EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv März 1999

Last update: Sunday, 31. March - 21:30:36

Marinehubschrauber retteten im vergangenen Jahr 192 Menschen aus Not
30.03.99
Laut Mitteilung des Flottenkommandos in Glücksburg wurden 1998 insgesamt 284 Einsätze mit SAR Hubschraubern der deutschen Bundeswehr geflogen. Bei 38 Einsätzen ging es um Seenotfälle. Die Rettungshubschrauber waren 430 Stunden in der Luft. Unter den 192 geretteten Menschen waren 158 Zivilisten. Als einer der spektakulärsten Einsätze wurde die Bergung der Besatzung des vor der dänischen Nordseeküste in Brand geratenen Holzfrachter "Pallas" genannt.
Quelle: Alexander Bartek

Schülerin rettete Ertrinkenden aus dem Rhein
29.03.99
Bei Arbeiten an einem Bootshaus rutschte ein 45jähriger Mann in den Rhein. Erst als er sich nicht mehr halten konnte, wurde seine mißliche Lage von zwei Männern bemerkt. Sie holten ein Seil, und sprachen Passanten auf der Promenade an, ob sie schwimmen könnten. Eine 14jährige Schülerin entschloß sich spontan zu helfen. Die Männer banden ihr das Seil um den Körper, worauf sie in den Fluß sprang. Obwohl sich das Seil löste, gelang es dem Mädchen, den Mann ans Ufer zu ziehen. Die Schülerin begann sofort mit Wiederbelebungsversuchen, bis der Notarzt eintraf. Der 45jährige wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht, die Lebensretterin wurde ambulant behandelt, da der Verdacht auf Unterkühlung bestand.
Quelle: Alexander Bartek

Mächtiger Zyklon nähert sich der Küste Australiens Windgeschwindigkeit bis 290 Stundenkilometer erwartet
Sunday, 21. March 1999 - 14:45:44
Perth - Die Bevölkerung der dünnbesiedelten Nordwestküste Australiens hat sich am Wochenende auf einen der mächtigsten Wirbelstürme seit Menschengedenken vorbereitet. Der staatliche Wetterdienst stufte den Zyklon «Vance» am Sonntag mit der höchsten Kategorie fünf ein und kündigte Windgeschwindigkeiten bis zu 290 Kilometern in der Stunde an. «Das ist ein sehr gefährlicher Zyklon», sagte der Meteorologe Barry Hanstrum.

Am Sonntag befand sich der Sturm noch mehrere hundert Kilometer vor der Küste, näherte sich aber den Ortschaften Onslow und Pilbara. In Erwartung von sechs Meter hohen Flutwellen wurden die 840 Einwohner von Onslow aufgefordert, Schutzräume im 200 Kilometer landeinwärts gelegenen Karratha aufzusuchen. Die Schiffe in der Region haben sich bereits größtenteils in Sicherheit gebracht. Bei dem zuletzt schwersten Zyklon in Australien kamen 1974 in Darwin und Umgebung 60 Menschen ums Leben.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Feuer auf Tanker gelöscht
Sunday, 21. March 1999 - 06:41:53
Ein vor der Nordspitze Schottlands nach einem Feuer gestrandeter Chemikalientanker ist am Samstag sicher geborgen worden. Die schottische Küstenwache teilte mit, sowohl die Gefahr einer Explosion der Ladung von Vinylacetat als auch eine Bedrohung der Umwelt konnten abgewendet werden. Der in Zypern registrierte Multitanker "Ascania" hatte neben 1 750 Tonnen des hochexplosiven Vinylacetats auch Öl und Diesel an Bord. Er soll in einen Hafen auf den Orkney-Inseln geschleppt werden.

Spezialteams und Feuerwehrmännern war es am Samstag bei rauher See gelungen, das etwa 1 000 Meter vor der Küste dümpelnde Schiff zu betreten und den Brand im Maschinenraum endgültig zu löschen. Bereits kurz nach Ausbruch des Feuers am Freitag morgen waren die 15 Besatzungsmitglieder gerettet worden. Der Kapitän hatte vor Verlassen des Tankers die Wassernotpumpen anstellen können.

