EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv November 2006

Last update: Montag, 04. Dezember 2006, 14:06 Uhr

Bosporus nach Kollision gesperrt
(30.11.06) - Der russische Frachter "Volga-Don 213", 5657 BRZ, kollidierte am Abend des 28.11. in der Straße von Istanbul am 29.11. beim Transport von 5200 Tonnen Getriede von Azov nach Syrien mit einem Baggerschiff. Die "Volgo-Don 213" versuchte noch dem vor Anker liegenden Bagger auszuweichen, rammte ihn dann aber mit dem Steuerbordbug. Das Oberdeck und die Steuerbordseite des 1977 erbauten Frachters wurden beschädigt, in den Steuerbord-Ballasttanks 3, 4 und 5 kam es zu Wassereinbruch. Sofort nach der Havarie wurden Schlepper angefordert und Lenzmaßnahmen eingeleitet. Der Frachter wurde zur Reparatur in den Hafen geschleppt. Die Straße von Bosporus war zeitweilig gesperrt. Die "Volgo-Don 213" hatte bei der Nord-Süd-Passage keinen Lotsen an Bord.
Quelle: Tim Schwabedissen

Gedenken an Untergang des Rettungsbootes "Hindenburg"
(30.11.06) - Der 28. November ist seit 1940 ein besonderer Gedenktag der DGzRS-Rettungsstation auf Borkum. Auch in diesem Jahr versammelten sich die Männer des Ortsausschusses und ehemalige Rettungsmänner an den Gedenksteinen auf dem dazu hergerichteten Platz an der Süderstraße. In einer Ansprache wurde aus gegebenem Anlass der sechs Toten des Borkumer Rettungsbootes „Hindenburg“ und erinnerte an dessen letzte Fahrt vor nunmehr 66 Jahren: Am 29. November 1940 erhielt es einen Notruf des deutschen Dampfers "Erika Fritzen" aus Emden. Von dieser Einsatzfahrt kehrte das Rettungsboot nicht wieder zurück. Die sechs Rettungsmänner starben unter nie aufgeklärten Umständen. Im Protokoll des Seeamtes Emden heißt es: Dieses Rettungsboot lief am 28. November 1940 nach Erhalt einer Notmeldung um 12.30 Uhr aus und kehrte nicht wieder zurück. Auch durch die Nachsuche, die im Laufe des 29. Novembers 1940 durch Marinefahrzeuge und Flugzeuge vorgenommen wurde, war das Boot nicht wieder aufzufinden. Am 29. November trieb ein Rettungsring am Weststrand der Insel Borkum an, in welchem sich ein nicht erkannter Mann hielt, der aber bis zur Bergung des Ringes wieder in der Brandung unterging. Es war offenbar der später geborgene Motormann Willi Glockmann. Angetrieben sind ferner zwei weitere Rettungsringe, einige Bootshaken, zwei Bretter aus Sperrholz, weiß gestrichen, mit großem roten Kreuz, und ein Lukendeckel vom Steuerhaus. Man nimmt heute an, dass eine Treibmine oder unter Wasser treibende Wrackteile die Ursache des Unglücks gewesen sind.
Die Männer waren nicht die einzigen Borkumer Seenotretter, die im Einsatz ums Leben kamen: Der Seenotkreuzer "Alfried Krupp" verunglückte am 1. Januar 1995 bei einem Einsatz in schwerster See. Dabei wurden der Vormann Bernhard Gruben und der Maschinist Theo Fischer über Bord gespült und ertranken. Die beiden Verunglückten wurden erst sehr viel später gefunden. Daraufhin erhielten alle Rettungsmänner der DGzRS eine neu entwickelte Rettungsweste, die mit einem Sender und einer Blinkleuchte versehen ist, um Verschollene schneller zu orten.
Bisher sind 45 Rettungsmänner der DGzRS im Dienst tödlich verunglückt. Zu Ehren der auf dieser Station verunglückten Rettungsmänner stehen auf dem Gedenkplatz an der Süderstraße zwei Gedenksteine, einer für die gesamte Besatzung der "Hindenburg" und einer für die Verunglückten der "Alfried Krupp". Es wurden in Tradition der DGzRS seither zwei neue Seenotrettungskreuzer auf die Namen der Toten „Bernhard Gruben“ und „Theo Fischer“ getauft. Der erstere ist auf Norderney stationiert, der andere im Darß an der Ostsee.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kollision von U-Boot und Tanker durch menschliches Versagen verursacht
(30.11.06) - Die Kollision zwischen dem Trainingsuboot "Asashio" und dem Tanker "Spring Auster" vor der Küste der Miyazaki Präfektur am 21.11. wurde durch menschliches Versagen verursacht, hieß es in einem Untersuchungsbericht zu dem Vorfall, der am 28.11. veröffentlicht wurde. Offenbar brauchten Besatzungsmitglieder des U-Bootes zu lange, um den nahestehenden panamaischen Tanker zu entdecken und konnten deshalb nicht mehr ausweichen. Fehlfunktionen des Sonar-Systems oder Wetterprobleme schieden als Unglücksursache aus. Bei der Kollision hatte das Ruder des U-Bootes den Tankerrumpf gerammt, niemand wurde verletzt. Entweder haben die Seeleute am Sonar den Tanker schlicht nicht wahrgenommen, oder aber sie spürten ihn auf, gaben aber die notwendigen Informationen nicht rechtzeitig weiter.
Quelle: Tim Schwabedissen

Suche nach historischem U-Boot vor Valparaiso
(30.11.06) - Am 27.11. begann vor Chile die Suche nach dem Wrack des wohl ältesten U-Bootes Lateinamerikas. An der Suche in der Bucht von Valparaiso sind die chilenische Marine sowie Wissenschaftlerteams beteiligt. Das Boot war am 3. Mai 1866 in der Bucht von Valparaiso mit zwei Chilenen, zwei Franzosen und neun Deutschen an Bord verloren gegangen. Die "Flach" war vom deutschen Einwanderer Karl Flach konstruiert worden, um gegen die spanische Flotte vorzugehen. Drei Tage nach dem Untergang konnte das Wrack zwar durch eine britische Fregatte lokalisiert werden, jedoch lag das Unterseeboot schon zu sehr im Schlamm, um geborgen werden zu können. Seitdem blieb es verschwunden. Ein Wissenschaftlerteam hat nun eine Zone von drei Quadratkilometern als Suchgebiet eingegrenzt. Seiner Meinung nach handelt es sich um das erste lateinamerikanische und weltweit das fünfte funktionstüchtige U-Boot. Es war mit 2 Kanonen ausgestattet und wurde von Muskelkraft angetrieben. Die Crew brachte mit Griffen im Achterschiff den Heckpropeller in Bewegung.
Quelle: Tim Schwabedissen

Manövrierunfähige Yacht trieb auf Mole
(30.11.06) - In der Nacht des 30.11. rettete die US-Coast Guard zwei von drei Mann des havarierten Segelbootes "Paradise" nahe Baycliff, Texas. Eine Wache des Sektors Houston/Galveston hatte den Notruf aufgefangen. Das Boot lag zu dieser Zeit vor Anker, nachdem die Segel bei starkem Wind am Vorabend zerrissen waren. Die schwache Maschine der "Paradise" konnte das Boot nicht gegen die hohe See bewegen, und der Anker hielt nicht im Grund. In Houston startete ein Rettungshubschrauber, um die Männer an Bord zu winschen. Er fierte einen Rettungsschwimmer in die kalte See ab, um die Schiffbrüchigen aufzupicken. Nachdem zwei der Segler so gerettet waren, trieb die "Paradise" nach einer Drift von über einer Meile gegen eine Pier. Der dritte Mann konnte hier direkt vom Boot auf die Mole klettern. Der eingesetzte Rettungsschwimer wurde bei der Aktion leicht verletzt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Fünf Mann von gestrandetem Schiff gerettet
(30.11.06) - Am 30.11. gegen 10.30 Uhr retteten SAR-Kräfte in Guam fünf Personen von dem gestrandeten 30-Fuß-Boot "Headshaker", das vor Tarague Beach in Nordguam auf ein Riff gelaufen war. An der Rettung beteiligten sich die US Coast Guard, das Navy Helicopter Sea Combat Squadron 25 (HSC-25), Feuerwehrkräfte aus Guam, das Privatboot "Ten Two" und die USS "Frank Cable". Zwei Mann wurden von einem H 60-Hubschrauber des HSC 25 von Bord geholt, zwei weitere durch die "Ten Two" aufgenommen und auf ein Löschboot der Feuerwehr gebracht, die sie nach Agana transportierte. Der Kapitän rettete sich schwimmend an den Strand von Tarague. Zwei seiner Fahrgäste wurde in ein Marinehospital gebracht, die vier anderen Geretteten brauchten keine medizinische Betreuung. Die Rettungsaktion wurde durch die Küstenwachkutter "Assateague" koordiniert, die "Frank Cable" bot weitere Assistenz.
Quelle: Tim Schwabedissen

Ein Toter bei Explosion auf Werft
(30.11.06) - Bei einer Explosion auf einer Sektion der in Harvey im Trockendock liegenden "KLJ Erickson" kam am Abend des 28.11. ein mexikanischer Schweißer ums Leben. Er hatte gerade den betroffenen Bereich des Schiffes betreten, das im Bollinger Quick Repair Yard in Harvey gedockt war. Die Explosion, die sich um 19 Uhr ereignete, schleuderte ihn von dem Schiff, wobei er tödliche Verletzungen erlitt. Der Verunglückte war seit einem Dreivierteljahr beim Subkontraktor Hudco of Lafayette beschäftigt. Ob sein Schweißgerät bereits angestellt war und vielleicht die Explosion auslöste, oder ob sie andere Gründe hatte, ist nun Gegenstand von Untersuchungen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Doppelstrandung in Iroquois
(30.11.06) - Der Frachter "Spar Opal" lief am 27.11. um 20.40 Uhr an der oberen Einfahrt der Iroquois Schleuse auf dem Saint Lawrence Seaway in Ontario,auf Grund. Offenbar hatte die "Spar Opal" beim Einlaufen in die Schleuse einen Maschinenausfall erlitten und trieb bei kräftigem Wind trotz sofortigen Fallenlassens aller drei Anker auf der Südbank auf Grund. In der Folge geriet auch der Salzwassertransporter "Golden Eye" auf dem Weg nach Ottawa nahe des flussabwärts gelegenen Schleusentors auf Grund. Er hatte unterhalb der Schleusen gelegen. Dahinter befand sich noch der kleine Schlepper "Commodore Straits". Der Lotse auf der "Golden Eye" nahm nach der Havarie der "Spar Opal" an, dass er zum Ausweichen des zur Assistenz laufenden Schleppers einen Ankerplatz unterhalb des Iroquois Kontrolldammes suchen sollte. Dies schien auch nötig, um die in der Schleuse liegende "Algosoo" rückwärts wieder aus der Kammer zu lassen. Während des notwendigen Drehmanövers wurde die "Golden Eye" von der Strömung erfasst und trieb am vorgesehenen Ankerplatz vorbei auf eine Flussbank unterhalb Rocky Point. Die "Algosoo" verließ die doppelte Strandungsstelle gegen Mitternacht. Schiffe oberhalb und unterhalb der Unglücksstelle gingen bis Tagesanbruch vor Anker. Mit Tageslicht wurde der Verkehr in jeweils einer Richtung vorbeigeleitet. Die "Commodore Straits" nahm Untersuchungen des Flussgrundes an den Strandungsstellen vor.
Die "Golden Eye" wurde am Morgen des 30.11. um 08.20 Uhr mit den vereinten Kräften der "Ocean Hercule", "Ocean Jupiter" und "Ocean Bravo" freigeschleppt. Nach Bruch einer Schleppleine trieb sie aber dann ein Stück flussabwärts wieder auf Grund und lag zeitweilig unterhalb des Kontrolldammes mit dem Bug sehr dicht an der Kanalmarkierung 107. Der Schlepper "Commodore Straits" wurde entlassen und machte an den Prescott Elevators fest. Später wurde die "Golden Exe" an einen Notankerplatz unterhalb der Iroquios Schleusen verholt.
Die "Spar Opal" verkehrt auf den Großen Seen. Sie gehört der Spar Shipping AS aus Bergenund ist verchartert an die Fednav Ltd, Montreal. Am 1.12. wurde die "Spar Opal" durch die 5000 PS starke "Ocean Jupiter" sowie die "Ocean Bravo" aus Montreal freigeschleppt. Die Schlepper waren unmittelbar nach der Strandung in Marsch gesetzt worden, allerdings hielt zeitweilig Nebel die "Ocean Jupiter" in Snell fest. Zuvor waren alle Bordkräne nach Backbord geschwenkt worden. Nach der Bergung ging das Schiff nach Iroquois. Die Bergung wurde durch eine Kanalmarkierung nahe des Hecks und die starke Strömung, die das Achterschiff des Havaristen immer wieder auf die Sandbank zurückdrückte, wenn die Zugkraft der Schlepper nachließ, verkompliziert. Nach der Bergungsaktion liefen die Schlepper nach Montreal ab.
Quelle: Tim Schwabedissen

Gedenken an Tote der "Daniel J. Morell"
(30.11.06) - 60 Jahre nach seinem Untergang in schwerem Sturm wurde am Lake Huron am 29.11. des Totalverlusts des Frachters "Daniel J. Morell" und seiner 29-köpfigen Crew gedacht, von der nur ein Mann überlebte. Das Schiff befand sich am 29. November 1966 im Lake Huron rund 20 Meilen nordöstlich von Harbor Beach an der Spitze von Michigan’s Thumb. 28 Mann starben, als das Schiff auseinanderbrach, nur ein heute 66-jähriger Seemann wurde nach 36 Stunden aus einer Rettungsinsel geborgen. Er lebt heute in Rocky River, Ohio. Er verarbeitete die traumatischen Erlebnisse, als seine Kameraden starben, in einem Buch namens "Soul Survivor: Dennis Hale’s Own Story." Die "Daniel J. Morell" war ein 600 Fuß langer 7000-Tonner aus Pennsylvania. Er brach in Winden von 65 Meilen pro Stunde in 25 Fuß hohen Seen auseinander und sank bei Temperaturen um den Gefrierpunkt auf 200 Fuß Tiefe. Beide Wrackteile liegen seither 5 Meilen voneinander entfernt auf dem Grund des Lake Huron 16 Meilen vor Pte. Aux Barques und sind inzwischen begehrtes Tauchziel. Die meisten der Crew, darunter auch drei Mann, die sich wie Hale auf eine Insel gerettet hatten, starben noch bevor irgendjemand von dem Unglück erfahren hatte. Das Schiff hatte kein SOS mehr senden könnten, nachdem die Energie ausgefallen war. Deswegen wurden danach elektrische Backup-Systeme für Funkanlagen eingeführt. Erst am 30.11. wurde eine Suchaktion eingeleitet, nachdem ein anderes Schiff einen Toten mit einer Schwimmweste der "Morell" zwischen Port Hope und Harbor Beach entdeckt hatte. Wenige Stunden später fand ein Helikopter der Küstenwache Hale lebend in seiner Insel. Die Rettungsarbeiten wurden fortgesetzt, doch fanden die Berger nur noch tote, steifgefrorene Körper in der See. Einige Männer wurden erst nach Monaten angetrieben. Das Unglück erschütterte die Bewohner von Harbor Beach, die vornehmlich vom Wasser lebten, außerordentlich. Hier wurden auch etliche Tote angelandet, was ein enormes Medienecho hervorrief.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter auf der Wolga gestrandet
(30.11.06) - Der russische Frachter "Flestina-5", 1700 BRZ, strandete am 29.11. nahe Astrakhan auf dem Weg von der Türkei nach Turkmenien. Das 1988 erbaute Schiff kam bei Kilometer 2666,5 auf der Wolga fest und wartete, da es aus eigener Kraft nicht wieder freikam, auf Schlepper.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter trieb auf Wellenbrecher
(30.11.06) - Am 25.11. geriet der 8689 BRZ große Frachter "Hyundai Primorskiy" beim Einlaufen nach Busan in sehr schwere See. Plötzlich fiel der Autopilot aus und fixierte das Ruder in Hart-Backbord-Lage. Dadurch lief der 1987 als "Maersk Asia Quarto" erbaute Frachter auf den Wellenrecher von Busan. Hafenschlepper konnten das Schiff rasch wieder flottmachen, anschließend löschte es die gesamte Containerladung zur Weiterverschiffung in amerikanische und asiatische Regionen. Das Schiff wurde sehr schwer am Bug beschädigt und soll zu einer chinesischen Werft zur Reparatur gehen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Brücke öffnete sich nicht Schlepper verlor Brückenhaus
(30.11.06) - Am 28.11. kollidierte auf der Ijssel ein Schlepper mit einer Brücke zwischen Zwolle und Hattem. Dabei wurde die Brücke des Schleppers zerstört. Der Kapitän hatte vom Brückenwächter grünes Licht zur Passage erhalten. Dann aber fuhr ein Zug über die Brücke, sodass sie nicht hochgeklappt werden konnte, als der Schlepper bereits Fahrt aufgenommen hatte und nicht mehr aufstoppen konnte. Der Schaden am Schiff beträgt über 75.000 Euro. Der Havarist wurde nach der Kollision ans Ufer verholt. Die Brücke blieb unbeschädigt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schwere Kollision vor Pulau Payar
(30.11.06) - Vor Pulau Payar kollidierten bei schlechter Sicht und Regen am 24.11. um 17.15 Uhr die mit 55 Passagieren besetzte Fähre "Express Jejathera 15" und die mit 153 Passagieren besetzte Fähre "Express Kenangan 6". Dabei kam ein dreijähriges Kind ums Leben, 33 Passagiere wurden teils schwer verletzt, die meisten auf der "Express Jejathera 15". Acht von ihnen mussten länger im Langkawi-Krankenhaus bleiben, eine Achtjährige auf Intensivstation. Die "Express Jejathera 15" musste zurück in den Hafen von Kuah geschleppt werden, der Kollisionsgegner lief mit eigener Kraft ein. Der Kapitän letzterer Fähre gab an, auf seinem Radar kein Objekt gesehen zu haben vor dem Zusammenstoß.
Quelle: Tim Schwabedissen

Yacht strandete vor Klein-Curacao
(30.11.06) - An der Nordküste von Klein-Curacao strandete am Morgen des 28.11. die 18 Meter lange, französische Yacht "Krisnic" auf dem Weg von Los Roquera nach Curacao. Die Notrufe des Schiffes wurden von der Fregatte "Hr. Mr. Van Amstel" aufgerufen, auch ein Hubschrauber und das Rettungsboot "Cornelis Zwaan" aus Citro kamen zu Hilfe. Es gelang zunächst nicht, den Havaristen freizuschleppen. Nun soll ein Schlepper versuchen, die "Krisnic" zu bergen. Das Rettungsboot blieb nahe der auf der Backbordseite in der Brandung liegenden Yacht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kollision vor Japan
(30.11.06) - Vor der japanischen Küste bei Kagawa Präfektur nördlich der Sikoku Insel kollidierte ein japanischer Tanker mit einem Bulkcarrier. Beide Schiffe blieben schwimmfähig, keine umweltgefährdenden Stoffe traten aus.
Quelle: Tim Schwabedissen

Historisches U-Boot-Wrack in Sydney identifiziert
(29.11.06) - Die australische Regierung hat am 27.11. ein jüngst vor Sydney gefundenes U-Boot als "historisches Schiffswrack" bezeichent und Untersuchungen zum Schiff und seiner 2-köpfigen Crew eingeleitet. Es handelt sich um das japanische Klein-U-Boot "M 24", das in der Nacht vom 31.5. zum 1.6.1942 mit zwei weiteren Mini-U-Booten in den Hafen eingelaufen und Torpedos auf den amerikanischen Kreuzer "Chicago" abgefeuert hatte. Diese detonierten aber unter dem Wohnschiff HMAS "Kuttabul", wobei 19 Australier und 2 Briten ums Leben kamen. Danach verfing sich eines der Boote in einer U-Bootssperre und wurde von seiner Besatzung gesprengt, während das dritte Boot bereits vor der Attacke von Wasserbomben zerstört worden war. Das Schicksal des dritten Bootes war bislang unbekannt geblieben. am 27.11. stiegen australische Marinetaucher zu dem Wrack hinab. Die japanische Regierung wurde über den Fund informiert. Am Boot wurde ein Kranz hinabgelassen, um Respekt vor der Crew zu bezeugen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Taucher drangen wieder zur "Hohe Weg" vor
(29.11.06) - Bergungstaucher sind in der Nacht zum 29.11. zum Wrack des gesunkenen Fischkutters "Hohe Weg" vorgedrungen. Sie fanden das Schiff unverändert auf der Steuerbordseite liegend vor, es war nicht weiter versandet. Allerdings sind in erheblichem Umfang Netze, die auf einer Winsch auf dem Brückenhaus aufgetrommelt waren, aufgeschwommen und versperren den Zugang zum Wrack. Eine Spur der vier vermissten Seeleute aus Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern wurde bei dem Tauchgang nicht gefunden. Höherer Wellengang verhinderten zwei weitere geplante Tauchgänge während der folgenden Stauwasserzeiten am 29.11, bei denen versucht werden sollte, die Netze zu entfernen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kreuzfahrtschiff in der Antarktis gestrandet
(28.11.06) - In der Südantarktis lief in der Nacht zum 27.11. das unter Malta-Flagge laufende Kreuzfahrtschiff "Lyubo Orlova", 4500 BRZ, auf Grund. Das Schiff lief beim Versuch, Deception Island anzusteuern, mit 150 Passagieren in der Whalers Bay auf Grund. Der Kapitän funkte umgehend Notrufe, die von dem spanischen Eisbrecher "Gabriel de Castilla" der spanischen Marinestation Las Palmas empfangen wurden. Der Eisbrecher lief sofort aus. Nach Erreichen des Havaristen prüfte er die Lage und begann bei Hochwasser mit Abschleppversuchen. Diese hatten acht Stunden später Erfolg. Die "Lyubov Orlova" konnte mit eigener Kraft den Hafen von Ushuaia anlaufen. Hier wurden die Passagiere an Land gesetzt und nach Buenos Aires zurückgeflogen. Bereits 1989 hatte die "Gabriel de Castilla" den argentinischen Eisbrecher "Bahía Paraíso" freigeschleppt, der in der Arthur Bay gestrandet war.
Quelle: Tim Schwabedissen

Wetter vereitelt Tauchgänge an "Hohe Weg" weiterhin
(28.11.06) - Am 25.11. mussten die drei Nordseetaucher der Firma Nordseetaucher Ammerbek, die die vier Seeleute, die aus dem auf den Nordergründen gesunkenen Kutter „Hohe Weg“ bergen sollen, wieder unverrichteter Dinge abbrechen. Morgens um halb sieben hatte das Polizeiboot „Bremen 3“ mit den drei Tauchern an Bord im Bremerhavener Geeste-Vorhafen abgelegt. Um 9.30 Uhr waren sie an der Unglücksstelle, als sich dort pünktlich mit dem Hochwasser das Zeitfenster auftat, in dem einer von ihnen in das Kutterwrack in acht Metern Wassertiefe hätte vordringen können. Bei Hoch- und bei Niedrigwasser machen Ebbe und Flut bis zu einer Stunde Pause. Nur in dieser Phase des Stauwassers lässt die Strömung nach, sodass jeweils ein Taucher relativ gefahrlos ans Werk gehen könnte. Die beiden anderen bleiben an Bord des Polizeibootes. Einer leitet den Einsatz und steht mit dem Taucher im Wrack über das Tauchertelefon in Verbindung. Er sieht auch die Bilder der Videokamera auf dem Helm des Tauchers und sieht alles , was der Taucher sieht, und auch, was er nicht sieht durch das kleine Fenster im Helm. Der andere steht als Rettungstaucher an Bord bereit, um seinem Kollegen sofort zu helfen, falls unten etwas passiert. Doch am 25.11. kam es wieder nicht so weit. Der Wind hatte aufgebrist – auf fünf Windstärken aus West-Südwest. Die Wellen an der Unglücksstelle türmten sich bis zu 1,2 Meter auf, die Höhe, ab der ein Tauchgang verschoben wird. Die Gefahr für den Taucher wäre zu groß gewesen. Er trägt beim Tauchgang einen 12 Kilogramm schweren Helm, wird über eine „Nabelschnur“ von Bord mit Atemluft versorgt. Der Seegang hätte zu viel Bewegung in das sensible Zusammenspiel zwischen Taucher und Schiff gebracht und damit für eine Gefährdung des Tauchers gesorgt. In dieser Woche wird die Suche nach den Vermissten fortgesetzt – aber nur bei entsprechender Wetterlage. Abgesehen von der psychischen Belastung ist die Arbeit technisch auch nicht leicht. Der Kutter liegt auf der Steuerbordseite . Ausgerechnet dort befindet sich aber die Tür ins Ruderhaus. Von da aus geht es über eine Treppe ins Schiffsinnere weiter, wo sich der Mannschaftsraum befindet. Doch schon in der vergangenen Woche hatte sich eine anderthalb Meter dicke Sandschicht um den Kutter aufgebaut. Die Eingänge müssen für den Moment des Einsatzes mit Spül- und Saugtechnik freigelegt werden. Wenn die Schotten frei sind, werden sie festgezurrt, damit sie nicht zuschlagen können, während der Taucher ins Innere des Wracks vordringt. Das Wasser dort unten ist voller Schwebeteilchen, die Sicht maximal 30 bis 40 Zentimeter weit. Der Scheinwerfer am Helm nützt dem Taucher entsprechend nicht viel. Der Taucher muss sich mehr vortasten, als dass er etwas sieht. Die Taucher sind es gewohnt, unter solchen Bedingungen zu arbeiten. Nahe geht ihnen dieser Einsatz dennoch - wissen sie doch, dass es jeden auf See treffen kann.
Quelle: Tim Schwabedissen

Ein Toter bei Kutteruntergang
(28.11.06) - Am 26.11. sank der in Port Clyde beheimatete Kutter "Taylor Emily" rund 80 Meilen östlich von Portland. Ein Mann der zweiköpfigen Crew ertrank. Der 50 Fuß lange Kutter "Blue Water III" aus Medomack hatte um 22 Uhr den Notruf an die Küstenwache weitergeleitet. Zu dieser Zeit hatte er bereits den Kapitän des gesunkenen Kutters aus einer Rettungsinsel geborgen und hielt vergeblich nach dem zweiten Mann Ausschau. Daraufhin wurde der Küstenwachkutter "Campbell" aus 60 Meilen Entfernung zur Unglücksstelle dirigiert und ein Jayhawk Helikopter aus Cape Cod in Marsch gesetzt. Nach Tagesanbruhc wurde er durch einen Falcon Jet unterstützt. Der Kutter "Paulo Marc" aus South Bristol entdeckte den ertrunkenen Seemann um 9 Uhr morgens am 27.11. Er trug keine Schwimmweste.
Quelle: Tim Schwabedissen

Bohrinselcrew rettete 2 Schiffbrüchige
(28.11.06) - Am 26.11. rettete die Besatzung der Bohrinsel "Dularge" zwei Personen, nachdem ihr Boot gekentert war, 12 Meilen südwestlich von Freeport, Texas. Um 18 uhr wurde die Küstenwache über die Rettung informiert. Sie entsandte ein Rettungsboot aus Freeport, das die zwei Geretteten vom Ölrig aufpickte und sie zur Station brachte.
Quelle: Tim Schwabedissen

KÜstenwache barg durchnässte Gestrandete
(28.11.06) - Am Abend des 25.11. rettete die Küstenwache drei Personen, nachdem ihr Pontonboot östlich von Atkinson Island in in Trinity Bay, Texas, gegen 22 Uhr auf Grund gelaufen war. Sie hatten die Retter alarmiert, nachdem ihr Boot in weniger als 6 Inch Wasser festgekommen war. Sie hatten versucht, den nahen Strand zu Fuß zu erreichen, waren aber im Schlamm eingesunken und zu ihrem Boot zurückgekehrt. Die Küstenwachstation Houston entsandte einen Hubschrauber, der 20 Minuten später vor Ort war und die 3 Mann aufwinschte. Sie wurden mit Unterkühlungen, die sie sich beim eigenen Rettungsversuch zugezogen hatten, zum La Porte Municipal Airport gebracht. Das Boot sollte mit der nächsten Flut flottgemacht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Gestrandete Yacht freigeschleppt
(28.11.06) - Am 25.11. strandete um 11.35 Uhr die 40 Fuß lange Yacht "Blue Moon" mit 5 Mann nahe Tacoma, Washington, in Commencement Bay auf einer Untiefe. Minuten später war das Löschboot "Defiance" aus Tacoma und ein Hilfsschiff der Küstenwache vor Ort. Am Nachmittag gelang es, dicht genug an den Havaristen zu gelangen, um eine Schleppleine an das stark krängende Boot zu übergeben. Es wurde dann erfolgreich flottgemacht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Trawler durch Marine versenkt
(28.11.06) - Am Morgen des 27.11. wurde ein Trawler rund 50 Meilen vor Chilaw versenkt, nachdem er auf Ansprache durch ein Patroullienbboot nicht reagiert hatte. Nach drei Warnschüssen wurde Feuer auf das 45 Fuß lange Schiff eröffnet. Es gab eine starke Explosion, die darauf schließen ließ, dass das Schiff Explosivstoffe schmuggelte. 6 Mann kamen ums Leben.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kollison vor Eisk
(28.11.06) - Am 24.11. kollidierte der 1993 erbaute, 3952 BRZ große, ukrainische Frachter "Tairovo" beim Auslaufen aus dem Hafen von Eisk, Azov See, mit dem 2406 BRZ großen moldavischen Frachter "Otrada". Das 1965 erbaute Schiff wurde dabei auf einer Fläche von 2,7 x 0,7 Metern oberhalb der Wasserlinie aufgerissen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Verschollener Kran gestrandet aufgefunden
(28.11.06) - Der am 14.11. auf Drift gegangene Schwimmkran wurde jetzt von dem Schlepper "OT-2438" vor Urdyuk, 10 Meilen südlich von Bautino in der Kaspischen See in flachem Wasser gefunden. Der Schlepper "Astrakhan" konnte sich wegen der geringen Wassertiefe nur bis auf 250 Meter Distanz annähern. Am 25.11. wurde eine Bergungscrew auf den Kran übergesetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen

