EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM

Aktuelle Seenotmeldungen
Aktuelle Seenotfälle aus dem Ticker



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Meldungen von Schiffsunfällen und Fragen NUR an




14.10.2019

Frühere Fähre 'Endeavour' wird gehoben
(Bild: Barry Graham) Großbild klick!

Ehemalige Habicht schwimmt wieder
(14.10.19) Die frühere Fähre 'Endeavour', 884 BRZ (IMO: 5264663), wurde in Liverpool jetzt wieder schwimmfähig gemacht. Das Schiff gefährdete die sichere Navigation in den Peel Ports in der Einfahrt des Canada Graving Dock, nachdem sie während der Renovierung am 12.5. aus ungeklärter Ursache gesunken war. Eine Barge wurde längsseits gebracht, und dann konnte das Wasser ausgepumpt werden.
Dennoch ist das Schicksal des Schiffs unklar. Es könnte abgewrackt werden. Es gab derzeit keine Hinweise über das weitere Vorgehen des Eigners, der Liverpool and North Wales Steamship Company. Die ehemalige deutsche 'Habicht' wurde 1959 erbaut und 1995 außer Dienst gestellt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Yacht vor Barfleur abgeschleppt
(14.10.19) Am 13.10. kam aus Barfleur gegen Mittag das SNSM-Boot 'Amiral de Tourville' der 14 Meter langen Segelyacht 'Le Tippolo' und ihrer zweiköpfigen Crew zu Hilfe. Das boot hatte um 12.10 Uhr Maschinenausfall nordöstlich des Hafens erlitten und trieb 12 Meilen vor der Küste. Nach dem Pan-Pan-Ruf reagierte zunächst die 'Symphony Performance', die sich in der Nähe befand, und ging bis zum Eintreffen der Seenotretter auf Standby.
Zwei Männer des Rettungsboots stiegen dann auf die Yacht über, checkten die Crew und stellten um 13:30 Uhr eine Schleppverbindung her. Mit knapp sechs Knoten ging es dann auf den Hafen von Saint-Vaast la Hougue zu. Gegen 17 Uhr traf der Schleppzug vor dem Hafen ein.
Quelle: Tim Schwabedissen


Zwei große Löcher an Steuerbordseite im Vorschiff
Zwei große Löcher an Steuerbordseite im Vorschiff
(Bild: National Iranian Tanker Company) Großbild klick!

Rätselraten um Explosionen auf Tanker
(14.10.19) Die iranische Regierung hat am 14.10. Fotos des beschädigten Tankers 'Sabiti' veröffentlicht. Diese zeigen zwei große Löcher an Steuerbordseite im Vorschiff. Das Schiff zog eine Ölspur hinter sich her.
Der Iran sammelte weiter Hinweise zur Aufklärung des Vorfalls und betonte, Piraterie und Attacken würden nicht ohne Folgen bleiben. Der Ölaustritt sei unter Kontrolle. Drei mögliche Verursacher galten derzeit als wahrscheinlich: Die Nähe des Tankers zu Jeddah zum Zeitpunkt der Explosionen könnte auf Saudi-Arabien hindeuten. Eine andere Theorie wäre eine Sabotageaktion von Israel, um iranische Tankeraktivitäten in diesem Bereich des Roten Meers zu stören. Drittens könnte es sich um eine terroristische Attacke handeln. Das Rätselraten geht also weiter.
Quelle: Tim Schwabedissen


Frachter 'Rhodanus' aufgelaufen
Frachter 'Rhodanus' aufgelaufen
(Bild: ) Großbild klick!

Bonifacio: Frachter vor muss vor Bergung geleichtert werden - schon einmal war ein Kapitän am Ruder eingeschlafen
(14.10.19) Nach der Strandung des unter Antigua Barbuda-Flagge laufenden Frachters 'Rhodanus', 2056 BRZ (IMO: 9173173), der mit an die neun Knoten Fahrt auf Felsen vor Bonifacio gelaufen war, wurde ein Untersuchungsteam gemeinsam mit Minentauchern der französischen Marine zum Unfallort gebracht. Am Abend des 13.10. präsentierten sie die Ergebnisse ihrer Untersuchungen dem maritimen Präfekten. Danach saß der Havarist mit großen Teilen des Vorschiffs auf Felsen auf.
Deshalb würde er vor einer Bergungsaktion geleichtert werden müssen. Die tonnenschweren Stahlspulen können aber nur mit Spezialgerät gelöscht werden, das zunächst mobilisiert und herantransportiert werden muss. Es gab dafür noch keinen Zeiplan.
Bis die Bergung beginnen kann, galt das vorrangige Interesse dem Schutz der Umwelt. Vor Ort waren aktuell das hydrographische Forschungssschiff 'Laperouse', der Schlepper 'Abeille Bee', das Ölbekämpfungsschiff 'Jason', das französische Patroullienboot 'Daffodil', das italienische Patroullienboot 'CP306', der Schlepper 'Persevero d'Ajaccio', das Rettungsboot 'Capitaine de Vaisseau L'Herminier - SNS 063' der SNSM-Station Bonifacio, ein Puma-Helikopter der französischen Luftwaffe und ein Cayman-Helikopter der Marine sowie ein Falcon 50-Überwachungsflugzeug.

Puma-Helikopter über der 'Rhodanus'
(Bild: Marine Nationale) Großbild klick!
Auch der italienische Schlepper 'Koral' lief aus Toulon zur Strandungsstelle aus. Um den Havaristen wurde eine Sperrzone von 1.000 Metern Radius eingerichtet. Die Staatsanwaltschaft in Marseille nahm Ermittlungen auf.
Die 'Rhodanus' ist 88,95 Meter lang, 12,4 Meter breit, hat 5,35 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 2.953 Tonnen. Das Schiff läuft für die West-Trade Logistic GmbH in Dinslaken und wurde 1998 von der Scheepswerf Peters in Harlingen als 'Hansa Kampen' erbaut.
Bereits 2010 gab es vor Porto-Vechio einen Vorfall, als zwischen Budelli und Razzoli der Kapitän am Ruder eingeschlafen war. Die sardinische Coastguard versuchte damals vergebens, ihn zu erreichen. 500 Meter vor der drohenden Strandung änderte das Schiff seinen gefährlichen Kurs.
Quelle: Tim Schwabedissen


Paxos: Tragflächenboot wurde flügellahm
(14.10.19) Das griechische Hydrofoil 'Ilida II', 138 BRZ (IMO: 8136295), das von Paxos nach Korfu unterwegs war und 107 Passagiere an Bord hatte, konnte sein Tragflügelsystem nicht aktivieren, nachdem sich Leinen am 13.10. gegen 12 Uhr in der vertikalen Klappe des Steuerbord-Flügels verfangen hatten. Das Schiff erreichte Korfu mit konventionellem Antrieb.
Die Fahrgäste wurden abgesetzt und über die Fähre von der Hafenbehörde ein Auslaufverbot verhängt, bis die Tragfläche wieder frei und eine Klasseinspektion durchgeführt worden war. Die nächste Fahrt wurde abgesagt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Wassereinbruch vor Fort Pierce
(14.10.19) Ein 45-Fuß-Boot der Coast Guard Station Fort Pierce kam am 13.10. der 80 Fuß langen 'Hush Puppy' zu Hilfe, die vier Meilen östlich des Fort Pierce Inlet einen Wassereinbruch gemeldet hatte. Ein anderes Schiff half beim Lenzen und Abdichten des Havaristen, nachdem die Coast Guard die zweiköpfige Crew abgeborgen hatte. Als er hinreichend stabilisiert war, wurde er zum North Fort Pierce Terminal eskortiert.
Quelle: Tim Schwabedissen


Supertanker hatte Maschinenausfall
(14.10.19) Beim Ablegen vom Terminal Marítimo Almirante Maximiano Fonseca - TEBIG in der Ilha Grande Bay in Angra dos Reis in Brasilien in Richtung Ningbo kam es auf dem unter Hongkong-Flagge registrierten, unbeladenen Tanker 'New Medal', 156702 BRZ (IMO: 9376749), am 13.10. um 5.30 Uhr zu einem Maschinenausfall. Der Havarist, der von fünf Schleppern assistiert wurde, konnte mit einem Notankermanöver gestoppt werden. Später wurde er auf die Außenreede westlich des Terminals geschleppt und dort vor Anker gelegt.
Die Reparatur der Maschine sollte binnen 12 Stunden abgeschlossen werden. Am 14.10. lag der Tanker weiter auf der Reede verankert.
Quelle: Tim Schwabedissen


Maschinenproblem vor Dungeness Point
(14.10.19) Auf dem Bulkcarrier 'Aspasia B.', 44192 BRZ (IMO: 9693408), kam es auf der Fahrt von Amsterdam nach Yuzhny, Ukraine, am 12.10. gegen 22 Uhr zu einem Maschinenproblem ostsüdöstlich von Dungeness Point. Das Schiff, das mit 77.190 Tonnen Kohle beladen war, stoppte zur Reparatur. Gegen drei Uhr des 13.10. war diese abgeschlossen, und der Frachter setzte, überwacht von der Dover Coastguard, die Reise fort.
Quelle: Tim Schwabedissen


Nun fünf Tote nach Schiffbruch vor Japan geborgen
(14.10.19) Bis zum 13.10. wurden fünf Tote, die zur Besatzung des im Taifun gesunkenen Frachters 'Jia De' gehören dürften, in den Gewässern der Chiba Präfektur gefunden. Die SAR-Operation dauerte an. Die vier Geretteten sagten aus, dass sie in der Tokio-Bucht geankert hätten, als der Taifun aufzog.
Dann habe ihr Schiff Wassereinbruch gehabt und sei gesunken. Das letzte AIS-Signa stammte aber bereits vom Abend des 12.10. Unterdessen wurde begonnen, gegen mögliche Ölverschmutzungen vorzugehen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Schaden an Öleinspritzdüse
(14.10.19) Auf dem dänischen LPG-Tanker 'Celtic Gas' 20151 BRZ (IMO: 9682265), der mit 6292.9 Tonnen Butan und 6097.8 Tonnen Propan beladen war, kam es am 14.10. gegen zwei Uhr auf der Reise von Mongstad nach Jorf Lasfar, Marokko, zu einer Leckage an einer Öleinspritzdüse. Das Schiff befand sich auf Position 52 42 53 N, 002 34 58 O. Nach einer Reparatur setzte es die Reise um 3.30 Uhr fort und sollte am 17.10. den Zielhafen erreichen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Strahlmann-Frachter saß vor Goole/GB fest
(14.10.19) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter 'Steinau', 2461 BRZ (IMO: 9280691), der Reederei Erwin Strahlmann GmbH & Co. KG in Brunsbüttel lief von Ceuta kommend an der Zufahrt des Hafens von Goole am 12.10. auf Grund. Schlepper wurden gerufen, um den Havaristen bei günstigem Wasserstand wieder flottzumachen. Nachdem dies gelungen war, setzte das Schiff am 13.10. um 6.15 Uhr das Einlaufen nach Goole fort.
Quelle: Tim Schwabedissen


Ein Verletzter bei Kollision vor Valentia
(14.10.19) Die Valentia Coast Guard wurde am 12.10. um 1.15 Uhr alarmiert, nachdem der französische Trawler 'Kirrixki' 363 BRZ (MMSI: 228005600), eine Kollision mit einem 229 Meter langen Frachter 37 Meilen nordwestlich von Valentia hatte. Das örtliche RNLI-Boot kam dem Havaristen zu Hilfe, und es wurde entschieden, dass es am sichersten wäre, ihn nach Dingle zu eskortieren.
Hier trafen beide Schiffe gegen sechs Uhr ein. Nachdem der Trawler im Hafen fest war, wurde ein bei dem Unfall verletzter Fischer ins University Hospital in Kerry gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen


Ein Toter bei Schiffbruch von Yacht vor Cape Brett/Neuseeland
(14.10.19) Drei Personen wurden gerettet, eine starb, al seine Segelyacht nahe der Bay of Islands am Nachmittag des 14.10. im Sturm sank. Das 47 Fuß lange boot ging 37 Kilometer vor Cape Brett unter. Eine An Air Force Orion warf eine Rettungsinsel ab, aus der die vier Schiffbrüchigen an Bord des Westpac Rescue Helikopters gezogen wurden.
Einer war bereits tot, ein weiterer kam in kritischem Zustand ins Krankenhaus. Die beiden anderen wurden medizinisch betreut. Sie hatten ihre eigene Rettungsinsel in dem Sturm verloren, als ihr Boot um 12.30 Uhr in Seenot geriet. Der Orion lokalisierte sie um 14.45 Uhr im Wasser, eine Stunde später zog sie der Westpac-Hubschrauber bei bis zu 50 Knoten Wind und sechs Meter hohen Wellen an Bord.
Zwei SAR-Helikopter aus Auckland, eine P3-Orion der Royal New Zealand Air Force, ein Schiff der Coastguard und ein Handelsschiff waren in den Rettungseinsatz eingebunden. Auch die HMNZS 'Otago' und zwei Seasprite-Helikopter wurden mobilisiert.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kutter strandete bei Tromsø/Norwegen
(14.10.19) Der norwegische Kutter 'Vengsøyværing', 24 BRZ (MMSI: 257289720) lief in der Nacht zum 14.10 bei Tromsø auf Grund. Um sechs Uhr wurde die NSSR alarmiert, nachdem das Schiff bei Futrikelv auf Kvaløya gestrandet war, und schickte das Rettungsboot 'Oscar Tybring' zu Hilfe. Bei Versuchen, den Havaristen abzuschleppen, brach mehrfach die Trosse.
Nun sollte auf höheren Wasserstand gewartet werden, um den Havaristen wieder flottzumachen, der mit Steuerbordschlagseite auf den Felsen lag. Dies sollte gegen 15 Uhr der Fall sein.
Quelle: Tim Schwabedissen


Motorboot im Oslofjord bei vier Metern Wellenhöhe geborgen
(14.10.19) Im äußeren Oslofjord kam die schwedische Fähre 'Stena Saga' einem vom Untergang bedrohten Motorboot mit zwei Mann an Bord am Abend des 12.10. zu Hilfe. Vidar Løkkemoen und sein Bruder waren auf dem Weg von Frederikstad nach Porsgrunn, als eine Welle über das Boot brach und die Maschine ausfiel. Um 23.15 Uhr fing das MRCC Südnorwegen einen Mayday-Ruf auf. Die 'Stena Saga', die vonOslo nach Dänemark unterwegs war, lokalisierte ein Boot, das das in Frage kommende sein konnte.
Als sie umgedreht hatte und vor Ort eintraf, hatte es nur noch 20 Zentimeter Freibord und konnte jeden Moment sinken. Das Rettungsboot 'Horn Rescuer" barg die beiden Männer ab. Dann gelang es, das Motorboot zu lenzen und es am 14.10. gegen zwei Uhr nach it Fredrikstad einzuschleppen. Vor Ort waren bis zu vier Meter Wellenhöhe gewesen.
Quelle: Tim Schwabedissen


14.10.2019

ausgebranntes Büro
ausgebranntes Büro
(Bild: Polizei Stade) Großbild klick!

Stade: Polizei stellt zufällig ausgebranntes Büro fest
(13.10.19) Am 10.10.19 stellten Beamte der Wasserschutzpolizei Stade an der Pier in Bützfleth im Rahmen einer Schiffskontrolle auf dem unter Bahamas-Flagge laufenden Bulkcarrier 'Francesco Corrado', 41742 BRZ (IMO: 9314636), fest, dass das Schiffsbüro komplett ausgebrannt war. Ermittlungen ergaben, dass das Feuer bereits am 6.10. auf dem Ankerplatz südlich von Helgoland ausgebrochen war. Das Feuer hatte mit bordeigenen Feuerlöschmitteln innerhalb einer halben Stunde gelöscht werden können.
Ursache war ein technischer Defekt einer Funkgerätladestation. Personen- und Umweltschäden hat es nicht gegeben. Eine vorgeschriebene Information der deutschen Behörden wurde jedoch unterlassen. Gegen den 52jährigen bulgarischen Kapitän wurde daher ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet und Seeunfallermittlungen durchgeführt.
Außerdem wurde von der Schiffssicherheitsbehörde ein vorläufiges Auslaufverbot erlassen bis zur Erfüllung entsprechender Auflagen. Darüber hinaus wurden auf dem Schiff Verstöße gegen die internationalen Meeresumweltschutz- und Ballastwasserübereinkommen festgestellt und geahndet. Der Frachter kam aus Lors-Jasfar und sollte nach Vysotsk weiterlaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Hubschrauber über dem Frachter 'Rhodanus'
Hubschrauber Falcon 50 über dem Frachter 'Rhodanus'
(Bild: Marine Nationale) Großbild klick!

Frachter nach 50 Minuten auf falschem Kurs bei Bonifacio gestrandet
(13.10.19) Der unter Antigua Barbuda-Flagge laufende Frachter 'Rhodanus', 2056 BRZ (IMO: 9173173), lief auf der Reise von Taranto nach Saint Pont Louis de Rhone mit einer siebenköpfigen Crew und einer Ladung von 2.650 Tonnen Stahlspulen an Bord am 13.10. um drei Uhr in der Straße von Bonifacio bei Cala Longa auf Grund. Das Schiff hatte eine notwendige Kursänderung nicht durchgeführt und lief unbeirrt auf die Küste zu, wo es auf Position 41° 23.68' N 009° 14.38' festkam. 50 Minuten lang hatten das CROSS Korsika, der Semaphor Pertusato und die italienische Station Maddalena vergeblich versucht, den Frachter zu erreichen und vor dem falschen Kurs zu warnen, ohne dass es gelang, Kontakt aufzunehmen.

'SNS 063' längsseits der 'Rhodanus'
'SNS 063' längsseits der 'Rhodanus'
(Bild: SNSM Bonifacius) Großbild klick!
Nachdem er festgekommen war, wurden vorerst keine Lecks oder Ölaustritte festgestellt, als eine Falcon 50 der Marine das Schiff überflog. Das italienische Patroullienboot 'CP 306', das Polizeiboot 'La Jonquille', ein Puma-Helikopter der französischen Luftwaffe sowie die 'Lapérouse' der Marine wurden zur Unglücksstelle beordert.
Das Ölbekämpfungsschiff 'Jason', der Notfallschlepper 'Abeille Bee' und der französische Schlepper 'Persevero Tug 40t' folgten. Die 'SNS 063' der SNSM-Station Bonifacio ging am Havaristen längsseits und setzte Polizeikräfte an Bord ab. Ein Untersuchungsteam der Marine machte sich aus Toulon auf den Weg nach Süd-Korsika. Das 80.000 Hektar große Meeresreservat in der Straße von Bonifacio zwischen Korsika und der italienischen Mittelmeerinsel Sardinien ist ein Paradies für Taucher und Urlauber. 2011 wurde die Meerenge von der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation der Vereinten Nationen als besonders gefährdetes Meeresgebiet anerkannt.
Quelle: Tim Schwabedissen


'Rak Attack' wird gelenzt
'Rak Attack' wird gelenzt
(Bild: USCG) Großbild klick!

Rak Attack hatte Wassereinbruch
(13.10.19) Die US Coast Guard assistierte der dreiköpfigen Crew swe 23 Fuß langen Seafox 'Rak Attack', die am Abend des 12.10. rund 15 Meilen westlich von Clearwater, Florida, einen Wassereinbruch erlitten hatte. Von der Station Sand Key lief ein 45-Fuß-Boot aus und barg zwei Personen ab. Dann begann es mit dem Lenzen des Havaristen.
Die Crew hatte um 16.55 Uhr einen Notruf an die Coast Guard St. Petersburg abgesetzt. Zwei Gallonen Wasser drangen pro Minute ein, und die Lenzpumpe kam nicht dagegen an. Der Wassereinbruch wurde unter Kontrolle gebracht und der Havarist zurvSeminole Boat Ramp in Clearwater eskortiert.
Quelle: Tim Schwabedissen


Regattasegler aus Seenot gerettet
(13.10.19) Die US Coast Guard rettete am Abend des 11.10. zehn Segler von Booten, die an der Harvest Moon Regatta bei Port Aransas, Texas, teilnahmen. Ein 45-Fuß-Boot der Station Port O' Connor lief zu der Yacht 'Gypsy Soul' aus, die Wassereinbruch und einen Verletzten gemeldet hatte. Sie befand sich 14 Meilen vor Port O' Connor. Alle vier Mann wurden abgeborgen und vor dem verlassen treibenden Boot gewarnt.
Von der Coast Guard Air Station Corpus Christi stieg ein MH-65 Dolphin-Helikopter auf und nahm Kurs auf die 'Myassis Dragon II' die mit Ruderausfall vier Meilen vor Port Aransas trieb. Von dieser wurden alle sechs Mann auf dem Luftweg abgeborgen. Vor Ort waren bis zu 12 Fuß hohe Wellen und Windgeschwindigkeiten von 23 bis 46 Meilen.
Quelle: Tim Schwabedissen


13 Segler auf zwei Booten in Seenot
(13.10.19) Die US Coast Guard assistierte am 11.10. insgesamt 13 Seglern auf zwei Booten vor Freeport, Texas. Die Station Houston-Galveston fing einen Notruf einer 46 Fuß langen Segelyacht auf, die mit einer sechsköpfigen Familie, einem Hund und einer Katze an Bord fünf Meilen südlich von Freeport Wassereinbruch hatte. Von der Air Station Houston stieg ein MH-65 Dolphin-Helikopter auf, von der Station Freeport lief ein 45-Fuß-Boot aus.
Dieses konnte Menschen wie Tiere abbergen und nahm die Yacht dann in Schlepp. Auf dem Weg nach Freeport verstärkte sich der Wassereinbruch aber, und sie sank auf 33 Fuß Wassertiefe zwei Meilen südlich der Hafenmolen von Freeport.
Die Coast Guard Houston-Galveston fing derweil einen Notruf einer 30 Fuß langen Segelyacht mit Ruderverust auf, die manövrierunfähig sieben Meilen südwestlich von Freeport trieb. An Bord waren sieben Personen. Von der Station Freeport kam ein Boot zu Hilfe und schleppte die Yacht zur Bridge Bait Marina.
Quelle: Tim Schwabedissen


Yacht sank brennend im Altafjord
(13.10.19) Am 11.10. wurde die NSSR alarmiert, nachdem auf einer Yacht im Altafjord ein Feuer ausgebrochen war. Die 'RS145 - Vekteren' kam dem Boot zu Hilfe. Alle Personen an Bord wurden in Sicherheeit gebracht. Beim Versuch, den Brand zu löschen, sank das Boot auf 350 Metern Wassertiefe.
Quelle: Tim Schwabedissen


Golden Ray wird abgewrackt
(13.10.19) Der vor Brunswick gekenterte Autofrachter 'Golden Ray' wird ein Totalverlust sein. Das Schiff wird, dies bestätigten jetzt die Berger, nicht aufgerichtet werden können. Stattdessen wird es vor Ort in kleinere Teile zerschnitten, die dann zum Recycling abtransportiert werden können. Unterdessen hat die US Coast Guard 220.000 Gallonen, das sind 2/3 des Treibstoffs, aus den Tanks anpumpen können. Im Schiffsinnern befanden sich noch über 4,000 Autos. Maximal hätte das Schiff 7,000 befördern können.
Quelle: Tim Schwabedissen


Raketen sollen nicht aus Saudi-Arabien gekommen sein
(13.10.19) Die staatliche National Iranian Tanker Company (NITC) hat Medienberichten widersprochen, nach denen die Explosionen auf dem Tanker 'Sabiti' am 11.10. von Raketen aus Saudi-Arabien verursacht worden seien. Die iranischen Behörden untersuchten die Ursache der beiden Explosionen vor der Küste Saudi-Arabiens, wo am 11.10. ein Notsignal des Tankers aufgefangen worden war.
Kurz darauf stellte er die AIS-Signale aus und reagierte nicht auf Funksprüche. Der Ölaustritt wurde inzwischen gestoppt und führte zu keiner größeren Verschmutzung. Der Havarist hielt auf iranische Gewässer zu.
Quelle: Tim Schwabedissen


