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EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM

Seenotfälle
Archiv März 2004

Last update: Freitag, 02. April 2004, 14:03 Uhr


Ankerlieger vor Singapur gesunken
(29.03.2004) - Westlich von Sentosa Resort Island, Singapur, kenterte am 29. März der dort vor Anker liegende Frachter "Thanh Da", 1066 BRZ. Wenig später sank das unter vietnamesischer Flagge registrierte Schiff auf 30 Metern Wassertiefe. Die siebenköpfige Besatzung wurde vollzählig von einem zufällig vorbeikommenden anderen Schiff gerettet und einem Boot der singaporischen Küstenwache übergeben.
Quelle: Tim Schwabedissen


Wirbelsturm versenkt Schiffe vor Brasilien
(31.03.2004) - In einem orkanartigen Wirbelsturm kenterte vor der Südküste Brasiliens am 27. März ein Fischkutter. 36 Stunden nach dem Unglück wurden zwei Mann der dreiköpfigen Besatzung von anderen Fischern mehrere Kilometer vor der Küste entdeckt und gerettet. Ein Schiff der brasilianischen Marine nahm sie anschließend an Bord. Der dritte Mann konnte nur noch tot geborgen werden. Nach Angaben des Zivilschutzes waren während des Zyklons zwei Boote mit insgesamt 13 Insassen vor der Küste des Bundesstaats Santa Catarina gesunken. Bereits am 28. März war ein Überlebender aus dem Meer gerettet worden. Die Suche nach den übrigen neun Vermissten wurde mit Unterstützung von Marine und Luftwaffe fortgesetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Donau von Güterschiff blockiert
(30.03.2004) - Am Abend des 28. März riss sich ein mit Holzstämmen beladenes Binnenschiff unterhalb von Straubing auf der Donau von seinem Liegeplatz los. Es trieb gegen den Pfeiler einer Eisenbahnbrücke bei Bogen und legte sich quer zum Fluss. Der Schiffsverkehr auf der Donau musste darauhin gesperrt sowie der Zugverkehr über die Brücke eingestellt werden. Zwei Schubboote bemühten sich, das 60 Meter lange Schiff einer osteuropäischen Reederei aus seiner Lage zu befreien. Erst am Nachmittag des 29. März gelang es, den Havaristen freizuschleppen. Nun ermittelt die Wasserschutzpolizei wegen gefährlichen Eingriffs in den Schiffsverkehr.
Quelle: Tim Schwabedissen


Ehemalige "Beluga" aus Seenot gerettet
(29.03.2004) - Auf der Kieler Förde geriet am 29. März die ehemalige "Beluga", deren drei Tote fordernder Untergang 1999 vor Rügen für Aufsehen sorgte (Siehe obigen Link: Der mysteriöse Untergang der "Beluga"), erneut in Not. Der nach seiner Bergung vollständig überholte Kutter sandte um 17.40 nahe des Kieler Leuchtturms Notrufe aus, nachdem die Maschine ausgefallen war, sodass er hilflos im dicht befahrenen Seegebiet der Außenförde trieb. An Bord befanden sich 22 Sportangler, mit denen das Schiff zuvor vom Kieler Germaniahafen aus in See gestochen war. Der Seenotrettungskreuzer "Berlin" kam aus Laboe zu Hilfe und nahm den Kutter auf den Haken. Gegen 19 Uhr konnte er in Laboe vertäut werden, wo er nun repariert werden soll.
Quelle: Tim Schwabedissen


"Rocknes" erfolgreich aufgerichtet
(29.03.2004) - Am 28. März wurde das Wrack des vor Aatlestraumen in Norwegen gekenterten Frachters "Rocknes" aufgerichtet. Damit kam eine seit fast zwei Monaten andauernde aufwändige Bergungsaktion einen entscheidenden Schritt voran. Das kieloben liegende Schiff war am 28. Januar an einen Kai verholt worden, wo Taucher in den folgenden Tagen erst die Bunkertanks abgedichtet und dann nach den Leichen von Besatzungsmitgliedern, die beim Kentern des Schiffes darin eingeschlossen worden waren, gesucht hatten. Nach Abschluss der Aktion am 10. Februar waren noch zwei Mann vermisst. Bis Ende Februar wurde die Decksausrüstung samt des 22-Tonnen-Deckskrans entfernt. Danach begann das Anbringen von Ausrüstung, um die "Rocknes" mithilfe schwerer Trossen umzudrehen. Bis Mitte März waren 24 Hebedrähte angebracht. Nun trafen die Bargen "Pull Barge 28" und "Pull Barge 33", die "Eide 28" sowie der Schlepper "SMIT Orca" ein. Weitere Trossen und Anker wurden zum Kai und ans Ufer verlegt. Am 23 . März wurde der Drehvorgang mit dem Einleiten von Luft in tiefergelegene und Wasser in höhergelegene Tanks eingeleitet. In der Folge galt es einige aufgetretene Leckagen zu flicken. Diese Arbeiten wurden am 25. März abgeschlossen. Am 27. März war die Ballastverteilung komplett, sodass der eigentliche Drehvorgang beginnen konnte. Jetzt liegt die "Rocknes" wieder aufrecht. Bei einem Drehmoment von 130 Grad wurde begonnen, den Rumpf zu lenzen. Mittels Pressluft soll ein stabiler Schwimmzustand erzeugt werden. Gleichzeitig beginnen Arbeiten zur Konservierung von Schiffinstrumenten.
Quelle: Tim Schwabedissen


Trawler vor England gesunken
(28.03.2004) - Vor der Küste von Norfolk geriet am 30. März der britische Trawler "Lady Marie" in Seenot und funkte SOS. Als das Schiff kurz darauf neun Seemeilen nordwestlich von Hunstanton sank, musste die Crew ins Wasser springen. Ein passierender Kutter rettete die Schiffbrüchigen.
Quelle: Tim Schwabedissen


RoRo-Fähre vor Java gestrandet
(28.03.2004) - Vor Lampung strandete am 28. März die javanesische Roro-Fähre Menggala, 4.330 BRZ. Das Schiff hatte nahe Merak Kecil Island einen Kilometer vor der Einfahrt des Hafens von Merak Grundberührung und schlug leck. Inzwischen ist das 1987 erbaute Schiff, das Merak in Banten mit Bakauheni in Lampung verband, zum Teil gesunken.
Quelle: Tim Schwabedissen


Gesunkene "Scylla" wird erstes küstnstliches Riff Europas
(27.03.2004) - 11 Jahre nach ihrer Außerdienststellung hat die britische Fregatte "Scylla", 2500 t, am 27. März eine neue Aufgabe gefunden: In 21 Metern Wassertiefe fungiert sie nach ihrer Sprengung in der Whitsand-Bucht in Cornwall nun als erstes künstliches Riff Europas. Das National Maritime Aquarium von Plymouth hatte das 113 Meter lange Schiff von der Royal Navy erworben. Es wurde in den vergangenen Monaten für die Versenkung vorbereitet. Der abgetakelte und gereinigte Schiffsrumpf wurde von 60 Arbeitern für die Versenkung vorbereitet, mit etlichen Öffnungen versehen und schließlich mit drei Webcams ausgestattet, die von nun an Bilder nach Plymouth senden. Besucher des Meeresaquariums können künftig verfolgen, wie Seeaale, Seelachse und Wolfsbarsche das Wrack übernehmen. Die Behörden rechnen damit, dass das Wrack zu einer Attraktion für Taucher wird. Sie erwarten Einnahmen von rund einer Million Pfund pro Jahr für die örtliche Wirtschaft. Tausende von Zuschauern verfolgten das Ende der "Scylla" als Überwasserschiff. Der zwölfjährige Sporttaucher Daniel Green zündete gemeinsam mit dem Umweltaktivisten David Bellamy am Nachmittag des 27.3. drei Sprengsätze. Wenig sptäer versank die "Scylla" unter dem Typhongeheul etlicher Schiffe an ihrem letzten Ankerplatz 800 Meter vorm Ufer und kam eine halbe Meile von einem im 2. Weltkrieg torpedierten Frachter entfernt zu liegen. Umweltschützer Bellamy freut sich angesichts weit verbreiteter Überfischung in den Ozeanen über ein neues Refugium für die Meeresbewohner: "Der einzige Platz, wo du heutzutage noch größere Konzentrationen von Meereslebewesen beobachten kannst, ist ein Weltkriegswrack."
Quelle: Tim Schwabedissen


Trawler vor Canada gesunken
(27.03.2004) - Im kanadischen Prince Rupert-Sound sank am 27. März der Trawler "Anna M.". Das 69-Tonnen-Schiff wurde 1940 erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen


Neuseeländischer Trawler gestrandet und zerbrochen
(26.03.2004) - Südlich von Le Bons Bay strandete am 26. März der neuseeländische Trawler "Bronny G" auf dem Riff der Banks-Halbinsel. Die dreiköpfige Besatzung rettete sich auf die Felsklippen, von denen sie mit einem Hubschrauber in Sicherheit gebracht wurde. In stürmischer See begann ihr Schiff kurz nach der Strandung zu zerbrechen. An Bord des Fischfängers sind 2000 Liter Dieselöl. Noch bevor Maßnahmen zur Abwendung von Umweltgefahren durch auslaufendes Öl ergriffen werden konnten, nahte ein neues Sturmtief, das dem Wrack endgültig den Garaus machen könnte.
Quelle: Tim Schwabedissen


Containerfrachter in Südafrika durch Kollision beschädigt
(25.03.2004) - Durch eine Kollision wurde der Containerfrachter "Zambezi" der südafrikanischen Reederei Safmarine im Hafen von Port Elizabeth beschädigt. Am 25. März lag das Schiff zur Reparatur des eingedrückten Rumpfes im örtlichen Containerhafen. Der Schaden entstand nach vorliegenden Berichten wohl durch den Zusammenstoß mit einem Hafenschlepper. Die "Zambezi" hat eine große Menge Schweröl in den Betriebsstofftanks, die in dem Hafen mangels Lagermöglichkeit nicht geleichtert werden kann. Dies behindert die Reparatur erheblich.
Quelle: Tim Schwabedissen


