EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv August 2007

Last update: Freitag, 01. September 2007, 14:19 Uhr

Tanker lief auf Maas auf Grund
(31.08.07) Am 28.8. lief der unter der Flagge der Cayman Islands registrierte Tanker "Stolt Skua", Heimathafen Georgetown (IMO 9199311) in der Botlek-Mündung auf der Maas auf Grund. Die Schlepper "Eerland 23" und "Maas" machten das 112 Meter lange und 19 Meter breite Schiff wieder flott.
Quelle: Tim Schwabedissen

Passagierschiff versenkte Frachter - zwei Vermisste
(31.08.07) Vor der Küste Israels kollidierte am 30.8. das unter Limassol-Flagge registrierte Passagierschiff "Salamis Glory" der Salamis Lines mit dem unter slowakischer Flagge laufenden, 1971 erbauten Frachter "Shelly", 1599 BRZ (IMO Nr. 7306673) der Casp Cargo Lines Ltd, Israel. Das 1971 erbaute Schiff wurde in zwei Hälften zerteilt und sank binnen kurzer Zeit. 11 slowakische Seeleute wurden gerettet, zwei Mann vermisst. Es wurde befürchtet, dass sie mit dem sinkenden Frachter in die Tiefe wurden. An der Suche nach den beiden beteiligten sich auch Militärhubschrauber Die Geretteten wurden nach Haifa gebracht. Hier legte auch die "Salamis Glory", die 1962 in Split als brasilianische "Anna Mery" erbaut worden war und später als "Danaos Constellation", "Morning Star" und bis 1996 als "Regent Sun" der Regency Cruises lief, ein. Die unversehrt gebliebenen Passagiere gingen hier von Bord. Ursache der Kollision war wahrscheinlich ein Fehler in der Navigationsausrüstung der "Shelly", die auf dem Weg nach Zypern gewesen war. Die "Salamis Glory", die mit 700 Passagieren von Zypern kam, rammte sie drei Kilometer vor der Küste.
Quelle: Tim Schwabedissen

Antriebslos im Indischen Ozean
(31.08.07) Der russische Shrimpfänger "Akwaresurs", 129 tdw, geriet nach Stromausfall am 19.8. bei den Seychellen im Indischen Ozean in Seenot. An Bord des 31 Meter langen und 8,8 Meter breiten Trawlers befanden sich sieben russische Besatzungsmitglieder, allesamt Russen. Der Trawler, der seither antriebslos rund 450 Meilen südwestlich von Victoria driftete, sollte Ende des Monats einem vom Reeder in Maputo, Mozambique, gecharterten Bergungsschiff abgeschleppt wurde. Passierende Schiffe stellten die einzige Verbindung der Trawlercrew zur Außenwelt dar, da durch den Blackout auch kein Funkverkehr möglich war.
Quelle: Tim Schwabedissen

Binnenschiff auf Rhein gestrandet
(31.08.07) Am 30.8. gegen 4.30 Uhr lief das holländische Binnenschiff "Wiltura" auf dem Clemensgrund in Höhe von Assmannshausen bei Rhein-Kilometer 533,3 auf Grund. Das mit 3146 Tonnen Kies beladene Schiff war in Talfahrt auf der Reise nach Nijmegen, als es sich wegen technischer Probleme in Höhe der Burg Rheinstein quer legte. Nach ersten Ermittlungen der Wasserschutzpolizei galt ein Defekt am Ruderlagen-Anzeiger als Unfallursache wahrscheinlich. Das 135 Meter lange Schiff war unvermittelt aus dem Ruder gelaufen und kam außerhalb der Fahrrinne im flachen Wasser fest. Wegen des Schwungs drehte sich dabei das Schiff um 180 Grad und lag dann mit dem Bug bergwärts. Die Trechtingshäuser Reederei Loh kam mit drei Schleppern zur Hilfe. Da der Frachter aber sehr ungünstig lag, musste ein Teil der Ladung auf das Kranschiff "Otto", das aus Walluf angefordert wurde, umgeladen werden, bevor man den Frachter frei bekommen konnte. Da die "Otto" aber jeweils nur rund 400 Tonnen Ladung aufnehmen konnte, dauerte das Leichtern den ganzen Nachmittag. Der Kies wurde unweit der Unfallstelle im Rhein verklappt. Die Wasserschutzpolizei und das Wasser- und Schifffahrtsamt waren mit mehreren Booten vor Ort, um die Unfallstelle zu sichern. Die Schifffahrt auf dem Rhein wurde nur geringfügig beeinträchtigt. Die passierenden Schiffe mussten ihre Fahrt verlangsamen. Nach dem Leichtern sollte der holländische Frachter zur Reparatur in die Binger Werft geschleppt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutter vor San Juan Island gekentert
(31.08.07) Zwei Meilen westlich von San Juan Island kenterte am 29.8. im Puget Sound der 50 Fuß lange Kutter "Esperanza" aus Everett, Washington. Das Unglück ereignete sich beim Lachsfang zwei Meilen westlich von Cattle Point auf der Insel, möglicherweise durch einen Netzhaker. Der Kutter legte sich 90 Grad nach Backbord über und sackte übers Heck weg. Die vierköpfige Crew wurde von anderen Schiffen unversehrt gerettet. Die "Esperanza" hatte beim Kentern ungefähr 300 Gallonen Dieselöl an Bord. Ein 25-Fuß-Boot der Coast Guard Station Port Angeles lief zur Unglücksstelle. Ein Helikopter der Air Station Port Angeles sollte die Wrackposition überfliegen, um mögliche Wasserverschmutzungen zu kontrollieren. Die Eigner der "Esperanza" wollten eine Bergung veranlassen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Speedboot sank im Solent
(31.08.07) Auf dem Fletcher-Speedboot "Bubbles" kam es am 27.8. zu einer Explosion im Maschinenraum, als das Schiff vor Beachy Head unterwegs war. Danach brach auf dem 22 Fuß langen Luxusschiff ein Feuer aus, das den Eigner aus Eastbourne zwang, mit einer Schwimmweste über Bord zu springen. 20 Minuten später rettete ihn ein Taucherschiff. Die Solent-Küstenwache wurde um 11.30 Uhr von Zeugen alarmiert. Als der Rauch immer intensiver wurde, gingen zahlreiche Anrufe ein. Ein Boot aus Newhaven lief zu der Unglücksstelle eine Meile südlich von Birling Gap. Von dort kam ein weiteres Boot, ein Trawler hatte gestoppt und versuchte, das Feuer zu löschen. Das Boot sank aber rasch auf 25 Metern Wassertiefe.
Quelle: Tim Schwabedissen

Vier Sportbootfahrer im Öresund gerettet
(31.08.07) Am 29.8. erlitt im Öresund ein Motorboot mit sechs Personen an Bord Wassereinbruch und war in Gefahr zu sinken. Ein dänischer Rettungshubschrauber evakuierte vier der Bootsfahrer. Die beiden anderen wollten versuchen, das Boot auf Grund zu setzen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kanadische Fähre rammte Pier in Port Hardy
(31.08.07) Am Abend des 27.8. kollidierte die Fähre "Queen of Chilliwack" der B.C. Ferries beim Anlegen in Port Hardy mit dem Kai. Das Schiff kam aus Bella Coola, als es um 8.45 Uhr die Geschwindigkeit bereits auf knapp zwei Knoten reduziert hatte und beim Versuch des Kapitäns, das Schiff aufzustoppen, einen Maschinenausfall erlitt. Fünf Passagiere wurden verletzt, etliche stürzten. Die meisten Verletzten hatten sich auf einem Niedergang befunden. Zwei wurden ins Krankenhaus in Port Hardy gebracht. Anleger und Fähre wurden auf Schäden untersucht. Der Fährdienst wurde für die Dauer der Untersuchungen eingestellt. Taucher, Ingenieure und Schadensexperten machten sich nach dem Entladen des Schiffes an die Arbeit. Am 29.8. sollte der Fährbetrieb wieder aufgenommen werden. Die 29 Jahre alte Fähre, die im Winter auf der Earls Cove-Saltery Bay-Route und im Sommer in der Discovery Bay verkehrt, sollte eigentlich schon 2003 außer Dienst gestellt werden, erhielt aufgrund von Nachrüstungen aber durch Transport Canada eine Fahrerlaubnis bis 2012.
Quelle: Tim Schwabedissen

Baggerschiff auf Grund gelaufen
(31.08.07) Der 87 Fuß Bagger "Oriental" lief am 29.8. gegen 1.45 Uhr nahe Martha's Vineyard, Massachusetts, auf Grund. Die 5-köpfige Crew blieb unversehrt. Das Schiff aus North Carolina wurde aber beschädigt. Ein 41-Fuß-Rettungsboot der Coast Guard Station Woods Hole life um 5.25 Uhr zum Havaristen und traf dort eine knappe halbe Stunde später ein. In den Mittagsstunden des 30.8. sollte der Bagger freigeschleppt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Barge auf Schelde gehoben
(31.08.07) Am 24.8. hob die Bergungsfirma Ship Support zusammen mit dem Taucherschiff "Diver" eine gesunkene Barge im Hafenkanal von Nieuwpoort auf der Schelde. Das mit Luftsäcken an die Wasseroberfläche gebrachte Gefährt wurde an einen Kai verholt und dort von einem Mobilkran aus dem Wasser gehoben.
Quelle: Tim Schwabedissen

Bohrinsel mit Schlappohr
(31.08.07) Am 13.8. geriet der Halbtaucher "MG Hulme" im Hafen von Tema in Ghana in Schwierigkeiten. Während Reparatur- und Überholungsarbeiten wurde ein Schwimmkörper komplett geflutet, das Rig entwickelte Schlagseite. Berger von Smit Salvage sollten den vollgelaufenen Bereich lenzen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Trawler vor Sri Lanka aufgegeben
(31.08.07) Sechs Fischer aus Sri Lanka, die aus Tangalle am 8.7. ausgelaufen waren, wurden von der SLNS "Shakti" der Marine des Landes am 23.8. gerettet. Der Trawler war in schwerer See vor Batticaloa in Seenot geraten. 640 Kilometer östlich von Trincomalee war er zunächst in Schlepp genommen worden, musste aber wegen des schlechten Zustandes und den Risiken eines weiteren Schlepps in stürmischer See schließlich aufgegeben werden. Die sechsköpfige Crew wurde von der "Shakti" an Bord genommen.
Quelle: Tim Schwabedissen

20 Opfer bei zwei Bootskenterungen in Indien befürchtet
(31.08.07) Fünf Menschen ertranken und 10 weitere wurden vermisst, als am 27.8. ein Boot mit 28 Passagieren in dem durch Regenfälle angeschwollenen Burhi Gandak Fluss nahe Mahesaurhi im Khagaria Distrikt sank. Das Schiff war unterwegs nach Sansarpur und kenterte in starkem Wind, nur wenige Minuten nach dem Ablegen in Mahesaurhi. 13 Menschen gelang es, an Land zu schwimmen. Fünf Tote wurden aus dem Wasser gezogen und zur Autopsie ins Sadar Hospital gebracht. Taucher versuchten, mit Fischernetzen weitere Leichen zu bergen. Nur einen Tag später kenterte in den Abendstunden ein Verkehrsboot in angeschwollenen Gewässern in dem überfluteten Hassanpura-Gebiet von Bihars Samastipur Distrikt. Von den 20 Personen an Bord konnten 15 an Land schwimmen, die anderen wurden vermisst. Das Schiff war unterwegs von Hassanpura nach Rajpura Dumra und kenterte in starkem Wind nahe des Hassanpura Bazar. Taucher gingen auch hier auf die Suche nach vermissten.
Quelle: Tim Schwabedissen

Klipper rammte Barriere um Flugzeugträger
(31.08.07) Der Chartersegler "Californian" kollidierte am 25.8. mit einer Barrikade, die um den in der San Diego Bay liegenden Flugzeugträger "Ronald Reagan" ausgebracht war. Der Unfall ereignete sich während einer um 13 Uhr begonnen Fahrt des Nachbaus eines Küstenwachklippers aus dem 19. Jahrhundert, der 1984 erbaut und 2003 vom San Diego Maritime Museum erworben worden war. An Bord waren um die 50 Fahrgäste. Die "Ronald Reagan" befand sich zur Überholung an der North Island Naval Air Station. Die Barriere soll kleine Boote abghalten. Ein Element wurde beschädigt und musste zur Reparatur forgeschleppt werden. Das Unglück hatte sich ereignet, als die "Californian" mit dem Heck durch den Wind ging. Doch da die Windrichtung sich abrupt änderte, kam das Schiff trotz sofortigen Segelreffens und Motoreinsatzes nicht mehr frei. Menschen kamen nicht zu Schaden. Nun sollen Tests durchgeführt werden, warum sich das Schiff so bewegte, dass es zur Kollision kam.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schmugglerfrachter gestrandet
(31.08.07) In der Sobol Bucht bei Wladiwostok lief am 27.8. um 21.05 Uhr der 1989 erbaute Bunkertanker "Mekahnik Rudenko", 738 BRZ, der Neftretrans Shipping (IMO 8907474) in der Japanischen See auf Grund. Das 64,25 Meter lange und 10 Meter breite Schiff hatte 200 Tonnen Brennstoff und 200 Tonnen Dieselöl an Bord. Der Schlepper "Lazurit", das Taucherschiff "VRD 1409", das Arbeitsschiff "RP 178" mit Ölsperren und zwei Bargen mit Ölskimmern eilten zu Hilfe und waren um Mitternacht vor Ort. Eine sofortige Tauchinspektion ergab, dass der Schiffsrumpf zwar eingedrückt, aber nicht leckgeschlagen war. Am 28.8. um 3.40 Uhr wurde das Dieselöl in die Bargen umgepumpt und eine Trossenverbindung zur "Lazurit" hergestellt, die das Schiff stabil hielt. Um 05.05 Uhr gelang es, das Schiff freizuschleppen und zu Inspektionen vor Anker zu legen. Der Tanker war unterwegs von Nakhodka nach Waldiwostok gewesen. Es kam zu keinen Ölverschmutzungen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Tanker verlor Schraube
(31.08.07) Der 3,463 BRZ große, 1972 erbaute Tanker "Volgoneft 229" (IMO 8934271) verlor am 28.8. um 00.40 Uhr seinen Propeller beim Anlegen in Schleuse 11 in Rybinsk auf dem Moskau Kanal.
Quelle: Tim Schwabedissen

Rettungsboot kenterte bei Bergung von Schiffbrüchigen
(31.08.07) Am 27.8. um 10.39 Uhr sandte die Yacht "Penn Player" ein Mayday vor Spurn Head, wo sie gestrandet war. Dabei war das Ruder verloren gegangen, und Rauch drang aus der Maschine. Die Humber Coastguard koordinierte die Rettung der dreiköpfigen Crew. Das Humber RNLI Lifeboat lief zum Havaristen aus, ein kleineres Boot der Y-Klasse barg die Yachtcrew. Als das kleine Boot die Geretteten beim Humber-Boot ablieferte, kenterte es. Daraufhin eilte das Cleethorpes RNLI Inshore Lifeboat zur Unglücksstelle, und alle Verunglückten wurden sicher geborgen. Zwei Schiffbrüchige, die an Schock und Unterkühlung litten, wurden von einem Helikopter aus Leconfield aufgewinscht und ins Grimsby Hospital geflogen. Die "Penn Player" wurde von dem Humber RNLI Lifeboat nach Grimsby abgeschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Feuer auf Sportboot
(31.08.07) In den Mittagsstunden des 25.8. wurden Feuerwehr und Polizei zur Schleuse Hamm auf dem Datteln-Hamm-Kanal gerufen. Auf dem etwa 4,5 Meter langen Aluminium-Sportboot "Anton" war im Bereich des Benzintanks ein Feuer ausgebrochen. Personen wurden nicht verletzt. Die Schadenshöhe stand noch nicht fest.
Quelle: Tim Schwabedissen

Brand auf Binnenschiff in Duisburg
(31.08.07) In der Kajüte des Binnenschiffes "Discovery" kam es am 26.8. um vier Uhr morgens zu einem Brand, als das Schiff in Duisburg-Ruhort nahe der "Oscar Huber" lag. Das örtliche Feuerlöschboot bekämpfte das Feuer. Ein Mann der "Discovery" wurde verletzt und kam ins Krankenhaus. Der Schadensumfang und die Ursache waren noch unklar.
Quelle: Tim Schwabedissen

Hafenrundfahrtschiff rammte Kai in Bremen - frühere Havarie Schuld?
(31.08.07) Im Bremer Holz- und Getreidehafen rammte am 25.8. gegen 16.00 Uhr das Fahrgastschiff "Hanseat" der Reederei "Hal Över Gesellschaft für innovative Stadttouristik mbH", in Bremen einen Kai. Es befand sich mit rund 220 Fahrgästen auf einer Hafenrundfahrt durch die bremischen Häfen. Beim Verlassen des Holzhafens kam es zu einem Blackout der gesamten Bordelektronik und damit auch zu einem Ausfall der Ruderanlage. Obwohl die Fahrhebel sofort auf "Null" gestellt wurden drehte der Steuerbordpropeller weiter voraus, sodass das Schiff nach Backbord wegdrehte und mit der Spundwand an Schuppen 19 kollidierte. Ein sofort eingeleitetes Notankermanöver konnte das Schiff nicht mehr aufstoppen. Weil der Kapitän aber die Passagiere rechtzeitig vor dem drohenden Unheil warnen konnte, kam niemand zu Schaden. Die "Hanseat" wurde anschließend an der Pier festgemacht, ihr Bug war erheblich gestaucht. Mit Hilfe des herbeigerufenen Schleppers "Blumenthal" wurde die "Hanseat" dann zum Anleger an Pier 2 verholt. Die Reparatur sollte in einer Werft in Elsfleth durchgeführt werden. Der Schaden betrug zwischen 3000 und 5000 Euro. Mehr Sorgen als der reine Sachschaden bereitete derweil der Umstand, dass der Fehler in der Elektronik, der die Kollision verursachte, noch nicht gefunden wurde. Es galt dabei auch zu prüfen, ob der Ausfall mit der Kollision der "Hanseat" fünf Monate zuvor mit einer Brücke über den Küstenkanal bei Oldenburg zusammenhängen könnte. Damals war das Brückenhaus durch menschliches Versagen gegen die Brücke geprallt, die gesamte Elektronik fiel heraus und musste ausgetauscht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutter sank vor China
(31.08.07) In der südchinesischen See kollidierten nahe den Nanpeng Inseln am 25.8. gegen 00.50 Uhr zwei Kutter. Ein Mann wurde verletzt von einem anderen Kutter aufgenommen, einer tot aufgefunden, die anderen wurden vermisst. Nahe Shantou City war ein Boot aus Fujian mit sechs Mann Crew nach Kollision mit einem unbekannten Schiff gesunken. Eine Suchaktion nach den Vermissten und dem Kollisionsgegner wurde eingeleitet.
Quelle: Tim Schwabedissen

Container gingen in der Nordsee über Bord
(31.08.07) Der zypriotische Containerfrachter "Rasill" verlor am 24.8. auf der Fahrt von Zeebrugge nach Amsterdam in rauer See 12 Container. Ein Container von Maersk trieb unterdessen auf den Strand von Heist in Belgien. Nach den anderen Containern wurde eine Suche gestartet. Sie waren für Portconnect bei den CHU- und APM-Terminals in Zeebrugge verladen worden. Der Schlepper "Boxer" und die "Multrabarge 2" bargen die Container nahe des östlichen Hafendamms von Zeebrugge.
Quelle: Tim Schwabedissen

Hoffnung auf Identifizierung vermissten U-Bootes
(31.08.07) Im Pazifik wurde ein U-Boot entdeckt, das vermutlich die USS "Grunion" ist, die vor 65 Jahren mit ihrer 70-köpfigen Crew verschwand. Das Boot ist offenbar implodiert und stellt nun ein Gewirr von Rohren und Trümmern dar. Das Boot war im Juli 1942 nahe Alaska verloren gegangen, wohl durch ein japanisches Schiff. Angehörige der Vermissten hatten nach einer Sonarortung bei den Aleuten im August 2006 eine Suchaktion initiiert. Eine Suchmannschaft war am 11.8. von Seattle mit Kurs Sitka ausgelaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schlepper verlor Barge in der Ostsee
(31.08.07) Am 26.8. verlor der unter Panama-Flagge laufende Schlepper "Sea Endeavour I" eine Barge von 100 Metern Länge vor Kristinestad, Schweden, in über zwei Meter hohen Seen. Der Schleppverband war 80 Kilometer vor Kaskö, als der Schlepper gegen 21 Uhr Ruderprobleme erlitt und das Notruder in Betrieb nehmen musste. Der Schlepper, die ehemals britische "Sea Endeavour", war mit sechs Mann Crew unterwegs von Luleå nach Kopenhagen. Einem anderen Schlepper sowie dem Küstenwachboot "Tiira" gelang es später, die Barge unter Kontolle zu bekommen. Die "Sea Endeavour" wurde in Mäntyluoto mit einem Auslaufverbot belegt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Pazifikquerung gescheitert
(31.08.07) Roz Savage, die erste Rudererin, die allein den Pazifik queren wollte, wurde am 22.8. von ihrem Boot "The Brocade" in schwerer See von der US Coast Guard abgeborgen. Ihr 28 Fuß langes Boot war 100 Meilen vor Fort Bragg in Not geraten. Die Küstenwache schickte erst eine C 130, dann den Kutter "Dorado" aus Humboldt Bay. Auch der Tanker "Overseas Long Beach" bot Assistenz an. Zunächst verweigerte sich die 39-jährige einer Rettung, doch nach mehreren Stunden willigte sie ein. Ein HH 65 Helikopter aus Humboldt Bay ereichte sie um 20.30 Uhr, ein Rettungsschwimmer wurde abgesetzt und barg die Frau aus der See. Sie hatte zuvor sowohl einen Stabilisierungsanker wie auch das GPS verloren. Es sollte versucht werden, das treibende Boot zu bergen. Dazu war am 29.8. das 140 Fuß lange Forschungsschiff "White Holly" gechartert worden, das am 28.8. aus San Francisco auslief. Die "Brocade" trieb rund 100 Meilen vor San Francisco. Im Falle einer erfolgreichen Suche sollte das Ruderboot an Bord gehievt werden. Je nach Zustand könnte es dann noch auf See repariert oder an Land gebracht werden. Im Suchgebiet herrschten 10 Fuß hohe Wellen und Windgeschwindigkeiten bis zu 30 Meilen. Die "White Holly"-Crew wollte um 16.30 Uhr an der Position der "Brocade", die mit fünf Satellitensendern ausgestattet ist, eintreffen. Für die konkrete Suche gäbe es dann ein Zeitfenster mit vier Stunden Tageslicht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Historisches Löschboot am Meeesgrund dokumentiert
(31.08.07) Das Feuerlöschboot "No 23" wurde Jahrzehnte nach seiner Versenkung im Lake Michigan nun von Tauchern identifiziert. Als das ausgeschlachtete Schiff nach Jahrzehnten im Dienst am 27.7.1923 auf 70 Fuß Tiefe versenkt wurde, gab es keine große Zeremonie. Danach war die Wrackposition unbekannt, bis der Wrackjäger Jerry Guyer aus Milwaukee das überwachsene Boot wiederentdeckte. Das 101 Fuß lange Boot war stark zerstört, doch es gilt als historisch so bedeutam, dass es von Freiwilligen der Wisconsin Underwater Archeology Association and Great Lakes Shipwreck Research Foundation nun dokumentiert werden soll. Es wurde 1896 bei der Sturgeon Bay Werft für 32,800 Dollar erbaut. Es war Milwaukees drittes Löschboot. Mit großen Dampfboilern wurde damals Wasser aus den Flüssen und Seen gepumpt und mit Wasserkanonen abgefeuert. "Fire Boat No. 23" war ursprünglich nach dem Assistant Fire Chief August F. Janssen, der 1896 im Einsatz umkam, benannt und wurde 1901 umgetauft. Das fast identische " Fire Boat No. 17" wurde 1930 mit mehr Ausrüstung versenkt. Beide Boote hatten etliche Einsätze. Als das Side-Scan-Sonar von Jerry Guyer "No 23" entdeckte, dachte der Taucher zunächst, es handele sich um eine von zahlreichen auf Grund liegenden Bargen, die mit Abfall im Lake Michigan versenkt wurden, bevor verschärfter Umweltschutz diese Prozedur beendete. Als er zu der Wrackposition tauchte, stellte er fest, dass es sich um ein Löschboot handelte, weil er die Installationen der Löschkanonen identifizierte. Inzwischen wurden Kessel und der große Propeller dokumentiert.
Quelle: Tim Schwabedissen

Erneut Schleusentor in Holtenau gerammt - Chaos im Kanal
(31.08.07) Am 26.8. um 3.15 Uhr rammte der Jorker Containerfrachter "Jork Reliance" (IMO 9328041) das Tor der Neuen Nordschleuse in Kiel-Holtenau. Dadurch waren zwei der vier Schleusenkammern außer Betrieb. Am Nachmittag drehten bereits die ersten Schiffe ab und nahmen Kurs auf das Skagerrak. Am Abend betrug die Wartezeit vor den Schleusen bereits vier Stunden. Der Containerfrachter "Jork Reliance" hatte das Tor so schwer beschädigt, dass es sich nicht mehr öffnen ließ Der Amtsleiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Kiel-Holtenau verschaffte sich zusammen mit Technikern im Laufe des 26.8. vor Ort einen Überblick. Ein voll einsatzbereites Ersatztor steht nach der Havarieserie vom Winter noch nicht wieder zur Verfügung. Ein Tor liegt im Dock der Lindenau Werft, ein weiteres Reservetor befand sich noch im Kieler Nordhafen in der Ausrüstung. Ob eine provisorische Reparatur des Tores 3 möglich ist, sollten Techniker am 27.8. prüfen. Eine Notreparatur war kurzfristig nicht machbar, da dafür bei dem Amt kein Personal mehr zur Verfügung steht. Aufgrund von Reparaturmaßnahmen befindet sich auch eine der beiden alten Schleusenkammern außer Betrieb. Bereits am 27.12.06 kollidierte der Tanker "King Edward" (IMO 9290490) mit dem Schleusentor, allerdings hatte er, anders als die eisverstärkte "Jork Reliance", keinen Wulstbug. Jetzt wurde die Wallschiene auf der gesamten Breite eingedrückt. Die 141 Meter lange "Jork Reliance", 7987 BRZ, die die Flagge von Antigua/Barbuda führt, war erst am 29.3. an Bernd Becker in Jork von der holländischen Damen Werft abgeliefert worden. Sie war für die Hamburger Team Lines unterwegs nach Kotka. Nachdem sie die Schleuse gewechselt hatte, konnte sie mit nur leichten Schäden am Bug ihre Reise gegen 12 Uhr fortsetzen. Ursache der Kollision war eventuell ein Problem mit dem Verstellpropeller. Es gelang nicht rechtzeitig, das Schiff aufzustoppen. Am 27.8. liefen die Arbeiten zur Wiederinbetriebnahme des beschädigten Docktores auf Hochtouren, nachdem man sich zu einer Notreparatur entschlossen hatte. Während sich wartende Schiffe bis auf Höhe Strande in der Kieler Bucht stauten - die Wartezeitauf Reede betrug sechs bis zehn Stunden - machten ein Taucherschiff, das Kranschiff "Griep to", ein Ponton und das Arbeitsboot "Regenpfeifer 2" in der Neuen Schleuse fest und dienten als Arbeitsplattform zum Abschweißen der beschädigten Stahlteile. Diese Arbeiten sollten bis zum Morgen des 28.8. abgeschlossen sein. Danach musste die geborstene Wallschiene, die dem Tor beim Fahren Halt gibt, durch am 28.8. aus Hamburg herbeitransportierte Stahlträger überbrückt werden. Am 31.8., so die Hoffnung, sollte das Tor wieder einsatzklar sein. Dem Ersatztor, das überholt worden war, fehlten noch der Übergang zum Queren der Kammern, deswegen wurde es nicht in Benutzung genommen. Derweil kam es in der durch die Havarie hervorgerufenen Whooling zu einer weiteren Kollision. Der Kieler Raddampfer "Freya", der auf einer Kanaltour im Stau gewesen war, wurde beim Manövrieren in der Schleuse auf dem Rückweg in den Heimathafen vom Sog des Propellers eines Containerfrachters unter dessen Heck gezogen. Dabei wurde die "Freya" leicht am Bug beschädigt. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Binnenschiff bei Koblenz gestrandet
(31.08.07)Ein Binnenschiff ist am 24.8. auf dem Rhein südlich von Koblenz auf Grund gelaufen. Vermutlich hatte der Schiffsführer die Schifffahrtszeichen am Braubacher Grund nicht beachtet. Das mit Blechrollen beladene Schiff wurde freigeschleppt. Es konnte seine Fahrt nach Budapest fortsetzen, da bei dem Unfall kein Leck entstanden war.
Quelle: Tim Schwabedissen

Luxusyacht "Octopus" rettete Schleppercrew
(31.08.07) Der 37 Fuß lange Ankerziehschlepper "Douala Tide" sank am Nachmittag des 23.8. in schwerem Sturm auf Position 34 04.7' S 026 49.7' O 25 Meilen vor dem Fish River Leuchtturm in Port Alfred. Das Schiff hatte in schwerem Sturm mit bis zu acht Meter hohen Wellen und 25 Knoten Windgeschwindigkeit Schlagseite entwickelt und funkte um 14.50 Uhr Notrufe. Die South African National Ports Authority, das Maritime Rescue Coordinating Centre, NSRI Port Elizabeth , NSRI Port Alfred und die südafrikansiche Luftwaffe wurden alarmiert. Ein philippinischer Seemann ertrank, bevor er gerettet werden konnte, drei Mann, darunter der honduranische Kapitän, wurden am späten Nachmittag von Rettungsschwimmern eines Helikopters aus einer Rettungsinsel und sieben durch die 126 Meter lange Luxusyacht "Octopus", 9300 BRZ; des Milliardärs Paul Alan, Partners von Bill Gates, gerettet. Die drei aus der Luft geretteten wurden ins Greenacres Hospital geflogen. Raue See verhinderte, dass die Geretteten der "Octopus" aufgewinscht wurden. Sie wurden medizinisch betreut, der Zustand eines Seemanns verschlechterte sich aber so, dass vor Cape Rezife doch eine Luftrettung durchgeführt wurde. In Port Elizabeth konnte der Mann im Krankenhaus stabilisiert werden. Die "Octopus" lief derweil weiter Kurs Kapstadt. Die Crew bestand aus Philippinos und einem Mann aus Honduras. Die "Douala Tide" war unterwegs von Durban nach Kamerun, als sie 110 Kilometer nordöstlich von Port Elizabeth gegen 14.30 Uhr sank. Die Rettung wurde durch das National Sea Rescue Institute (NSRI) in Port Elizabeth koordiniert. Neben zwei Hubschraubern waren auch der Schlepper "Smit Amandla" und der Frachter "Jaguar" im Einsatz. Die "Octopus", viertgrößte Luxusyacht der Welt und erbaut von 2001 bis 2003 bei HDW in Kiel, war unterwegs von Durban nach Kapstadt zu einer Überholung. Sie ist 109,95 Meter lang, 21 Meter breit und hat eine Maschinenstärke von 14880 kW. Die vormals britische "Douala Tide" kam aus Dubai und sollte einen neuen Kontrakt in Douala, Kamerun, starten. Der Kapitän meldete noch über Funk, dass das Schiff 25 Meilen vom Fish River Leuchtturm in sechs bis acht Meter hohen Wellen und bei Wind von 25 Knoten aufgegeben werden müsste. Der Schlepper gehörte zuletzt der Rennies Ship Agency.
Quelle: Tim Schwabedissen