70-Fuß-Welle setzte Frachter außer Gefecht
(28.11.06) - Der 440 Fuß lange Frachter "Westwood Pomona", der mit Holz und Containern beladen war, wurde in der Nacht des 12.11. in der Nacht von einer 70 Fuß hohen Welle im Pazifik getroffen, die die Brückenfenster einschlug und elektroniusche Einrichtungen beschädigte. Das Schiff musste daraufhin geschützte Gewässer in Coos Bay ansteuern. Ein Mann wurde verletzt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Mindestens 16 Tote bei Fähruntergang
(28.11.06) - Das philippinische Fahrgastschiff "Leonida II" kenterte am 25.11. 710 Kilometer südöstlich von Manila in den Gewässern vor den Hinatuan Inseln bei Surigao City. 16 Personen starben, 58 wurden gerettet. Die Küstenwache setzte die Suceh fort, weil die genaue Anzahl der Passagiere unbekannt war. Raue See behinderte die Rettungsarbeiten. Das Schiff hatte eine Fahrgastkapazität von 160 Personen.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Kran Danielsen"-Kollision vor Gericht
(28.11.06) - Das Gericht in Nyborg sprach die Nordane Shipping aus Svendborg schuldig an der Kollision des Frachters "Karen Danielsen" mit der Großen Belt-Brücke am 3.3.2005, bei der ein Mann starb. Die Nordane Shipping und nicht die Reederei Otto Danielsenhatte ISM-Verantwortlichkeit für die Otto Danielsen-Flotte. Der Ankläger sprach eine Strafe von 30000 Dänenkronen aus. Der kroatische Kapitän wird nicht beschuldigt. Das Schiff wurde nach der Kollision "as is" an italienische Interessenten verkauft und nach Rparatur als "Mirabella" für norwegische Eigner unter Malta-Flagge in Fahrt gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen

20 Mann Crew von Frachter gerettet
(28.11.06) - Das philippinische Kümo "Mike I" sank am 22.11. vir der Küste von Davao Oriental. Die gesamte 20-köpfige Crew wurde gerettet. Das Schiff transportierte Holzstämme von Cebu nach Zamboanga, als es 500 Meilen vor Baganga Wassereinbruch hatte, weil das Schiff möglicherweise überladen war. Es gehörte der Matsya Shipping in Cebu. Die Küstenwache prüfte, ob Öl austrat.
Quelle: Tim Schwabedissen

Sturm führte zu Chaos in Colon
(28.11.06) - Ein Sturm ließ in der Nacht zum 24.11. in Colon mehrere Schiffe havarieren. Der Frachter "Princes Aviv" riss sich los und rammte den Frachter "Liberty V" in die Backbordseite. Der Frachter "Perseus V" wurde vor dem Strand auf Grund getrieben.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutteruntergang nicht durch U-Boot verschuldet
(28.11.06) - Der Untergang des französischen Kutters "Bugaled Breizh" vor der Südspitze Englands Anfang 2004 ist einem Behördenbericht zufolge nicht durch ein U-Boot verursacht worden. Die Faktenlage stütze diese Möglichkeit trotz eines damals in dem Seegebiet stattfindenden NATO-Manövers nicht, erklärte die französische Behörde für Meeresunfälle (BEA Mer) am 28.11. im bretonischen Quimper zu dem Untergang, der fünf Tote forderte. Die Ermittler gingen von einem Fischereiunfall durch eine Verkettung unglücklicher Umstände aus. Demzufolge verfing sich das Schleppnetz der "Bugaled Breizh" auf dem Meeresboden vor dem britischen Kap Lizard, wodurch das Boot Schlagseite entwickelte. Dadurch habe Wasser durch eine offen stehende Luke eindringen können, was dann zum Kentern des Schiffes geführt habe.
Quelle: Tim Schwabedissen

Weg frei zur Versenkung der "Troy D"
(28.11.06) - Nach monatelanger Verzögerung konnte nun bestätigt werden, dass die "Troy D" Anfang 2007 nahe Maria Island vor der tasmanischen Ostküste versenkt wird. Profi-Versenker aus Kanada und Westaustralien werden am 20.2. eintreffen, um die letzten Vorbereitungen durchzuführen. Das Schiff wird in einem gemeinsamen Programm der örtlichen und staatlichen Regierungen zu einem Tauchziel gemacht. Im Dezember soll eine letzte Inspektion durch Commonwealth Inspektoren stattfinden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Autotransporter rammte Kanalschleuse
(28.11.06) - Der unter Liberia-Flagge fahrende Autotransporter „Hyundai No. 107“ ist am 25.11. gegen 8.30 Uhr mit einem Schleusentor der Brunsbütteler Kanalschleusen kollidiert. Bei dem Unfall wurden auch zwei Dalben demoliert. Der Schaden beträgt mindestens 30000 Euro. Die Wasserschutzpolizei hat Ermittlungen aufgenommen. Das Schiff war von der Ostsee kommend Richtung Elbe unterwegs, als es das Tor rammte.
Quelle: Tim Schwabedissen

Binnenschiff blockierte Donau
(28.11.06) - Am 24.11. lief gegen 20.30 Uhr das Binnenschiff "Frank Dieter" auf der Donau nahe der Aitrachmündung auf Grund. Nach einem technischen Fehler war das Ruder ausgefallen, und das Schiff legte sich quer. Es war mit 968 Tonnen Streusalz unterwegs von Heilbronn nach Straubing. Die Schifffahrt auf der Donau wurde gegen 22 Uhr komplett gesperrt. Um das Schiff wieder flottzubekommen, sollte von einer nahen Schleuse in einem Schwall aufgestautes Wasser entlassen werden. Dieses Prozedere hatte am 25.11. um 13.15 Uhr Erfolg, die "Frank Dieter" kam mit der künstlichen Springflut wieder frei. Sie verholte dann zu Untersuchungen zum nahen Zielhafen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Hamburger Frachter rettete schiffbrüchige Seeleute
(25.11.06) - Dramatische Rettungsaktion vor der Küste Siziliens. Bei schwerer See geriet das Küstenmotorschiff "Mikel" in Not. Sofort wendete das Hamburger Containerschiff "OOCL Thailand" und nahm Kurs auf den Havaristen. "Mayday...mayday...Position 36¡ 06' N / 017¡ 21' E..." Das Hamburger Containerschiff "OOCL Thailand" der Reederei Claus-Peter Offen empfing diesen internationalen Notruf am frühen Morgen des 11. November im Seegebiet südöstlich von Sizilien. Das libanesische Küstenmotorschiff "Mikel" trieb bei Windstärke 8 und schwerer Schlagseite in der groben See. Mit einer Ladung Papier auf der Reise vom italienischen Livorno nach Alexandria in Ägypten war das Schiff leckgeschlagen und drohte zu kentern. Sieben Mann Besatzung, libanesische und syrische Seeleute, bangten um ihr Leben. Kapitän Albert C. Alde ließ die "OOCL Thailand" sofort wenden und nahm Kurs auf den Havaristen. Knapp zwei Stunden später erreichte das Containerschiff die sinkende "Mikel". Als Rettung in Sicht war, befahl "Mikel"-Kapitän Mahmoud Ali Kheir seiner Besatzung, das Schiff sofort zu verlassen. In einer Rettungsinsel gelang es den Seeleuten, trotz schwerer See und stürmischen Winds die nahebei liegende "OOCL Thailand" zu erreichen. Die Schiffbrüchigen wurden an Bord genommen und versorgt. Nur ihre persönlichen Papiere mussten sie beim überstürzten Aufbruch auf der sinkenden "Mikel" zurücklassen. Die 68000 Tonnen große "OOCL Thailand", die 2002 als "Santa Virginia" für die Offen-Reederei gebaut worden war, nahm Kurs auf den süditalienischen Hafen Gioia Tauro. Hier wurden die Geretteten an Land gesetzt und in ihre Heimat gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Gestrandete Yacht in schwerer See evakuiert
(25.11.06) - Am Morgen des 25.11. sandte die Yacht "Breda" gegen 11 Uhr Notrufe, nachdem sie in schwerem Wetter nahe der Mündung des Nene River bei Kings Lynn, Norfolk, gestrandet war und sich schwer überlegte. Die Yarmouth Coastguard alarmierte die Sutton Bridge and Hunstanton Coastguard Rescue Teams und das Hunstanton RNLI Rettungsboot. Da dessen Eintreffen durch das schlechte Wetter sich aber herauszögerte, wurde ein Seaking aus Wattisham in Marsch gesetzt. Die dreiköpfige Crew wurde unversehrt aufgewinscht und zur Versorgung ins Queen Elizabeth Hospital in Kingslynn gebracht. Das Boot wurde an einer Boje vertäut und soll von einer Bergungsfirma eingebracht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Barge mit Ölladung gesunken
(25.11.06) - Die Barge "Ras" sank in der Nacht zum 20.11. mit 59000 Säcken Öltrümmern von Guimaras Island 5 Kilometer nordöstlich von Plaridel Misamis Occidental. Die "Ras" der Harbor Star Reederei war unterwegs von Lugait in Misamis Oriental, als sie in schwere See geriet und um 23.10 Uhr durch eindringendes Wasser in den Laderaum unterging. Zuvor war die Abdeckung fortgeweht worden. Die Barge hatte den Hafen von Cabalagnan in Nueva Valenciaam 19.11. im Schlepp der "Vega" verlassen. Deren 6-köpfige Crew blieb unversehrt. Der Unfall ereignete sich nur drei Monate nach dem Untergang des Tankers "Solar I" in der Region.
Quelle: Tim Schwabedissen

Gestrandete Yacht in schwerer See evakuiert
(25.11.06) - Am Morgen des 25.11. sandte die Yacht "Breda" gegen 11 Uhr Notrufe, nachdem sie in schwerem Wetter nahe der Mündung des Nene River bei Kings Lynn, Norfolk, gestrandet war und sich schwer überlegte. Die Yarmouth Coastguard alarmierte die Sutton Bridge and Hunstanton Coastguard Rescue Teams und das Hunstanton RNLI Rettungsboot. Da dessen Eintreffen durch das schlechte Wetter sich aber herauszögerte, wurde ein Seaking aus Wattisham in Marsch gesetzt. Die dreiköpfige Crew wurde unversehrt aufgewinscht und zur Versorgung ins Queen Elizabeth Hospital in Kingslynn gebracht. Das Boot wurde an einer Boje vertäut und soll von einer Bergungsfirma eingebracht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Einhandsegler zum zweiten Mal im Südpolarmeer in Seenot
(25.11.06) - Zum zweiten Mal binnen 24 Stunden geriet der "Hugo Boss"-Skipper Thomson in großer Gefahr: Von dieser wurde er von seinem Konkurrenten Golding im eisigen Südpolarmeer gerettet. Doch in den haushohen Wellen geriet auch dessen Hightech-Yacht "Ecover" in Seenot. Die gefährliche Rettungsaktion hatte vermutlich dem Mast zu schwer zugesetzt: Um Alex Thomson aufzunehmen, war Mike Golding mit seiner "Ecover" rund 100 Seemeilen zurückgesegelt, kämpfte sich durch haushohe Wellen und stürmische Winde. Der Mast der Hightech-Yacht hielt den Belastungen nun nicht mehr Stand un brach. Die beiden Engländer errichteten aber gemeinsam ein Notrigg und nehmen nun Kurs auf Kapstadt. Für Golding bedeutete dies lediglich das Aus beim Velux 5 Oceans-Race, während es seinen Landsmann beinahe das Leben gekostet hätte. Über 24 Stunden trieb Thomson hilflos im Südpolarmeer, bis er mit einem Rettungsfloß von der Yacht "Hugo Boss" auf die "Ecover" übersetzen konnte. Erst beim vierten Versuch klappte der Umstieg. Beide Skipper gingen mit äußerster Vorsicht zu Werke, um ihre Leben bei schweren Graupel- und Schneeschauern sowie starken Winden nicht zu gefährden. Mike Golding: "Es war eine sehr heikle Sache. Während der Übernahme hat dann mein Motor gestreikt, aber wir haben es dennoch hingekriegt. Meine ersten Worte waren 'Willkommen an Bord!'". Golding gab zu, während der Nacht sehr nervös gewesen zu sein. "Alex hat nach eigener Aussage tief geschlafen, ich musste ihn mit dem Telefon wecken, als es soweit war. Ich habe die ganze Zeit vor lauter Nervosität Solitär gespielt", sagte er. Einen Tag zuvor hatte Thomson nach einem Schaden an der Kielmechanik die Kontrolle über sein Boot verloren und die Rennleitung um Hilfe gebeten. Zu diesem Zeitpunkt lag er im Rennen auf Platz drei. Die Konkurrenten eilten zur Rettung herbei, Golding war der erste, der bei Thomson war. Über Nacht hielt er in sicherem Abstand Sichtkontakt zum havarierten Boot, um dann heute früh mit der Rettung zu beginnen. Nach der Rettung hatte sich Golding wieder voll dem Rennen gewidmet und sich auf die Verfolgung des führenden Schweizers Bernard Stamm gemacht. Seine "Hugo Boss", die vermutlich sinken wird, wird Thomson wohl nie wieder sehen. Wegen der großen Entfernung zur Küste kommt eine Bergung nicht in Frage.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter ging vor Frankreich Ladung über
(25.11.06) - In schwerer See geriet die aus Holzplanken bestehende Decksladung des maltesischen Frachters "Socol 2", 6030 BRZ, am 24.11. vor der Insel Ushant über. Ein Teil ging über Bord. Der Frachter lief Brest als Nothafen an, wo die verbliebene Ladung neu gestaut wird. Die "Socol 2" war unterwegs vom dänischen Norrköping nach Casablanca. Sie wird bereedert von der Korf Navigation Malta.
Quelle: Tim Schwabedissen

Barge mit Ölladung gesunken
(25.11.06) - Die Barge "Ras" sank in der Nacht zum 20.11. mit 59000 Säcken Öltrümmern von Guimaras Island 5 Kilometer nordöstlich von Plaridel Misamis Occidental. Die "Ras" der Harbor Star Reederei war unterwegs von Lugait in Misamis Oriental, als sie in schwere See geriet und um 23.10 Uhr durch eindringendes Wasser in den Laderaum unterging. Zuvor war die Abdeckung fortgeweht worden. Die Barge hatte den Hafen von Cabalagnan in Nueva Valenciaam 19.11. im Schlepp der "Vega" verlassen. Deren 6-köpfige Crew blieb unversehrt. Der Unfall ereignete sich nur drei Monate nach dem Untergang des Tankers "Solar I" in der Region.
Quelle: Tim Schwabedissen

Rettungsaktion für Einhandsegler im Polarmeer
(24.11.06) - Der britische Einhandsegler Alex Thomson treibt mit seiner Yacht "Hugo Boss" nach einer Havarie hilflos im Südpolarmeer. Bei Windstärke sieben versagte beim Velux-Ocean-Einhandrennen rund um die Welt die Kielmechanik der knapp 20 Meter langen High-Tech-Yacht vom Typ Open 60. Thomson selbst blieb unverletzt. Die Regattaleitung wies den viertplatzierten Japaner Kojiro Shiraishi an, Kurs auf die Position des Havaristen nahe des 49. Breitengrades zu nehmen und dem Briten zur Hilfe zu kommen.
Zuvor waren Versuche, den Schaden mit Bordmitteln zu beheben, gescheitert. Thomson verständigte daraufhin die Rennleitung über Satellitentelefon, dass er sein Boot aufgeben und gerettet werden müsse. Der 32-Jährige treibt mit seiner Yacht derzeit rund 1850 Kilometer südlich von Kapstadt in schwerer See. Über Funk sagte er: "Es ist absolut verheerend, wenn man in einer so kritischen Phase des Rennens ein ernstes mechanisches Problem hat, das man nicht unter Kontrolle kriegen kann. Wenn es irgendeine Möglichkeit gegeben hätte, weiterzufahren, dann hätte ich diese genutzt, aber es gab keine andere Option als das Boot aufzugeben."
In einer Erklärung von Thomsons Team hieß es: "Alex ist sehr müde und enttäuscht, aber er ist sehr konzentriert und pragmatisch. Seine Sicherheit hat jetzt höchste Priorität und das Wichtigste ist, ihn sicher von seinem Boot zu bekommen". Ähnlich äußerte sich Renndirektor David Adams: "Die Sicherheit der Teilnehmer steht an erster Stelle. In der Minute, als uns Alex darüber informierte, dass er sein Boot aufgeben muss, haben wir Mike Golding angewiesen, umzukehren und ihn zu retten. Wir stehen in ständigem Kontakt mit Mike, Alex und Kojiro." Golding befand sich zum Unglückszeitpunkt rund acht Stunden Fahrzeit entfernt von Thomson, Shiraishi 18 Stunden. Die Übernahme des Skippers dürfte bei starken Winden und schwerer See kein einfaches Unterfangen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Küstenwache kämpft sich durch Sturm zu havariertem Kutter
(24.11.06) - Am 22.11. um 17 Uhr geriet der 76 Fuß lange Kutter "Jesse James" in 15 Fuß hohen Seen und 35 Knoten Windgeschwindigkeit 50 Meieln südsüdwestlich von Shinnecock in Seenot und bat die Küstenwache um Hilfe. Diese schickte den 200 Meilen entfernt stehenden 200-Fuß-Kutter "Dependable" aus Cape May, der sich 35 Meilen östlich von Nantucket auf Patroullienfahrt befand. Wenn der Havarist erreicht ist, sollte versucht werden, ihn nach New York abzuschleppen. Die "Dependable" wurde gegen 17 Uhr des 23.11. am Kutter erwartet.
Quelle: Tim Schwabedissen

Einhandsegler in Südpolarmeer gerettet
(24.11.06) - Der britische Einhandsegler Alex Thomson ist am Morgen des 24.11. von seinem Landsmann Mike Golding aus dem Südpolarmeer gerettet worden. Thomson war am Vortag bei Windstärke sieben mit seiner 20 Meter langen Yacht "Hugo Boss" havariert und trieb hilflos vor der südafrikanischen Küste auf See. Golding, der auf der ersten Etappe der Weltumseglung "Velux 5 Oceans" auf dem zweiten Platz lag, hatte seine "Ecover" umgehend gewendet und war 80 Seemeilen gegen den Wind zurückgesegelt, als er von der Havarie des 32-Jährigen gehört hatte. Schon am Abend des 23.11. hatten Thomson und Golding Sichtkontakt, aber entschieden, mit der Rettungsaktion bis zum ersten Tageslicht zu warten. Erst im vierten Versuch konnte Thomson mit Hilfe seiner Rettungsinsel an Bord der "Ecover" gelangen. Der gesamte Vorgang dauerte 1.45 Stunden. Thomson sagte nach der Rettung: "Ich bin Mike Golding unendlich dankbar. Aber ich bin todtraurig. Das war der emotionalste Moment meines Lebens, als ich das Boot verlassen musste. Diese Yacht war die letzten drei Jahre lang mein Leben." Im Gegensatz zu Thomson wird die 20 Meter lange "Hugo Boss" nicht geborgen werden können. Vermutlich wird sie im stürmischen Südpolarmeer weiteren Schaden nehmen und sinken. Eine Bergung der Yacht, bei der die komplette Kielmechanik ausgefallen ist, kommt wegen der großen Entfernung zur Küste nicht in Frage. Golding, der durch die Rettungsaktion seine gute Platzierung aufgab aber weiter am Rennen teilnimmt und die Verfolgung des führenden Schweizers Bernard Stamm aufnimmt, wird von der Regattaleitung für seinen Einsatz belohnt. So wird ihm die Zeit, die er für die Rettung seines Landsmanns benötigte wieder gutgeschrieben.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter wieder frei
(24.11.06) - Die im Nord-Ostsee-Kanal auf dem Weg von Brunsbüttel nach Kiel bei Kanalkilometer 20,5 auf Höhe Dükerswisch in die Böschung gelaufene "Karina Danica" ist gegen 14 Uhr wieder frei gekommen. Sie musste aber, weil die Strandung durch einen technischer Defekt verursacht worden war, in der Weiche Dükerswisch festmachen und durfte ihre Fahrt nicht fortsetzen, bis die Untersuchungen dazu abgeschlossen wurden. (Quelle: Olaf Kuhnke)
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter wurde auf Esbjerger Mole gedrückt
(24.11.06) - Am Morgen des 23.11. kollidierte der italienische ConRo-Frachter "Grande Scandinavia", 51799 BRZ, mit dem nördlichen Wellenbrecher des dänischen Hafens Esbjerg. Das Schiff war bei starkem Wind beim Einlaufen trotz Schlepperassistenz außer Kontrolle geraten und prallte mit dem Backbord-Vorschiff gegen die Mole. Vier Schleppern gelang es schließlich, den 181 Meter langen Frachter in den Hafen zu manövrieren. Der Frachter der Grimaldi Lines wurde 2001 von Daewoo Heavy Industries erbaut und verkehrt zwischen östlichem Mittelmeer und Nordeuropa. Er kam von Cork und war auf dem Weg nach Wallhamn und Antwerpen.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Greetje Hendrika" zur Reparatur in Husum
(24.11.06) - Bei dem Kutter, der im Hafen von Büsum am vergangenen Wochenende einen Schaden in fünfstelliger Höhe anrichtete, handelte es sich um die "Greetje Hendrika". Nach Kollision mit der Helgoland-Pier sowie einem anderen Kutter befindet er sich derzeit in der Husumer Werft zur Reparatur des eingedrückten Bugs und einiger Rumpfschäden. Das nach einer "Amokfahrt" eines betrunkenen Besatzungsmitgliedes außer Kontrolle im Hafen treibende Schiff war von dem Tochterboot des Seenotkreuzers "Hans Hackmack" auf den Haken genommen und an die Pier in Hafen III zurückgebracht worden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Brennende Begasungsbeutel sorgten für Chemiealarm im Hamburger Hafen
(24.11.06) - Am Abend des 22.11. haben sich im Hamburger Köhlbrand-Hafen auf dem unter Singapur-Flagge fahrenden Frachter "Torm Baltic" Begasungsbeutel entzündet. Durch die austretenden Dämpfe wurden zwei Hafenarbeiter verletzt. Die 215 Meter lange und 32,2 Meter breite "Torm Baltic" war mit 51.500 Tonnen Rapssaat aus dem ukrainischen Hafen Odessa gekommen. Dort waren auch in den sieben Laderäumen kleine Säckchen angebracht worden, die mit Magnesiumphosphid und Phosphin in Pelletform (Kügelchen) gefüllt waren. Das Begasungsmittel wird unter anderem zur Vernichtung von Bakterien und Käfern eingesetzt. Die Pellets sollten sich während der Reise von Odessa nach Hamburg auflösen und nur ein Pulver zurücklassen, das normal entsorgt werden kann. Als aber die "Torm Baltic" bei einem Silobetrieb entladen sollte, wurden die Säcke aus den Luken genommen und an Deck gelegt. Offensichtlich enthielten sie noch Reste der Chemikalien, die sich durch die Feuchtigkeit an Deck selbst entzündeten. Durch die toxische Qualmentwicklung erlitten zwei Hafenarbeiter Atemwegsreizungen. Sie wurden stationär in einem Krankenhaus aufgenommen. Die "Torm Baltic" wurde bis auf eine Notbesatzung evakuiert. Ein Hafenarzt untersuchte die Besatzungsmitglieder und stellte keine weiteren Erkrankungen fest. Feuerwehrbeamte verstauten die Begasungsmittelsäcke sicher in einem Chemikalienfass. Das Fass wurde anschließend entsorgt. Auch das eingesetzte Löschwasser musste aufgefangen und entsorgt werden. Nach dem Einsatzende konnten die Besatzungsmitglieder wieder an Bord ihres Schiffes zurückkehren.
Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei dauern an.
Quelle: Tim Schwabedissen

Wracktaucher warten weiter auf Wetterbesserung
(24.11.06) - Auch am 9. Tag nach dem Auffinden des gesunkenen Fischkutter "Hohe Weg" in der Außenweser ging das Warten weiter. "Die Wellen sind zu hoch, ein gefahrloses Tauchen zum Schiffswrack ist immer noch nicht möglich" sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei Bremerhaven. "Wir stehen bereit. Innerhalb von zwölf Stunden können wir an dem Wrack sein", heißt es bei der Firma Nordseetaucher GmbH in Ammersbek. Sie gilt als erste Adresse für schwierige Aufgaben unter Wasser. Deren Leute sollen bei Wetterbesserung in das Schiffsinnere vordringen und sich auf die Suche nach den an Bord vermuteten Leichen der Besatzung machen "Wahrscheinlich werden drei Leute von uns runtergehen und ein Loch in den Rumpf schneiden. Das ist am sichersten für alle", ist die Planung in Ammersbek. Welcher Anblick sich den Tauchern dann bietet, weiß niemand. Für Claus Mayer, den Leiter der Firma und selbst ausgebildeter Berufstaucher, ist der zu erwartende Schrecken Teil der Arbeit. "Wir haben schon einige rausgeholt", sagt er. Unter anderem waren er und seine Leute mehrfach dabei, als die Ursachen für den Untergang der Fähre "Estonia" untersucht wurden. "Da haben wir auch Tote gesehen", sagte er. Wann die Spezialtaucher ihren Einsatz an der "Hohe Weg" starten können, ist derzeit noch offen. Der Wetterdienst hat zum Wochenende wieder Windstärken bis sechs vorhergesagt, in Böen acht. Bislang war es lediglich einmal zwei Tauchern des Wracksuchschiffes "Wega" gelungen, zum Wrack in der Außenweser vorzudringen. Sie stellten nach Sicht fest, dass es äußerlich unbeschädigt zu sein schien und alle Aufbauten sich noch am Platz befanden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter lief im Nord-Ostsee-Kanal auf Grund
(24.11.06) - Im Nord-Ostsee-Kanal leif am Vormittag des 24.11. das dänische Kümo "Karina Danica" in die Böschung. Es versuchte, aus eigener Kraft wieder frei zu bekommen, bislang aber noch ohne Erfolg. Die übrige Schifffahrt kann den Havaristen passieren.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Safmarine Agulhas"-Bergung im Zeitplan
(24.11.06) - Die Kosten zur Räumung des 17000-Tonnen-Wracks der "Safmarine Agulhas", die am 26.6 vor East London strandete, können rund 100 Millionen südafrikanische Rand betragen, bis das Schiff auf 500 Kubikmeter Schrott reduziert ist. Insgesamt sollen aus dem 184 Meter langen Schiff zwischen sieben- und achttausend Tonnen Metall gewonnen werden, die bereits an einen örtlichen Schrotthändler verlauft wurden. Der Schiffsstahl soll dann zum größten Teil exportiert werden. Mammoet ist derzeit mit 12 holländischen Experten vor Ort, dazu kommen 19 örtliche Helfer. Die ebenfalls kontrahierte Firma Wreckers stellt weitere 14 Mann. Derzeit wird alles oberhalb des Hauptdecks demontiert. In der vergangenen Woche waren Teile der Aufbauten sowie Sektionen auf dem vorderen und achteren Schiffsteil entfernt. Vorbereitende Arbeiten sind im Gange, um 25 bis 35 Tonnen schwere Teile an Land zu bringen. Als nächstes soll in die gefluteten Laderäume vorgedrungen werden, wo die meisten von 108 noch vermissten Containern vermutet werden. Insgesamt waren 581 Container an Bord. Die meisten sowie 700 Tonnen Bunkeröl wurden in der ersten Bergungsphase von Bord geholt. Auf dem Wellenbrecher, auf dem die "Safmarine Agulhas" líegt, sollen eine Reihe von Zugpunkten installiert werden, mit denen ab Anfang 2007 die beiden großen Rumpfteile an Land gezogen werden sollen. Sie werden auf eine Zugkraft von 2400 Tonnen ausgelegt, worin eine große Sicherheitsmarge enthalten ist. Eine Landzunge, die vor dem Bug des Wracks in die See hinausragt, soll im Zuge dieser Arbeiten verlängert und verstärkt werden. So soll eine Art Slip entstehen, auf dem ab Februar das Vorschiff an Land gebracht werden soll. Die eigentliche Aktion soll 24 Stunden dauern. Danach soll vor dem Einsetzen der winterlichen Schlechtwetterphase auch das Achterschiff geborgen werden. Die Berger sind zuversichtlich, die Deadline von Ende Mai halten zu können.
Quelle: Tim Schwabedissen