Havarierter Bulker wird nach Mosambik geschleppt
(25.03.2004) - Der havarierte Bulkcarrier "CSK Tribute", 156.537 tdw, wird derzeit an der Trosse des Schleppers "Nikolay Chiker" zum mosambikanischen Hafen Nacala geschleppt, wo die südafrikanische Reparaturfirma Dormac einen Kofferdamm gegen eine Leckage bauen wird. Das Schiff ist vollbeladen mit Eisenerz, das von Brasilien für China bestimmt ist. In seinem Rumpf trat unter der Wasserlinie ein L-förmiges Leck von 4 Quadratmetern auf, durch das seither Wasser eindringt. Dadurch hat sich der maximale Schiffstiefgang von 17,6 Metern um einen Meter erhöht. Der rund einwöchige Schlepp in den nächstgelegenen Tiefwasserhafen gestaltet sich entsprechend schwierig, da das Schiff dem Schlepper nur unwillig mit 3,5 Knoten folgt. Ein zweiter Schlepper wurde nun hinzugerufen. Die "CSK Tribute" ist 280 Meter lang, 43 Meter breit und gehört der belgischen Bocimar NV und läuft unter Singapur-Flagge.
Quelle: Tim Schwabedissen


Weniger Einsätze und weniger Spenden für DGzRS in 2003
(25.03.2004) - Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ist im Jahr 2003 genau 2.386 mal im Einsatz gewesen. Im Jahr 2002 rückten die Helfer nach Angaben von Pressesprecherin Antke Reemts noch über 2.500 mal aus. Wie die Gesellschaft am Mittwoch in Bremen mitteilte, wurden 272 Menschen aus Seenot gerettet, 647 Personen wurden aus kritischen Gefahrensituationen befreit. Die Arbeit der 185 fest angestellten und über 700 freiwilligen Seenotretter wird durch Spenden finanziert. Nach eigenen Angaben nahm die Gesellschaft rund 16,1 Millionen Euro ein. Das sind rund 500.000 Euro (3,5 Prozent) weniger als im Vorjahr. Seit der Gründung der Gesellschaft im Jahr 1865 sind mehr als 70.000 Menschen aus Seenot oder aus lebensbedrohender Gefahr gerettet worden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Frühere "Hanjin Pennsylvania" wurde wieder zum Feuerschiff
(24.03.2004) - Am 24. März geriet vor China der Containerfrachter "Norasia Bellatrix", 50.242 BRZ, auf dem Weg von Yantian via Hongkong nach Chiwan in Brand. In Laderaum III hatte sich zuvor eine Explosion ereignet. Der Havarist wurde nach Shanghai eingeschleppt, wo er repariert werden soll. Bei der "Norasia Bellatrix" handelt es sich um die ehemalige "Hanjin Pennsylvania", die kurz nach ihrem Bau im Jahr 2002 in Brand geriet und erst Wochen später gelöscht werden konnte, sodass ihr schon ein frühes Ende als Totalverlust gedroht hatte.
Quelle: Tim Schwabedissen


Küstenwachschiff beim Eisbrechen beschädigt
(24.03.2004) - Am Morgen des 24. März kollidierte das amerikanische Küstenwachschiff "Hollyhock" beim Eisbrechen im St. Mary's River mit dem 1000 Fuß langen Lakefrachter "Steart J. Cort". Zwar wurden keine Menschen verletzt, die eisverstärkte "Holyhock" jedoch so ensthaft beschädigt, dass sie in ihre Basis nach Port Huron zurückkehren musste, um dort repariert zu werden. Dort traf sie am 26. März ein.
Quelle: Tim Schwabedissen


Tanker nach Kollision in Brand
(24.03.2004) - Am 22. März kollidierte der Tanker "Everton" 45 Kilometer vor der Küste des Königreichs Oman mit dem koreanischen Trawler "Chunying". Nach dem Zusammenstoß brach auf dem mit 80.000 Tonnen Öl beladenen Tanker ein Feuer aus. Es kam zu Ladungsaustritt. Der omanischen Küstenwache gelang es aber, das Feuer und die Ölverschmutzung unter Kontrolle zu bekommen. Ein Besatzungsmitglied der "Everton" wurde nach dem Unglück vermisst. Die Crew der "Chunying" musste ihr Schiff aufgeben und wurde von Einheiten der Kütenwache aufgenommen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Yacht ging in Flensburg auf Tauchstation
(23.03.2004) - Am 22. März wurde in Flensburg-Sonwik eine neun Meter lange Yacht des Typs "Feeling 30" mithilfe von Auftriebskörpern und eines Krans zurück an die Wasseroberfläche geholt. Das Schiff war in der Nacht zum 21. März auf neun Meter Tiefe gesunken und ragte nur noch mit dem Mast aus dem Wasser. Es gehörte einer Flensburger Chartergesellschaft und hätte am Ende der Woche eine Charter beginnen sollen. Nun ist an ihr ein Sachschaden von 90.000 € zu beklagen. Dazu kommen Schäden, die ihr Untergang am Steg verursachte. Der Unglückshergang ist bislang noch unklar. Das Boot lag, wie andere Schiffe in dem Hafenbecken auch, mit dem Bug in nordwestlicher Richtung, um dem Sturm möglichst wenig Windfläche zu bieten. Noch am Vorabend des Untergangs war seine Lage angesichts des herannahenden Orkans überprüft worden. Doch deuten Schäden am Steg darauf hin, dass es nach Bruch eines Festmachers mit dem Heck dagegen schlug und entweder ein Leck erhielt oder unter die Brücke gedrückt wurde und dadurch voll Wasser lief. Der Sturm hatte hohe Wellen direkt durch die Hafeineinfahrt gedrückt. Bereits einen Tag nach dem Untergang lief um acht Uhr morgens die Bergung an. Diese gestaltete sich kompliziert, da das Wrack miut dem Heck unter dem Steg verkantet lag. Zunächst musste sie mit Seilen auf Grund liegend ins Hafenbecken hinein gezogen werden. Dann befestigte ein Taucher Kunststoffschläuche am Rumpf, die mit Luft aufgepumpt wurden. Daraufhin kam das Boot vom Grund frei und stieg zur Wasseroberfläche auf. Nun konnte es an den Kai geschleppt und dort von einem Kran an Land gehoben werden. Ob sich eine Reparatur lohnt, ist noch unklar. Die polizeilichen Untersuchungen zum Untergang dauern an.
Quelle: Tim Schwabedissen


Tanker versenkte Fahrwassertonne
(22.03.2004) - Am Abend des 22. März rammte der Tanker "Nata" auf der Unterelbe eine Fahrwassertonne, die schließlich sank. Das mit 14.967 Tonnen Benzin beladene, 151 Meter lange und gut 22 Meter breite Schiff, das unter der Flagge der Marhallinseln läuft, war auf dem Weg von Hamburg ins britische Corytown. Auf Höhe von Brunsbüttel kam es vom Kurs ab und rammte die Tonne 60. Dabei geriet diese in die Verstellpropelleranlage des Tankers, dessen Maschine daraufhin ausfiel. Manövrierunfähig trieb er auf der Elbe, bis es gelang, eine Notankerung durchzuführen. Rund 100 Meter nördlich der Tonne 57a wurde die "Nata" durch den Ankerwurf endlich aufgestoppt. Die "Bürgermeister Brauer" der Hamburger Wasserschutzpolizei rückte sofort zu dem Havaristen aus. Die beschädigte Tonne 60 war zu dieser Zeit noch am Ruderschaft des Havaristen sichtbar. Später riss sie sich los und sank. Kurz darauf wurde das Mehrzweckschiff "Neuwerk" angefordert, um den Tanker, dessen Maschine sich nicht wieder anfahren ließ, zu sichern. Dann wurde er durch die Schlepper "Bugsier 12" und "Bugsier 19" auf den Haken genommen und in den Brunsbütteler Elbehafen verholt. Ersten Ermittlungen zufolge kollidierte die "Nata" aufgrund eines Navigationsfehlers mit der Tonne. Die Höhe des Sachschadens steht noch nicht fest. Die Wasserschutzpolizei sprach ein vorläufiges Auslaufverbot aus.
Quelle: Tim Schwabedissen


Museumsschiffe kollidierten in Bremerhaven
(22.03.2004) - Am 22. März kollidierte im Bremer Fischereihafen das Fischereimuseumsschiff "Gera" mit dem ebenfalls musealen Hochseekutter "Astarte". Das Unglück ereignete sich, als der längsseits eines Hafenschleppers vertäute Trawler am Kai festgemacht werden sollte. Die "Gera" war bereits mit Vorleine, Vorspring und Achterleine an der Pier fest, als ihr Heck wieder von der Pier abklappte. Die Achterleine, die noch nicht fest belegt war, rauschte aus, und das Schiff wurde gegen den Kutter getrieben. Auch der an Backbordseite liegende Schlepper wurde in das Unglück verwickelt - er stieß mit dem Motorschiff "Line Hirsch" zusammen und schob deren Bug auf die Uferböschung. An allen beteiligten Fahrzeugen kam es zu Schäden. An der Pier wurden zwei Reibhölzer beschädigt. Die Schadenshöhe wird noch untersucht. Die "Gera" hatte gerade eine Werftüberholung hinter sich und befand sich auf Überführungsfahrt von der Bremerhavener Dock GmbH im Fischereihafen II zum angestammten Liegeplatz in Fischereihafen I.
Quelle: Tim Schwabedissen


