Segeln / Sailing : Volvo Oceanrace Round The World 2008 - 2009
    EUROPÄISCHES SEGELINFORMATIONSSYSTEM

    Volvo Oceanrace 2008 / 2009
    Leg 1: Alicante - Kapstadt



    Allgemeine Segelnachrichten   Übersichtsgrafik: Alle Etappen  


    Die Bilder rechts vergrößern sich beim Anklicken
    Hier kann man (kostenlos) mitmachen bei der Computer-Regatta: Volvo Ocean Race   Zwischenwertung  


    Lage um 1700 Uhr   Großbild klick!
    Nur noch zwei Schiffe draussen
    (03.11.2008, Stand 1700 Uhr) Um 0812 kreuzte Green Dragon nach 22 Tagen, 19 Stunden, 12 Minuten und 35 Sekunden auf See die Ziellinie in Kapstadt.
    Gegen 1115 Uhr folgte Telefonica Blue und um 1630 Uhr Team Russia.
    Delta Lloyd hat noch 85 Meilen und Telefonoca Black kriecht derzeit mt 6 Knoten durch den Südatlantik und hat noch 230 Meilen.

    Andreas Hanakamp, Skipper von Russian Team schreibt:
    Kapstadt – wir kommen
    Es ist Zeit nach Kapstadt zu kommen, 150 Meilen und kein Gas mehr und fast alle Lebensmittel aufgebraucht. Keine trockenen Socken mehr, mein vorletztes (und erstes) Ersatzpaar Socken hatte ich Stig gegeben, mein letztes ist seit dem gestrigen A4 Bergeeinsatz nass. Unsere Satcoms haben die Nässe nicht ausgehalten, Diesel hätten wir noch für ein paar Tage.
    Auf dieser Etappe wurde es für alle normal mit einem Wachpartner den feuchten Schlafsack zu teilen (hot bunking), permanent nass zu sein, nur gefriergetrocknete Nahrung zu Essen, mit zwei Unterhosen drei Wochen auszukommen, mit einer sich auflösenden Ruderanlage 500 Meilen Etmale zu segeln und über mehr als 7000 Meilen gegen die besten Hochseesegler der Welt Regatta zu segeln.
    In Kapstadt werde ich zuerst einmal viel Gemüse und Obst essen, einen Kaffee trinken und dann schlafen und schlafen und schlafen.
    Position: 34,37.7S , 15,39.61E
    Speed: 19 knots, Course: 59 deg.


    Green Dragon vor Kapstadt   Großbild klick!
                            DTF     DTL     kts
    1 Ericsson 4		0	0	0.0
    2 Puma			0	0	0.0
    3 Ericsson 3		0	0	0.0
    4 Green Dragon		0	0	0.0
    5 Telefonica Blue	0	0	0.0
    6 Team Russia		0	0	0.0
    7 Delta Lloyd		85	85	17.5
    8 Telefonica Black	230	230	6.0
    


    Wettervorhersage: Wind westlich Kapstadt SO 2-3,später in der Nacht variabel zwischen 2-4 Bft. aus OSO bis SO.
    Quelle: Peter O. Walter

    Lage um 0500 Uhr   Großbild klick!
    Puma wird zweiter, Ericsson 3 dritter
    (03.11.2008, Stand 0500 Uhr) Um 1844 Uhr durchfuhr Puma (Skipper Torben Grael) nach 22 Tagen,5 Stunden, 44 Minuten und 50 Sekunden die Ziellinie in Kapstadt.
    Am nächsten Morgen um 0407 Uhr folgte Ericsson 3.
    In der Welt des Segelns hat Torben Grael einen Spitznamen: Turbine. Der 48 Jahre alte Brasilianer gilt in der Branche der Seebären als erbarmungsloser Tempomacher, der mit viel Gefühl für die letzten Reserven, aber auch aller Härte gegen Mensch und Material aus einer schnellen Yacht eine Rakete auf dem Wasser machen kann.
    Diesem Ruf ist der charismatische Segelprofi in den vergangenen Tagen mehrfach gerecht geworden, mit dem Ergebnis, dass seine Crew von der „Ericsson 4“ am Sonntag das erste Etappenziel des weltumspannenden Volvo Ocean Race vor allen anderen sieben Konkurrenten erreichte. Die 6.500 Seemeilen (rund 12.040 Kilometer) von Alicante nach Kapstadt absolvierte die siegreiche Yacht in 21 Tagen, 17 Stunden und 54 Minuten.
    Als Grael in Kapstadt an Land trat, war er vom Stress der vergangenen drei Wochen gezeichnet, schon gar nicht will er sich jetzt als großer Favorit für die Zehn-Etappen-Fahrt durch die Weltmeere bis zum Schluss ins russische St. Petersburg sehen. „Leute, ist das Rennen schon vorbei? Keinesfalls, bleibt ganz ruhig“, so der Skipper der „Ericsson 4“, als ihn die jubelnde Menge am Pier empfing.
    Ein paar Biere später und nach der obligatorischen Champagnerdusche für den Sieger lockerte sich Grael und freute sich über den ersten Teilerfolg auf der langen, entbehrungsreichen und nicht ungefährlichen Reise über fast acht Monate. „Ich bin stolz auf meine Leute. Wir haben da draußen toll gekämpft“, sagte er und hob die Leistung seines Navigators Jules Salter hervor, der das Boot auf dem schnellsten Weg ins Ziel geleitet hatte.
    Puma vor Kapstadt   Großbild klick!
    Schon vor der ersten Etappeneinfahrt hatte Graels Mannschaft für Aufsehen gesorgt, als sie zweimal den Streckenrekord für Einrumpf-Yachten über das Zeitmaß von 24 Stunden brechen konnte – erst auf eine neue Marke von 594,23 Seemeilen (rund 1100 Kilometer), dann in der Nacht zum Donnerstag auf 602,66 Seemeilen. Die rasante Fahrt mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit auf dem Wasser von mehr als 45 Kilometern pro Stunde ist um so bemerkenswerter, weil Grael im Gegensatz zu den ärgsten Konkurrenten von „Puma“ und der „Ericsson 3“ unterwegs auf ein Crewmitglied verzichten musste.
    Der neuseeländische Trimmer Tony Mutter musste wegen einer Knieverletzung auf den Kapverden zurückgelassen werden, da der Heilungsprozess nicht gut verlief. An Bord hatten die Kollegen mit Antibiotika erfolglos versucht, die Entzündung zu lindern. Nachdem das Knie weiter angeschwollen war, entschied sich das Team, die Fahrt ohne Mutter fortzuführen, der auf der nächsten Etappe ins südindische Kochin aber wieder dabei sein will.
    Skipper Torben Grael wird ihn als ausgewiesene Fachkraft gern aufnehmen. Der Enkel dänischer Auswanderer, ein echter Segelveteran, hochdekoriert mit zwei Olympiasiegen, vier WM-Titeln und zuletzt auch beim America’s Cup für das italienische Team der „Luna Rossa“ am Start, wird sich mit diesem ersten Erfolg nicht zufriedengeben. „Ab morgen denke ich schon an die nächste Etappe“, sagte er. Am 15. November geht’s weiter – dann läuft die Turbine wieder auf Hochtouren.



                            DTF     DTL     kts
    1 Ericsson 4    		0	0	24.7
    2 Puma			0	0	0.0
    3 Ericsson 3		0	0	13.0
    4 Green Dragon		32	32	16.8
    5 Telefonica Blue	102	102	19.5
    6 Team Russia		161	161	16.5
    7 Delta Lloyd		238	238	17.5
    8 Telefonica Black	346	346	14.8
    


    Wettervorhersage: Westlich Kapstadt Wind SSO 2, im Verlauf des Tages drehend auf SO und teilweise auffrischend auf 3 Bft.
    Quelle: Peter O. Walter

    Lage um 1700 Uhr - Großbild klick!
    Das Versteckspiel geht weiter
    (01.11.2008, Stand 1700 Uhr) Fast gleichzeitig sind Delta Lloyd und Ericsson 3 um 1326 Uhr in den Stealth Modus gegangen. Sie können jetzt ihren Konkurenten bis 0136 Uhr heute Nacht verborgen bleiben, sie dürfen den Status aber auch früher aufheben, wie wir an Ericsson 4 schon gesehen haben.
    Gegenwärtig scheint auf die Daten, die von den Schiffen kommen, wenig Verlass zu sein: Ericsson 4 liefert seit Tagen schon keine Winddaten mehr, der Speedanzeiger scheint bei 24,7 Knoten festgerostet zu sein. Delta Lloyd und Ericsson 3 melden beide 3 Knoten Wind und 16 Knoten Bootsgeschwindigkeit ...
    Ericsson 4 hat nur noch 196 Meilen nach Kapstadt, aber die werden schwierig,

    Andreas Hanakamp, Skipper von Russian Team schreibt:
    In den Roaring Forties
    Wir sind weiter Sechste und auf der Überholspur, Telefonica Azul ist inzwischen in Griffweite gerückt. Jetzt nur das Boot zusammenhalten und trotzdem schnell segeln. Kann auf Holz klopfen, denn am Navitisch haben wir ein Stück davon. Aus rein traditionellen Gründen (oder Aberglauben der Bootsbauer) muss ein Schiff aus Holz sein, auch wenn es aus Kohlefaser ist. Daher wird die Abschlussleiste am Kartentisch aus Holz gemacht.
    Hatten heute einen Segelschaden, mit eine riesen Knall ist in der Früh die Halsleine des Q9-Segels gebrochen und das Segel ist frei, nur an Schot und Fall, neben dem Schiff mitgeflogen. Die Rollanlage hat ein Loch gerissen, sonst kein Schaden. Konnten mit allen Leuten an Deck das Segel bergen und dann den A6 setzen.
    Meine Stiefel sind seit Anfang der Etappe nass und lassen das Wasser leider in die falsche Richtung durch. Verwende nun missbräuchlich unsere kompostierbaren Ecover Toilettensackerl für meine Füße. Zuerst ein paar warme Socken, dann das Sackerl darüber und dann noch eine Lage zum Schutz des Sackerls. Funktioniert gut, wer braucht schon wasserdichte Stiefel.
    Sind seit gestern im Reich der Albatrosse. Könnte dem Flug ewig zusehen, ohne einen Flügelschlag in alle Richtungen zu gleiten, eine Flügelspitze nur Zentimeter über dem Wasser in den Steilkurven und den gesamten Ozean kontrollierend. Warum Albatrosse tausend Meilen vom Land das Meer absuchen kann ich nur vermuten, denn jagen sehe ich sie nie, sie fliegen nur immer. Da sind aber noch andere geniale Flieger in der Luft. Während die Albatrosse langsam gleiten, gibt es noch eine schwarzweissen Vogel mit sichelförmigen Flügel, der pfeilschnell über die Wellen jagt und tolle Steilkurven macht. Der einzige Vogel, der manchmal flattert, ist ein mittelgrosser schwarzer.
    Sind seit Mitternacht in den Roaring Fourties und sie machen ihren Namen bisher alle Ehre, Wind in rauer Menge. Wundere mich, was für Menschen das sein müssen, die in pechschwarzer Nacht Boote in halsbrecherischer Geschwindigkeit Wellen hinunterjagen, dabei jede Menge Unannehmlichkeiten auf sich nehmen ohne dabei einen konkreten Nutzen zu ziehen. Bin mir nicht sicher, dass unsere Freunde und Familien so genau wissen was wir da tun, vielleicht besser so.
    Position: 40,39.87S , 2,38.4E
    Speed: 23 knots, Course: 122 deg.


    Puma jagt Ericsson 4 - Großbild Klick!
                            DTF     DTL     kts
    1 Ericsson 4		196	0	24.7
    2 Puma			315	119	 9.0
    3 Green Dragon		557	361	17.0
    4 Telefonica Blue	654	458	19.0
    5 Team Russia		738	542	20.5
    6 Telefonica Black	871	675	15.5
      Delta Lloyd		keine Angaben
      Ericsson 3		keine Angaben
    


    Wettervorhersage: Blasen schwieriger Hochdruckgebiete wabbern für die nächsten paar Tage um das Kap der guten Hoffung: Das Südatlantik-Hoch kommt zurück in den Seeraum südwestlich des Kaps und bringt einen leichten Südwestwind für heute abends und nachts.
    Quelle: Peter O. Walter

    Lage um 0400 Uhr - Zum Großbild anklicken!
    Ericssson 4 versteckt sich
    (01.11.2008, Stand 0400 Uhr) Am Freitag um 1640 Uhr aktivierte die führende Yacht den Stealth Modus und sollte für maximal 12 Stunden nicht für uns und die Konkurrenz sichtbar sein.
    Aber - wie Puma schon vorexerziert hatte - so lüftete auch Ericsson 4 vorzeitig den Schleier: Sie war während des Stealth Modus WSW-Kurs gefahren, hatte ihren Vorprung gegenüber Puma von 86 auf 119 Meilen vergrößert und immer noch die schnellste Yacht des Feldes.
    Ericsson 4 hat "nur" noch 369 Meilen nach Kapstadt, ein Klacks sollte man meinen. Aber: Je näher die Schiffe Kapstadt kommen, desto weniger wird der Wind: Die beiden Führenden haben zwischen 13 und 15 Knoten Wind, die Verfolgergruppe im Süden hat noch zwischen 20 und 24 Knoten Wind. Die Führenden werden langsamer, die hinteren schließen auf, weil sie noch Wind haben. Es könnte also wieder mal zu einem Ziehharmonikaeffekt kommen ...
    Telefonika Black humpelt mit 17 Kn hinterher, der Rückstand jetzt 1003 Meilen. Die Bilanz der Unglücknacht von Mittwoch auf Donnerstag: Vier Segel geschreddert, ein Ruder verloren, den Bugspriet weggefegt und eines der Schwerter gebrochen. Sie wird mindestens zwei Tage später ankommen, Tage, die bei den anstehenden Reparaturen abgehen werden.

