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Meldungen von Schiffsunfällen und Fragen NUR an




25.09.2020

'Amorella' wieder im sicheren Hafen
'Amorella' wieder im sicheren Hafen
(Bild: Niclas Nordlund) Großbild klick!
Amorella in Naantali/Finnland gedockt
(25.09.20) Die finnische Fähre 'Amorella' (IMO: 8601915), erreichte die Turku Repair Yard Ltd. in Naantali am 24 9. um 21.05 Uhr und ging dort unverzüglich ins Trockendock. Am Morgen war sie nach Abschluss der Löscharbeiten aus dem Hafen von Långnäs gezogen und den ganzen Tag über in Richtung der Werft geschleppt worden. Zuvor musste die Viking Line noch den Bergern der Firma Alfons Håkans zusagen, die Rechnung zu übernehmen.
Bis dahin hatten die Trucks noch nicht entladen werden dürfen, solange nach geltender Gesetzeslage keine Sicherheiten von deren Versicherungen oder Eigentümern vorlagen. Erst nachdem die Sicherheitsfragen geklärt waren, durften sie das Schiff verlassen. Fünf Tage nach dem Aufgrundsetzen bei Järsö im Åland-Archipel konnten nach der anschließenden Überführung nun die Inspektionen der Schäden in Vorbereitung der anstehenden Reparaturarbeiten beginnen.
Dafür gab es noch keinen konkreten Zeitplan. Erst muss ein genaues Schadensbild vorhanden sein. Die Arbeiten wurden aber auf mindestens zwei Wochen Dauer geschätzt, könnten aber auch noch deutlich länger benötigen. Die Unfalluntersuchung wird mehrere Monate brauchen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter 'Sapilo' mit Rumpfschaden
Kutter 'Sapilo' mit Rumpfschaden
(Bild: ) Großbild klick!
Kutter bei Burela geborgen
(25.09.20) Der 11 Meter lange spanische Kutter 'Sapilo' (MMSI: 224382430), aus Burela, der am Morgen des 20.9. auf Felsen vor dem Strand von Llas auf Grund gelaufen und gesunken war, konnte am 24.9. geborgen werden. Taucher brachten an dem Wrack Hebesäcke an. Es wurde dann von dem SAR-Boot 'Salvamar Alioth' (MMSI: 224300690), das bereits an der Rettung der dreiköpfigen Besatzung beteiligt gewesen war, unter Wasser in den Hafen von Burela geschleppt, wobei nur die Mastspitzen aus dem Wasser ragten.
Dort stand auf einer Mole ein Mobilkran bereit. Er hob den Kutter aus dem Wasser und setzte ihn auf der Kaifläche ab. Dabei wurden die großflächigen Schäden sichtbar, die der Holzrumpf auf mehreren Quadratmetern an Steuerbordseite davongetragen hatte und die den Untergang bewirkt hatten.
Quelle:Tim Schwabedissen


Hydrofoil erlitt in Ägina zweite Panne binnen drei Tagen
(25.09.20) Beim Auslaufen des griechischen Tragflächenboots 'Flying Dolphin Athina', 162 BRZ (IMO: 8859184), aus Ägina zum fahrplanmäßigen Dienst nach Agistri und Piräus gelang es am Morgen des 23.9. nicht, die Steuerbord-Hauptmaschine zu starten. Die Hafenbehörde wurde vom Kapitän informiert und verhängte unverzüglich ein Auslaufverbot bis zum Abschluss von Reparaturen und einer Klasseinspektion. Die 34 Passagiere mussten wieder aussteigen und wurden mit einem anderen Schiff an ihre Fahrtziele gebracht.
Erst am 21.9. waren vor Piräus Vibrationen an Steuerbordseite festgestellt worden. Nach dem Einlaufen in den Hafen wurde ebenfalls ein Fahrverbot verhängt, und die 21 Passagiere mussten anderweitig an ihre Fahrtziele transportiert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild Kabelleger 'Lorelay'
Archivbild Kabelleger 'Lorelay'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Sturm riss Offshore-Schiffe in Kristiansand los
(25.09.20) Am 24.9. kam es im Hafen von Kristiansand zu einer dramatischen Situation: bei stürmischem Wind waren die Hecktrossen, mit das maltesische Offshore-Bohrschiff 'Hidden Gem', 60331 BRZ (IMO: 9445150), landseitig gesichert war, gebrochen. Es trieb anschließend gegen den benachbarten Kabelleger 'Lorelay', 21143 BRZ (IMO: 7349807). Beide Schiffe drohten daraufhin gegen die daneben vermoorte, unter Bahamas-Flagge registrierte Bohrinsel 'COSL Rival', 154873 BRZ (IMO: 8757180), zu driften, die dort bereits seit fast drei Jahren aufliegt.
Nur die ausgefahrenen Steuerbord-Anker hielten die zwei Schiffe noch einigermaßen in ihrer Position und bewahrten sie davor, mit dem Rig zu kollidieren. Das NSSR-Rettungsboot 'Bendt R. Rasmussen' wurden gemeinsam mit anderen Rettungsdiensten alarmiert. Es gelang den Einsatzkräften, die Schiffe wieder an ihren Liegeplätzen zu sichern.
Quelle:Tim Schwabedissen


Zwei französische Yachten bei Argostoli gestrandet
(25.09.20) Am Morgen des 24.9. wurde die Hafenbehörde von Kefallinia informiert, dass die französische Segelyacht 'La Scalope' mit einer dreiköpfigen Crew an Bord im Hafen von Argostoli auf Grund gelaufen war. Sie war unweit der Devosetou-Brücke auf Schlammgrund bei stürmischem Wind festgekommen. Die Yacht kam ohne Assistenz wieder frei und machte in Argostoli fest.
Zu derselben Zeit lief auch die französische Segelyacht 'Uajjayi' mit vier Personen an Bord dort auf Grund. Ursache war ebenfalls der plötzliche Wetterumschwung. Der Havarist wurde mithilfe der 'Makis' wieder befreit und in den Argostoli-Hafen geschleppt. Bei beiden Zwischenfällen wurde niemand verletzt. Die Boote wurden bis zur Bestätigung ihrer Seetüchtigkeit mit einem Auslaufverbot belegt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Catalina 27 kurz vor dem Sinken
Catalina 27 kurz vor dem Sinken
(Bild: Port of Port Townsend) Großbild klick!
Yachten in Port Townsend Bay gestrandet und gesunken
(25.09.20) In der Nacht zum 23.9. brachte starker Wind zwei Segelyachten in der Port Townsend Bay in Schwierigkeiten. Ein 22 Fuß langes Boot wurde in der Bucht von seinen Moorings losgerissen und westlich der Mole der Marina südlich des Larry Scott Trail auf den Strand getrieben. Sie trug keinen Namen oder Kennung. Eine 27 Fuß lange Catalina sank an der Union Wharf.
Das Boot hatte am Abend des 21.9. dort festgemacht. Hafenmitarbeiter stellten am 23.9. gegen sieben Uhr Schäden am Backbordheck und einen Wassereinbruch fest und brachten Fender aus, um die Schwimmpier zu schützen. Sie kontaktierten rasch das Department of Natural Resources Derelict Vessel Program und dann Berger, die aber wenig ausrichten konnten. Am 24.9. gegen 8.25 Uhr sank das Boot unter die Schwimmpier. Kurz zuvor wurde noch ein fast leerer Ölkanister von Bord geholt. Crews der Global Diving & Salvage machten sich daran, sie wieder hochzuholen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Gekenterter Katamaran wird aufgerichtet
Gekenterter Katamaran wird aufgerichtet
(Bild: KNRM) Großbild klick!
Kutter und Rettungsboot halfen Katamaran vor Den Oever
(25.09.20) Die Seenotretter der KNRM-Station Den Oever sowie der holländische Muschelkutter 'Johan Prins-WR 10', 220 BRZ (IMO: 8804464), kamen am 24.9. einem gekenterten Katamaran und dessen dreiköpfiger Crew im Wattenmeer rund 500 Meter vom Monument auf dem Abschlussdeich zu Hilfe. Die holländische Coast Guard meldete, dass sich zwei der Segler im Wasser befänden und einer eine Kopfverletzung davongetragen habe. Deshalb wurde vorsorglich auch ein Krankenwagen bestellt.
Beim Eintreffen des Rettungsboots 'Johanna Margareta' aus Den Oever standen zwei der Verunglückten auf einem Schwimmer des umgeschlagenen Boots. Der dritte befand sich im Innern. Alle drei wurden abgeborgen und mit Unterkühlungserscheinungen unverzüglich nach Den Oever transportiert.
In der KNRM-Station stand Personal bereit, sie zu übernehmen und aufzuwärmen. Die 'Johanna Margareta' kehrte dann zum Katamaran zurück. Mit Unterstützung des Bordkrans des ebenfalls herbeigekommenen Kutters 'Johan Prins' gelang es, das auf der Seite liegend im Wattenmeer treibende Boot wieder aufzurichten. Es wurde anschließend in den Wattenhafen eingeschleppt, wo es die zwischenzeitlich zu Kräften gekommenen Segler in Empfang nehmen konnten.
Quelle:Tim Schwabedissen


Atlantic 85-Boot holt Ausreisser zurück
Atlantic 85-Boot holt Ausreisser zurück
(Bild: RNLI) Großbild klick!
Ausgerissene Segelyacht wieder eingefangen
(25.09.20) Am 24.9. wurde das RNLI-Boot aus Youghal alarmiert, nachdem sich eine unbemannte Segelyacht von ihren Moorings im Hafen losgerissen hatte. Um 16.32 Uhr lief das Atlantic 85-Boot bei starkem Nordwind aus und machte sich auf den Weg zum 19 Fuß langen Ausreißer. Dieser hatte sich in den Moorings eines anderen Boots inzwischen verfangen. Er wurde befreit und längsseits genommen.
Dann schleppten ihn die Seenotretter an einen sicheren Ankerplatz in der Nähe. Um 17 Uhr kehrte das Rettungsboot unter Vormann Erik Brooks zur Rettungsstation zurück und wurde wieder einsatzklar gemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen


Havarie bei San Lorenzo
(25.09.20) Der unter Singapur-Flagge laufende Bulkcarrier 'Majestic Sky', 43008 BRZ (IMO: 9582520), trug einen Riss im Bug davon, als er nach dem Loswerfen vom COFCO-Terminal in San Lorenzo auf dem Paraná River am Morgen des 124.9. bi Flusskilometer 443 auf Grund lief. Das Schiff hatte gerade eine Ladung von 42,000 Tonnen Sojamehl aufgenommen und wollte sich auf den Weg nach Las Palmas machen. Bei der Grundberührung wurde in der Vorpiek ein Ballasttank beschädigt, und es kam zu einem Wassereinbruch.
Die Pumpen konnten das eindringende Wasser halten. Der Frachter warf auf der Reede von San Lorenzo auf Position 32° 46.12' N 060° 42.96' W Anker, wo er am 25.9. weiter lag und vor der Weiterfahrt repariert werden musste.
Quelle:Tim Schwabedissen


Sog und Wellenschlag beschädigten Steigeranlage in Koblenz
(25.09.20) Am 24.9. gegen 12 Uhr, wurde durch den Sog und Wellenschlag eines passierenden Schiffs die Steigeranlage am Konrad-Adenauer-Ufer in Koblenz bei Rheinkilometer 592 erheblich beschädigt. Zu diesem Zeitpunkt war ein Fahrgastschiff dort festgemacht. Es wurde durch die Schwell an den Steiger gedrückt, wobei die Gangway etwa einen Meter auf die Promenade des Ufers aus ihrer Verankerung gedrückt und erheblich verbogen wurde.
Auch das Eingangstor zur Landebrücke sowie das Geländer der Promenade wurden beschädigt. Bei den ersten Ermittlungen wurde kein Schaden am Fahrgastschiff festgestellt. Die genaue Schadenshöhe war derzeit noch unklar, dürfte sich jedoch im fünfstelligem Bereich befinden. Die Ermittlungen der Polizei in Koblenz dauerten an.
Quelle:Tim Schwabedissen


Lotsenschoner Elbe wieder in seinem Element
(25.09.20) Der historische Hamburger Lotsenschoner 'No. 5 Elbe' (MMSI: 211407690), der am 8.6.2019 nach einer Kollision mit dem zypriotischen Containerschiff 'Astrosprinter' (IMO: 9349215) während einer Gästefahrt auf der Elbe gesunken war, kehrte jetzt beim Hvide Sande Shipyard in frischem Farbglanz vom Slip der Werft, wo er aufgepallt worden war, wieder ins nasse Element zurück. Am 23.10. war das Schiff an Bord des Frachters 'Rix Sping' (IMO: 9137296) in die Werft, die ihn bereits unmittelbar vor dem Unglück umfassend restauriert hatte, gebracht worden. Die umfassenden Reparaturarbeiten wurden dort seither zur Zufriedenheit der Auftraggeber ausgeführt.
Dazu zählten die Wiederherstellung des beim Zusammenstoß gebrochenen Kiels, der Austausch etlicher gebrochener Spanten, die Erneuerung von 130 Metern Außenhautbeplankung und die Reparatur der backbordseitigen Schanz. Der weitere Ausbau soll in Kürze in Hamburg erfolgen, wo die Stiftung Hamburg Maritim, der das Schiff gehört, ihren Sitz hat. Neben dem Einbau der denkmalgeschützten Einrichtung, die derzeit bereits dort aufgearbeitet wird, gehört die gesamte Schiffstechnik, wozu auch die Antriebsanlage und Elektrik zählen, dazu.
Viele dieser Arbeiten wollen die Mitglieder des Betreibervereins ehrenamtlich ausführen. Geplant ist, das Schiff während des nächstmöglichen Wetterfensters nach Hamburg zu schleppen. Im Sommer 2022 soll der Lotsenschoner dann wieder in altem Glanz erstrahlen und wieder Fahrten anbieten.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer auf Raddampfer in Genf mit Gartenschlauch bekämpft
(25.09.20) Am Nachmittag des 24.9. brach auf der Brücke des Raddampfers 'Genève' am Gustave-Ador-Kai in Eaux-Vives, Genf, ein Feuer aus. Es konnte vom Personal mit einem Gartenschlaauch aber rasch eingedämmt werden.
Drei Löschfahrzeuge der Feuerwehr mit 14 Mann sowie ein Löschboot, die um 14.25 Uhr alarmiert wurden, erledigten den Rest. Um 14.50 Uhr war der Brand gelöscht. Die Crew wurde vorsorglich in einem Krankenwagen untersucht.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wrackteile der Margrel trieben am Strand an
(25.09.20) Wrackteile des vermissten Kutters 'Margrel' wurden am 25.9. drei Kilometer südöstlich des Murray Mouth gefunden, einen Tag, nachdem die Suche nach Tony Higgins am Abend des 24.9. eingestellt wurde. Sie war durch Freiwillige der Sea Rescue, die SAR Police, Hubschrauber und Suchflugzeuge über 500 Quadratkilometer vor Victor Harbor, Goolwa und Coorong durchgeführt worden. Die beiden Strandgänger Charlie Mantell und Lee Langmead aus Goolwa entdeckten nun den Bug des Schiffs, ein Namensschild und andere Holzteile.
Unter dem Strandgud befanden sich auch das Dach der Kajüte, den Kompass, eine Raketenkiste und das Ruderrad. Nachdem die Überreste gegen 13 Uhr auf dem Strand angetrieben wurden, alarmierten die beiden die Polizei. Die Wrackteile waren über eine Strecke von 11 Kilometern verstreut. Sie wurden von der Polizei eingesammelt und abtransportiert.
Quelle:Tim Schwabedissen


Segelyacht hoch und trocken in Surrey
(25.09.20) Am Nachmittag des 23.9. lief die 25 Fuß lange, kanadische Segelyacht 'Xian amWhite Rock Beach in Surrey auf Grund. Sie hatte mehrere Tage vor dem Oststrand gelegen. Bei starkem Westwind hielt dann der Anker nicht mehr, und sie trieb gegen 17 Uhr auf den Strand. Andrew Newman der White Rock Sea Tours wurde vom Eigner in seiner anderen Eigenschaft als Besitzer der Schleppfirma C-Tow beauftragt, die bei Ebbe hoch und trocken aufsitzende Yacht wider zu bergen.
Am Nachmittag inspizierte die kanadische Coastguard die Yacht. Mehrere Versuche, sie am Abend wieder flottzumachen, scheiterten, weil der fünf Fuß lange Flügelkiel zu tief im Sand steckte. Daraufhin wurden die Anker weiter seewärts ausgebracht, und mit der Flut am 24.9. um 12.15 Uhr schwamm das Boot wieder auf. Newman eskortierte es in tieferes Wasser, und wenig später machte es an der White Rock Pier fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Motorausfall und Kollision vor Ramsgate
(25.09.20) Die Ramsgate RNLI war binnen 12 Stunden zweimal im Einsatz, nachdem am 21.9. eine Segelyacht Maschinenausfall erlitten hatte und es am Morgen des 22.9. zur Kollision eines Frachters mit einer Yacht gekommen war. Der erste Ruf kam, nachdem die Crew einer Yacht den Motor nicht mehr starten konnte, als der Wind eingeschlafen war. Sie hatte vor der Stone Bay in Broadstairs Anker geworfen, um nicht an Land zu treiben.
Das Rettungsboot 'Claire and David Delves' wurde um 17.10 Uhr von der HM Coastguard verständigt und stellte eine Schleppverbindung her. Dann wurde das Boot nach Ramsgate gezogen. Am folgenden Morgen um 5.35 Uhr kam der nächste Alarm.- Acht Meilen nordöstlich von Ramsgate beim North East Spit war im englischen Kanal die neun Meter lange Yacht eines Einhandseglers gegen den Bug eines Frachters gestoßen.
Die 'Esme Anderson' lief zur Hilfeleistung aus, bis dahin ging ein Lotsenboot der Estuary Services Ltd. auf Standby. Der Segler war unverletzt geblieben und wollte auf seinem Boot bleiben. Zwei Seenotretter wurden an Bord abgesetzt und halfen dabei, die Yacht zu sichern.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maschinenprobleme vor Cape Wrath
(25.09.20) Am 24.9. um 7.45 Uhr kam es auf dem holländischen Frachter 'Oranjeborg', 18289 BRZ (IMO: 9232797), der von Kemi nach Philadelphia mit einer 16-köpfigen Crew an Bord unterwegs war, wegen niedrigen Öldrucks zu Antriebsproblemen auf Position 58 40 57.0 N, 004 34 24.0 W, rund 14 Meilen östlich von Cape Wrath. Die Coastguard schickte vorsorglich den Notfallschlepper 'Evoili Black' zum Havaristen, der gegen 14 Uhr hätte eintreffen können. Die Crew konnte den Schaden aber selbst beheben, und um 10.50 Uhr konnte der Schlepper zurückgerufen werden. Nach Erprobungen setzte der mit 15.000 Tonnen Papierrollen beladene Frachter seine Fahrt fort und sollte am7.10. den Zielhafen erreichen.
Quelle:Tim Schwabedissen


24.09.2020

Fähre 'Amorella' wird abgeschleppt
Fähre 'Amorella' wird abgeschleppt
(Bild: Alfons Haakans) Großbild klick!
Amorella erfolgreich abgeschleppt - Shirts des IFK Mariehamn eilten voraus
(24.09.20) Am 23.9. um 15.30 Uhr gelang es, die finnische Fähre 'Amorella' (IMO: 8601915), mithilfe der drei Schlepper 'Kraft', 'Jupiter' und 'Neptun' wieder vom Julgrund im Åland-Archipel abzubringen. Sie war zuvor bestmöglich nach achtern umgetrimmt worden, damit das Vorschiff sich leichter von den Felsen löst. Taucher hatten die Lecks im Schiffsboden soweit abgedichtet, dass nur noch wenig Wasser nachlief.
Das Ölbekämpfungsschiff 'Svärtan' hatte in den vorangehenden Stunden noch veröltes Wasser an Bord genommen, bevor es in die heiße Phase ging. Die Fähre unterstützte das Bergungsmanöver mit ihrer eigenen Maschine. Ohne große Probleme schwamm sie auf und wurde von den Schleppern unter Kontrolle genommen.
Nach einer ersten Inspektion des Schiffsbodens durch Taucher ging es dann auf den Weg Långnäs . Hier traf der Schleppzug gegen 19.50 Uhr ein. Am dortigen Anleger wurde die aus 41 Trucks und 40 Pkw bestehende Ladung gelöscht. Nachdem bei weiteren Inspektionen sichergestellt war, dass der Havarist seetüchtig war, ging es um Mitternacht am Haken der drei Schlepper nach Naantali weiter.
Das Patroullienboot 'Tursas' eskortierte den Konvoi auf seinem Weg. Wenn voraussichtlich am mittleren Nachmittag der Hafen erreicht es, soll es unverzüglich in ein Dock gehen, in dem die Reparatur erfolgen soll.
Diese dürfte auf jeden Fall mehrere Wochen dauern. Außerdem sollen in der Zeit ohnehin anstehende Servicearbeiten durchgeführt werden. Zuvor werden die Unfallermittler den VDR sichern im Zuge der Untersuchung er Havarie.
Bereits vor der erfolgreichen Bergung galt es einige wichtige Utensilien von Bord zu bringen: Auf dem Schiff hatten sich auch die Spielshirts des Football-Teams des IFK Mariehamn befunden, die am 23.9. dringend gebraucht wurden. Die Spieler hatten sich bei der Evakuierung an Bord befunden und sollten sie gegen das Team von Ilves in Mariehamn tragen. Sie bekamen ihre Shirts noch rechtzeitig zum Spiel nachgeliefert.
Quelle:Tim Schwabedissen


Yacht vor Korfu gestrandet
(24.09.20) Am Morgen des 23.9. lief die 14 Meter lange, britische Segelyacht 'Imagine of Liverpool' (MMSI: 235024851) mit einer zweiköpfigen Crew an Bord beim Strand von ??Avlaki vor Kassiopi auf Korfu auf Grund. Ein Patroullienfahrzeug sowie die 'Dias' kamen dem Boot zu Hilfe. Es gelang, es wieder freizuschleppen. Anschließend wurde es in die Marina von Gouvia auf Korfu gezogen. Die zentrale Hafenbehörde verhängte ein Auslaufverbot bis zum Nachweis der Seetüchtigkeit. Es gab keine Verletzten oder Umweltschäden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Tanker 'New Diamond' treibt ziellos vor Sri Lanka
Tanker 'New Diamond' treibt ziellos vor Sri Lanka
(Bild: Sri Lanka Navy) Großbild klick!
New Diamond weiterhin ziellos vor Sri Lanka
(24.09.20) Zwei Wochen, nachdem der Brand auf dem Tanker 'New Diamond' vor Sri Lanka gelöscht wurde, dümpelte das Schiff immer noch vor der Küste des Landes, während ein Weg gesucht wurde, die 270,000 Tonnen Rohöl an Bord zu leichtern. Die Berger der SMIT Singapore Pte. hielten weiter Ausschau nach einem Hafen, in den das Wrack gebracht werden könnte. Das Schiff war aktuell weiter stabil und die Ladung sicher.
Wegen der möglichen Umweltgefahren hatte Sri Lanka gefordert, das Schiff aus seinen Hoheitsgewässern zu bringen und verweigerte ein Einlaufen in einen ihrer Häfen. Indien hatte sich angeboten als mögliches Ziel, doch ob der Tanker dorthin geschleppt würde, war aktuell weiter unklar. Es wurde geschätzt, dass noch zwei Monate vergehen können, ehe die Ölladung eine indische Raffinerie erreicht.
Quelle:Tim Schwabedissen


Russisches Alt-U-Boot 'Foxtrot B-80'
Russisches Alt-U-Boot 'Foxtrot B-80'
(Bild: Anrie) Großbild klick!
Feuer auf altem russischen U-Boot
(24.09.20) Am Morgen des 24.9. brach im Koggehaven in Vlaardingen-Rotterdam ein Feuer an Bord des alten russischen U-Boots 'Foxtrot B-80', 1905 ts, aus, das dort seit Jahresbeginn abgebrochen wird. Es kam zu einer enormen Rauchentwicklung, die Rauchsäule war weithin sichtbar. Die Feuerwehr von Rijnmond war mit starken Kräften im Einsatz.
Das Boot hatte jahrelang in Amsterdam vor sich hingerostet, ohne dass es einen klaren Eigner gab. Schließlich wurde es zu einem Abwrackbetrieb geschleppt. Am Morgen wurde ein Dieseltank im Zuge der Verschrottung beschädigt, der Tankinhalt lief aus und fing Feuer. Am Vormittag war es unter Kontrolle.
Das Boot war am 1.2.1956 in Molotovsk als eines von 26 Booten des Projekts 611 auf Kiel gelegt worden. Am 16.1.1957 lief es vom Stapel und wurde im Huli auf der Polyarny-Marine auf der Kola-Halbinsel Peninsula in Dienst gestellt. 1988 ging es in die Reserve und wurde 1990 außer Dienst gestellt.
1991 erwarben zwei holländische Geschäftsleute das Boot und schleppten es nach Den Helder. Sie nannten das Schiff 'Foxtrot', obwohl es zur Zulu-Klasse gehörte. 2002 erwarb der Architekt Michael Nijdam aus Amsterdam das Boot und brachte es zur NDSM-Werft in Amsterdam. Dann folgten mehrere Eignerwechsel, doch keiner von ihnen realisierte seine Pläne mit dem Schiff, das unterdessen vor sich hin rostete, bis die Stadtregierung beschloss, den Abbruch zu verfügen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schaden an der 'Ice Rose'
Schaden an der 'Ice Rose'
(Bild: Benny Nielsen) Großbild klick!
Frachter nach Kollision mit Russenkorvette unterwegs nach Odense
(24.09.20) Nach der Kollision mit der russischen Korvette 'Kazanets' am 23.9. ging der unter Marshall Islands-Flagge laufende Reefer 'Ice Rose', 12401 BRZ (IMO: 8311106), der südlich der Øresundbrücke Anker geworfen hatte, am Morgen des 24.9. ankerauf. Er machte sich auf den Weg zur Fayard-Werft in Odense-Vigerø, wo er repariert werden soll. Das Schiff hatte am Steuerbord-Achterschiff erhebliche Schäden davongetragen, als ihm der Russe in dichtem Nebel in die Seite lief.
Die Korvette hatte die Unfallstelle wenig später verlassen und machte sich auf den Weg zu ihrer Base in Baltiysk. Die dänische Unfalluntersuchungskommission begann ihre Arbeit, die aber dadurch erschwert wurde, keinen Zugriff auf das Marineschiff zu haben und dessen Crew nicht befragen zu können. Am Nachmittag des 23.9. brachte ein Boot der dänischen Marinebase im 4,5 Meilen entfernten Dragør zwei Mann auf die 'Ice Rose', die dort mit ihren Ermittlungen und Untersuchungen begannen.
Auch ein Lotsenboot von DanPilot war mit Polizeiangehörigen vor Ort. Dies stellte sich als glückliche Fügung heraus, denn nachdem das Schlauchboot den Frachter für eine erste Begutachtung umrundet hatte, stellte sich heraus, dass ein von dessen Deck herabgelassenes Fallreep zu kurz war, um es vom Boot aus erreichen zu können. Erst als die Unfallermittler auf das höhere Lotsenboot umgestiegen waren, konnten sie an Bord des Havaristen aufentern.
Außerdem machten sich drei Angehörige des Marinehjemmeværnet an Bord des Patroullienboots 'MHV 911-Bopa' auf den Weg zum Havaristen. Es zeigte sich, dass der Frachter trotz der des meterlangen Risses unterhalb der Aufbauten und der umliegenden starken Einbeulungen seetüchtig geblieben war. Deshalb erhielt er die Fahrerlaubnis zur Werft, wo er gegen 14. Uhr erwartet wird. Menschen kamen nicht zu Schaden, und es gab auch keine Umweltschäden bei der Kollision.
Quelle:Tim Schwabedissen


Nachbau der 'Niña'
Nachbau der 'Niña'
(Bild: Tony Giberson) Großbild klick!
Columbus-Nachbau entkam durch gute Seemannschaft und telefonischen Rat dem Hurrikan Sally
(24.09.20) Der Nachbau von Christoph Columbus' Flaggschiff, die , überstand mit knapper Not den Landfall von Hurrikan Sally in Pensacola am 16.9. dank des raschen Handelns ihrer Crew. Das 70-Tonnen-Schiff ist ein schwimmendes Museum, das 1992 erbaut wurde und Touren entland der US-Küsten und den Golf von Mexiko sowie die Great Lakes macht. Sie gilt als die Most Historically Accurate Columbus Replica Ship Ever Built.
Das Schiff lag Palafox Pier, als Sally Florias Küste am Morgen des 16.9. erreichte. Gegen fünf Uhr wurde ihr Kapitän Stephen Sanger alarmiert, weil die Anlegebrücke zu zerbrechen begann. Da er in Alabama weilte, konnte er nur am Telefon helfen und wies den 1. Offizier David Zenk an, den Anker klarzumachen. Die Brücken wogten auf und ab, und die Crew versuchte, die Trossen, die das Schiff hielten, zu sichern. Sie riefen die U.S. Coast Guard, die aber abwinken musste. Sie würde nur die Crew abbergen, falls dies nötig würde.
Um 5.30 Uhr brach ein Stück des Docks los, und ein Katamaran, der dort gelegen hatte, trieb davon. Gegen sechs Uhr riss es sich endgültig los, und die 'Niña' trieb in die Pensacola Bay. Die Holzplanken der Anlegebrücke waren immer noch an ihrem Rumpf fest und hingen an Steuerbordseite herab. Zeitweilig verfing sich auch noch eine 50 Fuß lange Segelyacht an der Backbordseite des Schiffs.
Gestrandete Skanska-Barge
Gestrandete Skanska-Barge
(Bild: Tony Giberson) Großbild klick!
Eine nordwestliche Strömung zog die 'Niña' dann in Richtung einer Felsenmole an Pensacolas Martine Park. Deshalb musste geankert werden, doch dies brauchte das richtige Timing. Mit dem Boot an der einen Seite und den Planken an der anderen drohte er dort hängenzubleiben. Es gelang, ihn durch eine sich auftuende Öffnung zu werfen.
Dann dauerte es eine Weile, bis er auf dem Grund der Bucht fasste. Wenig später brach in den 15 Fuß hohen Wellen die Ankerleine, doch bis dahin war das Schiff genug herumgeschwojt, um von den nahen Felsen klarzukommen. Stattdessen wurde es die folgenden sechs bis acht Stunden gegen eine Kaimauer gedrückt am Ende einer Bucht, die normalerweise von einer Reihe von Felsen blockiert ist.
Doch die Sturmflut hob die 'Niña' über sie hinweg. Die Trümmer der Brücke an der Steuerbordseite federten den Anprall gegen die Mauer ab. Als der Sturm abflaute, lag das Schiff in weniger als einem Fuß Wassertiefe parallel zum Ufer. Es war zwar gerettet, muss nun aber aus der Falle geborgen werden. Wie dies vonstattengeht, ob mit Schlepper oder Kran, ist nun Sache der Versicherung.
'Battle Wagon' an Land geschleudert
'Battle Wagon' an Land geschleudert
(Bild: Tony Giberson) Großbild klick!
Anderen Schiffen erging es deutlich schlechter - so fand sich die 'Battle Wagon', ein massives Stahlschiff aus Orange Beach, komplett hoch und trocken am Straßenrand wieder, der Kutter 'St. Anthony' kenterte und sank an seinem Liegeplatz in Pensacola, und diverse Skanska-Bargen machten sich selbstständig an der Pensacola Bay Bridge und landeten teilweise in privaten Vorgärten oder kollidierten mit der Brücke, bei der sie zu Bauarbeiten eingesetzt waren. In den Marinas der Region wurde aus etlichen Sportbooten Kleinholz gemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen


USCG hilft Kutter 'Reluctant'
USCG hilft Kutter 'Reluctant'
(Bild: USCG) Großbild klick!
Schnelle Hilfe für gestrandeten Kutter
(24.09.20) Die US Coast Guard kam am 22.9. dem amerikanischen Kutter 'Reluctant' und dessen zweiköpfiger Crew zu Hilfe, der in der Neka Bay südlich von Hoonah auf Grund gelaufen war. Das nur drei Meilen entfernt liegende Patroullienboot 'John McCormick' aus Ketchikan erreichte die Strandungsstelle kurz nach dessen Notruf um 8:34 Uhr und setzte ein Boot aus, das den Skipper und seinen Decksmann unversehrt abbarg. Um den Havaristen trieb ein dünner Ölfilm.
Bei Ebbe lag der Havarist mit starker Steuerbordschlagseite hoch und trocken auf den Felsen. Mit steigendem Wasserstand richtete er sich aber wieder auf und konnte von dem Küstenwachboot von den Felsen heruntergezogen werden. Nach dem Aufschwimmen löste sich auch der Ölfilm auf.
Die 'Reluctant' wurde dann nach Hoonah für weitere Inspektionen abgeschleppt. Vor Ort waren 11 Meilen Wind, sieben Grtad Celsius Lufttemperatur und eine Sicht von acht Meilen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Bulkcarrier 'E.R. Bayonne' im Schlepp
Bulkcarrier 'E.R. Bayonne' im Schlepp
(Bild: Kiyi Emniyeti) Großbild klick!
Maschinenausfall im Bosporus
(24.09.20) Auf dem liberianischen Bulkcarrier 'E.R. Bayonne', 93186 BRZ (IMO: 9507520), des Zeaborn Shipmanagement in Hamburg kam es am 23.9. um 8.20 Uhr zu einem Maschinenausfall beim Transit des Bosporus in nördlicher Richtung. Er befand sich zu dem Zeitpunkt vor Kanlica, Beykoz. Die Schlepper 'Kurtarma 5' und 'Kurtarma 11' kamen dem manövrierunfähigen Havaristen zu Hilfe.
Er wurde durch die Wasserstraße gezogen und ankerte anschließend auf Position 41° 17.35' N 029° 1.41' E auf der Außenreede von Istanbul, wo es am 24.9. weiterhin lag. Der Verkehr im Bosporus, der zeitweilig unterbrochen worden war, konnte um 12.55 Uhr wieder freigegeben werden. Das Schiff befand sich auf der Reise von Narvik nach Eregli, als es zur Havarie kam.
Quelle:Tim Schwabedissen


Leckage im Ballasttank
(24.09.20) Auf dem französischen Kabelleger 'Rene Descartes', 13864 BRZ (IMO: 9248100), kam es am 18.9. zu einer Leckage in einem Ballasttank im Vorschiff. Er befand sich zu dem Zeitpunkt 188 Seemeilen westnordwestlich von Nootka Island in British Columbia.
Die Crew dichtete die Leckage provisorisch ab. Dann steuerte das Schiff den Hafen von Vancouver an, wo das Leck im Trockendock endgültig repariert wurde. Anschließend konnte es zurück an die Kabellegearbeiten im Nordpazifik gehen, wo das Schiff am 24.9. an die Arbeitsstelle zurückkehrte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Barge sank in Bucht von Karmennaya
(24.09.20) Die Barge 'ST-791', die mit verstärkten Betonteilen beladen war, sank im Schlepp des 80 Meter langen, russischen Frachters 'Belomorskiy 21' (MMSI: 273457930) im Gulf von Ob am 21.9. Der Schleppzug war unterwegs von Salekhard nach Gyda.
Der Untergang wurde durch einen Wassereinbruch in den Laderaum der Barge verursacht, der in stürmischer See in der Bucht von Karmennaya stattfand. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kollision bei Odessa
(24.09.20) Am 22.9. um 13.20 Uhr kollidierte in Yuzhny bei Odessa der moldawische Schlepper 'Midas', 292 BRZ (IMO:8216851), mit dem unter Panama-Flagge laufenden LPG-Tanker 'Gaz Serenity', 16777 BRZ (IMO: 9448499), als er diesem beim Ablegemanöver assistierte. Der Tanker war mit 15.000 Tonnen Ammoniak beladen du hatte am Kraftwerk von Odessa im Pivdenny Seaport gelegen.
Es wurde bei der Havarie niemand verletzt. Am 24.9. um 6.10 Uhr erreichte das Schiff den Hafen von Samsun.
Quelle:Tim Schwabedissen


Energischer Löscheinsatz auf Küstenwachschiff verhinderte Schlimmeres
(24.09.20) Das 140 Meter lange Patroullienboot 'Waesche - WMSL' 751' (MMSI: 338850000) der US Coast Guard traf am 22.9. in Yokosuka ein, nachdem es am 20.9. während eines geplanten Einsatzes im Einsatzgebiet der 7. US-Flotte im Westpazifik einen Brand in der Schiffstechnik gegeben hatte. Schwarzer Rauch wurde um 17:18 Uhr gemeldet, und Untersuchungen ergaben Brände in den Abgasleitungen und in nahe gelegenen Räumen.
Offene, meterhohe Flammen loderten um den Schornstein, doch nach 90 Minuten gelang es den Brandbekämpfungstrupps, das Feuer zu löschen. Durch den raschen, professionellen und effektiven Einsatz gelang es, trotz eines zeitweilig bedrohlichen Anscheins noch Schlimmeres zu verhüten. Fünf Besatzungsmitglieder erlitten leichte Verletzungen bei der Brandbekämpfung und wurden vom medizinischen Team an Bord behandelt.
Das Ausmaß der Schäden und die Ursache des Brandes wurden derzeit untersucht. Während der Liegezeit in Yokosuka wird das Schiff weiteren Inspektionen und möglichen Reparaturen unterzogen. Die 'Waesche' war bei Indienststellung die 2. Einheit der Legend-Klasse und ist in Alameda beheimatet. Sie hat eine Crew von mehr als 150 Mann und gehört zu den größten und technisch höchstentwickelten Schiffen der US Coast Guard.
Quelle:Tim Schwabedissen


Herrenloses Motorboot bei Penaronda gestrandet
(24.09.20) Am 23.9. stürzte der Skuppper des Motorboots 'Maribel' zwischen Penaronda und Tapia (Asturias) über Bord. Er wurde von der Crew der 'Pequeña María' gerettet. Sein Boot fuhr herrenlos mit noch laufender Maschine weiter. Das SAR-Boot 'Salvamar Capella' (MMSI: 224040360) von Salvamento Marítimo wurde angefordert, um es wieder einzufangen. Doch inzwischen war es an der Küste gestrandet. Die Seenotretter lokalisierten es zerbrochen in der Brandung an den Felsen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fähre von Sevilla nach Tuzla abgeschleppt
(21.09.20) Am 20.9. traf die unter St. Kitts-Nevis-Flagge laufende Fähre 'Don Candido', 5287 gt (IMO: 7901734), die seit einem Maschinenausfall im Mai 2019 im Hafen von Sevilla aufgelegen hatte, auf einer Werft in Tuzla ein, wo sie nun repariert werden soll. Das Schiff war am 4.9. um 9.30 Uhr von dem holländischen Schlepper 'Eems Wrestler' (IMO: 8843549) in Spanien auf den Haken genommen worden. 16 Tage später um 17.15 Uhr traf der Schleppzug in Tuzla ein.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kollision in Kanmon Strait
(24.09.20) Der südkoreanische LPG-Tanker 'Duckyang Gas', 1336 BRZ (IMO: 8921884), und der japanische Frachter 'Nanei Maru', 699 BRZ (IMO: 8738201), die beide auf Westkurs in der Kanmon Strait unterwegs waren, kollidierten am 20.9. gegen 21 Uhr. Die 'Nanei Maru', die von Tsukumi kam, stieß mit dem Steuerbordheck gegen den Backbordbug der 'Duckyang Gas' die von Osaka aus unterwegs war.
Diese machte am 21.9. um 7.40 Uhr in Tanoura fest. Bereits am 20.9. um 22.50 Uhr erreichte die 'Nanei Maru' den Hafen von Moji. Menschen wurden nicht verletzt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Explosion in Tagonoura
(23.09.20) Auf dem südkoreanischen Tanker 'Keoyoung Star 3', 2222 BRZ (IMO: 9798090), kam es am 19.9. um 9.20 Uhr zu einer kleineren Explosion im Hauptladetank. Eine gelbe Rauchwolke stieg über dem Hafen von Tagonoura auf. Es gab aber keinen nachfolgenden Brand.
Menschen wurden ebenfalls nicht verletzt. Um 13 Uhr konnte der Tanker den Hafen von Tagonoura wieder verlassen und machte am 21.9. um 5.15 Uhr in Ulsan fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Rauchentwicklung auf Yacht bei Xanten
(24.09.20) Auf einer Motoryacht kam es am 23.9. auf dem Rhein zu Rauchentwicklung im Maschinenraum. Das Boot machte daraufhin am Anleger in Xanten fest. Die Feuerwehr und Polizei wurden alarmiert, mussten aber nicht eingreifen. Es brach aber kein offenes Feuer aus und blieb bei der Qualmentwicklung.
Die Yacht war nach Angaben des Skippers auf dem Weg von Hamburg nach Emmerich, als nach etwa 540 Kilometern aus dem Motorraum Rauch aufstieg. Er vermutete einen Zylinderkopfschaden. Die zweiköpfige Crew wurde nicht verletzt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Brieftasche vermissten Skippers entdeckt
(24.09.20) Am 24.9. war der dritte Tag der Suche nach dem vermissten südaustralischen Boatie Tony Higgins und seinem Kutter 'Margrel'. Bootsausrüstung sowie die Brieftasche und die Schlüssel von Higgins wurden am 23.9. in der Nähe der Murray -Mündung geborgen, zwei Tage nachdem die südaustralische Polizei einen Notruf aus den Gewässern vor Victor Harbor erhalten hatte. Die Suche umfasste bisher mehr als 500 Quadratkilometer von Encounter Bay bis Cape Jaffa.
Patrouillen suchten die Mündung bis zum Goolwa Beach Surf Rescue Club ab und fanden eine Reihe von Trümmern gefunden, die Teil der Untersuchung sein werden. Die Suche wurde derzeit aus der Luft durchgeführt, weil die Bedingungen auf See zu rau waren. Wenn keine weiteren Sichtungen gemacht werden, sollte die Suche an diesem Tag enden.
Quelle:Tim Schwabedissen


23.09.2020

Motorboot auf der Hafenmole
Motorboot auf der Hafenmole
(Bild: Captianeria di Porto) Großbild klick!
Motoryacht auf Überführungstörn bei Pescara gesunken
(23.09.20) Am 21.9. geriet eine 15 Meter lange Motoryacht auf eine Untiefe zwischen der Hafeneinfahrt von Pescara und der Schutzmole. Nachdem sie sich wieder befreit hatte, nahm sie Kurs auf die Marina, doch auf dem Weg dorthin fiel die Maschine aus. Das mit zwei Personen besetzte Schiff trieb hilflos auf die Steine der Mole und wurde aufgerissen.
Ein Patroullienboot der Hafenbehörde war glücklicherweise rasch vor Ort. Beide Männer konnten unversehrt abgeborgen werden. Sie hatten das Boot an einen Eigner in Pescara abliefern sollen, der es unlängst second hand gekauft hatte. Nachdem es nun halb unter Wasser auf der Mole lag, dürfte ihm die Vorfreude vergangen sein.
Quelle:Tim Schwabedissen


Deutsche Yacht sank vor Poros
(23.09.20) Am Morgen des 22.9. meldete die deutsche Yacht 'Lady of Chantry' nordöstlich von Poros einen Wassereinbruch. Ein Patroullienboot sowie die 'Liakos' wurden alarmiert. Am Havaristen war bereits die unter Cayman Islands-Flagge laufende Luxusyacht 'My Eden' (MMSI: 319136600), die von Nafplion nach Vouliagmeni unterwegs war, eingetroffen. Sie nahm die zweiköpfige Crew aus einem Rettungsboot auf, nachdem due Segler ihr Boot hatten aufgeben müssen.
Die Schiffbrüchigen wurden zunächst von der 'Liakos' übernommen und dann an Bord des Patroullienboots wohlbehalten nach Poros gebracht. Ihr Boot war unterdessen gesunken. Wasserverschmutzungen wurden nicht festgestellt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Anleger nach der Kollision
Anleger nach der Kollision
(Bild: Rikke Andersen) Großbild klick!
Ærøskøbing: Kapitän verlor im Nebel die Übersicht
(23.09.20) Die dänische Fähre 'Marstal', 1617 BRZ (IMO: 9199074), kollidierte von Svendborg kommend am Morgen des 22.9. mit dem Fähranleger in Ærøskøbing. Die Havarie ereignete sich in dichtem Nebel, bei dem der Kapitän die Distanzen nicht hatte einschätzen können und deshalb zu spät die Fahrt aus dem Schiff nahm. Menschen kamen nicht zu Schaden, und auch die Fähre konnte in Betrieb bleiben und den Dienst nach Svendborg fortsetzen.
Der Fähranleger wurde zeitweilig aus dem Betrieb genommen. Das Schiff wie auch die Anlage sollten noch genauer inspiziert werden.



Archivbild Fähre 'Marstal'
Archivbild Fähre 'Marstal'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Quelle:Tim Schwabedissen


Tankmotorschiff 'Hillegersberg' auf Grundl gelaufen
Tankmotorschiff 'Hillegersberg' auf Grundl gelaufen
(Bild: Daan Rieken) Großbild klick!
Tankmotorschiff überladen und leckgeschlagen
(23.09.20) Das holländische Tankmotorschiff 'Hillegersberg', 3229 tdw (MMSI: 244670673), havarierte am 22.9. um 17.28 Uhr auf der Reise von Rotterdam nach Emmerich mit einer Ladung Palmöl an Bord kurz vor Erreichen des Zielhafens auf dem Bijlandsch-Kanal. Als ein anderes Schiff passierte, sank durch den Sog der Wasserpegel auf der Wasserstraße so stark, dass es auf Grund lief und im Bereich des Vorschiffs leckschlug. Das Feuerlöschboot der Feuerwehr Emmerich wurde zusammen mit dem Feuerlöschboot 'Gelderland' (MMSI: 244710428) der Brandweer Nijmegen und der Brandweer Lobith-Tolkamer alarmiert.
Der havarierte Tanker lag bei Rheinkilometer 865,4 am Ufer. Beim Eintreffen des Feuerlöschboots aus Emmerich hatte das Patroullienboot 'RWS 44' von Rijkswaterstaat bereits eine Pumpe im Vorschiff angeschlagen. Zwei weitere Lenzpumpen wurden durch den Eigner gestellt, mit denen Schiff dann stabilisiert werden konnte. Nachdem dies gelungen war, konnte es um 20.10 Uhr in Tolkamer für die Nacht festmachen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Russische Korvette 'Kazanets'
Russische Korvette 'Kazanets'
(Bild: Eduardo Raboso) Großbild klick!
Øresund: Kein AIS im Nebel: russische Korvette kollidierte mit Frachter
(23.09.20) Am Morgen des 23.9. kollidierte die russische Korvette 'Kazanets' der Parchim-Klasse mit dem unter Marshall Islands-Flagge laufenden Kühlfrachter 'Ice Rose', 12401 BRZ (IMO: 8311106), im Øresund südlich von Drogden bzw. westlich von Klagshamn in dänischen Gewässern unweit der schwedischen Seegrenze. Der Reefer, der auf der Reise von St. Petersburg nach Göteborg war, erlitt erhebliche Schäden am Bug, aber keinen Wassereinbruch. Es gab auch keine Verletzten oder Wasserverschmutzungen.
Der Havarist warf nach der Kollision gegen acht Uhr Anker auf Position 55° 31.21' N 012° 42.90' E. Die dänischen Patroullienboote 'P 523' (MMSI: 220434000) sowie 'Najaden' sowie von schwedischer Seite ein SAR-Helikopter und die Patroullienboote 'KBV 034' (IMO: 9536600) und 'KBV 432' (MMSI: 265646280) kamen zu Hilfe. Über die 'Ice Rose' wurde ein Fahrverbot verhängt.
Es gab allerdings keine Möglichkeit, auf die Korvette zuzugreifen. Sie hatte zum Unglückszeitpunkt ihr AIS abgeschaltet. Beide Schiffe waren wohl auf gleichem Kurs in dichtem Nebel mit Sichtweiten um 50 Meter unterwegs gewesen, als sie zusammenstießen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schlepper an der 'Amorella'
Schlepper an der 'Amorella'
(Bild: Tobias Bonn) Großbild klick!
Fähre soll heute geborgen werden
(23.09.20) Die Reederei Viking Line entschied am 22.9., am 23.9. zwischen 12 und 14 Uhr die Bergung der finnischen Fähre 'Amorella' (IMO: 8601915), anzugehen. Dazu sollten die insgesamt 81 Fahrzeuge an Bord trotz der Enge auf dem Wagendeck bestmöglich umgestaut werden. Außerdem sollte so viel Ballastwasser wie möglich ins Achterschiff gepumpt werden, während Wasser mit Hochdruck unter den Bug gepresst wird und Schlepper sich daranmachen, den Havaristen in tieferes Wasser zu ziehen.
Wenn dies gelungen ist, sollte das Schiff im Schlepp oder mit eigener Kraft nach ersten Rumpfinspektionen gegen 17 Uhr nach Långnäs auf Åland verholt werden, wo die Ladung gelöscht wird. Nach genaueren Schadensuntersuchungen sollte die 'Amorella' dann in Naantali bei Turku gedockt werden. Am Morgen des 23.9. lag eine Flotte von Schiffen, darunter die Schlepper 'Jupiter', und 'Neptun' der Reederei Alfons Håkans, die die Bergung leitet, die 'Kraft' und zusätzlich die 'Subsea Vib' (MMSI: 230980160) sowie das Taxiboot 'Lisa Marie', das Tauchboot 'Jesu' und die Patroullienboote 'Tursas' und 'Uisko' um den Havaristen versammelt.
Noch sitzt 'Amorella' fest
Noch sitzt 'Amorella' fest
(Bild: Tobias Bonn) Großbild klick!
Das Landungsboot 'Svärtan' assistierte ebenfalls bei den Arbeiten vor Ort und pumpte veröltes Wasser ab. Die Rettungsboote 'Svante G' (MMSI: 230046580) und 'Björskär' (MMSI: 230061400) sicherten die Strandungsstelle ab, an der sich viele Privatboote befanden, die aufgefordert wurden, eine ausreichende Distanz einzuhalten. Inzwischen wurde bekannt, dass sich die Bergung ein wenig verzögern würde, weil das Abpumpen von veröltem Wasser noch andauerte, und voraussichtlich zwischen 15 und 17 Uhr oder noch später stattfinden sollte.
Der eigentliche Bergungsvorgang sollte 15 Minuten dauern und dann die Fähre auf tiefes Wasser verholt werden. Das Wetter vor Ort war ruhig, der Wind frischte allerdings am Vormittag etwas auf.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild chlepper 'Ocean Ergun'
Archivbild chlepper 'Ocean Ergun'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Maschinenschaden bei Bodrum
(23.09.20) Der unter Panama-Flagge laufende Frachter 'Medkon Gemlik', 6310 BRZ (IMO: 9103350), der von Alexandria nach Ambarli unterwegs war, erlitt am 15.9. nördlich von Bodrum auf Position 37 11 18 N, 026 57 28 E einen Maschinenausfall. Es trieb manövrierunfähig ohne Bordenergie in der See. Am 16.9. erreichte es Bodrum und warf auf Position 37 03 48 N, 027 12 26 E Anker.
Nachdem sich herausstellte, dass Reparaturen durch die Crew nicht möglich waren, wurde der türkische Schlepper 'Ocean Ergun' IMO:7222102) damit beauftragt, den Havaristen zum Zielhafen zu bringen. Ein Schlepper von Coastal Safety eskortierte den Schleppzug durch den Bosporus. Am 20.9. um 13.30 Uhr war Istanbul erreicht. Am 21.9. um sechs Uhr ging es weiter nach Tuzla, wo der Frachter um 13.10 Uhr an einer Werft festmachte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Tony Higgins auf seinem Kutter 'Margrel'
Tony Higgins auf seinem Kutter 'Margrel'
(Bild: Sarah Mullins) Großbild klick!
Aussichten für Tony Higgins diesmal schlecht
(23.09.20) Am 22.9. wurden bei der Suche nach Skipper Tony Higgins und seinem Kutter 'Margrel' Trümmer im Meer gefunden, die die Polizei als konsistent mit Gegenständen des vermissten Schiffs beschrieb. Ein Fischer fand sie um 6.30 Uhr mehrere Kilometer südöstlich des Murray Mouth unweit von Goolwa und schickte der Polizei Fotos davon. Anschließend wurden sie zur Polizeistation von Goolwa gebracht.
Darunter befand sich ein Rettungsring und Ölkannen. Mit dem Fund konnte das Suchgebiet genauer eingegrenzt werden. Mr. Higgins hatte sich am Morgen zuvor gemeldet und Wassereinbruch auf dem Schiff, auf dem er seit zwei Wochen lebte, gemeldet. Danach riss der Kontakt mit dem 57-jährigen aus Goolwa ab.
Das Boot war zuletzt am Nachmittag des 21.9. an der Granite Island Wharf gesehen worden. Patroullienboote und ein Polizeihubschrauber begannen eine Suchaktion. Um 16.30 Uhr des 22.9. wurden von einem Suchflugzeug der Australian Maritime Safety Authority (AMSA) weitere Trümmer entdeckt.
Higgins und sein Freund Derek Robinson waren erst vor kurzem vor der Eyre Peninsula vermisst worden und hatten die größte Suchaktion in der Geschichte des südaustralischen Staats ausgelöst. Als sie fünf Tage später gefunden wurden, waren sie sich nicht der Sorgen über ihr Verschwinden bewusst gewesen.
Higgins hatte das 10 Meter lange Schiff in Coffin Bay gekauft und erste Überholungsarbeiten gestartet. Auf dem Weg in den neuen Heimathafen Goolwa kam es nach 120 Kilometern nahe Port Lincoln zur Kollision mit einem Gegenstand, und eines der drei Propellerblätter brach ab. Dadurch wurde die Fahrt von sieben auf zwei bis drei Knoten herabgesetzt und die Fahrtdauer von vier auf acht Tage verlängert.
Von der Suchaktion, die 120.000 Quadratkilometer abdeckte, bekamen die beiden Männer nichts mit. Am 10.9. schleppte ein Polizeiboot den Kutter das letzte Stück nach Granite Island. Zuletzt war Higgins allein an Bord gewesen. Die Aussichten für ihn waren bei Windgeschwindigkeiten bis zu 50 Stundenkilometern wohl nicht so günstig diesmal. Möglicherweise war die 'Margrel' von ihrer Mooring losgerissen worden und dann in die aufgewühlte See hinausgetrieben.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fähre nach Maschinenschaden abgeschleppt
(23.09.20) Am 21.9. kam es auf der norwegischen Fähre 'Tjøtta', 717 BRZ (IMO: 8811209), zu technischen Problemen, und sie konnte nicht den Fährdienst zwischen Tjøtta und Forvik ausüben. Stattdessen bot die 'Vannes' Abfahrten zwischen den Häfen ohne Stopp in Vågsodden an. Der Havarist blieb bis zum 22.9, in Tjøtta am Fähranleger.
Um 12 Uhr kam der Schlepper 'Boa Heimdal' (IMO: 9551909) und nahm das fahruntüchtige Schiff auf den Haken. Um 15.50 Uhr erreichte der Schleppzug Sandnessjøn, wo die Fähre bei der Slipen Mekaniske AS in der Stemnesvika zur Reparatur festmachte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Rätsel um gestrandete Zeekoo
(23.09.20) Am 22.9. gegen 12.10 Uhr wurde der Polizei vor Hasvåg bei Urholmen in Flatanger, Trøndelag, eine Yacht gemeldet, die auf den Felsen auf der Seite liegend entdeckt worden war. Es wurde festgestellt, dass es sich um eine holländische Yacht namens 'Zeekoo' handelte. Die Segel waren gerefft, nur die Fock vom Wind wohl etwas ausgerollt.
Um 13.40 Uhr wurde die Yacht inspiziert und eine Person an Bord entdeckt. Der Skipper wurde mit dem Rettungshubschrauber von Ørland ins Krankenhaus von Namsos geflogen. Er war allein an Bord gewesen. Das zunächst ebenfalls ausgerückte NSSR-Rettungsboot 'Harald V' konnte zu seiner Station in Rørvik zurückkehren.
Wann und wie die Yacht dort landete, war zunächst ein Rätsel. Der Skipper wurde noch nicht vernommen. In dem Seegebiet hatte die letzten 24 Stunden allerdings stürmisches Wetter geherrscht.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maschinenschaden vor Sinop/Türkei repariert
(23.09.20) Am 21.9. kam es auf dem unter Tansania-Flagge laufenden Frachter 'Fury', 2457 BRZ IMO: 8873776), der auf der Reise von Rostov-on-Don nach Iskenderun war, zu einem Maschinenschaden. Das Schiff steuerte die Reede von Sinop an und warf dort Anker. Nachdem die Crew eine Reparatur durchgeführt hatte, setzte es die Fahrt fort und sollte den Zielhafen am 30.9. erreichen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter sank vor Buenos Aires
(23.09.20) Am Abend des 22.9. sank der 21,8 Meter lange, argentinische Kutter 'Carmelo A', der sich auf Makrelenfang im Seegebiet von El Rincón befand im äußersten Süden der Provinz Buenos Aires. Die achtköpfige Crew des in Mar del Plata beheimateten Schiffs wurde von dem Kutter 'Pucará' (MMSI: 701000844) aus einer Rettungsinsel unversehrt aufgenommen.
Auch die 'Don Nicola' sowie ein SAR-Helikopter der Präfektur waren vor Ort. Möglicherweise war die Ladung des in gutem Zustand befindlichen Fangschiffs übergegangen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Hund in Seenot brauchte Extra-Einladung
(23.09.20) In dichtem Nebel lief am 21.9. gegen 16 Uhr eine 10 Meter lange Motoryacht vor Norfolk auf Grund. Die RNLI-Boote aus Great Yarmouth und Gorleston RNLI sowie drei Feuerwehreinheiten rückten aus. An Bord des Havaristen waren sechs Personen, darunter Kinder, und zwei Hunde.
Die Sorge war, dass das Boot in dem starken Tidenstrom bei Breydon Water, wo sich drei Flüsse treffen, kentern könnte. Als das RNLI-Boot 'Pride of Leicester' vor Ort eintraf, lag der Havarist mit starker Backbordschlagseite hoch und trocken. Die Seenotretter riefen einen SAR-Helikopter der Coastguard, der alle von Bord evakuierte.
Ein Dalmatiner allerdings sprang über Bord in den Schlamm und wollte nicht auf das Rettungsboot. Er konnte erst von einem Schlepper der Everitt Marine Services an Bord geholt werden, der den Havaristen bei Flut bergen sollte. Daraufhin kehrte die 'Pride of Leicester' zu ihrer Station zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen


