EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Wahrscheinlicher ist nun, dass man sich mit einer neuen Wahrheit vertraut machen muss: dass nämlich Hirsche im Meer leben. Hochseehirsche, ähnlich jener Hochseekuh, welche vor längerem Ringelnatz besang: Zwölf Tonnen wiegt die Hochseekuh. Sie lebt am Meeresgrunde. Ohei! Uha! Sie ist so dumm wie ich und du. Und läuft zehn Knoten in der Stunde. Ohei! Uha! Hemingways Alter Mann und das Meer sollte ja übrigens zunächst davon handeln, wie der alte Santiago einen Meereshirsch fängt und außen an seinem Boot vertäut. Wie dann die herumschwirrenden Haie dessen nach außen ragende Geweihspitzen als Zahnstocher benützen. Wie der Hirsch dann, kaum im Hafen, davonrennt und nie mehr gesehen wird, nach dem Motto: Aber der Hirsch darf nicht aufgeben . . . Der Hirsch kann geangelt werden, aber er darf nicht aufgeben. Das hat H. sich am Ende nicht getraut, hat die bekannte Nobelpreisschnulze geschrieben, schade. Es gibt Biologen, welche glauben, Hirsche seien ursprünglich Tintenfische gewesen, ihr Geweih ein horngewordenes Tentakel-Gewirr. Vielleicht ist es auch ein Schnorchelsystem, und Hirsch kann zugleich Algen grasen und atmen. Unerträglich ist, dass oft Hirsche mit dem Geweih in Thunfisch-Schleppnetzen hängenbleiben, zu Tode geschleppt werden.
Übrigens gibt es hier auch die Meinung, die Hirsche lebten doch nicht im Meer. Sondern? Der Hirsch von Los Cabos sei durch eine Öffnung im Meeresboden aufgetaucht, aus dem Erdinneren kommend. Somit sei endlich das Rätsel gelöst, woraus eigentlich das Erdinnere bestehe. Aus Hirschen nämlich. Aus dem Bayerischen Wald kommt die Meldung, ein Jäger habe auf einer Lichtung einen Hering erschossen, obwohl Heringe gerade Schonzeit haben. Zwei Hirsche hätten den Hering auf einer Bahre davongetragen. Er sei seitdem nicht mehr gesehen worden. Sachen gibts, oha. Uhei!