    Telefonica Black: Arbeit am Reff des Grosssegels Großbild Klick!
                            DTF     DTL     kts
    1 Ericsson 4		 369	  0	24.7
    2 Puma			 465	 96	15.5
    3 Ericsson 3		 696	327	19.5
    4 Green Dragon		 756	387	20.2
    5 Telefonica Blue	 845	476	17.0
    6 Team Russia		 905	536	14.8
    7 Delta Lloyd		 935	566	17.0
    8 Telefonica Black	1003	634	15.8
    


    Wettervorhersage: Je näher die Schiffe an Kapstadt kommen, desto leichter wird der Wind. Im Verlauf des heutigen Tages wird die Windstärke für die Führenden von 4 auf 3 Bft sinken.
    Am Sonntagvormittag um 1000 Uhr (ETA E4) ist die Windsituation um das Kap chaotisch: Ein Blick auf die Windkarte zeigt ein wildes Durcheinander von Windpfeilchen aller Richtungen und Stärken ...
    Ericsson 4 wird vermutlich mit 2-3 Bft aus WSW rechnen können. Quelle: Peter O. Walter

    Lage um 1700 Uhr - Zum Großbild anklicken!
    Stealth Modus ein Flop für Puma
    (31.10.2008, Stand 1700 Uhr) Die führende Ericsson 4 hat nur noch 549 Meilen bis Kapstadt und das Wetterrouting sagt ein ETA von 1000 Uhr (MEZ) am Sonntagmorgen voraus.
    Während der letzten drei Stunden mussten alle anderen sieben Schiffe Verluste gegenüber Ericcson 4 hinnehmen. Die Flotte ist jetzt in der Nord-Süd-Achse auf 565 Meilen verteilt, Telefónica Blue und Green Dragon sind unten im Süden auf 35°, Team Russia ist noch einen Tick weiter unten.
    Um 1024 Uhr gab Puma seinen Stealth Modus vorzeitig auf. Die einzige Überraschung war, dass Puma etwas nördlicher stand, die Distanz zur führenden Ericsson 4 hatte sich nur unwesentlich verändert.
    Die Hoffnung, im Norden mehr Wind zu finden hat sich für Puma nicht erfüllt, sie läuft jetzt 6,2 Knoten langsamer als Ericsson 4.
    Vielleich sollte man in Zukunft von diesen Versteckspielen nicht allzu große Überraschungen erwarten, zum Verunsichern der Gegner und zur Erhöhung der Spannung taugt der Stealth Modus aber allemal.

    Ericsson 4 vom Masttop Großbild Klick!
                            DTF     DTL     kts
    1 Ericsson 4		 549	  0	24.7
    2 Puma			 632	 83	18.5
    3 Ericsson 3		 863	314	20.0
    4 Green Dragon		 915	366	20.2
    5 Telefonica Blue	1001	452	21.0
    6 Team Russia		1091	542	20.2
    7 Delta Lloyd		1100	551	18.5
    8 Telefonica Black	1162	613	14.0
    


    Wettervorhersage: Zur Ankunftszeit von Ericsson 4 wird der Wind in Kapstadt am Sonntagmorgen WSW 2-3 sein, im weiteren Verlauf des Sonntags wird der Wind gleich bleiben aber leicht drehend sein. Bei der Annäherung an Kapstadt wird der Wind für die Yachten immer weiter abnehmen.
    Quelle: Peter O. Walter

    Lage um 0400 Uhr - Zum Großbild anklicken!
    Was hat Puma vor?
    (31.10.2008, Stand 0500 Uhr) Um 0112 Uhr lag Puma noch 70 Meilen hinter der führenden Ericsson 4, dann verschwand sie: Puma macht Gebrauch von einer neuen Regelung, dem "Stealth Mode".
    Für alle Neuen unter unseren Lesern: Jedes Team kann auf ausgewählten Etappen für zwölf Stunden „untertauchen“, in dieser Zeit scheint die Position der Yacht auf keinem Bildschirm auf. Sie wird zwar aus Sicherheitsgründen nach wie vor vom Hauptquartier verfolgt, diese Informationen werden aber nicht weitergegeben. Möglich ist StealthPlay je einmal auf den Etappen von Alicante nach Kapstadt, von Kapstadt nach Kochi, von Qingdao nach Rio, von Rio nach Baltimore und von Baltimaore nach Galway.
    Wird die Option nicht genutzt, verfällt sie.
    Puma wird also heute um 1212 Uhr wieder auftauchen, sind wir mal gespannt.
    Derweilen segelt Ericsson 4 munter weiter, hat nur noch 868 Meilen nach Kapstadt, das sind 36 Stunden, vorausgesetzt die Bedingungen verändern sich nicht.
    Wie erwaartet hat nun auch Delta Lloyd Telefonica Black, die weiterhin unter den Folgen Ihres Missgeschicks - Ruderbruch, Segel zerfetzt, Bugspriet gebrochen - zu leiden hat, überholt.
    Auch Green Dragon hatte mit Schwierigkeiten zu kämpfen: Um 0130 Uhr kolliddierte sie mit einem unbekannten Gegenstand und kam abrupt zu Stillstand. Der Steuermann flog nach vorne und zerschmetterte dabei das Rad. Eine Inspektion des Bootes ergab, dass abgesehen von heftigen Vibrationen am Kiel keine Schäden sichtbar waren.
    Im ersten Tageslicht zerriss auch noch der große Spi, er könnte aber ein einem Tag wieder repariert sein.

    Andreas Hanakamp, Skipper von Russian Team schreibt:
    Auf der Überholspur
    Das Gummiband ist zerrissen, wir überholen: Seit wir gestern unser Q9 Segel gesetzt haben sind das Boot und wir auf Steroids. Lange Surfs mit 27 bis 30 kn in nur 25kn Wind, in der Nacht oft schauerlich, da noch immer mondlos. Die Wassertemperatur ist gefallen, damit auch die Lufttemperatur, sogar ich habe meine Wärmeschicht angezogen als ich in der Nacht nach kurzem Schlaf vor Kälte schlotternd (so wirklich, nicht fröstelnd) aufgewacht bin. Hatte wieder zwei Steuerwachen, die zweite in den Morgen hinein, in die aufgehende Sonne auf flüssigem Gold gesegelt. Der Seegang ist deutlich höher geworden, hohe Wogen rollen aus Südwesten heran, willkommen am Speedstrip, der schnellsten Autobahn für Segelyachtem, nur wenig genutzt (gar mit EU-Mitteln ausgebaut?).
    Delta Lloyd haben wir bereits überholt, der Focus richtet sich auf die beiden Telefonica Boote. Black ist seit mehreren Meldungen langsam und segelt nur mit 9kn, das löst jede Menge Spekulationen an Bord aus. Hoffentlich nichts Ernsthaftes, aber dann würden wir es wissen, da uns die Regattaleitung um Assistenz auffordern würde. (Anmerkung der Redaktion: Telefonica Black hat in der Nacht auf einer Monsterwelle abgehoben und dabei ein Ruder und den Bugspriet eingebüßt.) Also Vollgas nach Kapstadt, angeblich hat es dort sommerliche 30 Grad und ist trocken. Haben Probleme mit unserem Satcom und daher keine Wetterinfo, Wouter und ich arbeiten daran.
    Der Zustand im Schiff hat sich weiter verschlechtert, aber alles was wir sehen ist die Überholspur und die Ziellinie in Kapstadt.
    Geschwindigkeit über Grund: 30.4kn, gesteuert von Stig um 1429 UTC. Stig ist unser schnellster Tagessteuermann, Rodion und ich 1% dahinter, die Nachtwertung führ ich an.
    Position: 34,11.42S , 12,45.90W
    Speed: 23 knots, Course: 111 deg.


    Telefonika Blue wird hart gebeutelt   Großbild Klick!
                            DTF     DTL     kts
    1 Ericsson 4		 790	0	24.7
    2 Ericsson 3		1074	284	19.3
    3 Green Dragon		1118	328	18.3
    4 Telefonica Blue	1205	415	18.5
    5 Team Russia		1283	493	21.5
    6 Delta Lloyd		1306	516	13.5
    7 Telefonica Black	1336	546	16.8
      Puma			   keine Angaben
    


    Wettervorhersage: Wie vorhergesagt hat sich der Wind in der vergangenen Nacht leicht abgeschwächt, tags über wird er wieder leicht zunehmen. Die Windbedingungen vor Kapstadt zur Ankunftszeit von E4 sind von leichten Winden aus S bis SO geprägt.
    Quelle: Peter O. Walter

    Lage um 1700 Uhr   Großbild klick!
    Ericsson 4 gewinnt die erste Etappe
    (02.11.2008, Stand 1700 Uhr) Obwohl die letzen Meilen schneller waren als zunächst erwartet, waren die letzten paar heundert Seemeilen eine Herausforderung. Hundert Meter vor der Ziellinie starb der Wind urplötzlich und Ericsson 4 "parkte" ein paar Minuten lang, bevor sie mit einem Hauch von Wind über die Ziellinie kroch.
    Vom Start in Alicante bis nach Südafrika (6.500 Seemeilen) hat die Ericsson 4 genau 21 Tage, 17 Stunden und 54 Minuten benötigt.
    "Wir hatten eine wundervolle Reise", sagte Skipper Torben Greal. "Einige Tage sehr stürmisches Wetter, was uns viel Tempo brachte. Ich bin sehr glücklich über das Erreichte." Dies sei aber nur der Anfang, so der Brasilianer. Ein weiter Weg läge noch vor ihnen.

    Der Kampf um Platz drei geht derweilen munter weiter. Als Ericsson 3 wieder aus dem Steath Modus auftauchte, schien sie im Vorteil gegenüber Green Dragon. Sie hat 30 Meilen Vorsprung, aber es sind noch 300 Meilen nach Kapstadt und auf dem Weg dorthin warten noch eine Menge lauschiger Parkplätze ...

    Ericsson 4 wird in Kapstadt empfangen   Großbild klick!

    "Wir hatten 'Puma' 70 Prozent der Etappe in Sichtweite", berichtete Greal. "Ich war sehr glücklich, als wir im Ziel vor ihnen waren." Relativ zu Beginn der Etappe hatte die Crew bereits einen herben Rückschlag hinnehmen müssen, als der Neuseeländer Tony Mutter mit einer Infektion im Knie die Yacht verlassen musste. Somit besteht die Mannschaft jetzt nur noch aus neun Seglern.






    E4-Crew unter der Champagnerdusche Großbild klick!
                            DTF     DTL     kts
    1 Ericsson 4		0	0	24.7
    2 Puma	14		14	14.8
    3 Ericsson 3		173	173	16.8
    4 Green Dragon		219	219	17.8
    5 Team Russia		334	334	19.3
    6 Delta Lloyd		456	456	17.5
    7 Telefonica Black	523	523	17.5
      Telefonica Blue	keine Angaben
    


    Wettervorhersage: Die Winde im Seegeiet westlich von Kapstadt variieren heute abends zwischen SW 3 und WSW 2. Im weiteren Verlauf der Nacht stabilisiert sich der Wind auf SW 3.
    Quelle: Peter O. Walter

    Lage um 0500 Uhr - Zum Großbild anklicken!
    Ericsson 4 im Ziel
    (02.11.2008, Stand 0700 Uhr) Ericsson 4 hat kurz vor 0600 Uhr die Ziellinie in Kapstadt erreicht. Puma wird in knapp 9 Stunden, etwa um 14 Uhr einlaufen. Für alle anderen ist Geduld angesagt.
    Nächtens um 2212 Uhr hat Delta Lloyd und kurz darauf Ericsson 3 den Schleier gelüftet und ihren Stealth Modus beendet - vorzeitig und ohne Überraschungen ...
    Heute Nacht (0138 Uhr) stülpte sich dann auch noch Team Russia die Tarnkappe über, was wohl keinen der Gegner sonderlich nervös machen wird ...




    Ericcson 4 stürmt dem Ziel entgegen   Großbild Klick!
                            DTF     DTL     kts
    1 Ericsson 4		18	0	24.7
    2 Puma			153	135	15.8
    3 Ericsson 3		347	329	17.8
    4 Green Dragon		375	357	16.8
    5 Telefonica Blue	468	450	19.0
    6 Delta Lloyd		660	642	17.0
    7 Telefonica Black	706	688	17.0
      Team Russia		keinee Angaben
    


    Wettervorhersage: Der Wind im Seegebiet westlich von Kapstadt hat sich stabilisiert und bläst mit 2-3 Bft aus West bis WSW. Im weiteren Verlauf des Tages nimmt er leicht zu und dreht auf SW.
    Quelle: Peter O. Walter

    Lage um 1600 Uhr - Zum Großbild anklicken!
    Telefonica Black: "Wir haben ein Problem"
    (30.10.2008, Stand 1600 Uhr) Ja, schön wärs, wenn es nur EIN Problem wäre. Gestern waren mehrere Segel aus den Lieken geflogen, wie Michael Pammenter berichtete, was die Geschwindigkeit natürlich erheblich beeinträchtigte.
    Aber dann kam es noch ärger: In der letzten Nacht verlor sie auch noch eines der zwei Ruder, dann brach der Bugspriet, Telefonica 3 luvte unkontrolliert an, was der gesetzte Spi gar nicht mochte. Er musste schließlich abgeschnitten werden. Nun ist aber alles klariert und es geht mit dem Reserveruder weiter in Richtung Kapstadt. Mit aktuellen 14,3 Kn ist sie mit Abstand die langsamste Yacht und wird wohl nach hinten durchgereicht werden ...
    Diie führende Ericsson 4 ist immer noch die schnellste Yacht des Feldes und hat noch höchstens zweieinhalb Tage nach Kapstadt. Team Russia hat nach langer Zeit die Rote Laterna abgegeben, an Delta Lloyd. Telefonica Black ist als nächste dran...

    Andreas Hanakamp, Skipper von Russian Team schreibt:
    Eine Wahnsinnsnacht
    Es scheint die Boote hängen an einem Gummiband und das Rennen wurde bereits in den Doldrums, vor gut 2000 Meilen entschieden. Wenn sich das Gummiband dehnt, zieht es alle zusammen, dann wird es wieder lose und lässt alle wieder auseinander.
    Es war wieder eine dieser unglaublichen Nächte, A6, volles Gross und über 39kn Wind, tief hängende Wolken und kein Mond und Vollgas durch die Nacht. Wir können uns nicht vorstellen, dass die anderen auch so verrückt sind und hören am Morgen dass Ericsson 4 einen neuen 24h Weltrekord von knapp über 602 Meilen bei noch mehr Wind aufgestellt hat. Wahnsinn, was für eine erste Etappe in diesem Rennen. Und noch immer sind die Schiffe innerhalb eines Segeltages zusammen, auch das hat es noch nie gegeben. An Bord stellt sich dabei heraus, dass erhebliche Unterschiede in der Nachtsichtigkeit sind, wenn es komplett finster ist und ich übernehme einige zusätzliche Steuereinheiten, schon lange nicht so wenig geschlafen.
    Als die Front uns heute Früh durchgezogen ist, haben wir gehalst, auf den grossen Spi gewechselt um durch die Leichtwindzone hinter der Front zu galangen und sind inzwischen wieder bei unserem Q9 Segel für die Spitzen Raumen angelangt. Die nächste Positionsmeldung sollte uns mit 23kn Schnitt anzeigen und mehr Wind liegt vor uns. 1300 Meilen bis zur nächsten Halse, geradeausfahren und auch einem Rekord nachjagen.
    Im Meer schwimmt jede Menge Müll, merkwürdig. Kenne das vom Nordatlantik und hätte das hier nicht erwartet. Habe schon Kanister, Plastiksessel und anderes Zeug gesehen. Auch einen wirklich großen Tanker heute Vormittag im Dunst gesehen und überholt.
    Alles schwimmt an Bord, es ist unglaublich nass, kein Ölzeug hält mehr dicht, vier Tage noch bis Kapstadt.