Rund 200 Menschen, die am Freitag vorsichtshalber aus ihren Häusern in der Nähe des Ortes Dunnet Head bei Caithness aus ihren Häusern in Sicherheit gebracht wurden, konnten am Samstag zurückkehren. Ein Überflugverbot und Absperrungen wurden rückgängig gemacht.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Nordschottische Küste: Feuer im Maschinenraum eines Hamburger Tankers
Explosionsgefahr, Dörfer geräumt, die Zeit-Bombe
Drama vor der schottischen Küste: Im Maschinenraum des Hamburger Tankers "Multitank Ascania" bricht Feuer aus. An Bord: eine hochexplosive Chemikalie. An der Küste werden fünf Dörfer mit 300 Einwohnern evakuiert.
Sturmböen mit Windstärke 8, die See ist rauh zwischen dem nordschottischen Küstenort Dunnet Head und den Orkney Inseln. Gegen 3 Uhr wird der Kapitän des Hamburger Chemietankers "Multitank Ascania", Günter Schöl (62), alarmiert: Feuer im Maschinenraum!
Das Schiff der Hamburger Reederei C.F. Ahrenkiel ist mit 1750 Tonnen hochexplosivem Vinylacetat, einem PVC-Grundstoff, beladen. Die Mannschaft stoppt die Aggregate, schließt den Maschinenraum, flutet das Deck mit Kohlendioxid. "Der Kapitän war sich nicht sicher, ob das Feuer gelöscht war", sagt John Livitt von der Küstenwache.
Schöl läßt Anker werfen, vertäut den Havaristen mit anderen Schiffen. Die Crew wird mit Winden in Hubschrauber gehievt, vier Menschen kommen mit Rauchvergiftung ins Krankenhaus. Der Kapitän bleibt an Bord. "Doch gegen 10 Uhr morgens brach der Anker. Das Schiff driftete bis auf 800 Meter an die Küste heran", so der Sprecher der Küstenwache. "Da holten wir den Kapitän von Bord."

Nun wird auch die Gefahr für die Bewohner des Küstenstreifens erkannt. Inspector John Grierson (46), von der Polizeistation Thurso: "Wegen der extremen Explosionsgefahr mußten wir im Umkreis von fünf Kilometern 300 Bewohner 'rausholen." Auch die Sommerresidenz von Queen Mum, das Castle of Mey, wird geräumt. "Ein Helikopter kreist über dem Schiff, die Besatzung versucht herauszufinden, ob das Feuer noch brennt", so die Küstenwache.
An Bord des Unglücks-Tankers sind rund 100 Tonnen Öl und Treibstoff. Aber ein Sprecher der Hamburger Reederei Ahrenkiel sagt am Abend: "Die Lage hat sich stabilisiert."
Doch die Schotten wissen es besser: Eine achtköpfige Spezialtruppe zur Chemiebekämpfung der Küstenwache versucht gestern abend, sich dem Schiff von See her zu nähern. Ungewisses Schicksal für die Region. Ein Funke genügt, und das Schiff explodiert. Die "Multitank Ascania" - eine Zeitbombe für Mensch und Natur.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