Barge saß auf River Aire fest
(23.09.20) Am Nachmittag des 21.9. lief das britische Binnenschff 'Farndale H', 293 BRZ (IMO: 8635332) der AC Marine Aggregates, das mit 400 Tonnen Kies beladen war, unweit des Allerton Bywater auf Grund. Es befand sich 2,5 Meilen vor dem Ziel, der Knostrop Wharf in Leeds, auf dem River Aire. Am 22.9. wurde ein Baggerschiff des Canal and River Trust geholt, das 80 Tonnen der Ladung leichterte.
Nachdem der Fluss etwas aufgestaut worden war, schwamm der Havarist wieder auf und konnte die Fahrt nach Leeds fortsetzen, wo er verspätet an der Knostrof Wharf festmachte. Es war das erste Mal seit 19 Jahren, dass dort eine Schiffsladung angelandet wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen


22.09.2020

USS 'Curts-FFG 38'
USS 'Curts-FFG 38'
(Bild: US Navy) Großbild klick!
US-Fregatte bei SINKEX versenkt
(22.09.20) Im Zuge des Manövers Valiant Shield 2020 wurde am 18.9. die ausgediente Fregatte USS 'Curts-FFG 38', 4200 ts, der Oliver Hazard Perry-Klasse im Zuge einer SINKEX im Pazifik versenkt. Diese Übungen werden in strikter Übereinstimmung mit der amerikanischen Umweltgesetzgebung durchgeführt, um die Auswirkungen auf die Meereswelt zu minimieren. Die Zielschiffe werden nach den Standards der U.S. Environmental Protection Agency gereinigt, alle ölhaltigen Flüssigkeiten werden entsorgt, und alles möglicherweise aufschwimmende Treibgut sowie das erreichbare PCB von Bord geholt.
Die Versenkungen finden auf mindestens 6.000 Fuß Wassertiefe und mehr als 50 Meilen vor der Küste statt. Beteiligt an der aktuellen SINKEX waren der Carrier Air Wing (CVW) 5 mit Einheiten auf USS 'Ronald Reagan (CVN 76)', Raketen der Kreuzer USS 'Antietam (CG 54)' und 'Shiloh (CG 67)', eine Unterwasserrakete des U-Boots USS 'Chicago (SSN 721)' sowie weitere Marineschiffe und -flugzeuge, die von KC-135 und KC-10-Tankflugzeugen des 909. Air Refueling Squadron und des 9th ARS versorgt wurden.
Die USS 'Curts' war das 29.- Schiff der Oliver Hazard Perry-Klasse. Sie wurde am 1.7.1981 bei den Todd Pacific Shipyards, Los Angeles Division, San Pedro, auf Kiel gelegt, lief am 63.1982 vom Stapel und wurde am 8.10.1983 in Dienst gestellt. Am 24.1.1991 wurde mithilfe der Bordhubschrauber im Zuge der Operation Desert Storm eine irakische Garnison auf Qaruh Island unschädlich gemacht, 51 Irakis wurden gefangengenommen. Zwei Minenleger wurden versenkt und Hubschauberoperationen bei der Schlacht von Bubiyan Island unterstützt.
Nach der Rückkehr im Juni 1991 nahm das Schiff an der Operation Fiery Vigil teil, während der viele Flühctlinge nach dem Ausbruch des Mount Pinatubo bei Subic Bay auf den Philippinen evakuiert werden mussten. 1993 wurde das Schiff umgebaut und um 2,4 Meter verlängert. Im selben Jahr wurden im Persischen Golf 89 Boardings von Handelsschiffen durchgeführt als Teil der UN-Sanktonen gegen den Irak. Im Oktober 1998 ging die Fregatte in die Naval Reserve Force (NRF).
1999 war sie Teil der Joint Inter-agency Task Force East gegen Drogenschmuggel. Nach einem Besuch in Aruba kam sie der in Seenot befindlichen 'Olga' nördlich der Guajira Peninsula zu Hilfe und rettete mehrere Crewmitglieder. 2006 ging es wieder auf Drogenschmugglerjagd, und drei Kokainladungen von über 10 Tonnen konnten gestoppt und über 50 Schmuggler festgesetzt werden.
Am 25.1.2013 wurde USS 'Curts' außer Dienst gestellt und kam im Februar in die inaktive Reserve. Eine geplante Übergabe an die mexikanische Marine kam nicht zustande, stattdessen wurde das Schiff gemeinsam mit der USS 'McClusky' in Pearl Harbor ausgeschlachtet, um zu Zielschiffen zu werden. Die Fregatte war 138 Meter lang, 14 Meter breit und hatte 6,7 Meter Tiefgang.
Quelle:Tim Schwabedissen


Ile de Sein: Trawler nach Saint-Guénolé abgeschleppt
(22.09.20) Am 16.9. um 22:28 Uhr wurde der Semaphor von Penmarc'h vom französischen Trawler 'Kanarmoor' (MMSI: 228213700), alarmiert, der vor der Ile de Sein mit einer sechsköpfigen Crew an Bord havariert war. Der Propeller war durch eine Leine lahmgelegt worden. Das Schiff trieb in ruhiger See, und ein anderer Kutter, die 'La Sardane', nahm den Havaristen auf den Haken.
Für das Einlaufen nach Saint-Guénolé wurde um Assistenz der SNSM gebeten. Um 22.55 Uhr war der Schleppzug auf dem Weg dorthin. Am 17.9. um 1.25 Uhr wurde das Rettungsboot 'Prince de Eckmühl' der örtlichen SNSM-Station mobilisiert und assistierte beim Einlaufen. 1,5 Stunden später lag der Havarist sicher am Kai.
Quelle:Tim Schwabedissen


USS 'Bonhomme Richard (LHD-6)'
USS 'Bonhomme Richard (LHD-6)'
(Bild: US Navy) Großbild klick!
Untersuchung auf Bonhomme Richard dauert an
(22.09.20) Die USS 'Bonhomme Richard (LHD-6)' liegt weiterhin an der Pier, an der am 12.7. ein Feuer ausbrach und fast fünf Tage wütete. Daran wird sich so bald auch nichts ändern. Die Untersuchungen dauern noch an und werden wohl bis 2021 dauern. Vorher gibt es auch keinerlei Entscheidungen über die Zukunft des Wracks.
Immer noch muss gekühlte Luft ins Innere gepumpt werden, während die Crew derzeit Ausrüstung ausbaut, die noch brauchbar ist und auf anderen Schiffen weiterverwendet werden kann. Die Backbordseite des Wracks wurde inzwischen übermalt, um den Stahl des Rumpfs zu schützen, sodass außer den fehlenden Teilen der Aufbautten von der Pier derzeit wenig der Verwüstung wahrnehmbar ist. Anders ist es von der Coronado Bridge, von der aus die rußgeschwärzte Steuerbordseite mit dem kollabierten Flugdeck gut einzusehen ist.
Quelle:Tim Schwabedissen


Almeria: Suchaktion nach Kutter
(22.09.20) Am 18.9. ging der Kontakt zu dem Kutter 'Sor Ángela' und seiner dreiköpfigen Crew südlich von Adra and der Küste von Almería verloren. Am Abend meldete sich die Frau eines der Fischer und vermutete das Schiff südlich von Adra. Salvamento Marítimo startete eine Suchaktion mit dem Helikopter Helimer 220 und der Sasemar 305, die gemeinsam mit Schiffen der Civil Guard und Seenotrettung das ganze Wochenende über ohne Ergebnis das fragliche Seegebiet durchkämmten.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild Forschungsschiff 'Hanse Explorer'
Archivbild Forschungsschiff 'Hanse Explorer'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Schwelbrand auf Werftlieger in Motzen
(22.09.20) Am Morgen des 22.9.wurde die Feuerwehr zu einem Schwelbrand auf dem unter Antigua-Barbuda-Flagge laufenden Forschungsschiff 'Hanse Explorer', 885 BRZ (IMO: 9346110), auf dem Gelände der Fassmer-Werft Berne in der Industriestraße in Motzen gerufen. Gegen 08:30 Uhr kam es bei Schweißarbeiten an einem Kunststoffrohr des Schiffes zu einer Verrauchung auf dem im Trockendock liegenden Schiff.
Bei dem Brand waren ein Rettungswagen sowie 45 Kameraden der umliegenden Freiwilligen Feuerwehren eingesetzt. Zwischen 8.30 und 9.10 Uhr hallte das Martinshorn fast ununterbrochen durch die kleine Ortschaft. Das Forschungsschiff lag auf dem Hebewerk vor der großen Schiffbauhalle.
Die Löscharbeiten waren gegen 10.45 Uhr gelöscht. Verletzt wurde niemand. Die Schadenshöhe ist noch nicht bekannt. Die Polizei und das zuständige Gewerbeaufsichtsamt haben ihre Ermittlungen aufgenommen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild Fähre 'Saaremaa'
Archivbild Fähre 'Saaremaa'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Einstige Elbfähre hatte Elektrikausfalll
(22.09.20) Die kanadische Fähre 'Saaremaa', 5233 BRZ (IMO:9474072), die für sechs Wochen die 'F.A. Gauthier' auf der Matane-Côte-Nord-Route ersetzen soll, hat anders als geplant nicht den Hafen von Matane am 20.9. erreicht. Es kam zu einem Ausfall der Bordelektrik, und das Schiff musste zurück an den Anleger in Trois-Rivières geschleppt werden. Dort fanden anschließend Reparaturen und am Abend des 20.9. Tests statt. Am 21.9. um 20.35 Uhr setzte das Schiff die Fahrt nach Matane fort und sollte dort nun am 22.9. eintreffen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fähre hatte Maschinenausfall vor Formentera
(22.09.20) Auf der spanischen Fähre 'Ramón Llull', 2616 BRZ (IMO: 9262065), kam es am Morgen des 20.9. zu einem Maschinenausfall. Das von Denia kommende Schiff erreichte den Hafen von La Savina, Formentera, mit einer Verspätung. Der Schaden war aufgetreten, als das mit 250 Personen besetzte Schiff auf die Insel Pitiusa zuhielt.
Mit reduzierter Fahrt konnte dann Kurs auf Formentera genommen worden. Nachdem die Fahrgäste abgesetzt waren, machte sich die Fähre auf den Weg zurück nach Ibiza, wo sie um 20.40 Uhr eintraf. Salvamento Marítimo mobilisierte das SAR-Boot 'Marta Mata' als Eskorte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fähre 'Amorella'  rammt Eistonne
Fähre 'Amorella' rammt Eistonne
(Bild: Kai Hirvasnovo) Großbild klick!
Fähre hatte Kollision mit Eistonne
(22.09.20) Die finnische Fähre 'Amorella' kollidierte mit einer Eistonne, fand die finnische Unfalluntersuchungskommission heraus, doch die Ursache des Wassereinbruchs war noch nicht geklärt. Der Schaden entstand, als sie auf Grund lief.
Zu welchem Zeitpunkt die Kollision erfolgte und welche Rolle sie in der Abfolge der Ereignisse spielte, war ebenfalls unbekannt. Der Kapitän entschied wegen des eindringenden Wassers, das Schiff auf Grund zu setzen. Es war eine gefährliche Lage, und deshalb musste sie schnell stabilisiert werden.
Es gab bisher keine Hinweise auf technische Ursachen, alle Systeme arbeiteten korrekt. Die Bergung wird in jedem Fall mehrere Tage dauern. Am 21.9. untersuchten Taucher weiter den Schiffsboden, der an mehreren Stellen aufgerissen wurde.
Evakuierung der Passagiere
Evakuierung der Passagiere
(Bild: Viking Line) Großbild klick!
Das Schiff soll nach der Bergung beim Turku Repair Yard in Naantali gedockt und repariert werden. Zuvor müssen die 41 Trucks und 40 Pkwas sowie andere Fracht wie Holz, Papier und Stahl und das Gepäck der Passagiere erst von Bord.
Derzeit war nur eine rund 50-köpfige Restcrew an Bord. Die beiden Schlepper 'Jupiter' (IMO: 9287431) und 'Kraft' (IMO: 7618399) waren am 22.9. neben der 'Neptun' am Havaristen postiert. Möglicherweise am 23.9. soll der Havarist von Järsö nach Långnäs, Åland gebracht werden. Hier wäre ein Löschen der Ladung möglich. Von dort soll die 'Amorella' Naantali ansteuern.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild Fähre 'Regina Baltica'
Archivbild Fähre 'Regina Baltica'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Fähre erlitt Maschinenschaden
(22.09.20) Seit dem 20.9. ist die Fähre 'Regina Baltica' auf der Route zwischen Melilla und Malaga eingesetzt und ersetzt dort die unter Zypern-Flagge laufende Fähre 'Marie Curie', 28658 BRZ (IMO: 9498767). Diese hatte von Las Palmas kommend am 18.9. vor Huelvas einen Maschinenschaden erlitten. Um 21.40 Uhr machte sie bei der Naviera Armas Huelva fest und wird dort repariert.
Zunächst war die Fähre 'Napoles' eingesprungen. Am 19.9. traf dann die 'Regina Báltica' ein, um den Dienst zu übernehmen, bis die 'Marie Curie' voraussichtlich im Lauf der Woche wieder einsatzklar ist.
Quelle:Tim Schwabedissen


Gestrandeter Kutter 'Kingfisher'
Gestrandeter Kutter 'Kingfisher'
(Bild: RNLI) Großbild klick!
Bergung gestrandeten Kutters bei Kirkwall fehlgeschlagen
(22.09.20) Am 18.9. kam das RNLI-Boot aus Kirkwall RNLI dem Kutter 'Kingfisher' zu Hilfe, der vor seinem Heimathafen Westray mit einer zweiköpfigen Crew an Bord auf Felsen gestrandet war. Als die Seenotretter um 10.50 Uhr eintraten, lag das Schiff mit schwerer Steuerbordschlagseite auf einem Felsenschelf in der Brandung. Die Westray Coastguard hatte ein Team auf der Spitze der Klippe postiert, um bei der Bergung zu assistieren.
Nachdem das kleine Y-Boot ausgesetzt war, wurde von den Seenotrettern versucht, eine Schleppverbindung herzustellen, indem eine Leine zum Havaristen ausgefahren wurde. Doch zweimal brach die Schleppleine nach erfolgter Übergabe. Eine dritte wurde mit einer Rakete auf den Havaristen hinübergeschossen, die dann aber auch riss.
Crew noch an Bord
Crew noch an Bord
(Bild: RNLI) Großbild klick!
Daraufhin wurde entschieden, die beiden Fischer nun von Bord zu holen. Sie wurden unversehrt mit dem Y-Boot abgeborgen und auf das große Rettungsboot übergesetzt. Es brachte die beiden dann nach Rapness. Am Nachmittag um 15.20 Uhr war das Rettungsboot wieder klar auf Station.
Quelle:Tim Schwabedissen


Bekalmte Yacht nach Portsmouth abgeschleppt
(22.09.20) Das RNLI-Boot aus Bembridge, die 'Alfred Albert Williams', wurde am 21.9. um 11.45 Uhr von der Solent Coastguard alarmiert, nachdem eine 40 Fuß lange Segelyacht einen Motorausfall südlich des Nab Tower gemeldet hatte. Das Boot war mit einer dreiköpfigen Runnercrew auf Übergabefahrt nach Finnland. Mangels Wind trieb es nun hilflos im Fahrwasser.
Rasch waren die Seenotretter vor Ort und schleppten die Yacht nach Portsmouth. In Bembridge wäre bei Ebbe der Wasserstand zu niedrig gewesen. Nachdem die Yacht sicher am Endeavour Quay lag, endete der Einsatz des Rettungsboots um 14.15 Uhr in Bembridge.
Quelle:Tim Schwabedissen


Segelboot wird gelenzt
Segelboot wird gelenzt
(Bild: RNLI) Großbild klick!
Segelyacht hatte Wassereinbruch im Solent
(22.09.20) Das RNLI-Boot aus Yarmouth, die 'Eric and Susan Hiscock (Wanderer)', wurde von der HM Coastguard am 5.9. um 15 Uhr zu einer 52 Fuß langen Segelyacht mobilisiert, die mit vier Personen an Bord im westlichen Solent in Schwierigkeiten war. Das Schiff hatte Wassereinbruch südwestlich der Needles gemeldet. Die Seenotretter lokalisierten es südlich der Totland Bay vor Anker liegend. Drei Personen wurden an Bord des Rettungsbootes genommen. Der Skipper blieb an Bord und unterstützte die Bemühungen, mit einer mobilen Lenzpumpe den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen. Dann wurde die Yacht längsseits genommen und vorsichtig Richtung Lymington bugsiert. Dort wurde es am Berthon Boatyard festgemacht, wo der Schaden untersucht werden sollte. Um 190.05 Uhr war die 'Eric and Susan Hiscock (Wanderer)' wieder klar auf Station.
Quelle:Tim Schwabedissen


Tragflächenboot hatte Vibrationen vor Piräus
(22.09.20) Am Nachmittag des 21.9. kam es auf dem griechischen Hydrofoil "Flying Dolphin Athina', 162 BRZ (IMO: 8859184), der planmäßig von Piräus nach Ägina und Agistri unterwegs war, zu Vibrationen an Steuerbordseite. Das Schiff kehrte nach Piräus zurück, und der Kapitän erstattete der Hafenbehörde Meldung.
Die 21 Passagiere wurden wieder abgesetzt. Es wurde ein Auslaufverbot verhängt, bis die Störung beseitig war und eine Klasseinspektion stattgefunden hatte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maschinen hatten erhöhte Temperatur
(22.09.20) Am Morgen des 20.9. kam es auf der griechischen Fähre 'Kapetan Aristidis', 499 bRZ (IMO: 8652873), auf der planmäßigen Überfahrt von Arkitsa, Phthiotis nach Edipsos mit 82 Passagieren an Bord zu einer Blockade der Kühlwasserfilter. Dies hatte einen Anstieg der Temperaturen der Hauptmaschinen zur Folge.
Deshalb musste die Fahrt reduziert werden. Nachdem das Schiff den Hafen von Edipsos erreicht hatte, wurden die Fahrgäste abgesetzt. Die Hafenbehörde verhängte ein Auslaufverbot bis zu einer Reparatur und einer erfolgreichen Klasseinspektion.
Quelle:Tim Schwabedissen


Havarierter Frachter im Sturm geborgen
(22.09.20) Am 20.9. um 9:30 Uhr schleppte das vietnamesische Patroullienboot 991 des 418. Squadron der 189. Submarine Brigade den havarierten vietnamesischen Frachter 'Globe 6', 2451 BRZ (IMO: 9490284), in die Cam Ranh Bay, wo er sicher verankert wurde. Am 18.9. um 16.15 Uhr hatte das Schiff auf Position 28 '36' N 109 19'43 E erst einen Maschinenschaden erlitten und dann eine Schlagseite von bis zu 11 Grad entwickelt. Es trieb hilflos in stürmischer See in den Gewässern von Ninh Thuan.
Am Nachmittag des 19.9. setzte der Kapitän einen Notruf ab, der vom Marinekommando aufgefangen wurde. Dieses schickte sofort das Patroullienboot aus der Base in Cam Ranh zu Hilfe, das den Frachter um 22.15 Uhr erreichte. Es gelang, eine Schleppverbindung zu dem mit 4,186 Tonnen Eisen beladenen Frachter, der von Quang Ngai nach Saigon unterwegs war, auf den Haken zu nehmen. Die 17-köpfige Crew, davon 14 Vietnamesen und drei Inder, blieb unbeschadet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Leichterschiff vor Bhasan Char gekentert
(22.09.20) Am 21.9. kenterte das Leichterschiff 'Titu-19' mit einer 13-köpfigen Crew und einer Ladung von 1.250 Tonnen Klinker an Bord vor der Küste von Bhasan Char in der Bucht von Bengalen. Das Schiff der Abul Khair Group war auf dem Weg von der Außenreede Chittagongs nach Munshiganj.
Gegen 11 Uhr legte es sich auf die Seite, nachdem bei starken Strömungen auf einmal Risse im Rumpf aufgetreten waren. Alle Crewmitglieder konnten von einem anderen Leichterschiff derselben Reederei gerettet werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter sank nach Kollision
(22.09.20) Der 53 Meter lange, chinesische Frachter 'Sheng Hang 189' (MMSI: 412753370) kollidierte am 21.9. um 10.50 Uhr mit dem unter derselben Flagge laufenden, 38 Meter langen Fangschiff 'Zhe Xiang Yuyung 3123' (MMSI: 412436107) südlich von Shanghai. Er war auf der Fahrt von Nantong nach Fuzhou.
Die 'Sheng Hang 189' wurde so schwer beschädigt, dass sie sank. Ihre sechsköpfige Crew wurde von einem in der Nähe befindlichen Schiff gerettet, das von der Ningbo Maritime Authority um Assistenz gebeten worden war.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter im Sturm gestrandet
(22.09.20) Der vietnamesische Frachter 'Viet Trung 69' (MMSI: 574013642), wurde in einem Sturm an der Küste der Cua Dai-Bucht im Golf von Tonking, südlich von Haiphong, am 20.9. auf Grund getrieben. Es war von Quang Ninh kommend in südliche Richtung unterwegs. Am Morgen des 21.9. konnte es wieder flottgemacht werden und ankerte anschließend in der Cua Dai-Bucht.
Quelle:Tim Schwabedissen


Tote und Vermisste nach Schiffbruch vor Shantou
(22.09.20) Vier Personen kamen ums Leben, vier weitere wurden vermisst, nachdem ein chinesischer Kutter am 20.9. auf Unterwasserfelsen vor der südchinesischen Stadt Shantou aufgelaufen war. Die Fujian Maritime Safety Administration wurde gegen sechs Uhr alarmiert. Insgesamt waren 14 Fischer aus der ostchinesischen Fujian-Provinz an Bord, als das Schiff 11 Meilen südöstlich von Shantous Nan'ao Island auf Grund lief. Bis 11 Uhr gelang es, sechs Menschen lebend zu retten. Mehrere Helikopter und Schiffe waren an der SAR-Operation beteiligt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kurzschluss legte Navigationsmittel lahm - Frachtercrew desorientiert aufgefunden
(22.09.20) Am 19.9. assistierte die indische Coastguard dem indischen Küstenfrachter 'Kottai Ramaiah' (MMSI: 419000733), nachdem das MRCC Port Blair ein Notsignal aufgefangen hatte. Ein Suchflugzeug stieg auf, während das MRCC vergebens versuchte, Funkkontakt mit dem Schiff herzustellen. Es war am frühen Morgen des 18.9. von Hutbay Port auf Little Andaman Island nach Teressa Island ausgelaufen, wo es nicht wie geplant eintraf.
Am 19.9. um 11.30 Uhr lokalisierte das Flugzeug der Coastguard das Schiff, das 20 Meilen östlich von Little Andaman trieb, und es gelang, Kontakt herzustellen. Die 10-köpfige Crew meldete einen kompletten Ausfall aller Kommunikations- und Navigationsmittel infolge eines Kurzschlusses an Bord. Als einziges war ein Walkie-Talkie mit begrenzter Reichweite übriggeblieben.
Ohne Möglichkeit der Orientierung konnte keine Position mehr festgestellt werden. Das Flugzeug leitete das Schiff dann in den nächstgelegenen Hafen, der Hut Bay auf Little Andaman Island war. Die Coastguard schickte von dort das Patroullienboot 'C-412' entgegen, das um 14 Uhr auslief und den Havaristen dann sicher in den Hafen brachte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maschinenschaden vor Nesan
(22.09.20) Am Nachmittag des 20.9. kam es um 15.25 Uhr auf der norwegischen Fähre 'Tomma', 560 BRZ (IMO: 7393638), zu einem Maschinenschaden. Eine andere Fähre, die 'Alsten', 694 BRZ (IMO: 8411009), kam zu Hilfe und nahm den Havaristen auf den Haken. Er wurde dann in den Hafen von Nesan abgeschleppt.
Der Fährdienst war währenddessen unterbrochen. Nachdem die Hilfeleistung abgeschlossen war, kehrte die 'Alsten' um 16.40 Uhr auf ihre Route zurück. Die 'Tomma' lag am 21.9. weiter in Nesan am Kai.
Quelle:Tim Schwabedissen


Havarie auf dem Rhein
(22.09.20) Am 21.9. gegen 10:50 Uhr lief oberhalb des Ehrentaler Werthes bei Rheinkilometer 559,600 ein zu Berg fahrendes, mit Kalksteinen beladenes Gütermotorschiff auf Grund. Es kam, außerhalb des Fahrwassers am linken Flussufer fest. Die Havarie erfolgte offenbar durch einen Defekt in der Steuerelektronik mit nachfolgendem Ruderausfall.
Da das Schiff auf einer Länge von etwa 35 Metern mit dem Vorschiff aufsaß, waren zwei Schlepper erforderlich, um den Havaristen wieder flottzumachen. Er wurde dann in den Zielhafen in Wiesbaden gezogen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter zum zweiten Mal binnen zwei Wochen vermisst
(22.09.20) Eine zweite Rettungsaktion war am 22.9. im Gange für die zweiköpfige Crew des Kutters 'Margrel-RF 835', der vor zwei Wochen bereits das Subjekt von Südaustraliens größter Suchaktion war. Vier Tage waren Tony Higgins und Derek Robinson vermisst, ehe sie am 10.9. entdeckt wurden. Am 19.9. lief ihr Boot dann auf Grund.
Higgins machte es anschließend an der Granite Island Wahrf fest, wo es zuletzt am 21.9. um 15 Uhr gesichtet wurde. Und um fünf Uhr des 22.9. kam nun ein Funkspruch wohl von Higgins, dass das Boot nahe Granite Island vor Victor Harbor, südlich von Adelaide, Wassereinbruch habe. Trotz schlechten Wetters starteten freiwillige Seenotretter eine Suche, die bislang erfolglos blieb.
Ein Polizeihubschrauber und ein Bombardier Challenger aus Melbourne kämmten das Seegebiet ab. Es herrschten Windgeschwindigkeiten von über 100 Stundenkilometern. Aufsehenerregend war die letzte Suchaktion nach Tony Higgins und Derek Robinson, die mit ihrem zehn Meter langen Holzschiff von Coffin Bay nach Goolwa unterwegs waren, wo es überholt werden sollte.
Ein Polizeiboot fand die beiden Männer aus Goolwa am 10.9. gegen neun Uhr vor Salt Creek. Der letzte Kontakt war am 4.9. gewesen, als sie über Propellerprobleme berichteten. Am 6.9. meldete ein Freund sie vermisst.
Danach wurden über 120,000 Quadratkilometer mithilfe der Australian Maritime Safety Authority (AMSA), der Royal Australian Air Force und der Kangaroo Island and Volunteer Marine Rescue sowie der Polizei abgesucht. Nachdem die beiden wohlbehalten aufgefunden wurde, bekam Higgins eine Strafe von $1,000 wegen der abgelaufenen EPIRB und ebensolcher Notraketen. Die SA Police stellte zudem fest, dass er keinen Bootsführerschein hatte. Die beiden hatten viel Glück gehabt, denn die See zwischen Port Lincoln und Kangaroo Island ist schwierig zu navigieren. Möglicherweise war das Glück nun aufgebraucht.
Quelle:Tim Schwabedissen


Yacht vor Mace Head in Brand
(22.09.20) Eine Segelyacht geriet am Nachmittag des 21.9. vor der Küste von Connemara in Brand. Die dreiköpfige Crew bestieg unweit von Mace Head eine Rettungsinsel. Sie hatte sich zwei Meilen westlich von Mace Head befunden, als das Feuer kurz vor 15 Uhr entstand. Auf den Notruf hin stieg der Helikopter Coast Guard Rescue 115 in Shannon auf.
Auch das RNLI-Boot der Station Clifden and Aran Islands, Kutter und andere Sportboote kamen zu Hilfe. Die Segler wurden nahe Carna von einem Trawler gerettet. Der Hubschrauber und das Rettungsboot kehrten daraufhin zurück zu ihren Stationen. Die Schiffbrüchigen wurden in Roundstone abgesetzt. Ihr Boot wurde zur Küste abgeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter Stunden nach Rettungsaktion entdeckt
(22.09.20) Am 20.9. entdeckte ein passierendes Schiff eine halb unter Wasser liegende, vermeintliche Yacht rund fünf Meilen südlich von Hengistbury Head. Um 16.10 Uhr wurde das RNLI-Boot aus Swanage verständigt. Nachdem das Objekt lokalisiert worden war, von der nur ein Stück des Bugs aus dem Wasser ragte, wurde es rasch nach Swanage abgeschleppt. Es wurde gleich vermutet, dass es sich um einen Kutter handelt, der bereits einige Stunden zuvor mit Treibgut kollidiert war und zu sinken begonnen hatte. Gegen zwei Uhr hatte der Skipper bei Anvil Point einen Notruf abgesetzt. Er wurde von den Seenotrettern entdeckt und konnte aus dem Wasser gezogen werden, doch sein Boot blieb verschwunden, bis die Sichtung bei Christchurch Stunden später erfolgte.
Es gelang im zweiten Einsatz, eine Schleppleine an dem 18 Inch aus dem Wasser ragenden Bug festzumachen und das Wrack langsam in Richtung der Hook Sands zu ziehen. Dort lag eine Barge aus Poole bereit, die es mit dem Bordkran aus dem Wasser holte. Das Rettungsboot war um 21.45 Uhr zurück auf seiner Station.
Quelle:Tim Schwabedissen


Zwei Yachten vor Ramsgate in Not
(22.09.20) Die RNLI Ramsgate wurde am 20. und 21.9. binnen 12 Stunden zwei Mal alarmiert - einmal hatte eine Segelyacht Maschinenprobleme, im zweiten Fall war eine Yacht mit einem Frachter kollidiert. Die 'Claire and David Delves' wurde erstmals um 17.10 Uhr von der HM Coastguard verständigt, nachdem eine Yacht bei Stone Bay Probleme gemeldet hatte. Die Crew hatte Anker geworfen, um nicht abzutreiben, und nachdem die Seenotretter vor Ort waren, stellten sie eine Schleppverbindung her und zogen das Boot nach Ramsgate.
Um 5.26 Uhr am folgenden Morgen wurde dann die 'Esme Anderson' angefordert, nachdem eine neun Meter lange Yacht mit einem Frachter kollidiert war. Ein Lotsenboot kam zu Hilfe und eskortierte das Boot des Einhandseglers, der auf dem Weg von Cornwall nach Harwich war. Das Holzboot war schwimmfähig und er selbst unverletzt geblieben.
Er wollte auch nicht abgeschleppt werden, sondern machte sich mit Motor auf dem Weg nach Ramsgate. Er wurde dabei vom Rettungsboot begleitet. Vor dem Hafen stiegen zwei Seenotretter an Bord über und assistierten beim Einlaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kanalboot auf Ribble in Bedrängnis
(22.09.20) Das RNLI-Boot aus Lytham-St Annes assistierte am Nachmittag des 16.9. einen havarierten Kanalboot, das den Ribble zum Preston Dock hinauflief. Es war am Morgen ausgelaufen, doch ein Maschinenausfall führte dazu, dass es drei Meilen vor dem Ziel auf der Nordbank des Flusses strandete. Das Holyhead Coastguard Operations Centre (CGOC) verständigte die RNLI-Station Lytham St Annes, deren Boot 'MOAM' die Lage der zweiköpfigen Crew erkundete. Es lief kurz vor 13 Uhr aus und fand den Havaristen hoch und trocken im Schlamm vor. Es war unbeschädigt, und nachdem ein paar Flaschen Wasser übergeben worden waren, kehrten die Seenotretter zurück, um die Nachtflut abzuwarten. Dann lief auch das Rettungsboot 'Barbara Anne' gegen 21 Uhr aus.
Eine 9,9 Meter hohe Sprintide lief in den Fluss und hätte eine gefährliche Situation mit sich bringen können. Etliche Bäume trieben auf dem Fluss herum, die von den Flussbänken vor Preston herutergewaschen worden waren. Nicht ohne Probleme gelang es, das Kanalboot wieder freizubekommen.
Ohne Maschine musste es zum Preston Dock gezogen werden. Da dort eines der beiden Schleusentore nicht aufging, musste die 'MOAM' als Steuerschlepper am Heck agieren, als der Havarist durch die enge Öffnunge bugsiert wurde. Am 17.9. um 1.30 Uhr waren die Boote zurück auf Station, und um drei Uhr wieder klar dortselbst, sodass die freiwilligen Seenotretter eine Mütze Schlaf bekamen.
Quelle:Tim Schwabedissen


21.09.2020

Der Rumpf wird gekühlt
Der Rumpf wird gekühlt
(Bild: Nikolina Vukovic) Großbild klick!
Feuer auf Fähre in Sibenik
(21.09.20) Auf der kroatischen Fähre 'Moli', 392 BRZ (IMO: 6510643), brach am 20.9. gegen 5.30 Uhr im Hafen von Sibenik ein Feuer aus. Dichter Rauch quoll aus dem Schiffsinnern, als die alarmierte Feuerwehr vor Ort mit 15 Mann, fünf Löschfahrzeugen und einem Boot eintraf. Das Schiff lag seit etlichen Jahren an der alten Waterfront des Hafens, und der Eigner wurde polizeilich gesucht.
Es war entsprechend unbemannt. Wegen der starken Hitze an Bord konnten die Einsatzkräfte noch nicht auf das Schiff und an den Brandherd gelangen. Am Nachmittag beschränkten sie sich weiterhin darauf, den Rumpf von außen zu kühlen und ein Ausbreiten des Brandes auf andere Bereiche als die Kabinen zu verhindern.


Rauch dringt aus dem Rumpf
Rauch dringt aus dem Rumpf
(Bild: Nikolina Vukovic) Großbild klick!
Quelle:Tim Schwabedissen


Segelyacht vor Lavrio havariert
(21.09.20) Am Abend des 19.9. wurde die Hafenbehörde von Lavrio über einen Wassereinbruch auf der Segelyacht 'Porto Candia' informiert, die südlich von Agios Georgios mit sieben Personen unterwegs war. Die 'Apollon' kam zu Hilfe und übernahm zwei Personen.
Dann wurde der Havarist nach Lavrio abgeschleppt. Die Hafenbehörde leitete eine Untersuchung ein und verhängte bis zum Abschluss von Reparaturen ein Auslaufverbot.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fähre 'Amorella' auf Grund gesetzt
Fähre 'Amorella' auf Grund gesetzt
(Bild: Merivartiosto) Großbild klick!
Åland: Fähre nach Grundberührung auf Strand gesetzt
(21.09.20) Die finnische Fähre 'Amorella', 34384 BRZ (IMO: 8601915) musste am 20.9. um 12.50 Uhr in den Schären des Åland-Archipels auf Position 60° 4.07' N 020° 20.38' E auf Grund gesetzt werden. Sie war auf der Fahrt von Turku nach Stockholm beim Ansteuern von Mariehamn zwischen zwei Felsen in der engen Passage im Hässlo-Fjord auf Grund gelaufen und hatte mehrere Lecks mit nachfolgendem starken Wassereinbruch in den unteren Decks davongetragen. Das mit 281 Personen besetzte Schiff wurde daraufhin östlich von Åland vor Järsö beim Östra Julgrund in einer Bucht südlich von Långnäs auf Grund gefahren, um die Situation zu stabilisieren.
Die 207 Passagiere wurden mit angelegten Rettungswesten auf Deck und in den dafür vorgesehenen Räumen versammelt und dann von Patroullienbooten über die heruntergelassenen Heckrampen evakuiert. Auch Flugzeuge sowie das speziell ausgebildete MIRG-Team des Rettungsdienstes wurden alarmiert und traf um 15.05 Uhr am Schiff ein. Die SAR-Operation wurde vom Maritime Rescue Centre (MRCC) in Turku geleitet.
Passagiere werden von Bord gehol
Passagiere werden von Bord geholt
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Um 17.15 Uhr waren alle Fahrgäste unversehrt von Bord und wurden mit einem Bus zum Evakuierungszentrum in Mariehamn gebracht. Es gab zwar keine Ölleckagen, doch wurde vorsorglich eine Ölsperre um den Havaristen ausgelegt. Die Crew blieb an Bord, um die Schiffstechnik sam Lenzpumpen betriebsfähig zu halten.
Am Morgen des 21.9. lag der finnische Schlepper 'Neptun' (IMO: 7917965) längsseits der Fähre. Die Patroullienboot 'Uisko' (MMSI: 230304000) und 'Tursas' (MMSI: 230303000) sowie die 'PV 75' (MMSI: 230939800) waren auf Standby in der Nähe. Auch 25 der 74 Crewmitglieder wurden von Bord der Fähre geholt, die am Morgen des 21.9. leichte Backbord-Schlagseite hatte. Taucher begannen, die Schäden am Rumpf zu inspizieren. 49 Mann der Crew und 10 weitere Einsatzkräfte waren derzeit an Bord des Havaristen.
Die 'Amorella' wurde 1988 bei der Brodogradevna Industrija, Split, erbaut. Sie ist 169,4 Meter lang, 27.6 Meter breit, hat 6,35 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 3.690 Tonnen. Sie kann 2,480 Passagiere in 1,946 Kabinen befördern.
Am 28.9.1988 erfolgte die Ablieferung an die SF-Line AB. Am 12.10. traf das Schiff in Helsinki und nahm am 14.10. den Liniendienst Turku - Mariehamn - Stockholm auf. Am 1.2.1993 lief es um 6.30 Uhr 50 Meter vor dem Leuchtturm Tisterögrunds bei Stockholm auf Grund und erlitt erhebliche Bodenschäden sowie Wassereinbruch. Das untere Kabinendeck musste evakuiert werden, und das eindringende Wasser konnte nur mithilfe externer Einsatzkräfte gelenzt werden. Beim Einlaufen in Stockholm kam es zu Ölaustritt. Die Feuerwehr assistierte bei der Stabilisierung des Havaristen, der in Naantali dann zur Reparatur gedockt wurde.
Seenotrettung leistet Hilfe
Seenotrettung leistet Hilfe
(Bild: Merivartiosto) Großbild klick!
Am 27.5.1995 gab es einen Brand in einer Kabine, ebenso am 10.10.2001 auf der Fahrt von Stockholm nach Turku. Am 19.5.2005 entstand ein Feuer in einem Auto auf Deck 5. Es konnte von der Crew gelöscht werden. Am 8.8.2008 sprang eine Person bei Yxlan über Bord. Sie erreichte später schwimmend den dortigen Strand. Am 7.5.2013 kollidierte die Fähre mit dem Anleger in Turku, als sie nicht rechtzeitig aufstoppen konnte. Am 14.12.2013 lief sie auf der Fahrt von Turku nach Stockholm auf dem Hjulgrund im Åland-Archipel nach einem Blackout auf Grund. Am Abend konnte sie wieder flottgemacht werden und setzte Passagiere und Autos in Mariehamn ab. Am 15.12. begann in Rauma die Reparatur, die bis zum 22.12. dauerte.
Am 6.1.2016 kam es zu Rissen im Aluminium des Oberdecks, als die Temperaturen binnen weniger Stunden 20 Grad anstiegen. Nach einer Inspektion in Turku konnte das Schiff aber in den Dienst zurückkehren. Am 7.1. 2016 kam es zu einem ähnlichen Zwischenfall in Stockholm, und nach einer provisorischen Reparatur kehrte es tags darauf in den Liniendienst zurück.
Vom 27.1. bis 11.2.2016 erfolgte eine dauerhafte Reparatur im Dock in Landskrona. Zuletzt stand das Schiff zum Verkauf, nachdem ein grö'erer Nachfolger erbaut worden war. Nach der Havarie am 20.9. übernahm die finnische Fähre 'Gabriella', 35492 BRZ (IMO: 8917601), den Dienst als Ersatz, sodass nur eine Abfahrt entfiel.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild Frachter 'Rimini'
Archivbild Frachter 'Rimini'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Frachter in Kiel-Holtenau havariert
(21.09.20) Am Morgen des 21.9. kam es zu einem Maschinenausfall auf dem holländischen Frachter 'Rimini', 1862 BRZ (IMO: 9421635), der auf der Reise von Klaipeda nach Dordrecht war. Die Havarie ereignete sich, als er in die Südschleuse des Nord-Ostsee-Kanals in Kiel-Holtenau einlief. Die Schleuse war stundenlang durch den Havaristen blockiert.
Erst nachdem die beiden Schlepper 'Bülk' und 'Holtenau' angerückt waren, konnte das Schiff in den Kanal gezogen werden. Um 11 Uhr machte es am Voith-Kai im Kieler Nordhafen zur Reparatur fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild Frachter 'Elise'
Archivbild Frachter 'Elise'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Frachter blockierte Arun-River
(21.09.20) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter 'Elise', 1917 BRZ (IMO: 9454462), riss sich am Nachmittag des 18.9. von seinem Liegeplatz auf dem Arun River in Littlehampton, West Sussex, los. Während das Heck vertäut blieb, trieb das Vorschiff ab und setzte am gegenüberliegenden Ufer unweit des Arun View Pub in der Wharf Road auf. Der Backbordanker wurde dann fallen gelassen, um das Drehmoment zu stoppen.
Zeitweilig blockierte der Ausrei'er das gesamte Fahrwasser. Noch nicht einmal Sportboote konnten passieren. Das mit 2.000 Tonnen Steinen beladene Schiff lag quer auf Position 50 48 40 N, 000 33 08.4 W, bis der Schlepper 'Erica' aus Littlehampton den Havaristen mit der steigenden Flut wieder flottgemachte. Um 22.30 Uhr wurde er an den Liegeplatz zurückbugsiert. Das Schiff war am Morgen aus Antwerpen in Littlehampton eingetroffen. Am 20.9. lief es wieder nach Antwerpen aus.
'Elise' legt sich quer
'Elise' legt sich quer
(Bild: Eddie Mitchell) Großbild klick!
Quelle:Tim Schwabedissen


Hendaye: Segler vor Frankreich vermisst
(21.09.20) Am 17.9. wurde das CROSS Etel alarmiert, weil der Skipper der Segelyacht 'Topper', die aus dem Hafen von Hendaye ausgelaufen war, nicht wie geplant zurückgekehrt war. Ohne Erfolg wurde versucht, Funkkontakt herzustellen. Daraufhin startete eine Suchaktion mit dem Caracal-Helikopter der Base in Cazaux, dem Rettungsboot 'SNS 094 - Pierre Loti II' der SNSM-Station Saint-Jean-de-Luz, Polizeipatroullien, einer Falcon 50 der Marinebase in Lann-Bihoué sowie dem spanischen Notfallschlepper 'Maria de Maeztu' der Sociedad de Salvamento y Seguridad Maritima.
Die umliegenden Häfen wurden durchsucht. Am 18.9. um 18 Uhr wurde die Suche mangels neuer Informationen eingestellt. Schiffe wurden aufgefordert, in dem Seegebiet Ausschau zu halten.
Quelle:Tim Schwabedissen


'Mimife' auf Grund gelaufen
'Mimife' auf Grund gelaufen
(Bild: KNRM) Großbild klick!
Deutsche Motoryacht bei Oudeschild geborgen
(21.09.20) Am 19.98. um 13:27 Uhr wurden die KNRM-Stationen Koog und Den Helder alarmiert, nachdem die 12 Meter lange, deutsche Motoryacht 'Mimife' auf dem Weg nach Oudeschild mit vier Personen und einem Hund an Bord auf Grund gelaufen war. Neben der gro'en 'Joke Dijkstra' kam auch die 'De Meerval' zum Einsatz. Bei ihrem Eintreffen lag die Motoryacht bereits hoch und trocken auf einer Sandbank.
Die Crew war wohlauf und der Rumpf unbeschädigt. Es wurde entschieden, mit der Bergung des Havaristen bis zur folgenden Flut zu warten. Deshalb kehrten die Seenotretter vorerst zurück und liefen gegen 18 Uhr wieder zur Strandungsstelle aus. Der Anker, mit dem die Yacht gesichert worden war, wurde gelichtet, und dann wurde eine Schleppverbindung hergestellt und vorsichtig angezogen.
Da inzwischen erheblich mehr Wasser auf der Sandbank war, gelang die Bergung fast sofort. Die 'Joke Dijkstra' schleppte die Yacht dann ins Schulpengat. Von dort konnte sie mit eigener Kraft die Fahrt nach Oudeschild fortsetzen. Nach mehr als vierstündigem Einsatz kehrten die Seenotretter zu ihren Stationen zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild Schlepper 'Ollan'
Archivbild Schlepper 'Ollan'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Maschinenschaden im Bosporus
(21.09.20) Auf dem unter St- Kitts-Nevis-Flagge laufenden Schlepper 'Ollan', 219 BRZ (gt, built 1992), der am 17.9. aus Varna nach Istanbul ausgelaufen war, kam es am 18.9. gegen 14 Uhr beim Einlaufen in den Bosporus zu einem Maschinenschaden. Das Schiff steuerte die Reede von Büyükdere an und warf dort Anker. Die Crew machte sich anschließend an die Reparatur.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild Fähre 'Express 1'
Archivbild Fähre 'Express 1'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Rohrbruch legte Maschine lahm
(21.09.20) Eine gebrochene Schmierölleitung legte am 17.9. eine der vier Hauptmaschinen der dänischen Fähre 'Express 1', 10879 BRZ (IMO: 9501590) lahm. Deshalb konnten die fahrplanmäßigen Abfahrtzeiten auf der Route Rønne-Ystad nicht mehr eingehalten werden. Die Reparaturdauer war unklar, deshalb war für den Rest des Tages mit Verspätungen zu rechnen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild 'Containerships VIII'
Archivbild 'Containerships VIII'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Double trouble auf Wegener-Frachter
(21.09.20) Auf der Fahrt von Teesport nach Bronka kam es am 19.9. auf dem deutschen Containerfrachter 'Containerships VIII', 9902 BRZ (IMO: 9336244), der Reederei H.P. Wegener in Jork zu einer Leckage im Kühlwassersystem und einem Zylinderkopfschaden auf Position 52 27 18.6 N, 002 55 46.8 E. Der Havarist warf Anker, und zunächst wurde das Leck durch die Crew gestopft. Für die Reparatur des Zylinderkopfes wurden weitere acht Stunden bei der Coastguard angemeldet.
Nachdem alle Reparaturen erfolgreich abgeschlossen waren, ging der Frachter um 15.40 Uhr wieder ankerauf und setzte die Fahrt fort. Am 24.9. sollte der russische Zielhafen erreicht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild 'Raneka M', ex Aynacioglu I
Archivbild 'Raneka M', ex Aynacioglu I
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Maschinenproblem bei Büyükdere/Bosporus
(21.09.20) Auf dem türkischen Frachter 'Raneka M', 998 BRZ (IMO:7808097), kam es beim Transit des Bosporus zu einem Maschinenschaden. Das Schiff ankerte auf der Reede von Büyükdere für Reparaturen durch die Crew. Es war auf der Fahrt von Eregli nach Izmit. Stattdessen nahm es nun Kurs auf Tuzla und traf dort am 20.9. um 3.45 Uhr ein.
Quelle:Tim Schwabedissen


Yacht saß bei Harlingen fest
(21.09.20) Am 18.9. wurde die KNRM Harlingen alarmiert, nachdem am Nachmittag eine Segelyacht auf Grund gelaufen und mithilfe der neuen KNRM-App auf sich aufmerksam gemacht hatte. Auch die Crew einer Fähre hatte das festsitzende Boot bemerkt. Es gelang den Seenotrettern erst nach einigen Schwierigkeiten, den Havaristen wieder freizuschleppen. Dann wurde der Rumpf auf mögliche Leckagen untersucht. Da er aber unbeschadet geblieben war, konnte die Reise nach Vlieland schlie'lich weitergehen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Yacht bei Bergen auf Grund gelaufen
(20.09.20) Am 19.9. lief eine Segelyacht bei Bergen auf Felsen und saß bei ablaufendem Wasser mit dem Achterschiff fest auf Grund. Die Crew setzte einen Notruf an die NSSR ab, und das Rettungsboot 'Bjarne Kyrkjebø - RS 140' kam von der dortigen Station zu Hilfe. Es gelang mit steigendem Wasserstand, den Havaristen wieder flottzumachen, und bei ruhigen Wetter konnte die Crew, da ihr Boot die Zwangspause unbeschadet überstanden hatte, den Wochenendtrip fortsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Deutsche Yacht in Grönland havariert
(21.09.20) Am 19.9. fing die norwegische Coast Guard einen Notruf der deutschen Segelyacht 'Ocean B' (MMSI: 211336220), auf. Sie hatte südlich von Sørkapp in Spitzbergen einen Ruderschaden erlitten und trieb manövrierunfähig in der See. Das norwegische Patroullienboot 'Barentshav', 4025 BRZ (IMO: 9389356), wurde zum Havaristen geschickt und nahm ihn auf den Haken. Er wurde dann nach Longyearbyen eingeschleppt zur Reparatur.
Quelle:Tim Schwabedissen


Spanischer Kutter sank vor Llas
(21.09.20) Am 20.9. lief am frühen Morgen der 11 Meter lange, spanische Kutter 'Sapilo' (MMSI: 224382430) aus Burela vor dem Strand von Llas (Foz) auf Felsen und setzte einen Notruf ab. Die dreiköpfige Crew wurde von dem SAR-Helikopter Pesca 2 von Salvamento Marítimo unversehrt abgebrogen und nach Celeiro gebracht. Das MRCC in Finisterre koordinierte die SAR-Operation.
Die 'Sapilo' sank wenig später. Das SAR-Boot 'Salvamar Alioth' (MMSI: 224300690) aus Burela sowie die LS 'Saturno' des Roten Kreuzes suchten an der Untergangsstelle nach Treibgut und möglichen Ölleckagen und stellten sicher, dass es keine Gefährdung für die Schifffahrt in dem Seegebiet gab.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter vor Cabo Priorino manövrierunfähig
(21.09.20) Am 20.9. um 4.11 Uhr setzte der 16 Meter lange, spanische Kutter 'Carabel' (MMSI: 224085830), einen Notruf an das MRCC in A Coruña ab. Eine Leine des Fanggeschirrs hatte sich um den Propeller gewickelt, und das Schiff trieb mit seiner fünfköpfigen Crew manövrierunfähig rund 2,9 Meilen vor Cabo Prioriño in der See.
Das SAR-Boot 'Salvamar Altair' (MMSI 224013350) von Salvamento Marítimo kam zu Hilfe und nahm den Havaristen auf den Haken. Um7.06 Uhr wurde er sicher in den Hafen von Oza eingeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Mastbruch vor Teneriffa
(21.09.20) Am 19.9. kam es auf der Segelyacht 'White Gold' zu einem Mastbruch vier Meilen südlich des Hafens von Santa Cruz auf Teneriffa. Die zweiköpfige Crew setzte einen Notruf ab, und Salvamento Marítimo mobilisierte das SAR-Boot 'Salvamar Tenerife'. Nachdem sich die Seenotretter des Wohlergehens der beiden Segler vergewissert hatten, wurde ihr Boot in Schlepp genommen und in die Marina von Santa Cruz gezogen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kontaminierter Brennstoff sorgte für Maschinenschaden
(21.09.20) Auf dem unter Marshall-Islands-Flagge laufenden Bulkcarrier 'AM Quebec', 43987 BRZ (IMO: 9624108), kam es auf der Reise von Milne Inlet nach Hamburg mit einer 22-köpfigen Crew an Bord am 20.9. um 4.35 Uhr zu Maschinenproblemen wegen kontaminierten Öls. Er befand siczh 35 Meilen nordwestlich von Westray auf Position 59 37 57.0 N, 003 49 30.6 W, als er Kontakt mit der Stornoway Coastguard aufnahm. Während diese nach Schleppkapazitäten suchte, steuerte der Havarist mit reduzierter Fahrt einen Ankerplatz vor der Isle of Stronsay an.
Er wurde dabei eskortiert von dem Notfallschlepper 'Ievoli Black' und warf um drei Uhr Anker. Um 8.40 Uhr nahm ihn der Schlepper auf den Haken und zog ihn zu einer Position östlich von Orkney. Hier startete die Crew mit einer Reparatur und hielt dreistündigen Funkkontakt mit der Küstenwache. Danach ging der Frachter wieder ankerauf und setzte die Fahrt nach Hamburg fort, wo er am 23.9. eintreffen soll.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter hatte Kühlwasserschaden
(21.09.20) Auf dem holländischen Frachter 'Arklow Dusk', 6621 BRZ (IMO: 9504114), kam es am 20.9. um 1.20 Uhr auf der Reise von Aviles nach Holla mit einer Ladung von 10.568 Tonnen Quartz und einer 10-köpfigen Crew an Bord zu einem Schaden an einer Kühlwasserleitung. Der Havarist befand sich auf Position 61 15 06 N, 000 18 18 E. Nach einer Reparatur setzte er die Fahrt fort und machte am 21.9. um sechs Uhr in Holla fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Tanker trieb im Bosporus
(21.09.20) Auf dem unter Bahamas-Flagge laufenden Tanker 'Gotland Sofia', 29283 BRZ (IMO: 9328144), kam es am 19.9. beim Transit des Bosporus bei Kandilli zu einem Maschinenausfall und Verlust der Bordenergie. Das Schiff war um sechs Uhr mit einer Ladung Flugbenzin aus Istanbul ausgelaufen. Die Schlepper 'Kurtarma 5', 'Kurtarma 11' und ein Rettungsboot kamen zu Hilfe.
Der Havarist wurde auf den Haken genommen und zu einem Ankerplatz an der Nordzufahrt des Bosporus geschleppt. Während des Transits wurde eine Sicherheitszone eingerichtet
Quelle:Tim Schwabedissen


