EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM

Aktuelle Seenotmeldungen
Aktuelle Seenotfälle aus dem Ticker

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Meldungen von Schiffsunfällen und Fragen NUR an




03.04.2020

Archivbild Frachter 'Ronja'
Archivbild Frachter 'Ronja'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Kollision in Brunsbüttel
(03.04.20) Am 2.3. um 16.35 Uhr kollidierte der unter Zypern-Flagge laufende Frachter 'Ronja', 2979 BRZ (IMO: 9434046), der auf der Reise von Figueira da Foz nach Stettin war, beim Einlaufen in die alte Nordschleuse des Nord-Ostsee-Kanals in Brunsbüttel mit deren Tor. Der Unfall wurde von der Wasserschutzpolizei in der Schleusenkammer protokolliert. Um 17.30 Uhr durfte das Schiff die Fahrt fortsetzen und sollte am 3.4. gegen 16 Uhr den polnischen Hafen erreichen.
Quelle:Tim Schwabedissen


'Clavigo' und 'Dede'
'Clavigo' und 'Dede'
(Bild: Kiyi Emniyeti) Großbild klick!
In Tuzla gestrandeter Frachter hat nur noch Schrottwert
(03.04.20) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge registrierte Frachter 'Clavigo', 2446 BRZ (IMO: 9014688), der Wessels-Reederei GmbH & Co. KG in Haren/Ems, der in der Nacht zum 28.2. in stürmischer See von seinem Ankerplatz vor Tuzla abtrieb und auf der Schüttung der Schutzmole des Werftenareals strandete, wurde in den vergangenen Wochen abgedichtet und wieder schwimmfähig gemacht. Dann wurde es von den Felsen abgebracht und zurück auf die Hafenreede gezogen. Wegen der schweren Schäden, die das Schiff erlitten hatte, war eine Reparatur finanziell aber nicht mehr darstellbar.
Daraufhin wurde es an Abbrecher in Aliaga verkauft. Am 31.3. nahm der Schlepper 'Kurtkulagi' das Wrack zur letzten Reise auf den Haken. Am 2.4. um 10 Uhr erreichte es den Abwrackplatz. Der zweite in der Sturmnacht gestrandete Frachter, die 'Dede', lag unterdessen in unveränderter Lage halb gesunken auf den Steinen der Hafenmole von Tuzla.
Quelle:Tim Schwabedissen


Wrack der 'Defiance'?
Wrack der 'Defiance'?
(Bild: York Beach Club) Großbild klick!
Wrackrest als historisches Schiff identifiziert
(03.04.20) Ein Wrackrest, der seit 1958 wiederholt an am Short Sands Beach in York, Maine freigespült wurde, konnte jetzt möglicherweise identifiziert werden. Das 50 Fuß lange Fragment wurde auch 1978, 2007, 2013 und 2018 nach schweren Stürmen, die den Strand abtrugen, bloßgelegt. Nun konnte der Meeresarchäologe Stefan Claesson Hinweise aufspüren, nach denen es sich um die 1754 erbaute 'Defiance' handeln könnte. Claesson hatte Proben des Holzes genommen und an das Cornell University Tree-Ring Laboratory geschickt. Sie entsprachen einem Baum, der ungefähr 1753 in New England gefällt wurde. Durch Studien von Aufzeichnungen stieß er dann auf eine Sloop, die 1769 an dem Strand Schiffbruch erlitten hatte.
Die 'Defiance' wurde 1754 in Massachusetts erbaut. Sie war auf ihrer letzten Reise aus Salem, Massachusetts nach Portland, Maine, mit einer Ladung von Mehl, Schweinefleisch und englischen Gütern an Bord ausgelaufen und hatte eine vierköpfige Crew. Nachdem sie in einen schweren Sturm geriet, warf die Crew Anker.
Doch wegen der schweren Seen, die dann über das Schiff brachen, waren die Seeleute gezwungen, die Ankerleinen zu durchschneiden, woraufhin es auf den Strand trieb und zum Totalverlust wurde. Die vier Männer konnten sich allerdings retten. Mit der Datierung ist die historische Bedeutsamkeit auch geklärt, handelt es sich doch um eines der wenigen erhaltenen Schiffe aus der Zeit vor dem Revolutionskrieg. Doch angesichts von Klimawandel und stärkeren Stürmen und Stranderosion müsste ein besserer Schutz gewährleistet werden, damit es auch für die Zukunft erhalten bleibt. Eine Ausgrabung wäre aber nicht finanzierbar.
Quelle:Tim Schwabedissen



Binnenschiff 'Alasco' aufgelaufen
Binnenschiff 'Alasco' aufgelaufen
(Bild: Polizei Sachsen-Anhalt) Großbild klick!
Elbe wegen gestrandeten Binnenschiffs blockiert
(03.04.20) Am 1.4. um 14.30 Uhr kam das deutsche Binnenschiff 'Alasco', 1895 ts (MMSI: 211177390), auf der Fahrt von Kiel nach Cuxhaven auf der Elbe auf Höhe des Rogätzer Kanals aus dem Fahrwasser ab und lief auf Grund. Versuche, sich mit eigener Kraft wieder zu befreien, schlugen ebenso fehl wie die Bemühungen des zu Hilfe gerufenen Behörden-Eisbrechers 'Stier'. Daraufhin wurden von der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung in Tangermünde der Schlepper 'Aland' sowie das mit einem Bagger ausgerüstete, deutsche Binnenschiff 'Status Quo II' (MMSI: 211756860) zur Unfallstelle gerufen.
Mithilfe des Baggers wurde ein Teil der Kiesladung des Havaristen geleichtert. Während der Bergungsarbeiten war die Elbe bei Rogätz für den gesamten übrigen Schiffsverkehr gesperrt. Am 2.4.um 15.30 Uhr konnte die 'Alasco' wieder freigeschleppt und nach Niegripp gezogen werden. Dort erhielt sie die geleichterte Ladung wieder von der 'Status Quo II' zurück und setzte noch am selben Tag die Fahrt fort. Die Polizei leitete eine Untersuchung der Havarie ein.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild 'Hurst Point'
Archivbild 'Hurst Point'
(Bild:
Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Sturmschaden vor Norwegen
(03.04.20) Auf der britischen RoRo-Fähre 'Hurst Point', 23235 BRZ (IMO:9234068), kam es auf der Fahrt von Sorreisa nach Dundee am 1.4. in stürmischer See vor Norwegen zu Schäden an Rumpf und Ladung. Das Schiff nahm daraufhin Kurs auf den Hafen von Trondheim, wo eine Untersuchung stattfinden sollte. Es machte dort am 2.4. um fünf Uhr fest. Um 18.20 Uhr lief es wieder aus und setzte die Reise nach Rosyth fort, wo er am 4.3. um 12 Uhr eintreffen sollte.
Quelle:Tim Schwabedissen