70 Tote bei Schiffsunglück in Sierra Leone
Saturday, 20. March 1999 - 08:14:01
Freetown - Bei einem Schiffsunglück vor Sierra Leone sind in dieser Woche 70 Menschen ums Leben gekommen, wie die Behörden erst am Freitag mitteilten. Das Schiff, das mit Passagieren und Vorräten zum Hafen von Matru unterwegs war, kenterte demnach am Mittwoch in einem Sturm. Den Bericht von drei Überlebende zufolge war Schiff überladen. Aufgrund des Bürgerkriegs in Sierra Leone sind viele Städte und Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten. Die Versorgung ist oft nur über den Seeweg möglich. In diesem Monat starben bereits 100 Menschen, als ein ebenfalls überladenes Schiff in der Nähe von Freetown sank.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Fischkutter-Unglück vor Rügen: Suche nach Vermißten bisher erfolglos
Friday, 19. March 1999 - 18:09:19
Sassnitz/Bremen - Die Suche nach den Fischern des vor Rügen gekenterten Fischkutters "SAS 104 Beluga" ist auch heute morgen erfolglos geblieben.
Der Kutter war gestern kieloben treibend entdeckt worden. Seit dem frühen Morgen seien mehrere Seefahrzeuge und ein Hubschrauber im Einsatz, doch die Chancen, Überlebende zu finden, seien gering, sagte ein Sprecher der zuständigen Seenotrettungszentrale Bremen der dpa am Freitag. Die Suche sei sehr kompliziert, da das Schiff mit dem Heck nach unten liege und der Bug nach oben zeige. "Taucher können da nicht rein, nur ein großer Schwimmkran könnte uns helfen, aber der ist nicht aufzutreiben."
Auf dem Fischkutter, der rund 20 Seemeilen westlich Rügens liegt, waren zwei erwachsene Fischer und ein Auszubildender. Bereits am Donnerstag hatten Helfer von Bundesgrenzschutz, Seenotkreuzern, Bundesmarine und Zoll vergeblich nach den Dreien gesucht. Die 17 Meter lange "SAS 104 Beluga" war bereits am Mittwoch aus ihrem Heimathafen Sassnitz auf Rügen in Richtung Bornholm ausgelaufen und nicht zurückgekehrt. Nach Aussagen von Experten gibt es in der drei Grad Celsius kalten Ostsee wenig Chancen für ein Überleben.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Brennender Chemikalien-Tanker vor schottischer Küste
Friday, 19. March 1999 - 18:08:14
London - Auf einem mit Chemikalien beladenen Tanker ist heute vor der schottischen Küste ein Brand ausgebrochen.
Um eine Ausbreitung des Feuers zu verhindern, schaltete die Besatzung alle Maschinen aus und riegelte den Maschinenraum ab, sagte ein Sprecher der Küstenwache. Dadurch wurde das Schiff manövrierunfähig und trieb bei Sturmböen auf dem Meer. Ein Militärhubschrauber holte die 14 Besatzungsmitglieder sieben Kilometer vor der Nordwestküste Schottlands von dem brennenden Tanker. Nur der Kapitän der "Ascania" blieb vorerst noch an Bord. Ein Schlepper von den Orkney-Inseln versuchte am Vormittag, eine Verbindung zu dem Tanker zu legen, um ihn in den nächsten Hafen zu bringen. Welche Chemikalien der Tanker genau an Bord hatte und von woher er kam, war zunächst nicht bekannt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

In der Ostsee aufgelaufener Kohlefrachter wieder frei
Friday, 19. March 1999 - 18:06:43
Stralsund - Der in der Ostsee nördlich der vorpommerschen Halbinsel Fischland auf Grund gelaufene panamaische Kohlefrachter "Francesco" schwimmt wieder.
Nach sechstägigen Bemühungen gelang es heute, ihn freizuschleppen. Zuvor waren 3.600 Tonnen Steinkohle aus dem Havaristen auf einen Hilfsfrachter umgeladen worden, wie das Wasser- und Schiffahrtsamt Stralsund mitteilte. Nachdem die übernommene Kohle wieder zurückgeladen sei, könne der aus Polen kommende Frachter seine Reise nach Frankreich fortsetzen.
Überprüfungen im Schiffsinnern der "Francesco" und Außenuntersuchungen durch Taucher hatten nach Angaben des Amtes keine ernsthaften Beschädigungen des Schiffskörpers erkennen lassen. Es habe keinen Wassereinbruch gegeben und auch die fast 2.000 Tonnen Schweröl, die das Schiff neben der Kohle mitführe, lagerten sicher in den Bunkern.
Mit einem Tiefgang von über zwölf Metern hätte der Kohlefrachter allerdings niemals diese Route durch die Ostsee wählen dürfen, sagte ein Sprecher des Bergungsstabes. Aus den Seekarten sei eindeutig ersichtlich, daß etwa die sogenannte Kadettrinne teilweise nur zehn Meter Wassertiefe aufweise.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Mehrere tausend Liter Heizöl in Hafenbecken geflossen
Thursday, 18. March 1999 - 17:44:51
Wiesbaden - Ein Tankmotorschiff hat im Wiesbadener Rheinhafen insgesamt 3.440 Liter Heizöl verloren. Wie das hessische Polizeiverkehrsamt berichtete, trat das Öl am Donnerstag morgen aus einem etwa zehn Zentimeter großen Leck aus. Wie das Leck entstehen konnte, war nach Angaben der Behörde zunächst unklar. Das Loch sei gegen 08.00 Uhr von einem Lagermeister entdeckt worden. Danach habe es rund zwei Stunden gedauert, bis die Öffnung abgedichtet werden konnte. Die Wiesbadener Berufsfeuerwehr hielt das Heizöl mit einer schwimmenden Sperre zurück und saugte den Ölteppich ab. Das Schiff hatte den Wiesbadener Hafen angelaufen, um dort seine Ladung zu löschen. Die Ermittlungen dauern an.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Aus der «Pallas» läuft noch immer Öl aus
Mehr als 30 Tonnen im letzten Monat geborgen - Havarierter Kohlefrachter vor Mecklenburg-Vorpommern wird entladen
Thursday, 18. March 1999 - 17:43:48
Kiel/Stralsund - Auch fünf Monate nach der Havarie der «Pallas» läuft aus dem vor Amrum gestrandeten Holzfrachter nach Angaben von Greenpeace noch immer Öl in die Nordsee. Das Kieler Umweltministerium bestätigte am Donnerstag Angaben der Umweltschutzorganisation, wonach in den vergangenen vier Wochen mehr als 30 Tonnen reines Schwer- und Dieselöl aus dem Wrack der «Pallas» gepumpt wurden. Insgesamt seien bisher etwa 148.000 Liter Öl-Wasser-Gemisch aus dem Wrack geborgen worden. Daß am Donnerstag trotz guten Wetters kein Öl abgepumpt worden sei, erklärte das Ministerium damit, daß zwei Aggregate repariert werden müßten.