Schubverband rammte Baustellengerüst
(22.03.2004) - Am Abend des 22. März kollidierte ein Schubverband auf der Süderelbe mit einem unter einer Autobahnbrücke der BAB 1 hängenden Stahlgerüst. Die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen übernommen. Der Schubverband, bestehend aus dem 21,7 Meter langen und gut acht Meter breiten Schubschiff "Birk B" aus Berlin sowie einer leeren Schute, fuhr zu Tal. Beim Passieren der Autobahnbrücke, die zur Zeit saniert wird, kam er offenbar zu weit nach Backbord ab und kollidierte trotz eines sofort eingeleiteten Notmanövers mit dem Stahlgerüst. In letzter Sekunde konnte sich der 53-jährige Kapitän zu Boden werfen, ehe das Gerüst auf das zur Brückenpassage abgesenkte Steuerhaus auftraf. Die Frontscheibe riss aus dem Rahmen und die Radarantenne knickte ab. Das Stahlgerüst an der Autobahnbrücke wurde auf einer Länge von ca. sechs Metern eingedrückt. Die Höhe des entstandenen Sachschadens wird noch ermittelt. Die Wasserschutzpolizei sprachen ein vorläufiges Weiterfahrverbot aus. Die Ermittlungen dauern noch an.
Quelle: Tim Schwabedissen


Hamburger Tanker rammte Kieler Schleuse
(22.03.2004) - In der Nacht zum 19. März rammte der Hamburger Chemikalientanker "Christian Essberger", 3557 BRZ, das seewärtige Tor der Neuen Nordschleuse in Kiel-Holtenau. Das Schiff hatte wegen eines Fehlers der Hydrauliksteuerung des Verstellpropellers nicht mehr rechtzeitig aufstoppen können und prallte gegen 1.30 Uhr mit seinem eisverstärkten Bug - die "Christian Essberger" hat die höchtste finnische Eisklasse - mit großer Wucht gegen das Tor. Er durchtrennte die Führungsschiene und bohrte sich dann in die Seitenwand des Tores. Teile der Schiene verklemmten sich am Tankerbug. Nach dem Zusammenstoß musste die "Christian Essberger" übers Heck in den Kanal zurückgeschleppt werden und machte im Kieler Nordhafen fest. Dort untersuchten Sachverständige den Schaden und die Maschinenanlage. Nach Reparatur der Hydrauliksteuerung konnte der Tanker am Nachmittag seine Fahrt Richtung Ostsee fortsetzen. Techniker mühten sich derweil 12 Stunden, das von ihm am Schleusentor verursachte Wirrwarr aus verbeulten Stahlplatten und gesplitterten Holzbalken zu beseitigen. Mit Hilfe eines Prahms wurde die Führungsschiene überbrückt, ehe es endlich gelang, das Tor zurückzufahren. Durch den Ausfall der Schleusenkammer kam es zu Beeinträchtigungen in der Kanalschifffahrt. Erst gegen 14.30 konnte nach Abschluss der Notreparatur die Schleusenkammer wieder in Betrieb genommen werden. Der Sachschaden wird auf 400.000 € geschätzt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Sturmtief "Oralie" brachte Schifffahrt in Schwierigkeiten
(21.03.2004) - Das Orkantief Oralie, das am 21. März mit Windgeschwindigeiten von bis zu 165 km/h über Deutschland hinwegfegte, verursachte auch in der Schifffahrt Schwierigkeiten.
Vor Sylt schlug eine Yacht in der aufgewühlten See nach der Kollision mit einem Gegenstand leck und drohte zu sinken. Dem herbeieilenden Seenotrettungskreuzer "Minden" gelang es, das Boot zu sichern und in einen dänischen Hafen zu geleiten.
In Kiel wurde der Frachter "Astrea" beim Einlaufen in die Holtenauer Schleusen von einer Bö erfasst und kollidierte mit den Kainanlagen. Das Schiff wurde bei dem Anprall eingedrückt. Anderen Schiffen wurde beim Anlaufen des Kanals vorsorglich von Schleppern assistiert.
Im Nordhafen von Bremerhaven riss sich gegen 20.15 Uhr bei Windstärke 12 der 174 Meter lange Autotransporter "Procyon Leader" los. Zuerst brachen Vorleinen und -spring, danach Achterleine und -spring. Das Schiff trieb von der West- zur Ostseite des Hafenbeckens und stieß mit dem Backbordbug gegen eine Containerbrücke. Die Brücke wurde aus ihrer Verankerung gerissen und 10 Meter verschoben. An der "Procyon Leader" entstanden in 15 Metern Höhe auf einer Länge von 20 Metern Einbeulungen im Rumpf. Anschließend trieb sie in nördlicher Richtung weiter und rammte nun mit dem Heck eine RoRo-Anlage. Dabei entstanden am Frachter weitere erhebliche Schäden. Die Gesamthöhe des Schadens kann noch nicht beziffert werden, weil der Rumpf zunächst gründlich untersucht werden muss, dürfte aber erheblich sein.
Quelle: Tim Schwabedissen


Betrunkener Kapitän setzte Bunkerboot an Dalben
(20.03.2004) - Am Morgen des 20. März kollidierte das Bunkerboot "Odin I", 243 tdw, auf Höhe des Hamburger Köhlfleethafen mit einer Dalbengruppe. Der Kapitän wollte aus dem Köhlfleet ins Elbfahrwasser eindrehen, um anschließend weiter flussaufwärts zu fahren. Dabei rammte die "Odin I" mehrere Dalben und riss sie aus dem Grund. Das 43 Meter lange Tankschiff verlor bei dem Zusammenstoß seinen Steuerbordanker, darüber hinaus entstand ein ca. ein Meter großes Loch in der Außenhaut. Der anschließende Alkotest bei dem Schiffsführer ergab einen Wert von 1,09 Promille, ein weiterer beim Decksmann 0,79 Promille. Die Wasserschutzpolizei sprach ein Fahrverbot aus und ordnete bei dem Schiffsführer eine Blutprobe an. Gegen ihn wird jetzt wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs ermittelt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Feuer auf griechischer Fähre
(20.03.2004) - In der Nacht zum 20. März brach auf einer Fähre auf dem Weg vom italienischen Bari ins griechische Igoumenitsa ein Feuer aus. Es gelang der Besatzung des griechischen Schiffes aber, das Feuer aus eigener Kraft zu löschen. An Bord der Fähre hatten sich 273 Passagiere und 90 Besatzungsmitglieder befunden. Der Havarist lief Brindisi als Nothafen an. Menschen kamen nicht zu Schaden. Das Feuer hatte seinen Ausgang aus bislang unbekannten Gründen auf einem Lkw im Fahrzeugdeck genommen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Houston Ship Channel nach Kollision gesperrt
(19.03.2004) - Im Golf von Mexiko kollidierte am Nachmittag des 19. März der 800 Fuß lange maltesische Tanker "St. Helen" mit dem Schlepper "David and Colleen". Bei dem Zusammenstoß, der sich an der Einfahrt des Houston Ship Channel ereignete, schlug der Schlepper ebenso wie eine der beiden Bargen, an die er angekoppelt war, leck. Während die Besatzung sich während der folgenden Stunden an Bord mühte, die "David and Colleen" über Wasser zu halten, lief aus der beschädigten Barge eine größere Menge petrochemischer Flüssigkeit aus. Der Houston Ship Channel musste daraufhin gesperrt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Frachter nach Kollision zerbrochen
(19.03.2004) - Am 19. März kollidierte der panaische Frachter "Delta" an der Vadinar-Ölpier in Gujarat, Westindien, mit dem Containerfrachter "APL Busan". Die "Delta", die in Ballast auf dem Weg in den iranischen Hafen Bandar Abbas gewesen war, brach durch die Wucht des Zusammenstoßes auseinander und sank. Die "APL Busan", die vom pakistanischen Karachi nach Munda, Nordwestindien, unterwegs gewesen war, wurde vier Meter über der Wasserlinie beschädigt und warf vor Mundra Anker. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Fahrgastschiff rammte Eisenbahnbrücke
(19.03.2004) - Am Morgen des 19.03.2004 kollidierte das 104 Meter lange holländische Fahrgastschiff "Rigoletto" auf dem Main-Donal-Kanal mit einer Eisenbahnbrücke. Auf der Fahrt Richtung Passau kurz vor der Schleuse Nürnberg hatte es eine von zwei Brücken bereits passiert, als bei Unterquerung der zweiten das Dach des Brückenhauses und das dahinter befindliche Sonnenverdeck abgerissen wurde. Verletzt wurde niemand. Ersten Schätzungen zufolge entstand ein Sachschaden in Höhe von ca. 150.000 €. Üblicherweise wird beim Durchfahren von Unterführungen der Führerstand hydraulisch abgesenkt. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist noch unklar. Nach dem Zwischenfall machte die "Rigoletto" im Nürnberger Hafen fest. Dort werden in den kommenden Tagen weitere Untersuchungen durchgeführt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kutter vor Islay gestrandet
(19.03.2004) - Am Morgen des 19. März erreichte die Küstenwache von Clyde ein Notruf des Kutters "Boy Ross" aus Campeltown. Dem Schiff war eine Trosse in die Schraube geraten. Daraufhin war es bei Windstärke fünf binnen kurzem manövrierunfähig auf Klippen an der Nordwestküste von Islay getrieben und dort festgekommen. Der Skipper musste sein Schiff kurz nach dem SOS aufgeben und rettete sich auf die Post Rocks eine halbe Meile vor der Küste. Das Rettungsboot von Askaig, ein Rettungshubschrauber der Royal Navy sowie der Trawler "Blue Angel" und der Frachter "Eigg" machten sich sofort auf die Suche nach dem Schiffbrüchigen. Nach kurzer Suche im Felsgebiet nahe der "Boy Ross" entdeckte das Rettunsboot den Mann und barg ihn von dem Riff ab. Der unverletzte Skipper wurde nach Askaig gebracht. Die Strandungsstelle wurde auf Ölverschmutzungen hin beobachtet, doch bislang wurde kein Ölaustritt festgestellt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Fahrgastschiff rammte Eisenbahnbrücke
(19.03.2004) - Am Morgen des 19.03.2004 kollidierte das 104 Meter lange holländische Fahrgastschiff "Rigoletto" auf dem Main-Donal-Kanal mit einer Eisenbahnbrücke. Auf der Fahrt Richtung Passau kurz vor der Schleuse Nürnberg hatte es eine von zwei Brücken bereits passiert, als bei Unterquerung der zweiten das Dach des Brückenhauses und das dahinter befindliche Sonnenverdeck abgerissen wurde. Verletzt wurde niemand. Ersten Schätzungen zufolge entstand ein Sachschaden in Höhe von ca. 150.000 €. Üblicherweise wird beim Durchfahren von Unterführungen der Führerstand hydraulisch abgesenkt. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist noch unklar. Nach dem Zwischenfall machte die "Rigoletto" im Nürnberger Hafen fest. Dort werden in den kommenden Tagen weitere Untersuchungen durchgeführt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Trawler vor Hawaii gestrandet
(19.03.2004) - Vor Keehi Laggon kollidierte am Morgen 18. März eine halbe Seemeile vom hawaiianischen Sand Island entfernt der amerikanische Trawler "Astara" mit einem Riff. Anschließend lief das Schiff mit fünf Mann Besatung auf Grund. Ein Bergungsschiff stellte eine Schleppverbindung zum Havaristen her. Fünf Stunden nach der Strandung gelang es zur Mittagszeit, die "Astara" zu befreien.
Quelle: Tim Schwabedissen