Portugiesische Fähre lief auf Grund
(31.08.07) Die portugiesische Fähre "Ilha Azul", 5355 BRZ, lief am 23.8. um 11.45 Uhr auf den Felsen Baixa dos Remédios auf Grund, als sie in den Hafen von Graciosa Island auf den Azoren einlaufen wollte. Sie hatte 374 Passagiere an Bord. Bei der Grundberührung wurde der Rumpf aufgerissen, Wasser drang ein, und die Steuerbord-Hauptmaschine wurde beschädigt. Die "Ilha Azul" erhielt Assistenz durch den Schlepper "O Bravo" aus Praia da Vitória, Terceira Island, sowie ihr Schwesterschiff "Ilha de S. Luís" aus Hrta, Faial Island. Zwei Stunden später gelang es, das Schiff in Graciosa festzumachen, wo die Passagiere an Land gingen. Die Fahrzeuge konnten nicht gelöscht werden, weil sich die Klappe an Steuerbord nicht öffnen ließ. Ein Hochseeschlepper wurde aus Setúbal erwartet, um die Fähre nach Viana do Vastelo in Portugal zu bringen. Da bereits ein Ersatzschiff im Bau ist, ist eine Reparatur des Havaristen fraglich. Die Fähre der Transmacor lief in Charter der Atlantico-Linie. Sie wurde 1980 im spanischen Vigo erbaut als "Bahia de Ceuta". Sie lief zwischen Algericas, Ceuta und Tanger. 2004 wurde sie zur griechischen "Athina" und lief seit März 2006 unter Madeira-Flagge für die jetzigen Eigner. Sie hat eine Passagierkapazität von 562 Passagieren und 120 Fahrzeugen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutter stieß mit Segelschulschiff zusammen
(31.08.07) Der portugiesische Kutter "Beatriz Paulo" kollidierte am Morgen des 25.8. mit dem Segelschulschiff "Creoula" der portugiesischen Marine in der Bucht von Sesimbra. Dabei wurde der Kutter erheblich am Bug beschädigt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Hubschrauber rettete Kinder von Kutter
(31.08.07) Am 24.8. kam die US Coast Guard dem 56 Fuß langen Kutter "Hot Catch" zu Hilfe, der 70 Meilen östlich von Ocean City leckgeschlagen war. An Bord waren fünf Erwachsene und vier Kinder. Der Notruf ging um 17.30 Uhr ein, woraufhin Hubschrauber in Atlantic City, New Jersey und Elizabeth City aufstiegen. Vier Kinder und ein Erwachsener wurden von einem Hubschrauber aufgenommen, der sie nach Cape May brachte. Es gelang dann, den Wassereinbruch zu stoppen und das Schiff zur Canyon Club Marina in Cape May, New Jersey, zu bringen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Einhandsegler in Far North gerettet
(31.08.07) Am Morgen des 26.8. lief gegen zwei Uhr die Yacht "Gypsy Rose" vor der Karikari Halbinsel auf Grund. Der Skipper wurde gerettet und ins Krankenhaus gebracht. Sein Schiff sank, nur noch der Mast ragte aus dem Wasser. Es wurde gesichert, weil es ein Schifffahrthindernis darstellt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutter vor St. David's Head in Flammen
(31.08.07) Am 24.8. koordinierte die Milford Haven Coastguard die Hilfe für den brennenden Kutter "Giosmonde" aus Cork, der 40 Meilen südlich von St. David's Head trieb. Ein Hubschrauber aus Waterford sowie der Kutter "Ocean Pearl" nach Aufnahme seiner Netze eilten zum 16 Meter langen Havaristen, der in voller Länge in Flammen stand. Um 10.45 Uhr meldete die "Ocean Pearl" die Rettung aller vier Seeleute aus einer Rettungsinsel. Sie litten an Rauchvergiftungen. Der Hubschrauber winschte die Männer vom Deck der "Ocean Pearl" auf und brachte sie ins Hospital in Waterford. Der hölzerne Kutter trieb derweil mit ausgebrachtem Fanggeschirr in der See. Die Eigner sollten herausfinden, wie viel Öl und Gas an Bord war. HMS "Mersey" bewachte das treibende Wrack.
Quelle: Tim Schwabedissen

Erneut Öl aus "Don Pedro" ausgelaufen
(31.08.07) Die Gefahr, die von dem Öl des gesunkenen Frachters "Don Pedro" ausgeht, ist für Ibiza noch nicht vorbei: Ein 300 Meter langer Ölteppich wurde an den Strand En Bossa angeschwemmt. Die Behörden verhängten zeitweise ein Badeverbot. Nachdem der Strand gesäubert war, wurde das Verbot wieder aufgehoben. Das Austreten des Öls wurde auf einen Sturm und starken Wellengang zurückgeführt. Wegen des Unwetters mussten die immer noch andauernden Arbeiten zum Abpumpen des Öls unterbrochen werden. Außerdem machten die hohen Wellen die Barrieren wirkungslos, die zum Auffangen des Öls an der Unglücksstelle ausgelegt worden waren. Das 142 Meter lange Schiff war am 11. Juli infolge eines Navigationsfehlers in der Nähe des Hafens von Ibiza auf einen Felsen gelaufen und gesunken. Das Wrack liegt in 45 Meter Tiefe. Nach dem Unglück waren bereits mehrere Strände auf der Ferieninsel wegen Ölverschmutzung zeitweise gesperrt worden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Ein Toter bei Hausbootbrand
(31.08.07) In Staffordshire brach auf einem Hausboot ein Feuer aus. Das Schiff lag in Stone, als am 20.8. die Feuerwehr zu ihm gerufen wurde. Offenbar war in der Kombüse ein Feuer entstanden. Nach dem Löschen fanden die Feuerwehrleute den Bootseigner tot im Schiff auf.
Quelle: Tim Schwabedissen

Taucher wollen "Carpathia" erforschen
(31.08.07) Taucher wollen erstmals eine Videodokumentation des Wracks der "Carpathia", jenen Schiffes, das 705 Überlebende der "Titanic" rettete, machen. Das Schiff sank 1918 durch einen Torpedo vor Conwall. Es sollen auch Artefakte für die im kommenden Jahr in London gastierende "Titanic"-Ausstellung geborgen werden. Das Schiff liegt 300 Meilen westlich von Devon in 150 Metern Tiefe im Atlantik. Die Taucher hoffen nun, die Schiffsglocke sowie die 'loving cup', die dem Kapitän des Schiffes von Überlebenden der "Titanic" vermacht wurde, zu Bergen. Brückeninterieur und Geschirr mit Cunard-Zeichen ist besonders begehrt. Das Wrack des 13000-Tonners war 1999 entdeckt worden. Die "Carpathia" was im Augsut 1902 bei Swan Hunter in Newcastle vom Stapel gelaufen. Als sie in der Nacht des 14. April 1912 Notsignale der "Titanic" auffing, stand sie 58 Meilen vom Havaristen entfernt. Der Kapitän ließ Heizung und Wasserversorgung seines Schiffes abstellen, um eine höhere Geschwindigkeit auf dem Weg zur "Titanic" zu erzielen, wobei er außerdem Eisfeldern ausweichen musste.
Quelle: Tim Schwabedissen

Versicherungspoker um "WD Fairway"
(31.08.07) Der hollländische Hopperbagger "WD Fairway" der Royal Boskalis Westminster ist nach seiner schweren Kollision in China im Frühjahr mittlerweile in Thailand eingetroffen. Die Diskussionen mit den Versicherern sind noch im Gange, sie haben aber noch nicht dazu geführt, das Schiff zum Totalverlust zu erklären. Deswegen wird der Buchwert des Baggers zunächst beibehalten und das Schiff weiter abgeschrieben. Wenn die "WD Fairway" zum konstruktiven Totalverlust erkärt wird, erwaret Boskalis eine Zahlung von über 165 Millionen Dollar.
Quelle: Tim Schwabedissen

Norwegische Fähre rammte Kai I
(31.08.07) Die norwegische Expressfähre "Fjordprins" rammte am Vormittag des 23.8. einen Kai in Sollibotn. Offenbar hatte einer der Jetantriebe nicht ausreichend Leistung erbracht. Die "Fjordprins" wurde leicht beschädigt, Menschen kamen nicht zu Schaden. Das Schiff war mit 43 Fahrgästen unterwegs von Bergen nach Selje. Da die "Fjordprins" zur Reparatur nach Bergen zurücklief, mussten sie ihre Reise mit anderen Fähren fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Norwegische Fähre rammte Kai II
(31.08.07) Drei Personen wurden verletzt, vier Motorräder und 11 der 50 geladenen Autos beschädigt, als die norwegische Fähre "Hardingen" am 23.8. um 12.25 Uhr den Kai von Utne, Hardanger, rammte. Krankenwagen wurden zum Hafen geschickt, doch die Verletzungen unter den 70 Passagieren waren leichter Natur. Wegen eines technischen Versagens hatte die Maschine offenbar nicht stoppen können, als das Schiff von Kvanndal kommend in den Hafen einlief. Da die Fähre für die Untersuchungen und Reparaturen im Hafen bleiben musste, wurden Fahrgäste gebeten, die Fährrouten Kvanndal-Kinsarvik und Brimnes-Bruravik zu nutzen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Zweites Sportboot binnen 10 Tagen in Delaware Bay gesunken
(31.08.07) Am Morgen des 22.8. sank in der Delaware Bay ein 38 Fuß langes Sportboot. Die zweiköpfige Crew wurde eine halbe Meile von Woodland Beach entfernt von Fischern gerettet. Sie hatten um acht Uhr morgens Wassereinbruch gemeldet, doch bevor eine Position durchgegeben werden konnte, brach die Verbindung ab. Die Handykoordinaten konnten ermittelt und Feuerwehren aus Leipsic und Little Creek in Marsch gesetzt werden. Feuerwehrleute verständigten ihrerseits Freunde, die am Fischen waren, und fragten, ob sie ein Boot in Not sähen. Tatsächlich entdeckten die Männer der 36 Fuß langen "Katherine K" die Schiffbrüchigen in Schwimmwesten auf Deck ihres Schiffes und bargen sie. Eine Wasserpumpe, die an Bord gegeben wurde, funktionierte aber nicht. Das Sportboot sank 40 Minuten nach dem Wassereinbruch. Es war unterwegs gewesen von Baltimore über den Chesapeake & Delaware Canal nach New Jersey und war auf dem Rückweg zum Kanal nach Ausfall der Bilgenpumpe in Not geraten. Die Bergungsfirma Sea Tow soll sich des Wracks annehmen. Die Geretteten wurden zur Little Creek Feuerwache gebracht. Bereits am 12.8. war in dem Seegebiet der 52 Fuß lange Kabinenkreuzer "Apollo" vor Reedy Island gesunken. Die dreiköpfige Crew hatte sich in eine Rettungsinsel geflüchtet. Das Boot wurde einige Tage darauf geborgen und zur Summit North Marina gebracht. Es hatte ein Unterwasserhindernis gerammt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Bei Autobergung Kutterwrack gefunden
(31.08.07) Auf der Suche nach einem gestohlenen Auto in der Mission Bay in San Diego fanden Taucher am 23.8. ein versenktes, ebenfalls entwendetes Boot. Es handelt sich bereits um den achten derartigen Fund in dieser Woche. Ein Zeuge hatte den gesunkenen Porsche in 5 Fuß Wassertiefe entdeckt am Ende der Bootsrampe in der De Anza Cove. Retter machten sich daran, das Autowrack zu bergen, als sie einen 20 Fuß langen Kutter in der Nähe entdeckten. Die Polizei fand heraus, dass das Schiff in einem anderen Teil der Bucht gestohlen gemeldet worden war. In den vergangenen Tagen waren bereits sieben andere gestohlene Fahrzeuge in verschiedenen Hafenteilen entdeckt worden. Einige waren zuvor ausgeplündert worden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Polnische Yacht auf Gotland gestrandet
(31.08.07) Die polnische Yacht "Andromeda" strandete am 18.8. an der Südwestküste der Insel Gotland. Am 21.8. begannen Bergungsarbeiten an dem in Gdingen beheimateten Einmaster.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutter vor Alaska gestrandet
(31.08.07) Am 22.8. gegen 21.50 Uhr lief 12 Meilen nordwestlich von Sitka der amerikanische Kutter "Knik" auf Grund. Das 25-Fuß-Rettungsboot des 225 Fuß langen Coast Guard-Kutter "Maple" aus Sitka blieb mit einer Crew und Lenzpumpen auf Standby, während auf die Flut um 9.30 Uhr des 23.8. gewartet wurde, mit der der Havarist wieder freikommen wollte. Der Kutter hatte um Hilfe ersucht, nachdem er vor Halleck Island festgekommen war. Der Skipper blieb an Bord. Ein Helikopter der Air Station Sitka sollte die Strandungsstelle am Morgen des 23.8. überfliegen. Die "Knik" ist ein 44 Fuß langer Holzkutter aus Seattle.
Quelle: Tim Schwabedissen

Sportboot auf Elbe gestrandet
(31.08.07) Am 23.8. lief auf der Elbe nahe Tonne 41 das Motorboot "Desperado" auf Grund gelaufen. Es konnte einige Stunden später mit Einsetzten der Flut freigeschleppt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Drogenschmuggler versanken vor Mexiko
(31.08.07) Vier mutmaßliche Drogenschmuggler wurden am 20.8. 300 Meilen südwestlich der Grenze von Mexiko und Guatemala von einer U.S. Coast Guard und U.S. Navy Crew gerettet, dazu wurde eine größere Menge Kokain sichergestellt. Ein Überwachungsflugzeug hatte ihr halbtauchendes Fahrzeug 300 Meilen vor Guatemala entdeckt. Diese niedrig gebauten Schiffe können mehrere Tonnen Drogen transportieren. Das Schiff war rund 50 Fuß lang und wurde kurz nach der Entdeckung von der Crew mit dem größeren Teil seiner Ladung versenkt. Ein Boardingteam von USS "Dewert" barg die Crew und 11 aufgetriebene Ballen mit Kokain.
Quelle: Tim Schwabedissen

Unerfahrener Rudergänger rammte Tanker
(31.08.07) Am 22.8. kollidierten auf der Walloon bei Gelderse Hurwenen, Belgien, ein Tanker und ein Frachter. Der Tanker wurde auf 35 Metern Länge und einem halben Meter Höhe aufgerissen. Der Autotransporter hatte ihn um 9.15 Uhr gerammt. Der Zusammenstoß wurde offenbar durch einen unerfahrenen Rudergänger verursacht, der das Schiff bei starkem wind nicht auf Kurs halten konnte. Die Ladung des Tankers wurde in St. Andries auf einen anderen Tanker umgepumpt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Sturm bringt Schiffe in Indien in Seenot
(31.08.07) Vor dem Hafen von Chittagong strandeten in rauer See zwei Tanker, ein Frachter sank. Die "Feroz Farzana" mit 700 Tonnen Zementklinkern sank vor Karnaphuli beim Versuch, den Hafen zu erreichen. Sie hatte die Klinker von einem koreanischen Frachter auf Reede übernommen. Die Hafenschlepper "Kandari 1" und "Kandari 2" versuchten im Sturm mehrfach vergeblich, das gesunkene Schiff zu lokalisieren. Die 12-köpfige Crew wurde von Trawlern und Booten gerettet. Das Schiff hatte seine Ladekapazität von 500 Tonnen überschritten. Der Tanker "Saima", der mit 13000 Tonnen Öl auf dem Weg von Patenga nach Dhaka war, sank im Sandwip Channel in demselben Sturm. Die Hafenschlepper bargen die 12-köofige Crew. Schließlich lief der Tanker "Rajanigandha" mit 11000 Tonnen Öl bei Ramdaspur im südlichen Barisal Distrikt. Die 13-köpfige Crew wurde von einem Hafenrettungsteam aus Khulna geborgen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutter vor Dänemark in Brand
(31.08.07) Am 22.8. geriet ein Kutter mit drei Mann Besatzung 80 Meilen vor Hvide Sande in Brand. Ein Helikopter aus Karup wurde alarmiert, der Kutter "Conni Winther", "Marianne" und "Lisbeth Frich" sowie der Schlepper "Esvagt Gamma" und das Fischereiinspektionsschiff "Nordsoen" nahmen Kurs auf den Havaristen. Der Hubschrauber brachte die Crew in Sicherheit.
Quelle: Tim Schwabedissen

Walbeobachtungsschiff brannte vor Monterey
(31.08.07) Das 55 Fuß lange Walbeobachtungsschiff "Sur Clipper" geriet in der Monterey Bay in Brand. Das Schiff der Monterey Bay Boat Charters war bereits einige Stunden in der Bucht unterwegs, als am Nachmittag des 21.8. Passagiere Rauch wahrnahmen. Das Feuer war im Schornstein ausgebrochen und weitete sich auf das Kajütdach des 40 Jahre alten Schiffes aus. Die Flammen schlossen den Bereich mit den Schwimmwesten ein. Die vierköpfige Crew ging mit Feuerlöschern gegen den Brand vor, die Passagiere halfen mit Eimern, doch das Boot brannte weiterhin, als es einen Liegeplatz in Moss Landing ansteuerte. Hier wurden die Passagiere evakuiert, und das Feuer war weitgehend gelöscht, als die Feuerwehr von Monterey County eintraf.
Quelle: Tim Schwabedissen

Bergungsarbeiten an mutmaßlichem Piratenschiff
(31.08.07) Ein Tauchteam sollten am 22.8. mit der Bergung einer Kanone und anderer Artefakte der "Queen Anne's Revenge" des berühmten Piraten Blackbeard beginnen. Die Bergungskampagne ist auf 12 Wochen ausgelegt. Bisher wurden für die Arbeiten am Wrack vor North Carolina 2 Millionen Dollar ausgegeben. Von den weiteren Arbeiten erhofften sich die Forscher Klarheit, ob es sich tatsächlich um das Piratenschiff handelt. Die Taucher wollten ins Achterschiff und die hinteren Laderäume eindringen, hier vermuteten sie Artefakte aus der Kapitänskajüte und den Offiziersunterkünften. Die "Queen Anne's Revenge" lief im Juni 1718 im Beaufort Inlet auf Grund.
Quelle: Tim Schwabedissen

Vor Queensland gestrandeter Dreimaster nach einer Woche geborgen
(31.08.07) Der 35 Meter lange Dreimaster "Arung Samudera" der indonesischen Marine lief in der Nacht zum 23.8. auf dem Weg zum Apec Treffen in Sydney in schwerer See in einem Sturm mit Windgeschwindigkeiten von 100 km/h vor Südost-Queensland auf Grund. Zuvor waren die Segel des Schiffes gerissen und das Ruder gebrochen. Zwei Anker und die Kraft beider Hilfsmaschinen konnten das Schiff nicht halten. Es kam auf ebenem Kiel direkt vor dem Rainbow Beach fest. Das Großseglertreffen sollte mit 6 anderen Tallships am 2.9. stattfinden. Das als Luxusyacht 1991 in Neuseeland erbaute Schiff wollte von Cairns kommend zuvor Brisbane anlaufen. Die 18-köpfige Crew rettete sich nach der Strandung auf den Rainbow Beach nahe Gympie, nördlich des Zielhafens. Sie wurde von Anwohnern nass, aber ansonsten unversehrt auf einer Straße am Strand entdeckt, zu einer Polizeistation gebracht und mit Kleidung und Essen versorgt. Die sechs Offiziere und 12 Mannschaften wurden zum Wochenende in Marineunterkünften in Bulimba, einem Vorort von Brisbane, untergebracht. Der Kommandant blieb zur Überwachung der weiteren Arbeiten vor Ort. Am 24.8. wurde das Schiff untersucht und festgestellt, dass es strukturell intakt geblieben war und kein Wasser in der Bilge hatte. Es saß aufrecht in der Brandung, sodass die Möglichkeit eines Abschleppens als günstig eingeschätzt wurde. Am 24. und 25. August waren die Wetterbedingungen so günstig, dass Öl und andere umweltgefährdende Stoffe abgepumpt werden und auf Trucks an Land verladen werden konnten. Die Berger holten auch persönliche Habseligkeiten von Bord. Sie fanden, nachdem das Schiff in der Brandung umhergeworfen worden war, ein großes Durcheinander losgerissener Dinge vor, das sie so weit wie möglich aufklarten. Das Schiff selbst war stabil. Seewasser, das in den Rumpf eingedrungen war, war hereingeschlagen und nicht durch Lecks eingedrungen. Mit hohem Wasserstand am 29.8. begann ein Schlepper aus Brisbane mit der Bergung. Um 19.30 Uhr war es soweit - die "Arung Samudera" schwamm auf. Ohne das gebrochene Ruder und mit beschädigtem Kiel wurde sie langsam nach Brisbane geschleppt, wo sie am 30.8. um 11.30 Uhr in Morningside festmachte. Vier Besatzungsmitglieder und zwei Angehörige der australischen Marine waren während der 16-stündigen Verschleppung an Bord. Beim Eintreffen des Dreimasters am Brisbane Slipway im Osten der Stadt wurde er von uniformierten Besatzungsangehörigen begrüßt. Die nächsten vier Tage musste das Schiff am Slip vertäut bleiben, bevor es zu einer Schadensanalyse und Reparaturarbeiten aus dem Wasser genommen werden konnte, denn die Slipanlage war bis dahin von einem anderen Schiff belegt. Die Crew sollte so lange in Bulimba bleiben.
Quelle: Tim Schwabedissen

Untersuchungsbericht zur "Excelsior"-Havarie vorgelegt
(31.08.07) Vier Monate nach der Havarie der "Excelsior" auf dem Rhein wurde der Staatsanwaltschaft in Duisburg das Gutachten zur Unglücksursache vorgelegt. Die Expertise bestätigte die ersten Einschätzungen nach dem Unfall, bei dem am 25. März 32 der rund 100 an Bord befindlichen Container in den Fluss gefallen waren: Das Schiff war nicht nur überladen, die Container waren zudem völlig instabil gestapelt gewesen. An Steuerbord waren in den unteren Lagen schwere, an Backbord in den oberen Lagen leichte Container gestapelt. Zeugen hatten schon vor der Havarie bemerkt, dass die "Excelsior" Steuerbord-Schlagseite hatte. Ein Riss im Rumpf, der bei ersten Untersuchungen des Frachters festgestellt worden war, war nicht Ursache für die Havarie. Er war offenbar bei einem früheren misslungenen Anlegemanöver entstanden. Die beiden Schiffsführer des Unglücks-Frachters sollten zum Gutachten nach dessen Abschluss Stellung nehmen. Sollte sich der Verdacht auf Fahrlässigkeit bestätigen, wird Anklage gegen die Verantwortlichen erhoben. Der entstandene Schaden wird auf mehrere Millionen Euro beziffert.
Quelle: Tim Schwabedissen

Zwei Vermisste bei Kutteruntergang vor Japan
(31.08.07) Am Morgen des 22.8. kenterte der japanische Kutter "Ryosei Maru No. 36", 9,7 ts, aus Hamanaka nahe Akkeshi. Das Wrack wurde um 2.50 Uhr kieloben treibend 3,7 Kilometer vor der Küste aufgefunden. Zwei Mann der Crew wurden von einem Segler gerettet, der in der Nähe war. Die beiden anderen, darunter der Kapitän, wurden noch vermisst. Hoher Seegang ließ nach Vermutungen der Küstenwache das Schiff kentern.
Quelle: Tim Schwabedissen

Zwei Liegeplätze in Kapstadt von Wracks geräumt
(31.08.07) Die Bergung der beiden vor dem Ben Schoeman Dock und Duncan Dock in Kapstadt 2001 und 2002 gesunkenen Trawler "Southern Harrier" und "St. Enogat" wurde nun abgeschlossen. Die "Southern Harrier", 490 BRZ, war an Liegeplatz 702 in schwerem Sturm im Februar 2001 auf 10 Metern Wassertiefe gesunken, die "St. Enogat" kenterte im Oktober 2002 nach Steuerbord. Drei schwere Leckabdichtungen wurden für die "Southern Harrier" konstruiert, die hohem Druck standhalten sollten, wenn die Taucher begannen, Luft in die Laderäume zu pumpen. Diese mussten exakt platziert und fixiert werden. Alle Leckagen mussten abgedichtet werden- Eine 200 Tonnen-Kran wurde ans Achterschiff gelegt, während das Vorschiff mit Luft vollgepumpt wurde. Nachdem das Vorschiff hochgekommen war, wurde die vordere Abdeckung entfernt und der Laderaum gelenzt. Dann wurde dieselbe Prozedur in den beiden mittleren und achteren Räumen vorgenommen, danach konnte das Wrack an den Kai gelegt werden. Insgesamt dauerten die Bergungsarbeiten 2 Monate. Wenn der Bewuchs entfernt ist, sollen beide Schiffe an Abwracker verkauft werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Drei Schiffbrüchige aus Wasser gerettet
(31.08.07) Am 21.8. sank die 27 Fuß lange "Day Dream" zwei Meilen südlich von Stratford Point, Connecticut, gegen 13.45 Uhr. Die dreiköpfige Crew wurde von einem Küstenwachboot nach 36 Minuten im Wasser mit leichter Unterkühlung gerettet. Die Schiffbrüchigen hatten die Küstenwache gegen 13 Uhr verständigt, dass ihr Boot leck sei. Es war in rauer See in Schwierigkeiten geraten, die Maschine war ausgefallen. Daraufhin wurde ein 41-Fuß-Boot aus Newhaven in Marsch gesetzt, dass die drei dank GPS rasch fand. Es brachte die Geretteten zum Bridgeport Ferry Terminal, von wo aus sie ins Bridgeport Hospital gebracht wurden. Ein zunächst angesetzter Hubschraubereinsatz konnte daraufhin gestoppt werden. Am teilweise aus dem Wasser ragenden Wrack wurde ein Fender und ein Stroboskop-Licht befestigt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schubverband saß in Terneuzen fest
(31.08.07) Der 42 Fuß lange Kutter "Golden Girls" sank in der Ugak Bay nahe Kodiak Island am Morgen des 21.8. Zwei Mann der vierköpfigen Crew wurde vom Kutter "Chinak" gerettet. Die beiden anderen erreichten den Strand in Eagle Harbor. Um 8:44 Uhr hatte die Coast Guard einen HH-60 Jayhawk Helikopter der Air Station Kodiak in Marsch gesetzt, nachdem ein EPIRB-Signal aufgefangen worden war. Er war 15 Minuten später vor Ort, kehrte aber um, als klar war, dass alle Fischer gerettet waren. Teile der "Golden Girl" ragten noch aus dem Wasser.
Quelle: Tim Schwabedissen

Der letzte Untergang der "Robertson II"
(31.08.07) Ein letzter Bergungsversuch für den gestrandeten Schoner "Robertson II" vor Saturna Island wurden vom 11. zum 12.8. durchgeführt. Zwar hatten die ursprünglichen Eigner das Wrack inzwischen offiziell aufgegeben, doch ein an den bisherigen Arbeiten Beteiligter übernahm anschließend das Schiff "as is". Es handelte sich um einen ehemaligen Fischer, der nun die Schleppfirma Blue Angel Towing in Saltspring betreibt. Er gab sich optimistisch, mit einer Gruppe Freiwilliger, darunter professionelle Berger und Taucher, die "Robbie" doch noch flott machen zu können. Die Regierungschefs von British Columbia und Nova Scotia wurden um finanzielle Unterstützung gebeten, der Rockmusiker Bill Henderson wurde angefragt, ein Benefizkonzert zu veranstalten. Die Hebekosten wurden mit 50000 Pfund veranschlagt. Im Falle einer Bergung sollte die "Robertson II" nach Shelburne, Nova Scotia, wo sie erbaut wurde, als Gabe der Westküste zurückkehren. Eine Untersuchung habe ergeben, dass der Rumpf im Ganzen stabil sei, auch wenn der Kiel ausgebrochen ist, doch die Verbindungen im Bug- und Heckbereich hielten noch, hieß es. Eine Planke an Steuerbord sei gebrochen, der letzte Bergungsversuch verursachte aber einen sechs Meter langen Riss. Bei den Bergungsarbeiten an der "Robertson II", 98 ts, wurde zunächst auch ein Fortschritt erzielt. Das 40 Meter lange Schiff wurde aufgerichtet, danach wurde versucht, ein Loch an Backbord mit einem großen Lecksegel abzudichten. Das Vorschiff lag weiterhin unter Wasser, der Kiel auf dem Riff. Da es nicht gelang, den Rumpf vom Riff zu bewegen, wurden die Bergungsarbeiten an der "Robertson II" dann endgültig abgebrochen. Dreiwöchige Schwerstarbeit endete am 20.8., als Schleppereigner Clark das Handtuch warf und sagte, er sei gescheitert. Es sei sehr intensiv versucht worden, die "Robertson II" vom Riff zu bekommen. Es sei dafür alles eingesetzt worden. Der Zustand des Schiffes habe sich während der Strandungszeit aber sehr verschlechtert. Eine Zeitlang sah es so aus, als würde die Bergung gelingen. Ein Teil des Kiels war unter einem Riffstück eingekeilt. Dieser Teil konnte befreit werden, doch am Achterschiff blieb das Schiff fest auf den Felsen sitzen. Dennoch gelang es, das Schiff aufzurichten und Wasser auszupumpen. Doch dann zeichnete sich ab, dass der Einsatz der Taucher, des Schleppers, eines Krans und Bargen nicht ausreichen würde. Nun wurde das Bergungsgerät abgezogen. Die 1940 in Shelburne erbaute, 39 Meter lange "Robertson II" war der letzte kommerzielle Grand Banks-Kutterschoner, bis er 1974 zu einem Abenteuersegelschiff an der Westküste wurde. Als er am 1.7. strandete, war er auf einer privaten Canada Day-Fahrt gewesen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Alle Personen von thailändischer Fähre gerettet
(31.08.07) Nach dem Untergang eines Schiffes vor der thailändischen Küste wurden am 21.8. zunächst mehrere Dutzend Menschen vermisst. Das für 250 Personen zugelassene Schiff kenterte mit 34 Passagieren und 4 Mann Crew bei starker Strömung und Winden auf dem Weg zu den bei Touristen beliebten Phi-Phi-Inseln. Das Unglück ereignete sich rund 40 Kilometer vom Festland entfernt in der Andamanensee. Vier der Geretteten mussten ins Krankenhaus.
Quelle: Tim Schwabedissen