Greenpeace-Sprecher Harald Zindler, der am Donnerstag vor Ort war, sagte, auf der Backbordseite des Wracks sei ein Dieselölfilm auf dem Wasser gewesen. «Wie in den letzten Wochen steht auch heute wieder Öl im Maschinenraum und fließt von dort durch Türen und Bullaugen ins Meer». Die seit Wochen versprochenen Ölsicherungsmaßnahmen seien an Bord nicht durchgeführt worden, rügte Zindler. Greenpeace kritisierte auch, daß die Arbeiten trotz des guten Wetters am Donnerstag nicht fortgesetzt wurden.

Die Sprecherin des Umweltministeriums, Claudia Sieg, verwies auf die Reparatur zweier Aggregate, die für das Abpumpen nötig seien. Der Riß, aus dem das Öl fließe, habe am Vortag abgedichtet werden sollen. Doch wegen des hohen Wellenganges sei dies nicht möglich gewesen. Auch Türen und Bullaugen sollen abgedichtet werden, sobald es die Wetterverhältnisse zulassen.

Kohlefrachter soll entladen werden

Dem seit fünf Tagen zwischen dem mecklenburg-vorpommerschen Fischland und der dänischen Insel Falster auf dem Ostseegrund festliegenden panamesischen Kohlefrachter «Francesco» kam unterdessen ein schwedischer Frachter zu Hilfe. Das deutsche Bergungsschiff «Scharhörn» meldete, der auf einer Kiesbank festsitzende Frachter solle von dem schwedischen Schiff um 4.000 Tonnen Steinkohle «geleichtert» werden. Am (morgigen) Freitag könnte der 225 Meter lange Havarist dann freigeschleppt werden.

Untersuchungen im Schiffsinnern und -äußeren durch Taucher hätten keine ernsthaften Beschädigungen des Schiffes erkennen lassen, teilte das Wasser- und Schiffahrtsamt Stralsund mit. Es habe keinen Wassereinbruch gegeben, und ein Auslaufen der fast 2.000 Tonnen Schweröl sei nicht zu erwarten. Die von Umweltverbänden geäußerten Befürchtungen um den nur elf Seemeilen entfernten Nationalpark «Vorpommersche Boddenlandschaft» seien unbegründet.

Das ruhige Wetter kommt den Bergungsarbeiten entgegen, wie der Bergungsstab mitteilte. Die von dem schwedischen Frachter übernommene Kohle soll unmittelbar nach dem Freischleppen wieder auf die «Francesco» zurückgeladen werden, die dann ihre Fahrt Richtung Frankreich fortsetzen könnte. Voraussetzung sei allerdings, daß keine unvorhergesehenen Schwierigkeiten auftreten.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Versenktes U-Boot geborgen
Thursday, 18. March 1999 - 14:14:48
Aus 150 m Tiefe wurde das Wrack eines Spionage-U-Bootes, welches im Dezember nach langer Jag in einem Feuergefecht versenkt wurde, von Einheiten der südkoreanischen Marine geborgen. An Bord werden sechs bis acht Besatzungsmitglieder vermutet. Einer von ihnen, der angeblich durch Gift Selbsmord begangen hatte, wurde damals nahe dem Ort des Unterganges gefunden. Seine Identität konnte jedoch nicht nachgewiesen werden. Das Wrack wurde nun zu einer Untersuchung auf die Marinebasis Jinhae gebracht. Ein detaillierter Bericht wurde angekündigt.
Quelle: Alexander Bartek

