EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM

Aktuelle Seenotmeldungen
Aktuelle Seenotfälle aus dem Ticker

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Meldungen von Schiffsunfällen und Fragen NUR an




04.07.2020

Archivbild 'Eurocargo Valencia'
Archivbild 'Eurocargo Valencia'
(Bild: KarlKautz) Großbild klick!
Fähre lief in Olbia auf Grund
(04.07.20) Am 4.7. gegen vier Uhr lief die unter italienischer Flagge registrierte Roro-Fähre 'Eurocargo Valencia', 29412 BRZ (IMO: 9192959), die aus Livorno kam, bei starkem Wind auf einer Sandbank vor der Cocciani-Pier im Hafen von Olbia auf Grund. Die Bank hatte sich in der Vergangenheit durch natürliche Einflüsse vergrößert. Die Grimaldi-Fähre hatte einen Maschinenausfall erlitten und wurde dann von starkem Wind auf die Untiefe gedrückt. 2014 Bereits 2014 war hier die 'Bithia' von Tirrenia festgekommen. Moby schickte Schlepper zur Bergung des Havaristen, der mit leichter Schlagseite festsaß. Nachdem der erste Anlauf mit einem ihrer Schiffe fehlgeschlagen war, wurde ein zweites in Marsch gesetzt.
Örtliche Muschelzüchter fürchteten derweil schon schwere Schäden an ihren Bänken. Die Hafenbehörde leitete eine Untersuchung ein.
'Eurocargo Valencia' sitzt fest
(Bild: Moby) Großbild klick!
Quelle:Tim Schwabedissen


Yacht vor Aquadulce in Flammen
(04.07.20) Schwarzer Rauch stieg am 3.7. gegen 20 Uhr von einer Motoryacht vor dem Strand von Aguadulce auf. Die Besatzung des Bootes zögerte keine Sekunde, auf der Flucht vor den Flammen ins Meer zu springen. Sie wurde von Jetskis und anderen Booten in der Nähe gerettet. Die Guardia Civil von Almería, die örtliche Polizei, die Feuerwehrleute des Consorcio del Poniente, Salvamento Marítimo und die Protección Civil wurden alarmiert.
Es war zunächst unklar, ob es verletzte Personen gab und welche Ursache die Explosion hatte. Die Feuerwehr von Poniente kontrollierte die Lage, um zu verhindern, dass sich das brennende Boot dem Ufer näherte, bis das Boot brennend versank. Die örtliche Polizei nahm sich der Insassen des Bootes an und sorgte für die Versorgung im Gesundheitszentrum.
Quelle:Tim Schwabedissen



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Yacht drohte nach Ruderbruch zu stranden
(04.07.20) Am 3.7. fing das NSSR-Rettungsbot 'Horn Rescue' einen Mayday-Ruf einer 12 Meter langen schwedischen Segelyacht bei Hällsö gleich hinter der schwedischen Seite der Grenze auf. Das Segelboot hatte sein Ruder verloren und trieb bei 12-15 m/sec Windgeschwindigkeiten auf das Land zu. Innerhalb von vier Minuten war das Rettungsboot vor Ort und nahm die Yacht in Schlepptau. So konnte sie vor der drohenden Strandung bewahrt und in Sicherheit gebracht werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Einhandsegler vor Yarmouth gerettet
(04.07.20) Am 21.6. wurde das RNLI-Boot aus Yarmouth, die 'Eric and Susan Hiscock' um 16.05 Uhr alarmiert, nachdem eine Segelyacht westlich des Hafens in Schwierigkeiten geraten war. Sie befand sich direkt vor Black Rock. Ein Seenotretter ging an Bord und half dem Skipper, der bei Windgeschwindigkeiten von 30 Knoten die Kontrolle verloren hatte, bei Längsseitsgehen am Rettungsboot.
Dieses schleppte sie nach Yarmouth ab, wo ein Coastguard Rescue Team zur weiteren Assistenz bereitstand. Um 16.50 Uhr war das Rettungsboot wieder klar auf Station.
Quelle:Tim Schwabedissen


Motorboot mit Motorschaden
Motorboot mit Motorschaden
(Bild: KNRM) Großbild klick!
Motorboot trieb auf der Lek
(04.07.20) Am Nachmittag des 3.7. wurden die Polizei und die KNRM alarmiert, nachdem eine Motoryacht auf der Lek bei Kinderdijk in Schwierigkeiten geraten war. Das Boot mit zwei Männern an Bord hatte Motorprobleme erlitten und trieb manövrierunfähig auf dem Fluss.
Die Bootsfahrer warfen in Kinderdijk vor dem Fähranleger Anker. Wenig später trafen die KNRM und die Polizei mit Booten vor Ort ein, und das Boot wurde zu einem Hafen abgeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter sank vor Bréhat
(04.07.20) Am 3.7. um 12:40 Uhr wurde das CROSS Corsen von dem französischen Kutter 'Le Blizzard - CN.925654', 5,77 BRZ (MMSI: 227662510), alarmiert, nachdem er 15 Meilen nordöstlich deer Insel Bréhat zu sinken drohte. Das CROSS strahlte sofort ein Mayday Relay aus und schickte einen Dragon 50-Helikopter des Zivilschutzes sowie das Rettungsboot 'SNS 090 - Zant Ivy' der SNSM-Station in Loguivy-de-la-mer.
Der Skipper des Kutters konnte in eine Rettungsinsel flüchten, aus der er von dem Hubschrauber um 13.43 Uhr aufgewinscht wurde. Um 13.57 Uhr traf er beim Saint-Brieuc Hospital ein.
Quelle:Tim Schwabedissen


