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Wie das "Cordon bleu" entstand


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Das Cordon Bleu (Bild: Rainer Zenz)   Großbild klick!
Mit 28,51 Knoten holt sich die "Bremen" das Blaue Band.

Besondere Berühmtheit erlangte Leopold Ziegenbein, der den Beruf des Seemanns von der Pike auf gelernt hatte, im Jahr 1929. Nachdem er sich als Kapitän und Offizier auf verschiedenen Dampfschiffen verdient gemacht hatte, übertrug ihm der Norddeutsche Lloyd in Bremen das Kommando über den funkelnagelneuen Schnelldampfer "Bremen".
Bereits auf der Jungfernfahrt holte Ziegenbein am 16. Juli 1929 das begehrte "Blaue Band" für die schnellste Atlantiküberquerung in vier Tagen, 17 Stunden und 42 Minuten. Die "Bremen" löste mit diesem Rekord den Dampfer "Mauretania" ab, der die Trophäe seit 20 Jahren ununterbrochen hatte.
Ein Jahr später lief das Schwesterschiff der "Bremen", die "Europa" Ziegenbeins Schiff den Rang ab, bis dieser sich die Seefahrertrophäe 1933 mit der Geschwindigkeit von 28,51 Knoten zurückeroberte.
Nach diesem zweiten Rekord soll Kommodore Ziegenbein seinem Küchenchef befohlen haben, ein besonderes Gericht für eine Feier herzurichten. Der Koch, ein Genfer oder Walliser, hatte schon Kalbfleisch zugeschnitten, worauf Ziegenbein ihn angewiesen habe, er als Schweizer solle sich etwas mit Käse einfallen lassen. Der Koch habe darauf Käsescheiben in die Schnitzel eingelegt und das Gericht der "Bremen" zu Ehren "Cordon bleu" ("Blaues Band") genannt.

2 200 Passagiere fanden Platz in der schwimmenden Stadt. Die "Bremen" chauffierte in ihren Glanzjahren illustre Persönlichkeiten über den Atlantik: Roosevelt, Rockefeller, Max Schmeling, die Dietrich, oder auch Henry Ford, gaben sich am Kapitänstisch ein Stelldichein. "Kommodore Ziegenbein war ein parkettsicherer Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens", erinnert sich ein ehemaliger Steward des Luxus-Liners.
1936 ging Ziegenbein in Pension und zog sich ins "Landleben" seiner Villa in Speckenbüttel zurück. Dem kleinen Dorf Boitzum stattete er 1948 den letzten Besuch ab, bevor er 1950 im Alter von 76 Jahren starb.
Die "Bremen", befand sich mit Ziegenbeins Nachfolger Adolf Ahrens auf der Rückreise aus den USA, als der zweite Weltkrieg ausbrach. Auf hoher See wurde dem Ozeanriesen ein Tarnanstrich verpasst. Der Dampfer mogelte sich über den Atlantik in den noch sicheren russischen Hafen Murmansk. Dann durchbrach er die britische Seeblockade in der Nordsee und traf im Dezember 1939 in der Heimat Bremerhaven ein, um dort auf friedlichere Zeiten zu warten.
Das trat nicht ein, denn 1941 ging das stolze Schiff in Flammen auf. Angeblich soll ein 17-jähriger Schiffsjunge aus Rache wegen einer verabreichten Ohrfeige das legendäre Schiff angesteckt haben, die Nazi-Justiz hat den Täter dafür hinrichten lassen. Es gab allerdings auch Stimmen, die das Streichholz eher in den Händen englischer Agenten gesehen haben wollen.




Weblinks:
Schnitzel Cordon bleu in Wikipedia
Rezepte
TS Bremen


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Schlagwörter: Stories, Rezepte, Cordon Bleu, Das Blaue Band, Entstehung des Cordon Bleu




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