Rumpfschäden vor Island
(21.09.20) Auf dem portugiesischen Frachter 'Vera D', 17188 BRZ (IMO:9290177), der Peter Döhle-Schifffahrts KG in Hamburg, der am 16.9. aus Grundartangi nach Reykjavik ausgelaufen war, kam es am 18.9. auf dem Nordatlantik zu Rumpfschäden. Die portugiesischen Behörden wurden ebenso wie ihre isländischen Counterparts informiert und nahmen Ermittlungen auf. Am 21.9. verlie' der Frachter den Hafen von Reykjavik wieder und nahm Kurs auf Rotterdam, wo er am 23.9. eintreffen soll.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maschinenausfall vor Portland Bill
(21.09.20) Auf dem britischen Trawler 'King Challenger - BA 87' 192 BRZ (MMSI: 235033728), kam es zu Öldruckproblemen und einem Maschinenausfall, als er sich am 17.9. um 14.20 Uhr 17 Meilen südwestlich von Portland Bill auf Position 50 19 59.0 N, 002 52 34.0 W befand. Ein Schlepper der Coast Guard in Berry Head und das RNLI-Boot aus Torbay assistierten dem Havaristen.
Der Schlepper 'Camm Defiance' aus Brixham zog ihn am 18.9. um 00.45 Uhr in den Hafen. Nach einer Reparatur lief er am 20.9. wieder in Richtung der Fischgründe des Englischen Kanals aus.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schubverband zerlegt Sportboot auf der Dahme
(21.09.20) Am 19.9. gegen 19 Uhr kollidierte ein 118 Meter langer, unbeladener Schubverband mit einem Sportboot in Bergfahrt auf der Dahme in Köpenick. Das Boot, eine Jolle vom Typ "Sunflower", zerbrach in zwei Teile, die Insassen im Alter von 44 und 50 Jahren landeten im Wasser. Die Havarie ereignete sich an der Langen Brücke unweit von Schloss Köpenick.
Hier musste der Schubschlepper sein Ruderhaus absenken, um unter der Brücke hindurchzupassen. Der Schiffsführer stoppte und manövrierte einige Minuten hin und her. Das Sportboot befand sich an der Backbordseite des Verbands. Als dieser plötzlich Fahrt aufnahm, geriet es vor dessen Bug, möglicherweise durch einen Sog, und zerbrach.
Der Mann wurde von der Besatzung mit Seilen und einem Fallreep an Bord geholt. Die Frau hatte sich zunächst am Schubverband festgehalten, wurde aber dann von einem anderen, der gerade herannahte, an Bord genommen. Beide wurden unverletzt ans Ufer gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen


Explosion auf Charterschiff in Kiel fordert zwei Verletzte
(21.09.20) Am 20.9. um 15.22 Uhr kam es zu einer Explosion im Maschinenraum des holländischen Charterseglers 'Regina Maris', 126 BRZ (IMO: 7025126), an seinem Liegeplatz an der Blücherbrücke in Kiel. Zwei Crewmitglieder wurden dabei verletzt und von der alarmierten Feuerwehr mit SAR-Helikopter ins Krankenhaus gebracht. Einer der beiden musste von dort in eine Spezialklinik für Brandverletzungen weitertransportiert werden.
Ein Feuer, das durch die Explosion ausgelöst wurde, konnte von der Crew selbst gelöscht werden. Die Feuerwehr ging unter Atemschutz in den Maschinenraum und prüfte ihn unter Beratung der verbliebenen Besatzung auf mögliche Hotspots oder Leckagen. Danach wurde er entlüftet. Um 16.15 Uhr rückten die Einsatzkräfte ab. Das Schiff hatte am 19.9. bereits die Teilnahme an der sogenannten Tiessen-Regatta von Kiel nach Eckernförde wegen eines Maschinenschadens abgesagt und war zur Reparatur an der Blücherbrücke verblieben.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kollision bei Regatta
(21.09.20) Bei einer Regatta kollidierten vor Ostende im Rahmen des Ostend Sailing Weekend zwei Halbtonner am 20.9. Wegen eines falschen Manövers stie' die 'Spip' von Skipper Thibaut Marting mit der 'Farther Bruin' von Skipper Jan-Jakob Muyls zusammen. Durch den stabilen Bug wurde ein gro'es Loch ins Achterschiff an Steuerbordseite gerissen.
Das Assistenzboot 'Reactor' von Cederic Soete war rasch vor Ort. Mit Tape wurde eine Notreparatur durchgeführt, sodass kein Wasser eindringen konnte. So konnte die 'Farther Bruin' mit eigener Kraft nach Ostende zurückkehren und wurde sofort ausgekrant. Später brach auch die'Spip' das Race ab. Menschen wurden nicht verletzt.
Quelle:Tim Schwabedissen


18.09.2020

Archivbild 'Conmar Gulf'
Archivbild 'Conmar Gulf'
(Bild: Olaf Kuhnke) Gro'bild klick!
Maschinenhavarie bei Le Treport
(18.09.20) Am 16.9. kam es auf dem unter Portugal-Flagge laufenden Containerfrachter 'Conmar Gulf', 7545 BRZ (IMO: 9341964), der Conmar Shipping GmbH & Co. KG in Jork, der rund 28 Meilen nördlich von Le Treport zu einem Maschinenausfall. Das Schiff war von La Rochelle-La Pallice nach Rotterdam unterwegs.
Nachdem die Crew eine Reparatur durchgeführt hatte, nahm das Schiff wieder Fahrt auf und warf am 17.9. gegen 11 Uhr auf der RTM Anchorage vor Holland Anker. A m18.9. um 12.30 Uhr machte es im Yangtse-Hafen von Rotterdam fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maschinenausfall in Dardanellen
(18.09.20) Auf dem unter Marshall-Islands-Flagge laufenden Containerfrachter 'Tilly Russ', 16137 BRZ (IMO: 9470894), der Ernst Russ GmbH & Co. KG in Hamburg kam es am 17.9. gegen 15 Uhr zu einem Maschinenausfall beim Transit der Dardanellen. Er war auf der Fahrt von Aliaga nach Gemlik. Der Kapitän informierte die Çanakkale Coastal Police. Coastal Safety schickte ein SAR-Boot zur Assistenz.
Die Crew konnte dann aber die Maschine wieder starten, und der Kapitän meldete, dass er in Karanlik Limana. ankern wolle. Er wurde auf dem Weg dorthin von den Schleppern 'Kurtarma 6' und 'Kurtarma 3' begleitet und warf um 16.20 Uhr auf Position 40° 2.60' N 026° 18.60' E Anker.
Quelle:Tim Schwabedissen


<Ehemalige Fähre 'Grønsund' gesunken/a>
Ehemalige Fähre 'Grønsund' gesunken
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Ehemalige Limfjord-Fähre sank in Kopenhagen
(18.09.20) Am 17.9. sank die 29 Meter lange, ehemalige Fähre 'Grønsund', 84 BRZ, die 1967 im Auftrag der Sallingsund Færgefart A/S, Nykøbing, für den Fährdienst von Salling nach Mors bei der Søren Larsen & Sønners Skibsværft A/S in Nykøbing Mors, erbaut wurde und seit 2003 als schwimmendes Restaurant an der Strandgade im Christianshav-Kanal in Kopenhagen diente, an ihrem Liegeplatz. Sie sackte unvermittelt in hohem Tempo weg, sodass nur noch die Restaurantaufbauten aus dem Wasser ragten. Die Polizei leitete Ermittlungen ein, wobei sich herausstellte, dass nach einem Stromausfall eine Pumpe ausgefallen war und so Wasser einströmen konnte.
Das Schiff war die letzte Holzfähre, die in Dänemark erbaut wurde. Der Name während der Zeit auf dem Limfjord war 'Pinen and Plagen'. Nachdem 1976 die Sallingsund-Brücke fertiggestellt wurde, erhielt es 1978 den Namen 'Grønsund', als die es zwischen Stubbekøbing und Bogø bis 2002 verkehrte. Dann ging es von der Storstrøms Amtsråd, Nykøbing (Bogø-Stubbekøbing Overfarten) an das Danmarks Færgemuseum/Dansk Færgehistorisk Selskab in Roskilde, das es im Jahr 2000 verlieh an den Bootsbauer L. Nørgaard auf der Laust Nørgaards Bådeværft, København. Bis 2003 nutzte er es als Werkstattschiff in Kopenhagen.
In dem Jahr erfolgte der Verkauf an den jetzigen Eigner Niels Pedersen, der es zum Restaurant- und Partyschiff für Gesellschaften zwischen 20-100 Personen umbaute, wobei alles bis auf den Rumpf entfernt wurde, und 2003 in Betrieb nahm. Seither hatte es vorn und achtern jeweils einen charakteristischen Turmaufbau, durch den der Kern als Fähre nur noch schwer erkennbar war.
Quelle:Tim Schwabedissen


Yacht bei Langballigau ausgebrannt
(18.09.20) Die freiwilligen Seenotretter der DGzRS-Station Langballigau unterstützten am 17.9. die dänischen Seenotretter in Sonderburg bei einem Seenotfall mit einer brennenden Segelyacht. Der Skipper, der allein an Bord war, hatte sich und seinen Rauhaardackel zuvor mit einem Beiboot an Land retten können. Die Seenotretter in Langballigau waren gegen 16 Uhr von Passanten alarmiert worden, die auf der dänischen Seite der Flensburger Förde etwa vier Seemeilen von der Station entfernt Rauch über dem Wasser entdeckt hatten.
Im Bereich Sonderburg war eine etwa elf Meter lange Segelyacht aus Maasholm in Brand geraten. Beim Eintreffen des Rettungsboots 'Werner Kuntze' war die dänische Feuerwehr bereits mit einem Boot vor Ort. Es unterstützte diese dann beim Materialtransport vom Festland zur besseren Brandbekämpfung.
Der 79-jährige Skipper musste von Land aus mit ansehen, wie seine Segelyacht vollständig ausbrannte. Die Seenotretter brachten ihn und seinen Hund zurück nach Langballigau. Vorsorglich wurde er dort von einem Notarzt untersucht. Er konnte jedoch nach Hause entlassen werden. Die ausgebrannte Segelyacht wurde von der dänischen Feuerwehr zunächst an eine Seebrücke vor der dänischen Küste gelegt. Was weiter mit dem Wrack geschehen sollte, galt es nun mit dem Eigner zu klären.
Quelle:Tim Schwabedissen


Motoryacht 'Diplomat III' gestrandet
Motoryacht 'Diplomat III' gestrandet
(Bild: Hutton Strader) Gro'bild klick!
Bagger soll Motoryacht befreien
(18.09.20) Am 15.9. erlitt die 48 Fu' lange Motoryacht 'Diplomat III' vor der Oceanfront in Virginia Beach einen Maschinenausfall. Das hilflose Boot trieb auf den Strand, wo der Crew von Strandgängern in der Brandung über die Heckleiter an Land geholfen wurde. Nach Ablaufen der Flut lag das Boot inmitten der Badegäste vor der Ferienküste.
Am 17.9. begann ein Bagger der Allsbrook Landscaping damit, bei stürmischer See einen Graben um das im Sand steckende Schiff auszuheben, damit ein Versuch durch Towboat US unternommen werden konnte, es am Abend mit der Flut wieder zu befreien.
Quelle:Tim Schwabedissen


Taucher am Wrack der 'La Unión'
Taucher am Wrack der 'La Unión'
(Bild: Helena Meinecke) Gro'bild klick!
Wrack liefert Aufschluss über Sklavenhandel in Mexiko
(18.09.20) Mexikanische Forscher haben das Rätsel um ein Wrack vor der Küste gelöst. Sie waren bereits 2017 auf die Überreste im Golf von Mexiko gesto'en, konnte das Wrack aber nicht identifizieren. Nun aber war klar, dass es sich um die 'La Unión' handelt, die im 19. Jahrhundert eingesetzt wurde, um versklavte Mitglieder der Volksgruppe der Maya nach Kuba zu bringen. 1861 sank das Schiff.
Mit seinem Fund wurde der Beweis für den Sklavenhandel erbracht, denn das Geschehen spielte sich Monate, nachdem Präsident Benito Juárez den Erlass zur Abschaffung der Sklaverei in Mexiko erlassen hat, ab. Nach Ansicht der Forscher wurden trotz Präsidentenerlass weiterhin Sklaven von Mexiko nach Kuba gebracht, um dort im Zuckerrohranbau zu arbeiten.
Wrackteile werden vermessen
Wrackteile werden vermessen
(Bild: Helena Meinecke) Gro'bild klick!
Die 'La Unión' nahm bis 1861 monatlich bis zu 30 Mayas an Bord und verschleppte sie auf die Insel. Die Forscher nehmen an, dass an Bord des Dampfers ein Feuer ausbrach, das dazu führte, dass er unterging. Das Wrack liegt in sieben Metern Tiefe und ist gut erhalten.
Quelle:Tim Schwabedissen


Segelyacht 'Taifun' halb gesunken
Segelyacht 'Taifun' halb gesunken
(Bild: Feuerwehr Hamburg) Gro'bild klick!
Segelyacht drohte in Hamburg zu sinken
(18.09.20) Auf dem Bullenhuser Kanal in Hamburg drohte am 17.9. die Segelyacht 'Taifun' zu sinken. Passanten meldeten gegen 10 Uhr über Notruf der Polizei die Notlage des sechs Meter langen Boots, das nach einem Wassereinbruch an seinem Liegeplatz Schlagseite entwickelt hatte. Die Hamburger Feuerwehr rückte mit mehreren Fahrzeugen von der Land- wie auch mit einem Einsatzboot von der Wasserseite her an.
Nachdem sichergestellt war, dass sich niemand an Bord des mit einer Persenning abgedeckten Boots befand, wurden Lenzpumpen zum Einsatz gebracht, um zu versuchen, die bereits bis auf Deckshöhe abgesunkene Yacht noch schwimmfähig zu halten. Auch die Umweltbehörde wurde informiert, dass möglicherweise durch auslaufendes Öl eine Umweltgefährdung drohen könnte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Waggons werden versenkt
Waggons werden versenkt
(Bild: Governor's Office) Gro'bild klick!
Schlepper und Waggons wurden künstliche Riffe
(18.09.20) Der ausgediente amerikanische Schlepper 'Jane' sowie ein Eisenbahnwaggon wurden am 17.9. im Atlantik vor Long Island als künstliche Riffe versenkt. Weitere 15 Eisenbahnwagen sollten folgen, um die Rifferweiterung in New York bis 2022 zu komplettieren. Das Department of Environmental Conservation war mit einem Boot vor Long Island dabei, als die Versenkung auf 50 Fu' Tiefe drei Meilen südlich des Jones Beach State Park erfolgte.
Anemonen, Schwämme und Muscheln werden als erstes die Strukturen besiedeln und den ersten Teil einer Futterkette darstellen, denen Hummer und Krabben folgen, ehe Haie, Delfine und andere Fische dort ebenfalls ihre Heimat finden. Das Department managt ein Dutzend solcher Riffe zur Förderung der Biodiversität.
Allein von 2001 bis 2010 wurden 2,500 stählerne U-Bahn-Waggons zwischen Georgia und New Jersey versenkt und bildeten ein Habitat, in dem bald Fischschulen die einstigen Fahrgäste ersetzten. Heute sind die U-Bahn-Wagen aus Aluminium gefertigt, das leicht von den Strömungen zerstört wird. Für die letzte Rifferweiterung wurden 75 Eisenbahnwaggons der Wells Fargo Rail Corporation genutzt, die einst dem Holztransport dienten. Am Hempstead Reef fanden zwei abgebrochene Brücken in den vergangenen zwei Jahren eine neue Verwendung.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kollision bei Jeju
(18.09.20) Der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Bulkcarrier 'Lady I', 39643 BRZ (IMO: 9336610), kollidierte am 17.9. um 310 Uhr mit einer 15-Tonnen-Segelyacht nordwestlich der Nordostspitze von Jeju in der Ostchinesischen See. Der Frachter war unterwegs von Tianjin nach Vancouver. Die Yacht wurde bei dem Unfall schwer beschädigt und verlor ihren Mast.
Sie blieb aber schwimmfähig, und es gab keine Verletzten. Sie war im Februar vom Mittelmeer gen Asien aufgebrochen und war gerade von Korea nach Guam unterwegs. Der Bulkcarrier warf zur Untersuchung vor Yeosu Anker.
Quelle:Tim Schwabedissen


Einhandsegler bei Bjørnsund gestrandet und nach 18 Stunden gerettet
(18.09.20) Auf der Reise von Hitra nach Südgeorgien strandete ein Einhandsegler am 17.9. auf der Galleskjæra westlich von Bjørnsund. Er erlitt dabei Verletzungen und konnte nach Ausfall der Kommunikationsmittel auch nicht auf sich aufmerksam machen. Erst 18 Stunden später kam das NSSR-Rettungsboot 'Maersk' der Station Aukra zu Hilfe. Ein SAR-Hubschrauber des 330. Geschwaders barg ihn am Abend des 18.9. bei stürmischer See von seinem auf die Seite gelegten Boot ab.
Quelle:Tim Schwabedissen


Deutsche Yacht vor Ortegal aufgegeben
(18.09.20) Auf der 12 Meter langen, deutschen Segelyacht 'Milu' (MMSI: 211575070) kam es am 17.9. zu einem Wassereinbruch 132 Meilen nordwestlich von Ortegal. Der von Ijmuiden kommende, dänische Tanker 'Nord Superior', 30108 BRZ (IMO: 9692129), kam auf ihren Notruf hin zu Hilfe und unterstützte die Funkkommunikation mit der dreiköpfigen Crew.
Das MRCC von Salvamento Marítimo schickte den SAR-Hubschrauber Helimer 402 und das Aufklärungsflugzeug Sasemar 102 zu der Position. Der Helikopter barg die Segler von ihrem Boot ab und flog sie nach A Coruña. Sie waren am 14.9. aus Portland ausgelaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maschinenraumbrand bei Unkel
(18.09.20) Am 17.9. um 13:43 Uhr brach auf Höhe von Unkel bei Rheinkilometer 637,2 im Maschinenraum des bergfahrenden, holländischen Tankmotorschiffs 'Jolanda 2', 2668 tdw (MMSI:244710316), das von Tolkamer kommend mit 908 Tonnen Styren (UN 2055), an Bord unterwegs war, ein Feuer aus. Es konnte von der Besatzung ohne Assistenz gelöscht werden. Die Feuerwehr Remagen war mit ihrem Hilfeleistungslöschboot vor Ort und brachte die Brandstelle schnell unter Kontrolle.
Ein Angehöriger der Feuerwehr verletzte sich bei den Löscharbeiten leicht an der Hand. Durch die Wasserschutzpolizei wurde ein Weiterfahrverbot ausgesprochen. Das mit Gefahrgut beladene Schiff - Styrol wird zur Kunststoffherstellung verwendet -, das zunächst auf dem Fluss Anker geworfen hatte, machte in Oberwinter fest. Die Ermittlungen zur Brandursache durch die Wasserschutzpolizei dauerten an.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fehmarnbelt: Wrack der Delmenhorst könnte gefunden worden sein
(18.09.20) Ein Wrack, bei dem es sich wahrscheinlich um die dänische 'Delmenhorst' handelt, die 1644 während der Schlacht am Fehmarnbelt sank, wurde jetzt von Archäologen während der Ausgrabungsarbeiten südlich von Lolland in Vorbereitung des Tunnelbaus nach Puttgarden gefunden. Es lag unweit der Küste von Lolland in nur drei Metern Tiefe, erklärte der Ausgrabungsleiter Morten Johansen, Museumsinspektor des Wikingerschiffsmuseums in Roskilde, der für die Arbeiten verantwortlich ist.
Das Schiff sank während der Torstensson-Fehde (1643-1645), die Teil des langwierigen Kampfes zwischen den dänischen und schwedischen königlichen Mächten war. Dänemark erlitt am 13.10.1644 im Fehmarnbelt eine schwere Niederlage gegen eine überlegene schwedisch-niederländische Flotte. Der dänische Oberbefehlshaber Admiral Pros Mund verlor sowohl sein eigenes Leben als auch 15 der 17 Schiffe.
Die feindliche Flotte versenkte zwei dänische Schiffe und eroberte bis zu zehn weitere. Den Dänen gelang es lediglich, ein niederländisches Schiff zu versenken. Nur zwei dänische Kriegsschiffe erreichten Kopenhagen.
Drei kleinere Schiffe, die an der Küste von Lolland gestrandet waren, wurden von Einheimischen geborgen. Der Fund der 'Delmenhorst' ergänzt zwei frühere Entdeckungen. Im Jahr 2012 fanden Meeresarchäologen zwei weitere gut erhaltene Schiffswracks im Fehmarnbelt.
Es handelte sich um das dänische Kriegsschiff 'Lindormen' und das niederländische gepanzerte Handelsschiff 'Swarte Arent'. Beide sanken ebenfalls während der Schlacht von 1644. Sie lagen in einer Tiefe von 24 Metern in der Mitte des Belts und waren sensationell gut erhalten.
Viele Artefakte wurden geborgen, darunter Kanonen und Kugeln, ein Sarg und das Kochgeschirr. Das mögliche Wrack der 'Delmenhorst' wurde von den Meeresarchäologen in einem 7 mal 31 Meter gro'en ovalen Steinhaufen ausfindig gemacht, der dicht mit Seetang bewachsen war - offensichtlich handelte es sich um Ballaststeine von einem grö'eren Schiff. Zwischen Felsen und Algen waren die Spanten und zolldicken Planken sichtbar.
Dutzende von geplatzten und geschmolzenen Bronzekanonenstücken funkelten wie Gold zwischen den verkohlten Trümmern. Insbesondere die Bronzekanonen waren ein starker Hinweis darauf, dass die Taucher ein Kriegsschiff gefunden hatten. Wenn die Meeresarchäologen fertig sind, wird das Wrack mit Sand bedeckt und in den Strandpark eingebettet, der auf dem Gelände eingerichtet wird.
Quelle:Tim Schwabedissen


Yacht trieb bekalmt vor Fishguard
(18.09.20) Am 14.9. kam das RNLI-Boot der Station Fishguard der 30 Fu' langen Segelyacht 'Inspiration' zu Hilfe, die die HM Coastguard um Assistenz gebeten hatte. Sie war mit einer zweiköpfigen Crew an Bord von Milford Haven nach Aberystwyth unterwegs, als der Gleichrichter des Motors Probleme bekam. Die bekalmte Yacht trieb hilflos eine Meile westlich von Strumble Head.
Gegen 19 Uhr lief das Rettungsboot aus und war eine Viertelstunde später vor Ort. Enie Schleppleine wurde festgemacht und die Yacht nach Fishguard abgeschleppt. Dort wurde sie an einer Mooring nahe der Rettungsbootstation vertäut.
Quelle:Tim Schwabedissen


Herrenlose Yacht sank am Strand von Tankerton
(18.09.20) Eine herrenlose und sinkende Segelyacht wurde am 17.9. am Strand von Tankerton unweit von Whitstable in Kent entdeckt. Passanten wurden Zeugen, wie sie gegen 15 Uhr auf einmal anfing, wegzusacken. Das Boot sa' nur drei Meter vom Strand entfernt auf und kam weitgehend unter Wasser auf ihrer Steuerbordseite zu liegen.
Die Coastguard wurde um 16.40 Uhr alarmiert. Wie sich herausstellte, hatte sich die Yacht ohne Besatzung von ihren Moorings losgerissen und war dann bei Tankerton gestrandet. Die Küstenwache versuchte, Kontakt zum Eigner herzustellen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Stummer Zeuge von Tragödie auf dem Meeresgrund entdeckt
(18.09.20) Das Wrack des am 10.3. in der Bucht von Mont Saint Michel gesunkenen Motorboots 'Korigan' aus Cancale ist am 15.9. mithilfe von Sonareinsatz und Tauchern der Gendarmerie lokalisiert worden. Die CMT 'L'Aigle' sollte nun den Fund bestätigen. Alle vier Bootsfahrer waren seinerzeit ums Leben gekommen.
Drei wurden tot im Meer entdeckt, der vierte dann Tage später am Strand von Jullouville angetrieben. Wieso es zu dem Unglück kam, blieb ein Rätsel. Als nächstes soll das Schiff geborgen werden, um mögliche Aufschlüsse über die Ursachen des Unglücks aus der Untersuchung des Wracks zu erlangen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Bulkcarrier rettete acht Schiffbrüchige, darunter ein Baby
(18.09.20) Acht Personen, davon vier Kinder, wurden vor Gladstone in Zentral-Queensland von der Crew des unter Singapur-Flagge laufenden Bulkcarriers 'RTM Tarra', 53988 BRZ (IMO:9373034), der von Amrun nach Gladstone unterwegs war, am 18.9. gerettet. Unter ihnen befand sich auch ein acht Monate altes Baby. Das Schiff war von der Australian Maritime Safety Authority (AMSA) um Hilfe gebeten worden, nachdem der EPIRB eines acht Meter langen Katamarans aktiviert worden war, und hatte Kurs auf die Position 77 Kilometer östlich von Yeppoo genommen.
Auch ein Cairns Challenger Jet, Der SAR-Helikopter 412 aus Mackay und 300 aus Rockhampton, die Yeppoon Volunteer Marine Rescue, und ein Helikopter der RACQ Capricorn Helicopter Rescue Service Ltd. wurden um 10 Uhr mobilisiert, nachdem das Boot vor der Küste von Capricorn Wassereinbruch erlitten hatte. Die SAR-Operation wurde von Rockhampton und Canberra aus koordiniert. Eineinhalb Stunden klammerten sich die Schiffbrüchigen an ein Beiboot, bis sie an Bord des Frachters in Sicherheit waren.
Der Helikopter aus Capricorn landete nach der erfolgreichen Rettungsaktion, die um 12.30 Uhr abgeschlossen war, auf dem Deck des Schiffs. Hier wurden sie medizinisch gecheckt und dann zurück zur Yeppoon Rosslyn Bay gebracht. Der Bulkcarrier setzte unterdessen die Fahrt nach Gladstone fort.
Quelle:Tim Schwabedissen


Rettungsboot ging in Flammen auf
(18.09.20) Am Morgen des 16.9. brach ein Feuer in einem schnellen Rettungsboot des kanadischen Offshore-Schiffs 'Siem Diamond', 7473 BRZ (IMO: 9417749), aus, das zu der Zeit auf Standby an der unter Marshall-Islands-Flagge registrierten Bohrinsel 'Transocean Barents' (IMO: 8768854) im Bay-du-Nord-Feld vor Neufundland auf Position 47° 51.30' N 046° 59.09' W war. Die Crew wurde an Deck gemustert, und es gab keine Verletzten. Die Bordfeuerwehr konnte den Brand rasch löschen.
Das Boot allerdings wurde schwer beschädigt. Weitere Schäden wurden nicht bekannt. Da das Boot nun nicht mehr nutzbar war, wurden alle Helikopterflüge und andere Operationen zwischen der 'Siem Diamond' und der 'Transocean Barents' zeitweilig eingestellt.
Nachdem ein anderes Standby-Schiff, die kanadische 'Horion Arctic' (IMO: 9732838), vor Ort in Stellung gegangen war, konnte die Tätigkeit auf der 'Transocean Barents' wiederaufgenommen werden. Die 'Siem Diamond' lief am 18.9. gegen 10 Uhr in St. John's ein.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter in Port Saunders ausgebrannt
(18.09.20) In Port Saunders geriet am 15.9. um 19.30 Uhr der kanadische Kutter 'Sally Kathrin' (MMSI: 316013810) in Brand. Als die alarmierte Feuerwehr am Marine Service Centre eintraf, stand er in hellen Flammen. Sie versuchten, diese niederzukämpfen, während örtliche Fischfarmer das brennende Schiff von seinem Liegeplatz und damit aus der Nähe anderer Fahrzeuge wegzuziehen.
Während der Kutter vollkommen zerstört wurde, ehe das Feuer gelöscht werden konnte, wurden drei weitere Schiffe und der Anleger nur leicht beschädigt. Menschen wurden nicht verletzt. Die Royal Canadian Marine Police leitete eine Untersuchung ein.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schneefall verhindert Wrackbergung
(18.09.20) Durch Schneefall verzögert sich die Bergung des Wracks des 11 Meter langen Kutters 'Tonka', der am 14.9. von einem Feuer in Milford Sound zerstört wurde und sank. Deshalb konnte auch das ausgelaufene Öl noch nicht beseitigt werden, das sich innerhalb einer nach dem Untergang ausgelegten Ölsperre gesammelt hatte. Der Brand im Deep Water Basin war gegen vier Uhr entstanden, und neben der Feuerwehr von Milford Sound waren auch Einsatzkräfte aus Te Anau mit Helikopter eingeflogen worden, weil der Schnee die Stra'e unpassierbar gemacht hatte.
Kommende Woche sollen Taucher, wenn das Wetter es zulässt, das Wrack untersuchen, damit anhand des Schadensbilds ein Bergungsplan entwickelt werden kann. Zuletzt war der Kutter als Wohnschiff genutzt worden. Deshalb befanden sich wohl auch maximal nur 50 Liter Öl an Bord, von denen ein Teil verbrannt sein dürfte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter bei Kollision beschädigt
(18.09.20) Der japanische Fracher 'Aisho No.8', 299 BRZ, kollidierte am 16.9. gegen 18 Uhr drei Meilen vor dem Hafen von Shimizu mit einem Kutter. Dieser wurde erheblich beschädigt, blieb aber dicht. Der Frachter kam mit kleinen Beulen und Schrammen davon.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter in Yap gestrandet
(18.09.20) Ein Kutter der Liancheng Overseas Fishery Co. eines Eigners aus Shau-Chou lief am 17.9. in der Mündung des Peelaek Channel nahe Gagil and Tomil in Yap, Guam, gegen zwei Uhr auf Grund und schlug leck. Die neunköpfige Crew ging in eine Rettungsinsel, die dann abgeschleppt wurde. Die Schiffbrüchigen gingen in einem abgesperrten Bereich an der Ostseite von Colonia an Land. Hier führte ein Team des Yap Department of Health Services COVID-19-Testd durch.
Yap hat keine Infektionen und tut alles, sich zu isolieren. Ein Bergungsteam wurde gerufen, die 4,000 bis 5,000 Gallonen Treibstoff an Bord in Tankcontainer zu pumpen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wrack von Eisenbahnfähre lüftet sein Geheimnis nicht
(18.09.20) Das Wrack der 338 Fu' langen Eisenbahnfähre 'Pere Marquette 18' wurde 110 Jahre nach ihrem Untergang jetzt auf dem Meeresgrund entdeckt. 29 Menschen starben, als sie auf dem Lake Michigan, umrundet von anderen Schiffen, sank. Ein Team der Great Lakes Shipwreck Hunters aus Minnesota konnte sie in 500 Fu' Wassertiefe rund 25 Meilen vor Sheboygan, Wisconsin, nach langer Suche nun lokalisieren.
Bis heute ist unbekannt, wie es am Morgen des 9.9.1910 zum Wassereinbruch im Heck kam, als sie von Ludington, Michigan, nach Milwaukee, Wisconsin, unterwegs war, beladen mit 29 Waggons und mit mindestens 62 Menschen an Bord, zuzüglich wohl einiger blinder Passagiere.
Das Schiff war kurz vor Mitternacht in Ludington ausgelaufen und hatte bei unruhiger See die Hälfte der Strecke hinter sich gebracht, als Wasser in die Mannschaftsunterkünfte der zu der jener Zeit grö'ten Fähre auf den Great Lakes eindrang. Die Pumpen kamen nicht dagegen an, und Kapitän Peter Kilty änderte den Kurs in Richtung Sheboygan. Er wies die Crew an, Ladung über Bord zu werfen.
Vier voll beladene, tonnenschwere Eisenbahnwagen wurden übers Heck geschoben, doch es half nichts. Gegen fünf Uhr lie' der Kapitän Notsignale senden. Ob die Morsesignale empfangen wurden, war aber nicht bekannt wegen der noch in den Kinderschuhen steckenden Technik.
Das Ende des Schiffs kam plötzlich. Um 7.30 Uhr legte sie sich auf die Steuerbordseite und verschwand mit dem Heck voran in der Tiefe. Gerade war die Fähre 'Pere Marquette 17' eingetroffen und begann, Überlebenden an Bord zu nehmen. Zwei von ihrer Crew starben, als ein Rettungsboot an der Seite des Schiffs zerschlagen wurde. 33 Menschen wurden gerettet, die gesamte Schiffsführung der 'Pere Marquette 18' samt dem unermüdlichen Funker ertrank.
Trotz der Entdeckung des Wracks wird die Ursache des Wassereinbruchs aber ein Rätsel bleiben. Das Heck steckt im Grund des Lake Michigan, während der Bug in einem Winkel von 30-40 Grad emporragt, was auf die Wucht des Einschlags hinweist. Der Fund gelang mithilfe eines geschleppten Sonars.
Die ersten Signale waren irritieren, weil das Wrack sich über 100 Fu' über dem Grund zu befinden schien. Als eine Kamera abgesenkt wurde, stellte sich der aufragende Bug als Lösung dar. Erst einen Monat später konnte eine ausführliche Dokumentation erfolgen.
Das Wrack ist von Trümmern umgeben. Die Brücke riss sich wie auch das Ruderhaus beim Untergang los und liegt nun über dem achteren Ende des Wracks. Kabinendächer wurden von austretender Luft abgerissen. Relings wurden verdreht. Ein Sack mit Lohngeldern für die Touristensaison des vorangegangenen Sommers, der im Chaos des Untergangs an der Reling festgebunden worden sein sollte, fand sich aber nicht mehr.
Quelle:Tim Schwabedissen


17.09.2020

'Smartliner' in Bedrängnis
'Smartliner' in Bedrängnis
(Bild: NSSR) Gro'bild klick!
Sturm bringt 'Smartliner' in Bedrängnis
(17.09.20) Im Hafen von Mongstadfjord drohte am 16.9. eine Smartliner an ihrem Liegeplatz zu sinken. Bei starkem Wind und hochgehender See im Hafen war Wasser eingedrungen, und es war vollgeschlagen. Das NSSR-Rettungsboot 'Utvær- RS 130' der örtlichen Station wurde alarmiert und machte an der Steganlage fest.
Über einen Nachbarlieger erreichten die Seenotretter das Motorboot. Sie konnten das Wasser im Kampf gegen Wind und Wetter wieder aus dem Rumpf lenzen und damit den vollständigen Untergang abwenden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Boot nach Salamis abgeschleppt
(17.09.20) In der Nacht zum 16.9. kam es auf der griechischen 'Megalochari' mit drei Personen an Bord zu einem Antriebsproblem wohl wegen eines Batterieausfalls, als sie sich zwischen Makronissos und Revythousa befand. Die Hafenbehörde von Elefsina wurde verständigt, und ein Patroullienboot sowie die 'Maria' kamen zu Hilfe. Der Havarist wurde dann in die Bucht von Agia Georgiou bei Salamis abgeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild Bulkcarrier 'Federal Ems'
Archivbild Bulkcarrier 'Federal Ems'
(Bild: Olaf Kuhnke) Gro'bild klick!
Zweiter Maschinenschaden binnen drei Tagen
(17.09.20) Der Lotse des von Montreal gen See laufenden, kanadischen Bulkcarriers 'Federal Ems', 22654 BRZ (IMO: 9229984), meldete am 12.9. um 20.50 Uh Probleme mit der Hauptmaschine auf Position 45 39 36.6 N, 073 26 49.0 W, unweit von Varennes. Das Schiff warf daraufhin im Fahrwasser Anker und bat um Schleppassistenz. Nachdem der Antrieb wieder funktionstüchtig war, verlie' es Pointe aux Trembles am 13.9. um 00.35 Uhr und setzte die Fahrt nach Gibraltar fort, wo es am 24.9. eintreffen soll.
Erst am 10.9. hatte die 'Federal Ems' infolge eines Maschinenausfalls gegen sechs Uhr eine Grundberührung im St. Lawrence River vor Massena, St. Lawrence County, gehabt. Es war von Thunder Bay nach Montreal unterwegs, als sich die Havarie westlich der Eisenhower-Schleuse ereignete. Der Frachter ankerte au'erhalb des Fahrwassers.
Am 11.9. starteten Taucher eine Untersuchung des Schiffsbodens auf Position. 44° 58.41' N 074° 53.00' W. Nachdem die Maschine repariert war, machte das Schiff in Montreal fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Segelyacht vor Baltrum auf Grund gelaufen
(17.09.20) Am 16.9. um 11.04 Uhr wurde der Feuerwehr Baltrum ein Wassereinbruch auf einer Segelyacht gemeldet, die zuvor auf Grund gelaufen war. Der Skipper steuerte den Baltrumer Hafen an. Über Funk wurde zusätzlich mitgeteilt, dass auch das Seenotrettungsboot der Insel Langeoog, die 'Secretarius', auf dem Weg zum Havaristen war. Dieser wurde an den Verladepier dirigiert, da dort Platz für die Einsatzfahrzeuge war.
Das Schiff wurde an der Kaimauer festgemacht und gemeinsam das weitere Vorgehen besprochen. Da das Schiff aufgrund seiner Grö'e nicht aus dem Baltrumer Hafen gekrant werden konnte, sollte es zum Festland eskortiert werden, um es am 17.9. in Norddeich aus dem Wasser zu holen. Durch die Grundberührung war ein Einziehen des Kielschwertes nicht mehr möglich, sodass das Schiff einen Tiefgang von 2,60 Meter aufwies, was im Wattenfahrwasser einige Probleme mit sich führte.
Quelle:Tim Schwabedissen


'Yes Dear' in Not
'Yes Dear' in Not
(Bild: COSCO Shipping) Gro'bild klick!
Yachtcrew im Golf von Mexiko gerettet
(17.09.20) Als der Tropensturm Sally Florida passierte und zu einem starken Hurrikan wurde, fing der unter Hongkong-Flagge laufende Containerfrachter 'COSCO Malaysia', 91051 BRZ (IMO:9448774), der von Port Tampa Bay, Florida nach Mobile, Alabama, unterwegs war, am 13.9. um 12.20 Uhr den Notruf der Segelyacht 'Yes Dear' auf. Sie war im Golf von Mexiko rund 130 Meilen westlich von Florida mit einer vierköpfigen Crew an Bord in Seenot geraten. Mithilfe der U.S. Coast Guard konnte das Containerschiff die Yacht lokalisieren.
Gegen 11 Uhr manövrierte der Kapitän es in eine günstige Position, um längsseits der Yacht zu kommen und die Segler von der Beneteau 423 an Bord zu nehmen. Sie wurden an Bord mit Nahrung und trockener Kleidung versorgt. Der Frachter nahm Kurs zurück nach Tampa und setzte die vier dort gegen 21 Uhr ab.
Quelle:Tim Schwabedissen


'Le Precurseur' auf Grund gelaufen
'Le Precurseur' auf Grund gelaufen
(Bild: RNLI) Gro'bild klick!
Trawler sa' vor Lowestoft/GB auf Grund
(17.09.20) Der französische Trawler 'Le Precurseur', 103 BRZ (MMSI: 227141600), lief am 15.9. rund drei Meilen vor Lowestoft auf Position 52 30 54 N, 001 46 55 E auf Grund. Das örtliche RNLI Boot wurde um 9.23 Uhr alarmiert. Der Havarist sa' unweit der North West Holm-Kardinal-Tonne vor Corton fest.
Er hatte kurz nach Hochwasser an der Kante einer Sandbank aufgesetzt und legte sich bei fallendem Wasserstand nach Steuerbord über. Dank des geringen Tiefgangs ihres Boots konnten die Seenotretter noch längsseits kommen und eine Schlepptrosse übergeben. Doch trotz mehrfacher Versuche aus mehreren Positionen, bei denen sie unter stetem Zug gehalten wurde, konnte der Trawler nicht abgebracht werden.
Da die See komplett ruhig war, sa' dieser zu fest auf Grund. Weder der Skipper noch die fünfköpfige Crew sprachen gut Englisch, doch mithilfe des CROSS Gris Nez und der Humber Coastguard konnten die Verständigungsschwierigkeiten überwunden werden. Da der Trawler nun nicht vor dem Abendhochwasser würde befreit werden können, entschieden die Eigner, einen Schlepper anzufordern.
Das Rettungsboot kehrte am Nachmittag nochmals zur Strandungsstelle zurück, um sich des Wohlergehens der Crew zu versichern. Dann trafen aus Lowestoft der Schlepper 'EMS Defender' (IMO: 6708604), und zur Assistenz die öGenesis' ein. Gegen 18 Uhr gelang es mit steigendem Wasserstand, den Trawler wieder flottzumachen. Er hatte die Havarie ohne erkennbare Schäden überstanden und machte am 16.9. gegen 14 Uhr in Boulogne-sur-Mer fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


'Indian Scout'
'Indian Scout'
(Bild: Environment Agency) Gro'bild klick!
Softwarefehler machte River Avon zum Bootsfriedhof
(17.09.20) Ein Softwarefehler führte dazu, dass sich am Abend des 15.9. ein vertikales Schleusentor in Twerton ungeplant öffnete und um 18.45 Uhr zu einem dramatischen Absinken des Wasserpegels des River Avon um 1,8 Meter führte. Mehrere Sportboote setzten auf den Böschungen auf, kenterten und sanken. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Die B&NES, der Canal & River Trust und die Avon & Somerset Police waren vor Ort im Einsatz. Es galt auch, etliche Bootsbewohner unterzubringen, die ihr Heim verloren hatten und aus Sicherheitsgründen auch nicht ihre Fahrzeuge betreten durften. Ingenieure des Canal & River Trust starteten mit einer Inspektion jedes
Chaos auf dem Avon River
Chaos auf dem Avon River
(Bild: Environment Agency) Gro'bild klick!
Boots, um herauszufinden, ob es mit einfachen Mitteln wieder schwimmfähig gemacht werden kann oder erst repariert werden musste.
Einige lagen fast vollständig unter Wasser, andere hatten sich auf die Seite gelegt. Auch die Feuerwehren von Bath, Bedminster und Temple waren vor Ort. Die Environment Agency untersuchte den Vorfall und bereitete ein kontrolliertes Zurückführen des Flusses auf den ursprünglichen Wasserstand zwischen den Schleusen 6 und 7 vor.




'Pollyana' gekentert
'Pollyana' gekentert
(Bild: Environment Agency) Gro'bild klick!
Quelle:Tim Schwabedissen


Motoryacht vor Westkapelle abgeschleppt
(17.09.20) Das KNRM-Rettungsboot 'Zeemanshoop' assistierte am Abend des 15.9. einer Motoryacht mit Antriebsproblemen. Die Besatzung absolvierte gerade ein Training im und um den Hafen von Breskens, als sie über den UKW-Kanal 14 der Verkehrszentrale in Vlissngen eine Bitte um Hilfe über ein in Schwierigkeiten geratenes Motorboot hörte. Die Crew wurde gebeten, vor Ort die Situation zu beurteilen. Die öZeemanshoopö nahm daraufhin Kurs auf die Position, die sich in der Nähe von Westkapelle befand.
Kurz vor dem Erreichen des Havaristen traf auch das Rettungsboot öUlyö der Station Westkapelle ein, das über die KNRM Hilfe-App alarmiert worden war. Da die Motoryacht in Breskens beheimatat war, wurde entschieden, dass die öZeemanshoopö sie abschleppen sollte. Gegen 22 Uhr wurde sie sicher an einer Werft im Hafen von Breskens festgemacht, wo der Schaden repariert werden konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Ruderschaden vor Vercheres
(17.09.20) Auf dem kanadischen Bulkcarrier 'Baie St. Paul', 24430 bRZ (IMO: 9601027), kam es am 15.9. gegen zwei Uhr zu einem Problem mit der Ruderanlage, als er sich vor Vercheres, Quebec, auf Position 45 46 41.0 N, 073 21 51.5 W befand. Das Schiff steuerte einen Ankerplatz zur Reparatur durch die Crew an.
Es hatte sich auf der Reise von Montreal nach Grande Entrée befunden. Am 17.9. lag es weiter auf Position 47° 18.99' N 061° 47.87' W vor Anker.
Quelle:Tim Schwabedissen


Bug gesunkener Fähre geborgen
(17.09.20) Am 15.9. wurde der Bug der 42 Meter langen, thailändischen Fähre öRaja 4ö (MMSI: 567890038) von zwei Schwimmkränen gehoben. Das Schiff war am Abend des 1.8. auf der Reise von Koh Samui Island nach Don Sak gekentert und gesunken. Die Raja Ferry Porthas hatte die M.S. Service Company Ltd. mit der Bergung beauftragt.
Kleinere Kutter waren in der Umgebung unterwegs, um Abfall, der aus dem Wrack fällt, einzusammeln. Das Schiff hatte Mülllaster an Bord, als es im Sturm sank.
Quelle:Tim Schwabedissen


Rohrschaden vor Flamborough Head
(17.09.20) Auf dem maltesischen RoRo-Frachter 'Wilhelmine', 21020 BRZ (IMO: 9539080), der auf der Reise von Rotterdam nach Teesport war, kam es am 15.9. gegen sechs Uhr zu einem Schaden an einer Treibstoffleitung. Das Schiff befand sich zu der Zeit 18 Meilen vor Flamborough Head auf Position 53 58 25 N, 000 20 45 E. Binnen einer halben Stunde wurde das schadhafte Rohr ausgetauscht, und das Schiff setzte seine Fahrt fort. Es sollte Teesport am 17.9. um 15.30 Uhr erreichen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter landete auf Sandbank bei Teie
(17.09.20) Am 16.9. gegen 12 Uhr lief der 40 Fu' lange, norwegische Kutter 'Donna', der sich von seinen Moorings in der Marina von Teie in Tønsberg losgerissen hatte, auf einer Sandbank auf Grund. Die örtliche Polizei und das Rote Kreuz wurden verständigt. Deren Rettungsboot war rasch vor Ort und schleppte den Havaristen wieder frei.
Er wurde dann an seinen Liegeplatz zurückbugsiert. Zum Zeitpunkt der Havarie herrschte kräftiger Wind im Gebiet von Træla.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wrack im 2. Weltkrieg versenkten U-Boots entdeckt
(17.09.20) Taucher glauben, das U-Boot USS 'Grenadier' der US Navy 77 Jahre nach dem Untergang entdeckt zu haben. Sie schickten Fotos und anderes Material von sechs Tauchgängen, die von Oktober 2019 bis März 2020 durchgeführt wurden, an das United States Naval History and Heritage Command zur Bestätigung. Der 307 Fu' lange 1,475-Tonner war von der Crew selbst versenkt worden, nachdem japanische Bomben ihn beschädigt hatten.
Alle 76 Mann an Bord überlebten den Angriff, doch vier kamen nicht mehr aus der nachfolgenden zweijährigen Kriegsgefangenschaft zurück. Das Boot kam in 270 Fu' Wassertiefe 92 Meilen südlich von Phuket vor Thailand zu liegen als 52. Verlust eines amerikanischen U-Boots im 2. Weltkrieg.
Jean Luc Rivoire aus Singapur, der Franzose Benoit Laborie, der Australier Lance Horowitz und der Belgier Ben Reymenants, machten die Entdeckung.
Reymenants war einer der Taucher, die vor zwei Jahren an der Rettung einer jugendlichen Fu'ballmannschaft und ihres Trainers aus einer überfluteten Höhle in Nord-Thailand beteiligt waren. Er hatte bereits jahrelang nach USS 'Grenadier' gefahndet. Das Boot war am 4.2.1942 aus Pearl Harbour auf die letzte Feindfahrt gegangen. Es versenkte sechs Schiffe und beschädigte zwei weitere. Am 20.3.1943 lief es aus Fremantle in die Malacca Strait aus. Am Abend des 20.4. sichtete es zwei Frachter und wollte sie am 21.4. stoppen. Doch plötzlich tauchte ein Flugzeug aus, und das Alarmtauchmanöver klappte nicht mehr rechtzeitig. Zwei Bomben trafen das Boot, die Bordenergie fiel aus, und ein Feuer entstand an Bord.
Als es nach 13 Stunden auftauchen musste, war klar, dass es nicht mehr zu halten war. Codebücher und anderes sensibles Material wurde vernichten, ehe die Crew das Schiff endgültig auf Tiefe schickte. Ein japanischer Frachter nahm sie auf und brachte sie nach Penang.
Quelle:Tim Schwabedissen


Vier Vermisste nach Schiffsbrand vor Sulawesi
(17.09.20) Auf dem indonesischen Frachter KM 'Yuliner' brach vor der Küste der South Buton Regency in Südost-Sulawesi am 16.9. ein Feuer aus. Ein Mann wurde lebend, ein weiterer tot geborgen. Vier weitere wurden noch vermisst. Die Kendari National Search and Rescue Agency (Basarnas) leitete eine SAR-Operation ein. Die KM öYulinerö war am 15.9. mit einer Ladung Zement aus Pengkep in Süd-Sulawesi in die Wakotobi Regency in Südost-Sulawesi ausgelaufen. Auf halbem Weg entstand der Brand an Bord. Der Überlebende und die Leiche wurden 18 Meilen westlich der letzten bekannten Schiffsposition entdeckt.
Quelle:Tim Schwabedissen


16.09.2020

Motorboot im Lake Michigan
Motorboot im Lake Michigan
(Bild: Dusty Cliffman) Gro'bild klick!
Hobbytaucher wurde zum Schiffsberger
(16.09.20) Der Hobbytaucher Dusty Klifman barg in der vergangenen Woche ein Motorboot aus dem Lake Michigan, das im Juni in der Traverse Bay gesunken war. Der 74-jährige taucht, seit er 13 ist, und seit acht Jahren untersucht er Wracks auf den Great Lakes nachdem er nach Muskegon zog. Er erwarb dazu auch ein ROV, mit dem er am 26.6. das Wrack auf dem Lake Michigan in 250 Fu' Wassertiefe lokalisieren konnte.
Zunächst wollte er es nur dokumentieren. Die Fotos wurden über 400,000 Mal auf seiner Facebook-Seite aufgerufen, und er wurde immer wieder gefragt, ob er das Wrack bergen wolle. So wurde mithilfe eines Bekannten auf einmal ein Plan daraus.
Motorboot wird gehoben
Motorboot wird gehoben
(Bild: Dusty Cliffman) Gro'bild klick!
Mit einem fünfköpfigen Team ging es auf den Lake Michigan hinaus, und die Taucher machten Leinen und Hebesäcke am Rumpf in der Tiefe fest. Dann wurde er ans Ufer gezogen und wieder ans Tageslicht gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild Containerfrachter 'Wybelsum'
Archivbild Containerfrachter 'Wybelsum'
(Bild: Olaf Kuhnke) Gro'bild klick!
Briese-Frachter hatte Kollision in Brunsbüttel
(16.09.20) Am 15.9. um 17.45 Uhr kollidierte der unter Gibraltar-Flagge laufende Containerfrachter 'Wybelsum', 15597 BRZ (IMO: 9386976), der Briese Schifffahrts-GmbH & Co. KG in Leer auf der Reise von Rotterdam nach St. Petersburg bei der Einfahrt in den Nord-Ostsee-Kanal in Brunsbüttel mit dem Mauerwerk der gro'en Südschleuse. Als er die Schleusenkammer für den Kanaltransit verlassen wollte, stie' er mit dem Backbord-Heck gegen die Schleusenmittelmauer.
Das Ausma' des Schadens an der Mauer war noch unklar, doch die Schleuse konnte immerhin weiter in Betrieb bleiben. Nach den notwendigen Untersuchungen konnte der Containerfrachter, der lediglich Schrammen davongetragen hatte, seine Fahrt um 18.40 Uhr fortsetzten und wurde am 18.9. in St. Petersburg erwartet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter 'Legend' auf Grund gelaufen
Kutter 'Legend' auf Grund gelaufen
(Bild: USCG) Gro'bild klick!
Dramatische Rettungsaktion in Yaquina Bay
(16.09.20) Die US Coast Guard rettete am Morgen des 8.9. einen Fischer aus der Brandung beim South Beach State Park, nachdem dessen 44 Fu' langer Kutter 'Legend' auf Grund gelaufen und leckgeschlagen war. Er begann wenig später, in 10 Fu' hohen Wellen auseinanderzubrechen. Um 23:40 Uhr des Vorabends fing die Coast Guard North Bend einen Mayday-Ruf auf, nachdem er auf der Südmole von Newports Yaquina Bay gestrandet war.
Ein 47-Fu'-Boot und das 52-Fu'-Boot 'Victory' sowie ein Landrettungsteam kamen ihm von der Station Yaquina Bay zu Hilfe. Von der Air Facility Newport stieg ein MH-65 Dolphin-SAR-Helikopter auf, musste aber wegen schlechter Sicht und starken Winds wieder abdrehen. Vor Ort waren 34,5 Meilen Windgeschwindigkeit.
Personal der Station Yaquina Bay stellte Funkkontakt her und forderte den Skipper auf, Notraketen zu schie'en. Sie wurden 1,15 Meilen südlich der Molen der Yaquina Bay gesichtet. Um 1.20 Uhr war das 47-Fu'-Boot vor Ort, konnte den Havaristen im flachen Wasser aber nicht erreichen.
Nach 1,5 Meilen Fu'marsch traf auch das Landrettungsteam vom South Beach State Park ein mit 500 Fu' Rettungsleine und anderer Ausrüstung. Um 1.35 Uhr ging der Skipper ins Wasser, und ein Offizier versuchte, zu seiner Position zu schwimmen. Der Fischer wurde aber zu schnell südwärts abgetrieben.
Erst nachdem der Retter einmal an Land zurückkehrte, erreichte er im zweiten Anlauf den Schiffbrüchigen. Mit der Rettungsleine wurden die beiden an den Strand gezogen. Bei seiner Rettung half der mitgeführte EPIRB, der Überlebensanzug und ein Stroboskoplicht, mit dem er im Auge behalten werden konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Yacht in Sperrketten gefangen
Yacht in Sperrketten gefangen
(Bild: DGzRS) Gro'bild klick!
Yacht in Sperrketten des Eidersperrwerks gefangen
(16.09.20) Die freiwilligen Seenotretter der DGzRS-Station Eiderdamm und die Freiwillige Feuerwehr Wesselburen kamen in der Nacht zum 15.9. einem Einhandsegler zu Hilfe, der mit seiner Yacht in die Sperrketten des Eidersperrwerks geraten war. Gegen 21.30 Uhr hatte der 59-jährige Däne mit seiner 12 Meter langen Segelyacht auf der Eider in der Dunkelheit die angepeilte Schleusenzufahrt verfehlt und war in die Absperrung des Sperrwerkes geraten.
Etwa 300 Meter vor den Sieltoren verfing er sich in darin und zog sich Sperrtaue und -ketten in den Propeller, sodass sein Boot manövrierunfähig wurde. Mitarbeiter des Sperrwerks alarmierten sofort die Seenotretter, deren Seenotrettungsboot 'Wilma Sikorski' in unmittelbarer Nähe stationiert ist. Gleichzeitig führten sie die Notschlie'ung des Sperrwerkes durch, um die Gefahr durch die starke Strömung für den Segler zu verringern.
Vor Ort stellten die Einsatzkräfte schnell fest, dass die Ketten und Taue sich so fest um den Propeller gewickelt hatten, dass zusätzliches schweres Gerät für die Befreiung benötigt wurde. Sie sicherten die Segelyacht, alarmierten die Feuerwehr und stimmten sich mit den Sperrwerksmitarbeitern über das weitere Vorgehen ab. Ein Seenotretter stieg auf die Segelyacht über, um den Skipper an Bord zu unterstützen.
Die 'Wilma Sikorski' holte derweil drei Feuerwehrleute von Land ab. Mit einer Spezial-Hydraulikschere wurde das Segelboot in knapp zweistündiger Kleinarbeit aus den Sperrketten geschnitten. Die Notverschlie'ung des Sperrwerkes konnte für diesen Zeitraum aufrechterhalten werden.
Anschlie'end schleppte das Rettungsboot die Segelyacht in den Hafen. Der Segler kam mit dem Schrecken davon. Das Wasserstra'en- und Schifffahrtsamt Tönning konnte die Absperrung binnen kurzer Zeit reparieren.
Quelle:Tim Schwabedissen


