Welche Batterien für die Yacht?
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    Welche Batterien für die Yacht?







    Welchen Kleber und Dichtmasse verwenden?

    Warum eignen sich gewöhnliche Starterbatterien weniger für den Betrieb in Bordnetzen?

    Eine Segelyacht hat üblicherweise zwei Batterien: Eine welche nur zum Starten der Maschine ist (Starterbatterie) und eine (oder mehrere) welche für Licht, Elektronik usw. zuständig ist.
    Die andere, die Starterbatterie, ist nur für das Anlassen der Maschine zuständig.
    Der Sinn dieser Teilung ist, dass auch dann wenn die Servicebatterien tiefentladen sind, die Maschine trotzdem problemlos von der Anlasserbatterie gestartet werden kann.

    Wo kauft man am besten eine Servicebatterie für die Yacht?
    Na ja, viele gehen in die nächstbeste Kfz-Werkstatt, zum Autohändler oder ähnlichem.

    Aber Vorsicht: Viele Händler (Kfz-, Reifen-, Elektrik-) wissen gar nicht, dass es zwei Arten von Batterien gibt!!! Diese Erfahrung habe ich selbst oft genug gemacht.

    Was ist aber die Unterschied?

    Starterbatterien sind so konstruiert, dass sie kurzzeitig sehr große Ströme, auch bei niedrigen Temperaturen, abgeben können. Dabei wird aber nur ein Bruchteil der verfügbaren Kapazität entnommen.
    Genauer gesagt, Starterbatterien werden immer nur um wenige Prozent entladen und danach sofort wieder von der Lichtmaschine geladen.
    Starterbatterien altern schnell im zyklischen Lade- und Entladebetrieb, sowie im Schwebebetrieb, wie er in Segelyachten typisch ist. Eine Tiefentladung kann zur sofortigen Zerstörung führen. Schwebebetrieb bedeutet, dass die Batterie über längere Zeit abwechselnd teil-entladen und teil-geladen wird, mit meist verhältnismäßig geringen Strömen.
    Dabei wird bis zu 60 % (gelegentlich bis zu 75%) der verfügbaren Energie entnommen, jedoch nur teilweise wieder zurückgeladen. Die Batterie verweilt längere Zeit im teilgeladenen Zustand bis sie wieder (zum Beispiel nach 3 Wochen Urlaub) mit einem Netzladegerät vollständig geladen wird. Starterbatterien werden jedoch durch die längere Verweildauer im teilgeladenen Zustand frühzeitig geschädigt (Sulfatierung der positiven Elektroden).
    Für den Schwebebetrieb eignen sich sehr viel besser die sogenannten (zyklenfesten) Freizeitbatterien, die oft auch als Solarbatterien bezeichnet werden.
    Diese gibt es sowohl mit flüssigem als auch mit gebundenem Elektrolyt, zum Beispiel als Gel-Batterien.

    Die Zyklenbelastung spielt übrigens im Yachtbetrieb normalerweise eine untergeordnete Rolle. Unter Zyklenbetrieb versteht man eine mehr oder weniger vollständige Entladung der Batterie während eines Arbeitstages, und die darauf folgende vollständige Wiederaufladung über Nacht, wobei sich dieser Vorgang täglich wiederholt.
    Ein typischer Zyklenbetrieb liegt zum Beispiel vor bei elektrisch angetriebenen Gabelstaplern. Nach EG-Vorschrift dürfen "geschlossene" Bleibatterien innerhalb von Segelyachten nur dann betrieben werden, wenn das beim Laden entstehende Knallgas über einen entsprechenden Belüftungsschlauch nach draußen geführt wird.
    Hierfür besitzen zyklenfeste Freizeitbatterien einen Anschlussstutzen an dem ein Schlauch angebracht werden kann.
    Da Starterbatterien keinen Schlauch-Anschlussstutzen besitzen, müssen sie in einem verschlossenen Behälter untergebracht werden und dieser Behälter muss dann eine entsprechende Belüftung nach außen aufweisen, was den Einbau verteuert und umständlich macht. Die "verschlossenen" Gel-Batterien sind hingegen gasdicht und können ohne besondere Belüftungsvorrichtung im Fahrzeug Innenraum angebracht werden.

    In vielen Fällen wird berichtet, dass eine Starterbatterie über viele Jahre auch im Bordnetz gute Dienste geleistet hat. In diesem Fall kann man annehmen, dass die Starterbatterie bezogen auf ihren Einsatz überdimensioniert war.
    Hier empfiehlt es sich für das gleiche Geld eine kleinere (und leichtere) zyklenfeste Batterie zu verwenden, möglicherweise eine Gel-Solar Batterie, die auch eine gelegentliche Tiefentladung verträgt.
    Ein weiterer Vorteil der Gelbatterie ist übrigens, dass sie langsam an Kapazität verliert und nicht wie Starterbatterien meist einen plötzlichen Tod erleidet!
    Hierbei sollen aber keine falschen Hoffnungen erweckt werden. Gel-Batterien sind zwar "absolut wartungsfrei", bedürfen aber genauso der "Pflege" wie Batterien mit flüssigem Elektrolyt: Sie müssen regelmäßig 100% vollgeladen werden (zur Vermeidung frühzeitiger Sulfatierung), und sie dürfen nicht regelmäßig überladen werden (zur Vermeidung der Korrosion der negativen Elektroden)!
    Nach 5 Jahren "Normal-Betrieb" im Schiff wird auch eine Gel-Batterie kaum mehr als 60 % der anfänglichen Kapazität besitzen.

    Zwei Beispiele für den Anschaffungspreis von zyklenfesten Freizeitbatterien die sich als Bordbatterien hervorragend eignen:
    · VARTA Solar mit flüssigem Elektrolyt 100 Ah: 149.- Euro
    · Sonnenschein Dryfit Solar-Akku in Gel-Technologie 60 Ah: 225.- Euro
    Marken-Starterbatterien (Bosch, DETA, VARTA, etc....) haben im Vergleich hierzu übrigens kaum einen Preisvorteil!


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