EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM

Aktuelle Seenotfälle aus dem Ticker

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03.05.2021

Archivbild Tanker 'Agath'
Archivbild Tanker 'Agath'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Brunsbüttel: Tanker 'Agath' lief im NOK in Böschung
(3. Mai 2021) Nach Angaben der Polizei Itzehoe, ist es zu einer Böschungsanfahrung des Nordufers im Nord-Ostsee-Kanal bei Kanalkilometer 20,5 durch den Tanker 'Agath' (IMO: 8820298, 1991) aus Zypern gekommen. An dem 83 Meter langen und 13 Meter breiten Tanker entstand dabei leichter Sachschaden.
Offensichtlich reagierts die Ruderanlage des Schiffes auf der Fahrt nach Brunsbüttel plötzlich nicht mehr und der eingestellte Kurs konnte nicht mehr geändert werden. Vermutlich war eine Störung des Signals zur Ruderanlage die Ursache. Auch Kommando 'volle Fahrt zurück' konnten die Kollision mit der Böschung nicht mehr verhindern. An dem Produktentanker entstanden leichte Beschädigungen. Das Ruder funktionierte nach Aussagen des Kapitäns danach wieder einwandfrei.
Die Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft ordnete ein Weiterfahrtverbot bis zur Bestätigung der Klasse an.
Quelle:FBi / ESYS


28.04.2021

Seenotrettungskreuzer 'Hermann Rudolf Meyer'
Seenotrettungskreuzer 'Hermann Rudolf Meyer'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Bremerhaven: DGzRS hilft schwer verletztem Seemann
(28.04.2021) Die Seenotretter haben am Sonntagabend, 25. April 2021, auf der Weser vor Bremerhaven einem schwer verletzten Seemann schnelle Hilfe gebracht.
Die Verkehrszentrale Bremerhaven hatte die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS gegen 19 Uhr über einen schweren Unfall an der Stromkaje informiert. Dort hatte das unter dänischer Flagge fahrende Containerschiff 'Seago Piraeus' festgemacht. Um Brennstoff zu übergeben, lag die Bunkerschiff 'Ebba 2' längsseits des Frachters. Von diesem fiel plötzlich aus noch ungeklärter Ursache ein Gegenstand herunter. Dieser traf einen philippinischen Seemann auf der 'Ebba 2' und verletzte ihn sehr schwer am Arm. Er benötigte umgehend medizinische Hilfe.
Sofort alarmierten die Wachleiter den Seenotrettungskreuzer HERMANN RUDOLF MEYER der Station Bremerhaven, da ein Abbergen nur seeseitig möglich war. Mit einem Notarzt und zwei Rettungsassistenten an Bord liefen die Seenotretter bereits wenig später aus; Kurs: Containerterminal.
Bunkerschiff 'Ebba 2'
Bunkerschiff 'Ebba 2'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Vor Ort gingen die Seenotretter mit der HERMANN RUDOLF MEYER bei dem Bunkerschiff längsseits. Der Notarzt, die Rettungsassistenten und ein als Rettungssanitäter ausgebildeter Seenotretter stiegen bei ruhiger See auf die 'Ebba 2' über. Dort stabilisierten sie zunächst den Patienten, bevor die Besatzung des Seenotrettungskreuzers ihn übernahm.
Während der Rückfahrt zum Alten Hafen versorgte der Notarzt den Schwerverletzten an Bord weiter. Am Liegeplatz der Seenotretter kümmerte sich der Landrettungsdienst um den Weitertransport des Mannes in ein nahegelegenes Krankenhaus.
Quelle:DGzRS/FBi