Taucher am Schlepper 'Sir Gaëtan'
Taucher am Schlepper 'Sir Gaëtan'
(Bild: Dive Solutions) Gro'bild klick!
Ölbergung aus gesunkenem Schlepper von Sturm unterbrochen
(16.09.20) Die bislang gut vorangekommenen Arbeiten zum Auspumpen von Öl und Ölabfall aus dem Wrack des unter Mauritius-Flagge registrierten Schleppers 'Sir Gaëtan' (MMSI: 645443000), vor Poudre-d'Or mussten am 14.9. wegen stürmischer See unterbrochen werden. Bis dahin hatten die Einsatzkräfte von Polyeco S.A und Dive Solutions (Mauritius) bereits 19,6 Tonnen Diesel aus dem kieloben in 18 Metern Tiefe liegenden Rumpf absaugen können. Bereits von Anfang an hatte raue See die Arbeiten riskant gemacht.
Auch drei griechische Taucher waren daran beteiligt. Am 14.9. verschlechterten sich die Bedingungen vor Ort aber derma'en, dass eine Fortsetzung der Tätigkeit nicht mehr vertretbar war. Starke Strömungen und Wellenhöhen von vier Metern erzwangen eine Pause. Am 16.9. wollten die Polyeco S.A und die Mauritius Ports Authority (MPA), die Arbeit wiederaufnehmen, wenn die Bedingungen es erlaubten.
Am 12.9. hatte der Schlepper 'Posh Perseverance', der von der MPA mobilisiert worden war, die dazu notwendige Ausrüstung zur Untergangsstelle gebracht. Am 13.9. traf weiteres Gerät aus Griechenland in Mauritius ein. Die Tanks wurden im sogenannten Hot-Tap-Verfahren angebohrt und mit Ventilen versehen, die ein Abpumpen des erwärmten Öls ermöglichen. Die Gesamtarbeitsdauer wurde auf sieben bis 10 Tage in Abhängigkeit von den Wetterverhältnissen veranschlagt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kollision vor Onamaha
(16.09.20) Das japanische Forschungs- und Schulschiff 'Fukushima Maru', 655 BRZ (IMO: 9816139), kollidierte mit 73 Personen an Bord - davon 50 Studenten - am 15.9. beim Ansteuern des Hafens von Onahama, Fukushima, gegen neun Uhr mit einem Kutter. Dieser trug einen Riss im Vorschiff davon, konnte aber den Heimathafen mit eigener Kraft ansteuern. Das Schulschiff lief am Vormittag nach Onahama ein und machte am Iwaki Cruise Terminal fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Binnenschiff bei Grou auf Grund
(16.09.20) Das niederländische Binnenschiff 'La Providence', 1006 ts (MMSI:244070736), lief am 14.9. auf der Pikmar unweit von Grou auf Grund, nachdem es aus dem Fahrwasser abgekommen war. Es hatte um 14.20 Uhr den Hafen von Harlingen verlassen und war nach Lemmer unterwegs.
Es konnte sich wenig später mit eigener Kraft wieder befreien und setzte die Fahrt fort. Am 16.9. um 3.20 Uhr machte es in Utrecht fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer auf Dortmund-Ems-Kanal
(16.09.20) Auf dem Dortmund-Ems-Kanals geriet am 14.9. gegen 15.45 Uhr ein Gütermotoschiff in Brand. Die Wasserschutzpolizei Münster meldete den Vorfall über die Kreisleitstelle der Feuerwehr. Das Schiff befand sich unweit der Bockholter Brücke.
Die Ladung bestand nach aus Metallschrott. Die Feuerwehr bekämpfte den Brand von der Brücke aus, unter der sich der Havarist teilweise befand. Die Brücke wurde für die Löscharbeiten gesperrt. Nach deren Abschluss machte das Schiff im Fuestruper Hafen fest. Die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen übernommen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Motoryacht nach San Pedro abgeschleppt
(Datum) Am 15.9. gegen 17 Uhr kam es auf der Motoryacht 'My Naluma' zwei Meilen südöstlich von San Pedro del Pinatar (Murcia) zu einem Maschinenausfall. Der Skipper, der allein an Bord war, kontaktierte das CCS Cartagena. Dieses mobilisierte die LS 'Punta de Algas' des Roten Kreuzes aus Murcia zur Assistenz. Es nahm den Havaristen auf den Haken und schleppte es sicher in den Hafen von San Pedro ein.
Quelle:Tim Schwabedissen


Zweite Havarie binnen vier Tagen
(16.09.20) Kein Glück hat der unter Komoren-Flagge laufende Frachter 'I. Sengül', 865 BRZ (IMO: 7407233), auf seiner Reise von Kartal nach Sochi. Nachdem bereits am 11.9. ein Maschinenschaden an der Südzufahrt des Bosporus aufgetreten war, den die Crew auf einem Ankerplatz bei Istanbul behob, kam es am 15.9. gegen 2 Uhr zu einem neuerlichen Ausfall, kurz nachdem das Schiff die Weiterreise angetreten hatte. Gegen 22 Uhr wurde es im Gebiet von Kurucesme manövrierunfähig und trieb auf dort ankernde Fahrgastschiffe zu.
Kiyi Emniyeti schickte auf den Notruf des Kapitäns hin das SAR-Boot 'Kurtarma 7' und den Schlepper 'Kiyen 4' zu Hilfe. Die Drift konnte im letzten Moment gestoppt werde, und binnen 30 Minutes hatte der Schlepper den Frachter auf den Haken genommen. Er wurde dann auf der Reede von Kumkapi auf Position 40° 58.95' N 028° 57.07' E erneut verankert.
Die 'I. Sengül' ist 70,58 Meter lang, 9,4 Meter breit, hat 3,93 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 1.565 Tonnen. Sie läuft für die Gem-Tas Deniztcilik ve Gemi in Istanbul und wurde 1976 bei der Celiktrans Deniz Insaat Kizaklari Ltd. als 'Sofular IIII' erbaut und lief anschlie'end als 'Musa Bey'. Von 1995 bis November 2018 war sie als 'M. Gundogdu' im Einsatz.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kollision vor Pohang
(16.09.20) Der südkoreanische Zementfrachter 'Dragon Sun', 4700 BRZ (IMO: 8502420), kollidierte am 12.9. um 5.30 Uhr vier Meilen nordöstlich von Guryong-po vor Pohang mit dem Kutter 'Juyong 33'. Beide Schiffe trugen Schäden im Bugbereich davon. Der Frachter verlie' Pohang wieder am 13.9. um 07.05 Uhr und machte am 14.9. in Donghae fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Motoryacht drohte auf Rhein zu sinken
(16.09.20) Am Nachmittag des 15.9. kam es vermutlich durch Ortsunkenntnis des Skippers auf dem Rhein zu einer Grundberührung einer 10,5 Meter langen Motoryacht nahe Walluf auf Höhe des Galgengrundes bei Rheinkilometer 509. Dabei wurde der Rumpf beschädigt, was zu einem massiven Wassereinbruch führte. Durch den Einsatz von Tauchpumpen eines alarmierten Streifenbootes der Wasserschutzpolizeistation Rüdesheim sowie der freiwilligen Feuerwehren aus Ingelheim, Budenheim und Eltville konnte ein Sinken der Yacht verhindert werden.
Zunächst wurde sie mit Unterstützung der Feuerwehren an die Uferbefestigung des linken Ufers auf Budenheimer Seite gebracht, wo sie durch ein Kranschiff gesichert und zu einer Werft in Budenheim transportiert wurde. Während der Bergung wurde die durchgehende Schifffahrt durch das Polizeiboot gewahrschaut.
Quelle:Tim Schwabedissen


Skipper gekenterten Kutters tot geborgen
(16.09.20) Am 14.9. kenterte das Auslegerboot 'Elsa 3' vor San Mateo Point unweit des Dorfes Sinunue. Der Skipper Enricky Brocka, 55, wurde im Zamboanga City Medical Center (ZCMC) für tot erklärt. Die vier übrigen Fischer an Bord konnten gerettet werden. Die Crew des Marineboots 'No. BA492' barg sie vom Kiel des Boots ab.
Bei ihrer Rettung berichteten sie, dass Brocka noch im Rumpf eingeschlossen war. Taucher wurden eingesetzt, ihn zu retten, doch er war bereits bewusstlos. Sofort wurde mit Wiederbelebungsversuchen begonnen, während er ins Krankenhaus kam, doch alle Mühen waren umsonst. Unter den Geretteten waren auch seine zwei Söhne. Alle kamen ins Camp Navarro General Hospital. Die fünf aus Pagadian City waren am 22.8. von Pagadian zu einer Fangfahrt vor Siocon Town in Zamboanga del Norte ausgelaufen.
Am 13.9. nahmen sie Kurs auf Zamboanga City und kauften Eis. Als sie auf die Fischgründe vor Siocon zurückkehrten, gerieten sie in Sturm und kenterten.
Quelle:Tim Schwabedissen


Sea Breeze in stürmischer See gekentert
(16.09.20) Am 15.9. um 16.30 Uhr wurde die siebenköpfige Crew des philippinischen Frachters 'Sea Breeze' der zwei Kilometer vor Barangay Alicomohan, Sugbongcogon, Misamis Oriental, gekentert war, gerettet. Das Schiff war für William Himina aus San Juan, Surigao City, gelaufen und auf der letzten Reise von Opol Town in Misamis Oriental mit 13,500 Kisten Bier unterwegs gewesen. Starke Strömung und hoher Seegang lie'en es kentern.
Die Crew konnte im letzten Moment von Bord kommen und trieb in den Gewässern von Sitio Mindalama, Purok 6, Barangay Manga in Sugbongcogon. Das Municipal Disaster Risk Reduction and Management Office (MDRRMO) in Sugbongcogon, Personal von Barangays Poblacion und Alicomohan, die Coastguard aus Balingoan, Talisayan and Medina Base und Personal des Sugbongcogon MPS waren an ihrer Rettung beteiligt.
Quelle:Tim Schwabedissen


15.09.2020

Orcas greift Segelyacht an
(Bild: Salvamento Maritimo) Gro'bild klick!
Cedeira: Orcas attackieren Segelyachten
(15.09.20) Am 14.9. wurde die britische Segelyacht 'Aliana' das bislang jüngste Opfer eines Angriffs eines Orcas. Am Nachmittag attackierte er das Boot acht Meilen nordwestlich von Cedeira. Daraufhin setzte die zweiköpfige Crew mit Ruderschaden und mechanischem Defekt einen Notruf ab.
Salvamento Marítimo schicke das SAR-Boot 'Salvamar Betelgeuse' (MMSI: 225986508) zu Hilfe. Es nahm das manövrierunfähige Boot auf den Haken und schleppte es nach A Coruña ein.
Am Morgen des 14.9. um 3.07 Uhr hatte die zweiköpfige, spanische Crew der Yacht 'Urki I' ebenfalls einen Angriff einer Gruppe von Orcas gemeldet, die das Ruder beschädigten. Das Boot war von Finisterre nach Gijón unterwegs. Die LS 'Langosteira' des Roten Kreuzes schleppte es nach Cedeira ab.
Um 00.12 Uhr war die Yacht 'Amadeus' sieben Meilen südwestlich von Cedeira attackiert worden und hatte ebenfalls das Ruder verloren. An Bord waren zwei Franzosen auf der Fahrt von Santander nach A Coruña. Die 'LS Langosteira' brachte das Boot nach Cedeira ein.
Forscher rätseln derzeit über eine Serie von Orca-Angriffen vor der spanischen und portugiesischen Küste. Die bis zu zehn Meter langen Tiere haben in den vergangenen Wochen wiederholt Sportboote gerammt. Mehrere verloren bei den Attacken vor der Atlantikküste ihre Ruder. Ein Segler erlitt durch einen Angriff Blutergüsse. Bereits Ende August hatte die spanische Yacht 'Mirfak' bei einem Angriff von Orcas einen Ruderschaden erlitten. Die Crew konnte filmten, wie die Schwertwale neben dem Boot schwammen und anschlie'end unter ihm hindurchtauchten.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer auf Fähre vor Ceuta
(15.09.20) Am Nachmittag des 14.9. brach im Backbord-Maschinenraum der spanischen Fähre 'Volcán de Teno', 6360 BRZ (IMO: 9221346), die um 14.45 Uhr aus Algeciras nach Ceuta ausgelaufen war, ein Feuer aus. Nach dem Notruf des Schiffs schickte das MRCC von Salvamento Marítimo den spanischen SAR-Schlepper 'Clara Campoamor' (IMO: 9338022) aus Algeciras und das SAR-Boot 'Salvamar Atria' (MMSI: 224634780) von der Station Ceuta zu Hilfe. Die Crew der Fähre vermochte unterdessen den Brand selbst zu löschen.
Von den 59 Personen an Bord, darunter 39 Passagiere, 18 Crewmitglieder und zwei Angehörige der Civi Guard - wurde niemand verletzt. Um 15.50 Uhr machte der Havarist mit Schlepperassistenz in Ceuta fest und lag dort am 15.9. weiter am Fährkai. Die Überfahrten wurden vorerst ausgesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kreuzfahrtschiff 'Astoria'
Kreuzfahrtschiff 'Astoria'
(Bild: Wikiwand) Gro'bild klick!
Bug, der die Andrea Doria versenkte, vor Nantucket entdeckt
(15.09.20) Gut 66 Jahre nachdem der Bug des schwedischen Passagierschiffs 'Stockholm', der heutigen 'Astoria', 16144 BRZ (IMO: 5383304), bei der Kollision mit dem italienischen Luxusliner 'Adnrea Doria', 29083 BRT, abbrach, hat ein Team unter Leitung von Joe Mazraani aus Millstone das 60 Fu' lange und 30 Fu' breite Wrackteil am Ende einer dreijährigen Suchaktion vor Nantucket lokalisiert, Im August wurde es mit Sonar ausfindig gemacht und am 8.9. in 250 Fu' Wassertiefe betaucht, um es zu identifizieren.
Am 15.9. gab die Atlantic Wreck Salvage, die Firma von Mazraani, die Entdeckung bekannt. Mazraani war Skipper des Tauchboots 'Tenacious', von dem die Taucher Steve Gatto und Tom Packer abstiegen und erstmals seit der legendären Kollision die verlorene Bugspitze zu Gesicht bekamen. Es gelang, das erstaunlich gut erhaltene Wrackstück anhand der einst für die Esifahrt verstärkten Bugplatten und eines Ankers, der in der Nähe lag, zu identifizieren.
Am 25.7.1956 war die 'Stockholm' aus New York nach Schweden ausgelaufen. In dichtem Nebel lief sie dann der dorthin einlaufenden 'Andrea Doria' in die Seite. Bei der Kollision kamen 48 Menschen ums Leben, davon fünf Crewmitglieder der 'Stockholm'. Da die sinkende 'Andrea Doria' aber noch 11 Stunden schwimmfähig blieb, konnte die 'Stockholm' mehr als 500 Personen retten und dann ohne Bug nach New York zurückkehren. Beim Bethlehem Steel Shipyard in New Jersey wurde anschlie'end ein neuer Bug angesetzt. Seit dem 15.3. liegt die 'Astoria' coronabedingt nach einer langen, wechselvollen Karriere in Tilbury und könnte nun auch ihrem Ende entgegensehen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Segelyacht 'Dylan'
Segelyacht 'Dylan'
(Bild: Towboat US) Gro'bild klick!
Yacht wurde vom Drogenschiff zum Tauchwrack
(15.09.20) Am 10.9. gegen Mittag wurde die 61 Fu' lange Segelyacht 'Dylan' vor Destin, Florida, im Golf von Mexiko als neues künstliches Riff versenkt. Hier soll sie nun Tauchern und der Fischerei dienen. Das Schiff im Dezember 2019 auf einem Frachter aus Martinique nach Australien verschifft worden.
Es zog die Aufmerksamkeit der U.S. Customs and Border Protection auf sich, weil die Kosten der Verschiffung bei weitem den Wert des Schiffs überstiegen. Am 2.12. wurde der Transport für eine Routineinspektion gestoppt. Während der ersten Kontrolle fanden die Beamten noch nichts.
Doch eine Auffälligkeit am Schiffsboden führte dazu, dass eine auf Kontrabande spezialisierte Antiterror-Einheit hinzugezogen wurde und den Rumpf des für die Inspektion nach Port Evarglades verbrachten Schiffs anbohrte. Dann fand sich im Kielbereich eine wei'e, puderige Substanz, die bei nachfolgenden Tests als Kokain identifiziert wurde. Insgesamt wurden 418 Pfund in 164 Bündeln aus dem Boot geholt mit einem Stra'enverkaufswert von 7.5 Millionen Dollar. Die Drogen wurden konfisziert und das nicht mehr seetüchtige Boot dann gespendet, um ein künstliches Riff zu werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Havarie vor Ermioni
(15.09.20) Am Nachmittag des 14.9. lief das Sportboot 'Spinaki' bei stürmischer See nach einem Motorschaden in flachem Wasser vor Ermioni auf Grund. Die 'Ioannis' kam dem Havaristen mit seiner fünfköpfigen Crew zu Hilfe. Es gelang, ihn wieder flottzumachen und in den Nordhafen von Ermioni einzubringen. Die Hafenbehörde verhängte ein Auslaufverbot bis zu einer Reparatur und Inspektion.
Quelle:Tim Schwabedissen


Gütermotorschiff 'Hans Krieger' in Würzburg
Gütermotorschiff 'Hans Krieger' in Würzburg
(Bild: Feuerwehr Wuerzburg) Gro'bild klick!
Binnenschiff drohte in Würzburg zu sinken
(15.09.20) Am Morgen des 14.9. kollidierte das deutsche Gütermotorschiff 'Hans Krieger', 1510 ts (MMSI: 211486380), von Dettelbach kommend mit dem Kai im Alten Hafen von Würzburg, als es dort festmachen wollte. Dabei entstand im Maschinenraum des mit Dünger beladenen Schiffs ein 50 Zentimeter langer Riss unterhalb der Wasserlinie. Es kam zu einem Wassereinbruch in den Maschinenraum an Steuerbordseite.
Gegen 10 Uhr trafen Einsatzkräfte der Feuerwehr ein, die durch ihr schnelles Eingreifen Schlimmeres verhindern konnten. Der Havarist lag zu der Zeit mit Backbordschlagseite stark achterlastig im Main. Das Wasser wurde von Feuerwehrkräften abgepumpt, Taucher machten sich daran, das Leck abzudichten.
Nach ungefähr zwei Stunden war für die etwa 60 Einsatzkräfte der Feuerwehr Würzburg, der Wasserwacht, der DLRG, des Rettungsdienstes und des Technischen Hilfswerks der Einsatz beendet. Am Nachmittag begann eine Spezialfirma damit, das Leck endgültig zu verschlie'en.
Quelle:Tim Schwabedissen


Ausgebrannter Kutter
Ausgebrannter Kutter
(Bild: Environment Southland) Gro'bild klick!
Schwierige Brandbekämpfung im Milford Sound
(15.09.20) Im Milford Sound geriet am 14.9. ein Kutter in Brand. Gegen vier Uhr wurde die Fire and Emergency New Zealand alarmiert, nachdem auf dem an der Fisherman's Wharf liegenden Schiff ein Feuer ausgebrochen war. Die Te Anau Volunteer Fire Brigade konnte den Brandort zunächst wegen schlechten Wetters mit Lawinengefahr an den Zugangsstra'en nicht erreichen.
Erst gegen sechs Uhr traf sie vor Ort ein. Die Milford Sound Fire Brigade bekämpfte bis dahin die Flammen gemeinsam mit örtlichen Fischern, hatte aber keine ausreichenden Mittel wie Atemschutzgeräte, um an Bord kommen zu können. Als das halbe Dutzend Feuerwehrleute aus Te Anau endlich eintraf, war der Brand immer noch nicht gelöscht. Im Lauf des Tages sank der heruntergebrannte Kutter dann an seinem Liegeplatz.
Nun entstand das Problem, das Öl in den Milford Sound auslief. Personal von Environment Southland war vor Ort und legte eine Ölsperre um das Wrack aus. Am 15.9. sollte das bis zum Oberdeck versunkene Schiff geborgen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild 'Tiger M', ex Henriette
(Bild: Olaf Kuhnke) Gro'bild klick!
Schäden bei Löscharbeiten in Gebze
(15.09.20) Auf dem unter Komoren-Flagge laufenden Frachter 'Tiger M.' 2900 BRZ (IMO: 7110995), kam es am 13.9. zu einem strukturellen Versagen der Zugangsleiter in den Laderaum, Relings und weiterer Ausrüstung während Löscharbeiten im Hafen von Gebze. Nach deren Abschluss wurden Reparaturen durchgeführt. Am 14.9. um neun Uhr verlie' das Schiff den Hafen und nahm Kurs auf Burgas, wo es am Vormittag des 15.9. eintraf.
Quelle:Tim Schwabedissen


Unfall im Offshore-Windpark
(15.09.20) In der vergangenen Woche kollabierte der Ausleger des 145 Meter langen, chinesischen Kranschiffs 'Yu Hang Qiz Hong 58' (MMSI: 412365360), bei Installationsarbeiten an einem Offshore-Windpark vor Lufeng in der Guangdong Provinz in der Südchinesischen See. Es gab keine Verletzten, aber der Kran wurde schwer beschädigt. Offenbar war eine schadhafte Bremse Schuld an dem Unfall. Das Schiff war im Guangdong Shanwei Houhu-Windpark mit dem Bau von Monopiles beschäftigt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Ein Verletzter bei Kollision in Askvoll
(15.09.20) Die norwegische Katamaranfähre 'Frøya', 388 BRZ (IMO: 9616826), die auf der Route zwischen Bergen und Selje verkehrt, kollidierte am Vormittag des 14.9. um 10.45 Uhr mit dem Kai in Askvoll. Daraufhin wurden die restlichen Überfahrten für diesen Tag von der Reederei abgesagt.
Die Polizei wurde gegen 11.15 Uhr alarmiert. Ein Passagier hatte sich leichte Gesichtsverletzungen zugezogen. Er wurde vorsichtshalber ins Krankenhaus gebracht. Um 15.40 Uhr kehrte das Schiff nach Bergen zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen


Segelboot und Rettungsschwimmer in Not
(15.09.20) Die US Coast Guard rettete am 13.9. die zweiköpfige Crew der Segelyacht 'Preston Point', die 14 Meilen westlich der Ponce de Leon Bay vor Key West, Florida, im Tropensturm Sally in Seenot geraten war. Die Segler hatten die Coast Guard Key West am Vorabend um 18.30 Uhr alarmiert, nachdem die Maschine ausgefallen war. Ihr Boot trieb manövrierunfähig im Sturm und war in Gefahr, zu kentern.
Von der Air Station Miami stieg ein MH-65 Dolphin-Helikopter auf, und das Patroullienboot 'Raymond Evans' nahm Kurs auf die Position. Nachdem der Hubschrauber vor Ort eingetroffen war, wurde ein Rettungsschwimmer bei Wellenhöhen zwischen sechs und 10 Fu' und bis zu 35 Meilen Windgeschwindigkeiten abgesetzt. Er versuchte, die Yacht schwimmend zu erreichen, doch wegen deren Drift und dem hohen Seegang schaffte er es nicht.
Dem Hubschrauber ging unterdessen der Treibstoff aus. Deshalb wurde von der Air Station Miami ein HC-144 Ocean Sentry geschickt, die dem Rettungsschwimmer assistieren sollte, die 'Preston Point' zu erreichen. Da das Wetter dies weiterhin nicht zulie', setzte die 'Raymond Evans' ein Boot aus. Es lokalisierte erst den Rettungsschwimmer und zog ihn wohlbehalten aus dem Wasser. Dann übernahm es auch die beiden Segler von ihrem Boot.
Quelle:Tim Schwabedissen


Yacht mit fünf Kindern an Bord in Seenot
(15.09.20) Von der Coast Guard Station Juneau kam am 13.9. ein 45-Fu'-Boot einer havarierten, 22 Fu' langen Segelyacht mit einer siebenköpfigen Familie an Bord zu Hilfe. Diese hatte zuvor ein Mayday in der Nähe der Marmion Islands abgesetzt, das von dem Kutter 'Jenny May' aufgefangen wurde, der daraufhin Kurs auf die Position nahm. Wie sich herausstellte, war das Ruder gebrochen und der Treibstoff knapp geworden.
An Bord waren zwei Erwachsene und fünf Kinder. Das Alaska Department of Fish and Game schickte die 'Medeia' zu Hilfe, die sechs Personen an Bord nahm und begann, die Yacht abzuschleppen. Vor Ort waren Windgeschwindigkeiten von 27 und in Böen 42 Meilen und vier Fu' hohe Wellen.
Wegen der rauen Wetterverhältnisse kam auch das Boot der Station Juneau zu Hilfe und übernahm das weitere Abschleppen des Havaristen in den South Douglas Boat Harbor.
Quelle:Tim Schwabedissen


Beschädigtes Kranschiff kommt in Rostock an Reparaturplatz
(15.09.20) Am Vormittag des 15.9. wurde damit begonnen, das unter Panama-Flagge registrierte Kranschiff 'Orion I', 58203 BRZ (IMO:9825453), zum Liegeplatz 25 bei der Liebherr-MCCtec Rostock GmbH zu verholen, wo die Reparatur des am 2.5. kollabierten Schwerlastkrans stattfinden soll. Dazu gingen die Schlepper 'Fairplay XII', 'Wolf', 'Bugsier 16' und 'Bugsier 17' in Stellung. Das Verholen soll bis 14 Uhr dauern.
Bis dahin waren Einschränkungen im Schiffsverkehr möglich. Bei einem Test war der Schwerlastkran des Spezialschiffs am 2.5. im Rostocker Überseehafen umgeknickt. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte ein Kranhaken der Last nicht standgehalten. Nun soll der HLC 295000 wiederaufgebaut werden. Zunächst müssen dazu die beschädigten Komponenten von der Firma Sarens abgebaut werden. Der 145 Meter lange Kranausleger sowie weitere Teile des Krans müssen komplett neu gebaut werden.
Im September soll der Neuaufbau beginnen, und 2021 sollen die Arbeiten abgeschlossen werden. Mit einer Hubleistung von bis zu 5.000 Tonnen bei einer maximalen Hubhöhe von 175 Metern über Deck wird der HLC 295000 dann der grö'te Offshore-Kran, den Liebherr je gefertigt hat. Beim Test am 2.5. war ein Haken bei 2.600 Tonnen Last gebrochen und der Kran kollabiert. 12 Menschen waren bei dem Unfall verletzt worden, der Gesamtschaden belief sich auf einen hohen zweistelligen Millionenbetrag.
Quelle:Tim Schwabedissen


Ehemalige Schümann-Yacht abgedichtet und auf Heimreise
(15.09.20) Am 14.9. um 7.15 Uhr ist die 15 Meter lange, polnische Segelyacht 'Sharki' (MMSI: 261011690) aus Cuxhaven ausgelaufen und machte sich auf den Rückmarsch in den Heimathafen Stettin. Am 11.9. hatte ein Kran sie wieder ins Wasser gesetzt, exakt einen Monat nachdem sie am 11.8. gesunken war. Nach dem Untergang auf der Elbe hatte damit kaum jemand gerechnet, doch mit der tatkräftigen Hilfe von Kapitän Hartmut Mester aus Cuxhaven hatte der polnischen Crew geholfen, das Wrack wieder schwimmfähig zu machen.
Das gro'e Loch und den Riss im Rumpf hatte er in den vergangenen Wochen abgedichtet. Der Motor wurde ausgebaut und in Polen repariert. Nachdem er wieder an Bord gekommen war, konnte das Boot wieder zu Wasser gebracht werden. Ein Sachverständiger bescheinigte anschlie'end die Seetauglichkeit, und so nahm der Schiffbruch der einstigen 'Rubin', mit der Hans Otto Schumann 1975 den Admiral's Cup gewann, ein glückliches Ende.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fähre schleppte Fähre ab
(15.09.20) Am 15.9. gegen neun Uhr kam es auf der norwegischen Fähre 'Stord', 2871 BRZ (IMO: 8513601), auf der Lavik-Oppedal-Route zu einem Maschinenausfall. Das Schiff trieb manövrierunfähig in der Mitte des Sognefjord. Die Reederei Norled schickte eine andere Fähre auf der Linie, die 'Oppedal' (IMO: 9419216), zu Hilfe. Sie setzte erst ihre Fahrgäste an Land ab und nahm dann Kurs auf den Havaristen, den es in Schlepp nahm.
Um 11.20 Uhr befanden sich beide Schiffe auf Position 61° 3.61' N 005° 25.60' E und machten 1,3 Knoten Fahrt. Um 13.25 Uhr war der Anleger in Lavik erreicht. Norled gab auf seiner Website unterdessen Ausfälle und Verspätungen bekannt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Motoryacht nach Feuer abgeschleppt
(15.09.20) Ein RNLI-Boot der Station in Exmouth lief am 13.9. aus, nachdem um 13.53 Uhr die H.M. Coastguard durch Notraketen mehrere Meilen vor Orcombe Point alarmiert worden war. Die ' Bridie O'Shea' war wenige Minuten später im Wasser und nahm Kurs auf die Position, wo eine 21 Fu' lange Colvic-Motoryacht in der See trieb. An Bord war ein Mann, der bestätigte, die Notsignale abgefeuert zu haben.
Im Maschinenraum war ein Feuer ausgebrochen, dass er selbst hatte löschen können. Allerdings war das Boot nun energielos. Nachdem Boot und Skipper gecheckt worden waren, wurde es nach Brixham abgeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Motoryacht auf Lough Derg geborgen
(15.09.20) Am 13.9. um 13.06 Uhr alarmierte die Valentia Coast Guard die Lough Derg RNLI, nachdem eine 32 Fu' lange Motoryacht bei den Silver Islands auf Grund gelaufen war. Die 'Jean Spier' lief um 13.20 Uhr zur Assistenz für die zweiköpfige Crew aus und nahm bei 4-5 Beaufort Wind Kurs auf die Strandungsstelle. Als es sich der Cloondavaun Bay annäherte, waren drei Boote auf Standby beim Havaristen.
Die Seenotretter tasteten sich durch das flache Wasser an den Havaristen heran und gingen um 13.46 Uhr längsseits. Ein Rettungsmann stieg an Bord über und vergewisserte sich, dass es kein Leck gab. Um 14 Uhr wurde die Yacht von den Felsen gezogen und in tiefem Wasser auf Funktionsfähigkeit von Ruder und Antrieb überprüft. Dann wurde der Seenotretter wieder an Bord genommen, und die Motoryacht nahm mit eigener Kraft Kurs auf Cloondavaun Bay Harbour. Um 14.25 Uhr war das RNLI-Boot wieder klar auf Station.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter erkrankten Fischers abgeschleppt
(15.09.20) Das RNLI-Boot aus Wells wurde am 13.9. um 17.45 Uhr von der Humber Coastguard zur Assistenz für einen 10 Meter langen Kutter gerufen, der einen Maschinenausfall erlitten hatte. Der Skipper hatte vergeblich versucht, den Schaden zu beheben und dabei Gesundheitsprobleme bekommen. Er warf Anker südlich der Docking Shoal rund 12 Meilen nordwestlich der Rettungsstation.
Um 18 Uhr verlie' das dortige Boot mit sechs Mann an Bord das Bootshaus und sichtete den Kutter um 18.40 Uhr. Es wurde entschieden, einen Mann auf dem Kutter abzusetzen, um den Fischer zu untersuchen und eine Schleppverbindung herzustellen. Es war keine unmittelbare medizinische Hilfe vonnöten, und so galt die Aufmerksamkeit als nächstes dem Anker.
Dieser hatte sich mit der Fangausrüstung vertörnt und musste erst befreit werden. Gegen 19 Uhr begann das Abschleppen. Es wurde entschieden, den Havaristen vor Wells zu verankern und auf die Morgenflut zu warten, um sicher einlaufen zu können. Nachdem Sicherheit herrschte, dass der Skipper an Bord übernachten könnte, wurde um 20.15 Uhr Anker geworfen, und das RNLI-Boot steuerte wegen des Wasserstandes in die Holkham Bay. Um 22.30 Uhr war es klar auf Station.
Quelle:Tim Schwabedissen


14.09.2020

'Dini' sinkt
'Dini' droht zu sinken
(Bild: Greek Coastguard) Gro'bild klick!
11 Bootsfahrer vor Ios gerettet
(14.09.20) Auf der Motoryacht 'Dini' kam es am Nachmittag des 10.9. zu einem Wassereinbruch nördlich von Ios bei Nordwinden von 7-8 Beaufort. An Bord befanden sich 12 Personen. Zwei Patroullienboote, die 'Soul', 'Skopelitis Express' und die 'Angelis' der Präfektur von Kalymnos kamen zu Hilfe.
Die 11 Fahrgäste, darunter auch Kinder, gingen an Bord eines der Patroullienboote und wurden wohlbehalten nach Ios gebracht. Nach einem medizinischen Check wurden sie vor Ort einquartiert. Der Skipper blieb an Bord, während die 'Angelis' den Havaristen unter Eskorte eines Patroullienboots ebenfalls nach Ios abschleppte.
Das Boot lag dabei mit dem Bug unter Wasser, blieb aber schwimmfähig. Nach dem Einlaufen in den Abendstunden, wurde eine Ölsperre ausgebracht und die Yacht von einem Kran aus dem Wasser gehoben. An Land wurde das Wasser ausgepumpt, wobei es keine Ölverschmutzungen gab. Die Hafenbehörde von Ios verhängte ein Auslaufverbot bis zum Abschluss von Reparaturen und einer Inspektion.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild 'Ballista', ex 'Grace S'
Archivbild 'Ballista', ex 'Grace S'
(Bild: Olaf Kuhnke) Gro'bild klick!
Maschinenprobleme in den Dardanellen
(14.09.20) Auf dem unter Panama-Flagge laufenden Frachter 'Ballista' 999 BRZ (IMO:9002441), der auf der Fahrt von Nemrut Bay nach Burgas war, kam es am 12.9. zu einem Maschinenschaden beim nordgehenden Transit der Dardanellen. Gegen vier Uhr warf das Schiff auf der Reede von Karanlik Anker. Hier machte sich die Crew an die Reparatur.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maschinenproblem vor Kreta
(14.09.20) Der italienische Bulkcarrier 'Cristin', 5087 BRZ (IMO: 9455985), wurde am 12.9. auf der Reise von Barletta nach Damietta durch einen Maschinenausfall mit einer 12-köpfigen Crew an Bord im Seegebiet bei Kali Limenes vor Kreta manövrierunfähig. Das Schiff trieb auf Position 34 35 42 N, 025 07 51 E. Ein Helikopter der griechischen Armee stieg zur Assistenz auf.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maschinenschaden im Bosporus
(Datum) Auf dem unter Komoren-Flagge laufenden Frachter 'I.Sengul', 865 BRZ (IMO: 7407233), kam es am 11.9. um 13.30 Uhr auf der Fahrt von Kartal nach Sotschi zu einem Maschinenschaden an der Südzufahrt des Bosporus. Der Havarist erreichte mit eigener Kraft die Reede von Istanbul. Nach einer Reparatur durch die Crew ging er wieder ankerauf und sollte den Zielhafen am 7.9. erreichen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schoner 'Zuversicht'
Schoner 'Zuversicht'
(Bild: Frank Behling) Gro'bild klick!
Traditionssegler drohte in Kiel zu sinken
(14.09.20) Am 13.9. um 12.30 Uhr wurde die Kieler Feuerwehr an den Germaniahafen alarmiert, nachdem auf dem dort im Museumshafen liegenden, 22 Meter langen Schoner 'Zuversicht' (MMSI: 211350830) des Verein Jugendsegeln e.V. ein Wassereinbruch festgestellt worden war. Das Schiff lag deutlich tiefer im Wasser, und im Innern war der Wasserpegel erheblich gestiegen.
Nachdem die Besatzung die Feuerwehr alarmiert hatte. Rückte diese mit 30 Einsatzkräften aus mehreren Wachen sowie dem Gaardener Einsatzboot an. Eine Ölsperre wurde um den Havaristen ausgelegt. Es gelang schlie'lich, das Schiff wieder zu stabilisieren und schwimmfähig zu halten.
Es hat derzeit keinen eigenen Maschinenantrieb, nachdem es am 8.8. im Kieler Hafen zu einem Maschinenausfall gekommen war. Die Hafenfähre 'Schwentine' hatte es dann längsseits genommen und an seinen Liegeplatz geschleppt. Hier wurde die Maschine anschlie'end zur Reparatur des Schadens komplett ausgebaut.
Der Schoner wurde in Nyborg erbaut. Der Stapellauf erfolgte am 3.9.1905. Es handelte sich um einen der legendären Marstal-Schoner, die damals zu Hunderten im Frachtverkehr unter Segeln zwischen den europäischen Küsten und auch nach Übersee eingesetzt wurden. Die 'Zuversicht' wurde später als Steinfischerfahrzeug verwendet und holte dabei Material für den Hafenbau vom Grund der Ostsee.
Für viele dieser Schiffe waren solche Arbeiten der letzte Dienst, bevor sie auf der Abwrackwerft landeten. Der 115 Jahre alte Schoner ist heute einer der letzten Vertreter der frachttragenden Berufsschifffahrt des 19. Jahrhunderts im Ostseeraum und damit lebender Zeuge einer über hundert Jahre alten Geschichte und Kultur dieser Region.
Quelle:Tim Schwabedissen


'Ubena von Bremen' mit DGzRS
'Ubena von Bremen' mit DGzRS
(Bild: DGzRS) Gro'bild klick!
Koggen-Nachbau kollidierte mit Kai in Bremerhaven
(14.09.20) Mit dem Schrecken davon kamen am Nachmittag des 13.9. die 44 Menschen an Bord eines Hansekoggen-Nachbaus 'Ubena von Bremen', 130 tdw (MMSI: 211228510), nach einem Maschinenausfall und nachfolgender Kollision mit der Stromkaje in Bremerhaven. Gegen 15 Uhr erfuhren die Seenotretter der DGzRS über den Revierfunk von der Havarie des gut 23 Meter langen Schiffs mit der Kaianlage auf Höhe des Containerterminals I rund 500 Meter nordwestlich der Bremerhavener Nordschleuse. Der Seenotrettungskreuzer 'Hermann Rudolf Meyer' der DGzRS-Station Bremerhaven verlie' umgehend seinen Liegeplatz im Alten Vorhafen.
Bereits wenige Minuten später traf er am knapp drei Seemeilen entfernten Unglücksort ein. Die Crew der Kogge hatte nach dem Maschinenausfall noch Anker geworfen, um den drohenden Aufprall abzumildern. Bei Südwestwind um fünf Beaufort und den starken Ebbstrom konnte die Kollision aber nicht mehr abgewendet werden. Immerhin gab es keine Verletzten.
Der Rettungskreuzer ging längsseits des an der Steuerbordseite beschädigten Havaristen und nahm ihn in Schlepp. Besatzung und Passagiere konnten an Bord bleiben. Die Verkehrszentrale Bremerhaven Weser Traffic warnte die Schifffahrt im Revier und sorgte so dafür, dass der Seenotrettungskreuzer mit schwerfälligen Havaristen im viel befahrenen Strom gefahrlos wenden konnte. Die Seenotretter brachten die 'Ubena von Bremen' an einen sicheren Liegeplatz vor der Fischereihafenschleuse. Dort gingen alle Fahrgäste wohlbehalten von Bord. Die Besatzung des Wasserschutzpolizei-Boots 'WSP 10' kümmerte sich um den Anker des Koggennachbaus. Er hatte vor Beginn des Schleppmanövers gekappt werden müssen. Um, 18.30 Uhr machte die Kogge im Neuen Hafen fest.
1986 war erstmals der Gedanke aufgekommen, einen Nachbau der Bremer Kogge zu konstruieren, die 1962 bei Bauarbeiten im Hafen entdeckt worden war und heute im Deutschen Schifffahrtsmuseum gezeigt wird. Nach mehreren Gesprächen und Versammlungen gründete sich noch im gleichen Jahr der Verein Hanse-Koggewerft e. V. 1987begannen auf einem Schnürboden am Neuen Hafen in Bremerhaven die ersten Bauarbeiten. Man richtete sich unter der Aufsicht der Klassifikationsgesellschaft Germanischer Lloyd nach den Plänen des Deutschen Schifffahrtsmuseums und beabsichtigte, einen Nachbau im Ma'stab 1:1 anzufertigen.
Am 21.7.1988 erfolgte die Kiellegung. Am 18.8.1990 feierte man den Stapellauf des auf den Namen 'Ubena von Bremen' getauften Schiffes. Am 27.7.1991 startete die Kogge zu ihrer Jungfernfahrt, die sie von Lübeck nach Danzig führte. Die 'Ubena von Bremen' hat eine Länge über alles von 23,23 Metern und eine Breite von 7,62 Metern. Das Stammsegel hat eine Fläche von bis zu 200 Quadratmetern, kann aber durch zwei Bonnets - Stoffstreifen zur Vergrö'erung der Segelfläche - von je 50 Quadratmetern Grö'e noch erweitert werden. Das Volumen des Laderaums der Kogge beträgt 160 Kubikmeter.
Die Maschine ist ein Deutz MWM 234-Diesel von 370 PS. Als Anker führt die 'Ubena von Bremen' einen 300 Kilogramm schweren Stockanker mit. Auf dem Schiff gibt es 16 Kojen, aber für eine Fahrt bedarf es einer Mindestbesatzung von vier Personen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Doppeltes Problem vor Texel
(14.09.20) Am 12.9. wurde das KNRM-Rettungsboot 'Cornelis Dito' aus Texel um 16.13 Uhr wegen eines Motorboots alarmiert, das mit vier Personen an Bord auf dem Weg in das Wierbalg-Fahrwasser Motorprobleme gemeldet hatte. Die Besatzung ging dann vor Anker und wartete auf die Seenotretter. Die Strömung drückte den Havaristen jedoch in die Visjagersgatje, wo die Ankerkette sich mit der Kette der Boje VG24 vertörnte. Nachdem das Rettungsboot vor Ort angekommen war, prüft die Besatzung zunächst, ob das Schiff von der Boje gelöst werden konnte.
Dies stellt sich als schwierige Aufgabe heraus. Aufgrund der Strömung waren beide Ketten eng um die Kette gewickelt, und es dauert mehr als 45 Minuten, bis die Ankerkette wieder gelöst werden konnte. Dann stellt sich heraus, dass die Motorprobleme nicht sofort behoben werden konnen und der Havarist im Schlepptau zum Hafen von Den Oever gebracht werden musste. Nach 2,5 Stunden ist das Rettungsboot wieder an der Station und bereit für den nächsten Einsatz.
Quelle:Tim Schwabedissen


Containerkran ungestürzt
Containerkran ungestürzt
(Bild: Mundo Estiba) Gro'bild klick!
Frachter brachte Containerkran in Valencia zum Einsturz
(14.09.20) Am Morgen des 13.9. kollidierte der unter Panama-Flagge laufende Containerfrachter 'MSC Mia', 232618 BRZ (IMO :9839466), beim Auslaufen aus Valencia mit einem Gantry-Kran des MSC-Containerterminals. Dabei brach der Kran zusammen und stürzte zum Teil ins Hafenbecken. Der Kranführer konnte von der Feuerwehr gerettet werden.
Er kam mit Verletzungen ins Krankenhaus von Valencia. Auch das SAR-Boot 'Salvamar Pollux' (MMSI: 224019770) der örtlichen Station von Salvamento Marítimo war vor Ort im Einsatz. Der Frachter ging zunächst auf der Hafenreede vor Anker, während die Untersuchungen liefen. Im Laufe des Tages wurde er freigegeben und nahm Kurs auf den nächsten Zielhafen, bei dem es sich um Gioia Tauro handelt, wo das Schiff am 15.9. erwartet wird.
Quelle:Tim Schwabedissen


Trawler 'Grimsholm'
Trawler 'Grimsholm'
(Bild: Olaf Kuhnke) Gro'bild klick!
Trawler hatte Wassereinbruch
(14.09.20) Am Refa-Kai in Tromsø-Breivika kam es am Nachmittag des 12.9. zu einem Wassereinbruch auf dem norwegischen Trawler 'Grimsholm', 854 BRZ (IMO: 9168673). Die Crew alarmierte die Feuerwehr von Tromsø, die mit ihren mobilen Lenzpumpen die Situation unter Kontrolle bringen konnte. Es gelang zunächst aber nicht, die Ursache der Leckage zu finden, und die Suche nach der Wassereintrittsstelle dauerte an. Wieviel Wasser ins Schiff gelaufen war, war zunächst auch noch unklar.
Quelle:Tim Schwabedissen


Motoryacht 'Wooden Mistress' mit Maschinenausfall
Motoryacht 'Wooden Mistress' mit Maschinenausfall
(Bild: USCG) Gro'bild klick!
Hölzerne Dame sank vor Eureka
(14.09.20) Am 12.9. kam die US Coast Guard 11 Meilen südwestlich von Petrolia der 52 Fu' langen Motoryacht 'Wooden Mistress' zu Hilfe, dessen zweiköpfige Crew um 9.10 Uhr die Station Humboldt Bay kontaktiert hatte, nachdem die Maschine ausgefallen war. Ein 47-Fu'-Boot lief von der Station aus und erreichte den Havaristen um 12:40 Uhr. Am Heck der Motoryacht wurde eine Schleppleine festgemacht und dann begonnen, sie nach Eureka zu ziehen.
Auf dem Weg dorthin kam es aber zu einem Wassereinbruch an Bord. Daraufhin wurden zwei Mann mit einer Lenzpumpe an Bord abgesetzt. Doch der Wassereinbruch nahm stetig zu, und die Schleppleine wurde schlie'lich geslippt. Die Crew und Einsatzkräfte wurden von Bord geholt, und 29 Meilen südlich von Eureka sank das Boot wenig später. Die Schiffbrüchigen wurden unversehrt in Humboldt Bay abgesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kühlschiff bei Mitsu gestrandet
(14.09.20) Auf dem unter Panama-Flagge laufenden Kühlfrachter 'Chang Shun 1', 1467 BRZ (IMO: 8976841), kam es am Abend des 11.9. um 2.30 Uhr zu einem Maschinenausfall vor der Insel Mitsu. Das Schiff wurde nördlich von Tsushima manövrierunfähig und trieb auf die Felsküste. Das Wetter war stürmisch, was Bergungsmöglichkeiten erschwerte. Die 14-köpfige, aus China und Myanmar kommende Crew konnte gerettet werden. Der Havarist selbst lag wenig später mit schwerer Backbord-Schlagseite halb unter Wasser auf Grund.
Quelle:Tim Schwabedissen


In Stralsund erbauter Kabelleger weiter brennend gesunken
(14.09.20) Keine Rettung gab es für den am 11.9. um 3.40 Uhr westlich von Tsushima in Brand geratenen, südkoreanischen Kabelleger 'Responder', 5204 BRZ (IMO: 9215206). Zwar konnten alle 60 Crewmitglieder, davon 49 Koreaner, 10 Vietnamesen und ein Italiener, von einem Schlepper unversehrt gerettet werden. Doch die stundenlangen Löschversuche von Einsatzkräften aus Südkorea blieben ohne Erfolg.
Möglicherweise durch das Gewicht des Löschwassers wurde das brennende Schiff immer vorlastiger. Am 12.9. um 17.40 Uhr sank es, während immer noch Flammen aus dem brennenden Maschinenraum durch den Schornstein emporschlugen, mit dem Bug voran in der Tiefe, über 12 Stunden nach Beginn der Löscharbeiten. Die Coastguard von Tongyeong überwachte die Untergangsstelle in Hinblick auf mögliche Ölverschmutzungen.
Das gut 105 Meter lange Schiff entstand 2000 auf der Volkswerft Stralsund als 'Maersk Responder' und war zuletzt für die KT Submarine im Einsatz.
Quelle:Tim Schwabedissen


Friends of the Earth machten Bagger betriebsunfähig
(14.09.20) Zu einem Zwischenfall kam es am 12.9. in indonesischen Gewässern, als hunderte von Fischern gemeinsam mit Umweltaktivisten den unter Zypern-Flagge laufenden Bagger 'Queen of Netherlands', 33423 BRZ (IMO: 9164031), vor Makassar in Süd-Sulawesi attackierten. Das Schiff war unterwegs zu einer Sandentnahmestelle in der Takalar Regency, als es von Steinen und Molotov-Cocktails getroffen wurde, die zu mehreren Brandausbrüchen an Bord führten.
Au'erdem wurden mehrere Luftdruckschläuche zerschnitten, sodass das Schiff nach Makassar zur Reparatur zurückkehren musste. Die Polizei verhaftete 12 Personen, die zum. Indonesian Forum for the Environment WALHI gehören, dem örtlichen Zweig der NGO Friends of the Earth.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wassereinbruch im Hubertgat in gemeinsamen Einsatz gemeistert
(14.09.20) Am Nachmittag des 12.9. wurden die KNRM-Stationen von Eemshaven und Schiermonnikoog alarmiert, nachdem ein Offshore-Schiff im Hubertgat Wassereinbruch gemeldet hatte. Es lag achtern tief im Wasser und drohte zu sinken. Ein Bergungsschiff der Bos Marine Services kam ebenfalls zu Hilfe.
Auf Wunsch der niederländischen Küstenwache flog au'erdem ein SAR-Hubschrauber des NHV zu dem Havaristen. Gemeinsam gelang es, die Situation zu stabilisieren. Dann wurde das Schiff von der BMS 'Vrijheid' zum Hafen von Lauwersoog abgeschleppt.
Hier wurde es aus dem Wasser geholt, um den Schaden zu reparieren. Es war eine gute Zusammenarbeit zwischen den Besatzungen der drei KNRM-Rettungsboote und dem Bergungsschiff.
Quelle:Tim Schwabedissen


Yachten bei Ortegal, Blanes und Las Palmas in Schwierigkeiten
(14.09.20) Am 12.9. kam es auf der 12 Meter langen Segelyacht 'Ashkelon' zu einem Wassereinbruch 34 Meilen nördlich von Ortegal. Die dreiköpfige Crew setzte einen Notruf ab, und der SAR-Helikopter Pesca II wurde von Salvamento Marítimo mobilisiert. Er setzte eine Lenzpumpe an Bord ab. Das SAR-Boot 'Salvamar Shaula (MMSI: 224033840) kam ebenfalls zu Hilfe und schleppte die Yacht dann nach Cariño ab.
Am selben Tag kam es auf der Motoryacht 'Crismarc' zu einem Maschinenschaden in der Nähe von Cala Futadera und Cala Salions. Das Boot trieb mit einer sechsköpfigen Crew an Bord manövrierunfähig in der See. Das SAR.Boot 'Salvamar Sirius' (MMSI:224003410) der Station Blanes nahm den Havaristen auf den Haken und schleppte ihn nach Sant Feliu de Guíxols ab.
Am 13.9. setzte die Crew der Segelyacht 'Bandross IV' einen Notruf ab, nachdem es auf dem Schiffvor Las Palmas zu einem Motorausfall gekommen war. Da es auch nicht gelang, die Yacht zu verankern, drohte sie zu stranden. Die beiden Segler wurden von Salvamento Marítimo angewiesen, Rettungswesten anzulegen.
Dann lief das 21 Meter lange SAR-Boot 'Salvamar Nunki' (MMSI: 224049950) der örtlichen Station aus und nahm den Havaristen auf den Haken. Er wurde dann in den Sportboothafen von Las Palmas eingeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kühlschiff nach Ullapool abgeschleppt
(14.09.20) Auf dem unter Zypern-Flagge laufenden Kühlfrachter 'Alma', 3817 BRZ (IMO: 9140968), der am 8.9. aus Aveiro nach Torshavn, ausgelaufen war, kam es am 12.9. zu Problemen mit dem Öldruck, wegen derer die Hauptmaschine nicht gestartet werden konnte. Das Schiff befand sich eine Meile vor der Küste auf Position 58 29 34.0 N, 005 09 10.0 W in einer Distanz von vier Meilen nach Kinlochbervie. Ein Anker wurde ausgebracht und der zweite war klar zum Fallen.
Eine Maschine war nötigenfalls verfügbar, während der Notfallschlepper 'Ievoli Black' auf dem Weg zum Schiff war. Er erreichte es um 23.20 Uhr, und am folgenden Morgen um 1.37 Uhr war eine sichere Schleppverbindung hergestellt. Dann wurde der Havarist nach Ullapool gezogen. Am 13.9. um 13.40 Uhr wurde die SAR-Operation beendet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maschinenprobleme in den Dardanellen
(14.09.20) Auf dem unter Panama-Flagge laufenden Frachter 'Ballista' 999 BRZ (IMO:9002441), der auf der Fahrt von Nemrut Bay nach Burgas war, kam es am 12.9. zu einem Maschinenschaden beim nordgehenden Transit der Dardanellen. Gegen vier Uhr warf das Schiff auf der Reede von Karanlik Anker. Hier machte sich die Crew an die Reparatur.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer bei Überholungsarbeiten
(14.09.20) Am 11.9. kam es um kurz nach 10 Uhr zu einer Rauchentwicklung auf dem französischen Baggerschiff 'Samuel de Champlain', 8072 BRZ (IMO: 9234408), das seit dem 24.8. zu Reparaaturarbeiten im Trockendock in St. Nazaire lag. Die Feuerwehr wurde alarmiert und stellte einen Brand in einem Ventilationsschacht fest. Der Brandherd befand sich in einem 40 Kubikmeter gro'en Bereich.
Die 88 Werftarbeiter wurden von Bord evakuiert. Wenig später war der Brand gelöscht. Bereits am Nachmittag konnten die Arbeiten an Bord fortgesetzt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Aufgegebener Bulkcarrier droht vor Ensenada zu sinken
(14.09.20) Der unter Marshall-Islands-Flagge laufende Bulkcarrier 'Triumph', 30661 BRZ (IMO: 9264130), der seit 2017 in der Bucht von Ensenada liegt, drohte jetzt durch eindringendes Wasser zu sinken. Das Schiff lag seit dem 14.8.2017 in Ensenada und hat 273 Tonnen Kraftstoff und eine Ladung von 47.000 Tonnen Bauxit an Bord. Nach einem Treffen eines Vertreters der mexikanischen Regierung mit dem Hafendirektor von Ensenada wurde entschieden, dass die Ladung in den kommenden Tagen gelöscht werden soll.
Die Integral Port Administration (API) von Ensenada wird mit der Marine, Chemieexperten und anderen Stellen der Regierung zusammenarbeiten. Zunächst muss ein Teil der Fracht am Ankerplatz geleichtert werden. Dann erst kann das Schiff in den Hafen geschleppt werden, wo Öl und Restladung dann von Bord kommen. Der Frachter hatte am 14.8.2017 an Pier 1 der Ensenada API festgemacht, nachdem es zuvor auf dem Pazifik zwischen Ensenada und Hawaii zu einem Maschiinenschaden gekommen war.
Der Frachter erreichte Ensenada am Haken eines Schleppers. Im Februar 2018 wurde ein Embargo über das Schiff verhängt. Einen Monat später meldete die Crew, seit Monaten keine Heuer mehr bekommen zu haben. Im Mai wurden die 18 Seeleute von Bord geholt und in ihre Heimatländer gebracht. Seitdem lag der Frachter verlassen in der Bucht vor Anker.
Quelle:Tim Schwabedissen