'Avalon' auf Grund gelaufen
'Avalon' auf Grund gelaufen
(Bild: KNRM) Großbild klick!
Segelyachten vor Medemblik in Schwierigkeiten
(04.07.20) Am 3.7. gegen 14:30 Uhr wurde das Rettungsboot ''t Span' der KNRM-Station Andijk alarmiert, nachdem auf einer Avalon-Segelyacht die Genua nicht mehr gerefft werden konnte und die daraufhin bei fünf Beaufort Wind nördlich des Leuchtturms von De Ven um Unterstützung bat. Auch das Boot aus Medemblik lief zur Unterstützung aus, als eine zweite Hilfebitte wegen eines gekenterten Katamarans vor der Küste von Medemblik einging. Das Rettungsboot 'Bernardine' fuhr weiter zum Katamaran, während die 't Span' zur Segelyacht lief.
Vor Ort wurde ein Rettungsmann auf die 31-Fuß lange Segelyacht übergesetzt. An Bord schien sich die Fall des Vorsegels in der Trommel verklemmt zu haben, so dass das Segel nicht gerefft werden konnte. Nach Erreichen eines geschützten Platzes
Kat im Schlepp der KNRM
Kat im Schlepp der KNRM
(Bild: KNRM) Großbild klick!
konnte die Leine verklemmt und die Genua schließlich niedergeholt werden. Die Segelyacht konnte dann alleine die Fahrt fortsetzen.
Der Katamaran war inzwischen wiederaufgerichtet worden, hatte jedoch so starke Schäden davongetragen, dass er nicht mehr fahrtüchtig war. Die 'Bernardine' nahm ihn in Schlepp und brachte ihn zum Strand von Bestevaer in der Nähe von Medemblik.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kollision im Ölfeld
(04.07.20) Am 1.7. kollidierte der griechische Tanker 'Olympic Future', 80591 BRZ (IMO: 9271353) mit einer Ankerkette des unter Singapur-Flagge registrierten FPSO 'Yuum Kak Naab', 189863 BRZ (IMO: 7708302), im Ölfeld von Campeche im Golf von Mexiko. Schuld war eine starke Windbö.
Es kam zu geringen Schäden am Schanzkleid des Lagerschiffs an Backbordseite. Ein direkter Kontakt beider Schiffe fand nicht statt. Am Abend des 2.7. verließ der Tanker das Ölfeld und nahm Kurs auf Cayo Arcas.
Quelle:Tim Schwabedissen


Zylinderschaden vor Lowestoft
(04.07.20) Am 2.7. um 6.45 Uhr kam es auf dem RoRo-Frachter 'Bore Song', 25586 BRZ (IMO: 9443566), auf der Fahrt von Tees nach Zeebrügge zu Problemen mit dem Zylinderkopf der Maschine rund 16 Meilen vor Lowestoft auf Position 52 25 57N, 002 10 21E. Das Schiff warf zur Reparatur Anker. Um 14.20 Uhr ging es wieder ankerauf und setzte die Reise fort.
Quelle:Tim Schwabedissen


Zylinderschaden auf Schwergutfrachter
(04.07.20) Am 2.7. kam es auf dem liberianischen Schwergutfrachter 'Red Zed II', 37071 BRZ IMO: 9633989), auf der Fahrt von Las Palmas nach Murmansk mit einer 33-köpfigen Crew an Bord zu einem Austritt von Zylinderöl. Das Schiff wurde um 8.30 Uhr NUC auf Position 55 14 45N, 005 52 34 W. Um 15 Uhr war die Reparatur beendet, und das Schiff nahm wieder Fahrt zum Zielhafen auf, der am 9.7. erreicht werden soll.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kollision in Yokohama
(04.07.20) Der unter Panama-Flagge laufende LPG-Tanker 'Saehan Selina', 3428 BRZ (IMO: 9615341), kollidierte bei starkem Wind am 2.7. mit dem japanischen Frachter 'Shintaiho', 435 BRZ (MMSI:431300291), der auf der N3-Reede von Yokohama vor Anker lag. Beide Schiffe trugen einige Schäden am Rumpf davon. Sie blieben aber seetüchtig.
Quelle:Tim Schwabedissen


Segelboot kenterte auf der Müritz
(04.07.20) Am Nachmittag des 2.7. gegen 15 Uhr kenterte ein Segelboot auf der nördlichen Müritz. Die sechs Personen an Bord landeten im Wasser. Alarmierte Einsatzkräfte der Wasserschutzpolizeiinspektion Waren und die Wasserrettung trafen schnell am Boot ein.
Sportbootführer in der Nähe kamen sofort zur Hilfe und unterstützten die Rettungsmaßnahmen. Alle betroffenen Personen wurden in den Hafen nach Klink gebracht und dort medizinisch versorgt. Ein missglücktes Wendemanöver könnte am Kentern schuld gewesen sein. Das Segelboot wurde zunächst in den Flachwasserbereich geschleppt, da es zu sinken drohte. Dort konnte es wenig später durch den Bootsvermieter in Zusammenarbeit mit den eingesetzten Beamten aufgerichtet werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Historisches Fahrgastschiff vollgelaufen
(04.07.20) Das ausgediente Fahrgastschiff 'Bad Wiessee', das 11 Jahre vor der Villa am See in Tegernsee Süd gelegen hat, lief am 3.7. durch Wassereinbruch voll. Um 11.22 Uhr wurde die Polizei informiert. Es war einst von dem Unternehmer Klaus Hurler erworben worden, der es jahrelang als Bar genutzt hatte.
Seit über drei Jahren war das Hotel- und Restaurantschiff nach einem Verkauf allerdings sich selbst überlassen geblieben. Die Polizei vermutete, dass es wegen der heftigen Gewitter der Vortage Schlagseite entwickelt hatte und dann vollgelaufen war. Vor Ort entdeckten Beamte der Wasserschutzpolizei, dass sich im Inneren bereits ein leichter Ölfilm ausgebreitet hatte. Die Freiwillige Feuerwehr Tegernsee legte vorsorglich eine Ölsperre aus.
Das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim inspizierte das Schiff und wollte in Abstimmung mit dem Landratsamt Miesbach weitere Maßnahmen für eine baldige Bergung mit dem Eigner.
Die 'Bad Wiessee' entstand 1934 als 'Joseph Höss' auf der Kellerer Werft, Tegernsee. Seit 1951 lief sie unter dem jetzigen Namen. Die Außerdienststellung erfolgte 2007.
Danach kämpfte die Schutzgemeinschaft Tegernseer Tal (SGT) um den Erhalt des letzten historischen Schiffes. Zuvor hatten schon die 'Hubertus', die 'Wallberg', die 'Egern# und die 'Rottach-Egern' den Tegernsee verlassen. Die SGT forderte den damaligen bayerischen Finanzminister Kurt Faltlhauser dazu auf, die 'Bad Wiessee' auf dem Tegernsee zu lassen.
Die Rettungsversuche der SGT blieben erfolglos. Das Finanzministerium hielt an seinem Plan fest, das Schiff zu verkaufen. Auch die von der SGT angestoßene Überprüfung, ob das Schiff unter Denkmalschutz gestellt werden könnte, scheiterte. Anfang 2009 endete der Kampf um den Erhalt mit dem Erwerb durch Klaus Hurler.
Zum 1.1. 2009 trat der Kaufvertrag mit der Hurler Beteiligungs-GmbH in Kraft. Seitdem lag das alte Schiff vor der Villa am See in Tegernsee Süd. Der Pachtvertrag für das Gourmetrestaurant mit Eigentümer und Unternehmer Klaus Hurler wurde zum September 2018 gekündigt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kabelbrand auf Luxusyacht
(04.07.20) Am 1.7. gegen Mittag kam es zu einem Kabelbrand auf der unter Cayman-Islands-Flagge laufenden Luxusyacht 'Tatoosh', 3224 BRZ (IMO: 1006336), am Kai in Wewelsfleth. Die Feuerwehr der Peters-Werft wurde zu dem Brand alarmiert, der auf dem Oberdeck entstanden war. Als die Wehr mit 18 Mann und drei Löschfahrzeugen anrückten, gingen Werftarbeiter bereits gegen das Feuer vor.
Ein Einsatztrupp unter Atemschutz legte dann das Kabel in einem Aggregat frei und löschte es ab. Der Sachschaden blieb begrenzt. Das Schiff lag seit dem 23.4. zur Überholung in der Werft.
Quelle:Tim Schwabedissen