"Sposmoker II" drohte zu sinken
(18.03.2004) - Am 13. März schlug der Katamaran "Sposmoker II" des Weltumseglers Gerd Engel im Hafen von Barth leck und drohte zu sinken. Nur durch die Aufmerksamkeit eines Barther Bürgers, der die zunehmende Krängung des Schiffes bemerkte und den Hafenkapitän sowie den Bereitschaftsdienst der Barther Stadtverwaltung informierte, wurde Schlimmeres verhütet. Die Feuerwehr traf mit mehreren Einsatzfahrzeugen am Liegeplatz des Seglers vor dem Hotel Speicher ein und begann sofort, mit zwei Motorpumpen den linken, schon tief liegenden Rumpf auszupumpen. Schnell füllte sich die Pier mit Schaulustigen, auch der Bürgermeister und mehrere Abgeordnete, die sich auf einer Stadtbegehung befanden, ließen sich die Bergungsaktion nicht entgehen. Nach etwa 20 Minuten wurde das Abpumpen unterbrochen, damit kein ölverschmutztes Wasser aus dem unter dem Kajütenboden liegenden Maschinenraum in den Hafen gelangen konnte. Erst als sich Wehrleiter Martin Maak sowie die Wasserschutzpolizei vom sauberen Zustand des Lenzwassers überzeugt hatten, wurden die Pumpen wieder angeworfen. Nach der Untersuchung der Ursache bestätigte sich der anfängliche Verdacht des Hafenkapitäns – es lag ein technischer Defekt am Seeventil des Kühlwassersystems vor. An den Vortagen war am Schiff repariert worden, da der Besitzer es am 14. März nach Kiel hatte überführen wollen. Die "Sposmoker II" hat seint 1995 über 500.000 Seemeilen auf allen Weltmeeren zurückgelegt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Hunderte von Toten bei Fährunglück in Indonesien
(18.03.2004) - Nur einen Tag nach dem schweren Fährunglück vor den Malediven kenterte am 18. März ein indonesisches Fahrgastschiff vor Kabaruang. An Bord befand sich eine über 300-köpfige Hochzeitsgesellschaft. 23 Menschen wurden tot geborgen, über 250 werden noch vermisst. Rettungseinheiten machten sich auf dem Weg zur Unglücksstelle rund 1.500 Seemeilen nordöstlich der indonesischen Hauptstadt Jakarta. Wie im Fall des Untergangs der "Enamaa" scheint auch hier eine Überladung des Schiffes ursächlich für den Untergang gewesen zu sein.
Quelle: Tim Schwabedissen


Feuer auf Kutter in Cuxhaven
(17.03.2004) - In der Nacht zum 17. März geriet im Alten Fischereihafen Cuxhavens der Kutter "Goodewind - ACC 6" aus dem holländischen Accumersiel in Brand. Die zweiköpfige Besatzung des Kutters "Seehund - CUX 11" entdeckte die Flammen kurz nach Mitternacht, als sie auf Fangfahrt auslaufen wollte. Über Handy alarmierten sie die Feuerwehr, die kurz darauf gegen das Feuer, das sich aus dem Brückenhaus bereits ins Innere der "Goodewind" durchgefressen hatte, vorging. Dank des schnellen Eingreifens konnte ein weiteres Ausbreiten des Feuers verhindert werden. Das Steuerhaus brannte allerdings vollständig aus. Bereits vor einigen Jahren war es auf der "Goodewind" zu einem Feuer gekommen. Auch der Crew der "Seehund" ist die Gefahr nicht fremd: Erst kürzlich stand auf See der Fernseher des Kutters plötzlich in Flammen. Das Feuer zerstörte das Logis im Vorschiff. Es gelang den beiden Seeleuten aber, den Brand selbst in den Griff bekommen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Dutzende Vermisste nach Fähruntergang vor MAlediven
(17.03.2004) - Am Abend des 17. März kenterte vor den Malediven die RoRo-Fähre "Enamaa". Das offenbar überladene Schiff war auf dem Weg nach Thinadoo-Island gewesen, als es von der Schwell eines passierenden Trawlers erfasst wurde. Der Kapitän änderte noch den Kurs, um den herannahenden Wellen auszuweichen. Gleichzeitig drängten sich die Passagiere auf einer Schiffsseite, um den Wellen zu entgehen. Bedingt durch Überladung, Seeschlag und einseitige Belastung legte sich die "Enamaa" auf die Seite und schlug binnen kurzem um. An Bord waren zwischen 150 und 200 Menschen. Bei den meisten handelte es sich um Fussballfans von der Insel Thinadhoo, die auf dem Heimweg von einem Turnier ihrer Mannschaft auf einer benachbarten Insel waren. Bis zum Folgetag wurden knapp 100 Schiffbrüchige lebend aus dem Indischen Ozean geborgen. 18 weitere, darunter zwei Frauen und fünf Kinder, zogen Retter tot aus dem Wasser. Rund 50 Menschen werden noch vermisst.
Quelle: Tim Schwabedissen


Containerfrachter am Elbufer auf Grund gelaufen
(17.03.2004) - Am späten Abend des 17. März erlitt das britische Containerschiff "Contship Australis" auf der Elbe einen Maschinen- und Ruderversager. Das Schiff lief auf Höhe Stader Sand manövrierunfähig in die Uferböschung. Vier Schlepper machten wenig später am 281 Meter langen und 32 Meter breiten Frachter fest und zogen ihn zurück ins Fahrwasser. Anschließend lief er aus eigener Kraft den Hamburger Hafen an. Die Betriebsanlagen sollen von der Seeberufsgenossenschaft überprüft werden. Die Polizei nahm Ermittlungen zum Unfallhergang auf.
Quelle: Tim Schwabedissen


Frachter vor Kalmar auf Grund
(17.03.2004) - Vor dem schwedischen Hafen Kalmar lief am 17. März der Frachter "Via" auf Grund. Die fünfköpfige Besatzung des Schiffes blieb bei der Strandung unversehrt und wurde gerettet. Taucher begannen, den Rumpf des mit 1.400 Tonnen Getreide beladenen Frachters auf Schäden zu untersuchen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Trawler vor Hawaii gestrandet
(17.03.2004) - Am Morgen des 17. März strandete der Fischtrawler "Astara" auf einem Riff vor dem hawaiianischen Sand Island. Die fünfköpfige Crew blieb unbeschadet. Dem gestrandeten Schiff soll nun ein Bergungsfahrzeug zu Hilfe kommen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Küstenwachboot rettet schiffbrüchigen Fischer auf Kontrollfahrt
(17.03.2004) - Am Nachmittag des 11. März schlug im Yaquina Bay Channel, US-Bundesstaat Oregon, der 31 Fuß lange Kutter "Hazel N" leck. Das Küstenwachboot von Yaquina Bay entdeckte auf einer Kontrollfahrt das auf einmal rasch sinkende Schiff. Daraufhin gab der Skipper seinen Kutter auf und wurde unmittelbar darauf von dem Rettungsboot an Bord genommen. Sein Boot sank auf 37 Fuß Wassertiefe. Mit dem Geretteten an Bord ging es zur Station zurück, wo er zum Unglückshergang vernommen wurde. Ein Bergungsunternehmen wurde mit der Aufgabe betraut, mögliche Umweltschäden durch den Betriebsstoff abzuwenden. Die Schifffahrt wurde vor dem Navigationshindernis im Kanal gewarnt. Die Unglücksursache wird noch untersucht.
Quelle: Tim Schwabedissen


"Todesfrachter" wird in China untersucht
(15.03.2004) - Chinesische Behörden und französische Ermittler haben in Südchina die Untersuchung des Frachters «Seattle TradeR&Raquo; aufgenommen. Das Schiff soll im Ärmelkanal ein französisches Fischereiboot versenkt haben. Beim Untergang des Trawlers waren Mitte Januar fünf Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. Das in französischen Medien als "Todesfrachter" beschriebene Schiff hatte am 10. März den Hafen Fangchenggang angelaufen. Frankreichs Präsident Jacques Chirac hatte die Jagd auf die Übeltäter zur Staatsaffäre gemacht. Es war sogar der Einsatz der Marine erwogen worden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Trawler mit sieben Mann versenkt
(15.03.2004) - Am 14. März kollidierte vor China der Tanker "Daqing No. 93" auf dem Weg nach Qangang mit dem Trawler "Minshiyu No. 2380". Das Fischereifahrzeug mit sieben Mann Besatzung sank unmittelbar nach dem Zusammenstoß. Vor dem Unglück hatte der Vorfahrt berechtigte Tanker den Trawler noch mit Scheinwerfern auf die drohende Gefahr aufmerksam zu machen gesucht. Das Schiff war ihm aber, ohne die Signale zu bemerken, vor den Bug gelaufen, ohne dass die "Daqing No. 38" noch hätte aufstoppen können.
Quelle: Tim Schwabedissen