    Jerry Kirby (Puma) beim Essen: Großbild Klick!
                            DTF     DTL     kts
    1 Ericsson 4		1049	0	24.7
    2 Puma			1124	75	24.3
    3 Ericsson 3		1243	194	17.5
    4 Green Dragon		1339	290	18.3
    5 Telefonica Blue	1415	366	19.0
    6 Telefonica Black	1512	463	14.3
    7 Team Russia		1515	466	24.0
    8 Delta Lloyd		1519	470	20.5
    


    Wettervorhersage: Der Wind hat im Laufe dieses Tages leicht abgenommen und dieser Trend wird sich in der kommenden Nacht weiter fortsetzen.
    Quelle: Peter O. Walter

    Lage um 0400 Uhr - Zum Großbild anklicken!
    Ericsson 4 knackt 600 Meilen
    (30.10.2008, Stand 0400 Uhr) Um 1930 Uhr ist Ericsson 4 immer noch mit 24.7 Knoten die schnelltse Yacht im Feld. Sie scheint zusammen mit Puma noch den Anschluss an die Front halten zu können.
    Dann um 19:54 Uhr passiert es: Ein neuer sensationeller Weltrekord für Ericsson 4, ein Etmal von 602.66 Meilen ist gesegelt!
    Torben Grael, Skipper der E4 schreibt: "Die Jungs hier an Bord sind natürlich happy darüber, aber viel wichtiger ist ihnen nach Kapstadt zu kommen, möglichst an der Spitze des Feldes und mit heiler Crew und intaktem Schiff."
    Derweilen gab es auf Telefonica Black Probleme: Ein paar Segel flogen aus den Lieken, daher die signifikant geringere Gschwindigkeit im Vergleich zum übrigen Feld.

    Trimmer Phil Jameson auf der Ericsson 4 Großbild Klick!
                            DTF     DTL     kts
    1 Ericsson 4		1341	0	24.7
    2 Puma			1402	61	22.2
    3 Ericsson 3		1491	150	22.2
    4 Green Dragon		1518	177	20.5
    5 Telefonica Blue	1613	272	20.0
    6 Telefonica Black	1672	331	13.8
    7 Delta Lloyd		1753	412	19.5
    8 Team Russia		1761	420	22.0
    


    Wettervorhersage: Die Spitze des Feldes liegt immer noch perfekt vor der Kaltfront, aber bei den Yachten im hinteren Teil beginnen die Windstärken schon nachzulassen. Lange werden sie wohl nicht mehr mithalten können ...
    Quelle: Peter O. Walter

    Zum Großbild anklicken! Jetzt purzeln die Rekorde
    (29.10.2008, Stand 1700 Uhr) Um 0355 Uhr hatte Ericsson 4 ein Emal von 565 Meilen, um 0700 585 und wenig später ein Etmal von 589 Meilen. Damit hat Ericsson 4 den Rekord von ABN Amro 2 (558 Meilen) im letzten Rennen pulverisiert und um 27,5 Meilen überboten. Gegenwärtig hat noch keine der anderen Yachten den alten Rekord erreicht.
    Um 0700 zeigte das Datenzentrum Wind im Bereich von 30 Knoten, Böen mit über 40 und Wellenhöhen von sieben Metern.
    Um 1400 Uhr haben wir folgende Lage:
    Ericsson 4 27 kn Wind, 26,3 kn Speed
    Puma 30 kn Wind, 20,5 kn Speed
    Green Dragon 35 kn Wind, 24,8 kn Speed
    Ericsson 3 29 kn Wind, 24,5 kn Speed
    Telefonica Blue 30 kn Wind, 21,5 kn Speed
    Ericsson 4 hat also nicht den stärksten Wind, macht aber mehr daraus ...
    Dem entsprechend baute Ericsson 4 ihren Vorsprung kontinuierlich aus: Puma von 27 auf 36 Meilen, Green Dragon von 71 auf 82 Meilen, Ericsson 3 von 102 auf 115 Meilen. Am meisten mussten Team Russia (von 268 auf 350 Meilen) um Delta Lloyd (von 231 auf 337 Meilen) leiden.

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    Puma mit 20 Knoten
                            DTF     DTL     kts
    1 Ericsson 4		1654	0	24.7
    2 Puma			1690	36	23.5
    3 Green Dragon		1736	82	21.0
    4 Ericsson 3		1769	115	24.0
    5 Telefonica Blue	1802	149	21.8
    6 Telefonica Black	1817	163	20.2
    7 Delta Lloyd		1981	328	18.0
    8 Team Russia		2003	350	17.5
    


    Wettervorhersage: Die Spitzengruppe ist immer noch vor der Kaltfront und wird in der Nacht zum Donnerstag Wind um die 30 Knoten, in Böen 40 haben. Team Russia und Delta Lloyd werden möglicherweise schon in dieser Nacht aus dem Tief fallen, nachlassende Winde machen sich bereits jetzt bemerkbar.
    Quelle: Peter O. Walter

    Zum Großbild anklicken! In vier Tagen nach Kapstadt?
    (29.10.2008, Stand 0500 Uhr) Um 1700 Uhr macht Delta Llloyd, die bis dahin schon einen mehr nördlichen Kurs als die übrige Flotte gelaufen war, einen weiteren Tick nach Nord, der ihr von der Windstärke her allerdings nichts einbringt.
    Der Ausbruch von Green Dragon nach Süden hat außer einem Rückstand wohl nichts eingebracht.
    Schlusslicht Team Russia fällt mit einem Rückstand von jetzt 217 (vorher 203) Meilen weiter zurück.
    Ericsson 4 hat seit gestern um 1700 Uhr Ihren Vorsprung von 9 auf 28 Meilen ausgebaut und ist mit 25 Knoten (Durchschnitt!) das schnellste Schiff des Feldes. Dabei hat Ericsson 4 nicht etwa mehr Wind als die anderen Yachten, offensichtlich machen aber Schiff und Crew mehr daraus. Das Etmal des heutigen Tages wird ein gewaltiges sein, ein neuer Rekord liegt in der Luft ...



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    Da bleibt kein Auge trocken: Team Russia im Sturm
                            DTF     DTL     kts
    1 Ericsson 4		1924	0	26.0
    2 Puma			1952	28	22.9
    3 Green Dragon		1982	58	24.0
    4 Ericsson 3		2010	86	22.9
    5 Telefonica Black	2027	103	20.8
    6 Telefonica Blue	2034	110	21.0
    7 Delta Lloyd		2129	205	19.8
    8 Team Russia		2172	248	21.5
    


    Wettervorhersage: Die Flotte befindet sich noch nicht im Zentrum des Tiefdruckgebietes, allerdings ist es auch nicht sicher ob es dazu kommen wird, denn nun zeigt sich, dass das Tief nicht (wie vorhergesagt) schneller als die Volvo-Racer ist, sondern etwa gleich schnell mit ihnen zieht.
    Quelle: Peter O. Walter

    Zum Großbild anklicken! Der Tanz geht los ...
    (28.10.2008, Stand 1700 Uhr) Heute morgens um 0800 Uhr löste Ericsson 4 Puma wieder als führende Yacht ab. Definitiv hat das Feld nun das Tief zu fassen gekriegt: Die Durchschnittsgeschwindigkeiten und die Etmale steigen, Ericsson 3 hat mit 417 Meilen das größte.
    Die Spitze hat nun Windstärken von 31 bis 34 Knoten und segelt unter vollem Spi, aber offensichtlich kann Ericsson 4 das mit 25,8 Knoten Speed am besten umsetzen.
    Team Russia hat das Tief später als die anderen zu fassen gekriegt, der Rückstand ist von 161 auf 202 Meilen angewachsen.

    Andreas Hanakamp, Skipper von Russian Team schreibt:
    Hoffentlich hält der Spi
    Es sind nun pechschwarze Nächte und wir donnern durch die Nacht. Zwischen 0400Z gestern und heute waren es 446 Meilen unter Vollzeug mit Wind bis 26kn. Seit das Wasser kälter ist, leuchtet es auch mit Phytoplankton. Wenn der Bug eine Welle durchsticht fliegt die Hälfte des Wassers als leuchtende Fontäne hoch, die andere Hälfte läuft über das Deck und funkelt. Musste dabei an das Glitzerzeug denken, das meine jüngste Tochter nicht nur im Fasching überall versträut. Genauso sah es an Deck in der Nacht aus.
    Die Herausforderung in der Nacht ist weniger das Boot auf Kurs zu halten, das alleine reicht nicht aus. Wichtig ist, das Boot schnell zu segeln und dazu muss man anluven, damit sich der scheinbare Wind aufbaut. Bei 25kn Wind ist aber auch bald der große Spi überlastet und kann aus den Lieken fliegen. Der Verlust des Segels auch nur für einen Tag würde 100 Meilen Verlust gegen alle anderen Schiffe bedeuten und damit jede Chance nehmen eine andere Yacht zu überholen. Dabei helfen die Instrumente, noch wichtiger ist es, das Schiff zu spüren und den Instinkten vertrauen zu können. Die dreistündigen Zwischenergebnisse sind vielversprechend, reduzueren wir doch permanent den Abstand zur Führungsgruppe.
    Die wichtige Entscheidung heute war, ob wir halsen und uns näher an den Kern des Tiefs bringen oder weiter nach ESE segeln. Wir haben uns entschieden weiterzusegeln, um länger vor der Front zu bleiben. Nach dem Frontdurchgang müssen wir halsen und segeln mit Wind von Stb. weiter nach Kapstadt. Es scheint, dass wir mit dem Tief über den gesamten Atlantik kommen, unglaublich das Potenzial einer vo70 Yacht.
    Gestern hatten wir wieder eine Walsichtung. Etwa 500m neben dem Schiff sprang ein wirklich großer Wal zur Hälfte aus dem Wasser und verschwand wieder mit einer riesen Gischtwolke. Leider tat er das nur einmal und recht weit weg. Nach dem Rennen möchte ich mir Wale aus der Nähe ansehen. Würde gerne als Schiffsführer für ein Expeditionsteam arbeiten.

    Zum Großbild anklicken!
    Die Schlechtwetterhelme auf Telefonica Black liegen bereit
                            DTF     DTL     kts
    1 Ericsson 4		2217	0	25.8
    2 Puma			2226	9	22.2
    3 Green Dragon		2251	34	25.0
    4 Telefonica Black	2277	60	19.8
    5 Telefonica Blue	2277	60	20.5
    6 Ericsson 3		2280	63	23.5
    7 Delta Lloyd		2348	131	20.5
    8 Team Russia		2419	202	20.5
    


    Wettervorhersage: Das Tief im Süden der Flotte wird sich mit einem weiteren Tief im Südwesten vereinigen und dann einen Kerndruck von 970 mb erreichen.
    Verschiedene Wettervorhersagemodelle sagen unterschiedliche Windstärken des Tiefs voraus, aber sicher ist, dass es über 34 Knoten werden. Nahe des Zentrums könnten Windstärken um die 40 Knoten - das sind 8 Beaufort - erreicht werden.
    Quelle: Peter O. Walter

    Zum Großbild anklicken! Der Expresszug wartet
    (28.10.2008, Stand 0050 Uhr) Es sieht noch nicht so aus, als ob die Spitze des Feldes schon im Tief wäre, ganz im Gegentil: Team Russia hat ihren Rückstand von 192 auf 162 Meilen verringern können. Auch die anderen Verfolger rückten auf. Inzwischen fällt das Barometer und die Durchnittsgeschwindigkeiten ehöhen sich ...

    Andreas Hanakamp, Skipper von Russian Team schreibt:
    Finale Furioso
    Heute erstmals wieder mehrere Schiffe gesehen, man merkt, dass wir wieder in die Nähe von größeren Häfen kommen. Zwischen den Kap Verden und Fernando war es wirklich einsam.
    Den heutigen Tag haben wir zur Vorbereitung des Transatlantik Rittes genutzt. Mögliche undichte Stellen haben wir mit Sikaflex zugeschmiert, Segel die wir nicht brauchen werde zusammengerollt, die Manschetten der Kielhydraulik kontrolliert und nachgzogen. Wir fühlen uns bereit für den Hochgeschwindigkeitsritt.
    Das Tief auf 35S entwickelt sich wie vorhergesagt und bereits heute sollten wir die positiven Auswirkungen spüren. Ab dann sollten es sechs Tage bis Kapstadt sein, ich hoffe wir können das halten.
    Das Endergebnis in Kapstadt wird davon abhängen, wer wie lange das hohe Tempo halten kann, keine Schäden hat und sich richtig positionieren kann.

    Zum Großbild anklicken!
    Ericsson 3 unter Spi
                            DTF     DTL     kts
    1 Puma			2483	0	18.5
    2 Ericsson 4		2488	5	19.3
    3 Green Dragon		2510	27	17.0
    4 Telefonica Black	2511	28	16.5
    5 Telefonica Blue	2515	32	16.5
    6 Ericsson 3		2526	43	18.0
    7 Delta Lloyd		2575	92	19.3
    8 Team Russia		2644	161	19.8
    


    Wettervorhersage: Das Tief wird voraussichtlich mit 30kn über den Atlantik ziehen, etwas zu schnell auch für vo70 Yachten. Je länger die Yachten im Einflussbereich bleiben umso weiter kommen sie. Etwas spielt der Zufall auch mit, da die Zugbahn nicht 100% fix ist und wann es loszieht.
    Quelle: Peter O. Walter

    Zum Großbild anklicken! Puma krallt sich Ericsson 4
    (27.10.2008, Stand 1700 Uhr) Gegenwärtig haben alle Quälereien ein Ende, vorbei die Doldrums, vobei die unmenschlich Hitze, vorbei die ständigen Brecher ins Cockpit,statt dessen stetiger Wind und angenehme Temperaturen, da kommt gute Laune auf.
    Um 1416 Uhr übernahm wieder Puma die Führung, kurz darauf wendete Ericsson 4 nach SW, wohl in der Hoffnung dort mehr Wind zu finden. Nach 15 Meilen kam Ericsson wieder auf Kurs So zurück und hatte dort weniger Wind aber 10 Meilen auf Puma verloren.

    Andreas Hanakamp, Skipper von Russian Team schreibt:
    Daumen halten
    Heute Morgen hat der Wind begonnen zuzulegen und weiter nach links zu drehen. Inzwischen hat es solide 25kn Wind und wir haben alles gesetzt was wir haben (500m2 A4, 110m2 Stagsegel und 175m2 Gross), das Gaspedal auf Anschlag und die Handbremse gelöst.
    Jetzt geht’s los. Guillermo gibt Vollgas. Schon die letzten paar Positionsmeldungen haben wir auf die Flotte aufgeholt, an der Distanz nach Kapstadt war das noch nicht zu sehen, da wir uns weiter westlich hielten und die Kurve nach Osten später ansetzten. Die Idee im Höllentempo 3000 Meilen über den Atlantik zu schrubben, ist reizvoll und beängstigend zugleich. Zur Zeit segeln wir mit 20kn Schnitt, das sollte sich noch erhöhen.
    Die Wassertemperatur beginnt bereits zu sinken und an Deck und unter Deck ist es nicht mehr so heiss, gerade angenehm. Im Boot ist bereits alles so weit nach achtern geschlichtet wie nur möglich, um den Bug über die Wellen zu bekommen. Die Sikaflex Kur hat geholfen, wir bekommen weniger Wasser ins Schiff.