Bootscrew und Bordhund gerettet
(04.07.20) Am 1.7. gegen 11 Uhr kam ein Boot der Coast Guard Station Saginaw River einer 50 Fuß langen Cris Craft und deren fünfköpfiger Crew zu Hilfe, die auf dem Lake Huron in der Saginaw Bay unweit des Spark Plug Light nach einem Wassereinbruch im Vorschiff einen Notruf gefunkt hatten. Das Motorboot lag bereits halb unter Wasser, als die Küstenwache eintraf, eine Frau schwamm bereits mit angelegter Rettungsweste daneben.
Sie wurde von den Wellen immer wieder gegen den Rumpf geschleudert und musste deshalb umgehend in Sicherheit gebracht werden. Es gelang binnen kurzem, auch die übrigen vier Bootsfahrer und deren Hund von dem Boot, von dem nur noch die Aufbauten sichtbar waren, abzubergen. Sie waren geschockt, und eine Person war zeitweilig bewusstlos, aber am Ende gab es keine ernsthaften Verletzungen.
Alle fünf wurden zur Bay Harbor Marina in Bay City zur weiteren Versorgung gebracht. Eine Bergungsfirma sollte das auf 30 Fuß Wassertiefe gesunkene Sportboot wieder schwimmfähig machen. Eine Untersuchung wurde eingeleitet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Zwei Tote bei Bootsunglück vor Bimini
(04.07.20) Am Morgen des 4.7. lief die 34 Fuß lange, amerikanische 'Stand Firm' nahe Süd-Bimini auf Grund. Die Royal Bahamas Defence Force wurde um 1.20 Uhr alarmiert und fand das Boot mit einem Mann und einer Frau an Bord 1,5 Meilen vor der Küste vor. Beide waren leicht veletzt.
Sie wurden von der HMBS 'LL Smith' an Bord genommen und nach Nord-Bimini transportiert, wo sie ins Krankenhaus kamen. Zwei weitere Personen wurden zunächst vermisst. Bei einer Suche um 8.30 Uhr fand die Bootscrew die Leiche des Manns aus Turtle Cay. Die Suche nach dem vierten durch die Royal Bahamas Police Marine Division und einen Coast Guard-Helikopter dauerte an.
Quelle:Tim Schwabedissen


Motoryacht bei Schacht-Audorf havariert
(04.07.20) Am Morgen des 4.7. lief eine Motoryacht beim Transit des Nord-Ostsee-Kanals in die Böschung der Wasserstraße auf Höhe von Schacht-Audorf. Die Freiwillige Feuerwehr Rendsburg wurde alarmiert. Das Boot lag mit starker Backbord-Schlagseite auf Grund.
Mit der Kanalfähre 'Küstrin', westlich von deren Anleger sich die Havarie ereignet hatte, wurden Einsatzkräfte an den Unfallort gebracht.
Auch das Einsatzboot 'Florian' der Feuerwehr war vor Ort. Zur Bergung der Yacht musste der Kanal zeitweilig für die übrige Schifffahrt gesperrt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


03.07.2020

Archivbild Containerfrachter 'Christopher'
Archivbild Containerfrachter 'Christopher'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Frachter blockierte Kanalfähre Landwehr
(03.07.20) Am 2.7. um kurz nach 17 Uhr geriet der unter Antigua-Barbuda-Flagge registrierte Containerfrachter 'Christopher', 16023 BRZ (IMO: 9359260), der Reederei Rudolf Schepers GmbH & Co. KG in Oldenburg während es ostgehenden Transits des Nord-Ostsee-Kanals bei der Kanalfähre Landwehr/Quarnbek in die Böschung. Der Frachter lief erst aus dem Ruder und kam daraufhin an der Nordseite des Kanals fest. Der Havarist blockierte auch die dort verkehrende Fähre Landwehr.
Der Kanal war bis rund 19 Uhr für den übrigen Schiffsverkehr gesperrt. Dann gelang es Schleppern, ihn wieder zu befreien. Er machte gegen halb acht am Voith-Kai im Kieler Nordhafen zu Inspektionen fest. Am 3.7. um 6.15 Uhr konnte er die Fahrt fortsetzen.
Das Schiff war auf der Reise von Bremerhaven nach Riga. Es sollte den Zielhafen am 4.7. gegen 17 Uhr erreichen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Ruderhaus plattgemacht
Ruderhaus plattgemacht
(Bild: Polizei Oldenburg) Großbild klick!
Kollision auf Hunte
(03.07.20) Am Abend des 2.7. kollidierte ein Gütermotorschiff mit der Eisenbahnbrücke über der Hunte bei Oldenburg. Es blieb mit dem Ruderhaus an einer Verstrebung der Brücke hängen und wurde stark beschädigt. Da auch ernsthafte Schäden an der Brücke nicht ausgeschlossen werden konnten, ließ die Deutsche Bahn sie sperren.
Experten sollten sich in der Nacht und am Vormittag des 3.7. ein Bild der Lage machen. Zwischen Oldenburg und Osnabrück stauten sich mehrere Züge, darunter ein ICE. Betroffene Fahrgäste mussten mit Bussen oder Taxen ihre Reise fortsetzen.
Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. Verletzt wurde niemand. Die Zugstörungen dauerten am 3.7. an, der RE 18 der Nordwestbahn fuhr nicht oder mit vermindertem Platzangebot.
Quelle:Tim Schwabedissen