Taucher werden aus dem Wasser beordert
Taucher werden aus dem Wasser beordert
(Bild: Orange County Register) Großbild klick!
Bergungsversuch an Pilgrim abgebrochen
(03.04.20) Fünf Tage nach dem Untergang der Brigg 'Pilgrim' in Dana Point Harbor gab die U.S. Coast Guard ihre Versuche, das Wrack mit einer Kranbarge zu bergen, am 2.4. auf. Taucher hatten Hebestropps am Bug angebracht und Luftsäcke unter dem Rumpf befestigt. Danach ging es am Heck weiter.
Den ganzen Tag über wurde gleichzeitig Wasser gelenzt. Doch am späten Nachmittag zeigte sich, dass die Bemühungen umsonst gewesen waren. Der Prozess hatte einen zu großen Druck auf den Rumpf ausgeübt, und Taucher stellten krachende Geräusche fest. Daraufhin wurden sie sicherheitshalber aus dem Wasser beordert. Nun wollte das Ocean Institute der Coast Guard einen neuen Bergungsplan zur Genehmigung vorlegen, bei dem keine Taucher im Wasser tätig sein sollen. Dabei soll eine größere Hebekapazität zum Einsatz kommen. Am 2.4. war die Ursache des Untergangs am 27.3. immer noch unklar.
Das Schiff war bewacht gewesen, und die Pumpen hatten gearbeitet. Bilder von Überwachungskameras zeigten, wie sich die Masten des Schiffs auf einmal zur Seite neigten.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild 'Amir Joy'
Archivbild 'Amir Joy'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Maschinenschaden beim Transit der Dardanellen
(03.04.20) Auf dem unter Panama-Flagge laufenden Frachter 'Amir Joy', 5968 BRZ (IMO: 9205706), kam es auf der Fahrt von Varna zum ägyptischen Hafen Alexandria am 1.4. zu einem Maschinenschaden, nachdem er die Gewässer der Dardanellen von Norden kommend erreicht hatte. Das Schiff ankerte gegen 16 Uhr auf der Reede von Karanlik. Nachdem die Crew Reparaturen durchgeführt hatte, ging es wieder ankerauf und setzte die Reise fort.
Quelle:Tim Schwabedissen


Containerschiff hatte Blackout
(03.04.20) Am 1.4. um 16.20 Uhr kam es auf dem holländischen Containerschiff 'Essence', 17368 BRZ (IMO: 9491496), das auf der Reise von Antwerpen nach Norrköping, erst zu technischen Problemen und daraus resultierend einem Maschinenblackout unweit von Bath. Die Crew machte sich an die Reparatur, und gegen 17 Uhr konnte der Frachter wieder Fahrt aufnehmen. Er sollte sein Fahrtziel am 5.4. um 2.30 Uhr erreichen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Drei Verletzte bei Rettungsbootsabsturz
(03.04.20) Ein Haltekabel eines mit drei Personen besetzten Rettungsboots brach, als es auf dem dänischen Tanker 'Torm Maren', 61724 BRZ (IMO: 9358400), im Rahmen einer Übung am Abend des 1.4. aus seiner Halterung gehoben wurde. Das Boot stürzte daraufhin aus 20 Metern Tiefe ab. Das Schiff befand sich zu der Zeit vor der Küste von Sierra Leone und war auf der Reise von Lagos nach Gibraltar.
Auf einen Notruf hin kam das spanische Patroullienboot SPS 'Auadaz - P45' (MMSI: 224062000) zu Hilfe. Ein Team mit Sicherheitskräften und Medizinern wurde auf den Tanker übergesetzt und versorgte die drei verletzten Bootsinsassen, eine 28-jährige Frau und zwei 40 und 26 Jahre alte Männer. Sie hatten schwere Trauma sowie Lenden- und Beckenverletzungen davongetragen.
Das Team blieb die ganze Nacht zum 2.4. zur Betreuung an Bord, während der Tanker auf die westafrikanische Küste zuhielt. Sie stabilisierten die Opfer und verabreichten ihnen die notwendige Medikation. Nachdem das Schiff am Nachmittag auf der Reede von Conakry eingetroffen war, wurden sie an Land gebracht und im Krankenhaus weiterbehandelt. Danach kehrten die spanischen Marineangehörigen auf ihr Boot zurück. Der Tanker ankerte am 3.4. weiterhin auf der Reede von Conakry auf Position 09° 23.10' N 013° 41.55' W.
Quelle:Tim Schwabedissen