    Zum Großbild anklicken!
    Green Dragon: Jetzt gehts unter Spi weiter
                              DTF   DTL    speed
    1 Puma			2648	0	17.3
    2 Ericsson 4		2658	10	16.3
    3 Green Dragon		2672	24	17.5
    4 Telefonica Black	2678	30	17.5
    5 Telefonica Blue	2696	48	18.7
    6 Ericsson 3		2718	70	18.0
    7 Delta Lloyd		2775	127	17.0
    8 Team Russia		2855	207	20.2
    


    Wettervorhersage: Das Tief auf 35° S entwickelt sich wie vorhergesagt und bereits morgen sollten das Feld die positiven Auswirkungen spüren. Ab dann sollten es sechs Tage bis Kapstadt sein.
    Quelle: Peter O. Walter

    Zum Großbild anklicken! Verpasst Team Russia den Zug?
    (27.10.2008, Stand 0500 Uhr) Um 1800 Uhr wendeten Ericsson 4 und Puma fast gleichzeitig nach Südwest, was kurzfristig den Abstand zu Green Dragon auf 15 Meilen verringerte. Ericsson 4 hat um 0500 Uhr ihre Führung gegenüber der zweitplatzierten Puma auf 5 Meilen ausgebaut, auch Green Dragon fiel von 22 auf 39 Meilen zurück. Team Russia hat jetzt einen Rückstand von 209 (vorher 192) Meilen und muss erst noch ein Gebiet mit leichtem Wind durchsegeln. Hoffentlich ist das Tief für Team Russia dann nicht abgefahren ...

                              DTF   DTL    speed
    1 Ericsson 4		2824	0	9.4
    2 Puma			2829	5	9.8
    3 Green Dragon		2854	30	10.0
    4 Telefonica Black	2858	34	10.5
    5 Telefonica Blue	2868	44	11.4
    6 Ericsson 3		2898	74	12.3
    7 Delta Lloyd		2932	108	12.3
    8 Team Russia		3033	209	13.3
    


    Wettervorhersage: Die Spitze des Feldes liegt gegenwärtig auf Höhe von Rio de Janeiro. In diesem Seegebiet entwickelt sich gerade ein Tiefdruckgebiet. Noch segeln die Yachten in leichtem Nord 2-3, aber im Verlauf des Tages wird der Wind zunehmen und auf NNW drehen.
    Quelle: Peter O. Walter

    Zum Großbild anklicken!



    Wer kriegt das Tief als Erster?
    (26.10.2008, Stand 1700 Uhr) Ericsson 4 führt nah wie vor, allerdings denkbar knapp mit einer Meile (DTF) vorPuma. Dahinter werden die Abstände größer, Green Dragon hat schon 25 Meilen Rückstand. Team Russia hat seinen Rückstand von 143 auf 192 Meilen "ausgebaut", ist aber momentan die schnellste Yacht im Feld. Morgen im Laufe des Nachmittags wird die Spitzengruppe wohl das angekündigte Tief zu fassen kriegen, schlecht für diejenigen, die hinten liegen ...

    Wettervorhersage: Der Wind weht am Abend mit NNO 4-5 und nimmt am frühen Morgen auf NO 5-6 zu, später NNO 6-7.
    Quelle: Peter O. Walter








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    Kein Schiff wird verschont:
    Hier kriegt Telefonica Black eine Dusche
                              DTF   DTL    speed
    1 Ericsson 4		2928	0	14.8
    2 Puma			2929	1	14.8
    3 Green Dragon		2953	25	14.5
    4 Telefonica Black	2960	32	14.0
    5 Telefonica Blue	2962	34	16.0
    6 Ericsson 3		3013	85	15.5
    7 Delta Lloyd		3015	87	13.8
    8 Team Russia		3120	192	15.0
    


    Zum Großbild anklicken! Nichts Neues im Westen ...
    (26.10.2008, Stand 0500 Uhr) Keine Veränderungen an der Spitze: Puma und Ericsson 4 sind drei Seemeilen auseinander, aber auf der DTF (Distance to finish) also die Entfernung nach Kapstadt hat das keinen Einfluss, da liegen sie gleichauf.
    Team Russia hat in der vergangenen Nacht 45 Meilen auf die Führenden verloren, Ericsson 3 27 Meilen.
    Bis die Yachten auf die ersten Ausläufer der vorhergesagten Tiefdruckgebietes stoßen, sind es noch rund 400 Meilen, das heißt das Timing könnte stimmen ...

    Andreas Hanakamp, Skipper von Russian Team schreibt:
    Typische Äquator-Späße
    Jetzt sind wir endgültig im Süden, seit ein paar Stunden steht die Sonne im Norden von uns, nachdem wir den Äquator überquert haben, sind wir jetzt auch unter der Sonne durchgesegelt.
    Kurz nach dem Überqueren des Äquators kam Neptun an Bord und war recht schlecht gelaunt. Fünf Grünschnäbel haben ohne Erlaubnis sein Reich betreten und ihn bei einem Techtelmechtel mit einer Meerjungfrau gestört. Dafür mussten die fünf büßen, sie wurden am Vordeck festgebunden und mit einem grausigen Gemisch beschmiert. Dann verlas man ihre Sünden öffentlich und klebte eine Medaille auf die Brusthaare (mit Sprühkleber). Dafür haben sie jetzt eine lebenslange Genehmigung den Äquator zu überqueren.
    So nächtliche Segelwechsel sind wirklich schwere Arbeit, zum Beispiel von der QJ reaching Genua auf den Q9 reaching Spinnaker. Alle Segler an Deck und eine Stunde schuften, bis auch die Stagsegel wieder gesetzt sind, das geborgene Segel verpackt ist und der Segelhaufen auf der hohen Kante geschlichtet ist. Wenn wir Segel an Deck bewegen, glaube ich oft, die klammern sich an.
    Jeden Tag sendet Julie Nachrichten, die für uns auf der Website hinterlassen werden, aufs Boot. Echt toll, wie positiv das ist, wie uns Volvo-Ocean-Race-Fans aus der ganzen Welt schreiben und gute Wünsche schicken. Ich hoffe, das bleibt so und wir werden niemanden enttäuschen.

    Telefonica Blue wird gekärchert ...
                              DTF   DTL    speed
    1 Puma	3052		0	14.3
    2 Ericsson 4		3052	0	15.5
    3 Telefonica Black	3072	20	14.0
    4 Green Dragon		3072	20	14.3
    5 Telefonica Blue	3081	29	13.3
    6 Delta Lloyd		3083	31	14.5
    7 Ericsson 3		3115	63	14.3
    8 Team Russia		3194	142	14.8
    


    Wettervorhersage:
    Quelle: Peter O. Walter

    Zum Großbild anklicken! Puma wieder vorne
    (25.10.2008, Stand 1700 Uhr) Heute um 0700 Uhr lag Ericsson 4 an der Spitze, wurde aber um 1330 Uhr von Puma abgelöst. Das momentane Revier ist vom Brasilstrom dominiert: Das ist eine warme Oberflächen-Meeresströmung im südlichen Atlantik, sie verläuft entlang der Küste Brasiliens in südwestliche Richtung. Bei Cabo Frio löst sich die Strömung zum größten Teil von der brasilianischen Küste und geht nach Südost, dann nach Ost, das perfekte Förderband nach Kapstadt!
    Der Brasilstrom erreicht eine Geschwindigkeit von etwa 0,6 kn. Das ist zwar bei weitem nicht so schnell wie der Golfstrom (bis zu 5 kn), aber über den Tag gerechnet sind es auch 14,4 Meilen ...

    Die Wetterfrösche haben herausgefunden, dass sich in drei Tagen ein Tiefdruckgebiet vor Rio entwickeln wird, welches perfekte Segelbedingungen für eine heiße Fahrt nach Kapstadt abgeben würde. Hier heißt es nun sich sorgfältig positionieren: Ist man zu weit östlich, gerät man in Gefahr im Hoch mit Leichtwind zu parken. Zu weit westlich läuft man Gefahr, zu früh aus dem Tief zu fallen.






    Zum Großbild anklicken!
    Ericsson 3 wird geduscht
          			DTF   DTL    speed
    1 Puma			3143	0	14.3
    2 Ericsson 4		3147	4	14.3
    3 Telefonica Blue	3150	7	15.5
    4 Green Dragon	3154	11	13.8
    5 Telefonica Black	3154	11	13.5
    6 Delta Lloyd	3162	19	15.0
    7 Ericsson 3		3179	36	14.5
    8 Team Russia	3240	97	16.8
    


    Wettervorhersage: Zunächst weht es heut am frühen Abend mit NO 2-3, im Verlaufe der Nacht und jeweiter die Yachten südlich kommen dreht der Wind auf NNO 2. Am Montag entwickelt sich südöstlich von Rio de Janeiro ein kräftiges Tief.
    Quelle: Peter O. Walter

    Zum Großbild anklicken! Jeder darf mal ...
    (25.10.2008, Stand 0400 Uhr) Die Spitzengruppe ist so dicht zusammen, dass es fast schon keine Rolle mehr spielt, wer gerade führt oder Dritter ist. Die Vier segeln am Wind mit stetigen 4 - 5 Bft. Das Gastspiel von Telefonica Black an der Spitze war nur kurz, jetzt darf mal Ericsson 4, nachdem Puma geführt hatte.




    Das momentane Revier ist vom Brasilstrom dominiert: Das ist eine warme Oberflächen-Meeresströmung im südlichen Atlantik, sie verläuft entlang der Küste Brasiliens in südwestliche Richtung. Bei Cabo Frio löst sich die Strömung zum größten Teil von der brasilianischen Küste und geht nach Südost, dann nach Ost, das perfekte Förderband nach Kapstadt!
    Der Brasilstrom erreicht eine Geschwindigkeit von etwa 0,6 kn. Das ist zwar bei weitem nicht so schnell wie der Golfstrom (bis zu 5 kn), aber über den Tag gerechnet sind es auch 14,4 Meilen ...




    Der Brasilstrom
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                        	DTF   DTL   Speed
    1 Ericsson 4             3189    0       17.0
    2 Puma                   3190    1       17.8
    3 Telefonica Black       3191    2       18.5
    4 Green Dragon   	      3196    7       17.5
    5 Telefonica Blue        3197    8       17.0
    6 Ericsson 3             3226    37      18.0
    7 Delta Lloyd    	      3232    43      13.0
    8 Team Russia    	      3279    90      13.3
    


    Wettervorhersage: Die Flotte befindet sich gegenwärtig auf der Höhe von Salvador. In diesem Seegebiet weht es heute mit vier Bft. aus Ost. In Verlauf des Nachmittags schwächt sich der Wind auf 2 Bft. ab und dreht auf Nordost.
    Quelle: Peter O. Walter

    Zum Großbild anklicken! Puma wieder vorne
    (25.10.2008, Stand 1700 Uhr) Heute um 0700 Uhr lag Ericsson 4 an der Spitze, wurde aber um 1330 Uhr von Puma abgelöst. Das momentane Revier ist vom Brasilstrom dominiert: Das ist eine warme Oberflächen-Meeresströmung im südlichen Atlantik, sie verläuft entlang der Küste Brasiliens in südwestliche Richtung. Bei Cabo Frio löst sich die Strömung zum größten Teil von der brasilianischen Küste und geht nach Südost, dann nach Ost, das perfekte Förderband nach Kapstadt!
    Der Brasilstrom erreicht eine Geschwindigkeit von etwa 0,6 kn. Das ist zwar bei weitem nicht so schnell wie der Golfstrom (bis zu 5 kn), aber über den Tag gerechnet sind es auch 14,4 Meilen ...

    Die Wetterfrösche haben herausgefunden, dass sich in drei Tagen ein Tiefdruckgebiet vor Rio entwickeln wird, welches perfekte Segelbedingungen für eine heiße Fahrt nach Kapstadt abgeben würde. Hier heißt es nun sich sorgfältig positionieren: Ist man zu weit östlich, gerät man in Gefahr im Hoch mit Leichtwind zu parken. Zu weit westlich läuft man Gefahr, zu früh aus dem Tief zu fallen.






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    Ericsson 3 wird geduscht
          			DTF   DTL    speed
    1 Puma			3143	0	14.3
    2 Ericsson 4		3147	4	14.3
    3 Telefonica Blue	3150	7	15.5
    4 Green Dragon	3154	11	13.8
    5 Telefonica Black	3154	11	13.5
    6 Delta Lloyd	3162	19	15.0
    7 Ericsson 3		3179	36	14.5
    8 Team Russia	3240	97	16.8
    


    Wettervorhersage: Zunächst weht es heut am frühen Abend mit NO 2-3, im Verlaufe der Nacht und jeweiter die Yachten südlich kommen dreht der Wind auf NNO 2. Am Montag entwickelt sich südöstlich von Rio de Janeiro ein kräftiges Tief.
    Quelle: Peter O. Walter

    Zum Großbild anklicken! Jeder darf mal ...
    (25.10.2008, Stand 0400 Uhr) Die Spitzengruppe ist so dicht zusammen, dass es fast schon keine Rolle mehr spielt, wer gerade führt oder Dritter ist. Die Vier segeln am Wind mit stetigen 4 - 5 Bft. Das Gastspiel von Telefonica Black an der Spitze war nur kurz, jetzt darf mal Ericsson 4, nachdem Puma geführt hatte.




    Das momentane Revier ist vom Brasilstrom dominiert: Das ist eine warme Oberflächen-Meeresströmung im südlichen Atlantik, sie verläuft entlang der Küste Brasiliens in südwestliche Richtung. Bei Cabo Frio löst sich die Strömung zum größten Teil von der brasilianischen Küste und geht nach Südost, dann nach Ost, das perfekte Förderband nach Kapstadt!
    Der Brasilstrom erreicht eine Geschwindigkeit von etwa 0,6 kn. Das ist zwar bei weitem nicht so schnell wie der Golfstrom (bis zu 5 kn), aber über den Tag gerechnet sind es auch 14,4 Meilen ...




    Der Brasilstrom
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                        	DTF   DTL   Speed
    1 Ericsson 4             3189    0       17.0
    2 Puma                   3190    1       17.8
    3 Telefonica Black       3191    2       18.5
    4 Green Dragon   	      3196    7       17.5
    5 Telefonica Blue        3197    8       17.0
    6 Ericsson 3             3226    37      18.0
    7 Delta Lloyd    	      3232    43      13.0
    8 Team Russia    	      3279    90      13.3
    


    Wettervorhersage: Die Flotte befindet sich gegenwärtig auf der Höhe von Salvador. In diesem Seegebiet weht es heute mit vier Bft. aus Ost. In Verlauf des Nachmittags schwächt sich der Wind auf 2 Bft. ab und dreht auf Nordost.
    Quelle: Peter O. Walter

    Zum Großbild anklicken! Wechsel in der Führung
    (24.10.2008, Stand 1700 Uhr) Heute vormittags um 1030 Uhr zog Telefonika Black, die am 17.10. ja schon um 231 Meilen zurückgelegen hatte, mit der führenden Puma gleich und und übernahm eine halbe Stunde später die Führung mit einem Vorsprung von 3 Meilen auf Puma und 7 Meilen auf Green Dragon.