Gütermotorschiff 'Geertje'
Gütermotorschiff 'Geertje'
(Bild: Anja Weber) Großbild klick!
Betrunkener Schiffsführer setzte Binnenschiff gegen Schleusentor
(03.06.20) Am 2.6. kollidierte das 63 Meter lange, polnische Gütermotorschiff 'Geertje', 800 ts (MMSI: 261186345), mit der Schwelle des oberen Schleusentors der Südkammer Doppelschleuse von Sülfeld westlich von Wolfsburg auf dem Mittelland-Kanal. Es war mit zu hoher Fahrt in diese eingelaufen und konnte nicht mehr stoppen. Der Havarist wurde an einen nahen Liegeplatz gezogen.
Bei der folgenden Inspektion stellte sich heraus, dass beide Schiffsführer betrunken waren. Welcher von ihnen am Ruder stand, als sich der Unfall ereignete, war zunächst unklar.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild Key Fighter
Archivbild Key Fighter
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Zweite Strandung in norwegischen Gewässern binnen 24 Stunden
(03.07.20) Binnen 24 Stunden lief am 1.7. um 22.30 Uhr zum zweiten Mal ein Schiff vor Norwegen auf Grund. Nach der unter Antigua Barbuda-Flagge laufenden 'BBC Lisbon', 7138 BRZ (IMO: 951363 ), die im Sandnessund fesgekommen war, erwischte es nun den maltesischen Tanker 'Key Fighter', 3693 BRZ (IMO: 8712166), der mit einer Ladung Fischöl an Bord von Myre kommend mit einer 13-köpfigen Crew vor Røst festkam. Die Küstenverwaltung und die norwegische Marine wurden alarmiert. Auch das NSSR-Rettungsboot 'Hans Hermann Horn' kam zu Hilfe.


Gestrandet: Tanker 'Key Fighter'
Gestrandet: Tanker 'Key Fighter'
(Bild: Kystvakten) Großbild klick!
Die KNM 'Skjold' lief aus Bodø mit fast 50 Knoten Fahrt nach Røst aus, um noch das Hochwasser für einen Bergungsversuch nutzen zu können. Es erreichte die Unfallstelle um 22.30 Uhr und begann gemeinsam mit dem Rettungsboot, den Tanker wieder von den Felsen zu ziehen. Dessen Crew hatte zuvor die vorderen Ladetanks ausgepumpt, um das Vorschiff Leichter zu machen.
Auch die Fähre 'Værøy' nahm Kurs auf Røst, um nötigenfalls zu assistieren, konnte dann aber ihre Fahrt nach Bodø fortsetzen. Am 2.7. um 00.10 Uhr gelang es, das Schiff wieder in tiefes Wasser zu ziehen. Es steuerte dann mit eigener Kraft Røst an und machte dort um 00.40 Uhr fest. Taucher stiegen im Laufe des Tages vom NSSR-Rettungboot 'Det Norske Veritas' ab, um den Rumpf auf mögliche Schäden zu inspizieren.
Archivbild 'BBC Lisbon'
Archivbild 'BBC Lisbon'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter sinkt
Kutter sinkt
(Bild: NSSR) Großbild klick!
11 Fischer vor Lauer gerettet
(03.07.20) Am Nachmittag des 2.7. wurde das Rettungsboot 'Horn Stayer' (MMSI: 257003590) der NSSR-Station Fredrikstad alarmiert, nachdem ein Kutter bei Lauer in Seenot geraten war. An Bord befanden sich nicht weniger als 11 Menschen. Die Seenotretter waren zwei Minuten nach dem Notruf über UKW-Kanal 16 vor Ort. Sie kamen keinen Augenblick zu früh, nur eine Minute später stellte sich der Kutter aufs Heck und versank. Es gelang, alle Schiffbrüchigen zu retten.
In einem anderen Einsatz am selben Tag kam das Rettungsboot 'Prinsesse Ragnhild' der NSSR-Station Horten dem Kutter 'Nordvik' zu Hilfe. Dieser hatte einen
Kutter 'Nordvik' längsseits der NSSR
Kutter 'Nordvik' längsseits der NSSR
(Bild: NSSR) Großbild klick!
Wassereinbruch erlitten. Die Seenotretter gingen längsseits, lenzten das Wasser aus und bugsierten den Havaristen in den Hafen. Hier stand das Sjøredningskorpset Horten mit weiterer Lenzkapazität bereit, sodass der Kutter vollends stabilisiert werden konnte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Suchaktion auf Buriganga geht weiter
(03.07.20) Am Morgen des 29.7. kollidierte gegen 7.55 Uhr die Fähre 'Morning Bird', die mehr als 60 Personen an Bord hatte, mit der größeren Fähre 'Mayur 2' in Dakar, und sank binnen maximal 20 Sekunden. Die 'Mayur 2' wollte gerade auf dem River Buriganga ankern. Der Bangladesh Fire Service barg bislang 32 Tote aus dem Wrack und übergab sie den Angehörigen.
Ein Team aus Marine, Wasserbehörden und privaten Tauchern sowie der Flusspolizei nahm an den Arbeiten ebenfalls teil. Es könnte noch mehr Opfer in dem in 60 bis 0 Fuß Wassertiefe liegenden Wrack sein, das in einem Bett von Schlamm und Plastikabfall liegt. Die Bangladesh Inland Water Transport Authority bildete ein Untersuchungsteam.
Hunderte Familienangehöriger kamen an den Flussufern zusammen. Unter den Toten waren acht Frauen und drei Kinder. .
Quelle:Tim Schwabedissen