Verletzte bei Havarie vor Kalymnos
(14.09.230) Am Abend des 12.9. lief die Yacht 'Irini' mit fünf Personen an Bord auf der Insel Nera südwestlich von Kalymnos mit fünf Personen an Bord auf Grund. Ein Patroullienboot stellte fest, dass es Verletzte an Bord gab. Der Skipper wurde von dem Boot mit einer Fraktur ins Krankenhaus von Kalymnos gebracht.
Die übrigen Personen an Bord wurden von der 'Theofilis Louloudias' aufgenommen und in den Vlchadia-Hafen von Kalymnos gebracht zur weiteren medizinischen Betreuung.
Quelle:Tim Schwabedissen


Mann über Bord und Strandung bei Scheveningen
(14.09.20) Am 12.9. strandete eine Segelyacht mit einer zweiköpfigen Crew bei der Noordelijk Havenhoofd von Scheveingen. Sie war am Morgen in Schwierigkeiten geraten, als sie bei stürmischer See in den Hafen einlaufen wollte und dabei einer der beiden Segler um 7.30 Uhr über Bord ging. Der andere setzte sofort einen Notruf ab. Surfer, die Zeugen des Unfalls geworden waren, kamen dem Mann im Wasser unterdessen zu Hilfe und brachten ihn an Land.
Inzwischen hatte die Yacht aber in der Brandungszone aufgesetzt. Die Feuerwehr barg den zweiten ab und machte sich gemeinsam mit der KNRM daran, die Yacht freizuschleppen, die in schwerer Brandung lag. Nach einer Stunde aber gelang es dem Rettungsboot 'Koos van Messel', sie flottzumachen und in den Hafen von Scheveningen.einzubringen. Die beiden Segler hatten das Abenteuer unbeschadet überstanden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Ölleckage vor Sri Lanka gestoppt
(14.09.20) Am 12.9. gelang es Tauchern, die Ölleckage aus dem Tanker 'New Diamond' vor der Küste von Sri Lanka zu stoppen. Es rührte von zerstörten Ballasteinlassrohren an Backbord-Seite her. Auch an Steuerbordseite konnten sie ein Leck abdichten.
Wieviel Dieselöl aus den Bunkertanks ausgelaufen war, war unklar. Der Havarist hatte in den vergangenen Tagen eine zwei Kilometer lange Ölschleppe hinter sich hergezogen. Derzeit befand er sich 83 Kilometer vor der Küste.
Neben den Bergern waren weiterhin Einheiten der Marine von Sri Lanka, der indischen Coast Guard und andere Löschfahrzeuge in der Nähe. Am 13.9. waren Taucher der Marine von Sri Lanka und Indien gemeinsam mit den Bergern dabei, eine Unterwasserinspektion des Rumpfes durchzuführen. Die Arbeiten zum Entballasten und Reparatur eines Ventils unterhalb der Wasserlinie dauerten an. Das Schiff war soweit stabil.
Quelle:Tim Schwabedissen


Trawler drohte zu kentern
(14.09.20) Der norwegische Trawler 'Frøyanes Senior', 987 BRZ (IMO: 9188972), entwickelte beim Löschen seiner Ladung am Kai in Måløy am 12.9. plötzlich starke Schlagseite nach Backbord und drohte an seinem Liegeplatz zu kentern.
Die überwiegend osteuropäischen Schauerleute verlie'en das Schiff in Panik. Sie sprangen aus den Luken aus zum Teil grö'erer Höhe auf den Kai. Immerhin wurde aber niemand dabei verletzt. Nachdem umgehend Ballast aufgenommen wurde, um das Gleichgewicht wiederherzustellen, gelang es erfolgreich, den Trawler wieder auf ebenen Kiel zu bekommen und grö'eres Unheil abzuwenden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Motoryacht in Skjbergskilen in Brand
(14.09.20) Am Abend des 12.9. brach auf einer Motoryacht in Skjebergkilen ein Feuer aus. Die Feuerwehr von Sarpsborg wurde um 21.15 Uhr alarmiert. Auch ein Boot der NSSR assistierte.
Es zog den Havaristen aus dem Hafen, sodass die Gefahr eines Übergreifens der Flammen gebannt werden konnte. Dies musste mit der gebotenen Vorsicht geschehen, weil es Gasausrüstung an Bord gab. Gegen 22.10 Uhr war das Feuer gelöscht, und das Holzboot wurde wieder zurück an den Liegeplatz gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen


Motorboot bei Straumsøya gestrandet
(14.09.20) Am 12.9. um 1.35 Uhr lief ein Motorboot auf eine Schäre bei Straumsøya, Das NSSR-Boot 'Harald V' aus Rørvik wurde alarmiert. Es fand das verunglückte Boot am Südende von Straumsøya vor. Der Skipper wurde in Sicherheit gebracht. Um 8.35 Uhr rückte das Arbeitsschiff 'Hermann Jr.' von Midt-Norsk Havbruk mit einem Kran an, das das halb unter Wasser liegende Wrack von den Felsen hob und am Vormittag an Land brachte. Es gab keinen Verdacht auf Alkohol am Ruder.
Quelle:Tim Schwabedissen


Dramatische Rettungsaktion in meterhohen Wellen im Oslofjord
(14.09.20) Am 12.9. geriet ein Sportboot durch einen Maschinenausfall im östlichen Oslofjord unweit der schwedisch-norwegischen Grenze in Seenot. Das NSSR-Rettungsboot 'Eivind Eckbo' wurde vom MRCC alarmiert und versuchte, den Havaristen in Schlepp zu nehmen. Dies scheiterte aber am hohen Seegang mt Wellenhöhen von fünf bis sechs Metern.
Die dänische Fähre 'Crown Seaways', 35498 BRZ (IMO:8917613), die auf der Reise von Oslo nach Frederikshavn war, stoppte und versuchte, den Einsatzkräften Lee zu geben, damit die Bootsfahrer an Bord des Rettungsboots gelangen konnten. Auch dieses Manöver schlug aber fehl. Deshalb kamen zwei SAR-Hubschrauber des 33. Geschwaders vom Rygge Airport zu Hilfe, die die Schiffbrüchigen am Ende bergen konnten. Sie waren unverletzt geblieben.
Quelle:Tim Schwabedissen


11.09.2020

'Belisa' im Schlepp
'Belisa' im Schlepp
(Bild: Salvamento Maritimo) Gro'bild klick!
Yachten nach Sant Antoni und Cariño eingeschleppt
(11.09.20) Am 10.9. lief die spanische Motoryacht 'Belisa' bei den Islas Bledas auf eine Untiefe und schlug leck. Die zweiköpfige Crew funkte einen Pan Pan-Ruf. Das CCS von Salvamento Marítimo in La Palma mobilisierte das SAR-Boot 'Guardamar Callíope', 181 BRZ (IMO:9541643), der Station in Sant Antoni.
Die beiden Bootsfahrer waren bei der Havarie unversehrt geblieben. Das SAR-Schiff übergab eine Lenzpumpe an Bord, um den Wassereinbruch zu kontrollieren, nahm den Havaristen auf den Haken und schleppte ihn in den Hafen von Sant Antoni ein. Hier sollte der Schaden nun repariert werden.
In einem anderen Fall assistierte Salvamento Marítimo der deutschen Segelyacht 'Joschiki' mit einem 77-jährigen Skipper an Bord. Er trieb 41 Meilen vor Cabo Ortegal. Der Rettungshubschrauber Pesca II sowie das SAR-Boot 'Salvamar Shaula' (MMSI:224033840) der Station Cariño wurden mobilisiert. Die Yacht wurde auf den Haken genommen und nach Cariño eingeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maschinenschaden vor Kalymnos
(11.09.20) Am 10.9. kam es auf dem deutschen Sportboot 'Peer' vor Kalymnos zu einem Maschinenschaden. Ein Patroullienboot der griechischen Coastguard sowie die 'Antonio' aus Piräus kamen der mit zwei Personen besetzten Yacht zu Hilfe. Es gelang mit deren Assistenz, die Maschine wieder in Gang zu bekommen. Eskortiert vom Patroullienboot steuerte das Schiff danach mit eigener Kraft den Hafen von Kalymnos an.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild Chemikalientanker 'Winter Sun'
Archivbild Chemikalientanker 'Winter Sun'
(Bild: Olaf Kuhnke) Gro'bild klick!
Tanker musste wieder aus der Kieler Schleuse geschleppt werden
(11.09.20) Am 9.9. um 10.40 Uhr lief der unter Panama-Flagge registrierte Chemikalientanker 'Winter Sun', 9847 BRZ (IMO: 9187538), auf der Reise von Kaliningrad nach Bejaia in Algerien in die Südschleuse des Nord-Ostsee-Kanals in Kiel-Holtenau ein für den westgehenden Tranist. Der Makler des Schiffs hatte einen Tiefgang von 9,35 Metern gemeldet, doch stellte sich in der Schleuse heraus das das Schiff tatsächlich einen Tiefgang von 9,90 Metern hatte.
Auf der Wasserstra'e ist aber lediglich ein maximaler Tiefgang von 9,50 Metern erlaubt. Das Schiff blieb in der Schleuse liegen, bis es drei Stunden später von dem angeforderten SFK-Schlepper 'Stein' achteraus wieder aus der Kammer gezogen wurde. Auf der Kanalreede vor Friedrichsort warf es dann Anker, wo sich die Crew daranmachte, den Tiefgang auf 9,40 Meter zu reduzieren, um den längeren Weg rund Skagen zu vermeiden.
Tatsächlich gelang es, den Tiefgang auf nur noch 9,40 Meter zu bringen. Am 10.9. um drei Uhr wurde ein Lotse bestellt. Um 6.20 Uhr begann die Fahrt gen Brunsbüttel, und um 10.15 Uhr war die Nordsee erreicht. Am 19.9. um 16 Uhr sollte der Tanker den Zielhafen nun erreichen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Skipper bei Port-en-Bessin gerettet
(11.09.20) Am 10.9. um 21.47 Uhr fing das CROSS Jobourg einen Pan Pan-Ruf des Motorboots 'Viking' auf, das auf Felsen westlich von Port-en-Bessin zu stranden drohte. Ein Cayman-Helikopter der 33. Marineflottillei n Maupertus, der auf einem Trainingsflug in der Nähe war, wurde zu der Position geschickt. Auch die Feuerwehr von Calvados wurde alarmiert. Nachdem die Hubschraubercrew Kontakt mit dem Skipper hatte, wurde ein Sitrep ans CROSS abgesetzt und entschieden, den Mann abzubergen.
Im 22.30 Uhr wurde er unweit des Semaphors von Port-en-Bessin abgesetzt und von einem Rettungswagen aufgenommen. Der Hubschrauber kehrte dann zum Havaristen zurück, der auf die Felsen getrieben war. Um zu verhindern, dass er mit dem Tidenstrom abgetrieben wird, brachte ein Rettungsschwimmer einen Anker aus.
Quelle:Tim Schwabedissen


Einhandsegler im Schlepp der DGzRS
Einhandsegler im Schlepp der DGzRS
(Bild: DGzRS) Gro'bild klick!
Segelyacht drohte vor Fehmarn zu stranden
(11.09.20) Die Strandung eines Einhandseglers verhinderten die freiwilligen Seenotretter der DGzRS- Station Heiligenhafen am 9.9. und brachten das Segelboot sicher nach Heiligenhafen. Ein schwacher, schwer verständlicher Funkspruch ging gegen 17.15 Uhr beim MRCC in Bremen ein. Der Skipper einer acht Meter langen Segelyacht meldete, dass er ohne Orientierung sei.
Er befände sich westlich der Fehmarnsundbrücke, könne aber keine genaueren Angaben zu seiner Position machen. Das Seenotrettungsboot 'Heiligenhafen' der gleichnamigen DGzRS-Station lief umgehend aus. Zu diesem Zeitpunkt wehte der Wind aus Nordwest mit gut sechs Beaufort, und es gab Wellengang bis zu zwei Metern. Ein Starkregenschauer beeinträchtigte zudem erheblich die Sicht.
Der in Gro'enbrode liegende Seenotrettungskreuzer 'Bremen' unterstützte die Suche nach der Segelyacht, indem er mittels Funkpeilung die Richtung ermittelte, in der das Boot zu finden war. Schlie'lich machte die 'Heiligenhafen' den Gesuchten vor der Nordwestspitze von Fehmarn ausfindig. Der Mann segelte bereits nahe an der Küste und drohte, in eine äu'erst gefährliche sogenannte Legerwall-Situation zu geraten:
Auflandiger Wind drückte das Boot immer weiter Richtung Land. Bei ruppiger See gelang es einem Rettungsmann der 'Heiligenhafen', auf die Segelyacht überzusteigen. Er übernahm das Ruder für den gesundheitlich angeschlagenen Skipper und brachte die Yacht in Begleitung des Seenotrettungsbootes nach Heiligenhafen. Dort wurde der Segler dem Landrettungsdienst übergeben, der ihn in ein Krankenhaus zur weiteren Beobachtung brachte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Motorboot in Vollbrand
Motorboot in Vollbrand
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Sportboot vor Risør/Norwegen ausgebrannt
(11.09.20) Am 10.9. funkte der Skipper eines Sportboots Mayday, nachdem es vor Risør in Brand geraten war. Er wurde von einem anderen Boot unversehrt gerettet. Das norwegische Küstenwachboot 'Nornen', 761 BRZ (IMO: 9353321) rückte an, um die Flammen zu löschen.
Die Crew konnte allerdings nicht mehr verhindern, dass das in Vollbrand Boot bis zur Wasserlinie herunterbrannte und vollständig zerstört wurde. Um 20.30 Uhr machte die 'Nornen' nach Einsatzende im Hafen von Arendal fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild Bulkcarrier 'Federal Ems'
Archivbild Bulkcarrier 'Federal Ems'
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#Grundberührung auf St. Lawrence River
(11.09.20) Auf dem unter Marshall-Islands-Flagge lauifende Bulkcarrier 'Federal Ems', 2265 4 BRZ (IMO: 9229984), kam es am 10.9. um 9.50 Uhr zu einem Maschinenausfall auf dem St. Lawrence River. Er kam vom Kurs ab und hatte eine Grundberührung vor Massena, St. Lawrence County. Danach warf das Schiff, das von Port Colborne nach Montreal flussabwärts unterwegs war, Anker au'erhalb des Fahrwassers, wo es die passierende Schifffahrt nicht behinderte. Am 11.9. lag es dort weiter auf Position 44° 58.41' N 074° 53.00' W.
Quelle:Tim Schwabedissen


Segelyacht im Schlepp der RNLI
Segelyacht im Schlepp der RNLI
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Yacht trieb vor Wicklow
(11.09.20) Das RNLI-Boot aus Wicklow kam am 9.9. gegen 13 Uhr eine 14 Meter langen Yacht zu Hilfe, die vor der Küste einen Maschinenausfall erlitten hatte. Das Rettungsboot lokalisierte das Boot mit zwei Mann an Bord binnen 20 Minuten sechs Meilen nördlich des Hafens, wo sie bei Nordwestwind von vier Beaufort trieb. Rasch war eine Schleppverbindung hergestellt, und um 14.30 Uhr war das Boot sicher zurück in Wicklow.
Quelle:Tim Schwabedissen


Plymouth: Segelyacht lief auf Hafenmole auf
(11.09.20) Eine 26 Fu' lange Segelyacht landete am 9.9. gegen 16.30 Uhr auf der gro'en Schutzmole des Hafens von Plymouth. Nachdem die örtliche RNLI-Station alarmiert war, lief die 'Annabel E Jones' zur Hilfeleistung aus. Rasch hatten die Seenotretter den Havaristen lokalisiert und machten eine Schleppleine fest.
Sie mussten aber auf die steigende Flut warten, bevor sie die Yacht wieder von dem Bau herunterziehen konnten. Sie wurde dann in die Mayflower Marina geschleppt. Wie die Yacht auf dem gro'en Bau auflaufen konnte, war ein Rätsel.
Zuletzt war vor einigen Jahren ein Schiff auf dem Mount Batten-Breakwater aufgelaufen. Am 3.10.1920 war die Viermast-Barkentine 'Yvonne' auf der Mole gestrandet und zerstört worden. Damals hatten das Rettungsboot aus Plymouth und der Schlepper 'Rover' die Schiffbrüchigen von der Mole herunterholen müssen, während 10 Meter hohe Wellen über ihr Schiff brachen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Nächtlicher Rettungseinsatz vor Rügen
Nächtlicher Rettungseinsatz vor Rügen
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Rügen: Einhandsegler dank Safe-Trx-App geholfen
(11.09.20) Die Seenotretter der DGzRS-Stationen in Glowe und Sassnitz haben am späten Abend des 9.9. vor Rügen einen Einhandsegler sicher in den Hafen gebracht. Bei Starkwind und ruppiger See hatte sein Boot Wassereinbruch erlitten. Seine Ehefrau alarmierte gegen 21 Uhr das MRCC der DGzRS, als sie durch die DGzRS-App 'SafeTrx' informiert wurde. Ihr Mann, der von Ystad nach Rügen segeln wollte, war nicht wie geplant im Hafen eingetroffen.
Eine durch die Sicherheits-App SafeTrx automatisch generierte SMS machte sie darauf aufmerksam. Zu diesem Zeitpunkt herrschte Starkwind mit sechs bis sieben Beaufort mit einer Wellenhöhe von 1,50 Metern. Die Wachleiter des MRCC konnten über die SafeTrx-Monitoring-Konsole Schiffsdaten, Route und die aktuelle Position der Yacht ermitteln. Auf Funkanrufe über Bremen Rescue Radio reagierte der Segler nicht.
Schlie'lich konnte der Mann nach mehreren Versuchen telefonisch erreicht werden. Er befand sich zu diesem Zeitpunkt rund vier Seemeilen nördlich von Lohme auf Rügen und meldete einen Wassereinbruch. Das Seenotrettungsboot 'Kurt Hoffmann' der DGzRS-Station Glowe sowie der Seenotrettungskreuzer 'Harro Koebke'der Station Sassnitz machten sich auf den Weg zur angegebenen Position.
Archivbild 'Seeadler'
Archivbild 'Seeadler'
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Zur Unterstützung zog das MRCC das Fischereischutzboot 'Seeadler' (IMO: 9191541) der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung sowie den unter Zypern-Flagge laufenden Frachter 'Verena', 2545 BRZ (IMO: 9387322), hinzu, die sich beide in der Nähe des Havaristen befanden. Der Frachter stellte den Erstkontakt zur Segelyacht her, während die 'Seeadler' bis zum Eintreffen der Seenotretter auf Standby blieb. Dem Segler gelang es, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu halten und das eindringende Wasser au'enbords zu befördern.
Die Yacht war weiterhin manövrierfähig und wurde auf dem Weg nach Glowe von der 'Notarius', dem Tochterboot des Seenotrettungskreuzers 'Harro Koebke' und dem Seenotrettungsboot 'Kurt Hoffmann' eskortiert. Kurz vor dem Hafen stieg ein Mitglied der Freiwilligen-Besatzung der 'Kurt Hoffmann' trotz schweren Seegangs auf den Havaristen über, um den Skipper zu unterstützen. In Begleitung der Seenotretter erreichte das Boot schlie'lich sicher den Hafen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild Autofrachter 'Elbe Highway'
Archivbild Autofrachter 'Elbe Highway'
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Kollision in Emden
(11.09.20) Am 10.9. gegen 17.10 Uhr, kam es in Emden in der Gro'en Seeschleuss zu einer Kollision zwischen einem Binnenschiff und dem unter Bahamas-Flagge laufenden Autofrachter 'Elbe Highway', 23498 BRZ (IMO: 9316282). Dabei fuhr der 46-jährige Binnenschiffsführer beim Verlassen der Schleuse in das Heck des vor ihm wartenden Frachters. Es entstand Sachschaden, kam aber weder zu keiner Gewässerverunreinigung Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei dauerten an. Am 11.9. um 11.30 Uhr machte der Autotransporter in Sheerness fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter riss sich von Anker los
(11.09.20) Der finnische Frachter 'Aurelie', 2774 BRZ (IMO: 9163647), der am 6.9. aus Stralsund nach Uusikaupunki ausgelaufen war und dort geankert hatte, riss sich am 10.9. vom Anker los und begann auf die Küste zuzutreiben. Die finnische Coastguard schickte Rettungseinheiten in Richtung des Schiffs. Ein Überwachungsflugzeug stieg auf.
Letztlich konnte die Crew das Schiff wieder unter Kontrolle bringen. Am 11.9. um 6.20 Uhr machte es sicher im Hafen von Uusikaupunki fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer auf Kabelleger
(11.09.20) Am 11.9. um 3.40 Uhr brach ein Feuer auf dem südkoreanischen Kabelleger 'Responder', 6204 BRZ (IMO: 9215206), aus, der sich westlich der Südspitze der Insel Tsushima in der Ostchinesischen See befand. Alle 60 Personen an Bord wurden von einem kleineren Kabelleger übernommen, der gemeinsam mit dem Havaristen gearbeitet hatte. Die südkoreanische Coastguard und SAR-Schiffe kamen zu Hilfe und begannen mit der Brandbekämpfung auf dem Schiff.
Quelle:Tim Schwabedissen


Ein Toter bei Kollision auf Mentay-Fluss
(11.09.20) Am 9.9. gegen 20 Uhr kam es auf dem Mentay-Fluss bei Indo Balambit im Distrik Mentaya Hillir Utara zu einer Kollision, bei der der Kapitän des Schleppers 'Aik Gadis' ums Leben kam.
Der indonesische Frachter KM 'Surya Pertiwi', 1463 BRZ (IMO: 884438), kam bei schweren Regenfällen vom Kurs ab, als er unbeladen auf dem Mentaya Sampit River von Sampit Port mit einer 15-köpfigen Crew an Bord nach Biringkassi in der Jeneponto Regency, Süd-Sulawesi, unterwegs war. Vor dem Balambit Terminal, rund eine Meile vom Hafen Bagendang entfernt, kam der Frachter vom Kurs ab und stie' gegen die mit 688 Baumstämmen beladene Barge, die von Tangar im Mentaya Hulu Distrikt in Kotim kam.
Diese wurde auf den Schlepper geschoben, der sofort sank. Drei Mann konnten sich retten, der Kapitän wurde vermisst. Die Suche nach ihm dauerte an. Am Morgen des 10.9. sa' der Frachter immer noch auf der von ihm unter Wasser gedrückten Barge auf.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schwell von Binnenschiff verursacht Schäden
(11.09.20) Ein auf dem Main bei Frankfurt-Schwanheim zu Tal laufendes Gütermotorschiff verursachte am Abend des 10.9. durch erhöhten Wellenschlag an mindestens neun Sportbooten einen Sachschaden. Diese waren an einer Steganlage festgemacht. Die zuständige Wasserschutzpolizeistation Frankfurt hat die Ermittlungen aufgenommen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Barkasse bei Peking-Eskorte auf Ankerdraht aufgelaufen
(11.09.20) Als die 25 Meter lange Hamburger Hafenbarkasse 'Serrahn Star' (MMSI:211541790) mit 34 Fahrgästen an Bord am 7.9. die Überfahrt der Viermastbark 'Peking' von der Peters-Werft in Wewelsfleth nach Hamburg begleitete, kam es zu einer Havarie. Auf der Elbe musste sie einem herannahenden Frachter ausweichen und lief beim Sportboothafen Mühlenberg auf einen zum Ufer ausgefahrenen Ankerdraht des unter Luxemburg-Flagge registrierten Baggerschiffs 'Fernão de Magalhaes', 8015 BRZ (IMO:9466697), auf. Der erfahrene Schiffsführer wollte zwischen der Hafeneinfahrt und dem Bagger hindurchfahren, als die Barkasse auf dem Draht aufsetzte und mit dem Ruder hängenblieb. Durch den plötzlichen Ruck wurden zwei Fahrgäste verletzt.
Metall rund um den Propeller und das Ruder wurde verbogen. Die Polizei erteilte ein Weiterfahrverbot. Offenbar hatte der Schiffsführer die zwei schwarzen Ankerbälle im Bereich des Schornsteins des Baggers übersehen bzw. nicht wahrnehmen können. Diese waren erst gesetzt worden, nachdem der Bagger-Kapitän am Morgen eine Ordnungswidrigkeitsanzeige bekommen hatte, weil er vergessen hatte, sie hochzuziehen.
Am 8.9. wurde die 'Serrahn Star' bei der Hamburger Norderwerft aufgepallt. Sie fällt noch mindestens bis nächste Woche aus, der materielle Schaden lag bis zu 30 000 Euro. Dazu kamen noch die Ausfälle durch abgesagte Fahrten.
Quelle:Tim Schwabedissen


Betrunkener Schiffsführer setzte Binnenschiff auf Grund
(11.09.20) Am 8.9. lief ein 85 Meter langes, deutsches Gütermotorschiff auf der Mittelweser unterhalb der Autobahnbrücke A 1, auf Grund. Die Wasserschutzpolizei der Polizei Bremen wurde daraufhin alarmiert. Der Havarist war voll abgeladen mit Kies.
Die Wasserschutzpolizei sicherte die Unfallstelle mit den Polizeibooten 'Bremen 6' und 'Bremen 10'. Im Rahmen der Ermittlungen zum Unfallhergang wurde festgestellt, dass der Schiffsführer unter Alkoholeinfluss stand. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von knapp 1,7 Promille.
Auf Anordnung wurde eine Blutentnahme bei ihm durchgeführt und eine entsprechende Strafanzeige gefertigt. Am 9.9. wurden 220 Tonnen der Ladung geleichtert, um den Tiefgang zu verringern. Am Abend konnte das Schiff wieder freigeschleppt werden.
Es wurde durch einen Ersatzschiffsführer zu einem Liegeplatz an der Schleuse Hemelingen verholt. Am Binnenschiff entstanden nach ersten Untersuchungen keine grö'eren Schäden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Evakuierung in Tomrefjord nach Ammoniumleck
(11.09.20) Am 10.9. um 12 Uhr kam es zu einer Ammoniumleckage auf einem 45 Meter langen und acht Meter breiten Trawler im Dock der Solstrand-Werft in Tomrefjord in Vestnes, Møre og Romsdal. Insgesamt 23 Personen wurden evakuiert und in einem Hotel untergebracht, zwei Mann kamen vorsorglich ins Krankenhaus, die an Bord gearbeitet hatten. Die Feuerwehr versuchte, das Leck zu finden und den Austritt zu stoppen.
Die Polizei richtete eine Sicherheitszone von 300 Metern ein. Davon waren rund 40 Anwohner und Werftarbeiter betroffen. Es gab zwar keine Explosionsgefahr, doch das Gas ist toxisch und kann zu Vergiftungserscheinungen führen. Da es nicht gelang, das Leck zu finden, wurde entschieden, den Inhalt des Tanks in den Fjord zu entleeren. Um 20.30 Uhr erst war die Gefahr beseitigt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter rammte Kutter und Kai
(11.09.20) Am 10.9. kurz vor 20 Uhr kollidierte der von Hammerfest kommende norwegische Kühlfrachter 'Svertfoss', 2990 BRZ (IMO: 9323089), im Hafen von Tromsø-Breivika erst mit dem norwegischen Trawler 'Fiskenes', 902 BRZ (IMO: 9234563), und krachte dann in eine Kaianlage. Das mit Containern beladene Schiff war von Murmansk kommend am Nachmittag in Tromsø eingetroffen.
Hier sollte es an mehreren Liegeplätzen festmachen, bevor es nach Velsen weitergeht. Beim Manövrieren ereignete sich der Uufall. Ein Schlepper zog den Havaristen wieder aus dem Kai heraus.
Dann wurde er sicher festgemacht wurde. Die Polizei nahm Ermittlungen auf und befragte den Kapitän. Während der Frachter keinen sichtbaren Schaden hatte, wurden das Boot und der Kai gleicherma'en in Mitleidenschaft gezogen. Der Trawler lief am 11.9. um 00.40 Uhr nach Ålesund aus.
Quelle:Tim Schwabedissen


Sieben Vermisste vor Mahdia
(11.09.20) 34 Kilometer vor dem Hafen von Mahdia sank am 10.9. ein Kutter. Von der 10-köpfigen Crew konnten bislang nur drei Mann gerettet werden, die übrigen wurden noch vermisst. Über die Region zogen zum Unglückszeitpunkt schwere Gewitterstürme mit starkem Wind.
Quelle:Tim Schwabedissen


Dieselölfilm an New Diamond verdoppelt
(11.09.20) Am 10.9. hat sich der Dieselölfilm am Tanker 'New Diamond' vor Sri Lanka verdoppelt. Er war nun zwei Kilometer lang bei einer Breite zwischen 10 und 30 Metern und wurde von einer Dornier der indischen Coastguard mit Chemikalien bekämpft. Nachdem die Brandbekämpfung nun vorüber war, lag das weitere Vorgehen in den Händen der Reederei.
Am 10.9. gelang es einem 17-köpfigen Bergungsteam sowie vier Mann der Marine von Sri Lanka trotz rauer See an Bord der 'New Diamond' zu kommen, um Inspektionen und Untersuchungen vorzunehmen. Der unter Palau-Flagge laufende Schlepper 'TTT 1', 1047 BRZ (IMO: 9336634) hielt das mit einem zu 80 % gefluteten Maschinenraum achtern tief im Wasser liegende Schiff rund 50 Meilen vor Kalmunai ungefähr auf Position 07° 43.36' N 082° 28.76' E. Es hatte 1,700 Tonnen Bunkeröl an Bord. Die Behörden Sri Lankas verlangten, dass das Schiff aus ihren territorialen Gewässern gezogen wird. Vier Schiffe der indischen Coastguard blieben auch 48 Stunden nach Erlöschen des Feuers auf Standby in der Nähe. Der Maschinenraum wurde inzwischen entraucht und der Bunkertank als Ursache der Leckage identifiziert. Es sollte nun versucht werden, ihn zu leeren und das Leck abzudichten.
Mit Tauchpumpen und Gasgeneratoren soll ein Arbeiten an Bord möglich werden. Ein Leichtern des Tankers auf See wird schwierig, da die Pumpen an Bord mehr funktionstüchtig waren. Deshalb war der Plan, ihn in einen indischen Hafen zu bringen und dort die Fracht auf kleinere Tanker umzuladen.
Der Kapitän des Tankers wurde unterdessen von Kalmunai nach Galle gebracht und dort gemä' der Corona-Regeln isoliert. Das mit Verletzungen zunächst ins Kranenhaus in Kalmunai gebrachte Crewmitglied wurde in eine Privatklinik in Colombo verlegt zur weiteren Behandlung.
Quelle:Tim Schwabedissen


Indisches Patroullienboot kam neun Fischern zu Hilfe
(11.09.20) Die ICGS 'Vaibhav' der indischen Coastguard kam der neunköpfigen Crew des Kutters IFB 'Jeraldon-2', der 75 Meilen südöstlich von Tuticorin, Tamil Nadu trieb, nachdem die Maschine ausgefallen war, zu Hilfe. Bei starken Wind driftete es in Richtung der Gewässer von Sri Lanka. Nachdem das Maritime Rescue Sub Centre (MRSC) einen Notruf aufgefangen hatte, begann eine Suche nach dem Havaristen, mit dem 25 Meilen vor der Seegrenze Kontakt hergestellt werden konnte.
Die ICGS 'Vaibhav' nahm den Havaristen auf den Haken in Richtung eines anderen Kutters desselben Eigners, der ebenfalls zu Hilfe kam. 10 Meilen innerhalb der indischen Hoheitsgewässer wurde er diesem am Abend des 10.9. übergeben.
Quelle:Tim Schwabedissen


Solent: Mastbruch bei Kollision
(11.09.20) Das RNLI-Boot aus Bembridge wurde am 10.9. gegen Mittag alarmiert, nachdem zwei 38 und 30 Fu' lange Segelyachten dicht an der Horse Tail Channel-Tonne kollidiert waren. Die 'Alfred Albert Williams' lief um 12:15 Uhr aus, kurz nachdem die Solent Coastguard sie alarmiert hatte. Nach nur fünf Minuten waren die Seenotretter vor Ort. Zwei Mann wurden auf die ''Aegir' übergesetzt, die einen Mastbruch erlitten hatte, um sie zu sichern. Danach steuerte die grö'ere Yacht die Gosport Marina an. Die ''Aegir' nahm mit eigener Maschine Kurs auf Chichester. Um 13.30 Uhr war die 'Alfred Albert Williams' zurück auf ihrer Station.
Quelle:Tim Schwabedissen


Motoryacht vor Blyth/GB abgeschleppt
(11.09.20) Das RNLI-Boot aus Blyth entdeckte am 8.9. auf der Rückfahrt von einem Training eine offenbar in Schwierigkeiten befindliches Motoryacht, das eine Meile südlich des Leuchtturms des Hafens trieb. Um 19.30 Uhr kontaktierten sie die Coastguard und nahmen Kurs auf die 26 Fu' lange Yacht, die einen Bruch der Propellerwelle erlitten hatte und damit antriebslos auf dem Fluss trieb.
Um 19.35 Uhr war der Havarist erreicht und wurde in Schlepp genommen. Er wurde an den Notliegeplatz der Blyth Boating Association gelegt, und um 20.40 Uhr waren die Seenotretter wieder klar auf Station.
Quelle:Tim Schwabedissen


10.09.2020

Hobiecat gekentert
Hobiecat gekentert
(Bild: KNRM) Gro'bild klick!
Katamaran vor Egmond gekentert
(10.09.20) Am 6.9. wurde gegen Mittag die Egmond-Rettungsbrigade (ERB) von der holländischen Coast Guard alarmiert, nachdem ein Katamaran an der Nordseite von Egmond gekentert war. Mit Ferngläsern konnte er rasch lokalisiert werden, und die Lifeguards der ERB machten rasch ein Boot klar. Als es vor Ort eintraf, stellte sich heraus, dass beide Schwimmer des auf der Seite liegenden Boots sich langsam mit Wasser füllten.
Deshalb war ein Aufrichten nicht direkt möglich, und es wurde entschieden, die Hilfe des KNRM-Boots 'Adriaan Hendrik' anzufordern. Nach einer halben Stunde ging es längsseits, und mit gemeinsamen Einsatz gelang es, die Yacht wiederaufzurichten, sodass sie zurück zum Strand gesegelt werden konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter nach Vigo abgeschleppt
(10.09.20) Auf dem spanischen Kutter 'Arlanzo Cuatro', 12,89 BRZ aus Moaña in Pontevedrakam es am 9.9. zu einem Maschinenausfall 4,4 Meilen südwestlich von Silleiro. Die dreiköpfige Crew setzte einen Notruf ab. Salvamento Marítimo schickte das SAR-Boot 'Salvamar Mirach' (MMSI:224069950) der Station in Cangas de Morrazo zu Hilfe. Es nahm den Havaristen auf den Haken und schleppte ihn nach Vigo ab. Hier machte das 1998 erbaute, 12 Meter lange Schiff am Reparaturdock von Bouzas fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Baby wird gerettet
Baby wird gerettet
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Geistesgegenwärtiger Vater rettete vier Kinder nach Schiffbruch
(10.09.20) Ein Baby und drei weitere Kinder wurden gerettet, nachdem ein geistesgegenwärtiger Vater den 24 Fu' langen, ehemaligen Kutter 'Sea Breeze' a 8.9. nach Wassereinbruch reaktionsschnell auf Felsen bei Torquay, Devon, setzte, um ihn vor dem vollständigen Untergang zu bewahren. Insgesamt waren sechs Menschen an Bord, die sich vom Bug auf die Felsen flüchten konnten. Beide RNLI-Boote aus Torbay rückten nach dem Alarm um 14.37 Uhr aus und waren binnen 10 Minuten vor Ort.
Sie brachten die Kinder eines nach dem anderen in Sicherheit. Danach folgten die Erwachsenen. Alle hatte der Schiffbruch geschockt, aber ansonsten unversehrt überstanden.
Auch die Torbay Harbour Authority war mit zwei Booten vor Ort. Sie sammelten Trümmer ein und bekämpften einen Dieselölfilm von 150 Metern Länge und 25 Metern Breite. Die Coastguard schickte einen Helikopter zur Unglücksstelle. Das Wrack sollte am 9.9. geborgen werden. Der Torbay Council strahlte eine Notice to Mariners aus, um vor dem Schiff, von dem nur noch der Bug und ein Teil des Ruderhauses aus dem Wasser ragte, zu warnen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Trawler vor Plymouth leckgeschlagen
(10.09.20) Das RNLI-Boot 'Sybil Mullen Glover' aus Plymouth kam am 7.9. einem 30 Meter langen Trawler zu Hilfe, der einen Wassereinbruch 25 Meilen südlich des Hafens gemeldet hatte. Auch die RNLI Salcombe sowie ein anderer Trawler kamen den vier Fischern auf dem Havaristen zu Hilfe. Nachdem das Boot aus Plymouth zunächst wieder zurückgerufen wurde, musste es später nochmals zur Assistenz auslaufen und schleppte den Havaristen in den Hafen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wassereinbruch in Heraklion
(10.09.20) Am Morgen des 9.9. kam es kurz vor dem fahrplanmä'igen Auslaufen der unter Zypern-Flagge laufenden Fähre 'Power Jet', 5335 BRZ (IMO: 9127576), aus Heraklion nach Thira zu einem Wassereinbruch in die Bilge im Bereich des Steuerbord-Stabilisators. Die Crew konnte das Wasser mit mobilen Pumpen lenzen, und der Kapitän informierte die Hafenbehörde.
Diese verhängte ein Auslaufverbot bis zum Abschluss von Reparaturen und einer Klasseinspektion. Am 10.9. lag das Schiff weiter in Heraklion am Kai.
Quelle:Tim Schwabedissen


Tanker 'Tanio' sinkt
Tanker 'Tanio' sinkt
(Bild: Prefecture Maritime) Gro'bild klick!
Ile de Batz: Wrack der Tanio mit Magnetplatten abgedichtet
(10.09.20) Vom 5. bis 8.9. arbeiteten Taucher der CEPHISMER am Rumpfe des madagassischen Tankers 'Tanio', 18048 BRZ (IMO: 5212397), der am 7.3.1998 vor Ile de Batz gesunken war. Sie hatten die BSAM 'Garonne' dabei als Basis. Bei Erkundungen im Dezember 2019 waren Korrosionslöcher im Rumpf entdeckt worden, die zu Ölleckagen führten. Die Taucher nutzten günstige Tidenkoeffizienten und ruhiges Wetter aus, um magnetische Platten auf 10 zuvor identifizierten Löschern aufzubringen und diese damit abzudichten.
Dabei kam auch ein ROV von Diomède in Brest zum Einsatz. Die Überwachung der Küstenabschnitte und Zuzfahren in Finistère-Nord wird mit Flugzeugen und Satelliten weiter fortgesetzt, um sicherzustellen, dass keine neuen Leckagen auftreten.
Am 7.3.1980 war der Tanker auf der Reise von Wilhelmshaven nach Civitavecchia 25 Meilen vor der Ile de Batz auseinandergebrochen. Ein Super Frelon-Helikopter der französischen Marine barg 31 Mann ab, weiter acht Mann blieben vermisst. Die 'Tanio' war mit 28,600 Tonnen Öl beladen gewesen, von denen rund 10,000 Tonnen ausliefen und 200 Kilometer Küste verschmutzten.
Das Achterschiff, in dem sich noch 7,500 Tonnen Öl befanden, konnte nach Le Havre abgeschleppt werden. Das Vorschiff mit weiteren 10,000 Tonnen Öl an Bord sank auf 80 Metern Wassertiefe.
15 Monate lang war die COMEX beschäftigt, rund 5,100 Tonnen Öl zu bergen und Risse im Rumpf abzudichten. Diese Arbeiten wurden durch starke Strömungen und Stürme verkompliziert.
Am 16.11.2019 wurde das CROSS Corsen alarmiert, weil zwischen den Stränden von Saint Samson in der Gemeinde von Plougasnou und Saint-Jean- du-Doigt in der Kommune von Saint-Jean-du-Doigt im Norden von Finistère Ölverschmutzungen entdeckt wurden. Vögel mit Ölspuren an Flügeln und Beinen wurden an mehreren Stränden in Nord-Finistère-entdectk.
Das CEDRE (Centre de Documentation de Recherche et d'Expérimentation sur les pollutions accidentelles des eaux), VIGIPOL (Syndicat mixte pour de protection du littoral breton) und die LPO (Ligue de Protection des Oiseaux) versuchten die Ursache zu finden. Dazu wurden Satellitenbilder, Flugzeuge. Schiffe und landgestützte Ressourcen herangezogen, die im Rahmen der regulären Gewässerüberwachung eingesetzt waren. Die ersten Analysen der CEDRE, die Proben gezogen hatte, stellte eine Übereinstimmung mit der Ladung der 'Tanio' fest.
Am 21. und 22.11.2019 wurde eine kurze Schönwetterphase genutzt, um mit dem Minenjagdboot CMT 'Pegasus' das Wrack der 'Tanio' präzise zu relokalisieren. Am 3.12. führte das CEPHISMER an Bord der BSAM 'Rhône' mit dem ROV 'Diomède' eine Untersuchung des Rumpfes fast 40 Jahre nach dessen Untergang durch. Dabei wurden einige kleine Lecks entdeckt, aus denen Öl austreten konnte. Auf der Basis der Untersuchung wurde der Einsatz der 'Garonne' und des CEPHISMER vorbereitet, der dann am 5.9. begann.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kapitän kam mit leckem Schiff und zusammengeklebter Seekarte nach Brake
(10.09.20) Am 9.9. um 13.20 Uhr stellte die Wasserschutzpolizei Brake beim Anlegemanöver des 81 Meter langen, unter Panama-Flagge laufenden Frachters 'Ranis', 1554 BRZ (IMO: 9111541), im Hafen von Brake fest, dass aus einem Loch im Bugbereich des Schiffsrumpfes kontinuierlich Wasser als Strahl austrat. Im Rahmen der Schiffskontrolle wurde deutlich, dass die Leckage der Schiffsführung bis dahin nicht bekannt war. Das Schiff war in Ballast aus Gíjon nach Brake gekommen.
Im weiteren Verlauf der Kontrolle wurde zudem festgestellt, dass der Kapitän mit selbst zusammengeklebten Seekarten auf der Weser bis Brake navigiert hatte, ergänzt um Informationen, die er einer Seekarte eines Notebooks entnehmen konnte. Für die geplante Anschlussreise mit Ladung von Brake nach Marokko hatte der Kapitän jedoch bereits originale und aktuelle Seekarten geordert.
Diese Reise verzögerte sich jedoch, da die Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft, Dienststelle Schiffssicherheit, ein Auslaufverbot für das Schiff bis zur Behebung des Schadens im Bugbereich ausgesprochen hat. Am 10.9. lag es weiter am Niedersachsenkai.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter drohte bei Stad auf Grund zu treiben
(10.09.20) Am 8.9. um 15.30 Uhr kam es auf dem unter Barbados-Flagge laufenden Frachter 'Carten Maria', 3176 BRZ (IMO: 8405878), der auf der Reise von Uthauk nach Ålvik in der Kvam-Gemeinde in Vestland war, zur einem Maschinenproblem. Das Schiff trieb manövrierunfähig auf die Küste südlich von Stad zu und setzte einen Notruf ab. Alle Rettungseinrichtungen wurden vom südnorwegischen JRCC auf Standby gebracht.
Kalkulationen zeigten, dass der Havarist binnen einer Stunde stranden könnte. Glücklicherweise gelang es der Crew, die Maschine rechtzeitig wieder zum Laufen zu bekommen. Das Rettungsboot 'Halfdan Grieg', das bereits von der NSSR-Station in Måløy ausgelaufen war, konnte wieder umdrehen. Am 9.9. um acht Uhr machte der Frachter unbeschadet in Ålvik fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kollision in Easterdam
(10.09.20) Am Abend des 7.9. kollidierte ein Schiff mit der Skûlenboarch-Brücke bei Eastermar. Am Morgen des 9.9. entdeckte ein Taucherteam den Schaden am Kollisionsschutz des Bauwerks, das die Fahrt von anlaufenden Schiffen in Richtung der Brücke oder der Schleuse herabsetzt. Wartende Fahrzeuge können auch daran festmachen. Rijkswaterstaat wollte den Schaden am System rasch reparieren. Der Schiffsverkehr kann vorerst einfach durch die Konstruktion hindurchlaufen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Yacht bei Horten auf Grund gelaufen
(10.09.20) Am 9.9. trieb eine Segelyacht auf eine Schäre bei Julaften, und die Crew bat um Assistenz. Das NSSR-Rettungsboot 'Prinsesse Ragnhild-RS 170' (MMSI: 257067640), ein erst 2019 in Dienst gestelltes 12-Meter-Boot der Staff-Klasse, kam von der Station in Horten zu Hilfe.
Bei ruhiger See und schwachem Wind gelang es ohne Probleme, eine Schleppverbindung herzustellen und das Boot vom Felsen wieder herunterzuziehen. Anschlie'end wurde es in den Hafen von Horten geschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Tanker hatte Schaden an Hochdruckleitung
(10.09.20) Auf dem unter Marshall-Islands-Flagge laufenden Tanker 'Front Castor', 62849 BRZ (IMO: 9780251), der von Sture nach Whitegate, Irland unterwegs war mit einer Ladung von 79.000 Tonnen Rohöl und einer 20-köpfigen Crew, kam es am 8.9. gegen 20 Uhr zu einem Schaden an einer Hochdruck-Kraftstoffleitung. Das Schiff wurde NUC auf Position 55 00 N, 006 26 40 W. Die Belfast Coastguard wurde verständigt und hielt nach Schleppern in der Nähe Ausschau, die letztlich aber nicht benötigt wurden.
Die Crew führte Reparaturen mit Anweisungen von Ingenieuren an Land durch. Danach erfolgte eine 90-minütige Maschinenerprobung an der nördlichen Seite der Verkehrstrennungszone. Nachdem diese erfolgreich verlaufen war, setzte der Tanker seine Reise fort.
Quelle:Tim Schwabedissen


Havarie brachte ans Licht - kein Kapitän an Bord
(10.09.20) Am 9.9. steckte ein mit Palmöl beladener Truck aus Rupat Island auf der RoRo-Rampe der indonesischen Fähre KMP 'Swarna Darma', 2399 BRZ (IMO: 9140308), in Bandar Sri Junjungan fest. Er sa' mit dem Auflieger auf, und sowohl dieser wie auch die Rampe wurden beschädigt. Die übrigen Autos mussten fünf Stunden, von 7.30 Uhr bis 12.30 Uhr warten, bis sie von Bord des Schiffs konnten.
Der Fährservice Dumai-Rupat war sechs Stunden lang unterbrochen. Nach einer raschen Reparatur konnte das Schiff wieder in Dienst gehen. Schwerwiegender als der Schaden selbst war allerdings der Umstand, dass sich regelwidrig der Kapitän während der Überfahrt von Rupat nach Dumai nicht an Bord befunden hatte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Drei Rheinhavarien binnen drei Stunden
(10.09.20) Drei Mal innerhalb von nur drei Stunden haben am 9.9. Sportbootunfälle die Rüdesheimer Wasserschutzpolizei beschäftigt. Um kurz nach 17 Uhr wollte ein Boot auf Höhe von Rüdesheim in Richtung Binger Hafen laufen. Dabei verlie' es das ausgetonnte Fahrwasser und kam auf einem knietief unter Wasseroberfläche liegenden Felsen fest.
Der Motor wurde so stark beschädigt, dass Betriebsstoffe in den Rhein flossen. Die Rüdesheimer Feuerwehr legte einen Ölschlängel aus und schleppte das Sportboot frei. Es kam in eine Werft nach Bingen.
Gegen 18.15 Uhr rückten die Beamten abermals aus. Oberhalb der Rüdesheimer Aue hatte ein Sportbootführer mit Ziel Rüdesheimer Hafen die Fahrrinne verlassen und war auf einen unter dem Wasser verborgenen Felsen aufgelaufen. Wieder musste die Rüdesheimer Feuerwehr das Boot freischleppen. Ein Wassereinbruch konnte mithilfe der bordeigenen Pumpen kontrolliert werden. Das Boot kam ebenfalls in eine Werft nach Bingen.
Die dritte Havarie wurde der Wasserschutzpolizei um 19.50 Uhr gemeldet: Ein Sportboot hatte wegen Maschinenproblemen oberhalb der Mäuseturminsel in der Fahrrinne Anker geworfen. Wegen der starken Strömung und angesichts des geringen Grö'e Bootes und der lebhaften Schifffahrt an dieser Stelle wurde die Besatzung schnell abgeborgen und das Boot nach Bingen gebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen


Tankerwrack wird weiter von Sri Lanka weggezogen
(Datum) Am 9.9. gelang es internationalen Bergungsexperten erstmals, an Bord des teilweise ausgebrannten Tankers 'New Diamond' vor Sri Lanka zu kommen. Das Feuer war inzwischen aus. Doch der Dieselölfilm, der sich vom Schiff erstreckte, hat sich bis zum 9.9. verdoppelt.
Er ist nun zwei Kilometer lang. Der insgesamt derzeit stabile Tanker befand sich am 10.9. rund 92 Kilometer vor der Ostküste von Sri Lanka. Die Marine von Sri Lanka und die indische Coast Guard waren weiter vor Ort, und Chemikalien wurden zur Ölbekämpfung eingesetzt und nahmen Wasserproben.
Der Maschinenraum sowie der ausgeglühte Aufbautenbereich des Wracks, von dem nur die Steuerbord-Brückennock vom Feuer verschont geblieben war, war noch mit giftigen Gasen angefüllt. Ein weiterer Schlepper von Smit Salvage traf am 10.9. mit Ausrüstung zum Lenzen des Wassers sowie der Entgasung vor Ort ein. Die Behörden wiesen die Berger an, den Tanker weiter auf See hinaus zu ziehen bis zu einer Distanz von 200 Kilometern zur Küste.
Vom 9. auf den 10.9. war er 20 Kilometer nordwärts verdriftet. Sri Lankan verlangte unterdessen eine Entschädigung für die Kosten der Brand- und Ölbekämpfung. Am 10.9. um 10 Uhr stieg eine Beechcraft der China Bay Air Force zu einem Erkundungsflug auf. Aktuell nahm der Wind in dem Seegebiet im Indischen Ozean zu.
Quelle:Tim Schwabedissen


