EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEMWettererscheinungen: Morgenrot und Abendrot
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Morgenrot über München |
Die Gründe für das Phänomen liegen in der selektiven Streuung der Atmosphäre und dem langen Weg der Strahlen durch die Atmosphäre. Die Sonne fungiert in dieser Tageszeit als eine Art roter Scheinwerfer. Werden nun Dunstpakete oder hohe Eiswolkenschichten von diesem Scheinwerfer angestrahlt, leuchten sie ihrerseits stark auf. Sie wirken praktisch als Multiplikator des roten Sonnenlichts. Besonders eine Schicht aus Cirrus-Wolken (Cirrostratus), kann auf diese Weise eine ganze Himmelshälfte zum Entflammen bringen.
Warum gilt nun das Morgenrot gemeinhin als Schlechtwetterzeichen? Die Erklärung ist einfach:
Man braucht nur an die meteorologischen Gegebenheiten in unserer Westwindzone zu denken und
sich dabei die Himmelsgeometrie vor Augen zu halten.
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Abendrot über München |
Es gibt sogar noch einen meteorologischen Grund für den guten Ruf des Abendrots: Im Zentrum eines Hochdruckgebiets herrscht nur eine geringe Luftbewegung. Am Ende eines solchen Hochdrucktages bilden sich in der ruhigen Luft aufgrund der Abkühlung feuchte Dunstschichten. Auch sie leuchten im Licht der Abendscnne stark rötlich. Voraussetzung ist möglichst wenig Wind, sowie es typisch ist für anhaltendes Schönwetter.