Hubschrauber stürzte bei Bohrinselevakuierung in die Nordsee
(23.11.06) - In der Nacht zum 22.11. musste in der Nordsee die Bohrinsel "K 15 B" wegen einer Stromstörung evakuiert werden. Kurz vor Mitternacht hob ein zweimotoriger SAR-Super Puma-Rettungshubschrauber mit 13 Bohrinselarbeitern der Nederlandse Aardolie Maatschappij und vier Mann Besatzung von der 50 Kilometer vor der Küste stehenden Insel ab. Um 23.45 Uhr musste der in der stürmischen See aber mit Motorproblemen 25 Kilometer nordwestlich von Den Helder notwassern. Es gelang dem Piloten, einen "kontrollierten Crash" mit verhältnismäßig sanfter Landung auf dem Wasser zu vollführen. Dies trug dazu bei, dass alle Insassen rasch durch das Küstenwachboot "Arca", das Rettungsboot "Dorus Rijkers" aus Helder und zwei andere Rettungsfahrzeuge geborgen werden konnten. Auch zwei weitere Helikopter waren aufgestiegen. Ein Mann erlitt leichte Unterkühlungen und wurde zum Marine Vliegkamp De Kooy und von dort ins Krankenhaus nach Alkmaar gebracht. Die übrigen wurden nach Den Helder geflogen. Es handelte sich um 11 Niederländer und zwei Philippinos. Die Hubschraubercrew setzte sich aus drei Niederländern und einem Briten zusammen. Ein Küstenwachschlepper blieb nahe dem treibenden Helikopterrack, verlor es aber in der Nacht aus den Augen, weil es in zu flachem Wasser trieb. An der Suchaktion waren die Schlepper "Waker" und "Smit Kamara" sowie das Polizeiboot "P 48" beteiligt. Die "Smit Kamara" pickte auch die Seenotbake des Hubschraubers auf und lief inzwischen nach Den Helder zurück. Die Ursache des Motorschadens ist bislang unklar. Der Hubschrauber wurde am Morgen des 22.11. am Strand der Insel Texel angespült. Bereits am Abend des 20.11. war von der Aberdeen Coastguard eine Evakuierungsaktion von der Brae Alpha Platform eingeleitet worden. Die 155 Meilen nordöstlich von Aberdeen stehende Plattform hatte um 19.20 Uhr Gasalarm gegeben. Vier Hubschrauber aus Sumburgh, Lossimouth und Aberdeen wurden alarmiert. Nachdem Marathon Oil in den Abendstunden Entwarnung geben konnte, dass die Gasdetektoren normale Werte registrierten, wurden die Hubschrauber zurückgerufen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Büsumer Chaosfahrer wieder auf freiem Fuß
(23.11.06) - Der niederländische Seemann, der mit seinem Kutter am 19.11. im Büsumer Hafen erheblichen Schaden angerichtet hatte, befindet sich nach Zahlung von 1200 Euro wieder auf freien Fuß. Er hatte mit dem Schiff zwei Dalben und die Betonfassung der Spundwand des Helgolandanlegers beschädigt. Der Schaden wurde jetzt auf 6000 Euro geschätzt. Ob die Dalben ausgetauscht werden müssen, wird zurzeit vom Amt für ländliche Räume geprüft. Der 20 Meter lange Stahlkutter lief unterdessen zur Reparatur die Husumer Werft an. Der Bug war eingedrückt worde, außerdem waren einige Löcher im Rumpf entstanden. Der Schaden am Schiff wird auf rund 10 000 Euro geschätzt, der Gesamtschaden - auch an einem anderen Kutter entstand Reparaturbedarf - auf gut 20 000 Euro. Der 22-Jährige, der 1,5 Promille hatte, muss nun mit einem Strafverfahren wegen Schifffahrtsgefährdung, Trunkenheit im Schiffverkehr und missbräuchlicher Nutzung eines Fischereifahrzeuges rechnen. Gegenüber der Polizei hatte der Kapitän des Fischkutters derweil geäußert, dass er den Fischereihelfer weiterhin beschäftigen wolle.
Quelle: Tim Schwabedissen

U-Boot und Tanker nach Kollision im Hafen
(22.11.06) - Die Beteiligten der Kollision 60 Kilometer vor Tooimisaki, der Tanker "Spring Auster" und das U-Boot "Asashio", 2900 t, sind inzwischen zur Untersuchung in den Häfen Shibushi in der Kagoshima-Präfektur und in Aburatsu eingetroffen. Am U-Boot sind Schäden an der Heckflosse zu erkennen, auch das Ruder wurde in Mitleidenschaft gezogen. Das 86 Meter lange Boot rammte am 21.11. uzm 09.49 Uhr, knapp unter Wasser laufend, bei den Vorbereitungen zum Auftauchen den Tanker, der auf dem Weg nach China war. Nur das Periskop hatte zum Unglückszeitpunkt aus dem Wasser geragt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Binnenschiff hatte Wassereinbruch
(23.11.06) -Ein 80 Meter langes Berliner Binnenschiff, das seit 8 Uhr morgens im Hafen von Eberswalde lag, erlitt beim Beladen mit 500 Tonnen Futtergetreide Wassereinbruch im Maschinenraum. Als die ersten 60 Tonnen an Bord waren und mit ihrem Gewicht den Schiffsrumpf ins Wasser drückten, lief er plötzlich voll Wasser. Offenbar hatten sich zwei Nieten gelöst. Die beiden Löcher wurden provisorisch mit Holzkeilen abgedichtet. Beim Lenzen des Maschinenraums kam es zu einer leichten Ölverschmutzung im Hafen. Die Feuerwehr legte einen Ölschlängel aus. Quergestellte Wasserfahrzeuge des Baubetriebes, der in unmittelbarer Nachbarschaft des Hafens an der Kanalerweiterung arbeitete, sorgten dafür, dass für diese Zeit kein weiteres Schiff das Hafen passieren konnte. Anschließend wurde das Getreide wieder entladen. Nun muss die Ursache für die Havarie geklärt werden. Solange wurde über das Schiff ein Fahrverbot verhängt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Fregatte "Canterbury" wird neues Tauchziel
(23.11.06) - Ein großes Hindernis für die Versenkung der neuseeländischen 3000-Tonnen-Fregatte "Canterbury" konnte aus dem Weg geräumt werden. Das Department of Conservation (DOC) hatte sich dem Plan, dem Schiff eine letzte Heimstatt im Deep Water Cove, Cape Brett, zu verschaffen, widersetzt. In einem Treffen mit dem Bay of Islands Trust konnten die Bedenken aber ausgeräumt werden. Damit konnte der Weg freigemacht werden, die "Canterbury" ausd dem Devonport Naval Base in Auckland noch vor Weihnachten nach Opua zu schleppen. Die 36 Jahre alte Fregatte der Leaner-Klasse wurde im März 2005 außer Dienst gestellt und an den Bay of Islands Trust veräußert, der sie als Tauchattraktion nutzen will. Das DOC war in Sorge, dass die Fregatte eine Gefährdung für Flaschennasen-Delphine darstellen könnte, die das Cove als Ruheplatz nutzen. Doch ein stringenter Plan zum Schutz der Unterwasserwelt konnte die Sorgen ausräumen. Vor der Versenkung werden in Opua ein halbes Jahr lang Reinigungs- und Ausräumungsarbeiten stattfinden. Dafür hat der Trust 50.000 Dollar, will aber weitere 400.000 Dollar aus dem Verkauf von Souvenirs, die aus den Resten des Schiffes gewonnen werden, einnehmen. Die weiter notwendigen Kosten von 600.000 Dollar sollen von Sponsoren und über Marketing eingenommen werden. Dazu zählt auch der Verkauf der Erlaubnis, den Knopf zur Versenkung zu drücken. Die 300.000 Dollar zur Verschleppung und Präparierung eines Schwesterschiffes der "Canterbury", der bereits versenkten "Wellington", hatte seinerzeit die Marine bezahlt. Sie will aber nicht die Schleppkosten für die "Canterbury" zur Bay of Islands bezahlen. Falls die Pläne gescheitert weären, hatte bereits die Tutukaka Coast Promotions Society gesagt, sie könnte die "Canterbury" in Ngunguru, südlich von Tutukaka, versenken. Eine weitere einstige Fregatte der Leander-Klasse, die HMNZS "Waikato", wurde bereits im Jahr 2000 als Tauchattraktion in Ngunguru vor der Nordinsel versenkt. Dort dienen auch das einstige Forschungsschiff "Tui" seit 1999 vor Tutukaka und das 1987 in Matauri Bay versenkte Greenpeace-Schiff "Rainbow Warrior" als Tauchziele.
Quelle: Tim Schwabedissen

2 U-Bootwracks vor Schottland entdeckt
(22.11.06) - Ein hydrographisches Untersuchungsteam an Bord des englischen Küstenwachschleppers "Anglian Sovereign" hat während einer routinemäßigen Sonar-Untersuchung der üste vor den Orkney Inseln zwei bislang unbekannte U-Boote entdeckt. Sie langen rund 70 Meilen westlich des Sanday Sound. Es könnte sich um deutsche U-Boote aus dem 1. Weltkrieg haandeln. In der Region wurden 2 Boote, nämlich U 102 und U 92, vermisst gemeldet. Sie könnten an der Northern Barrage, einer Minensperre östlich des Sundes, verlorengegangen sein. Forscher haben inzwischen ermittelt, dass am 23.5.1916 das U 75 unter Kommandant Kurt Beitzen 22 Minen verlegt hatte. Weniger als einen Monat später lief der Kreuzer HMS "Hampshire" in das Minenfeld und sank. Beitzen ging später auf U 102, das im Herbst 1918 auf dem Rückmarsch nach Deutschland war und mit seiner gesamten 42-köpfigen Besatzung verschwand.
Quelle: Tim Schwabedissen

Amokfahrt im Büsumer Hafen
(22.11.06) - Ein betrunkener, 22-jährigere Fischer fuhr mit seinem Kutter am 19.11. im Hafen von Büsum Amok. Der Niederländer richtete bei seinem nächtlichen Ausflug schwere Schäden an Schiff und Hafenanlagen an. Der Fischereihelfer kam um 04.40 Uhr aus einer Kneipe, ging alleine an Bord seines 20 Meter langen Kutters und legte ab. Der Kapitän war noch an Land und bekam von dem Vorfall nichts mit. Der betrunkene Seemann fuhr dann unkontrolliert im Büsumer Hafenbecken III herum und lief mit dem Stahlkutter mehrfach gegen den Helgoland-Pier. Dieser wurde schwer beschädigt, auch ein anderer Fischkutter wurde gerammt. Als der Holländer wieder anlegen wollte, ging auch das schief: Das Anlegemanöver und das Vertäuen konnte ohne fremde Hilfe nicht gelingen. Der Seemann versuchte es trotzdem und sprang vom Schiff an Land, um dort die Leinen festzumachen. Dies klappte nicht, da sich der Kutter wieder von der Pier weg bewegte. Nun sprang der Betrunkene hinter dem Kutter her ins acht Grad kalte Hafenwasser, um ihn schwimmend wieder einzuholen. Dabei überschätzte er vollkommen seine Kräfte und drohte zu ertrinken. Ein Friedrichskooger Fischer war inzwischen auf das Spektakel aufmerksam geworden, legte mit seinem Kutter ab und zog den Mann aus dem Wasser. Der Kutter selbst wurde von dem Tochterboot "Emmi" des Büsumer Seenotkreuzers "Hans Hackmack" eingefangen. Der Seemann muss jetzt mit einer Anzeige wegen Schifffahrtsgefährdung, Trunkenheit im Schiffsverkehr, Sachbeschädigung und missbräuchlicher Benutzung eines Fischereifahrzeuges rechnen. Er wurde gegen Zahlung einer Sicherheitsleistung auf freien Fuß gesetzt. Sein Schiff wurde an Bug und Heck so schwer beschädigt, dass bis zur Behebung der Schäden in einer Werft ein Auslaufverbot verhängt wurde. Der Schaden liegt bei 10 000 Euro. Am Helgolandanleger müssen mehrere Dalben ausgetauscht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Rübenladung brannte
(22.11.06) - Der holländische Frachter "Virginiaborg", 9500 tdw, geriet am Morgen des 19.11. auf den Großen Seen in Brand. Das 2001 erbaute Schiff durfte mit seiner rauchenden Rübenladung die Soo-Schleusen passieren und wurde in Sault Ste Marie von der Feuerwehr erwartet. Mit einem Kran wurden die brennenden Palletten Stück für Stück an Land gehoben und auf dem Pier gelöscht. Das Feuer hatte sich offenbar schon stundenlang durch die Laderäume gefressen, bevor Rauch von der Besatzung entdeckt wurde. Der Schaden am Schiff selbst blieb gering.
Quelle: Tim Schwabedissen

Bohrinselteile aus Golf von Mexiko gehoben
(22.11.06) - Im Golf von Mexiko hat ein Bergungsteam von Smit Salvage jetzt den Bohrboden der Jack-Up-Plattform "High Island III" aus 200 Fuß Wassertiefe geborgen. Dazu wurde der Schwimmkran "Taklift 4" eingesetzt, der die Bohrinsel-Trümmer auf der von dem Schlepper "Mr. Eddie" gezogenen Barge "U 2050" absetzte.
Quelle: Tim Schwabedissen

U-Boot und Tanker nach Kollision auf dem Weg zur Untersuchung
(22.11.06) - Bei dem von einem U-Boot 30 Meilen vor der Südostküste von Miyazaki gerammten Tanker handelt es sich um den unter Panama-Flagge registrierten Chemietanker "Spring Auster", der auf dem Weg nach China war. Die aus 16 Philippinos und einem Südkoreaner bestehende Besatzung blieb unverletzt. Die Höhe des Sachschadens war noch unbekannt. Das U-Boot "Asashio" hatte den Rumpf des Tanks mit seinem Achterschiff beim Auftauchen getroffen. Auch seine 75-köpfige Crew überstand die Kollision unversehrt. Das Boot soll jetzt in den nächsten Marinehafen zur Inspektion laufen. Die 4000 Tonnen große "Spring Auster", die ihre Fahrt fortsetzte, soll nach Eintreffen im Hafen von der Küstenwache untersucht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

US-Marine arbeitet rund um die Uhr an "Intrepid"-Bergung
(22.11.06) - Der Naval Sea Systems Command’s (NAVSEA) Supervisor of Salvage and Diving leitet die Arbeiten der US Navy zur Befreiung des Flugzeugträgers "Intrepid" von seinem Platz am Pier 86 in New York, wo er seit dem 6.11. getrandet liegt. Die Arbeiten werden Inspektionen, Baggern, Stabilisieren und Vorbereitung zur Verschleppung nach New Jersey umfassen. Inzwischen wurden hydrographische Untersuchungen rund um den festliegenden Riesen durchgführt. Die Bergungsarbeiten werden durch das Einsetzen von Winterwetter verkompliziert. Mit der Assistenz der DonJon Marine Company Inc. aus New Jersey arbeitet die Navy nun rund um die Uhr daran, die "Intrepid" flottzubekommen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Auftauchendes U-Boot rammte Tanker
(21.11.06) - Ein japanisches U-Boot ist am Morgen des 21.11. im Pazifik, rund 50 Kilometer vor der südwestjapanischen Provinz Miyazakimit, einem unter Panama-Flagge laufenden 4000-Tonnen-Tanker kollidiert. Die Besatzung des Handelsschiffes meldete der Küstenwache, eine Kollision gespürt zu haben. Doch da kein anderes Schiff in der Nähe gesichtet worden sei, habe man die Fahrt fortgesetzt. Ein Militärsprecher bestätigte den Zwischenfall. Das U-Boot befand sich auf einer Übungsfahrt und war beim Auftauchen. Sein Ruder wurde leicht beschädigt. Menschen sind offenbar nicht zu Schaden gekommen. Der Zusammenstoß ereignete sich am Morgen. Wie es zu dem Unglück kommen konnte, ist noch unklar.
Quelle: Tim Schwabedissen

Gesunkener Trawler war falsch konstruiert
(21.11.06) - Der Untergang des werftneuen, 19,8 Meter langen Trawlers "Ryan", 149 BRZ, aus Neufundland im Jahr 2004 wurde durch lasche Einhaltung von Sicherheitsvorschriften verurscht, konstatierte ein am 20.11. veröffentlichter Report. Bei dem Unglück kamen 2 Mann ums Leben. Auf dem Schiff fehlte es auf seiner letzten Reise an Ballast, die Gewichtsverteilung war schlecht und der Auftrieb und die Stabilität dadurch beeinträchtigt. Vor dem Auslaufen musste das Schiff sich keinem Stabilitätstest unterziehen. Die Planer und Erbauer sowie Transport Canada waren sich der Stabilitätsprobleme nicht bewusst. Der 1,7 Millionen Dollar teure Neubau war von vornherein zu topplastig. Am 19.9.2004 hatte er seinen Fang in Bay de Verde gelöscht und war auf dem Weg in den Heimathafen St. Brendan in Ostneufundland. In schwerer See legte sich das Schiff dabei zweimal über und blieb dann mit 39 Grad Schlagseite liegen. Wasser kam an Deck, und das Schiff begann zu sinken. Die Crew funkte Mayday und ging in eine Rettungsinsel, die in Winden von 90 Stundenkilometern bald darauf umschlug. Zwei Mann ertranken vor Cape Bonavista, die anderen vier wurden gerettet. Die Studie sagt, dass das schlechte Wetter zum Untergang beitrug. Es gab keine Kooperation zwischen Transport Canada, die Bau und Design des Kutters nicht ausreichend überwachte, und Fischereibehörden. Es wurde nicht ausreichend in die Sicherheit investiert. Der Fischereiminister ließ verlautbaren, es seien Schritte zur Erhöhung der Schiffssicherheit eingeleitet worden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutter vor Nantucket gerettet
(21.11.06) - Am 20.11. gegen 17 Uhr barg die US Coast Guard den leckgeschlagenen, 50 Fuß langen Kutter "Susan Marie" aus New Bedford. Das Schiff hatte 32 Meilen südöstlich von Nantucket gegen 14.55 Uhr Wassereinbruch erlitten, der zu Schlagseite führte. Ein HH-60 Jayhawk Helikopter mit mobiler Lenzpumpe stieg ni Cape Cod auf und war um 16.52 Uhr über dem Havaristen. Der um 18 Uhr eingetroffene Küstenwachkutter "Campbell" aus Portsmouth setzte ein Rettungsteam auf das Schiff über. Der Wassereinbruch hatte in einem Lagerraum stattgefunden. Er konnte mithilfe der Lenzpumpe gestoppt werden. Die "Campbell" eskortierte die "Susan Marie" dann zum Great Round Shoal, wo sie von einem 47-Fuß-Rettungsboot der Rettungsstation Brandt Pt. erwartet wurde. Nahe Hankerchief Shoal übernahm ein 25-Fuß-Boot aus Chatham die weitere Sicherung zurück nach Stage Harbor, Chatham Mass.
Quelle: Tim Schwabedissen

Weiter kein Tauchen an der "Hohe Weg" möglich
(21.11.06) - Sturm und zu hohe Wellen haben am 20.11. weiterhin das Tauchen an dem in der Nordsee gesunkenen Fischkutter "Hohe Weg" vereitelt. Windstärken zwischen acht und zehn ließen den ganzen Tag keinen Tauchgang zu. Auch die Prognose für die nächsten Tage sieht schlecht aus. Die Taucher könnten zu dem Wrack lediglich bei einer Wellenhöhe von bis zu einem Meter hinabsteigen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Ertrunkene Seeleute aus gesunkenem Frachter geborgen
(21.11.06) - Am 18.11. fanden Taucher in dem am Vortag gesunkenen kambodschanischen Frachter "Guo Tong,", 1123 BRZ, drei ertrunkene Seeleute. Das 1984 erbaute Schiff war am 17.11. um 08.45 Uhr in der Kammon Strait vor Shimonoseki, Yamaguchi Prefecture, mit dem japanischen Kümo "Taikei Maru No. 68", 296 BRZ, zusammengestoßen, als dieses nach Shimonoseki einlaufen wollte. Dessen 6-köpfige Crew blieb unversehrt, und das Schiff konnte mit sieben geretteten Besatzungsmitgliedern der "Guo Tong" in den Hafen einlaufen. Ein Offizier, der Chefingenieur und ein weiterer Mann wurden von der "Guo Tong" in die Tiefe gerissen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schiffbrüchige nach Untergang im Sturm gerettet
(21.11.06) - Am 17.11. sank in starkem Seegang nach Maschinenausfall ein Schiff nahe Sheshan Island. Vier Seeleute des in der Zhejiang Provinz registrierten Schiffes wurden binnen 15 Minuten nach dem Unglück gerettet, 2 weitere Stunden später.
Quelle: Tim Schwabedissen

Bergungsarbeiten vor Kashima
(21.11.06) - Der vor Kashima im Sturm gestrandete Bulcarrier "Ellida Ace" wurde am 18.11. von fünf Schleppern geborgen und an einen Liegeplatz im Hafen verholt. Nach Löschen der Ladung soll der Rumpf untersucht werden. Die Bergung der im selben Oktobersturm gestrandeten "Ocean Victory" soll am 20.11. beginnen. Eine Räumung des kurz zuvor in Sichtweite des Hafens in drei Teile zerbrochenen Bulkcarriers "Giant Step" könnte noch Jahre dauern.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter auf der Wolga gestrandet
(21.11.06) - Am 18. November lief auf der Wolga der russische Frachter "Sormovskiy-45" mit 2526 Tonnen Metallschrott auf Grund. Das Schiff war unterwegs von Saratov in die Türkei. Die Bergung soll durch die "Bars" durchgeführt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Yacht nach Mastbruch in Hafen eskortiert
(20.11.06) - Am 19.11. gegen 16 Uhr sah ein Rettungsmann aus Holyhead in seiner Freizeit gegen 16 Uhr eine 35 Fuß lange Yacht, die sich mit langsamer Fahrt Richtung Bardsey Sound vor der Lleyn Halbinsel, North Wales, bewegte. Bei Südweststurm von 10 Bf nahm er an, dass sie Hilfe benötigte, und verständigte die Küstenwache. Diese versuchte mehrfach, Kontakt zum Boot aufzunehmen, und schickte das Aberdaron Coastguard Rescue zur Beobachtung. Dann kam über Funkt ein Mayday von dem Boot mit Namen "Aoife", dass es entmastet sei und mit drei Mann an Bord Hilfe brauche. Das RNLI-Boot aus Porthdinllaen lief zur Assistenz aus und eskortierte die Yacht nach Porthdinllaen, wo sie um 17.35 Uhr eintraf und an einem Liegeplatz der RNLI festmachte.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kanadischer Zerstörer wird versenkt
(20.11.06) - Der kanadische Zerstörer HMSC "Huron", der seit 2001 am Kai in CFB Esquimalt liegt, wird im kommenden Jahr vor die Westküste von Vancouver Island geschleppt und dort versenkt. Das Schiff war 1972 in Dienst gestellt worden und wurde im 1. Golfkrieg einegesezt. Das Schiff wird im Mai 2007 auf eine Position rund 100 Kilometer vor der K+ste geschleppt. Dort werden kanadische und amerikanische Kriegsschiffe das Feuer eröffnen und das 34 Jahre alte Schiff auf die letzte Reise zum Meeresgrund schicken. Geplant ist augenblicklich ein Überwasser-Raketenschießen von Fregatten und Flugzeugen und eventuelle vom U-Boot aus. Dies ist das erste Mal, dass die kanadische Marine eines ihrer Schiffe durch Beschuss versenkt, bisher wurden sie eher zum Abwracken verkauft oder als künstliche Riffe für Taucher versenkt. Ein kanadischer Historiker erklärte zum Schicksal der "Huron", es habe nicht mehr genug Personal gegeben, sie instand zu halten. So wurde es ökonomischer, sich ihrer zu entledigen, da ihre Systeme verrottet seien. Die "Huron" wurde 2005 offiziell außer Dienst gestellt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Feuer auf indonesischer Fähre
(20.11.06) - Die Shuttlefähre "J.P. Lampung", die Java und Sumatra verbindet, fing am Morgen des 16.11. Feuer. Alle 135 Passagiere und die Crew konnten unversehrt evakuiert werden. Das Schiff stand vor Merak Port im westlichen Teil der Insel Java, als sich das Unglück ereignete. Die an Bord gestauten Fahrzeuge brannten aus. Die Feuerwehr näherte sich an Bord eines anderen Schiffes dem Havaristen an, um Löscharbeiten durchzuführen. Die Ursache des Brandes ist unbekannt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Wetter vereitelt Tauchgänge an "Hohe Weg" - Wrack versandet
(20.11.06) - In der Außenweser arbeiteten die Einsatzkräfte der "Atair" und der "Wega" in den vergangenen Tagen unermüdlich daran, in das Wrack des Kutters "Hohe Weg" vorzudringen. Der erste geplante Taucheinsatz am 16.11. musste wegen der hohen Wellen und heftigen Windböen abgesagt werden. Und endlich, nach vielen wetterbedingten Rückschlägen bei zahlreichen Suchaktionen, glückte am Vormittag des 17.11. ein erster Tauchgang. Ray Wehlisch und Thies Stahl, die beiden Taucher des Wracksuchschiffs "Wega" des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrografie (BSH), konnten den 23 Meter langen Kutter, der in acht Meter Tiefe in der Wesermündung liegt, endlich zweifelsfrei als "Hohe Weg" identifizieren und auf Schäden untersuchen. Am 15.11.hatte das BSH-Forschungsschiff "Atair" das Wrack mittels Sonar geortet. Der Kutter liegt auf der Steuerbordseite. Die Strömung ist an der Stelle so enorm, dass die "Hohe Weg" schon eineinhalb Meter hoch eingespült ist. Der Einsatz ist für die erfahrenen Taucher, die im trüben, zehn Grad kalten Wattenmeer kaum die Hand vor Augen sehen können, extrem gefährlich: "Am Kutter schwimmen die Fischernetze auf", sagte ein Polizeisprecher. Die Gefahr, dass sie sich darin verheddern, ist groß. Nach dem ersten Tauchgang stand aber fest, dass Rumpf, Ruder und Schraube nicht beschädigt sind. Die Ursache für das Schiffsunglück blieb damit weiter unklar. Beim zweiten Tauchgang am Nachmittag leuchteten die Taucher durch die Scheiben auf der Brücke. Sie haben aber keine Menschen gesehen. Am 18.11. sollten drei speziell ausgebildete Wracktaucher eines privaten Unternehmens aus Ammersbek (Kreis Stormarn) in das Schiffsinnere vordringen. Doch auch bei diesem Einsatz machte das Wetter wieder einen Strich durch die Rechnung machen. Ein Tauchgang zum gesunkenen Fischkutter musste wegen des Seegangs auch gestoppt worden. Die Taucher hatten das Gebiet inspiziert, bei einer Wellenhöhe von rund 1,20 Meter aber ihren Tauchversuch abgebrochen. Die Sichtweite unter Wasser betrug auch in acht Meter Tiefe wegen der starken Dünung nur wenige Zentimeter. Am Unglücksort südöstlich von Helgoland herrschten am Vormittag Windstärken zwischen fünf und sechs. Die Prognosen für das Wochenende waren so schlecht, dass es einen nächsten Versuch frühestens in dieser Woche geben wird.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter schlitzte Container vor Fehmarn auf
(20.11.06) - Der norwegische Frachter "Remo" ist nahe Fehmarn am Abend des 17.11. mit dem unter panamaischer Flagge fahrenden, 161 Meter langen Containerfrachter "MSC Jilhan" kollidiert. In den Rumpf der "Remo" wurden mehrere Löcher oberhalb der Wasserlinie gerissen, eine Reling wurde beschädigt. Auf der "MSC Jilhan" wurden mehrere Container beschädigt. Ein Containerstapel hing, weil seine Stützen beschädigt waren, über Bord. Beide Schiffe liefen nach der Kollision in die Kieler Förde ein. Sie ankerten zu Untersuchungen auf der Holtenauer Reede. Die "MSC Jilhan" lief danach in den Kieler Ostuferhafen, um dort ein paar beschädigte und gefährlich schräg heraushängende Container zu löschen oder umzustauen. Danach ging das Schiff zum Löschen der weiteren Ladung kurz nach Mitternacht am 19.11. durch den Nord-Ostsee-Kanal nach Hamburg. Die von Flensburg kommende und in Ballast fahrende "Remo" hatte fast ausschließlich an den Containern der "MSC Jilhan" Schäden verursacht. In die Werft muss allerdings die "Remo", die ein Loch in der Steuerbordseite des Vorschiffs hat und deshalb zunächst Auslaufverbot erhielt. Sie ging am frühen Morgen Ankerauf und steuerte die HDW/Nobiskrugwerft in Rendsburg an. Die Reparaturarbeiten werden auf eine Woche geschätzt. Die Ursache der Kollision, die sich bei klarer Sicht und mit intaktem Navigationsgerät ereignete, ist unklar. Die "MSC Jilhan" war bereits im Februar diesen Jahres in eine Kollision verwickelt gewesen, als sie beim Versuch, in die Brunsbütteler Kanalschleusen ohne Lotsenhilfe einzulaufen, ein anderes Schff sowie die Schleusenmauer rammte.
Quelle: Tim Schwabedissen

Bulkcarrier mit Maschinenschaden vom Großen Vogelsand weggeschleppt
(20.11.06) - In der Nacht des 18.11. erlitt der Bulkcarrier "Voutakos" in der Elbmündung Maschinenschaden und musste mehrere Stunden nahe der gefählichen Untiefe Großer Vogelsand ankern. Er wurde dann von den Schleppern Bugsier 1, 3, 14, 15, 20 und "Parat" auf den Haken genommen und nach Cuxhaven eingeschleppt. Das Mehrzweckschiff "Mellum" eskortierte den Konvoi bis zum Anlegen in Cuxport. Die "Voutakos" musste bereits Ende Oktober mit Maschinenschaden 125 Meilen westlich der Ile de Ouessant (Ushant) von dem Schlepper "Fairmount Glacier" geborgen werden und wurde am 3.11. nach Rotterdam geschleppt. Es hatte 175000 Tonnen Kohle geladen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schiffbrüchiger wurde in Handschellen gelegt
(20.11.06) -Am 18.11. kollidierte gegen 5 Uhr eine Barge mit einem 33 Fuß langen Segelschiffvor der Küste von St. Augustine, Florida. Die 115 Fuß lange Barge wurde von dem 70 Fuß langen amerikanischen Schlepper "Ybor City" gezogen, der das Boot übersehen hatte. Der Skipper der Yacht konnte im letzten Moment auf die Barge springen. Er wurde erst gegen 10 Uhr von der Crew der "Ybor City" entdeckt und für einen blinden Passagier gehalten. Daraufhin rief sie die Küstenwache Jacksonville. Diese entsandte ein Team aus Maybport zusammen mit Zollbediensteten. Der Skipper wurde zunächst in Handschellen gelegt, bis seine Identität und Nationalität bestätigt war. Er wurde dann von einem Rettungsboot aus Mayport an Land gebracht. Er hatte auf seinem Boot gelebt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Riss auf Mississippidampfer
(20.11.06) - Am 15.11. trat auf dem Fahrgastschiff "Mississippi Queen" ein Riss auf. Das Schiff lief den Hafen von St. Louis an. Die Besatzung führte unmittelbar danach eine Noteparatur durch. Die Küstenwache entsandte 2 Mann zur Untersuchung des Schadens und dessen Herkunft. Das Schiff erhielt ein Auslaufverbot, bis sichergestellt war, dass die 1000-Meilen-Reise nach New Orleans kein Sicherheitsrisiko darstellen würde. Die Passagiere konnten an Bord bleiben.
Quelle: Tim Schwabedissen