25.04.2021

Der Unglücksort
Der Unglücksort
(Bild: Google Earth) Großbild klick!
Indonesien: Vermisstes U-Boot gefunden, gesamte Crew tot
Erst tauchen Teile der 'KRI Nanggala 402' auf. Das verschollene U-Boot ist in 838 Metern Tiefe in drei Teile zerbrochen. Für die Besatzung kommt jede Hilfe zu spät.
Kommentar: Der Druck in 838 Metern Tiefe beträgt 83,192 Bar, das entspricht volkstümlich 83,192kg Druck pro Quadratzentimeter, auf einer Handfläche wären das 18.638 Tonnen.
Luftmarschall Hadi Tjahjanto bei einer Pressekonferenz: 'Mit diesem authentischen Beweis können wir bestätigen, dass die 'KRI Nanggala 402' gesunken ist und alle 53 Seeleute an Bord im Dienst gestorben sind". Das Wrack wurde mit Hilfe eines Tauchroboters in mehr als 800 Metern Meerestiefe gefunden. Es sei in drei Teile zerbrochen. 'Wir haben Aufnahmen, die wir als Teile der KRI Nanggala 402 identifiziert haben.' Teile des U-Boots wie Anker, Sicherheitsanzüge und Steuerruder seien nahe des Hauptwracks entdeckt worden. Alle 53 Menschen an Bord seien im Dienst in den Gewässern nördlich Balis gestorben.
Der Stabschef der Marine, Admiral Yudo Margono, sagte, ein indonesisches Vermessungsschiff habe das U-Boot in rund 800 Metern Tiefe geortet. Ein U-Boot-Rettungsschiff aus Singapur, das erst am Sonntagmorgen eingetroffen sei, habe dann das Wrack mit Hilfe eines Tauchroboters gefunden. "Das ROV hatte Sichtkontakt in einer Tiefe von 838 Metern, wo es Teile der KRI Nanggala fand, die in drei Teile zerbrochen war.
Der Admiral fügte hinzu, dass das Unglück nicht auf menschliche Fehler bei der Bedienung zurückzuführen sei.
Präsident Joko Widodo habe den Angehörigen der Besatzung sein Beileid ausgesprochen. Er drückte seine "tiefe Trauer" über das Unglück aus und bezeichnete die vermissten Matrosen als Indonesiens "beste Patrioten". Das Wrack befindet sich in einer Tiefe von 838 Metern bei den Koordinaten 7° 11' 8.16" S 114° 51' 20.16" E.
Quelle:Peter Walter


24.04.2021

Wrackteile der 'Nanggala' gefunden
(24.04.2021)Das U-Boot KRI Nanggala 402, das Anfang der Woche mit 53 Menschen an Bord vor Bali vermisst wurde, ist 'gesunken', sagte das indonesische Militär (TNI) am Samstag. Das Militär sagte am Samstag, es habe Trümmer eines U-Bootes geborgen, das mit 53 Besatzungsmitgliedern vor der Küste Balis verschollen war, darunter Komponenten und Gegenstände aus dem Inneren des angeschlagenen Schiffes.
'In den letzten Tagen haben wir Trümmer und Gegenstände von der letzten Stelle geborgen, an der das U-Boot getaucht ist", sagte der indonesische Marinechef Admiral Yudo Margono gegenüber Reportern. Die Gegenstände wären nicht aus dem U-Boot herausgekommen, wenn es keinen Druck von außen gegeben hätte oder der Torpedowerfer nicht beschädigt worden wäre. Zuvor haben die Sucher Trümmer geborgen, die vermutlich von dem vermissten U-Boot stammen. Zu den Funden gehörten eine Flasche mit Schmierstoff für das Periskop, eine Torpedohülle und einen Teil einer Gebetsmatte. Yudo sagte zuvor, dass ein Scan das U-Boot in einer Tiefe von 850 Metern entdeckt habe, weit jenseits seiner Überlebensgrenze.
Man muss davon ausgehen, dass alle Mann der Besatzung tot sind.
Quelle: FBi


