EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEMSturmfluten an der deutschen Nordseeküste
Doch alle Hoffnungen auf sturmflutsichere Deiche wurden zuletzt in diesem Jahrhundert am 16. Februar 1962 zunichte gemacht. Damals starben bei einer Flutkatastrophe allein in Hamburg 314 Menschen. In jenen Tagen hatte sich der damals noch bundesweit unbekannte Innensenator der Hansestadt, Helmut Schmidt, einen Namen als Krisenmanager gemacht.
Die Anlagen waren in Hamburg zunächst auf mindestens NN plus 7,20 Meter erhöht worden. In dem derzeit laufenden Bauprogramm ist ein großer Teil der Deiche bereits auf acht bis 8,50 Meter aufgestockt worden. Viele Deiche haben außerdem ein breiteres Profil erhalten. Dazu gibt es ein durchgehendes System von Deichverteidigungsstraßen. Unterdessen sind sich die Experten einig, daß in Zukunft Sturmfluten noch höher ausfallen könnten. Für dieses Jahr plant die Hamburger Baubehörde unter anderem die Erneuerung des Sperrwerks an der Billwerder Bucht und den Neubau der Uferwand am Großneumarkt. Auch am südlichen Elbufer sind eine Reihe noch Deichbaumaßnahmen vorgesehen. Sehr schwere Sturmfluten mit mehr als drei Metern über dem mittleren Tidehochwasser treten statistisch gesehen etwa einmal in 20 Jahren auf.
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