EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Die Radarseite in ESYS

Grundlegendes Fachwissen und Kollisionsverhütung per Radar




Radar ist die Abkürzung für Radio Detection and Ranging (frei übersetzt: „Funkortung und -abstandsmessung“) und ist die Bezeichnung für verschiedene Erkennungs- und Ortungsverfahren und -geräte auf der Basis elektromagnetischer Wellen im Radiofrequenzbereich (Funkwellen).

Ein Radargerät ist ein Gerät, das elektromagnetische Wellen gebündelt als sogenanntes Primärsignal aussendet, die von Objekten reflektierten "Echos" als Sekundärsignal empfängt und nach verschiedenen Kriterien auswertet. So können Informationen über die Objekte gewonnen werden. Meist handelt es sich um eine Ortung (Bestimmung von Entfernung und Winkel). Es gibt je nach Einsatzzweck unterschiedliche Radarprinzipien wie das Wetterradar, das harmonische Radar und das Überhorizontradar.

Um im Nebel bei geringer Geschwindigkeit von A nach B zu fahren, braucht man nicht so tief in die Tasche zu greifen. Da reicht eine relativ einfache Anlage, die ab etwa 2500 Euro zu haben ist. Wer Wert auf MARPA legt, muß mindestens die doppelte Summe investieren.
Radaranlagen strahlen hochfrequente Energie ab. Diese Wellen dringen mehr oder weniger in den menschlichen Körper ein und erwärmen das Gewebe. Das kann zu langfristigen Schädigungen führen. Die Energiedichte nimmt im Quadrat mit der Entfernung ab. Man sollte sich deshalb nicht in unmittelbarer Nähe von strahlenden Radarantennen aufhalten. Auch sollte man darauf achten, daß die Antenne auf dem eigenen Boot so hoch installiert wird, daß die Köpfe der Crew sich nicht in der Radarkeule befinden. Das kann man sich ausrechnen, wenn man den vertikalen Streuwinkel kennt. Offensichtlich sind die Augen besonders gefährdet. Deshalb gilt der Grundsatz, nie direkt in den Strahler zu blicken.

Wie andere technische Geräte sind auch die Radargeräte in der Regel hinter Gehäuse Frontplatten befestigt. Auf diese Weise wird für Sicherheit gesorgt, denn die Verletzungsgefahr sowie gesundheitliche Risiken werden durch diese Platzierung minimiert. Dadurch wird allerdings nicht nur die Crew geschützt, sondern auch der optische Aspekt spielt eine Rolle, wenn das Radargerät so untergebracht ist.

Da Radar-plotting-sheets nicht an jeder Ecke zu bekommen sind, habe ich mir eine Vorlage zum Üben gezeichnet.

Diese Vordrucke sind zum Üben von Radaraufgaben geeignet, wie sie z.B. in der Prüfung Sportseeschifferschein gefordert werden.
Feststellung von relativen und absoluten Kursen und Geschwindigkeiten, Entfernung der größten Annäherung (closest point of approach) und Kursänderungen zur Vermeidung einer Nahbereichslage.
Auf DIN A 4 ausdrucken und auf DIN´A 3 vergrößern, dann hat man in etwa die Originalvordrucke.

Kleiner Tip beim Zeichnen: Es ist wegen der schleifenden Schnitte besser, ein Kursdreieck mit innenliegendem Nullpunkt zu benutzen; die Ergebnisse werden deutlich genauer.

Gruss
Heinrich Bunzendahl



Radar richtig einstellen:
1. Gain, Sea-Clutter (STC) und Rain-Clutter (FTC)auf 0 stellen
2. Helligkeit so einstellen, dass das Bild gerade eben nicht anfängt grau zu werden
3. Kontrast so hoch einstellen, dass die Buchstaben auf dem Schirm gerade eben nicht unscharf werden.
4. Gain so hoch drehen, dass das Bild außerhalb des Nahbereichs (> 3 sm) gerade leicht grießig wird.
5. Sea-Clutter so hoch regeln, dass die Seegangsechos im Nahbereich deutlich rückläufig sind, aber nicht vollständig verschwinden.
6. Im weiteren Verlauf Gain, Sea-Clutter und Rain-Clutter immer wieder nachregeln.




Der typische Entfernungsbereich im freien Seeraum ist 6 sm, höher als 12 Seemeilen ist selten sinnvoll; Im Revier schaltet man auf 0,5 – 3 sm je nach Erfordernis.

Regen verursacht Echos. Diese sind großflächig, unscharf begrenzt und an der Vorderkante heller als dahinter. Sie können durch die Regenenttrübung reduziert werden. Im Regengebiet liegende Ziele werden dadurch evtl. wieder sichtbar. Real muss damit gerechnet werden,dass sie nicht sichtbar, da Regen die Radarstrahlen so stark streut, dass die Radarenergie zu ca. 95% verloren geht.



Kollisionsvermeidung mit Radar
Die einfachste und wirksamste Methode ist die Arbeit mit dem EBL (Abkürzung für "Electronic Bearing Line"). Das ist ein Peilstrich, den man auf das Radarecho (bespielsweise eines Dampfers) setzt. Bleibt der Blip auf dem EBL (Peilstrich), so steht die Peilung und es besteht Kollisionsgefahr.



Radar auf Sportbooten, PDF-Datei
Download Plotting-Sheet, PDF-Datei
Vordruck Radar-plotting-sheet,


Weblinks:
Radar in Wikipedia


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Radarantenne im Mast   Großbild klick!


















EBL, der Peilstrahl   Großbild klick!















Plootingsheet   Großbild klick!

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