Frachter sank im Taifun - sieben Vermisste, ein Toter und vier Gerettete
(13.10.19) Der unter Panama-Flagge laufende Frachter 'Jia De', 1925 BRZ (IMO: 8989848), sank am 12.10. um 23.20 Uhr vor Kawasaki, Yokohama, als dort der Taifun Hagibis durchzog. Von der 12-köpfigen Crew wurden nur vier Mann lebend gerettet und einer tot geborgen.
Sieben Mann wurden bislang noch vermisst. An Bord waren drei Mann aus Myanmar, darunter der Kapitän, der zu den Geretteten zählte, sowie sieben Chinesen und zwei Vietnamesn.
Quelle: Tim Schwabedissen


Frachter sank nach Kollision
(13.10.19) Der 42 Meter lange, chinesische Frachter 'Su Yan Huo 33768' kollidierte am 11.10. mit einem anderen Schiff beim Transit des Jing-Hang Grand Canal in China und sank. Die Crew wurde gerettet. Das Wuxi Maritime Department schickte fünf Patroullienboote und zwei Bergungsschiffe zur Untergangsstelle.
Quelle: Tim Schwabedissen


Frachter nach fast einer Woche geborgen
(13.10.19) Der kanadische Bulkcarrer 'Rt.Hon.Paul J. Martin' konnte am Morgen des 12.10. geborgen werden, nachdem er fast eine Woche auf dem St. Lawrence Seaway festgesessen hatte. Zuvor waren rund 5.200 Tonnen der Eisenerzladung auf drei Bargen umgeladen worden, um das Schiff zu leichtern. Das Schiff wurde dann nach Prescott, Ontario, gebracht.
Da die 'Rt.Hon.Paul J. Martin' einige Schäden davongetragen hatte, wird sie erst Reparaturen unterzogen, ehe es nach Quebec City weitergeht. Die Havarie wurde weiter untersucht.
Quelle: Tim Schwabedissen


Havarierter Trawler nach Aberdeen geschleppt
(13.10.19) Auf dem britischen Trawler 'Pathway', 88 gt BRZ (MMSI: 232004150), kam es am 11.10. zu einem Maschinenausfall. Das Schiff war am 10.10. aus Fraserburgh auf Fangfahrt ausgelaufen und befand sich auf Position 57 00 24.0 N, 001 26 12.0 W. Nachdem es der Crew nicht gelang, Reparaturen durchzuführen, wurde der Havarist nach Aberdeen abgeschleppt und machte um 22.20 Uhr dort am Palmerston Quay fest.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kesselprobleme im Englischen Kanal
(13.10.19) Auf dem unter Singapur-Flagge laufenden Frachter 'Hoyanger', 37150 BRZ (IMO: 9100073), kam es am 11.10. gegen zwei Uhr auf der Fahrt von Vlissingen nach Nueva Palmira, Uruguay, zu Maschinenproblemen wegen einer Wasserpumpe des Kessels beim Verlassen der Verkehrstrennungszone des Englischen Kanals. Die HM Coastguard überwachte das Schiff, während Reparaturen durchgeführt wurden. Danach nahm das Schiff wieder Fahrt auf und sollte den Zielhafen am 29.10. erreichen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Frachter strandete auf Paraná
(13.10.19) Der liberianische Bulkcarrer 'Ocean Lion' 38877 BRZ (IMO: 9296248), lief am 11.10. um 1.10 Uhr auf dem Paraná River bei Flusskilometer 342 auf Grund. Das Hauptfahrwasser wurde komplett blockiert und die Schifffahrt dort unterbrochen. Die Coast Guard wies den Schiffsagenten an, unverzüglich Schlepperhilfe zu organisieren.
Um 23.35 Uhr gelang es den unter Vertrag genommenen Schleppern 'Ranquel' und 'Diaguita', das Schiff wieder flottzumachen. Am 12.10. um 13.35 Uhr wurde der Schiffsverkehr wieder freigegeben.
Quelle: Tim Schwabedissen


Bulkcarrer 'Ormi' mit Maschinenschaden
(13.10.2019) Auf dem unter Panama-Flagge laufenden Bulkcarrer 'Ormi', 10299 BRZ (IMO: 9397200), kam es auf der Fahrt von Diliskelesi nach Piräus beim Transit der Dardanellen bei Nara Pt. am 10.10. um 19.30 Uhr zu einem Maschinenschaden. Das Schiff ankerte auf der Reede von Karanlik, wo die Crew eine Reparatur durchführte. Am 13.10. um 0.45 Uhr ging der Frachter vorf Piräus auf Position 37° 53.12' N 023° 31.86' O vor Anker.
Quelle: Tim Schwabedissen


Tanker verlor Anker
(13.10.19) Der maltesische Tanker 'Scali del Teatro', 5430 BRZ (IMO: 9566289), verlor am 6.10. einen Anker samt der Kette rund 13 Meilen nordnordwestlich von Nieuwpoort in der Nordsee. Das Schiff war am 5.10. aus Wandelaar ausgelaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Frachter verließ Schweden nach Havarie ohne Inspektion und schaltete AIS aus
(13.10.19) Der unter Zypern-Flagge laufende Frachter 'Rix Emerald', 2061 BRz (IMO: 9116802), hatet Maschinenproblems, als er am 11.10. auf der Göta Alv unterwegs war. Die Maschine konnte nicht mehr von der Brücke aus kontrolliert werden. Stattdessen wurde das Schiff vom Maschinenraum aus gefahren.
Die Marieholms- und die Jordfallsbrücke wurden geöffnet, damit der Havarist ohne stoppen zu müssen passieren konnte. Er war mit 2,300 Tonnen Haferflocken der Firma Lantmännen von Lidköping nach Montrose in Schottland unterwegs.
Der Frachter konnte schließlich vor Hönö ankern. Hier sollte eine Inspektion durch die schwedische Transport Agentur stattfinden und eine Reparatur durchgeführt werden.
Stattdessen ging das Schiff ohne Genehmigung ankerauf und verließ die Gewässer, offenbar immer noch mit großen Problemen, als er die Lilla Edet verließ. Es wurde erwogen, den Frachter zu stoppen, doch dann war er bereits aus den schwedischen Gewässern heraus und hatte das AIS ausgeschaltet. Inzwischen ging er um Skagen herum und sollte nun auf Bitte der Schweden nach dem Erreichen von Montrose inspiziert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen


11.10.2019

'Henda' an der Untergangsstelle
'Henda' an der Untergangsstelle
(Bild: Fredrik Lindgren) Großbild klick!

Öl aus gesunkenem Tanker abgepumpt
(11.10.19) Die Swedish Agency for Marine and Water Management (SwAM) hat aus dem in 70 Metern Tiefe liegenden Wrack des Tankers 'Lindesnäs', 1265 BRT, bis Ende vergangenen Monats insgesamt 299 Kubikmeter Öl geborgen. Das Schiff, das am 14.4.1957 in einem Schneesturm auf der Fahrt von Nynäshamn nach Norrköping 10 Kilometer vor Oxelösund sank, hatte insgesamt 1,732 Kubikmeter Kerosin an Bord. Es galt als eines von 30 für die Umwelt am gefährlichsten Wracks in schwedischen Gewässern.
Das Leichtern begann gemeinsam mit dem dänischen Arbeitsschiff 'Vina' (IMO: 7712896) im August durch die dänische JD-Contractor A/S, die den Rumpf kontrolliert anbohrte und dann Kerosin und Diesel auf den maltesischen Tanker 'Henda', 4812 BRZ (IMO: 9566708), hochpumpte. Es wurde anschließend zum Recycling oder zur Entsorgung gebracht.

Archivbild 'Henda'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Während der Arbeit wurde auch ein 46 Meter langes Geisternetz mit zwei darin gefangenen, toten Seehunden entdeckt und geborgen. Die Arbeiten kosteten 21,751,000 Schwedenkronen und wurden aus einem Fonds der Regierung finanziert.
Quelle: Tim Schwabedissen


Zwei Trawler in Deauville gesunken
(11.10.19) Zwei kleine Trawler sanken in der Nacht zum 11.10. im Hafen von Deauville unweit der Schleuse. Nur noch die obersten Teile ragten aus dem Wasser. Eines der beiden Schiffe, die acht Meter lange 'Christina', 5,4 BRZ (MMSI: 227637570), war bereits am 9.5. einmal untergegangen. Nur noch das Dach des Ruderhauses war damals noch sichtbar geblieben.
Die Polizei von Honfleur und die Feuerwehren von Lisieux, Touques und Villers-sur-Mer waren seinerzeit im Einsatz gewesen. Auch nach dem neuerlichen Untergang legte die Hafenbehörde als erstes Ölsperren um die Wracks aus. Die Schiffe sollten voraussichtlich bereits am Nachmittag wieder geborgen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Rettungsinsel der Katamaranfähre 'Korora'
Rettungsinsel der Katamaranfähre 'Korora'
(Bild: Fullers) Großbild klick!

Rettungsinsel machte sich selbstständig
(11.10.19) Im Fährdienst von Waiheke nach Auckland kam es am 11.10. zu Verspätungen, nachdem die 34 Meter lange, neuseeländische Katamaranfähre 'Korora' (MMSI: 512005706) um 8.30 Uhr auf See eine Rettungsinsel verloren hatte. Der Verlust ereignete sich kurz nach dem Auslaufen des Fullers360-Fährschiffs von Waiheke Island. Es dauerte über eine Stunde, bis es gelang, die Insel mit einem Bordkran wieder an Bord zu bekommen und die Luft herauszulassen.
Mit einer 35-minütigen Verspätung erreichte das Schiff schließlich Auckland. Hier wurde sie zu einer Untersuchung geschickt. Die Rettungsinsel war erst zwei Tage zuvor inspiziert worden, wobei keine Mängel an den Befestigungen festgestellt wurden.
Quelle: Tim Schwabedissen


'Anna Dorothea' mit Mast der Segelyacht
'Anna Dorothea' mit Mast der Segelyacht
(Bild: KNRM) Großbild klick!

Havarierte Yacht nach Lemmer eingeschleppt - Mast kam nachgeliefert
(11.10.19) Am 9.10. gegen 16 Uhr kam es zu einem Mastbruch auf einer 34 Fuß langen Segelyacht auf dem IJsselmeer bei Lemmer. Die dreiköpfige Crew wurde nicht verletzt. Die KNRM in Lemmer wurde alarmiert und rückte mit zwei Booten an.
Vor Ort stellte sich heraus, dass der Mast an zwei Stellen gebrochen war. Deshalb wurde entschieden, ihn zu zerschneiden und über Bord gehen zu lassen. Nachdem das gesamte Rigg gelöst war, wurde der Mast mit Fendern als Auftriebskörpern ins Wasser geworfen.
Das Rettungsboot 'Palace Noordwijk' schleppte dann die havarierte Yacht in die örtliche Marina. Die Seenotretter auf der 'Anna Dorothea' schleppten den Mast samt den noch daran hängenden Segeln hinterher. Dies machte die Bergung mühselig, doch am Ende wurde auch der Mast im Hafen abgeliefert.
Quelle: Tim Schwabedissen


Fähre 'Ytterøyningen' am Sydnes-Kai in Halsnøy
Fähre 'Ytterøyningen' am Sydnes-Kai in Halsnøy
(Bild: Ole Roessland) Großbild klick!

Feuer und Explosion auf norwegischer Hybridfähre - zwei Verletzte, Sicherheitszone eingerichtet
(11.10.19) Am 10.10. um 18.40 Uhr brach auf der norwegischen Fähre 'Ytterøyningen', 632 BRZ (IMO: 9371531), die im Dienst Sydnes - Fjelberg - Borgundøy - Utbjoa eingesetzt ist und gerade vom Sydnes-Kai in Halsnøy, Kvinnherad, abgelegt hatte, ein Feuer aus. Es entstand in einer Batterieabteilung der Hybridfähre unterhalb des Hauptdecks. Die Crew sah zwar kein offenes Feuer, aber eine Menge Rauch, und schlug Alarm.
Die 12 Passagiere und drei Crewmitglieder konnten das Schiff sicher verlassen, nachdem es an den Kai zurückgekehrt war. Die Feuerwehr wurde zwischenzeitlich alarmiert, und die Polizei requirierte eine Reihe von Schiffen mit Löschausrüstung. Auch die Schnellfähre 'Admiral' wurde vom MRCC zur Assistenz zum Fähranleger geschickt.
Um 20.15 Uhr waren diverse Fahrzeuge in Bereitschaft. Zeitweilig wurden außen am Rumpf des Havaristen 60 Grad Temperatur gemessen. Um 21.12 Uhr meldete die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle. Nun warteten die Einsatzkräfte auf ein Absinken der Temperaturen, um in den Innenraum vordringen zu können.

Fähre 'Ytterøyningen' mit Löschkräften
Fähre 'Ytterøyningen' mit Löschkräften
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Da immer noch außen 40 Grad gemessen wurde, war dies zunächst noch nicht möglich. Entsprechend gab es auch noch keine Erkenntnisse darüber, ob die Batterien selbst oder Kabel in Brand geraten waren. Das Schiff war erst im Sommer zur Hybridfähre umgebaut worden, auf der nun Batterien zum Schiffsbetrieb zugeschaltet werden können.
Zwei Crewmitglieder wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Der Fährdienst wurde für den Rest des Abends eingestellt. Um 7.15 Uhr des 11.10. sollte zunächst ein Shuttleboot in Sydnes auslaufen und Überfahrten anbieten, bis die Ersatzfähre 'Sveio' eingetroffen war.
Am 11.10. wurde die Feuerwehr erneut nach Halsnøy gerufen, nachdem die dreiköpfige Brandwache gegen sieben Uhr eine kräftige Explosion im Vorschiff, wo sich die Batterieabteilung befindet, wahrgenommen hatte. Als sie am Hafen eintrafen, gab es aber weder Rauch, Flammen noch verdächtigen Geruch. Möglicherweise hatten Batteriegase sich entzündet und für explosionsartige Geräusche gesorgt.
Ein Löschboot mit Tauchern samt Ausrüstung für Chemieunfälle und einer Drohne an Bord wurde aus Bergen angefordert. Die Polizei richtete eine Sicherheitszone von 300 Metern um das Schiff ein. Die Reederei Norled wandte sich an den Hersteller der Lithium-Batterien mit der Bitte um Rat.
Quelle: Tim Schwabedissen


Motoryacht sinkend auf Grund gesetzt
(11.10.19) Die US Coast Guard assistierte am 10.10 einer 46 Fuß langen Motoryacht, die auf dem San Bernard River bei Freeport, Texas, Wassereinbruch gemeldet hatte. Der Skipper setzte das Boot auf Grund und alarmierte die Coast Guard Houston-Galveston. Diese schickte von der Air Station Houston einen MH-65 Dolphin Helikopter sowie von der Station Freeport ein 45-Fuß-Boot zur Hilfeleistung.
Der Hubschrauber setzte einen Rettungsschwimmer an Bord ab mit einer Lenzpumpe. Es stellte sich aber heraus, dass diese nicht gegen das eindringende Wasser ankam. Daraufhin wurde der Skipper der Yacht abgeborgen. Der Eigner bat, an Bord bleiben zu dürfen. Er watete später an Land und leitete eine Bergungsaktion in die Wege. Das Boot saß vorerst weiter auf Grund.
Quelle: Tim Schwabedissen


Explosion und Feuer auf iranischem Geistertanker nach Raketenangriff
(11.10.19) Der mit 1.000.000 Barrels Rohöl beladene, iranische Tanker 'Sabiti', 81479 BRZ (IMO: 9172040), wurde am frühen Morgen des 11.10. von zwei Marschflugkörpern getroffen. Dabei kam es zu einer Explosion im Bereich der Ladetanks. Anschließend brach ein Feuer an Bord aus.
Öl lief aus dem oder den beschädigten Tanks ins Wasser. Der Tanker der National Iranian Oil Company befand sich zum Zeitpunkt der Havarie im Roten Meer 130 Kilometer südwestlich von Dschiddah. Die Crew blieb unversehrt und brachte die Lage an Bord offenbar wieder unter Kontrolle.
Das Schiff hat keinen verlässlichen AIS-Track. Offenbar handelt es sich bei dem Suezmax um einen der Geistertanker, die versuchen, durch Ausschalten des AIS den Kurs zu verschleiern und die US-Sanktionen gegen den Iran zu unterlaufen. Wer hinter der Attacke steckte, war noch unklar.
Es gab auch noch keine endgültige Klarheit, ob es sich wirklich um die 'Sabiti' handelte. Diese hatte zuletzt im Hafen von Bandar Abbas gelegen. Seit Mitte August hatte das Schiff das AIS aber abgestellt. Es gab auch Vermutungen, nach denen es sich um das Schwesterschiff 'Sinopa' handeln könnte.
Dieses war zuletzt vor der Küste Dschiddahs in nordwestlicher Richtung unterwegs gewesen. Zum Zeitpunkt der Mitteilung des Ölministeriums über die Attacke hatte die 'Sinopa' ebenfalls seit rund zehn Stunden keinen aktuellen Standort mehr gesendet. Davor hatte es seine Position zuletzt am 19.8. gesendet.
Das letzte AIS-Signal kam dann kurz vor der Explosion, als das Schiff in Richtung Suez-Kanal unterwegs war. Am Vormittag veröffentlichte die Reederei dann Fotos der 'Sabiti' am Tag der Attacke, die sie ohne Feuer und stabil zeigen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Maschinenschaden sorgt für Treibstoffknappheit
(11.10.19) Eine Reihe öffentlicher Tankstellen in Palu, Sigi und Donggala hatte Versorgungsengpässe, nachdem es auf dem Versorgungstanker 'Bumi Indonesia', 5169 BRZ (IMO: 9182825), zu einem Maschinenschaden in den Gewässern von Donggala gekommen war. Der Tanker war dort bereits am 10.10. eingetroffen, musste jedoch zunächst noch auf das Auslaufen des Tankers 'Alice' warten.
Als er dann in den Hafen einlaufen wollte, fiel die Maschine aus, sodass die geplanten Löschoperationen zunächst nicht stattfinden konnten. Erst mit Verzögerung erreichte das Schiff die Pier.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kutter sank in Nea Michaniona
(11.10.19) Am 10.10. sank der griechische Kutter 'Albatros' an der Pier von Nea Michaniona im Fischereihafen. Es gab keine Ölaustritte. Die Hafenbehörde von Thermaikos legte vorsorglich eine Ölsperre aus. Die Hafenbehörde von Thessaloniki leitete eine Untersuchung ein und informierte den Eigner, damit dieser die Bergung veranlasst.
Quelle: Tim Schwabedissen


Ölsperre in Passau aufgerissen - Öl trieb die Donau hinab
(11.10.19) Ein größerer Ölfilm auf der Donau im Umfeld der Hängebrücke wurde am 10.10. gegen 17.30 Uhr auf der Donau in Passau entdeckt und hat danach für einen größeren Einsatz der Passauer Feuerwehren gesorgt. Der Ursprung des massiven Ölfilms, der bis über Kachlet hinaus auszumachen war, fand sich schließlich im Bayernhafen. Dort lag seit gut drei Wochen der am 8.9. zwischen Deggendorf und Vilshofen beim Auflaufen auf einen Felsen leckgeschlagene bulgarische Schubverband 'Discover', 1492 ts (MMSI: 207072238).
Der Havarist war eigentlich rundum durch eine Ölsperre gesichert. Diese Ölsperre hat aber offenbar ein weiteres Schiff beim Auslaufen beschädigt, so dass eine größere Ölmenge austrat, die donauabwärts trieb. Die Schadenshöhe war noch unbekannt. In den Abendstunden waren rund 40 Einsatzkräfte der Feuerwehr-Löschzüge Hauptwache sowie Ilzstadt und Grubweg im Einsatz.
Quelle: Tim Schwabedissen


Feuer auf norwegischem Torpedoboot
(11.10.19) Im Maschinenraum des norwegischen Torpedoboots KNM 'Storm', 273 tdw (MMSI: 257012000), brach am 10.11. in der Base in Haakonsvern kurz vor 15 Uhr ein Feuer aus. Vier Mann kamen mit Rauchgasvergiftungen ins Krankenhaus. Sie konnten später heimkehren und sollten am 11.10. nochmals untersucht werden.
Brandbekämpfer der Base rückten unter Atemschutz gegen den Brand vor und konnten ihn rasch unter Kontrolle bringen. Sie wurden von Einsatzkräften der Feuerwehr von Haakonsvern unterstützt. Die Polizei leitete eine Untersuchung ein.
Bevor der Maschinenraum untersucht werden konnte, musste er zunächst aber belüftet werden. Die Schadenshöhe war entsprechend noch unklar. Die KNM 'Storm' ist eines von insgesamt sechs Booten der Skjold-Klasse und eines der schnellsten Marineschiffe der Welt mit einer Spitzengeschwindigkeit von 60 Knoten. Sie ist 47.5 Meter lang und 13.5 Meter breit. Das Boot wurde als erstes seiner Klasse im September 2010 abgeliefert.
Quelle: Tim Schwabedissen


38 Tote bei Unglück in Nigeria befürchtet
(11.10.19) Am 7.10. kenterte ein Fährboot mit 40 Personen an Bord unweit des Dorfs Kuna im Bauchi-Staat im Nordosten von Nigeria. Nur zwei Menschen wurden bislang gerettet. An Bord waren Bauern mit verschiedenen Handelsgütern.
Quelle: Tim Schwabedissen


Stolt Groenland wird geleichtert
(11.10.19) Die Ladung des durch eine Explosion schwer beschädigten Tankers 'Stolt Groenland' soll auf den Chemikalientanker 'Stolt Sagaland' (IMO: 9352200), umgepumpt werden. Dieser lief am 11.10. aus Yesou nach Ulsan aus, wo der Transfer am 12.10. an der Yeonpo Pier beginnen soll. Insgesamt sollen 27,000 Tonnen Chemikalien umgepumpt werden, was bis zu zwei Wochen dauern kann. Bei Beprobungen war zuletzt festgestellt worden, dass die meisten inzwischen so stabil waren, dass die Operation beginnen kann.
Quelle: Tim Schwabedissen


10.10.2019

Schwimmkran 'Hebolift 6' unter beengten Bedingungen
Schwimmkran 'Hebolift 6' unter beengten Bedingungen
(Bild: Marcel Koster) Großbild klick!

IJmuiden: Maßarbeit bei Wrackbergung
(10.10.19) Der große Schwimmkran 'Hebolift 6' passte so gerade eben in den Marina Seaport in IJmuiden aan Zee, um den holländischen Kutter 'Jyden', 46, BRZ, der Firma Desportvisser in IJmuiden zu heben. Der Schlepper 'Tjerk-Hidde' bugsierte ihn in die richtige Position im engen Hafenbecken, um an dem Schiff, von dem nur noch Masten und Ruderhaus aus dem Wasser ragten, anzupacken. In der Nacht zum 30.9. war das alte Holzschiff vollgelaufen, nachdem offenbar die Pumpen, die es kontinuierlich schwimmfähig gehalten hatten, versagt hatten.
Der 16 Meter lange, einstige dänische Nordseetrawler 'RI 65', der seit 1978 an von Hvide Sande aus auf Fang gegangen war und zuletzt von Sportanglern in der Wrackfischerei genutzt worden war, wurde so selbst zum Wrack. Am folgenden

Kutter 'Jyden' wird gehoben
Kutter 'Jyden' wird gehoben
(Bild: Marcel Koster) Großbild klick!
Morgen legte Rijkswaterstaat eine Ölsperre an der Untergangsstelle aus, weil Dieselöl aus den Tanks austrat. Ein Taucher barg dann einige Habseligkeiten des Eigners.
Am Abend des 8.10. ging dann der Schwimmkran 'Hebo-6' in der Marina in Stellung. In den Takeln des Bergungsschiffs aus Duisburg wurde der Kutter wenig später wieder zurück an die Wasseroberfläche gebracht und ausgepumpt. Der Untergang dürfe wahrscheinlich das Ende des betagten Schiffs bedeuten.
Quelle: Tim Schwabedissen


Trawler nach A Coruña abgeschleppt
(10.10.19) Am 9.10. kam es auf dem 32 Meter langen spanischen Trawler 'Himajo Primero' (MMSI: 224027520) zu einem Maschinenausfall, als sich das mit neun Mann besetzte Schiff fünf Meilen nördlich der Sisargas Inseln befand. Salvamento Marítimo wurde um Assistenz gebeten und schickte das SAR-Boot 'Salvamar Betelgeuse' (MMSI: 225986508) zur Assistenz. Es nahm den Havaristen auf den Haken und zog ihn in Richtung von A Coruña. Hier wurde er um 16 Uhr sicher im Puerto de Oza festgemacht.
Quelle: Tim Schwabedissen


Archivbild Forschungsschiff 'Clupea'
Archivbild Forschungsschiff 'Clupea'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!