Suche nach vermisster Crew der "Bow Mariner"
(15.03.2004) - Mithilfe eines ROV (Remotely Operated Vehicle) sollen sich jetzt Bergungsspezialisten von Smit International auf die Suche nach den vermissten Seeleuten der "Bow Mariner" machen. Der Tanker war am 28. Feburar vor Virginia nach mehreren Explosionen gesunken. Sein Wrack liegt nun auf 80 Metern Tiefe 50 Seemeilen vor der Küste. Nur sechs Crewmitglieder konnten lebend, drei tot geborgen werden. 18 Seeleute sind noch vermisst und befinden sich wahrscheinlich in den Aufbauten. Nach Abschluss der Sucharbeiten soll zudem das Bunkeröl des Tankers abgepumpt werden. Hierzu kommt das sogenannte PolRec-System zum Einsatz, dass die Beseitigung von Tankinhalten tief liegender Wracks ohne Einsatz von Tauchern ermöglicht. Aktuelle Sidesscan-Aufnahmen der "Bow Mariner" wurden gerade auf http://www.noaanews.noaa.gov/stories2004/s2179.htm veröffentlicht.
Quelle: Tim Schwabedissen


Tankerkollision auf Yangtse-Fluss
(14.03.2004) - Auf dem Yangtse-Fluss kollidierte in den Mittagsstunden des 14. März der chinesische Tanker "Changrun", beladen mit 450 Tonnen des giftigen Cyclohexanon, mit dem ebenfalls chinesischen Tanker "Chicheng". Die "Changrun" war gerade am Auslaufen aus dem ostchinesischen Hafen Nanjing, als sie die in einem Wendemanöver befindliche "Chicheng" rammte und dabei leckschlug. 80 Tonnen Cyclohexanon liefen anschließend ins Wasser. Gegen die sich anbahnende Verschmutzung des Yangtse-Flusses ging die örtliche Schifffahrtsbehörde mit Ölbindemitteln vor. Zeitweilig war die Trinkwasserversorgung Nanjings gefährdet. Menschen kamen bei der Kollision nicht zu Schaden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kutter vor Lizard gesunken
(13.03.2004) - Am Abend des 13. März geriet vor Lizard der britische Kutter "Sabre" in schwerer See in Schwierigkeiten. Wenig später kenterte und sank das Schiff, ohne dass ein Notsignal hätte gesendet werden können. Die Frau eines Besatzungsmitglieds verständigte die Küstenwache in Falmouth am Morgen des 14. März um 2.45 verständigt, nachdem das Boot ihres Mannes nicht, wie geplant, am Abend nach Newlyn eingelaufen war. Von dort aus war es am Morgen des Vortags ausgelaufen, um ausgebrachte Netze 13 Meilen südlich von Lizard einzuholen. Eine ausgedehnte Suchaktion unter Mitwirkung zweier Rettungsboote, der Schlepper "Anlican Princess" und "Neftigas 57", des Trawlers "Ocean Spray", des Rettungshubschraubers von Culdrose und weiterer Handelsschiffe führte um 7.45 Uhr zum Auffinden einer Rettungsinsel mit zwei Überlebenden der "Sabre" durch den Frachter "Fastwill" eine Meile vor Lizard. Binnen Minuten war der Rettungshubschrauber vor Ort und winschte die beiden Fischer auf. Sie wurden anschließend ins Krankenhaus von Treliske geflogen. Nachdem die Suchaktion über neun Stunden auf ein Seegebiet von 400 Quadratmeilen ausgedehnt worden war, ohne dass sich eine Spur des dritten Mannes gefunden hätte, wurde sie in den Mittagsstunden des 14. März ergebnislos abgebrochen. Der Vermisste hatte nach Angaben seiner Crewkameraden die "Sabre" zwischen sieben und acht Uhr abends verlassen, so dass nun bei bis zu acht Windstärken keine realistische Überlebenschance mehr bestand. In der Endphase war die Suche am Vormittag auf ein Trümmerfeld aus Wrackteilen des Kutters konzentriert worden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Bulkcarrier mit Riss in Schwierigkeiten
(13.03.2004) - Auf dem Weg von Brasilien nach China geriet am 13. März der singaporische Bulker "CSK Tribute", 156.537 tdw, vor Mozambique in Schwierigkeiten. Im Rumpf war ein Riss festgestellt worden. Daraufhin ging der Havarist vor Quissico nache Imhambane vor Anker. Die "CSK Tribute" ist mit Eisenerz beladen, dass den Rumpf mit hohem Gewicht belastet. Die mosambikanischen Behörden sandten ein Team zur Inspektion des Schadens zum Schiff. Die "CSK Tribute" ist 280 Meter lang und 43 Meter breit. Voll beladen hat sie 17,6 Meter Tiefgang.
Quelle: Tim Schwabedissen


Schiffbrüchige Yachtcrew nach drei Tagen gerettet
(12.03.2004) - 85 Seemeilen südöstlich von Cape Fear, North-Carolina, geriet am 7. März die 35-Fuß-Yacht "Dulcinea 35" in Seenot. Das Boot war mit dreiköpfiger Besatzung aus Wilmigton mit Kurs Bahamas ausgelaufen. Noch am selben Tag geriet es in schwere See und versuchte umzudrehen. Dies misslang jedoch, stattdessen gingen zunächst die Segel verloren. Dann fiel die Maschine aus, und schließlich brach der Mast. Nach zweitägiger Drift aktivierte die Crew am frühen Nachmittag des 10. März das Electronic Position Indicating Radio Beacon (EPIRB), woraufhin ein Suchflugzeug aus Elizabeth City aufstieg. Die manövrierunfähige "Dulcinea" konnte rasch geortet und ein Rettungshubschrauber zur Schiffsposition dirigiert werden. Dem Helikopter gelang es, trotz Windgeschwindigkeiten von 55 Meilen und bis zu 15 Fuß hohen Seen alle drei Schiffbrüchigen an Bord zu winschen. Die "Dulcinea 35" musste aufgegeben werden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Dritter Überlebender von "Samson"-Untergang gefunden
(12.03.2004) - Fünf Tage nach dem Untergang der Fähre "Samson" vor Madagaskar wurde am 12. März ein weiterer Überlebender gefunden. Der Mann wurde an einem Strand an der Nordwestküste der Insel in der Nähe von Mahajanga inmitten von mindestens 16 Leichen entdeckt. Das ganze Ausmaß des Unglücks hatte sich bereits am 10. März abgezeichnet, als ein Mann und eine Frau aus einer Rettungsinsel geborgen wurden. Die "Samson" war rund 150 Kilometer vor der Westküste Madagaskars von dem Tropensturm "Gafilo" erfasst worden und gesunken. Der Sturm war mit 180 Stundenkilometern über den Norden des Inselstaates hinweggefegt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kutter sank im Ärmelkanal
(12.03.2004) - Am Nachmittag des 10. März geriet im Ärmelkanal der 12 Meter lange Trawler "Armand" in Seenot. Gegen 16 Uhr funkte die Besatzung, das ihr Schiff zwischen St. Malo und Jersey sinke. Ein anderer Kutter, ein Zollboot sowie ein Marinehubschrauber machten sich auf den Weg zur zuletzt angegebenen Position, ohne jedoch Überlebende zu finden. Am Abend bargen Rettungskräfte die Leiche eines Fischers aus dem Wasser. Die Suche nach den übrigen Vermissten wurde fortgesetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Überlebende von gesunkener Fähre gerettet
(11.03.2004) - Der Untergang der komorischen Fähre "Samson" vor der Nordwestküste von Madagaskar hat vermutlich 122 Menschenleben - 111 Passagiere und 11 Besatzungsmitglieder - gekostet. Die Fähre wurde seit dem 6. März nach Durchzug eines Zyklons vermisst. Das Schiff hatte am Nachmittag des 7. März nicht in den Hafen von Mahajanga einlaufen können. Der letzte Funkkontakt fand anschließend gegen 17 Uhr statt, danach brach die Verbindung mit dem Schiff ab. Am 10. März wurden zwei Überlebende, ein Mann und eine Frau, aus einem Rettungsboot geborgen. Sie berichteten, die "Samson" sei am frühen Morgen des 8. März zwischen Anjouan und Mahajanga gesunken. Einer der Geretteten befand sich in sehr geschwächtem Zustand. Gerüchten zufolge hatten Zollbehörden der Fähre das Einlaufen in den rettenden Hafen verweigert. Diese Darstellung wurde jedoch vom Verkehrsminister zurückgewiesen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kutter bei Seeotterjagd gestrandet
(10.03.2004) - Am 7. März rettete die US-Küstenwache zwei Schiffbrüchige, die mit ihrem Boot 20 Meilen westlich Sitkas auf Kruzof Island gestrandet waren. Ihr 22 Fuß langer Kutter war aus Sitka übers Wochenende ausgelaufen und wurde von Angehörigen als vermisst gemeldet, als er nicht wie geplant am Nachmittag des 7. März eingelaufen war. Daraufhin wurde eine Suchaktion, an der sich auch ein Hubschrauber beteiligte, eingeleitet. Dessen Besatzung sichtete den Boston Whaler aufgegeben auf einem Strand. Als sie die Strandungsstelle absuchte, sichteten die Männer rote Signalraketen in kurzer Distanz, und nahmen Kurs darauf. Die zweiköpfige Crew des Whalers konnte am Strand ausgemacht werden, wo der Hubschrauber niederging. Mit den beiden Schiffbrüchigen an Bord ging es anschließend zurück nach Sitka. Sie waren wohlauf und berichteten, ihr Boot hätte am Vortag während einer Seeotterjagd Motorschaden erlitten. Als ein Ankermanöver fehlschlug, setzten sie ihr Boot absichtlich auf Grund. Jetzt gilt das Augenmerk dem Dieselöl, das sich noch in dessen Tanks befindet. Bislang wurde keine Verschmutzung beobachtet.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kutter vor den Shetlands gesunken
(09.03.2004) - Zwei Seemeilen vor Fethaland, nördliche Shetlands, sank am 9. März der Kutter "Golden West". Das 12 Meter lange Boot war in den Mittagsstunden leckgeschlagen, seine zweiköpfige Besatzung hatte Notrufe gefunkt. Eine von der Küstenwache koordinierte Rettungsaktion, an der sich die Trawler "Aspire" und "Chantelle", der Schlepper "Tystie" sowie ein RNLI-Boot aus Aith und ein auf den Shetlands stationierter Rettungshubschrauber beteiligten, lief an. Dem Helikopter gelang es, die beiden Männer an Bord zu winschen und nach Tingwall zu bringen, wo sie mit Schock und Unterkühlung medizinisch behandelt wurden. Ihr Schiff sank derweil.
Quelle: Tim Schwabedissen