Feuer auf Küstenwachboot
(20.11.06) - Am 16.11. brach auf dem 225 Fuß langen Küstenwachkutter "Harry Claiborne" in Galveston, Texas, am Nachmittag ein Feuer aus. Es hatte sich in einem Farbenschapp entwicklelt, aber es konnte schnell von der CO2-Löschanlage erstickt werden. Der Brand war bereits gelöscht, als Feuerwehren aus Galveston am Liegeplatz eintrafen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Hubschrauber barg Dreijährige von gestrandetem Kutter
(20.11.06) - Am Abend des 16.11. rief um 17.24 Uhr ein Kutter in Dickensen, Bayou, Mayday, weil er dort auf Grund gelaufen war. Der Eigner gab an, das unter den 4 Personen an Bord auch ein dreijähriges Mädchen war. Ein HH-65C Dolphin Helikopter der Air Station Houston stieg auf, nachdem ein Rettungsboot der Station Galveston trotz mehrerer Versuche bei extrem geringem Wasserstand nicht zu Wasser hatte gehen können. Der Hubschrauber war um 02.16 Uhr am nächsten Morgen vor Ort. Er setzte einen Rettungsschwimmer ab, der bei der Evakuierung des Bootes half. Die Geretteten wurden dann zum University of Texas Medical Branch, Galveston, gebracht. Sie waren aber in guter Verfassung.
Quelle: Tim Schwabedissen

Toter lag neben Wrack am Strand
(20.11.06) - Am Nachmittag des 17.11. wurde ein Toter neben den Wrackteilen eines Bootes in Salmon Creek in der nördlichen Bodega Bay gefunden. Ein Standspaziergänger hatte ihn um 14.30 Uhr entdeckt und die Küstenwache Bodega Bay alarmiert. Die Station schickte ein 47-Fuß-Rettungsboot zur Suche nach möglichen weiteren Opfern. Auch ein HH-65-Helikopter der Air Station San Francisco suchte den Küstenabschnitt ab. Nachdem in der Mason's Marina aber bestätigt wurde, dass der Mann ziwschen 7 und 8 Uhr alleine ausgelaufen war, wurde die Suche gestoppt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schifffbrüchige von Schiffskiel gerettet
(20.11.06) - Ein halbe Meile vor Needles Point kenterte die mit 4 Mann besetzte "Hornet" in schwerer See am Nachmittag. Die SChiffbrüchigen retteten sich auf den Kiel des Schiffes. Es gelang, über ein Handfunkgerät Alarm auszulösen. Die Solent Coastguard veranlasste das Auslaufen des Freshwater-Rettungsbootes und den Start eines Rettungshubschraubers. Die "Hot Lemon", die in der Nähe den Funkverkehr verfolgt hatte, lokalisierte die Schiffbrüchigen und machte bei weiter schlechter werdendem Wetter standby, bis die Rettungskräfte vor Ort waren. Das Rettungsboot barg die vier Personen. Da sie zwar leicht unterkühlt und geschockt, aber ansonsten bei guter Gesundheit waren, war ein weiterer Hubschraubereinsatz nicht vonnöten. Die gekenterte "Hornet" wurde dann kieloben in die Totland Bay, Isle of Wight, geschlepot und dort einem Küstenwachteam überlassen. Das Rettungsboot lief nach der Bergungsaktion mit den Geretteten an Bord nach Lymington. Nach dem Absetzen der Schiffbrüchigen lief es nach Totland Bay zurück, wo es gelang, die "Hornet" aufzurichten und nach Yarmouth zu schleppen. Hier sollte es dem Eigner zurückgegeben werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

3 Vermisste nach Frachteruntergang von Japan
(20.11.06) - Ein kambodschanischer Frachter sank in der Nacht des 17.11. in der Kammon Strait, Südjapan, nach Kollision mit einem japanischen Frachter. Von der zehnköpfigen Crew des Kambodschaners wurden sieben gerettet, drei Mann wurden vermisst. Die 6-köpfige Besatzung des Kollisionsgegners blieb unversehrt.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Ocean Victory" stellt kein Umweltrisiko mehr da
(20.11.06) - Der Bulkcarrier "Ocean Victory" liegt immer noch gestrandet am südlichen Wellenbrecher der Hafeneinfahrt von Kashima, wo er zeitgleich mit der "Ellida Ace" auf Grund gelaufen war. Das Schiff ist an drei Stellen des Rumpfes beschädigt. Rund 2600 Tonnen Bunkeröl wurden inzwischen abgepumpt, und Reparaturarbeiten am Rumpf wurden begonnen. Nach deren Abschluss soll gegen Ende des Monats versucht werden, den Bulker freizuschleppen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kollision durch Missverständnis
(20.11.06) - Am frühen Morgen des 17.11. kollidierte auf dem Rhein in Höhe Köln-Mülheim um 06.10 Uhr ein flussaufwärts fahrendes Tankschiff mit einem entgegenkommenden Binnenschiff. Offenbar gab es Missverständnisse bei der Kursabsprache, die schließlich zur Kollision führten. Bei dem mit 786 Tonnen Methanol beladenen Tankschiff entstand auf der Backbordseite ein ca. 3 x 0,5 Meter großer Riss in der Bordwand auf Höhe der Wasserlinie. Durch Umpumpen der Ladung in andere Tanks des Schiffes konnte ein Wassereinbruch verhindert worden. Dem Kollisionsgegner wurde an der Backbordseite den Bug stark eingedrückt und den Anker verbogen. Außerdem entstand oberhalb der Wasserlinie ein ca. 25 cm großes Loch.
Quelle: Tim Schwabedissen

Wrack der "Runner 4" geleichtert
(20.11.06) - Am 12.11. schloss die norwegische Firma Frank Mohn Flatoy das Abpumpen von Bunkeröl aus dem Wrack des gesunkenen Frachters "Runner 4" ab. Die "Geosund" leichterte insgesamt 114 Kubikmeter Öl-Wasser-Gemisch aus den Tanks, die dann nach Vene-Balti transportiert wurden. Dies war die Gesamtmenge von Ölresten, die noch im Steuerbordtank und im Maschinenraum aufgefunden worden. Obwohl der Steuerbordtank bei einer Taucheruntersuchung unbeschädigt vorgefunden worden war, enthielt er praktisch nur noch Seewasser.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kümo vor Hoek van Holland gestrandet
(20.11.06) - Beim Auslaufen aus Hoek van Holland erlitt der Frachter "Tirador" am 18.11. gegen 18 Uhr einen Ruderversager. Er lief daraufhin nahe einer Sandlöschanlage nahe des nördlichen Wellenbrechers auf Grund.
Quelle: Tim Schwabedissen

Betrunkener Kapitän löste Kollision aus
(19.11.06) Ein deutsches und ein niederländisches Frachtschiff stießen auf der Donau zusammen. Ein technischer Defekt ist auszuschließen. Die Havarie verlief glimpflich, verletzt wurde niemand. Menschliches Versagen dürfte am Freitagabend auf der Donau im Bereich von Aschach (Bezirk Eferding) in Oberösterreich zu der Kollision eines deutschen und eines niederländischen Frachtschiffes geführt haben: Einer der beiden Kapitäne war alkoholisiert.
Bei welchem der beiden der Alkotest positiv verlief, wollte Reinhard Vorderwinkler von der Schifffahrtsbehörde noch nicht bekannt geben. Da es von den Schiffsbesatzungen unterschiedliche Darstellungen zu den Vorfällen gebe, laufen noch Zeugenbefragungen. Ein technisches Problem könne man jedenfalls mit ziemlicher Sicherheit ausschließen.
Die Eigentümer der beiden Frachtkähne waren am Samstag zur Unglücksstelle unterwegs. Das niederländische Schiff konnte am Freitag noch eigenständig in Aschach anlegen, es ist auf der oberen Seite beträchtlich in Mitleidenschaft gezogen.
Das deutsche Schiff wiederum ist an der Unterseite schwer beschädigt, es wurde zum Havarieplatz in Goldwörth gebracht. Da bereits Wasser in den Rumpf eingedrungen ist, versuchte die Feuerwehr am Nachmittag das Schiff auszupumpen, um ein Sinken zu vermeiden.
"Man muss froh sein, dass bei einer Havarie in diesem Ausmaß keine Menschen zu Schaden gekommen sind", so Vorderwinkler. Es sei außerdem ein großes Glück gewesen, dass die Schiffe kein Gefahrgut, sondern Getreide und Soja geladen haben und auch keine nennenswerten Wasserverunreinigungen aufgetreten seien. Ein paar kleinere Ölspuren habe man sofort binden können, es bestehe jetzt aber keine Gefahr mehr, dass weiteres Öl austrete. Der genaue Sachschaden kann noch nicht beziffert werden, er ist aber beträchtlich.
Quelle: Peter O.Walter

Noch keine Männer der "Hohe Weg" gefunden
(18.11.06) - Die Suche nach den vier vermissten Seeleuten des gesunkenen Fischkutters "Hohe Weg" ist am Abend des 17.11. ergebnislos abgebrochen worden. Trotz zweier Tauchgänge waren die Vermissten nicht gefunden worden. Die Tauchgänge hätten ergeben, dass weder Rumpf, Ruder, Schraube noch Brückenaufbau des Schiffes beschädigt sind. Am Samstagmorgen wollen speziell ausgebildeten Taucher das Wrackinnere untersuchen. Allerdings ist schlechtes Wetter mit starken Winden vorhergesagt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Welle schlug Brückenfenster ein - Kutter in Seenot
(17.11.06) - Am 16.10. schlug der 34 Fuß lange Kutter "Joe Green" aus Murrells Inlet in den frühen Morgenstunden leck. Außerdem war seine elektronische Navigation ausgefallen. Der Kapitän funkte Notrufe, nachdem eine hohe Welle über den Bug gekommen war und die Scheiben des Brückenhauses zerstört hatte. Durch die Überflutung gegen 3 Uhr kam es zum Elektronikausfall. Der Notruf wurde von einem anderen Schiff aufgefangen und um 03.35 Uhr an die Küstenwache in Charleston weitergeleitet. Es gelang, eine Funkverbindung zum Kutter herzustellen. Der Kapitän meldete, dass das Schiff in bis zu 15 Fuß hohen Seen Wasser nehme und die Lenzpumpen ausgefallen seien. Ein Helikopter stieg in Charleston auf und erreichte die "Joe Green" gegen 5 Uhr morgens. Er fierte eine Lenzpumpe ab, mit der der Wassereinbruch unter Kontrolle gebracht werden konnte. Dann stieß auch der Küstenwachkutter "Yellowfin" hinzu und eskortierte den Havaristen in schwerer See nach Charleston.
Quelle: Tim Schwabedissen

Taucher untersuchten "Hohe Weg"
(17.11.06) - Taucher haben am Vormittag erstmals das Wrack des gesunkenen Kutters "Hohe Weg" inspiziert. Rumpf, Ruder und Schraube seien nicht beschädigt. Die Brücke des Schiffes hätten die Taucher noch nicht untersuchen können. Wegen der am Kutter hängenden Fischernetze sei dies zu gefährlich gewesen. Am Nachmittag ist ein weiterer Tauchgang geplant. Den Tauchern bleibt jeweils nur ein kurzer Zeitraum beim Gezeiten-Wechsel, um zu dem Schiff zu gelangen. Es liegt in acht Metern Wassertiefe in der Außenweser.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schoner sank in Sturm
(17.11.06) - Am 16.11. sank der Schoner "Ioshi Maru" aus Kholmsk in einem Sturm mit Windgeschwindigkeiten von 22 m/sek. Das Schiff entwickelte zuvor Schlagseite. Ein russischer und ein japanischer Hubschrauber sowie das Küsenwachschiff "Cukotka" und zwei Fischereifahrzeuge suchten nach der 14-köpfigen Crew. 12 Mann wurden lebend, 2 tot geborgen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kran ging im Sturm verloren
(17.11.06) - Auf dem Weg von Rybinsk nach Astrakhan verlor der Schlepper "Capella" am 15. November einen Schwimmkran auf Position 44-51 N; 49-08 O. Zuvor war im Sturm die Schlepptrosse gebrochen. Der Kran verschwand bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 25 Metern pro Sekunde außer Sicht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Zu schlechtes Wetter: Tauchgang an "Hohe Weg" musste verschoben werden
(17.11.06) - Der für den Morgen des 16.11. geplante Tauchgang der Wasserschutzpolizei zur Untersuchung des Wracks der "Hohe Weg" musste verschoben worden. Die Wetterbedingungen waren mit zwei Metern Wellenhöhe zu schlecht. Die derzeitige Windstärke konnte laut Wetterdienst noch von sechs auf acht klettern. Die Taucher können zudem nur bei Stauwasser hinabsteigen. Das Wrack ist am Rand der Nordergründe starken Gezeitenströmen ausgesetzt - dies ist auch ein Indiz dafür, dass der Kutter von einer Grundsee erfasst und förmlich umgeworfen wurde, ohne dass der Crew eine Chance auf Rettung verblieb. Für den 17.11. um 9.30 Uhr war ein weiterer Versuch geplant. Die Wrackstelle wurde gestern mit Tonnen gekennzeichnet. Diese Maßnahme dient der Verkehrssicherung, auch wenn das Wrack nicht direkt im Fahrwasser liegt. Die Taucher des BSH-Forschungsschiffs "Wega", das am 17.11. die bisher vor Ort stehende "Atair" ablöste, sollen die vier Fischer, falls sie im Wrack gefunden werden, unverzüglich bergen. Sobald die Wasserschutzpolizei ihre Ermittlungen zur Unglücksursache abgeschlossen hat, wird das Wasser- und Schifffahrtsamt Bremerhaven über die Zukunft der "Hohe Weg" entscheiden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Baggerschiff im Limfjord gesunken
(17.11.06) - Das Baggerschiff "Vestholm" (IMO 889 2186) sank nahe der Oddesundbrücke im Limfjord. Nur noch die Aufbauten und Masten des 1959 bei K. Haakvoort, Monnickendam, erbauten Schiffes ragen aus dem Wasser, nachdem das Schiff durch ein aus unbekannter Ursache entstandenes Leck auf dem Weg in den Heimathafen Remmerstrand sank. Es transportierte dabei 320 Tonnen Gestein, die vom Grund des Limfjords aufgenommen worden waren. Binnen der kommenden zwei Tage soll ein Bergungsversuch unternommen werden. Dazu wird erst die Fracht von dem 1973 erbauten Baggerschiff "Allan Juul", 104 BRZ, geleichtert. Danach sollen Fracht- und Maschinenraum gelenzt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Heute Tauchgang zur "Hohe Weg" möglich?
(16.11.06) - Der Tod der vier Fischer hat bei den Kollegen im Kreis Spuren hinterlassen. "Das Unglück hat mich getroffen und mich noch vorsichtiger werden lassen", sagt Dirk Huck, Krabbenfischer aus Dorum-Neufeld. Er kennt die Stelle, an der am 15.11. die "Hoheweg" aufgefunden wurde. Er fischt selbst öfter nordöstlich des Gebiets. Auch am Tag des Verschwindens der "Hoheweg" war Huck mit seiner Mannschaft draußen gewesen. "Wir sind aber mittags wieder eingelaufen, der Sturm war zu stark. Doch die "Hoheweg" ist ein Hochseekutter mit 23 Metern Länge, der konnte das Doppelte ab wie mein Krabbenkutter", sagt der Fischer. Diese Einschätzung deckt sich mit Äußerungen des Vormanns der "Hermann Helms" am gestrigen Tag, der die Wetterlage, als der Seenotalarm auflief, als stürmisch, aber nicht außergewöhnlich bezeichnete. Erst im Verlauf der Suchaktion habe sich der Sturm massiv verstärkt.
Die "Hoheweg" liegt nun als Wrack am Rande der Nordergründe in der Außenweser. Die "Atair", das in Hamburg beheimatete Wracksuchschiff des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie, hatte mittels Sonar den Kutter gestern um 12.45 Uhr nur 700 Meter östlich der letzten bekannten Position entdeckt. Der exakte Fundort des Wracks lautet 53 Grad 55,46 Minuten Nord, 8 Grad, 2,47 Minuten Ost. Wind und Wellen hatten zuvor endlich so weit nachgelassen, dass die „Atair” erfolgreich arbeiten konnte. Das gefundene Wrack liegt im Bereich Nordergründe West auf einer Wassertiefe von rund 8 Metern (gemessen eine Stunde vor Niedrigwasser). Eine endgültige Bestätigung, dass dies die "Hoheweg" ist, kann erst der Einsatz von Tauchern erbringen. Bei Wellenhöhen von weiterhin 1,5 Metern konnte ein solcher aber aus Sicherheitsgründen noch nicht durchgeführt werden. Aber: „Wir sind uns sehr sicher, dass es sich um die Hoheweg handelt”, sagte Kapitän Ahrens. Dank der Side-Scan-Sonaranlage können sich die Wracksucher auf ihrem Bildschirm ein recht genaues Bild von der Unterwasserlandschaft machen. „Die Länge von rund 23 Meter, die Aufbauten, der Mast und die Stagen - alles passt mit dem Bild überein, was wir von dem Kutter haben. Wir planen für Morgen bei Stauwasser, unseren Taucher runter zu schicken”, sagte der "Atair"-Kapitän. Solange wird sich das Wracksuchschiff in der Nähe aufhalten und die Stelle absichern. Die Schifffahrt ist über das zuständige Wasser- und Schifffahrtsamt in Bremerhaven von der Gefahrenstelle informiert worden. Im Laufe des Tages soll außerdem eine Wrackbetonnung von einem Tonnenleger des WSA Bremerhaven ausgebracht werden.
Eine Bergung des Wracks würde eine längere Gutwetterperiode voraussetzen. Bei der Bugsier in Hamburg, die den einzigen in Frage kommenden deutschen Schwimmkran, die "Enak" bereedert, hieß es, bei Wellenhöhen an die zwei Meter sei eine Bergungsaktion nicht praktikabel.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Harleriff" schwebte vom Parkplatz ins Wasser
(16.11.06) - Das ehemalige Mannheim 59-Landungsboot und heutiger Inselfrachter „Harleriff“ hat seit dem 15.11. wieder Wasser unterm Kiel. Es war vor 14 Tagen die wohl spektakulärste Strandung im Orkantief „Britta“. Seit dem gestrigen Mittwoch schwimmt das gestrandete Schiff wieder in der Nordsee. „Wir sind heilfroh, dass alles so glimpflich abgelaufen ist“, sagte Warrings-Reedereivertreter Carl-Hermann Wilken im Laufe der Bergung vor laufender Fernsehkamera. Um das 135 Tonnen schwere, 26 Meter lange und rund sieben Meter breite Schiff zu bewegen, waren zwei Autokräne der Firma Ulferts und ein Tieflader sowie insgesamt rund 50 Personen erforderlich. Die "Harleriff" wurde auf den Tieflader gehoben, darauf zur Kaikante bewegt und dann wieder in den Trossen der beiden Mobilkräne ins Wasser gesetzt. Schäden am Schiff konnten weder direkt nach dem Sturm noch während der Bergung festgestellt werden. „Wir haben sofort alle Kammern geöffnet, um nach Leckagen Ausschau zu halten“, sagte Wilken. „Da war nichts.“ Auch der Gutachter Uwe Gardun, technischer Aufsichtsbeamter der Seeberufsgenossenschaft, konnte äußerlich nichts feststellen.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Prestige" verliert wieder Öl
(16.11.06) - Vier Jahre nach seinem Untergang leckt wieder Öl aus dem Tanker "Prestige", der seinerzeit eine schwere Ölpest an der spanischen Küste verursachte. Dies meldete das Ozeanografische Institut in Vigo am 14.11. Obwohl das Öl später abgepumpt wurde, wurden nun wieder große Ölflecken an der Wasseroberfläche gesichtet. In Vigo zeigte man sich überzeugt, dass die Öllachen aus dem Tanker stammen. Es stellt eine Gefährdung der Umwelt dar. Beim Leichtern der "Prestige" konnten 1500 Tonnen nicht geborgen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kranschiff in Rotterdam gesunken
(16.11.06) - Im Rotterdamer Waalhaven sank aus bislang unbekannter Ursache am vergangenen Wochenende das Kranschiff "92". Das SliedrechtseR Bergungsunternehmen GPS Marine Services BV soll nun den Kranponton bergen. Dazu soll der Schwimmkran "GPS Atlas" eingesetzt werden, der der zuvor in Milford Haven im Einsatz war. Die Bergung des Kranschiffes soll zwei bis drei Tage in Anspruch nehmen.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Meridian"-Angehörige warten auf Wetterbesserung
(16.11.06) - Schlechte Wetterverhältnisse verhindern weiterhin die Suche nach dem Wrack der "Meridian". Es kann noch Tage dauern, ehe das Schiff des Marine Accident Investigation Branch wieder auslaufen kann, um nach dem mit seiner vierköpfigen Besatzung verschollenen Kutter zu suchen. Die Angehörigen sind ungeduldig, können aber nichts tun als abzuwarten. Sie hoffen, dass eine Bergung der Toten im Wrack möglich ist, wenn es lokalisiert wurde. Sie wünschen sich auch eine Bergung des Wracks, falls dies technisch möglich ist. Das MAIB macht hierfür aber wenig Hoffnung - die "Meridian" würde nur wegen außergewöhnlicher Umstände geborgen. Der einzige Sinn der Suchaktion aus seiner Sicht ist die Ursache des Untergangs zu erkunden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Tauchgang an der "Oriskany"
(16.11.06) - Seit nunmehr einem halben Jahr liegt der 911 Fuß lange Flugzeugträger "Oriskany" in 212 Fuß Tiefe im Golf von Mexiko, 22,5 Meilen südöstlich von Pensacola. Das am 17.5. gesunkene Schiff liegt auf ebenem Kiel, die obersten Teile ragen bis in 70 Fuß Tiefe auf. Während des Sommers war die Sicht am Wrack meist 100 Fuß. Der Tauchbootbetreiber Mucci war schon etliche Male am Wrack, sogar mit angehaltenem Atem. Er sagt, man braucht mindestens 20 Tauchgänge, um sich mit ihm vertraut zu machen. Er installierte eine Mooring über der "Oriskany", an der die amerikanische Flagge weht. Anders als z.B. bei der "Spiegel Grove", deren an sich schon imposantes Wrack zwei Mal in den Flugzeugträger passen würde, wird an der "Oriskany" kein öffentlicher Ankerplatz unterhalten. Tauchboote müssen einen Tauchmeister hinabschicken, der einen Anker an den Aufbauten des Flugzeugträgers befestigt. Wenn man zum Wrack absteigt, stößt man auf die Flugkontrollstation in 100 Fuß Tiefe. Durch die ausgebauten Fenster kann man hineintauchen udn sieht, wie das in den 1950er-Jahren verlegte Linoleum sich vom Boden zu lösen beginnt. Die "Oriskany" hat derweil schon viel marines Leben angelockt. Eine dünne Algenschicht hat sich auf dem Stahl angesiedelt und zieht weitere Meeresbewohner an. Darunter sind auch Barrakudas, Wale und Haie. In der Brücke findet man die Überreste elektronischer Einrichtungen und Kontrollpaneele. Jemand hat auch dort eine US-Fahne drapiert, die unter einer Patina von marinen Lebens ihre Farben noch ahnen lässt. Die Tauchbootkapitäne sind froh, dass die "Oriskany" hier auf dem Meeresgrund eine neue Funktion erfüllt, statt abgewrackt worden zu sein. Diese Einschätzung teilen mittlerweile auch viele ehemalige Marineangehörige.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Hohe Weg"-Untergang nun ein Fall für die Staatsanwaltschaft
(15.11.06) - Die weiterhin an die drei Meter hohen Wellen zwischen Weser- und Elbmündung haben auch am 14.11. die Suche nach der "Hohe Weg" erschwert. Wegen des Seegangs konnte das Wracksuchschiff „Atair” des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) die Wracksuche nicht fortsetzen. Sie suchte Schutz auf Neuwerk-Reede, bis sich der Seegang legen und das bordeigene Sonar-Suchgerät auswertbare Ergebnisse bringen würde. Gerüchte, wonach bereits am Tag nach dem Untergang des 23 Meter langen Braker Kutters gegen Mittag auf einer Sandbank im Suchgebiet ein lebloser Körper gesichtet worden sein soll, der dann von der Flutströmung wieder fortgespült wurde, bestätigte die Wasserschutzpolizei derweil nicht. „Trotz fortgesetzter Suche haben wir bisher nichts weiter gefunden, was mit dem Kutter in Zusammenhang zu bringen ist”, erklärte ein Sprecher. Der Untergang beschäftigt jetzt auch die Staatsanwaltschaft Oldenburg. Es gebe bislang keine Beschuldigten, aber Vorermittlungen "zur Analyse der allgemeinen Lage", sagte ein Sprecher. Dafür könnten Spezialisten wie Lotsen befragt oder Wetterberichte für die Zeit des Unglücks ausgewertet werden. Außerdem werde geprüft, ob und wer das Auslaufen des Kutters angeordnet habe.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Rokia Delmas" wird nun gelöscht
(15.11.06) - Am 8.10. begannen die Vorbereitungsarbeiten, die Container der gestrandeten "Rokia Delmas" zu löschen. Diese Operation kann mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Die Ölleichterarbeiten sind nach Abpumpen von 560 Tonnen Öl nun abgeschlossen, sodass keine Umweltgefahr mehr besteht. Deswegen wird die Ölbekämpfungsvorsorge reduziert. Als nächstes sollen nun die 378 Deckscontainer entfernt werden. Dazu wird die Kranbarge "Missing Link" aus den Niederlanden sowie eine weitere Barge verwendet. Die Arbeiten werden durch die 18 Grad Backbordschlagseite des Schiffes erschwert. Zunächst müssen deshalb Positionierungsversuche durchgeführt werden, um den besten Weg zu einem sicheren Arbeiten herauszufinden. Dann wird mit den am leichtesten erreichbaren Contaainern begonnen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kühlschiff im Sturm vor Kurilen gestrandet
(14.11.06) - Das russische Kühlschiff "PTR Selenitovy" strandete am 12.11. mit 15 Mann Besatzung in einem Zyklon, der über den Pazifik zog, in der Crabovaya Bay, Shikotan Island, auf den Kurilen. Zuvor hatte sich der Anker losgerissen. Mehrere Verscuche, das Schiff durch den Trawler "Captain Lapkin" freizuschleppen, schlugen fehl.
Quelle: Tim Schwabedissen

"FR8 Venture" wieder auf Fahrt
(15.11.06) - Der unter Singapur-Flagge registrierte Tanker "FR 8 Venture", 42000 BRZ, hat seine Reise nach Texas wieder aufgenommen. Am 10.11. war das Schiff im Pentland Firth von einer Welle getroffen worden, die den Tod zweier indischer Seeleute und schwere Verletzungen bei einem dritten Besatzungsmitglied verursachte. Die Untersuchungen des Marine Accident Investigation Branch (MAIB) wurden inzwischen abgeschlossen und die Erkenntnisse in einem Bericht veröffentlicht werden. Offiziere des Northern Constabulary waren nach dessen Rückkehr nach Scapa Flow am Abend auf den Tanker gekommen und hatten Ermittlungen durchgeführt, die dann am Folgetag von den MAIB-Offizieren fortgeführt wurden. Der weniger als 1 Jahr alte Tanker gehört der Freight Ship Management PTC Ltd.
Quelle: Tim Schwabedissen

Untersuchung zum Untergang der "Jupiter 6"
(15.11.06) - Der indische Indian Supreme Court will eine Untersuchung zum Verschwinden des Schleppers "Jupiter 6" vor der afrikanischen Küste anstrengen. Damit reagierte er auf eine Petition der Frau eines der vermissten Seeleute. Die "Jupiter 6" war im September 2005 verschunden, die Reederei Pelican aus Bombay hatte die Angehörigen der Crew aber 35 Tage lang nicht informiert. Der Schlepper war auf dem Weg zu einer Werft in Gujarat mit einem Abwrackschiff im Schlepp. Der Anhang wurde später gefunden. Die "Jupiter 6" hatte 13 Mann Besatzung, darunter 3 Ukrainer und 10 Inder. Sie wurden inzwischen für tot erklärt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Offizier von "Zim Asia" nach tödlicher Kollision wegen Fahrlässigkeit verurteilt
(15.11.06) - Der 2. Offizier des israelischen Frachters "Zim Asia", 40000 BRZ, der im September 2005 mit einem Trawler kollidierte, wurde am 11.11. zu sechs Monaten gemeinnütziger Arbeit verurteilt. Der Serbe soll durch Fahrlässigkeit das Unglück verursacht haben, bei dem die "Shinsei Maru 3" in internationalen Gewässern nahe Hokkaido sank. Nur ein Mann seiner Crew überlebte.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kapitän von Schuld am Tod von 8 Tauchern entlastet
(15.11.06) - Der Kapitän des auf den Bahamas registierten Kühlschiffes "Roko", 3955 BRZ, dass den Tauchkutter "Costa Azul" in Guanabara nahe Niteroi gerammt und so den Tod von acht Tauchern verursacht hatte, wurde von den brasilianischen Schifffahrtsbehörden von falschem Verhalten freigesprochen. Der Kapitän und seine Crew waren zunächst verhaftet, nach 11 Tagen aber freigelassen worden. Das Kühlschiff war auf dem Weg von Itajai in Südbrasilien in die Ukraine unterwegs gewesen. Es wurde zur Aufnahme von Öl und Vorräten in die Guanabara Bay geschickt, wo es bei Nebel und starkem Wind zur Kollision kam, die nur 4 Mann überlebten. Die brasilianische Polizei und Marine nahmen Untersuchungen auf, die letzlich ein "menschliches Versagen" feststellten.
Quelle: Tim Schwabedissen

Brücke über die Zaan gerammt
(15.11.06) - Am 12.11. rammte gegen 20.30 Uhr ein Schiff eine Brücke über die Zaan, die Zaandam und Zaandam Kogerveld verbindet. Die Brücke wurde so schwer beschädigt, dass der darüber laufende Zugverkehr zwischen Hoorn und Amsterdam bis zur Reparatur unterbrochen werden musste. Wie lange dies dauert, war noch nicht absehbar.
Quelle: Tim Schwabedissen