Kollision vor Brunsbüttel
(10.10.19) Am 9.10. gegen 18 Uhr kam es auf der Elbe vor Brunsbüttel zu einer Kollision zwischen dem deutschen Forschungsschiff 'Clupea', 241 BRZ (IMO: 9573359), mit dem 29 Meter langen Lotsenversetzer 'Pilot Steinburg' (MMSI: 211784710), als dieses vor dem Einlaufen in den Nord-Ostsee-Kanal längsseits ging. Das Forschungsschiff war unterwegs von Wilhelmshaven nach Rostock. Bei dem Zusammenst0ß trug es eine Beule im Rumpf davon. Das Lotsenboot trug lediglich Schrammen davon.
Menschen kamen nicht zu Schaden. Nachdem die 'Clupea' gegen 18.30 Uhr in die Neue Südschleuse in Brunsbüttel eingelaufen war, gingen Beamte der Wasserschutzpolizei an Bord, um den Unfall zu untersuchen. Um 20.15 Uhr setzte das Schiff die Reise gen Osten fort und sollte am 11.10. gegen Mitternacht Rostock erreichen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Maschinenausfall vor Porto Empedocle
(10.10.19) Auf der italienischen Fähre 'Sansovino', 10977 BRZ (IMO: 8705709), kam es in der Nacht zum 10.10. zu einem Ausfall der Steuerbord-Hauptmaschine. Das Schiff mit 68 Passagieren an Bord war um 23.30 Uhr aus Porto Empedocle nach Lampedusa ausgelaufen. Mit der Backbord-Maschine machte es sich auf den Rückweg nach Porto Empedocle. Sicherheitshalber wurde es dabei von einem Schlepper eskortiert. Der Hafenkapitän verständigte die italienischen Registrierungsbehörden, die die Fähre einer Inspektion unterzogen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Bulkcarrier 'R. Hon. Paul J. Martin'
Bulkcarrier 'R. Hon. Paul J. Martin'
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Schlepper unterwegs zu gestrandetem Frachter
(10.10.19) Der kanadische Bulkcarrier 'R. Hon. Paul J. Martin', 23989 BRZ (IMO: 7324405), der in der Nacht zum 6.10. gegenüber von Lisbon vor Galop Island auf dem St. Lawrence River auf Grund gelaufen war, saß am 10.10. in unveränderter Lage. Der leichte Wassereinbruch wurde mit Lenzpumpen unter Kontrolle gehalten, während die Bergungsaktion vorbereitet wurde. Am 9.10. machten sich zwei Schlepper, die 'Ocean Comeau' (MMSI: 7520322) und die 'Ocean Echo II' auf den Weg zum Havaristen.
Außerdem wurden Bargen zum Leichtern von Teilen der Eisenerzladung vorbereitet. Der 225 Meter lange Frachter war auf dem Weg nach Quebec gewesen, als er bei Cardinal auf Grund lief. Seither musste die übrige Schifffahrt die Strandungsstelle im Einbahnverkehr langsam passieren.
Quelle: Tim Schwabedissen


Frachter saß auf Paraná fest
(10.10.19) Der griechische Bulkcarrier 'Crystalia', 41882 BRZ (IMO: 9658874), lief am 4.10. um 20.30 Uhr bei Flusskilometer 437.5 auf dem Paraná River am linken Ufer auf Grund. Er war auf der Fahrt von San Lorenzo in die Niederlande. Der Havarist beeinträchtigte die übrige Schifffahrt nicht.
Nachdem vergeblich versucht wurde, das Schiff mit eigener Kraft zu befreien, wurden die beiden Schlepper 'Cooper Estibador II' und 'Tumbador I' am 5.10. zur Assistenz gerufen. Am 6.10. um 00.30 Uhr gelang es ihnen, den Frachter wieder flottzumachen. Er lief dann die Hauptreede von Rosario an, wo er zu der Routineinspektion durch die Coastguard ankerte.
Quelle: Tim Schwabedissen


Totalblackout vor Halifax
(10.10.19) Auf dem britischen Containerfrachter 'Atlantic Sky', 100430 BZ (IMO: 9670602), kam es am 30.9. gegen 19 Uhr zu einem kompletten Blackout auf Anchorage A nahe Halifax, wo das Schiff auf Position 44 30 14.4 N, 063 27 04.2 W lag. Kurze Zeit später gelang es, die Bordenergie wiederherzustellen. Mit der Assistenz von Schleppern machte der Frachter dann im Hafen fest. Am 1.10. gegen 15 Uhr lief er wieder aus Halifax aus und nahm Kurs auf New York.
Quelle: Tim Schwabedissen


Tanker vor Contrecoeur/Kanada havariert
(10.10.19) Der kanadische Tanker 'Algoma Hansa', 11290 BRZ (IMO: 9127186), wurde am 8.10. um 5.10 Uhr manövrierunfähig und ankerte 1.21 Meilen nördlich von Contrecoeur, Quebec, auf Position 45 53 07.8 N, 073 14 29.4 W. Nachdem die Crew Reparaturarbeiten durchgeführt hatte, konnte er seine Reise von Port Colborne nach Montreal fortsetzen. Hier machte er gegen acht Uhr fest.
Quelle: Tim Schwabedissen


Maschinenschaden vor Las Palmas
(10.10.19) Der holländische Frachter 'Happy Dover', 14784 BRZ (IMO: 9551959), erlitt am 8.10. gegen 18.45 Uhr, rund eine halbe Stunde nachdem er Las Palmas mit Kurs Agadir verlassen hatte, einen Maschinenausfall. Salvamento Marítimo schickte das SAR-Schiff 'Miguel de Cervantes' zu Hilfe, der den Havaristen fünf Meilen östlich von Las Palmas.
Er eskortierte die 'Happy Dover' bis zur Hafeneinfahrt von Las Palmas zurück und bugsierte es dann an den Kai. Um drei Uhr machte das Schiff am Reina Sofí-Kai fest, wo der Schaden repariert wurde. Am 9.10. um 15.30 Uhr stach das Schiff erneut in See und nahm die Reise nach Marokko wieder auf.
Quelle: Tim Schwabedissen


Feuer auf Kanalfähre
(10.10.19) Auf der unter Bahamas-Flagge laufenden Fähre 'Pride of York', 31875 BRZ (IMO: 8501957), die mit 346 Personen an Bord von Zeebrügge, wo sie am Vorabend um 19.15 Uhr ausgelaufen war, auf dem Weg nach Kingstown-upon-Hull um 01.40 Uhr ein Feuer im Maschinenraum aus. Das bordeigene Löschsystem konnte den Brand rasch ersticken.
Das Schiff setzte mit der verbliebenen Maschine die Fahrt langsam fort und erreichte den Zielhafen um 10.15 Uhr. Die Crew untersuchte derweil die Schäden. Menschen kamen nicht zu Schaden. Um 20 Uhr lief die Fähre wieder aus.
Quelle: Tim Schwabedissen


Fähre machte treibendem Kutter Lee
(10.10.19) Die britische Fähre 'Loch Shira', 1024 BRZ (IMO: 9376919), assistierte am 4.10. einem Kutter, dessen Propeller blockiert war und der mit dem Wind auf eine Felsküste im Süden der Ballochmartin Bay zutrieb. Nach einem Notruf war das RNLI-Boot aus Largs um 19.50 Uhr ausgelaufen. Die Fähre machte dem Kutter Lee, sodass sich seine Drift verlangsamte.
Das Rettungsboot konnte dann eine Schleppverbindung herstellen. Der Kutter wurde dann in den Largs Yacht Haven geschleppt, wo das Largs Coastguard Rescue Team zur weiteren Hilfeleistung bereitstand.
Quelle: Tim Schwabedissen

Fischer vor Dunmanus vermisst
(10.10.19) Ein Fischer, der mit seinem 20 Fuß langen Kutter am Abend des 9.10. von Dunmanus in West-Cork auf Fang ausgelaufen war, wurde vermisst, nachdem er nicht, wie geplant, um 20.30 Uhr zurückkehrte. Wrackteile seines Boots wurden in der Nacht in der Dunmanus Bay entdeckt. Am Morgen des 10.10. begann eine Suchaktion mit dem Patroullienboot 'LÉ William Butler Yeats' und dem SAR-Hubschrauber Rescue 115 aus Shannon sowie dem RNLI-Boot aus Castletownbere, der Schull Coast Guard und der Goleen Coast Guard.
Quelle: Tim Schwabedissen


Von Akacia zerteilte Schleuse wird in Kiel repariert
(10.10.19) Die zwei Hälften des am 19.2.2018 von dem Containerfrachter 'Akacia' schwer beschädigten Schleusentors 1 in Kiel-Holtenau werden mithilfe von 200 Tonnen Stahl wieder zu einem kompletten Tor zusammengefügt. Bis zum Frühjahr 2021 soll die Werft German Naval Yards das im Februar 2018 zerteilte Tor reparieren. Der Auftrag sichert dort Arbeit über 18 Monate . Nach der Begutachtung des Schadens fiel die Entscheidung, für die große Schleuse nicht auf einen Neubau, sondern auf die Reparatur zu setzen.
Nur so gibt es schnellstmöglich wieder zwei funktionierende Reservetore. Ein Neubau hätte mit Planung und Ausschreibung viel länger gedauert. Eine erste Kostenkalkulation für die Reparatur inklusive Bergung des Tores belief sich auf mehr als 25 Millionen Euro.
Gutachter kalkulierten allein am Schleusentor einen Schaden von zwölf bis 15 Millionen Euro. Den Zuschlag bekam German Naval Yards jetzt zum Preis von 12.565.170 Euro. Die Werft in Gaarden repariert aktuell auch bereits eines der beiden Reservetore der Schleuse in Brunsbüttel und hat bereits viel Erfahrung mit den 115 Jahre alten Bauten sammeln können.
Da die nun veranschlagte Summe auch in die Nähe der Investition für einen Neubau kam, ließ die Schifffahrtsverwaltung verschiedene Szenarien prüfen. Der gesamte Mittelbereich des rund 1.000 Tonnen schweren Tores muss erneuert werden. Die Gutachter kamen auf einen Ersatzbedarf von rund 200 Tonnen Stahl, die als geschraubte und genietete Konstruktion bearbeitet werden sollen. 200 Meter neue Rohrleitungen und bis zu 14 000 Quadratmeter Korrosionsschutz stehen an.
Zur Ursache der Kollsion hat die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung n Hamburg bislang nur einen Zwischenbericht herausgeben. Danach ist die Fahrt der 'Akacia' von der Passage der Holtenauer Hochbrücke um 23.48 Uhr und dem Einschlag ins Schleusentor um 23.54 Uhr mit allen Gesprächen auf der Kommandobrücke und im Funk dokumentiert. Auf der Basis der Fehlermeldungen waren bislang nur Eckdaten bekannt. So hat möglicherweise ein Defekt in der Steuerung des Verstellpropellers dafür gesorgt, dass der Frachter kurz vor der Schleuse auf eine Geschwindigkeit von 10,7 Knoten beschleunigte.
Die Besatzung konnte die Maschine per Notstopp abstellen und ließ in der Schleuse die Anker fallen. Deshalb wurde die Geschwindigkeit kurz vor dem Aufprall am Tor noch um zwei Knoten verringert. Da die MaK-Maschine wegen ihres Alters noch kein elektronisches Logbuch oder einen Fehlerspeicher hat, stützten sich die Arbeiten der Sachverständigen bislang auf die Aufzeichnungen der Geräusche auf der Brücke, die Ruderanlage sowie den Fehlerspeicher innerhalb der Steuerung der Verstell-Propelleranlage sowie die wenigen Daten aus dem Alarmdrucker der Maschinenanlage.
Quelle: Tim Schwabedissen


09.10.2019

Archivbild Tanker 'Pavino'
Archivbild Tanker 'Pavino'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!

Blackout in Brunsbüttel / Schleuse
(09.10.19) Am 8.10. kam es um 14:45 Uhr auf dem russischen Tanker 'Pavino', 3983 BRZ (IMO: 9310381), in der neuen Südschleuse des Nord-Ostsee-Kanals in Brunsbüttel zu einem Total-Blackout. Zeitweilig gab es auch keinen Strom mehr an Bord. Die Ursache war zunächst nicht bekannt. Die Wasserschutzpolizei in Brunsbüttel wurde informiert und schickte Beamte an Bord des Tankers.
Bis zur Klärung des Ausfalls musste das Schiff in der Schleuse verbleiben. Um 15.50 Uhr war die Energieversorgung wiederhergestellt, und es konnte die Reise nach Bilbao fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Bundespolizei 'BP 81 - Potsdam'
An der Suche beteiligt: 'BP 81 - Potsdam' der Bundespolizei
(Bild: Bundespolizei) Großbild klick!

Fischer ging vor Borkum über Bord - Suche erfolglos abgebrochen
(09.10.19) In der Nordsee ging am 7.10. rund 145 Kilometer nördlich der Insel Borkum ein Crew-Mitglied eines niederländischen Fischkutters über Bord. Das Schiff meldete den Mann am Nachmittag als vermisst. An der anschließenden Suchaktion waren 14 Schiffe in dem Seegebiet beteiligt, darunter die beiden Cuxhavener Einsatzschiffe der Bundespolizei 'BP 81 - Potsdam', das sich erst am 3.10. zur Feier der Wiedervereinigung in Kiel einem breiten Publikum vorgestellt hatte und danach in die Nordsee verlegt hatte, sowie die 'BP 24 - Bad Bramstedt'.
Die beiden Boote nahmen Kurs auf die gemeldete Position und wurden vor Ort unverzüglich durch den OSC (On Scene Coordinator) in die Suchaktion mit eingebunden. Die Aktion blieb erfolglos und wurde nach mehreren Stunden mit der Dämmerung abgebrochen. Die beiden Einsatzschiffe der Bundespolizei setzten ihren ursprünglichen Auftrag in der Nordsee fort.
Quelle: Tim Schwabedissen


Frachter 'Habib Express'
Frachter 'Habib Express'
(Bild: Dominican Navy) Großbild klick!

Vor Alto Velo gestrandeter Frachter nach dreieinhalb Wochen geborgen
(09.10.19) Der unter Tansania-Flagge laufende Frachter 'Habib Express', 2035 BRZ (IMO: 9196230), wurde am 8.10. gegen Mitternacht von dem unter der Flagge der dominikanischen Republik laufenden Schlepper 'Svitzer Monte Cristi' (IMO: 9788241), geborgen. Er war am 12.9. auf der Reise von Miami nach Puerto de Haina, Santo Domingo, mit einer Containerladung an Bord an der kleinen Felsinsel Alto Velo südwestlich von La Beata at auf den Strand gelaufen. Am 4.10. war der mit der Bergung beauftragte Schlepper aus Santo Domingo ausgelaufen.
Die Dominikanische Marine war vor Ort und überwachte die Operation, die von der T&T Salvage LLC sowie den Dominican Svitzer Caribbean Companies und der Dominican Maritime Agency (MARDOM) gemeinsam durchgeführt wurde. Dazu waren Teile der Ladung auf ein Landungsboot mit einem Kran geleichtert worden, um das Gewicht des Havaisten zu reduzieren. Nachdem der Frachter flottgemacht war, warf dieser um 6.40 Uhr vor Cabo Rojo zunächst Anker auf Position 17° 54.69' N 071° 41.97' W.
Die 'Habib Express' hat eine Länge von 90,6 Metern, eine Breite von 13,75 Metern, einen Tiefgang von 4,27 Metern und eine Tragfähigkeit von 2.780 Tonnen. Der 205-TEU-Frachter läuft für die Maericas Marine Management Services Inc. In Miami und wurde 1999 bei der Frisian Welgelegen in Harlingen als 'Heeredwinger' erbaut. Von 2004 bis 2005 lief er als 'Seawheel Trader'.
Quelle: Tim Schwabedissen


Fähre riss sich in Gelibolu los
(09.10.19) Die türkische Fähre 'Gelba 8', 412 BRZ (MMSI: 271040296), riss sich am 4.10. gegen 20 Uhr bei stürmischem Wind von ihrem Liegeplatz an den Fährterminals in Gelibolu los. Das Schiff, das zwischen Gelibolu und Lapseki verkehrt, trieb in Richtung offenen Wassers. Erst gegen Mitternacht konnte es von einem Schlepper wieder gesichert werden.
Es erlitt leichte strukturelle Schäden an den Rumpfplatten oberhalb der Wasserlinie. Am 5.10. lag es weiter am Kai.
Quelle: Tim Schwabedissen


Fähre 'Ionian Sky'
Fähre 'Ionian Sky'
(Bild: Ioannis Glykas) Großbild klick!

Aufgelegte Fähre in Ambelaika hatte Wassereinbruch
(09.10.19) Am 8.10. gegen Mittag entwickelte die unter Zypern-Flagge registrierte Fähre 'Ionian Sky', 19539 BRZ (IMO: 7377567), der bankrotten NEL Lines, die seit 2013 beim Kynosoura Salamina Shipyard in Ambelakia aufgelegt war, eine Steuerbordschlagseite, nachdem es zu einem Wassereinbruch gekommen war. Offiziere der Hafenbehörde eilten zu dem Liegeplatz des Schiffs und legten vorsorglich eine Ölsperre aus. Eigner und Werft wurden sofort infomiert.
Das Schiff war am 19.9.2013 außer Dienst gestellt worden, als es in Kinousa bei den Salamina Vineyards lag, nachdem ihre Reederei Konkurs erklärt hatte. Es war von den NEL Lines zuvor auf der Route Thessaloniki - Kavala - Mytilene - Chios - Samos - Ikaria eingesetzt gewesen, lief aber nur eineinhalb Saisons lang.
Im März 2018 gab es Gerüchte, dass eine portugiesische Reederei sie zwischen Setubal und Funchal einsetzen wollte, doch dies bewahrheitete sich nicht.
Das Schiff dürfte stattdessen nun am Ende seiner Laufbahn angelangt sein. Es entstand in Japan bei der Hayashikane Shipbuilding. & Engineering Co. Ltd als 'Sapporo Maru' für die Nihon Enkai Ferry. 1990 wurde es an deren Nachfolger Blue Highway Line überschrieben und lief als 'Sunflower Sapporo'. 1998 erwarben es die Strintzis Lines, die es als 'Ionian Victory' auf die Route Patra-Igoumenitsa-Korfu-Ancona-Venedig brachten. 2000 erwarben die neugegründeten Blue Star Ferries die Fähre, die fortan als 'Blue Sky' auf der Linie Igoumenitsa-Korfu-Brindisi lief.
2004 kauften die Agoudimos Lines das Schiff und änderten den Namen in 'Ionian Sky'. Von 2009 bis 2012 lag das Schiff in Drapetsona und Ambelakia auf, um von Juli bis September 2012 kurz auf die Igoumenitsa-Korfu-Brindisi-Route zurückzukehren. Am 11.9.2012 wurde das Schiff in Igoumenitsa wegen Schulden der Reederei arrestiert, ehe im April 2013 eine Charter der NEL Lines begann. Der Einsatz endete abrupt im September nach deren finanziellem Zusammenbruch.
Das Schiff hat eine Tragfähigkeit von 4,547 Tonnen, ist 164 Meter lang, 24,01 Meter breit und hat einen Tiefgang von 6,60 Metern. Es konnte 1.000 Passagiere und 600 Fahrzeuge befördern.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kutter in IJmuiden gehoben
(09.10.19) In der Marina Seaport in IJmuiden aan Zee wurde am 8.10. damit begonnen, den gesunkenen Kutter 'Jyden' zu bergen. Er war dort in der Nacht zum 30.9. an seinem Liegeplatz gesunken. Danach hatte Rijkswaterstaat eine Ölsperre ausgelegt, um auslaufenden Kraftstoff aufzufangen. Am Abend des 8.10. kam der Schwimmkran 'Hebo-6' am Haken eines Schleppers in die Marina.
Ein Taucher brachte Hebestropps am Wrack an. Es wurde inzwischen ausgepumpt und an die Wasseroberfläche zurückgebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen


Maschinenproblem bei Sinop
(09.10.19) Der unter Komoren-Flagge laufende Frachter 'Sormovskiy 32', 2478 BZ (IMO: 7329144) hatte am 6.10. einen Maschinenschaden, als er in Ballast von Samsun nach Rostov am Don unterwegs war. Das Schiff warf auf der Reede von Sinop Anker. Hier machte sich die Crew an die Behebung des Problems.
Quelle: Tim Schwabedissen


Blackout bei Quebec
(09.10.19) Der unter Panama-Flagge laufende Tanker 'Sakhara Lotus', 19572 BRZ (IMO: 9400382), hatte am 6.10. um 14.25 Uhr einen Blackout 1,6 Meilen südsüdöstlich von Cap-aux-Corbeaux, Quebec. Am 7.10. um 2.50 Uhr machte das Schiff in Quebec fest. Am 9.10. um 1.45 Uhr lief es in Richtung der USA weiter.
Quelle: Tim Schwabedissen


Trawler hatte Wassereinbruch
(09.10.19) Der britische Trawler 'Comrade', 64 BRZ (MMSI: 232004952), hatte am 5.10. einen Wassereinbruch im Achterschiff, nachdem es durch ein um diesen gewickelten Gegenstand zu einer Undichtigkeit am Propellerschaft gekommen war. Mit Hilfe der Lenzpumpe gelang es, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen, sodass der Wasserpegel sank, während das Schiff Kurs auf Stornoway hielt. Es war von der Nordküste gekommen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Frachter kollidierte mit zwei Brücken über die Rhône
(09.10.19) Seit mehreren Tagen liegt der unter litauischer Flagge laufende Frachter 'Aramis', 1719 BRZ (IMO: 9281592), in Lyon zur Reparatur, nachdem er am 28.9. gleich mit zwei Brücken auf der Rhône kollidiert war. Zunächst traf er eine Straßenbrücke, um anschließend in eine Eisenbahnbrücke zu krachen. Dabei kam es zu erheblichen Schäden an Aufbauten, Ruderhaus und Vorschiff.
Der Kapitän wurde durch eine geborstene Scheibe verletzt und medizinisch vor Ort versorgt. Die übrige fünfköpfige Crew, darunter mehrere Litauer, blieb unversehrt. Danach wurde der Havarist an einen Kai bei Lyon geschleppt. Die französische Unfalluntersuchungskommission befasste sich mit der Havarie und informierte die Justiz in Litauen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Suche nach Männern der Bourbon Rhode wird fortgeführt
(09.10.19) Die Suche nach den vermissten Crewmitgliedern des Schleppers 'Bourbon Rhode' wurde in reduziertem Umfang fortgeführt, nachdem Angehörige der Männer in Kroatien und der Ukraine eine Petition dafür gestartet hatten und ihre Regierungen entsprechende Anfragen an die französischen Behörden richteten. Sie richteten auch einen Fonds ein zur Finanzierung privater Suchflugzeuge. Ihre Hoffnungen lagen auf den Aussagen der drei Überlebenden, die sieben Crewkameraden beim Besteigen einer Rettungsinsel gesehen hatten.
Am 7.10. gab es eine Meldung des Offshore-Schleppers 'Alp Striker' (IMO 9737230), dessen Brückenwache Notsignale in dem Suchgebiet gesehen haben wollte. Am 9.10. waren vier Schiffe in dem Seegebiet an der Suche beteiligt, ebenso wie eine amerikanische Hercules C-130.
Quelle: Tim Schwabedissen