Fähre nach Kristiansand eingeschleppt
(03.07.20) Am 1.7. wurde das norwegische Patroullienboot 'Nornen' von der Verkehrsüberwachung Kristiansand gerufen, nachdem die norwegische Fähre 'Fjord Cat', 5619 BRZ (IMO: 9176060), von Hirsthals kommend vor Odderøya Probleme mit dem Ruder gemeldet hatte. Die 'Nornen' ihrerseits kontaktirete die 'Ryvingen' von Kystverket. Gemeinsam assistierten die beiden Schiffe dann der 'Fjord Cat' beim Einlaufen in den Hafen. Um 20.30 Uhr wurde sie sicher am Kai in Kristiansand festgemacht. Dabei assistierten noch zwei Arbeitsboote.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter sank vor Jemur
(03.07.20) Am 30.6. geriet der unter Malaysia-Flagge laufende, 50 Meter lange Frachter 'Camar 1' (MMSI: 533000009) in der Malacca Strait unweit der Insel Jemur in stürmischer See in Seenot. Das Schiff war von Nord-Sumatra nach Port Klang unterwegs. Die Lenzpumpen kamen nicht gegen einen Wassereinbruch im Maschinenraum an. Der Frachter sank daraufhin in flachem Wasser, die Aufbauten blieben noch sichtbar. Die neunköpfige Crew wurde von Fischern gerettet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Yacht sank in Moerdijk, Segler wiederbelebt
(03.07.20) Die Seenotretter der KNRM-Station Dordrecht wurden am 2.7. um 17.15 Uhr zu einer sinkenden Yacht im Hafen von Moerdijk gerufen. Auch Rijkswaterstaat, die Polizei und die Feuerwehr waren vor Ort. Ein Krankenwagen und der Traumahubschrauber wurden ebenso mobilisiert.
Der Hafen von Moerdijk befindet sich gegenüber der Rettungsstation, und das Rettungsboot 'KBW1910' war daher sehr schnell vor Ort. Drei Segler wurden mit leichter Unterkühlung an Land gebracht. Die vierte Person wurde von den KNRM-Freiwilligen zusammen mit der Polizei wiederbelebt.
Der Rettungsdienst kümmerte sich weiter um die Verletzten, und die 'KBW1910' konnte zur Station zurückkehren. Gegen 19:00 Uhr war sie wieder klar auf Station.
Quelle:Tim Schwabedissen


Boot aus Netzen befreit, neuen Spender gewonnen
(03.07.20) Am 2.7. gegen 13:00 Uhr wurden die Rettungsboote ''t Span' und 'Bernardine' der KNRM alarmiert, nachdem in der Nähe des Hafens von Andijk ein Segelboot sich in den Fischernetzen vor der Hafenmole verfangen hatte. An Bord war eine Person. Der Skipper war mit wenigen Kratzern davongekommen.
Zusammen mit einem Rettungsmann wurde eine Schleppverbindung mit dem der ''t Span' hergestellt, und das Segelboot wurde aus der Falle gelöst, ohne die Netze und das Boot selbst zu beschädigen. Auf tieferem Wasser angekommen, ging das inzwischen ebenfalls angekommene Rettungsboot 'Bernardine' längsseits, mit, um das Segelboot wieder auf ebenen Kiel zu bekommen.
Die 'Bernardine' schleppte es dann an in Richtung des Strands, wo es die ''t Span' weiter ans Ufer bringen konnte. Der Skipper wurde sofort Spender des KNRM.
Quelle:Tim Schwabedissen


Yacht auf De Kreupel gestrandet
(03.07.20) Am 1.7. gegen 14:30 Uhr wurde das Rettungsboot ''t Span' der KNRM-Station Andijk alarmiert, nachdem auf dem IJsselmeer in der Nähe der Insel De Kreupel eine Segelyacht in Schwierigkeiten geraten war. Die Coastguard und die Crew des Rettungsboots 'Bernardine' der Sation Medemblik wurden ebenfalls darauf aufmerksam gemacht, und beide Rettungsboote steuerten auf die gestrandete Yacht zu.
Unterwegs ging eine Nachricht ein, dass die havarierte Yacht nun von einer Bergungsfirma unterstützt wird und dass das KNRM nicht mehr benötigt wurde. Um sicherzustellen, dass alles unter Kontrolle ist, lief die ''t Span' weiter, und die 'Bernardine' kehrte zur Station zurück. Vor Ort stellte sich heraus, dass die Yacht zwar verankert war, aber beim Kontakt mit den Felsen getroffen das Ruder verloren hatte. Die Bergungsfirma hatte eine Schleppverbindung hergestellt. Die ''t Span' blieb in Bereitschaft, bis klar war, dass es keine Leckage gegeben hatte und die Crew wohlauf war.
Quelle:Tim Schwabedissen


Propellerbergung in Spitzbergen
(03.07.20) Am 2.7. kam es am Ankerplatz vor der Forschungsstation in Hornsundet auf Spitzbergen zu einer Havarie: Das Segelboot 'Splitte Pine'verlor seinen Propeller. Der Gouverneur kontaktierte das norwegische Patroullienboot 'Svalbard' und bat um Unterstützung beim Tauchen, um den Propeller zu bergen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Motoryacht nach Pedreña abgeschleppt
(03.07.20) Am 2.7. gegen 17 Uhr kam es auf der 12 Meter langen Motoryacht 'La Pérez' an der Kreuzung der Verkehrswege Bilbao und Santander zu einem Ausfall beider Maschinen. Der Skipper bat Salvamento Marítimo um Assistenz. Als erstes war die 'Alcaraván', ein Boot der SVA, vor Ort. Es blieb auf Standby bis zur Ankunft des SAR-Schiffs 'Salvamar Deneb' (MMSI: 224016490) der Station Santander. Es stellte eine Schleppverbindung her und zog den Havaristen nach Pedreña, wo er sicher festgemacht wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter trieb vor Punta do Castro
(03.07.20) Am 2.7. kam es auf dem spanischen Kutter 'Novo Istrella' (MMSI: 224194470) zu einem Maschinenschaden 1,2 Meilen vor Punta do Castro in Barreiros. Das Schiff trieb mit seiner sechsköpfigen Crew manövrierunfähig in der See und bat um Assistenz. Das CCS Finisterre mobilisierte das SAR-Boot 'Salvamar Alioth' (MMSI:224300690) von Salvamento Marítimo, das den Havaristen auf den Haken nahm. Der 15 Meter lange Kutter wurde anschließend nach Burela eingeschleppt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter vor Punta Sabinal in Seenot
(03.07.20) Am 1.7. funkte der 15 Meter lange, spanische Kutter 'Hermanos Guerrero' (MMSI: 224289430) einen Notruf sechs Seemeilen südwestlich von Punta Sabinal, nachdem es an Bord zu einem Wassereinbruch gekommen war. Das SAR-Boot 'Salvamar Spica' (MMSI: 225987262) wurde von Station in Almería mobilisiert.
Nachdem sichergestellt war, dass der Wassereinbruch unter Kontrolle war, wurde der Havarist auf den Haken genommen. Er wurde dann sicher in den Hafen von Almerimar abgeschleppt
Quelle:Tim Schwabedissen