    Andreas Hanakamp, Skipper von Russian Team schreibt:
    Schnellzug
    Fernando de Noronha liegt hinter uns und wir sind wieder auf den Schnellzug aufgesprungen. Momentan fährt unserer Schiff schneller als die Konkurrenz und das tut der Seele gut. Auf den verbleibenden 3300 Meilen werden noch einige Möglichkeiten sein nach vorne zu kommen und auch zu parken. Hoffentlich erwischen wir die Sprungbretter und nicht die Parkplätze.
    Das Boot ist wieder unheimlich nass, wir segeln spitze Winkel mit hoher Geschwindigkeit, an Deck sind die Visiere der Helme heruntergeklappt, unter Deck wird regelmäßig gelenzt. Beim Mast und durch den Niedergang strömt es herein, habe schon fast keine Hoffnung, dass wir das jemals dicht kriegen. Aber wenns schnell ist, ist es auch egal. Ich schwanke zwischen Badehosesegeln und vollem Ölzeug. Irgendwann geht mir das Schwitzen im Ölzeug am Geist, genause aber das dauernd Nass sein. Lasersegeln ist trocken gegen das hier.
    Wenn sich das Wetter gut entwickelt könnten wir schon am 1. November in Kapstadt sein. Da am 15. schon wieder Start ist, ist jeder Tag den wir am Schiff arbeiten können Goldes wert.

    Zum Großbild anklicken!
    Puma in der Welle
                       DTF    DTL   Speed
    1 Telefonica Black	3231	0	16.0
    2 Puma			3234	3	15.0
    3 Green Dragon	3238	7	14.0
    4 Ericsson 4		3238	7	13.5
    5 Telefonica Blue	3256	25	16.8
    6 Ericsson 3		3272	41	15.3
    7 Delta Lloyd	3273	42	15.0
    8 Team Russia	3319	88	13.0
    


    Wettervorhersage: Das Regattafeld befindet sich jetzt südöstlich von Recife/Brasilien. In diesem Seegebiet weht der Wind heute Nacht mit 4 Bft. aus OSO. Am frühen Morgen dreht er bei gleichbleibender Stärke auf Ost.
    Quelle: Peter O. Walter

    Zum Großbild anklicken! Zieharmonika ist passe
    (24.10.2008, Stand 0400 Uhr) Noch liegt Green Dragon vorne, wenn auch nur mit einer(!) Meile vor Telefonica Black (!!). In der führenden Vierergruppe segeln aber nur Green Dragon und Puma 17 Knoten, die anderen sind langsamer.
    Die Phase des Aufholens, welche die letzten beiden Tage kennzeichnete, dürfte jetzt vorbei sei: Der Wind hat sich gleichmäßig über das gesamte Feld verteilt, das sich auf eine Länge von 85 Meilen hinzieht.
    Team Russia passierte heute Morgen gegen 0500 Uhr als letzte Yacht die Insel Fernando de Noronha.
    Jetzt heißt es optimal am Wind zu segeln und Höhe laufen, denn da wo die Yachten jetzt hinfahren liegt Kapstadt nicht ...







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    Green Dragon passiert Fernando de Noronha
                            DTF     DTL     Speed
    1 Green Dragon		3281	0	17.0
    2 Telefonica Black	3282	1	16.0
    3 Puma			3285	4	17.0
    4 Ericsson 4		3295	14	15.3
    5 Telefonica Blue	3311	30	17.0
    6 Delta Lloyd		3332	51	14.8
    7 Ericsson 3		3334	53	16.8
    8 Team Russia		3366	85	13.0
    


    Wettervorhersage: Am Vormittag Winde um 19 bis 22 Knoten aus Südost, später abnehmend auf 18 bis 19 Knoten.
    Quelle: Peter O. Walter

    Zum Großbild anklicken! Die Wendemarke ist passiert.
    (23.10.2008, Stand 1700 Uhr) Kurz vor 1100 Uhr löste Ericsson 4 Puma als zweiter ab. Green Dragon passierte als erstes Schiff der Flotte um 12.30 den Wendepunkt Fernando de Noronha, der von allen Yachten westlich passiert werden muss.
    Green Dragon führt weiterhin, aber es wird enger: Ericsson 4 und Puma haben nur noch 7 bzw 8 Meilen Rückstand. Auch der Rest des Feldes konnte aufholen weil im hinteren Teil einfach mehr Wind ist.

    Andreas Hanakamp, Skipper von Russian Team schreibt:
    Jetzt erst recht
    Wir hatten am Ende wenig Glück mit den Doldrums. Konnten wir uns kurzfristig auf den dritten Platz schieben, haben uns die Flautenzonen als letztes Schiff am siebenten Platz liegend ausgespuckt. Die letzten 24 Stunden davon waren geprägt von Winden (3kn) aus SSW, die uns weiter nach Westen und wenig nach Süden brachten. Nach Westen war zwar nicht schlecht, da dort ja der Ausgang für den Rest der Flotte war, aber nicht wirklich nach Süden zu kommen war sehr schmerzhaft.
    Wir hatten unsere Doldrums-Strategie vor den Kap Verden zu entwicklen begonnen und uns nach den Kap Verden positioniert. Das erfolgte aufgrund der Informationen, die wir über die Entwicklung in der ITCZ hatten. Es ist uns noch immer unklar, warum Green Dragon von Anfang an einen westlichen Kurs wählte bzw. ERT4 und ILMO halsten, nach Westen segelten und momentane Verluste akzeptierten. Auch im Rückblick macht das für uns noch keinen Sinn.
    Am Ende ging es recht schnell: Eine Wand aus Regenwolken bildete eine scharfe Grenze zum Passat, wir hielten uns in Lee eines grossen Regenschauers und bekamen die mit dem Regen aus der Wolke kommenden Winde, der Wind drehte als wir um den Regenschauer herumsegelten und auf der anderen Seite war der Passat. Noch etwas instabil, aber gut segelbar. Innerhalb von ein paar Stunden, stabilisierte sich der Wind und auch wir waren am Weg Richtung Äquator und Fernando de Noronha.
    Mit der nächsten Positionsmeldung zeigte sich, dass auch Delta Lloyd im Passat war, aber aufgrund der weiter östlichen Position einen weitaus freieren Kurs segeln wird, als wir – dadurch schneller sein wird und wir sie nicht halten werden können. Ein Verdacht, der sich mit jeder weiteren Positionsmeldung bestätigen sollte.
    Wir haben den ganzen Weg und auch in den Doldrums hart am Comeback gearbeitet, hatten es schon geschafft und dann wieder alles verloren und einen größeren Rückstand auf die Führungsgruppe, die schon in Reichweite war, bekommen. Das frustriert natürlich ungemein, damit muss ich allerdings alleine fertig werden, meine Mannschaft muss ich positiv motiveren, denn noch liegen ein paar Tausend Meilen bis zum Ziel in Kapstadt vor uns. Wir wollen ein weiteres Comeback schaffen.
    Äußerst positiv ist, dass wir die letzen 12 Stunden auf die sechs vor uns liegenden Yachten nichts verlieren, obwohl diese schon mit besseren Winkeln und etwas mehr Wind segeln. Wir arbeiten auf jeden Fall hart an einem weiteren Comeback.

                              DTF   DTL    speed
    1 Green Dragon	      	3345	0	11.0
    2 Ericsson 4			3351	7	13.6
    3 Puma				3353	8	13.5
    4 Telefonica Black		3356	12	14.3
    5 Telefonica Blue		3416	71	13.6
    6 Ericsson 3			3471	126	15.3
    7 Delta Lloyd		3492	147	14.5
    8 Team Russia		3520	175	13.1
    


    Wettervorhersage: Im Seegebiet südlich des Archipels Fernando de Noronha gibt es heute abends Wind um die 20 bis 21 Knoten aus Südost. Im Verlauf der Nacht wird der Wind bei gleichbleibender Stärke ein wenig raumer einfallen.
    Quelle: Peter O. Walter

    Zum Großbild anklicken! Wendepunkt in Sicht
    (23.10.2008 , Stand 0500 Uhr) Gestern um 1743 Uhr passierte dann auch Puma den Äquator, gefolgt von Ericsson 4 um 1759 Uhr. Die Spitzengruppe bestehend aus Green Dragon,nähert sich mit geneinsamem Speed von 12 kn dem westlichen Wendepunkt Fernando de Noronha, die von allen Yachten westlich passiert werden muss. Green Dragon wird die Insel gegen 1200 Uhr passieren, Puma und Ericsson 4 gegen 1500 Uhr. Das hintere Feld hat jetzt offenbar mehr Wind: Telefonica Black segelt 14 kn, Delta Lloyd immerhin noch 13,8 kn.

    Fernando de Noronha ist eine brasilianische Inselgruppe im Atlantik etwa 350 km östlich des brasilianischen Festlandes und ist vulkanischen Ursprungs.
    Die Inselgruppe besteht aus 21 Inseln mit einer Gesamtfläche von 26 km². Die Hauptinsel, die den Namen des Archipels trägt, ist zugleich die größte Insel und die einzige, die bewohnt ist.
    Die Vegetation von Fernando de Noronha besteht hauptsächlich aus Pflanzen, die für den Norden Brasiliens typisch sind und die während der Trockenzeit ihre Blätter verlieren.
    Das Klima ist das ganze Jahr hindurch tropisch heiß. Die Durchschnittstemperatur liegt bei 28ºC. Zwei Jahreszeiten sind gut voneinander zu unterscheiden: die Trockenzeit (September bis März) und die Regenzeit (April bis August). Kurze Regenschauer werden hier immer wieder vom Sonnenschein unterbrochen.



    Zum Großbild anklicken!
    Weit draussen im Atlantik liegt Fernando de Noronha
                            DTF     DTL     Speed
    1 Green Dragon		3444	0	12.0
    2 Puma			3470	26	12.0
    3 Ericsson 4		3472	28	12.0
    4 Telefonica Black	3502	58	14.0
    5 Telefonica Blue	3573	129	13.0
    6 Ericsson 3		3621	177	12.7
    7 Delta Lloyd		3646	202	13.8
    8 Team Russia		3648	204	12.8
    


    Wettervorhersage: Im Seegebiet um den Archipel Fernando de Noronha gibt es heute vormittags Wind um die 19 bis 20 Knoten aus Südost. Im Verlauf des Nachmittags wird der Wind bei gleichbleibender Stärke ein wenig raumer einfallen.
    Quelle: Peter O. Walter



    Zum Großbild anklicken! Spitzengruppe am Äquator
    (22.10.2008) Um die Mittagszeit gibt es heute keine großen Unterschiede was den Speed betrifft: Bis auf Team Russia (8,3 kn) und Delta Lloyd (9,8 kn) segeln alle um die 12 Knoten.
    Offensichtlch hat zumindest die Spitzengruppe die "Intertropical Convergence Zone", ein Kalmengürtel, der Doldrumsgenannt wird, hinter sich gelassen und hat nun Wind aus Südost, das heißt, dass nun die Genua und Amwindsegeln angesagt ist.
    Stand 1700 Uhr: Die führende Green Dragon hat heute um 1509 Uhr den Äquator überquert und läuft 22 Knoten ebenso wie Puma, Ericsson 4 und Telefonica Black. Hier sind also keine kurzfristigen Änderungen in der Platzierung zu erwarten.

    Morgen kommt dann die Wendemarke Fernando de Noronha, die von allen Yachten westlich passiert werden muss in Sicht: Fernando de Noronha ist eine brasilianische Inselgruppe im Atlantik etwa 350 km östlich des brasilianischen Festlandes und ist vulkanischen Ursprungs.
    Die Inselgruppe besteht aus 21 Inseln mit einer Gesamtfläche von 26 km². Die Hauptinsel, die den Namen des Archipels trägt, ist zugleich die größte Insel und die einzige, die bewohnt ist.

    Zum Großbild anklicken!
    Weit draussen im Atlantik liegt Fernando de Noronha
    Die Vegetation von Fernando de Noronha besteht hauptsächlich aus Pflanzen, die für den Norden Brasiliens typisch sind und die während der Trockenzeit ihre Blätter verlieren.
    Das Klima ist das ganze Jahr hindurch tropisch heiß. Die Durchschnittstemperatur liegt bei 28ºC. Zwei Jahreszeiten sind gut voneinander zu unterscheiden: die Trockenzeit (September bis März) und die Regenzeit (April bis August). Kurze Regenschauer werden hier immer wieder vom Sonnenschein unterbrochen.

    Andreas Hanakamp, Skipper von Russian Team schreibt:
    Zähe Angelegenheit
    Es reicht mit den Doldrums, obwohl wir erst 36 Stunden darin gefangen sind. Bis jetzt haben uns die Doldrums recht viel gekostet, nur Delta Lloyd müht sich noch viel mehr damit ab. In unserer Nähe befinden sich Ericsson 3 und Telefonica Azul.
    Letzte Nacht hat der Wind plötzlich auf Süd und Südwest gedreht. Bei drei Knoten Wind geht aber auch unter Code 0 an der Kreuz nicht viel weiter. 5 Knoten Fahrt mit 130 Grad Wendewinkel ergeben halt keine vernünftige VMG. Heute Früh hatten wir dann plötzlich wieder SE Wind und konnten Kurs segeln, perfekt. Sofort kommt der Traum vom SE Passat auf und dass wir die ersten sind, die ihn erwischen. Eine halbe Stunde später dreht der Wind nach rechts, fällt zusammen und wir kriechen wieder über das Meer. Aber es ist noch niemand aus den Doldrums draußen und der Vorhang ist noch lange nicht gefallen.
    Großartig wie die Mannschaft die Konzentration aufrecht hält und sich darauf fokussiert, Geschwindigkeit im Schiff zu halten. Bis morgen wird das schon noch dauern.

                            DTF     DTL     Speed
    1 Green Dragon		3582	0	12.0
    2 Puma			3611	29	12.0
    3 Ericsson 4		3614	32	12.0
    4 Telefonica Black	3645	63	12.0
    5 Telefonica Blue	3716	134	13.0
    6 Ericsson 3		3762	180	13.0
    7 Team Russia		3787	205	12.8
    8 Delta Lloyd		3804	222	11.0
    


    Wettervorhersage: Zwischen dem Äquqtor und Fernando de Noronha wird der Wind im Laufe der nscht auf 18 - 19 Knoten zunehmen und vom reinen Südostwind weiter nach Ost drehen.
    Quelle: Peter O. Walter



    Zum Großbild anklicken! Frischer Wind für alle
    (22.10.08, Stand 0700 Uhr) Jetzt geht es wieder - gemessen an den Geschwindigkeiten der vergangenen Tage - flott weiter: Green Dragon an der Spitze segelt 12,3 Kn, Puma 11,4 Kn und Ericsson 4 11,0 Kn. Nur Delta Lloyd (Rückstand 204 Meilen) am äußersten östlichen Ende muß sic mit 6,5 Kn zufrieden geben.