23.04.2021

'Nanggala': Gibt es noch Hoffung?
(23.04.2021) Zum Verschwinden der 'Nanggala' gibt es neue Informationen: Die 'KRI Nanggala 402' hatte nach Militärangaben um Erlaubnis gebeten, tiefer abtauchen zu können. Nach der Erteilung des entsprechenden Befehls ging der Kontakt verloren.
Die indonesische Marine sucht dezeit fieberhaft mit Spezialschiffen, einem Hubschrauber und Sonar nach dem Unterseeboot. Auch andere Länder aus der Nachbarschaft helfen. Es seien maximal 72 Stunden Zeit, wenn es länger dauert, werden alle an Bord sterben', warnte ein Experte der Marine.
Der U-Boot-Experte Frank Owen vom Submarine Institute of Australia: 'Die meisten U-Boote sind mit allem ausgerüstet, damit die Mannschaft mindestens 7 Tage überleben könne. Zu Ausrüstung gehören Sauerstoffkerzen, die beim Verbrennen Sauerstoff abgeben, und Chemikalien, die Kohlendioxid entfernen, sobald Luft durch sie gespült wird'.
Schlimmer wiegt aber die Tatsache, dass die 'KRI Nanggala-402' nicht mit einer Andockmöglichkeit für ein Rettungs-Tauchboot ausgestattet ist. Daher gibt es keine Rettungsmöglichkeit. Nur wenn das U-Boot in weniger als 180 Metern auf dem Meeresboden liegt, kann die Crew einzeln mit einem Spezialanzug entkommen. Die 'Nanggala' insgesamt zu heben ist die letzte Möglichkeit, dauert aber sehr lang.
Die Retter stießen in der Zwischenzeit auf ein noch nicht identifiziertes Metallobjekt. Es sei sehr magnetisch und befinde sich rund 100 Kilometer nördlich von Bali in 50 bis 100 Metern Tiefe, wo die "KRI Nanggala 402" zuletzt ihre Position gemeldet habe, so Margono. Noch sei nicht klar, ob es sich bei dem Metallobjekt um das vermisste U-Boot handle.
NickT schreibt am 23.04.2021: "Dass ein stark magnetisches Objekt gefunden wurde spricht vermutlich eher gegen das U-Boot. Dieser Typ wurde in Deutschland aus nicht-magnetischem Stahl gebaut und soweit ich weiss wird sehr streng darauf geachtet, magnetisches Material fernzuhalten, bis hin zum Essbesteck aus Aluminium. Trotzdem hoffen wir mal, dass das Boot gefunden und die Besatzung gerettet werden kann."
Letzte Position der 'Nanggala'
(Bild: nn) Großbild klick!
Die 'KRI Nanggala-402' verfügt über einen diesel-elektrischem Antrieb wiegt 1395 Tonnen, ist 59,5 Meter lang, 6,3 Meter breit und hat ein Tiefgang von 5,5 Meter. Indonesien verfügt über insgesamt fünf Unterseeboote.
Quelle:Peter Walter