Zylinderschaden hielt Frachter auf
(09.10.19) Der irische Frachter 'Arklow Muse', 9758 BRZ (IMO: 9509487), der mit einer Crew von 12 Mann auf der Fahrt von Aughinish nach Dünkirchen war, wurde am Morgen des 8.10. manövrierunfähig, nachdem es zu einer Leckage an dem Hochdruckventil eines Zylinders im Maschinenraum gekommen war. Das Schiff trieb auf Position 49 53 24 N, 005 21 12 W. Um 10.20 Uhr war der Schaden behoben, es nahm wieder Fahrt auf und sollte am 9.10. um 11 Uhr den Zielhafen erreichen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Northguider schwerer beschädigt als erwartet
(09.10.19) Die Bergung des norwegischen Trawlers 'Northguider', 1792 BRZ (IMO: 8714619), in der Hinlopen Straße wird sich weiter verzögern. Am 2.10. war es den Bergern gelungen, die Schlagseite des Schiffs zu reduzieren. Dabei stellte sich aber heraus, dass der Schaden am Rumpf erheblich größer war als erwartet.
Er hatte ein Leck von 12,5 Metern Länge und fünf Metern Breite. Dieses lässt sich nicht mit den vor Ort verfügbaren Mitteln abdichten. Die norwegische Küstenverwaltung wartete nun auf ein Update der Planungen durch die Versicherung Gard, den Schiffseigner Opilio AS und die Berger von SMIT Salvage.
Während einerseits Enttäuschung über den Rückschlag herrschte, wurde andererseits betont, dass mit dem Entfernen des Öls und anderer umweltgefährdender Stoffe schon eine Menge erreicht worden ist. Es wird aber immer wahrscheinlicher, dass das Wrack nicht vor 2020 geborgen werden kann.
Quelle: Tim Schwabedissen


Spirit of Liberty wieder frei
(09.10.19) Am Abend des 8.10. gelang es einem Schlepper, die seit zwei Tagen gestrandete, 51 Fuß lange Segelyacht 'Spirit of Liberty' durch die Brandung am Atlantic Beach zurück in tiefes Wasser zu ziehen. Die Bergungsbemühungen hatten am 7.10. begonnen, doch die Schlepptrosse brach mehrfach, bevor am nächsten Tag um 18.30 Uhr der Havarist vom Strand gezogen werden konnte. Die US Coast Guard hatte am 6.10. um 6:30 Uhr einen Notruf der zweiköpfigen Crew aufgefangen, als das Boot manövrierunfähig vor dem St. Johns River trieb.
Wegen des Sturms konnte es aber nicht abgeschleppt werden. Nach der Rettung der beiden strandete es am Atlantic Beach. Bei einer vorübergehenden Wetterberuhigung durfte der Eigner am Abend an Bord und einige Habseligkeiten retten, da das Schiff in der Brandung zu kentern drohte.
Dabei stellte er fest, dass bei Niedrigwasser schon Plünderer an Bord geklettert waren und tausende von Dollar sowie Ausrüstung gestohlen hatten. Ein Fond zu seiner Unterstützung wurde eingerichtet.
Quelle: Tim Schwabedissen


Feuer auf Schlepper in Lafitte
(09.10.19) In Lafitte brach auf dem 40 Meter langen, amerikanischen Schubschlepper 'Susan Lynn' (MMSI: 368060070), der in Jefferson Parish lag, am Morgen des 8.10. ein Feuer aus. 60 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren vor Ort. Es gab Sorgen, dass umweltgefährdende Stoffe in den Flussarm gelangen könnten.
Vier Feuerwehrleute erlitten wegen der starken Hitze Verletzungen und kamen ins Krankenhaus. Eine Untersuchung zur Brandursache wurde eingeleitet.
Quelle: Tim Schwabedissen


Regen versenkte Motorboot in Aurich
(09.10.19) In Am 3.10. um 13:50 Uhr sank im Auricher Hafen ein offenes Motorboot von knapp fünf Meter Länge. Ursache des Untergangs waren offenbar starke Niederschläge, bei denen große Wassermengen in den Rumpf des Bootes gelaufen waren. Aus dem Motor entwichen kleine Ölreste, die die Feuerwehr Aurich mit einer Ölsperre bekämpfte.
Das Motorboot wurde durch einen Kran geborgen. Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei dauerten an.
Quelle: Tim Schwabedissen


Ventilschaden auf Tanker
(09.10.19) Auf dem unter Singapur-Flagge laufenden Tanker 'Nord Steady', 29983 BRZ (IMO:9629706), kam es am 7.10. um 14.10 Uhr zu einem Schaden an einem Ventil einer Öleinspritzdüste der Hauptmaschine. Das Schiff war im Englischen Kanal unterwegs auf der Fahrt von New York nach Amsterdam.
Um 14.45 Uhr hatte die Crew das Ventil ausgetauscht, und das Schiff nahm wieder Fahrt auf. Es sollte den Zielhafen am 10.10. gegen 20 Uhr erreichen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Maschinenschaden in Mykonos
(09.10.19) Am Morgen des 9.10. kam es auf der griechischen Fähre 'Aqua Blue', 7505 BRZ (IMO: 7429669), zu einem Schaden an der Steuerbord-Hauptmaschine. Er trat bei den Vorbereitungen zum Auslaufen aus Mykonos auf zum fahrplanmäßigen Dienst nach Tinos, Andros und Rafina.
Die Passagiere mussten wieder von Bord gehen und wurden mit einem anderen Schiff an ihre Fahrziele gebracht. Die Hafenbehörde von Mykonos verhängte ein Auslaufverbot für die 'Aqua Blue' bis zum Abschluss von Reparaturen und einer Klasseinspektion.
Quelle: Tim Schwabedissen


08.10.2019

Verletzte werden ins Krankenhaus gebracht
Verletzte werden ins Krankenhaus gebracht
(Bild: Ivan Nuvoli) Großbild klick!

Ein Toter bei Unfall vor Asinara
(08.10.19) Ein 24-jähriges bulgarisches Crewmitglied starb, drei weitere wurden zum Teil schwer verletzt, als der maltesische RoRo-Frachter 'Euroferry Malta', 21664 BRZ (IMO: 9108556), während der Überfahrt von Cagliari nach Sardinien am Morgen des 7.10. von einer anormal großen Welle getroffen wurde. Diese hatte dazu geführt, dass sich Ladung auf dem Autodeck losriss und verrutschte. Nach dem Zwischenfall 10 Meilen vor Asinara sollten die vier die Fracht wieder sichern.
Doch dabei wurden sie auf der weiterhin stark arbeitenden Fähre herumgeschleudert, und der Bulgare flog gegen ein Eisengitter. Um 10.30 Uhr wurde Alarm ausgelöst. Ein Helikopter der Feuerwehr hob in Porto Torres ab, um die Rettung der Verletzten im Alter von 23 und 51 Jahren zu koordinieren. Ein Mann hatte ein gebrochenes Bein, zwei weitere kamen mit Schürfwunden davon. Es wurde entschieden, die Fähre nach Porto Torres zu bringen. Dort traf sie gegen 16 Uhr ein.
Das Einlaufmanöver dauerte wegen des Sturms allein eineinhalb Stunden. Zwei Krankenwagen brachten die Verletzten von dort ins Hospital in Sassari. Ein Forensiker untersuchte die Leiche des Bulgaren.
Offiziere der Marine begannen mit Vernehmungen, um den Unfall zu rekonstruieren. Die Coastguard aus Olbia unter Kommandamt Gianluca Oliveti ging an Bord, um alle notwendigen Untersuchungen des Schiffs durchzuführen. Auch Vertreter von Grimaldi Sardegna waren vor Ort.
Die Staatsanwaltschaft von Sassari wurde informiert und leitete eine Untersuchung ein, mit deren Leitung sie die Hafenbehörde beauftragte. Die Fähre sollte nach Ende der Untersuchungen nach Genau weiterlaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Schlepper brachte havarierte Yacht nach Bodrum
(08.10.19) Die unter Cayman-Flagge laufende Luxusyacht 'Blue Night', 496 BRZ (IMO: 8981937), lag seit einem Maschinenausfall am 15.9. im Hafen von Patras. Nachdem die Crew ohne Erfolg versucht hatte, den Schaden zu beheben, wurde der Schlepper 'Christos VIII' damit beauftragt, den Havaristen zur Reparatur nach Bodrum zu bringen. Am 6.10. um sieben Uhr nahm der das Schiff auf den Haken, und am 8.10. um 8.30 Uhr ankerte es auf der Reede von Bodrum auf Position 37° 0.69' N 027° 25.48' O.
Quelle: Tim Schwabedissen


Segelboot vor Langeoog
Segelboot vor Langeoog
(Bild: DGzRS) Großbild klick!

Langeoog: Viel Arbeit auf der Nordsee
(08.10.19) Es hätte ein schönes, verlängertes Absegelwochenende werden können, doch für zwei Yachten endete es stattdessen mit Havarie, Verletzung und Hilfeleistung durch die DGzRS auf der Nordsee. Am 2.10. waren die Norderneyer Seenotretter im Einsatz, nachdem kurz vor 18 Uhr der Skipper einer Segelyacht etwa zehn Seemeilen nördlich der Insel Pan-Pan gefunkt hatte. Bei Nordwestwind um sechs, in Böen bis acht Beaufort mit schwerem Seegang und Wellenhöhen zwischen zwei und drei Metern hatte sich ein Segler unter Deck des etwa 11 Meter langen Bootes schwere Verletzungen zugezogen.
Das MRCC der DGzRS schickte den derzeit auf Norderney stationierten Seenotrettungskreuzer 'Vormann Jantzen' und den ADAC-Rettungshubschrauber Christoph 26 aus Sanderbusch zur Assistenz für die Segelyacht, die den Seenotrettern entgegenlief. Die Funkberatung des Skippers übernahm ein Notfallsanitäter der Johanniter am medizinischen Arbeitsplatz des MRCC. An eine Abbergung des Schwerverletzten war aufgrund der Wetterverhältnisse im gefährlichen Seegatt zwischen den Inseln allerdings nicht zu denken.
Die 'Vormann Jantzen' eskortierte die Yacht deshalb ab der Tonne Dovetief 4 sicher in den Hafen von Norderney. Dort nahmen die Seenotretter das Boot längsseits. Medizinisches Personal des Hubschraubers und von der Insel kümmerte sich an Bord um den Verletzten, bevor er ins Krankenhaus gebracht wurde.
Am 4.10. geriet bei ablaufendem Wasser und kräftigem Ostwind mit sechs bis sieben Beaufort eine Segelyacht zwischen Langeoog und Bensersiel etwa 1,5 Seemeilen vor dem Hafen Langeoog im Watt auf Grund. Der zweiköpfigen Besatzung gelang es nicht, ihr Boot wieder freizubekommen. Starker Wind drückte es stattdessen immer weiter auf die Sandbank, sodass sie um kurz vor 19 Uhr über Funk einen Notruf absetzten.
Die beiden befürchteten, dass wegen des starken Winds und den entsprechend hochgehenden Wellen das mit starker Backbordschlagseite auf dem Sand sitzende Boot beim nächsten auflaufenden Wasser leckschlagen würde. Doch das Wasser war für das daraufhin aus Langeoog zu Hilfe kommende Seenotrettungsboot 'Secretarius' bereits zu weit abgelaufen, um noch nahe genug an das Boot heranmanövrieren zu können.
Mit einem Leinenschussgerät schoss die Rettungscrew daher Wurf- und Schleppleine zum Havaristen hinüber. Trotz des niedrigen Wasserstandes konnte die Yacht anschließend freigeschleppt werden. Die Segler kamen mit dem Schreck davon.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kollision vor Cartagena
(08.10.19) Am 7.10. kollidierten die spanischen Kutter 'Flor de Barcelona' (MMSI: 224090120) und 'Vela Dallego Dos' (CS: EA3200; MMSI:224027970) vor Cartagena. Dabei wurde die 'Flor de Barcelona' so stark beschädigt, dass es zu einem Wassereinbruch kam. Das MRCC von Salvamento Marítimo wurde alarmiert und schickte aus dem Hafen das SAR-Boot 'Salvamar Mimosa' zur Assistenz. Es eskortierte die 'Flor de Barcelona' nach Cartagena, wo sie an einer Werft zur Reparatur festmachte.
Quelle: Tim Schwabedissen


Westport LLC rammt Steg mit sieben Booten
Westport LLC rammt Steg mit sieben Booten
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Brandneue Luxusyacht außer Kontrolle
(08.10.19) Eine brandneue, 41-Meter-lange Westport LLC-Luxusyacht von 260 Tonnen kollidierte am Morgen des 7.10. mit mehreren anderen Booten im Port Angeles Boat Haven. Sie hatte an einem Bunkerplatz gelegen, als sie sich um 8.15 Uhr plötzlich vorwärtsbewegte und, ohne aufgestoppt werden zu können, gegen eine 100 Meter entfernte Pier stieß, an der mehrere Sportboote lagen, ehe sie zum Stillstand kam. Mindestens sieben wurden bei der Kollision zum Teil erheblich beschädigt.
Das Forschungsschiff 'Kuapio Kohola' wurde direkt getroffen und an Backbordseite stark in Mitleidenschaft gezogen. Pontons der Pier wurden zum Teil unter Wasser gedrückt, Versorgungsleitungen brachen. Als sich die Yacht losriss, hatte das Bunkern noch nicht begonnen, sodass kein Treibstoff auslief.

Erheblicher Flurschaden
Erheblicher Flurschaden ...
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An Bord hatte sich eine sechsköpfige Crew aus Westport-Arbeitern befunden. Die ebenfalls beschädigte Luxusyacht, die noch Westport gehört, sollte am 10.10. nach Fort Lauderdale, Florida, auslaufen und dort an ihren neuen Eigner übergeben werden. Die Clallam County Sheriff's Office Marine Patrol Unit, die U.S. Coast Guard Investigative Unit und das Port Angeles Police Department nahmen Ermittlungen zum Unfallhergang auf.
Möglicherweise gab es Probleme mit der Bordelektronik. Es war noch unklar, ob es sich um eine Fehlfunktion der Software oder ein elektrisches Versagen handelte.
Quelle: Tim Schwabedissen


Frachter lief bei Cardinal/Kanada auf Grund
(08.10.19) Der kanadische Bulkcarrier 'RT Hon. Paul J. Martin', 23989 BRZ (IMO: 7324405), lief am Abend des 6.10. auf dem St. Lawrence River vor Shoemaker/Galop Island westlich von Cardinal, Ontario, auf Grund. Zuvor hatte er Maschinenprobleme gehabt. Der Frachter war mit Eisenerz beladen auf der Reise von Port Weller nach Quebec.
Am 8.10. saß er weiterhin vor der Insel auf Position 44° 46.33' N 075° 23.94' W fest. Durch ein Leck kam es zu einem geringfügigen Wassereintritt, aber es wurden keine Ölverluste und Umweltschäden festgestellt. Der Wassereinbruch wurde mit zusätzlcihen Lenzpumpen unter Kontrolle gehalten.
Die US Coast Guard arbeitete mit der St. Lawrence Seaway Development Corporation an einem Bergungsplan. Andere Schiffe wurden im Einbahnverkehr an dem Havaristen vorbeigeführt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Mobilkran stürzte auf Frachter in Bartin
(08.10.19) Am 6.10. gegen 23 Uhr stürzte bei Verladearbeiten ein Mobilkran auf das Deck des moldawischen 'Astra Marine', 24656 BRZ (IMO: 7305112), in Bartin. Der Kranführer Arif Karagöz wurde verletzt aus der Kanzel gerettet und vor Ort medizinisch versorgt, bevor er ins Krankenhaus kam. Er hatte zum Unfallzeitpunkt Zementklinker auf das Schiff verladen, als der Kran aus der Balance kam und auf die Backbordseite des Frachters kippte.
Der Sachschaden an diesem blieb begrenzt. Am 7.10. wurde damit begonnen, den Kran wieder aufzurichten und zu bergen. Der Kranführer war bereits wieder auf dem Weg der Besserung. Die 'Astra Marine' lag am 8.10. weiter am Kai in Bartin.
Quelle: Tim Schwabedissen


Zwei Ya Yas nach Key West abgeschleppt
(08.10.19) Die US Coast Guard assistierte am 6.10. den insgesamt vier Personen an Bord zweier Sportangelkutter, die beide 'Ya Ya' heißen. Die Schiffe befanden sich 70 Meilen südwestlich von of Key West. Beim 7th District der Coast Guard wurde das Signal eines unregistrierten EPIRB am Morgen aufgefangen. Daraufhin stieg von der Air Station Clearwater eine HC-130 Hercules auf, und das Patroullienboot 'Isaac Mayo (WPC-1112)' wurde zu der Position dirigiert.
Es stieß dort auf die beiden Ya Yas, die manövrierunfähig in der See trieben. Die Coast Guard Key West setzte sich mit Bergern in Verbindung, die eines der beiden Schiffe in den Hafen schleppen sollten. Das zweite wurde von der 'Isaac Mayo' auf den Haken genommen und nach Key West gezogen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kollision vor Den Helder/Holland
(08.10.19) Am 7.10. um 02:30 Uhr wurde die KNRM-Station Den Helder alarmiert, nachdem nördlich von dem Razende Bol eine russische Segelyacht mit einem Kutter kollidiert war. Dabei war der Mast der Yacht gebrochen. Das Rettungsboot 'Dorus Rijkers' lief mit ihrer Freiwilligencrew wenig später zur Hilfeleistung aus.
Vor Ort stellte sich heraus, dass sich nur eine Person auf der Yacht befand, die lediglich es Russischen mächtig war, was die Kommunikation schwierig machte. Dennoch gelang es nach Absetzen zweier Seenotretter auf dem Boot, eine Schleppverbindung herzustellen und auch den abgeknickten Mast und das Rigg zu sichern. Dann wurde der Havarist durch das Molengat nach Den Helder abgeschleppt.
Hier wurde er beim KMJC festgemacht. Die freiwilligen Seenotretter konnten dann gleich auf der Station frühstücken, ehe es für sie direkt zur Arbeit ging.
Quelle: Tim Schwabedissen


Billigbunkern vor Wladiwostok endete in kostspieliger Bergungsaktion
(08.10.19) Der unter Hongkong-Flagge laufende Containerfrachter 'Cosco England', 153666 BRZ (IMO: 9516428), geriet am 7.10. gegen 23 Uhr erst ins Treiben und kam dann auf der Außenreede von Wladiwostok unweit des Leuchtturms auf der Insel Skrypleva fest. Die Havarie ereignete sich, als das Schiff von einem Tanker bebunkert wurde. Derzeit fahren viele Containerschiffe ohne Ladungsoperationen vorzunehmen den eigentlich treibstoffzehrenden und damit umweltbelastenden Umweg nach Wladiwostok, weil das Bunkeröl in Russland billig ist.
Zu der Havarie kam es, als starker Wind aufkam und der Anker des 366 Meter langen Frachters in einer Bö nicht mehr hielt. Er ging auf Drift, und der längsseits festgemachte Bunkertanker warf eilig los und entfernte sich von dem außer Kontrolle geratenen Riesen. Das Wladiwostok Naval Rescue Coordination Center schickte die Schlepper 'Dobrynya' und 'Bogatyr' und Lotsenboote zur Assistenz.
Die anschließenden Bergungsversuche hatten am 8.10. um 2.30 Uhr Erfolg. Der Havarist warf um 8.30 Uhr auf der Reede von Wladiwostok auf Position 43° 2.47' N 132° 0.04' O Anker. Es kam zu keinen Leckagen und Umweltschäden, aber zunächst musste der Rumpf überprüft werden. Nächster eigentlicher Anlaufhafen des von San Francisco kommenden Schiffs wird wohl Tianjin sein.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kollision in Yokohama
(08.10.19) Der japanische Frachter 'Kiyotake Maru', 499 (MMSI: 431200629), kollidierte von Kashima kommend am 7.10. um 00.05 Uhr beim Eintreffen in Yokohama mit dem Kai des Liegeplatzes. Dabei kam es zu einem leichten Schaden am Wulstbug. Das Schiff konnte seine Reise dennoch fortsetzen und machte am 8.10. in Shimizu fest.
Quelle: Tim Schwabedissen


Maschinenschaden vor Sile/Türkei
(08.10.19) Auf dem türkischen Frachter 'Nazim Bey', 2102 BRZ (IMO: 9396452), kam es am 5.10. auf der Reise von Tuzla nach Novorossiysk zu einem Maschinenausfall vor Sile. Da Versuche der Crew, den Schaden vor Ort zu beheben, fehlschlugen, wurde der Schlepper 'Yumurtalik' beauftragt, den Havaristen zu einer Werft in Tuzla zurückzubringen. Am 6.10. nahm er ihn auf den Haken.
Während des Transits des Bosporus gab es eine Eskorte zur Sicherheit. Am 7.10. erreichte der Schleppzug das Werftenareal in Tuzla.
Quelle: Tim Schwabedissen


Regenwasser versenkte Motorboot
(08.10.19) Am Abend des 7.10. sank auf dem Neckar im Bereich des Motor-Boot-Clubs Heidelberg ein rund fünf Meter langes Motorboot. Der Eigner hatte sein an einem Schlierbacher Anleger vertäutes Kajütboot mit einer Gewebefolie abgedeckt. Zur Verhinderung von Wassersäcken hatte er mittig unter die Folie ein Holzpaddel zur Stützung aufgestellt.
Vermutlich durch starke Niederschläge hatten sich dennoch Wassersäcke gebildet und deren Inhalt sich ins Bootsinnere ergossen. Durch die Wassermengen wurde das Boot versenkt. Nur Teile der Bugreling ragten noch aus dem Wasser.
Ausgetretene Betriebsstoffe konnten im Wasser nicht festgestellt werden. Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Heidelberg und der DLRG sicherten und hoben das Boot wieder, die Wasserschutzpolizei Heidelberg ermittelte.
Quelle: Tim Schwabedissen


40 Kutter vor Indonesien versenkt
(08.10.19) Wieder einmal wurden in Indonesien 40 Kutter versenkt, die beim illegalen Fischfang aufgebracht worden waren. Die überwiegend aus Vietnam stammenden Boote wurden am 6. und 7.10. an vier verschiedenen Positionen zum Untergang gebracht, gab das Marine Resources and Fisheries Ministry bekannt. Seit 2014 hat das unter Führung von Susi Pudjiastuti stehende Ministerium damit insgesamt 556 Kuttern den Garaus gemacht.
Quelle: Tim Schwabedissen


Schlepper fing bei Schweißarbeiten Feuer
(08.10.19) Am frühen Nachmittag des 4.10. brach im Bug des 12 Meter langen, kanadischen Schleppers 'Peggy McKenzie' (MMSI: 316005636), ein Feuer aus, während der auf dem Gelände der Vector Marine an der Harbour Road in Sidney aufgepallt war. Die Crew hatte dort Schweißarbeiten durchgeführt, doch dabei einige entzündliche Gegenstände wie Überlebensanzüge oder Rettungswesten in dem Bereich liegenlassen, in dem es zu Funkenflug kam. Dadurch entstand der Brand.
Nachdem eigene Löschversuche erfolglos geblieben waren, wurde um 13 Uhr das Sidney Volunteer Fire Department alarmiert. Die Crew ging von Bord und wurde nach Eintreffen der Rettungskräfte vorsorglich von Sanitätern gecheckt. Die Feuerwehr rückte mit zwei Löschfahrzeugen und 10 Mann an.
Es gelang, den Brand binnen 40 Minuten zu löschen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern, sodass auch keine anderen Schiffe gefährdet wurden. Als erstes galt die Aufmerksamkeit an Bord gelagerten Farben und Propangasflaschen, die sofort unter Wasser gesetzt wurden.
Mit Schaum wurden Brände in unzugänglichen Ecken erstickt. Es kam zu keinen Umweltschäden. Die Löschversuche der Crew hatten auch dazu beigetragen, den Schaden in Grenzen zu halten.
Quelle: Tim Schwabedissen