Ein Toter bei Kenterung vor South Bristol
(31.08.07) Am 20.8. kenterte vor South Bristol, Massachussetts, die 21 Fuß lange "Parker" von William Merrill aus Windham. Sie hatte mit drei Fahrgästen Christmas Cove verlassen und wurde von hoher Schwell getroffen. Zwei Mann wurden unter dem Rumpf eingeschlossen, einer von ihnen musste eineinhalb Stunden nach seiner Rettung im Hospital von Boothbay Harbor für tot erklärt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Versenkte Schiffe schaffen neue Tauchziele vor Malaysia
(31.08.07) Vor 30 Jahren sprang ein Frachter vor Pulau Pinang in der Redang Inselgruppe leck und sank. Vieles vom Schiff wurde abgewrackt, doch der Kiel und eine Hecksektion verblieben auf dem Riff. Heute sind diese Wrackreste mit Korallen bewachsen und Heimat vieler Fische. Diese Erfahrung trug dazu bei, in den vergangenen Jahren viele Schiffe als künstliche Habitate und Tauchreviere vor Malaysia zu versenken. So wurden zwischen Pulau Paya und Pulau Kaca vor Kedah, auf halbem Weg zwischen Langkawi und Penang, drei konfiszierte Trawler auf den Meeresgrund geschickt, die nun beliebte Tauchziele darstellen. Vorherige Experimente mit alten Reifen waren weniger erfolgreich, sie wurden von Sediment bedeckt oder rissen sich los. Riffbälle aus Beton waren stabiler, aber auch teurer. Beim Schiffeversenken muss aber auch einiges bedacht werden. So müssen umweltgefährdende Stoffe entsorgt werden und sichergestellt sein, dass eine Mindestwassertiefe von sieben Metern über den Wracks eingehalten wird. Das heißt, dass der Meeresgrund am besten 40-50 Meter tief sein sollte. Vor der Ostküste gibt es aber auch historische Wracks zu betauchen - so liegen hier die britischen Schlachtkreuzer "Prince of Wales" und "Repulse".
Quelle: Tim Schwabedissen

Ruder der "Pasha Bulker" wird ausgestellt
(31.08.07) Das 19 Tonnen schwere Ruder der im Juni vor Nobby's Beach in Newcastle gestrandeten "Pasha Bulker" ist nun auch geborgen worden. Es war während der Bergung im Juli abgebrochen. Bei ruhiger See gelang es einem Berger im Auftrag der Schiffseigner Fukujin Kisen Co. Ltd, das 4x5 Meter große Ruder mithilfe einer Barge und einem Schlepper zu heben und nach Newcastle zu bringen. Hier hoben Mobilkräne das 10 Tonnen schwere Teil an Land. Dort drohte dem Ruder aber die Verschrottung, weil die japanischen Schiffseigner es an Abwracker verkaufen wollten. Statt dessen wurde vor Ort eine Übereinkunft erzielt, es zum Gedenken an die Strandung öffentlich in Newcastle auszustellen. Dazu boten örtliche Stahlbaufirmen ihre Unterstützung an.
Quelle: Tim Schwabedissen

Barkasse drohte in Lübeck zu sinken
(31.08.07) Am 18.8 schlug auf der Trave in Lübeck die acht Meter lange Barkasse "Oldenburg" leck. Das Schiff lag unterhalb des RAS Radisson vertäut. Der Feuerwehr gelang es, das bereits halb vollgelaufene Schiff zu lenzen und damit eine mögliche Gewässerverschmutzung zu verhindern.
Quelle: Tim Schwabedissen

Polizeimaßnahmen an "Hohe Weg" beendet
(31.08.07) Am 17.8 wurden die letzten polizeilichen Durchsuchungsmaßnahmen am Wrack der "Hohe Weg" beendet. Der nach wie vor vermisste Kapitän wurde nicht im Kutter gefunden. Nach sehr aufwändigen Suchmaßnahmen im Dock einer Bremerhavener Werft, bei der große Mengen Schlick unter schwierigen Bedingungen entfernt worden waren, bestand ohnehin nur noch eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit, den Kapitän in den Fischräumen zu finden. Diese sehr vage Möglichkeit wurde im Zuge der Abwrackarbeiten überprüft. Am 17.8. dann stand fest, dass sich die Leiche des Kapitäns nicht an Bord der "Hohe Weg" befand. Die polizeilichen Maßnahmen an dem Kutter sind somit beendet. Ein abschließendes Untersuchungsergebnis zur Unfallursache wird durch die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchungen in Zusammenarbeit mit der Direktion Wasserschutz- und Verkehrspolizei der Polizei Bremen erarbeitet und dürfte in den nächsten Wochen vorliegen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Stabilität der "Bourbon Dolphin" in Zweifel gezogen
(31.08.07) Zwei Kapitäne der "Bourbon Dolphin" haben in einer Anhörung zum Untergang die Stabilität des Schiffes in Zweifel gezogen. Sie sagten, dass sie so oft wie möglich Bunker und Wasser an Bord genommen hätten, um die Stabilität zu erhöhen. Das Schiff sei schwierig gewesen, wenn die Tanks nicht voll gewesen waren. Außerdem berichtete ein Kapitän, dass die "Bourbon Dolphin" sich bereits im April beim Arbeiten an einem Rig vor Mongstad mit drei anderen Ankerziehschleppern stark nach Backbord übergelegt habe. Sofort lief das Schiff nach Mongstad ein, um die Tanks zu füllen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schubverband saß in Terneuzen fest
(31.08.07) Am 16.8. lief der Trawler "RSH 9369", 80 tdw, vor Kap Krilyon in der Straße von Laperuz, Südsacchalin, auf Grund, nachdem eine Trosse in die Schraube geraten war. Das Schiff der Double Co. hat neun Mann Crew und 10 Tonnen Öl an Bord. Der Eigner sendete ein anderes Schiff seiner Reederei, die "PTR 50 Sookoiniy", 70 tdw, zur Strandungsstelle. Dabei kam es selbst frei. Erst dem Schlepper "Rubin" der Sakhalin State Salvage gelang es am 17.8., diie "RSH 9369" zu befreien. Sie hatte Wassereinbruch in Laderaum 2 und musste in den Hafen von Korsakov geschleppt werden. Zum Unglückszeitpunkt herrschte eine Wellenhöhe von 2 Metern. Am 18.8. kehrte die "Rubin" zur "PTR-50 Spokoiniy" zurück. Nach mehreren vergeblichen Bergungsversuchen war sie am 20.8. ebenfalls wieder frei und wurde nach Korsakov geschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Ladungsfeuer in Antwerpen
(31.08.07) Auf dem Frachter "Baltik River" brach am 20.8. im Hafen von Antwerpen ein Feuer aus. Das Schiff hatte Schrottautos geladen, in denen der Brand entstanden war. Die Feuerwehr brachte den Brand unter Kontrolle, der Schaden beschränkte sich auf die Ladung. Die Besatzung blieb während der Arbeiten an Bord. Wie die Polizei feststellte, hatte wohl ein Kurzschluss einen Lichtbogen ausgelöst. Weil zwischen die Autos Matratzen gestopft worden waren, konnte ein Feuer entstehen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Bulker sitzt auf Magalena River fest
(31.08.07) Am Nachmittag des 9.8. lief der von Fednav operierte Bulkcarrier "Federal Kivalina", 35750 tdw, auf dem Magdalena River in Kolumbien auf Grund, kurz nachdem er vom Sociedad Portuaria del Norte Terminal in Barranquilla abgelegt hatte. Das Schiff hatte 20000 Tonnen Koks für die kanadischen Großen Seen geladen. Offenbar kam es durch einen Ruderversager vom Kurs ab. Ein Schlepper aus Santa Marta sollte den Havaristen wieder flottmachen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Motorboot brannte vor Dänemark
(31.08.07) Ein schwedisches Motorboot geriet am 20.8. 4,7 Meilen vor Karrebæksminde, Dänemark, in Brand. In Flyvevåbnets stieg ein Rettungshubschrauber auf und brachte die beiden Insassen nach Karrebæksminde. Die "Bopa" der Marine schleppte das Schiff danach ebenfalls in den Hafen ein.
Quelle: Tim Schwabedissen

Erneut betrunkener Kapitän aus Osteuropa gestoppt
(31.08.07) Die Wasserschutzpolizei stoppte am 19.8. einen 114 Meter langen Schubverband auf der Elbe bei Wittenberge (Prignitz). Der Kapitän war über Funk aufgefordert worden, wegen eines Bootscorsos zum 175. Hafengeburtstag Wittenberge die Fahrt zu verlangsamen. Dann wurden das Schiff und sein polnischer Kapitän kontrolliert. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,99 Promille. Ein Lotse brachte den Schubverband in den Hafen, die Weiterfahrt nach Hamburg wurde vorläufig untersagt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kapitän nach Brückenkollision verhaftet
(31.08.07) Im Zusammenhang mit dem Einsturz einer Brücke in der südchinesischen Provinz Guangdong wurde jetzt der Kapitän des Frachters "Nanguiji 035" jetzt in Haft genommen. Bei dem Unglück kamen am 15.6. acht Menschen ums Leben, einer ist noch vermisst. Vier Autos waren in den Xijang Fluss gestürzt. Der Frachter hatte die Brücke in dichtem Nebel gerammt. Der Kapitän wurde nun verantwortlich gemacht, trotz des dichtem Nebels die Reise fortgesetzt zu haben, selbst nachdem aus dem Hauptfahrwasser abgekommen und mit einer Fahrwassertonne kollidiert war. Die Brücke war 1988 erbaut worden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schmugglerfrachter gestrandet
(31.08.07) In der Nacht zum 17.8. riss sich der Frachter "Master Endeavour" von seinem Anker los und wurde im Hurrikan Dean in der Bucht von Fort de France, Martinique, auf Grund getrieben. Das Schiff (IMO Nr. 7707102) war dort wegen Drogenschmuggels arrestiert worden. Es hatte keine Crew an Bord.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schubverband saß in Terneuzen fest
(31.08.07) Am 20.8. um 10.15 Uhr lief das Schubschiff "Barzabel" (IMO 8060011) aus Luxemburg auf dem Weg von Put van Terneuzen nach Zelzate mit drei angekoppelten, mit 8500 Tonnen Kohle beladenen Bargen auf den östlichen Hafendamm des Westhafens von Terneuzen auf der Schelde. Die Schlepper "Ghent", "Zeeland", "Multratug 6" und "Multratug 16" von Multraship Salvage B.V. und der URS Salvage & Maritime Contracting N.V. waren rasch vor Ort und bargen die beladenen Bargen sowie den Schuber. Der Verband hatte rechtwinklig zur Fahrrinne festgesessen. Nach der Bergung wurden die Einheiten im Westhafen von Terneuzen festgemacht und durch Taucher untersucht. Danach wurde dem Schubverband die Weiterreise nach Zelzate erlaubt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kreuzfahrer in Alaska auf Grund gelaufen
(31.08.07) Das 143 Fuß lange Passagierschiff "Spirit of Columbia" der Cruise West lief an der Ostseite von Evans Island in der Latouche Passage nahe Whittier am 19.8. um 9.53 Uhr auf Grund. An Bord waren 51 Passagiere und 21 Mann Crew. Der Küstenwachkutter "Sycamore" aus Cordova und 2 HH-60 Helikopter sowie eine C-130 aus Kodiak wurden zur Assistenz gerufen. Auf der "Spirit of Columbia" wurde kein Schaden festgestellt und daraufhin die Luftretter entlassen. Die "Sycamore" eskortierte die "Spirit of Columbia" zurück nach Whittier. Im Seegebiet herrschten bis zu 4 Fuß hohe Seen und eine Sicht von 4-6 Meilen. Die Küstenwache Anchorage untersuchte den Vorfall nach dem Einlaufen in Whittier.
Quelle: Tim Schwabedissen

Küstenwache rettete drei Mann aus Mast
(31.08.07) Der 38 Fuß lange Kutter "Kristine" lief bei einer Überführungsfahrt von Beaufort, South Carolina, nach Tampa, Florida, am 19.8. um 23.50 Uhr drei Meilen östlich von St. Catharine's Sound, Galveston, auf Grund. Die dreiköpfige Crew bat über VHF um Hilfe. Dann rollte das Schiff auf die Seite, das Deck geriet unter Wasser und die Kommunikation brach ab. Ein Rettungsboot der Station Tybee Island lief aus, und ein Flugzeug startete von der Air Station Savannah. Sie war 30 Minuten nach dem Mayday vor Ort. Nur noch die Segel des Kutters ragten aus dem Wasser, und die Besatzung hielt sich am Mast fest. Ein Rettungsschwimmer wurde abgesetzt und half den Schiffbrüchigen, aus der Takelage zu kommen, damit der Hubschrauber sie sicher aufwinschen konnte. Sie wurden nach Savannah geflogen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Rettungsaktion für lecken Kutter
(31.08.07) Der 42 Fuß lange Kutter "Madame Glenda" aus St. Petersburg, Florida, schlug 30 Meilen nordwestlich von Key West in bis zu 10 Fuß hohen Seen am 20.8. leck und erlitt Maschinenausfall. An Bord waren vier Mann, die um 1.55 Uhr das EPIRB aktivierte. Die Küstenwache Key West assistierte dem Schiff. Ein HU-25 Falcon Jet und ein HH-65 Dolphin Helikopter stiegen von der Air Station Miami auf. Außerdem wurden der 210 Fuß lange Küstenwachkutter "Dependable" aus Cape May und ein 47-Fuß-Boot der Station Key West alarmiert. Der Falcon Jet lokalisierte den Havaristen nach Abfeuern einer Notrakete um 4 Uhr und setzte eine Lenzpumpe ab. Zwei Stunden später traf auch der Helikopter ein und setzte eine weitere Pumpe ab, die allerdings nicht funktionierte. Darum nahm er sie wieder auf und steuerte zum Austausch das Rettungsboot an. Dieses war um 8.30 Uhr vor Ort und begann mit Sicherungsarbeiten auf dem Kutter. Eine Stunde später war auch die "Dependable" vor Ort und übergab eine Schlepptrosse. Daran wurde der Havarist Richtung Key West abgeschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Feuer auf Frachter in Bremerhaven
(31.08.07) In einem Schweröltank des an der Bremerhavener MSB-Werft liegenden Frachters "Nirint Atlas" brach am 20.8. ein Feuer aus. Drei Werftarbeiter mussten mit Rauchvergiftungen ins Krankenhaus. Die Werksfeuerwehr löschte das Feuer noch vor Eintreffen der alarmierten Berufsfeuerwehr, die nur noch den Tank entlüften musste. Die Ursache des Brandes war noch unklar.
Quelle: Tim Schwabedissen

Brennendes Speedboot vor Neustadt auf Grund gesetzt
(31.08.07) Vor Neustadt/Holstein geriet am Abend des 17.8. ein ungefähr 14 Meter langes Speedboot in Brand. Wegen des Schwelbrandes in der Steuerbord-Maschine setzte der Skipper die Motoryacht zwischen Haffkrug und Sierksdorf auf Grund. Wenig später war das Travemünder Seenotrettungsboot "Hans Ingwersen" vor Ort, das zu diesem Zeitpunkt gerade auf Kontrollfahrt gewesen war. ES schleppte das Boot in Abstimmung mit der örtlichen Feuerwehr an die Haffkruger Seebrücke, wo das Feuer gemeinsam bekämpft wurde. Die inzwischen ebenfalls herbeigerufene Besatzung des Seenotrettungsbootes "Crempe" Station Neustadt, übernahm die medizinische Versorgung des Skippers, der eine leichte Rauchvergiftung erlitten hatte.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schlepper brannte in der Ostsee
(31.08.07) Nachdem der Seenotkreuzer "Arkona" der Station Warnemünde am 18.8. einen Angelkutter mit 19 Personen an Bord einschleppte, der Maschinenschaden erlitten hatte wurde er am 19.8. um 21.30 Uhr zu dem niederländischen Schlepper "Watergeus", 134 BRZ, des Wagenborg Sleepdienst (IMO 9110860) gerufen, auf dem es auf dem Weg nach St. Petersburg mit der Barge "Stemat 77" im Schlepp etwa 25 Seemeilen nordöstlich der Küste zu einem Maschinenraumbrand gekommen war. Die Besatzung des 1995 erbauten Schleppers konnte einen Verschlusszustand herstellen und durch die Flutung mit CO2 das Feuer löschen. Der Seenotkreuzer ging zur Sicherung auf Standby, bis der Schlepper "Taucher Otto Wulf 5" eingetroffen war, um den Havaristen nach Kiel einzuschleppen. Die "Arkona" war am 20.8. um 3.15 Uhr wieder einsatzklar am Liegeplatz in Warnemünde. Beim Eintreffen in Kiel liefen das dortige Löschboot "Kiel" sowie das Mehrzweckschiff "Scharhörn" dem Schleppzug entgegen. Die Feuerwehr ging mit Atemschutz in den Maschinenraum und sicherte ihn. Der Schlepper "Falckenstein" der Kieler SFK brachte die "Stemat 77" an die Nordmole des Scheerhafens. Hier wurde auch die "Watergeus" um 14 Uhr festgemacht, sie muss zur Reparatur ihrer Schäden in eine Werft gehen. Die "Stemat 77" soll mit einem aus Holland gerufenen Schlepper die Reise ins Baltikum fortsetzen. Die "Watergeus" verließ Kiel am 22.8. um 15 Uhr und traf am Folgetag in Delfzijl ein. Sie soll bei Kon. Niestern Sander repariert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutter in Cuxhaven gestrandet
(31.08.07) Am 18. August 2007 lief der Kutter "Paula Helling", der mit Gästen an Bord den Fährhafen Cuxhavens ansteuerte, auf Grund. Da er sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien konnte, wurde Hilfe durch die DGzRS angefordert. Das Tochterboot "Biene" des Seenotrettungskreuzers "Hermann Helms" wurde zu Wasser gelassen. Die Besatzung übergab eine Schlepptrosse auf den Kutter, doch die Kraft der "Biene" reichte nicht aus, ihn ins tiefere Wasser zu ziehen. Auch der Rettungskreuzer schaffte es bei ablaufendem Wasser nicht mehr. Um Schäden am Kutter zu vermeiden, werden zunächst keine weiteren Bergungsversuche unternommen. Die Passagiere wurden mit der "Biene" auf die "Hermann Helms" übergesetzt. Die Küstenwache sperrte während der Evakuierung des Kutters das Hafenbecken ab.
Quelle: Tim Schwabedissen

Plattbodensegler vor Cuxhaven geborgen
(31.08.07) Mit voller Fahrt rammte am 19.8. die niederländische Plattbodenjacht "Nettie" westlich von Cuxhaven eine Fahrwassertonne und schlug leck. Durch das Loch im Bug drohte der Segler zu sinken. Der Skipper setzte das Schiff in einem Priel vor Neuwerk bei ablaufendem Wasser auf Grund, so dass die Gefahr eines Untergangs nicht mehr bestand. In der Zwischenzeit hatten die Segler, eine Familie mit sechs Personen, Hilfe durch den Seenotkreuzer "Hermann Helms", das Mehrzweckschiff "Neuwerk" und die "Vogelsand" vom Wasser- und Schifffahrtsamt sowie dem Polizeiboot "Bürgermeister Brauer" bekommen. Der Seenotrettungskreuzer brachte Lenzpumpen auf den Havaristen. Damit wurde das eingedrungene Wasser aus dem Schiff gepumpt. Gleichzeitig bemühten sich die Helfer zusammen mit der Crew darum, das Loch mit einem Lecksegel abzudichten. Das gelang auch soweit, dass das Plattbodenschiff am 20.8. aus eigener Kraft nach Cuxhaven fahren konnte. Unter Begleitung des Rettungskreuzers wurde die Klappbrücke passiert und der Schleusenpriel angelaufen. Dort warteten Mitarbeiter der Boots- und Schiffswert bereits auf die "Nettie". Mit Hilfe eines Autokrans sollte das schwere Schiff für die Reparatur an Land gehoben werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter brennt seit drei Tagen
(31.08.07) Der Frachter "BBC Islander" der BBC Chartering and Logistics erlitt in Dampier Port in Australien einen Brand in der Chemieladung. Das Feuer war auch noch dreitägigen Löscharbeiten am 20.8. noch nicht niedergekämpft.
Quelle: Tim Schwabedissen

Trainingsschiff lief vor Anglesey auf Grund
(31.08.07) Am 20.8. um 10.50 Uhr erhielt die Holyhead Coastguard einen Notruf des 1989 erbauten Forschungsschiffes "Smit Cymyran", 105 BRZ, dass es auf den East Platters Rocks östlich der Skerries gestrandet sei. Es saß sieben Meilen östlich des Skerries-Leuchtturms fest, einem Seegebiet, das für zahlreiche Wracks berüchtigt ist. An Bord waren 6 Mann Crew. Ein Rettungshubschrauber der RAF Valley stieg auf, das Holyhead Lifeboat lief aus. Die Crew des 26 Meter langen Schiffes wurde dann von einem SAR-Hubschrauber, der auf einem Trainingsflug bei den Skerries war, aufgewinscht und zur Holyhead Coastguard Station geflogen. Das Schiff, das 6 Tonnen Gasöl in den Tanks hatte, lag zu dieser Zeit mit 30 Grad Schlagseite fest. Am frühen Nachmittag gelang es, den Havaristen trotz Wassereinbruchs mit der Flut flottzumachen, mit Schlepper und Rettungsboot zum Borthwen Strand, Porth Trywyn, nahe Holyhead zu bringen und auf Grund zu setzen. Angesichts des im Wasser liegenden Oberdecks und einem herannahenden Sturmtief erschien dies sicherer, als zu versuchen, die Holyhead Marina zu erreichen. Eine Abteilung war aufgerissen, und mobile Lenzpumpen, die von der RAF Valley abgesetzt wurden, sollten den Wassereinbruch stoppen. Die "Smit Cymyran" ist unter Kontrakt des Verteidigungsministeriums, um RAF Valley-Hubschraubern bei SAR-Einsätzen zu assistieren.
Quelle: Tim Schwabedissen

Bergungsarbeiten an "Maersk Neuchatel" gehen voran
(31.08.07) Die Bergungsarbeiten an dem am 20.7. vor Tema in Ghana gestrandeten Frachter "Maersk Neuchatel", 25674 BRZ, gehen voran. Das 207 Meter lange, rund 33700 Tonnen verdrängende Schiff wird dazu um insgesamt 10 % seiner Ladung geleichtert. Das Schiff hatte am Abend des 20.7. versucht, nach Tema einzulaufen und geriet östlich des Wellenrechers mit sechs Knoten Geschwindigkeit bei einer Steuerborddrehung auf Grund. Während der folgenden Stunden trieb sie noch 100 Meter hoher. Die "Maersk Beater", ein Schlepper von 230 Tonnen Zugkraft, bot Hilfe an, die am Nachmittag des 21.7. angenommen wurde. Am 22.7. machte er um 6 Uhr eine Trosse fest und startete um acht Uhr mit Bergungsarbeiten. Es gelang, das Heck zur See zur ziehen. Der Frachter saß mit einem Tiefgang von 10 Metern auf sieben Metern Wassertiefe fest. Einige Tage später wurde der Schlepper "Leonard Tide" engagiert, um Container zu löschen. Wegen der Schwell, geringer Wassertiefe und Problemen beim Löschen der Container m Hafen wurde dies nach Bergung von 10 Containern abgebrochen. Auch Schleppversuche der "Leonard Tide" brachten keinen weiteren Erfolg. Ende Juli wurde Svitzer unter einen LOF-Vertrag genommen. Danach wurde die "Maersk Beater" erneut engagiert, konnte aber lediglich eine Drehung erreichen. Der Frachter hatte ein Leck im Steuerbordballasttank 4. Er saß mittschiffs auf einem Felsen fest und bog sich inzwischen durch. Am 15.8. verließ die "Maersk Beater" die Strandungsstelle. Ende August wird ein ausreichend hoher Wasserstand für einen Bergungsversuch erwartet. Das Bunkeröl wurde in höhere Tankbereiche umgepumpt. Die zum A.P. Møller-Konzern gehörende Volkswerft GmbH, Stralsund, hatte den 2474-TEU-Containerfrachter als "Natalie Schulte" für die Reederei Thomas Schulte GmbH & Co. KG, Hamburg, erbaut. Er war ursprünglich im September 2003 von der Hamburger Reederei Claus-Peter Offen bestellt worden. Der Baukontrakt war aber im Juli 2004 an die Reederei T. Schulte weitergegeben worden.
Quelle: Tim Schwabedissen

10 Personen von sinkendem Kutter gerettet
(31.08.07) Am 19.8. schlug der Kutter "Pura Vida" mit 10 Personen an Bord 27 Meilen östlich von Cape Henry, Virginia, am Abend leck. Ein HH-60 Jayhawk Hubschrauber der Air Station Elizabeth City, North Carolina, winschte alle Schiffbrüchigen gegen 19.30 Uhr auf. Eine C 130 Herkules sicherte den Luftraum während der Rettung ab.
Quelle: Tim Schwabedissen

Havarist bei Bergungsaktion verschwunden
(31.08.07) Am 19.8. rettete die US Coast Guard fünf Menschen 23 Meilen südwestlich von Cape Romano, Florida, nachdem ihr Boot am 19.8. gesunken war. Das Unglück bahnte sich am 18.8. an, als gegen 16 Uhr eine Bergungsfirma zwei Schiffen, denen der Treibstoff ausgegangen war, assistierte. Nachdem eines der Schiffe eingeschleppt war, kehrte der Schlepper zur Position des anderen zurück, fand des jedoch nicht mehr vor. Daraufhin wurde die Küstenwache alarmiert, die HU-25 Falcon Jet der Air Station Miami sowie den Küstenwachkutter "Dependable" auf die Suche schickte. Die Crew des Jets entdeckte dann ein 25 Fuß-Boot in der See und warf Essen, Trinken und ein VHF-Radio ab. Es stellte sich daraufhin heraus, dass der Schiffbrüchige sein Boot hatte aufgeben müssen, nachdem es leckgeschlagen und gegen Mitternacht gesunken war. Der Falcon Jet war eine Rettungsinsel ab und informierte die Rettungszentrale in St. Petersburg. Die "Dependable" startete ihren Helikopter zur Suche nach den Schiffbrüchigen. Um 9 Uhr wurden vier Personen in der See entdeckt. Sie wurden von einem Boot der "Dependable" aus der See geborgen. Danach übernahm ein 33-Fuß-Rettungsboot der Station Fort Myers die Geretteten und brachte sie zur Caxambas Park Boat Ramp nahe Marco Island, von wo sie ausgelaufen waren.
Quelle: Tim Schwabedissen

Viele Tote bei Schiffsuntergang vor Sierra Leone befürchtet
(31.08.07) Taucher bargen 11 Tote aus einem vor dem nördlichen Sierra Leone gekenterten Boot. Es war von schweren Windböen getroffen worden, als es vor Lungi, 20 Kilometer nördlich von Freetown, unterwegs war. 26 Personen wurden gerettet, sechs davon kamen in kritischem Zustand ins Krankenhaus. Die Hoffnung, Überlebende zu finden, schwand rasch. Insgesamt waren 60-70 Personen auf dem Schiff.
Quelle: Tim Schwabedissen

Ein Toter bei Bootskenterung in South Brevard
(31.08.07) Am Morgen des 19.8. kenterte ein Pontonboot im Sebastian Inlet in der Gemeinde South Brevard. Andere Boote retteten alle sechs Insassen des kieloben treibenden Bootes, doch einer starb wenig später. Die Überlebenden gaben an, sie seien zum Fischen ausgelaufen, als sich das Wetter verschlechterte. Als sie versuchten, zum Ufer zurückzukommen, warfen raue Seen ihr Boot um.
Quelle: Tim Schwabedissen

Küstenwache rettete vier Personen aus Wasser
(31.08.07) Am 18.8. gegen 18 Uhr barg die US Coast Guard vier Personen, deren 25-Fuß-Boot gekentert und im Sinken begriffen war, acht Meilen vor Hallandale Beach, Florida. Es war den Schiffbrüchigen noch gelungen, ein Mayday über VHF abzusetzen. Die Küstenwache entsandte ein Boot der Station Fort Lauderdale und einen HH-65C Dolphin Helikopter der Air Station Miami. Die Hubschraubercrew entdeckte die Schiffbrüchigen und dirigierte das 33-Fuß-Rettungsboot zu der Position. Sie klammerten sich im Wasser aneinander und wurden eine halbe Stunde nach dem Unglück gerettet.
Quelle: Tim Schwabedissen

Einhandsegler in letzter Minute gerettet
(31.08.07) Am Abend des 19.8. um 18.15 Uhr wurde das MRCC Humber über den Mayday-Ruf einer Yacht informiert. Rettungsteams aus Staithes und Skinningrove, ein Helikopter sowie die Rettungsboote von Staithes und Redcar wurden alarmiert. Das RNLI-Boot von Staithes entdeckte die Yacht "Joan of Arc", die gegen Felsen bei Boulby, nördlich von Staithes, geschleudert wurde. An Bord war eine Person. Der bewusstlose Skipper wurde vom Helikopter aufgewinscht und ins James Cook Hospital in Middlesborough gebracht. Bei 5 Bf wurde die Yacht nur fünf Minuten nach dem Aufwinschen des Seglers in der Brandung total zerstört. Der Skipper erlitt einen Handbruch beim Schiffbruch.
Quelle: Tim Schwabedissen

Ein Toter bei Kutteruntergang vor England
(31.08.07) Ein Mann wurde nach dem Untergang eines Kutters in der See vor Campbeltown vermisst. Er war mit zwei Familienangehörigen auf Fangfahrt, als das Boot nahe Davaar Island am 19.8. sank. Die beiden Mitfahrer wurden von der Küstenwache gerettet und sagten aus, der Skipper sei mit dem Boot untergegangen. Die Küstenwache war von der Frau eines Fischers mit Mobiltelephon alarmiert worden, daraufhin waren ein Helikopter, Rettungsboote und nahestehende Schiffe zur Suche eingesetzt worden. Die beiden Geretteten wurden leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Feuer auf TT-Line-Fähre
(31.08.07) Auf der Travemünde-Trelleborg-Fähre "Peter Pan", 34468 BRZ, brach auf der Überfahrt nach Schweden am Vormittag des 18.8. ein Feuer aus. Es gelang der Crew, den Brand einzudämmen. Menschen kamen nicht zu Schaden. Nach dem Eintreffen der 190 Meter langen, 2001 erbauten Fähre in Trelleborg gingen Kriminaltechniker an Bord.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kanadische Fähre lief auf Grund
(31.08.07) Die Fähre "Nordik Express", die Orte entlang der Nordküste Quebecs verbindet, lief am 17.8. beim Einlaufen in Harrington auf Grund. Die 25 Mann Crew und 156 Passagiere, überwiegend Touristen, blieben unverletzt. Zu einer Inspektion des Schiffes mussten sie die "Nordik Express" verlassen. Die Ursache der Grundberührung ist unbekannt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Zwei Verletzte bei Yachtexplosion
(31.08.07) Zwei Personen wurden verletzt, als ein Gaszylinder auf ihrer sechs Meter langen Yacht am Morgen des 19.8. an den Dolphin Quays in Emsworth, Hampshire, explodierte. Sie wurden an der Seite des Bootes hängend mit Verbrennungen geborgen und ins Krankenhaus gebracht. Die Yacht wurde durch Explosion und nachfolgenden Brand schwer beschädigt. Nach Polizeiermittlungen handelte es sich um einen Unfall.
Quelle: Tim Schwabedissen