Deutsches Tankmotorschiff lief in Terneuzen auf Grund
(03.04.20) Am 3.4. um 00.25 Uhr kam das deutsche Tankmotorschiff 'Nicole Burmester', 1580 ts (MMSI: 211632510), das am 2.4. um 21.40 Uhr aus Antwerpen ausgelaufen war, auf der Schutzmole des früheren Fährhafens von Terneuzen auf Grund. Die Hafenboote 'VB 4' und 'Patrol' sowie der Schlepper 'Multratug 22' waren rasch vor Ort. Der Schlepper machte sofort am Heck des Havaristen fest.
Wenig später trafen auch die 'Multratug 1' und 'Multratug 7' zur Assistenz ein. Nachdem die 'Multratug 7' ebenfalls am Heck fest war, gelang es den Schleppern mit vereinter Kraft, den Tanker wieder freizubekommen. Danach steuerte er mit eigener Kraft mit Schleppereskorte den Außenhafen von Terneuzen an. Hier machte er an einer Pier fest, wo Untersuchungen des Rumpfs durch Taucher und der Ursachen der Havarie durchgeführt wurden.
Die Taucher stellten fest, dass der Rumpf so stark beschädigt war, dass der Havarist seine Ladung löschen und dann direkt in eine Werft zur Reparatur muss. Die Ermittlungen der Polizei ergaben, dass der Schiffsführer offenbar die Tonne 25C mit Hafenlichtern verwechselt hatte und irrtümlich annahm, in den Hafen einzulaufen. Er muss sich auch wegen mangelnder Sprachkenntnisse verantworten - er war weder des Niederländischen noch des Englischen mächtig, wie es vorgeschrieben ist.
Quelle:Tim Schwabedissen


Unbekanntes Wrack war wohl Yacht aus Hyannis
(03.04.20) Die Massachusetts Environmental Police führte Ermittlungen auf, nachdem in dieser Woche die Überreste eines Boots am State Beach von Vineyard antrieben. Sie ging davon aus, dass es sich um eine 43 Fuß lange Yacht handelt, die sich von ihrer Mooring in Hyannis losgerissen hatte. Trümmer des Boots lagen verstreut am Strand zwischen Bend am Road Beach und der Spitze des East Chop.
Aus dem Holzboot waren bei der Strandung bereits Maschine, Tank und andere technische Ausrüstung ausgebaut gewesen. Die Polizei stand nun in Kontakt mit einem Man in Hyannis, der davon ausging, der Eigner zu sein. Er war mit Überholungsarbeiten beschäftigt gewesen, als sich sein Boot selbstständig machte.
Es gab derzeit wenig zu tun. Wellen brachen über den gesunkenen Teil des Wracks in der Brandungszone. Polizeikräfte aus Tisbury, Oak Bluffs und Edgartown halfen beim lokalisieren losgerissener Trümmerteile. Planken trieben am Fährterminal von Oak Bluffs an, und der Bug wurde am East Chop zusammen mit kleineren Trümmerteilen entdeckt. Da die Trümmer voller Schrauben und Nägel waren, wurden Strandgänger zur Vorsicht gemahnt.
Quelle:Tim Schwabedissen


Chinesisches Patroullienboot versenkt Kutter
(03.04.20) Ein vietnamesischer Kutter mit einer achtköpfigen Crew wurde am Morgen des 3.2. nahe der umstrittenen Paracel Islands in der südchinesischen See von einem chinesischen Patroullienschiff gerammt und sank. Beijing beansprucht fast das gesamte Seegebiet als sein Territorium, das aber teilweise auch von Vietnam für sich reklamiert wird, was immer wieder zu Spannungen führt.
Zwei andere vietnamesische Kutter versuchten die Schiffbrüchigen zu retten, wurden aber beschlagnahmt. Am Abend wurden sie ebenso wie die acht Fischer freigelassen. Sie sollten am 5.4. in die Heimat zurückkehren.
Quelle:Tim Schwabedissen


Coronavirus ließ Fischer auf hoher See stranden
(03.04.20) Die INS 'Nireekshak', ein Taucherschiff der indischen Marina aus Kochi, kam am 2.4. einem havarierten Kutter mit 10 Fischern an Bord zu Hilfe. Es war auf Patroullie vor Kerala, als es einen Notruf der 'Saint Nicholas’ auffing. Das Schiff hatte nicht mehr ausreichend Treibstoff, Wasser und Vorräte an Bord, um den Heimathafen von Kolachel in Tamil Nadu noch erreichen zu können.
Es trieb hilflos vor Kochi in der See. Das Marineschiff übergab dem Kutter rund 0,4 Tonnen Treibstoff, Wasser und Nahrungsmittel. Damit ausgerüstet, sollte er in die Heimat zurückkehren können. In Hinblick auf Gesundheitsregeln in Bezug auf COVID-19 fand die Übergabe ohne direkten Kontakt mit dem Kutter oder seiner Crew mithilfe eines Krans statt.
Die Saint Nicholas’ war am 12.3. auf Fangfahrt im Arabischen Meer ausgelaufen. Seitdem hatte sie keinen Hafen mehr angesteuert. Eigentlich wollte sie in Kochi Kraftstoff bunkern und die Vorräte auffüllen, doch wegen des Lockdown zur Bekämpfung des Coronavirus war dies nicht mehr möglich.
Quelle:Tim Schwabedissen


28 Vermisste nach Fährunglück im Südpazifik
(03.04.20) Mindestens 28 Menschen wurden vermisst, nachdem sie am Morgen des 3.4. zwischen zwei und drei Uhr in der Iron Bottom Bay von Bord der Fähre 'Taimareho' gerissen wurden, die auf der Fahrt von Honiara zum West Are Are Port in der Maiaita-Provinz in den Wirbelsturm Harold geriet. Sie waren auf dem Rückweg auf dem gecharterten Schiff als Teil der Covid-19-Maßnahmen, in deren Zuge Bewohner in ihre Heimatdörfer gebracht wurden.
Die Behörden schickten ein Patroullienboot, doch die Rettungsarbeiten wurden ebenfalls durch limitierte Ressourcen wegen der Pandemie beeinträchtigt wie auch durch die anhaltend stürmische See in dem normalerweise ruhigen Seegebiet, in das die Fähre trotz der Wetterwarnung am Abend des 2.4. ausgelaufen war. Der einzige Rettungshubschrauber der Solomonen konnte nicht starten, weil sein Pilot in Quarantäne ist.
Quelle:Tim Schwabedissen


