einfach ausgerollt. Auch das Reffen erfolgt durch Eindrehen der Genua. Dazu gibt es aber ein Problem: Die gereffte Genua ist für Am-Wind-Kurse normalerweise schlechter als eine Fock, weil sie in der Mitte einen sackartigen Bauch bildet. Erst durch spezielle Konstruktionen des Rollreffs kann diese Erscheinung teilweise beseitigt werden.
Weitere Vorsegel:
Code Zero
Fock
Drifter
Reacher
Einteilung verschiedener Genuatypen und Focks in nachfolgender Tabelle:
| Segel |
LP/J |
Vorliek |
Fläche |
| Genua I |
150 % |
100 % |
150 % |
| Genua II |
140 % |
95 % |
133 % |
| Genua III |
130 % |
80 % |
104 % |
| Fock I |
100 % |
95 % |
96 % |
| Fock II |
90 % |
70 % |
65 % |
| Sturmfock |
60 % |
50 % |
30 % |