Aufklärung am Mittelmeer
(Bild: SOS MEDITERRANEE) Großbild klick!
SOS MEDITERRANEE: Viele Tote bei Bootsunglück vor Libyen
(23.04.2021) Ein Schlauchboot mit 130 aus Libyen geflüchteten Menschen an Bord war am Mittwochmorgen in Seenot geraten. Nachdem das Rettungsschiff der NGO, die Ocean Viking, einen Notruf erhalten hatte, suchte die Crew stundenlang nach dem Boot in Seenot. An der Unglückstelle nordöstlich von Tripolis angekommen, fand sie nur noch Tote vor.
Der Notruf war über die NGO Alarm Phone gekommen, die in den vergangenen zwei Tagen insgesamt drei Boote in Seenot in den internationalen Gewässern vor Libyen meldete. Als die Ocean Viking die Notrufe empfing, war das Rettungsschiff mindestens zehn Stunden Fahrzeit entfernt. Luisa Albera, Such- und Rettungskoordinatorin an Bord des Rettungsschiffes: 'Wir haben nacheinander nach zweien dieser Boote gesucht, in einem Wettlauf gegen die Zeit und bei sehr rauer See mit bis zu sechs Meter hohen Wellen'.
Beschädigtes Flüchtlingsboot
Beschädigtes Flüchtlingsboot
(Bild: sosmediterranee.de) Großbild klick!
Es gab keinerlei Koordination durch eine staatliche Rettungsleitstelle, keinerlei Unterstützung von den zuständigen Seebehörden. Wir haben mit drei Handelsschiffen zusammengearbeitet, um die Suche unter diesen äußerst schwierigen Bedingungen auf See zu organisieren. Heute dann, während wir unermüdlich weitersuchten, wurden drei Leichen vom Handelsschiff 'My Rose' im Wasser gesichtet. Ein Frontex-Flugzeug entdeckte kurz darauf das Wrack eines Schlauchbootes. Seit unserem Eintreffen vor Ort haben wir keine Überlebenden finden können, stattdessen mindestens zehn Leichen in der Nähe des Wracks ausfindig gemacht.'
Zuvor war die Ocean Viking dem ersten Notruf von Alarm Phone nachgegangen und hatte den gestrigen Tag mit der Suche nach einem Holzboot in Seenot verbracht, ohne Erfolg. Das Schicksal der rund 40 Menschen an Bord des Holzbootes ist bislang unbekannt.
Mehr als 350 Menschen sind in diesem Jahr bereits auf der Flucht aus Libyen im zentralen Mittelmeer umgekommen - ohne die dutzenden Toten und Vermissten der Bootsunglücke der vergangenen Tage mitzuzählen. 'Die europäischen Staaten entziehen sich ihrer Verantwortung, Such- und Rettungsaktionen zu koordinieren. Sie überlassen es privaten Akteuren und der Zivilgesellschaft, das von ihnen geschaffene, tödliche Vakuum zu füllen. Das Ergebnis dieser vorsätzlichen Untätigkeit können wir heute auf See von unserem Schiff aus sehen. Wir sind erschüttert' sagt Luisa Albera. 'Wir denken an die Menschen, die ihr Leben verloren haben, und an die Familien, die vielleicht nie Gewissheit darüber erlangen werden, was mit ihren Angehörigen geschehen ist.'
Quelle:Frank Binder


22.04.2021

U-Boot 'Nanggala'
U-Boot 'Nanggala'
(Bild: Cobatfor) Großbild klick!
Indonesisches U-Boot gesunken
Am 21. April 2021, nach letzter Funkverbindung gegen 3 Uhr Ortszeit, verschwand das U-Boot 'Nanggala' der Indonesischen Marine unter bisher ungeklärten Umständen auf einer Routinemission mit Torpedoübungen etwa 51 Seemeilen (95 Kilometer) nördlich von Bali. An Bord befinden sich 53 Besatzungsmitglieder, die Meerestiefe beträgt dort etwa 700 Meter. Vom indonesischen Militär wurden Singapur und Australien um Unterstützung bei der Suche gebeten. Am selben Tag teilte das indonesische Verteidigungsministerium mit, Helikopter hätten einen Ölfleck in dem Areal des Meeres entdeckt, in dem das U-Boot vor Kontaktabbruch positioniert war.
Mit der Swift Rescue setzte sich ein auf U-Boote spezialisiertes Rettungsschiff der Streitkräfte Singapurs zur letztbekannten Position der Nanggala in Bewegung.
Periskop der 'Nanggala'
Periskop der 'Nanggala'
(Bild: Indonesian Navy) Großbild klick!
Am 22. April 2021 erklärte der ranghöchste Admiral der indonesischen Marine, dass - ausgehend von 53 Personen Besatzung - die Sauerstoffreserven für einen dreitägigen Tauchgang ausreichen und der Sauerstoff spätestens am 24. April, um 03:00 Uhr UTC+8 (23. April, 19:00 UTC) aufgebraucht sei.
Die Nanggala lief am 4. September 1980 bei Howaldtswerke-Deutsche Werft in Kiel vom Stapel. Am 6. Juli 1981 wurde sie in den Dienst der indonesischen Marine gestellt und nach Indonesien überführt. Benannt wurde sie nach der Waffe des im indonesischen Puppenspiel Wayang auftretenden Hindugotts Balarama, einem Pflug.
Die beiden U-Boote der Cakra-Klasse, KRI Cakra und Nanggala, waren mehrere Jahrzehnte lang die einzigen aktiven U-Boote in der indonesischen Marine.