09.09.2020

Wrack der 'CDRY Blue'
Wrack der 'CDRY Blue'
(Bild: Andrea Scano) Gro'bild klick!
Sardinien: Wrack bei Sant'Antioco verschwindet
(09.09.20) Nicht mehr allzu viel übrig ist mittlerweile von dem italienischen Frachter 'CDRY Blue', 5629 BRZ (IMO: 9504619), der am 21.12.2019 in einem Sturm mit bis zu 50 Knoten Windgeschwindigkeit auf der Reise von Cagliari nach Alicante auf Felsen in der Nähe von Capo Sperone an der Südwestküste der Insel Sant'Antioco in Sardinien geschmettert und später zum konstruktiven Totalverlust erklärt worden war. Seit Juli ist wie vereinbart die Firma Resolve Salvage & Fire, die in Italien von der Banchero Costa repräsentiert wird und lokal als Subagenten die Gruppo Cincotta hat, dabei, das hoch auf den Klippen liegende Wrack abzubrechen. Die Arbeiten sind in den Sommermonaten rasch vorangekommen.
Derzeit ragt nur noch die Bugsektion des einst 108 Meter langen Schiffs empor, alles dahinter wurde von der Kranbarge 'RWG 280' bis zur Wasserlinie abgebrochen und dann auf dem Wasserweg nach Piombino abtransportiert. Die neu gegründete Werft Piombino Industrie Marittime wurde mit der finalen Entsorgung von Stahl und anderen Materialien sowie der Ausrüstung betraut.
Wenn alles nach Plan läuft, könnte das Wrack noch im September vollständig geräumt sein. Die Arbeiten fanden unter der kontinuierlichen Kontrolle der Hafenbehörde von Sant'Antioco statt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Supertanker 'New Diamond' ausgebrannt
Supertanker 'New Diamond' ausgebrannt
(Bild: Indian Coast Guard) Gro'bild klick!
New Diamond zieht Ölspur hinter sich her - Wassereinbruch im Maschinenraum
(09.09.20) Am 8.9. wurde bei Überwachungsflügen an dem Supertanker 'New Diamond' eine einen Kilometer lange Ölverschmutzung beim Heck entdeckt, den das Schiff hinter sich herzog. Vermutlich handelte es sich um Diesel aus den mit 1.700 Tonnen gefüllten Treibstofftanks. Die Ladetanks selbst mit rund zwei Millionen Barrel Rohöl darin blieben bislang intakt.
Ein Flugzeug der indischen Coastguard sprühte Chemikalien auf die Verschmutzung, um die Zusammensetzung so zu ändern, dass der schädliche Einfluss auf die Umwelt reduziert wird. Derweil pumpten die Einsatzkräfte weiterhin gro'e Mengen Wasser auf den Tanker.
Während dies in Hinblick auf die Eindämmung des Feuers Früchte zu tragen schien und seit dem 8.9. kein offenes Feuer mehr an Deck sichtbar war, sorgte das Löschwasser gleichzeitig dafür, dass das Achterschiff immer tiefer im Wasser lag. Grund dafür war, dass der Maschinenraum des Tankers durch die Löschwassermengen oder durch einen Wassereinbruch geflutet wurde. Achtern lag der Havarist, dessen ausgeglühter Schornstein durch die tagelange Hitzeeinwirkung deformiert und eingesackt war, rund einen Meter tiefer im Wasser, was die Stabilität beeinträchtigen könnte. Am 9.9. ging ein dreiköpfiges Bergungsteam von Smit Singapore an Bord. Taucher wurden aus der Luft abgesetzt, um die Ölverschmutzung zu untersuchen.
Die Airforce von Sri Lanka hat in den vergangenen Tagen bei 176 Flügen mehr als 440 Tonnen Wasser sowie 4.50 0 Kilogramm Chemietrockenpuder über dem Tanker abgeworfen. Während der vergangenen sieben Tage waren eine Beech King B200 des 3. Maritime Squadron, MI-17-Helikopter des 6. Helicopter Squadron, Bell 212-Helikopter des 7. Squadron, und Y-12 Flugzeuge des 8. Light Transport Squadron eingesetzt. Bei den insgesamt bislang 176 Flügen wurden über 100 Flugstunden absolviert.
Der Havarist wurde nun wieder weiter von der Küste weggeschleppt und befand sich nun in einer Distanz von 42 Meilen. Neun Schiffe aus Indien und Sri Lanka sowie Bergungsschlepper und Hubschrauber setzten die Löscharbeiten fort. Der Kapitän der 'New Diamond' war auf einem Schiff weiter vor Ort und unterstützte die Bemühungen.
Die übrigen 20 Mann wurden unterdessen nach Galle gebracht und als COVID-19-Vorsorge isoliert. Ein Mann war bei der Kesselexplosion, die den Brand auslöste, ums Leben gekommen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Zylinderschaden vor Plymouth
(09.09.20) Auf dem holländischen Containerfrachter 'Encounter', 7642 BRZ (IMO: 9255775), kam es am 7.9. zu einem Zylinderkopfschaden auf der Reise von Rotterdam nach Bilbao. Das Schiff stoppte um 6.45 Uhr auf Position 49 31 49 N, 004 04 49 W rund 54 Meilen südlich von Plymouth zur Reparatur. Es hatte eine Containerladung von 3.709 Tonnen an Bord. Nachdem die Arbeiten am Nachmittag abgeschlossen waren, setzte es die Fahrt fort und machte am 9.9. um 1.30 Uhr am Noatum Container Terminal in Bilbao fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Segelyacht 'Monteray': Hummerkorb wird entfernt
Segelyacht 'Monteray': Hummerkorb wird entfernt
(Bild: Royal Navy) Gro'bild klick!
Zerstörer half Segelyacht
(09.09.20) Am 5.9. geriet die in Weymouth beheimatete Segelyacht 'Monteray' im Lulworth Cove mit einer zweiköpfigen Crew in eine Hummerfalle. Der Fangtopf wickelte sich um den Propellerschaft. Um 16.30 Uhr setzten die Segler einen Notruf ab, der von dem Zerstörer HMS 'Dragon', der sich gerade in der Weymouth Bay befand, aufgefangen wurde.
Binnen 50 Minuten war er vor Ort und setzte ein Boot aus, das der Yacht zu Hilfe kam. Doch es gelang nicht, den Topf aus dem Antrieb zu bekommen. Erst als ein Bordingenieur Charlie Rigelsford aus Southampton ins Wasser stieg, konnte er die Blockade lösen. Während die Segler danach die Manövrierfähigkeit testeten, blieb der Zerstörer noch auf Standby und setzte nach erfolgreichem Abschluss der Erprobung sein Training fort.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kühlfrachter hatte Öleinspritzprobleme im Ärmelkanal
(09.09.20) Auf dem unter Singapur-Flagge laufenden Kühlfrachter 'Star Standard', 14030 BRZ (IMO:9438509), hatte am 7.9. um 17.50 Uhr zu Problemen mit der Öleinspritzdüse auf Position 49 26 33.0 N 004 33 48.0 W. Er war zu der Zeit auf der Fahrt von Puerto Barrios nach Dover mit einer 21-köpfigen Crew an Bord.
Die Koordination der Überwachung des Havaristen wurde gegen 21 Uhr von der Falmouth Coastguard ans CROSS Corsen übertragen. Nach Abschluss der Reparatur setzte der Frachter seine Reise fort und erreichte am 9.9. gegen ein Uhr den Zielhafen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Heringskutter 'Broeder Isidoor' in besseren Tagen
Heringskutter 'Broeder Isidoor' in besseren Tagen
(Bild: Douwe Kamstra) Gro'bild klick!
Schiffbruch vor Wijdenes hat politisches Nachspiel
(09.09.20) Die Weise, in der der ausgediente, belgische Heringskutter 'Broeder Isidoor' vor Wijdenes in der vergangenen Woche Schiffbruch erlitt, warf Fragen bei Politikern in Hoorn auf. Vertreter der Parteien HOP und VOCHoorn wollten wissen, wie es dazu kommen konnte, und auch für den einstigen Eigner Tom van het Kaar waren die Umstände der letzten Reise ein Rätsel. Er hatte das 1953 erbaute Schiff vor 33 Jahren gekauft und vor kurzem noch über ein Abwracken mit der Gemeinde verhandelt.
Dann aber kam ein friesisches Paar an Bord und wollte das marode Schiff kaufen. Bereits vor der Übergabe begannen sie mit Abbrucharbeiten. Sie wollten den Schlüssel, um einige Vermessungen vorab vorzunehmen. Der Vorbesitzer händigte ihnen diesen in gutem Glauben aus, bekam ihn aber nie zurück.
So endete 'Broeder Isidoor'
So endete 'Broeder Isidoor'
(Bild: Douwe Kamstra) Gro'bild klick!
Er fand die beiden zwar seltsam, wäre aber nie auf die Idee gekommen, dass sie dann einfach auslaufen würden. Er hatte sie mehrfach gewarnt, weil das Schiff nur mit kontinuierlichem Lenzen im Hafen überhaupt schwimmfähig geblieben war. Es gab einige Lecks im Rumpf, und seit drei Jahren war der Kutter nicht mehr gefahren.
Das Holz oberhalb der Wasserlinie war deshalb ausgetrocknet und nicht mehr dicht. Die Hafenbehörde forderte die neuen Eigner nun aber auf, das Schiff aus dem Hafen zu bringen. Am 2.9. lief es nach Enkhuizen aus, kam aber nur vier Meilen weit bis vor Wijdenes und sank nach den erwartbaren Wassereinbrüchen dort trotz aller Versuche, es schwimmfähig zu halten.
HOP und VOCHoorn wollten nun wissen, ob die Hafenbehörde von den technischen Defekten des Schiffs wusste, und ob sie hätte eingreifen sollen, bevor es in See stach und ob es eine Verantwortlichkeit der Gemeinde gab. Auch sei zu prüfen, warum der Hafenkapitän beim Ablegen half und ob er nicht vorher das Vorliegen der notwendigen Genehmigungen hätte prüfen müssen. Der erste Bergungsversuch am 3.9. scheiterte wegen starken Windes. Stattdessen trieb das Wrack in Trümmer zerschlagen an der 150 Meter entfernten Küste an. Am 5.9. dann barg ein Schwimmkran von Hebo Maritiem aus Duisburg die letzten Reste aus dem knapp zwei Meter tiefen Wasser. Die Holzreste wurden auf einem Parkplatz in Wijdenes zur Entsorgung gestapelt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schaufelrad des Raddampfers 'Phoenix'
Schaufelrad des Raddampfers 'Phoenix'
(Bild: Gary Lefebvre) Gro'bild klick!
Schaufelräder gesunkenen Dampfers nach 201 Jahren entdeckt
(09.09.20) Am 4.9. gaben die Division for Historic Preservation (VDHP) und das Lake Champlain Maritime Museum die Entdeckung zweier Schaufelräder auf dem Grund des Lake Champlain bekannt, die wahrscheinlich Fragmente des Raddampfers 'Phoenix' sind, der am 44.9.1819 auf dem See in Brand geriet und sank. Am 31.8. hatte der Taucher Gary Lefebvre aus Colchester vor der Colchester Shoal mit einem ROV Wrackteile auf dem Grund des Lake Champlain in 180 bis 190 Fu' Wassertiefe entdeckt und Chris Sabick, dem Director of Research and Archaeology des Lake Champlain Maritime Museum, über den Fund informiert. Dieser erkannte darin Schaufelräder eines frühen Dampfboots.
Anhand der Position, des Baustils und umfangreicher Brandspuren am Holz wurde es als wahrscheinlich angesehen, dass die Räder zur 'Phoenix' gehörten. Als am Abend des 4.9.1819 ein Feuer den Dampfer nördlich der Colchester Shoal manövrierunfähig machte, mussten Passagiere, die nicht in die Boote kamen, ins Wasser springen und um ihr Leben schwimmen. Der Rumpf brannte herunter und trieb langsam auf die Untiefe.
Vorher brachen die beiden Schaufelräder aus der geschwächten Schiffskonstruktion und sanken. Bei Eisgang wurden die Rumpfreste ans Nordende des Colchester Shoal-Riffs geschoben. Der Schiffbruch ist einer der frühesten bekannten in den USA. Der Dampfer war der zweite auf dem Lake Champlain gewesen. Das Wrack gehört zu den Vermont Underwater Historic Preserves und ist gelisted im National Register of Historic Places.
Quelle:Tim Schwabedissen


Gestrandete Segelyacht
Gestrandete Segelyacht
(Bild: Ched Kaiser) Gro'bild klick!
Gestrandete Yacht am Dungeness Spit soll geborgen werden
(09.09.20) Die Eigner einer am Abend des 28.8. bei Dungeness Spit gestrandeten Segelyacht arbeiteten gemeinsam mit den Behörden daran, das Boot wieder flottzubekommen. Vertreter des Washington Maritime National Wildlife Refuge Complex waren eingebunden, nachdem das Boot bei Meile drei der Strait of Juan de Fuca auf dem Strand landete.
Auch das Clallam County Sheriff's Department und die U.S. Coast Guard waren beteiligt. Die New Dungeness Light Station Association überwachte die Situation. Es gab indes noch keine Zeitschiene für die Bergung.
Quelle:Tim Schwabedissen


Taucher am gesunkenen Schlepper 'Sir Gaetan'
Taucher am gesunkenen Schlepper 'Sir Gaetan'
(Bild: Dive Solutions) Gro'bild klick!
Indien hilft bei Arbeiten an gesunkenem Schlepper
(09.09.20) Die INS 'Nireekshak' der indischen Marine unterstützte die National Coast Guard von Mauritius bei den Arbeiten am gesunkenen Schlepper 'Sir Gaetan'. Ein Taucherteam bestätigte die Position des in 18 Metern Wassertiefe liegenden Wracks am 3. und 4.9. und dokumentierte es auf Videos, die mit den Behörden von Mauritius geteilt wurden, die bei der High Commission of India auf Mauritius um Assistenz gebeten hatten. Bislang wurde keine Ölverschmutzung, die vom Wrack ausging, entdeckt.
Am 7.9. wurden vier jeweils 1,2 Tonnen schwere Betonblöcke am Wrack versenkt, um daran Ölsperren festmachen zu können. Die INS 'Nireekshak' überwachte das Seegebiet auf Anfrage der Regierung von Mauritius auf Ölaustritte hin. Ein Flugzeug der Air Force mit einem 10-köpfigen Technical Response Team wurde ebenfalls nach Mauritius verlegt.
Der Schlepper war gesunken, nachdem sich eine von ihm gezogene Barge losgerissen hatte und versucht wurde, sie wieder einzufangen. Dabei stie' sie gegen das Heck, und es kam zu einem nicht mehr kontrollierbaren Wassereinbruch.
Quelle:Tim Schwabedissen


Sportboot beim Binger Loch in Schwierigkeiten
(09.09.20) Am 8.9. um 19:50 Uhr wurde der Wasserschutzpolizei Rüdesheim ein manövrierunfähiges Sportboot bei Rheinkilometer 529,2 oberhalb der Mäuseturminsel im Fahrwasser gemeldet. Es hatte wegen Maschinenproblemen im Fahrwasser Anker geworfen. Wegen der hohen Strömung in diesem Bereich war ein rasches Eingreifen geboten. Da die Personen an Bord keine Rettungswesten trugen, wurden sie durch die Wasserschutzpolizei Rüdesheim mit diesen ausgestattet und an Bord des Polizeibootes genommen.
Anschlie'end konnten Boot und Insassen wohlbehalten zurück zum Liegeort im Binger Hafen gebracht werden. Die Gefahren waren durch die Sportbootfahrer offensichtlich unterschätzt worden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Else hat Kiel verlassen
(09.09.20) Am 8.9. gegen 16 Uhr warf der Frachter 'Else' von der Lindenau-Werft in Kiel los, nachdem die Unstimmigkeiten um die zu hinterlegende Sicherheitssumme ausgeräumt werden konnten und dem Schiff eine Fahrterlaubnis erteilt wurde. Es setzte die Reise nach Les Sables zum Löschen der Ammoniumnitratladung fort, ging aber nicht durch den Nord-Ostsee-Kanal, sondern rund Skagen. Die Untersuchungen zum Unfall dauerten an.
Die Ermittler hatten den Verdacht, dass menschliches Versagen den Unfall ausgelöst hat. Es könne jedoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass technische Probleme eine Rolle bei der Havarie am 29.8. spielten. Es stand noch ein Gutachten in dem Fall aus. Gegen den verantwortlichen Schiffsführer wird wegen Verdachts der Schifffahrts-Gefährdung ermittelt. Das bei der Havarie beschädigte Schleusentor wurde ersetzt, und seit dem 4.9. waren wieder beide derzeit verfügbaren Schleusenkammern in Betrieb.
Quelle:Tim Schwabedissen


Yacht bei Pointe De Jonville auf Grund gelaufen
(09.09.20) Am 7.9. gegen 14.30 Uhr bat der 55 Jahre alte Skipper einer 9,60 Meter langen, französischen Segelyacht das CROSS Jobourg um Assistenz. Er war am Morgen aus Cherbourg ausgelaufen und war zwei Meilen östlich von Pointe de Jonville auf Grund geraten.
Das SNSM-Boot der Station Saint-Vaast-la-Hougue kam zu Hilfe. Ein Rettungsmann stieg an Bord über und stellte eine Schleppverbindung her. Die Yacht wurde dann freigeschleppt und in den Hafen von Saint-Vaast gezogen
Quelle:Tim Schwabedissen


Etliche Tote und Vermisste nach Kollision auf Gumai River
(09.09.20) Mindestens 10 Menschen, davon fünf Frauen und fünf Kinder, starben, 15 weitere wurden vermisst, als ein Sandfrachter am Morgen des 9.9. mit einem Fahrgastschiff auf dem Gumai River in Bangladesch im Gebiet von Rajnagar Haor in Netrakona kollidierte. Mehrere weitere Personen wurden lebend gerettet. Die Feuerwehr war mit Tauchern vor Ort, nachdem die Kalmakanda Fire Station um 10:45 Uhr alarmiert wurde. Das Fahrgastschiff kam von Dharmapasha in Sunamganj und war nach Chhakurakona in Netrakona unterwegs. An Bord waren rund 35 Passagiere.
Quelle:Tim Schwabedissen


Tödliche Kollision vor Escalante City
(09.09.20) Ein Fischer kam ums Leben, als ein bisher unidentifizierter Ro-Ro-Frachter am 8.9. seinen Kutter in den Gewässern von Sitio Pangayuhan bei Escalante City, Negros Occidental, rammte. Die philippinische Coast Guard in Negros Occidental identifizierte ihn als einen 29-jährigen Anwohner. Er war mit seinem Vater auf zwei Booten am Vorabend auf Fangfahrt ausgelaufen.
Als der Frachter einen der Kutter rammte, erlitt dessen Skipper tödliche Verletzungen. Der Vater war zwar Zeuge des nächtlichen Vorfalls, konnte aber den Kollisionsgegner nicht erkennen. Er barg den Körper seines Sohns und brachte ihn an Land.
Quelle:Tim Schwabedissen


Yacht vor Douglas abgeschleppt
(09.09.20) Am 9.9. um 6.05 Uhr wurde das RNLI-Boot aus Douglas von der HM Coastguard alarmiert, nachdem eine sieben Meter lange Segelyacht mit einer zweiköpfigen Crew an Bord vor Langness in Schwierigkeiten geraten war. Sie kam nicht mehr gegen den Tidenstrom und die Wellen an, und der Maschine drohte der Treibstoff nun ausgzugehen. Die beiden hatten daraufhin die Coastguard um Assistenz gebeten. Das Rettungsboot 'Marine Engineer' lief unter Vormann Edd Christian wenig später aus Douglas aus und ging auf Südkurs.
Bei zunehmendem Tageslicht entdeckten die Seenotretter die Yacht wenig später. Nachdem sie sich des Wohlergehens der Crew vergewissert hatten, wurde die Yacht auf den Haken genommen und nach Douglas abgeschleppt. Hier wurde sie am Visitors' Pontoon an der Battery Pier festgemacht. Um 7.35 Uhr war das Rettungsboot wieder klar auf Station.
Quelle:Tim Schwabedissen


08.09.2020

'Alagio DZ' hat ein Problem
'Alagio DZ' hat ein Problem
(Bild: Salvamento Maritimo) Gro'bild klick!
Yacht vor Roses in Seenot
(08.09.20) Am 7.9. geriet die Segelyacht 'Alagio DZ' vor der Küste von Almadrava bei stürmischem Wind in Schwierigkeiten. Die Fock wurde zerrissen, und das Ruder brach. Die zweiköpfige Crew setzte einen Notruf ab. Salvamento Marítimo schickte das SAR-Boot 'Salvamar Cástor' (MMSI: 224007650) aus Cadaqués zu Hilfe. Es nahm die manövrierunfähige Yacht auf den Haken und schleppte sie nach Roses ab.
Quelle:Tim Schwabedissen


Rettungsaktion 'Gulf Livestock 1'
Japan Coastguard Rettungsaktion 'Gulf Livestock 1'
(Bild: ) Gro'bild klick!
Bilder aus der sinkenden Gulf Livestock 1 veröffentlicht
(08.09.20) Die japanische Coastguard hat jetzt dramatische Bilder von Bord des Tierfrachters 'Gulf Livestock 1', 11947 BRZ (IMO: 9262883), der am 2.9. rund 85 Kilometer westlich der japanischen Insel Amami Oshima kenterte und sank, in seinen letzten Momenten veröffentlicht, die zuvor noch an Land übermittelt wurden. Sie zeigen das Innere des Maschinenraums, in den das Wasser strömt, während versucht wurde, elektrische Einrichtungen mit Planen zu schützen. Man sieht zwei Crewmitglieder im vergeblichen Kampf, die Maschine wieder zum Laufen zu bekommen, um die Kontrolle über den wild rollenden Havaristen zurückzuerlangen - wie man wei', vergeblich.
Am 8.9. nahm die japanische Coastguard ihre Suche nach den noch vermissten 40 Seeleuten wieder auf. Der bislang letzte Überlebende wurde am 4.9. aus einer Rettungsinsel geborgen, unmittelbar vor dem Aufzug des Wirbelsturms Haishen. Der 30-jährige Filipino trieb zwei Kilometer vor Kodakarajima, einer einsamen Insel in Südwest-Japan.
Wassereinbruch auf der 'Gulf Livestock 1'
Wassereinbruch auf der 'Gulf Livestock 1'
(Bild: Japan Coastguard) Gro'bild klick!
Zwei Tage zuvor war das Schiff gekentert, und bis dahin war lediglich ein Überlebender, der 45-jährige Chief, und ein Toter sowie ein leeres Schlauchboot und eine Rettungsweste geborgen worden. Der Taifun Maysak war dem Frachter mit 160 Kilometern Windgeschwindigkeit zum Verhängnis geworden.
Kapitän Dante Addug hatte noch Textnachrichten mit seiner Freundin ausgetauscht. Er berichtete, eine Maschine sei ausgefallen, konnte aber nach einer Stunde wieder gestartet werden. Doch dann wurde der Seegang immer höher, und Wasser begann einzudringen. Er schrieb, man könne nur noch beten.
Eine Analyse der globalen Satellitenanalysefirma Windward zeigte, wie die 'Gulf Livestock I' direkt in das Auge des Taifuns steuerte. Alle anderen Schiffe in dem Seegebiet waren ihm ausgewichen. Als der bis dahin stärkste Wirbelsturm des Jahres Landfall in Korea machte, richtete er schwere Verwüstungen an.
Der Frachter war bis zu seinem Untergang immer wieder mit Mängeln aufgefallen. Die letzte Fahrt der 'Gulf Livestock 1' begann in Napier am 14.8. 17 Tage später hätte das Schiff Jingtang in Tangshan erreichen sollen. Als es gerade die Inseln von Okinoerabujma passiert hatte, begannen die Schwierigkeiten, und am 2.9. um 1.40 Uhr funkte der Kapitän ein Notsignal und setzte mehrere Mobilfunknachrichten an seine Familie ab, die immer dramatischer klangen, bis sie abbrachen.
Zerstörtes Rettungsboot
Zerstörtes Rettungsboot
(Bild: Japan Coastguard) Gro'bild klick!
Das Schiff wurde von der Detlef Hegemann Rolandwerft in Berne als Containerschiff für die Reederei Jüngerhans in Haren (Ems) gebaut. Die Kiellegung fand am 4.4.2002, der Stapellauf am 20.9.2002 statt.
Fertigstellung und Ablieferung des Schiffes erfolgten am 9.12.2002. Das als 'Cetus J' als Teil einer Serie des Werfttyps RW 700 erbaute Schiff wurde in Charter der Maersk Line als 'Maersk Waterford' in Fahrt gebracht.
Es wurde in den darauffolgenden Jahren mehrmals umbenannt. Es lief von 2006 bis 2012 als 'Dana Hollandia' und bis 2015 als 'Cetus J'. Im September 2014 wurde das Schiff von der Reederei Jüngerhans zusammen mit dem Schwesterschiff 'Charon J' verkauft und 2015 auf der Werft Kuzey Star Shipyard in Tuzla zum Tiertransporter umgebaut.
Es kam für die Gesellschaft Mira Shipping International als 'Rahmeh' unter der Flagge Panamas in Fahrt. Erst 2019 wurde es in 'Gulf Livestock 1' umbenannt. Es war zuletzt im Besitz der in den Vereinigten Arabischen Emiraten ansässigen Reederei Gulf Navigation Holding
Archivbild 'Gulf Livestock 1', ex 'Rameh'
Archivbild 'Gulf Livestock 1', ex 'Rameh'
(Bild: Bahnfrend) Gro'bild klick!
Der Antrieb bestand aus einem Viertakt-Achtzylinder-Dieselmotor des Herstellers Caterpillar (Typ: MaK 8M43) mit 7200 kW Leistung. Er wirkte auf einen Verstellpropeller. Für die Stromerzeugung an Bord standen ein mit 1200 kW Leistung angetriebener Wellengenerator mit 1500 kVA Scheinleistung, drei von Dieselmotoren mit jeweils 1223 kW Leistung angetriebene Generatoren mit 1529 kVA Scheinleistung und zwei von Dieselmotoren mit jeweils 530 kW Leistung angetriebene Generatoren mit 538 kVA Scheinleistung zur Verfügung.
Weiterhin wurde ein von einem Dieselmotor mit 400 kW Leistung angetriebener Notgenerator mit 500 kVA Scheinleistung verbaut. Das Schiff war mit einem Bugstrahlruder ausgestattet. Das Schiff hatte eine Länge von 134,06 Metern, eine Breite von 19,40 Metern und eine Seitenhöhe von 9,45 Metern bei einem Tiefgang von 7,30 Metern.
Quelle:Tim Schwabedissen


Geschütze des Kreuzers 'Karlsruhe'
Geschütze des Kreuzers 'Karlsruhe'
(Bild: Stattnet) Gro'bild klick!
Wrack deutschen Kreuzers bei Arbeiten an Unterwasserkabel identifiziert
(08.09.20) Der norwegische Netzbetreiber Statnett hat bei Inspektionsarbeiten auf dem Meeresgrund das Wrack des deutschen Leichten Kreuzers 'Karlsruhe', das 13 Seemeilen vor Kristiansand liegt, identifiziert. Entdeckt wurde das Wrack bereits vor rund drei Jahren. Es lag in einer Tiefe von knapp 500 Metern.
Statnett inspizierte in diesem Bereich ein Unterwasserkabel auf dem Meeresboden mit der 'Olympic'. Dabei stie' man eher zufällig auf das Wrack des Kriegsschiffs und erkundete es mit einem ROV und Multibeam-Sonar. Das Schiff wurde anhand von Bildern und Sonar-Scans seines Rumpfes und von Details wie der Position von Geschütztürmen zweifelsfrei identifiziert.
Es liegt nur 15 Meter von einem seit 1977 in Betrieb befindlichen Unterwasser-Stromkabel entfernt. Der Kreuzer war am am.4.1940 bei der Operation Weserübung vor Fort Odderøya südlich von Kristiansand von dem britischen U-Boot HMS 'Truant' torpediert und dann selbst versenkt worden. Kommandant Friedrich Rieve lie' das 174 Meter lange Schiff, nachdem mehrere hundert Crewmitglieder mit zwei Torpedobooten gerettet worden waren, um kurz vor 23 Uhr des 10.4.1940 mit zwei Torpedos zerstören.
Sonarbild der 'Karlsruhe'
Sonarbild der 'Karlsruhe'
(Bild: Stattnet) Gro'bild klick!
Die 'Karlsruhe' lief am 20.8.1927 vom Stapel. Mit der Überführungsfahrt von Kiel nach Wilhelmshaven am 15.10.1929 unter Werftflagge wurden die Werftprobefahrten abgeschlossen. Die Indienststellung erfolgte am 6.11.1929 in Wilhelmshaven unter dem Kommando von Fregattenkapitän Lindau.
Der Kreuzer wurde von Mai 1930 bis Juni 1936 für die Inspektion des Bildungswesens der Marine fast ausschlie'lich als Schulschiff für Offiziersanwärter auf fünf Reisen durch alle Weltmeere eingesetzt. Bei der fünften Ausbildungsreise von 1935 bis 1936 traten bei der Überfahrt von Japan nach den Vereinigten Staaten während eines mehrtägigen Orkans so schwere Schäden auf, dass das Schiff Anfang April 1936 in San Diego ein Reparaturdock anlaufen musste. Mit dieser Reise war für die 'Karlsruhe' der Dienst als Schulschiff beendet.
Mit Wirkung vom 1.7.1936 wurde das Schiff den Aufklärungskräften und damit seiner eigentlichen Bestimmung zugeteilt. Während des Spanischen Bürgerkrieges wurde die 'Karlsruhe' im Januar/Februar und im Juni 1937 zu Einsätzen in spanischen Gewässern befohlen. Sie patrouillierte in den Küstengewässern von Spanien und Portugal, ansonsten blieben diese beiden Reisen ohne besondere Ereignisse.
Schon bei früheren kleinen Umbauten wurden u. a. mehrfach Deckshäuser geändert, der vordere Mast entfernt und durch eine Stenge oben am Gefechtsmast ersetzt, die Antennenspieren an beiden Seiten des hinteren Schornsteins durch einen Teleskopmast ersetzt. Um Strukturmängel und das daraus folgende schlechte Seegangsverhalten zu verbessern, wurde sie am 20.5.1938 vorläufig au'er Dienst gestellt und anschlie'end in der Kriegsmarinewerft Wilhelmshaven umgebaut.
Das Schiff wurde um 1,60 m verbreitert und stärker gepanzert. Der Vormarsleitstand verlor ein Stockwerk, die Schornsteine erhielten Kappen, der achtere wurde verkürzt und erhielt einen Dreibeinmast, neue Kräne wurden eingebaut. Die seitlichen Säulen auf Höhe des hinteren Schornsteins, an denen die vier gro'en Scheinwerfer befestigt waren, wurden entfernt, die Scheinwerfer in Marse an beiden Schornsteinen versetzt.
Bei Kriegsausbruch waren die Umbauarbeiten noch nicht beendet, und erst am 13.11.1939 konnte die 'Karlsruhe' wieder in Dienst gestellt werden, um zunächst Erprobungen durchzuführen. Mit einer neuen und noch unzureichend ausgebildeten Besatzung nahm das Schiff im April 1940 am Unternehmen Weserübung teil. Unter dem Kommando von Kapitän zur See Rieve hatte der Kreuzer die Aufgabe, die Landung deutscher Truppen in Kristiansand zu sichern.
Auf dem Rückmarsch im Skagerrak gelang am 9.4. gegen 19.58 Uhr der 'Truant' ein Torpedotreffer. Beide Maschinen, die elektrische Anlage, das Ruder und die Lenzmittel wurden au'er Betrieb gesetzt. Das Schiff entwickelte sehr schnell Schlagseite und begann zu sinken.
Gegen 21.00 Uhr stieg die Besatzung auf die Torpedoboote Luchs und Seeadler über. Als das Schiff bis zur Schanz weggesackt war, gab Kapitän Rieve dem Torpedoboot 'Greif' den Befehl, dem Kreuzer den Fangschuss zu geben. Der jetzige Fundort lag etwa 10 Seemeilen vom historisch überlieferten Untergangsort entfernt. Das Schiff hatte eine Länge von 174 Metern, eine Breite von 15,2 und nach Umbau 16,6, Metern und einen Tiefgang von 6,28 bzw. 6,2 Metern bei einer Verdrängung von zunächst 6.650 und später bis zu 8.350 Tonnen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild Frachter 'Steinau'
Archivbild Frachter 'Steinau'
(Bild: Olaf Kuhnke) Gro'bild klick!
Bosporus: Strahlmann-Frachter nach Eregli abgeschleppt
(08.09.20) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter 'Steinau', 2461 BRZ (IMO: 9280691), der Reederei Erwin Strahlmann GmbH & Co. KG in Brunsbüttel, hatte auf der Reise von Martas nach Eregli am 5.9. einen Maschinenausfall im Bosporus vor der Ostküste auf Position 41 49 06.0 N, 30 14 05.0 E. Da eine Reparatur durch die Crew scheiterte, wurde der türkische Schlepper 'Yumurtalik' (IMO: 7531761) damit beauftragt, das Schiff nach Eregli zu bringen.
Er kam aus Tuzla zu Hilfe und nahm den Havaristen am Nachmittag des 6.9. auf den Haken. Am 7.9. um 12.20 Uhr wurde die 'Steinau' in Marmara Eregli festgemacht.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wassereinbruch in Vourkari
(08.09.20) Am Morgen des 7.9. kam es zu einem Wassereinbruch auf der griechischen 'Alkyon' im Hafen von Vourkari in der Präfektur von Salamis. Die Feuerwehr und Vertreter der Hafenbehörde wurden alarmiert und eine Lenzpumpe an Bord gebracht, um das eingedrungene Wasser wieder au'enbords zu befördern.
Es gelang, das Schiff wieder trockenzulegen, es wurde dann von der Hafenbehörde mit einem Auslaufverbot bis zum Abschluss von Reparaturen und einer Inspektion belegt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild 'Antero', ex HG-Buelow
Archivbild 'Antero', ex HG-Buelow
(Bild: Olaf Kuhnke) Gro'bild klick!
Strandung auf der Westerschelde
(09.09.20) Am 7.9. um 20.45 Uhr lief der unter Marrshall Islands-Flagge registrierte Bulkcarrier 'Antero', 32987 BRZ (IMO: 9537381), auf der Westerschelde östlich der Ortschaft Griete bei Terneuzen auf Grund. Das unbeladene Schiff hatte um 18.40 Uhr den Hafen von Antwerpen verlassen und war nach Danzig bestimmt. Es kam auf der Nordseite des Fahrwassers fest und stellte keine Behinderung für die übrige Schifffahrt dar.
Sieben Schlepper von Multraship und Boluda, ehemals Kotug-Smit, wurden zur Assistenz für den Havaristen gerufen. Am 8.9. um zwei Uhr gelang es, den Frachter wieder flottzumachen. Er warf anschlie'end auf der Reede von Vlissingen auf Position 51° 24.85' N 003° 34.82' E für die notwendigen Inspektionen und Untersuchungen Anker.
Bulkcarrier 'Antero' nachts gestrandet
Bulkcarrier 'Antero' nachts gestrandet
(Bild: Rijkswaterstaat) Gro'bild klick!
Die Ursache der Strandung war aktuell noch unklar. Am Vormittag lagen der Schlepper 'Multratug 19' (IMO: 9630250), sowie die Patroullienboote 'Patrol' (MMSI: 377019000) und 'RWS 78' (IMO: 9479137) am Havaristen. Das Schiff wurde 2011 erbaut, es ist 190 Meter lang und 32 Meter breit.
Quelle:Tim Schwabedissen


Binnenschiff sa' bei Lahnstein fest
(09.09.20) Ein mit 1.200 Tonnen Futtermitteln beladenes Gütermotorschiff lief am Morgen des 8.9. gegen acht Uhr auf dem Rhein bei Lahnstein (Rhein-Lahn-Kreis) auf Grund. Es kam infolge eines fehlerhaften Ankermanövers in der Nacht am rechten Flussufer fest konnte sich mit eigener Maschinenkraft nicht mehr befreien. Mit Hilfe eines weiteren Gütermotorschiffes wurde der Havarist gegen 10 Uhr wieder freigeschleppt.
Es gab keinen Wassereinbruch, und bei einer anschlie'enden Überprüfung des Rumpfes und des Antriebs wurde keine Schäden festgestellt. Das Schiff durfte daraufhin seine Fahrt fortsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kleine Flotte im Einsatz für havarierte Segelyacht
(08.09.20) Das in San Francisco beheimatete Patroullienboot 'Tern' der US Coast Guard kam am 4.9. der 33 Fu' langen Segelyacht 'Sirus' zu Hilfe, die Schäden an Segeln, Ruderanlage und Maschine erlitten hatte und mit einer dreiköpfigen Crew an Bord rund 75 Meilen südwestlich von Gualala Point vor der kalifornischen Küste trieb. Drei Schiffe kamen auf den Notruf hin zu Hilfe und gingen auf Standby, bis die Coast Guard vor Ort war.
Zunächst hatte der Containerfrachter 'CMA CGA Aquila', 131332 BRZ (IMO: 9410741), der von Oakland nach Yantian unterwegs war, die Coast Guard San Francisco um 19.10 Uhr kontaktiert, nachdem diie Crew das manövrierunfähige Boot entdeckt hatte. Er meldete, dass eine Person auf der Yacht eine leichte Kopfverletzung habe. Die Segler waren 13 Tage auf See gewesen auf dem Weg von Coos Bay, Oregon, nach San Diego, und ihnen gingen Wasser und Nahrung aus.
Die Coast Guard strahlte einen UMIB aus und schickte die 'Tern' aus Santa Cruz zur Position der Yacht. Auf den UMIB hin meldete sich auch die Crew der 195 Fu' langen, britischen Luxusyacht 'Seanna' (IMO:1011501), die sich - unterwegs von Seattle nach Santa Monica - rund 30 Meilen entfernt befand und ebenfalls Kurs auf den Havaristen nahm.
Der liberianische Tanker 'Polar Enterprise', 87597 BRZ (IMO: 9250660), der auf der Fahrt von Valdez nach San Francisco 75 Meilen entfernt war, hielt ebenfalls auf die Yacht zu.
Unterdessen versorgte die Crew der 'CMA CGA Aquila' die Segler mit Nahrungsmitteln und Wasser und blieb vor Ort, bis die 'Seanna' um 23.45 Uhr eingetroffen war und ein Funkgerät, Notausrüstung und weitere Nahrungsmittel an Bord brachte. Sie blieb auf Standby, bis wiederum die 'Polar Enterprise' am 5.8. um 2.35 Uhr eintraf und die Stellung hielt, bis die 'Tern' um 15.05 Uhr die Position erreichte.
Sie nahm die Yacht in Heckschlepp in Richtung Bodega Bay. Auf dem Weg dorthin waren aber die Wind- und Seeverhältnisse so schlecht, dass die Coast Guard eine Kursänderung nach San Francisco Bay empfahl. Am 6.8. um acht Uhr traf der Schleppzug dort schlie'lich ein.
In der Nähe der Golden Gate Bridge übernahm ein 47-Fu'-Boot der Station Golden Gate den Havaristen und zog ihn an die Pier 45 in Sausalito. Hier endete die Odyssee um 8:45 Uhr. In San Francisco sollte nun eine Reparatur durchgeführt werden, ehe die Reise weiterging.
Quelle:Tim Schwabedissen


Erneut Feuer auf Supertanker ausgebrochen
(08.09.20) Das Feuer auf dem Tanker 'New Diamond' ist am 7.9. wieder aufgeflammt. Durch starken Wind und die gro'e Hitze an Bord wurden die Flammen wieder angefacht und loderten achtern an Steuerbordseite empor. Bislang blieben die Ladetanks weiterhin verschont, und die Lösch- und Kühlungsarbeiten wurden nochmals intensiviert.
Nachdem die Flammen wieder angefacht wurden, erklärte Sri Lankas Marine die Lage als ernst. Windgeschwindigkeiten von bis zu 70 Stundenkilometern und die gro'e Hitze an Bord hatten zu dem erneuten Ausbruch des Feuers geführt. Am Wochenende war das Schiff in tiefere Gewässer rund 75 Kilometer vor der Ostküste Sri Lankas geschleppt worden. Von dort schoben es die starken Winde aber wieder näher an die Küste heran und war nun 50 Kilometer von dieser entfernt.
Am 6.9. hatten die Behörden bereits vor einem solchen Szenario gewarnt, weil die Temperaturen an Bord weiter extrem hoch waren und der Brand im Maschinenraum wohl auch weiterhin aktiv war. Feuerbekämpfende Chemikalien wurden eingesetzt als Versuch, die Sauerstoffversorgung des Brandes zu vermindern. Neun Schiffe setzten die Löscharbeiten fort, darunter Einheiten der Küstenwachen Sri Lankas und Indiens sowie kommerzielle Schlepper.
Auch die Wasserabwürfe durch Hubschrauber der Luftwaffe Sri Lankas wurden wiederaufgenommen. Es war das erste Mal in deren Geschichte, dass Helikopter zur Schiffsbrandbekämpfung eingesetzt wurden. Die Einsatzkräfte aus Indien und Sri Lanka arbeiteten unter der Leitung von SMIT Singapore.
Au'erdem wurden 11 Notfallmanagementexperten angefordert, die am 7.9. in Sri Lanka eintrafen. Die Marine Sri Lankas brachte sie zum Unglücksort. Am 8.9. sollte versucht werden, sie an Bord abzusetzen. Derzeit trieb der Tanker 30 Meilen vor Sangamankandu Point an der Ostküste von Sri Lanka.
Quelle:Tim Schwabedissen


Ölentsorgung aus gesunkenem Schlepper ist angelaufen
(08.09.20) Die indische Marine kam mit der INS 'Nireekshak' den Behörden von Mauritius am 7.9. zu Hilfe bei der Treibstoffentsorgung aus dem Wrack des am 31.8. gesunkenen Schleppers 'Sir Gaëtan' (MMSI: 645443000).
Sie half bei der Lokalisierung des in 40 Metern Wassertiefe vor Poudre-d'Or liegenden Wracks. Tauchergruppen filmten das Schiff und untersuchten die Schäden. Vier Betonblöcke von jeweils einer Tonne Gewicht wurden an der Untergangsstelle abgesetzt, um das Wrack am Grund zu stabilisieren.
25 Tonnen Diesel und zwei Tonnen Schweröl befanden sich an Bord des Schiffs. Die Mauritius Ports Authority (MPA) hatte die Polyeco SA und Dive Solutions mit deren Beseitigung beauftragt. Am 4.9. legten die Auftragsnehmer einen Ablaufplan vor sowie Strategien zur Vermeidung von Ölverlusten im Zuge der Arbeiten.
Die Coast Guard und die Polizei überwachten die Untergangsstelle und fanden bisher keine Anzeichen auf Ölaustritte oder Verschmutzungen in der Region von Poudre-d'Or in Cap-Malheureux. Vorsorglich wurden 450 Meter Ölsperren in Barachois, in umliegenden Mangrovenwäldern und um die Untergangsstelle ausgelegt. Derweil dauerte die Suche nach dem weiterhin vermissten Kapitän Moswadeck Bheenick an.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maschinenausfall vor Kuala Perlis
(08.09.20) Die malaysische Fähre 'Langkawi Ferry 1', 222 BRZ (MMSI: 533000810), hatte auf der Überfahrt von Langkawi am 6.9. um sieben Uhr einen Maschinenausfall. Sie trieb mit 200 Personen an Bord drei Stunden lang in den Gewässern vor Kuala Perlis. Dann gelang es ihr, in den dortigen Hafen zurückzukommen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Motoryacht sa' auf Main fest
(08.09.20) Am 7.9. kam auf den Main bei Flusskilometer 2,9, unterhalb des Schleusenwehres der Schleuse Kostheim eine 10 Meter lange Motoryacht nach dem Passieren der Sportbootschleuse vom Kurs ab und lief auf Grund. An Bord befanden sich zwei Personen, die unverletzt blieben. Es gab auch keinen Wassereinbruch. Die Wasserschutzpolizei Wiesbaden leitete Ermittlungen ein.
Quelle:Tim Schwabedissen


07.09.2020

Taucher steigt ab
Taucher steigt ab
(Bild: Trekantomraadet Brandvaeen) Gro'bild klick!
Kutter sank in Kolding
(07.09.20) Am 5.9. gegen neun Uhr wurde das Trekantområdets Brandvæsen alarmiert, nachdem in Kolding ein am Kai liegender Kutter gesunken war. Nur noch der Mast ragte aus dem Wasser. Weil zunächst unklar war, ob sich jemand an Bord befunden hatte, stiegen Taucher ab und vergewisserten sich, dass niemand im Schiffsinnern mehr war. Rund 400 Liter Diesel liefen aber aus, die mit Ölsperren aufgefangen wurden.
Die Umweltschutzbehörde überwachte die Lage. Die jütländische Polizei nahm Kontakt zum Eigner auf, der bestätigte, dass das Schiff bereits seit einiger Zeit in keinem guten Zustand gewesen war mit den nun eingetretenen Konsequenzen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Segelyacht bei Keros havariert
(07.09.20) Am 6.9. gegen Mittag wurde die Hafenbehörde von Naxos vom JRCC der Coast Guard, informiert, dass die Segelyacht 'Awesome Lady' durch einen Gegenstand im Propeller südlich von Keros manövrierunfähig geworden war.
Ein Patroullienboot sowie ein weiteres Boot kamen der Yacht zu Hilfe, und sie wurde in den Hafen von Koufonissi abgeschleppt. Der Skipper war wohlauf. Die Hafenbehörde verhängte ein Auslaufverbot bis zur Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit und einer Inspektion.
Quelle:Tim Schwabedissen


Heftiger Wellenschlag ...
Heftiger Wellenschlag ...
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Trump-Fans erlitten Schiffbruch
(07.09.20) Schiffbruch im wahrsten Sinne des Wortes erlitten am 5.9. Unterstützer von US-Präsident Donald Trump auf dem Lake Travis in Texas. Weil zu viele Boote und Schiffe unterwegs waren und teilweise sehr schnell fuhren, kenterten und sanken mehrere Boote durch die dabei erzeugten Wellen. Verletzt wurde offenbar niemand.
Die Rettungskräfte wurden aber zu mehreren Einsätzen gerufen. Bis zu 2.600 Menschen hatten sich online für das Event angemeldet. Um 12 Uhr startete die Parade, und die TCSO's Lake Patrol war bereits einsatzklar. Um 12.15 Uhr kam der erste Notruf, und bis um 13.53 Uhr ging es weiter: Motorausfälle, Wassereinbrüche, sinkende Boote.
Insgesamt waren es 15 Notrufe, die bei der TCSO aufliefen sowie drei weitere bei einer Schleppfirma. Fünf Boote sanken bei dem Event. Drei konnten abgeschleppt werden, zwei blieben unter Wasser. Die meisten vollgelaufenen Boote konnten noch in Sicherheit gebracht werden.
Bilder zeigten vollgeschlagene Boote und Menschen, die im Wasser schwammen und von anderen Booten aufgenommen werden mussten oder sich an Rettungsringe klammerten. Zu einer ähnlichen Situation kam es bereits im vergangenen Monat auf dem Willamette River in Portland.
Quelle:Tim Schwabedissen


Trawler 'Rypefjord' im Schlepp
Trawler 'Rypefjord' im Schlepp
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Trawler nach Bergen abgeschleppt
(07.09.20) In der Nacht zum 6.9. wurde der norwegische Trawler 'Rypefjord', 1192 BRZ (IMO: 9131670), in der Nähe der Gullfaks A-Ölplatform auf der Nordsee manövrierunfähig, nachdem ihm das Schleppnetz in den Propeller geraten war. Er trieb rund 80 Meilen vor der norwegischen Küste und setzte einen Notruf ab. Die Coastguard schickte das Patroullienboot 'Tor' zu Hilfe, das den Havaristen während der Nachtstunden erreichte.
Trotz Windgeschwindigkeiten von bis zu 20 Metern pro Sekunde aus Nordwest und einer Wellenhöhe von sechs Metern gelang es, den 53 Meter langen, heftig in den Seen arbeitenden Trawler der Hammerfest Industrifiske AS auf den Haken zu nehmen und mit langsamer Fahrt in Richtung der Küste abzuschleppen. Im Laufe des Tages wurde er dann an den Schlepper 'Ajax' übergeben.
Um 22.10 Uhr des 6.9. wurde er am Bontelabo RoRo-Terminal in Bergen festgemacht. Am 7.9. sollte er wieder einsatzklar sein.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kollision vor Ägina
(09.07.20) Am 6.9. kollidierten die beiden Sportboote 'Kimbing Cool' und die 'Fora Mirables' vor Agia Marina in Ägina. Ran Bord waren vier bzw. acht Personen. Menschen kamen nicht zu Schaden. Ein Patroullienfahrzeug fand alle Beteiligten wohlauf vor.
Die zwei Boote konnten mit eigener Kraft und begleitet von einem weiteren in den Hafen von Ägina einlaufen. Beide wurden beschädigt und mit einem Auslaufverbot bis zum Abschluss von Reparaturen und einer Inspektion belegt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Yacht in Hartruderlage
Yacht in Hartruderlage
(Bild: RNLI) Gro'bild klick!
Yacht in Hartruderlage nach Wells eingeschleppt
(07.09.20) Das RNLI-Boot aus Wells wurde am 6.9. um 6.11 Uhr von der Humber Coastguard zur Assistenz für eine 26 Fu' lange Segelyacht mit einer zweiköpfigen Crew an Bord gerufen. Sie war in der Nacht in der Zufahrt von Blakeney Harbour auf Grund gelaufen. Dabei entstand erheblicher Schaden am Ruder, das in Hartruderlage nach Steuerbord festklemmte.
Das Rettungsboot verlie' mit der auflaufenden Flut um 6.42 Uhr das Bootshaus und erreichte die Yacht um 7.20 Uhr. Ein Rettungsmann stieg an Bord über und stellte eine Schleppverbindung her. Um 7.34 Uhr war die Yacht wieder auf tiefem Wasser.
Der Schlepp nach Wells war schwierig, weil die Yacht mit dem verklemmten Ruder stark gierte. Um 8.40 Uhr war der Hafen schlie'lich erreicht, und die Schleppverbindung wurde im Hauptkanal aufgekürzt. Dann konnte das Boot an einer Mooring festgemacht und die Crew an Land gebracht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Ausgebranntes Motorboot
Ausgebranntes Motorboot
(Bild: WSP Mainz) Gro'bild klick!
Motorboot bei Budenheim ausgebrannt
(07.09.20) Am 5.9. gegen 16:45 Uhr kam es auf dem Rhein bei Budenheim zum Brand eines Sportbootes. Vermutlich aufgrund eines technischen Defektes im Bereich des Maschinenraums entstand nach einem vorangegangenen Betankungsvorgang das Feuer. Die an Bord befindlichen Personen konnten sich schwimmend von Bord an Land retten und wurden nicht verletzt.
Das ausgebrannte Wrack wurde am Rheinufer an Land gezogen. Die Höhe des Sachschadens konnte noch nicht beziffert werden. Die Ermittlungen zur Brandursache dauerten an. Neben der Wasserschutzpolizei Mainz befanden sich die Feuerwehren aus Budenheim und Heidesheim, ein Rettungswagen und Einsatzkräfte der Polizei Mainz vor Ort.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer auf Kranbarge in St. Petersburg
(07.09.20) Unweit von Egmont Key brach am 6.9. ein Feuer auf der Kranbarge 'American' aus. Die Coast Guard St. Petersburg, das West Manatee County Fire Department, das Manatee County Sheriff's Office und eine Bergungscrew waren vor Ort im Einsatz.
Von den Coast Guard-Stationen Cortez und St. Peteersburg kamen jeweils ein 45-Fu'-Boot zu Hilfe und richteten eine Sicherheitszone ein. Der Feuerwehr gelang es, den Brand zu löschen. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter drohte in Cherbourg zu stranden
(07.09.20) Am 5.9. um 10:11 Uhr kontaktierte der französische Kutter 'Fergis' das CROSS Jobourg, nachdem er im Hafen von Cherbourg mit vier Personen an Bord auf Felsen zu treiben drohte. Das e CROSS Jobourg schickte ein RHIB, den Notfallschlepper 'Abeille Liberté' und einen Caiman-Helikopter der Marinebase in Maupertus zu Hilfe. Das SNSM-Boot 'Raz-Bannes' lief von der Station Urville-Nacqueville zur Assistenz aus.
Um 10:22 Uhr meldete der Ausguck in Homet dem CROSS Jobourg eine rote Fackel gesichtet zu haben. Um 10:28 Uhr erreichte die 'Abeille Liberté' das Gebiet und bestätigte, dass das Notsignal von der 'Fergis' stammte. Um 10:43 Uhr gelang es dem SNSM-Boot, den Havaristen auf den Haken zu nehmen und in den Hafen von Querqueville abzuschleppen. Die Crew blieb unbeschadet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Tanker vor Dung Quat explodiert
(07.09.20) Auf dem vietnamesischen Tanker 'Trung Hhao 36 BLC', 1599 BRZ (IMO: 9700598), kam es am Morgen des 7.9. zu einer Explosion in den mittschiffs gelegenen Ladetanks an Backbordseite. Der Tanker wartet eauf die Einlaufgenehmigung nach Dung Quat, Quang Ngai, iu Zentral-Vietnam. Einige der 12 Crewmitglieder wurden über Bord geschleudert.
Ein Mann wurde noch vermisst, die übrigen 11 gerettet. Nach der Explosion brach ein Feuer an Bord aus, das aber von Schleppern und SAR-Kräften binnen einer Stunde gelöscht werden konnte. Da der Tanker unbeladen war, hatten sich offenbar Gase in den Tanks entzündet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Zwei Tote bei Strandung nahe Wladiwostik
(07.09.20) Die russische Kranbarge 'Chernomorets 34', 782 BRZ (IMO: 8228581), wurde am 3.9. um 23.25 Uhr in stürmischer See auf eine Sandbank in der Bucht von Telyakovsky nordöstlich von Wladiwostok gedrückt. Sie strandete auf Position 43 07 48 N, 132 10 48 E.
Zwei Crewmitglieder kamen ums Leben, sieben Mann wurden gerettet. Eine Bergungsaktion lief an, und es bestand keine Gefahr eines Untergangs oder von Umweltschäden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer auf Tanker nach 79 Stunden mit 16 Schiffen niedergekämpft
(07.09.20) Am 6.9. konnte das Feuer auf dem Tanker 'New Diamond' vollständig gelöscht werden, rund 79 Stunden nachdem es infolge einer Kesselexplosion im Maschinenraum entstanden war. Die Marine von Sri Lanka, die indische Coastguard und SMIT Singapore hatten drei Tage lang gegen die Flammen gekämpft und ein Übergreifen auf die Ladung verhindern können. Dennoch blieb die Lage wegen der gro'en Hitze im Schiffsinnern noch kritisch, und der Rumpf wurde von der Armada von Löschschiffen weiter gekühlt, um einen erneuten Ausbruch zu verhindern.
Zweimal war der Brand bereits wieder aufgeflammt, beim letzten Mal hatte Bunkeröl Feuer gefangen. Am 6.9. traf ein 10-köpfiges Team britischer und holländischer Bergungsexperten in Sri Lanka ein, die das weitere Vorgehen planen sollen. Bei unruhiger See hatte das Abschleppen noch nicht begonnen.
Im Laufe des Tages traf auch die 'Samudra Paheredar' an der Tankerposition 42 Meilen vor der Küste ein, die mit Ölsperren, vier Skimmern und Ölbekämpfungsmitteln ausgestattet ist, um im Falle eines Ladungsaustritts eingreifen zu können. Die Küstenwachschiffe 'Sujay', 'Shaurya', 'Sarang' sowie die Patroullienboote 'Ameya' und 'Abheek' waren ebenfalls vor Ort, ebenso die 'Udara', SLCGS 'Samaraksha', SLCGS 'Samudra Raksha', SLN 'P 462'und 'P 464' sowie die INS 'Sahyadri' und die Bergungsschlepper. Weitere Bergungsschiffe waren die 'ALP Winger', die Fähre 'Hornbill', die 'Ravana', die 'TTT One' sowie die 'Vasabha'.
Die Dornier startete morgens und abends zu Kontrollflügen vom Mattala International Airport, Sri Lanka. Die Sri Lanka Air Force hatte eine Beachcraft im Einsatz sowie einen MI-17-Helikopter, der das Tankerdeck aus der Luft mit Wasser bombardierte.
Vorranging wird als nächstes das Löschen der Ladung sein. Das Schiff hatte am 23.8. Mina Al Ahmadi, Kuwait, mit einer Ladung von 270.000 Tonnen Rohöl in Richtung Paradip verlassen. Wenn alles gut geht, ist das Öl gerettet. Der 20 Jahre alte Tanker selbst dürfte nur noch Schrottwert haben.
Quelle:Tim Schwabedissen


Yacht vor Chausey gestrandet
(07.09.20) Am 5.9. um 13.15 Uhr ging das CROSS Jobourg einen PAN PAN-Ruf der Segelyacht 'Not Meg' auf, die im Sund von Chausey nördlich der Grande île mit sechs Personen - zwei Männern, zwei Frauen und zwei Kindern - an Bord auf Grund gelaufen war. Sie gaben an, das Boot verlassen zu wollen. Das CROSS Jobourg schickte einen Caiman-Helikopter der Marinebase in Maupertus sowie das SNSM-Boot 'Père Delaby' der Station in Chausey zu Hilfe.
Um 15.53 Uhr wurden vier von ihnen vom Rettungsboot an Bord genommen und auf der Grande île von Chausey abgesetzt. Die zwei Männer blieben auf der Yacht zurück. Um 19.06 Uhr gelang es, sie wieder flottzumachen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Motoryacht sa' auf dem Rhein fest
(07.09.20) am 4.9. lief eine Motoryacht bei Rheinkilometer 527 mit zwei Personen an Bord auf Grund. Sie kam nach einer guten halben Stunde selbstständig durch die Wellenbewegungen eines passierenden Flusskreuzfahrtschiffes wieder frei. Es steuerte dann in Begleitung eines Streifenbootes der Wasserschutzpolizei den Binger Hafen an.
Die Unfallaufnahme erfolgte durch die zuständige Wasserschutzpolizeistation Rüdesheim vor Ort im Binger Hafen. An der Motoryacht wurden keine Schäden festgestellt. Eine genauere Untersuchung des Rumpfes erfolgt durch den Eigner auf einer Bootswerft.
Quelle:Tim Schwabedissen