Altes Wrack in Südfrankreich entdeckt
(31.08.07) Archäologen haben in der Rhône in Südfrankreich ein rund zweitausend Jahre altes Schiffswrack entdeckt. Das römisch-keltische Schiff liegt im Flussbett bei Arles und ist anscheinend sehr gut erhalten, soweit das bei der schlechten Sicht unter Wasser festzustellen sei. Es konnte noch nicht ermittelt werden, wo das Schiff an der Rhône gebaut worden ist, aber fest steht, dass die Stadt Arles im Altertum Schiffswerften hatte. Holzproben wurden dem Wrack entnommen, um mit der Radiocarbonmethode das Alter des knapp dreißig Meter langen Schiffes feststellen zu können.
Quelle: Tim Schwabedissen

Suche nach vermisstem Kutter eingestellt
(31.08.07) Fast eine Woche nach dem letzten Kontakt hat die britische Küstenwache die Suche nach dem vermissten Skipper des 30 Fuß langen Kutters "Ellie May" aufgegeben. Örtliche Fische wollen weiter nach dem Schiff Ausschau halten. Der Fischer war am Nachmittag des 11.8. aus dem Moray Firth ausgelaufen mit Kurs Cromarty. Hier kam der Mann aus St. Combs nahe Fraserburgh aber nie an. Sein Partner hatte am Morgen des 16.8. die Küstenwache in Aberdeen alarmiert, als das Schiff überfällig war. Ein RAF Helikopter und ein Nimrod-Suchflugzeug fanden keine Spur. Fischer aus Burghead patrouillierten am 17.8. im Seegebiet, ohne etwas zu finden. Am 24.8. wurde eine Position, von der ein Fischer einige Tage zuvor gemeldet hatte, dass sein Netz sich dort in einem Hindernis verfangen habe, untersucht. Tatsächlich fanden Polizeitaucher Wrack und Leiche des Skippers aus S.t Combs an der angegebenen Stelle.
Quelle: Tim Schwabedissen

Sportboot vor Miami gerettet
(31.08.07) Am 16.8. rettete die Crew des Küstenwachkutters "Tampa" zwei Personen vom 15 Meilen westlich von Bimini sinkenden 28-Fuß-Boot "Big Mess". Sie hatten um 18 Uhr Mayday gefunkt, auf das die "Tampa" und ein HU Falcon Jet aus Miami reagierten. Die "Tampa" setzte ein Boot aus und half, den 12-Inch langen Riss im Boot zu dichten. Es gelang, mit einer Lenzpumpe den Wassereinbruch zu stoppen. Ein 41-Fuß-Rettungsboot aus Miami Beach kam ebenfalls zu Hilfe und schleppte das Boot, das unterwegs nach Bahamas gewesen war, dann ein.
Quelle: Tim Schwabedissen

U-Boot soll zum 2. Mal versenkt werden
(31.08.07) Das deutsche U-Boot "UB 33", 324 t, das im 1. Weltkrieg 13 Schiff im Englischen Kanal und in der Nordsee versenkte und selbst acht Meilen vor Dover am 11.4.1918 nach Minentreffer auf der Varne Bank sank, kommt nicht zur Ruhe. Das Schiff liegt mit seiner 28-köpfigen Crew in so flachem Wasser, dass befürchtet wird, es könnte durch darüber laufende Schiff an die Oberfläche gerissen werden und die Schifffahrt gefährden. Das Wrack liegt in 77 Fuß Tiefe, die Mindesttiefe in dem Seegebiet, in dem Fähren verkehren, sollte 87 Fuß betragen. Nun liegt ein Warnschiff an der Untergangsstelle. Der Plan, das Schiff zu sprengen, wurde aufgegeben, weil es sich um ein Kriegsgrab handelt. Die Option einer großen Warntonne wurde verworfen, weil der Verkehr in dem Gebiet allzu dicht ist. Eine Alternative wäre eine Verbringung in tieferes Wasser. Taucher haben das Wrack bereits untersucht. Das Boot unternahm in den drei Jahren seiner Dienstzeit 17 Fahrten, neben den 17 Versenkungen gab es zwei Beschädigungen und drei Prisen. Es stand unter dem Kommando von Fritz Gregor. Die letzte Fahrt begann in Zeebrugge am 10.4., einen Tag später wurde es durch eine Mine zerstört. Von 182 im 1. Weltkrieg versenkten U-Booten liegen 133 vor Englands Küste.
Quelle: Tim Schwabedissen

Hochzeitsgesellschaft landete im Wasser
(31.08.07) In Ägypten ist ein Restaurantschiff mit den Gästen einer Hochzeitsfeier gesunken. An Bord waren mehrere hundert Menschen, die sangen und tanzten, als sich die "Princess Hidy" am späten Abend des 17.8. zur Seite neigte und sank. Alle konnten nach Behördenangaben gerettet werden. Nur neun Menschen wurden verletzt. Das Schiff lag in der Nähe der Ortschaft Beni Sweif, 200 Kilometer südlich von Kairo, am Ufer vor Anker. Augenzeugen berichteten von einer chaotischen Situation. Zahlreiche Teilnehmer der Feier seien in der Dunkelheit ins Wasser gesprungen. Viele von ihnen konnten sich aus eigener Kraft ans Ufer retten.
Quelle: Tim Schwabedissen

Mehrere verunglückte Segler im Grabower Bodden geborgen
(31.08.07) Am Abend des 16.8. wurde um 20.35 Uhr das Seenotrettungsboot "Zander" der Station Zingst alarmiert. Eine mit 2 Personen besetzte Yacht hatte bei Windstärke acht bis neun im Grabower Bodden schweren Schaden am Vorsegel erlitten. Da der Motor nicht ansprang, war die Yacht manövrierunfähig. Ein Fahrgastschiff hatte das seltsame Verhalten bemerkt und die Seenotretter informiert. Der Besatzung des Seenotrettungsbootes gelang es, eine Leinenverbindung mit dem Havaristen herzustellen, der dann seine Segel bergen konnte. Die Yacht wurde nach Barth eingeschleppt. Erst am Nachmittag hatte die "Zander" zwei Segler eines gekenterten Faltbootes gerettet. Mehrere Kinder, die zur selben Zeit bei stürmischem Wind in ihren Jollen gekentert waren, wurden durch Mitglieder einer Segelschule gerettet, sodass ein Einsatz der "Zander" hier nicht mehr vonnöten war.
Quelle: Tim Schwabedissen

Betrunkene versenkten Boot
(31.08.07) Bei einem Bootsunfall auf dem Wolfgangsee in Salzburg wurden am Abend des 16.8. drei Personen leicht verletzt. Das Boot rammte in der hereinbrechenden Dunkelheit ein an einer Boje befestigtes Elektroboot. Dass Motorboot versank an Ort und Stelle. Der Bootsbesitzer aus Strobl hatte mit dem Schiff in Ufernähe Runden gedreht. Mit an Bord waren noch zwei Niederländer. In der Dunkelheit scheint der Mann das Elektroboot übersehen haben und rammte es mit voller Wucht. Die drei Passagiere wurden ins Wasser geschleudert, alle drei konnten sich aber mit leichten Verletzungen ans Ufer retten. Sie waren betrunken. Die Feuerwehr St. Wolfgang sowie die Wasserrettung aus St. Gilgen bargen das Wrack und brachten das ebenfalls beschädigte Elektroboot ans Ufer.
Quelle: Tim Schwabedissen

Brandneues Fahrgastschiff auf Grund gesetzt
(31.08.07) Am 18.8. wurde die 42 Meter lange "Stadt Innsbruck" der Achensee-Schifffahrt nach Ausfall der Steuerungseinheit bei der Station Achenseehof auf Grund gesetzt. Die 150 Passagiere kamen mit dem Schrecken davon. Gegen 14 Uhr versuchte das Fahrgastschiff drei Mal vergeblich, in Achenkirch anzulegen, konnte aber weder aufstoppen noch manövrieren. Daraufhin wurde es nach Warnung an die Badegäste auf den Strand gesetzt und kam zwei Meter vom Ufer entfernt zu liegen. Die Fahrgäste mussten das Schiff über eine Leiter verlassen. Sieben gebrechliche Passagiere, darunter ein Rollstuhlfahrer, wurden unter Mithilfe der örtlichen Feuerwehr mit einem Motorboot an Land gebracht. Der Bergeeinsatz dauerte eine halbe Stunde. Das Schiff musste anschließend freigeschleppt werden und wurde nach dem Unfall im Heimathafen untersucht. Vermutlich löste ein Fehler in der Steueranlage den Unfall aus. Am 20.8. wurden Experten der deutschen Bauwerft vor Ort erwartet, die die Arbeit der Sachverständigen aus Oberösterreich unterstützen sollten. Am 22.8. war das Schiff repariert. Grund für den Defekt war ein kaputtes Elektronikteil in der Ruderanlage. Um 12 Uhr sollte es wieder auf Achenseefahrt gehen. Das 4,2 Millionen Euro teure 220-Tonnen-Schiff war erst am 10. August anlässlich des 120-jährigen Bestandsjubiläums der Achenseeschifffahrt getauft worden. Es bietet auf drei Decks insgesamt 450 Fahrgästen Platz.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kollision eines Schubverbandes
(31.08.07) Wegen eines Fahrfehlers des Kapitäns kam es am Abend des 17.8. zu einer Kollision bei der Schleuse Iffezheim. Ein in Richtung Straßburg fahrender Güterschubverband wollte kurz nach 21.30 Uhr in die rechte Kammer der Schleuse Iffezheim einlaufen. Dabei kollidierte der mit 264 Containern beladene Schubverband mit der Trennwand der beiden Schleusenkammern. Durch die Kollision entstand an dem aus drei Schubleichtern bestehenden Schiffsverband ein Schaden von zirka 50.000 Euro, an der Schleuse ein Schaden von zirka 1.000 Euro. Nach der Aufnahme des Unfalls und einer Überprüfung des Schubverbands, an dem keine Leckage festgestellt wurde, durch die Wasserschutzpolizei konnte der Kapitän seine Talfahrt fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Altes Wrack identifiziert
(31.08.07) Vor Nordwales haben Taucher das Wrack eines im 1. Weltkrieg erbauten Minensuchers identifiziert. Das Schiff war in Kanada als erbaut worden. Im Januar 1929 sank das 38 Meter lange Schiff mit der Crew von 14. Das Wrack galt bei Tauchern lange als das der "Kincorth", die in den 1940ern sank. Doch nachdem ein anderes Wrack als diese identifiziert wurde, versuchten Taucher aus Liverpool die Identität des anderen Schiffes zu kören. Eine Bronzeglocke, die in den 1980ern von dem in 35 Metern Tiefe liegenden Wrack vor Anglesey geboren wurde, brachte sie auf die Spur. Sie wurde identifiziert als No. 4 einer Serie kanadischer Minensucher, erbaut 1917. "TR 4" wurde nach dem 1. Weltkrieg nach Fleetwood verkauft, dann 1928 an das brasilianische Marineministerium. Bei der Überführungsfahrt ging sie am 15.1.1929 verloren.
Quelle: Tim Schwabedissen

Angelkutter gesunken
(31.08.07) Vier Mann konnten sich retten, als a m17.8. ihr Boot auf dem Rappahannock River vor Windmill Point in Brand geriet. Sie versuchten den Brand auf dem 40 Fuß langen Kutter zu bekämpfen, mussten dann aber mit Schwimmwesten in den Fluss springen, wo sie ein anderes Schiff aufnahm und einem Küstenwachboot übergab. Der Kutter sank.
Quelle: Tim Schwabedissen

Fähre krachte in Kai
(31.08.07) Die norwegische Fähre "Gudvangen" rammte in den Mittagsstunden des 17.8. den Kai in Gudvangen. 13 Personen wurden verletzt. An Bord waren 334 Passagiere. Die Verletzten wurden in Krankenhäuser Lærdal und Voss gebracht. Ein Fehler in der Maschine verursachte die Havarie der Fähre, die Flåm und Gudvangen verbindet.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutter vor Norwegen in Seenot
(31.08.07) Am Morgen des 18.8. geriet ein 46 Fuß langer Kutter mit drei Deutschen an Bord vor Norwegen in Seenot. Um 06.30 Uhr funkte er Mayday. Das Schiff trieb mit ausgefallener Maschine in rauer See. Im Vormittag wurde der Havarist nach eingeschleppt. An der Rettung waren die "Bourbon Topas" und ein Sea King-Helikopter aus Ørlandet beteiligt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Brigg vor Schweden gestrandet
(31.08.07) Am 18.8. lief die schwedische Schonerbrigg "Gerda" auf einer Charterfahrt mit 44 Passagieren gegen 11 Uhr vor Öregrundsgrepen nahe des Bellona-Leuchtfeuers auf Grund. Die Passagiere wurden vom Rettungsboot "Olof Wallenius" aus Öregrund und einem anderen Schiff evakuiert. Eine Bö hatte den Zweimaster aus dem Fahrwasser getrieben. Taucher untersuchten das Schiff in Hinblick auf die geplante Bergungsaktion.
Quelle: Tim Schwabedissen

Hobbyschiffer verloren die Orientierung auf der Nordsee
(31.08.07) Waghalsigkeit und Unkenntnis wurden in der Nacht zum 15.8. zwei Mann auf dem Sportboot "Courage" fast zum Verhängnis. Die beiden Skipper wollten das 11,40 Meter lange Motorboot von Glückstadt nach Bremerhaven überführen. Die nötigen Seekarten hatten sie allerdings nicht an Bord. Der alte Eigner und der neue Eigentümer des Bootes verloren bei Dunkelheit völlig die Orientierung. In Höhe des Leuchtturms Tegeler Plate in der Außenweser, rund 22 Seemeilen von Bremerhaven entfernt, warfen die Männer den Anker und meldeten bei der Seenotleitstelle der DGzRS einen Seenotfall. Der 23 Meter lange Rettungskreuzer "Hermann Rudolf Meyer" wurde daraufhin geschickt und sollte das Sportboot nach Bremerhaven lotsen. Im Kielwasser des voll beleuchteten Rettungskreuzers verloren die beiden Sportschiffer in Höhe des Wremer Lochs erneut die Orientierung. Sie rammten gegen 1.50 Uhr die Buhnentonne 21. Dabei entstand am Motorboot ein etwa 20 mal 30 Zentimeter großes Loch oberhalb der Wasserlinie an Steuerbord, es kam zu einem leichten Wassereinbruch. Nun nahm ein Rettungsmann der "Hermann Rudolf Meyer" auf der "Courage" das Ruder in die Hand und brachte Schiff und Besatzung sicher in den Fischereihafen. Gegen den Bootsführer wurde ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.
Quelle: Tim Schwabedissen

Feuer auf Museumsflugzeugträger
(31.08.07) Auf dem außer Dienst gestellten Flugzeugträger USS "Lexington" kam es an seinem Liegeplatz in Corpus Christi, Texas, am 15.8. zu einem Feuer. Es brach in einem Raum mit alten Karten und Flaggen unterhalb des Hangardecks aus und wurde binnen einer Stunde unter Kontrolle gebracht. Danach musste das Schiff entlüftet werden. Die Besucher und das Personal an Bord mussten das Schiff verlassen. Der Carrier der Essex-Klasse nahm am 2. Weltkrieg und den Korea- und Vietnam-Kriegen teil, ehe er 1991 außer Dienst gestellt wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen

Zweimal Mayday vor Dänemark
(31.08.07) Am 15.8. funkte ein Segler, der vor Møns Klint gestrandet war, Mayday, und feuerte Notraketen ab. Sein Boot lag mit schwerer Schlagseite fest. Das Rettungsboot aus Klintholm schleppte es frei und eskortierte es nach Klintholm. Auch vor Marstal gab es Mayday von einem Freizeitsegler, der auf Grund gelaufen war. Ein Rettungshubschrauber stieg auf. Der Skipper wurde nach Marstal geflogen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Lübecker Ausflugsschiff blieb unter Brücke stecken
Am 10.8. blieb das Ausflugsschiff "Hertha Quandt" auf der Trave unter der Drehbrücke stecken, kurz nachdem es um 16 Uhr vom Hansahafen zu einer Rundfahrt um die Altstadtinsel Lübecks abgelegt hatte. An Bord waren 22 Fahrgäste. Die Hoffnung des Kapitäns auf eine Befreiung des Schiffes durch fallenden Wasserstand bewahrheitete sich nicht, der Wasserspiegel stieg sogar weiter. Deswegen wurde die Brücke 15 Zentimeter angehoben, sodass die 22 Meter lange "Hertha Quandt" wieder frei kam. Die Passagiere waren 90 Minuten gefangen gewesen. Achteraus ging die "Hertha Quandt" für Untersuchungen an den Liegeplatz Hansahafen zurück. Niemand wurde verletzt, am Schiff entstanden nur geringe Schrammschäden. Der Schaden an der Brücke wurde noch untersucht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Seemann von Frachter vor Kap Arkona abgeborgen
(31.08.07) Die Besatzung des Bundespolizeischiffs "BP26" hat am 15.8. einen erkrankten finnischen Seemann von seinem Schiff nach Sassnitz ins Krankenhaus gebracht. Am Morgen hatte der Kapitän des finnischen Frachters "Laura" nördlich von Kap Arkona über Seefunk um Hilfe gebeten. Das Polizeischiff erreichte den Frachter nach 30 Minuten und übernahm den Erkrankten auf See. Er wurde mit Höchstfahrt nach Sassnitz gebracht, wo ein Notarzt die weitere Betreuung übernahm. Die 120 Meter lange Laura" setzte dann die Fahrt nach Hamina in Finnland fort.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter rettete auf Jungfernfahrt 19 Schiffbrüchige
(31.08.07) Der britische Frachter "Maersk Kendal" rettete auf seiner Jungfernfahrt in der südchinesischen See 19 von 24 thailändischen Seeleuten in schwerer See. Die Rettungsaktion begann am 8. August, als das Schiff einen Notruf des 1973 erbauten Frachters "Pailin Maritime" auffing, der mit Holz unterwegs von Solomon Islands nach Ho Chi Min City, Vietnam, gewesen war. Das Schiff musste nach Wassereinbruch durch einen Riss im Rumpf aufgegeben werden. Bereits im Hafen war es zu Zweifeln an der Stabilität des Schiffes gekommen, doch war es nach einer Taucheruntersuchung des Rumpfes doch ausgelaufen. Die "Maersk Kendal" war an ihrem 15. Seetag 200 Meilen entfernt und änderte ihren Kurs zum Havaristen. Er begann nach dem Eintreffen an der Unglücksposition eine systematische Suche. Nach über vier Stunden sichtete der Ausguck einige leere Schwimmwesten. Inzwischen war die "Rio Imperial" der britischen Zodiac Maritime, London, ebenfalls vor Ort. Sie hatte ihre Fahrt nach Singapur unterbrochen. Im Wasser trieben viele Baumstämme. Dann wurde ein lebloser Körper gesichtet. Ein Boot wurde ausgesetzt, und während der nächsten eineinhalb Stunden wurden 19 Schiffbrüchige aufgenommen. Die Chronik der Bergung: Um 17.20 Uhr wurden Ladungsteile gesichtet und die "Rio Imperial" auf Nordostkurs geschickt. Um 17.25 Uhr wurde der treibende Körper gesichtet. Um 17.30 wurden Notraketen in weniger als einer Meile an Steuerbord gesichtet. Um 17.57 Uhr war ein Boot zu Wasser, der Frachter machte Lee. Um 18.03 Uhr waren 2 Mann gerettet. Dann fiel der Antrieb des Bootes aus, und es musste von einem anderen Boot zurückgebracht werden. Um 18.52 Uhr sichtete die "Rio Imperial" besetzte Rettungsinseln 3 Meilen nordöstlich. Inzwischen ist bekannt, dass der gesunkene Frachter 24 Mann an Bord hatte und 2 Inseln ausgesetzt wurden. Die "Rio Imperial" barg 13 Überlebende Um 19:03 Uhr sichtete die "Maersk Kendal" eine Insel eine Meile entfernt an Steuerbord. Das Schiff wurde auf die Insel zutreiben gelassen. Es war nun dunkel. Um 19.36 Uhr werden vier Personen gerettet, und die Insel wird treiben gelassen. Die Rettungsaktion wurde beendet.
Quelle: Tim Schwabedissen

Ein Toter bei Kutteruntergang vor Brest
(31.08.07) Sechs Fischer wurden verletzt, einer starb, als ihr 20 Meter langer Kutter "Sokalique" nach einer Kollision vor der nordwestfranzösischen Küste sank. Das EPIRB wurde um 03.30 Uhr 100 Kilometer nördlich der Ile d'Ouessant bei Brest aktiviert. Drei Schiffe eilten zu Hilfe. Rettungshubschrauber fanden um 4.25 Uhr eine Rettungsinsel mit sechs Mann. Die Geretteten wurden mit Hubschrauber ins Hôpital de la Cavale Blanche in Brest geflogen. Eine weitere Rettungsinsel, die um 4.50 Uhr von einem Falcon 50-Jet gefunden wurde, trieb leer in der See. Gegen 6 Uhr wurde der noch vermisste siebente Seemann tot aufgefunden. Womit der Kutter zusammenstieß, war zunächst nicht bekannt. Im Laufe der Untersuchungen, die anschließend durchgeführt wurden, geleitet von einem Flugzeug der französischen Marine sowie dem Zoll und dem Schlepper "Malabar" zog ein Frachter, die "Ocean Jasper" aus Kiribati, die Aufmerksamkeit auf sich. Er war unterwegs von St. Petersburg nach Istanbul und, wie die Rekonstruktion des Kurses ergab, zum fraglichen Zeitpunkt nahe der Position des Kutters. Eigner und Schiff wurden kontaktiert und angewiesen, für weitere Untersuchungen nach Brest einzulaufen. Hier traf es am 18.8. um 03.30 Uhr mit Eskorte der "Le Henaff" sowie des Minensuchers "Eridan" und des Zolls ein. Es machte in der Marinebasis fest und wurde für den Zeitraum der Untersuchungen mit einem Auslaufverbot belegt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Boot in Ottawa gesunken
(31.08.07) Am Nachmittag des 16.8. wurde ein in der Nacht zum 15.8. im Rideau Canal in Ottawa gesunkenes Boot geborgen. Die 9 Meter lange "Dayliner" war nahe des National Arts Centre um 19.30 Uhr untergegangen. Vor zahlreichen Schaulustigen wurde das halb unter Wasser liegende Wrack gelenzt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schiffbrüchige von Bug gerettet
(31.08.07) Nach einem Sturm wurde vor Cypremort Point in der Vermillion Bay ein Kutter vermisst. Der Sheriff bat deshalb zwei Shrimpfänger, nach dem Schiff Ausschau zu halten. Tatsächlich entdeckten sie dreißig Minuten später einen Mann, der sein T-Shirt über dem Kopf schwenkte. Danach entdeckten sie einen zweiten, der sich ebenfalls auf dem aus dem Wasser ragenden Bug eines Kutters befand. Ein dritter Mann war ertrunken.
Quelle: Tim Schwabedissen

Taucherboot explodiert
(31.08.07) Am 13.8. kam es in Charlotteville zu einer Explosion an Bord eines Taucherschiffes der Tobago Dive Experience in Speyside. Dabei wurde ein Mann, der sich allein an Bord befand, aus dem Boot ins Wasser geschleudert. Er konnte an Land schwimmen und wurde ins Scarborough Regional Hospital gebracht. Das Bootsinnere wurde zerstört. Die Ursache der Explosion wird von der Polizei untersucht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutterwrack wird feierlich verbrannt
(31.08.07) Am 19.8. soll der Kutter "LK 760" am Ufer des Tay River feierlich verbrannt werden. Damit wird symbolisch der Erwerb des Landes, an dessen Ufer er lange vor sich hin rottete, durch die Gemeinde Newburgh zelebriert.
Quelle: Tim Schwabedissen

Charterkutter strandete nach Maschinenschaden
(31.08.07) Am 15.8. lief nach Maschinenausfall der 42 Fuß lange Charterkutter "Sea Venture" in den Ilwaco Gates nahe Cape Disappointment, Washington, auf Grund. Die Coast Guard Astoria wurde alarmiert, und ein 47-Fuß-Boot lief aus Cape Disappointment aus. Alle nicht benötigten Personen wurden evakuiert, der Kapitän und sein Maat blieben an Bord. Mit steigendem Wasser kam das Schiff wieder frei, und es konnte mit eigener Kraft nach Ilwaco einlaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Container stürzten in die Weser
(31.08.07) Am 16.8 fielen gegen 9.50 Uhr drei leere Container von Bord des an der Stromkaje von Bremerhaven liegenden Containerschiffes "Florence" in die Weser. Zwei Container konnten umgehend durch in der Nähe befindliche Hafenschlepper geborgen werden. Der dritte Container verkeilte sich durch die ablaufende Strömung zwischen Pier und der Bordwand eines anderen Containerschiffes, der "Maersk Surabaya". Später gelang es einem Schiff des Wasser- und Schifffahrtsamtes Bremerhaven, den Container freizuschleppen. Die Bergungsarbeiten wurden durch das Polizeiboot "Visura" sowie zeitweilig dem Zollboot "Wesermünde" gesichert. Als Unfallursache stellten die Beamten der Wasserschutzpolizei fest, dass beim Entladen der Container von Bord der "Florence" der Twistlock eines 40-Fuß-Containers noch mit einem Lukendeckel des Schiffes verbunden gewesen war. Auf diesem Lukendeckel standen auch die drei leeren 20-Fuß-Container. Als die Containerbrücke den 40-Fuß-Container auf dem Lukendeckel entladen wollte, wurde dieser durch die noch bestehende Verbindung mit dem Twistlock ebenfalls angehoben. Dabei fielen die bereits zum Entladen vorbereiteten 20-Fuß-Container über Bord. Am Schiff wurde die Reling auf rund einem Meter Länge beschädigt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Skipper über Bord - erfolgreiche Suchaktion in der Ostsee
(31.08.07) In der Nacht zum 15.8. stürzte ein deutscher Segler vor Misdroy, 35 Kilometer nordöstlich Swinoujscie, von seiner Yacht "Marianne" außenbords. Der Skipper war bei einer Wende vom am Kopf getroffen worden. Sein Mitsegler alarmierte eine Angehörige, die wiederum die Polizei in Anklam verständigte. Diese kontaktierte die Seenotleitung Bremen, dann verging nur kurze Zeit, bis der polnischer Seenotkreuzer "R 28" und ein Hubschrauber in das Suchgebiet verlegten. Um 01.35 Uhr meldete MRCC Swinoujscie den Bremer Seenotrettern, dass der Vermisste geborgen sei und an Bord des Seenotkreuzers "R28" versorgt würde. Zu seinem Überleben hatte auch ein ohnmachtssicherer Überlebensanzug beigetragen. Sein Mitsegler war bereits zuvor aufgenommen worden. Das 10 Meter lange Segelboot wurde eingeschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Einstiger deutscher Minensucher versenkt
(31.08.07) Nahe des Wracks der "Rozi" wurde vor Malta am 14.August 2007 der ehemalige DDR-Minensucher "Boltenhagen", 361 tdw, als neue Tauchattraktion versenkt. Um sieben Uhr morgens wurde das Schiff aus dem Hafen von Valetta in Richtung Cirkewwa geschleppt. Gereinigt und für den Untergang vorbereitet erreichte es im kleinen Konvoi am frühen Nachmittag das Zielgebiet 150 Meter vor der Küste. Die vorbereiteten Öffnungen im Rumpf wurden geöffnet, und das Schiff sank wie geplant mit dem Bug voran ab. Es kam auf ebenem Kiel in einer Tiefe von 37 Metern zu liegen. Die Freude über den neuen Tauchspot wurde indes bald getrübt durch Diebe, die unter Wasser alles, was nicht niet- und nagelfest war, von dem Wrack abbrachen, so Instrumentenpaneele, Teile des Schornsteins und ein Telefon. Das 1970 gebaute, 20 Knoten schnelle Schiff war nach der Außerdienststellung im Jahre 1996 an die maltesische Marine verkauft worden. Unter dem Namen "P 29" patrouillierte der Minensucher mit den Aufgabenbereichen Grenzsicherung und Überwachung des Seegebietes rund um die Mittelmeerinsel. Die "P 29" mit einer Länge von über 51 Metern und einer Breite von über 7 Metern verspricht nun eine neue Attraktion der Unterwasserwelt Maltas zu werden. Auch die "P 31", die vormalige "Pasewalk", soll auf dem Meeresgrund vor Malta eine letzte Ruhestätte finden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter sank in Bijela
(31.08.07) An der Küste von Montenegro herrscht nach dem teilweisen Untergang des unter Panama-Flagge registrierten, griechischen Frachters "Mexica" (IMO 8410287), 10018 BRZ, im Hafen von Bijela Angst vor einer Ölverschmutzung. Das Heck des 150 Meter langen Schiffes, das 215 Tonnen Öl an Bord hat, liegt auf Grund. Teile der Aufbauten stehen unter Wasser, der Bug ragt in die Luft. Das Wrack hat Backbordschlagseite Das Schiff der griechischen Reederei Zamounis and Associates sank am 10.8. in schwerem Sturm in der Boka Kotorska Bucht. Es hatte zu Reparaturarbeiten die Adriatic Shipyard Company angelaufen und sollte in 2 Wochen wieder auslaufen. An Bord sind 200 Tonnen Schwer- und 15 Tonnen leichtes Öl. Binnen einer Woche sollen nun die Bergungsarbeiten anlaufen, für die es jedoch erst eine ministerielle Genehmigung bracht. Einiges Öl und sonstiges Treibgut befinden sich im Wasser um das Wrack, doch dies sei nichts ungewöhnliches, hieß es, weil es in einem Industriegebiet liege. Die "Mexica" wurde 1984 beim VEB Neptun, Rostock, erbaut und lief zuvor als "Rydal" und "Lara Bay".
Quelle: Tim Schwabedissen

Forschungsschiff auf der Suche nach Wrack von Kreuzer "Sydney"
(31.08.07) Ein australisches Marineschiff wurde ausgesandt, um zu prüfen, ob es sich bei einem vor Westaustralien entdeckten Wrack um die HMAS "Sydney" handelt. Die vor Ort arbeitende Bergungsfirma verweigerte bislang die Herausgabe der Koordinaten des Objekts. Vor 65 Jahren sank das Schiff mit allen 645 Mann Besatzung, seither ist die Position unbekannt. In er vergangenen Woche hatte das Bergungsteam behauptet, es sei fast sicher, den am 19.11.1941 im Gefecht mit dem deutschen Hilfskreuzer "Kormoran" gesunkenen Kreuzer gefunden zu haben. Dieser sank später selbst, im Gegensatz zur "Sydney" gab es aber 341 Überlebende. Nun liegt die Hoffnung auf dem Sonar und anderer Ausrüstung des Marineforschungsschiffes HMAS "Leeuwin", Klarheit über die unterseeische Grabstätte zu gewinnen. Wegen der Position des Wracks gab es aber erhebliche Zweifel daran, ob es sich um die "Sydney" handelte. Dies wurde durch die Untersuchungen der "Leeuwin" bestätigt, die lediglich ein 30 Meter langes Wrack an der Verdachtsstelle vorfand, bei dem es sich keinesfalls um Überreste des Kreuzers handeln konnte.
Quelle: Tim Schwabedissen