Fähre mit fast 100 Menschen an Bord vor Madagaskar vermisst
Antananarivo (09.03.04 18:33 Uhr) Eine Fähre mit 113 Menschen an Bord wird vor Madagaskar vermisst. Wie der Hafenmeister der Stadt Mahajanga mitteilte, gibt es seit Sonntag keine Nachricht mehr von der Fähre. Zur Zeit tobt ein heftiger Tropensturm in der Region. Das Schiff von den Komoren-Inseln sei in der Bucht von Mahajanga angekommen, habe aber nicht einlaufen dürfen, weil sonntags die Zöllner keinen Dienst hätten. Nach dem Umdrehen der Fähre sei der Funkkontakt abgebrochen.
Am Dienstagmorgen sei eine Patrouillenboot der Armee zur Suche der Fähre ausgelaufen. Die Besatzung habe sich aber noch nicht gemeldet. Er hoffe, dass das Schiff in einer der zahlreichen Buchten zwischen Mahajanga und Nosy Be an der Nordwestküste Madagaskars Zuflucht gefunden habe, sagte Ralambo weiter. Der Tropensturm "Gafilo" hat bereits zahlreiche Schäden im Hafen von Mahajanga angerichtet. Mehrere Boote kenterten, wie der örtliche Katastrophenschutz mitteilte.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS


Ehemaliger Minensucher der Bundesmarine sank in Rendsburg
(08.03.2004) - Böse Überraschung im Rendsburger Saatseehafen am Nachmittag des 8. März: Nur noch die Aufbauten der hier vertäuten "Beckum", einem ehemaligen Minensucher der Bundesmarine, ragten am Kai der Rendsburger Staatswerftaus dem Wasser des Nord-Ostsee-Kanals. Das 48 Meter lange Boot der "Schütze"-Klasse wurde bereits vor längerer Zeit von seinem Eigentümer sich selbst überlassen. Weil aus dem Maschinenraum Öl austrat uund zu einer nach Feuerwehrangaben nicht unerheblichen Verschmutzung führte, wurden Ölschlängel um das Wrack ausgelegte. Ein Sprecher der Wasserschutzpolizei vermutete, dass der Holzrumpf nach der langen Zeit der Vernachlässigung durchgerottet ist und durch eindringendes Wasser der Untergang ausgelöst wurde. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Die "Beckum" war Ende der 70er Jahre von der Bundesmarine ausrangiert und von einem Berliner Geschäftsmann für die Marine-Kameradschaft aufgekauft worden. Etliche Jahre war das Boot als schwimmender Clubraum der Jugendorganisation der Marine-Kameradschaft Büsum genutzt worden. Um die geplante Entsorgung des Schiffes hatte es in den letzten Monaten Gerangel gegeben. Der Eigentümer aus Berlin hatte gegen die Entsorgung durch die Werft Saatsee Einspruch eingelegt. Wann das Wrack gehoben werden soll, konnte die Saatsee-Werft noch nicht mitteilen.
Quelle: Tim Schwabedissen


"Beckum"-Wrack wird verschrottet
(08.03.2004) - "End of the line" für die am 8. März in Rendsburg gesunkene "Beckum". Nach einer Inspektion des bis übers Oberdeck versunkenen ehemaligen Minensuchers scheint nun klar, dass er an Ort und Stelle abgewrackt wird. Damit endet die über 40jährige Laufbahn des Schiffes, das 1962 für die Bundesmarine in Dienst gestellt worden war. Von 1975 bis zum Jahr 2000 prägte es das Gesicht des Büsumer Hafens mit, wo es der Marinejugend diente. Pläne des neuen Berliner Eigners, es zu einem Museumsschiff umzubauen, scheiterten am schlechten Gesamtzustand der "Beckum". 2002 wurde es in den Saatseehafen verholt, wo es nun an Dalben liegend absackte.
Quelle: Tim Schwabedissen


Deutscher Segler geborgen - Rettungsaktion vor Kanarischen Inseln
Bremen (08.03.04 18:01 Uhr) Ein deutscher Segler ist am Wochenende bei den Kanarischen Inseln aus Seenot gerettet worden. Der Mann, der allein unterwegs war, sei unverletzt von einer Rettungsinsel geborgen worden, teilte die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Montag in Bremen mit.
In der Hansestadt war am Samstagmorgen aus dem Gebiet zwischen Fuerteventura und Teneriffa ein Notruf der deutschen 15-Meter-Segeljacht «Joy» eingegangen. Die automatisch von einer Boje bei Wasserkontakt gesendete Notmeldung enthielt den Namen und die Position des Schiffes. Über die Seenotleitung in Bremen wurde die zuständige spanische Rettungsstelle informiert. Etwa drei Stunden nach dem Notruf entdeckte ein Hubschrauber den Schiffbrüchigen und nahm ihn auf. Die Unglücksursache war zunächst unklar. Zum Heimathafen des Seglers machte die DGzRS keine Angaben.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS


Frachter rammte Stromkaje auf Weser
(08.03.2004) - Am späten Abend des 07.03.2004 kam es auf dem weseraufwärts fahrenden Frachter "Galina 3" aus Valetta/Malta in Höhe der Stromkaje in Bremerhaven zu einem Ruderausfall. Mehrere Versuche der Schiffsführung, das Schiff zu stoppen, blieben ohne Erfolg. Anschließend wurde der Backbordanker geworfen, um das Schiff über den Anker zu drehen. In der Drehbewegung rammte das Schiff jedoch die Stromkaje. Die "Galina 3" wurde eineinhalb Meter über dem Wasser im Bereich des Wulstbugs auf einem Quadratmeter aufgerissen. Ein weiteres Leck entstand ein Stück darüber am Vorsteven. An der Stromkaje wurde ein Dalben stark verbogen und gelöst, eine Halterung für den dort befindlichen Rollenfender stark beschädigt. Die "Galina 3" darf ihre Fahrt bis zur Feststellung der Schiffssicherheit durch die Klassifikationsgesellschaft nicht fortsetzen. Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei dauern an.
Quelle: Tim Schwabedissen


Tanker in Lagos explodiert
(07.03.2004) - Unter der Kirikiri-Brücke explodierte am 7. März im Hafen von Lagos, Nigeria, ein 5.000 BRZ großer Tanker. Das Schiff war mit Petroleum beladen gewesen und dabei gewesen, seine Ladung zu löschen. Es wurde nach der Havarie zum Totalverlust erklärt. Auslöser der Explosion war ein schlechter Schiffszustand sowie mangelhaft angeschlagene Löschschläuche.
Quelle: Tim Schwabedissen


"Tasman Spirit" erfolgreich geräumt
(06.03.2004) - Am 6. März gelang es Bergern, die Räumung des Wracks der "Tasman Spirit" vor Karachi erfolgreich abzuschließen. Das Achterschiff des Tankers wurde vom Schwimmkran "Asian Hercules" gehoben und mithilfe der "Smit Lloyd 28" von der Strandungsstelle weggezogen. Der Torso wurde anschließend zum Abwracken an Interessenten in Gadani Beach, Pakistan, übergeben. Zuvor war bereits die vordere Hälfte des Wracks aus dem Zufahrtsweg nach Karachi beseitigt worden. Das Schiff war am 27. Jul 2003 auf Grund gelaufen und auseinandergebrochen. Es gelang, innerhalb des geplanten Zeitfensters bis zum Einsetzen der Monsunstürme zu bleiben. Starke Strömmungen, schlechte Sicht und schwierige Zugangsmöglichkeiten hatten die Hebung des Schiffes zu einer technischen Herausforderung werden lassen. 90 % des Schiffbodens waren bei der Strandung fortgerissen worden. Das Wrack lag sechs Meter tief eingesandet und war im Südwestmonsun komplett zerbrochen. Am schwersten waren die Schäden am Vorschiff gewesen. Die meisten Rumpfplatten im Unterbodenbereich fehlten oder waren bis in eine Höhe von vier Metern über dem Kiel zerstört. Die achteren Ladetanks sowie ein großer Teil der Steuerbordseite waren ebenfalls schwer beschädigt. Um möglichst schnell voran zu kommen, waren Abdichtungs- und Hebearbeiten parallel durchgeführt worden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kollision vor der englischen Küste
(06.3.2004) - Kurz nach Mitternacht ging am Morgen des 6. März bei der Humber Coastguard ein Notruf ein: Der 18 Meter lange Trawler "Ocean Rose" aus Whitby war vier Meilen nordöstlich von Staithes mit dem Lissaboner Tanker "Reno", 2238 BRZ, kollidiert. Die Rettungsboote von Staithes und Whitby sowie ein Rettungshubschrauber aus Boulmer begaben sich zum Unglücksort. Die "Ocean Rose" hatte erhebliche Schäden davongetragen und machte Wasser. Seine vierköpfige Crew war aber unversehrt geblieben. Die Lenzpumpen des Havaristen arbeiteten mit voller Kraft gegen den Wassereinbruch an und wurden verstärkt durch eine Pumpe des Whitbyer Rettungsbootes. Der Trawler wurde künstlich gekrängt, um die Kollisionsstelle aus dem Wasser zu bekommen. Mit eigener Kraft, assistiert von den Rettungskräften, machte sich die "Ocean Rose" auf den Weg nach Whitby, wo Vorbereitungen getroffen wurden, dem Schiff Hilfe vor Ort zu leisten. Der portugiesische Kollisionsgegner erlitt nur leichte Schäden und setzte seine Reise ins englische Immingham später fort.
Quelle: Tim Schwabedissen