Bergungsarbeiten an Yacht in Atlantic Beach
(08.10.19) Am 7.10. versuchte die US Coast Guard gemeinsam mit Bergern die gestrandete, 51 Fuß lange Segelyacht 'Spirit of Liberty', die am 6.10. vor Atlantic Beach in Jacksonville aufgelaufen war, zu bergen. Die zweiköpfige Crew war nach einem Motorschaden an jenem Tag um 6:30 Uhr von der Coast Guard abgeborgen worden. Stürmische See verhinderte aber ein Abschleppen des Boots, das schließlich zwischen der 11th und 12th Street auf den Strand driftete.
Am 7.10. gegen 13 Uhr wurde eine Trosse zu einem Schlepper ausgefahren. Dazu wurden Jetskis eingesetzt, weil der Schlepper mit seinem Tiefgang nicht dicht genug an den Strand herankommen konnte.
Quelle: Tim Schwabedissen


Schlepper versenkte Schwimmrestaurant
(08.10.19) Ein aus sechs Bargen bestehender Schubverband, der mit dem amerikanischen Schlepper 'Dale Artigue' (MMSI: 367544950) am Morgen des 2.10. auf dem Ohio River unterwegs war, kollidierte mit dem Ludlow Bromley Yacht Club in Ludlow, Kentucky, und riss mehrere Sportboote sowie das schwimmende Restaurant des Clubs los.
Menschen kamen nicht zu Schaden, doch das Restaurant verkeilte sich am Bug des Schleppers und wurde ein Stück flussabwärts gezogen.
Die restliche Struktur sank auf dem Fluss, ebenso wie einige der Sportboote. Der Schubverband musste in der Flussmitte ankern, während Einsatzkräfte mit Sidescan-Sonar und anderem Suchgerät versuchten, Trümmer aufzuspüren.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kutter vor Coatzacoalcos/Mexiko gestrandet
(08.10.19) Bei stürmischem Wind und starker Strömung strandete in der Zufahrt von Coatzacoalcos am 7.10. der aus Campeche kommende Kutter 'Fifer I' beim Versuch, vom Golf von Mexiko kommend in den Hafen einzulaufen. Er landete unweit der Stadt Olmeca auf dem Strand. Die mexikanische Marine machte sich daran, die fünfköpfige Crew abzubergen. Ein größeres Schiff sollte den Havaristen dann wieder in tiefes Wasser ziehen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Schlepper nach Havarie nach Tuzla gebracht
(08.10.19) Der türkische Schlepper 'Catalkaya', 127 BRZ (MMSI: 108080655), hatte auf der Fahrt von Yalova nach Inebolu einen Maschinenausfall im Bosporus und ankerte am 5.10. auf der Reede von Büyükdere. Nachdem Reparaturversuche durch die Crew gescheitert waren, wurde der Schlepper 'Mehmetcik' damit beauftragt, den Havaristen nach Tuzla zur Schadensbehebung zu schleppen. Am Morgen des 7.10. hatte er diesen auf dem Haken, und am Abend sollte der Schleppzug die Werftenzone von Tuzla erreichen.
Quelle: Tim Schwabedissen


07.10.2019

Motorboot sinkend auf Grund gesetzt
Motorboot sinkend auf Grund gesetzt
(Bild: USCG) Großbild klick!

Umleitung für sinkende Motoryacht
(07.10.19) Die US Coast Guard assistierte am Nachmittag des 5.10. der dreiköpfigen Crew einer Motoryacht, die 17 Meilen westlich von Sanibel Island Wassereinbruch erlitten hatte. Um 10.45 Uhr fing die Coast Guard St. Petersburg einen Notruf des Boots auf, das einen Riss erlitten hatte und leckgeschlagen war. Auch die Florida Fish and Wildlife Commission kam zu Hilfe.
Der Skipper wurde angewiesen, auf den Redfish Pass zuzuhalten, wo er sein Boot auf Grund setzen sollte. Während er auf dem Weg dorthin war, wurde jeglicher Schiffsverkehr, der ihm in den Weg hätte kommen können, umgeleitet, damit der Havarist nicht seine Fahrt herabsetzen musste. Nachdem er auf Strand saß, übernahmen Berger die weiteren Arbeiten.
Quelle: Tim Schwabedissen


Hubschrauberpilot sichtet die Schiffbrüchigen
Hubschrauberpilot sichtet die Schiffbrüchigen
(Bild: USCG) Großbild klick!

Yachtcrew im Wassaw-Sound gerettet
(07.10.19) Die US Coast Guard rettete am 6.10. die zweiköpfige Crew der 37 Fuß langen Segelyacht 'Meander' im Wassaw Sound, Georgia. Auf der Station Charleston war um 16 Uhr ein Mayday-Ruf der Segler eingegangen, deren Boot instabil und manövrierunfähig geworden war. Die beiden gingen in die Rettungsinsel und aktivierten den EPIRB.
Ein MH-65 Dolphin-Helikopter stieg von der Air Station Savannah auf und winschte die Schiffbrüchigen aus der Insel auf. Sie waren unversehrt geblieben. Der Eigner wollte den vor Wassaw Island treibenden Havaristen nach Wetterberuhigung bergen.
Quelle: Tim Schwabedissen


'Ookuni' rettet nordkoreanische Raubfischer
'Ookuni' rettet nordkoreanische Raubfischer
(Bild: Japan Coastguard) Großbild klick!

Kollision in japanischer Fischereischutzzone
(07.10.19) Das 78 Meter lange Fischereischutzschiff 'Ookuni' (IMO: 9844198) der japanischen Fisheries Agency kollidierte am 7.10. um 9.10 Uhr mit einem großen nordkoreanischen Fischereifahrzeug rund 350 Kilometer nordwestlich der Noto-Halbinsek in der Ishikawa Präfektur. Dabei schlug dieses leck und sank. Die rund 20-köpfige Crew wurde vom Fischereischutzschiff aus Rettungsinseln aufgenommen.
Die japanische Coast Guard schickte auch ein Patroullienboot und andere Schiffe zur Unfallstelle. Die Havarie ereignete sich in der japanischen Wirtschaftszone im Bereich von Yamatota, einem der besten Fischgründe. Dort kommt es immer wieder zu illegalem Fischfang.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kutter auf Dalben auf- und anschließend vollgelaufen
(07.10.19) Die Coast Guard Yaquina Bay rettete am Nachmittag des 6.10. den Skipper des 36 Fuß langen Kutters 'Micke' sowie dessen Bordhund, nachdem das Schiff auf unter Wasser liegenden Dalben nahe Toledo aufgelaufen war. Um 13.50 Uhr funkte er einen Notruf von seinem im Schlamm feststeckenden, nach Steuerbord krängenden Fahrzeug, den die Station North Bend auffing. Von der Coast Guard Station Yaquina Bay lief daraufhin ein 29-Fuß-Boot aus, das die beiden um 14.15 Uhr von dem aufgrund der starken Schlagseite inzwischen vollgelaufenen Havaristen abbarg.
An Bord des Doppelenders befanden sich zum Zeitpunkt der Strandung rund 100 Gallonen Kraftstoff. Der Eigner wird bei der Bergung mit dem Port of Toledo kooperieren. Die Coast Guard nahm den Vorfall zum Anlass, auf die Wichtigkeit aktueller Seearten und gut funktionierender Navigationsmittel hinzuweisen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Segler vor St. John's River Inlet gerettet
(07.10.19) Die US Coast Guard rettete am 6.10. die zweiköpfige Crew der 51 Fuß langen Segelyacht 'Spirit of Liberty', die eine Meile südlich des St. John's River Inlet manövrierunfähig geworden war. Das Boot hatte um 6.30 Uhr Motorausfall erlitten, und die Crew hatte um 6.30 Uhr einen Notruf abgesetzt, der von der Coast Guard Jacksonville aufgefangen wurde.
Diese schickte ein 45-Fuß-Boot der Station Mayport zu Hilfe, das die beiden Segler an Bord nahm. Die beiden Männer aus Georgia waren mit der Yacht aus West Palm gekommen. Wegen des schlechten Wetters gelang es anschließend nicht, diese in Schlepp zu nehmen.
Wegen der Nähe des Havaristen zum Atlantic Beach wurde dessen Drift von den Coast Guard Pollution Investigators überwacht, bis er schließlich eine Meile südlich des Saint John's River Inlet in der Brandungszone festkam. Zahlreiche Schaulustige nahmen den von den Wellen überschütteten Zweimastschoner dort am Morgen in Augenschein. Es sollte später versucht werden, ihn mit Ankern herumzudrehen und zurück auf See zu bekommen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Motorboot brannte vor Ketchikan Airport
(07.10.19) Am 4.10. geriet das 40 Fuß lange Sportboot 'Fjord' mit einer dreiköpfigen Crew an Bord unweit des Ketchikan Airport in Brand. IIm 16.40 Uhr wurde die Coast guard Juneau alarmiert, und von der Station Ketchikan kam ein 45-Fuß-Boot zu Hilfe. Ein MH-60 Jayhawk-Helikopter stieg von der Air Station Sitka auf.
Das Ketchikan Fire Department schickte das Löschboot 'Harry Newell', das gegen 17 Uhr vor Ort war. Bei seinem Eintreffen war es bereits mit Unterstützung des Ketchikan Harbor Masters Office bereits gelungen, den Brand niederzukämpfen. Das Küstenwachboot schleppte den Havaristen zu einem Liegeplatz nahe Ward Cove, wo Einsatzkräfte des Ketchikan Fire Department die restlichen Löscharbeiten durchführten.
Die 'Harry Newell' brachte unterdessen die drei Bootsfahrer unversehrt an Land. Vor Ort waren fünf Meilen Wind und ruhige See. Mit den zahlreichen Einsatzkräften und den günstigen Bedingungen waren optimale Voraussetzungen für eine schnelle und effektive Hilfe gegeben gewesen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Explosion auf Versorger verletzt zwei Crewmitglieder schwer
(07.10.19) Am 6.10. um 3.45 Uhr kam es auf dem Achterdeck des mexikanischen Offshore-Versorgers 'Isla Ciari', 495 BRZ (IMO: 9549944), zu einer Explosion im Golf von Mexiko nördlich von Ciudad del Carmen. Das Schiff befand sich zu der Zeit an der AKAL C8-Ölplattform. Zwei Crewmitglieder wurden schwer verletzt.
Anschließend brach ein Feuer an Bord aus. Die beiden Verletzten wurden per Helikopter abgeborgen und ins Krankenhaus geflogen. Einer war in kritischem Zustand.
Das Feuer auf dem Havaristen war gegen 6.30 Uhr gelöscht. Das manövrierunfähig in der See treibende Schiff wurde gegen 8.30 Uhr auf den Haken genommen. Es sollte nach Paradiso abgeschleppt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Havarierter Tanker nach Rotterdam abgeschleppt
(07.10.19) Auf dem holländischen Tanker 'Coastalwater' 2140 BRZ (IMO: 9205158), kam es am 5.10. um 2.30 Uhr zur Problemen mit der Hauptmaschine, als er von Immingham nach Rotterdam unterwegs war. Nachdem er einige Stunden in der See getrieben hatte, war er auf 53 Position 53 31 12 N, 004 42 18 O Anker. Der Schlepper 'Hunter' wurde zu Hilfe gerufen und nahm den Havaristen gegen neun Uhr auf den Haken. Am 6.10. erreichte der Schleppzug Rotterdam, und um 15.20 Uhr machte der Tanker am Kai des VOPAK-Chemiehafens fest.
Quelle: Tim Schwabedissen


Maschinenschaden auf griechischem Hydrofoil
(07.10.19) Am 4.10. gegen Mittag kam es auf dem griechischen Hydrofoil 'Konstantinos I', 142 BRZ (IMO: 8861735), auf der fahrpanmäßigen Route von Kavala nach Thassos zu einer Fehlfunktion der Steuerbord-Hauptmaschine. Das Schiff kehrte sicher in den Hafen von Kavala zurück, wo die 45 Passagiere wieder abgesetzt wurden. Die Hafenbehörde verhängte ein Auslaufverbot bis zum Abschluss von Reparaturen und einer Klasseinspektion.
Quelle: Tim Schwabedissen


Wasserrohrbruch flutete mehrere Kabinen
(07.10.19) Auf dem unter Bahamas-Flagge laufenden Kreuzfahrtschiff 'Carnival Sensation', 70538 BRZ (IMO: 8711356), brach am Abend des 3.10. ein Wasserrohr am Swimmingpool. Dadurch wurden mehrere Kabinen bis zu vier Fuß hoch geflutet. Das Wasser kam dort durch die Decke.
Auch die Klimaanlage einer Reihe von Kabinen fiel aus. Der Schadensbereich umfasste die Decks 4 und 7. Das Schiff blieb nach der Havarie in Key West liegen, damit Techniker an Bord kommen und den Schaden beheben konnten. Einige Gäste mussten in verschiedenen Schiffsbereichen schlafen, da es ohne Klimaanlage in ihren Kabinen zu heiß war. Die Passagiere der beschädigten Kabinen mussten umquartiert werden.
Nachdem alle Probleme behoben waren, verließ das Schiff den Hafen am 4.10. mit mehrstündiger Verspätung. Allen von der Flutung betroffenen Passagieren wurde eine Kompensation angeboten. Es gab auch die Option, auszusteigen und mit Bus nach Miami zurückzukehren. Außerdem gab es Rückvergütungen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Massive Fehler im Umgang mit Seute Deern eingeräumt
(07.10.19) Im Umgang mit dem historischen Dreimastsegler 'Seute Deern' hat der Gründungsdirektor des Deutschen Schifffahrtsmuseums in Bremerhaven, Detlev Ellmers (81), massive Fehler eingeräumt. Man hätte es besser wissen können, sagte der promovierte Schiffsarchäologe nun. Das Schiff hätte längst in ein Trockendock kommen müssen.
Ellmers leitete von 1971 bis 2002 die Arbeit am Deutschen Schifffahrtsmuseum. Die 'Seute Deern' sei neben der englischen 'Cutty Sark' in Greenwich der letzte große hölzerne Frachtsegler, ordnete Ellmers die Bedeutung des Schiffes ein. Dieser Schiffstyp habe seit Kolumbus die Seefahrt in alle Erdteile gebracht und zur Europäisierung der Welt beigetragen. Die 'Cutty Sark' liegt seit etlichen Jahrzehnten in Greenwich im Trockendock und wurde aufwändig aufgepallt, sodass man sogar unter ihrem Kiel nun hindurchgehen kann.
In Bremerhaven hätte es dreimal die Chance gegeben, es genauso zu machen. Aber im Wasser habe das Schiff eben schöner ausgesehen. Weil es nach Ellmers Auffassung nach ein Forschungsgegenstand ist, kommt eine Verschrottung für ihn aber nicht infrage. Die 'Seute Deern' sei jetzt ein Fall für Schiffsarchäologen, und es gehe um den Erhalt eines Stücks Kulturgeschichte.
Seit 1966 liegt sie im Alten Hafen vor dem Schifffahrtsmuseum. Seit 2005 steht das Schiff unter Denkmalschutz.
Quelle: Tim Schwabedissen


Yacht vor Sri Lanka havariert
(07.10.19) Die Marine von Sri Lanka Navy assistierte am 6.10. der französischen Yacht 'Lessiamosis' vor Hambanthota. Sie hatte einen Maschinenausfall erlitten und um Hilfe gebeten. Ein Schnellboot kam zu Hilfe und brachte den Zweimaster samt der zwei Männer und einer Frau an Bord sicher in den Hafen von Hambanthota.
Quelle: Tim Schwabedissen


Maschine norwegischer Fähre reagierte nicht mehr
(07.10.19) Als die norwegische Fähre 'Oslofjord', 17851 BRZ (IMO: 9058995), am Morgen des 6.10. den Hafen von Strömstad nach Sandefjord verlassen wollte, kam es zu einem technischen Problem. Die Maschine reagierte nicht auf die Ansprache, und das Schiff musste am Kai bleiben. Die Passagiere samt ihrer Fahrzeuge mussten es wieder verlassen.
Stattdessen rief der Fährbetreiber Fjordline Techniker zur Reparatur und sagte die Überfahrten für den Rest des Tages ab. Alle betroffenen Fahrgäste wurden informiert. Die Hoffnung war, am 7.10. den Fährbetrieb wieder aufnehmen zu können.
Quelle: Tim Schwabedissen


12 Vermisste nach Kentern zweier Flussschiffe im Sturm
(07.10.19) 13 Seeleute wurden gerettet und 12 weitere noch vermisst, nachdem zwei mit Sand beladene Schiffe in der Mitte der Straße von Taiwan am 6.10. kenterten. Es handelte sich um die Frachter 'Chia Liang' und 'Tung Hong', die als flachgehende Flussschiffe nicht auf dem Meer hätten sein sollen, wo Windstärken von 8-9 Beaufort und bis zu sechs Meter hohe Wellen gemessen wurden. Das taiwanesische National Rescue Command Center fing die Notrufe beider Schiffe am Morgen auf.
Sie schickte ein Boot der Coast Guard aus Penghu zu einer SAR-Operation. Weitere Schiffe wie auch ein Helikopter kamen aus China zu Hilfe. In Hong Kong startete ein Suchflugzeug. Während alle 13 Mann der 'Chia Lang', die Wassereinbruch erlitten hatte, gerettet werden konnten, fehlte von der Crew des zweiten Schiffs, das vor Anker liegend gekentert war, bislang noch jede Spur.
Seenotretter kletterten auf den Rumpf der kieloben liegenden 'Tung Hong' und klopften ihn ab, um Reaktionen eventuell im Innern eingeschlossener Schiffbrüchige zu bekommen. Bislang erhielten sie aber keine Antwort. Das Suchflugzeug musste mangels Treibstoff inzwischen wieder abdrehen. Beide Schiffe kamen aus China und könnten in illegale Aktivitäten zur Sandgewinnung aus dem Ozean für Baufirmen in China verwickelt gewesen sein.
Quelle: Tim Schwabedissen


Drei Vermisste nach Kollision in Dhaka
(07.10.19) Drei Passiere eines Boots, das nach einer Frontalkollision mit einer Barkasse unweit des Sardarghat Terminals auf dem Buriganga River in der Nacht zum 7.10. kenterte, wurden vermisst. Die Fire Service and Civil Defence leiteten eine Suchaktion ein. Der Unfall ereignete sich, als die Barkasse auf dem Weg nach Patuakhali gegen das Fährboot, das zu einem Liegeplatz am Terminal war, stieß.
Quelle: Tim Schwabedissen


Feuer auf Angelkutter verhindert
(07.10.19) Am 6.10. überhitzte die Maschine des 50 Fuß langen Kutters 'Phenix' der sich mit sechs Sportanglern und einer zweiköpfigen Crew an Bord vor der Küste von Avila Beach befand. Einsatzkräfte der Cal Fire und der Port San Luis Harbor Patrol kamen um 7:30 Uhr zu Hilfe. Zunächst war von einem Feuer ausgegangen worden.
Möglicherweise hat ein solches das sofort aktivierte automatische Löschsystem verhindert. Der manövrierunfähig gewordene Havarist wurde, kurz nachdem die Fahrgäste vom Patroullienboot abgeborgen worden waren, zur Harford Pier geschleppt. Hier begannen weitere Untersuchungen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Suche nach vermisster Schleppercrew wird heruntergefahren
(07.10.19) Die Suche nach den sieben vermissten Crewmitgliedern des gesunkenen Schleppers 'Bourbon Rhode' im Atlantik wurde heruntergefahren, nachdem es seit vier Tagen keine weiteren Spuren mehr gab. Seit Beginn der Rettungsaktion am 26.9. wurden drei Überlebende und vier Tote gefunden. Bourbon Offshore will sich nun an die Klärung der Ursache des Untergangs des Offshore-Schleppers im Hurrikan Lorenzo auf der Fahrt nach Guyana machen.
Das CROSS bat weiterhin auf Aufmerksamkeit seitens der Schifffahrt in dem Seegebiet. Währenddessen haben die Familien der Vermissten Petitionen geschrieben, um die Suche nach den Vermissten, überwiegend Ukrainern und Kroaten, fortzusetzen.
Die bislang einzigen drei Überlebenden trafen am 6.10. in Fort-de-France ein. Sie befanden sich an Bord der französischen Fregatte 'Le Ventôse'. Sie wurden dort von Vertretern der zivilen und militärischen Behörden sowie der Eigner empfangen und medizinisch untersucht, bevor sie von ihren Angehörigen begrüßt werden konnten. Die vier Toten wurden an Bestattungsfirmen übergeben.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kutter im Sturm abgeschleppt
(07.10.19) Am 4.10. um 9.30 Uhr wurde die Freiwilligencrew des RNLI-Boots aus Padstow alarmiert, nachdem der 16 Meter lange, englische Trawler 'Asteria - PW 977' (MMSI: 232007060), eine Meilen nördlich von The Mouls im Bristol Channel einen Notruf abgesetzt hatte. Das Rettungsboot kämpfte sich bei sieben Beaufort Wind und drei Metern Wellenhöhe zu dem mit Maschinenschaden in der See treibenden Havaristen durch.
Es gelang vor Ort, trotz der widrigen Bedingungen erfolgreich eine Schleppleine zu übergeben, und dann wurde der Krabbenkutter langsam in die Sicherheit des Hafens von Padstow zurückgezogen. Nachdem er dort am Kai festgemacht war, kehrten die Seenotretter um 11.50 Uhr zu ihrer Station zurück.
Quelle: Tim Schwabedissen


05.10.2019

Segelyacht mit Mastbruch
Segelyacht mit Mastbruch
(Bild: KNRM) Großbild klick!

Mast musste zur Yachtbergung versenkt werden
(05.10.19) Am 4.10. um 13.35 Uhr kam es auf einer Segelyacht auf dem Ijsselmeer zwischen Stavoren und Enkhuizen zu einem Mastbruch. Die KNRM-Stationen Enkhhuizen und Hindeloopen wurden alarmiert. Auf dem Boot befanden sich vier Erwachsene und vier Kinder.
Da der Havarist zunächst nicht aufgefunden werden konnte, suchten die Seenotretter mit drei Booten. Dann kam die Küstenwache mit einer neuen Position, die deutlich weiter westlich lag. Dort wurde die Yacht auch entdeckt, und mehrere Personen an Bord, die unter Seekrankheit litten, abgeborgen.
Dann wurde entschieden, das Boot zum nächsten Hafen mit einem Kran zu bringen, was Andijk war. Das Boot aus Hindelopen konnte dann entlassen werden. Nach 1,5 Meilen Fahrt stellte es sich heraus, dass das Wetter zu schlecht war, um die Yacht längsseits des Rettungsbootes mit halb gebrochenen Mast zu bugsieren.
Deshalb wurde entschieden, den Mast über Bord zu werfen, was sich als mühsame Arbeit herausstellte. Am Ende aber gelang es, ihn auf sechs Metern Wassertiefe zu versenken. Ein Fender wurde an ihm festgemacht, damit er leichter wiedergefunden werden konnte und die Schifffahrt nicht gefährdete.
Danach ging die Schleppreise nach Andijk weiter. Nach mehr als 3,5 Stunden kehrten die Seenotretter nach Enkhuizen zurück. Rijkswaterstaat wurde über die Position des Masts informiert, um ihn bergen zu können.
Quelle: Tim Schwabedissen


Hydra: Flügel von Tragflächenboot gestutzt
(05.10.19) Am Morgen des 4.10. wurde auf dem griechischen Hydrofoil 'Flying Dolphin XVII', 162 BRZ (IMO:8331467), auf der Überfahrt von Hydra eine starke Vibration an der Welle der Backbord-Hauptmaschine festgestellt. Es erreichte den Hafen von Ermioni mit reduzierter Fahrt und verspätet. Es war von Piräus aus auf der Toute Poros - Hydra - Ermioni - Spetses im Einsatz.
In Ermioni wurden die 63 Passagiere abgesetzt und in Verantwortlichkeit des Schiffseigners nach Ermioni und Spetses gebracht. Das Schiff wurde mit einem Auslaufverbot belegt und von einem Inspektor und einem Taucher unter die Lupe genommen. Es stellte sich heraus, dass ein Drittel eines Tragflügels abgebrochen war.
Am Nachmittag erhielt der Havarist die Genehmigung, den Hafen von Ermioni für eine einmalige Fahrt zur Reparaturwerft in Perama zu verlassen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Schaden an der 'Prinzessin Isabella'
Schaden an der 'Prinzessin Isabella'
(Bild: IPJ Tulcea) Großbild klick!