Mehrere Kasko liegen auf Oder fest
(31.08.07) Im Laufe des 14.08.2007 kam es zu mehreren Festfahrungen auf der Grenzoder. Bei Sophienthal musste die Oder für die Schifffahrt vorübergehend gesperrt werden. Südlich der Ortschaften Reitwein/Gorzyca lief bei Oderkilometer 602,3 ein polnischer Schubverband aus einem Schuber und dem Kasko des Bugteils für den Neubau für den Tanker "Dresden" auf Grund. Der Kasko war auf dem Weg zur Endausrüstung in Stettin. Der Havarist konnte jedoch auf einer Fahrrinnenbreite von 20 Metern am polnischen Ufer vorsichtig passiert werden. Einen Kilometer weiter südlich, bei Oderkilometer 603,2 kam ein weiterer polnischer Schubverband bestehend aus einem Schuber und dem Kasko für den des Frachters "Jaguar" ebenfalls unterwegs nach Stettin fest. Auch hier konnte der Havarist auf einer Fahrrinnenbreite von 40 m, am polnischen Ufer vorsichtig passiert werden. Auf Höhe der Ortschaften Sophienthal/ Chlewice kam es bei Oderkilometer 629,8 zur Strandung eines polnischen Schubverbandes bestehend aus einem Schubschlepper und dem Kasko des für Stettin bestimmten Heckteils für den Neubau des Tankers "Manuel". Hier musste die Oder vorübergehend für den Schiffsverkehr gesperrt werden. Die zuständigen Außenbezirke Frankfurt (Oder) und Gozdowice planten, in diesem Streckenabschnitt gemeinsame Peilungen im Gewässerbett ausführen, um eine neue Fahrrinne zur Passage des Havaristen festzulegen und zu kennzeichnen. Festfahrungen von Schiffen auf der Oder sind während des Sommers indes nichts Ungewöhnliches. Die Oder führt ein sehr feinkörniges sandiges Geschiebe, sodass bei Grundberührungen meist keine Schäden an den Havaristen entstehen. Gefahren für die Umwelt sind in den aktuellen Fällen nicht zu befürchten, da es sich bei allen Havaristen um Neubaukasko handelt, die ohne Ladung zu ihren Endausbauwerften überführt werden sollen. In Niedrigwasserzeiten wird seitens der regionalen Wasserwirtschaftsverwaltung Wroclaw gelegentlich eine Welle aus den Speicherbecken im Oberlauf der Oder abgelassen, um den Wasserstand der Oder künstlich aufzuhöhen und der Schifffahrt tagesweise eine Passage des Mittellaufes der Oder zu ermöglichen. Mit diesen Wellen fahren dann oft ganze Konvois von Schubverbänden die Oder talwärts. Gerade die Werften in Wroclaw können mit der Auslieferung Ihrer Neubaukaskos oft nicht auf steigende Wasserstände im Herbst warten und versuchen, ihre Schiffe auf solchen Wellen in tiefere Gewässer zu überführen. Dabei kommt es immer wieder zu Festfahrungen im Bereich von Untiefen. Die Pegel am Mittellauf der Oder eine weitere kleine Welle erwarten mit einem Wasserstandsanstieg von bis zu 20 Zentimetern, sodass die festgefahrenen Fahrzeuge möglicherweise schon bald wieder freikommen. Nicht auszuschließen ist aber, dass sich die Havaristen nach einem Freikommen wenige Kilometer talwärts erneut festfahren, so dass die gesamte Strecke zwischen Lebus und Hohenwutzen mit hoher Aufmerksamkeit befahren werden muss. Am 16.8. war die Oder wieder auf ganzer Länge befahrbar. Der Kasko der "Manuel" war am Morgen freigekommen und hatte nach Passage von Hohensaaten tieferes Wasser erreicht. Der südlich von Reitwein (Märkisch-Oderland) festliegende Kasko der "Dresden" schwamm kurzzeitig auf und vertrieb einen Kilometer talwärts. Er kam bei Kilometer 603,2 direkt bei der "Jaguar" außerhalb der Fahrrinne fest. Während die Schubverbände hier auf steigenden Wasserstand warteten, blieb die Stelle für andere Schiffe passierbar. Die drei Schubverbände waren am 14.8. auf Grund gelaufen. Die Oder führt derzeit Niedrigwasser, ein kurzfristiger Wasseranstieg ist nicht in Sicht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter in Moerdijk gekentert
(31.08.07) In der Nacht zum 13.8. entwickelte der in Alexandria beheimatete Frachter "Al Shaymaa" (IMO No: 7612400), 5744 BRZ, der FAMCO im Hafen von Moerdijk 29 Grad Steuerbordschlagseite. Das Schiff legte sich gegen den Kai des Containerterminals. Ein Landkran wurde leicht beschädigt. Das 1981 erbaute, 8207 Tonnen verdrängende Schiff, die vormalige "Gehan al Sadat", war dabei, je 50 Tonnen schwere Stahlrollen zu löschen, als es sich plötzlich wegen Stabilitätsproblemen auf die Seite legte. Die 31-köpfige Besatzung flüchtete an Land. Im vergangenen Monat war das Schiff bereits 16 Tage wegen Sicherheitsmängeln vor allem in der Löscheinrichtung, aber auch der Rettungseinrichtungen und der Elektrik in Antwerpen in die Kette gelegt worden. Auch Inspektionen in Bremen und Cartagena hatten Mängel ergeben. 2005 lag das Schiff in Spanien in der Kette. Nun mussten die noch im Schiff verbliebenen 65 Rollen gelöscht werden, um das Schiff wieder auf ebenen Kiel zu bekommen. Zur Stabilisierung des Schiffes wurde der Kran "Amsterdam" am Achterschiff angesetzt. Die Bergungsschlepper "Barracuda", "Furie 3" und "Zephyrus" gingen auf Standby. Die verbliebene Ladung wurde gelöscht mithilfe von Mobilkränen, dann das Schiff beballastet und so wieder aufgerichtet. Am 16.8. war die Bergung durch die am Morgen des 15.8. kontraktierte Multraship, die gemeinsam mit der belgischen URS arbeitete, abgeschlossen, das Schiff an die Eigner zurückgegeben.
Quelle: Tim Schwabedissen

Minenjagdboot nahm Kiel unter Feuer
(31.08.07) Ein gewaltiger Krach erschütterte den Kieler Stadtteil Ellerbek: Bei Reparaturarbeiten auf dem Minenjagdboot "Bad Rappenau" haben sich am 14.8. in Kiel versehentlich fünf Schüsse mit panzerbrechender Munition aus einem Geschütz gelöst. Zwar wurde niemand verletzt, aber die Ursache ist völlig unklar. Die Schüsse des Kalibers 27 Millimeter lösten sich beim Einbau des Leichtgeschützes der "Bad Rappenau" während einer Prüfung der Ladetätigkeit. Eigentlich hätte nur Übungsmunition zum Einsatz kommen können, doch statt dessen gingen fünf scharfe Geschosse los, verfehlten den Schwimmkran "Hiev" nur knapp und gingen an noch unbekannter Stelle im Raum Ellerbek nieder. "Wir wissen nicht, wo die Schüsse eingeschlagen sind und wie es zu dem Zwischenfall kommen konnte", sagte Fregattenkapitän Peter Krüger. "Wir sind heilfroh, dass es glimpflich abgelaufen ist." Die polizeiliche Suche im fraglichen Einschlagsgebiet wurde nach mehreren Tagen ergebnislos eingestellt. Polizei und Feldjäger der Bundeswehr haben Ermittlungen zur Untersuchung der Unfallursache aufgenommen. Die Staatsanwaltschaft hat am 17.8. in Kiel gegen drei Bundeswehrangehörige ein förmliches Ermittlungsverfahren eingeleitet. "Mangelhafte Dienstaufsicht" lautet der Vorwurf, der bei einer Verurteilung mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden kann. Am wahrscheinlichsten gilt derzeit eine Verwechslung von scharfer und Übungsmunition bei der Ausgabe. Die mit einer Sonaranlage ausgestattete "Bad Rappenau" kann Minen auf dem Meeresgrund finden und beseitigen. Dazu hat das Boot eine fernsteuerbare Unterwasserdrohne an Bord. Das Boot hat 42 Mann Besatzung und gehört dem 5. Minensuchgeschwader in Kiel an. Derweil haben die beiden im Mittelmeer kollidierten Schnellboote "Frettchen" und "Gepard" nach einer Notreparatur Limassol am16.7. verlassen und liefen in Warnemünde in den ersten Augusttagen ein. Die Werften in Bremen, Schacht-Audorf und Wolgast bereiten sich jetzt auf den Wettbewerb um die Ausschreibung der endgültigen Reparatur vor. Das bei seinem Absturz im Dock bei HDW schwer beschädigte U-Bootsdruckdock des Kieler Marinearsenals ist derweil wieder dortselbst eingedockt und wurde zur Reparatur eingehaust.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schuldbekenntnis nach Schiffbruch der "Selendang Ayu"
(31.08.07) Die Eigner der "Selendang Ayu" haben sich schuldig am Schiffbruch ihres Frachters vor Alaska bekannt und sind bereit, eine Strafe zu zahlen. Die IMC Shipping Co. Pte. Ltd. (IMC), Singapur, nahm auch die Schuld am Tod hunderter Seevögel und Otter auf sich, nachdem der 738 Fuß lange Frachter an der Nordseite von Unalaska Island am 8.12.2004 auf dem Weg von Tacoma nach China verloren gegangen war. Das Schiff hatte rund 442000 Gallonen Bunkeröl an Bord, von denen 336000 Gallonen austraten, ebenso wie die Ladung von 66000 Tonnen Sojabohnen. 37 Meilen der Küste wurden kontaminiert. Während der Rettungsaktion war zudem ein Küstenwachhubschrauber abgestürzt, wobei sechs der 10 von ihm gerade geretteten Crewmitglieder starben. Die Strafe wird 10 Millionen Dollar betragen, die auf Kosten, die aus den Folgen des Schiffsverlustes entstanden, aufgeteilt werden. Vorher hatte IMC bereits hundert Millionen Dollar für die Reinigungsarbeiten bezahlt. Am 22.8. soll der Schuldspruch gefällt werden. Zivilrechtliche Ansprüche werden nicht tangiert. Die "Selendang Ayu" hatte während ihrer letzten Fahrt Maschinenprobleme gehabt. Daraufhin war die Maschine gestoppt worden, um den Schaden zu reparieren. Das Schiff trieb zwei Tage in der See, und als der Frachter auf Unalaska Island zutrieb, war es nicht mehr gelungen, die Maschine zu starten. Es waren auch keine Schlepper vor Ort, die ausreichend Zugkraft gehabt hätten. Die "Selendang Ayu" trieb auf Grund und zerbrach wenig später. Der Kapitän der "Selendang Ayu", Kailash Bhushan Singh, hatte sich bereits im April 2005 schuldig bekannt, während der Unfalluntersuchung ein falsches Statement zu der Zeit, in der die Maschine gestoppt worden war, abgegeben zu haben. Das Vorschiff des Wracks war kurz nach der Strandung versunken. Das Achterschiff drehte sich und blieb mit dem Heck über Wasser, sodass die Arbeiten zur Demontage der Aufbauten und Teilen der Maschinenanlage zu Ende geführt werden konnten. Ursprünglich geplante weitergehende Verschrottungsarbeiten hingegen fanden nicht mehr statt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Brennendes Sportboot trieb auf Brücke zu
(31.08.07) Am 14.8. um 8.06 Uhr wurde die Coast Guard Station Chincoteague über ein Bootsfeuer nahe der Queen Sound Bridge informiert. Ein 23-Fuß-Boot war rasch vor Ort und fand ein in Flammen stehendes Sportboot vor, das in südlicher Richtung den Cockle Creek in Richtung der Cockle Creek Bridge trieb. Der Skipper des Bootes war bereits an Land geschwommen. Die örtliche Feuerwehr bekämpfte das Feuer von der Brücke aus, währenddessen wurde der Verkehr um das Boot gestoppt. Danach wurde das Boot zur Queen Sound Boat Ramp abgeschleppt. Hier brach das Feuer erneut aus, doch die Feuerwehr war vor Ort und konnte die Flammen sofort ersticken.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutter sank vor Frankreich
(31.08.07) Am 12.8. gegen 7 Uhr rettete ein Segelschiff die zweiköpfige Crew des 10,6 Meter langen Kutters "P`tit Boudet" vor Kap Finistère. Die Geretteten stammten aus Holy Brieuc. Sie erlitten leichte Unterkühlungen. Der Kutter war in der Nacht gegen 2 Uhr unvermittelt gesunken. Das EPIRB hatte sich nicht aktiviert, und es war auch keine Zeit geblieben, Notrufe abzusetzen. Die Fischer wurden nach Audierne gebracht, wo sie betreut wurden. Am Nachmittag des 13.8. wurde versucht, die Position des Wracks zu finden. Eine Untersuchung zum Unfallhergang wurde eingeleitet.
Quelle: Tim Schwabedissen

Feuer auf schottischem Halbtaucher
(31.08.07) Um 18.20 am Abend des 14.8. brach im Maschinenraum des Halbtauchers "Ocean Guardian" der Diamond Offfshore Ltd, Aberdeen, ein Feuer aus. An Bord waren 87 Personen. 32 nicht benötigte Menschen wurden evakuiert. Zwei Zivilhubschrauber, die sich in der Nähe befanden, wurden zu dem Rig dirigiert. Außerdem flogen die Jigsaw 1 und die norwegische Saver die Insel 120 Meilen nordöstlich von Aberdeen an. 19 Mann wurden zur nahen Andrew-Plattform, 13 auf die Britannic-Plattform gebracht. Nach einer Stunde war das Feuer mithilfe der bordeigenen Löschsysteme unter Kontrolle gebracht, die Evakuierung wurde daraufhin gestoppt. 55 Arbeiter sind noch an Bord, die Lage wurde nach Löschen des Brandes neu eingeschätzt. Außerdem startete eine Untersuchung der Brandursache.
Quelle: Tim Schwabedissen

Binnenschiff rammte Schleusentor
(31.08.07) Am 12.8. gegen 06.15 Uhr fuhr ein unbeladenes luxemburgisches Binnentankschiff zu Berg in die Schleuse Dorsten ein. Während der Bergschleusung machte das Schiff offensichtlich aus Unachtsamkeit der Besatzung weiter Vorausfahrt. Dadurch geriet der Bug des Schiffes unter eine Strebe des Laufgitters des Schleusentores, die Strebe brach ab. Die Funktionsfähigkeit der Schleuse wurde nicht beeinträchtigt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Oldtimerkümo strandete in Schweden
(31.08.07) Das 20 Meter lange schwedische Kümo "Tunia", 80 BRZ, lief am 12.8. vor Grytudden, Östra Harg, auf Grund. Das Schiff war 1906 erbaut worden. Ein Bergungsversuch am 14.8. durch ein Schiff aus Södertälje verlief erfolglos. Am 16.8. wurde ein Bergungsschlepper vor Ort erwartet. Er bekam den Havaristen frei. Zuvor war die Schlepptrosse drei Mal gerissen. Die "Tunia" hat bei ihrer Strandung ein Leck erlitten, Ruder und Schraube wurden beschädigt. Dennoch konnte sie mit eigener Kraft Norsholm anlaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen


Quelle: Tim Schwabedissen

Brennender Kutter aufgegeben
(31.08.07) Am 13.8. musste die zweiköpfige Crew des Kutters "Glass Lady" ihr Schiff vor Neufundland nach einem Feuer aufgeben. Sie waren unterwegs von Petit Forte, Placentia Bay, nach St. Lawrence, als die Maschine ausfiel. Wenig später zwang der Brand die beiden in eine Rettungsinsel. Sie erreichten Rocky Cove, wo die Coast Guard sie um 5.30 Uhr aufnahm und nach Petit Forte brachte. Der Küstenwachkutter "Three Sisters" hatte die abgefeuerten Notraketen gesichtet. Ihr Kutter brannte 1.6 Kilometer vor dem Hafen bis zur Wasserlinie ab.
Quelle: Tim Schwabedissen

Mayday nach Mastbruch im Skagerrak
(31.08.07) Am Morgen des 14.7. funkte eine norwegische Yacht im Skagerrak nach Mastbruch Mayday. Ein Rettungsboot aus Hirtshals lief zur Hilfeleistung aus. Es gelang, den Mast zu bergen. Dann konnte der Havarist seine Reise Richtung Norwegen fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter strandete in Magellanstraße
(31.08.07) Am 7.8. lief der Frachter "Ocean Crown", 52437 BRZ, auf dem Weg von Escondida nach Dahej in Indien an der südküste Südamerikas in der Magellanstraße auf Grund. Das Schiff war mit 45000 Tonnen Kupferkonzentrat der Minen Escondida und Collahuasi beladen. Am 15.8. begannen die Berger von Five Oceans Salvage Consultants Ltd. mit den Versuchen, das Schiff flottzumachen, was am 18.8. gelang. Das Schiff wurde samt seiner Ladung im chilenischen Hafen Puerto Montt festgemacht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Lecker Segler verursacht Ölverschmutzung in Helgoland
(31.08.07) Eine Zwangspause musste der norwegische Traditionssegler "Spleis" im Helgoländer Südhafen einlegen. Es hatte in den Maschinenraum eingedrungenes Wasser gelenzt. Dabei trat Dieselöl aus. Der Ölfilm erstreckte sich auf einer Fläche von 300 Quadratmetern. Der Wassereinbruch hatte sich bereits am 30. Juli, als der Segler London verließ, ereignet. Seitdem liefen ständig die Lenzpumpen. Nach der Ölverschmutzung erteilte die Seeberufsgenossenschaft dem Skipper die Auflage, mit einem geeigneten Begleitfahrzeug die Büsumer Werft anzulaufen und den Schaden dort reparieren zu lassen. Bis dahin bleibt das Schiff in Helgoland. Gegen den Skipper wurde eine Strafanzeige erstattet.
Quelle: Tim Schwabedissen

Deilmann-Flusskreuzfahrer rammte Donaubrücke
(31.08.07) Das deutsche Flusskreuzfahrtschiff "Mozart" der Neustädter Reederei Deilmann hat am frühen Abend des 13.8. die Wiener Nordbahnbrücke über die Donau beschädigt. Verletzt wurde niemand. Die ÖBB schränkten aber vorübergehend den Zugverkehr über die Brücke ein. Die beiden Schornsteine des Schiffes krachten gegen 17.30 Uhr gegen die Eisenbahnbrücke. Dabei wurden die am Heck des Schiffes befindlichen Schornsteine zusammengestaucht. Warum sie nicht heruntergeklappt waren, steht noch nicht fest. Die Schifffahrtsaufsicht des Verkehrsministeriums begann eine Untersuchung des Unfalls. Die Brücke trug nur geringe Schäden davon. Der zweite Schienenstrang wurde in den Abendstunden des 13.8. repariert, da es zu Verschiebungen gekommen sei. Ab 20.00 Uhr war wieder ein Gleis befahrbar. Im Zuge der Reparaturarbeiten wird auch eine statische Untersuchung des Unterbaus des Gleises durchgeführt. Die "Mozart" legte nach dem Zwischenfall im Schifffahrtszentrum der DDSG an. Das 1987 erbaute Schiff ist 120 Meter lang und 22 Meter breit. Sie fasst 200 Passagiere in 100 Kabinen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Betrunkene Kapitäne in Brunsbüttel gestoppt
(31.08.07) Die Wasserschutzpolizei hat am 12.8. in der Kanalschleuse Brunsbüttel den mit 3057 Tonnen Raps beladenen russischen Frachter "Volgo Balt 107" (IMO-Nr: 7612450), 2457 BRZ, mit volltrunkener Besatzung gestoppt. Dem Lotsen war Alkoholgeruch aufgefallen. Als das Schiff in der Alten Schleuse festgemacht hatte, kam die Brunsbütteler Polizei zur Alkoholkontrolle an Bord. Der aus Georgien stammende Kapitän stand mit 2,06 Promille am Ruder, während im Maschinenraum sein Chefingenieur so betrunken war, dass er nicht einmal mehr einen Atemalkoholtest ablegen konnte. Beide Männer mussten Bluttests abgeben, der Kapitän eine Sicherheitsleistung von 1800 Euro hinterlegen. Das gut 100 Meter lange Schiff war am von der litauischen Hafenstadt Klaipeda nach Hamburg unterwegs. Bis zur Ausnüchterung der Männer musste das Schiff an den Bahnhofsdalben in Brunsbüttel liegen bleiben. Bereits am 14.8. kam es zu einem weiteren Fall: Als der russische Frachter "Baltiyskiy 109" in der Alten Brunsbütteler Schleuse festmachte, ergab ein Alkoholtest beim Kapitän 2,15 Promille. Er musste eine Sicherheitsleistung von 1500 Euro zahlen, das 95 Meter lange und 13 Meter breite Schiff bis zur Ausnüchterung in Brunsbüttel bleiben. Der Lotse hatte die Polizei gerufen, nachdem ihm der Verdacht der Trunkenheit gekommen war.
Quelle: Tim Schwabedissen

Acht Verletzte bei Sportbootkollision
(31.08.07) Am 12.8. gegen 22 Uhr kollidierten zwei Sportboote nahe der Bay Shore Marina auf Fire Island, New York. Acht Personen wurden zum Teil schwer verletzt. Das Ausflugsschiff "Lauren Kristy" rettete zwei Personen aus dem Wasser. Ein Polizeiboot barg zwei weitere, und eine fünfte Person konnte auf eines der beschädigten Boote zurückklettern. Drei Bootsfahrer waren an Bord geblieben. Alle acht wurden zur Bay Shore Marina gebracht, von wo sie ins Southside Hospital gebracht wurden. Beide Boote wurden schwer beschädigt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Ausflugsschiff in Plymouth leckgeschlagen
(31.08.07) Am 13.8. schlug das Ausflugsschiff "Plymouth Sound" von Tamar Cruising nahe Cremyll in Plymouth leck. An Bord waren 95 Personen, die eine Hafenrundfahrt machten. Die Brixham Coastguard und das Rettungsboot von Plymouth wurden alarmiert. Der Havarist wurde von einem Küstenwachschlepper zur Barbican Area gebracht, wo die Schiffsinsassen ausstiegen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Katamaran vor West Dorset gekentert
(31.08.07) Vor der Küste von West Dorset kenterte ein Sportboot mit zwei Personen an Bord. Der Katamaran trieb danach kieloben vor Charmouth. Zeugen alarmierten die Rettungsdienste. Das Lyme Regis-Rettungsboot und die Lyme Coastguard bargen die beiden Verunglückten. Sie wurden in den Hafen von Lyme gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Toter in Bootswrack entdeckt
(31.08.07) Nach einem Bootsunfall in der Nacht zum 12.8. wurde im Englischen Kanal ein Mann vermisst. Er war mit einem anderen zusammen auf dem in Jersey registrierten Speedboat "Blue Lady" von St Peter Port nach Guernsey ausgelaufen. Das Boot lief gegen Mitternacht auf Felsen vor Corbiere. Ein Mann konnte an Land schwimmen und die Polizei alarmieren. Daraufhin begannen Rettungsdienste eine Suche nach dem anderen. Am 13.8. wurde seine Leiche im Wrack des Bootes gefunden, das halbgesunken weitergetrieben war und von der Channel Island Air Search nahe des Leuchtturms Demie de Pas entdeckt wurde. Der Schlepper "Duke of Normandy" sollte das Wrack bergen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Rund 40 Verletzte bei Kollision in der Marmara-See
(31.08.07) Vor Istanbul rammte am 13.8. um 10.55 Uhr die türkische Fähre "Salih Reis 4" den ukrainischen Frachter "Semyon Rudney", 2466 BRZ. Die Fähre konnte aus eigener Kraft mit eingedrücktem Vorschiff an der Yenikapi Pier festmachen, wo Ambulanzen sie erwarteten. An die 40 Passagiere waren verletzt worden. Die meisten waren mit ihren Köpfen auf Sitze oder andere Teile des Innenraums geschlagen. Etliche hatten einen Schock erlitten. Als die Passagiere im vorderen Schiffsteil die drohende Kollision mit dem vor Anker liegenden Frachter wahrnahmen, war Panik an Bord ausgebrochen. Dann gab es einen großen Knall, Scheiben zerbrachen. Die für 450 Personen zugelassene Fähre war auf dem Weg von Bostanci auf der anatolischen Seite Istanbuls zur Insel Aysa in der Marmara-See. Das ukrainische Schiff wurde leicht am Bug beschädigt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Motorboot auf Elbe gesunken
(31.08.07) Das 10,4 Meter lange Sportboot "Virgo" sank am 12.8. auf der Elbe zwischen Tonne 115 und 117 auf der Elbe nahe Lühe. Die dreiköpfige Crew schwamm in der Elbe. Noch vor Eintreffen der Rettungskräfte wurde sie von einem anderen Boot aufgenommen. Die Schiffbrüchigen wurden an Land von Rettungsdiensten versorgt. Das Boot war nach Ausfall der Ruderanlage bei Tonne 116 und Kollision mit einer Tonne leckgeschlagen und konnte auch mit vereinten Kräften von Feuerwehr, THW und DLRG nicht gehalten werden. Taucher der DLRG dichteten das Leck ab, dann wurde das Boot mithilfe von Lenzpumpen und Bergekissen angehoben und durch das DLRG-Boot "66/41" nach Grünendeich verholt, wo es an Land gezogen werden konnte. Es befand sich auf einer Überführungsfahrt von Hamburg nach Eckernförde.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Repubblica di Genova" wird aufgerichtet
(31.08.07) Im Rahmen der Arbeiten zum Aufrichten der am 8. März an Kai 1339 in Antwerpen gekenterten "Repubblica di Genova" wurden in zweiwöchiger Arbeit Pfeiler in das Verrebroek Dock in gerammt. Auf Deck des gekenterten Frachters wurden 16 Stahlwiderlager errichtet. Am 30.8. um 6 Uhr began das Aufrichten des Frachters. Bis zum Abschluss der Arbeiten wurde ein Schifffahrtverbot im Verrebroekdock verhängt. Es sollte maximal 72 Stunden bestehen bleiben. Das 216 Meter lange und gut 30 Meter breite Schiff war wegen eines technischen Fehlers am Kai gekentert.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachterwrack soll als Touristenattraktion erhalten bleiben
(31.08.07) Der griechische Frachter "Emperor Horn", der beim Auslaufen aus Imam Khomeini Port 1966 strandete, wird derzeit wissenschaftlich untersucht, um Möglichkeiten herauszufinden, ihn zu verstärken. Es liegt vor der Küste von Kish und weist mittlerweise starke Rostschäden auf. Er ist aber seither eine Touristenattraktion, die erhalten werden soll. Die Kish Free Trade Zone Organization versucht dies, seit sie das Wrack übernahm, und wandte sich gegen Vorschläge, das Wrack zu versenken. Es lief vor der westlichen Kish-Insel fest, und nachdem Versuche eines holländischen Schleppers, ihn zu bergen, scheiterten, blieb er dort seither. Das 7061-Tonnen-Schiff ist 136 Meter lang. Es wurde 1943 von der William Hamilton Company in Schottland erbaut.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kabinenkreuzer sank nach Explosion
(31.08.07) Ein 1967 erbauter, 26 Fuß langer Kabinenkreuzer explodierte am Morgen des 11.8. eine halbe Meile von Willamette Fällen, als der Skipper aus Oregon die Maschine starten wollte. Ein Mann wurde sechs Fuß in die Luft geschleudert. Danach sprangen alle 10 Insassen in den Willamette River. Während sie an Land schwammen, erschütterte eine weitere Explosion das in Flammen gehüllte Boot, das dann sank. Fünf Personen kamen mit Verbrennungen ins Krankenhaus.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kabinenkreuzer sank in Newport
(31.08.07) Ein 60 Fuß langer Kabinenkreuzer rammte am 11.8. um 21.30 Uhr Felsen an der Westmole von Newport Beach und sank in der Nacht. Zuvor waren Versuche der Hafenpatroullie, es zu lenzen, fehlgeschlagen. Der Riss im Rumpf war zu groß. Alle sechs Insassen der "Crescendo" konnten sich unversehrt retten. Eine Bergungsfirma soll ab dem 13.8. versuchen, das in 135 Fuß Tiefe südwestlich der Newport Boje liegende Wrack zu bergen und einen Dieselaustritt aus dem Schiff einzudämmen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Marineversorger bei Feuer schwer beschädigt
(31.08.07) Der amerikanische Marinetransporter USNS "Sisler", der in South Boston zur Reparatur lag, geriet am 10.8. in Brand. Das Feuer wurde um 3 Uhr entdeckt und rief die Feuerwehr von Boston auf den Plan, die mit schwerem Gerät gegen das Feuer in der Drydock Avenue angingen. Dichter Rauch drang aus etlichen Schiffsöffnungen. Das Feuer verursachte einen Schaden von 750000 Dollar, mehrere Personen, darunter ein Feuerwehrmann, wurden leicht verletzt. Um den Brandherd im Ruderraum zu erreichen, mussten 600 Fuß Wasserschläuche verlegt werden, um das dritte der 15 Decks des Versorgers zu erreichen. Die Temperaturen im Schiffsinnern betrugen über 100 Grad. Binnen einer halben Stunde war der Brandherd ausgemacht und in der folgenden halben Stunde war das Feuer niedergekämpft. Das Schiff ist benannt nach dem Vietnamhelden George K. Sisler. Es ist 950 Fuß lang und wird von Zivilbediensteten der Maersk Line betrieben. Es war zu einer fast abgeschlossenen Routineüberholung seit Juni in Boston. Zuvor hatte es Militärausrüstung in den Mittleren Osten gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Eine Tote bei Untergang italienischer Schnellfähre
(31.08.07) Bei einem Fährunglück vor Sizilien sind am Abend des 11.8. 15 Menschen verletzt worden, die meisten von ihnen leicht. Eine Frau starb in einem Krankenhaus in Palermo wegen schwerer innerer Verletzungen. Das Tragflügelboot der Gesellschaft Siremar war aus noch ungeklärter Ursache bei der Einfahrt in den Hafen von Trapani gegen Klippen geprallt und anschließend langsam untergegangen. Unter den mehr als 180 Passagieren brach Panik aus, als durch die Lecks Wasser in die Fähre eindrang. Die Schnellfähre war von der Insel Favignana unterwegs zum Festland. Für das Unglück machte der Kapitän einen Defekt an der Ruderanlage verantwortlich.
Quelle: Tim Schwabedissen

Zwei Verletzte bei Bootsexplosion
(31.08.07) In Genf ist es am Nachmittag des 12.8. auf einem Motorboot zu einer Explosion gekommen. Zwei Personen wurden verletzt, befinden sich aber nicht in Lebensgefahr. Die Explosion ereignete sich beim Auftanken des Schiffes. Die Schiffseigner hatten beim Auftanken plötzlich einen Benzingeruch festgestellt. Anstatt den Schiffsraum zu lüften, starteten sie jedoch den Motor und lösten so die Explosion aus. Die Feuerwehr lenzte anschließend den Innenraum auszupumpen und sicherte das Boot.
Quelle: Tim Schwabedissen