Der Untergang der "Derbyshire"
Übersehene Opfer der Schiffahrt: In 20 Jahren 1465 Tote
Thursday, 18. March 1999 - 06:13:33
New York - Kurz vor dem zehnten Jahrestag einer der Umweltkatastrophen - am 24. März 1989 lief die "Exxon Valdez" vor Alaska auf ein Riff und kontaminierte die Gegend großflächig mit Öl - hat man in England ein anderes, bitteres Jubiläum zu feiern: Der Untergang der "Derbyshire" vor bald 20 Jahren ist geklärt.
"Wenn ein Tanker sinkt und Vögel sterben, weint die halbe Welt", beklagt Paul Lamber in der New York Times die lange Dauer, "geht aber ein Frachtschiff unter, kümmert das keinen, außer es ist ein britisches Schiff mit britischer Besatzung und britischen Verwandten, die genug Atem haben."
Lamber ist ein solcher Verwandter: Sein Bruder war auf der "Derbyshire", einem der größten und sichersten je gebauten Schiffe: Über 320 Meter lang, vom Versicherer Lloyds in die beste Kategorie gereiht. 1980 verschwand das Schiff mit 44 Menschen in einem Taifun vor Japan. Dieses Schicksal ereilt fast jeden Monat einen Frachter: 180 sind seitdem gesunken, 1465 Menschen gestorben.
Für gewöhnlich fahren diese Schiffe unter Billigflaggen mit Besatzungen aus der Dritten Welt, deren Verwandte wenig ausrichten können. Die "Derbyshire" hingegen hatte eine rein britische Besatzung mit selbst see-erfahrenen Verwandten, die sich von Anfang an mit der offiziellen Version - zu starker Sturm - nicht zufriedengaben und einen Konstruktionsfehler vermuteten.
In ihrer Zähigkeit haben sie die britische Regierung dazu gebracht, das Schiff in 4,2 Kilometern Tiefe mit einem U-Boot-Roboter - ausgeborgt vom US-Militär - aufzuspüren und fotografieren zu lassen. Der Konstruktionsfehler fand sich - schlechte Abdichtungen am Bug -, man wird ihn künftig vermeiden können.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Verdacht erhärtet: "Estonia" wurde möglicherweise gesprengt
Wednesday, 17. March 1999 - 06:06:22