Fünf Verletzte auf Flusskreuzfahrer bei Kollision auf der Donau
(05.10.19) Am 5.10. kollidierte das 125,5 Meter lange, unter Malta-Flagge laufende Flusskreuzfahrtschiff 'Prinzessin Isabella' (MMSI: 249099000), das am 29.9. aus Wien ausgelaufen war und 165 Passagiere an Bord hatte, auf der Donau mit dem unter Panama-Flagge laufenden Frachter 'Blue Star I', 3254 BRZ (IMO: 9375159), der von Piräus nach Galati unterwegs war. Dieser lief dem Fahrgastschiff bei Flussmeile 43 zwischen den Häfen Tulcea und Ishmael in der Odessa-Region in die Seite. Das obere Passagierdeck wurde an Steuerbordseite auf etlichen Metern Länge aufgerissen.
Mindestens acht Passagierkabinen wurden wie mit einem Dosenöffner aufgeschlitzt. Fünf Fahrgäste wurden verletzt. Zwei von ihnen mussten vom Tulcea Ambulance Service ins Krankenhaus gebracht werden.

Zerstörte Kabine
Zerstörte Kabine
(Bild: ) Großbild klick!
Das Fahrgastschiff machte um 7.50 Uhr in Tulcea fest. Die 'Blue Star I' legte unweit der Stadt oberhalb der Unfallstelle auf Position 45° 13.41' N 028° 43.46 am Kanalufer an. Die rumänische Polizei leitete Ermittlungen ein.
Quelle: Tim Schwabedissen


Yacht vor Langeoog gestrandet
(05.10.19) Eine im Watt zwischen Bensersiel und Langeoog aufgelaufene Segelyacht haben die freiwilligen Seenotretter der Station Langeoog der DGzRS am Abend des 4.10. geborgen. Bei ablaufendem Wasser und kräftigem Ostwind mit sechs bis sieben Beaufort war die Segelyacht etwa 1,5 Seemeilen (vom Hafen Langeoog entfernt im Watt festgekommen. Der zweiköpfigen Besatzung gelang es nicht, die Segelyacht wieder flottzumachen.
Der starke Wind drückte sie immer weiter auf die Sandbank. Kurz vor 19 Uhr setzten die Segler über Funk einen Notruf ab. Um die Yacht überhaupt noch freischleppen zu können, war aufgrund der Ebbe größte Eile geboten. Bei starkem Wind und entsprechendem Seegang bestand für die Segler die Gefahr, dass ihr Sportboot nach dem Gezeitenwechsel mit dem auflaufenden Wasser leck schlagen würde.
Das Seenotrettungsboot 'Secretarius' konnte mit seinem Tiefgang von nur knapp einem Meter bereits nicht mehr nah genug an die Segelyacht herankommen, um eine Schleppleine zu übergeben. Deshalb schossen die Seenotretter mit einem Leinenschussgerät zunächst eine Wurfleine zum Havaristen hinüber. An dieser zogen die Segler die Schleppleine an Bord.
Trotz des bereits sehr weit abgelaufenen Wassers gelang es Vormann Sven Klette und seiner Crew, mit ihrem 380 PS starken Boot die Segelyacht frei zu schleppen. Sie konnte danach die Fahrt zum nächsten Hafen aus eigener Kraft fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kollision in Merksem
(05.10.19) Am Nachmittag des 4.10. kollidierte ein Schubverband mit der Gabriel Theunis-Brücke auf dem Albert-Kanal in Merksem. Der Schubschlepper traf die Unterkante der Brücke, aus der Betonstücke herausbrachen. Andere drohten herabzufallen, weshalb der Kanal, eine wichtige Verkehrsverbindung nach Antwerpen, gesperrt werden musste.
Gegen 20 Uhr wurde er wieder freigegeben, nachdem lose Brocken vom Brückenunterbau entfernt worden waren. Diese hatte auch einen Riss davongetragen. Der Schubschlepper, der mit Baumaterial unterwegs war, blieb vorerst an der Unfallstelle.
Quelle: Tim Schwabedissen


Binnenschiff in Yerseke in Flammen
(05.10.19) Auf der Van Os-Werft am Dregweg in Yerseke brach am Nachmittag des 4.10. um 16.10 Uhr ein Feuer auf dem dort aufgeslippten Binnenschiff 'Alida' aus. Es befand sich zu der zeit niemand an Bord. Dichter Rauch stieg aus dem Ruderhaus auf, und hohe Flammen schlugen aus dessen Fenstern.
Der Brand wütete in Maschinenraum und Aufbauten. Um 16.45 Uhr hatte die mit vier Fahrzeugen und einem Schaumlöschwagen angerückte Feuerwehr den Brand unter Kontrolle, um 17 Uhr war er endgültig gelöscht. Vorsorglich war auch ein Krankenwagen auf standby gewesen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Feuer in Bugstrahlruderraum
(05.10.19) Am 4.10. rückten die Feuerwehren der Stadt Hörstel zu einem Einsatz auf dem Dortmund-Ems-Kanal aus. Es handelte sich um ein Feuer im Bugstrahlraum des Binnenschiffs 'Alm', 1525 ts (MMSI: 244660181) das am sogenannten Nassen Dreieck am Ufer festgemacht war und aus dem Rauch quoll. Die Feuerwehr rückte mit mehreren Fahrzeugen und starken Einsatzkräften an. Es gelang, den Brand recht schnell unter Kontrolle zu bringen. Das Schiff, das am 3.10. aus Hille ausgelaufen war, konnte inzwischen seine Fahrt nach Harlingen fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kollision in Bremerhaven
(05.10.19) Am 3.10. um 2.50 Uhr kollidierte der unter Panama-Flagge laufende Autofrachter 'Victoria Highway' (IMO: 9827255), von Charleston, USA, kommend beim Einlaufen nach Bremerhaven mit einer Spundwand vor der Nordschleuse. Aus noch ungeklärter Ursache konnte eine Drehbewegung des Schiffs durch die Schlepper nicht abgefangen werden, so dass das Backbord-Heck gegen die Spundwand prallte. Die Außenhaut des Rumpfes riss dabei auf, und ein Ballastwassertank schlug leck.
Der Havarist machte wenig später im Nordhafen fest. Es wurde ein vorläufiges Auslaufverbot ausgesprochen. Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei zur Ursache des Zusammenstoßes dauerten an. Am 4.10. gegen Mitternacht verholte der Frachter zur Lloyd Werft Bremerhaven zur Reparatur.
Quelle: Tim Schwabedissen


Bulkcarrier wird nach Strandung abgebrochen
(05.10.19) Der unter Hongkong-Flagge laufende Bulkcarrier 'Solomon Trader', 38779 BRZ (IMO: 9075670), der mit einer Ladung Bauxit an Bord am 5.2. in der Kangava Bay vor Rennel Island gestrandet und nach Verursachen einer Ölpest mit schweren Schäden am 11.5. geborgen worden war, ist an Abbrecher in Chittagong verlauft worden. Als 'dead ship' wurde er von dem Schlepper 'Lanpan 27' auf den Haken genommen. Am 5.10. traf der Schleppzug vor Chittagong auf Reede ein.
Quelle: Tim Schwabedissen


Grundberührung in Michigan
(05.10.19) Am 30.9. um 22.25 Uhr kam es auf dem kanadischen Bulkcarrier 'Algoma Sault', 24640 BRZ (IMO: 9619282), zu einem Blackout 1,68 Meilen südlich von Grassy Island, Michigan, auf Position 42 11 26 N, 83 08 10 W. Das Schiff wurde nach dem Ausfall der Maschine manövrierunfähig und hatte eine Grundberührung. Es steuerte nach der Havarie den nächsten Ankerplatz für Reparaturen an. Der Frachter war von Detroit nach Port Colborne unterwegs.
Quelle: Tim Schwabedissen


Öl aus sinkendem Kutter abgepumpt
(05.10.19) In Puerto Rico entsorgte Personal der Coast Guard San Juan Incident Management Division am 2.10. Öl und Diesel aus dem aufgegebenen, 54 Fuß langen Angelkutter 'Bertram', der im Hafen zu sinken drohte. Das Schiff lag an einer Pier vor der San Juan Marina und dem Club Nautico. An Bord waren bis zu 1,500 Gallonen Kraftstoff und andere umweltschädliche Substanzen.
Die Coast Guard informierte die National Oceanic and Atmospheric Administration und das Department of Natural and Environmental Resources and Environmental Quality Board. Aus dem Oil Spill Liability wurde die Firma Clean Harbors bezahlt, die das Öl entsorgen sollte. Rund 1,000 Gallonen Diesel und 1,200 Gallonen veröltes Wasser wurden abgepumpt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Dieselverschmutzung bei Olympia nach Untergang
(05.10.19) Die US Coast Guard bekämpfte am 4.10. auslaufendes Dieseöl in der West Bay Marina nahe Olympia, nachdem die 92 Fuß lange Motoryacht 'King's Way' gesunken war. Um 7.30 Uhr war die Coast Guard Sector Puget Sound vom National Response Center informiert worden und in Aktion getreten. Mit Mitteln aus dem Oil Spill Liability Trust Fund beauftrage sie di Global Diving and Salvage damit, den Kraftstoff aus dem Budd Inlet zu beseitigen.
Das Boot hatte bis zu 1,200 Gallonen an Bord. Neben der Incident Management Division war Personal des Department of Ecology, des Department of Fish and Wildlife und des Port of Olympia an den Arbeiten beteiligt. Ölsperren wurden ausgelegt und ölaufsaugende Pads verteilt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Wassereinbruch vor Hansweert
(05.10.19) Am Abend des 4.10. stellte die Crew einer Motoryacht einen Wassereinbruch seeseitig der Schleuse von Hansweert fest. Sie suchte Hilfe bei der Küstenwache, die die KNRM-Station alarmierte. Die Seenotretter brachten eine Lenzpumpe an Bord und nahmen den Havaristen längsseits. Er wurde dann zu einem Schifsskran geschleppt, wo er aus dem Wasser gehoben werden konnte.
Quelle: Tim Schwabedissen


Überladenes Boot mit 80 Personen gekentert
(05.10.19) Am 3.10. kenterte auf dem Mahananda River an der Grenze von West-Bengalen und Bihar ein Boot mit 80 Personen an Bord. Bis zum 5.10. wurden acht Tote aus dem Fluss gezogen, weitere 20 wurde nnoch vermisst.
Neun Verletzte kamen in ein Krankenhaus im Malda-Distrikt. An Bord hatten sich Anwohner des Dorfes Wajidpur in Bihar befunden, die vom Rampur Haat-Markt zurückkehrten. Es war nur für 40 Passagiere ausgelegt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Raddampfer mit 60 Senioren gestrandet
(05.10.19) Am Morgen des 4.10. lief auf dem Webster Lake der Raddampfer 'The Indian Princess' bei einer Ausflugstour auf Grund. Starker Wind drückte ihn kurz nach dem Ablegen beim South Pond in flaches Wasser. Polizei und Feuerwehr wurden um 11:15 Uhr alarmiert. Mit einer Planke gelang es, alle 60 Fahrgäste, eine Seniorengruppe aus Wilmington, an Land zu bringen.
Quelle: Tim Schwabedissen


04.10.2019

gestrandete Fähre 'Pinar del Río'
gestrandete Fähre 'Pinar del Río'
(Bild: R. Gonzalez) Großbild klick!

'Pinar del Río' in Dénia kaum noch zu sehen
(04.10.19) Nur noch wenige Teile der gestrandeten Fähre 'Pinar del Río' ragten am 3.10. in Dénia an der Hafenmole noch aus dem Wasser. In der vergangenen Woche sind die Abwrackarbeiten signifkant vorangekommen. Die Aufbauten waren komplett entfernt, und lediglich hoch liegende Teile des Rumpfes waren sichtbar. Die Firmen Ardentia Marine und Varadero Vinaròs, SL haben einen 250-Tonnen-Kran aufgeriggt, der die Sektionen an Land hebt, wo sie zum recyceln abtransportiert werden.
In wenigen Tagen wird für das bloße Auge nichts mehr sichtbar sein. Dann aber beginnt der komplexere Teil der Arbeit, die unter Wasser liegenden Teile des Schiffs zu zerlegen, in dem sich auch noch die Maschinen befinden. Deshalb wird ein weiterer großer 500-Tonnen-Kran mit einer Barge vor Ort stationiert werden. Spezialtaucher werden die Arbeiten unter Wasser durchführen. Bis Anfang November könnte die Wrackräumung, wenn nichts dazwischenkommt, beendet sein.
Quelle: Tim Schwabedissen


Maschinenkontrollproblem vor Isle of Wight
(04.10.19) Der unter Panama-Flagge laufende Containerfrachter 'Harbour Bridge', 98747 BRZ (IMO: 9302152), hatte nach dem Auslaufen aus Southampton mit einer 25-köpfigen Crew an Bord am 3.10. um 1.15 Uhr Problem mit der Maschinenkontrolle. Er befand sich neun Meilen vor St. Catherine Point vor der Isle of Wight. Nach einer Viertelstunde war der Schaden behoben, und die Fahrt des mit 4.689 Containern beladenen Schiffs konnte weitergehen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kutter 'Miss Kaycie' auf den Felsen
Kutter 'Miss Kaycie' auf den Felsen
(Bild: USCG) Großbild klick!

Kutter auf Felsen in Sitka getrieben
(04.10.19) Bei Sitka, Alaska, lief am 2.10. der 30 Fuß lange Kutter 'Miss Kaycie' aus Petersburg auf Grund, der sich von seiner Mooring in Sitka Harbor losgerissen hatte. Er trieb auf Felsen nahe des University of Alaska Southeast Campus. An Bord waren rund 50 Gallonen Treibstoff.
Der Eigner arbeitete gemeinsam mit der Hansen Maritime an einem Bergungsplan. Die Coast Guard stellte aus dem Oil Spill Liability Trust Fund (OSLTF) 20,000 Dollar zur Verfügung, damit die Hansen Maritime alle umweltgefährdenden Stoffe beseitigen konnte. Der Kutter lag halb unter Wasser mit schwerer Steuerbordschlagseite auf den Felsen. Es gab bisher keine Hinweise auf Umweltschäden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Yacht vor Arrecife gestrandet
(04.10.19) Am 2.10. strandete die Segelyacht 'Sacre Blue' mit einer zweiköpfigen Crew an Bord an der Pier des Hafens von Arrecife. Das MRCC von Salvamento Marítimo in Las Palmas mobilisierte das SAR-Boot 'Salvamar Al Nair' (MMSI: 224944850) der örtlichen Rettungsstation, das eine Schleppverbindung herstellen konnte und den Havaristen in tiefes Wasser zurückzog. Danach wurde die Yacht in den Handelshafen geschleppt und dort sicher festgemacht.
Quelle: Tim Schwabedissen


Segelyacht 'Sacre Blue'
Segelyacht 'Sacre Blue'
(Bild: Salvamento Maritimo) Großbild klick!

Indonesische Fähre sitzt weiter fest
(04.10.10) Nachdem am 30.9. die indonesische Fähre 'Cantika Lestari 99', 854 BRZ (IMO: 8696271), vor Pulau Tujuh in Maluku wegen niedrigen Wasserstands auf Grund lief, blieben Bergungsversuche bisher erfolglos. Die 28 Passagiere und 12 Crewmitglieder wurden unterdessen abgeborgen. Das Schiff lag ins stabiler Position in den Gewässern von Pasanea, Central Maluku Regency.
Quelle: Tim Schwabedissen


Trawler
Trawler "Narluneq" gekentert
(Bild: Ritstjoern Frettatímanns) Großbild klick!

Gesunkener Trawler hatte bereits im Sommer Probleme
(04.10.19) Nur noch die Backbordseite des grönländischen Trawlers "Narluneq", 299 BRZ (MMSI: 331127000), ragte in den Gewässern von Qaqortoq in Süd-Grönland aus dem Wasser, nachdem das Schiff am 14.9. gegen 17 Uhr auf einen Felsen gelaufen war und sich so stark auf die Seite gelegt hatte, dass er kenterte. Der Rumpf war noch strukturell intakt, sodass der Großteil der insgesamt 30 Tonnen Diesel, sechs Tonnen Hydrauliköl und 0,3 Tonnen Maschinenöl sich noch im Schiffsinnern befand. Tääglich sickerten aber etwa fünf Liter Diesel aus dem Wrack, weshalb das dänische Umweltministerium die Reederei Iluliaq Seafood, die zwei spanischen Investoren sowie dem Geschäftsmann Kim Høegh-Dam gemeinsam gehört, drängte, einen Plan zur Abwendung von Umweltrisiken vorzulegen.
Die sechsköprige Crew hatte sich nach dem Schiffsbruch auf eine nahegelegene Insel retten können. Am 16.9. trafen Einheiten der Polizei von Qaqortoq und die Feuerwehr vor Ort ein. Die Polizei stellte fest, dass Bulleyes des Wracks offen standen. Es wurde davor gewarnt, es zu betreten, was eine kriminelle Handlung wäre. Dann wurde die Angelegenheit den zuständigen dänischen Behörden übertragen. Bereits im August hatte es einen Zwischenfall gegeben, als Zucker in Öl- und Dieseltanks gekippt wurde. Außerdem fielen Teile der elektronischen Ausrüstung auf der Brücke Vandalismus zum Opfer.
Ein junger Mann wurde danach verhaftet. Im Juli waren mehrere Crewmitglieder in Tasiilaq zurückgelassen worden. Es gab unterschiedliche Darstellungen, ob dies freiwillig geschah oder der Kapitän sie aussetzte. Sie waren nur unter Schwierigkeiten heimgekommen.
Der 1960 erbaute, 32 Meter lange Trawler hat eine Vergangenheit in Island und trug schon viele Namen - er lief als 'Sæþór - ÓF 5', 'Sæfari - AK 171, 'Erlinge Arnar - VE 124, 'Hringur - GK 18', 'Vatnsnes - KE 30', 'Axel Eyjólfsson - KE 70', 'Skagaröst - KE 70' und 'Ögmundur - RE 94.' 1994 wurde er nach Grönland verkauft und war dort unter vier weiteren Namen im Einsatz.
Quelle: Tim Schwabedissen


Ausgebrannt: Longliner 'María Verónica'
(Bild: Profepa) Großbild klick!

Zwei Fangschiffe binnen weniger Tage nach Großbränden gesunken
(04.10.19) Am 3.10. war der Großbrand auf dem mexikanischen Longliner 'María Verónica', 1127 BRZ (IMO: 8030075), in Manzanillo, Colima, endgültig gelöscht. Nur noch die vollkommen ausgeglühten Trümmer der Aufbauten und die Back ragten an der Fondeport-Pier noch aus dem Wasser. Derzeit war noch unklar, ob die Schweißarbeiten, die kurz vor dem Auslaufen an Bord stattgefunden hatten, ursächlich für den Großbrand waren.
An Bord der 'María Verónica' befanden sich 680 Tonnen Diesel, von denen ein Großteil in Flammen aufging. 1.200 Liter Ammoniak liefen bereits aus, verteilten sich aber im Wasser. Das Noteinsatzteam des Hafens, darunter Feuerwehrkräfte der Marine, konnten den Brand binnen 24 Stunden niederkämpfen und Leckagen umweltgefährdender Substanzen kontrollieren.
Zeitweilig waren während der Löscharbeiten 1.200 Menschen aus dem Hafenbereich evakuiert worden. Die Procuraduría Federal de Protección al Ambiente (Profepa) überwachte die Wasserqualität im Bereich der Unglücksstelle. Der Brand war nach dem Feuer auf dem russischen Trawler 'Bukhta Naezdnik', 1899 BRZ (IMO: 8913253), in Tromsø das zweite derartige Ereignis binnen weniger Tage.
Dessen russische Crewmitglieder traten am 2.10. aus auf die Heimreise nach Murmansk an, wo sie tags darauf eintrafen. Die übrigen wurden in Hotels in Tromsø einquartiert. Da etliche von ihnen ihre Ausweispapiere verloren hatten, mussten sie dort darauf warten, dass ihnen neue ausgestellt würden.
Derweil hat die Noredo die in Tromsø ansässige Firma Fagdykk mit der Überwachung des Wracks beauftragt, womit der Einsatz von Kystverket endete. Am 30.9. war es zu einem Ölaustritt aus der auf der Seite liegenden 'Bukhta Naezdnik' gekommen, der aber unter Kontrolle gebracht werden konnte. Zwei Ölbekämpfungsschiffe nahmen die Substanz auf. Ölsperren blieben um das Wrack heraus ausgelegt, für den es noch keinen Zeitplan für eine Bergung gab.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kollision mit Kardinaltonne
(04.10.19) Der unter Gibraltar-Flagge laufende Frachter 'Aasfjord', 4266 BRZ (IMO: 9321392), kollidierte am Morgen des 2.10. auf der Fahrt von Avonmouth nach Port Talbot mit einer neunköpfigen Crew an Bord mit der nördlichen Kardinaltonne auf Position 51 20 03 N, 003 16 06 W. Die Tonne blieb am Heck des mit 6.000 Tonnen Fracht in Containern beladenen Schiffs hängen. Nachdem es sich wieder befreit hatte, wurde zunächst durch Beobachtung geprüft, ob die Tonne noch verankert war. Außerdem testete die Crew noch die Ruderanlage, ehe die 'Aasfjord' die Reise fortsetzte und am 30.10. um 10 Uhr in Port Talbot festmachte.
Quelle: Tim Schwabedissen