Drei Tote bei Trawlerunglück befürchtet
(31.08.07) Am 10.8. lief die 119 Fuß lange Fähre "Nautical Empress", ein Long Island-Rundfahrtschiff in New York, im Sea Dog Creek nördlich von Point Lookout um 23 Uhr auf Grund. Die 103 Passagiere wurden gegen 2.30 Uhr von einem anderen Tourschiff, der 58 Fuß langen "Freeport V" der R&S Nautical Charter Co., aufgenommen. Das Schiff steckte in dickem Schlamm bei Tonne 7 westlich der Loop Bridge auf sechs Fuß Wassertiefe fest. Ein 25-Fuß-Boot war binnen einer halben Stunde vor Ort. Es gelang ihm ebenso wenig wie einem Nassau County Marine Polizeiboot, den Havaristen zu befreien. Während der Nacht wurden Untersuchungen am Schiff und der Besatzung durchgeführt. Am 11.8. kam die "Nautical Empress" mit der 5-Uhr-Flut frei. Der Rumpf wurde danach von Tauchern untersucht und kein Schaden festgestellt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Abwracken der "Hoheweg" vor Abschluss
(31.08.07) Auf der Bredo-Werft ging in den vergangenen Tagen das Abwracken des Kutters "Hoheweg" voran. Große Stücke des Rumpfes fehlen bereits, Löcher klaffen in der Außenhaut. Am 14.8. sollte das im November vor der Außenweser gesunkene Schiff komplett zerlegt sein. Der Schrott wird verwertet, Propeller und Kort-Düse sollen weiter genutzt werden. Die Wasserschutzpolizei überwacht den Abbruch des Wracks im Dock. Aus den Fischräumen des Kutters wurden zuletzt Tonnen von Sand und Schlick herausgeholt. Der vermisste Kapitän wurde erwartungsgemäß auch dort nicht gefunden, er bleibt vermisst.
Quelle: Tim Schwabedissen

Ein Verletzter bei Kutterbrand in Büsum
(31.08.07) Die traditionelle Kutter-Regatta in Büsum, Kreis Dithmarschen, wurde am Nachmittag des 12.8. durch ein Feuer überschattet. Beim Einlaufen in den Hafen geriet um 15.15 Uhr auf dem Greetsieler Kutter "Cormoran - Gre 36", 25 BRZ, der Maschinenraum in Brand. Alle 28 Menschen an Bord wurden gerettet, sie kamen mit dem Schrecken davon. Die Freiwillige Feuerwehr Büsum war mit 25 Mitgliedern bereits wenige Minuten nach dem Alarm um 15.30 Uhr vor Ort. Mit Wasser und Schaum rückten sie dem Brand zu Leibe. Atemschutzgeräte wurden eingesetzt. Gegen 17 Uhr erlitt ein Feuerwehrmann im Maschinenraum einen so schweren Stromschlag, dass er ins Krankenhaus in Heide eingeliefert werden musste. Auch eine Feuerwehrfrau wurde mit Kreislaufproblemen nach Heide transportiert. Der Kutter war um 14.15 Uhr in der Klasse D gestartet und nach der zu absolvierenden Strecke über die Ziellinie vor der Mole gefahren. Kurz nach Einlaufen in den Hafen fing es zu brennen an. Schnell legte der Kutter im Hafenbecken II an, alle Menschen sprangen an Land. Die Freiwillige Feuerwehr Büsum, die Wasserschutzpolizei mit dem Boot "Helgoland" und der Rettungskreuzer "Hans Hackmack" waren kurz nach der Alarmierung vor Ort. Da eine Explosion zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, sperrten die Rettungskräfte die Gegend um den Kutter großräumig ab, sodass die Straße "Am Fischereihafen" zeitweilig unpassierbar war. Zu diesem Zeitpunkt waren viele tausend Menschen im Hafengebiet unterwegs. Dort war die bunte Regatta-Meile mit vielen Buden und Fahrgeschäften aufgebaut. Da die "Cormoran" durch den Brandschaden nur noch bedingt schwimmfähig war, musste sie bis zum Nachthochwasser des 13.8. mit einer Lenzpumpe schwimmfähig gehalten werden und ging dann bei der Büsumer Werft auf Slip. Die Brandursache stand zunächst noch nicht fest.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schwere Kollision vor Gibraltar
(31.08.07) Nach der Kollision des dänischen Tankers "Torm Gertrud" (IMO 9240885), 30058 BRZ, mit dem unter Panama-Flagge registrierten Bulkcarrier "New Flame" (IOM 9077903), 43814 tdw, der Transmar Shipping am 12.8. um 5.55 Uhr waren die spanischen Rettungseinheiten "Salvamar Algericas", "Salvamar Alkaid" und "Miguel de Cervantes" vor Ort. Sie versuchten, einen Kilometer südlich von Europa Point vor der Hafeneinfahrt Gibraltars den vollständigen Untergang des mit Schlacke und Schrott beladenen Bulkers zu verhüten. Taucher und Berger wurden zur Unterstützung der Bergungsaktion von Spanien geschickt. Die "New Flame" lag mit dem Vorschiff tief unter Wasser auf 23 Metern Tiefe, in den Tanks 500 Tonnen Bunkeröl. Am 13.8. ersetzte die "Don Inda" die kleinere "Miguel de Cervantes" bei der Bergungsarbeit. Außerdem waren die "MSG Capable" und "Mumbles" und "Egerton" aus Gibraltar vor Ort. Am 13.8. präsentierte die Tsavliris Group einen Bergungsplan. Früher im Jahr lief hier bereits der Tanker "Samothraki" und 2004 der Kreuzfahrer "Van Gogh" auf Grund. Die "New Flame" hatte gerade in Gibraltar gebunkert und wollte in die Straße von Gibraltar laufen. Das Wrack lag stabil, nachdem das sinkende Vorschiff auf dem Los Picos-Riff festgekommen war. Der Frachterte hat die Laderäume eins und zwei komplett geflutet. Deswegen musste er von der 23-köpfigen Crew auch am Morgen des 12.8. aufgegeben werden. Die Seeleute wurden aus der Luft abgeborgen. Die "New Flame" war am 11.8. um 22.20 Uhr zum Bunkern in Gibraltar eingetroffen und war am 12.8. um 5.45 Uhr Kurs Izdemir ausgelaufen. Zehn Minuten später ereignete sich die Kollision. Die Tanks der mit 39.000 Tonnen Rohöl beladenen "Torm Gertrud" wurden bei dem Unglück im Süden der Iberischen Halbinsel nicht beschädigt. Das 2002 erbaute Schiff ging sicher in der Algericas Bay vor Anker. Sie war unterwegs von Augusta nach Port Everglades und hatte am 12.8. von 6 bis 22 Uhr in Algericas Bay ankern sollen. Die "New Flame" hatte in New York ihre Ladung für Izdemir aufgenommen und wollte neben der Treibstoffaufnahme einen Besatzungswechsel vornehmen. Die Gibraltar Maritime Administration begann eine Untersuchung der Kollision. Sie ereignete sich am Morgen des 12.8. in britischen Hoheitsgewässern unmittelbar vor dem Hafen Gibraltars. Der Frachter hatte den Hafen gerade verlassen. Dabei war er dem entgegenkommenden Tanker so nahe gekommen, dass keines der Schiffe mehr ausweichen konnte. Am 13.8. wurde der Kapitän der "New Flame" wegen Verstoßes gegen Sicherheitsvorschriften verhaftet. Am 14.8. traf um 6 Uhr der Bergungsschlepper "Hua-An" vor Ort ein und ging auf Standby-Position. Er war von einer Atlantikposition 200 Meilen südwestlich von Gibraltar herangeführt worden. Am Morgen des 19.8. traf wetterbedingt verzögert die russische "Fotiy Krylov", 5250 t, in Gibraltar ein. Der Schlepper, der zu den weltgrößten gehört, war zuvor in Norwegen tätig. Die Position der halbgesunkenen "New Flame" blieb derweil stabil. Am 16.8. begannen die Bergungsarbeiten. Das Bergungsteam hatte die Energieversorgung des Schiffes wieder in Betrieb genommen, sodass die schiffseigenen Pumpen zum Abpumpen des Öls genutzt werden konnten. Das Öl wurde auf eine Bunkerbarge transferiert. Ein 210 Meter langer Ölschlängel wurde um das aufragende Achterschiff und die Barge ausgelegt, Ölskimgerät ist vor Ort. Bei günstigen Wetterbedingungen war die Hoffnung, bis zum Ende der Woche das Öl abgepumpt zu haben. Zunächst verlief die Aktion nach Auskunft der Berger planmäßig. Am Abend des 20.8. wurden die Bergungsarbeiten unterbrochen, nachdem den Bergern klar wurde, dass das Schiff nach über einer Woche in der See unstabil geworden war und Gefahr lief, zu zerbrechen. Der Bergungsleiter instruierte das Bergungsteam, das Schiff zu verlassen und sich an Bord der "Fotiy Krylov" zu begeben. Die Berger gingen davon aus, dass das Achterschiff beim Auseinanderbrechen schwimmfähig bliebe und das Öl in dessen Tanks sicher ist. Das Achterschiff würde dann an einen sicheren Ort in der bucht von Gibraltar zur Inspektion verschleppt werden. Nach Abschluss dieser Untersuchungen sollte der Torso dann in den Bereich der Südmole gebracht und dort das verbliebene Öl abgepumpt werden. Die "Fotiy Krylov" versuchte anschließend vor den Augen hunderter Schaulustiger am Europa Point und überwacht von Hubschraubern, den Frachter kontrolliert auseinanderzureißen. Dies wurde als weniger riskant für den weiteren Ablauf eingeschätzt als abzuwarten, bis das Schiff von alleine auseinanderbricht. Im Laufe des Tages kam es zu einem geringfügigen Ölaustritt. Die Arbeiten wurden am Abend gestoppt, nachdem achtstündige Bemühungen ohne Ergebnis verlaufen waren. Der Schlepper blieb auf Position und mit dem Achterschiff verbunden, um im Falle eines Auseinanderbrechens des instabilen Schiffes sofort eingreifen zu können. Tauchuntersuchungen ergaben unterdessen, dass die Stabilität des Rumpfes bei 60 % liege. Als Handlungsoption wurde deswegen auch erwogen, den Auftrieb des Vorschiffs zu erhöhen und es dann anzuheben, um so mithilfe zweier Schlepper doch das ganze Schiff bewegen und an eine sicherere Position zum Leichtern verholen zu können. An entsprechenden Berechnungen wurde gearbeitet. Das Ölleichtern wurde dessen ungeachtet am 23.8. wieder aufgenommen, am Folgetag wegen schlechten Wetters aber wieder unterbrochen. Am Morgen des 27.8. wurden die Bergungsarbeiten wieder aufgenommen, nachdem sich das Wetter beruhigt hatte. Der norwegische Schlepper "Forti Krylo" hielt eine Trossenverbindung zum Havaristen aufrecht. Bereits am nächsten Tag folgte eine erneute Unterbrechung. Nach dem Einwirkung der Brandung auf den Rumpf wurde festgestellt, dass die Stabilität von 60 % auf 25 % gesunken war. Deswegen kam nach den Hoffnungen, das Schiff als Ganzes aufschwimmen zu lassen, die Option des Zerteilens wieder verstärkt in den Fokus der Überlegungen. Um einem unkontrollierten Auseinanderbrechen zuvorzukommen, das das Risiko in sich birgt, an ungünstigen Stellen zu erfolgen, könnte der Rumpf auseinandergeschweißt oder, ähnlich wie bei der "MSC Napoli", durch Sprengungen in zwei Teile zerlegt werden. Diese Möglichkeit wurde durch Experten favorisiert. Der Druck, zu einer Entscheidung zu kommen, wurde durch die sich verstärkenden Schäden am Rumpf in den vergangenen Tagen erhöht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter in Bangla Desh gesunken
(31.08.07) Der Frachter "Baba Lichu Shah" sank am 12.8. auf dem Weg von Bhola Sadar nach Monpura mit einer Ladung von 800 Säcken Dünger und 50 Säcken Reis in stürmischem Wetter, als er im Meghna River in Borhanuddi, Bangladesh, ankerte.
Quelle: Tim Schwabedissen

Drei Tote bei Trawlerunglück befürchtet
(31.08.07) Ein Trawler mit 16 Mann Crew kenterte am 12.8. in Kachchapia in Charfashion, Bangladesh. Drei Mann der Crew wurden vermisst.
Quelle: Tim Schwabedissen

Feuer auf Kutter vor England
(31.08.07) Der französische Kutter "Tourmalet" funkte am Morgen des 12.8. um 3.52 Uhr mit sieben Mann Crew Mayday, nachdem im Maschinenraum 16 Meilen westlich von St. Davids Head in der Irischen See ein Feuer ausgebrochen war. Mehrere Schiffe, darunter die Fähre "Isle of Inishmore", meldeten sich, und es gelang der Crew, den Brand zu löschen, während die Fähre standby machte. Das Rettungsboot aus St. Davids Head traf gegen fünf Uhr ein und schleppte den Havaristen nach Milford Haven ab.
Quelle: Tim Schwabedissen

Leichenfund an altem Wrack
(31.08.07) Vor der Küste von Dorset wurde die Leiche eines Tauchers nahe des Wracks der "Kyarra" vor Anvil Point gefunden. Ein Tauchteam der Polizei brachte den Körper an Land. Er soll mithilfe einer DNA-Analyse identifiziert werden. Nahe des in 30 Metern Tiefe liegenden Wracks wurden seit 2005 zwei Taucher vermisst. Beide waren separat voneinander von dem Tauchboot "Killer Prawn" abgestiegen und kamen nicht wieder aufgetaucht. Der 6953 Tonnen große Dampfer "Kyarra" war 1918 von einem deutschen U-Boot torpediert worden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Nach Zusammenbruch des Skippers: Yacht drohte auf Elbe zu stranden
(31.08.07) Das Bundespolizeischiff "Bayreuth BP 25" fing am 9.8. der Notruf einer acht Meter langen Segelyacht in der Elbmündung auf. Der Skipper war beim Segelbergen auf dem Vorschiff zusammengebrochen. Bei Winden um 6 Bf brachen danach der Baum und die Dirk, und die Schraube wurde durch eine Leine blockiert. Das Schiff vertrieb sehr schnell und drohte auf den Elbsänden zu stranden. Die Beamten der Bundespolizei erreichten den Havaristen nach kurzer Zeit und gingen zur Hilfeleistung an Bord. Der Skipper wurde durch einen SAR-Rettungshubschrauber aufgewinscht und zur ärztlichen Behandlung nach Cuxhaven geflogen. Danach konnte eine Leinenverbindung zum Tochterboot des herbeigerufenen Seenotrettungskreuzers "Hermann Helms" hergestellt werden, um eine Strandung zu vermeiden. Die Yacht wurde anschließend mit der an Bord befindlichen Lebensgefährtin des Skippers und der Unterstützung der Beamten nach Cuxhaven geschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Leichte Kollision auf der Schelde
(31.08.07) Am 9.8. kollidierte das Schubschiff "Thor", als er die Schelde abwärts fuhr, mit einem Seeschiff der Stolt Reederei, das aus der Schleuse von Kallo kam. Es war an zwei Bargen gekoppelt. Da wegen des Wasserstandes keine Möglichkeit bestand, zwischen die Fahrwassertonnen auszuweichen, stießen die Schiffe zusammen. Eine Trosse zum Schleppanhang brach. Nach der Reparatur konnte die "Thor" ihre Fahrt fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Bordkran zerriss Hochspannungsleitung über Mittellandkanal
(31.08.07) Am 9.8. gegen 21.00 Uhr hat ein mit 35 Containern beladenes deutsches Binnenschiff beim Ausfahren des bordeigenen Autokrans eine im Osthafen Minden den Mittellandkanal kreuzende Hochspannungsleitung abgerissen. Das Schiff, das auf der Fahrt von Bremerhaven nach Hannover war, wollte im Osthafen Minden festmachen und dort die Nacht verbringen. Zuvor wollte der Kapitän noch sein an Bord befindliches Auto mit dem Deckskran an Land setzen. Der Kran wurde hierbei zu hoch ausgefahren, so dass er an die Stromleitung stieß. Die Leitung fiel daraufhin in den Mittellandkanal und auf das Gelände einer Firma. Nach Angaben des Stromversorgers bestand keine Gefahr für die an Bord befindliche Besatzung. Die Schifffahrt wurde hieraufhin von der Wasserschutzpolizei gesperrt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Identität von "Titanic"-Todesopfer korrigiert
(31.08.07) Kanadische Wissenschaftler haben die Identität eines Babys korrigiert, das nach dem Untergang der "Titanic" vor 95 Jahren tot aus dem Nordatlantik geborgen worden war. Bei dem Jungen handle es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um den 19 Monate alten Briten Sidney Leslie Goodwin und nicht, wie seit 2002 angenommen, um den 13 Monate alten Finnen Eino Viljami Panula, sagte der Leiter des Forschungsteams an der Universität von Lakehead (Ontario), Ryan Parr, am 8.8. Vor fünf Jahren hatten die Wissenschaftler noch gedacht, mit Hilfe einer DNA-Analyse das Rätsel um das anonym beerdigte Baby gelöst zu haben, dessen lebloser Körper sechs Tage nach dem Untergang der "Titanic" im April 1912 in einer Schwimmweste treibend im Meer gefunden worden war. Laut Parr wies die DNA der beiden Jungen "sehr große Ähnlichkeiten" auf. Weitere Gen-Analysen sowie der Fund von Schuhen legten nun aber den Schluss nahe, dass es sich bei dem Baby um den älteren Jungen gehandelt haben müsse.
Quelle: Tim Schwabedissen

Vermisster Frachter für gesunken erklärt
(31.08.07) Der seit über einem Monat vermisste im Indischen Ozean vermisste Frachter "Reef Azania", 2173 BRZ, ist vermutlich samt seiner 14-köpfigen Crew, davon acht aus Tansania, die weiteren aus Birma und Pakistan, gesunken. Da es keine andere Möglichkeit gebe, werde den Angehörigen die Versicherung ausgezahlt, sobald die britische Salvage Association Co. den Verlust bestätigt, teilte der tansanische Verkehrsminister Adam Mwakanjuki am 9.9. mit. Das Schiff der Zambezi Dubai Shipping Company hatte am 20. Juni Dubai mit Kurs Seychellen verlassen und sollte am 8. Juli mit seiner Containerfracht in Sansibar einlaufen. Den letzten Kontakt gab es am 24. Juni. Es war auf 16 Grad nördlicher und 59 Grad östlicher Länge in schwere See geraten. Unglücksursache war vermutlich der Sturm. Vermisst werden in demselben Seegebiet auch die "Sea Prince" aus Südkorea seit dem 11.5. vor Berbera und die "Infinity Marine 1" aus Panama, zu der am 26.6. der letzte Kontakt bestand, als es von Mogadischu nach Dubai unterwegs war.
Quelle: Tim Schwabedissen

Positive Reaktion auf Vorschlag für Kriegsschiffversenkung vor Sussex
(31.08.07) Marineeinheiten könnten vor der Küste von Sussex versenkt werden, um gewaltige künstliche Riffe zu bilden. Ein Geschäftsmann hat jetzt einen Plan zur Schaffung einer solchen Unterwasserattraktion dem Seaford Town Council übergeben. In einem ersten Schritt würde ein Schiff auf 20 Meter Tiefe durch eine Explosion versenkt werden. Im Jahr 2005 war als erstes künstliches Riff die Fregatte HMS "Scylla", 2500 ts, nahe Plymouth Hoe versenkt worden. Sie generiert jetzt eine Million Pfund Einnahmen pro Jahr durch anreisende Tauchtouristen. Der jetzige Plan würde einen Aufwand von einer Million Pfund bedeuten, aber dieselbe Summe binnen einen Jahres durch Tourismus wieder einbringen. Jetzt müssen die Environment Agency, die Newhaven Community Development Association, SEEDA, Lewes District Council und der East Sussex County sowie die Bewohner von Seaford zu einem Urteil kommen. In ersten Reaktionen wurde der Plan gut geheißen. Die Stadtverordneten von Seaford wollen versuchen, finanzielle Unterstützung zu finden. Der Sussex Wildlife Trust sagte, Voraussetzung sei eine gründliche Reinigung sowie die Versenkung in einem ökologisch unsensiblen Gebiet. Der Plan soll jetzt von der Environment Agency und Newhaven Economic Partnership begutachtet werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Berger geborgen
(31.08.07) Am 9.8. rettete eine Coast Guard-Crew zwei Berger vor der Küste von Ponte Vedra Beach, Florida. Eine halbe Meile nördlich von Mickler's Landing war deren Schlepper beim Versuch, ein im vergangenen Monat dort gestrandetes Segelschiff zu bergen, offenbar wegen dessen zu großen Gewichtes gekentert. Ein Boot der Station Mayport life aus und barg die Verunglückten.
Quelle: Tim Schwabedissen

Brand auf italienischer Schnellfähre
(31.08.07) Auf der 1995 erbauten italienischen Schnellfähre "Sardinia Express", 3560 BRZ, der Sardinia Ferries (IMO 9108245) kam es am 9.8. gegen 3 Uhr morgens zu einem Maschinenraumbrand, als sich das Schiff mit 229 Passagiere an Bord auf der Fahrt von Sardinien und dem italienischen Festland befand. Ausgelöst wurde der Brand durch einen technischen Zwischenfall im Maschinenraum. Die Fähre trieb zunächst hilflos in der ruhigen See vor Korsika. Ein Mann erlitt bei dem Feueralarm einen Herzinfarkt und wurde mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Er befindet sich außer Lebensgefahr. 14 Personen, davon vier Besatzungsmitglieder, erlitten leichte Rauchvergiftungen. Die Fähre "Mega Express" traf um 5 Uhr am Havaristen ein und übergab eine Schlepptrosse. Helikopter und Schlepper wurden in Marsch gesetzt. Gegen sieben Uhr war ein Feuerlöschteam mit Hubschraubern an Bord gebracht worden. Kurzzeitig erwog die Feuerwehr, die Menschen an Bord der Fähre mit Rettungsbooten in Sicherheit zu bringen, weil das Feuer sich schnell und heftig ausbreitete. Mit Verstärkung gelang es aber, den Brand binnen einer Stunde einzudämmen. Das Schiff wurde fünf Stunden nach Ausbruch des Feuers durch die "Mega Express III" und später den Schlepper "Rable" nach Bastia abgeschleppt. Der Schlepper "Carangue" und die italienischen Rettungsboote "CP 313" sowie "CP 901" begleiteten den Konvoi, der am Abend im Hafen erwartet wurde. Die "Sardinia Express" kann 535 Passagiere und 150 Fahrzeuge transportieren. Sie ist 103 Meter lang und 14,5 Meter breit. Erbaut wurde die Fähre als "HSC Corsica Express" bei Cant. Nav. Rodriquez S.p.A., Pietra Ligure, Italien. Sie verdrängt 1068 Tonnen und läuft mit 19308 kW 36 Knoten 1997 wurde sie zur "Sardinia Express" und läuft zwischen Civitavecchia und Golfo Aranci.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Weichselstern" rammte russisches Schiff
(31.08.07) Der 21823 tdw verdrängende, 1999 erbaute Tanker "Weichselstern" (IMO 9183829) kollidierte in Russland mit der an einem Kai liegenden, 14184 BRZ großen "Ivan Papanin", während er sie mit Lotsen an Bord passierte. Der Lotse gab an, dass ein Maschinenversager vorangegangen sei. Die "Ivan Papanin" wurde oberhalb der Wasserlinie beschädigt. Die "Weichselstern" wurde für die Zeit der Untersuchungen mit einem Auslaufverbot belegt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Explosion auf russischem Trawler
(31.08.07) Auf dem 207 tdw großen,1989 erbautenrussischen Trawler "Utashud" kam es in Petropavlovsk in Kamchatka am 6.8. zu einer Explosion. Ein Besatzungsmitglied starb, ein weiteres wurde schwer verletzt. Die Crew konnte den anschließenden Brand selbst löschen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Drei Mann von gestrandetem Boot gerettet
(31.08.07) Vor einer Insel in Argyll lief ein Boot auf Grund. Ein Royal Navy Helikopter der HMS "Gannet" und zwei Rettungsboote wurden nach dem Mayday-Ruf vor Jura am 9.8. in Marsch gesetzt. Die dreiköpfige Crew des Havaristen wurde von Handelsschiffen gerettet, daraufhin wurden der Hubschrauber und ein RNLI-Boot zurückgerufen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kalbender Eisberg verletzte Kreuzfahrtpassagiere
(31.08.07) Eine Gruppe britischer Urlauber wurde am 8.8. auf dem russischen Arktis-Kreuzfahrtschiff "Alexey Maryshev" von Eisbrocken verletzt. Von den 87 insgesamt Betroffenen wurden zwei, darunter auch ein Besatzungsmitglied, schwer verletzt. Das Unglück ereignete sich vor Svalbard Islands, 500 Kilometer nördlich von Norwegen, als das Schiff einer Eiskante folgte, von der auf einmal größere Teile abbrachen. Das Eis stürzte auf das Deck des Schiffes und krachte dann in die See. Dabei brachte es das Schiff ins Rollen und verursachte, dass es sich überlegte und Wasser an Deck kam. Vier der Verletzten, darunter das russische Crewmitglied, wurden in ein Krankenhaus nach Tromsö auf dem norwegischen Festland geflogen, 14 andere in ein Hospital in Longyearbyen auf Spitzbergen eingeliefert, nachdem der 66 Meter lange, in Holland aus einem Forschungsschiff umgebaute Luxuskreuzfahrer, der 1990 in Finnland für das St. Petersburger Hydrographische Institut entstanden war, dort festgemacht hatte. Das Unglück ereignete sich nach bisherigen Ermittlungen, als das Schiff nahe an einen kalbenden Eisberg heranfuhr. Dabei brach plötzlich eine größere Eismasse ab und fiel auf die Schiffsseite, wo die Passagiere sich versammelt hatten. Eisbrocken, die nahebei ins Wasser stützten, warfen das Schiff auf und ab. Dabei stürzten etliche Passagiere auf Deck. Die 50 Fahrgäste hatten die Reise über Discovery The World gebucht. Insgesamt waren 76 Personen an Bord. Die Veranstalter nahmen Kontakt mit der britischen Botschaft in Oslo auf, um sie über die Situation auf dem Laufenden zu halten. Die "Alexey Maryshev" setzte unterdessen ihre Reise mit den unversehrten 46 Passagieren fort, die noch bis zum 12.8 . andauern wird. Die holländischen Oceanwide Expeditions betreiben das Schiff. Die Behörden in Svalbard haben eine Untersuchung begonnen. Kapitän Awlwnin der "Alexej Maryschew drohen nun bis zu zwei Jahre Haft. Er hatte zwar zugegeben, das Schiff zu nah an den Eisberg geführt zu haben. Die Gouverneurin der Region Spitzbergen in Nordnorwegen, Elisabeth Lovold, sagte, Selenin könne bereits am 13.8. wegen Verdachts auf Verletzung der Schifffahrts-Sicherheitsregeln vernommen werden. Bei einer Verurteilung drohen ihm eine Geldstrafe oder eine Haftstrafe von bis zu zwei Jahren. Auch der britische Reiseveranstalter "Discovery the World" rief auf, den Kapitän zur Verantwortung zu ziehen. "Wir bestehen auf einem Gerichtsprozess", sagte der geschäftsführende Direktor Clive Stacey. Er warf dem Kapitän Fahrlässigkeit vor. Ein Kommando wird er für die Reederei nicht mehr erhalten.
Quelle: Tim Schwabedissen

"MSC Napoli" beendete letzte Reise
(31.08.07) Der Schlepper "Anglian Earl" (IMO 8516964) der britischen Küstenwache, der am 9.8. begonnen hatte, den vorderen Teil der "MSC Napoli" entlang der Küste Cornwalls Richtung Belfast zu ziehen, traf planmäßig am 13.8. vor Belfast ein. Am Vortag der Verschleppung war das Schiff vor Sidmouth auf Position gebracht worden. Gleichzeitig werden nun Kontrakte verhandelt, das Achterschiff mit dem Maschinenraum und den Aufbauten, der noch vor Devon auf Grund liegt, abzuwracken. Mit dem Verholen des Vorschiffs endete auch der Einsatz des Schleppers "RT Magic" am Havaristen, der nach Rotterdam abging. Nach dem Eintreffen des halben Schiff vor Belfast wurde es zu einem Ankerplatz vor dem Hafen verbracht. Am 17.8. wurde das Vorschiff der "MSC Napoli" nach Belfast eingeschleppt und bei Harland & Wolff vertäut. Hier wird es in einem Trockendock abgewrackt. 98 Prozent sollen recycled werden. Ende August begann das Abwracken des Schiffsteils. Binnen 15 Wochen soll die Arbeit beendet sein. Beschädigte Sektionen werden zuvor noch untersucht, um herauszufinden, was während des Sturms, in dem der Frachter leck schlug, genau geschah. Das Achterschiff der "MSC Napoli" soll im Winter in einem Stück auf eine Barge verladen werden. Dazu erhielt die holländische Bergungsfirma Smit, die bereits die vorangegangenen Bergungsarbeiten durchgeführt hat, 10 Tage nach dem Abliefern der vorderen Schiffshälfte ebenfalls den Auftrag. Auf diese Weise sollen die Umweltrisiken minimiert werden. Die Hebung des Torsos soll voraussichtlich im November stattfinden. Derweil haben drei britische Strandräuber, die nach dem Aufgrundsetzen des Schiffes angeschwemmte Container aus der Ladung der "MSC Napoli" plünderten, Reue bewiesen: Sie meldeten sich bei der Zeitung "Daily Telegraph", um sich öffentlich zu entschuldigen und ein entwendetes Porzellangeschirr den schwedischen Eigentümern zurückzugeben. Diese hatten das Porzellan-Service, ein Hochzeitsgeschenk, sowie Bilder und Einrichtungsgegenstände aus ihrer Stockholmer Wohnung mit der "Napoli" zur Ausstattung ihres Weinguts nach Südafrika geschickt. Andere Strandräuber haben Gegenstände aus dem Hausrat der Schweden anonym zurückgegeben. Sie stellten Champagnergläser und ein Gemälde, das einen Leoparden zeigt, vor einem Dorfpub ab mit der schriftlichen Bitte, die Sachen zurückzugeben. Aus den Containern waren allerdings weit mehr Güter - darunter Luxus-Motorräder und teure Weine - entwendet worden, die bislang noch verschwunden sind. Nach britischem Recht müssen mitgenommene Wertgegenstände vom Strand innerhalb von 28 Tagen bei den Behörden gemeldet werden. Nur wenn die Besitzer ausdrücklich zustimmen, dürfen die "Finder" ihre Beute behalten.
Quelle: Tim Schwabedissen