01.07.2020

Krabbenkutter 'Apollo-WER 1' im Schlepp
Krabbenkutter 'Apollo-WER 1' im Schlepp
(Bild: DGzRS) Großbild klick!
Norddeich: DGzRS barg zwei Krabbenkutter
(01.07.20) Am Nachmittag des 29.6. kamen die Seenotretter der DGzRS auf der Nordsee zwei manövrierunfähigen Krabbenkutter mit insgesamt vier Fischern an Bord zu Hilfe. Vor Norddeich war die 'Helga-NOR 211', 25 BRZ (MMSI: 211163000), mit einem Netz im Propeller manövrierunfähig geworden und bat um Assistenz. Das Seenotrettungsboot 'Wilma Sikorski' der Freiwilligen-Station Norddeich schleppte sie bei südwestlichem Wind um acht Beaufort in ihren Heimathafen Norddeich.
Ebenfalls mit Netz im Propeller trieb der Krabbenkutter 'Apollo-WER 1', 25 BRZ (MMSI: 211618000), aus Wremen am Abend in der Außenweser vor Bremerhaven. Bei ähnlichen Wetterbedingungen drohte er auf Grund zu treiben. Der Seenotrettungskreuzer 'Hermann Rudolf Meyer' der DGzRS-Station Bremerhaven war rechtzeitig vor Ort. Die Seenotretter nahmen den Havaristen auf den Haken schleppten ihn aus der Gefahrenzone.
Quelle:Tim Schwabedissen


'Rhenus Duisburg' zu hoch beladen
'Rhenus Duisburg' zu hoch beladen
(Bild: Bart van Eijck) Großbild klick!
Auch Fluchen half nicht, Schiff kollidierte mit Brücke in Rotterdam
(01.07.20) Am 1.7. um 12.45 Uhr kollidierte das deutsche Binnenschiff 'Rhenus Duisburg', 2900 ts (MMSI:211689390), zusammen mit dem Schubleichter 'RSP 2322', 2402 ts (EU-Nr: 02334378), auf der Reise von Duisburg nach Wallersheim mit der Willemsbrug in Rotterdam. Der Schiffsführer hatte das Unheil noch kommen sehen und versuchte, sein Schiff zu stoppen. Zeugen hörten vom Ufer aus die lautstarken Rufe 'Scheiße, Scheiße'. Doch auch das half nicht, Wind und Strömung vereitelten die Bemühungen, den Unfall zu verhindern. Beim Aufprall gingen drei Container der Decksladung über Bord und landeten in der Nieuwe Maas. Es gab immerhin keine Verletzten.
Das Schiff konnte sich nach der Havarie langsam achteraus laufend doch wieder befreien und machte anschließend an der Nordinsel fest. Die von der Strömung im Fluss umhergewirbelten Container, die wohl leer waren, konnten ans Ufer gebracht und gesichert werden. Der Frachter hatte keine Gefahrgüter geladen. Offenbar war das Schiff aber zu hoch beladen gewesen. Die Unfallkommission nahm Untersuchungen auf. Auch die Brücke wurde gesperrt und inspiziert.
Die unter ihr verlegten Rohrleitungen waren unversehrt geblieben. Allerdings hatten die Container Stromkabel durchtrennt, sodass die Straße wohl in der Nacht dunkel bleiben wird. Das Bauwerk konnte aber für den darüber laufenden Verkehr wieder freigegeben werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild 'Pawell', ex 'Gotland'
Archivbild 'Pawell', ex 'Gotland'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Maschinenschaden bei Sinop
(01.07.20) Der unbeladene syrische Frachter 'Pawell', 1860 BRZ (IMO: 8315499), hatte am 26.6. ein Maschinenproblem unweit von Sinop und ging zur Reparatur durch die Crew vor Anker. Am27.6. um 5.20 Uhr konnte er die Reise fortsetzen. Er war von Giresund nach Kavkaz unterwegs. Am 30.6. um 17.45 Uhr lief er nach Eregli ein.
Quelle:Tim Schwabedissen