Mobilkran mit Druckkammer stürzte auf Schiffsdeck
(04.10.19) Am 2.10. stürzte ein Mobilkran beim Verladen eines Containers mit einer Tauchkammer des Navy Diving Center auf das spanische Versorgungsschiff 'A 52', 599 BRZ (IMO:7507772), das im Hafen von Cartagena lag. Die Kammer sollte bei dem Manöver FLOTEX-19 im Golf von Cadiz genutzt werden.
Der Container stürzte auf das Achterdeck des Marineschiffs, wobei es zu geringen Schäden kam. Ein Mann wurde leicht verletzt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Inzwischen vier Crewmitglieder der 'Bourbon Rhode' tot geborgen
(04.10.10) Die SAR-Operation zur Rettung der vermissten Crewmitglieder des Offshore-Schleppers 'Bourbon Rhode' dauerte an, doch inzwischen wurden bereits vier Seeleute tot geborgen. Einige Handelsschiffe mussten das Suchgebiet verlassen, eines wegen eines Maschinenproblems und Treibstoffknappheit, das es bei schlechter werdendem Wetter selbst hätte gefährden können. Im Gegenzug stieß der Offshoreschjlepper 'Alp Striker' neu hinzu.
Die drei lebend geretteten Crewmitglieder hatten gesehen, wie sieben Crewkameraden in eine Rettungsinsel gingen. So gab es weiterhin Hoffnung auf weitere Überlebende. Möglicherweise hatte der Schlepper vor dem Untergang Probleme mit dem Azimuth-Antrieb im Sturm gehabt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Drei Segler vor Cape Flattery aus Seenot gerettet
(04.10.19) Die US Coast Guard rettete am Morgen des 3.10. die dreiköpfige Crew der 41 Fuß langen Segelyacht 'Legrega' 23 Meilen westlich von Cape Flattery. Zwei 47-Fuß-Boote der Station Neah Bay und ein MH-65 Dolphin-Helilopter wurden alarmiert, nachdem bei der Station Puget Sound um 3:15 Uhr ein Notruf des Skippers eingegangen war. Das Boot hatte Segel und Sturmreff verloren und Maschinen- sowie Ruderschaden. Mit dem AMVER-System wurde versucht, Schiffe in der Nähe ausfindig zu machen, doch das Anrufen zweier Fahrzeuge blieb ohne Reaktion.
Der Dolphin war um 4:48 Uhr vor Ort, gefolgt von den Rettungsbooten um 6:40 Uhr. Es gelang, eine Schleppverbindung herzustellen und die Yacht dann nach Neah Bay zu ziehen, wo sie gegen 10 Uhr eintraf. Danach wurde sie einer Inspektion unterzogen, wobei Verstöße gegen die Schiffsdokumentation und abgelaufene Rettungsmittel festgestellt wurden. Die Yacht war unterwegs von Olympia nach Newport, Oregon, als sie be ibis zu 10 Fuß hohen Wellen havarierte.
Quelle: Tim Schwabedissen


Schiffbrüchige nach Bootsbrand gerettet
(04.10.19) Am 2.10. rettete die US Coast Guard nahe Panama City, Florida, drei Personen eines brennenden Sportboots. Um 13.33 Uhr wurde dessen EPIRB 35 Meilen vor Panama City aktiviert. Ein 45-Fuß-Boot der Station Panama City, ein MH-65 Dolphin-Helikopter der Air Station New Orleans sowie eine C-144 Ocean Sentry des Aviation Training Center Mobile wurden mobilisiert.
Auch andere Schiffe nahmen Kurs auf die Position. Als erstes war die 'First Light' vor Ort und barg die drei Schiffbrüchigen aus einer Rettungsinsel. Sie wurden auf das Boot der Coast Guard übergeben, das sie zur Station brachte. Einer hatte eine Rauchgasvergiftung erlitten.
Quelle: Tim Schwabedissen


Maschinenschaden auf 'Naxos Jet'
(04.10.19) Am Nachmittag des 3.10. kam es auf der griechischen Fähre 'Naxos Jet', 3003 BRZ (IMO: 8919518), die kurz zuvor ohne Passagiere aus Piräus ausgelaufen war, zu einem Schaden an einer Hauptmaschine rund 1,2 Meilen östlich des Südendes von Makronisou. Mit den übrigen drei Maschinen setzte das Schiff die Fahrt zu einer Werft in Chalkis fort. Die dortige Hafenbehörde verhängte ein Auslaufverbot bis zum Abschluss der Reparaturen und einer Klasseinspektion.
Quelle: Tim Schwabedissen


Yacht ging auf Down Under Rally verloren
(04.10.19) Die Yacht 'Liberty III' hatte an der Down Under Rally teilgenommen und kehrte von New Caledonia zurück, als sie am 19.9. verloren ging. Die Down Under Rally ist eine Serie von Langstrecken-Veranstaltungen. Die Teilnehmer des Go West Event waren derzeit unterwegs von New Caledonia und Vanuatu nach Bundaberg.
Am Unglückstag kurz vor der Dämmerung kam es auf einmal an beiden Motoren zu Erschütterungen, bevor sie zeitgleich stoppten. Das Schiff war gerade mit 8,5 Knoten unterwegs. Es erlitt einen Wassereinbruch, gegen den die Pumpen nicht ankamen. Wie sich herausstellte, hatte es einen 50 Meter langen Tampen überlaufen, und als er in die Propeller gezogen wurde, brach ein A-Rahmen, der die Wellen hielt.
Nach zwei Stunden entschied die Crew, das Schiff zu verlassen und in die Rettungsinsel zu gehen, damit bei einem plötzlichen Untergang niemand gefährdet würde. Der Haupt-EPIRB wurde aktiviert, während die persönlichen GPS-Tracker erst beim Besteigen der Insel angestellt wurden. Zwei voll geladene VHF-Geräte waren beim Verlassen der Yacht einsatzklar.
Es gab allerdings trotz aller guter Vorbereitungen zunächst Probleme, von der sinkenden Yacht klarzukommen. Dann aber bot die Rettungsinsel die größere Sicherheit gegenüber dem halb gesunkenen, instabilen Havaristen. Die Port of Call Yacht Services in Vanuatu und die dortigen Behörden assistierten bei der folgenden Rettungsaktion, und das Kreuzfahrtschiff 'Pacific Dawn' kam nach mehreren Stunden in Sicht und nahm die Schiffbrüchigen an Bord, während die 'Liberty III' gerade übers Heck im Pazifik versank. Am 21.9. wurden sie in Brisbane abgesetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Schlepper sank im Howe Sound
(04.10.19) Bei Gibsons, British Columbia, sank am 1.10. der kanadische Schlepper 'Sheena M' bei Arbeiten im Howe Sound. Ein örtliches Boot rettete die Crew unversehrt. Rund 10 Liter Öl liefen aus, die nicht aufzufangen waren. Ein Überwachungsflugzeug von Transport Canada überflog die Untergangsstelle am 2.10. Einsatzkräfte von Environmental Protection and Sustainability legten Ölsperren aus, falls weitere Teile der 22 Tonnen Diesel an Bord austraten.
Die kanadische Coast Guard, Transport Canada, Fisheries and Oceans Canada, Environment Canada sowie die Squamish, Musqueam und Sechelt First Nations planten die nächsten Schritte.
Quelle: Tim Schwabedissen


02.10.2019

Feuerwehr holt Passagiere ab
Feuerwehr holt Passagiere ab
(Bild: Feuerwehr Wesel) Großbild klick!

Kollision bei Wesel - sieben Verletzte
(02.10.19) Das deutsche Tankmotorschiff 'Eiltank 65', 2482 ts (MMSI: 211513810), kollidierte von Rotterdam kommend am Abend des 1.10. mit dem von Köln herannahenden, Schweizer Flusskreuzfahrtschiff 'Avalon Illumination' (MMSI: 269057453), das ihm mit rund 160 Fahrgästen an Bord auf dem Rhein auf der Fahrt nach Amsterdam entgegenkam. Nachdem die beiden Schiffe in Höhe der Rheinbrücke Wesel bei Flusskilomeer 814 zusammengestoßen waren, ging um 20.22 Uhr ein Notruf bei der Feuerwehr ein.
Das Tankmotorschiff machte gegen halb neun an der Anlegestelle der Firma Garant in Wesel fest. Das Passagierschiff fuhr bis zum Weseler Stadtsteiger an der Rheinpromenade. Die Fahrgäste wurden dort von einem Großaufgebot von Feuerwehr und Rettungsdienst in Empfang genommen.
An Bord wurden insgesamt sieben verletzte Personen versorgt und anschließend in Krankenhäuser in Wesel, Xanten und Emmerich gebracht. Alle hatten sich auf dem unteren Deck im Restaurant befunden und stürzten beim Aufprall. Sie erlitten Prellungen und Schnittverletzungen.
Während der Rettungsarbeiten an Bord des Passagierschiffes sicherte das Feuerlöschboot 'Wesel' den Verkehr auf dem Rhein ab. Die Rheinpromenade wurde während des Feuerwehreinsatzes gesperrt. Der Löschzug Stadtmitte war mit 30 Einsatzkräften vor Ort.
Einsatzleiter Rainer Gellings und sein Team mussten teils unter erschwerten Bedingungen arbeiten. Heftiger Dauerregen und ein kräftiges Gewitter machten sich über Wesel breit. Um 00.12 Uhr wurde der Einsatz beendet.
An den Schiffen entstanden nur leichte Sachschäden. Beide durften ihre Fahrt später fortsetzen. Die 'Avalon Illumination' war am 2.10. um 1.30 Uhr los und machte sich auf die Weiterfahrt nach Holland. Wie es zu dem Unfall kam, war noch Gegenstand von Ermittlungen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Segelschiff in Drammen gesunken
Segelschiff in Drammen gesunken
(Bild: Alexander Jansen) Großbild klick!

Segelschiff in Drammen gesunken
(02.10.19) Am 1.10. sank ein altes Segelschiff am Kai in Drammenselva. Nur noch die beiden Masttopps mit der norwegischen Fahne am achteren ragten noch aus dem Wasser, als die Einsatzkräfte der Feuerwehr vor Ort eintrafen. Sie konnten entsprechend nichts mehr ausrichten. Da aber eine kleine Dieselverunreinigung sichtbar war, wurde mit einem Boot eine Ölsperre rund um den Liegeplatz ausgelegt. Der Zweimaster hatte schon länger am Kai gelegen und war in sehr schlechtem Zustand. Deswegen hatte es schon aus dem Wasser geholt werden sollen, doch bevor es dazu kam, ging es nun unter.
Quelle: Tim Schwabedissen


Motorboot mit Motorausfall
Motorboot mit Motorausfall
(Bild: RNLI) Großbild klick!

Mühselige Bergung von Motoryacht im Sturm
(02.10.19) Das RNLI-Boot aus Ilfracombe kam am 29.9. einem Motorboot zu Hilfe, das bei stürmischem Wind vor Lynmouth Motorausfall erlitten hatte. Ein Zeuge sah das Boot einige Zeit zuvor bei Minehead und wählte, da es in schwerer See offenbar in Schwierigkeiten war, den Notruf der Watchet Coastguard. Zunächst konnte die Sichtung aber nicht bestätigt warden.
Das Rettungsboot der RNLI Minehead suchte in westlicher Richtung gen Porlock, kam aber wegen der stürmischen See nicht weiter als zu den Selworthy Sands und kehrte mangels Ansatzpunkten zur Station zurück. Um 15.50 Uhr gab es einen Mayday-Ruf, der in Ilfracombe aufgefangen wurde. Das Rettungsboot 'The Barry and Peggy High Foundation' lief durch schwere See mit vier Meter hohen Wellen und bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 40 Knoten zur der Position bei Foreland Point und erreichte den Havaristen 25 Minuten später.
Er befand sich nahe der Sandridge Bouy. Der Skipper meldete über Funk, dass er von Bath nach Appledore unterwegs gewesen war, als im Sturm eine der Maschinen Probleme zu bereiten begann und er angesichts der Wetterlage entschied, um Hilfe zu bitten. Mit dem Rettungsboot als Eskorte ging es zunächst weiter bis zur Combe Martin Bay, wo eine Maschine komplett ausfiel und die andere daraufhin überhitzte.
Nun wurde ein Rettungsmann auf dem Boot abgesetzt. Dies gelang wegen des Seegangs erst nach mehreren Anläufen. Dann wurde eine Schleppverbindung hergestellt und der Havarist um 19.30 Uhr nach Ilfracombe gezogen. Wegen extremer Springtide konnte das Rettungsboot selbst erst gegen 22 Uhr aus dem Wasser geholt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Frachter rettete schiffbrüchige Segler
(02.10.19) Der von Fort Lauderdale kommende, holländische Frachter 'Vanquish', 3871 BRZ (IMO: 9375135), wurde am 29.9. von der US & Belize Coast Guard um, Assistenz für eine Segelyacht gebeten, die auf Position 17-35.3 N 086-53.9 W einen Notruf abgesetzt hatte, nachdem es zu einem Wassereinbruch gekommen war. Als die 'Vanquish' an der Position eintraf, war die Yacht bereits gesunken, und die zweiköpfige Crew trieb auf einer Insel in der Nähe.
Die beiden Schiffbrüchigen wurden unversehrt an Bord geholt. Die Coast Guard wurde informiert, und der Frachter setzte seine Reise fort. Am 30.9. machte er für Ladungsoperationen in Belize fest und setzte dort auch die Segler ab.
Quelle: Tim Schwabedissen


Fähre mit Turboschaden
(02.10.19) Am 1.10. um kurz nach 12 Uhr gab die Reederei Norled bekannt, dass die Überfahrten auf der Route Skjeltene-Lepsøya-Haramsøya ausfallen mussten, nachdem es auf der norwegischen Fähre 'Austevoll', 769 BRZ (IMO: 7812529), zum Ausfall des Turboladers der Hauptmaschine gekommen war. Die Fähre musste zu einer Werft in Fiskarstrand ur Reparatur abgeschleppt werden. Vorübergehend diente die 'Os' als Ersatz von Skjeltene, bis um 16.10 Uhr eine Ersatzfähre den Dienst komplett übernehmen konnte.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kutter in Cuxhaven vor Untergang bewahrt
(02.10.19) Die Cuxhavener Feuerwehr, Niedersachsen Ports und die Wasserschutzpolizei bewahrten am 1.10. den 24 Meter langen Büsumer Kutter 'Wiking' im Alten Fischereihafen von Cuxhaven vor dem drohenden Untergang. In den vergangenen Tagen waren größere Mengen Regenwasser durch das marode Holzdeck in den Rumpf eingedrungen. Weil das Schiff zu sinken drohte, ordnete die Wasserschutzpolizei die Sicherung des ehemaligen Angelkutters an.
Gegen 15.30 Uhr rückte die Feuerwehr an. Ein Boot wurde zu Wasser gelassen, ein Sandbett aufgeschüttet und Ölsperren wurden um den tief im Wasser liegenden Kutter ausgelegt. Gleichzeitig brachte die Firma Empting zwei große Mobilkräne in Stellung.
Die Feuerwehr lenzte derweil das ölhaltige Wasser aus dem Rumpf in mehrere große Auffangbehälter. Nachdem die Kräne es aus dem Wasser gehoben hatten, wurde das betagte Schiff in einem Sandbett auf dem Nordseekai abgesetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Motoryacht vor Freeport havariert
(02.10.9) Die US Coast Guard assistierte am 29.9. der havarierten, 45 Fuß langen Motoryacht 'Viking Lady' und ihrer vierköpfigen Crew 39 Meilen nördlich von Freeport, Bahamas. Es hatte einen Schaden an der Ölpumpe und lag nun vor Anker. Die Crew aktivierte den EPIRB, um die Position zu übermitteln. Auch ein Bergungsschiff nahm Kontakt auf.
Von der Air Station Miami stieg ein MH-65 Dolphin-Helicopter auf, und das Patroullienboot 'Margaret Norvell (WPC-1105)' hielt auf den Havaristen zu. Das Schiff wurde nach Eintreffen des Bergungsschiffs auf den Haken genommen, um es nach New River, Fort Lauderdale, zu bringen. Doch dabei gab es Probleme wegen der rauen See.
Deshalb übernahm die 'Margaret Norvell' die 'Viking Lady' und brachte sie in die Nähe von Fort Lauderdale, wo ein anderes Bergungsschiff das weitere Einschleppen übernahm.
Quelle: Tim Schwabedissen


Maschinenschaden vor Delta del Ebro
(02.10.19) Am 1.10. kam es auf dem spanischen Kutter 'Sord de Barralle', der sich in Delta del Ebro befand, zu einem Maschinenausfall. Das Schiff trieb manövrierunfähig in der See, und die dreiköpfige Crew bat Salvamento Marítimo um Assistenz. Das SAR-Boot 'Salvamar Achernar' (MMSI: 224476170) aus San Carlos de la Rapita nahm den Havaristen auf den Haken und schleppte ihn nach Les Cases de Alcanar ab.
Quelle: Tim Schwabedissen


Frachter bei Kollision erheblich beschädigt
(02.10.19) Der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier 'Bunun Ace', 23274 BRZ (IMO: 9628570), kollidierte, vom chilenischen Hafen Patillos kommend, am 1.10. gegen 14.30 Uhr bei kräftigem Wind mit einem Kai im brasilianischen Hafen Imbituba. Dabei wurde der Bug an Steuerbordseite eingedrückt. Mehrere Schlepper brachten den Havaristen unter Kontrolle, und gegen 17 Uhr lag er sicher am Kai.
Quelle: Tim Schwabedissen


Erneut Trawler nach Feuer im Hafen gesunken
(02.10.19) Am 1.10. brach gegen 13 Uhr auf dem spanischen Longliner 'María Verónica', 1127 BRZ (IMO:8030075), der an seinem Liegeplatz bei Marindstries in Manzanillo, Colima, zur Fangfahrt gerade auslaufklar gemacht und bebunkert wurde, ein Feuer aus. Es griff rasch um sich, sodass binnen kurzem das gesamte Schiff in hellen Flammen stand. Dichter Rauch, durchsetzt mit giftigen Gasen, zog über das Hafengebiet.
Rund 1.200 Menschen, überwiegend Hafenarbeiter, mussten evakuiert werden. Das Schiff sank, weiterhin kräftig brennend, mit Backbordschlagseite an seinem Liegeplatz.
Der Fondeport-Industriepark wurde geschlossen. Nach drei Stunden war der Brand unter Kontrolle. Dieselöl lief in die Santiago Bay. Ursache des Feuers waren Schweißarbeiten an Bord.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kutter bei Chalkis gestrandet
(02.10.19) Am 1.10. gegen Mittag wurde die Hafenbehörde von Chalkis informiert, dass der Kutter 'Agios Andreas' unweit des Fischereihafens auf Grund gelaufen war und Wassereinbruch erlitten hatte. Ein Patroullienboot wurde zur Assistenz des Havaristen, der mit einer dreiköpfigen Crew an Bord vier Meter vom Ufer entfernt auf 50 Zentimetern Wassertiefe festsaß, geschickt. Die Feuerwehr lenzte den Havaristen, der unweit der Strandungsstelle dann gesichert wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen


Seute Deern wird eingedockt
(02.10.19) Die Bark 'Seute Deern' muss aus Sicherheitsgründen vom Alten Museumshafen in Bremerhaven in ein Schwimmdock in den Kaiserhafen verholt werden. Dies gab das Direktorium des Deutschen Schifffahrtsmuseums am 1.10. bekannt. Wegen des maroden Zustands und des stürmischen Wetters war akute Gefahr im Verzug.
Es drangen mittlerweile 4.800 Kubikmeter Wasser pro Tag in das Schiff ein - achtmal so viel wie vor dem Untergang in der Nacht zum 1.9. Nur mit zwei leistungsstarken Pumpen wurde der Rumpf derzeit über Wasser gehalten. Mit jedem Tag, an dem das Schiff weiter im Museumshafen lag, wuchs die Gefahr, dass es wieder sinkt.
Das Holz des Wracks war wie ein Schwamm und der Innenbereich stark durch Pilzbefall angegriffen. Nach einer weiteren technischen Begutachtung im Dock soll dem Stiftungsrat ein Vorschlag für das weitere Vorgehen unterbreitet werden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Motoryacht brennend gesunken
(02.10.19) Am Nachmittag des 28.9. brach auf einem 51 Fuß langen Motorboot in der Phinney Bay im Kitsap County ein Feuer aus. Der 55-jährige Skipper wurde gerettet und zur Untersuchung ins Harrison Hospital gebracht. Der Mann aus Bremerton hatte mit seiner Frau auf der Motoryacht gelebt.
Als das Boot aus der Bremerton Yacht Club Marina auslief, kam Rauch aus der Kajüte. Der Skipper stellte einen Brand in der Maschinenabteilung fest. Da es bereits zu groß war, um es selbst zu löschen, entfernte er sich so weit wie möglich von der Marina und warf dann Anker, um zu verhindern, dass die Yacht dorthin zurücktreibt.
Er konnte dann den beiden Bordhunden Rettungswesten anlegen und setzte sie auf Surfbretter, bevor er selbst ebenfalls ins Wasser sprang. Nach 15 Minuten wurden Skipper und Tiere gerettet. Die Feuerwehr und Coastguard rückten an und versuchten, den Brand zu löschen. Doch es gab keine Rettung für die Motoryacht. Sie brannte aus und sank.
Quelle: Tim Schwabedissen


Vier Fischer in Windy Bay vermisst
(02.10.19) Die Hay River RCMP und das Joint Rescue Coordination Centre (Trenton) suchten am 1.10. nach vier vermissten Fischern. Gegen neun Uhr lokalisierte eine CC138 Twin Otter des JRCC Trenton ein halb gesunkenes Schiff nahe Windy Bay auf dem Great Slave Lake. Schiffe der kanadischen Coast Guard untersuchten das Wrack und stellten fest, dass es der Kutter der vermissten Fischer war. Von ihnen selbst fehlte jede Spur.
Quelle: Tim Schwabedissen


Aufgegebene Motoryacht sank vor Auktion
(02.10.19) In Newport Harbor sank eine aufgegebene, 30 Fuß lange Motoryacht am 30.9. die am 30.10. auf einer Auktion versteigert werden sollte. Das Orange County Sheriff's Department fand das Boot gegen sieben Uhr halb unter Wasser im Marina Park vor. Nur Teile der Kajüte ragten noch mit Schlagseite aus dem Wasser.
Es gab keine Anzeichen von Ölaustritten. Das Wrack wurde von Sea Tow mit Hebesäcken wieder schwimmfähig gemacht, gelenzt und zu einem Dock im Marina Park bugsiert. Taucher hatten zuvor festgestellt, dass Holzplanken unter Deck eingedrückt waren. Nach der Hebung sollte das Wrack am 2.10. zu einer Werft gebracht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Bergungsplan für gestrandeten Kutter verlangt
(02.10.19) Die dänischen Behörden drängten die Eigner des Kutters 'Narluneq', der am 14.9. auf einen Felsen bei Qaqortoq in Süd-Grönland aufgelaufen war und seither dort mit Schlagseite lag, zu bergen. An Bord waren 30 Tonnen Diesel und sechs Tonnen Hydraulik- sowie 300 Liter Maschinenöl.
Das Umweltministerium verlangte nun von der Iluliaq Seafood, einer Firma spanischer Investoren und dem Geschäftsmann Kim Høegh-Dam, einen Bergungs- und Ölbeseitigungsplan. Es war bereits eine geringe Menge Diesel ausgelaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Überfahrt endete mit Maschinenschaden
(02.10.19) Die britische Fähre 'Red Eagle', 4075 BRZ (IMO: 9117337), hatte auf der Fahrt von Southampton nach East Cowes am Morgen des 2.10. gegen neun Uhr einen Maschinenschaden. Kurz vorm Erreichen des East Cowes-Terminal gab es vor der Cowes Parade ein lautes Geräusch aus der Maschine, und schwarzer Rauch quoll aus dem Schornstein.
Um 10:15 Uhr ging das Schiff mit langsamer Fahrt auf Kurs nach East Cowes. Die Abfahrt um 10:30 nach Southampton wurde abgesagt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Schlepper sank in Sumatra
(02.10.19) Der Schlepper 'Sehati' sank am 1.10. in der Tenggulang Bay im Tungkal Ilir Distrikt, Kab. Banyuasin, nach einer Leckage. Die dreiköpfige Crew sicherte das Schiff mit Ankern und machte es an der 'TK AW 06' fest. Dann wurde das halb unter Wasser stehende Gefährt ans Ufer gezogen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Mehr Tote aus Godavari River gezogen
(02.10.19) Flussanwohner haben fünf stark verweste Leichen, die wohl vom Untergang des Ausflugsboots 'Royal Sri Vashishta' am 15.8. in Kachuluru stammten, unterhalb von Godavari an verschiedenen Flussabschnitten gefunden. Sie trieben bei Kothuru, Vadapalli, Chigurulanka, Pottilanka und Yedurlanka. Von den nicht mehr identifizierbaren Toten sollten Proben für DNA-Tests genommen werden.
Derweil stellte die Bergung die Arbeiter der Balaji Marines aus Kakinada vor Probleme. Das Team hatte am 30.9. gemeinsam mit der National Disaster Response Force (NDRF), der State Disaster Response Force (SDRF), Polizei und Feuerwehr begonnen, eine Eisenkette an der Untergangsstelle durch den Fluss zu ziehen. Da das Schiff aber zwischen Felsen gesunken war, riss die 1.000 Meter lange Kette daran ab und ging verloren. Nun sollte eine neue Bergungsmethode ersonnen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen


01.10.2019

Kutter 'Jyden' gesunken
Kutter 'Jyden' gesunken
(Bild: Rijkswaterstaat) Großbild klick!