Ist altes Flusswrack einstiges Nantucket-Feuerschiff?
(31.08.07) Das Wrack liegt schon rund 70 Jahre im Merrimack River, so lange, dass vier große Bäume, Gras und Gestrüpp darauf wachsen. Bei Flut sind die Bewuchsinseln das einzige, was aus dem Wasser ragt. Es soll sich um ein altes Feuerschiff handeln. Bisher hat niemand die Hulk dokumentiert, es ist nicht mehr als ein Stück Lokalhistorie unterhalb der Brücke, Haverhill und Groveland verbindet. Ein 28-jähriger Unterwasserarchäologe will nun die Geschichte des Schiffes erforschen. Wann kam es nach Haverhill? Wann sank es, und wie? Die Arbeitstheorie geht davon aus, dass es sich um ein aus dem 19. Jahrhundert stammendes Feuerschiff mit Holzrumpf handelt, das einst vor Nantucket lag. Seit Juni ist der Absolvent der Amesbury High School dabei, das Schiff zu dokumentieren und zu vermessen sowie auf der Basis der gewonnenen Daten eine dreidimensionale Computerdarstellung zu erarbeiten. Manches deutet darauf hin, dass es sich um das Feuerschiff "LV 1" handeln könnte, erbaut 1855 in Portsmouth, New Hampshire, und für viele Jahre auf den südlichen Untiefen vor Nantucket im Einsatz. Die Bauweise mit Holzplanken, die durch Kupfernägel verbunden waren sowie der Einsatz von Öllampen und der Antrieb ausschließlich durch Segel in Schonertakelung untermauert diese Vermutung. Jedoch war "LV 1" 103 Fuß lang, und das Wrack im Fluss ist nur 80 Fuß lang. Sein Bug liegt in Richtung Newburyport and und Atlantik in einem Winkel von 45 Grad zum Ufer. Wenn Ebbe herrscht, kommt man zu Fuß an Bord, und nur der Kiel bleibt tief im Schlick verborgen. Es könnte sein, dass die Groveland Sea Scouts, eine Art Wasserpfadfinder, das Schiff in den 1930er Jahren erhielten. Eine andere Version ist, dass die Haverhill Sea Scouts es erwarben und an ihre Nachbarn in Groveland spendeten. Dann soll die Flut von 1936 das Schiff von seinen Moorings losgerissen haben, und es trieb an die Stelle, an der es seither im Fluss liegt, oder aber es geschah im Winter vor dem schweren Eisgang. Klar ist jedenfalls eines: Es gibt viel Arbeit für den jungen Forscher, die Geschichte des Wracks im Fluss der Vergangenheit zu entreißen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Tod in der Elbe: Skipper vom Baum über Bord geschleudert
(31.08.07) Am 7.8. ist gegen 16 Uhr der 66-jährige Skipper der "Kleiner Lump" auf der Elbe in Höhe Otterndorf über Bord gegangen und kam ums Leben. Die Verkehrszentrale Cuxhaven informierte die Wasserschutzpolizei, dass der Helgoland-Katamaran "Halunder-Jet" gemeldet dass bei den Fahrwassertonnen 37 und 39 eine Person im Wasser treibe. Ermittlungen ergaben, dass auf der sieben Meter langen Yacht mit Heimathafen Glückstadt beim Bergen des Großsegels der Baum herumgekommen war und dabei gegen den auf der Reling stehenden Eigner der Yacht geprallt war. Dadurch fiel der ins Wasser. Einem Mitsegler an Bord der Yacht gelang es nicht, den Mann wieder an Bord zu ziehen. Er hielt ihn längere Zeit fest und informierte die Rettungsleitstelle. Auch mit Hilfe der Besatzung eines weiteren Segelbootes gelang es nicht, den Verunglückten aus dem Wasser zu ziehen. Erst mit Unterstützung eines Rettungsbootes des "Halunder-Jet" konnte der bewusstlose Mann aus dem Wasser gezogen werden. Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen verstarb der Mann. Der Leichnam wurde mit dem Seenotrettungskreuzer "Hermann Helms" nach Cuxhaven gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Vermeintlicher Rettungsring der legendären "Edmund Fitzgerald" war Fälschung
(31.08.07) Am 3.8. machten drei Ausflügler am Ufer des Lake Superior einen spektakulär erscheinenden Fund: Einen Rettungsring mit dem Namen des 1975 mit seiner 29-köpfigen Crew gesunkenen Great Lakers "Edmund Fitzgerald". Der orangefarbene Ring lag unter einer umgestürzten Pinie. Darauf waren noch die Wortfragmente Ed und Fitz erkennbar. Der Fund fand nahe der Keweenaw Peninsula statt, rund 200 Meilen vom Untergangsort entfernt. Der Farmer brachte den Fund ins Great Lakes Shipwreck Museum in Whitefish Point, dessen Direktor zunächst sagte, es gebe wenig Zweifel an der Echtheit des Fundes. Zwar gebe es eine Reihe von Unterschieden zwischen einem dort bereits vorhandenen und dem nun aufgefundenen Ring, so hat der jetzt aufgefundene nicht den Suffix "S.S.", und auf der Rückseite steht "Duluth", jedoch lässt sich dies dadurch erklären, dass das in Milwaukee beheimatete Schiff die Winter in Duluth verbrachte. Der Rettungsring soll nun ebenfalls in den Besitz des Museums übergehen. Eine offizielle Übergabe wurde für den 10.11., den 32. Jahrestag des Verschwindens des Schiffes, geplant. Bei einem Besuch einer Frau aus Michigan im Great Lakes Shipwreck Museum stellte sich indes heraus, dass es sich bei dem vermeintlichen historischen Relikt um eine Fälschung handelte - der Rettungsring hatte ihrem Vater gehört, der ihn vor 20 Jahren erworben und in Gedenken an den versunkenen Frachter mit dessen Namen versehen hatte. Vor zwei Jahren war er aus dessen Garage gestohlen worden. Wenigstens gibt es nun eine Geschichte mehr um das prominente Schiffswrack. Die "Edmund Fitzgerald" war 1957 für die Northwestern Mutual Life Insurance Company of Milwaukee, Wisconsin bei den Great Lakes Engineering Works (GLEW), als größter Erzfrachter der Great Lakes auf Kiel gelegt worden. Das Schiff lief am 8.6.1958 vom Stapel. Es hatte eine Kapazität von 26600 Tonnen bei einer Länge von 222 Metern. Erst in den 1970ern wurde ihre Größe durch andere Laker übertroffen. Beim Stapellauf kam es zu leichten Schäden durch eine Berührung mit den Docks, ein Zuschauer erlitt einen Herzanfall, und die Champagnerflasche zersprang erst beim dritten Versuch, was manche als schlechtes Omen werteten. Weitere Zwischenfälle nach der Ablieferung 1958 waren eine Strandung 1969, die Kollision mit der "Hochelaga" 1970 sowie drei Kollisionen mit Schleusenmauern1970, 1973 und 1974 sowie der Verlust eines Ankers im Detroit River 1974. Am 9.11.1975 verließ die "Edmund Fitzgerald" Superior auf dem Weg zu einer Stahlmühle auf Zug Island nahe Detroit. Ein anderer Frachter, die "Arthur M. Anderson" auf dem Weg nach Gary in Indiana folgte. Beim Kreuzen des Lake Superior kamen beide Schiffe, die mit 13 Knoten liefen, in einen schweren Sturm mit Windgeschwindigkeiten von über 50 Knoten und Wellen von einer Höhe an die 10 Meter. Wegen des Sturms waren die Soo Schleusen geschlossen, und die Frachter änderten Kurs nordwärts auf die kanadische Küste, wo sie Windschutz erhofften. Am Nachmittag des 10.11. berichtete die "Fitzgerald" über eine geringe Schlagseite und Seeschlagschäden, u.a. den Verlust des Radars. Nichts deutete auf ernstliche Probleme hin. Wegen des Radarschadens übernahm die "Anderson" die Führung in Richtung der relativ sicheren Whitefish Bay. Der letzte Funkkontakt war um 19.10 Uhr. Als die "Anderson" große Wellen in Richtung der "Fitzgerald" wahrnahm, fragte sie, wie sie sich halte, mit der Antwort, sie hielten sich gut. Minuten später versank die "Edmund Fitzgerald", ohne vorher ein Notsignal gesendet zu haben. Sie verschwand einfach vom Radarschirm. Um 20.32 Uhr verständigte die "Anderson" die Küstenwache. Gleichzeitig war sie auf der Suche nach der Besatzung, an der sich auch die "William Clay Ford" sowie die "Hilda Marianne" beteiligten. Drei Flugzeuge stiegen auf, der Küstenwachtender "Woodrush" brauchte einen Tag zum Eintreffen. Bei der Suche wurden Trümmer und Rettungsboote entdeckt, aber keine Überlebenden. Ein Magnetdetektor fand die Wrackposition. Mit Sonar wurde das Schiff, das nahe eines anderen Wracks lag, vom 14. bis 16.11. untersucht. 1976 führte das unbemannte U-Boot "Curv III" eine Fotodokumentation des Schiffes durch. Es fand die "Edmund Fitzgerald" in zwei Teile zerbrochen in 160 Metern Wassertiefe vor. Die vordere Hälfte war 84 Meter lang und steckte aufrecht im Schlamm. Das Achterschiff lag in 52 Metern Entfernung kieloben in einem 50 Grad-Winkel zum Vorschiff. Trümmer und Ladungsteile lagen dazwischen ebenso wie Überreste der Mittschiffssektion. Die Position der Wrackteile deutete darauf hin, dass das Schiff nicht, wie ursprünglich vermutet, an der Wasseroberfläche durch Sturmeinwirkung zerbrochen war, sondern erst beim Aufprall auf den Seegrund. Die Küstenwache stellte fest, dass wohl unzureichend gesicherte Laderaumabdeckungen das Unglück verursacht hätten. Wahrscheinlich sei allmählich und unbemerkt über längere Zeit Wasser eingedrungen, bis plötzlich Auftrieb und Stabilität verloren gingen. Eine andere Theorie besagte, dass wegen des Radarverlustes das Schiff nahe Caribou Island kurz auf Grund gelaufen sein könnte, ohne dass die Crew dies wahrnahm. Durch einen dabei entstandenen Bodenschaden hätte Wasser eindringen können, bis plötzlich die Schwimmfähigkeit verloren ging. Die letzte Kommunikation mit der "Anderson" könnte darauf hindeuten, nach der zwei große Wellen auf die "Fitzgerald" zumarschierten und sie wenig später möglicherweise versenkten. Da das Wrack bis zu den Lademarken im Schlamm versunken ist, kann der Rumpf nicht auf mögliche Schäden untersucht werden. Am 4.7.1995 wurde die Schiffsglocke geborgen und ist nun im Great Lakes Shipwreck Museum in Whitefish Point nahe Paradise, Michigan, ausgestellt. Ein Anker, den das Schiff auf einer früheren Reise verlor, wurde aus dem Detroit River geborgen und wird im Dossin Great Lakes Museum in Detroit, Michigan, ausgestellt. Einige andere Artefakte sind zu finden im Steamship Valley Camp in Sault Ste. Marie, Michigan. Darunter ist das wie Papier zusammengefaltete Rettungsboot zwei sowie Fotos, Filme, Modelle und Bilder. Die Mariners' Church in Detroit hält die Erinnerung an die 29 Toten wach, indem sie eine alljährliche Gedenkveranstaltung mit Verlesung der Namen der Seeleute durchführt. Am 12.11.2006 wurde der Inhalt des Gedenkens erweitert an alle 6000 Menschen, die bislang auf den Great Lakes ums Leben kamen. Auf den Great Lakes wurden allein seit 1878 rund 6000 Schiffswracks verzeichnet, ein Viertel davon Totalverluste. An jedem 10. November wird im Silver Bay Leuchtturm in Minnesota ein Licht im Gedenken an die "Edmund Fitzgerald" ausgestrahlt. 1976 setzte der kanadische Singer-Songwriter Gordon Lightfoot dem Schiff mit dem Song "The Wreck of the Edmund Fitzgerald" ein musikalisches Denkmal. Andere Komponisten und Dichter folgten. Als der Küstenwachkutter "Woodrush" 2001 durch ein neues Schiff ersetzt wurde, die USCGC "Maple", besuchte diese auf ihrer Jungfernfahrt die Untergangsstelle der "Fitzgerald" und versenkte einen Rettungsring des Vorgängerschiffes am Wrack.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schwere Explosion in Marina in Kentucky
(31.08.07) Am Nachmittag des 6.8. kam es in der Marina von Jonathan Creek in Kentucky zu einer verheerenden Explosion, die einen Toten und drei Verletzte forderte. Das Feuer war um 15.30 Uhr ausgebrochen, zerstörte zwei Boote und beschädigte weitere sieben Yachten, Hausboote und Kabinenkreuzer. Die Feuerwehren von Aurora-Ross, Palma-Briensburg, Fairdealing-Olive und East Marshall brachten den Brand unter Kontrolle. Zuerst hatten Yachteigner versucht, das Feuer mit Löschern und Wasserschlauch zu bekämpfen, doch sie hatten keine Chance.
Quelle: Tim Schwabedissen

Reinigung von "Monitor"-Geschützturm abgeschlossen
(31.08.07) Konservatoren haben jetzt die Arbeiten, Sand, Sedimente und Versteinerungen aus dem Geschützturm von USS "Monitor" zu entfernen, abgeschlossen. Das Relikt aus dem amerikanischen Bürgerkrieg war im August 2000 vor Cape Hatteras geborgen worden. In diesem Sommer wird Arbeit im Mariners Museum abgeschlossen. Dabei wurden über ein Dutzend unerwartete Artefakte wie Silber, Kugeln und Verschlüsse gefunden. Der 21,5 Fuß breite Geschützturm machte Geschichte, als er auf die CSS "Virginia" am 9.2.1862 vor Hampton Roads feuerte und damit die Ära der Schlachtschiffe eingeläutet wurde. Die Ausgrabungen an der späteren Untergangsstelle der "Monitor" brachten nicht nur hunderte von Artefakten, sondern auch menschliche Überreste zu Tage. Nun muss der Geschützturm vor Rost geschützt werden. Das korrodierte Dach wurde bereits verstärkt. Ein weiterer Fortschritt war das Aufrichten eines geborgenen Kanonenrohres mit einem Gewicht von 17000 Pfund mittels zweier 20-Tonnen-Züge. Die 13 Fuß lange Dahlgren-Kanone feuerte in der Schlacht von Hampton Roads auf die CSS "Virginia". Seit dem Untergang der "Monitor" war sie nicht mehr in aufrechter Position, sondern hatte auf dem Kopf gelegen. Jetzt können die Besucher des Mariners' Museum die Gravuren, die nach der Schlacht auf der Oberseite angebracht waren, erstmals besichtigen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Lotse schuldig gesprochen
(31.08.07) Der Lotse des Containerschiffes "OOCL Sydney", 65000 BRZ, der im Oktober 2005 einen Kutter in Port Phillip Bay überlief, wurde wegen Nachlässigkeit jetzt zu 5000 Dollar Strafe verurteilt. Das 235 Meter lange Schiff war auf dem Weg zum Swanton Dock und fuhr durch einen Pulk von Kuttern. Das versenkte Schiff hatte zwei Mann Besatzung, die sich nur durch einen Sprung über Bord hatten retten können und von anderen Booten aufgenommen wurden. Der Kapitän, so hieß es nun, habe gegen Sicherheitsregeln verstoßen. Er selbst bekannte sich ebenfalls schuldig.
Quelle: Tim Schwabedissen

Vorbereitungen zur Bergung der "Repubblica di Genova" abgeschlossen
(31.08.07) Die Vorbereitungen zur Aufrichtung des gekenterten Frachters "Repubblica die Genova" sind abgeschlossen worden. Auf dem Schiff, das in Antwerpen auf der Seite liegt, wurden große Stahlgerüste aufgestellt, die mit Ketten und Trossen verbunden wurden. Mit deren Hilfe soll das Schiff nun wieder in die Waagerechte gebracht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kollision zweier Kreuzfahrtschiffe im Geirangerfjord
(31.08.07) Am 7.8. kollidierten gegen 15 Uhr im norwegischen Geirangerfjord das 215 Meter lange zypriotische Kreuzfahrtschiff "Thomson Spirit" von Thomson Cruises mit der 135 Meter langen portugiesischen "Ocean Majesty", 10417 BRZ; der Majestic International Cruises. Sie drifteten gegeneinander, während sie in dem Fjord ankerten. Ein Tenderboot der "Thomson Spirit" wurde beschädigt. Mehrere Bootsdavits wurden umgebogen, zwei Kabinen in Mitleidenschaft gezogen. Die laufende Kreuzfahrt wurde abgesagt und eine Reparatur von drei Tagen angesetzt. Von den 1848 bzw. 535 Passagieren kam niemand zu Schaden. Offenbar gab es vor dem Unglück Kommunikationsprobleme. Für die "Ocean Majesty" fand sich ein Ersatzdavit, sodass binnen kurzem eine Fahrerlaubnis erteilt werden konnte.
Quelle: Tim Schwabedissen

"MSC Napoli" vor letzter Reise
(31.08.07) Berger bereiten das Abschleppen des Vorschiffs der "MSC Napoli" von Devon nach Belfast zum Abwracken vor. Hier soll es bei Harland & Wolff verwertet werden. Die Verschleppung könnte diese Woche beginnen, doch brauchen die Berger ein fünf Tage langes ruhiges Wetterfenster. Ein Küstenwachschlepper soll den Rumpf von Cornwall in die Irische See verschleppen. Die bisherigen Kosten der Bergungsaktion belaufen sich auf über 50 Millionen Pfund.
Quelle: Tim Schwabedissen

Yacht wird aus 100 Metern Tiefe geborgen
(31.08.07) Die am 11. Juni vor Seemoos im Bodensee gesunkene Motoryacht "Amarone" aus Konstanz wird zwischen dem 20. und dem 24.8. gehoben. Die Bergung wird von der Spezialfirma Nautik GmbH Keppler + Vitt aus Sasbach am Rhein mit Hilfe von Tauchern durchgeführt. Die Arbeiten werden mit Spezialtauchern und schwerem Gerät die Bergung vollzogen. Derzeit werden durch Bergungsfirma und die Details geplant. Der Eigner hatte seine einzige Motoryacht zum Untergangszeitpunkt an mehrere Kunden aus Stuttgart verchartert. Nach der Bergung soll geklärt werden, aus welcher Ursache das Boot kenterte und sank. Bei dem Unglück konnten alle Bootsinsassen gerettet werden. Die Nautik GmbH wird einen Ponton aufs Wasser bringen, diesen exakt über der gesunkenen Yacht verankern und anschließend einen Trimix-Taucher in die Tiefe schicken. Das Boot liegt rund 100 Meter tief.
Quelle: Tim Schwabedissen

Deutscher Containerfrachter barg Schiffbrüchige im Sturm
(31.08.07) Alle fünf Mann des Kutters "Zhu Wan 4209" konnten nach dessen Untergang in einem Tropensturm vor den Xisha Inseln in der südchinesischen See am 3.8. gerettet werden. Das 1994 erbaute deutsche Containerschiff "Northern Faith", 35500 BRZ, war Minuten nach dem Unglück vor Ort und barg die vier Chinesen und einen Malayen. Das 240 Meter lange und 32 Meter breite Schiff der NSB in Buxtehude war auf dem Weg nach Europa gewesen, als es einen weitergeleiteten Mayday-Ruf von der Küstenwache in Hongkong erhielt. Er nahm sofort Kurs auf den Havaristen und barg die Fischer in letzter Sekunde aus der See. Am 6.8. wurden die Männer in Malaysia an Land gebracht. Inzwischen wurde durch die dortige chinesische Botschaft die Rückreise der Schiffbrüchigen nach China arrangiert.
Quelle: Tim Schwabedissen

Noch keine Entscheidung über juristische Aufarbeitung der "Excelsior"-Havarie
(31.08.07) Auch mehr als vier Monate nach der Havarie des Frachtschiffes "Excelsior" auf dem Rhein bei Köln ist unklar, ob der Unfall ein gerichtliches Nachspiel hat. Derzeit dauern die Untersuchungen des Schiffes in einer Werft in Speyer an. Sobald das Gutachten abgeschlossen sei, werden die Beteiligten darüber informiert. Sie erhalten dann die Möglichkeit, sich dazu zu äußern. Anschließend wird die Staatsanwaltschaft prüfen, ob sie Anklage gegen die an dem Unfall beteiligten Personen erhebt oder die Ermittlungen - möglicherweise gegen Zahlung einer Geldbuße - einstellt. Die Entscheidung dazu wird in den kommenden Monaten erwartet. Bei einem Wendemanöver der "Excelsior" waren am 25. März 32 Container, darunter drei mit Gefahrgut beladene, in den Rhein gestürzt. Die Schifffahrt auf Europas wichtigster Wasserstraße war wegen der Hindernisse im Fluss tagelang unterbrochen worden.
Quelle: Tim Schwabedissen

An die 100 Tote bei Kenterung auf Ganges befürchtet
(31.08.07) In den indischen Überflutungsgebieten ist am 6.8. ein überladenes Schiff mit bis zu 100 Menschen an Bord in den angeschwollenen Fluten des Ganges bei Bihar gekentert. Die Wahrscheinlich kamen die meisten Insassen ums Leben. Nur elf Menschen gelang es, aus eigener Kraft an Land zu schwimmen. Es ist zu befürchten, dass die anderen ertrunken sind. In der Gegend rund 150 Kilometer nördlich von Bihars Hauptstadt Patna war der Ganges auf das Doppelte seiner gewöhnlichen Breite angeschwollen. Die nächtliche Suche auf dem Fluss gestaltete sich schwierig und gefährlich.
Quelle: Tim Schwabedissen

Propeller der "Wik" kehrte nach 63 Jahren nach Amrum zurück
(31.08.07) Was für die Besatzung des Wracksuchschiffes "Wega" des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie als routinemäßige Vermessungsfahrt begann, geriet plötzlich zur "Schatzsuche": Westlich der Insel Sylt spürte ein Taucher der "Wega" den Schiffspropeller des 1944 gesunkenen Tonnenlegers "Wik" auf. Das 1903 von der Werft Gebrüder Sachsenberg in Köln-Deutz gebaute Schiff war sehr eng mit Nordfriesland verbunden. Gemeinsam mit anderen Spezialschiffen wurde es für das Ausbringen, Einholen sowie die Wartung von Seezeichen sowie das Kenntlichmachen von Fahrrinnen eingesetzt. Zunächst in der Ostsee eingesetzt, kam es ab 1927 in die Nordsee. Fortan stand der knapp 37 Meter lange und 8 Meter breite Dampfer in den Diensten des Wasserbauamtes Tönning. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die "Wik" in die Dienste der Kriegsmarine gestellt. Am 22. Februar 1944 ereilte Schiff und Besatzung das Schicksal: Abends lief die "Wik" rund zehn Seemeilen nordwestlich der Insel Sylt auf eine Grundmine, die einem englischen Bomber abgeworfen worden war. Nur eines der elf Besatzungsmitglieder überlebte. Zu den Opfern gehörte der WBA-Oberseekapitän Wilhelm Meyer, der die "Wik" seit 1928 als Kapitän geführt hatte. Als Würdigung seiner Leistungen von Meyer wurde 1950 in Bremerhaven der Tonnenleger "Kapitän Meyer" gebaut, der 1983 außer Dienst gestellt wurde. Dass die "Wega"-Besatzung auf den rund eine Tonne schweren Propeller stieß, war ein reiner Zufall, für Kapitän Hartmut Brunn sogar eine "wundersame Fügung". Denn bei seinem Routinetauchgang entdeckte der "Wega"-Taucher den Propeller frei liegend auf dem Meeresgrund in gut zwölf Meter Wassertiefe. Der Propeller ist erstaunlich gut erhalten. Es handelt sich wohl um den Reservepropeller, weil er frei auf dem Grund lag und keine Verbindung zur Welle hatte. Für die Besatzung der "Wega" stand sofort fest: Der Propeller gehört wieder in die Obhut des heutigen Wasser- und Schifffahrtsamtes Tönning. Dieses hat eine Dependance im Hafen Wittdün auf der Insel Amrum, wo die "Wik" stationiert war, bevor sie in die Kriegsmarine-Dienste kam. Dort wurde nun der Propeller nun bei einer Feierstunde übergeben.
Quelle: Tim Schwabedissen

Segelboot nach Großfeuer gesunken
(31.08.07) Ein Segelboot geriet in Monterey Bay in Brand und sank, nachdem die Flammen das gesamte Boot erfasst hatten. Die Skipperin und ihr Labrador entkamen in einem Dinghi. Das Schiff brannte stundenlang, ehe ein Löschboot aus Monterey die Flammen löschte. Dann versank das Boot ungefähr 500 Yards vor der Capitola Wharf. Es soll geborgen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kohlenmonoxydvergiftung auf Sportboot
(31.08.07) Neun Personen auf dem Sportboot "Lady V". einem 35 Fuß langen Carver-Kabinenkreuzer aus Staten Island, in Jamaica Bay mussten gerettet werden, nachdem mehrere Kinder durch Einatmen von Kohlenmonoxyd ohnmächtig geworden waren. Die Geretteten wurden medizinisch betreut. Eine Generator unter Deck hatte wohl die Gase erzeugt, hier waren auch die Kinder. Das Boot war unterwegs zum Mill Creek Basin in der Gateway National Recreation Area. Feuerwehrkräfte aus Brooklyn lokalisierten das Boot nach dem Notruf nahe der Marine Parkway Bridge. An Bord fanden sie zwei Kinder ohne Bewusstsein vor und zwei, die wieder erwacht waren. Das Boot wurde zum U.S. Park Police dock nahe Fort Tilden gebracht, von dort brachte ein Hubschrauber zwei Kinder und einen verletzten Erwachsenen ins Jacobi Medical Center in der Bronx. Drei weitere Kinder kamen ins Coney Island Hospital, zwei Kinder und ein Erwachsener ins Peninsula Hospital Center auf der Rockaway Halbinsel. Alle werden ohne bleibende Schäden genesen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Sportbootexplosion verletzte fünf Familienmitglieder
(31.08.07) Am Nachmittag des 4.8. kam es zu einer Explosion auf einem Sportboot auf dem Hudson River. Dabei erlitten 5 Personen Verbrennungen. Alle sprangen nach der Entwicklung einer enormen Hitzewelle über Bord. Sie wurden von anderen Booten aufgenommen und vom Unglücksort im Rondout Yacht Basin in Connelly ins Westchester Medical Center in Valhalla gebracht. Das Boot war in einer Reihe anderer, um aufzutanken. Als der Eigner es starten wollte, ereignete sich die Explosion. Er, seine Frau und der 12-jährige Sohn wurden mit Helikoptern ins Westchester Medical Center geflogen. Zwei Teenager kamen mit Krankenwagen ins Benedictine Hospital in Kingston, wurden später aber auch nach Westchester geflogen. Alle fünf erlitten schwere Verbrennungen. Die 36 Fuß lange Wooden-Craft sank teilweise, geriet aber nicht in Brand. Ein Zeuge sagte, es habe ausgesehen, als ob die vorderen zwei Fünftel des Bootes vom Bug bis zum Cockpit sechs oder sieben Fuß hoch in die Luft flogen. Wahrscheinlich hatten sich Gase im Motorraum des 1961 erbauten Bootes gesammelt und beim Start des Motors entzündet. Sie hätten bei Booten dieser Bauart erst entlüftet werden müssen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Explosion auf russischen Trawler
(31.08.07) Am 4.8. kam es auf dem russischen Trawler "Utashud" der Kamchatka Company in dem ostrussischen Petropavlosvk-Kachatsky Hafen zu einer Explosion. Dabei wurde eine Person getötet, eine weitere verletzt. Die Explosionsursache ist noch unbekannt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schwerer Fund in Piratenschiff
(31.08.07) An der Untergangsstelle der "Whydah", einem Piratenschiff, das 1984 vor Cape Cod aufgespürt wurde, wurde nun die bisher größte Entdeckung gemacht. Das Bergungsteam holte eine 10000 Pfund schwere Versteinerung vom Meeresgrund, die Kanonen, Gold, Münzen und weitere Artefakte enthalten soll. Eine solche Versteinerung entsteht, wenn Eisen und Salzwasser chemisch miteinander reagieren. Die felsartige Masse soll in einem Labor in Brewster geröntgt werden, um ihr Innenleben zu erforschen. Die "Whydah" war als Sklavenschiff 1715 erbaut worden und wurde Captain "Black Sam" Bellamy zwei Jahre später gekapert. Es sank in einem heftigen Sturm 1717 vor Cape Cod, wobei Bellamy und 143 weitere Männer ums Leben kamen. Nur zwei konnten sich retten.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schweizer Fahrgastschiff manövrierunfähig evakuiert
(31.08.07) Am Abend des 31.7. mussten die 27 Passagiere des Fahrgastschiffes "Helvetia" der Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft (ZSG) während eines Barbecue-Buffets evakuiert werden. Gegen 21.30 Uhr hatte der Kapitän des Rundfahrtschiffes dem Seepolizei-Stützpunkt in Oberrieden über Funk gemeldet, dass sein Schiff mit einem Getriebeschaden manövrierunfähig vor Horgen liege. Daraufhin lief das Polizeiboot "Kapo I" zur "Helvetia". Für die Evakuierung musste das Polizeiboot zweimal vom Schiff zum Landesteg übersetzen. Die Passagiere nahmen diesen unvorhergesehenen Fortgang ihrer Rundfahrt ruhig auf. Am Bahnhof Horgen bekamen die Passagiere Tickets, damit sie ihre unterbrochene Reise nach Zürich fortsetzen konnten. Die "Helvetia" wurde später von einem anderen Schiff der ZSG, der "Linth", abgeschleppt. Die Reederei ging von einem Kupplungsdefekt aus. Zum Saisonstart war bereits die "Limmat" auf Grund gelaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Ein Dutzend Tote bei Schiffsunglück vor Brasilien befürchtet
(31.08.07) Mindestens sieben Menschen sind in Brasilien beim Untergang eines Schiffs ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich in der Nacht zum 3.8. in der Guajerutiua-Bucht vor der Küste des nordöstlichen Bundesstaates Maranhao. Das Boot ging mit 23 Menschen an Bord aus noch ungeklärter Ursache unter. Fünf Menschen, zwei Frauen und drei Kinder, werden noch vermisst. Die Bergungs- und Rettungsarbeiten wurden am 4.8. fortgesetzt, es werden Taucher und ein Hubschrauber eingesetzt. Bei den meisten Passagieren handelte es sich um ältere Menschen aus dem Dorf Carrapato, die in der Nachbargemeinde Cururupu ihre monatliche Pension abholen wollten.
Quelle: Tim Schwabedissen