Yacht vor Bermudas von Wellen zerschlagen
(14.11.06) - Am Morgen des 13.11. wurde die 4-köpfige Crew der 35 Fuß langen Yacht "La Bella" 250 Meilen südöstlich von Cape Cod von der US-Küstenwache evakuiert. Die Briten waren am 9.11. aus New York mit Kurs Bermuda ausgelaufen, als sie in schwere See gerieten. Zunächst riss das Segel, dann brachen raue Seen den Kiel auseinander. Am 12.11. um 23.30 fing die Küstenwache von der "La Bella" automatische Notrufe auf, konnte aber keinen Funkkontakt herstellen. Ein Falcon Jet aus Cape Cod startete am 13.11. um 00.50 Uhr und hatte die Position um 01.38 Uhr des 13.11. erreicht. Er warf ein Funkgerät und Überlebensanzüge ab. Nun konnten die Segler mitteilen, dass sie das Boot aufgeben wollten. Um 2 Uhr startete ein Hubschrauber in Cape Cod zur Rettung der Crew. Dabei wurde der Luftraum von einer C 130 aus Elizabeth City gesichert. Beide Maschinen waren um 04.45 Uhr vor Ort. Nachdem die Schiffbrüchigen die Überlebensanzüge angelegt hatten, wurden sie an Bord des Hubschraubers gewinscht. Um 05.30 Uhr nahm er mit den Geretteten Kurs auf die Air Station Cape Cod.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Intrepid" wird freigebaggert
(14.11.06) - Am Abend des 13.11. begann eine Baggerfirma mit der Beseitigung des Hügel, der sich am Heck des Flugzeugträgers "Intrepid", 29000 t, auf dem Hudson River aufgebaut hatte. Ein erster Schleppversuch am 6.11. hatte den Träger lediglich 15 Fuß von seinem langjährigen Liegeplatz entfernt. Die Baggerarbeiten finden achtern an Steuerbord statt. Es soll ein 200 x 35 Fuß Grund um 35 Fuß vertieft werden. Danach sollte das Schiff verholt werden können. Als 7 Schlepper beim ersten Mal anzogen, schoben die 4 Propeller der "Intrepid" einen betonharten Sedimentwall auf, der nicht mehr zu überwinden war. Das Schiff ragt mit dem Heck derzeit 3-4 Fuß höher aus dem Wasser als der Restrumpf. Der Kiel des 1941 erbauten Schiffes wird dadurch stark beansprucht. Es gibt Sorgen, dass der Rumpf durch die ungleiche Belastung starken Kräften ausgesetzt ist.Taucher sollen nun den Rumpf untersuchen. Dann wird eine Trosse unter dem Rumpf hindurchgeführt, um sicherzustellen, dass sich keine weiteren Hindernisse mehr darunter befinden. Die US-Marine finanzierte die 3 Millionen teure Aktion, das Museum wird diess später zurückzahlen. Wenn die "Interpid" das Bayonne Trockendock für die 2-jährige, 60 Millionen Dollar teure Überholung erreicht hat, sollen die Propeller abmontiert werden, um ähnliche Probleme für die Zukunft zu vermeiden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Ladung ging auf Frachter vor Holland über
(14.11.06) - Am 12.11. lief der russische Frachter "Pioner Moldavii" den holländischen Ijfluss mit starker Steuerbordschlagseite hinauf. Er benötigte Schlepperhilfe. In schwerer See waren Teile der Decksladung aus Holz übergegangen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Containerschiff rammte Brücke in Rotterdam
(14.11.06) - Am Abend des 12.11. kollidierte ein Containerschiff in Rotterdam bei Noordereiland mit einem Pfeiler der Willemsbrug. Dabei stürzten mehrere Container über Bord, zwei von ihnen trieben mit dem Flutstrom auf der Nieuw Maas in Richtung der Van Brienenoordbrug
Quelle: Tim Schwabedissen

Trawler nach Explosion gesunken
(14.11.06) - Die Maschinenraumexplosion auf dem Trawler "Diaz" vor Namibia in der vergangenen Woche führte zum Tod dreier Seeleute und dem Untergang des Schiffes. Von den Toten waren 2 Spanier, einer kam aus Namibia. Die "Diaz" der Diaz Traling sank am Nachmittag des 9.11. auf 230 Faden Tiefe. Das Feuer war zuvor so intensiv gewesen, dass vier zu Hilfe gekommene Schiffe nicht in der Lage waren, sich dem Havaristen zur Brandbekämpfung anzunäern. Die drei Toten waren vermutlich schon bei der das Feuer auslösenden Explosion gestorben. Es handelte sich um den Chefingenieur, den 1. Ingenieur sowie einen Maschinisten. Die übrigen 20 Männer gingen in die Boote und konnten von anderen Kuttern unverletzt gerettet werden. Sie wurden anschließend nach Walvis Bay gebracht. Die Ursache der Explosion wird nun untersucht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Hoffnung für vermissten Schlepper schwindet
(14.11.06) - Die Hoffnung, den in der vergangenen Woche vor der südafrikanischen Ostküste verschwundenen Schlepper "Hawk" oder seine vierköpfige Crew zu finden, sind geschwunden, nachdem eine ausgedehnte Suchaktion zu Wasser und aus der Luft zu keiner Spur führte. Die einzigen Teile, die gefunden wurden, waren zwei Rettungsinseln, die leer rund 10 Kilometer nördlich von Shelly Beach trieben. Sie waren der Spurenlage nach unbenutzt über Bord gespült worden. Der Schlepper der Offshore Maritime Services in Kapstadt war nach Erledigung eines Auftrages in Richards Bay auf dem Rückweg in den Heimathafen gewesen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Barge sitzt bei Kodiak auf Strand
(14.11.06) - In der Nacht zum 11.11. lief die 110 Fuß lange Barge "Ava Lynn" bei starkem Wind nahe des Kodiak Airport in Alaska auf Grund. Die mit verschiedenen Gütern beladene Barge hatte am Abend in Chiniak Bay geankert, riss sich dann aber in der Nacht los. In hoher See trieb sie auf einen felsigen Strand 1000 Yards östlich des Flughafens. Am 11.11. um 09.00 Uhr wurde die gestrandete Barge bemerkt und das Coast Guard Marine Safety Detachment Kodiak verständigt. Dieses nahm Kontak mit der Swenson Maritime Transportation auf, der die Barge gehört. Die "Arch I" der Swenson Maritime Transportation und der Schlepper "Kodiak King" der Amak Towing versuchten die Barge mit dem Hochwasser um 17 Uhr freizubekommen. Eine halbe Stunde später wurde der Bergungsversuch abgebrochen, nachdem die Schlepptrosse in hoher See brach. Die "Kodiak King" konnte sich wegen der geringen Wassertiefe nicht an die "Ava Lynn" annähern. Am Morgen des 12.11. setzte sich die "Arch I" nahe der Barge auf Grund, um deren Zustand prüfen zu können. Mit dem nächsten Hochwasser schwamm die "Arch I" wieder planmäßig auf. Die Crew hatte keine strukturellen Schäden an der "Ava Lynn" feststellen können, die in den folgenden Tagen mit ausreichendem Wasserstand geborgen werden sollte.
Quelle: Tim Schwabedissen

Seenotretter im Einsatz für nach Maschinenausfall treibenden Frachter
(14.11.06) - In schwerer See erlitt am 13.11. der norwegische Frachter "Fri Steam" vor den Orkneys bei Windstärke 9 Maschinenausfall. Das in Ballast laufende Schiff, das 6 Mann Besatzung hat, driftete 12 Meilen westlich der Orkneys auf die Küste zu. Der Versorger "Edda Frigg" kam zu Hilfe und nahm den Havaristen auf den Haken und schleppte ihn in Richtung geschützterer Gewässer ab. Dabei wurde der Konvoi von dem Rettungsboot der RNLI aus Stromness eskoritert. Außerdem wurde das Boot aus Kirkwall gerufen, um die Schiffe durch die Inseln der Orkneys zu begleiten. Ein Rettungshubschrauber war vorsorglich auf Standby. Der Küstenwachschlepper "Anglian Prince" lief aus und wurde um 18 Uhr am Havaristen erwartet.
Quelle: Tim Schwabedissen

Verschrottung der "Safmarine Agulhas" hat begonnen
(14.11.06) - Rund 4 Wochen nach Vergabe des Bergungskontrakes für die "Safmarine Agulhas" an Mammoet Salvage haben die Arbeiten zur Räumung des Wracks begonnen. Zuvor war der erste von insgesamt später drei großen Portalkränen auf dem Wellenbrecher aufgebaut worden sowie der Wellenbrecher selbst für die zusätzliche Last verstärkt worden. In den folgenden Wochen sollen die beiden weiteren Kräne errichtet werden. Außerdem wurde mit dem Abbruch des Brückenhauses begonnen. 12 Bergungsexperten aus den Niederlanden sind zusammen mit südafrikansichen Partnern mit den Arbeiten beschäftigt. Lokale Firmen wie der East London Shipyard, die Wreckers Pte Ltd und Umweltfirmen werden von dem Auftrag auch profitieren. Im Rahmen der Abbrucharbeiten sollen auch zwei Deckskräne auf dem Vorschiff reaktiviert werden, um bei der Entfernung der Lukendeckel und der noch im Schiff verbliebenen Container zu helfen.
Quelle: Tim Schwabedissen

10 Tote bei Fähruntergang vor Borneo
(14.11.06) - Beim Untergang der indonesischen Fähre "Karya Mandiri" vor Borneo sind am 11.11. zehn Menschen, darunter 8 Kinder, ertrunken. Ein Passagier wird noch vermisst. Die "Karya Mandiri" hatte 60 Menschen an Bord, als es rund 65 Kilometer vor Sukamara unterging.
Quelle: Tim Schwabedissen

Sorge um Wrack der "Cerberus"
(14.11.06) - Generationen von Strandgängern kennen das Wrack der HMVS "Cerberus", dem letzten Flaggschiff der Victorian Colonial Navy, das als Wellenbrecher 1926 vor Black Rock versenkt wurde. Doch in jüngster Zeit sind viele schockiert über den Verfall des Schiffes. Dieser hat sich seit dem Einbruch des Rumpfes 1993 beschleunigt. Zwar wurden 4 16-Tonnen-Kanonen entfernt im März 2005, um das Wrack zu erleichtern, und im Dezember 2005 wurde es in die National Heritage List aufgenommen. Doch die "Cerberus" sinkt weiter mit einem Tempo von 16-20 Millimetern im Jahr ins Seebett ein. Um ihr endgültiges Ende abzuwenden, müsste sie für rund 7.1 Millionen Dollar in einem Stahlrahmen stabilisiert werden. Es gibt auch Befürchtungen, Teile des Schiffes könnten zu Hindernissen werden, sollte der Rumpf kollabieren. Auch würden die Trümmer eine Gefahr für jene darstellen, die auf dem glitischigen Torso herumklettern. Die 25-Meter-Verbotszone um die "Cerberus" wird ohnehin irgnoriert.
Quelle: Tim Schwabedissen

Gedenken an "Edmund Fitzgerald"-Untergang
(14.11.06) - 31 Jahre nach ihrem Untergang soll das Unglück des Frachters "Edmund Fitzgerald" entmythologisiert werden als eines von zahlreichen schweren Unglücken auf den Great Lakes. Die Familien der 29 bei dem Untergang ertrunkenen Seeleute sagen, es sei an der Zeit, zumal das Wrack inzwischen von Tech-Tauchern erreicht werden kann. Die Unerreichbarkeit in großer Wassertiefe hat maßgeblich zur Mythenbildung beigetragen. Bei der diesjährigen Gedenkfeier soll entsprechend aller Seelute, die auf den Lakes ertranken, gedacht werden, und nicht nur jenen der "Fitzgerald", wie dies in den vergangenen 30 Jahren der Fall war. Es sei Zeit, die "Fitzgerald" ruhen zu lassen. Der 729 Fuß lange Erzfrachter war am 10.11.1975 auf dem Weg von Superior, Wisconsin, nach Detroit einen Tag nach dem Auslaufen im Sturm gesunken. Ein nahestehender Frachter wurde Zeuge des Unglücks - er sah einfach die Lichter der "Fitzgerald" verschwinden. Vermutlich wurde sie von einer großen Welle mit dem Bug voran in die Tiefe gedrückt. Es gab kein Notsignal und keine Überlebenden. Die Mariners’ Church ist nur ein kleines Stück vom Detroit River entfernt, auf dem die Frachter nach wie vor Rohstoffe vom Norden zu den Stahlmühlen im mittleren Westen transportieren. Sie ist seit 1848 den Seeleuten gedacht. Als es klar wurde, dass die "Fitzgerald" samt Crew verloren war, wurde der Glockenturm aufgeschlossen und die Glocke erstmals 29 Mal geläutet, einmal für jeden Mann an Bord. Seitdem erklang sie immer, wenn jemand auf den Seen ums Leben kam. Die Legende der "Fitzgerald" wurde nicht zuletzt durch die populäre Folkballade “The Wreck of the Edmund Fitzgerald”, die Gordon Lightfoot 1976 schrieb, am Leben erhalten. Dies führte aber auch zu dem Bestreben von Tauchern, das Wrack quasi zur Trophäe zu machen, und zur Irritation bei den Familien der Hinterbliebenen, die es als Grabstätte ansahen. Das Schiff liegt in einer Tiefe von 500 Fuß. Dies war seinerzeit außerhalb der Reichweite von Tauchern. Doch mit dem technischen Fortschritt fiel diese Barriere. 1992 fotografierte ein Taucher erstmals das Wrack und darin auch einige Leichen. Denn in dieser Tiefe gibt es im Lake Superior kein tierisches oder pflanzliches Leben. Das Wasser hat eine konstante Kälte von rund 35 Grad Fahrenheit. Es wirkt so wie ein Tiefkühlschrank. Die Leichen können heute noch identifiziert werden. Drei Jahre später, 1995, wurde die Glocke der "Fitzgerald" mit Zustimmung der Familien der Toten geborgen und durch ein Exemplar ersetzt, auf der die Namen der Besatzungsmitglieder eingraviert sind. Die Familien wollten das Wrack auch gesetzlich schützen lassen. In diesem Jahr wurde von der Regierung in Ontario ein Gesetz zum Schutz erlassen. Die "Fitzgerald" liegt in kanadischen Hlheitsgewässern. Am 10.11. wurde eine Gedenkzeremonie am heutigen Platz der Glocke, dem Great Lakes Shipwreck Museum in Whitefish Point auf Michigan’s Upper Peninsula abgehalten. Bei der Mariners’ Church wurde es indes für zeitgemäß gehalten, zu einem Gesamtgedenken überzugehen: In 300 Jahren Schifffahrt auf den Großen Seen gab es über 10000 Schiffsuntergänge, und, so hieß es, die Seeleute der "Edmund Fitzgerald" werden nicht die letzten gewesen sein, die ihr Leben auf den Great Lakes ließen. .
Quelle: Tim Schwabedissen

Ersatz für gesunkene kanadische Fähre
(14.11.06) - Die BC Ferry Corporation wird ihre im vergangenen März verloren gegangene "Queen of the North" durch die derzeit noch griechische Fähre "Sonia" ersetzen. Diese soll nun überholt werden. Der Victoria Shipyards wird sie ins Esquimalt Graving Dock nehmen, um die Arbeiten, die auf 9 Millionen kanadische Dollars taxiert werden, durchzuführen. Die "Sonia" soll den Atlantik queren und dann durch den Panama-Kanal die Pazifikküste aufwärts laufen, um am 16.12. Victoria zu erreichen. Im Februar soll der umbau fertig sein. Die "Queen of the North" sank vor Kanada nach Kollision mit einem Felsen. Zwei Menschen blieben vermisst.
Quelle: Tim Schwabedissen

Fischereifunktionär verteidigt "Hohe Weg"-Skipper
(14.11.06) - In dieser Woche werden die ostfriesischen Fischer ihre Kutter in den Häfen liegen lassen, weil weiterhin starker Wind und viel Regen vorausgesagt werden. Ein Auslaufen sei nach Einschätzung von Dirk Sander, Vorsitzender des Verbandes der kleinen Hochsee- und Küstenfischerei, derzeit zu gefährlich. Er ist aber dabei nicht der Meinung, dass der Kapitän des in der vergangenen Woche gesunkenen und noch nicht gefundenen Trawlers "Hohe Weg" unvorsichtig gewesen sei, wie die Frau eines der vermissten Seeleute erklärte. Jeder Kutterkapitän beobachte täglich das Wetter ganz genau und entscheide selbstständig, ob man rausfahren könne oder nicht. Bei Windstärken um acht Beaufort könne man nicht mehr hinter den Inseln sicher verkehren. Das wisse jeder aus Erfahrung. Der Unfall des Braker Kutters habe auf keinen Fall etwas mit Leichtsinn zu tun. Das könne eben passierenm wie auch im Autoverkehr solche Unfälle passierten. Die Vorwürfe kämen aber immer, das sei man als Fischer schon gewohnt. Gott sei Dank seien die ostfriesischen Kutterfahrer inzwischen lange von Unfällen dieser Art verschont geblieben. Das letzte Mal sei vor rund 20 Jahren ein Kutter in der Accumer Ee gesunken. Der Unfall lief aber ohne Personenschaden ab. Zwei Menschen sind vor 30 Jahren bei einem Unglück vor Spiekeroog ertrunken. Solche Unwetter wie kürzlich die Sturmflut machten aber auch die Fischer nachdenklich. Wasserstände mit bis zu drei Metern über dem mittleren Hochwasser seien in den letzten Jahren nicht mehr aufgetreten. Die Fischkutter seien alle in einem Topzustand. Sie würden jedes zweite Jahr von der Berufsgenossenschaft kontrolliert. Kaputt gehen könne aber immer etwas. So sank bei der unerwarteten Sturmflut auch ein Kutter in Petkum an der Pier.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Atair" fand keine Spur der "Hohe Weg"
(14.11.06) - Die Suche nach den vier vermissten Fischern des Braker Kutters "Hohe Weg" in der Nordsee ist auch am 13.11. erfolglos verlaufen. Im Seegebiet südöstlich von Helgoland suchte das Spezialschiff «Atair» des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie mit Sonar den Meeresgrund ab. Schwerer Wellengang erschwerte den Einsatz dabei erheblich. Experten gehen davon aus, dass sich die vier vermissten Seeleute noch in dem 23 Meter langen Kutter befinden. Das Wrack liegt vermutlich in 5 bis 15 Meter Wassertiefe. Das fragliche Seegebiet ist aber relativ groß. Es wird nun Planquadrat für Planquadrat durchkämmt. Zugleich war im Tagesverlauf ein Polizeiboot im Wattenmeer unterwegs, um Spuren der Schiffbrüchigen zu finden. Wie schon an den Vortagen suchten Polizisten bis zum Einbruch der Dunkelheit landseitig einen Küstenstreifen zwischen Cuxhaven und Bremerhaven ab. Wegen der Wind- und Strömungsverhältnisse ist es möglich, das dort Gegenstände des Kutters angespült werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Skipper schlief ein - Schiff gestrandet
(13.11.06) - Am 11.11. um 00.30 alarmierte der norwegische Skipper des Kutters "Aqua Boy" die Clyde Coastguard, weil sein Schiff mit 3 Mann Crew bei Light Ardtornish Point, Sound of Mull, gestrandet war. Zuvor war er auf der Brücke auf dem Weg von Gigha nach Lochaline eingeschlafen. Das norwegische Schiff hatte 7 Tonnen Dieselöl an Bord und lief in Ballast. Sonst transportiert es meist Lebendfisch. Die bauähnliche "Ronja Commander" kam mit ihrer 5-köpfigen Crew zu Hilfe und versuchte, die "Aqua Boy" freizuschleppen, doch die Trosse brach. Nun wurden Küstenwachoffiziere aus Lochaline zum Strand entsandt, um einen Überblick zu bekommen. Weil das Wetter sich verschlechterte, lief auch das RNLI-Boot aus Tobermory aus. Es gelang, die "Aqua Boy" freizubekommen. Sie wurde dann von den Rettungsbooten aus Oban und Tobermory zur Inspektion nach Oban eskortiert. Die Untersuchung sollte am 12.11. durchgeführt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Welle erschlug zwei Seeleute
(13.11.06) - Um 12.40 Uhr des 12.11. kam es zu einem Unglück auf dem Tanker "FR 8 Venture", 42000 BRZ. Er meldete der Shetland Küstenwache, dass er 3 verletzte Crewmitglieder hatte. Ein Hubschrauber stieg aus Stornoway auf, auch dsa RNLI-Boot aus Longhope lief mit einem Arzt an Bord aus. Wie sich herausstellte, hatte der in Singapur registrierte Tanker Rohöl am Scapa Flow Terminal auf den Orkneys geladen und war nach Houston, Texas, ausgelaufen. Als er in den Pentland Firth einlief, empfing Sturm mit bis zu 10 Bf das Schiff sowie eine an die 5 Meter hohe Schwell. Auf einmal ging ein Brecher über das Vorschiff, auf dem die drei Männer gearbeitet hatten. Als der Arzt auf dem Tanker abgesetzt wurde, konnte er nur noch den Tod zweier Seeleute feststellen. Der schwer verletzte dritte wurde aufgewinscht und ins Aberdeen Royal Infirmary geflogen. Auf dem Tanker wurde ein Lotse abgesetzt, um ihn nach Scapa Flow zurückzubringen. Die Retter waren bei ihren Arbeiten extreme Wetterbedingungen ausgesetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Vorwürfe gegen Reederei der "Hohe Weg"
(13.11.06) - Die Frau eines beim Untergang der "Hohe Weg" mutmaßlich ertrunkenen 38-jährigen Fischers erhob jetzt schwere Vorwürfe gegen die Braker Reederei Seefischerei Hullmann OHG. Es müsse geklärt werden, warum das Schiff bei solchen Windbedingungen in der vergangenen Woche überhaupt ausgelaufen sei, sagte die Frau. Ihr Mann habe noch am seines Todes zwischen 18 und 19 Uhr mit ihr telefoniert und über den Sturm geklagt. "Wir kriegen neun bis zehn Windstärken", habe er gesagt. "Fahrt nicht raus", habe sie gebeten. Seine Antwort war: "Wir müssen", habe der Kapitän gesagt. Vorher habe ihr Mann noch erzählt, dass das Schwesterschiff die Fahrt bei Bremerhaven wegen Motorschadens abgebrochen habe. Sie habe nach dem Telefonat ein ungutes Gefühlgehabt. Später sei das Handy ihres Mannes ausgeschaltet gewesen - für sie ein sicheres Zeichen, dass ihr Mann in der Kajüte schlief. Dort muss er wie auch die übrige Mannschaft dann vom Kentern des Schiffes überrascht worden sein. Gegen 23.50 Uhr kam ein Anruf der Reederei: "Das Schiff ist seit zweieinhalb Stunden verschwunden". Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei zur Unglücksursache dauern unterdessen an. Zunächst muss dafür jedoch das Schiff gefunden werden. Vor allem schlechtes Wetter hat die Suche in den vergangenen Tagen erschwert. Am 12.11. waren nur Streifen an den Deichen und Stränden im Einsatz. Die Suchschiffe blieben wegen der orkanartiger Böen über der Deutschen Bucht in den Häfen. Am Vortag waren zur Suche ausgelaufene Schiffe wegen des hohen Wellengangs vorzeitig zurückgekehrt. Lediglich ein Hubschrauber hatte ergebnislos das Suchgebiet zwischen Elb- und Wesermündung überflogen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Motoryacht in Brand gesetzt
(13.11.06) - Unbemerkt brannte in der Nacht zum 11.11. im Salzgitterkanal in Beddingen eine Motoryacht aus. Sie lag an einem Steg kurz vor der Fußgängerbrücke in Beddingen. Es entstand ein Sachschaden von etwa 40 000 Euro. Es wird Brandstiftung vermutet. Trotz Eisentür und Gitter gelang es den Tätern, auf das Boot zu klettern. Schiffseigner Ernst Bemme aus Beddingen hatte sogar Überwachungskameras installiert, die aber zur Seite gebogen worden waren. Das ausgebrannte Schiff wurde erst am frühen Morgen von einer Spaziergängerin entdeckt, die daraufhin Polizei und Feuerwehr informierte. Doch da war die Yacht bereits völlig ausgebrannt. Nichts blieb übrig. Die Feuerwehr löschte lediglich einen kleinen Schwelbrand auf den Planken des Anlegers und rückte wieder ein. Wasserschutzpolizei, Hafenpolizei und Kripo nahmen die Ermittlungen auf. Der Eigner gab an, dass es schon lange Ärger gegeben habe. Sechs Mal sei bereits auf diesem Boot eingebrochen worden. Allerdings seien immer nur Kleinigkeiten gestohlen worden wie zum Beispiel Tischdecken oder Kaffee. Das letzte Mal hätten die Täter sogar einige Sachen aus dem Boot demonstrativ auf den Bootssteg gestellt. Doch aufgeben will er nicht. Noch am Vormittag begann er damit, das Löschwasser, dass sich unten im Boot gesammelt hatte, abzupumpen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Tanker lief auf Grund
(13.11.06) - Im East Rockaway Inlet rund 450 Yards vor der Küste lief am 10.11. um 12 Uhr der 281 Fuß lange Tanker "Kristin Poling" der Poling and Cutler Marine auf sandigem Boden auf Grund. Er hatte 672,000 Gallonen Öl geladen. Die Küstenwache begann den Havaristen zu Wasser und aus der Luft zu überwachen. 20000 Fuß Ölschlängel, 10 Vakuumlaster, 10 Ölskimmer, 20 Arbeitsboote und 70 Helfer waren im Einsatz, eine Umweltverschmutzung zu verhindern. Rund 63.000 Gallonen Öl wurden nach einem ersten Abschleppversuch geleichtert. Auch ein zweiter Bergungsanlauf schlug fehl. Am 12.11. gelang es einem Schlepper, den Tanker bei Hochwasser freizubekommen. Er machte sich auf die Fahrt nach New York. Er wurde offenbar nicht ernsthaft beschädigt. Dennoch wird er bei der Ankunft gründlich inspiziert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Yacht vor Cape Hatteras evakuiert
(13.11.06) - 150 Meilen vor der Küste von Cape Hatteras geriet am 9.11. die 45 Fuß lange Yacht "Carpe Diem" in schwerer See in Seenot. Ein HH-60 Jayhawk Helikopter der Air Station Elizabeth City, N.C., barg die 3-köpfige Crew um 14.37 Uhr ab. Eine Coast Guard C-130 sicherte den Luftraum über dem Zweimaster.
Quelle: Tim Schwabedissen

Holzladung ging vor Südafrika über
(13.11.06) - 265 Meilen östlich von Kodiak ging die Ladung des 560 Fuß langen Frachters "Global Hawk" im Golf von Alaska über. Das in Panama registrierte Schiff hatte eine Ladung Holz aus Hydaburg für Südkorea geladen. In 18 Fuß hoher See bei 50 Knoten Windgeschwindigkeit gerieten die Stämme in Bewegung. Das Schiff hat 21 Mann Besatzung. Eine Coast Guard C-130 Hercules stieg zur Überwachung der Situation auf. Die "Global Hawk" wollte nahe Kodiak Windschutz erreichen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schlepper vor Südafrika vermisst
(13.11.06) - Seit dem 10.11. wird der Schleppper "Hawk" vor East London vermisst. Das Schiff war aus Richards Bay nach Kapstadt ausgelaufen und sollte am 10.11. in East London einlaufen. Der letzte Kontakt war am 8.11. Inzwischen wurde eine leere Rettungsinsel auf den Strand von Shelly Beach an der KwaZulu Natal South Coast, südllich von Port Shepstone, gespült, die aber offenbar nicht benutzt war. Die Angaben über die Besatzungsstärke variieren von 4-8.
Quelle: Tim Schwabedissen

Skiboot schleuderte Crew ins Wasser
(13.11.06) - Am 12.11. lief am 14.30 Uhr das Skiboot "Henwa - ZA 120" vor der KwaZulu Natal-Küste direkt unterhalb des Hafenkontrollturms von Bluff auf Grund. An Bord waren 5 Personen, die ins Wasser stürzten. Rettungsfahrzeuge aus Bluff eilten zur Unglücksstelle. Alle 5 wurden rasch gerettet, ihr Boot auf die Felsen gezogen und 15 Meter oberhalb der Brandungszone gesichert.
Quelle: Tim Schwabedissen

Maschinenraumexplosion auf "Finnreel" in Ostsee
(13.11.06) - Am 12.11. gegen 13 Uhr ereignete sich im Maschinenraum des in finnischer Charter laufenden, britischen RoRo-Frachters "Finnreel" vor Bornholm eine Maschinenraumexplosion. Ein Mann mit Verbrennungen wurde von einem Helikopter von Bord evakuiert. Das Schiff konnte seine Reise nach Helsinki fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Fähre in Dänemark geborgen
(13.11.06) - Die Fähre "Omoe", die auf der gleichnamigen Insel am 1.11. in schwerem Wetter gestrandet war, konnte am 6.11. von der Schleppfirma Jens Alfastsen aus Horsens geborgen. Eine Winsch am Strand mit mehreren hundert Tonnen Zugkraft sowie eine Baggerrinne, die der Bagger "Jette Saj2 ausgehoben hatte, verhalfen dem Schiff wieder ins Wasser. Um 14 Uhr hatte die Fähre wieder Wasser unter dem Kiel. Sie wurde in den Hafen von Omoe geschleppt und am selben Tag von der "Sanne A", 37 BRZ, der Reederei Jens Alfastsen zur Soeby Vaerft in Soeby zur Reparatur verholt. Danach wurde der Strand wieder hergestellt und die Rinne zugeschüttet.
Quelle: Tim Schwabedissen

Tankbarge "Orion I" gehoben
(13.11.06) - Am 12.11. wurde die gesunkene Ölbarge "Orion I" von Malik Qutub gehoben durch die Bergungsfirma Indus Divers. Die Taucher hatten zuletzt rund um die Uhr an ihr gearbeitet. Die Barge liegt aber weiter kieloben und soll in den kommenden 48 Stunden aufgerichtet wrden.
Quelle: Tim Schwabedissen