Video (Dank an Frank Binder)

Nanggala wurde im Jahr 1989 bei den Howaldtswerken in Kiel nachgerüstet. Von Oktober 1997 bis Juni 1999 wurden in Surabaya die Batterien gewechselt, sowie das Sindbad TFCS eingerüstet. Von 2010 an wurde das U-Boot in Südkorea über zwei Jahre umfassend modernisiert und im Februar 2012 wieder an die indonesische Marine übergeben. Nach der Überholung war Nanggala in der Lage, vier Torpedos gleichzeitig auf verschiedene Ziele abzufeuern und Schiffsabwehrraketen wie Exocet oder Harpoon zu verschießen. Nach der Modernisierung betrug die Höchstgeschwindigkeit 25 Knoten (46 km/h) (getaucht).
Zentrale der 'Nanggala'
Zentrale der 'Nanggala'
(Bild: Indonesian Navy) Großbild klick!
Anm. der Redaktion: Es ist unwahrscheinlich, dass ein U-Boot, das für eine Tiefe von 250 bis 500 Metern ausgelegt ist, 700 Meter unbeschädigt übersteht, dafür spricht auch der Ölfleck über der Untergangsstelle.
Heri Oktavian, commander of KRI Nanggala
Heri Oktavian, commander of KRI Nanggala
(Bild: Indonesian National Armed Forces) Großbild klick!
Quelle:Peter Walter


21.04.2021

Mit großem Bedauern haben wir den Entschluss von Tim zur Kenntnis genommen, ESYS zu verlassen und so haben uns im gegenseitigen Einvernehmen getrennt. Wir bedanken uns für die langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit.
Diese Zusammenarbeit hat beide Seiten viel Arbeit gekostet, aber nun können wir uns auch anderen Aufgaben widmen, siehe die vielen neuen Häfen.
Das ESYS-Team wünscht Tim viel Erfolg für die Zukunft.
Ganz gestorben sollten aber die SOS-Nachrichten nicht sein:
Vielleicht findet sich ja jemand, der diese reizvolle Arbeit übernehmen will oder möglicherweise kommt von Euch die eine oder andere Nachricht, Bilder wären auch gut ... Bitte setzen Sie sich mit uns in Verbindung, Sie bekommen dann weitere Informationen. Selbstverständlich steht auch Ihr Name unter der Meldung.


09.04.2021

Frachter 'Eemslift Hendrika' in Sicherheit
(09.04.2021) Am späten Mittwochabend konnten große Ankerzieh-Schlepper den in Seenot geratenen Frachter 'Eemslift Hendrika' ins Schlepptau nehmen. Sie hatte 350 Tonnen Schweröl und 50 Tonnen Diesel an Bord und drohte im Laufe der Nacht auf Land zu driften und empfindliche Naturgebiete zu verschmutzen.
Vier Spezialisten der Bergungsmannschaft landeten gegen 21.30 Uhr Ortszeit auf der 'Eemslift Hendrika'. Trotz widriger Wetterbedingungen gelang es ihnen gegen 22.30 Uhr erfolgreich eine Schleppverbindung mit einem Ankerzieh-Schlepper herzustellen. Inzwischen haben sie die 'Eemslift Hendrika' weiter nach Norden geschleppt und in einer geschützten Bucht verankert, wo das Schiff inspiziert und die Ladung stabilisiert werden kann.
Quelle:Peter Walter