Aktivität auf "Forest-1" in Emden
Am Nachmittag des 2.8. verholte der russische Frachter "Forest-1" von seinem Langzeitliegeplatz im Emder Industriehafen zum Terminal II nahe der Cassens-Werft. Hier begann am Morgen des 3.8. das Löschen der aus gut 2000 Tonnen Nadelholz-Baumstämmen bestehenden Ladung mithilfe eines Hydraulikbaggers von Deck und Laderaum. Die Ladung ist für die Türkei bestimmt und wird nun in Emden zwischengelagert. Der Frachter soll wohl verkauft werden. Im Mai waren zwei Seeleute bei einer Rettungsbootübung in Emden ertrunken, zuvor hatte das Schiff bereits in der Kette gelegen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Feuer auf türkischer Fähre gelöscht
(31.08.07) Russische Feuerwehrleute haben am 4.8. im Schwarzmeerhafen Sotschi ein Feuer an Bord der türkischen Fähre "Boztepe" unter Kontrolle gebracht. Die unter der Flagge von Sierra Leone fahrende "Boztepe" hatte Autos und Obst sowie Marmor geladen und kam aus Trabzon. Sie geriet am 3.8. einen Kilometer vor Golovinka entfernt in Brand und entwickelte Schlagseite. Die 21 Besatzungsmitglieder und zehn Passagiere, allesamt Türken, wurden in Sicherheit gebracht. Das Schiff wurde weiter auf See geschleppt, damit es nicht die Hafeneinfahrt von Sotschi blockieren konnte. Feuerlöschboote gingen gegen den Brand vor, der auch den Maschinenraum zerstört hat. Das Feuer wurde möglicherweise durch einen Funken in einem Geländewagen an Bord ausgelöst. Die Schiffseigner haben darum gebeten, dass die "Boztepe" zurück in die Türkei geschleppt wird. Die "Boztepe" wurde 1978 von Tokushima Zosen Sangyo K.K. in Komasutjima als "Catherine Schiffino" erbaut. Das 108,64 Meter lange und 16 Meter breite Schiff (IMO 770 7976) hat 3825 kW und läuft 17 Knoten. Es wurde 1978 zwischen Ostende und Dover eingesetzt. 1984 lief es Ramsgate-Ostende. 1989 wurde es zur "Saint Charles", Heimathafen Nassau. Es folgte ein Einsatz als "Cap Afrique" ab 1990. seit 2004 lief sie als "Boztepe".
Quelle: Tim Schwabedissen

"Wan Hai 307" nach Trennung von Kollisionsgegner eingeschleppt
(31.08.07) Am 29.7. wurden die vor Japan treibenden Frachter "Wan Hai 307", 25836 BRZ, und "Alpha Action", 77221 BRZ, getrennt. Es bestand keine Untergangsgefahr mehr. Die griechische "Alpha Action" hatte die "Wan Hai 307" am Morgen des 27.7. vor der Izu Halbinsel 7,5 Kilometer vor Toshima an Steuerbord gerammt. Danach trieben die Havaristen ineinander verkeilt ostwärts, bis sie gegen 17 Uhr des 29.9. 90 Kilometer nordöstlich von Cape Nojima in der Chiba Präfektur auseinander gezogen werden konnten. Die "Wan Hai 307" wurde mit geflutetem Maschinenraum von einem japanischen Schiff abgeschleppt und lag am 5.8. in Yokohama. Teile der Containerladung hingen achtern über Bord, große Teile der Ladung des Achterdecks waren schwer zerstört. Am 7.8. wurde der stark achterlastige Havarist mit Schleppern von der Honmoku Pier an die Daikoku Pier verholt, wo die zerstörten Container bis zum 9.8. gelöscht wurden. Wo die Schiffe letztlich repariert werden, war noch nicht bekannt. Die Küstenwache will beide Schiffsführungen zum Unglückshergang hören.
Quelle: Tim Schwabedissen

Feuer auf Schiff vor Port Townsend gelöscht
(31.08.07) Am 3.8. brach auf der "Kalika Michele" hundert Yards vor Indian Island Magazine Pier nahe Port Townsend, Washington, ein Feuer aus. Der Küstenwachkutter "Sea Lion" löschte den Brand, woraufhin die "Kalika Michele" zurück nach Port Townsend geschleppt werden konnte. Auch die Jefferson County Feuerwehr war im Einsatz und löschte den Brand schließlich. Außerdem waren ein HH-65C Dolphin Helikopter aus Port Angeles und ein 25-Fuß-Boot der Station Port Angeles im Einsatz. Der Skipper des Schiffes wurde unversehrt geborgen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Vier Segler aus stürmischer See gerettet
(31.08.07) Am Morgen des 5.8. um 1.30 Uhr schlug die 42 Fuß lange Yacht "Cherokee Rose" 12 Meilen südwestlich von Point Arena in 10-15 Fuß hohen Seen auf der Fahrt von San Francisco nach Seattle leck. Die Küstenwache Humboldt Bay wurde durch einen Notruf von der Lage der 4 Mann an Bord informiert, ehe sie sich in eine Rettungsinsel flüchten mussten. Die Küstenwache schickte das 47-Fuß-Boot der Station Noyo River zur 50 Meilen entfernten Position. Außerdem startete ein HH65 Helikopter der Air Station San Francisco. Um 3.50 Uhr wurde die Insel lokalisiert, nachdem die Insassen eine Notrakete abgefeuert hatten. Der Hubschrauber barg zwei Mann mit einem Rettungsschwimmer. Wegen Benzinmangels drehte er dann ab. Die Rettungsbootcrew nahm daraufhin die verbliebenen zwei an Bord und barg auch die Insel. Um 7 Uhr war die Rettung abgeschlossen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Küstenwache rettete drei Sportbootfahrer
(31.08.07) Am Morgen des 4.8. um 11.17 Uhr rettete die US Coast Guard drei Mann, deren Boot gekentert war, in Galveston Bay nahe Bolivar Point, Texas. Der Kapitän des Baggers "Edward Fisher" hatte gemeldet. dass ein 20 Fuß langes Boot eine Barge gerammt habe und das Motorboot dann nahe der Einfahrt zum Intracoastal Waterway gekentert war. Zwei Rettungsbootcrews der Station Galveston, ein Helikopter der Air Station Houston und die Feuerwehr von Bolivar rückten aus und waren mit ersten Einheiten um 11.47 Uhr vor Ort. Die Bootscrews retteten zwei Mann aus dem Wasser und schnitten dann den Bootsrumpf auf, unter dem der dritte eingeschlossen war. Alle wurden zur Station Galveston gebracht und medizinisch betreut.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutter sank vor New Jersey
(31.08.07) Am 1.8. lief um 15.45 Uhr der 59 Fuß lange Kutter "Rough Seas" im Little Egg Inlet, New Jersey, auf Grund. Der Bootseigner wurde abgeborgen- Eine Crew der Coast Guard Station Barnegat Light, sicherte den Havaristen und legte einen Ölschlängel um den Rumpf. Als der Kutter sank, trieben zahlreiche Trümmerteile auf, die sich dann innerhalb der Sperre befanden. Sea Tow und die Umweltbehörden wollten einen Plan zur Reinigung und Bergung entwickeln.
Quelle: Tim Schwabedissen

Vier Verletzte, als Sportboot auf Hindernis lief
(31.08.07) Vier Personen wurden verletzt, als am 4.8. ihr Boot um 15.30 Uhr mit einem Unterwasserhindernis kollidiert und vier Meilen nordöstlich von Orient Point, Long Island, leckgeschlagen war. Nach dem Notruf der 33 Fuß langen "Something Fishy" wurde ein 41-Fuß-Boot aus New London entsandt. Es war um 3.55 Uhr vor Ort und brachte drei Passagiere nach New London. Der Eigner des Bootes wollte an Bord bleiben. Bald kam ein Bergungsschiff von Sea Tow und lenzte den Havaristen. Danach wurde der abgeschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Sieben Schiffbrüchige aus Solent gerettet
(31.08.07) Am Morgen des 6.8. wurde die Solent Coastguard um 1.30 Uhr durch einen Mobiltelefonanruf informiert, dass sieben Passagiere des 26 Fuß langen Motorbootes "Deep Purple" im Wasser des Solent trieben. Das Schiff hatte ein Unterwasserhindernis gerammt und war rasch übers Heck gesunken. Fünf Personen hatten Schwimmwesten, von den vier Männern und drei Frauen waren zwei unter 18. Ein Rettungshubschrauber sowie die Rettungsboote aus Bembridge, Calshot, Gosport und Fareham, ein Patroullienboot und das Polizeiboot "Humphrey Gale" wurden in Marsch gesetzt. Es gelang, alle Schiffbrüchigen mit Unterkühlungen und einer Kopfverletzung zu bergen. Die Geretteten wurden zu den Camber Docks, Old Portsmouth, gebracht, wo Krankenwagen, Küstenwache und Polizei sie erwarteten, bevor der Weitertransport Queen Alexandra Hospital in Portsmouth stattfand. Womit die "Deep Purple" kollidiert war, konnte nicht zuletzt wegen der unklaren Position nicht ermittelt werden, möglicherweise war es eine Mooring-Boje.
Quelle: Tim Schwabedissen

Verschrottung von "Hohe Weg" begann
(31.08.07) Am 6.8. begann im Dock der Bredo-Werft das Abwracken des Kutters "Hohe Weg". Das Schiff war laut Bergungsvertrag in das Eigentum des Bergers Wulf übergegangen. Teile der Ausrüstung können möglicherweise noch verwertet werden. Für eine komplette Wiederherstellung des Wracks fand sich aber kein Interessent. So endet nun die Laufbahn des Kutters, der vier Mann in den Tod riss. Die Leiche des Kapitäns hatte sich an Bord nicht gefunden. Die übrigen Crewmitglieder waren in den Monaten nach dem Kentern des Schiffes an der Nordseeküste angetrieben worden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Lotsen wegen Erzeugung von Riesenwellen
(31.08.07) Die Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren gegen den Lotsen des malaysischen Containerschiffs "Bunga Seroja Satu" eingeleitet. Das Schiff hatte am 19. Dezember 2006 auf der Elbe eine Riesenwelle ausgelöst und den Mini-Wellenbrecher am Lühe-Anleger zerstört. Der Schaden betrug 40 000 Euro. Der Vorwurf lautet auf Gefährdung des Schiffsverkehrs durch grob pflichtwidriges Verhalten mit Gefährdung für Menschen oder Sachen. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Der Beschuldigte bestreitet seine Verantwortlichkeit. Eventuell muss ein Sachverständiger diese Frage klären. Der Kapitän, der laut Polizei zu schnell auf dem Weg nach Altenwerder war, musste damals eine Sicherheitsleistung in Höhe von 150 Euro leisten. Eine Verurteilung des Lotsen - ihm droht eine Geldstrafe - könnte auch zivilrechtliche Ansprüche nach sich ziehen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Zwei Mann von Tanker in der Elbe über Bord gegangen
(31.08.07) Ein seit dem 5.8 vermisster Seemann des norwegischen Tankers "Fostraum" wurde am 6.8. tot gefunden. Die Suchaktion begann, als die Besatzung des Funkstreifenbootes "WS 2" über Funk hörte, dass das Sportboot "Christian" in Höhe Grauerort Reede auf der Unterelbe einen Mann aus dem Wasser gerettet habe und ein weiterer vermisst werde. Die Wasserschutzpolizisten leiteten umfangreiche Suchmaßnahmen ein. Der Vermisste war Besatzungsmitglied des auf Reede liegenden norwegischen Tankers "Fostraum". Der Seemann war gegen 17:30 Uhr zum Baden über Bord gesprungen und kam durch die starke Strömung nicht mehr an das Schiff zurück. Der gerettete Seemann war dem 27-Jährigen hinterher gesprungen, konnte ihn aber nicht retten. Suchmaßnahmen mit zwei Helikoptern, zahlreichen Fahrzeugen des DLRG, der Berufschifffahrt und weiteren privaten Booten verliefen bis zum Auffinden des Toten ohne Erfolg.
Quelle: Tim Schwabedissen

Autotransporter im Nord-Ostsee-Kanal gegen Dalben gedrückt
(31.08.07) Am 5.8. wurde der unter Monrovia-Flagge registrierte Autotransporter "Nobleza" von UECC auf dem Weg von Brunsbüttel nach Kiel-Holtenau im Nord-Ostsee-Kanal auf Höhe der Weiche Oldenbüttel von einer Bö erfasst und auf die linke Kanalseite getrieben. Hier verpasste er nur knapp ein in Richtung Brunsbüttel laufendes Sportboot und landete an den Dalben. Mit einigen Schrammen konnte das Schiff die Fahrt fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Havarierte Luxusyacht wird in Cuxhaven repariert
(31.08.07) Am Morgen des 3.8. traf die beschädigte norwegische Luxusyacht "Blue Ocean" am Haken des Schleppers "Wulf 3" in Cuxhaven ein. Das Schiff hatte nach seiner Grundberührung vor Helgoland im dortigen Hafen gelegen. Im Cuxhavener Vorhafen wurde es von der "Wasserbau 1" übernommen und zur Detzkeit-Werft verholt. Hier wurde das Schiff unverzüglich zur Reparatur aus dem Wasser genommen. Dabei zeigten sich die schweren Schäden an Rumpf und Schraubenwelle. Die Lecks im Schiffsboden waren zur Überführung mit Bauschaum abgedichtet worden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Betrunkener Kapitän versenkte Frachter an Förderplattform in der Nordsee
(31.08.07) Am 4.8. gegen 18 Uhr rammte der in Buxtehude beheimatete Frachter "Jork", 3169 tdw, die unbemannte Gas-Öl-Plattform "Viking Echo" von Conoco 40 Meilen nordöstlich von Cromer. Das 95 Meter lange Schiff war gegen 18 Uhr bei guter Sicht und ruhiger See in die 500 Meter umfassende Sperrzone eingelaufen und kollidierte dann mit der unbemannten Insel. Das unter Barbuda/Antigua-Flagge registrierte Schiff war auf dem Weg von Lübeck nach New Holland in Ostengland mit einer Ladung Weizen. Die Versorger "Putford Puffin" und "Putford Terminator" eilten zur Unglückstelle. Die "Jork" hatte rasch Steuerbordschlagseite entwickelt und lag binnen einer Stunde 30 Grad über. Sechs Mann Crew gingen mit Schwimmwesten in die See und wurden von einem Boot der "Putford Puffin" aufgenommen. Der Havarist lag mit gestoppter Maschine eine Meile von der Insel entfernt. Der Kapitän versuchte, das eindringende Wasser zu lenzen, doch das Schiff senkte sich mit dem Bug immer tiefer, sodass auch er schließlich von Bord ging. Inzwischen war auch ein Rettungshubschrauber der RAF Wattisham eingetroffen. Am 5.8. gegen acht Uhr sank der Frachter, nachdem der aufquellende Weizen den Rumpf gesprengt hatte, auf 26 Metern Wassertiefe. Er gefährdet keine Ölleitungen. Da er dieselbetrieben ist, wird auch keine Umweltgefahr aus Betriebsstoffen erwartet. Nach der Rettung wurde die polnische Crew von der Polizei in Norfolk verhört. Der Kapitän wurde verhaftet, während die übrigen Crewmitglieder in ein Hotel kamen und von kirchlichen Einrichtungen betreut und mit Kleidung ausgestattet wurden. Die Produktion der nur leicht beschädigten Plattform wurde während der Schadensuntersuchung gestoppt. Der nach positiv verlaufenem Alkoholtest in Haft verbliebene Kapitän erschien am 6.8. vor dem Gericht in Yarmouth. Ihm wird vorgeworfen, gegen Artikel 78 des 2004 beschlossenen Abkommens zur Sicherheit im Transportwesen verstoßen zu haben. Am 13.8. soll er in Skegness vor Gericht erscheinen. Die "Jork" wurde 1978 bei J.J. Sietas in Hamburg als "Pirat" erbaut. Das Schiff, IMO 7726988, ist mit 1922 BRZ vermessen und lief bei einer Maschinenleistung von 1104 kW 12,5 Knoten. Es life von 1987 bis 1991 als "Solveig", dann bis 2001 als "Ortrud" und bis Ende 2006 als "Runner" für den Marner Reeder Strahlmann.
Quelle: Tim Schwabedissen

Italienisches Forschungsschiff überlaufen und versenkt: Kapitän unter Mordanklage
(31.08.07) Am Morgen des 3.8. sank das italienische 200-Tonnen-Forschungsschiff "Thetis" des National Research Council (CNR) nach Kollision mit dem panamaischen Containerfrachter "MSC Eleni", 55000 BRZ. 13 der 14 Mann des 31,5 Meter langen Schiffes, das acht Forscher und sechs Mann Crew an Bord hatte, wurden bei dem Zusammenstoß sieben Kilometer vor der Küste Siziliens in dichtem Nebel gerettet. Ein Italiener erlitt schwere Verletzungen. Die Geretteten sagten aus, es sei wie eine Apokalypse gewesen, als der Bug des anderen Schiffes aus dem Nebel auftauchte und das kleine Forschungsschiff förmlich durchschnitt. Es sank binnen Minuten auf den rund 40 Meter tiefen Meeresgrund vor Mazara del Vallo, wodurch keine Zeit blieb, Rettungsboote auszubringen. Hier hatte es Untersuchungen zur Biomasse vorgenommen. Zwei Hubschrauber und Küstenwachboote nahmen die Suche nach einem zunächst vermissten russischen Forscher auf. Drei Tage nach dem Untergang der "Thetis" wurde am 7.8. die Leiche des vermissten russischen Forschers gefunden. Der Körper Bioakustikexperten wurde von Tauchern im Wrack des Forschungsschiffes entdeckt und geborgen. Der Moskauer war wohl bei der Arbeiten in einem Labor unter Deck eingeschlossen worden. Die Taucher sagten aus, dass die "Thetis" schwer beschädigt sei. Die Wissenschaftler von CNR hoffen, auch einige der teuren Instrumente an Bord bergen zu können. Die "MSC Eleni" war auf dem Weg nach Israel nach Spanien gewesen und hatte die Fahrt zunächst fortgesetzt, ohne Rettungsmaßnahmen einzuleiten. Ein Überlebender sagte, er sei zum Heck gerannt, dann getaucht und so schnell wie möglich fortgeschwommen. Es sei eine surreale Szene gewesen, als er zurückblickte, kein Geräusch, kein schiff, und das große Frachtschiff weiterfahrend, als sei nichts geschehen. Der Schweizer Kapitän des Containerfrachters wurde von der Staatsanwaltschaft in Marsala in der Trapani Provinz, wo der Fall untersucht wird, unter Mordanklage gestellt. Die Hafenbehörden in Sizilien hatten die "MSC Eleni" wiederholt vor anderen Schiffen im Seegebiet gewarnt. Außerdem war am 24.7. eine Order herausgegeben worden, dass alle Schiffe einen Mindestabstand zur "Thetis" von 1000 Metern einzuhalten hätten. Die "Thetis" war im Jahr 2000 erbaut worden und war für biologische, geologische und chemische Forschung ausgerüstet. An Bord waren Instrumente im Wert von 1,4 Millionen Dollar. Sie war eines von drei Forschungsschiffen des italienischen National Research Council (CNR). Russische und italienische Meeresbiologen arbeiten hier seit über 20 Jahren zusammen und erwarben dabei hohe Kompetenz auf den Gebieten der Meeresbiologie und Meeresbodenvermessung. Ob es für die "Thetis" ein Ersatzschiff geben wird, ist noch fraglich.
Quelle: Tim Schwabedissen

Norwegische Fähre bei Kollision mit Kai beschädigt
(31.08.07) Am Morgen des 3.8. rammte die norwegische Fähre "Vikingen" einen Kai in Skarberget. Das Schiff, das zwischen Bogenes und Skarberget verkehrt, erlitt Schäden an den Bugtüren. Es lief nach Bogenes zur Reparatur. Bereits vor einigen Tagen erlitt sie Maschinenschaden und musste eingeschleppt werden. Bis zur Reparatur wird sie durch die "Rørsund" ersetzt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Drei Taucher beim Wracktauchen vor England ertrunken
(31.08.07) Binnen weniger Tage kamen vor der englischen Küste drei Taucher bei Wracktauchgängen ums Leben. Vor Cornwall wurden am 2.8. die Körper zweier Taucher gefunden, die den Bug der in Whitsand Bay als künstliches Riff 2004 versenkten Fregatte "Scylla" untersuchen wollten. Das Paar aus Gloucestershire wurde im Innern des Wracks entdeckt, nachdem eine große Suchaktion ausgelöst worden war, weil sie nicht wieder aufgetaucht und zum Taucherschiff "Maid Maggie" zurückgekehrt waren. Rettungsboote, Yachten, Kutter und 2 Helikopter der "Campbeltown" und "Nottingham" der Royal Navy hatten auf das Mayday der Brixham Coastguard hin eine Suche gestartet. Seit der Versenkung der "Scylla" haben bereits tausende von Tauchern dem Schiff einen Besuch abgestattet. Bereits Ende Juli war ein Taucher 16 Meilen nördlich von Horn Head hinter Tory Island im Atlantik ums Leben gekommen, als er das Wrack der im 2. Weltkrieg torpedierten "Devonian" in 60 Metern Tiefe untersuchte. 10 Schiffe, darunter die Rettungsboote aus Arranmore und Lough Swilly sowie das schottische Fischereischutzschiff "Norna", außerdem Hubschrauber aus Sligo und Dublin hatten nach dem Vermissten gesucht. Vor Donegal sind 260 Schiffswracks bekannt, über 80 davon rund um Tory Island. Allein 1917 sanken hier 16 Schiffe, 12 davon durch Minen oder U-Boot-Attacken.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kreuzfahrer rammte Parkpalette in New York
(31.08.07) Das Kreuzfahrtschiff "Carnival Victory", 101509 BRZ, rammte am Morgen des 2.8. um 7.15 Uhr in Manhattan eine Parkpalette am Passagierterminal am Westside Highway auf Pier 92. Das Unglück ereignete sich, als das Schiff mit über 4300 Personen an Bord kam gerade von einer 5-Tage-Kanada-Kreuzfahrt zurück. Offenbar stoppte es nicht rechtzeitig auf. Der 272 Meter lange 35 Meter breite Kreuzfahrer erlitt beim Aufprall leichte Schäden am Bug. Am 3.8. sollte das Schiff trotz der Schäden zu einer weiteren Kreuzfahrt starten. Da zwei Fahrspuren des Highways gesperrt wurden, kam es zu Verkehrsstaus. Die Schäden an der Parkpalette sollen im Rahmen von Routinearbeiten ausgebessert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Alfried Krupp" leistete Amtshilfe bei Großfeuer in Eemshaven
(31.08.07) Bei einem Großbrand im niederländischen Eemshaven nahe Groningen leistete der Borkumer Seenotkreuzer "Alfried Krupp" am 31.7. Löschhilfe. Sechs große Lagerhallen brannten im Hafen, dunkle Rauchschwaden lagen über dem Industriegebiet, nachdem morgens um 5.30 Uhr das Feuer in dem Hallenkomplex ausgebrochen war. Nachdem es der dortigen Feuerwehr zunächst nicht gelang, die Flammen unter Kontrolle zu bringen, wurde gegen 10.20 Uhr um Unterstützung durch die Borkumer Seenotretter gebeten. Sofort nach ihrem Eintreffen um 11.16 Uhr übernahm der Seenotkreuzer die Brandbekämpfung von der Seeseite aus. Zur optimalen Positionierung des Schiffes am Einsatzort hatten Schlepper zuvor einen Schwimmponton im Hafen platziert. Die "Alfried Krupp" mit ihrer besonders leistungsfähigen Feuerlöschtechnik stellte in dieser Situation ein optimales Einsatzmittel dar. Sie war in der Lage, mit den beiden Löschmonitoren bis zu 33000 Liter Wasser pro Minute über eine Distanz von über 100 Metern in die Flammen zu werfen. Immer wieder mussten auch angrenzende Gebäude gekühlt werden, um ein Übergreifen des Brandes zu verhindern. Die Löscharbeiten dauerten bis zum frühen Abend an. Dabei konnte nicht verhindert werden, dass alle sechs Lagerhallen bis auf das Fundament niederbrannten. In der Schlussphase des Einsatzes mussten einzelne Brandnester bekämpft werden, um ein Entflammen der auf einem angrenzenden Grundstück gelagerten Textilballen zu verhindern. Gegen 19.00 Uhr wurde der Seenotkreuzer von der Einsatzleitung entlassen.
Quelle: Tim Schwabedissen

200 Tote bei Schiffsunglück vor Sierra Leone befürchtet
(31.08.07) Rund 50 Menschen starben beim Untergang eines Schiffes nahe dem Küstenort Bailor in Sierra Leone. Weitere 148 Menschen werden noch vermisst. Das Schiff war in ein Schlechtwettergebiet geraten und in rauer See am 2.8. gegen 22 Uhr vor der Nordküste des afrikanischen Landes in der Mündung des Great Scarcies River gekentert, der durch heftige Regenfälle angeschwollen war. Das Schiff war unterwegs im Liniendienst von Freetown nach Rokumi und hatte wohl an die 200 Menschen sowie 300 Sack Reis an Bord. Bislang wurden nur 2 Menschen lebend gerettet. Die Marine von Kolumbien und örtliche Fischer suchten weiter nach den Vermissten. Rettungsaktion für "Claranda" wird zum Wettlauf gegen die Zeit
(31.08.07) Nicht vor dem 4.8. werden Hilfskräfte die havarierte Yacht "Calaranda" erreichen, die 1200 Kilometer südöstlich von Reunion auf dem Weg von Durban nach Australien entmastet wurde und inzwischen auch kein Öl mehr hat. Das Schiff hat inzwischen ein Leck und macht Wasser. Neben einer französischen Fregatte hält auch ein russischer Frachter auf die in Durban erbaute Yacht zu, die mit drei Südafrikanern und einem Australier an Bord an neue Eigner in Australien abgeliefert werden sollte.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kollision auf Main
(31.08.07) Am 30.07.2007 gegen 15.15 Uhr stießen auf dem Main bei Kaiserleien zwei Binnenschiffe zusammen. Das Heck eines talfahrenden Tankschiffes geriet ins schwojen, sodass ein entgegenkommendes Güterschiff nicht mehr ausweichen konnte. Die Schiffe stießen mit dem Bug zusammen, dabei entstand Sachschaden. Beide Schiffe konnten aber ihre Fahrt aus eigener Kraft fortsetzen. Die übrige Schifffahrt wurde nicht behindert.
Quelle: Tim Schwabedissen

Tankschiff strandete auf Rhein
(31.08.07) Am 1.8. gegen 20 Uhr kam ein Binnentankschiff aus Ludwigshafen zwischen Walluf und Eltville auf dem Galgengrund, einer Untiefe außerhalb des Fahrwassers am rechten Rheinufer zwischen Eltville und Walluf, fest. Das Schiff befand sich mit einer Ladung Heizöl auf der Fahrt von Antwerpen nach Hanau. Der Kapitän hatte oberhalb des Galgengrundes ankern wollen, um dort die Nacht zu verbringen. Da der Anker aber im Flussgrund nicht hielt, trieb das Schiff auf die Untiefe und kam aus eigener Kraft nicht mehr frei. Nachdem während der Nacht durchgeführte Versuche, den Havaristen freizuschleppen, nicht erfolgreich waren, wurden am Vormittag des 2.8. 120 Tonnen der Ladung in ein anderes Tankmotorschiff umgepumpt. Anschließend kam das havarierte Binnenschiff frei und konnte die Fahrt nach Hanau fortsetzen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Russischer Trawler sank vor Färöern
(31.08.07) Am 2.8. gegen 20 Uhr lief der russische Trawler "Olshana" (IMO 8422864) vor den Färöern bei Flesjumum im Kalbakssund auf ein markiertes Riff. Ein Versuch des Küstenwachschiffes "Tjaldrid", ihn freizuschleppen, scheiterte. Auch das dänische Fischereischutzschiff "Triton" sowie das Inspektionsschiff "Tjaldrið" der Færøer vermochte nichts auszurichten. Es kam zu einem Wassereinbruch im Maschinenraum, Öl lief in die See. Zunächst wurde dann ein Teil der 34-köpfigen Besatzung abgeborgen. Als das 62 Meter lange und 14 Meter breite Schiff am Morgen des 3.8 .doch freigeschleppt wurde, legte es sich rasch nach Steuerbord über und ging eine Viertelstunde später mit dem Heck voran steil auf 70 Meter Tief. Das Schiff kam aus Kollafirði und hatte 270 Tonnen Gasöl an Bord, die es in Koldefjord gebunkert hatte. 40 Tonnen davon liefen bislang aus. Norwegen schickte Hilfskräfte, die gute Fortschritte in der Beseitigung der Verschmutzung erzielten.
Quelle: Tim Schwabedissen

Hubschrauber rettete gestrandeten Einhandsegler
(31.08.07) Am 2.8. wurde ein britischer Einhandsegler von einem australischen Marinehelikopter von seiner Yacht abgeborgen, die auf einem Riff im Südpazifik gestrandet war. Der Sea Hawk winschte den Mann bei kräftigem Wind und hoher Schwell von dem Riff auf. Er war im September 2006 in London gestartet. Am 1.8. hatte er ein Notsignal gesendet, nachdem sein Boot 185 Kilometer nördlich von Lord Howe Island gescheitert war. Eine Fregatte, die für den Fall eines Misserfolgs der Luftrettung in Marsch gesetzt worden war, brauchte nicht mehr eingreifen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Wracksuchschiff feiert Geburtstag
(31.08.07) Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie feiert am 4.8. mit einem Open Ship in Hamburg den 20. Geburtstag seines Wracksuch- und Forschungsschiffes "Atair". Das Spezialschiff habe bislang rund 229 000 Seemeilen zurückgelegt und 311 zuvor unbekannte Unterwasserhindernisse aufgespürt. Auch der vor einer Woche geborgene Fischkutter "Hohe Weg" wurde von der "Atair" im November 2006 nach fünftägiger Suche in der Wesermündung unter schwierigen Bedingungen gefunden. Das Schiff kehrte am 2.8. von der Nachuntersuchung der Wrackstelle nach Hamburg zurück. Die "Atair" kontrollierte in den 20 Jahren seiner bisherigen Laufbahn insgesamt 762 bekannte Wrackpositionen. Dazu zählten die Untersuchungen der 1990 westlich von Sylt gesunkenen und später teilweise abgewrackten Wohnplattform "West-Gamma", des 1992 vor der Außenweser gesunkenen und später geborgenen RoRo-Frachters "Seki Rolette", der 1993 östlich von Rügen gesunkenen Fähre "Jan Heweliusz" und des 1999 in der Nordsee vor der dänischen Küste gesunkenen Küstenmotorschiffes "Petit Folmer". Wegen Bewegungen von Wracks im Grund kann es immer wieder zu Veränderungen der Wassertiefe darüber kommen, sodass diese regelmäßig geprüft werden. Die "Atair" wurde 1986/1987 auf der Kröger-Werft in Rendsburg gebaut und am 3. August 1987 in Dienst gestellt. Sie hat16 Besatzungsmitglieder und Platz für 7 Wissenschaftler. Das Schiff liefert wie auch die anderen vier BSH-Schiffe "Komet", "Capella", "Wega" und "Deneb" regelmäßig neue topografische Informationen über die nautisch bedeutsamen Veränderungen in Nord- und Ostsee.
Quelle: Tim Schwabedissen

Angelschiff sank vor Whittier
(31.08.07) Am 1.8. fing der 40 Fuß lange Kutter "Johnita" des kanadischen Senators John Cowdery nahe Whittier Feuer und sank. Zwei Fischer auf der 22 Fuß langen "Live and Learn" retteten ihn und drei weitere Bootsinsassen, nachdem sie Mayday gefunkt hatten. Das Feuer war um 18.40 Uhr ausgebrochen, als das Schiff an der Südwestseite von Esther Island war. Es ging mit starker Rauchentwicklung einher. Bereits im Jahr 2000 verlor der Republikaner aus Anchorage ein Sportboot, die 50 Fuß lange "Johnita II". Sie ging im Winter im Whittier Hafen unter, wurde aber geborgen und repariert.
Quelle: Tim Schwabedissen

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