US--Navy soll "Intrepid" helfen
(13.11.06) - Die US Navy soll nun ihrem ausrangierten Flugzeugträger USS "Intrepid" zu Hilfe kommen. Der Weltkriegsveteran liegt weiter im Schlamm vor seinem Liegeplatz in New York fest, wo sich die 16-Fuß-Schrauben fest ins Sediment gegraben haben, dass sich während der 24-jähirgen Liegezeit im Hudson River aufgebaut hat. Der Plan der Marine sieht das Ausheben von Flussboden unter dem Trägerheck vor. Das US Army Corps of Engineers ist auch an dem Projekt beteiligt.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Alfried Krupp" nach Beseitigung von Sturmschäden einsatzklar
(13.11.06) - Die Wetterverhältnisse waren extrem, als der Borkumer Seenotkreuzer "Alfried Krupp" am 1. November gegen 8.30 Uhr auslief, um sich an der Suche nach dem vermissten holländischen Seenotrettungsboot „Anna Margaretha“ zu beteiligen. Die "Krupp" fuhr die Westerems entlang, bis Tonne 5, zunächst jedoch ohne die holländischen Kollegen zu sichten oder in Kontakt mit ihnen treten zu können. Die „Anna Margaretha“, die zwischenzeitlich von einem Autofrachter gesehen worden war, war mehrfach durchgekentert. Aus diesem Grund war es auch nicht möglich gewesen, in Funkkontakt zu treten, denn die Antennen waren durchgebrochen, die gesamte Elektrik ausgefallen. Das Schiff richtete sich nach den Kenterungen selbst wieder auf und konnte aus eigener Kraft Schiermonnikoog ansteuern, was für die deutschen Kollegen aus Borkum das wichtigste war. Neben der Suche nach den holländischen Kollegen, beteiligte sich die "Krupp" noch an der Rettung der Besatzung der manövrierunfähig auf der Nordsee treibenden „Cementina“. Hier hatte man den Auftrag, „Stand-by zu machen“, wie Vormann Schäfer erklärt. Das bedeutet, dass der Borkumer Rettungskreuzer das Sicherungsschiff für die „Cementina“ war, während die Besatzung von einem Hubschrauber aufgewinscht wurde. Während dieses Einsatzes wurde durch den extrem hohen Wellengang, es herrschten Windgeschwindigkeiten von über 100 Stundenkilometern und Wellenhöhen von über zehn Metern, die Reling der "Krupp" eingedrückt. Nach der Rettung der Besatzung der 76 Meter langen „Clementina“, die rund 20 Seemeilen nordwestlich vor Borkum trieb, wurde die Besatzung der Krupp aus dem „Einsatz entlassen“, und der Seenotrettungskreuzer fuhr zurück nach Borkum. Selbst habe man gar nicht so genau einschätzen können, wie hoch die Wellen tatsächlich waren, berichtete Vormann Ralf Schäfer später. „Man merkt, dass es ein extrem hoher Seegang ist, aber alleine kann man das nicht so einschätzen." Die Reling der "Alfried Krupp" wurde mittlerweile schon wieder gerichtet. Am folgenden Morgen wartete ein Mitarbeiter der Bremer Hauswerft in Eemshaven das Schiff und richtete die Reling mit Hilfe der Krupp-Besatzung.
Quelle: Tim Schwabedissen

Weiter keine Spur von "Hohe Weg"
(12.11.06) - Auch drei Tage nach dem Untergang des Fischkutters "Hohe Weg" haben Rettungskräfte vergeblich nach Wrack und Besatzung gesucht. Seit dem ersten Tageslicht und bis zum Dunkelwerden waren zahlreiche Einsatzkräfte auf dem Wasser und im Watt im Einsatz. Seenotrettungskreuzer und weitere Boote befanden sich im Unglücksgebiet südöstlich von Helgoland. Zudem flog ein Hubschrauber der Wasserschutzpolizei Hamburg über das Wasser. Die Suche auf dem Wasser wurde am Nachmittag wegen der schlechten Witterungsverhältnisse unterbrochen. Landseitig suchten den Angaben zufolge vier Streifenwagen das Watt an der Küste zwischen Bremerhaven und Cuxhaven ab. Einzig weitere Ausrüstungsgegenstände der Besatzung wurden im Wattgebiet gefunden. Dabei handelte es um einen Rettungskragen und eine Tasche von einem Überlebensanzug. Für die aus Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern stammenden Fischer zwischen 18 und 47 Jahren besteht längst keine Hoffnung mehr. Es wird davon ausgegangen, dass sie ertrunken sind. Experten vermuten sie im Rumpf des gesunkenen Kutters, der offenbar von einer riesigen Welle erfasst wurde und kenterte. Indes hat die Frau eines 38 Jahre alten Vermissten schwere Vorwürfe erhoben. Die Sassnitzerin sagte, es müsse geklärt werden, warum das Schiff bei solchen Wetterbedingungen ausgelaufen sei. Ihr Mann habe noch am 8.11. mit ihr telefoniert und über den sehr starken Wind geklagt. Warum die Fischer trotz eindeutiger Wettervorhersagen Kurs auf die offene See nahmen und dann offensichtlich kenterten, beschäftigt auch die Wasserschutzpolizei. Nähere Aufschlüsse erhoffe man sich, wenn das Wrack gefunden sei. Bisher waren neben einer leeren Rettungsinsel in den vergangenen Tagen lediglich einige Netzteile, Fender und Fischkisten am Knechtsand treibend gefunden worden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kanadischer Zerstörer rettete Yachtcrews
(11.11.06) - Am 9.11. eilte der kanadische Zerstörer "Athabaskan" der in schwerem Sturm vor Nova Scotia treibenden 11 Meter langen Yacht "La Pierva" aus Quebec zu Hilfe, die mit einer vierköpfigen Besatzung in Seenot geraten war. Kurz zuvor hatte er drei Mann einer anderen Yacht "Rochelle 4" vor der US-Küste geholfen. Die "La Pierva" trieb 500 Kilometer nördlich von Bermuda. Eine Frau wurde von einem Motorboot des unter Bahamas-Flagge laufenden Tankers "Anthemis" abgeborgen. Die anderen 3 blieben in Lee des Tankers an Bord des Bootes, um das Eintreffen des Zerstörers im Morgengrauen abzuwarten. Die "La Pierva" hatte in 6 Meter hoheh Wellen und 80 Kilometern Windgeschwindigkeit Wasser zu nehmen begonnen. Nachdem die "Athabaskan" eingetroffen war, gelang es mit einem Zodiac, bei etwas ruhigerer See die anderen Segler zu retten, während die Yacht in weiterhin 5 Meter hoher Schwell arbeitete. Während der Nacht war es zu riskant erschienen, die Männer auf den Tanker zu bringen. Die Geretteten, die Überlebensanzüge trugen, waren durchnässt und unterkühlt, aber ansonsten bei guter Gesundheit. Die "La Pierva" war in Schwierigkeiten geraten, nachdem 2 Tage zuvor ein Blitzeinschlag das GPS zerstört hatte und auch den Antrieb beschädigte, sodass das Schiff hilflos in die Schlechtwetterzone geriet.
Quelle: Tim Schwabedissen

Wracks in Hamburg verursachten Kopfzerbrechen
(11.11.06) - Im April 2006 sank im Hamburger Spreehafen am Berliner Ufer ein 30 Meter langes und 5 Meter breites Binnenschiff. Nur bei Niedrigwasser sind Bug und Mittschiffsbereich des stählernen Rumpfes zu sehen. Das Heck mit einem hölzernen Aufbau und dem Dach aus asbesthaltigen Eternitplatten ragt auch bei höherem Pegel aus dem Wasser. Grüne und rote Netze sind über den Aufbau gespannt, damit bei Sturm nichts von den schadstoffhaltigen Materialien durch die Gegend fliegt. Unklar ist momentan, was aus dem Fahrzeug eines früheren Binnenschiffers, das auf den Namen seiner Frau eingetragen ist, wird? Eine Sprecherin der Hamburg Port Authority (HPA), sagte: "Wir haben eine Bergungs- und Beseitigungsverfügung erlassen." Dagegen hat die Eigentümerin allerdings Widerspruch eingelegt. Nun prüft die HPA-Rechtsabteilung die weitere Vorgehensweise. Zunächst wurde festgestellt, dass von dem am Liegeplatz Nummer 17, Dalben 43, liegenden Wrack keine Gefahr für den Schiffsverkehr ausgeht. Wohl geht von dem Wrack aber eine Gefahr für die Umwelt aus. Deshalb war die Eigentümerin per HPA-Verfügung aufgefordert worden, Netze über das Dach und den hölzernen Aufbau zu spannen. Doe HPA-Sprecherin: "Die Eigentümerin hat es nicht erledigt. Wir mussten den Aufbau absichern." Der Gatte der Frau hatte noch bis vor fünf Jahren zahlreiche Schrottschiffe im Östlichen Bahnhofskanal des Harburger Binnenhafens liegen. Diese mussten auf Kosten der Bahn AG beseitigt werden, weil von dem Mann nichts zu holen ist. Ihm gehört auch die jüngst im Steendiekkanal in Finkenwerder ausgebrannte Fähre "Cehili". Sie wurde unterdessen gepfändet, um mit dem Schrotterlös weitere aufgelaufene Kosten zu begleichen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Ursache von "Finnbirch"-Untergang ungeklärt
(11.11.06) - Die Untersuchungen, die nach dem Untergang des RoRo-Frachters "Finnbirch" östlich von Karehamn eingeleitet wurden, sind mittlerweile abgeschlossen. Nach Erkenntnissen von Equasis waren bei der letzten Inspektion des Schiffes am 21.9. fünf Punkte kritisiert worden, die aber nicht signifikant genug waren, das Schiff wegen Seeuntüchtigkeit stillzulegen. Ein anderer Verdacht ist, dass die Ladung nicht genügend gesichert war. Es wurde aber nicht bestätigt, dass die in Bewegung geratene Ladung die Schlagseite auslöste, und ob die Schlagseite ursächlich für das Kentern war. Der 22 Kilometer lange und 7 Kilometer breite Ölfilm aus dem Wrack beginnt inzwischen, sich aufzulösen. Er enthielt keine Schweröl. Es handelte sich eher um flüchtigere Öle aus Tagestanks, Ölfässern und den Fahrzeugen. Die Küstenwache schließt aus, dass es die Küste von Öland erreicht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Bohrinsel "Bredford Dolphin" in Danzig eingetroffen
(11.11.06) - Die im Sturm Britta auf Drift gegangene Bohrinsel "Bredford Dolphin" hat jetzt die Remontowa Shiprepair Yard in Danzig erreicht, wo das 1976 erbaute Rig de Fred Olsen Energy in den nächsten drei Monaten einem Umbau unterzogen wird.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kapitän starb bei Schiffsbrand
(11.11.06) - Auf dem jordanischen Frachter "Petra Express" brach im Maschinenraum am 10.11. im Roten Meer ein Feuer aus. Der Kapitän kam durch Rauchvergiftung ums Leben, drei Seeleute wurden verletzt. Die Maschine hatte sich überhitzt, als das Schiff von Aqaba in Jordanien nach Nuweiba in Ägypten unterwegs war. Der Brand war 6,8 Meilen vor der ägyptischen Küste am Morgen entstanden und eine Stunde später von einem dortigen Feuerlöschboot unter Kontrolle gebracht worden. Das Schiff wurde in Richtung eines ägpytischen Hafens abgeschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schwimmkran schlug in Antwerpen um
(11.11.06) - Der Schwimmkran "Grote Gust" der Reederei Baeck & Jansen ist am Abend des 9.11. gegen 23 Uhr im Kattendijkdok in Antwerpen gekentert. Ein Mann wurde ins Waser geschleudert und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Jetzt wird überlegt, wie das in flachem Wasser auf der Seite liegende Wrack geborgen werden kann.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schwedisches Schnellboot vor Stockholm geborgen
(11.11.06) - Das schwedische Schnellboot "848", das am 24.10. im Stockholm Archipel gesunken war, wurde am 4.11. am Nachmittag geborgen. Es gelang einem U-Boot-Hebeschiff, das Wrack aus 40 Metern Wassertiefe zu heben. Nun hofft die Untersuchungsbehörde Erkenntnisse, warum das mit 17 Mann besetzte Schiff während eines Manövers unterging. Eine erste Inspektion zeigte, dass eine Fluchtklappe fehlte, doch dies muss nicht zum Untergang geführt haben.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutter nach Explosion aufgegeben
(11.11.06) - Auf dem Kutter "Dias" kam es am 10.11. vor der Küste Namibias zu einer Maschinenraumexplosion. Das Schiff stand 111 Meilen vor Lüderitz und war auf Fang, als sich das Unglück ereignete. Drei Mann des Maschinenpersonals kamen ums Leben, die übrigen gaben das Schiff auf und wurden von der "Komukandi" gerettet.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kollision in der Wolgamündung
(11.11.06) - Der 60 Meter lange Forschungstrawler "Caspian Researcher", 800 Brt, des Caspian Fishery Research Institute, kollidierte am 10.11. mit der "VK-160". Beide Schiffe waren in der Wolgamündung auf dem Wegnach Astrakhan. Sie gingen nach dem Zusammenstoß vor Anker.
Quelle: Tim Schwabedissen

Einstige "APL Panama" wieder in Fahrt
(11.11.06) - Nach drei Monaten beendete der Keppel Shipyard (Subic Bay) die Reparaturarbeiten an dem Ende vergangenen Jahres vor Ensenada gestrandeten Containerfrachter "APL Panama" der Hansa Mare Reederei, Bremen. Das Schiff ging dann wieder in APL-Charter, die zu unveränderten Konditionen bis 2012 geht. Nun ist sie als "APL Kaoshiung" im Hongkong-Express-Service eingesetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Suche nach Wrack der "Hohe Weg" bei Dunkelheit unterbrochen
(09.11.06) - Einzig eine gelbe Rettungsinsel und einsam dahinschwimmende Fischkisten zeugen noch von der Existenz des Fischkutters «Hohe Weg». Schiff und Besatzung wurden offenbar von den Fluten der Nordsee verschluckt. «Leider ist nicht mehr damit zu rechnen, dass wir noch Überlebende finden», sagte heute ein Sprecher der Wasserschutzpolizei. Die je zwei aus Niedersachsen und von der mecklenburg-vorpommerschen Insel Rügen stammenden Vermissten waren am Mittwochabend mit ihrem Kutter der Firma Hullmann Seefischerei OHG aus Brake unterwegs. Die letzte bekannte Position des Kutters liegt rund 16 Seemeilen südöstlich der Insel Helgoland, wo vor 2 Tagen um 21.04 Uhr die Seenotboje auslöste. Die Wassertemperatur der Nordsee betrug hier zum Zeitpunkt des Unglücks 10,5 Grad Celsius. «Nur ein kurzes Notsignal von Bord des Schiffes fingen die Seenotretter noch auf. Seither fehlt jedes Lebenszeichen», hieß es bei der DGzRS. Bei den Vermissten handelt es sich um einen 18 Jahre alten Auszubildenden aus dem Kreis Friesland, den 27 Jahre alten Kapitän aus Brake und zwei Besatzungsmitglieder von Rügen, 38 und 47 Jahre alt. Der Sohn der Fischer-Familie Hullmann war der Kapitän der "Hohe Weg". Die Familie ist in Brake sehr bekannt, weil das Familienunternehmen seit Jahrzehnten Hochseefischerei betreibt und «quasi jeder Fisch auf dem Mittagstisch in Brake von Hullmanns kommt», wie es in Brake hieß. Dort ist das Kutterunglück seither Gesprächsthema Nummer eins. Das Firmengelände des Fischereibetriebs wirkte heute wie ausgestorben. Ein Kutter, die "Hohe Sand", lag am Kai vertäut. Ein sonst sehr frequentierter und beliebter Fisch-Imbiss war geschlossen. Lediglich ein Schild ließ die Tragödie als Grund erahnen: «Aus familiären Gründen bis auf Weiteres geschlossen.» Das Unternehmen selbst will sich zunächst nicht äußern. Schockiert sind auch die Ostseefischer. In den vergangenen Tagen waren wegen des Herbststurmes viele Kutter zwischen Wismar und Wolgast im Hafen geblieben. Heute machten vor Tagesanbruch jedoch schon wieder deutlich mehr Kutter die Leinen in den Heimathäfen los. Dabei habe man aber schon ein komisches Gefühl, sagte ein Fischer in Warnemünde. Ein pensionierter Küstenfischer in Sassnitz, der fast jeden Tag noch einen Schnack mit ehemaligen Kollegen hält, meinte, er habe die Verunglückten zwar nicht gekannt, aber der Beruf verbinde. Immer wieder blieben Leute auf See, der Beruf sei nun mal gefährlich wie eh und je.
Indes ging die Suche seit Sonnenaufgang in, am und über Wasser weiter. Auf einer Sandbank wurden weitere Ausrüstungsgegenstände des Kutters angespült. Streifenwagen fuhren den Küstensaum zwischen Bremerhaven und Cuxhaven ab. Seenotkreuzer und Marineschiffe fuhren in der Nordsee Suchstreifen ab. Hubschrauber und Flugzeuge versuchten, von der Luft aus Hinweise auf den Verbleib des Kutters zu finden. Im Einsatz war auch das Wracksuchschiff "Atair". Bei Einbruch der Dunkelheit wurde die Suche unterbrochen. Sie soll mit reduzierten Kräften am 11.11. fortgeführt werden. Warum die Fischer trotz eindeutiger Wettervorhersagen Kurs auf die offene See nahmen und dann offensichtlich kenterten, prüft nun die Wasserschutzpolizei. «Wenn wir das Wrack finden, wissen wir mehr», sagte ihr Sprecher. Experten vermuten die Mannschaft noch im untergegangenen Kutter.
Quelle: Tim Schwabedissen

Suche nach der "Hohe Weg" wieder aufgenommen
(10.11.06) - Seenotretter haben am Morgen des 10.11. die Suche nach dem in der Nordsee vermissten Fischkutter "Hohe Weg" erneut aufgenommen. Im Rahmen einer so genannten Nachsuche wird versucht, die Stelle zu orten, an der der Kutter gesunken ist. Fünf Boote sind seit Tagesanbruch zwischen Cuxhaven und Helgoland im Einsatz. Auch ein Schiff, das mit Echolot den Meeresgrund absuchen kann, soll noch eingesetzt werden. Fünf Streifenwagen suchen laut Polizei die Küste zwischen Bremerhaven und Cuxhaven ab. Bislang hatten die Seenotretter lediglich zahlreiche Ausrüstungsgegenstände und die leere Rettungsinsel des Kutters gefunden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Wrack der "Hohe Weg" soll mit Sonar gesucht werden
(10.11.06) - Fast 20 Stunden waren die Seenotretter im Einsatz, suchten mit Unterstützung zahlreicher anderer Schiffe sowie aus der Luft nach den vier vermissten Fischern des Braker Kutters "Hohe Weg", leider ohne Erfolg. Erst mit Einbruch der Dunkelheit kehrte die „Hermann Helms” am 9.11. an ihren Liegeplatz im Fährhafen zurück. „Die Besatzungen unserer sechs beteiligten Rettungskreuzer haben außerordentliches geleistet”, hieß es bei der DGzRS in Bremen. Die „ Hermann Helms” sei am Mittwochabend kurz vor 21 Uhr ausgelaufen und erst gestern mit Einbruch der Dunkelheit zurückgekehrt. Zusammen mit sechs anderen Rettungskreuzern wurde unter der Regie des Helgoländer Kreuzers „Hermann Marwede” bei Sturm und schwerem Seegang das Seegebiet abgesucht, in dem der 26 Meter lange Braker Hochseekutter „Hohe Weg” vermutlich untergegangen ist. An der Suche beteiligten sich auch die „Neuwerk” vom WSA Cuxhaven und das Fischereischutzboot „Meerkatze” sowie zeitweise die „Bürgermeister Brauer” der Wasserschutzpolizei Cuxhaven. Es gelang der Besatzung einer bei der Suche eingesetzten Öl-Dornier aus Nordholz, die Rettungsinsel des Kutters unweit der Küste von Spieka-Neufeld auszumachen. Ein Sea-Lynx-Helikopter seilte eine Pilotin ab, die die Rettungsinsel inspizierte. Diese war leer, aber unbeschädigt. Einsatzkräfte der DLRG-Ortsgruppe Cuxhaven brachten die Rettungsinsel später an Land. Den ganzen Tag suchten sie mit Booten und drei Rettungshunden den langen Vordeichabschnitt zwischen Berensch und Spieka ab. Ein Sealynx-Helikopter aus Nordholz soll nun versuchen, mittels Sonar das Wrack zu finden. Die "Hohe Weg" war am Abend des 8.11. aus Brake ausgelaufen, um durch den Nord-Ostsee-Kanal Fischgründe vor Rügen zu erreichen. Von hier kamen auch 2 der vier Besatzungsmitglieder, die anderen beiden kamen aus Niedersachsen. Unter ihnen war auch ein Auszubildender.
Quelle: Tim Schwabedissen

Unterwassersuchaktion nach vermisstem Kutter abgebrochen
(10.11.06) - Die Unterwassersuche nach dem in der Nordsee vermissten Kutter "Meridian" und drei Mann seiner vierköpfigen Crew wurde nach 2 Tagen am 9.11. abgebrochen. Schuld waren schlechte Wetterbedingungen. Das Suchschiff "Fugro Mercator" kehrte nach Aberdeen zurück, wo sie am 6.11. ausgelaufen war und nun am Morgen des 10.11. erwartet wurde. Es hatte bei der Suchaktion auch ein ROV an Bord, das das Wrack im Falle einer Sichtung hätte untersuchen sollen, um die Untergangsursache zu klären. Der Kutter war im Oktober verschwunden, nur ein Crewmann tot geborgen worden. Er wurde am vergangenen Wochenenende zur Beisetzung nach Schottland überführt. Die "Meridian" wird in einer Tiefe von rund 70 Metern vermutet.
Quelle: Tim Schwabedissen

Yacht vor Bermudas evakuiert
(10.11.06) - Ein Coast Guard HH-60 Jay Hawk Helikopter der Air Station Elizabeth City, N.C., rettete um 07.42 Uhr des 9.11. 4 Kanadier aus der 44 Fuß langen Yacht "Magique", die in schwerer See vor den Bermudas aufgegeben werden musste. Eine C-130 stand über dem Boot, während es evakuiert wurde. Die Schiffbrüchigen wurden zur medizinischen Betreuung nach Bermuda gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Wieder Trimaran im Route du Rhum gekentert
(09.11.06) - Am .8.11. wurde ein EPIRB-Signal der Einhandyacht "Ideal Stelrad" aufgefangen. Der Trimaran war unterwegs von St Malo nach Guadaloupe im Rahme der Route du Rhum. Die Falmouth Coastguard benachrichtigte die Kollegen der US-Coastguard, die nahestehende Schiffe identifizieren sollte. Der in Singapur registrierte RoRo-FRachter "Carmen", untwergs nach Santander, bot Hilfe an und war in der Lage, den Segler zu retten, der auf dem Rumpf seines gekenterten Schiffes saß. Zu dieser Zeit war der Wind bis zu 50 Knoten schnell, die Wellen 4 Meter hoch. Der Einhandsegler Ross Hobson wird an Bord des Schiffes am 12.11. in Spanien erwartet.
Quelle: Tim Schwabedissen

Suche nach Crew der "Hohe Weg" abgebrochen
(09.11.06) - Beim Untergang des 26 Meter langen Braker Kutters "Hohe Weg" am Abend des 8.11. sind vermutlich alle vier Seeleute ums Leben gekommen. Die Suche nach den Vermissten und dem Kutter wurde am Nachmittag zunächst eingestellt. Da sich das Wetter zunehmend verschlechterte, konnten die Sonar-Ortungsgeräte nicht eingesetzt werden. Es herrscht starker Seegang mit Wellenhöhen von bis zu drei Metern und Orkanböen bis Windstärke elf. Die letzte bekannte Position des Kutters lag rund 16 Seemeilen südöstlich der Insel Helgoland. Die Überlebenschancen für die vermissten Seeleute sei umso geringer, je länger die Suche andauere, hieß es. Die Wassertemperatur in der Nordsee betrage 10,5 Grad Celsius. Experten vermuteten, dass das Schiff von einer riesigen Welle erfasst wurde. Dadurch könnte sich der Kutter um die Längsachse gedreht haben und sehr schnell gekentert sein. Das Seenotsignal war bei der Seenotleitung Bremen am Mittwoch gegen 21.00 Uhr über die Funkbake des Kutters eingegangen. Sobald diese mit Wasser in Kontakt kommt, wird das Signal automatisch ausgelöst. Eine Kontaktaufnahme zum Kutter war nicht mehr möglich. Die ganze Nacht über und am Vormittag suchten bis zu sechs Seenotkreuzer nach den Vermissten. Zusätzlich waren Hubschrauber, zwei Flugzeuge und mehrere Schiffe der Wasserschutzpolizei und der Marine im Einsatz gewesen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Leere Rettungsinsel der "Hohe Weg" angetrieben
(09.11.06) - Die Suchflottille nach dem vermutlich bei Helgoland gesunkenen Kutter "Hohe Weg" wurde am Vormittag des 9.11. erweitert durch die "Hans Hackmack" von Büsum und die "Hermann Rudolf Meyer" aus Bremerhaven. Im Laufe des Vormittags trieb eine leere Rettungsinsel an.
Quelle: Tim Schwabedissen

Große Suchaktion nach vermisstem Braker Kutter
(09.11.06) - In der Nordsee wurden in der Nacht zum 9.11. Signale eines Seenotsenders aufgefangen. Gegen 21 Uhr des 8.11. aktivierte sich das EPIRB des Kutters "Hohe Weg" aus Brake, der mit 4 Mann Crew in der Nähe der Nordergründe Nord rund 16 Meilen südöstlich von Helgoland stand. Die Seenotleitung Bremen koordinierte eine großangelegte Suchaktion, an der sich die "Hermann Marwede", "Hermann Helms", "Hannes Glogner", "Vormann Steffens", "Bernhard Gruben" und "Hans Hackmack" sowie mehrere Behörden-Fahrzeuge und Hubschrauber und Flugzeuge der Marine beteiligen. In der Nacht herrschten im Suchgebiet stürmische Westwinde mit acht Beaufort, also über 70 Kilometer Windgeschwindigkeit, und starker Seegang. Für den 9.11. wurde erneut eine Wetterverschlechterung erwartet. Der Erstalarm ging bei der Seenotleitung in Bremen über die automatische Seenotfunkbake des Fischkutters ein. Eine Kontaktaufnahme mit dem Kutter war nicht mehr möglich. Die Seenotfunkbake wurde gegen 23 Uhr vom Seenotkreuzer "Hermann Helms" gefunden und aufgenommen. Starker Dieselgeruch in der Nähe der Nordergründe sowie zahlreiche dem Fischkutter zuzuordnende Gegenstände wie Fischkisten, Ausrüstungsteile uws. wurden im Laufe der Nacht ebenfalls gefunden. Der Luftraum über dem Unglücksgebiet wurde von der Flugsicherung Bremen für weiteren Flugverkehr gesperrt.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Harleriff" wird nächste Woche geborgen
(08.11.06) - Noch liegt der Frachter "Harleriff" dort, wo ihn der Sturm Britta hingetrieben hat - in der Hafenbaustelle an der Ostseite des Hafens Neuharlingersiel. Erst in der nächsten Woche sollen zwei Kräne anrücken, um das Landungsschiff wieder in die Nordsee zu heben.Dies soll am 15. November geschehen. Zwei riesige Mobilkräne mit einem Gewicht von 300 bis 400 Tonnen sollen das Schiff zunächst auf einen Tieflader verfrachten. Von dort soll es dann ins Wasser gehoben werden. Es sei organisatorisch und genehmigungsrechtlich nicht einfach, für einen Einsatz zwei Kräne dieser Größenordnung zu ordern, hieß es. Die "Harleriff" wiegt rund 115 Tonnen und transportiert überwiegend Kies und anderes Baumaterial nach Spiekeroog. Die Reederei Warrings nutzte den unfreiwilligen Landgang, um das Schiff teilweise neu zu streichen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Ölfilm aus "Finnbirch" gesichtet
(09.11.06) - Aus der gesunkenen "Finnbirch" hat sich vor der schwedischen Küste ein 10 Kilometer langer Ölstreifen gebildet. Das Schiff war vor einer Woche auf dem Weg nach Arhus gesunken. Es hat 250 Tonnen Schwer- und 10 Tonnen Maschinenöl in den Tanks. Das überwiegend schlechte Wetter ließ bisher keine Erforschung des Wracks zu. Aufklärungsflieger der deutschen und finnischen Küstenwache haben einen Ölfilm von 10 Kilometern Länge und 400 Metern Breite ausgemacht, der vom Wind vom Land weggetrieben wird. Das Schiff sank rund 20 Kilometer vor Oland. Die The Helsinki Commission (HELCOM), hat ihre Assistenz bie der Eindämmung angeboten.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter im Schwarzen Meer gestrandet
(08.11.06) - Der türkische Frachter "Transbora" lief am 7.11. um 19.50 Uhr vor Novorossiisk im Schwarzen Meer auf Grund. Er hat 21 Mann Besatzung. Das Schiff strandete nahe Arkhipo-Osipovka 60 Kilometer nordwestlich von Tuapseauf dem Weg von der Türkei nacch Tuapse, wo es Schrott laden sollte. Der Schlepper "Captain Beklemishev" ist vor Ort und soll bei günstigem Wetter versuchen, den Frachter freizubekommen. Im Moment ist die Situation stabil.
Quelle: Tim Schwabedissen