Yacht bei Emden aus Notlage befreit
(07.09.20) Am 3.9. gegen 18:00 Uhr fiel auf der Ems oberhalb des Emder Au'enhafens durch eine Welle der Au'enbordmotor einer Segelyacht aus. Die Besatzung konnte ankern und so verhindern, dass das Boot durch den teils starken Südwind auf das mit Steinen befestigte Nordufer getrieben wurde. Ein Streifenboot der Wasserschutzpolizei Emden schleppte die Yacht mit zwei Personen an Bord in den Emder Au'enhafen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Motoryacht beschädigte Haus in Weener
(07.09.20) Der Skipper einer Motoryacht wollte am 5.9. gegen 12.10 Uhr in der Marina in Weener aus einer Vorausfahrt ein Wendemanöver nach Steuerbord einleiten. Wegen eines technischen Defektes konnte er unerwartet die Steuerbordmaschine aber nicht auskuppeln. Das Boot fuhr dadurch geradeaus gegen eine Hauswand und den Bootssteg des Hauses.
Es entstand erheblicher Sachschaden am Haus. Am Boot kam es zu leichtem Sachschaden, Menschen wurden nicht verletzt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wirbelsturm lie' Schiffe stranden
(09.07.20) Im Wirbelsturm Maysak, der über den Nordwest-Pazifik gezogen war, strandete am 3.9. bei Nachodka ein Trawler unbekannter Herkunft. Es gab Spekulationen über ein Geisterschiff, das von der Mannschaft verlassen auf See getrieben sei, oder dass die Crew sich nicht ans Land wage, weil das Schiff unter Arrest stehe. Das Schiff könnte aus Nordkorea stammen.
Ein kleineres Boot strandete bei Wladiwostok. Das aus Nordkorea stammende Fischerboot war leckgeschlagen und dann an Land getrieben. Die Crew hatte sich offenbar rechtzeitig retten können.
Quelle:Tim Schwabedissen


Motorboot machte Kopfstand
(07.09.20) In Estavayer-le-Lac rammte am Abend des 5.9. ein Motorboot ein Drahtseil und richtete sich senkrecht im Wasser auf. Die Polizei wurde gegen 23 Uhr darüber informiert, dass das Motorboot beim Wasserskilift im Neuenburgersee auf ein Drahtseil gelaufen war, das einen Mast des Wasserskilifts sicherte.
Vor Ort entdeckten die Beamten das Boot in senkrechter Position mit dem Bug in die Luft ragend. Die Crew war bereits von einem anderen Boot gerettet worden und unverletzt geblieben. Die Seepolizei sicherte das Boot und leitete eine Untersuchung ein. Die ebenfalls alarmierte Stützpunktfeuerwehr von Estavayer-le-Lac stellte keine Wasserverschmutzung fest.
Eine Spezialfirma wurde am 6.9. gerufen, um das Boot aus seiner unglücklichen Lage zu befreien. Der Wasserskilift wurde aus Sicherheitsgründen vorübergehend für die Öffentlichkeit gesperrt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fahrgastschiff bei Stockholm auf Grund gelaufen
(07.09.20) Am 5.9. um 14.30 Uhr lief das schwedische Fahrgastschiff 'Cinderella 1', 325 BRZ (IMO: 8917065), auf der Fahrt von Växholm nach Stockholm vor der Insel Möja im Stockholmer Archipel auf eine Unterwasserklippe. Es sa' auf Felsen direkt Berg's Pier. Die schwedische Coast Guard wurde alarmiert.
Um 15.40 Uhr begann ein Wassertaxi, die Passagiere abzubergen. Sie konnten auf einer wenige Meter entfernten Pier abgesetzt werden. Nach gut einer Stunde konnte ihr Schiff wieder flottgemacht werden. Es erreichte Stockholm am 6.9. gegen ein Uhr.
Quelle:Tim Schwabedissen


Binnenschiff nach drei Wochen geborgen
(07.09.20) Am 5.9. gelang es, das drei Wochen zuvor gesunkene, holländische Binnenschiff 'Nassau', 1038 ts (MMSI: 244870911), das am 19.8. beim Laden von 1.050 Tonnen Kies am Sagrex-Steinbruch auf der Maas in Marche-les-Dames gesunken war, wieder an die Wasseroberfläche zu bekommen. Es brauchte mehrere Tage Vorbereitung und erhebliche technische Ressourcen. Dann aber wurde das Wrack in den Hebestropps eines Schwimmkrans am Kai von Marche-les-Dames erfolgreich wieder hochgeholt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter sank vor Bintulu
(07.09.20) Acht Crewmitglieder eines Frachters wurden am 5.9. rund 17 Meilen vor dem Bintulu Port von Personal der Malaysian Maritime Enforcement Agency (MMEA) gerettet. Sie waren in zwei Rettungsinseln gegangen und wurden von zwei Booten der MMEA, der KM 'Jepak' und 'Lightning Boat 44' sowie örtlichen Fischern aufgenommen.
Alle acht Indonesier im Alter von 20 bis 71 Jahren waren wohlauf. Sie wurden dem Health Department für einen COVID-19-Test überstellt. .
Quelle:Tim Schwabedissen


Suchaktion vor Südaustralien
(07.09.20) Vor der Küste Südaustraliens wurde eine Suchaktion nach der 'Margrel - RF 83S' und ihrer zweiköpfigen Crew gestartet. Derek Robinson und sein Freund Tony Higgins, 57 und 48 Jahre alt, waren am 3.9. gegen 15 Uhr aus der Coffin Bay nahe Port Lincoln ins 300 Kilometer entfernte Goolwa ausgelaufen. Am 4.9. gegen 23 Uhr meldeten sie einem Freund an Land, dass es einen Maschinenschaden gäbe, wegen dem sie nun Kurs auf Kangaroo Island nähmen.
Seitdem wurde nichts mehr von ihnen gehört. Die SA Police startete nun eine SAR-Operation in den Gewässern bei Adelaide und Port Lincoln. Die Australian Maritime Safety Authority und die Royal Australian Air Force waren ebenfalls eingebunden. .
Quelle:Tim Schwabedissen


Doppeleinsatz in Hartlepool
(07.09.20) Am 6.9. alarmierte die Humber Coastguard um 14.25 Uhr beide RNLI-Boote aus Hartlepool, nachdem zwei Fahrzeuge vor dem Hafen in Schwierigkeiten geraten waren. Eine 22 Fu' lange Segelyacht mit einer Person an Bord hatte Motorschaden an der Old Pier at Middleton, Hartlepool, erlitten und um Hilfe gebeten. Ein Kutter ging längsseits, doch dann wurde dessen Propeller selbst blockiert, und das mit sechs Personen besetzte Boot wurde manövrierunfähig.
Um 14.40 Uhjr gingen die zwei Rettungsboote zu Wasser und waren wenige Minuten darauf vor Ort. Die Havaristen wurde dann zurück zu den Kafiga Landings in Headland, Hartlepool, geschleppt. Die RNLI-Boote 'Betty Huntbatch' und 'Solihull' kehrten um 15.15 Uhr zur Station an der Ferry Road zurück und waren eine Viertelstunde später wieder einsatzklar.
Quelle:Tim Schwabedissen


06.09.2020

Ausflugsschiff 'Möhnesee'
Ausflugsschiff 'Möhnesee'
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Möhnesee: Schiff konnte nur noch im Kreis fahren
(06.09.20) Dam 3.9. wurde die Feuerwehr Möhnesee zum Anleger Delecke an der Linkstra'e alarmiert, nachdem das 40 Meter lange Ausflugsschiff 'Möhnesee' einen Maschinenausfall erlitten hatte und mit 20 Personen an Bord vor dem Ufer manövrierunfähig geworden war. Mit nur noch einem funktionstüchtigen Antrieb konnte das Katamaranschiff nur noch im Kreis fahren. Der Ruhrverband war mit einem Boot vor Ort, die Feuerwehr rückte mit zwei Booten an. Das Schiff befand sich nicht weit vom Ufer entfernt. Dort wurde es von der Feuerwehr zunächst mit Tampen gesichert, damit es nicht abtreiben konnte. Um 13.45 Uhr begann die Evakuierung der Fahrgäste. Eine halbe Stunde später waren alle sicher von Bord gebracht. Die Feuerwehr beendete daraufhin den Einsatz. Nun musste untersucht werden, wie schnell das Schiff wieder fahrtüchtig gemacht werden kann.
Quelle:Tim Schwabedissen


Containerfrachter 'Maasholm'
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(Bild: Olaf Kuhnke) Gro'bild klick!
Nord-Ostsee-Kanal: Neues Problem auf der Maasholm
(06.09.20) Nur eine Woche nach einem Maschinenausfall vor Terschelling am 28.8., kam es auf dem unter Liberia-Flagge laufenden Containerfrachter 'Maasholm', 10585 BRZ (IMO: 9483346), auf der Reise von St. Petersburg nach Rotterdam am 5.9. um 16:07 Uhr in der Schleuse des Nord-Ostsee-Kanals in Brunsbüttel zu einem neuerlichen Antriebsversagen. Ursache war ein Schaden an der Kühlwasserleitung. Da das Schiff zum Zeitpunkt des Ausfalls der Hautmaschine bereits in der Schleuse fest war, kam es zu keinem weiteren Schaden.
Nach einer Reparatur in der Schleusenkammer durfte er seine Fahrt um 17:05 Uhr fortsetzen und machte am 6.9. um 13.35 Uhr am RST Shortsea Container Terminal Süd in Rotterdam fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fähre lief vor Yalova auf Grund
(06.09.20) Auf der türkischen Fähre 'Kanuni Sultan Suleyman', 2284 BRZ (IMO:9428762), kam es am 4.9. gegen 22 Uhr auf der Überfahrt von Istanbul zum Fährterminal in Yalova zu einem Ausfall des Rudersystems, und das manövrierunfähige Schiff lief vor dem Anleger auf Grund. Es konnte später von Schleppern wieder flottgemacht und an den Terminal gebracht werden, wo Passagiere und Fahrzeuge von Bord konnten. Der Hafenkapitän leitete eine Untersuchung ein. Am 5.9. lag das Schiff weiter am Reparaturterminal in Yalova am Kai.
Quelle:Tim Schwabedissen


'Lill Anita N-16-H' auf Grund
'Lill Anita N-16-H' auf Grund
(Bild: NSSR) Gro'bild klick!
Keine Rettung für alten Kutter vor Hvaler/Norwegen
(06.09.20) Am 327.8. lief bei Tisler auf Hvaler, auf halbem Wege zwischen Skjærhalden und Strømstad, der alte Kutter 'Lill Anita N-16-H' auf Grund. Ein Rettungsboot wurde alarmierrt, und der Skipper wurde unversehrt abgeborgen. Auch die Feuerwehr und Gemeinde von Hvaler wurden verständigt, da vom Havaristen, der halb unter Wasser auf der Steuerbordseite lag, die Gefahr eines Ölaustritts ausging.
Es gelang, alles durch Experten aus Kambo von Bord zu holen, sodass keine Gefahr mehr von ihm ausging. Die Maschine hatte bei der Strandung noch gelaufen, und man lie' sie weiter in Betreib, bis aller Diesel verbraucht war.
Auch die Schiffsglocke, Möbel, eine Menge Ölkanister, Kühlschrank und weitere Ausrüstung wurden von Bord geholt. Keine Rettung aber würde es für den Kutter selbst geben. Beim Auflaufen war der gesamte Kiel abgerissen worden und wurde von Tauchern neben dem Wrack auf dem Grund entdeckt. Eine Bergung war entsprechend nicht mehr möglich. Da auch keine Menschen in Gefahr gebracht werden sollten, wurde entschieden, das Wrack nach dem Ausschlachten sich selbst zu überlassen. Es wurde davon ausgegangen, dass es binnen kurzem vom Riff abrutschen und komplett sinken würde.
Am 2.9. wurde dann gemeldet, dass der Veteran nun auf 12 Metern Tiefe untergegangen war. Das Schiff wurde 1938 in Rognan erbaut und 1999 zu einem Privatschiff umgebaut. 2019 wurde es an einen Eigner in Risør verkauft. Ursprünglich war es auf den Lofoten, dann in Stokmarknes im Einsatz, ehe es nach Drøbak kam.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild Containerfrachter 'MOL Charisma'
Archivbild Containerfrachter 'MOL Charisma'
(Bild: Karl Kautz) Gro'bild klick!
Feuer auf Containerfrachter
(06.09.20) Auf dem unter Bahamas-Flagge laufenden Containerfrachter 'MOL Charisma', 86692 BRZ (IMO: 9321249), brach am 1.9. in Laderaum 5 rund 250 Meilen östlich von Colombo ein Feuer aus. Das Schiff war auf der Reise von Port Kelang nach Nhava Sheva im Pacific South 3 (PS3) Service. Der Laderaum wurde mit CO2 geflutet und der Brand damit zum Erlöschen gebracht.
Am 3.9. erreichte der Frachter den Hafen von Colombo und sollte dort inspiziert werden. Menschen kamen nicht zu Schaden. Der Frachter sollte eigentlich im Hapag-Lloyd-Indamex Service zwischen Indien und der Ostküste der USA verkehren, was nun von der 'MOL Courage' übernommen wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild Frachter 'Prudence'
Archivbild Frachter 'Prudence'
(Bild: Olaf Kuhnke) Gro'bild klick!
Frachter nach Fowey/Ärmelkanal abgeschleppt
(06.09.20) Auf dem holländischen Frachter 'Prudence', 4106 BRZ (IMO: 9398046), kam es am 3.9. gegen 11.50 Uhr auf der Reise von Antwerpen nach Fowey mit einer neunköpfigen Crew an Bord zu einem Schaden am Turbolader auf Position 50 13 09 N, 003 11 02 W. Er war 17 Meilen südöstlich von Brixham NUC.
Die Coastguard überwachte den unbeladenen Frachter über AIS und Funk. Der Schlepper 'Cannis' wurde zu Hilfe gerufen und zog den Havaristen gegen 23 Uhr in den Hafen von Fowey.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wassereinbruch in Terneuzen
(06.09.20) Am 5.9. kam es auf dem holländischen Binnenschiff 'Veja', 1499 ts (MMSI: 244740148), zu einem Wassereinbruch im Maschinenraum im Hafen von Terneuzen. Hier hatte es von Gent kommend um 7.30 Uhr am Beneluxweg bei Verbrugge festgemacht. Die Feuerwehr und Rijkswaterstaat sowie Multraship und Martens rückten an. Die Feuerwehr legte eine Ölsperre aus und brachte Lenzpumpen an Bord.
Die Einsatzkräfte versuchten, den Ursprung der Leckage zu finden. Am 6.9. lag das Gütermotorschiff weiter im Nordkanalhafen am Kai.
Quelle:Tim Schwabedissen


Supertanker weiter in Gefahr
(06.09.20) Die Gefahr einer Explosion des Tankers 'New Diamond' vor Sri Lanka konnte am 6.9. zunächst gebannt werden. Die Marine des Landes gemeinsam mit der indischen Coast Guard sowie private Berger waren an dem Einsatz beteiligt. Am 5.9. wurde die 'New Diamond' über 40 Meilen weit weg von der Küste Sri Lankas geschleppt.
Das Feuer war zu der Zeit bereits weitgehend eingedämmt, allerdings wurde nun gemeldet, dass es wieder aufgeflammt sei, nachdem Bunkeröl in Brand geriet. Seit dem 4.9. wurde der Havarist unter Leitung von SMIT Salvage von der 'ALP Winger' weiter auf hohe See gezogen. Die Sri Lanka Navy, Sri Lanka Air Force, Sri Lanka Ports Authority.
Indian Navy und Indian Coast Guard arbeiteten gemeinsam an der Katastrophenbekämpfung. Die indische Coast Guard war mit der ICGS 'Sarang' und ICGS 'Sujay' vor Ort. Der Schlepper 'TTT One' war mit Löschausrüstung und Feuerwehr-Einsatzkräften ebenfalls beteiligt. Ein Dornier-Überwachungsflugzeug kehrte unterdessen zum Mattala Mahinda Rajapaksa International Airport zurück. Aus Sri Lanka waren die SLNS 'Samudura', 'P 4442', SLCG 'Samudraraksha' und SLCG 'Samaraksha' der Coast Guard vor Ort mit Chemikalien für mögliche Ölaustritte. Zwei Schlepper der Hambanthota International Port Group - die 'Wasaba' and 'Rawana', waren auch an den Löscharbeiten beteiligt. Ein MI 17-Helikopter und die Beach Craft der Sri Lanka Air Force überwachten den Luftraum.
Sorge bereitete weiterhin der gro'e Riss im Rumpf an Backbordseite. Er könnte die Stabilität des voll beladenen Schiffs beeinträchtigen und ein Auseinanderbrechen verursachen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Zweiter Überlebender der Gulf Livestock 1 gefunden
(06.09.20) A, 4.9. wurde ein drittes Besatzungsmitglied des gesunkenen Tierfrachters 'Gulf Livestock 1' in einer Rettungsinsel treibend gefunden. Es handelte sich um einen 30-jährigen Filipino namens Jay-Nel Rosals. Er wurde am Nachmittag 1,2 Meilen von Kodakara Island entdeckt und ins Krankenhaus gebracht.
Er war ansprechbar und konnte selbst gehen. Er war der zweite Überlebende der 43-köpfigen Crew des Schiffs, das am 3.9. rund 115 Meilen westlich von Amami Oshima gekentert war. Ein Filipino war am selben Tag aus dem Wasser gerettet worden, ein zweiter am folgenden Morgen nahe Amami Oshima auf halbem Wege zwischen Okinawa und Kyushu. Er war bewusstlos und starb im Krankenhhaus.
Am 4.9. um kurz nach 16 Uhr fanden die Einsatzkräfte auch ein beschädigtes Rettungsboot, das leer in der See vier Kilometer östlich von Kodakara Island trieb. Au'erdem entdeckte die japanische Coast Guard einen Ölfleck 150 Kilometer vor Amami Oshima Island. Die SAR Operation musste inzwischen wegen eines weiteren Hurrikans unterbrochen werden, dem Taifun Haishen, der am 6.9. Kyushu erreichen sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Tankerneubau im Sturm aufgerissen
(06.09.20) Der noch im Bau befindliche LPG-Tanker 'Pang Tian', 62367 fdw (IMO: 9864291), der bei der Bauwerft in Ulsan am Kai lag, wurde am 3.9. vom Taifun Maysak beschädigt. Als er wiederholt gegen den Kai schlug, wurde der Rumpf aufgerissen, und es kam zu Wassereinbruch. Der Tanker legte sich stark nach Steuerbord über, konnte aber später stabilisiert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kollision vor Mikasa
(06.09.20) Der südkoreanische Frachter 'Pancon Glory', 9892 BRZ IMO:9635418), kollidierte am 4.9. um 5.50 Uhr auf der Reise von Nagoya nach Toyohashi in der Bucht von Mikasa mit einem Kutter. Menschen kamen nicht zu Schaden. Die japanische Coast Guard leitete eine Untersuchung der Havarie ein, nachdem das Schiff am Containerterminal in Toyohashi am selben Tag festgemacht hatte.
Quelle:Tim Schwabedissen


04.09.2020

Supertanker 'New Diamond' brennt
Supertanker 'New Diamond' brennt
(Bild: Indian Coastguard) Gro'bild klick!
Brennender Tanker wird auf See geschleppt
(04.09.20) Die Lage auf dem unter Panama-Flagge laufenden Supertanker 'New Diamond', 160079 BRZ (IMO: 9191424), der am 3.9. um 7.45 Uhr rund 20 Meilen vor der Küste Sri Lankas in Brand geraten war, hat sich im Lauf des Tages dramatisch verschlechtert. Nachdem die Lage zunächst unter Kontrolle gebracht zu sein schien, flammte der Brand, der bei einer Kesselexplosion entstanden war, erneut auf und griff vom Maschinenraum auf die Aufbauten über. Flammen loderten an Backbordseite bis zur Brücke hoch, und Teile der Aufbauten waren inzwischen ausgebrannt.
Der Rumpf zeigte Spuren der Hitzeentwicklung im Maschinenraum, der Schornstein war verkohlt. Dichte Rauchwolken stiegen vom Achterschiff in den Himmel. Als die 23-köpfige Crew, davon 19 Filipinos und fünf Griechen, den Tanker verlie'en, war ein Mann von den Philippinen vermisst und ist wohl im Maschinenraum ums Leben gekommen. Ein weiterer, der 3. Ingenieur, war bei der Explosion schwer verletzt worden und kam ins Krankenhaus von Kalmunai, 360 Kilometer östlich von Colombo.
'New Diamond': Feuer unter der Brücke
'New Diamond': Feuer unter der Brücke
(Bild: Indian Coastguard) Gro'bild klick!
Einige der Seeleute wurden von dem Tanker 'Helen M' (IMO:9308223) übernommen, der auf der Reise von Mangalore nach Kakinada war, und später auf ein anderes Schiff übergeben. Er läuft in Zeitcharter der indischen Reliance Industries. Zwei russische U-Boot-Bekämpfungsschiffe, die im Hafen von Hambantota zu Versorgungszwecken gelegen hatten, liefen zur Assistenz aus. Das Militär von Sri Lanka schickte ein Flugzeug und zwei Schiffe zum Havaristen.
Die indische Coastguard mobilisierte die ICG 'Shaurya', 'Sarang', 'Samudra Paheredar' und Flugzeuge. Nachdem die ICG 'Shaurya' vor Ort war, begann sie mit Löscharbeiten. Wasser und Schaum wurden auf den Rumpf gefeuert, um ihn zu kühlen. Eine Dornier überwachte den Seeraum.
Am Morgen des 4.9. trieb der Tanker auf 3.100 Metern Wassertiefe rund 25 Meilen östlich von Sri Lanka. Er brannte immer noch und hatte leichte Backbordschlagseite, jedoch waren die Ladetanks weiterhin unversehrt geblieben. Die Einsatzkräfte konzentrierten sich darauf, diese zu schützen. 10 Meter oberhalb der Wasserlinie klaffte unweit des Aufbautenblocks an Backbordseite ein zwei Meter langer Riss im Rumpf. Inzwischen war auch der Offshore-Schlepper 'APL Winger' (IMO: 9367504), vor Ort eingetroffen.
Aus dem Hafen von Hambantota kamen die beiden Schlepper 'Ravana' (IMO: 9773002) und 'Vasabha' (IMO: 9704219) herbei. SMIT Salvage wurde mit der Bergung betraut.
Die russischen Einheiten verlie'en die Szene wieder. Es wurden nun Vorbereitungen getroffen, das Schiff weiter von der Küste wegzuschleppen. Die Marine Protection Authority von Sri Lanka wollte alles in ihren Kräften Stehende tun, um eine Ölleckage zu vermeiden.
Bisher war der Tankbereich des Doppelhüllenschiffs vom Feuer nicht erfasst worden. Die 'New Diamond' kam aus dem Hafen von Mina Al Ahmadi in Kuwait und war mit 270.000 Tonnen Rohöl für eine Raffinerie der staatlichen IOC in Paradip bestimmt. Au'erdem hatte er 1.700 Tonnen Diesel als Bunker an Bord.
Der Tanker der Porto Emprios Shipping Inc. in Piräus hat eine Länge von 333 Metern, eine Breite von 60 Metern und einen Tiefgang von 21,24 Metern bei einer Tragfähigkeit von 299.986 Tonnen. Er wurde 2000 bei der Mitsui Engineering in Ichihara erbaut.
Quelle:Tim Schwabedissen


Motoryacht mit Maschinenausfall
Motoryacht mit Maschinenausfall
(Bild: RNLI) Gro'bild klick!
Motoryacht trieb im Solent
(04.09.20) Am 31.8. um 13.38 Uhr alarmierte die HM Coastguard das RNLI-Boot aus Lymington, nachdem eine 10 Meter lange Motoryacht einen Maschinenausfall gemeldet hatte. Die freiwilligen Seenotretter liefen mit der 'B-882 David Bradley' wenig später aus und bei drei Beaufort Wind aus dem Lymington River heraus auf Westkurs in Richtung von Cowes. Sie fanden den Havaristen mit drei Mann an Bord in der Mitte des Solent treibend vor.
Alle trugen Rettungswesten. Ein Rettungsmann stieg an Bord über und half, eine Schleppverbindung herzustellen. Als der Havarist zurück im Lymington River war, wurde er längsseits genommen, um auf dem engen Flussabschnitt sicherer manövriert werden zu können. Nachdem er am Ponton des Hafenkapitäns abgeliefert war, meldete sich das Rettungsboot um 14.35 Uhr wieder klar auf Station.
Quelle:Tim Schwabedissen


Treibgut von 'Broeder Isidoor' wird geborgen
Treibgut von 'Broeder Isidoor' wird geborgen
(Bild: Reddingsstation Wijdeness) Gro'bild klick!
Kutter bei Wijdenes vom Sturm zerschlagen
(04.09.20) Der Versuch von Rijkswaterstaat, die mit dem Patroullienboot 'RWS 77' und der 'De Gooier' vor Ort im Einsatz war, den am Nachmittag des 2.9. im Markermeer zwischen dem Schutzhafen Wijdenes und Appelhoek gesunkenen Kutter 'Broeder Isidoor' gemeinsam mit einem Schwimmkran von HEBO Maritiem zu bergen, musste wegen schlechten Wetters abgebrochen werden. Das Wrack wurde bei starkem Seegang von den Wellen zerstört und sackte immer tiefer weg. Losgerissene Trümmer und Öl wurden am 3.9. an der Küste von Wijdenes angespült.
Neben HEBO Maritiem war auch die Bergungsfirma Boskalis mit dem Baggerschiff 'Nova Venture' (MMSI:244710294) aus Lelysad angerückt, um gemeinsam mit Freiwilligen bis 22 Uhr das gestrandete Treibgut einzusammeln. Es wurde mit Treckern auf Anhängern abtransportierrt. Tags zuvor hatte die Rettungsstation von Wijdenes die Versuche, das leckgeschlagene Schiff auszupumpen, eingestellt, weil mehr Wasser in dem maroden Holzrumpf nachlief als wieder au'enbords gefördert werden konnte. Das Wrack sank auf Position 52°37,6850'N 005°10,2080'E auf etwa zwei Metern Wassertiefe.
Quelle:Tim Schwabedissen



(Bild: RNLI) Gro'bild klick!
Nachteinsatz vor Eastbourne
(04.09.20) Am Morgen des 2.3. funkte die 12 Meter lange Segelyacht 'Arima' einen Pan-Pan-Ruf vor Eastbourne. Sie hatte von Holland kommend mit einer dreiköpfigen Crew an Bord einen Motorausfall erlitten und trieb bei schwachem Wind hilflos in der See. Das RNLI-Boot aus Eastbourne wurde um 00.08 Uhr alarmiert und lief wenig später aus. Die Yacht wurde sieben Meilen südlich von Sovereign Harbour entdeckt. Sie wurde auf den Haken genommen und in die Marina von Eastbourne abgeschleppt, wo der Schaden repariert werden sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter trieb vor La Palma
(04.09.20) Am Nachmittag des 3.9. setzte der spanische Fischkutter 'Procalor' eineen Notruf ab, nachdem er einen Maschinenausfall vor der Punta de Arenas Blancas, östlich von La Palma, erlitten hatte und dicht unter der Küste trieb. Salvamento Marítimo schickte das SAR-Boot 'Salvamar Alphard' (MMSI:224157670) der Station Santa Cruz de la Palma zu Hilfe. Es nahm den Havaristen samt seiner zweiköpfigen Crew auf den Haken und schleppte ihn sicher in den dortigen Hafen ein.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild Festmacherboot 'Makker 19'
Archivbild Festmacherboot 'Makker 19'
(Bild: Olaf Kuhnke) Gro'bild klick!
Transportschaden auf werftneuem Festmacherboot
(04.09.20) Das brandneue und unsinkbare, 10 Meter lange Festmacherboot 'Makker 19' (MMSI:211341170) der Firma Hans Schramm traf jetzt im künftigen Heimathafen Brunsbüttel ein Es wurde in Istanbul erbaut worden und verlie' mit einem Frachter am 18.7. Tuzla in Richtung Bremerhaven. Beim Be- oder Entladen erlitt es einen Schaden im Bugbereich, in den ein Loch gerissen wurde.
Trotz der Beschädigung konnte das Boot von Bremerhaven selbstfahrend nach Brunsbüttel überführt werden. Am 3.9. um 18.15 Uhr machte es sich auf den Weg und traf am 4.9. gegen vier Uhr in Brunsbüttel ein. Ein Autokran hob das Boot dann aus dem Wasser, damit der Schaden besser begutachten werden kann. Ein Schwei'er wurde angefordert, um den Transportschaden am aufgepallten Boot zu reparieren.
Quelle:Tim Schwabedissen


Northline Seafoods-Barge gestrandet
Northline Seafoods-Barge gestrandet
(Bild: Russell Nelson) Gro'bild klick!
Fischverarbeitungsbarge im Sturm gestrandet
(04.09.20) Die 150 Fui' lange Northline Seafoods-Barge strandete am 30.8. in einem Sturm bei Ekuk, der mit 80 Meilen Windgeschwindigkeiten über die Bristol Bay fegte. Das sieben Millionen Doller teure Gefährt kam südlich von Dillingham auf den Strand. Es hatte sich um 22.30 Uhr von der Mooringtonne losgerissen.
Die sechsköpfige Crew brachte sofort die Backup-Anker aus, doch sie hielten die Drift nicht auf. Vier Meilen südlich von Ekuk endete die Fahrt der Barge, die zum Ankauf von Fisch, dessen Einfrieren und Weiterverkauf genutzt wird.
Bei der Havarie kollabierte das Deckshaus. Es kam zu Wassereinbruch im Maschinenraum. Das Wrack soll nun binnen zwei Wochen geborgen werden. Da der Rumpf selbst strukturell intakt blieb, ist der Rest reparabel.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter 'Norhav - N-43-A'
Kutter 'Norhav - N-43-A'
(Bild: Frederik Soerensen) Gro'bild klick!
Feuer im Hafen von Andenes
(04.09.20) Am Morgen des 4.9. geriet im Hafen von Andenes der 11 Meter lange, norwegische Kutter 'Norhav - N-43-A' (MMSI: 257000250) in Brand. Die Flammen schlugen auch auf einen Nachbarlieger, die Libra 33 'N-20-A' über. Die Feuerwehr, Polizei und Krankenwagen rückten um 6.30 Uhr zu der Marina aus.
Wenig später hatte die Feuerwehr die Flammen unter Kontrolle gebracht. Der Schaden war allerdings erheblich. Beide betroffenen Schiffseigner waren inzwischen vor Ort. Menschen wurden nicht verletzt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Bei Masnou gestrandete Yacht geborgen
(04.09.20) Am Nachmittag des 3.9. wurde unter Assistenz von Einsatzkräften von Salvamento Marítimo und des örtlichen Roten Kreuzes die Segelyacht 'Mena Pien' geborgen. Das Boot war am 28.8. bei Masnou gestrandet, leckgeschlagen und gesunken. Ein Taucherteam von Salvamento Marítimo, die BEC Cartagena, brachte an dem Wrack mehrere Hebesäcke an. Das SAR-Boot 'Salvamar Mintaka' (MMSI: 224520520) der Station Barcelona schleppte es anschlie'end unter Wasser an den Auftriebshilfen schwimmend in den Hafen ein. Die Operation wurde koordiniert durch das CCS Barcelona.
Ein Kaikran hob das schwer angeschlagene Schiff anschlie'end an einem Bootslager aus dem Wasser. Die Backbordseite war auf Höhe der Wasserlinie eingedrückt. Unter tatkräftiger Mithilfe von Personal der Base Estratégica de Cartagena wurde das Wrack auf dem Kai gesichert.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter bei Goseong gestrandet
(04.09.20) Der unter mongolischer Flagge laufende Frachter 'Risun', 1502 BRZ (IMOI: 8928870), die zuvor als 'Great Marine 21' in Sierra Leone registriert war, lief im Taifun Maysak am 3.9. um 00.50 Uhr bei Gosesong in der Provinz Gangwon-do auf Grund. Er hatte auf Reede gelegen und kam 40 Meter vor dem Dorf Maejeong fest. Alle 14 Crewmitglieder wurden von der südkoreanischen Coast Guard gerettet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter nach Treasure Island abgeschleppt
(04.09.20) Am 2.9. kam die US Coast Guard einem manövrierunfähigen, 34 Fu' langen Fischkutter zu Hilfe, der 80 Meilen westlich des Anclote River trieb. Er hatte am Nachmittag des 1.9. einen Notruf an die Station St. Petersburg abgesetzt und um Assistenz gebeten.
Das Patroullienboot 'Crocodile (WPB-87369)' nahm Kurs auf den Havaristen und stellte vor Ort eine Schleppverbindung her. Das Schiff wurde dann sicher zum John's Pass in Treasure Island, Florida gezogen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Zweites gerettetes Crewmitglied der Gulf Livestock 1 starb im Krankenhaus
(04.09.20) Nachdem im Taifun Maysak im Ostchinesischen Meer bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 210 Kilometern der Tiertransporter 'Gulf Livestock 1' kenterte und sank, konnte die japanische Coastguard am Morgen des 4.9. ein zweites Besatzungsmitglied in der aufgewühlten See ausmachen. Der Mann war noch lebendig, aber bewusstlos, als er geborgen wurde. Er trieb 75 Meilen nordnordwestlich von Amami Oshima mit dem Kopf unter Wasser.
Er wurde um 6.30 Uhr entdeckt und war um 7.15 Uhr an Bord eines Schiffs. Er kam dann in ein Krankenhaus, wo er aber starb, ohne das Bewusstsein wiedererlangt zu haben. Die Suche den übrigen 41 Mann dauerte an. Dabei waren drei Schiffe, vier Flugzeuge und zwei Taucher im Einsatz.
Die SAR-Operation dürfte am Wochenende durch den Taifun Haishen erschwert werden. Er dürfte am 6.9. zwischen Amami-Oshima und der Insel Kyushu in West-Japan Landfall machen. Am 2.9. hatte der 45-jährige Sareno Edvarodo in guter Verfassung aus der stürmischen See gerettet werden können.
Er wurde in T-Shirt und Shorts aus der aufgewühlten See geholt. 'Thank you, thank you. Did you get some crew there also? In the Gulf? I am not - I'm the only one? No other one? I am so. I don't know what's happening to some of my crew', waren seine ersten Worte. Er sagte weiter aus, dass das Schiff einen Motorschaden erlitten hatte.
Die Crew wurde angewiesen, Rettungswesten anzulegen, ehe eine Welle den Frachter zum Kentern brachte. Nachdem er über Bord sprang, habe er keinen seiner Crewkameraden mehr gesehen. Darüber hinaus fand sich bisher nur eine leere Rettungsweste mit dem Schiffsnamen.
Einige der 5.867 Rinder, die der Frachter an Bord hatte, wurden unterdessen tot in der See treibend gesichtet. Tierrechtler kritisierten anlässlich des Unglück erneut den Transport der Tiere über See. Neuseeland stoppte als Konsequenz aus dem Untergang vorerst seinen Tierexport.
Erst am 25.7. war die BRP 'Magat Salamat (PS20)' der Naval Forces Eastern Mindanao der 'Gulf Livestock 1' zu Hilfe gekommen, die einen Schaden an der Hauptmaschine erlitten hatte und 6,6 Meilen vor dem Manamil Islet, Balut Island, Davao Occidental, trieb. Das Schiff wurde gesichert, während die Maschine repariert wurde. Am 26.7. eskortierte das Patroullienoot es dann während einer Probefahrt vor Marore Island nahe der Grenze von Indonesien und den Philippinen. Nachdem die Erprobung zufriedenstellend verlaufen war, nahm der Frachter Kurs auf Australien.
Quelle:Tim Schwabedissen


17 Verletzte bei Havarie der Waverley
(04.09.20) Am Nachmittag des 3.9. kollidierte der britische Raddampfer 'Waverley', 693 BRZ (IMO: 5386954), mit dem Kai in Brodick auf der Isle of Arran in West-Schottland. Dabei wurden 17 Menschen verletzt, mehrere mussten im Krankenhaus behandelt werden. Das Schiff hatte 213 Fahrgäste und 26 Crewmitglieder an Bord.
Der Raddampfer war mit zu hoher Fahrt auf die Pier von Brodick zugelaufen. Als er mit dem Bug dagegen stie', stürzten etliche Passagiere auf Deck oder wurden gegen Metall- und Holzteile an Deck geschleudert. Mindestens zehn von ihnen wurden auf Tragen abtransportiert.
Feuerwehr, Polizei, Coastguard und Bergretter wurden alarmiert. Ein Hubschrauber landete um 18 Uhr, um einige der schwerer Verletzten ins Crosshouse Hospital bei Kilmarnock zu fliegen. Andere kamen mit Krankenwagen ins vier Meilen entfernte Isle of Arran War Memorial Hospital in Lamlash.
Vor dem Unfall hatten die Fahrgäste Largs, Pladda Island und die Holy Isle besucht. Das 1946 erbaute Schiff, der letzte seegehende Dampfer der Welt, war erst vor zwei Wochen nach einer eineinhalbjährigen Erneuerung der Kessel wieder in Betrieb gegangen. Es trug einen erheblichen Schaden am Bug davon.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer auf Fischfrachter schnell gelöscht
(04.09.20) Am 3.9. gegen 13.30 Uhr brach auf dem chilenischen Fischcarrier 'Globalpsca I', 1197 BRZ (IMO: 9262376), ein Feuer aus. Er lag zu der Zeit zu Überholungsarbeiten bei dem ASMAR Magallanes Shipyard in Punta Arenas. Nachdem Alarm gegeben war, konnte der Brand rasch gelöscht werden.
Es blieb bei einem geringen Schaden an einer Ventilationshutze auf dem Oberdeck. Sowohl ASMAR wie auch der Eigner leiteten eine Untersuchung ein.
Quelle:Tim Schwabedissen


Chemikalienleckage aus Container
(04.09.20) Am 4.9. wurden zwei Feuerwehreinheiten der Stationen Tauranga/Neuseeland und Greerton zum Hafen von Tauranga gerufen, nachdem dort der britische Containerfrachter 'Spirit of Auckland', 41483 BRZ (IMO: 9360752), um 5.30 Uhr am Containerterminal festgemacht hatte. Er kam von Balboa und hatte bereits vor einigen Tagen eine Leckage chemischer Flüssigkeit aus einem Container gemeldet. Sie entstand an einem Ventil und konnte von der Crew abgedichtet werden.
Der Kapitän meldete der Port of Tauranga Authority den Vorfall, und beim Einlaufen war vorsorglich die Feuerwehr in Bereitschaft gebracht worden, um sicherzustellen, dass für die Hafenarbeiter keine Gefahr bestand. Der betroffene Container sollte an Bord bleiben. Er war für den nächsten Anlaufhafen Sydney bestimmt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Ankernder Kutter von Frachter gerammt
(04.09.20) Ein unbekannter Frachter kollidierte nach dem Auslaufen aus Gujarat auf dem Weg zum Jawaharlal Nehru Port Trust (JNPT) im Nhava Sheva-Hafen am Morgen des 31.8. mit dem Trawler 'Abraham'. Dieser lag 80 Meilen vor der Küste von Uttan in Bhayander vor Anker. Die 12-köpfige Crew blieb unversehrt, doch der Bug des Kutters wurde zerstört.
Das Schiff war am 28.8. von Uttan aus auf Fangfahrt gegangen und war auf dem Rückmarsch in den Hafen. Es hatte für eine Ruhepause Anker geworfen. Gegen ein Uhr traf es der Frachter, der kein Warnsignal gegeben hatte. Durch einen Wassereinbruch entwickelte der Havarist Schlagseite. Er konnte am Abend des 1.9. in den Hafen zurückgeschleppt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Einhandsegler vor Dublin in Schwierigkeiten
(04.09.20) Am 3.9. wurde das RNLI-Boot aus Howth alarmiert, nachdem ein Einhandsegler 15 Meilen östlich von Dublin in Schwierigkeiten geraten war. Um 19.10 Uhr bat er fünf Meilen östlich des Kish Lighthouse um Assistenz. Das Rettungsboot lief aus und fand die Yacht 'Adia' mit Schäden am Rigg und ausgefallener Maschine in der See treibend vor.
Ein Rettungsmann wurde an Bord abgesetzt, um dem Skipper zu assistieren. Sein Boot wurde in Schlepp genommen und um 22.45 Uhr in die Poolbeg-Marina im Hafen von Dublin gezogen. Der Skipper war wohlauf und guter Dinge.
Quelle:Tim Schwabedissen


03.09.2020

Segler vor Cowes
Segler vor Cowes
(Bild: RNLI) Gro'bild klick!
Segler vor Cowes aus Gefahrenlage befreit
(03.09.20) Eine 26 Fu' lange Segelyacht geriet am Morgen des 28.8. in Seenot, nachdem es zu einem Ruderschaden beim Old Castle Point vor East-Cowes gekommen war. Der Skipper vermochte durch die eingeschränkte Manövrierfähigkeit nicht mehr in den Hafen von Cowes kommen. Die Havarie hatte sich bei einer Grundberührung in der Nacht ereignet, als er geschlafen hatte.
Er setzte einen Notruf ab, und um 6.30 Uhr kam das RNLI-Boot aus Cowes zu Hilfe. Bei starkem Nordostwind war das Boot in Gefahr, grö'eren Schaden zu erleiden. Vor Ort waren 1,5 Meter Seegang, und beim Kippen der Tide hätte es gegen die Hafenmauern treiben können.
Es wurde von den Seenotrettern in den Hafen geschleppt und an der Trinity Landing festgemacht. Um acht Uhr kehrte das Rettungsboot zu seiner Station zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen


Nachtschlepp nach Cherbourg
(03.09.20) In der Nacht zum 1.9. kam es auf der 10 Meter langen Segelyacht'Saphir', die mit einem älteren Ehepaar an Bord unterwegs war, zu einem Motorausfall acht Meilen nördlich vor Cherbourg. Mangels Wind trieb das Boot manövrierunfähig in der See, und gegen 22 Uhr fing das CROSS Jobourg einen Notruf des Skippers auf. Das SNSM-Boot 'Cap Lévy 2' der Station Fermanville kam zu Hilfe.
Einer der sechs Seenotretter wurde an Bord übergesetzt, und es wurde entschieden, die Yacht nach Cherbourg abzuschleppen. Gegen ein Uhr war der Chantereyne-Hafen erreicht, und das Rettungsboot kehrte zum Pignot-Hafen in Fermanville zurück. Die in Dünkirchen beheimatete 'Saphir' war gerade nach einem einmonatigen Törn auf der Fahrt von Poole nach Cherbourg, und weiter nach Hause.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild Frachter 'Vera Su'
Archivbild Frachter 'Vera Su'
(Bild: Olaf Kuhnke) Gro'bild klick!
Maschinenschaden vor Kalamata
(03.09.20) Auf dem unter Panama-Flagge laufenden Frachter 'Vera Su', 1984 BRZ (IMO: 8611219), kam es am 28.8. zu Maschinenproblemen, als er südlich von Kalamata vor den Peloponnes unterwegs war. Er befand sich auf der Reise von Agios Nikolaos nach Izmit und hatte eine Ladung von 2.600 Tonnen Gips an Bord.
Mehrere Tage dümpelte das Schiff nordwestlich von Kreta in der See. Erst am 2.9. um fünf Uhr kam Hilfe in Gestalt zweier griechischer Patroullienboote sowie des griechischen Schleppers 'Pothitos' (IMO: 9012094), der den Havaristen auf den Haken nahm. Am 2.9. war der Schleppzug in Richtung der Reede von Aliaga unterwegs.
Quelle:Tim Schwabedissen


Trawler 'Bekkvik Jr. - F-199-NK'
Trawler 'Bekkvik Jr. - F-199-NK'
(Bild: NSSR) Gro'bild klick!
Trawler high and dry vor Porsanger
(03.09.20) Am 2.9. lief der norwegische Trawler 'Bekkvik Jr. - F-199-NK' , 58 BRZ (MMSI 257647500), vor Porsanger auf Grund. Bei ablaufendem Wasser und einem Tidenkoeffizienten von 2,31 Metern fand sich der Havarist bald auf der Backbordseite liegend hoch und trocken auf den Felsen bei Store Tamsøya wieder. Das NSSR-Rettungsboot 'Peter Henry von Koss' (IMO:9149134) der Station Mehamn kam zu Hilfe, konnte jedoch zunächst nichts ausrichten.
Es wartete in tieferem Wasser die nächste Flut ab. Als das Wasser wieder genug aufgelaufen war und sich der Havarist aufgerichtet hatte, wurde er von den Seenotrettern zurück in tiefes Wasser gezogen. Um 20.50 Uhr machte er sicher im Hafen von Honningsvåg fest. Um 22.15 Uhr kehrten die Seenotretter zu ihrer Station zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen


Vorbereitungen zur Demontage
Vorbereitungen zur Demontage
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Frachter nach Kollision in Kiel in die Kette gelegt
(03.09.20) Der Frachter 'Else' wurde am 2.9. von den Behörden an seinem Liegeplatz in Kiel in die Kette gelegt. Zuvor hatten Untersuchungen des von ihm beschädigten Schleusentors ergeben, dass der angerichtete Schaden sich auf eine Höhe von 2,03 Millionen Euro belief.
Derweil versuchte die Crew, die Leckage am Bug mit Bordmitteln zu flicken, um die Reise nach Frankreich fortsetzen zu können. Da allerding mit der Versicherung des Reeders bislang keine Einigung über die Hinterlegung einer Sicherheitssumme erzielt werden konnte, mussten die Behörden ein Auslaufverbot erlassen, um eine Handhabe zu behalten.
Derweil hoffte das Wasserstra'en- und Schifffahrtsamt (WSA), dass am Wochenende die Nordkammer wieder mit Einschränkungen benutzt werden kann. Der Unterschied beim Wasserspiegel darf aber zunächst nur einen Meter betragen. Erst nach den abschlie'enden Arbeiten - das Tor muss verstärkt werden - kann auch ein Unterschied der Pegel von 1,50 Meter zugelassen werden. Damit kann die Schleuse aber zu 99 Prozent der Zeit in Betrieb sein.
Schleusentor wird ausgehoben
Schleusentor wird ausgehoben
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Währenddessen kamen auch die Ermittlungsbehörden voran. So ist mittlerweile teilweise der Funkverkehr ausgewertet worden. Fest steht, dass es bei der Einfahrt in die Kieler Förde zweimaligen Funkkontakt gegeben hat zwischen dem Frachter und der Verkehrszentrale in Travemünde.
Unklar blieb aber weiterhin, warum die Besatzung nicht gestoppt hat, um einen Lotsen an Bord zu nehmen. Auch war noch nicht geklärt, wieso sie nicht bemerkte, dass alle Ampeln der Schleuse gut sichtbar auf Rot standen.
Probleme gab es offenbar bei der Vernehmung der Besatzung. Nur mit Hilfe von Dolmetschern soll die Befragung vorangekommen sein. Mathias Stein, SPD-Bundestagsabgeordneter aus Kiel, kritisierte, dass die Crews blind zusammengewürfelt werden, was dann schlimme Konsequenzen haben kann.
Die gesamte Kommunikation innerhalb der Crews stimme nicht und die Kommunikation nach au'en ebenso wenig, was ein Sicherheitsrisiko nicht nur für den Nord-Ostsee-Kanal, sondern für die gesamte Küste Norddeutschlands sei. Er forderte ein Mindestma' an sprachlicher Qualifikation bei der Besatzung.
Quelle:Tim Schwabedissen


Motoryacht vor Ibiza leckgeschlagen
(03.09.20) Am 2.9. gegen 14 Uhr lief die Motoryacht 'Aurora' bei der Islas Bledes, westlich von Ibiza, auf der Untiefe Ses Bledes auf Grund und schlug leck. Das mit neun Personen besetzte Boot setzte einen Notruf ab. Salvamento Marítimo schickte das SAR-Boot 'Guardamar Caliope' (IMO:9541643) aus Sant Antonio zu Hilfe.
Die Seenotretter installierten eine Bilgenpumpe und schleppten den Havaristen nach Sant Antonio ab, wo er eingedockt wurde. Eine Passagierin, die bei einem Sturz an Deck beim Auflaufen eine Schürfwunde davongetragen hatte, wurde vom Katamaran 'Genia' zur Pier gebracht und dort versorgt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Tankmotorschiff riss Fahrwassertonne ab
(03.09.20) Am 2.9.gegen 16 Uhr geriet einem Tankmotorschiff auf dem Rhein in Bergfahrt die Kette einer Fahrwassertonne in den Antrieb, die sich um den Propeller wickelte und ihn blockierte. Die Havarie ereignete sich in Bergfahrt auf Höhe von Rüdesheim bei Flusskilometer 441,8. Der Schiffsführer musste notankern, um das manövrierunfähig gewordene Schiff zu stoppen.
Der mit 800 Tonnen schwerem Heizöl beladene Havarist wurde von einem Schlepper auf den Haken genommen und an einen Liegeplatz in Bingen gezogen. Das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) sprach ein Weiterfahrverbot aus, bis Taucher den Antrieb untersucht hatten. Die abgerissene und den Fluss hinabtreibende Fahrwassertonne konnte von einem Streifenboot der Wasserschutzpolizei St. Goar eingefangen und gesichert werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Segler bei Karschau gerettet
(03.09.20) Die Maasholmer Seenotretter kamen am 1.9. einem Segler auf der Schlei zu Hilfe. Stark unterkühlt trieb der Mann rund eine Stunde lang im Wasser, nachdem seine Jolle gekentert war. Von vergeblichen Selbstrettungsversuchen entkräftet, rettete ihn schlie'lich die Freiwilligen-Besatzung des Seenotrettungsbootes 'Hellmut Manthey' der DGzRS-Station Maasholm.
Gegen 14 Uhr erfuhr das MRCC in Bremen von der Notlage des Mannes, dessen Boot in Höhe von Karschau gekentert war, wobei der Segler in die Schlei fiel. Während der Wassersportler unter gro'en Mühen versuchte, sein Boot wiederaufzurichten, baten die Seenotretter zunächst das in der Nähe fahrende Ausflugsschiff 'Nordlicht' darum, Kurs auf die Unglücksstelle zu nehmen.
Als das Seenotrettungsboot aus Maasholm eintraf, hielt sich der Schiffbrüchige entkräftet am Schwert seines Bootes fest. Die Seenotretter nahmen ihn an Bord und begannen unverzüglich mit seiner medizinischen Erstversorgung. Die Körperkerntemperatur des Mannes war bereits auf rund 32 Grad Celsius abgesunken.
In der Nähe des Einsatzortes übergaben die Seenotretter den Schiffbrüchigen an den Landrettungsdienst, der den Mann zur weiteren Versorgung ins Krankenhaus brachte. Anschlie'end richteten sie seine Jolle wieder auf und schleppten sie an Land.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter trieb kieloben 150 Meilen durch Irische See
(03.09.20) Am 30.8. entdeckte der Ausguck der unter Zypern-Flagge laufenden Fähre 'Isle of Inishmore', 34031 BRZ (IMO: 9142605), ein kieloben treibendes Wrack, als es zwischen Pembroke und Rosslare unterwegs war. Daraufhin wurde die RNLI in St. Davids um 16.447 Uhr alarmiert. Das Rettungsboot 'Norah Wortley' lief aus und nahm Kurs auf die Fähre, die ein Boot ausgesetzt hatte und an der Position auf Standby geblieben war. Das Wrack entpuppte sich als ein Kutter, die 20 Fu' lange 'Braveheart'.
Sie war unbesetzt und war in einem Sturm aus dem 150 Meilen entfernten Heimathafen in Südirland abgetrieben. Es driftete nun neun Meilen westlich von St. Davids, und die Mooring hing immer noch am Rumpf. Nachdem die Crew der 'Norah Wortley' sichergestellt hatte, dass sich niemand im Schiffsinnern befand, versuchte sie mehrfach, den Kutter wieder auf ebenen Kiel zu bekommen.
Er schlug aber immer wieder um. Daraufhin wurde die mitgezogene Mooringtonne wieder befestigt, um das Schiff sichtbarer zu machen. Der Eigner wurde kontaktiert, um selbst die Bergung einzuleiten. Um 20 Uhr kehrten die Seenotretter dann zu ihrer Station zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen


Tod von 42 Crewmitgliedern nach Untergang von Tierfrachter befürchtet
(03.09.20) Am 2.9. gegen 19 Uhr rettete die japanische Coast Guard einen philippinischen Überlebenden des unter Panama-Flagge laufenden Tierfrachters 'Gulf Livestock 1', 6370 BRZ (IMO: 9262883). Im Zuge der Suchaktion war zunächst ein Rettungsboot in der aufgewühlten See entdeckt worden, das allerdings leer war. Dann machten die Einsatzkräfte von Bord einer P-3C einen mit Rettungsweste ausgestatteten Mann aus, der zu ihnen hinaufwinkte. Der 45-jährige Schiffsoffizier Sareno Edvarodo, wurde wohlbehalten an Bord eines Einsatzboots gezogen und zur weiteren medizinischen Betreuung an Land gebracht.
Seine Aussagen lie'en für die übrigen 42 Crewmitglieder das Schlimmste befürchten. Der Frachter, der mit 5.687 Rindern beladen war, hatte im Sturm einen Maschinenausfall erlitten. In den hochgehenden Wellen des Taifuns Maysak, der mit 130 Meilen über das Meer fegte und beim Landfall in Wladiwostok im Hafen ein Chaos anrichtete, schlug das hoch gebaute Schiff quer.
Es kenterte und sank kurz nach Ausstrahlen eines Notsignals um 1.45 Uhr rund 195 Kilometer westlich der Insel Amami-Oshima in der Ostchinesischen See. Die Suchaktion wurde in der Nacht unterbrochen und ging mit dem ersten Tageslicht des 3.9. weiter. Das Schiff der Gulf Navigation Holding in den Vereinigten Arabischen Emiraten war am 14.8. aus Napier ausgelaufen und nach Tangshan an der chinesischen Ostküste unterwegs.
Neben dem Überlebenden waren noch 38 weitere Filipinos, zwei Neuseeländer und zwei Australier auf dem Schiff. Die philippinische Marine war ihm erst vor kurzem nach einem Maschinenausfall vor den Balut Island in den Süd-Philippinen zu Hilfe gekommen. Noch als 'Rahmeh' laufend hatte es am 13.8. auf der Reede von Cesme ankern müssen, nachdem es zu einem mechanischen Schaden gekommen war.
Quelle:Tim Schwabedissen


Tanker nach Maschinenraumbrand manövrierunfähig
(03.09.20) Auf dem unter Panama-Flagge laufenden Supertanker 'New Diamond', 160079 BRZ (IMO: 9191424), kam es am Morgen des 3.9. zu einem Feuer im Maschinenraum in der Bucht von Bengalen. Rund 40 Meilen südöstlich der Küste von Sri Lanka funkte er gegen zwei Uhr ein Notsignal. Das beladene Schiff trieb seit zwei Uhr in der See und war manövrierunfähig.
Der Produktentanker 'Helen M' (IMO: 9308223) barg einige nicht an Bord notwendige Crewmitglieder ab. Der Kapitän blieb mit weiteren Besatzungsmitgliedern zur Brandbekämpfung an Bord. Die Marine und Coastguard von Sri Lanka kamen zur Assistenz. Der Tanker war auf der Reise von Mina al Ahmadi, Basrah, nach Paradip, wo er am 5.9. hätte eintreffen sollen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Deutscher Katamaran lief vor Varkiz auf Felsen
(03.09.20) Am 2.9. gegen 12 Uhr lief der deutsche Katamaran 'Sogno di Piu' (MMSI:211300830) auf eine Untiefe in der Bucht von Varkiz. Die griechische Coastguard schickte zwei Patroullienboote zu Hilfe, und auch eine Tauchercrew machte sich auf den Weg. Der Skipper wurde wohlbehalten vorgefunden.
Die Taucher lenzten das eingedrungene Wasser mit einer Pumpe und dichteten ein Leck ab. Danach konnte der Havarist unter Eskorte der Patroullienboote und eines weiteren Schiffs mit eigener Kraft Kurs auf die Marina von Kalamaki nehmen. Die Hafnbehörde von Floisvos verhängte ein Auslaufverbot bis zu einer Inspektion.
Quelle:Tim Schwabedissen