Sprengstofffrachter in Dardanellen gestrandet
(05.03.2004) - Vor Eceabat Canburnu lief in den Dardanellen am 4. März der ukrainische Frachter "Delphin 1" mit 19 Tonnen Sprengstoff an Bord auf Grund. An Bord befanden sich fast 400 Schachteln mit Kapseln und 88 Holzkisten voller Sprengstoff.
Der Kapitän habe die Fracht vor der Passage der Meeresenge nicht deklariert, teilten die türkischen Schifffahrtsbehörden mit. Der Frachter wurde freigeschleppt und in den Hafen von Canakkale eingebracht. Das Schiff hatte sich auf dem Weg nach Beirut befunden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Maschinenraumexplosion auf Frachter
(05.03.2004) - Am Morgen des 5. März kam es auf dem Containerfrachter "Tavastland" in der nördlichen Ostsee zu einer Maschinenraumexplosion. Nähere Details liegen nicht vor.
Quelle: Tim Schwabedissen


Trawler vor Orkneys in Brand
(05.03.2004) - Am frühen Morgen des 5. März brach auf dem Trawler "Elegance" vier Seemeilen vor North Ronaldsay, Orkneys, ein Feuer im Maschinenraum aus. Die Shetland Küstenwache setzte einen Hubschrauber aus Sumburgh und das Rettungsboot von Kirkwall in Marsch. Auch der mit Löscheinrichtungen ausgerüstete Schlepper "Anglain Sovereign" machte sich auf den Weg zum 28 Meter langen, in Ullapool beheimateten Havaristen, und wurde am frühen Vormittag an der Unglücksstelle erwartet. Die dreiköpfige Besatzung des von Peterhead aus auf Fangfahrt gegangenen Trawlers musste ihr Schiff vorher aber aufgeben, nachdem größere Mengen Wasser einzudringen begannen. Das Kirkwall-Rettungsboot rettete die Männer aus dem Wasser. In dem Seegebiet herrschten Windstärken um drei.
Quelle: Tim Schwabedissen


Yacht in Brand - Skipper über Bord
(04.03.2004) - Am 4. März geriet die amerikanische Yacht "Destiny" südwestlich des Sunshine Skyway in der Tampa Bay in Brand. Der 39jährigen Skipper des 58 Fuß langen Schiffes musste auf der Flucht vor den Flammen über Bord springen. Er wurde von der US-Küstenwache am Nachmittag gerettet.
Quelle: Tim Schwabedissen


Crew gab brennenden Frachter auf
(04.03.2004) - Der honduranische Frachter "Wah Yu Ni No. 1" geriet am Morgen des 4. März vor Honduras in Brand. Die 12köpfige Crew versuchte den Brand zu bekämpfen, musste jedoch wegen der starken Rauchentwicklung kapitulieren. Die Seeleute gaben ihr 40 Jahre altes Schiff, die ehemalige "Batam Island Thurs", auf. Sie wurden von einem passierenden Fischerboot aufgenommen und später einem Polizeiboot übergeben, das sie nach Kukup brachte. Niemand kam zu Schaden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kollision bei Überholmanöver auf der Kieler Förde
(04.03.2004) - Am Morgen des 4. März kam es auf der Kieler Förde zu einer Kollision. Beim Versuch, den Richtung Ostsee laufenden deutschen Frachter "Komet III", 4.169 BRZ, zu überholen, rammte der russische Frachter "Kapitan Babushkin", 1.700 BRZ, die vorauslaufende "Komet III". Dabei kam es zu Schäden an deren Außenhaut und den Containerlaschings. Der russische Kapitän musste vor der Weiterfahrt eine Sicherheitsleistung hinterlegen. Die Wasserschutzpolizei nahm Ermittlungen zum Unfallhergang auf.
Bei einem ähnlichen Manöver war bereits am 2. März auf der Elbe die in Hongkong beheimatete, 267 Meter lange "Cosco Hamburg", 65.531 BRZ, mit der 96 Meter langen Hamburger "P&O Nedlloyd Finland", 3.999 BRZ kollidiert. Dabei hatte ein 40-jähriges philippinisches Besatzungsmitglied der "P&O Nedlloyd Finland" den Tod gefunden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Schlepper kommt bei Hilfeleistung selbst in Schwierigkeiten
(04.03.2004) - Am Vormittag des 4. März kam die US-Küstenwache zwei vor Bayou La Batre, Alaska, leckgeschlagenen Schiffen zu Hilfe. In der Nähe der Docks hatte das 21 Fuß lange Sportboot "Scorpion" Wasser genommen und hatte über Funk um Hilfe gebeten. Bootscrews aus Pascagoula und Dauphin Island sowie ein Rettungshubschrauber nahmen Kurs auf den Havarsiten. Die zweiköpfige Besatzung wurde abgeborgen und an Land gebracht. Ein Schlepper sollte das Boot an den Strand schleppen. Als die Trosse aufgenommen wurde, schlug der Schlepper ebenfalls leck. Sein Skipper musste ins Wasser springen, die Rettungskräfte, die bereits abgelaufen waren, kehrten zu den Schiffen zurück. Der Schlepper wurde gelenzt und in den Hafen geschleppt. Die "Scorpion" trieb weiter vor dem Hafen, bis ein größerer Schlepper eintraf.
Quelle: Tim Schwabedissen


Dramatische Rettungsaktion bei Untergang von Schleppzug
(04.03.2004) - Am 2. März geriet der finnische Schlepper "Herkule" mit einer Barge vor der schwedischen Küste in Seenot. Bei einer Windgeschwindigkeit von 30 m/s funkte der auf dem Weg von Oxelösund nach Hudiksvall befindliche Schlepper SOS. Ein finnischer Rettungshubschrauber machte sich auf dem Weg zur angegebenen Position und begann die Besatzung aufzuwinschen. Dabei kam es zu einem Zwischenfall, als das Winschseil brach und zwei Seeleute, die gerade abgeborgen wurden, in die eisige See stürzten. Einem ebenfalls herbei geeilten schwedischen Helikopter gelang es, die beiden aus dem Wasser zu ziehen. Wenig später sanken sowohl die mit 13.600 Tonnen Kohle beladene Barge wie auch die "Herkule" nahe dem Leuchtfeuer von Grundkallen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Russische Polarstation gesunken
(03.03.2004) - Drei Tage nach dem Untergang einer russischen Nordpolar-Forschungsstation sollen ihre zwölf Besatzungsmitglieder gerettet werden. Ein Flugzeug und ein Hubschrauber werden am 6. März auf Spitzbergen zur Rettung der Wissenschaftler erwartet, die auf einer 750 Kilometer von Spitzbergen entfernten Eisscholle bei Grönland ausharrten. Weil das Eis der Scholle nicht stabil genug für den Hubschrauber sei, wird jeder einzelne mit Hilfe einer Seilwinde an Bord gehievt werden müssen. Alle seien bislang bei guter Gesundheit. Die durchschnittlichen Temperaturen in der Region liegen bei minus 35 Grad Celsius.
Die Polarstation SP-32 war am Nachmittag des 3. März plötzlich fast vollständig gesunken, nachdem die Eisscholle gebrochen war, auf der die Station seit April vergangenen Jahres stand. "Urplötzlich gegen 17.15 Uhr (Ortszeit, 15.15 Uhr MEZ) ragte eine riesige Eiswand empor, die größer und größer wurde", sagte Stationschef Wladimir Koscheljew der Internetausgabe des Senders Rossija. "Zuerst war sie drei Meter hoch, dann fünf, dann sieben und schließlich mehr als zehn." Nach nur etwa einer halben Stunde seien 90 Prozent der Station vom Eis verschluckt gewesen. Mittwochnacht sank die Station dann teilweise.
Die Wissenschaftler, die sich laut Koscheljew in den unversehrten Teil der Station retten konnten, sind mit Ausnahme eines weißrussischen Biologen alle Mitarbeiter des St. Petersburger Arktis- und Antarktis-Instituts. "Wir haben Schlafplätze, wir haben eine funktionierende Heizung, wir können hier leben, wir haben fertige warme Mahlzeiten", sagte Koscheljew dem Fernsehsender NTW. Aufgabe der Forscher war die Beobachtung von Klimaveränderungen. Die Station trieb mit dem Eis bislang rund 3000 Kilometer weit und befand sich rund 400 Kilometer vom Nordpol entfernt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Kran stürzte auf Frachterdeck
(03.03.2004) - Am 2. März wurde in Stettin ein Frachter von einem umstürzenden Kran beschädigt. Der zehn Tonnen schwerer Kran fiel anschließend von der Kaimauer in die Oder. Der Kranführer konnte durch einen Sprung sein Leben retten. Er wurde verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Nach Auskunft des Stettiner Seeamtes löste ein Schaden am hydraulischen System den Unfall aus. Noch im Tagesverlauf sollten die Bergungsarbeiten beginnen. Der Kran wollte gerade mit einer Beladung des Frachters beginnen, als der Unfall passierte.
Quelle: Tim Schwabedissen


"Lee III" sank wegen Kommunikationsproblemen
(02.03.2004) - Nach wochenlangen Behinderungen ist der Mississippi seit dem 2. März wieder für die Schifffahrt voll freigegeben. Am 29. Februar war der auf dem Fluss gesunkene Versorger "Lee III" geborgen worden. Das Wrack war kieloben liegend gehoben und "as is" auf einem Bergungsponton abgesetzt worden. Anschließend wurde es auf dessen Deck nach Amelia verholt, wo es am 2. März eintraf. Kurz vor der Hebung war noch ein viertes Todesopfer aus der Crew der "Lee III" entdeckt worden. Das Küstenwachboot "Sturgeon" barg die Leiche im Südwestpass des Flusses. Zwei Opfer des Unglücks wurden bereits am 26. Februar an der Wrackposition auf der Ostbank des Mississippi gefunden. Die Leiche eines weiteren war bereits am 23. Januar von Tauchern aus dem Schiff gezogen worden.