KIEL. Eine Sprengstoff Explosion hat möglicherweise den Untergang der "Estonia" verursacht. Neue Filmaufnahmen vom Wrack der estnischen Fähre zeigen verschnürte Pakete, die auf Magnetplatten an der rechten Außenwand des Rumpfes befestigt sind. Handelt es sich bei den Paketen tatsächlich um Sprengstoff, könnte eine vergleichbare Sprengladung auch auf der gegenüberliegenden Seite angebracht gewesen sein, die die "Estonia" schließlich zum Sinken gebracht hat. An den Paketen sind deutlich Kabel zu sehen - möglicherweise Zündkabel.
In der ProSieben- Dokumentation "History" (Dienstag, 16. März 1999, um 22.15 Uhr) bestätigt der renommierte Sprengstoffexperte Martin Volk die seit langem in Expertenkreisen geäußerte Vermutung, die jetzt erstmals durch ein Indiz erhärtet wird: "Ich komme zu der sehr sicheren Einschätzung, daß sich in dieser Verpackung ein richtig brisantes Sprengmittel befindet." Eine mögliche Explosion, die ein Leck in die Steuerbordseite gerissen haben könnte, ließe sich auch fünf Jahre nach der Katastrophe nachweisen, so Volk. Aber: Die schwedische Regierung läßt keine unabhängigen Experten ans Wrack, sie will die "Estonia" sogar zubetonieren. Der ehemalige Rechtsanwalt mehrerer Angehöriger von Opfern des Fährunglückes, Dr. Henning Witte, nimmt Stellung zu den Hintergründen eines möglichenSprengstoffanschlages: "Wir glauben, daß der russische militärische Geheimdienst die ,Estonia' in die Luft gesprengt hat, und zwar um zu verhindern, daß russische Hochtechnologiewaffen in den Westen geschmuggelt werden", so Dr. Witte in "History".
Die "Estonia" war am 28. September 1994 gegen 1.30 Uhr gesunken, 852 Menschen erfroren oder ertranken, 137 Passagiere und Besatzungsmitglieder konnten gerettet werden.
Bei der Ermittlung der Unglücksursache gab es Pannen zuhauf: Die internationale Havariekommission legte im Dezember 1997 einen Abschlußbericht vor, der inzwischen in Teilen widerlegt ist. Als Schuldigen hatte die Kommission schnell die Meyer-Werft in Papenburg (Emsland) ausgemacht. Laut Kommissionsbericht war das sogenannte Atlantikschloß des Bugvisiers nicht stabil genug konstruiert gewesen; es sei bei starkem Wellengang gebrochen, so daß das Bugvisier abgefallen sei. Die Meyer-Werft weist diesen Vorwurf zurück und stützt sich auf eigene Gutachten und auf Belastungstests. Dabei wurde ein baugleiches Schloß zweieinhalb mal so stark belastet, wie dies im Fährbetrieb möglich sei, so die Werft, erst dann sein das Schloß gebrochen.
Inzwischen sind haarsträubende Sicherheitsmängel an Bord der "Estonia" bekannt geworden. Privatvideos, die ebenfalls in "History" zu sehen sein werden, belege schlampige Reparaturen und vor allem: Das Atlantikschloß war offensichtlich verbogen, das Bugvisier bereits beschädigt. Fußabdrücke im Bugvisier zeigen, daß Besatzungsmitglieder immer wieder versucht haben, Wassereinbrüche in den Griff zu bekommen. "Sie haben Matratzen dazwischen gestopft, Decken und Plastiktüten", sagt Werner Hummel, Gutachter der Meyer-Werft. Im Abschlußbericht werden diese Fakten ignoriert.
Mitglieder der Untersuchungskommission mußten unterdessen gehen, weil sie nachweislich die Öffentlichkeit belogen haben. Andere verließen die Kommission aus Protest, wie der ehemalige estnische Kommissionsvorsitzende Andi Meister.
Ein anderer Kommissionsvorsitzender, der Schwede Börje Stendström, warf das wichtigste Beweisstück, den Verschlußbolzen des Atlantikschlosses, wieder ins Meer - angeblich wegen Gewichtsproblemen mit dem Helikopter: "Ich mußte eines der schweren Stahlstücke opfern. Den Bolzen habe ich geprüft, er war gerade und unbeschädigt. Na und dann habe ich eben den Bolzen geopfert, um ein paar andere Stücke mitnehmen zu können." Der Bolzen wurde nie wieder gefunden.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Sailpress - Sicherheit für Hochseesegler