Sportboot bei Lampsako aufgelaufen und in Brand geraten
(03.09.20) Am Morgen des 2.9. lief das Sportboot 'Olympiotissa' bei Lampsako im Golf von Evia auf Grund, und wenig später kam es zu einer Rauchentwicklung an Bord. Die Hafenbehörde von Chalkida wurde informiert und schickte ein Patroullienboot sowie die 'Irini' zu Hilfe. Sie fanden den Havaristen brennend auf Schlammgrund sitzend 200 Meter vor der Küste vor.
Die 'Evripos IV' lief aus und machte sich an die Löscharbeiten. Mithilfe der Feuerwehr von Chalkida, die mit der 'Georgia' anrückte, konnten die Flammen endgültig erstickt werden. Die 'Irini' barg die vierköpfige Crew ab und brachte sie wohlbehalten an Land. Wegen einer geringfügigen Ölverschmutzung auf 10 Quadratmetern Fläche wurden zwei Ölsperren und ölabsorbierende Materialeien ausgebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen


Alter Kutter sank vor Wijdenes
(03.09.20) Der holländische Heringskutter 'Broeder Isidoor' sank am 2.9. vor Wijdenes Das Holzschiff, das den letzten Jahren im Hafen von Hoorn gelegen hatte, ging am Nachmittag gegen 17 Uhr unter. Es war mit zwei Personen und einem Hund an Bord auf dem Weg von Hoorn nach Harlingen. Vor der Küste von Wijdenes wurde ein gro'es Loch im Rumpf entdeckt, das von der Besatzung nicht abgedichtet werden konnte. Die beiden beschlossen dann, zu den Untiefen vor Wijdenes zu laufen. Die Rettungsboote von Wijdenes, Enkhuizen und Hoorn wurden von der Küstenwache alarmiert.
Kurz nach dem Alarm erreichte das Rettungsboot 'De Gooier' als erstes den Kutter. In diesem Moment stand das Wasser 1,5 Meter Meter hoch im Schiff. Sofort wurden Lenzpumpen an Bord übergeben.
Wegen der Gefahr des Kenterns und des schlechten Zustands des Schiffes wurde schlie'lich beschlossen, das Pumpen abzubrechen. Das Rettungsboot von Hoorn nahm die Besatzung und den Hund an Bord und brachte sie nach Hoorn zurück. Rijkswaterstaat hat das Schiff dann mit einem Licht markiert, und die zentrale Meldestelle des IJsselmeer-Gebiets gab die Position in den Warnmeldungen bekannt.
Tom van het Kaar kaufte das Schiff und brachte es 1987 in den Hafen von Hoorn, um es zu restaurieren. Er verlor aber seinen Job, hatte dann nicht mehr das Geld, um seine Pläne auszuführen, und das Schiff verfiel sichtbar. Die Gemeinde wollte, dass es zum Verschrotten aus dem Hafen entfernt wird.
Im April dieses Jahres aber boten zwei Käufer aus Friesland 5.000 Euro für die 'Broeder Isidoor' an. Ob sie jetzt damit unterwegs waren, blieb vorerst unklar. HEBO Maritiem wurde von Rijkswaterstaat beauftragt, das Wrack, von dem nur noch die Aufbauten aus dem Wasser ragten, vom Grund des IJsselmeer zu holen. Am 3.9. rückten die Berger mit einem Schwimmkran an.
Quelle:Tim Schwabedissen


Öl gesunkenen Schleppers soll abgepumpt werden
(03.09.20) Das Öl aus dem Wrack des in 40 Metern Wassertiefe vor Poudre-d'Or gesunkenen Schleppers 'Sir Gaëtan Duval' soll in Kürze abgepumpt werden. An Bord befanden sich rund 25 Tonnen Schweröl. Die Arbeiten sollen von der Polyeco and Dive Solutions durchgeführt werden.
Sie führen sie kostenfrei aus als Akt der Solidarität mit Mauritius. Der Plan soll gemeinsam mit indischen Experten und Tauchern entwickelt werden, die sich an Bord der INS 'Nireekshak' der indischen Marine vor Ort befinden, die nach dem Schiffbruch der 'Wakashio' zu Hilfe gekommen war. Derzeit waren die Taucher dabei, erste Inspektionen vorzunehmen.
Die INS 'Nireekshak' nutzte ihr dynamisches Positionierungssystem, um Videobilder herzustellen sowie eine Schadensuntersuchung. Der Schlepper, der am 8.8.2011 an der Bergung der 'Angel 1' vor Poudre d'Or beteiligt gewesen war, einem Bulkcarrier, der mit einer Ladung von 32.000 Tonnen Reis auf Grund gelaufen war, sank unweit der damaligen Strandungsposition am 31.8. um 19.30 Uhr.
Um acht Uhr desselben Tages waren acht Mann mit dem 27 Jahre alten Schlepper ausgelaufen, um die Barge 'L'Ami Constant' von Taylor Smith abzutransportieren. Sie hatte fast einen Monat am Wrack der 'Wakashio' auf Standby gelegen. Sie sollte nach Port Louis gebracht werden. Doch abends fing dann Louis Gervais Barbeau, der Hafenkapitän, einen Notruf auf.
Die Barge war im Sturm mit der 'Sir Gaëtan' kollidiert, als sich der Schleppzug bei Poste-Lafayette befand. Der Kapitän meldete ein fu'ballgro'es Loch im Rumpf. Die Crew versuchte vergeblich, den Wassereinbruch zu stoppen, doch war dies bei Wellenhöhen von 3,5 Metern ein zu kompliziertes Unterfangen.
Der Wasserpegel im Maschinenraum stieg rasch an, und dann fiel der Antrieb aus. Die Crew konnte gerade noch die Rettungswesten anlegen, bevor sie sich in den Wellen wiederfand. Wenig später sank der Schlepper.
Die 'Sir Edouard', ein 2016 erbauter Schlepper der MPA, der im Hafen gelegen hatte, lief aus. Gegen 21 Uhr waren Freiwillige aus Roches-Noires und Poudre-d'Or sowie die National Coast Guard (NCG), das Helicopter Squadron, der Emergency Response Service und weitere Einsatzkräfte in der Lagune auf der Suche nach den Schiffbrüchigen.
Patrick Karia, Eigner der 'Le Grand Bleu', zögerte keine Sekunde, sein Schiff zur Verfügung zu stellen. Der Dhruv-Helikopter und eine Dornier stiegen auf. Am 1.9. um 1:30 Uhr wurde der erste Überlebende, Clifford Montagne-Longue, per Helikopter gerettet. Um 2:30 Uhr folgte Antonio L'Aiguille, 50, der Jüngste der Crew. Um 3:05 Uhr fanden die Einsatzkräfte Alain Eleonor, 56. Alle drei waren wohlauf.
Doch um 3:20 Uhr wurde a Sylvain Addison, der 62 -Jahre alte Skipper, erfroren von der 'Grande Bleu' 400 Meter vor dem St-Géran-Pass gefunden. Er hatte keine Rettungsweste mehr an. Die Coastguard barg die Leiche. Die drei weiteren Männer blieben bis heute verschwunden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter nach Ilfacombe abgeschleppt
(03.09.20) Am 31.8. um 15.30 Uhr wurde das RNLI-Boot aus Ilfracombe von der Coastguard zur Assistenz für einen Kutter gerufen, der nach einem Maschinenausfall einen Mayday-Ruf abgesetzt hatte. Die 'Barry and Peggy High Foundation' lief bei ruhiger See in Richtung des Havaristen aus, der vor dem Bull Point bei Morthoe treiben sollte. Beim Erreichen der Position 10 Minuten später war dort aber nichts zu sehen.
Das Boot begann eine Suche mit dem Tidenstrom in Richtung Ilfracombe. Weitere 10 Minuten später entdeckten die Seenotretter den 27 Fu' langen Kutter weiter von der Küste entfernt, aber näher bei Ilfracombe als vermutet. Nach einer Überprüfung der Lage erwies es sich nicht als notwendig, jemanden an Bord abzusetzen. Es wurde eine Schleppverbindung hergestellt und der Kutter 40 Minuten darauf sicher in den Hafen zurückgebracht.
Quelle:Tim Schwabedissen


02.09.2020

Schrott des Trawlers 'Northguider'
(Bild: Kystverket) Gro'bild klick!
Nördlichste Wrackräumung der Welt beendet
(02.08.20) Die Räumung des Wracks des norwegischen Trawlers 'Northguider', 1792 BRZ (IMO: 8714619), der am 28.12.2018 in der Hinlopen Stra'e bei Svalbard gestrandet war, wurde jetzt erfolgreich abgeschlossen. Rund 50 Trümmerteile, in die das Schiff zerlegt wurde, verlie'en die Strandungsstelle auf dem Deck einer Barge. Sie wurden nun von den deutschen Schleppern 'Fairplay 31' (IMO: 9416575) und 'Bugsier 30' (IMO: 9416563) gemeinsam mit der britischen 'Afon Las' (IMO: 9547398) und dem Arbeitsschiff 'Avon Jarl' (IMO: 9429974) nach Longyearbyen zum Recycling gebracht, wo der Konvoi am 2.9. um 15 Uhr erwartet wurde.
Mit einem Magneten war Eisenschrott vom Grund geholt worden. Taucher hatten andere Trümmer händisch beseitigt. Am 30.8. nahmen die norwegische Küstenwache und der Gouverneur von Svalbard eine abschlie'ende Inspektion vor. Videobilder zeigten ihnen, dass nichts vom Wrack zurückgeblieben war.
Archivbild Schlepper 'Fairplay 31'
Archivbild Schlepper 'Fairplay 31'
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Damit fand eine bislang einzigartige Bergungsoperation ein Ende. Niemals war ein Wrack so weit im Norden beseitigt worden, und nie in so gro'er Entfernung von Möglichkeiten zur logistischen Unterstützung. Sieben Schiffe und mehr als 80 Berger waren in den vergangenen Wochen dazu eingesetzt worden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild Frachter 'MSC Ingrid'
Archivbild Frachter 'MSC Ingrid'
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Pumpenschaden auf Containerschiff
(02.09.20) Auf dem unter Panama-Flagge laufenden Frachter 'MSC Ingrid', 53208 BRZ (IMO: 9181651), kam es am 1.9. auf der Reise von Antwerpen nach Piräus zu einem Schaden an einer Treibstoffpumpe. Das Schiff, das mit 30.251 Tonnen Ladung und einer 24-köpfigen Crew unterwegs war, war NUC auf Position 50 36 00 N, 000 34 04.8 E. Nachdem die Crew den Schaden repariert hatte, nahm es wieder Fahrt auf und sollte den Zielhafen am7.9. erreichen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maschinenschaden in Dardanellen
(02.09.20) Auf dem unter Barbados-Flagge laufenden Bulkcarrier 'Meraklis', 27986 BRZ IMO: 9227819), kam es am 31.8. auf der Fahrt von Port Said nach Novorossiysk zu einem Maschinenschaden beim Transit der Dardanellen. Das Schiff warf auf der Reede von Karanlik gegen 19 Uhr auf Position 40° 0.99' N 026° 16.70' E Anker.
Die Crew begann anschlie'end mit Reparaturen. Am 2.9. lag der Havarist dort weiterhin verankert.
Quelle:Tim Schwabedissen


Ölplattform vor Corpus Christi
Ölplattform vor Corpus Christi
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Gasaustritt vor Corpus Christi
(02.09.20) Die US Coast Guard wurde am 1.9. über einen Naturgasaustritt von einer Ölplattform drei Meilen vor Corpus Christi, Texas, informiert. Wei'er Rauch strömte mit lautem, düsenartigen Dröhnen aus der Plattform der Magellan E&P drei Meilen vor der Bob Hall Pier. Von der Air Station Corpus Christi MH-65 stieg ein Dolphin-Helikopter auf, um die Lage gemeinsam mit Personal der Coast Guard und des Texas General Land Office (TGLO) zu erkunden.
Die Corpus Christi Waterways Management Division richtete eine 1.000 Fu' Durchmesser umfassende Sicherheitszone um die Plattform ein. Ein Schadstoffbekämpfungsteam und Personal des TGLO blieben nahe der Bob Hall Pier stationiert, um bei möglichen Verschmutzungen eingreifen zu können.
Gasaustritt
Gasaustritt
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Die Magellan E&P aktivierte Witt O'Brien zur Koordination weitere Ma'nahmen. Die Plattform ist unbemannt und produziert Naturgas, Kondensat und Wasser. Die Texas Commission on Environmental Quality überwachte bei der Bob Hall Pier die Luftqualität, fand bislang aber keine Spuren von Methangas. Die Texas Railroad Commission soll den Austritt stoppen und die Plattform reparieren.
Quelle:Tim Schwabedissen


Bug der 'Else Marie Theresa'
Bug der 'Else Marie Theresa'
(Bild: Sam Beamish) Gro'bild klick!
Kollision in Falmouth ging glimpflich aus
(02.09.20) Die Kollision des dänischen Tankers 'Else Marie Theresa', 2788 BRZ (IMO: 9237864), mit dem in Falmouth an der County Wharf liegenden Trainingsschiff 'SMIT Yare', 140 BRZ (IMO: 9266621), der Royal Navy am Morgen des 1.9. ist glimpflich verlaufen. Der Tanker, der das kleinere Schiff, das an einem Ponton lag, eingequetscht und auf Grund gelaufen war, konnte wenig später wieder flottgemacht und an seinen ursprünglichen Liegeplatz zurückgebracht werden. Teams des A&P Falmouth Ltd. Shipyard waren rasch vor Ort.
Das durch das Verteidigungsministerium gecharterte Boskalis-Schiff, das in der Falmouth Bay die Flugoperationen der RNAS Culdrose unterstützt, kam ebenso mit geringen Schäden davon wie der Tanker. Menschen wurden nicht verletzt. Der Tanker, der am 29.8. aus Milford Haven gekommen war, lag am 2.9. weiter am Kai des A&P Falmouth Ltd. Shipyard.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild Frachter 'Immenisty', ex Hudson
Archivbild Frachter 'Immenisty', ex Hudson
(Bild: Olaf Kuhnke) Gro'bild klick!
Havarie in Stra'e von Kertsch
(02.09.20) Der unter Malta-Flagge registrierte Frachter 'Immenisty', 6354 BRZ (IMO: 9171395), lief mit einer Ladung Stahl an Bord in der Stra'e von Kertsch am Abend des 30.8. auf Grund. Er war auf Südkurs unterwegs und von Mariupol nach Barcelona bestimmt, als er bei einem Drehmanöver aus dem Fahrwasser abkam. Versuche, sich mit eigener Kraft zu befreien, schlugen fehl.
Deshalb wurde ein Schlepper zu Hilfe gerufen, der den Havaristen am Morgen des 31.8. wieder flottmachte. Anschlie'end ging er auf der Reede von Kertsch vor Anker. Hier lag er am 2.9. weiterhin auf Position 45° 11.05' N 036° 32.13' E.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild Frachter 'Tejo Alges', ex 'Parma'
Archivbild Frachter 'Tejo Alges', ex 'Parma'
(Bild: Olaf Kuhnke) Gro'bild klick!
Spanische Biscaya: Frachter mit Maschinenraumbrand
(02.09.20) Am 1.9. brach gegen 10.30 Uhr ein Feuer im Maschinenraum des portugiesischen Frachters 'Tejo Alges', 2999 BRZ (IMO: 9240251), aus, als er 85 Meilen vor der Estace de Bares befand. Salvamento Marítimo fing ein Notsignal auf und reagierte mit den Stationen Fisterra (Porto do Son), A Coruña und Madrid. Der Frachter war am 31.8. um 22.30 Uhr auf Ferrol mit einer Ladung Stahl und einer neunköpfigen Crew an Bord nach Greenore in Irland ausgelaufen.
Der Notruf wurde auch von Küstenfunkstationen in Irland, Frankreich und Lissabon aufgefangen. Allerdings gab es zunächst Probleme, direkt mit dem Havaristen in Funkkontakt zu kommen. Der Kutter 'Flecha' aus Celeiro, der sich in der Nähe befand, konnte schlie'lich den Kapitän erreichen.
Dieser teilte mit, dass das Feuer bereits gelöscht sei und niemand verletzt war. Daraufhin deaktivierte Salvamento Marítimo den bereit alarmierten SAR-Helikopter Helimer 213. Über das Inmarsat C-System kam dann auch ein Kontakt zustande, und es wurde bestätigt, dass alle an Bord wohlauf waren und keine Evakuierung vonnöten sei. Das Schiff brauchte aber Schleppassistenz.
Der Eigner heuerte dazu den spanischen Offshoreschlepper 'Ría de Vigo' (IMO:8311417), der um 16.40 Uhr aus Villagarcia auslief, um den Frachter nach Ferrol zur Reparatur zurückzubringen. Am Vormittag des 2.9. trieb er noch mit 0,1 Knoten im Nordatlantik auf Position 45° 12.57' N 008° 0.67' W und wartete auf das Eintreffen des Schleppers.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wassereinbruch mit zwei Pumpen gestoppt
(02.09.20) Ein 45-Fu'-Boot der Coast Guard Station Key kam am 31.8. dem 73 Fu' langen Kutter 'Kayden Nicole' zu Hilfe, der 46 Meilen nordwestlich von Key West einen Wassereinbruch erlitten hatte. Die dreiköpfige Crew aktivierte den EPIRB; dessen Signal von der Coast Guard aufgefangen wurde.
Das Boot aus Key West übergab nach seinem Eintreffen eine mobile Lenzpumpe an Bord. Von der Air Station Clearwater stieg ein MH-60 Jayhawk-Helikopter mit einer weiteren Pumpe auf. Nachdem diese ebenfalls aktiviert war, konnte der Wassereinbruch unter Kontrolle gebracht werden.
Das Küstenwachboot nahm die 'Kayden Nicole' dann auf den Haken und zog sie dichter an die Küste. Der Eigner schickte unterdessen ein anderes Schiff seiner Flotte, das sie dann in den Heimathafen Fort Myers bringen sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Suche nach vermisstem Tierfrachter
(02.09.20) Der unter Panama-Flagge laufende Tiertransporter 'Gulf Livestock 1', 6370 BRZ (IMO: 9262883), funkte ein Notsignal am 2.9. um 01.45 Uhr in der Ostchinesischen See rund 100 Meilen westlich des Amami Archipels, das zur Ryukyu-Inselgruppe südwestlich von Kyushu gehört. Das Schiff war auf der Fahrt von Dampier nach China. Ein Patroullienflugzeug stieg auf, konnte aber zunächst keine Spur finden.
Die Suche wurde fortgesetzt unter Einbeziehung des Patroullienboots 'Hayato' der japanischen Coast Guard. Der Frachter hatte eine 43-köpfige Crew an Bord, davon 39 Filipinos, zwei Neuseeländer, einen Australier und einen Mann aus Singapur. Es dürfte sich im Zentrum des Wirbelsturms Kaysan mit 130 Knoten Windspitzen befinden. Das letzte AIS-Signal stammte vom 1.9. und zeigte, dass der Frachter 185 Kilometer westlich von Amami Oshima trieb.
Am 9.12.2002 wurde das Schiff als 'Cetus J' von der Detlef Hegemann Rolandwerft in Berne/Weser an die Reedereigruppe Jüngerhans Haren (Ems) übergeben und unter dem Charternamen 'Maersk Waterford' in Dienst gestellt.
Es gehörte zu einer Serie von Containerfrachtern eines neu entwickelten Typs mit Stellplätzen für 643 TEU. Es war unter der Flagge von Antigua & Barbuda regelmä'ig zwischen Rotterdam und dem irischen Hafen Waterford im Einsatz. Von 2012 bis 2013 wurde das Schiff als 'Dana Hollandia' eingesetzt, dann unter Zypern-Flagge ab 2013 wieder als 'Cetus J'. 2018 wurde es zum Tierfrachterr 'Rameh' umgebaut und war seit 2019 als 'Gulf Livestock 1' im Einsatz.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maschinenausfall auf Segelschulschiff
(02.09.20) Auf dem britischen Segelschulschiff 'Pelican of London', 226 BRZ (IMO: 5273339), kam es am 31.8. um 14.20 Uhr zu einem Maschinenausfall. Der Zweimaster war mit 42 Personen an Bord von Tobermory nach Stornoway unterwegs und befand sich auf Position 57 13.6 N, 006 34.6 W. Die Stornoway Coastguard überwachte das Schiff, während die Crew Reparaturen durchführte. Am 1.9. um 1.40 Uhr machte das Schiff in Stornoway fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Feuer vor Kallo
(02.09.20) Am 1.9. um 3.30 Uhr brach auf dem holländischen Bunkertanker 'Vlake', 4123 ts (MMSI: 244660638), ein Feuer aus, als er gerade den unter Singapur-Flagge laufenden Containefrachter 'Maersk Serangoon' (IMO:9315214) vor Kallo versorgte. Nachdem das Feuer gelöscht war, machte das Schiff am 2.9. um 6.30 Uhr bei KrimpenIJ in Rotterdam fest. Die 'Maersk Serangoon' verlie' Antwerpen um 15.30 Uhr und nahm Kurs auf Bremerhaven, wo es am 2.9. erwartet wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen


Beschädigtes Schleusentor in Kiel ausgeschwommen
(02.09.20) Am 1.9. wurde weiter ermittelt, warum der 88 Meter lange Frachter 'Else' ins Tor der Nordkammer der Schleuse in Kiel-Holtenau gelaufen war und keinen Lotsen an Bord genommen hatte. Die Polizei leitete gegen den Kapitän ein Verfahren wegen Gefährdung der Schifffahrt ein. Die Staatsanwaltschaft führte es gemeinsam mit der Wasserschutzpolizei.
Die Crew des Schiffes berief sich auf technisches Versagen. Ob es daran gelegen habe oder an menschlichem Versagen, konnte zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden. Vor allem der Funkverkehr zwischen den Beteiligten rückte in den Fokus der Ermittler und die Frage, wer wen wann angefunkt hat.
Dazu hat die Polizei die Aufzeichnungen der Verkehrszentrale angefordert. Geprüft wurde auch, ob der Schleusenmeister rechtzeitig reagiert hat. Er soll erst kurz vor der Kollision das Schiff angefunkt haben. Sicher war, dass sämtliche Lichtsignale der Schleusen auf rot standen und gut sichtbar waren.
Eine wetterbedingte Einschränkung gab es zum Unfallzeitpunkt nicht. Wann mit einem Ergebnis der Ermittlungen gerechnet werden kann, war noch offen. Immerhin kamen die Arbeiten an der Nordkammer voran.
So konnte das beschädigte Schleusentor am 1.9. mit Hilfe der knapp davongekommenen Trimmtanks aufgeschwommen und seitlich in der Schleuse festgemacht werden. Als nächstes sollte das bereits in Stellung gebrachte Ersatztor eingebaut werden. Es wurde dafür am 2.9. vorbereitet, und wenn alles nach Plan läuft, könnte die derzeit bis zum 14.9. gesperrt gemeldete Schleusenkammer bereits in den kommenden Tagen wieder in Betrieb gehen.
Die genaue Schadenshöhe stand derweil noch nicht fest, und deshalb war auch unklar, ob die Reparatur europaweit ausgeschrieben werden muss. Genauere Untersuchungen sollen dies in den kommenden Tagen ergeben, nachdem das Schleusentor in den Binnenhafen Holtenau geschleppt wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kollision in Lhokhubon
(02.09.20) Die indonesische Fähre 'Teluk Sinabang', 750 BRZ (IMO: 8731150), kollidierte am 31.8. mit dem Fährterminal in Lhokbubon Port, Meulaboh, West-Aceh. Dabei wurde die Ankerwinsch an Steuerbord-Seite beschädigt. Die fahrplanmä'ige Abfahrt von Lhokbubon nach Simeulue Island, Simeulue Regency, wo das Schiff am 1.9. hätte eintreffen sollen, wurde abgesagt. Zur Reparatur warf es vor dem Hafen Anker.
Quelle:Tim Schwabedissen


Mysteriöse Maschinenüberhitzung legt Fähre lahm
(02.09.20) Ein mysteriöses Maschinenproblem hat die holländische Fähre 'Koegelwieck', 439 BRZ (IMO: 9035527), in Harlingen lahmgelegt. Am 27.8. wurde sie dort aus dem Wasser geholt, doch ein Team von Technikern war bisher noch nicht in der Lage gewesen, herauszufinden, warum sich die Maschinen bei den Überfahrten der vergangenen Wochen überhitzten. Bei einer Generalüberholung im Juli waren beide Antriebe komplett ausgebaut, gecheckt und ersetzt worden.
Touristen mussten nach dem Ausfall des Schiffs umgebucht werden, da Betreiber Doeksen keinen Ersatz hat. Mindestens bis zum 4.9. wird die Fähre au'er Betrieb bleiben, ob bis dahin aber das Rätsel gelöst sein wird, vermochte aktuell niemand vorherzusagen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wracktrio wird aus Yonne geräumt
(02.09.20) Die Bergung dreier Schiffe, die am 14. und 18.8. auf der Yonne in Villeneuve-la-Guyard sanken, hat am 1.9. begonnen. Ein Bergungsteam startete mit dem grö'ten Schiff, einer 38 Meter langen Freyssinet. Ein kleineres Schiff und ein Sportboot sollen folgen. Alle drei waren binnen vier Tagen untergegangen.
Die Präfektur erklärte sie als aufgegeben und übergab sie in die Verantwortung und das Eigentum der Voies Navigables de France, die daraufhin mit der Bergung begann. Das gro'e Schiff soll bei einer Werft verschrottet werden, die beiden anderen an der Port-Renard-Schleuse vertäut werden. Die Ursache des Dreifach-Untergangs wurde noch durch die Gendarmerie untersucht.
Quelle:Tim Schwabedissen


Drei Tote und ein Vermisster nach Untergang vor Mauritius
(02.09.20) Nach dem Untergang des unter Mauritius-Flagge laufenden Schleppers 'Sir Gaëtan-Duval' (MMSI: 645443000) ist die genaue Ursache des Schiffbruchs bei Poudre-d'Or noch ungeklärt. Die beiden Rettungsinseln des Schiffs waren bei einer Inspektion durch Lloyds wohl bereits vor einiger Zeit als überaltert eingeschätzt worden. Sie hatten sich in den meterhohen Wellen überschlagen und ihre Insassen ins Meer geschleudert.
Drei Menschen kamen dabei ums Leben, bestätigt wurden bisher der Tod von Kumar Seewoo, 53, aus Montagne-Longue, und Jimmy Adisson, dem 60 Jahre alten Skipper. Vermisst wurden zu der Zeit noch Linsday Plassan und Mosadeck Bheenick. Um welchen der beiden es sich bei der dritten Leiche handelte, die am Nachmittag des 1.9. bei Grande-Gaube aus dem Meer gefischt wurde, war noch unklar.
Einer der zwei wurde nun noch vermisst. Vier weitere, alles Mitarbeiter des Hafens von Port-Louis, überlebten den Schiffbruch an der Nordostküste der Insel. Die Suchaktion nach dem letzten Mann wurde fortgesetzt.
Der Schlepper sollte die nicht mehr benötigte Barge 'L'Ami Constant' nach Port-Louis bringen. Sie war im Zuge der Reinigungsarbeiten des japanischen Bulkcarriers 'Wakashio' bei Pointe d'Esny genutzt worden. Warum das Gespann trotz stürmischer See auslief, war eine der zu klärenden Fragen.
Es gab dafür keine Dringlichkeit. Der herrenlose Anhang wurde am 1.9. eingefangen und in der Poudre d'Or Lagune verankert. Die 23,6 Meter lange und neun Meter breite Barge sollte nun in den kommenden Tagen zurück nach Port-Louis gebracht werden. Sie war unbeladen gewesen und stellte damit keine Gefährdung dar. Auch von dem Wrack des auf tiefem Wasser gesunkenen Schleppers und den geringen Treibstoffmengen an Bord ging keine relevante Umweltgefahr aus.
Quelle:Tim Schwabedissen


12 Tote auf dem Weg zu einem Begräbnis und einer Hochzeit
(02.09.20) Bei zwei Schiffsunglücken in Nigeria starben am 31.8. mindestens 12 Menschen. Zwei kamen ums Leben und einer blieb vermisst, als ein umgebauter Kutter in der Lagune von Lagos kenterte. Es war auf dem Weg in die Ikorodu-Region zu einem Begräbnis, als es bei starker Strömung umschlug.
Vier Insassen wurden gerettet. Niemand hatte Rettungswesten getragen. Am selben Tag kamen 10 Menschen auf dem Weg zu einer Hochzeit im Kebbi-Staat im Nordwesten Nigerias ums Leben. Das Boot kenterte in hohen Wellen eines durch Regenfälle angeschwollenen Flusses. Es konnten bislang nur vier Tote geborgen werden, sechs Menschen wurden noch vermisst.
Quelle:Tim Schwabedissen


Rettungsaktion auf Jungfernfahrt
(02.09.20) Das brandneue Boot 'Trillian Trust Rescue' der Auckland Coastguard rettete am Nachmittag des 2.9. vor Mayor Island im ersten Einsatz zwei Schiffbrüchige. Ein Mann war mit seiner Schwester auf einem 2-Tage-Trip von Tauranga nach Mayor Island, als ihre neun Meter lange 'Mistress' um 13.30 Uhr leckschlug und zu sinken begann. Die beiden setzten einen Mayday-Ruf ab, und das Rettungsboot, auf der Jungfernfahrt von Tauranga nach Auckland, kam zu Hilfe.
Die beiden wurden von auf einem sieben Fu' langen Schlauchboot entdeckt, da sie den EPIRB hatten an sich nehmen können und das New Zealand Rescue Coordination Centre damit auf den Plan riefen. Auch der TECT Rettungshubschrauber war vor Ort.
Nachdem dessen Crew um 14.09 Uhr eine Notrakete sichtete, führte er das Rettungsboot und eine Einheit der NZDF King Air heran. Beide blieben vor Ort, bis die Coastguard eingetroffen war.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wachschiff nach Scarborough/GB abgeschleppt
(02.09.20) Am 1.9. wurde das RNLI-Boot aus Filey zur Assistenz für das britische Wachschiff 'Opportune-WK 171', 146 BRZ (MMSI:233608000) gerufen. Kurz nach 16 Uhr alarmierte die Humber Coastguard die 'Keep Fit Association', nachdem es zu einem kompletten Maschinenausfall auf dem ursprünglich als Trawler eingesetzten Havaristen gekommen war. Das Rettungsboot ging rasch zu Wasser und machte sich auf den Weg zu der Position sechs Meilen östlich der Station.
Vor Ort wurde entschieden, das Schiff nach Scarborough abzuschleppen. Die See war ruhig und der Wind schwach, dennoch war es eine langsame Fahrt zurück. Drei Stunden später erreichte die 'Opportune' den Hafen und wurde sicher in Scarborough festgemacht. Um 21.46 Uhr kam das Rettungsboot in Filey an der Coble Landing wieder aus dem Wasser.
Quelle:Tim Schwabedissen


Motoryacht vor Lynmouth/GB leckgeschlagen
(02.09.20) Am 30.8. um 16.40 Uhr wurde das RNLI-Boot aus Ilfracombe alarmiert, nachdem ein Sportboot zwischen Porthcawl und Lynmouth mit einem Gegenstand kollidiert und in unbekannter Position leckgeschlagen war. Die 'Barry and Peggy High Foundation' lief in Richtung Lynmouth aus. Von der RNLI-Station in Porthcawl machte sich die 'Rose Of The Shires' auf den Weg, und auch ein SAR-Helikopter der Coastguard stieg auf.
35 Minuten nach dem Erreichen des Suchgebiets in Lynmouth wurde der Motorkreuzer entdeckt. Er ankerte vor dem Hafen. Das RNLI-Boot aus Porthcawl ging längsseits. Ein Mann des Boots aus Ilfracombe stieg über und stellte erheblichen Wassereinbruch fest.
Zwei weitere kamen an Bord und begannen mit einer Lenzpumpe das Wasser au'enbords zu fördern. Gleichzeitig wurde das Abschleppen vorbereitet. Die beiden Bootsfahrer stiegen auf das Boot aus Porthcawl über und wurden zu dessen Station gebracht.
Ihr Boot wurde derweil mit laufenden Pumpen nach Ilfracombe geschleppt. Hier traf es um 19.45 Uhr ein und wurde auf den Strand gesetzt. Am folgenden Tag sollte es dann aus dem Wasser gezogen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


01.09.2020

Segelyacht
Segelyacht 'Miloy II' gestrandet
(Bild: DGzRS) Gro'bild klick!
Strandung vor Norderney
(01.09.20) Am späten Abend des 30.8. startete der Seenotrettungskreuzer 'Eugen' der DGzRS-Station Norderney eine Suchaktion nach einer in Not geratenen Segelyacht vor der Nordküste der Insel. Gegen 22.50 Uhr meldete sich der Skipper der rund zehn Meter langen, schwedischen Segelyacht 'Miloy II' beim MRCC der DGzRS. Er war aber schwer zu verstehen, und es konnte zunächst nicht herausgefunden werden, was vorgefallen war, wo sich das Boot befand und wie viele Menschen an Bord waren.
Schwach machten die Seenotretter in einem weiteren Funkspruch einen Hinweis auf den Strandabschnitt Wei'e Düne an der Nordküste Norderneys aus. Die 'Eugen' lief umgehend aus und nahm Kurs auf das vermutete Unglücksgebiet. Gegen 23 Uhr meldete der Skipper der Segelyacht Grundberührung, wenige Minuten danach sa' das Boot auf dem Strand.
Die Seenotretter alarmierten die Feuerwehr Norderney. 20 Minuten später fand die Crew der 'Eugen' den Havaristen auf dem Strand an der Wei'en Düne. Der Seenotrettungskreuzer konnte die 'Miloy II' bei nordnordöstlichen Winden um fünf Beaufort und etwa 2,5 Metern Restdünung nicht mehr erreichen.
Archivbild Seenotrettungskreuzer 'Eugen'
Archivbild Seenotrettungskreuzer 'Eugen'
(Bild: Olaf Kuhnke) Gro'bild klick!
Mit ihrem Suchscheinwerfer führten die Seenotretter die Feuerwehr zum Strandungsort. Die beiden Segler hatten sich inzwischen aus eigener Kraft an Land retten können. Der Landrettungsdienst kümmerte sich um sie. Am 31.8. sa' die Yacht mit einer seewärts ausgebrachten Ankerleine in der Brandungszone auf dem Sand.
Quelle:Tim Schwabedissen


'Jaws III Evasion' entmastet
'Jaws III Evasion' entmastet
(Bild: Salvamento Maritimo) Gro'bild klick!
Yacht nach Mastbruch nach Valencia abgeschleppt
(01.09.20) Am 31.8. wurde die Segelyacht 'Jaws III Evasion' vor El Saler bei kräftigem Wind entmastet. Als der Mast herunterkam, blieb die dreiköpfige Crew glücklicherweise unverletzt. Auf deren Notruf hin mobilisierte das MRCC in Valencia das SAR-Boot 'Salvamar Pollux' (MMSI:224019770) von Salvamento Marítimo zur Assistenz.
Zunächst wurde das über Bord hängende und im Wasser treibende Rigg samt Segeln gesichert. Dann nahmen die Seenotretter die manövrierunfähige Yacht auf den Haken und schleppten sie in den Hafen von Valencia ein.
Am selben Tag bat auch die holländische Segelyacht 'Vrijstaat' um Hilfe, die mit einer zweiköpfigen Crew an Bord vor A Coruña einen Motorausfall erlitten hatte und mangels Wind auch nicht unter Segeln weiterkam. Das örtliche MRCC schickte das SAR-Boot 'Salvamar Betelgeuse' (MMSI: 225986508) zu Hilfe, das die Yacht, nachdem sie sie lokalisiert hatte, auf den Haken nahm und die Segler wohlbehalten im Hafen von A Coruña ablieferte.
Zunächst wurde das über Bord hängende und im Wasser treibende Rigg samt Segeln gesichert. Dann nahmen die Seenotretter die manövrierunfähige Yacht auf den Haken und schleppten sie in den Hafen von Valencia ein.
Am selben Tag bat auch die holländische Segelyacht 'Vrijstaat' um Hilfe, die mit einer zweiköpfigen Crew an Bord vor A Coruña einen Motorausfall erlitten hatte und mangels Wind auch nicht unter Segeln weiterkam. Das örtliche MRCC schickte das SAR-Boot 'Salvamar Betelgeuse' (MMSI: 225986508) zu Hilfe, das die Yacht, nachdem sie sie lokalisiert hatte, auf den Haken nahm und die Segler wohlbehalten im Hafen von A Coruña ablieferte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Katamaran vor Siphnos leckgeschlagen
(01.09.20) Am 31.8. kam es vor Sifnos zu einem Wassereinbruch auf dem französischen Katamara 'Korana', der sich mit zwei Personen an Bord 0,9 Meilen nördlich des Hafens befand. Die 'Kapetan Antonis' mit Vertretern der Hafenbehörde und ein Patroullienboot kamen zu Hilfe. Der Havarist lag in der Herronissou-Bucht vor Anker und war auf Grund gesetzt worden.
Im Bug des Steuerbordrumpfes fand sich ein dadurch entstandener Riss, ebenso am Propellerschacht achtern, der den ursprünglichen Wassereinbruch ausgelöst hatte. Das Schiff wurde mit einem Fahrverbot belegt, bis Reparaturen und eine Inspektion durchgeführt wurden. Vorsorglich wurde eine Ölsperre um den Havaristen ausgelegt.
Quelle:Tim Schwabedissen


USS 'Durham (LKA 114)' 1989
USS 'Durham (LKA 114)' 1989
(Bild: PH2 Paul Self, USN) Gro'bild klick!
Vietnamveteran bei SINKEX vor Hawaii zerstört
(01.09.20) Bei einer SINKEX, während der RGM-84 Harpoon-Raketen der US Navy getestet wurden, sank am 30.8. bei der RIMPAC 2020 Task Force One vor Hawaii das einstige amphibische Versorgungsschiff USS 'Durham (LKA 114)', 9937 tdw. Mindestens vier Raketen trafen den Frachter bei der Übung der Third Fleet, an der auch die kanadische Fregatte HMCS 'Regina' der Halifax-Klasse sowie Luftstreitkräfte teilnahmen. Drei Raketen trafen das gut 175 Meter lange und 25 Meter breite Zielschiff an Backbordseite, eine weitere kam frontal und schlug im Wasser auf.
Das todgeweihte Schiff wurde auch noch unter Artilleriebeschuss genommen, ehe eine weitere Rakete den Fangschuss darstellte. Die Harpoon-Raketen wurden 1977 eingeführt und sind die ältesten Schiffsabwehrraketen der US Navy. Vor der Versenkung war der Frachter sorgfältig gereinigt und Öl wie auch PCB und andere schädliche Materialien entfernt worden.
Vorher wurden nach Vergrämungsma'nahmen durchgeführt. Derartige Versenkungen finden auf mindestens 6.000 Fu' Wassertiefe und über 50 Meilen von der Küste entfernt statt.
USS 'Durham' Raketentreffer
USS 'Durham' Raketentreffer
(Bild: U.S. Navy) Gro'bild klick!
Die USS 'Durham' wurde im Mai 1969 in Dienst gestellt als zweite von fünf Einheiten der Charleston-Klasse. Die Kiellegung war am 10.7.1967 bei der Newport News Shipbuilding, der Stapellauf am 29.3.1968 vom Stapel. Die Indienststellung des Schiffes erfolgte am 24.5.1969.
Von 1970 bis 1975 war die USS 'Durham' an mehreren Einsätzen während des Vietnamkriegs beteiligt. Am 3.4.1975 nahm sie gegen Ende des Krieges vor der Küste von Phan Rang-Tháp Chàm mehr als 2.000 südvietnamesische Flüchtlinge von kleinen Booten auf, am 4.4. folgten weitere. Ihren bekanntesten Einsatz hatte die 'Durham' am 29. und 30.4.1975 als Teil der Operation Frequent Wind zur Evakuierung der südvietnamesischen Hauptstadt Saigon.
Ab Ende der 1970er Jahre war das Schiff wie die anderen Einheiten der Charleston-Klasse mehrere Jahre lang inaktiv, ehe 1982 die Reaktivierung der Klasse erfolgte. In den nächsten Jahren folgten überwiegend Übungseinsätze. Ab Januar 1991 nahm die 'Durham' im Rahmen des Zweiten Golfkrieg erneut an einem aktiven Einsatz teil. Sie gehörte hierbei zu einer aus 17 Einheiten bestehenden Amphibious Task Force, bei der es sich um die grö'te Flotte der United States Navy seit dem Koreakrieg handelte.
Am 25.2.1994 erfolgte nach knapp 25 Jahren Dienstzeit die Ausmusterung und die Überführung in die Reserveflotte der Naval Inactive Ship Maintenance Facility in Pearl Harbor. Die Streichung aus dem Naval Vessel Register erfolgte am 31.8.2015 mit den anderen Einheiten der Charleston-Klasse. Für seine Einsätze im Vietnamkrieg und dem Zweiten Golfkrieg wurde das Schiff mehrfach ausgezeichnet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild Tanker 'Else Marie Theresa'
Archivbild Tanker 'Else Marie Theresa'
(Bild: Olaf Kuhnke) Gro'bild klick!
Kollison in Falmouth
(01.09.20) Am 1.9. kollidierte gegen acht Uhr im Hafen von Falmouth in Cornwall der dänische Tanker 'Else Marie Theresa', 2788 BRZ (IMO: 9237864), mit dem an der County Wharf liegenden Trainingsschiff 'SMIT Yare', 140 BRZ (IMO: 9266621), der Royal Navy beim A&P Falmouth Ltd. Shipyard in Falmouth. Danach lief er auf Grund. Es gab keine Verletzten und keine Erkenntnisse über den Hergang der Havarie. Die Devon and Cornwall Police war vor Ort und ermittelte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter 'Else' im Schleusentor
Frachter 'Else' im Schleusentor
(Bild: Christian Wolf) Gro'bild klick!
Sorge um Fracht der Else - Glück im Unglück beim Kollisionsschaden
(01.09.20) Am 31.8. führten Taucher an dem Schleusentor in Kiel-Holtenau, das von dem Frachter 'Else' gerammt worden war, Untersuchungen durch. Dabei stellte sich heraus, dass die wichtigen Trimmtanks unbeschädigt geblieben waren. Der Wulstbug des Frachters hatte sich darüber in das Tor gebohrt. Das hie', dass kein Kran notwendig sein würde, um das Tor auszubauen, weil es noch schwimmfähig war.
Au'erdem wurde geprüft, ob ein aktuell noch in Reparatur befindliches Reservetor provisorisch eingeschwommen werden könnte. Da dies möglich war, könnte bereits zum kommenden Wochenende, wenn alles glatt läuft, die nördliche Schleusenkammer wieder nutzbar sein. Ein 16 Tonnen schwerer Ersatztorwagen wurde am 31.8. schon in Stellung gebracht, und am 1.9. sollte das Tor eingeschwommen werden.
Eine rasche Wiederinbetriebnahme der Kammer wäre für den Kanalverkehr, der bereits durch Corona unter starken Einbrüchen litt, immens wichtig, um für die Schifffahrt attraktiv zu bleiben. Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung wies derweil alle Verantwortung von sich und stattdessen auf das zuständige Berliner Verkehrsministerium, das für die Betriebsfähigkeit der meistgenutzten Wasserstra'e der Welt verantwortlich sei. Au'erdem könne man nichts dafür, wenn Schiffe, wie in der gesamten Kanalgeschichte zuvor schon, in die Schleusentore liefen.
Dennoch blieb der Fakt, dass eigentlich kein voll funktionsfähiges Reservetor mehr zur Verfügung stand. Würde ein Schiff dann noch die Südkammer lahmlegen, wäre auf dem Nord-Ostsee-Kanal kein Verkehr mehr möglich. Die Prüfung, Ausschreibung und konkrete Reparatur des von der 'Akacia' gerammten Schleusentors dauert bereits mehrere Jahre, ein angesichts der offenkundigen Materialknappheit allzu langer Zeitraum.
Auch der schleswig-holsteinische Verkehrsminister Bernd Buchholz verwies auf die Berliner Verantwortlichkeit, Havariefälle schnell bewältigen zu können: "Das ist die wichtigste künstliche Wasserstra'e der Welt. Und dass man jetzt da nach einer Havarie eines kleinen Schiffes mit einem Schleusentor über Wochen nur eine Kammer hat, ist eigentlich grotesk." Aus Sicht des Ministers hätte die zuständige Behörde nach der letzten Havarie für Ersatz sorgen müssen.
Das einst von dem Frachter 'Akacia' zerlegte Schleusentor wird nach langwierigen Prüfungen und Ausschreibungen derzeit für etwa 25 Millionen Euro bei der Kieler Werft German Naval Yards repariert. Es wird entsprechend erst im kommenden Frühjahr wieder genutzt werden können. Dann wird die Kollision, die sich am 19.2.2018 ereignete, mehr als drei Jahre her sein.
Auch die Unglücksfahrt der 'Else' beschäftigte die Behörden weiter und warf zahlreiche noch ungeklärte Fragen auf. Wie konnte das Schiff unbemerkt durch die Verkehrszentrale von Kiel-Leuchtturm bis zur Schleuse kommen, ohne dass auf ihre offenkundigen Probleme reagiert wurde? Das Schiff hatte nicht, wie geplant, gestoppt, um einen Lotsen aufzunehmen, und war mit rund fünf Knoten durchgefahren, bis es im Schleusentor landete.
Eigentlich sollte für derlei Fälle ein Boarding-Team der Bundespolizei bereitstehen, das ein Schiff entern und nötigenfalls unter Kontrolle bringen kann. Warum dies nicht geschah, war eine der Ungereimtheiten. Um den Ablauf der Geschehnisse ermitteln zu können, muss die Polizei dabei mühselig auf verschiedene Institutionen zurückgreifen, um z.B. den Funkverkehr auswerten zu können. Das Kümo hatte noch keinen VDR an Bord, der die Gespräche hätte aufzeichnen können.
Als es in die Schleuse lief, war kein Mensch an Deck zu sehen. Wenig später war die Crew allerdings vollzählig vorhanden, und Alkohol- und Drogentests ergaben nichts Verdächtiges. Der Kapitän sprach von einem wie auch immer gearteten technischen Versagen an Bord.
Besondere Brisanz hatte die Havarie natürlich auch wegen ihrer Ladung Ammoniumnitrat, jenes Düngermittels, das Beirut in Schutt und Asche legte. Diese Gefahr hatte in Kiel nicht bestanden, weil es schwer entflammbar ist. Auch am Kai der Lindenau-Werft werden keine hei'en Arbeiten vorgenommen, die eine solche Gefährdung heraufbeschwören könnten.
Allerdings stellte sich in dem Kontext die Frage, wie es weitergeht. Das Schiff hat ein Leck in der Vorpiek, das erst abgedichtet werden muss, damit es wieder fahrtüchtig wird. Es galt nun zu klären, ob dies provisorisch geschehen kann, damit vor einer endgültigen Reparatur die Ladung an den Empfänger ausgeliefert werden kann. Andernfalls müsste der Havarist gedockt und zuvor dann entladen werden. Die Fracht müsste dann anders als in Beirut sicher gelagert werden. Was die verschiedenen Optionen angeht, so besteht ein weiteres Problem darin, dass der Eigner und die Versicherung als nicht sehr liquide gelten.
Sie müssen zudem vor einer Freigabe des Frachters eine Sicherheitsleistung aufbringen. Von daher galt eine weitere Sorge der Behörden, dass das Schiff nicht, wie einst die 'Rhosus' in Beirut, vom Eigner einfach aufgegeben wird und damit die mit ihm verbundenen Probleme den hiesigen Behörden überlassen werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Tote und Vermisste nach Brand auf Flüchtlingsschiff
(01.09.20) Am 30.8. geriet eine Segelyacht mit ungefähr 20 Migranten an Bord auf dem Weg von Libyen ins 400 Meilen entfernte Crotone in Brand. Es befand sich vier Meilen vor dem italienischen Festland, als durch eine Leckage Öl austrat und Feuer fing. Mindestens drei Menschen kamen ums Leben, sechs weitere trugen schwere Verbrennungen davon.
Unter ihnen befanden sich mindestens zwei Crewmitglieder. Die Anzahl der Opfer könnte noch steigen, da zwischen fünf und sieben Personen noch vermisst wurden. Ein italienisches Patroullienboot war den Schiffbrüchigen zu Hilfe gekommen.
Vier Verletzte kamen ins Krankenhaus in Catanzaro, einer später nach Brindisi. 12 unversehrt gebliebene Flüchtlinge wurden in ein Empfangscenter gebracht. Warum das Boot nicht zu den nähergelegenen Inseln Malta oder Lampedusa, sondern zur deutlich weiter entfernten Südostküste Italiens unterwegs war, war unklar. Es hatte binnen kürzester Zeit komplett in Flammen gestanden und war vor den Augen der Retter gesunken.
Quelle:Tim Schwabedissen


Tödlicher Schiffbruch im Zuge der Reinigungsarbeiten an der Wakashio
(01.09.20) Neues Ungemach vor Mauritius - der Schlepper 'Sir Gaëtan-Duval' (MMSI: 645443000) der Hafenbehörde sank am Abend des 31.8. an der Nordostküste in stürmischer See vor Poudre d´Or. Er war mit der Barge 'Ami Constant' von Taylor Smith unterwegs, die Ölreste aus dem Heck des gestrandeten Bulkcarriers 'Wakashio' nach Port Louis zur Entsorgung bringen sollte, die zuvor aus dem Achterschiff entfernt worden waren. 30 Meilen von Pointe d'Esny entfernt krachte die Barge bei 3,5 Meter hohen Wellen um 19.40 Uhr ins Heck des Schleppers, das dabei aufgerissen wurde, sodass er Wassereinbruch erlitt und unterging.
Die Crew ging in zwei Gruppen in Rettungsinseln, die sich aber in der stürmischen See überschlugen. Vier wurden von Helikoptern in der See entdeckt in der Nacht ins SSR Hospital in Pamplemousses gebracht zur Erstversorgung. Von den übrigen fünf wurden bislang zwei Mann im Alter von 60 und 53 Jahren tot geborgen, drei noch vermisst.
An der SAR-Operation waren der Polizeihubschrauber Dhruv, eine Dornier, der Schlepper 'Sir Edouard' der Mauritius Port Authority, die 'Barracuda' der National Coast Guard, die Schlepper 'Boka Expedition' und 'Stanford Hawk' sowie örtliche Fischer beteiligt. Die Barge, die keine Transponder hatte, trieb noch unkontrolliert in der See.
Quelle:Tim Schwabedissen


Gekenterter Tanker vor Odessa aufgerichtet
(01.09.20) Am 26.8. gelang es, den am 21.11.2019 bei Odessa gekenterten. moldawischen Tanker 'Delfi', 881 BRZ (IMO: 8866266), wiederaufzurichten. Bergungsoperation wurde durch die Cranship LLC durchgeführt, die mit vier Schiffen vor Ort war, dem Schwimmkran 'Atlas 4' sowie den Schleppern 'Diamond N', 'Topaz N' und 'Avant'. Am 10.8. war ein Bergungskontrakt zwischen der Cranship LLC und der Brooklin-Kyiv LLC unterzeichnet worden.
Vor dem Aufrichten waren Bunker- und Ladetanks abgedichtet worden. Nach dem erfolgreichen Aufrichten stellte sich heraus, dass ein gro'es Loch in der Steuerbordseite klaffte. Dies muss nun erst abgedichtet werden, bevor das Wrack abtransportiert werden kann. Taucher setzten ihre Untersuchungen des Rumpfes fort.
Auf deren Basis muss ein Plan erarbeitet werden, die Lecks und Abteilungen abzudichten. In der kommenden Woche sollte die nächste Bergungsphase starten, um den Tanker schwimmfähig zu machen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Suchaktion nach Sichtung gekenterten Sportboots vor den Minks
(01.09.20) Das Rettungsboot der Jersey Lifeboat Association und die RNLI wurden am 31.8. gegen acht Uhr alarmiert, nachdem die Crew der unter Bahamas-Flagge laufenden Kanalfähre 'Condor Rapide', 5007 BRZ (IMO: 9161560), eine gekenterte Motoryacht unweit der Minks gesichtet hatte, als sie von Saint Malo nach St. Helier unterwegs war.
Auch ein Flugzeug der Channel Islands Air Search plane und ein französischer Marinehubschrauber begannen eine Suchaktion. An Bord des Boots befand sich niemand, und auch in der Umgebung wurde nichts entdeckt, sodass die Aktion zwei Stunden später beendet wurde.
Später gelang es den französischen Behörden, Kontakt zum Eigner herzustellen. Das rund sieben Meter lange Motorboot war in Paimpol beheimatet. Beim Versuch, es nach St. Helier abzuschleppen, zerbrach es und sank. Die 'Condor Rapide', die bis zum Eintreffen der SAR-Teams auf Standby geblieben war, erreichte den Hafen von St. Helier mit eineinhalbstündiger Verspätung um 9.50 Uhr.
Quelle:Tim Schwabedissen


Abgebrochenes Ruder setzt Hammonia-Frachter wochenlang matt
(01.09.20) Nachdem der unter Liberia-Flagge laufende Frachter 'Industrial Ruby', 8963 BRZ (IMO: 9277292), auf der Reise von Izmir, wo er am 27.7. ausgelaufen war, nach Rouen mit einer Ladung Windturbinen-Flügel sein Ruder verloren hatte, wird er mehrere Monate im Hafen von Brest bleiben. Am 18.8. war er von dem Schlepper 'VB Typhon' in den Hafen gezogen worden und ging dann zur Untersuchung des Schadens beim Damen Shiprepair ins Trockendock.
Dabei stellte sich heraus, dass das komplette Ruder unterhalb des Lagers abgebrochen war. Die Beschaffung eines Ersatzruders und dessen Montage wird rund 10 Wochen dauern. Nachdem der Ruderstock gesichert wurde, verlie' der Frachter der Hammonia Reederei GmbH in Hamburg das Dock vorerst wieder und machte im Handelshafen fest. Die Untersuchung, warum das Ruder abbrechen konnte, dauerte an.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter bei Sitka gestrandet und in Brand geraten
(01.09.20) Am Abend des 29.8. lief der 47 Fu' lange Kutter 'Saami' beim Six-Mile Rock im Sitka Sound auf Grund. Skipper Cale LaDuke funkte gegen 22 Uhr einen Notruf an die US Coastguard. Von der Air Station Sitka stieg ein SAR-Helikopter auf und winschte ihn um 22:52 Uhr auf. Er hatte sich zuvor mit Notausrüstung auf den Felsen geflüchtet.
Er war mit Funkgerät, Fackeln, einem Telefon und einer Kopflampe ausgestattet. Am 30.8. brach auf seinem Schiff ein Feuer aus, das es schwer beschädigte. Am 1.9. sollten Berger das Wrack inspizieren und prüfen, ob es zu retten ist.
Quelle:Tim Schwabedissen


Ventilschaden auf der Nordsee
(01.09.20) Am 30.8. um 11.30 Uhr kam es auf dem unter Marshall-Islands-Flagge laufenden Tanker 'STI Nautilus', 64245 BRZ (IMO: 9712864), der auf der Reise von Vlissingen nach Southwold war und eine 23-köpfige Crew an Bord hatte, zu einem gebrochenen Gasventil auf Position 51 52 21.6 N, 002 28 42.6 E. Um 12.25 Uhr hatte die Crew die Reparatur abgeschlossen, und das Schiff setzte seine Fahrt fort. Um 19.15 Uhr warf es Anker auf der Reede von Lowestoft auf Position 52° 22.51' N 001° 50.44' E.
Quelle:Tim Schwabedissen


31.08.2020



Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949

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