    Was ist der "Stealth Modus"?
    Früher war es einfach: Die Whitbread-Flotte verschwand nach dem Start Richtung Horizont und hatte wenig bis gar keinen Kontakt – weder zum Rest der Welt noch zur Konkurrenz. Heute sind die Bewegungen der Yachten 24 Stunden pro Tag nachvollziehbar. Das freut das Publikum, vereitelt aber taktische Rafinessen. Genau da setzt die so genannte StealthPlay-Option an: Jedes Team kann auf ausgewählten Etappen für zwölf Stunden „untertauchen“, in dieser Zeit scheint die Position der Yacht auf keinem Bildschirm auf. Sie wird zwar aus Sicherheitsgründen nach wie vor vom Hauptquartier verfolgt, diese Informationen werden aber nicht weitergegeben. Möglich ist StealthPlay je einmal auf den Etappen von Alicante nach Kapstadt, von Kapstadt nach Kochi, von Qingdao nach Rio, von Rio nach Baltimore und von Baltimaore nach Galway.
    Wird die Option nicht genutzt, verfällt sie.

    Zum Großbild anklicken!
    Spiegelglattes Wasser: Team Russia in der Flaute
                            DTF     DTL     Speed
    1 Green Dragon		3715	0	12.3
    2 Puma			3744	29	11.4
    3 Ericsson 4		3751	36	11.0
    4 Telefonica Black	3786	71	12.0
    5 Telefonica Blue	3847	132	11.0
    6 Ericsson 3		3885	170	10.0
    7 Team Russia		3897	182	8.3
    8 Delta Lloyd		3919	204	6.5
    


    Wettervorhersage: Die Windstärke für die Führenden bleibt gleich, nur wird der Wind im Verlauf des Tages etwas vorlicher einfallen. Für die Yachten im Osten gilt das ebenfalls, aber auf niedrigerem Niveau.
    Quelle: Peter O. Walter

    Zum Großbild anklicken! Ist es schon zu spät für die östliche Flotte?
    (21.10.08, 1700 Uhr) Gegen Mittag - Green Dragon ist immer noch in Führung - hängt der ganze östliche Flügel zurück und nun beginnt ein gemeinsamer Schwenk der östlichen Flotte in Richtung Westen, hoffentlich nicht zu spät.
    Team Russia und Delta Lloyd bilden am äußersten Ende im Osten die Schlußlichter, an der Spitze tobt ein erbitterter Kampf um Platz 2 zwischen Puma und Ericsson 4, im Mittelfeld beharken sich Ericsson 3 und Telefonica Blue.

                            DTF     DTL     Speed
    1 Green Dragon		3843	0	8.5
    2 Puma			3864	21	9.3
    3 Ericsson 4		3867	25	9.3
    4 Telefonica Black	3882	40	6.5
    5 Telefonica Blue	3920	78	5.0
    6 Ericsson 3		3927	84	4.0
    7 Team Russia		3943	100	4.5
    8 Delta Lloyd		3985	142	4.0
    


    Wettervorhersage: Im westlichen Teil des Feldes wird der Wind in den nächsten 12 Stunden auf Südwest drehen und auf 10 Knoten zunehmen. Im östlichen Teil eine Zuname von 3,8 auf 5,4 Kn Südost.
    Quelle: Peter O. Walter

    Zum Großbild anklicken!
    Green Dragon: Andrew McLean fährt den Spi aus der Hand
    Taktik in der Flaute
    (21.10.08, 05 Uhr) Auf den ersten Blick hat sich im Feld nichts verändert, immer noch die alte Formation in der Ostwest-Ausrichtung. Aber in der Nacht hat sich Puma bis auf 10 Meilen an die führende Geen Dragon herangekämpft.
    Puma hat mit 13,3 Kn mehr Speed als Green Dragon mit 8,3 Kn, aber das sind Momentaufname aus der Grafik, das kann sich im Minutentakt ändern.
    In der Flaute der Doldrums heißt es Ruhe bewahren, laaangsam bewegen, damit die Strömung an den Segeln ja nicht abreißt. Schoten aus der Hand fahren und behutsam trimmen. Nur so kommt man in der Flaute Meter für Meter am Gegner vorbei.

    Andreas Hanakamp, Skipper von Russian Team schreibt:
    Stop and Go
    Wir haben die Doldrums letzte Nacht auf 0844N erreicht und haben uns in der Tabelle so nach und nach auf den dritten Platz vorgeschoben. Allerdings nur ganz knapp und die Flotte ist auf einer 200nm langen Startlinie neu aufgestellt. Was für ein Rennen. Inzwischen steht die gesamte Flotte in der Weite des Atlantiks und bewegt sich im Stop and Go wie im Stau auf der Tangente. Wie im Montagmorgenverkehr haben auch wir keine Ahnung, wann wir ankommen werden. Was in Wien das Büro ist, ist für uns der Südostpassat.
    Das Wasser ist ölig glatt, die Luft steht, es ziehen große Wolken herum und manchmal regnet es (bisher nur in unserer Nähe, sind daher noch nicht geduscht).

    Zum Großbild anklicken! An Bord herrscht inzwischen reges Bazartreiben, alles wird getauscht. Löffel gegen einen Anteil am Müsli, Müsliriegel gegen ein Glas Wein in Kapstadt, den Computer gibt es nur gegen eine Beef Jerkey, Steuer und Trimm am Code 0 gegen einen Isotonischen Drink. Hoffe nur dieser Urkapitalismus führt uns in keine Krise. Die Posititonsmeldungen fühlen sich an, wie die Rückgabe einer Lateinschularbeit. Jeder vermutet dass es nur schlecht sein kann, voll Bauchkribbeln wird das Ergebnis erwartet. Dann ist es entweder erleichtertes Aufatmen oder die Gewissheit, dass eine Menge Arbeit vor einem liegt. Das erste Semesterzeugnis gibt es in Kapstadt.

                            DTF     DTL     Speed
    1 Green Dragon		3930	0	8.3
    2 Puma			3940	10	13.3
    3 Telefonica Black	3946	16	11.3
    4 Ericsson 4		3951	21	9.8
    5 Telefonica Blue	3972	42	7.3
    6 Ericsson 3		3980	50	7.0
    7 Team Russia		3999	69	7.0
    8 Delta Lloyd		4042	112	7.0
    


    Wettervorhersage: In den nächsten 12 Stunden werden nur die Schiffe im Westen vorankommen, wenn auch mühsam bei abnehmenden Winden aus OSO um die 5-7 Kn. Sie Schiffe im Osten dagegen steuern direkt in eine ausgedehnte Flautenzone /(2,2 Kn Wind, drehend)
    Quelle: Peter O. Walter

    Zum Großbild anklicken! Mehr Wind im Westen
    (20.10.08, Stand 1700 Uhr) Gegen 0700 Uhr bekommt Puma - inzwischen auf Platz 6 zurückgefallen - dann Wind und kann 13,3 kn segeln, während die führende Green Dragon nur 7,3 kn macht.
    Die Lage um 1700 Uhr: Green Dragon an erster Stelle, an zweiter Telefonica Black (!!), lange Zeit der Inhaber der Roten Laterne.
    Das Feld befindet sich mit wenigen Ausnahmen fast genau in Ostwest-Richtung und segelt nach Süden. Nur ist der Wind im Westen besser, erkennbar am abnehmenden Speed der Yachten von West nach Ost.

    Andreas Hanakamp, Skipper von Russian Team schreibt:
    Zum Großbild anklicken!
    Joao Signorini am Ruder der Ericsson 4
    Spießrutenlauf
    Puuuhh, es wird richtig heiß jetzt. Sowohl unter Deck, wie an Deck und auch im Rennen. Vier Yachten innerhalb von 5 Meilen und 7 innerhalb von vierzig. Auch wenn wir zur Zeit an siebenter Stelle wieder sind, sind wir zufrieden. Wir haben kein Leichtwindboot und sind an der Flotte dran. Wir haben den Rückstand aus Gibraltar wieder aufholen können. Jetzt müssen wir heil durch die Doldrums kommen, danach sollte Kosatka besser in ihrem Element sein, hoffen wir auf jeden Fall, konstruiert wäre sie dafür.

                            DTF     DTL     Speed
    1 Green Dragon		4019	0	7.5
    2 Telefonica Black	4044	25	5.5
    3 Puma			4052	33	5.5
    4 Ericsson 3		4059	40	5.7
    5 Telefonica Blue	4062	43	5.5
    6 Ericsson 4		4064	45	9.4
    7 Team Russia		4070	51	4.5
    8 Delta Lloyd		4109	90	3.5
    


    Wettervorhersage: Im Laufe der Nacht werden sich ONO bis Ostwinde westlich des 30. Längengrades stabilisieren, während sich 150 Meilen weiter östlich eine Flautenzone befindet.
    Quelle: Peter O. Walter

    Zum Großbild anklicken! Ist das eine Regatta oder ein Würfelspiel?
    (20.10.08, Stand 0500 Uhr) Die Situation um Mitternacht: Green Dragon (8,7 Kn) nach wie vor vorne, Ericsson 3 (5,5 Kn) 80 Meilen im Osten an 2. Stelle und Puma (4,0 Kn) auf Position 3. Erisson 4 wird nach hinten durchgereicht und Team Russia verbessert sich auf Rang 4.
    Aber es wird noch besser kommen: Green Dragon segelte zeitweise mit 17 Kn, Puma hängt mit 4,3 Kn in der Flaute.
    Das Update von 0500 Uhr ergibt nur dann einen Sinn, wenn man nicht an Regattasegeln sondern an ein Würfelspiel denkt: Jetzt sind auch auf kleinstem Raum die Unterschiede groß: Ericsson 3 und Telefonica Blue sind 6 Seemeilen auseinander und trotzdem steht Ericsson 3 mit 4 Kn in der Flaute und Telefonica Blue segelt 10 Kn. Die lange Zeit führende Puma wird auf Platz 5 durchgereicht und hat nur noch eine Meile Vorsprung vor Telefonica Black, die lange Zeit über 200 Meilen hintr der Spitze lag.

    Telefonica Blue in der Welle
    Andreas Hanakamp, Skipper von Russian Team schreibt:
    Es wird heiß
    Die ganze Flotte ist deutlich langsamer geworden und im Schiff auch viel wärmer, was sich hauptsächlich auf den Geruch auswirkt. Während es die ersten Tage hauptsächlich nach Schweißfüßen gerochen hat, warten jetzt unterschiedliche Bereiche im Schiff mit unterschiedlichen Gerüchen auf. So hat sich zum Beispiel Steuerbord achtern Pferdestallgeruch breitgemacht, während es Backbord vom Niedergang etwas säuerlich riecht.
    Vor uns herrscht ein sehr dynamisches Wettergeschehen, nicht wegen der Windstärke, sondern in Bezug auf die Veränderung der Situation. Gestern hat alles nach einer schnellen Passage durch die Doldrums ausgesehen, nach den letzten Daten von heute 1800 Z stecken wir mehrere Tage drin. Haben uns östlich der Flotte positioniert und segeln noch immer mit dem A4 VMG, allerdings meistens zwischen 12 und 16kn. Morgen Nachmittag wird sich das Rennen nochmals verlangsamen, da die Flotte auf ein Leichtwindgebiet auflaufen wird. Die Wettermodelle sind extrem veränderlich und lassen keine klare Strategie zu, haben daher beschlossen, zufrieden zu sein wo wir sind, nicht weiter nach Westen zu investieren außer der Wind lädt dazu ein.

                            DTF     DTL     Speed
    1 Green Dragon		4077	0	9.0
    2 Ericsson 3		4108	31	4.0
    3 Telefonica Blue	4114	37	11.0
    4 Team Russia		4115	38	9.0
    5 Puma			4130	53	2.0
    6 Telefonica Black	4131	54	8.7
    7 Ericsson 4		4142	65	7.3
    8 Delta Lloyd		4154	77	2.0
    


    Wettervorhersage: Im Laufe des Tages wird der Wind im Westen des Feldes auf 10-12 Kn auffrischen und auf Nordost drehen.
    Quelle: Peter O. Walter

    Zum Großbild anklicken! Green Dragon in Führung, Puma Dritter
    (19.10.08, Stand 1700 Uhr) Die heutige Überschrift hätte lauten sollen "Kann Green Dragon gefährlich werden?" und der geplante Text "Green Dragon 90 Meilen westlich von Puma hat am frühen Nachmittag bis auf 8 Meilen (DTF) aufgeholt und das könnte für Puma gefährlich werden. Die Gefahr droht Puma nicht so sehr von den Schiffen in der Nähe wie Ericsson 3, denn die segeln im selben Windssystem, Gefährlich wird es dann, wenn ein Schiff wie in diesem Fall Green Dragon in einem anderen Windsystem segelt."

    Aber die Wirklichkeit hat uns mit dem Update von 1700 Uhr überholt: Um 1345 Uhr war Green Dragon an zweiter Stelle, eine halbe Stunde später gleichauf und nun liegt sie mit 8 Meilen vor Puma, dazwischen Ericsson 3.
    Immer noch sind die Yachten im hinteren Teil des Feldes 2-3 Knoten schneller als die Führenden und der Zirhharmonika-Effekt dauert weiter an:
    Telefonica Black hat ihren Rückstand von 105 Meilen heute Morgen auf 64 Meilen verringern können.



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    Unter Deck bei Telefonica Black
                            DTF     DTL     Speed
    1 Green Dragon		4185	0	10.0
    2 Ericsson 3		4192	7	9.8
    3 Puma			4193	8	11.0
    4 Delta Lloyd		4220	35	11.4
    5 Telefonica Blue	4220	35	12.3
    6 Ericsson 4		4224	39	13.0
    7 Team Russia		4225	40	12.0
    8 Telefonica Black	4249	64	13.0
    

    Wettervorhersage: Am frühen Abend Wind mit 2-3 Bft aus OSO, im Verlauf der Nacht auf Ost drehend. Am frühen Montagmorgen Zunahme auf 3-4 Bft.
    Quelle: Peter O. Walter

    Zum Großbild anklicken! Volvo Ocean: "Ericsson 3" übernimmt Führung
    (19.10.08; Stand 0500 Uhr) Der bisherige Verfolger des Teams "Puma", die Mannschaft von "Ericsson 3", hat beim Volvo Ocean Race erstmals die Führung übernommen:
    Gegen 1800 Uhr übernahm Ericsson 3 die Führung und baute sie bis 2200 Uhr auf 8 Seemeilen aus.
    Um Mitternacht konnte sich Puma wieder herankämpfen und hatte um 0500 Uhr wieder mit einem Vorsprung von 3 Meilen die Führung inne.
    Weiterhin dran am Spitzenduo bleibt "Ericsson 4" obwohl die Mannschaft von Skipper Torben Grael den krank gewordenen Trimmer Tony Mutter auf den Kapverdischen Inseln von Bord gehen lassen musste.

