EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Was Schnee ist und wie er entsteht
Jede Schneeflocke ist ein Unikat, keines der sechsstrahligen
Gebilde gleicht dem anderen. Grund für die unendlichen Variationen
sind atmosphärische Einflüsse. Ein Meteorologe bezeichnete die
Wahrscheinlichkeit, daß zwei Flocken genau gleich sind, als ebenso
klein wie die Chance, daß im Herbstlaub zwei absolut gleiche
Blätter zu Boden fallen. Laut einem Schneeforscher ist die Zahl der
Varianten so groß, daß es unmöglich ist, für die Entstehung der
Schneeflocken ein vollständiges mathematisches Modell zu erstellen.
Was als filigranes Kunstwerk zur Erde niederschwebt, ist ein
Eisgebilde, das sich um ein Staubkorn in der Wolke gebildet hat. An
den Kondensationskern lagert sich überschüssige Luftfeuchtigkeit
an. Bei Temperaturen zwischen null und minus 40 Grad gruppieren
sich immer mehr sechseckige Schneekristalle an den Kern an und
bilden die Sterne, die unter dem Mikroskop an feinste
Spitzenklöpplerarbeiten erinnern.
Bei tiefen Temperaturen fällt trockener, feinkörniger
Pulverschnee, feuchter und großflockiger Schnee wird auch als
Pappschnee bezeichnet. Bei kleinen Mengen undurchsichtiger
Eiskörnchen von weniger als einem Millimeter Durchmesser spricht
man von Schneegriesel. Durch Sonneneinstrahlung und Wiedergefrieren
von älterem Schnee kommt es zur Verharschung und allmählich zum
Firn. Da Schnee ein schlechter Wärmeleiter ist, schützt er den
Boden darunter vor Auskühlung.
In der Volkskunde wird die Herkunft des Schnees meist auf eine
mythologische Gestalt wie Frau Holle oder in der nordischen
Mythologie den Snaer zurückgeführt. Sehr schön und sehr informativ und mit vielen Linkverweisen:
Als Schnee bezeichnet man festen
Niederschlag aus meist verzweigten kleinen Eiskristallen. Diese
fallen als Schnee zu Boden, wenn Fallgeschwindigkeit, Temperatur
und Feuchte unterhalb der Wolke ein Schmelzen oder Verdampfen
verhindern. Je tiefer die Temperatur unter null Grad Celsius in der
Wolke, desto mehr Wassertröpfchen wandeln sich in Eis- und
Schneeteilchen um. Dabei entstehen sehr verschiedene Formen von
Schneekristallen.
Je nach den Umweltbedingungen nehmen die Schneekristalle
verschiedene Formen an. Sie sind jedoch immer sechseckig, weil sich
die Wassermoleküle im Winkel von 120 Grad anordnen. Der
Formenreichtum reicht von einem sechsstrahligen Stern über
sechseckige Eisplättchen bis zu dreidimensionalen Gebilden, die von
den Fachleuten Prismen, Nadeln oder Säulchen genannt werden.
Warum ist Schnee weiß?
Schnee ist nichts anderes als gefrorenes Wasser und deshalb eigentlich durchsichtig. Die weiße Pracht kommt erst durch die Reflexion von Licht zustande.
Schneeflocken bestehen aus vielen Eiskristallen. In ihrem Inneren sind kleine Luftbläschen eingeschlossen. Durch die Luft wirken die Eiskristalle nun wie geschliffene Prismen. Das gesamte Lichtspektrum wird reflektiert. Deshalb erscheint der Schnee weiß.
Dass die eingeschlossene Luft für die weiße Farbe des Schnees verantwortlich ist, sieht man deutlich beim Vergleich mit Eiszapfen. Diese wachsen langsam an, indem Wassertropfen nach und nach den Zapfen entlang laufen und festfrieren. Dabei wird keine Luft eingeschlossen: Der Eiszapfen ist glasklar.
Interessantes über Schnee
Literatur und Links

Caspar u. F. Neuhart übertr. von Fritz Rossmann. (Berlin, W. Keiper).
Mit dem Titel der latein. Erstausgabe: Strena seu de nive sexangula, Frankf./M.
1611 incl. Titelvign. sowie 12 Abb. (Schneekristalle usw.; 64 S.). Neu
aufgelegt 2005 vom Hellerau-Verlag. Mit einem Faksimilie der Ausgabe
von 1611 (lat), eine Neuübersetzung, Kommentar und Nachwort herausgegeben
von Lothar Dunsch. Reihe OPERA SELECTA HUMANIORA.
Wissenschaftliche Informationen:
http://www.its.caltech.edu/~atomic/snowcrystals/
Gleicht k/eine Schneeflocke der anderen?
Eine GIPT-Sonderstudie zu den Termini gleichen, gleich und Gleichheit
Welt der Physik: Wie schwer ist Schnee?
Schnee in Wikipedia
Bilderseite Schnee