EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEMvon Peter O. Walter Wenn Sie weitere Informationen zu diesem Thema haben oder Fehler entdecken oder ein Thema vermissen, wenden Sie sich bitte an uns (Kontakt)!
In diesem Artikel werden Fallböen in Lee von Steilküsten behandelt, im Unterschied zu Fallböen im freien Luftraum (siehe Wikipedia). Entstehung: Wenn starker Wind über eine Steilküste fegt, tritt unterhalb der Steilküste ein verminderter Luftdruck auf. Dies bewirkt, dass die Luftströung mit großer Geschwindigkeit nach unten stürzt. Fallböen treten nur bei heftigem Wind in Lee von Steilküsten auf. Beim Auftreffen auf die Wasseroberfläche fächern sie aus, wobei die Windstärke abnimmt, je größer der Abstand zum Auftreffpunkt ist. Bei Inseln tritt hierbei in Luv ein Windstau auf, der nahe der Insel eine Windstille mit viel unangenehmen Seegang (Kreuzseen) bewirkt. Unter den Fallböen unterscheidet man zwei Arten: Die schwarzen Fallböen zählen zu den relativ ungefährlichen. Der Name rührt daher, dass sie das Wasser dunkelblau färben.
Weiße Böen haben eine wesentlich höhere Windgeschwindigkeit als schwarze Böen. Für Schwimmer kann hierbei die Gefahr des Ertrinkens gegeben sein! Am 10. April 1996 wurde bei Barrow Island in Australien die stärkste Windbö registriert, die jemals außerhalb eines Tornados gemessen wurde: Sie erreichte eine Geschwindigkeit von 408 Kilometer pro Stunde.
Weblinks: Interaktive Windkarte Ägäis mit Windstaus und Fallböen Weiße Böen in Wikipedia Fehlt ein wichtiges Link zum Thema? Link mitteilen
Schlagwörter: fallbö, fallboe, Schwarze Bö, Weiße Bö, white squall, Lee von Steilküsten, segeln [Google] [Yahoo] [Ökoportal.de] Kontakt |