                            DTF     DTL     Speed
    1 Puma			4282	0	11.8
    2 Ericsson 3		4285	3	12.0
    3 Ericsson 4		4315	33	12.5
    4 Green Dragon		4328	46	16.0
    5 Delta Lloyd		4347	65	11.3
    6 Team Russia		4362	80	12.0
    7 Telefonica Blue	4365	83	13.0
    8 Telefonica Black	4387	105	13.3
    


    Wettervorhersage: Das Feld befindet sic gegenwärtig in einer Wetterzone, die geprägt ist von großen Unterschieden: Die Windrichtung pendelt von Nord bis Ost, die Windstärken von 1 bis 3 Bft. Im Großen und Ganzen bleibt dese Konstellation den ganzen Tag erhalten.
    Quelle: Peter O. Walter

    Zum Großbild anklicken! Volvo Ocean: Das Feld holt auf
    (18.10.08, Stand 1700 Uhr) Im Verlauf des Vormittags kam der Ziehharmonika-Effekt weiter zum Tragen, die Führenden hatten immer weniger Wind und das Feld - sogar Telefonica Black - konnte weiter aufholen. Um die Mittagszeit lieferten sich Puma / Ericsson 3 und Team Russia / Delta Lloyd heiße Duelle, die ersteren um die Führung, die anderen um Platz 5.
    Puma führt (noch) mit 12,3 Knoten, dahinter holt Ericsson 3 mit einem Knoten schneller auf - 34 Meilen hinter Puma schießt Ericsson 4 mit 17,4 Knoten heran. Und sogar Telefonica Black hat ihren Rückstand von 230 auf 136 Meilen verringert.

    Andreas Hanakamp, Skipper von Russian Team schreibt:
    Vor Neustart?
    Noch immer A4 und Wellenreiten zu den Kap Verden. Wouter und ich diskutieren schon den ganzen Tag um ein optimales Szenario zu finden, wie wir die Windbeschleunigung um die Inseln nutzen. Es scheint, dass außer Delta Lloyd keiner die Inseln intensiv in Betracht zieht. E4 streift kurz die Nordbeschleunigung von Santo Antao. In eineinhalb Tagen kommt es eventuell zu einem Neustart des Rennens in den Doldrums. Die abziehende tropische Störung hinterlässt Leichtwind auf den alle auflaufen werden. Eventuell werden sogar die beiden Telefonica Boote aufholen können.
    Heute schon eine Woche im Rennen, nocht schlecht in der Zeit bis zu den Kap Verden. Letzten Winter bin ich in einer Woche von den Kanaren hierher gecruist. Heute am Horizont eine Fahrtenyacht gesehen, war glaube ich nicht klein, hatte sicher weiche Kojen, einen Kühlschrank, Angelzeug, Geschwindigkeit hat ihren Preis.
    Denke es ist großartig, dass Delta Lloyd konkurrenzfähig ist. Das gibt Perspektiven für das nächste Rennen. Mit einem gebrauchten Boot lässt sich vielleicht doch wieder ein österreichisches Volvo Ocean Race Projekt andenken.
    Beste Grüße
    Andreas


                            DTF     DTL     Speed
    1 Puma			4419	0	12.3
    2 Ericsson 3   		4426	7	13.3
    3 Ericsson 4		4453	34	17.5
    4 Green Dragon  	4473	54	17.5
    5 Delta Lloyd		4489	70	13.0
    6 Team Russia   	4510	91	11.3
    7 Telefonica Blue	4537	118	16.8
    8 Telefonica Black	4555	136	13.8
    
    Wettervorhersage: Der Wind kommt heute am späten Nachmittag mit 3 Bft. aus NO und schwächt sich am frühen Abend auf 2 Windstärken ab. Im weiteren Verlauf der Nacht pendelt er zwischen NO bis O und schwächt sich bis zum Morgen weiter ab.
    Quelle: Peter O. Walter

    Zum Großbild anklicken! Ericsson 4 im Pech
    (18.10.08 Stand 0500 Uhr) Gestern gegen 11 vormittags Uhr wendete Puma nördlich der Kapverden, die hinter ihr liegede zweitplatzierte Ericsson 4 um 12.45 ebenfalls. Zu früh, wie sich herausstellen sollte...
    In der Folge geriet sie gegen 17 Uhr in die Flautenzone der Insel, während Puma unbehelligt mit 20 Knoten weitersegelte und Ericsson 3 mit 20,5 Knoten aufholte.
    Erst gegen 20 Uhr konnte Ericsson 4 wieder Speed aufnehmen und dem drehenden Schwachwind entkommen. Aber da war es schon geschehen: Ericsson 4 hatte jetzt einen Rückstand von 60 Meilen auf Puma und 26 Meilen auf Ericsson 3.
    Dabei hatte Ericsson 4 durchaus noch Glück im Unglück gehabt, denn auch für Puma und Ericsson 3 waren 20 Knoten und mehr vorbei: Der Wind hatte großräumig abgenommen.
    Die aktuelle Situation um 0500 Uhr: Puma führt (noch) mit einem Speed von 5 Knoten, während Ericsson 3 von Nordwest mit 12,8 Knoten und Ericsson 4 mit 13,3 Knoten aufschließen. Dabei dürfte es wahrscheinlich zu dem bekannten Ziehharmonika-Effekt kommen: Das Feld verringert die Abstände zum Führenden.

    Zum Großbild anklicken!
    Tony Mutter von der Ericsson 4
    Wie wir gerade erfahren, war es nicht seglerisches und taktisches Unvermögen, welches Ericsson 4 in diese Situation gebracht hatte, sondern die Notwendigkeit ein Crewmitglied von Bord abbergen zu müssen: Tony Mutter klagte am Morgen des 17.10. über schlimme Schmerzen im linken Knie, es war geschwollen und böse entzündet. Gegen 18 Uhr wurde er von einem Fischkutter übernommen und nach Mindelo auf São Vicente (Kapverden) gebracht, wo er medizinisch versorgt wird.
    "Meine Priorität ist, 150prozentig fit zu werden und ab Kapstadt wieder auf der Ericsson 4 mitzusegeln", sagte Mutter.


                             DTF     DTL     Speed
    1 Puma			4522	0	5.0
    2 Ericsson 3		4528	6	12.8
    3 Ericsson 4		4582	60	13.3
    4 Green Dragon		4625	103	13.3
    5 Delta Lloyd		4627	105	13.5
    6 Team Russia		4645	123	13.0
    7 Telefonica Blue	4714	192	15.3
    8 Telefonica Black	4752	230	18.0
    
    Wettervorhersage: Der Wind dreht heute Morgen auf Ost bis OSO und schwächt sich auf bis zu 2Bft. ab. Am späten Nachmittag und frühen Abend dreht er wieder zurück, bleibt aber schwach.
    Quelle: Peter O. Walter

    Zum Großbild anklicken! Volvo Ocean: Kapverden in Sicht
    (17.10.08 Stand 17.00 Uhr) Die führende Puma und die Ericsson 4 (DTL 18sm) sind jetzt schon westlich der Insel Santo Antão (Kapverden). Team Russia mit Skipper Andreas Hanawald profitierte am Morgen von einem geschickten Schlag nach Süden und schob sich auf Platz 5 vor Green Dragon.
    Kurzzeitig war sie wieder auf Platz 6 zurückgefallen, holte sich aber kurz darauf wieder Platz 5 zurück, als alle Schiffe um 10.30 Uhr gleichzeitig auf Kurs WSW waren.

    Andreas Hanakamp, Skipper von Russian Team schreibt:
    Mathematiker vor den Vorhang
    Heute war Wellenspieltag, den ganzen Tag einfach nur Wellen hinunterrutschen. Unglaublich einfach womit sich erwachsene Menschen den ganzen Tag beschäftigen können. Und immer wieder, jede Welle ist ein bißchen anders, jede schön, manche sanft, die es einfach machen, andere steil und schwierig. Wenn der Bug vorne steckt und das Heck hochgehoben wird, steigt das Adrenalin so an, wenn eine hohe sanfte Welle kommt, dann steigt es anders an.
    Das Spiel ist aber trotzdem anders als gewohnt. Normalerweise hebt eine Welle von hinten das Heck an, so ist es bei jedem normalen Boot. Hier geht es darum wie man die Welle vor einem überholt, ohne darin stecken zu bleiben. Anluven und Beschleunigen wäre eine Möglichkeit, wenn nicht Jeremy, unser Segeldesigner Halt gebieten würde, da er um den Spi bangt, wenn das scheinbare Windlimit von 15kn überschritten wird.
    Andreas
    Position: 21,15.49N , 19,27.43W
    Zum Großbild anklicken!
    Green Dragon in der Welle
    Speed: 21 knots, Course: 242 deg.

                             DTF     DTL     Speed
    1 Puma			4675	0	20.2
    2 Ericsson 4		4693	18	22.2
    3 Ericsson 3		4725	50	20.5
    4 Delta Lloyd		4750	75	18.3
    5 Team Russia		4784	109	18.0
    6 Green Dragon		4793	118	20.2
    7 Telefonica Blue	4876	201	15.8
    8 Telefonica Black	4906	231	18.8
    
    
    
    Wettervorhersage: Heute Abend ist der Wind südwestlich der Kapverden wechselhaft, 2-3 Bft. und drehend zwischen OSO und NW. Gegen Morgen schwächt der Wind ab und dreht auf OSO.
    Quelle: Peter O. Walter

    (17.10.08 Stand 05.00 Uhr) Heute Morgen leider nur ein Kurzupdate: An der Reihenfolge der Yachten hat sich nichts verändert. Abends ein volles Update.

    Zum Großbild anklicken!
                             DTF     DTL     Speed
    1 Puma    		4848    0       19.8
    2 Ericsson 4      	4852    4       20.0
    3 Ericsson 3      	4864    16      19.8
    4 Delta Lloyd     	4921    73      17.5
    5 Green Dragon    	4928    80      17.8
    6 Team Russia     	4944    96      17.8
    7 Telefonica Blue 	4993    145     18.3
    8 Telefonica Black      5061    213     16.0
    


















    Zum Großbild anklicken! Volvo Ocean: Jetzt kommen die Kapverden
    (16.10.08, Stand 17.00 Uhr) Ericsson 4, lange Zeit Pumas hartnäckigster Gegner ist am Vormittag zurückgefallen auf 57 Meilen zur führenden Puma und musste den zweiten Platz an Ericsson 3 (40 Meilen hinter Puma) abgeben.
    Gegen 10.30 Uhr wendete Puma nach Westen, was den Vorsprung dann wieder abschmelzen ließ.

    Während der letzten Stunde war es Delta Lloyd (Ger O’Rourke/IRL), welche einen durchschnittlichen Speed von 22 Knten hatte, aber Puma hatte mit 390 Meilen das beste Etmal. Green Dragon (Ian Walker/GBR) und Telefónica Blue (Bouwe Bekking/NED) haben beide in der Spitze 28 Knoten erreicht, drei weitere Schiffe 27 Knoten.

    Skipper Fernando Echavarri und die Crew der Telefonica Black waren gut im Rennen, lagen am Dienstag mittags sogar in Führung, was deutlich macht, dass Schiff und Crew durchaus Geschwindigkeitspotenzial haben. Das Vabanquespiel eines überraschenden Kurswechsels in Richtung Westen ging jedoch gründlich daneben, bis heute fiel "Telefonica Black" dadurch auf den letzten Platz zurück.
    Der Rückstand auf die Spitze um "PUMA" und "Ericsson 4" beträgt nun 217 Meilen.

    Vor dem Feld liegen jetzt die Kapverdischen Inseln, welche die Spitze etwa gegen 02 Uhr in der heutigen Nacht erreichen dürfte.

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    Waghalsiger Schlag nach Westen:
    Ein Desaster für Telefonica Black
    Andreas Hannakamp, Skipper von Russian Team schreibt:
    Schach am Wasser
    Wieder einer dieser unglaublichen Abende und Nächte. Der Mond ging als großer gelber Ball im Osten auf, stieg langsam aus dem Meer, während im Westen schon die Venus am noch rötlichen Abendhimmel steht. Dazu lauer Passat, 20kn und in Gleitfahrt über das Meer. Wieder so einen Tag im Büro hinter uns gebracht.
    1800 Meilen liegen hinter, weitere 4200 sm bis Kapstadt vor uns. Unglaubliche Dimensionen, auch für ein vo70. Seit mehr als 48 Stunden unter dem grauen Riesenspi und kein Ende in Sicht, da noch vier Tage bis zum Äquator, dann erst kommt er herunter und bleibt dort für gut eine Woche. Das ist hier ein Strategiespiel am großen Spielbrett. Es tut gut im Zwischenergebnis nach oben zu klettern, wir fühlen uns den Gegnern gewachsen, können dranbleiben.
    Das Geräusch von gestern an der Propbox ist wieder weg, komisch, aber man muß nicht immer alles verstehen. Ist wie die Kanarischen Inseln hinter uns geblieben.
    andreas

                 		DTF     DTL     Speed
    1 Puma	       		5026	0	19.3
    2 Ericsson 3		5034	8	21.8
    3 Ericsson 4    	5071	45	20.5
    4 Green Dragon		5079	53	20.0
    5 Delta Lloyd		5106	80	19.5
    6 Team Russia		5111	85	18.0
    7 Telefonica Blue    	5163	137	20.2
    8 Telefonica Black   	5243	217	12.0
    


    Wettervorhersage: Östlich und südlich der Kapverden wird der Wind heute nachts unbeständig, westlich davon herrschen die kommende Nacht 4-5 Bft. aus WNW bis NW. Morgen vormittags wird auch der Wind südwestlich der Kapverden wechselhaft, 2-5 Bft. sind möglich und Winddreher um 45°. Es wird spannend ...
    Quelle: Peter O. Walter

    Zum Großbild anklicken! Volvo Ocean: Puma schleicht sich davon
    (16.10.08 Stand 05.00 Uhr) Gestern um 17 Uhr waren Puma und Ericsson 4 noch nicht mehr als 7 Meilen auseinander, wie gewohnt auf gleichem Kurs. Allerdings machte Puma dann eine Wende (nach Westen), die von Ericsson 4 erst ein halbe Stunde später mitgemacht wurde. Jetzt hat Puma 17 Meilen Vorsprung vor Ericsson 4.

    Telefonica Black ist tatsächlich im Norden der Kanarischen Inseln vorbeigesegelt und liegt jetzt 167 Meilen zurück.