Minensucher SAS 'Durban' gesunken
Minensucher SAS 'Durban' gesunken
(Bild: Andy Anderson) Großbild klick!
Museumsschiff sank in Durban/Südafrika
(01.07.20) Der einstige südafrikanische Minensucher SAS 'Durban' der Ton-Klasse, der als Museumsschiff in Durbans Port Natal Maritime Museum lag, sank am 30.6. an seinem Liegeplatz. Die Marine hatte ihn 1980 gespendet, und erst vor kurzem war er sechs Monate lang bei den Southern African Shipyards samt Dockung überholt worden. Das Wasserbecken, in dem das Schiff neben dem historischen Hafenschlepper 'JR More' vertäut war, ist glücklicherweise recht flach, weil es viele Jahre nicht ausgebaggert wurde.
Deshalb blieb die vordere Hälfte des Schiffs über Wasser, während das Achterschiff versank. Taucher wurden gerufen, um die Lage zu erkunden. Offenbar hatte es eine Leckage im Holzrumpf gegeben.
Wegen des COVID-19-Lockdown ist das Museum derzeit weiterhin geschlossen. Es war kein Personal vor Ort, das die beidene Schiffe überwachte. Der Minensucher war das populärste Ausstellungsstück des Museums und war komplett zugänglich.
Es war eines der ersten direkt für die südafrikanische Marine erbauten Schiffe. Vorher kamen meist ausgediente Einheiten der Royal Navy. Bereits 2011 kenterte das damals stark heruntergekommene Schiff und konnte nur vor dem Untergang bewahrt werden, weil es sich auf den benachbarten Schlepper legte.
Danach gründete sich eine Gruppe von Freiwilligen, die 'Friends of the Museum', die das Schiff restaurierten und sicher machten. Danach konnten wieder Besucher an Bord. 2019 konnte das Museum dank Geldzuwendungen beide Schiffe zur Überholung in die Werft und ins Dock schicken. Nun folgte der herbe Rückschlag.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild RoRo-Frachter 'Catherine', ex Romira
Archivbild RoRo-Frachter 'Catherine', ex Romira
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Frachter trieb vor Margate
(01.07.20) Auf dem maltesischen RoRo-Frachter 'Catherine', 21369 BRZ (IMO: 9209453), kam es am 30.6. um 3.40 Uhr auf der Fahrt von Rotterdam nach Purfleet mit einer 20-köpfigen Crew an Bord zu Antriebsproblemen auf Position 51 34 43N, 001 46 07E vier Meilen von der Sunk VTS-Zone entfernt. Es trieb mit 00,8 Knoten in südöstlicher Richtung. An Bord waren 71 Container und 5.854 Tonnen Ro-Ro-Fracht.
Das Schiff befand sich sieben Meilen westlich des London Array-Windparks und 11.5 Meilen südwestlich des Galloper-Windparks. Die geschätzte Reparaturdauer betrug zwei Stunden, es wurden aber am Ende sechs. Die Dover Coastguard führte alle halbe Stunde Checks durch, und alle Viertelstunde strahlte der Frachter selbst eine Sicherheitswarnung aus. Nachdem das Problem mit der Kontrolle des Pitch-Propellers gelöst war, nahm das Schiff Kurs auf Purfleet und machte dort am 1.7. um 1.15 Uhr fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Alle Hände voll zu tun für Seenotretter in Lelystad/Holland
(01.07.20) Reichlich zu tun hatten die Seenotretter der KNRM-Station Lelystad zwischen dem 26. und dem 30.6. Sie wurden in der Zeit zu neun Einsätzen gerufen. Am 26.6. um 15.30 Uhr kam der erste Alarm, eine Yacht mit zwei Personen an Bord hatte ein Motorproblem und trieb gegen ein festgemachtes Binnenschiff. Es wurde in die Flevo Marina abgeschleppt und zu einem Kranplatz gebracht.
Um 18 Uhr kam der nächste Einsatz für ein Boot mit Antriebsproblemen. Es handelte sich um ein RIB mit drei Kindern an Bord, das im Fahrwasser treiben sollte. Obwohl mehrere Boote gecheckt wurden, konnte es nicht gefunden werden, und um 19.15 Uhr kehrte das Rettungsboot zurück zur Station.
Um 20 Uhr folge eine Alarmierung für eine Yacht, die ihren Propeller verloren hatte. Da der Wind eingeschlafen war, trieb sie hilflos auf dem Markermeer. Sie wurde zurück nach Lelystad geschleppt. Am 27.6. gab es nur einen Alarm um 17.50 Uhr. Eine sieben Meter lange Yacht brauchte Hilfe in einer Hafeneinfahrt auf dem Markermeer. Da es mehrere gab, musste sie erst gesucht werden und wurde im Fahrwasser auch entdeckt.
Der Skipper hatte sie erst tags zuvor gekauft und war unterwegs nach Hillegom. Mangels geeigneter Klampen musste ein Schleppseil am Mastfuß festgemacht werden. Doch nach einigen Minuten begann er zu wackeln, und deshalb mussten die Zugkräfte neu verteilt werden, damit das Boot in den Batavia-Hafen gebracht werden konnte. Am 28.6. brauchte ein Boot direkt vor der Station in Lee der Schutzmole Hilfe. Nach Motorproblemen hatte es dort geankert, doch bei zunehmendem Wind hielt der Anker nicht. Das Schwert wurde gehoben und die Yacht längsseits genommen. Das Boot samt seiner vierköpfigen Crew wurde dann in den Hafen geschleppt.
Um 18.20 Uhr wurde ein Schwimmer in Schwierigkeiten gemeldet, doch er konnte sich selbst helfen. Dann trieb eine voll beladene Barge auf den Deich, die von einem Schlepper freigeschleppt wurde. Doch danach begann sie zu sinken. Ein Mann wurde von dem Gefährt abgeborgen und mit warmer Kleidung versorgt. Es gelang, die Barge in Lee der Marker Wadden zu verankern und zu lenzen.
Gegen 23 Uhr war wiederum eine Sieben Meter lange Yacht mit vier Jugendlichen in Schwierigkeiten. Das Segel hatte sich verklemmt, und der Brennstoff war ausgegangen. Das im Dunkeln treibende Boot wurde in die Deko Marina geschleppt.
Am 30.6. zm 19.30 Uhr meldete eine Yacht auf dem IJsselmeer nahe des Commissarislicht Motor- und Ruderprobleme. Als das Rettungsboot auslief, war sie bereits unweit der Flevo Marina. Vor Ort waren sechs bis sieben Beaufort und hohe Wellen. Eine Abbergung war unter diesen Umständen zu riskant, deshalb steuerten die zwei Segler die Hafeneinfahrt unter Funkleitung durch das Rettungsboot selbst an.
Im Schutz der Flevo Marina wurde das Boot längsseits genommen und dann an einen Anleger gebracht. Beim Versuch, mit Motorhilfe zu drehen, machte dieser zwar viel Lärm, aber gab keinen Schub. Offenbar war der Propeller abgefallen.
Der letzte Alarm betraf eine Segelyacht mit Mastbruch auf dem Markermeer. Allerdings brauchten die Seenotretter nicht selbst eingreifen, weil andere Berger bereits vor Ort waren.
Quelle:Tim Schwabedissen