Löschen der "Rokia Delmas"-Ladung gestartet
(08.11.06) - Am 7.11. begann das Löschen der Decksladung des gestrandeten RoRo-Containerfrachters "Rokia Delmas". 378 Container sollen auf eine Kranbarge aus Rotterdam sowie eine Barge aus Bordeaux verladen werden. Bis dahin wollten die Berger bei günstigem Wetter die letzten 35 Tonnen leichten Bunkeröls aus einem Tank nahe des Maschinenraums lenzen. Der Notfallschlepper "Abeille Bourbon" kehrte inzwischen in seinen Basishafen Brest zurück, um in der stürmischen Jahreszeit vor Ushant präsent sein zu können. Er soll durch die "Abeille Languedoc" ersetzt werden. Die "Alcyon" blieb vor Ort, und weiterhin liegen Ölschlängel um den Havaristen. Er liegt seit dem 24.10. auf Sand-Felsboden, hat einen 20 Meter langen Riss und 20 Grad Schlagseite.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kollision vor Den Helder
(08.11.06) - Am 6.11. gegen 23.20 kollidierte der Kutter "Jacob Senior - HD 21" mit dem Offshore-Versorger "Vos Rebel" 125 Kilometer nordwestlich von Den Helder. Der Versorger wurde schwer beschädigt und drohte zu sinken. Daraufhin liefen das Rettungsboot "Tempest" und der Schlepper "Hunter" aus Terschelling aus, ebenso nahm der Küstenwachschlepper "Waker" Kurs auf die Unglücksstelle. Es gelang, mit mehreren Pumpen der "Tempest" den Wassereinbruch auf dem Versorger unter Kontrolle zu bekommen. Am frühen Morgen hatte die "Hunter" eine Schlepptrosse fest, und assistiert von der "Waker" nahm der Konvoi Kurs auf Den Helder. Um 19 Uhr am 7.11. war der Schleppzug im Hafen, eine Stunde später wurde die "Vos Rebel" ihren Eignern zurückgegeben.
Quelle: Tim Schwabedissen

Feuer auf Kabelleger
(08.11.06) - Am 6.11. gegen 13.30 Uhr brach auf dem Kabelleger "Pertinacia" in der Scheldepoort Werft ein Feuer aus. Der Löschschlepper "Multratug 6" und örtliche Feuerwehren begaben sich zum Brandort. Fünf Werftarbeiter wurden mit Verletzungen geborgen, 3 hatten Rauchvergiftungen erlitten. In einer halben Stunde gelang es, das Feuer zu löschen. In den Nachmittagsstunden kehrte die "Multratug 6" nach Terneuzen zurück.
Quelle: Tim Schwabedissen

Weitere Kenterung im Route du Rhum-Race
(08.11.06) - Der Schweizer Segler Stève Ravussin ist kurz vor Ende der Einhandsegler-Regatta «Route du Rhum» in Seenot geraten und von einem Frachter gerettet worden. Ravussin sandte in der Nacht zum 7.11. Notrufe, nachdem sein Trimaran gekentert war. Der Kontakt zwischen der Rennleitung und Ravussin brach zwischenzeitlich ab, da die Kommunikationseinrichtungen beschädigt worden waren.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutter sank vor Portland
(08.11.06) - Am 7.11. gegen 15 Uhr wurde die Portland Coastguard alarmiert, dass ein Kutter im Sinken sei und 2 Mann in eine Rettungsinsel gingen. Der Kutter "Suspect - WH 66" aus Weymouth hatte zuvor oberhalb der Wasserlinie ein Leck erhalten, nahm dann aber rasch Wasser. Der nahestehende Kutter "Superstar" rettet die beiden Schiffbrüchigen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Feuer in der Brighton Marina
(08.11.06) - Am Abend des 5.11. gerieten 2 Schiffe in der Brighton Marina in Brand. Die Solent Coastguard koordinierte den Einsatz von Rettungsteams aus Brighton, Newhaven und Shoreham sowie des RNLI Brighton Rettungsbootes. Eine Person wurde mit erheblichen Verbrennungen ins Royal Sussex County Hospital in Brighton gebracht. Das Rettungsboot begann mit Löscharbeiten, während umliegende Boote evakuiert wurden. Beide Schiffe sanken später. Ein Mann musste mit Rauchvergiftung behandelt werden. Während der Löscharbeiten wurden auch Ölschlängel ausgelegt und ölabsorbierende Pads ausgstreut.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schulschiff rammte Pier in Oslo
(08.11.06) - Die "Sjøkurs", die als Schulschiff in Südnorwegen dient, kollidierte am 7.11. mit einer Pier in Oslo. Das Trainingsschiff demolierte sowohl die Pier wie auch die Büros der Hafenpolizei. An Bord des 72,5 Meter langen 1500-Tonners waren 69 Personen, darunnter 15 Mann Stammbesatzung. Nach der Kollision war unklar, ob Studenten oder Besatzung das Schiff bei der Kollision steuerten. Die "Sjøkurs" wurde nur geringfügig beschädigt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutter vor Nantucket gerettet
(08.11.06) - Coast Guard Crews aus New England lenzten am 7.11. den 50 Fuß langen Kutter "Susan Marie" aus New Bedford, der 35 Meilen südöstlich von Nantucket leckgeschlagen war. Der Coast Guard-Kutter "Dependable aus Cape May war in der Nähe und wurde zum Havaristen geschickt, ein HH-60 Jayhaw-Helikopter startete mit 2 Lenzpumpen in Cape Cod. Die "Dependable" traf um 13.36 Uhr am Havaristen ein und unterstützte die Lenzarbeiten. Nachdem das Schiff stabil war, nahm es Kurs auf New Bedford
Quelle: Tim Schwabedissen

Brennender Kutter gesunken
(08.11.06) - Ein Rettungsboot aus Cape Elizabeth, Maine, barg am 7.11. einen Fischer von dem brennenden Kutter "Fitz Sea" aus Leubec, Maine, 15 Meilen südöstlich von Nantucket. Der Kutter "Stella G" aus Portland hatte den Notruf des Havaristen weitergeleitet. Ein Helikopter aus Cape Cod wurde startklar gemacht, dann aber barg die "Stella G" die Crew der "Fitz Sea" in 3 Meilen Entfernung aus einer Rettungsinsel.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutter vor Charleston in Seenot
(08.11.06) - Um 14.45 Uhr des 7.11. schlug der 60 Fuß lange Kutter "Water Witch" auf dem Weg nach Wanchese 8 Meilen vor der Küste von Charleston leck. Er hatte 2 Mann Besatzung, die einen Notruf aussandten. Die Coast Guard Station Charleston enstandte ein 47-Fuß-Rettungsboot, einen HH-65 Dolphin Helikopter aus Charleston und lokale Bergungsschiffe. Als sie eintrafen, war der Kutter fast gesunken. Es gelang aber, das Schiff vrom Untergang zu bewahren und zu lenzen. Die Crew stieg auf ein Küstenwachboot über und wurde nach Charleston gebracht. Das Unglück ereignete sich in 8 Fuß hohen Seen bei 20 Knoten Wind.
Quelle: Tim Schwabedissen

4 Personen und ein Hund aus Rettungsinsel geborgen
(08.11.06) - Die Coast Guard Air Station Clearwater rettete 4 Personen und einen Hund am 7.11. gegen 14 Uhr aus einer Rettungsinsel. Um 00.43 Uhr war ein Notruf des 42 Fuß langen Kutters "Medusa" aufgelaufen. Das Schiff sank 60 Meilen westlich von Sarasota. Aus Clearwater wurde ein HH-60 Rettungshubschrauber und ein C-130-Suchflugzeug in Marsch gesetzt, die um 01.30 Uhr vor Ort waren. Sofort begannen sie, die Schiffbrüchigen aufzuwinschen. Sie wurden nach Clearwater gebracht. Der Untergang der "Medusa" fand bei 10-12 Fuß hoher Schwell und Winden bis 30 Knoten statt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Containerbarge in Alaska in Brand
(08.11.06) - Die AML Containerbarge "Baranof Provider" der Alaska Marine Lines geriet am 7.11. gegen 19.04 Uhr nahe Yasha Island im Frederick Sound, in Brand. Die Barge wurde gerade von dem Schlepper "Western Mariner" von Sitka nach Petersburg gebracht. Der Coast Guard Cutter "Liberty" war um 01.00 Uhr vor Ort und begann mit Löscharbeiten. Um 4 Uhr war der Schlepper "Togiak" eingetroffen. Um 6 Uhr war das Feuer unter Kontrolle. Die Barge hatte überwiegend leere Container geladen. Das Feuer entstand in Containern mit Abfall. Nun muss die Ladung auf ein anderes Fahrzeug verladen werden und eine Entsorgung der Trümmer gewährleistet.
Quelle: Tim Schwabedissen

Flugzeugträger "Intrepid" lief auf Grund
(07.11.06) - Der amerikanische Flugzeugträger USS "Intrepid", der bislang als Museum in New York lag und nun zur Überholung nach New Jersey verholt werden sollte, ist dabei im Schlamm des Hudson River stecken geblieben. Sechs Schlepper mit insgesamt 30.000 PS bemühten sich vergeblich, den Flugzeugträger, der im Zweiten Weltkrieg mehrere Bomben- und Kamikaze-Angriffe überstanden hat, über den Hudson-Fluss Richtung New Jersey zu verholen, wo der stählerne Riese für 60 Millionen Dollar überholt werden soll. Doch nach nur fünf Metern war die Reise des schwimmenden Museums schon wieder zu Ende. Nicht einmal die ungewöhnlich hohe Flut am 6.11. konnte das 265 Meter lange Schiff flott machen. Die Verantwortlichen warten jetzt auf die nächste grössere Flut am 6. Dezember. Ob sie dann mehr Erfolg haben werden, ist unsicher, denn die Flut wird möglicherweise nochmals 30 Zentimeter niedriger auflaufen als am 6.11. Die "Intrepid" behindert immerhin nicht den Schiffsverkehr auf dem Hudson.
Quelle: Tim Schwabedissen

Lecker Segler nach Ponce Inlet eingebracht
(07.11.06) - Am 6.11. assistierte die US-Coastguard dem 37 Fuß langen Segler "Evening Star", der 20 Meilen vor der Küste von Ponce Inlet mit 2 Mann Besatzung auf dem Weg nach Palm Beach leckgeschlagen war. Auf Notrufe hin entsandte die Küstenwachstation Ponce Inlet ein 47-fFuß-Rettungsboot, einen HH-60 Jayhawk Helikopter aus Clearwater und den Küstenwachkutter "Kingfisher" aus Mayport. Die Schiffe eskortierten das Boot nach Ponce Inlet. Dort wurden rund 50 Gallonen Wasser gelenzt. Das Unglück hatte sich bei 8 Fuß hohen Seen und 15 Knoten Windgeschwindigkeit ereignet.
Quelle: Tim Schwabedissen

Suche nach Kran für "Harle Riff"
(07.11.06) - Voraussichtlich am 9.11. soll der Carolinensieler Küstenfrachter "Harle Riff", der in Neuharlingersiel von Sturm Britta auf einem Parkplatz abgesetzt wurde, wieder den Weg ins nasse Element finden. Allerdings sucht die Reederei Warrings noch nach einem passendem Autokran. Das Gewicht des Schiffes ist dabei nicht das drängendste Problem, nur die Fähigkeit, mit der Last am Haken zum Wasser herumzuschwenken. Bei der "Harle Riff" handelt es sich um ein ehemaliges Landungsboot von Flusspionieren. Mit seiner Bergung hätte nach der Bergung der "Harle Füer" in Wilhelmshaven am 4.11. die Reederei Warrings wieder alle ihre Schiffe zu Wasser.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kesselexplosion auf "Kaye E. Barker" wird untersucht
(07.11.06) - Am 6.11. wurde der Dampfer "Kaye E. Barker", auf dem es am Vortag zu einer Kesselexplosion gekommen war, weiter im Carbide Dock untersucht, das er am selben Nachmittag angelaufen hatte. Vertreter von Küstenwache und Reederei Interlake Steamship waren an Bord. Bei der Explosion am Morgen des 5.11. waren 2 Mann schwer verbrannt und das Schiff vor Whitefish Point manövrierunfähig geworden. Ein Küstenwachhubschrauber hatte die Verletzten in ein Krankenhaus nach Sault Ste. Marie geflogen. Inzwischen sind sie im University Hospital in Ann Arbor. Das Unglück hatte sich gegen 8 Uhr ereignet, als die "Kaye e. Barker" auf den Great Lakes abwärts fuhr. Die Schiffsingenieure konnten den beschädigten Kessel isolieren und Dampf auf anderen Hilfskesseln aufmachen, um so das nahe Carbide Dock in Sault Ste. Marie zu erreichen. Während früher Kesselexplosionen häufiger vorkommen, ist dies heutzutage sehr selten. Die "Kaye E. Barker" ist ein 767 Fuß langer Frachter, der 1952 erbaut wurde. Früher war er das Flaggschiff der Cleveland Cliffs Steamer Line und wurde 1981 um 120 Fuß verlängert und mit Löschkränen ausgestattet.
Quelle: Tim Schwabedissen

Trawler in Island gestrandet
(07.11.06) - Der Trawler "Ikkamiut" riss sich in Winden von 32 Metern pro Sekunden am Morgen des 5.11. im isländischen Hafen Hafnarfjordur von seinem Liegeplatz los und lief wenig später im Hafen auf Grund. Es gelang aber, das Schiff noch am selben Tag bei Hochwasser freizubekommen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kollision zweier Rheintanker
(07.11.06) - Am 5.11. gegen 12.00 Uhr stieß ein rheinaufwärts fahrendes deutsches Tankmotorschiff auf dem Rhein mit einem am linksrheinischen Ufer liegenden niederländisches Tankschiff zusammen. Offenbar nach einem Stromausfall war kurzzeitig die Ruderanlage des mit 1150 Tonnen Dieselöl beladenen Tankers ausgefallen, und er trieb gegen den unbeladenen Stilllieger. An beiden Fahrzeugen blieb es bei leichten Rumpfschäden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kopfloses von deutschen Gewässern
(07.11.06) - Kurioses von der Flussschifffahrt: Auf der Stelle zurück nach Holland wollte der Kapitän eines polnischen Binnenschiffes am 4.11. gegen 17.30 Uhr, nachdem Wasserschutzpolizisten bei einer Kontrolle die fehlende Zulassung des Schiffes bemängelten. Er drehte einfach sein Schiff zu Tal, und zwei nachfolgende Binnenschiffe konnten nur mit dem Notmanöver "Volle Kraft zurück" einen Zusammenstoß verhindern. Eine Strafanzeige wegen "Gefährdung des Schiffsverkehrs" war die Folge. Es bleibt abzuwarten, ob der Kapitän nach Erneuerung seines Schiffattestes in Holland erneut nach Deutschland kommt. Am 3.11. gegen 12.50 Uhr stieß sich ein Decksmann eines niederländischen Motorschiffes bei der Passage einer Rohrbrücke bei Wesel-Datteln-Kanal den Kopf am Brückenträger. Er konnte nach ambulanter Behandlung seiner Platzwunde das Krankenhaus wieder verlassen. Der Mann war dabei, das Dach seines Logis auf dem Vorschiff zu waschen und achtete dabei nicht auf die Brücke.
Quelle: Tim Schwabedissen

Yacht vor New Jersey gestrandet
(06.11.06) - Auf dem Weg von Gloucester, Massachussets, nach Florida lief die 27 Fuß lange Yacht "Phoebe" in der Hereford-Mündung nördlich von Wildwood, New Jersey, auf Grund. Wellen schlugen gegen das Boot und drückten es weiter auf Grund. Der Skipper rief die Küstenwache zu Hilfe, um evakuiert zu werden. Ein Boot aus Cape May konnte den Mann wegen zu großen Tiefgangs nicht erreichen. Ein Hubschrauber aus Atlantic City, der in der Nähe einen Trainingsflug absolvierte, wurde zur Unglücksstelle dirigiert, und von einem Rettungsschwimmer wurde der Segler geborgen und nach Cape May geflogen.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Harle Fuer" in Wilhelmshaven geborgen
(06.11.06) - Der auf dem Genius-Sand nahe Wilhelmshaven gestrandete Schlepper "Harle Fuer", der sich im Sturm Britta von einer nahen Pier losgerissen hatte, wurde am 4.11. von einem Schlepper in einen zuvor von Baggern ausgehobenen Kanal gezogen. Auf tieferem Wasser wurde das Schiff in die Trossen des Schwimmkrans "Bodo Lift" genommen und an Deck des Krans nach Wilhelmshaven eingebracht. Anschließend begannen Bagger, die künstliche Fahrrinne wieder zuzuschütten. Den Rest soll die Natur besorgen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kreuzfahrtschiff von Barge demoliert
(06.11.06) - Das 1997 erbaute Kreuzfahrtschiff "Enchantment of the Seas", 81500 BRZ, der Royal Caribbean International kollidierte am 2.11. mit einer Barge, die vor George Town, Cayman Islands, vermoort war. Das Schiff war zuvor am Anker liegend 300 Meter weit getrieben, ehe es um 10.30 Uhr die Barge vir Pageant Beach rammte. Die meisten Passagiere waren zu dieser Zeit an Land. Die Havarie wurde durch eine plötzliche Welle verursacht, die das Schiff in Bewegung setzte und dann erst mit Bug, dann mit dem Heck gegen die Barge prallen lies. Das Passagierschiff erlitt zwei Einbeulungen am Rumpf und eine rund 300 Meter lange Schramme. Die Barge blieb an ihrem Platz. Die "Enchantment of the Seas" warf ihre Maschinen an und hielt sich auf Position.
Quelle: Tim Schwabedissen

2 Passagierschiffe der "Mikhail Kalinin"-Klasse gekentert
(06.11.06) - Das Hotelschiff "Green Coast" ex "Litva" kenterte an seinem Liegeplatz in Luanda.Es ist eine der letzten Einheiten der einst umfangreichen russischen Passagierschiffe der "Mikhail Kalinin"-Klasse. Erst vor wenigen Wochen kentrte die "Siritara Ocean Queen", 6012 BRZ, die einstige "Bashkiriya", "Odessa Sun", "Silver Star", "Royal Dream", "Ocean Princess" und "Ocean Queen" auf dem Xhao Phraya River in Thailand und legte sich auf die Steuerbordseite. Das Schiff war zuletzt auf der Pattaya- und Samui-Route im Dienst. Es ist 122 Meter lang, 16 Meter breit und fasst 400 Passagiere.
Quelle: Tim Schwabedissen

Dänische Fähre und Tjalk nach Britta weiter gestrandet
(06.11.06) - Im Hafen von Noordpolderzijl-Groningen liegt seit dem Sturm Britta am 1.11. die 1897 in Holland erbaute Tjalk "Boreas" auf Grund. Das Schiff wurde vom extremen Hochwasser auf Land gedrückt. Ein weiteres Sturmopfer befindet sich auf der Hafenmole des dänischen Hafens Mommark. Es handelt sich um die dänische Fähre "Øen", 503 BRZ, die vom selben HOchwasser auf dem Wellenbrecher abgesetzt wurde. Der Bagger "Nikolaj Saj" hebt nun einen Kanal in den Hafen von Øen aus, die Fähre selbst, die Øen mit Mommark verbindet, muss von Kränen in ihr Element zurückgehoben werden. Es handelt sich um die 1993 aus Norwegen erworbene einstige "Skjergar". Sie wurde 1972 von der Skaalurens Skibsbyggeri erbaut. Sie ist 37,15 Meter lang, 9,43 Meter breit und geht 3 Meter tief. Sie vermag 22 Autos zu laden und wird von einem Wichmann 825 PS-Diesel auf 12 Knoten gebracht (IMO No: 7222255). 1993 erfolgte ein Umbau bei der Søby Motorfabrik & Skibsbyggeri
Quelle: Tim Schwabedissen

Küstenwache barg 5 Personen
(06.11.06) - Die Küstenwache barg am 5.11. gegen 16.30 Uhr fünf Sportbootfahrer von 2 gekenterten Schiffen nahe Nauset Cove, Massachussetts. Um 15.45 Uhr waren mehrere Meldungen eingegangen, dass 2 Boote dort kieloben lägen. Ein HH-60 Jayhawk Helikopter stieg von der Air Station Cape Cod auf, aus der Coast Guard Station Chatham lief ein 32-Fuß-Boot aus. Beide Einheiten waren um 16.24 Uhr vor Ort und bargen die Verunglückten. Ein 17-Fuß-Boot war gekentert. Die vierköpfige Crew trug Neopren-Anzüge. Ein 14-Fuß-Boot sank, dessen 14-jähriger Insasse nicht entsprechend geschützt war. Das größere Boot konnte nach Chatham geschleppt werden. Die Position des kleineren Bootes konnte noch nicht ermittelt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Yacht vor Charleston aufgegeben
(06.11.06) - Um 11.43 Uur des 3.11. wurde das Notsignal einer Yacht 28 Meilen südöstlich von Charleston aktiviert. Die beiden Segler der 39 Fuß langen Moonbow" litten in rauer See an Seekrankheit und Erschöpfung. Ein Rettungshubschrauber barg die beiden Segler ab und brachte sie zum Luftstürztpunkt Charleston. Die Schiffseigner haben eine Bergungsfirma mit dem Einbringen der aufgegebenen Yacht beauftragt, die in 11 Fuß hohen Wellen bei 30 Knoten Wind trieb.
Quelle: Tim Schwabedissen

Sprotboot sank in Ballard
(06.11.06) - Am 4.11. sank ein 23 Fuß langes Sportboot in Ballard, Washington, in der Canal St. Marina. Gegen 10.30 Uhr war die Küstenwache über den Untergang am Liegeplatz informiert worden. Die Firma Ballard Diving wurde beauftragt, das Öl an Bord abzupumpen. Es holte 70 Gallonen Öl-Wasser-Gemisch aus dem Wrack, an die 10 Gallonen liefen aus.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schrottfrachter in Russland in Brand
(06.11.06) - Der unter Panama-Flagge laufende Frachter "Derya 2", 15,997 tdw, geriet beim Laden von Schrott in Russland am 5.11. in Brand. Der Schlepper "Sposobny" ging längsseits und begann den Brand in den Aufbauten zu bekämpfen. Später halfen 5 weitere Wehren und das Löschboot "Mars". Das Feuer wurde um 05.39 Uhr gelöscht. Die 21-köpfige Crew blieb unversehrt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schlepper gesunken
(06.11.06) - Der russische Schlepper "Grif" sank beim Verholen einer Barge von Moskalvo nach Ayan 90 Meilen westlich von Moskalvo in der Okhotsk See. Die Barge hatte 900 Tonen Kohle geladen.
Quelle: Tim Schwabedissen

2 Ruderinnen starben beim Ramming durch Binnenschiff
(06.11.06) - Bei einem Unfall auf dem Dortmund-Ems-Kanal bei Münster sind am 5.11. zwei Ruderinnen ums Leben gekommen. Die beiden Frauen im Alter von 38 und 42 Jahren waren mit ihrem Boot von einem tschechischen Binnenschiff gerammt worden. Dabei erlitten sie tödliche Verletzungen. Der Schiffsführer erlitt einen Schock. Er konnte bislang noch nicht vernommen werden .
Quelle: Tim Schwabedissen

Öl der "Ocean Victory" muss geleichtert werden
(06.11.06) - Der Bulkcarrier "Ocean Victory" sitzt weiter vor dem südlichen Wellenbrecher von Kashima fest. Das Schiff weist inzwischen erhebliche Verformungen auf, und im Maschinenraum kam es zu Wassereinbruch. Das Schiff hat 2600 Tonnen Bunkeröl an Bord, deren Leichtern durch Nippon Salvage Co, Ltd. am 1.11. begann.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frontalzusammenstoß auf der Waal
(06.11.06) - 2 Binnenschiffe sind auf der Waal bei Nijmegen frontal kollidiert. Dabei wurden 3 Besatzungsmitglieder eines der beteiligten Schiffe, eines Tankers, leicht verletzt. Der Tanker war um 19.45 Uhr mit dem mit Erz beladenen Frachtschiff zusammengestoßen, das nach Deutschland unterwegs war. Die Versuche, die Kollision durch Warnsignale zu verhindern, scheiterten. Das Vorschiff des Tankers wurde ebenso beschädigt wie der Bug des Erztransporters. Dieser durfte am Abend des 4.11. seine Reise fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kesselexplosion auf Frachter
(06.11.06) - Am Morgen des 5.11. kam es gegen acht Uhr zu einer Kesselexplosion auf dem Frachter "Kaye E. Barker" nahe der Ile Parisienne. 2 Mann Besatzung wurden aus der Luft abgeborgen. Das Schiff hat noch genug Energie, um mit Strom versorgt zu sein, und ging in der Whitefish Bay vor Anker. Der "G"-Schlepper "Missouri" wurde von der Soo kommend gegen 18 Uhr vor Ort erwartet und sollte die "Kaye E. Barker zum Carbide Dock in der Soo verholen. Ein anderes Interlake Schiff soll die Ladung aus Marquette übernehmen.
Quelle: Tim Schwabedissen

RoRo-Fähre verlor Ladung im Sturm
(06.11.06) - In schwerem Wetter erlitt die Roro-Fähre "Eurocargo Napoli" (IMO No: 9108568) auf dem Weg von Salerno nach Valencia im Sturm Seeschlagschäden. Laschings brachen, und gestaute Decklsadung kam im Vor- und Achterschiff in bewegung. Im Heckbereich gingen mehrere Trucks aus der Decksladung über Bord. Am Morgen des 3.11. erreichte das Schiff Valencia.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Cementina" nach Harlingen eingeschleppt
(06.11.06) - Am 3.11. gelang es SvitzerWijsmuller Salvage B.V. und der Partnerreederei Noordgat, die Odyssee des Zementrachters "Cementina", 1200 tdw, zu beenden. Das Schiff war nach seiner Evkuierung durch einen Kieler Seaking von seiner Besatzung verlassen am 1.11. über die äußere Barre der Sandbänke von Schiermonnikoog getrieben und war in ökologisch sehr sensiblem Wattengebiet gestrandet. Der Versuch einer Crew von SvitzerWijsmuller, das Schiff noch am selben Tag zu betreten, hatte wegen andauernden schlechten Wetters aufgegeben werden müssen. Am 2.11. gelang dies aber mit dem extrem geringen Tiefgang aufweisenden Bergungsschiff "Tempest". Der Schlepper "Hunter" konnte weiterhin nicht zur Strandungsstelle vordringen, die von Sandbänken umschlossen war. Darum wurde der aufgeschwommene Frachter in einem Priel vor Anker gelegt, mit dem Bergungsteam an Bord und der "Tempest" auf Standby. Es gelang den Bergern auch, einen Hilfsdiesel in Betrieb zu nehmen und damit eine Energieversorgung an Bord aufzubauen. Am selben Morgen hatten sich die Wetterbedingungen auch so weit verbessert, dass die "Hunter" sich durch die Priele an die "Cementina" herantasten konnte, wobei weiterhin die Gefahr einer Strandung des Schleppers groß war. Dann wurde eine Schlepptrosse übergeben und der Konvoi durch den Irrgarten der Wattenmeerpriele gelotst. Um 08.15 Uhr des 3.11. war tieferes Wasser erreicht, und die "Cementina" konnte nach Harlingen geschleppt werden. Da es hierbei wieder durch flaches Wattenmeer ging, wurde der Schleppzug hier eskortiert und assistiert durch den Heckschlepper "Noordgat". Am späten Nachmittag war Harlingen erreicht, wo der Hacarist an die Eigner zurückgegeben werden konnte.
Quelle: Tim Schwabedissen

Chemietanker in Harlingen wieder am Kai
(06.11.06) - Am Tag nach der Bergung der "Cementina" hatten die beiden Bergungsreedereien Svitzervijsmuller und Noordgat bereits den nächsten Erfolg zu verzeichnen: Es gelang ihnen am 4.11., den Chemietankerneubau "W-O Tsjoch", der in Harlingen gestrandet war, wieder flott zu machen. Das 140 Meter lange Schiff war auch am 1.11. bei extremem Hochwasser auf den Kai gegenüber der Bauwerft getrieben. Nachdem es in den folgenden Tagen nicht gelungen war, bei sinkenden Wasserständen den Kasko mit purer Schlepperkraft freizubekommen, wurde in dieser Zeit ein Bergungsplan ausgearbeitet, der den Einsatz noch stärkerer Schlepper wie der "Svitzer Marken" aus Ijmuiden/Amsterdam mit 70 Tonnen Zugkraft, zweier Wagenborg-Schlepper und eben der "Hunter" aus Terschelling vorsah. Außerdem wurde weitere Bergungs- und Konservierungsausrüstung für den Maschinenraum vor Ort gebracht. Der Schaden am Heck machte dies notwendig, da die Kaimauer den Maschinenraum und Rumpfteile aufgerissen hatte. Eine 2400-Tonnen- Barge von Wagenborg, Werftausrüstung und die Umverteilung von Gewicht im Rumpf sollten den Bergern helfen. Mit der Flut des 4.11. gelang es zunächst, mit vereinter Kraft der Bergungsschlepper den Bug auf tieferes Wasser zu bringen. Zwei Stunden später folgte das Heck. Dann wurde der Tankerrumpf sicher am Werftkai vertäut und den Besitzern zurückgegeben.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutter sank im Sturm vor Finnland
(06.11.06) - Am 26.10. geriet in den Abendstunden der 22 Meter lange, finnische Kutter "Borka" durch Wassereinbruch im Maschinenraum in schwerer See 35 Kilometer nördlich von Hiiumaa in Seenot. Ein estnischer Rettunghubschrauber wurde entsandt, konnte aber wegen des Sturms nicht machen. Die Crew ging in eine Rettungsinsel und wurde später von der schwedischen Ro-ro-Fähre "Stena Forecaster" geborgen. Die "Borka" sank in den Nachtstunden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Tanker vor Yosu von Containerfrachter gerammt
(02.11.06) - Der Produktentanker "Seyang", 950 BRz, kollidierte nahe Yosu, Südkorea, mit dem 798-TEU-Containerfrachter "Han Yang" aus Hongkong. Dabei wurden Container auf dem Oberdeck beschädigt, die 18-köpfige Crew blieb unversehrt. Der Tanker schlug leck. Die 8-köpfige Crew wurde ebenfalls nicht verletzt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Brennender Kutter vor Humber evakuiert
(05.11.06) - Am 3.11. gegen 5 Uhr morgens sandte der Kutter "Our Roseanne" nach einem Feuer Mayday. Die Humber Coastguard fing den Notruf des mit 3 Mann besetzten Schiffes auf und stellte eine Position direkt vor der Humber Mündung bei Donna Nook fest. Daraufhin startete das Humber-Rettungsboot. Die Crew des Havaristen wurde aufgefordert, Schwimmwesten anzulegen und an Deck zu gehen. Der in der Nähe stehende Schlepper "Adstream Kathleen" mit Feuerlöschkapazität wurde um Hilfe gebeten. Der Humberside Fire Service wurde alarmiert, den Havaristen am Grimsby Royal Dock zu erwarten. Die Besatzung wurde evakuiert und das Schiff in Schlepp genommen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Gestrandeter Schubverband blockierte Donau
(05.11.06) - Ein Schubverband ist am Morgen des 3.11. in der Donau bei Osterhofen in Niederbayern auf Grund gelaufen. Das Schiff drehte sich dadurch um 180 Grad und kam entgegen der Fahrtrichtung zum fest. Die Schifffahrt wurde daraufhin an dieser Stelle für mehrere Stunden komplett eingestellt. Mit einem Sonar wurde die Donau auf Untiefen abgesucht. Sachschaden an dem mit 1680 Tonnen Eisenerz beladenen Frachter entstand nicht. Er konnte am Nachmittag geborgen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Havarie der "Cementina" zeigt Bergern Grenzen auf
(05.11.06) - Der schwere Sturm in der vergangenen Woche und die Havarie des Frachters "Cementina" haben die Grenzen der Bergungsmöglichkeiten in extremen Wetterbedingungen aufgezeigt. Mindestens acht Stunden war in der Sturmnacht zum 1.11. der Havarist ein Spielball von Wind und Wellen gewesen. Kapitän Ulf Bustorff, Fachbereichsleiter für Unfall- und Schadensfälle beim Havariekommando, sagte: "Es gibt Situationen, in denen wir einen Havaristen nicht an den Haken bekommen."
Nach Auskunft Bustorffs, der in der Sturmnacht den Einsatz leitete, hatte die "Cementina" seine niederländischen Kollegen um 3.40 Uhr darüber informiert, dass das Schiff keine Ruderkraft mehr besaß und allein mit der Motorleistung im schweren Sturm kaum noch manövrierfähig war. Es sei davon auszugehen, so Bustorff, dass der Kapitän vor dem Notruf mindestens eine Stunde lang versucht habe, das Problem mit Bordmitteln zu lösen. Um 4.40 Uhr wurde dann das Havariekommando in Cuxhafen von den Niederländern um Hilfe gebeten, da der Schlepper der Niederländer von der Cementina zu weit entfernt war. Der Notfallsclhlepper "Oceanic" wurde um 5 Uhr zum Havaristen geschickt und erreichte den Frachter, gegen den Sturm ankämpfend, um 8.15 Uhr. Die Versuche zweier kleinerer Schlepper, die "Cementina" zu erreichen, mussten wegen des hohen Seegangs von den Schlepperkapitänen abgebrochen werden.
Doch auch die "Oceanic" war nicht in der Lage, den Frachter an den Haken zu nehmen. Der Seegang war zu stark. Bustorff: "ätte sich die "Oceanic" der "Cementina" zu weit genähert, hätte der Seegang den Frachter auf das Heck des Schleppers werfen können."
Zudem gelang es dem Schiff nicht, Anker zu werfen. Der Kapitän durfte nicht riskieren, Besatzungsmitglieder zur Ankerwinde zu schicken, weil meterhohe Brecher immer wieder über das Deck schlugen. Der Anker konnte erst Stunden später geworfen werden, als der Sturm abgeflaut und das Schiff in ein Wattengebiet mit geringerer Wassertiefe getrieben war. Der Anker hielt aber nicht, sondern die hilflose Reise des Havaristen durch die Nordsee endete damit, dass as Schiff, von der Besatzung aufgegeben, auf Grund lief.
Nach Auskunft von Bustorff geht bei Sturm eine Gefahr vor allem von kleineren Schiffen aus. Ein großer Tanker habe starkes Ankergeschirr und werde im Sturm natürlich längst nicht so hin und her und hoch und runter geworfen, wie ein 1000-Tonnen-Frachter.
Der Europäischen Commission ist die "Cementina" bekannt. Sie steht auf der schwarzen Liste der Schiffe, die mehrfach aufgefallen sind und die nicht mehr gechartert werden sollten. Der Frachter wurde vor 42 Jahren in Estland gebaut.