Fähre in British Columbia fiel aus
(03.04.20) Die kanadische Fähre 'Queen of Oak Bay', 6969 BRZ (IMO: 7902283), musste am 3.4. in Departure Bay, Nanaimo, wegen eines Schadens an einem Ölkühler einer der beiden Hauptmaschinen aus dem Betrieb genommen werden. Deshalb musste die Anzahl von Überfahrten zwischen Nanaimo und Horseshoe Bay in Vancouver für den Rest des Tages reduziert werden. Die Abfahrten am Morgen und frühen Nachmittag fielen ebenso aus wie die Abfahrt um 17.55 Uhr von Departure Bay und 15:45 Uhr von Horseshoe Bay.
Die 'Queen of Cowichan', die ebenfalls zwischen Nanaimo und West-Vancouver verkehrt, bot um 15:20 und um 20 Uhr die fahrplanmäßigen Abfahrten von Departure Bay und um 17:40 sowie um 22:10 Uhr von Horseshoe Bay an. Ingenieure machten sich unterdessen an die Reparaturarbeiten an der 'Queen of Oak Bay', die aber nicht mehr an diesem Tag in den Dienst würde zurückkehren können.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kollision mit Eisenbahnbrücke
(03.04.20) Der US-Schlepper 'Jason W. Nyberg' (MMSI: 367582150) der Marquette Towing in Paducah kollidierte am 2.4. mit der alten US-80-Brücke, als er mit 12 Bargen südwärts unterwegs nach Vicksburg war. Der Schubverband mit 10 unbeladenen und zwei voll beladenen Tankbargen stieß um 7.354 Uhr gegen Pfeiler 4 der Brücke, die daraufhin für den Zugverkehr zunächst gesperrt wurde.
Keine der Bargen sank, und Schlepper der Ergon Marine konnten alle wieder einfangen. Die Brücke wurde nach einer Inspektion wieder für den Verkehr freigegeben. Der Unfall wurde der US Coastguard gemeldet.
Quelle:Tim Schwabedissen


02.04.2020

Bugschaden an der 'RCGS Resolute'
(Bild: VNiguael Frontado) Großbild klick!
Rätselhaft: Wer hat hier wenn gerammt?
(02.04.20) Die Betreiber Columbia Cruise Services des portugiesischen Kreuzfahrtschiffs 'RCGS Resolute' gab am 1.4. eine eigene, von den Vorwürfen aus Venezuela fundamental abweichende Darstellung der Kollision mit dem Patroullienboot 'Naiguatá - CG 23', 1720 tdw, heraus. Danach war ihr mit einer 32-köpfigen Crew besetztes Schiff, das keine Passagiere an Bord hatte, ein Opfer einer Aggression des Marineschiffs in internationalen Gewässern, rund 13,3 nautische Meilen vor der Isla de Tortuga. Das Passagierschiff trieb seit einem Tag vor der Küste der Insel, um einige routinemäßige Wartungsarbeiten an der Maschine durchzuführen, während es nach Willemstad unterwegs war.
Während die Arbeiten an der Steuerbordmaschine liefen, wurde die Backbord-Hauptmaschine auf Standby gehalten, um jederzeit eine sichere Distanz zur Insel einhalten zu können. Kurz nach Mitternacht tauchte aber das Marineschiff aus und fragte über VHF nach den Gründen für den Aufenthalt des Kreuzfahrtschiffs. Es forderte es dann auf, ihm nach Puerto Moreno auf der Isla De Margarita zu folgen.
Da es sich aber in internationalen Gewässern befand, wollte der Kapitän diese Order rückbestätigt bekommen, da es eine starke Abweichung von der geplanten Route gewesen wäre. Während der Kontakt mit seinem Hauptquartier in Deutschland aufnahm, wurden Schüsse abgefeuert. Die 'Naiguatá' verfügt über ein 76-Geschütz sowie ein Paar von 20-Millimeter Kanonen und zwei 50-Millimeter-Machinengewehre. Welche dabei zum Einsatz kamen, war unbekannt.
Kurz danach tauchte die 'Naiguatá' jedenfalls mit hoher Fahrt an Steuerbordseite in einem Winkel von 135° Grad auf und rammte die 'RCGS Resolute' vorsätzlich. Sie stieß dann weiterhin gegen deren Steuerbordbug in einem offensichtlichen Versuch, den Kurs in Richtung der Hoheitsgewässer von Venezuela zu ändern. Während der eisfahrtverstärkte Bug des größeren Schiffs dabei nur geringe Schäden davontrug, wurde das Patroullienboot stark beschädigt, und es kam zu einem Wassereinbruch.
Das Kreuzfahrtschiff blieb über eine Stunde in der Nähe und nahm Kontakt zu dem MRCC Curaçao auf. Alle Versuche, Kontakt mit dem Marineschiff zu bekommen, blieben hingegen ohne Echo. Erst nachdem das MRCC die Order gegeben hatte, die Fahrt mit voller Kraft fortzusetzen und keine weitere Assistenz angefordert wurde, nahm das Fahrgastschiff Kurs auf Curaçao.
Die 'Naiguata' sank später auf 70 Metern Wassertiefe. Ihre Crew wurde von anderen Marineschiffen unversehrt abgeborgen. An der Untergangsstelle breitete sich anschließend ein Ölfleck aus.
Das Schiff gehörte zur Guaicanacuto-Klasse, deren bislang drei Einheiten zur Überwachung der Küste Venezuelas eingesetzt werden. Sie wurde bei der Navantia-Werft in Spanien erbaut, im Juni 2009 übergeben und 2011 in Dienst gestellt. Die Werft arbeitete zuletzt an einem vierten Schiff der Klasse, der 'Comandante Eterno Hugo Chávez', doch seit Januar 2019 waren die Arbeiten wegen der zunehmenden Krise in Venezuela eingestellt werden.
Die 'RCGS Resolute' war bis Herbst 2018 von den. Hapag-Lloyd Cruises eingesetzt worden, die dann den Chartervertrag für die damalige 'Hanseatic' nicht mehr verlängerte. Das Schiff ging anschließend unter neuem Namen an den kanadischen Veranstalter von Expeditionskreuzfahrten One Ocean Expeditions.
Das Unternehmen wurde allerdings Ende 2019 insolvent geworden. Wegen ausstehender Mitgliedbeitragszahlungen hatte zuvor die Vereinigung der Antarktis-Kreuzfahrtanbieter IATO die Mitgliedschaft des Veranstalters suspendiert. Im Mai 2019 war die 'RCGS Resolute' wegen Schulden in Höhe von 100.000 Dollar zunächst in Nunavut und später in Halifax in die Kette gelegt worden.
Zum Start der Sommersaison 2019 hatte One Ocean Expeditions weitere Probleme mit zwei Schiffen, die von russischen Eignern gechartert waren, von diesen aber sehr kurzfristig nicht bereitgestellt wurden. Daraufhin hatten Reisen kurzfristig abgesagt werden müssen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter nach Hondarribia abgeschleppt
(02.04.20) Auf dem 11 Meter langen, spanischen Kutter 'Estela del Carmen' (MMSI: 224224330) kam es am frühen Morgen des 1.4. zu einem Maschinenausfall. Er trieb manövrierunfähig zwei Meilen vor Pasaia. Die vierköpfige Crew bat um Assistenz, und das MRCC in Bilbao schickte das SAR-Boot 'Salvamar Orión' (MMSI: 224921000) der Salvamento Marítimo-Station in Pasajes zu Hilfe. Es nahm den Havaristen in Schlepp und zog ihn nach Hondarribia, wo er sicher festgemacht wurde.
Quelle:Tim Schwabedissen