Yacht blockierte Hafeneinfahrt
(01.07.20) Am 27.6. wurde das KNRM-Rettungsboot 'Cornelis Dit' um 20.40 Uhr alarmert, nachdem eine Segelyacht Motor- und Ruderprobleme gemeldet hatte. Als die Seenotretter an ihrem Bootshaus in Oudeschild eintrafen, stellte sich die zunächst niedrig eingeschätzte Dringlichkeit als hoch heraus, das Boot trieb direkt in der Hafeneinfahrt und blockierte diese. Bei starkem Wind war sie in unmittelbarer Gefahr.
Wegen der widrigen Bedingungen lief das Rettungsboot zunächst aus dem Hafen heraus, um in eine günstigere Position zu kommen, um die Yacht anzusteuern. Dann wurde sie längsseits genommen. Es stellte sich heraus, dass sie eine Leine im Propeller hatte.
Sie wurde dann in die Marina eingeschleppt und dort versucht, den Antrieb wieder zu befreien. Mithilfe einer von einer anderen Yacht geliehenen Taucherbrille gelang dies auch. Danach konnte die Yacht wieder manövrieren, und die 'Cornelis Dito' kehrte zu ihrer Station zurück.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter sank vor Pointe de Saire
(01.07.20) Am 30.6. gegen 14 Uhr fing das CROSS Jobourg einen Notruf des Kutters 'Grain de Sel', 5,36 BRZ (MMSI: 227319390) aus Cherbourg auf, der eine Kollision mit einer Segelyacht fünf Meilen nordwestlich von Pointe de Barfleur hatte. Der Skipper meldete starken Wassereinbruch. Das CROSS funkte ein Mayday Relay, und der Kutter 'Ixia II' sowie das Patroullienboot 'Thémis' sowie das Rettungsboot 'SNS 460 - Cap Lévy II' der SNSM-Station in Fermanville nahmen Kurs auf die Position.
Die Semaphore von Barfleur und Saint-Vaast-la-Hougue lieferten weitere Informationen. Das Rettungsboot war um 15 Uhr vor Ort und eskortierte den Kutter nach Saint-Vaast-la-Hougue. Um 15.30 Uhr verschlechterte sich aber die Lage, und ein Rettungsmann ging mit einer weiteren Lenzpumpe an Bord. Dennoch sank das Schiff um 15.58 Uhr plötzlich eine Meile vor Pointe de Saire.
Der Skipper und der SNSM-Seenotretter wurden an Bord der 'Cap Lévy II' genommen und nach Barfleur gebracht. Eine AVURNAV wurde vom maritimen Präfekten ausgestrahlt. Umweltschäden wurden nicht beobachtet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter lief im Sandnessund auf Grund
(01.07.20) Am 1.7. um 16.50 Uhr lief der unter Antigua Barbuda-Flagge registrierte Frachter 'BBC Lisbon', 7138 BRZ (IMO: 951363) im Sandnessund bei Tromsø auf der Seite von Kvaløy wenige Kilometer nördlich der Sandnessund-Brücke auf Grund. Er war in Richtung der Brücke unterwegs gewesen, als er plötzlich vom Kurs abwich und auf Position 69° 42.09' N 018° 55.82' E aufs Ufer lief.
Danach versuchte er sich selbst zu befreien, doch nur das Heck bewegte sich bei den Rückwärtsmanövern ein wenig. Der Bug lag komplett trocken. Die Polizei machte sich auf den Weg nach Kvaløya und nahm Ermittlungen auf.
Es stellte sich heraus, dass nach einem Ausfall des Ruderssystems der Frachter mit Absicht aufs Ufer gesteuert worden war. Es gab keinen Verdacht auf Drogenmissbrauch. Die Küstenverwaltung übernahm die weiteren Maßnahmen vor Ort.
Der Frachter war aus Breivika ausgelaufen und hatte die Nordspitze von Tromsøya gerundet, um danach in den Sandnessund einzulaufen. Um 18 Uhr war der Schlepper 'TB Lupus' (IMO: 7222334) am Havaristen fest. Um 18.20 Uhr hatte er den Havaristen freibekommen und zog ihn in den Sund hinaus. Um 19.15 Uhr machte er assistiert vom Schlepper in Tromsø-Breivika fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter sank in Brattvåg
(01.07.20) In der Nacht zum 1.7. kam es zu einem Wassereinbruch auf einem Kutter am Kongsberg in Brattvåg. Er lag halb unter Wasser und wurde nur durch die Trossen vor dem vollständigen Untergang bewahrt. Am Morgen des 1.7. rückte die Feuerwehr an.
Der Eigner forderte einen Truck zum Aufnehmen von Diesel an sowie einen Mobilkran, um das Schiff zu sichern. Ölsperren wurden ausgelegt, um eine mögliche Wasserverschmutzung zu verhindern. Als erstes sollte der Kraftstoff abgepumpt werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter vor Guayamas brennend aufgegeben
(01.07.20) Am 30.6. um 11.05 Uhr brach auf dem mexikanischen Sardinenkutter 'Selecta V' 60 Meilen westlich des Heimathafens Guaymas ein Feuer im Maschinenraum aus, als er sich vor der Insel San Pedro Martir befand. Auslaufender Diesel hatte sich entzündet, als das Schiff auf dem Rückmarsch in den Hafen war mit 240 Tonnen Fang an Bord. An Bord war eine neunköpfige Crew.
Die moisten hatten geschlafen nach drei Tagen harter Arbeit, doch der Maschinist bemerkte die Flammen, als er auf Kontrollgang war, und alarmierte seine Kollegen. Die Versuche, den Brand einzudämmen, scheiterten. Die Flammen breiteten sich binnen weniger Minuten aus.
SEMAR fing einen Notruf auf und barg die Fischer mit einem Patroullienboot der mexikanischen Marine ab. Sie wurden nach Sonora gebracht. Hier wurden sie medizinisch betreut.
Quelle:Tim Schwabedissen




Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949

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Schlagwörter: Schifffahrt, in Seenot, SOS Alarm, Unfälle, Mayday, Versicherung Schiff, Segeln, Seenot, Unglück, Seenotfälle, Schiffsuntergang, Seenotarchiv, Archiv, Schiffsunglück, Schiffsunfall, unfall, ertrinken, untergehen, untergegangen, sinken