Britta-Opfer vor Holland geborgen
(05.11.06) - Zwei erfolgreiche Bergungen vor Holland: Der Zementfrachter "Cementina" wurde in den späten Mittagsstunden des 3.11. östlich von Schiermonnikoog geborgen, wo er im Sturm Britta gestrandet war. In Harlingen wurde der Tankerneubau "W-O Tsjoch" um 8 Uhr morgens von Schleppern der Reedereien Svitzer-Wijsmuller, Wagenborg und Noordgat flottgemacht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Rettungsaktionen für mehrere Yachten in der Biscaya
(03.11.06) - Am Nachmittag des 2.11. koordinierte die Falmouth Coastguard die Assistenz zu drei Unfällen vor der Küste Spaniens in der Biscaya. Um 11.45 Uhr wurde ein Signal der 28 Fuß langen Yacht "Sentito" aus Hartepool empfangen. Nachforschungen ergaben, dass das Boot mit 2-köpfiger Crew am 29.10. aus einem französischen Hafen ausgelaufen war. Die spanische Küstenwache wurde kontaktiert, woraufhin ein Hubschrauber und ein Rettungsboot Kurs auf das Boot nahmen. Es gelang Finisterre Radio, Kontakt zur "Sentito" herzustellen. Sie war tatsächlich entmastet in Seenot und sollte aufgegeben werden. Um 13 Uhr wurde das an Bord befindliche Paar aufgeweinscht und nach Spanien geflogen.
Unterdessen war um 12.20 Uhr über VHF ein Mayday der 9,3 Meter langen stählernen Yacht "Malidan" aufgefangen worden, die ebenfalls in der Biscaya in schwerem Wetter um Assistenz bat. Mehrere Schiffe fingen den Notruf auf und nahmen Kurs auf die Position. Die "MSC Napoli" meldete, nah am Boot zu sein und die 2-köpfige Crew bergen zu wollen. Diese war inzwischen in eine Rettungsinsel gegangen. Nach ihrer Rettung wurden sie medizinisch versorgt, waren aber in guter Verfassung.
Um 14.15 lief ein Notruf einer Yacht im Route Du Rhum Race auf, den die französische Küstenwache aufgefangen und nach Falmouth weitergeleitet hatte. Die "A Fond Contre La Spondylarthrite" war leckgeschlagen und drohte zu sinken. Die französische Küstenwache sandte ein Falcon 50-Suchflugzeug der Marine zur Position. Um 14.45 Uhr zeichnete sich ab, dass das nächstgelegene Schiff die Yacht "Siegenna" war, die rund 50 Meilen nördlich stand. Sie hätte aber gegen den Wind laufen müssen. Es wurde derweil bestätigt, dass die "A Fond Contre La Spondylarthrite" zu sinken begonnen hatte und der Skipper sich anschickte, das Boot in einem Überlebensanzug zu verlassen.
Bereits am 1.11. leitete die Falmouth Coastguard die Suche nach dem 215 Meilen vor Cap Finisterre gekenterten Trimarans "Switch.FR" des Skippers Charlie Capelle, der im Rumpf eingeschlossen war. Mehrere Schiffe reagierten auf den Funkruf der Küstenwache. Schnell war klar, dass das Schiff am Route Du Rhum Race teilgenommen hatte und am 29.10. ausgelaufen war. Die nahestehendste Yacht war 15 Meilen von der Position, von der der Alarm kam, entfernt und wurde gebeten, dorthin zu laufen. Da Helikopter die Stelle nicht erreichen können, stieg ein spanisches Suchflugzeug auf. Am Nachmittag berichtete die Yacht "Cote d'Amor", nahe am gekenterten Boot zu sein.
Quelle: Tim Schwabedissen

Leichtern gestrandeter "Rokia Delmas" geht gut voran
(03.11.06) - Die Delmas Atlantic West Africa Line, Marseilles, teilte mit, dass das Ölleichtern an dem gestrandeten RoRo-Frachter "Rokia Delmas" gut vorangeht. Von insgesatm 550 Kubikmetern sind jetzt 480 Kubikmeter geborgen und in Sicherheitstanks der "Alcyon" gepumpt. Die vorderen Tanks sind leer, und die achteren folgen in Kürze. Am 2.11. sollte das Löschen von Containern auf dem Oberdeck beginnen. Zwei Schwimmkräne aus Bordeaux und den Niederlanden sollen die Fracht auf eine schwimmende Plattform heben, auf der sie an Land gebracht wird. Der Kapitän und sechs weitere an Bord verbliebende Crewmitglieder wurden unterdessen durch eine Austauschbesatzung ersetzt, nachdem sie seit der Strandung unter schwierigsten Umständen tätig geblieben waren.
Quelle: Tim Schwabedissen

Binnenschiff saß auf Rhein fest
(03.11.06) - Dreieinhalb Stunden lag ein Binnenschiff am 30.10. bei Rheinkilometer 664 nahe Niederkassel-Rheidt fest. Das Schiff hatte gegen 06.50 Uhr die Anker gelichtet. Das Fahrzeug kam jedoch fest, als es auf durchgehenden Schiffsverkehr warten musste. Durch den Wellenschlag eines passierenden Fahrzeugs kam der Havarist aber gegen 10.30 Uhr wieder frei. Die Wasserschutzpolizei Bonn nahm den Unfall auf.
Quelle: Tim Schwabedissen

Britta wirbelte Schifffahrt durcheinander
(02.11.06) - Der Sturm Britta brachte den 80 Meter langen und 15 Meter breiten norwegischen Containerfrachter "Wannilogger" vor Finkenwerder in Bedrängnis. Er hatte um 07.11 Uhr einem Binnenschiff ausweichen müssen und war dabei quergeschlagen. Das Schiff driftete breitseits im Köhlfleet und kollidierte mit einem Ponton. Danach trieb es in nur 5 Metern Entfernung an einem Feuerleöschboot vorbei. Dann gelang es einem Schlepper, den Frachter unter Kontrolle und an einen Liegeplatz bei CTT zu bringen.
In Wilhelmshaven strandete der Schlepper "Harle Füer", 44 BRZ. Er hatte sich von seinem Anleger losgerissen und trieb auf den Strand, wo er bei Ebbe direkt vor dem Deichfuss hoch und trocken liegenblieb. Am 2.11. wurde begonnen, eine 500 Meter Fahrrinne zurück zum Wasser auszuheben. Die Rinne soll eine Breite von 6 Metern und eine Tiefe von 2,5 Metern erhalten. Die Aktion soll binnen 2 Tagen abgeschlossen sein und die Fahrrinne anschließend wieder zugeschüttet werden.
Das Schiff wurde 1953 bei der VEB Volkswerft, Stralsund erbaut. Es ist 20,00 Meter lang und 4,92 Meter breit bei 1,88 Metern Tiefgang und hat 280 KW. Es gehört der Reederei Warrings in Neuharlingersiel. Das Hochwasser, das am 1.11. gegen 6 Uhr im Hafen von Neuharlingersiel rund drei Meter über dem mittleren Tidehochwasser lag, hat die Inselfähre "Harle Riff", 99 BRZ, aus Carolinensiel von der Nordkaje mehr als 100 Meter weit auf das Festland transportiert und dort hoch und trocken abgesetzt. Das ehemalige 115 Tonnen schwere Landungsboot der Reederei Warrings setzte die 26 Meter lange und 7,16 Meter breite MS "Harle Riff" zur Schwergutbeförderung zu den Inseln Spiekeroog und Wangerooge ein. Der Hafenmeister vermutete, dass die Trossen brachen. Das Landungsboot mit nur 1,15 Meter Tiefgang wurde vom Wasser angehoben, über die Parkflächen weggeschwemmt und dann auf dem Festland abgesetzt. Erkennbare Schäden oder Wassereinbrüche hat es nicht gegeben. Nun muss die Reederei, der auch die "Harle Füer" gehört, überlegen, wie sie ihren Versorger wieder ins Wasser bekommt. In Frage kommen Kräne oder Tieflader. Denkbar ist auch, das Schiff auf Rollen zurück zu befördern. Schließlich wurde die Yacht "Crangon" in Neuharlingersiel auf Strand getrieben.
Ein Kieler Seaking-Hubschrauber barg den 2. Offizier des vor Helgoland stehenden Tankers "British Vine", 100000 BRZ, ab, der sich beim Arbeiten des Schiffes Arme und Beine brach.
Britta sorgte für Hochwasser auch an der Ostseeküste. Viele Segler waren beschäftigt, ihre Boot in den Häfen zu sichern. In Gefahr war z.B. die "Nordmark" und die "Dicke Berta" in Laboe. Hier sank auch ein Boot. Vor der norwegischen Insel Karmøy trieb seit dem Abend des 31.10. ein Fischkutter mit fünf Seeleuten nach einem Ruderschaden hilflos in der stürmischen See. Das Schiff trieb etwa 200 Kilometer nordwestlich von Stavanger.
In dem Sturm geriet auch ein Schiff von den Färöer-Inseln in Seenot. Die "Thor Sentry" funkte SOS, nachdem das Schiff mit fünf Mann Besatzung von einer schweren Welle getroffen wurde und Elektronik und Steuerung ausgefallen waren. Die Lage konnte aber unter Kontrolle gebracht werden. Ein Rettungskreuzer geleitete das Schiff in einen dänischen Hafen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Nach Untergang der "Finnbirch" Kritik an privatisierter schwedischer Luftrettung
(02.11.06) - Der schwedische Frachter "Finnbirch", 15396 BRZ, geriet am Nachmittag des 1.11. zwischen Gotland und Öland auf dem Weg von Helsinki nach Århus in Seenot. Als er gegen 15 Uhr von einer großen Welle getroffen wurde, löste sich Ladung auf dem Frachtdeck und ließ das Schiff krängen (Bild). Nachdem das Schiff sich immer weiter überlegte, funkte es um 15.42 Uhr SOS. Die übergegangene Ladung verursachte bereits eine Backbordschlagseite von 40 Grad. Ein Rettungshubschrauber aus Visby sah sich in dem schweren Sturm nicht in der Lage, einzugreifen. Solange die Fähre schwamm, schien das Risiko, an Bord auszuharren, geringer zu sein wenn bei Schneetreiben und Windgeschwindigkeiten von 20 Metern pro Sekunde sowie Wellenhöhen bis zu acht Metern aufgewinscht zu werden. bein Die Besatzung, 10 Philippinos und 4 Schweden, flüchtete sich auf die hochliegende Seite der Frachtfähre. Zuvor hatten die Männer den Kapitän, der mit gebrochenem Bein in der Kommandobrücke lag, geborgen. Die Männer mussten dabei bei Außentemperaturen von einem Grad ausharren. Sie standen in Funkkontakt mit der Rettungszentrale, bis die "Finnbirch" endgültig sank und die Schiffbrüchigen ins 10 Grad kalte Wasser springen mussten. Ein Problem war, dass der privatisierte schwedische Rettungsdienst AB Norrlandsflug nur einen kleinen Sikorsky-S-76C-Hubschrauber aus Visby stellen konnte, der maximal 8 Personen zu fassen vermochte. Er musste mehrfach hin und her fliegen. Im ersten Anlauf brachte er 6 Schiffbrüchige nach Kalmar. Entlastung brachte erst ein Superpuma-Hubschrauber aus Finnland. „Das war das Schlimmste, das ich je erlebt habe“, sagte Rettungsmann Johan Lindgren, „die hohen Wellen, der Wind, Schneefall, schlechte Sicht, überall die Planken und Container der Last, und dazwischen schwammen die Menschen." Am Morgen des 2.11. war klar, dass von den 14 Besatzungsmitgliedern der "Finnbirch" 13 zum Teil schwer unterkühlt gerettet werden konnten. An der Rettungsaktion hatten sich auch die "Marneborg", "Finnhansa", "Largo" und "Tomke" beteiligt. Ein Mann starb nach der Rettung im Krankenhaus in Kalmar. Mehrere Männer wurden schwer verletzt. Die Suche nach dem letzten Mann war um 6.00 Ortszeit des Folgetages aufgegeben worden. 2 Helikopter waren noch die ganze Nacht über im Sucheinsatz gewesen. Das Wrack der Fähre liegt auf einer Wassertiefe von wohl knapp 100 Metern auf Position 56º 49,143'N 017º 12,998' O. Aus dem Schiff trat ein Teil der 250 Tonnen Schwer- und 10 Tonnen Schmieröl aus. Vorerst trieb es in Richtung offenes Meer.
Das Unglück löste Kritik an der Bereitschaft der schwedischen Seerettung aus. Die Havarie der „Finnbirch“ war der erste Test der neuen Organisation, die abgekoppelt von der Luftwaffe selbstständig operiert. Dass die Hubschrauber nach zwei Stunden in der Luft zum Tanken zurückfliegen mussten und nur sieben Verletzte an Bord holen konnten, hätte bei einer Katastrophe größeren Ausmaßes fatal sein können, so der Rettungspilot Lars Flemström. Die einst eingesetzten Militärhelikopter hatten sechs Stunden Operationsdauer und größere Kapazität. „Als die ,Estonia‘ verunglückte, hatten wir 13 Hubschrauber in der Luft. Jetzt hat die Seerettung in ganz Schweden nur fünf.“ Ulf Hallström, Chef der Seerettung, wies die Vorwürfe zurück. Die neuen Hubschrauber seien zwar kleiner, aber schneller, flexibler und technisch avancierter. „Und bei großen Unglücken können wir immer noch die Luftwaffe zu Hilfe rufen.“
Die in Stockholm beheimatete "Finnbirch" verdrängte 8500 Tonnen. Sie war 156 Meter lang und 22,7 Meter breit bei 7,3 Metern Tiefgang. Sie lief 17 Knoten. 1977 wurde sie erbaut und am 2.2.1978 an die Stena Container Line, Ltd, London übergeben. Sie hieß "Atlantic Prosper". 1981 wurde sie als "Merzario Ionia" verchartert, 1982 wurde sie zur "Stena Ionia" mit Heimathafen Limassol. Als "Stena Gothica" lief sie ab 1985 für Ab Concordia, Göteborg. 1988 folgte eine Charter als "Bore Gothica". Seit 1996 lief sie als "Finnbirch". Sie versah verschiedene Liniendienste, u.a. auch von Travemünde und Rostock nach Finnland. Sie war auch häufiger Gast im Nord-Ostsee-Kanal. Zuletzt war sie im Einsatz zwischen Helsingfors und Århus. Als sie sank, waren 260 Tonnen Bunkeröl an Bord.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kümo vor Borkum in Seenot - Seenotretter dreimal durchgekentert
(01.11.06) - Vor der Emsmündung geriet vor Borkum am 01.11. gegen 03.30 Uhr der mit Zement beladene Frachter "Cementina", 1200 tdw, in Seenot. In schwerem Sturm mit Wellenhöhen bis zu 17 Metern erlitt das Kümo Ruderausfall und ging auf Drift. Der Hochseeschlepper "Oceanic", die Rettungskreuzer "Alfried Krupp", "Bernahrd Gruben" und "Hermann Marwede", SAR-Hubschrauber sowie ein niederländisches Rettungsschiff nahmen Kurs auf den 100 Meter langen Havaristen, der sieben Mann Besatzung hat. Die "Oceanic" war angefordert worden, weil der holländische Bergungsschlepper "Waker" mit einem anderen Schiff beschäftigt war. Ein SAR Seaking aus Kiel begann am Vormittag, die 7-köpfige Crew abzubergen. Der Kapitän blieb zunächst an Bord, wurde dann aber auch abgeborgen, da das Schiff nur noch drei Kilometer vom Strand entfernt war und eine Strandung nicht mehr abzuwenden schien. Die Rettungsschiffe drehten daraufhin ab. Die "Cementina" lag am Abend östlich von Schiermonigkoog etwa 3000 Meter vom Ufer entfernt. Es war über die seeseitige Barre hinweggetrieben und lag in der Surf des Wattengebietes. Inzwischen war sie auch leckgeschlagen. Am 2.11. sollte aus Emshaven ein Schlepper zu dem Frachter laufen. Bis dahin blieb die "Maggie P" auf Standby bei dem Havaristen. Am Abend des 2.11. wurde SvitzerWijsmuller Salvage B.V. mit der Bergung beauftragt. Ein schnelles Rettungsboot der Reederei Noordgat mit einem Bergungsteam von SvitzerWijsmuller Salvage B.V. nahmen unterdessen erste Inspektionen vor. Die "Cementina" (IMO No: 5067077) war 1960 in Langesund erbaut worden und lief zuvor als "Kabedi", "Curlew" und "Cementine". Sie ist registriert unter der Flagge der Komoren, Heimathafen ist Moroni. Dramatisch entwickelten sich die Ereignisse um das ebenfalls zur Rettung ausgelaufene 19-Meter-Boot "Anna Margaretha" des niederländischen Seenotrettungsdienstes. Es verschwand zeitweilig von den Radarschirmen, nachdem es mit vier Mann Besatzung dreimal durchgekentert war. Die Position war 10 Kilometer nördlich von Rottumerplaat. Alle verfügbaren Einheiten machten sich auf den Weg dorthin. Um 08.22 Uhr meldete die "Republica Argentina", ein KNRM-Boot eine halbe Meile entfernt gesichtet zu haben. Daraufhin steuerten die 2 deutschen und ein holländischer Sea-Lynx-Hubschrauber die Position an. Das Boot wurde nördlich von Schiermonnikoog entdeckt und via Handy Kontakt aufgenommen, als es ein Funknetz in Landnähe fand. Die Besatzung meldete sich wohlauf. Aber sämtliche Navigations- und Kommunikationssysteme waren zerstört und ausgefallen, die Brücke schwer beschädigt. Ein Helikopter lotste das angeschlagene Boot nach Ameland. Als das Boot vernunglückte, fegten orkanartige Böen mit Windgeschwindigkeiten über 100 Stundenkilometern über die Nordsee, die Wellen waren mehr als zehn Meter hoch mit gemessenen Spitzen von sieben Metern. Vor der holländischen Küste waren folglich noch mehrere weitere Seenotfälle zu verzeichnen: Der 150 Meter lange Tankerneubau "W-O Tsjoch",12000 tdw, wurde in Harlingen von seinen Moorings losgerissen und von dem Hochwasser mit dem Heck auf einen Kai gegenüber der Bauwerft Volharding gedrückt. Er kam mit Steuerbordschlagseite fest und fiel bei Ebbe weitgehend trocken. Ein erster schneller Versuch von SvitzerWijsmuller Salvage, das Schiff mit dem bereits 1,5 Meter tiefer auflaufenden Abendhochwasser zu bergen, scheiterte trotz des Einsatzes von 6 Schleppern, der "Noordgat", "Antia Theo", "Jenny", "JWR Appollow", "Typhoon" und der "Hunter". Die Tjalk "Risico" verlor Mast und Anker und erhielt Hilfe von dem Rettungsboot aus Schiermonnikoog. Die Tjalk "Overwinning" erreichte mit Problemen als Nothafen Lauwersoog. Das Plattbodenschiff "Najade" geriet mit schleifendem Anker in Seenot und wurde auch nach Lauwersoog geschleppt. Im Hafen von Schiermonnikoog sanken drei Yachten, weitere gingen auf Drift. Nahe Oostmahorn musste der in Panik geratenen Crew einer großen Motoryacht geholfen werden, die Situation unter Kontrolle zu bekommen. Die Yacht wurde eingebracht. Die "Hanseatic Sea" erlitt Seeschlagschäden und machte sich auf den Weg nach Eemshaven.
Quelle: Tim Schwabedissen

Ölplattform driftete im Sturm
(01.11.06) - Die norwegische Ölplattform "Bredford Dolphin" riss sich in der Nordsee los und ging mit 75 Mann an Bord auf Drift. Die Plattform wurde von einem Schlepper verholt, der technische Probleme bekam. Die Crew besteht aus Briten, Norwegern und Portugiesen. Die Plattform treibt rund 185 Kilometer vor Südnorwegen. Die Lage auf der Förderanlage rund 100 Seemeilen westlich der norwegischen Stadt Egersund scheint aber unter Kontrolle. Die "Bredford Dolphin" trieb kontrolliert, die Arbeiter blieben bis zum Ende des stürmischen Wetters an Bord. Die norwegische Küstenwache war mit dem Schlepper "Tromsö" auf dem Weg, um bei der Sicherung der Plattform zu helfen. Am Abend konnten 2 Schlepper an dem Rig festmachen, das auf dem Weg nach Danzig war.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter rammte Schleuse in Holtenau
(01.11.06) - Am 31.10. kollidierte gegen 12.00 Uhr der unter Panama-Flagge fahrende Frachter "Yohjin" bei stark böigen Winden mit der neuen Südschleuse in Kiel Holtenau. Beim Anlaufen der Schleuse fuhr das unter Ballast fahrende Schiff mit dem Backbordbug in das südliche Schleusenleitwerk. Ein zur Unterstützung am Heck festgemachter Schlepper konnte die Kollision nicht verhindern, deren Ursache die starken Winde waren. Bei der Kollision mit dem Leitwerk wurden mehrere Fender abgerissen und das Leitwerk auf einer Länge von vier Dalben abgefahren. Das Schiff konnte aus eigener Kraft weiter in die Schleuse einlaufen. Von den vier losgerissenen Fendern trieben zwei in die Kanalzufahrt und drohten den Verkehr zu gefährden. Von einem angeforderten Boot des Wasser- und Schifffahrtsamtes wurden die Fender wieder eingefangen, an die Pfähle geschleppt und dort befestigt. Nach Rücksprache mit der Seeberufsgenossenschaft konnte die "Yohijn" ihre Fahrt durch den Kanal fortsetzen. Eine Genehmigung der Verkehrsleitzentrale lag vor. Nach Erreichen von Bremerhaven sollte das Schiff durch einen Sachverständigen ausführlich untersucht werden. Durch den Kanal wurde der Frachter bis Rendsburg von einem Schlepper begleitet. Nach ersten Schätzungen durch das WSA Holtenau entstanden am Leitwerk Schäden von mehr als 15.000 Euro.
Quelle: Tim Schwabedissen

Strandung vor Stornoway
(01.11.06) - Am 31.10. lief im Sturm ein Schiff mit 60 Tonnen Futter für Fischfarmen südöstlich der Summer Isles bei Stornoway auf Grund. Es wurde später in den Hafen von Ullapool geschleppt. Die Frau des Skippers wurde zuvor mit Helikopter evakuiert. Die "Harvest Caroline" war mit 6 Mann an Bord nach Maschinenschaden auf Felsen nahe Tanera Mor, der größten der Summer Isles, in der Mündung des Loch Broom aufgelaufen. Ein Helikopter aus Stornoway stieg auf, und das RNLI Lifeboat sowie der Küstenwachschlepper "Anglian Prince" wurden in Marsch gesetzt. Die 35 Jahre alte "Harvest Caroline" der Ferguson Transport of Spean Bridge, war unterwegs von Kishornz zu Fischfarmen an der Westküste. Ein dänisches Kriegsschiff antwortete auf die Notrufe, konnte aber nicht helfen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schlepper in Finnland gesunken
(01.11.06) - Am 30.10 sank vor dem Vuosaari Hafenbauwerk im östlichen Helsinki ein Schlepper. Dabei liefen rund 5-6 TOnnen Schweröl in den Golf von Finnland.
Quelle: Tim Schwabedissen

Motoryacht durch Bordtoilette vollgelaufen
(01.11.06) - Eine Motoryacht ist am 31.10. im Aschaffenburger Floßhafen gesunken. Das elf Meter lange Schiff war durch ein geöffnetes Ventil im Bereich der Bordtoilette mit Wasser voll gelaufen. Der Eigner eines benachbarten Kajütbootes hatte am Morgen bemerkt, dass sein mit der Yacht vertäutes Schiff immer mehr Schlagseite entwickelte. Um nicht auch noch sein eigenes Boot in Gefahr zu bringen, musste er die Taue zu der Nachbaryacht kappen, die anschließend sank. Im Laufe des Vormittags pumpte die Feuerwehr das havarierte Schiff soweit leer, dass es wieder Auftrieb bekam und selbstständig auftauchte.
Quelle: Tim Schwabedissen

Barge in schwerer Se gekentert
(02.11.06) - Die Barge "OTM 3072" kenterte am 29.10. auf dem Weg zu Trois Rivières QC in schwerer See. Sie hatte Holz und 2 Hydraulikkräne an Deck, als sich das Unglück im St. Lawrence Golf nahe der Sandy Beach Warft ereignete.
Quelle: Tim Schwabedissen

10 Vermisste nach Frachterkollision
(01.11.06) - 10 Seeleute wurden nach einer Kollision in der ostchinesischen See vermisst. Am 26.10. waren 60 Kilometer östlich von Shacheng, Fujian, der 5000-TEU-Containerfrachter "Xin Lian Yun Gang" auf dem Weg von Xiamen nach Busan mit einem unter Panama-Flagge registrierten Holzfrachter der Far East International Shipping aus Quingdao zusammengestoßen. Dieser war unterwegs von New Guinea nach Zhangjiagang, Jaingsu Provinz. Deiser sank sofort. Die 21-köpfige Crew sprang in die See. 11 Überlebende wurden gerettet, 10 Mann vermisst.
Quelle: Tim Schwabedissen

Leichtern der "Rokia Delmas" gestartet
(01.11.06) - Seewasser und Bunkeröl werden derzeit aus dem vor der Ile de Ré gestrandeten "Rokia Delmas" abgepumpt. 450 Tonnen Öl aus dem Vorschiff werden in das Ölbekämpfungsschiff "Alcyon" geleichtert, der Rest im Achterschiff in eine Barge der Marine. Diese soll auch das in den Maschinenraum eingedrungene Seewasser aufnehmen. Diese Aktion soll, in Abhängigkeit vom Wetter, 2-3 Tage dauern. Danach soll das Schiff um leicht erreichbare Fracht erleichtert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

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