08.04.2021

Rotes Meer: Explosion auf iranischem Schiff
(08.04.2021) Eine rätselhafte Explosion ereingnete sich auf dem iranischen Schiffe 'MV-Saviz' im Roten Meer: Die exakten Hintergründe sind noch unklar, aber das iranische Außenministerium bestätigte den Vorfall. Laut einem Pressebericht ist Israel für den Vorfall verantwortlich.
Das Wall Street Journal zitierte ungenannte Beamte aus der Region und aus den USA und schrieb, Israel habe 'Wasserminen, verwendet, um im Roten Meer und anderen Gegenden der Region iranische Schiffe oder solche, die iranische Fracht transportieren, anzugreifen, die auf dem Weg nach Syrien waren.'
Es handele sich dabei um eine Vergeltungsaktion auf frühere iranische Angriffe auf israelische Schiffe. Der israelische Ministerpräsident Netanjahu hatte den Iran im März für eine Explosion auf dem Frachtschiff einer israelischen Firma im Golf von Oman verantwortlich gemacht.
Laut der US-Website GlobalSecurity.org wird der beschädigte Frachter von der Marine der Revolutionsgarden als Versorgungsschiff eingesetzt.
Quelle:Peter Walter


07.04.2021

Archivbild Frachter 'Eemslift Hendrika'
Archivbild Frachter 'Eemslift Hendrika'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
'Eemslift Hendrika' treibt steuerlos im Sturm
(07.04.2021) Der niederländische Frachter 'Eemslift Hendrika' ist vor Norwegen in Seenot geraten: Die Maschine des Frachters funktioniert nicht, er hat Schlagseite und droht in schwerer See mit bis zu 15 Meter hohen Wellen zu kentern. Die 'Eemslift Hendrika' befindet sich 130 Kilometer von der Stadt Ålesund entfernt.
und seine Besatzung in Sicherheit gebracht worden. Das norwegische Rettungskoordinierungszentrum konnte die zwölf Besatzungsmitglieder per Hubschrauber retteten, nachdem sie die tobende See gesprungen waren.
Die Norwegische Kystvakten teilte mit, der Schwerpunkt liege nun darauf das Schiff stabilisieren und von der Küste fernzuhalten.
Die 'Eemslift Hendrika' ist spezialisiert auf Schiffstransporte. Gegenwärtig hat sie drei Fischkutter und eine Segelyacht auf dem Deck.
Quelle:Peter Walter


04.04.2021

 Seenotkreuzer Pidder Lüng
Seenotkreuzer Pidder Lüng
(Bild: Jens Bludau) Großbild klick!
Sylt: Baby auf der Nordsee geboren
(04.04.2021) Wie DGzRS berichtet, erblickte der um 4:02 Uhr an Bord des Seenotrettungskreuzers "Pidder Lüng" ein Baby das Licht der Welt. Die Mutter (25): "Wir sind superglücklich und es geht uns allen gut."
'Ich hatte unterwegs schon den Eindruck, dass das nicht mehr lange dauert', sagte Holger Speck, Steuermann der "Pidder Lüng".
Die Mutter sollte mit dem Schiff "Pidder Lüng" der DGzRS von Sylt zum dänischen Havneby gebracht und von dort aus mit einem Rettungswagen zur Klinik in Flensburg gefahren werden.
Doch 'Bosse' kam schon zur Welt bevor alle an Land gehen konnten. Der Rettungswagen aus Flensburg wurde nicht mehr benötigt und konnte den Einsatz
Mutter und Kind wohlauf
Mutter und Kind wohlauf
(Bild: DGzRS) Großbild klick!
abbrechen: Mutter und Kind ging es so gut, dass alle gemeinsam die Rückreise nach List per Seenotrettungskreuzer antreten konnten.
ABER: Was wird künftig als Geburtsort im Pass stehen? Das dürfen die Eltern entscheiden, und auch Koordinaten sollen als Eintrag im Pass möglich sein.
Quelle:Peter Walter