Trawler 'Nesejenta' wieder aufgerichtet
Trawler 'Nesejenta' wieder aufgerichtet
(Bild: J.A. Rederiet) Großbild klick!
Trawlerneubau soll nach Kenterung wieder auf die Nordsee hinaus
(02.04.20) Wenn jetzt alles nach Plan läuft, könnte Ende dieser Woche die Reise des 35 Meter langen, norwegischen Trawlers 'Nesejenta' nach Hvide Sande weitergehen, die am 17.3. jäh unterbrochen wurde, als sich das Schiff auf der Überführung von Danzig zur Ausrüstungswerft unvermittelt kieloben drehte, als es sich nordnordöstlich Hanstholm im Skaggerak befand. Die ersten Versuche der dänischen Bergungsschiffe 'Sanne A' und 'Susanne A' der J.A. Rederiet, das auf einer Luftblase treibende Wrack auf See aufzurichten, schlugen in den folgenden Tagen bei anhaltendem stürmischem Wetter fehl. Daraufhin erteilte der Hafen von Hirtshals die Genehmigung, es in dessen Schutz zu ziehen.
In den geschützten Gewässern am dortigen Ölterminal packte der Schwimmkran 'Sanne A' erneut an dem statt 180 Grad nun 90 Grad auf der Seite liegenden Rumpf an. Diesmal verlief alles wunschgemäß und mit dem richtigen Gerät ohne weitere Probleme. Nachdem der Trawler wieder auf ebenem Kiel lag, wurde er in der Nacht zum 30.3. zunächst stundenlang ausgepumpt.
Seither liefen die Arbeiten, das unfertige Schiff so zu stabilisieren, dass es die letzte Etappe ohne weitere Zwischenfälle hinter sich bringen kann. Die Rechnung, das Schiff zur Fertigstellung zu bringen, dürfte nun aber höher als die bisher avisierten 50 Millionen Dänenkronen liegen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild 'MSC America'
Archivbild 'MSC America'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Generatorschaden vor Worthing
(02.04.20) Auf dem unter Panama-Flagge laufenden Containerfrachter 'MSC America', 34231 BRZ (IMO: 9008603), kam es auf der Fahrt von Antwerpen nach Bilbao am 31.3. um 19.55 Uhr zu einem Schaden am Hauptgenerator, als er sich 27 Meilen südlich von Worthing befand. Das Schiff stoppte, damit eine Reparatur durchgeführt werden konnte. Um 20.45 Uhr nahm es wieder Fahrt auf und sollte den Zielhafen am 4.4. erreichen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Archivbild 'Eeborg'
Archivbild 'Eeborg'
(Bild: Olaf Kuhnke) Großbild klick!
Ventilschaden in Quebec
(02.04.20) Der holländische Frachter 'Eeborg', 7680 BRZ (), der von Auda nachg Montreal unterwegs war, wurde am 30.3. um 16.50 Uhr manövrierunfähig durch ein Versagen eines Kühlwasserventils der Hauptmaschine. Das Schiff befand sich zu dem Zeitpunkt 37 Meilen westnordwestlich der Ile Brion, Quebec, auf Position 47 56 33.3 N, 060 32 08.8 W. Nachdem die Crew eine Reparatur durchgeführt hatte, setzte die Eeborg' ihre Reise auf dem St. Lawrence River fort und sollte den Zielhafen nun am 2.4. erreichen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Maschinenproblem im Bosporus
(02.04.20) Auf dem unter St. Kitts Nevis-Flagge laufenden Frachter 'Delta', 2805 BRZ (IMO: 8946810), kam es auf der Reise von Azov nach Tekirdag beim Transit des Bosporus am 31.3. gegen 15 Uhr zu einem Maschinenschaden. Das Schiff erreichte die Reede von Tekirdag und warf auf Position 40° 57.43' N 027° 32.09' E Anker. Hier lag das Schiff am 2.4. weiterhin vermoort.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kollision vor Busan
(02.04.20) Der russische Schlepper 'Shakhtersk 6', 303 BRZ (MMSI: 273210640), kollidierte auf der Fahrt von Busan nach Shakhtersk am 30.3. um 12.50 Uhr mit einem südkoreanischen Kutter rund 20 Meilen vor dem Abgangshafen. Dessen dreiköpfige Crew wurde verletzt und musste medizinisch versorgt werden. Der Schlepper kam mit Schrammen am Bug davon und konnte nach Abschluss der Untersuchungen am 31.3. seine Reise fortsetzen. Er sollte nun am 9.4. in Shakhtersk eintreffen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Ein Vermisster nach Schiffbruch vor Talcahuano
(02.04.20) Am 1.4. sank in der Bucht von San Vicente, in Talcahuano der Kutter 'Doña Leticia', als er in den Gewässern von Caleta Chome im Hualpén-Distrikt auf Fang war. An Bord war eine 10-köpfige Crew, von denen neun Mann gerettet und nach Talcahuano gebracht wurden, wo eine medizinische Betreuung erfolgte. Nach dem Vermissten startete das Maritime Government eine SAR-Operation auf dem Wasser und aus der Luft.
Quelle:Tim Schwabedissen