Wenn Retter gerettet werden müssen
Wednesday, 17. March 1999 - 06:47:22
Fast jeder kennt das Spiel mit den Dominosteinen, die man hintereinander aufstellt, anstößt und die dann nacheinander alle umfallen sind. Seit gestern wissen wir: Das geht auch auf dem Wasser, nicht mit Dominosteinen aber mit Schiffen. Beweis ist die Havarie eines belgischen Eisenfrachters auf dem Rhein bei Düsseldorf, die zu einer Kette von weiteren Unglücken und gegenseitige Rettungsversuchen führten. Zum Glück wurde niemand verletzt.
"Dumm gelaufen", lautete der Kommentar der Feuerwehr zu dem mißglückten Einsatz nahe der Düsseldorfer Rheinkniebrücke. Das mit 600 Tonnen Eisen beladene belgische Motorschiff war dem Ufer zu nahe gekommen und dabei an einer Kribbe (einen in den Fluß ragender Damm zur Strömungsregulierung) geraten. Bei der Havarie hatte der Frachter Schraube und Ruderblatt verloren. Das Schiff drohte von der Sandaufschüttung zu rutschen und manövrierunfähig vor den Brückenpfeiler zu treiben, berichtete Ramon van der Maat, Sprecher der Wasserschutzpolizei.
Beim Bemühen, dies zu verhindern, lief auch das Feuerlöschboot "Düsseldorf" auf Grund. Sofort eingeleitete Amtshilfe der Wasserschutzpolizei endete mit einer Beschädigung am Ruderblatt des Polizeibootes. Daraufhin wollte sich wiederum die Feuerwehr bei den Kollegen revanchieren und ließ ihr Rettungsboot zu Wasser. Das Beiboot sollte der Wasserschutzpolizei die ausgefallene Ruderanlage ersetzen und die Beamten sicher in den Hafen bugsieren.
Doch auch dieser Rettungsversuch endete mit einem Fiasko: Nach einem Motorschaden drohte das Feuerwehr-Beiboot zu kentern. Nur mit Mühe konnten sich die zwei Besatzungsmitglieder an Bord halten. Das Boot trieb schließlich rheinabwärts Richtung Neuss und wurde dort vom Löschboot der Stadt Neuss "eingefangen".
Gestern mittag endlich konnte mit der Leichterung des gestrandeten belgischen Motorschiffs begonnen werden. Am Nachmittag wurde der Frachter dann schließlich - ohne Folgen diesmal - freigeschleppt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Vier Touristen bei Schiffsunglück auf der Seine verletzt
Tuesday, 16. March 1999 - 21:13:13
Paris - Bei einem Schiffsunglück auf der Seine in Paris sind am Dienstag drei Touristinnen schwer verletzt worden. Ein Kind erlitt leichte Verletzungen, wie die Rettungskräfte mitteilten. Das Boot fuhr auf einen Brückenpfeiler der Pont de Sully auf. Die Brücke liegt in der Nähe der Bastille. Die Passagiere wurde von dem Schiff gerettet. Weitere Informationen lagen zunächst nicht vor.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

95 Kilometer lange Ölstreifen vor niederländischer Küste
Tuesday, 16. March 1999 - 21:13:59
Amsterdam - Aus einem vorbeifahrenden Schiff ist vor der Küste der Niederlande Öl ausgelaufen, wie das Fernsehen in Amsterdam am Dienstag berichtete. Ein 95 Kilometer langer und 500 Meter breiter Streifen treibe 100 Kilometer vor dem Land. Die Herkunft des Öls ist unklar. Die Regierung habe einen Hubschrauber zu der Stelle geschickt, um Informationen zu sammeln, hieß es in dem Bericht.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Zwei Schiffe im Rhein festgefahren
Keine Behinderung durch Havaristen bei Düsseldorf
Tuesday, 16. March 1999 - 17:32:58
Düsseldorf/Duisburg - Die Havarie eines belgischen Eisenfrachters auf dem Rhein bei Düsseldorf hat am Montag abend zu einer Kette von Schiffsunfällen geführt. Das mit 600 Tonnen Eisen beladene Motorschiff war dem Ufer zu nahe gekommen und dabei an einer Kribbe (Buhne) in Höhe der Rheinkniebrücke hängengeblieben. In der Folge geriet auch das Feuerlöschboot "Düsseldorf" auf Grund.
Außerdem wurde ein Boot der Wasserschutzpolizei leicht beschädigt. Der Schiffsverkehr sei jedoch nicht beeinträchtigt, erklärte die Wasserschutzpolizei Duisburg am Dienstag morgen.
Bei der Havarie hatte der Frachter Schraube und Ruderblatt verloren. Das Schiff drohte von der Kribbe zu rutschen und manövrierunfähig vor den Brückenpfeiler zu treiben, berichtete Ramon van der Maat, Sprecher der Wasserschutzpolizei. Beim Versuch, dies zu verhindern, lief auch das Feurlöschboot "Düsseldorf" auf Grund. Ein Hilfsversuch der Wasserschutzpolizei endete mit einer Beschädigung am Ruderblatt des Polizeibootes.
Am Dienstag vormittag wurde mit den Vorbereitungen zur Leichterung des gestrandeten belgischen Motorschiffs begonnen. "Ein leerer Frachter liegt bereits längsseits. Es kann aber noch eine Weile dauern, bis ein Kranschiff zum Umladen des Eisens verfügbar ist", berichtete van der Maat. Das Feuerlöschboot werde im Laufe des Tages freigeschleppt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Fährschiff lief auf Grund
Monday, 15. March 1999 - 22:17:57

Havarie auf der Elbe. Es knirschte gewaltig, als die "Prince of Scandinavia" am Sonnabend in Höhe der Oste-Mündung auf Grund lief. Das Fährschiff war vom britischen Harwich unterwegs nach Hamburg. Die Passagiere kamen mit dem Schrecken davon - niemand wurde verletzt.