03.04.2021

Portrait Albert Einstein
Albert Einstein
(Bild: Famlmdjr) Großbild klick!
'Ever Given': Die Dummheit mancher Menschen ist unendlich
(03.04.2021) Die 'Ever Given' ist in den USA jetzt auch Gegenstand einer QAnon-Verschwörungstheorie. Die Anhänger sind davon überzeugt, dass der Frachtraum voller Kinder ist und dass Hillary Clinton etwas damit zu tun hat.
Der 'Daily Beast' zufolge begann die fragwürdige Verschwörungstheorie wie folgt: Die 'Ever Given' trägt das Rufzeichen H3RC. Hillarys
Geheimdienst-Codename ist Evergreen und ihre Initialen sind HRC. Die Trump-freundlichen QAnon-Anhänger konstruierten daraus, dass das Schiff entführte Kinder, an Bord habe und dass der Kapitän die 'Ever Given' absichtlich auf Grund hat laufen lassen, um einen Hinweis zu geben.
Aber wie kommt QAnon auf entführte Kinder? Sie verbinden das Schiff mit Menschenhandel, weil sie davon überzeugt sind, dass Hillary Clinton und der Ex-Präsident Barack Obama in Kinderhandel rund um die große Adrenochrom-Verschwörung verwickelt sind. Dies soll eine entschlüsselte E-Mail bewiesen haben.
Verschwörungstheoretiker behaupten schon länger, es gäbe schon seit Hunderten von Jahren eine Art Supersekte einer verschworenen 'Elite', die im Untergrund Kinder missbraucht: Diese Supersekte extrahiert so Adrenochrom, dieses bildet sich als Nebenprodukt von Adrenalin, aus dem Blut der Kinder um es als Verjüngungsmittel und Power-Droge zu nutzen, um stärker, fitter, sexier zu sein als, der Rest der Menschheit.
Albert Einstein hat gesagt: 'Das Weltall ist nicht unendlich'. Die Dummheit mancher Menschen aber schon ... Quelle:Peter Walter


Großer Bittersee: Position der 'Ever Given'
Großer Bittersee: Position der 'Ever Given'
(Bild: OpenSeaMap) Großbild klick!
Schadensersatz in Milliardenhöhe?
Die 'Ever Given' könnte noch längere Zeit ankern: Wegen der tagelangen Blockade fordert die Kanalbehörde jetzt einen Schadenersatz von einer Milliarde Dollar und will die Weiterfahrt erst bei einer Einigung erlauben. Die 'Ever Given' liegt jetzt im Großen Bittersee, wo sie die Schifffahrt nicht blockiert.
Usama Rabi, Vorsitzender der Kanalbehörde der staatlichen ägyptischen Nachrichtenseite Al-Ahram sagte: "Wir haben viel Mühe und Arbeit in die Rettung des Schiffs gesteckt. Wir haben täglich Einnahmen verloren. Uns steht eine Entschädigung zu". So seien Verluste in Höhe von 14 bis 15 Millionen Dollar pro Tag und die tagelangen Arbeiten mit Baggern und Schleppern zur Freilegung des Schiffs entstanden. An dessen Bord sei Fracht im Wert von 3,5 Milliarden Dollar, sagte Rabi."
Anmerkung der Redaktion: Der Wert der Fracht von 3,5 Milliarden Dollar darf bezweifelt werden ...
Die taiwanesische Reederei Evergreen Marine trägt nach Aussage des Präsidenten Eric Hsieh keine Verantwortung für die verspätete Fracht. Mögliche Schäden würden durch Versicherungen gedeck. Sie könnte aber haften für Verspätungen anderer Schiffe (und das ist ein heftiger Brocken).
Ermittlungen sollen aufklären, wie es zu dem Unfall kam. Ägypten wird den Schiffsdatenschreiber auswerten und mit der Crew sprechen. Auch die Seefahrtsbehörde Panamas, (Flagge der Ever Given) und das Unternehmen Bernhard Schulte Shipmanagement (BSM) haben Recherchen angekündigt.
Quelle:Peter Walter