Unbekanntes Wrack trieb in Edgartown an
(02.04.20) Am State Beach in Edgartown trieben die Reste eines hölzernen Schiffs an. Gemeinsam mit der Massachusetts Environmental Police untersuchte die örtliche Polizei die Reste und fand heraus, dass es keinen aktuellen Fall bei der Coastguard gab, der mit dem Torso in Verbindung gebracht werden könnte. Die Maschinen, Tanks und sonstige Ausrüstung des Schiffs fehlten.
Es war zuletzt in Cape Cod gesichtet worden. Die Schifffahrt wurde um Aufmerksamkeit gebeten, da Trümmer im Meer treiben könnten. Teile drifteten an der Küste zwischen East Chop und State Beach an.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter stieß gegen Fährponton
(02.04.20) Am frühen Morgen des 2.4. kollidierte der unter Panama-Flagge laufende Frachter 'Vinalines Diamond', 9957 BRZ (IMO: 9330288), von Port Klang kommend mit dem Ponton des Fährterminals auf dem Nha Be River in Ho Chi Minh City, als er den dortigen Containerterminal ansteuern wollte. Das Schiff war außer Kontrolle geraten und dann mit geringer Fahrt gegen die Konstruktion gestoßen, die erheblich in Mitleidenschaft gezogen wurde. Danach machte es im Ben Nghe Port fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Gesunkener Zweimaster wartet auf weeitere Versicherungsentscheidungen
(02.04.20) Versuche, die Brigg 'Pilgrim' in Dana Point Harbor zu heben, wurden unterbrochen. Das Schiff war am 29.3. an seinem Liegeplatz am Ocean Institute gesunken. Danach war begonnen worden, es mit Luftsäcken zu stabilisieren und für den Transport zu einer Werft auf einer Barge vorzubereiten. Doch am 31.3. wurden die Arbeiten eingestellt, weil die Versicherung zunächst Verträge erarbeiten musste.
In der Zwischenzeit waren alle umweltgefährdenden Stoffe von Bord entsorgt und der Rumpf mit einer Ölsperre umgeben worden. Wenn das Schiff nach einer Hebung zu einer Werft gebracht wird, soll eine gründliche Inspektion des Rumpfes durchgeführt werden. Sorgen bereitete dem Betreiber Ocean Institute derweil die mögliche Selbstgefährdung von Bootsfahrern, die in der Nähe des Wracks herumfuhren sowie die Spannung auf den Masten, die dem kontinuierlichen Druck durch die Schräglage des Schiffs womöglich nicht gewachsen sein könnten.
Quelle:Tim Schwabedissen