    Von jetzt an werden sich die Schiffe wohl mehr nach Westen orientieren, das ist zar nicht der kürzeste Weg nach Kapstadt, wohl aber der schnellste, dann auf der Seite Südamerikas ist die tropische Kalmenzone Doldrums bei weitem nicht so breit wie auf der afrikanischen Seite.

    Ken Read, Skipper der Puma schreibt: "Östlich von Lanzarote hatten wir ein ein Halsenduell mit Ericsson 4, teilweise waren sie nur 2 Bootslängen vor uns, wir ließen sie immer zuerst halsen und machten dann mit. Aber schließlich segelten wir unseren eigenen Kurs und konnten damit durchbrechen.
    Ansonsten "business as usual", lausig schlechtes Essen, stinkende Segler, an Deck ein Brecher nach dem anderen und und unter Deck zu schlafen fühlt sich an wie in einer Basstrommel."

    Puma: Ein Brecher nach dem anderen ...
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                             DTF     DTL     Speed
    1 Puma    	     	5220    0       20.2
    2 Ericsson 4      	5237    17      20.2
    3 Ericsson 3      	5246    26      20.0
    4 Green Dragon         	5299    79      20.2
    5 Delta Lloyd     	5306    86      17.5
    6 Team Russia     	5317    97      17.0
    7 Telefonica Blue 	5340    120     17.3
    8 Telefonica Black      5387    167     14.8
    

    Wettervorhersage: Entlang der afrikanischen Küste wird der Wind heute unbeständig, ansonsten herrschen den ganzen Tag und die kommende Nacht 4-5 Bft. aus Nordwest, in der Nacht dreht der Wind leicht auf WNW.
    Quelle: Peter O. Walter

    Zum Großbild anklicken! Volvo Ocean: Überraschung blieb aus
    (15.10.08 Stand 17.00 Uhr) Ericsson 4 und Puma kleben förmlich aneinander, jede Wende des Gegners wird mitgefahren; sie haben bis jtzt einen Vorsprung von 26 Meilen gegenüber dem Drtten - Ericsson 3 - herausgeholt und befinden sich nun schon südlich der Kanaren.
    Green Dragon wendete gegen 02 Uhr nach Süden und hat dann erstmals Gebrauch von der neuen Regel gemacht, dass die teilnehmenden Yachten zeitweise ihre Positionsmeldungen aussetzen können und ist von heute 04 Uhr an im sog. Stealth Mode, d.h. sie ist "unsichtbar". Zweck dieser neuen Regel ist, dass nicht alle Teilnehmer sofort sehen, was gesegelt wird und es sofort nachmachen.
    Der Stealth Mode kann 12 Stunden lang gehalten werden. Gegen 16 Uhr ist Green Dragon wieder sichtbar, so spektakulär war die Situation nicht, man muss sich fragen, was das sollte.
    Telefonika Black hat den Weg westlich der Kanaren gewählt und befindet sich weit draußen im Atlantik, mit weniger Wind als alle anderen: Mit 14 Knoten ist sie die langsamste aller Yachten. Um 12.45 Uhr wendet sie, geht auf Südkurs wendet aber bald zurück. Damit hat sie eine Route weit ab von den anderen Yachten gewählt, das Risiko ist hoch ...
    Wettervorhersage: Auch im weiteren Verlauf der Nacht wird es bis zum Donnerstagmittag an der afrikanischen Küste mehr Wind als draußen auf dem Atlantik geben.
    Quelle: Peter O. Walter

    Andreas Hannakamp, Skipper von Russian Team schreibt:
    Entscheidung vor Lanzarote
    (15.10.08) Sind jetzt endlich wieder auf den Schnellzug aufgestiegen, Geschwindigkeit pendelt um 20 kn. Leider sind unsere taktischen Schachzüge der letzten zwei Tage nicht richtig aufgegangen, die Erwartungen von Bordmeteorologen Wouter nicht eingetreten. Aber so ist das halt, nur nicht aufgeben und auf die naechsten Möglichkeiten warten.
    Jetzt liegt gerade die Frage vor uns, wie wir die Kanarischen Inseln passieren. Haben drei Möglichkeiten mit recht ähnlichen Ergebnissen über die nächsten Tage aber mit unterschiedlichen Risikoszenarien: ganz im Westen, auf einer Seite von Gran Canaria oder im Kanal zwischen Lanzarote und Afrika. Haben die Winddrehung im Nordwesten von Agadir gut mitgenommen und jetzt einen schnellen Windwinkel Richtung der Kanaren. Wind kommt genau aus Nord, haben ihn etwas weiter aus Ost erwartet. Habe mich heute gewundert, wie die Portugiesen vor 600 Jahren bei ihren Entdeckungsfahrten entlang der afrikanischen Küste jemals wieder zurückgekommen sind. Kreuzen konnten sie ja nicht wirklich. Muss ich mir an anschauen wenn ich wieder an Land bin.
    Haben gerade Vollmond, es ist warm und Lanzarote liegt acht Stunden voraus. Verbinde viel mit der Insel und dem Seegebiet. Hier ist vor 21 Jahren die Idee am Whitbread teilzunehmen, entstanden. Habe auf Lanzarote und Fuerteventura zwei Winter zum Windsurfen und Wellenreiten verbracht und in den letzten Jahren unvergessliche Törns und Zeit auf den Inseln verbracht. Jetzt geht es leider im Schnellzugtempo daran vorbei.
    Höre ein neues Geräusch bei über 20kn, muss dem jetzt nachgehen, es rappelt und grummelt unter dem Boot, so als ob etwas flattert. Propeller kanns nicht sein, der ist ja im Schiff, hoffentlich hat sich kein Propellertor gelockert.
    Quelle: Andreas Hanakamp

    Zum Großbild anklicken! Volvo Ocean: Östlich oder westlich?
    (15.10.08 Stand 06.00 Uhr) In der vergangenen Nacht war offensichtlich der Wind an der afrikanischen Küste stärker als draußen im Atlantik, davon konnten Ericson 4 und Puma bis jetzt profitieren. Auch stand die Entscheidung an, westlich oder östlich der Kanaren zu segeln, oder mittendurch.
    Offensichtlich ist das Feld jetzt im zuverlässigen Nordost-Passat angekommen, aber nicht nur das: jetzt schiebt auch noch der Kanarenstrom.
    Telefonica Black ist weit draussen auf dem Atlantik geblieben, hat seine Spitzenposition verloren und 17 Meilen zuückgefallen.
    Weiter aufgeholt hat Telefonica Blue, sie ist jetzt gleichauf mit Team Russia.

                             DTF     DTL     Speed
    1 Ericsson 3      	5604    0       15.5
    2 Ericsson 4      	5608    4       18.8
    3 Puma    		5608    4       18.0
    4 Green Dragon    	5613    9       17.8
    5 Telefonica Black       5621    17      16.8
    6 Delta Lloyd     	5642    38      17.8
    7 Team Russia     	5665    61      16.5
    8 Telefonica Blue 	5665    61      17.8
    

    Quelle: Peter O. Walter

    Zum Großbild anklicken! Volvo Ocean: Wind an der afrikanischen Küste
    (14.10.08 Stand 14.00 Uhr) Die Führung hat gewechselt, kein Wunder noch sind 5 Schiffe innerhalb von 6 Meilen, nur Delta Lloyd, und Team Russia sind deutlich zurückgefallen, Telefonica Blue ist jetzt schon in Schlagdistanz zu Team Russia.
    Entlang der afrikanischen Küste hat der Wind zugenommen, aber so richtig im Bereich des zuverlässigen Nordost-Passat sind die Racer noch nicht, vielmehr befinden sie sich noch in dem Übergang zwischen den nördlichen Rossbreiten und der Passatzone. Erst auf der Höhe der Kanaren beginnt sich der Passat zu stabilisieren.
    Nur Telefonica Black, Green Dragon und Telefonica Blue haben um 13.30 von der afrikanischen Küste weggewendet und streben in den offenen Atlantik. Ob die Rechnung wohl aufgeht?

                             DTF     DTL     Speed
    
    1 Telefonica Black       5832    0       16.3
    2 Ericsson 4             5833    1       17.8
    3 Puma                   5835    3       15.5
    4 Green Dragon           5835    3       18.3
    5 Ericsson 3             5838    6       16.3
    6 Delta Lloyd            5875    43      15.5
    7 Team Russia            5886    54      13.0
    8 Telefonica Blue        5890    58      13.8

    Quelle: Peter O. Walter

    Zum Großbild anklicken! Volvo Ocean Yachten kommen gut voran
    (14.10.08 05.00 Uhr) Bis zum Morgen des 14.10. waren die führenden Yachten gut vorangekommen, nur Delta Lloyd und Telefonica Blue hängen 75 Meilen zurück.
    Bei rauen Bedingungen hatten sich Ericson 3 und 4 unter der Südküste Spaniens davongemacht, während Telfonica Blue einen Ruderschaden feststellen musste. Weit kamen sie aber nicht: kurz nach der Passage von Gibratar gerieten sie gegen 12 Uhr in eine Flaute, in der sie sogar mit der Srömung zurücktrieben. Dse Flaute hält sie bis 18.15 fest und gibt den anderen Yachten Gelegenheit, bis auf 5 nm aufzuschließen. Währenddessen ist Telefonica Blue zur Reparatur an Land, es dauert bis gegen 5 Uhr morgens.
    Den Tag über kommen die Yachten bei leichten Winden mäßig voran mit einem Speed von 6 Knoten, bis in der Nacht auf heute der Wind auffrischt. Gegen Mitternacht macht Green Dragon - mittlerweile 17 nm zurückliegend - einen kurzen aber genialen Schlag nach Süden und meldet ich gegen 4 Uhr wieder in der Spitze zurück.
    Quelle: Peter O. Walter

    Volvo Ocean Race: Start zur ersten Etappe
    (13.10.08) Vor Alicante erlebten die acht teilnehmenden Segel-Mannschaften einen stürmischen Auftakt bei Winden bis zu 30 Knoten.
    Am schnellsten kam die schwedische «Ericsson 4» aus den Startblöcken. Die Mannschaft von Skipper und Doppel-Olympiasieger Torben Grael (Brasilien) führte die Flotte nach dem Startschuss vor der Jacht «Puma Il Mostro» mit dem einzigen deutschen Teilnehmer Michael Müller aus Kiel und der spanischen «Telefonica Blue» an.
    Noch am Vorabend hatte überraschend der spanische König die Teams in Alicante besucht und den Crews der Zwillingsjachten «Telefonica Blue» und «Telefonica Black» sein persönliches Flaggen-Emblem als Glücksbringer überreicht. Die beiden spanischen VO70-Rennjachten führen das Klassement nach den ersten beiden Kurzrennen vor Alicante an.
    Ruderschaden bei den Spaniern: Bekkings Mannschaft hatte am Wochenende zuvor die Wertung der beiden Auftakt-Kurzrennen gewonnen und war als Spitzenreiter in die erste Etappe gestartet, bevor ein Ruderschaden das Team bereits 20 Seemeilen nach dem Start zurückwarf. Ob die Jacht zu Reparaturzwecken einen Hafen aufsuchen und die damit verbundene Zeitstrafe von zwölf Stunden in Kauf nehmen muss, will Bekking bis Gibraltar entscheiden.
    Die erste Etappe führt die Weltumsegler von Alicante über 6500 Seemeilen nach Kapstadt. Dort werden die schnellsten Crews in der zweiten Novemberwoche erwartet. Mit insgesamt 14 Kurzrennen in sieben Häfen und zehn Etappen über 37 000 Seemeilen bis in den russischen Zielhafen St. Petersburg gilt die Jubiläumsauflage als Intensivtest für Mensch und Material.
    Quelle: volvooceanrace.org

    Volvo-Ocean-Race-Jachten stechen in See
    (11.10.08) Die zehnte Segelregatta Volvo Ocean Race ist zwar schon vor einer Woche mit zwei Kurzrennen im Hafen von Alicante gestartet worden, in See stechen die acht Jachten aber erst am Samstag um 14.00 Uhr.
    Erstes Ziel auf der 37.000 Nautische Meilen langen Reise um die Welt ist Kapstadt, geschätzte 23 Tage werden die elf Mann starken Teams für die erste der zehn Etappen benötigen.
    Die Crew auf der russischen Kosatka folgt den Anordnungen des österreichischen Skippers Andreas Hanakamp.
    Erstmals in der Geschichte des Volvo Ocean Race wird auch im Mittelmeer gesegelt, wenn auch nur ein kurzes Stück, denn die Straße von Gilbraltar führt in den Atlantik und damit hinaus aufs offene Meer.
    Dann wird sich auch zeigen, ob - wie in den Hafenrennen vorgeführt - die zwei Telefonica-Boote der Konkurrenz das Heck zeigen werden.
    In Führung liegt vor dem großen Aufbruch die Blue (4 Punkte) vor der Black (3,5), der Puma Mostro (3), Ericsson International (2,5), Green Dragon (2), Delta Lloyd (1), Ericsson Nordic (0,5) und Team Russia (Hanakamp/0,5). Das Ziel in St. Petersburg soll Ende Juni erreicht werden.
    Das Team Russia wusste, dass es bei Leichtwind mit Geschwindigkeitsnachteilen rechnen muss, und bekam das beim In-Port-Race vor der spanischen Küste zu spüren. Im zweiten Rennen wurde zudem bei einer Startkollision mit dem niederländischen Team Delta Loyld der Rumpf beschädigt.
    "Wenn man als Profisportler nach einem unglücklichen Segeltag nicht enttäuscht ist, dann läuft etwas schief. Trotzdem lassen wir den Kopf nicht hängen. Berücksichtigt man die Umstände an diesem Tag, dann wissen wir, dass wir das Potenzial haben, ganz vorne mitzufahren", zeigte sich Hanakamp weiter optimistisch.
    Quelle: volvooceanrace.org

    Volvo-Ocean-Race: Spanischer Sieg zum Auftakt
    (06.10.08) Die Yachten «Telefonica Blue» und «Telefonica Black» führen zwei Kurzrennen vor Alicante die Wertung nach an. Dritte ist «Puma Il Mostro» (USA).
    Mit neuer Route starten die acht Jachten am 11. Oktober in die erste Lang-Etappe über 6500 Seemeilen von Alicante nach Kapstadt. Dort werden die Mannschaften in der zweiten Novemberwoche erwartet. Mit insgesamt 14 Kurzrennen in sieben Häfen und zehn Etappen über insgesamt 37 000 Seemeilen bis zum Ziel St. Petersburg gilt die Jubiläumsauflage als Härtetest für Mensch und Material.
    Einziger deutscher Teilnehmer an der neunmonatigen Regatta ist der Kieler Michael Müller an Bord der «Puma Il Mostro». «Ich hatte eigentlich nie vor Profi-Segler zu werden. Es ist aber eine schöne Herausforderung, einmal um die Welt zu segeln. Angst habe ich nicht, denn die wäre fehl am Platze», sagte der 25-Jährige. Weblinks:
    Das Volvo Oceanrace in Wikipedia
    Bisherige Regatten und Geschichte


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