01.04.2021

Querschnitt Suezkanal
Querschnitt Suezkanal
(Bild: Mrmw) Großbild klick!
'Ever Given': Der WIRKLICHE Grund der Strandung
Am 23. März 2021 fuhr das Containerschiff 'Ever Given' in den Suezkanal ein. Was jedoch danach geschah, hatte laut Seefahrtechnik-Ingenieur Evert Lataire (Universität Gent/ Belgien) nichts mit Wind oder schlechter Sicht (Sandsturm) zu tun, obwohl Evergreen Marine unerwartet starke Winde als Grund des Auflaufens nannte.
Mit dem Institut 'Flanders Hydraulic Research' untersucht seine Forschungsgruppe das Verhalten von Schiffen in engem und flachem Wasser. In einem Presseinterview betonte er seine Überzeugung, dass bei der Havarie der 'Ever Given' der sogenannte 'Bank Effect' wirkte: Der Bankeffekt ist die Tendenz des Hecks eines Schiffes, in Richtung eines nahen Ufers zu schwingen, wenn es in einem Fluss oder einer verengten Wasserstraße betrieben wird.


Der Bank-Effekt
Der Bank-Effekt
(Bild: Tosaka) Großbild klick!
Das können Sie ganz einfach zuhause nachvollziehen: Nehmen Sie ein Blatt Papier und beschriften es unten mit 'Heck' und oben mit 'Bug'. Halten Sie es etwa 4 Zentimeter mit 'Bug' nach unten an eine Wand und blasen sie von oben in den Zwischenraum: Das 'Heck' wird zu Wand gezogen. Selbiges ist mit der 'Ever Given' passiert ...
Auf einem Video von 'VesselFinder' ist der Kurs der 'Ever Given' durch den Kanal festgehalten. Zu sehen ist, wie das Schiff auf Nordkurs kurz nach seiner Einfahrt in den Suezkanal etwa um 7.40 Uhr morgens (Ortszeit) immer mehr dem westlichen Kanalufer nähert.
In den Worten von Professor Lataire machte sich die Erkenntnis von Bernoulli folgendermaßen bemerkbar: 'Die unterschiedlichen Druckverhältnisse bewirkten, dass das Schiff unabwendbar im Uhrzeigersinn zu gieren begann.' Das heißt: Sein Bug entfernte sich zunächst wieder etwas vom Westufer des Kanals, während sein Heck sich Richtung Ufer bewegte. Die Längsachse des Schiffs drehte sich insgesamt nach rechts um eine gedachte senkrechte Achse etwa in der Mitte des Schiffs.
Je schneller das Wasser strömt, desto geringer ist der Druck in ihm. Daniel Bernoulli hätte sich aber im 18. Jahrhundert wohl kaum vorstellen können, dass dermaleinst aufgrund einer praktischen Auswirkung seines physikalischen Strömungsgesetzes mindestens ein Zehntel des weltweiten Warenverkehrs zum Erliegen kommen würde.
Schon die Drehung um nur 20 Grad genügte und die Katastrophe für die globalisierte Weltwirtschaft war perfekt: Mit einer Geschwindigkeit von über zehn Knoten und dem Newtonschen Beharrungsvermögen einer trägen Schiffsmasse von über 200 000 Tonnen begann der Wulstbug der 'Ever Given' sich tief in den Sand der östlichen Uferböschung des Suezkanals zu bohren.
Quelle:Peter Walter


Kanufahrer kentert auf der Kinzig
(01.04.2021) Am Sonntag vormittags kenterte ein Paddler auf dem Main bei Main-Kinzig. Der Kanufahrer war laut derzeitigen Informationen im Pulk mit weiteren Kanufahrern sowie unter Begleitung einer Motorbootes auf dem Main unterwegs.
Aus bislang ungeklärter Ursache kenterte der Kanufahrer und trieb auf dem Main. Zeugen alarmierten umgehend die Feuerwehr woraufhin Rettungskräfte mit mehreren Booten anrückten, um die Kanufahrer zu retten. Der im Wasser tribende konnte gerettet werden und wurde durch den Rettungsdienst betreut. Insgesamt waren etwa 5 Boote von verschiedenen Feuerwehren aus dem näheren Umkreis im Einsatz.
Quelle:Peter Walter




Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949

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