01.04.2020

Archivbild 'RCGS Resolute', ex Hanseatic
Archivbild 'RCGS Resolute', ex Hanseatic
(Bild: Tvabutzku1234) Großbild klick!
Kreuzfahrtschiff rammt Patrouillenschiff frontal
(01.04.20) Am 30.3. um 00.45 Uhr kollidierte das unter Venezuela-Flagge laufende Patroullienschiff 'Naiguatá - GC 23', 1720 tdw, mit dem portugiesischen Kreuzfahrtschiff 'RCGS Resolute', 8378 BRZ (IMO: 9000168), 181 Kilometer nordöstlich von Caracas und rund sieben Meilen nordwestlich der Insel La Tortuga.
Dabei wurde das 2009 auf der Navantia-Werft in São Fernando erbaute, 80 Meter lange Marineschiff so schwer beschädigt, dass es kenterte und sank, als es versuchte, Margarita zu erreichen. Die 44-köpfige Crew konnte unversehrt gerettet und zur Küstenwachstation La Guaira in Vargas gebracht werden.
Die 'Resolute' steuerte nach dem Unfall den Hafen von Willemstad, Curaçao, an, wo es am Morgen des 31.3. festmachte. Es trug am Bug oberhalb der Wasserlinie leichte Schäden davon. Es gab keine Meldungen über Verletzte.
Die Umstände des Unfalls blieben derweil unklar. Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro bezichtigte das Passagierschiff der Piraterie, es sei vom Unfallort geflohen und habe keine Rettungsversuche unternommen. Das Kreuzfahrtschiff sei ersucht worden, die 'Naiguatá' nach Nueva Esparta zu begleiten, habe es dabei aber gerammt. Der Verteidigungsminister Padrino López sprach auf dem Nachrichtendienst Twitter gar von Aggression, Feigheit und Piraterie des Kollisionsgegners.
Bugschaden an der 'RCGS Resolute'
(Bild: VNiguael Frontado) Großbild klick!
Bei der 'RCGS Resolute' handelt es sich um die einstige 'Hanseatic' die 25 Jahre lang von der Reederei Hapag-Lloyd Kreuzfahrten GmbH hauptsächlich für Expeditionsreisen genutzt wurde. Sie wurde unter dem Namen 'Society Explorer' für die Discoverer-Reederei in Bremen als Baunummer 306 auf der finnischen Werft Finnyards in Rauma am 3.9.1990 auf Kiel gelegt.
Der Stapellauf fand am 5.1.1991 statt. Im Juni 1991 wurde das Schiff fertiggestellt, die Reederei konnte den Neubau wegen finanzieller Probleme jedoch nicht übernehmen. Es wurde im Juni 1991 an Society Adventurer Shipping Co. abgeliefert.
Das Schiff, das nie unter seinem ursprünglichen Namen unterwegs war, wurde am 23.3.1993 in 'Hanseatic' umbenannt und vom Veranstalter Hanseatic Tours in Bareboat-Charter übernommen.
Am 27.3.1993 lief es zur Jungfernfahrt aus, die von Hamburg nach Sevilla führte. Als Hanseatic Tours im Jahr 1996 von Hapag-Lloyd übernommen wurde, blieben auf Wunsch des Eigners Schiffsname und vorerst auch die Schornsteinbemalung erhalten, diese wurde jedoch später geändert.
Die 'Hanseatic' wurde weltweit für Expeditionskreuzfahrten eingesetzt. Dank der geringen Größe können auch Flüsse wie der Amazonas befahren werden. Aufgrund seiner Klassifizierung ist das Schiff besonders für Fahrten in die Arktis und Antarktis geeignet.
Am 29.8.1996 lief die 'Hanseatic' in der Nordwestpassage auf ein dicht unter der Wasseroberfläche liegendes Geröllfeld. Das beschädigte Schiff steuerte den Hafen der kanadischen Stadt Halifax zur Reparatur an.
Archivbild Patroullienschiff 'Naiguatá - GC 23'
(Bild: Luis García Curado, Cádiz) Großbild klick!
Am 13.7.1997 lief die 'Hansesatic' in der Hinlopenstraße in Spitzbergen auf Grund. Sie wurde evakuiert und dann wieder freigeschleppt. Nach einer Untersuchung des Rumpfes konnte die Fahrt fortgesetzt werden. Am 15.12.2002 wurde das Schiff vor der Küste Neuseelands von einer Freak-Welle getroffen. Dabei wurden ein Fenster der Brücke eingedrückt und elektrische Systeme beschädigt.
Am 21.8.2005 lief das Schiff in der Nähe der Insel Lurøy vor der norwegischen Küste auf Grund. Es wurde ein Loch in den Rumpf gerissen. Die Passagiere wurden mit Tenderbooten nach Bodø gebracht. Das Schiff blieb jedoch stabil und konnte mit eigener Kraft den Hafen von Bodø erreichen.
Am 27.8.2014 drang die 'Hanseatic' auf der Nordostpassage bis auf eine Distanz von rund 480 Kilometern zum Nordpol vor; sie gelangte an die Nordposition 85° 41' N, die bis dahin nur von Eisbrechern erreicht werden konnte und stellte damit einen Weltrekord auf. Im September 2016 durchlief das Schiff die Nordostpassage zum zweiten Mal.
Der Charter zwischen dem Eigner und Hapag Lloyd Kreuzfahrten endete Ende September 2018. Die letzte Kreuzfahrt erreichte am 30.9.2018 in Hamburg. Anfang Oktober 2018 wurde das Schiff in Hamburg an One Ocean Expeditions übergeben und in 'RCGS Resolute' umbenannt. Sie kam unter portugiesischer Flagge und wurde bei Blohm + Voss umgebaut. Der neue Name bezieht sich auf HMS 'Resolute' und die nach diesem Schiff benannte Resolute Bay, das Präfix steht für die Royal Canadian Geographical Society. Seit dem 16.11.2018 wurde die 'RCGS Resolute' für One Ocean Expeditions eingesetzt.
Quelle:Tim Schwabedissen


'Lady Anne Beau' in Brest
'Lady Anne Beau' in Brest
(Bild: Macha Meril) Großbild klick!
Frachter steuerte mit Maschinenschaden Brest an
(01.04.20) Nach dem Auslaufen aus Rotterdam nach Pasajes am 25.3. kam es auf dem holländischen Frachter 'Lady Anne Beau', 2544 BRZ (IMO: 9760407), zu Problemen mit der Hauptmaschine. Deshalb wurde auf Höhe von Finistère entschieden, Kurs auf Brest zu nehmen, um den Schaden dort zu beheben. Das Schiff machte am Nachmittag des 30.3. in Hafenbecken 5 fest.
Am 31.3. um 17.15 Uhr verließ es den Hafen wieder und setzte die Reise nach Spanien fort. Und sollte am 2.4. gegen sechs Uhr Pasajes erreichen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Endlich gerettet
Endlich gerettet
(Bild: Thai Marine Police) Großbild klick!
Vier Fischer in offenem Boot vor Phuket aus Seenot gerettet
(01.04.20) Aus höchster Not wurden am 31.3. vier thailändische Fischer vor Phuket gerettet. Sie waren am Abend des 30.3. ausgelaufen, um nachts auf Fischfang zu gehen. Doch zwischen den Inseln Mai Thon und Taphao fiel fünf Meilen vom Ufer entfernt die Maschine ihres offenen Kutters aus.
Die Fischer baten über Funk um Hilfe, und ein Patroullienboot der Marine Police lief am Morgen aus. Nachdem es den Kahn lokalisiert hatte, wurde eine Schleppverbindung hergestellt. Dann wurde er zur Rassada-Bootspier in Phuket abgeschleppt. Die vier Männer überstanden das Abenteuer unbeschadet.
Quelle:Tim Schwabedissen


Barge machte sich selbstständig
(01.04.20) Von dem kanadischen Schlepper 'Seaspan Tempest', 82 BRZ (MMSI: 316005716), riss sich am 25.3. um 8.50 Uhr die von ihm gezogene Barge 'Seaspan 553', 1051 BRZ, los, nachdem das Schleppgeschirr auf dem Fraser River, British Columbia, gebrochen war. Die Barge ging auf Position 49 10 27.5 N, 122 55 27.8 W auf Drift. Mit der Assistenz des Schleppers 'Smit Pride' gelang es der Crew der 'Seaspan Tempest', den verlorenen Anhang wieder zu sichern und an dem nächstgelegenen Liegeplatz zu vertäuen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Hapag-Lloyd-Frachter trieb nach Maschinenproblem auf Grund
(01.04.20) Auf dem deutschen Containerfrachter 'Liverpool Express', 46009 BRZ (IMO: 9232565), kam es am 29.3. um 10.30 Uhr zu einem Ausfall der Schmierölpumpe der Hauptmaschine, als sich das Schiff 0,7 Meilen nordwestlich von Vercheres, Quebec, auf Position 45 47 06.9 N, 73 21 07.1 W, befand. Das dadurch manövrierunfähig gewordene Schiff geriet wenig später auf Grund.
Nachdem es sich wieder befreit hatte, steuerte es mit eigener Kraft und Schlepperassistenz den Hafen von Montreal an. Am 30-3- um 17.10 Uhr lief es wieder aus und nahm Kurs auf Algeciras, wo es am 9.4. eintreffen soll.
Quelle:Tim Schwabedissen