Die Fließströmung von bis zu fünf Knoten, starke Winde, Regen und Nebel hatten die Bergung des Offshore-Schiff behindert. Zur Erleichterung der Hebung war es erst in die Mitte des Fahrwassers zu bugsieren. Dafür wurde die Flussströmung künstlich herabgesetzt, um ein gefahrloseres Arbeiten der Taucher zu ermöglichen. Am 29. Februar wurde das Fahrwasser im Rahmen der Bergungsarbeiten für den Schiffsverkehr gesperrt. Seit dem Untergang der "Lee III" waren über 100 Coastguard-Angehörige an Such- und Bergungsarbeiten mit mehreren Schiffen, darunter dem Küstenwachboot "Razorbill" aus Mobile, Alaska, beteiligt. Es galt dabei auch, 630 Gallonen ausglaufenen Öls mit Skimmern und Schwimmbarrieren Herr zu werden.

Die 178 Fuß lange "Lee III" war am 21. Februar nach dem Zusammenstoß mit dem Containerfrachter "Zim Mexico III", 10.736 BRZ, in der Mississippimündung gekentert und rasch mit dem Heck auf den Flussgrund abgesunken. Niemand der fünfköpfigen Crew überlebte die Kollision. Im Bug des Schiffes bildete sich bei dessen Untergang eine Luftblase, so dass die Bugspitze des 180 Grad gedrehten Wracks noch aus dem Wasser ragte. Der Kollisionsgegner erlitt bei dem Unglück nur leichte Schäden. Die "Zim Mexico III", die unter Antigua-Flagge läuft, gehört der Hamburger Bertram Rickmers Reederei. Sie ist 162,8 Meter lang, 22 Meter breit und hat eine Ladekapazität von 1160 TEU. Sie lag nach der Kollision in der sogenannten Napolen-Avenue vor Anker. Am 2. März verholte sie in ein Reparaturdock der Buck Kreihs Co. Inc.

Die Kollision südlich von Pilottown in der Nähe der Tiefwasserrinne hatte zur zweiten Sperrung des Flusses binnen weniger Tage geführt.Bereits am 19. Februar war ein Tanker durch einen Rammstoß leckgeschlagen. Über 100 Schiffe, meist Bulkcarrier und Containerfrachter, aber auch drei grosse Kreuzfahrer, lagen flussauf- und abwärts der Unglücksstelle fest, weil sie den Mississippi zwischen dem Golf von Mexiko und New Orleans nicht passieren konnten.

Als Ursache des Unglücks wurden inzwischen Kommunikationsprobleme zwischen der "Lee III" und dem Hamburger Frachter genannt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Frachter vor Falmouth in Brand
(02.03.2004) - Vor Falmouth geriet der Frachter "Sea Fox" am 2. März in Brand. Ein Feuer im Maschinenraum führte zum Ausfall der Antriebsanlagen. Das Schiff trieb manövrierunfähig in der Verkehrstrennungszone. Der Schlepper "Anglian Prince" der Küstenwache wurde beauftragt, den Havaristen auf den Haken zu nehmen und nach Falmouth einzuschleppen. Hier soll der Schaden begutachtet werden.
Quelle: Tim Schwabedissen


Rettungsteams an Bord der "Super Ferry 14"
(02.03.2004) - Die Brandkatastrophe auf der "Super Ferry 14" hat offenbar erheblich mehr Todesopfer gefordert als zunächst angegeben. Die Vermisstenzahl wurde inzwischen mit 185 beziffert. Bislang wurde nur ein Toter offiziell bestätigt. Offenbar hatte die "Superferry 14" aber mehr Passagiere und Besatzungsmitglieder an Bord als ursprünglich angegeben. Die Zahl wurde inzwischen mit 899 angegeben. Hunderte Menschen waren bereits am 27. Februar gerettet worden, zum Teil mit schweren Brandverletzungen. Ein Passagier sagte zur möglichen Brandursache, an Bord der Fähre sei eine Klimanlage explodiert.

Am 29. Februar betraten Rettungsteams der Küstenwache erstmals das inzwischen gekenterte Wrack, das mit aus dem Wasser ragenden Bug fast 90 Grad auf der Steuerbordseite liegt. Bis dahin waren die Temperaturen an Bord zu hoch gewesen. Einige Kabinen wurden durchsucht, doch Trümmer behindern die Rettungsarbeiten ebenso wie toxische Gase.

Taucher suchten in den unter Wasser liegenden Teilen des Schiffes nach Vermissten. Vier Schiffe der Küstenwache, mehrere Privatboote sowie ein Hubschrauber und ein Flugzeug suchten das Meer nahe der Insel Corregidor am Eingang zur Bucht von Manila ab. Die Behörden bestätigten zunächst lediglich den Tod von einem der rund 860 Menschen, die von Manila aus mit der Fähre "SuperFerry 14" auf Reise gegangen waren waren. Unglücksursache war nach Behördenangaben offenbar ein Brand im Maschinenraum. Die Behauptung einer extremistischen Islamistenorganisation, das Feuer sei ein Anschlag gewesen, ist wohl falsch.

Löschboote waren auch nach dem Untergang der "Super Ferry 14" im Einsatz an dem Wrack. Barrieren wurden ausgelegt, um das Auslaufen von Öl aus dem halb unter Wasser liegenden Schiff zu verhindern.

Die mehr als 10.000 BRZ große Fähre sei bereits mehrfach knapp an einer Brandkatastrophe vorbeigeschrammt, wurden Mitarbeiter des Fährenbetreibers in Medienberichten zitiert. Die "Super Ferry 14" war 1981 für die japanische Reederei Kanpun Kaiun, Imabari, als "White Sanpo 2" erbaut worden. Für die Bewohner der aus mehr als 7000 Inseln bestehenden Philippinen sind Fähren eines der Hauptverkehrsmittel. Viele der Schiffe sind alt, schlecht gewartet und chronisch überladen. Mehr als 4000 Menschen kamen 1987 ums Leben, als die Fähre "Dona Paz" mit einem Öltanker vor der Insel Mindoro kollidierte. Es gilt als das weltweit schwerste Unglück in der zivilen Schifffahrt.
Quelle: Tim Schwabedissen


Seemann stirbt nach Kollision von Containerschiffen
Hamburg (01.03.04 19:10 Uhr) Nach einer Kollision von zwei Containerschiffen auf der Unterelbe bei Kollmar ist am Montag ein Seemann gestorben. Zu dem Zusammenstoß kam es nach Polizeiangaben, als die «Cosco Hamburg» (Heimathafen: Hong Kong) auf dem Weg nach Hamburg die «P & O Nedlloyd Finland» (Heimathafen: Hamburg) überholen wollte. Dabei ging ein Besatzungsmitglied der «P & O Nedlloyd Finland» über Bord. Der Polizei konnte den Seemann zwar aus dem Wasser ziehen, er starb jedoch wenig später.
Ein im Wasser treibender Container von dem 96 Meter langen deutschen Schiff wurde durch einen Schlepper gesichert und nach Kollmar geschleppt. Unfallursache und Schadenshöhe waren zunächst nicht bekannt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS


Keine Umweltgefahr nach "Bow Mariner"-Untergang
(01.03.2004) - Am 1. März wurden trotz der Suche von Hubschraubern, eines C-130-Suchflugzeuges und Coast Guard-Kuttern immer noch 18 Seeleute des vor Virginia gesunkenen Tankers "Bow Spirit" vermisst. Das Schiff mit 13 Millionen Litern Äthanol an Bord war nach einem vorangegangenen Feuer explodiert und gesunken. Mindestens drei Seeleute kamen ums Leben. Sechs Männer wurden mit einem Hubschrauber in Sicherheit gebracht, drei von ihnen mussten wegen schwerer Verletzungen behandelt werden. Die 171 Meter lange "Bow Mariner" meldete am 28. Februar in einem Notruf kurz nach 18.00 Uhr Ortszeit (24.00 Uhr MEZ) eine Explosion an Borde. Das leicht entzündliche Äthanol setzte das ganze Schiff in kurzer Zeit in Brand. Als Rettungstaucher am Ort des Unglücks eintrafen, etwa 80 Kilometer vor Chincoteague im US-Staat Virginia, begann der Tanker bereits zu sinken, und mehrere Seeleute kämpften in den Wellen ums Überleben. In der Nacht ging der Havarist mit dem Bug voran auf Tiefe. Die "Bow Mariner" war unter der Flagge Singapurs mit 27 Besatzungsmitgliedern auf dem Weg von New York nach Houston gewesen. Sie wurde 1982 gebaut und gehört der griechischen Reederei Ceres Hellenic. Ein Sprecher des Unternehmens kündigte die Entsendung von Technikern zum Unglücksort an. Wie viel Äthanol ins Meer gelangte, ist unbekannt. Da die Substanz flüchtig ist, wird aber von keiner großen Umweltgefahr ausgegangen.
Quelle: Tim Schwabedissen


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