Kutter sank in IJmuiden/Holland
(01.10.19) Im Marina Seaport in IJmuiden aan Zee sank in der Nacht zum 30.9. der dänische Kutter 'Jyden'. Das Holzschiff hatte kontinuierliche Leckagen im Rumpf, die nur durch Pumpen unter Kontrolle gehalten werden konnten. Nachdem diese aus bisher ungeklärter Ursache versagten, sackte der Kutter weg, sodass nur noch ein Teil des Ruderhauses sowie die Back aus dem Wasser ragten.
Am Morgen des 30.0. war ein Schiff von Rijkswaterstaat vor Ort und legte ölaufsaugende Pads aus, nachdem Dieselkraftstoff ausgetreten war. Ein Taucher drang ins Ruderhaus ein und sicherte mehrere Taschen mit Papieren des Eigners. Das Wrack sollte so schnell wie möglich geborgen werden. Der Kutter war zuletzt in der Wrackfischerei von Sportanglern genutzt worden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Fähre hatte Maschinenschaden vor Folegandros
(01.10.19) Die zypriotische Fähre 'Sifnos Jet', 906 BRZ (IMO: 9204324), erlitt am Morgen des 30.9. einen Schaden an einer Hauptmaschine an Backbordseite. Sie war fahrplanmäßig nach Folegandros unterwegs. Nachdem das Schiff den Hafen erreicht und die acht Fahrgäste abgesetzt hatte, wurde durch die Hafenbehörde ein Auslaufverbot ausgesprochen. Später konnte es seine Fahrt mit den verbliebenen drei Maschinen zu den Häfen Milos, Sifnos, Serifos und Piräus fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Motoryacht 'FV Lurker' auf Grund
Motoryacht 'FV Lurker' auf Grund
(Bild: USCG) Großbild klick!

Betrunkener Skipper setzte Motoryacht auf Grund
(01.10.19) Die 40 Fuß lange Motoryacht 'FV Lurker' lief am Abend des 29.9. gegen 20 Uhr bei der Marina del Rey am Strand am Ocean Front Walk auf Grund. An Bord waren zwei Personen. Der Skipper wurde wegen des Verdachts der Trunkenheit am Ruder nach seiner Rettung verhaftet.
Das Boot sollte so schnell wie möglich geborgen werden. Es arbeitete quer zum Strand liegend in der Brandung, und Treibgut driftete auf den Sand.
Quelle: Tim Schwabedissen


Beschädigte Katamaranfähre in Reparatur in Frederikshavn
(01.10.19) Die Arbeiter der Orskov Yard A/S waren intensiv damit beschäftigt, die dänische Fähre 'Express 4', 11345 BRZ (IMO: 9824564), bis zum 3.10. wieder fahrtüchtig zu bekommen. Die größte und neueste Katamaranfähre der Mol Lines war am 28.9. bei einem Drehmanöver in Sjællands Odde mit dem Kai kollidiert, als es seinen Liegeplatz ansteuerte. Dabei wurde der Steuerbord-Bug erheblich beschädigt.
Nachdem das Schiff noch am selben Tag nach Frederikshavn versegelt war, hatten schwere Regenfälle zunächst eine genaue Schadensinspektion und den Beginn der Reparatur verhindert. Erst nachdem der Havarist an einen geschützteren Liegeplatz gebracht worden war, konnten die Arbeiten beginnen. Es wurde nun davon ausgegangen, dass der Schaden am 2.10. behoben ist und das Schiff dann nach Frederikshavn auslaufen kann.
Tags darauf sollte es dann wieder in den Fahrplan eingespleißt werden. Wieso es zu der Kollision kam, war derzeit noch nicht geklärt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kollision von Tankmotorschiff und Sportboot
(01.10.19) Auf dem Wesel-Datteln-Kanal kollidierten bei Kilometer 53.000 am 28.9. um 20.30 Uhr ein Sportboot und ein Tankmotorschiff frontal. Der Schiffsführer des Tankmotorschiffs gab an, er sei in der Mitte des Kanals gefahren. Die entgegenkommende Motoryacht habe weder auf Funkansprache noch auf Lichtsignale reagiert.
Die Sportbootbesatzung sagte aus, rechts gefahren und durch die Scheinwerfer so geblendet worden zu sein, dass keine Voraussicht mehr möglich gewesen sei. Der 64-jährige Rudergänger des Sportbootes klagte nach dem Unfall über Kreislaufprobleme. Rettungskräfte versorgten ihn vor Ort. Am Tankmotorschiff entstand bei der Havarie nur Farbabrieb. Der Schaden am Bug der Motoryacht belief sich nach ersten Schätzungen auf rund 80.000 Euro.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kollision von Schubverband mit Motorboot
(01.10.19) Bei einer Kollision eines acht Meter langen Motorboots und eines Schubverbands wurden am 30.9. gegen drei Uhr auf der Spree in Niederschöneweide (Treptow-Köpenick) ein Vater und sein fünfjähriger Sohn verletzt. Zunächst war von einer dritten Person die Rede gewesen, dem Skipper des Motorboots. Er galt aber nicht als vermisst. Das Boot war gegen den Schubverband gefahren.
Die beiden Verletzten kamen vorsorglich in ein Krankenhaus. Das Boot wurde stark beschädigt und wurde vom Streifenboot 'WSP 32' gesichert.
Quelle: Tim Schwabedissen


Tankmotorschiff kollidierte mit Brücke
(01.10.19) Das deutsche Tankmotorschiff 'Celina', 1324 ts (MMSI: 211625180) kollidierte am 28.9. gegen 20.40 Uhr auf dem Elbe-Seiten-Kanal bei Wittingen mit einer Eisenbahnbrücke. Der Schiffsführer erlitt dabei einige Schürfwunden, weil er sich noch im letzten Moment vor dem Aufprall auf den Boden geworfen hatte. Das Schiff war von Osnabrück in Richtung Brunsbüttel mit Nordkurs auf der Wasserstraße unterwegs.
Vor einer Baustelle musste der 40-jährige Schiffsführer stoppen, um an der Engstelle ein entgegenkommendes Schiff durchzulassen. Um in der Dunkelheit einen besseren Überblick über die Lage zu bekommen, fuhr der als erfahren geltende Mann das hydraulische Ruderhaus aus, vergaß dann aber, es wieder abzusenken, als er seine Fahrt fortsetzte. Erst als er die Eisenbahnbrücke in Sicht bekam, bemerkte er sein Versehen, aber da war es bereits zu spät.
Das Ruderhaus stieß gegen die Brücke und wurde weitestgehend zerstört. Das Schiff konnte noch am Industriehafen Wittingen festgemacht werden. Hier wurde ein Weiterfahrverbot ausgesprochen. Die für den Güterverkehr genutzte Bahnbrücke wurde bis zu einer Schadensuntersuchung gesperrt. Die Schadenshöhe dürfte bei mindestens 30.000 Euro liegen. Die Polizeiinspektion Lüneburg führte einen Atemalkohol-Test beim Schiffsführer durch, der negativ verlief.
Quelle: Tim Schwabedissen


Feuer in Maschinenraum
(01.10.19) Im Maschinenraum der 58 Meter langen, philippinischen Fähre 'Millenium Uno' (MMSI: 548000030) brach am 27.9. gegen 15.45 Uhr am Kai der Bacolod Real Estate Development Corp. (Bredco) ein Feuer aus. Das Schiff hatte hier nach seiner Ankunft aus Iloilo am Kai gelegen. Als ein Crewmitglied die Maschine starten wollte, kam es durch einen Fehler in der Verkabelung zu Funkenflug in einem Schaltkasten, das den Brand auslöste.
Die alarmierte Feuerwehr hatte zunächst Probleme, in den stark verqualmten Raum vorzudringen, weil zunächst Pressluft für die Atemgeräte benötigt wurde. Dann gelang es aber, den Brand binnen 20 Minuten zu löschen. Es gab keine Verletzten.
Auf dem Schiff hatten sich zum Unglückszeitpunkt keine Fahrgäste befunden. Andere Bereiche der Fähre wurden nicht in Mitleidenschaft gezogen. Es wurde ein Auslaufverbot bis zur Klärung der Unglücksursache durch die philippinische Coastguard verhängt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Suche nach vermisstem Skipper eingestellt
(01.10.19) Am 30.9. stellte die Coast Guard North Bend die Suche nach dem Skipper der Yacht 'Kiwanda' nach über 11 Stunden in der Umgbung der Whale Cove nahe der Depoe Bay ein. Beteiligt waren ein MH-65 Dolphin-Helikopter der Air Facility Newport, ein 47-Fuß-Boot der Station Depoe Bay und die Lincoln County Rescue. Am 29.9. um 11.40 Uhr war die Coast Guard North Bend über ein Trümmerfeld im Wasser bei Whale Cove eine Meile südlich der Depoe Bay informiert worden.
Um 12.10 Uhr waren die ersten Einheiten vor Ort. Auch eine Drohne war im Einsatz. Es stellte sich unterdessen heraus, dass die Trümmer von der Segelyacht stammten, die zuletzt am 28.9. gegen 19 Uhr vom Wachhabenden der Coast Guard Station Yaquina Bay bei Cape Foulweather auf Nordkurs segelnd gesichtet worden war. Die Coast Guard sicherte etliches Treibgut, darunter ein Stück Holz, eine Rettungsweste und ein Stroboskoplicht mit dem Namen des Boots darauf.
Quelle: Tim Schwabedissen


Regatta ums Blaue Schleiband bescherte Seenotrettern viel Arbeit
(01.10.19) Die Regatta um das Blaue Band der Schlei hat den Schleswiger Seenotrettern am 28.9. einen arbeitsreichen Tag bereitet. Die Freiwilligen-Besatzung des Seenotrettungsbootes 'Walter Merz' kam den jeweils zweiköpfigen Besatzungen zweier gekenterter Segelboote zu Hilfe. Alle vier Segler erreichten wohlbehalten das Ufer. Unterstützt wurden die Seenotretter bei diesem Einsatz von den freiwilligen Feuerwehren aus Borgwedel, Fahrdorf und Schleswig.
Rund 35 Boote segelten die vom Schlei-Segel-Club Schleswig ausgerichtete Regatta. Bei Südwestwind um sechs Beaufort, in Böen stärker, waren die Seenotretter frühzeitig auf Kontrollfahrt gegangen, um notfalls direkt eingreifen zu können.
Gegen Mittag informierte ein Boot aus dem Regattafeld die 'Walter Merz' über einen gekenterten Jollenkreuzer in der Großen Breite. Schnell bekamen die Seenotretter den Unglücksort in Sicht. Ein Luftsack im Mast hielt das Segel auf der Wasseroberfläche.
Dem etwa 60-jährigen Mann war es gelungen, sich im Boot zu halten, seine etwas jüngere Lebensgefährtin trieb am Heck im Wasser. Die Rettungsbootscrew nahm die Frau an Bord und versorgte sie mit trockener Kleidung.
Ihr war sehr kalt, aber sie war insgesamt in guter Verfassung. Die Seenotretter richteten den Jollenkreuzer wieder auf und nahmen ihn in Schlepp. Unterdessen erreichte sie eine zweite Alarmierung. Unweit ihrer Position war eine H-Jolle ebenfalls gekentert. Ihre beiden etwa 60-jährigen Segler hatten sich auf den Havaristen ziehen können. Die Seenotretter überzeugten sich davon, dass die Segler wohlauf waren.
Um zunächst die beiden Geretteten des ersten Einsatzes sicher an Land zu bringen, baten sie die Feuerwehr Borgwedel, mit ihrem Boot auf standby zu bleiben. Feuerwehrboote aus Fahrdorf und Schleswig kamen zur Unterstützung hinzu. Die 'Walter Merz' übergab die Geretteten des ersten Einsatzes in Missunde an ihre Segelkollegen. Wenig später kehrte sie zum zweiten Boot zurück. Die Seenotretter richteten auch die H-Jolle wieder auf und schleppten sie samt ihrer Besatzung sicher nach Borgwedel.
Insgesamt waren fünf Boote von Feuerwehr, THW und der DGzRS im Einsatz, außerdem ein Rettungshubschrauber. Die insgesamt sechs Segler blieben unverletzt, waren aber unterkühlt, als sie gerettet wurden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Frachter seit drei Wochen auf Insel gestrandet
(01.10.19) Der unter Tansania-Flagge laufende Frachter 'Habib Express', 2035 BRZ (IMO: 9196230), der am 9.9. aus Miami nach Puerto de Haina, Santo Domingo, ausgelaufen war, strandete am Morgen des 12.9. auf der kleinen Insel Alto Velo an der Südküste der Dominikanischen Republik südwestlich von La Beata. Die Havarie ereignete sich bei hoher Fahrt und war wahrscheinlich auf Nachlässigkeit oder einen Navigationsfehler zurückzuführen. Die Marine der Dominikanischen Republik schickte die beiden Patroullienboote 'Orion - GC-109' und 'Rigel Ll-168' zur Assistenz der Crew. Die Antillean Marine, die das Schiff in der Republik vertritt, machte sich daran, gemeinsam mit der Marine eine Bergungsfirma zu heuern, die den Havaristen wieder flottmachen und ins East Haina-Dock bringen sollte.
Es waren aber bis zum 1.10. noch keine Bergungsaktivitäten erkennbar. Der Frachter saß unverändert auf Position 17° 28.73' N 071° 38.90' W fest.
Quelle: Tim Schwabedissen


LNG-Tanker mit Maschinenschaden
(01.10.19) Der brasilianische LNG-Tanker 'Barbosa Lima Sobrinho' 6776 BRZ, (IMO: 9596844), hatte am 16.9. einen Maschinenschaden und warf Anker auf der inneren Reede des Hafens von Itaqui in São Luis. Hier machten sich Experten daran, den Schaden zu beheben. Am 27.9. ging der Tanker um 21.50 Uhr wieder ankerauf und nahm Kurs auf Suape, wo er am 4.10. eintreffen sollte.
Quelle: Tim Schwabedissen


Maschinenreparatur vor Datca
(01.10.19) Der syrische Frachter 'Grace-A', 2972 BRZ IMO:8403337), hatte auf der Reise von Kertsch nach Mersin einen Maschinenschaden. Das Schiff warf am 29.9. Anker in der Bucht von Datca Anker. Hier machte sich die Crew an die Reparatur.
Quelle: Tim Schwabedissen


Frachter sank in Bucht von Bengalen
(01.10.19) Der unter Bangladesch-Flagge laufende Frachter 'Gulf Argo', 1900 BRZ (IMO: 9783162), sank am 13.9. in stürmischer See in der Bucht von Bengalen unweit der Payra Fahrwassertonne nach einem Maschinenausfall. Alle 14 Crewmitglieder wurden von der Marine von Bangladesch gerettet. Ein Inspektionsteam untersuchte nach Abflauen des Sturms die Unglücksstelle. Es wurden aber noch keine Bergungsmaßnahmen eingeleitet.
Quelle: Tim Schwabedissen


Pumpenschaden auf Bulkcarrier
(01.10.19) Auf dem unter Hongkong-Flagge laufenden Bulkcarrier 'West Bay', 30061 BRZ (IMO: 9278868), kam es auf der Fahrt von Hamburg nach Nemrut am 29.9. zu einem Schaden an einer Treibstoffpumpe. Das Schiff befand sich auf Position 50 09 24.0 N, 1 53 55.8 W. Die Crew führte Reparaturen durch, die um 21.45 Uhr beendet waren.
Das Schiff setzte seine Fahrt in die Türkei dann fort und sollte am 9.10. den Zielhafen erreichen. Es war mit 32.000 Tonnen Metallschrott beladen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Zwei Tote nach Schlepperuntergang im Atlantik geborgen
(01.10.19) Am 30.9. wurden zwei bislang vermisste Crewmitglieder des gesunkenen Offshore-Schleppers 'Bourbon Rhode' von der 'Navig8 Guard' (IMO: 9833670), einem der Schiffe, die an der SAR-Operation im Atlantik teilnahmen, tot geborgen. Die Körper wurden später auf die inzwischen ebenfalls im Suchgebiet eingetroffene, französische Fregatte 'Ventôse' übergeben. Bislang konnten nur drei der insgesamt 14 Mann lebend gerettet werden.
Die Suche nach den nun noch vermissten neun Mann dauerte an. Beteiligt waren auch die 'Labrador', 'Baltic Lady', 'UAL Lobito' und 'Piet'. Das Wetter im Suchgebiet hatte sich inzwischen gebessert. Der Schlepper war am 26.9. im Hurrikan Lorenzo 1.200 Meilen vor Martinique nach Wassereinbruch gesunken.
Quelle: Tim Schwabedissen


Yacht auf Felsen bei Peel getrieben
(01.10.19) Am Morgen des 29.9. kam die RNLI in Peel RNLI der 40 Fuß langen Segelyacht 'Azteca' zu Hilfe, deren zweiköpfige Crew gegen sieben Uhr einen Notruf abgesetzt hatte. In stürmischer See hatte der Anker nicht gehalten, und eine Leine hatte den Propeller blockiert, sodass es sich nicht mehr manövrierfähig war. Das Schiff, das aus Frankreich gekommen und zu den Shetland Inseln unterwegs war, wurde daraufhin gegen eine Betonmole getrieben und beschädigt.
Das Rettungsboot 'Ruby Clery' sowie die Castletown Coastguard kamen dem Havaristen zu Hilfe. Bei starkem auflandigem Wind gelang es zwei Seenotrettern, auf die Yacht zu springen. Dann wurde eine Schleppverbindung hergestellt und das Boot, dessen Rumpf an Backbordseite eingedrückt worden war, wieder in tieferes Wasser gezogen.
Dann wurde es vom Rettungsboot längsseits genommen und nach Peel geschleppt. Nachdem die Yacht sicher an der Hafenmole lag, wurden die beiden Segler zur Rettungsstation gebracht. Hier wurden sie untersucht, aufgewärmt und mit Tee und Keksen versorgt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kollision in Hareid/Norwegen
(01.10.19) Am 30.11. um 11.20 Uhr kollidierte die norwegische Fähre 'Giskøy', 2641 BRZ (IMO: 9832303), die auf der Route Hareid-Sulesund lief, beim Ansteuern des Hafens von Hareid mit dem dortigen Anleger. Sie war mit hoher Fahrt auf ihn zugelaufen und erlitt beim harten Aufprall Schäden an der Bugpforte. Menschen wurden nicht verletzt.
Das Schiff machte anschließend an dem benachbarten Liegeplatz fest, wo die Autos und die 36 Passagiere es verlassen konnten. Danach machte sich der Havarist mit geöffneter Pforte auf den Weg nach Sulesund, wo der Schaden in einer Werft untersucht und behoben werden sollte. Der Fährdienst war bis 16 Uhr komplett unterbrochen. Die norwegische Seebehörde leitete eine Untersuchung der Havarie ein.
Quelle: Tim Schwabedissen


Motorboot durch schnelle Hilfe gerettet
(01.10.19) Die Coast Guard St. Petersburg kam am Nachmittag des 29.9. der fünfköpfigen Crew eines 25 Fuß langen Motorboots zu Hilfe, das gegen 11 Uhr unweit der Skyway Bridge Wassereinbruch im Achterschiff der Pursun gemeldet hatte. Ein 45-Fuß-Boot der Station assistierte der Crew des Havaristen beim Lenzen und eskortierte ihn sicher zurück zum E.G. Simmons Regional Park in Ruskin. Durch das schnelle Eingreifen der Coast Guard konnte Schlimmeres verhütet werden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Zwei Bootsfahrer in Maumusson-Enge gerettet
(01.10.19) Am 28.9. wurde in der Maumusson-Enge die zweiköpfige Crew des fünf Meter langen Motorboots 'Pointe de Gatseau' von einem Dragon 17-Hubschrauber gerettet. Auch das SNSM-Boot 'Notre-Dame-de-Buze' sowie die Kutter 'L'Orca' und 'Grizzly' kamen nach dem Mayday-Relay des MRCC zu Hilfe. Das Boot trieb in starkem Ebbstrom auf die Enge zu.
Die Kutter lagen seeseitig vor der Maumusson-Bank. Um 7.45 Uhr hatte die 'Notre-Dame-de-Buse' von der Station La Tremblade die Barre erreicht, wo über zwei Meter hohe Wellen sich brachen. Da meldete die 'L'Orca', einen der beiden Bootsfahrer, der sich an ein Trümmerteil des in der Brandung inzwischen zerstörten Boots klammerte, gerettet zu haben. Der zweite wurde eine Minute später unversehrt aus dem Wasser gezogen.
Um 7:48 Uhr war der Dragon 17 vor Ort und winschte die beiden Schiffbrüchigen auf. Sie wurden nach Rochefort ins Krankenhaus geflogen, wo sie wegen Schock und Unterkühlung behandelt wurden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Bugstrahlruderschaden in Casamicciola
(01.10.19) Die italienische Fähre 'Medmar Giulia', 4833 BRZ (IMO: 7109609), startete am 30.9. seinen Liniendienst von Casamicciola mit Verspätung, nachdem es beim Auslaufen zu einem Ausfall des Bugstrahlruders gekommen war. Da dadurch die Manövrierfähigkeit eingeschränkt war, musste die örtliche Coast Guard zunächst eine Inspektion des Schiffs durchführen. Nachdem diese abgeschlossen war, konnte die Fähre mit 40-minütiger Verspätung zum Festland auslaufen. Um 10.50 Uhr verließ sie den Hafen mit Kurs auf Pozzuoli, wo sie um 11.50 Uhr eintraf, um dann nach Neapel weiterzulaufen, wo sie um 13 Uhr festmachte.
Quelle: Tim Schwabedissen


Reparatur in Bandirma gekenterten Frachters in Tuzla abgeschlossen
(01.10.19) Ende August wurden die Reparaturarbeiten auf dem türkischen Frachter 'Ali Aga', 1998 BRZ (IMO: 8121719), auf einer Werft in Tuzla abgeschlossen. Danach wurden unter staatlicher Aufsicht abschließende Stabilitätstests durchgeführt, an die sich weitere Inspektionen und Seeerprobungen anschlossen. Nachdem diese zur Zufriedenheit absolviert waren, erhielt das Schiff neue Seetauglichkeitszertifikate und durfte den Hafen verlassen.
Es lief am 29.9. wieder aus Tuzla aus. Am 14.5.2017 war der Frachter bei Beladungsarbeiten im Hafen von Çelebi im Bandirma-Distrikt binnen weniger Minuten gekentert. Der Kapitän hatte seine Crew noch rechtzeitig von Bord geschickt.
12 Menschen, darunter auch Hafenarbeiter, wurden damals leicht verletzt. Nachdem die 93 Container aus dem Laderaum geholt worden waren, konnte ein Schwimmkran das Wrack am 30.6. heben. Danach kam es nach Tuzla, um wiederhergestellt zu werden.
Quelle: Tim Schwabedissen




Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949

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Schlagwörter: Schifffahrt, in Seenot, SOS Alarm, Unfälle, Mayday, Versicherung Schiff, Segeln, Seenot, Unglück, Seenotfälle, Schiffsuntergang, Seenotarchiv, Archiv, Schiffsunglück, Schiffsunfall, unfall, ertrinken, untergehen, untergegangen, sinken