Tanker riss sich vor Keleakin Ballasttanks auf
(01.04.20) Der unter Gibraltar-Flagge registrierte Tanker 'Key Bora', 2627 BRZ (IMO: 9316024), lief auf der Reise von Esbjerg nach Kyleakin mit einer 12-kjöpfigen Crew an Bord beim Ansteuern des Zielhafens auf der Isle of Skye auf Position 57 16 30 N, 005 45 06.0 W, am 30.3. auf Grund. Dabei wurden die Ballasttanks Nr. 5 an Backbordseite und Nr. 4 an Steuerbordseite aufgerissen. Das Schiff war mit 500 Tonnen Lecithin, 1.500 Tonnen Rapssaat und 1.090 Tonnen Fischöl beladen.
Es machte zunächst in Kyleakin fest, lief aber um 08.50 Uhr wieder nach Greenock aus. Am 31.3. um 17.40 Uhr machte es am Garvel Clyde Shipyard in Greenock zur Reparatur fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Frachter sank in Straße von Taiwan
(01.04.20) Der 128 Meter lange, chinesische Frachter 'Jianghaiyanghongwei' (MMSI:413794471), begann am 31.3. kurz nach Mitternacht rund 50 Meilen südöstlich von Pingtan in der Fujian Provinz in den Gewässern der nördlichen Straße von Taiwan zu sinken. Nach einem Notruf kam das SAR-Schiff 'Dong Hai Jiu 116' zu Hilfe. Bei seinem Eintreffen war der Havarist bereits im Untergang begriffen.
Die fünfköpfige Crew landete im Wasser. Vier von ihnen wurden kurz darauf unter Einsatz von Suchscheinwerfern lokalisiert und an Bord gezogen. Der fünfte Mann blieb zunächst verschwunden. Erst nach einer Stunde konnte auch er geortet und in stabilem Zustand gerettet werden.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kollision vor Yokohama
(01.04.20) Der südkoreanische Tanker 'Sunrise Sambu', 2748 BRZ (IMO: 9288007), kollidierte am 1.4. um, 7.20 Uhr auf der Reise von Yokkaichi nach Ulsan vor Yokohama mit dem japanischen Frachter 'Skikai Maru', 499 BRZ (MMSI: 431000949). Beide Schiffe waren unterhalb des Tokyo Bay Aqua Line Expressway unterwegs. Der Tanker wurde am Backbordbug beschädigt, als er den Frachter traf, dessen Rumpf mittschiffs an Backbord Schäden davontrug.
Die 'Surise Sambu' ging nach dem Zusammenst0ß auf der Reede von Yokohama auf Position 35° 28.74' N 139° 45.86' E vor Anker. Die 'Skikai Maru' machte im Hafen fest.
Quelle:Tim Schwabedissen


Syros: Gegenstand blockierte Hauptmaschine
(01.04.20) Am 31.3. gegen Mittag wurde die Hafenbehörde von Syros durch den Kapitän der unter Zypern-Flagge laufenden Fähre 'Andros Jet', 2695 BRZ (IMO: 9150987), darüber informiert, dass während des Einsatzes auf der Route Paros. - Naxos - Folegandros - Sikinos - Io - Thirassia - Thira - Anafi ein Objekt in das Antriebssystem geraten sei. Daraufhin fiel die Steuerbord-Hauptmaschine aus. Nachdem der Gegenstand entfernt worden war, durfte das Schiff die Fahrt mit sechs Passagieren an Bord fortsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Schubverband saß auf Main fest
(01.04.20) Wegen einer Fehleinschätzung der Tonnenlage lief am 30.3. ein mit 3.900 Tonnen Dieselkraftstoff beladener, 186 Meter langer Schubverband auf dem Main bei Hochheim außerhalb des Fahrwassers auf Grund. Nach Anstauen des Flusspegels zwischen den Schleusen Kostheim und Eddersheim kam der Havarist gegen sieben Uhr wieder frei. Er konnte seine Fahrt nach einer Überprüfung durch Wasserschutzpolizei sowie die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung ohne Beschädigungen fortsetzen.
Quelle:Tim Schwabedissen


Kutter nach Hartlepool abgeschleppt
(31.03.20) Das RNLI-Boot aus Scarborough wurde am Morgen des 31.3. um 3.50 Uhr alarmiert, nachdem dem 34 Meter langen Muschelkutter 'Alcedo - BA77', 350 BRZ (IMO: 9884875), sein Netz ín den Propeller geraten war und ihn 15 Meilen östlich von Scarborough manövrierunfähig gemacht hatte. Wegen des Tiefgangs von 4,9 Metern konnte der 28 Meter lange Havarist aber weder nach Scarborough noch nach Whitby abgeschleppt werden.
Es trieb in rauer See auf Position 54 22 18 N, 000 00 12 W, und schließlich entschied die Ccoastguard eventually, dass es das beste sei, den Havaristen nach Hartlepool abschleppen zu lassen. Gegen Mittag hatte ein anderer Kutter, die 'Resolution', den Havaristen im Schlepp. Er wurde um 21 Uhr sicher im Hafen festgemacht. Die Seenotretter kehrten unterdessen zurück zu ihrer Station.
Quelle:Tim Schwabedissen




Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949

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