Nach Auskunft der Wasserschutzpolizei in Cuxhaven war ein vorübergehender Maschinenausfall für die Havarie verantwortlich. Nach kurzer Zeit kam das 186 Meter lange und 26 Meter breite Schiff (21.545 Bruttoregistertonnen) aus eigener Kraft wieder frei.
Nach der Grundberührung setzte die "Prince of Scandinavia" ihre Fahrt in den Hamburger Hafen fort. Dort muß das Schiff nun auf mögliche Schäden, etwa am Rumpf oder an der Ruderanlage, untersucht werden, so ein Sprecher der Wasserschutzpolizei. Das Schiff verkehrt im Liniendienst zwischen Hamburg und Harwich.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Auf Grund gelaufenes Containerschiff wieder frei
Monday, 15. March 1999 - 22:16:33
Hamburg - Ein unter panamaischer Flagge fahrendes Containerschiff ist am Montag nach mehrstündiger Grundberührung auf der Elbe nördlich von Hamburg wieder freigeschleppt worden. Nach Polizeiangaben war die rund 48.000 Tonnen große «River Elegance» mit einem Tiefgang von 11,70 Meter gegen 04.20 Uhr bei Stadersand steckengeblieben. Zu der Grundberührung war es gekommen, weil das 276 Meter lange Schiff der entgegenkommenden «Narjant» ausweichen mußte. Ein erster Versuch, durch Ballastpumpen aus eigener Kraft wieder weiterzufahren, schlug fehl. Auch der Versuch von mehreren Schleppern, den Havaristen wenige später freizubekommen, mißlang. Beim Hochwasser am Nachmittag konnten ihn dann aber sechs Schlepper wieder ins Fahrwasser ziehen. Schäden oder Verletzte gab es nicht.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Containerschiff in der Elbe auf Grund gelaufen
Monday, 15. March 1999 - 13:19:36
Hamburg - Ein unter panamaischer Flagge fahrendes Containerschiff ist heute morgen in der Elbe nördlich von Hamburg auf Grund gelaufen.
Wie die Polizei mitteilte, blieb die rund 48.000 Tonnen große "River Elegance" mit einem Tiefgang von 11,70 Meter gegen 04.20 Uhr bei Stadersand stecken. Zu der Grundberührung war es gekommen, weil das 276 Meter lange Schiff der entgegenkommenden "Narjant" ausweichen mußte. Ein erster Versuch, durch Ballastpumpen aus eigener Kraft wieder weiterzufahren, schlug fehl. Auch der Versuch von mehreren Schleppern, den Havaristen freizubekommen, mißlang. Beim Hochwasser am Nachmittag sollten erneut Schlepper zum Freiziehen eingesetzt werden. Schäden oder Verletzte hatte es nicht gegeben. Die durchgehende Schiffahrt werde von der "River Elegance" nicht behindert, hieß es in der Polizeimitteilung.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Liegt James Cooks Schiff im Schlamm vor Amerika?
Saturday, 13. March 1999 - 06:49:04
Einst trug das Schiff den britischen Seefahrer und Entdecker James Cook um die ganze Welt. Mit der Barke "Endeavour" erschloß Kapitän Cook in den Jahren 1768 bis 1771 die letzten weißen Flecken auf der Karte des südlichen und mittleren Pazifiks, kartographierte die Ostküste Australiens und entdeckte, daß Neuseeland aus zwei Inseln besteht. Und von der "Endeavour" aus setzte er als erster Weißer seinen Fuß auf die Hawaii-Inseln, deren Bewohner ihn zehn Jahre später ermordeten. Dann verlor sich die Spur des Schiffes im Dunkel der Geschichte. Australische Archäologen glauben, daß das berühmte Schiff im Hafen von Newport im US-Staat Rhode Island liegt. Die "Endeavour" sei nach Cooks Rückkehr nach England verkauft worden und habe zuerst als Bunkerschiff gedient. Danach erhielt sie den Namen "Lord Sandwich" und wurde 1775 als Kohlefrachter reaktiviert. Als während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges die mit den aufständischen Kolonien verbündeten Franzosen Newport belagerten, ordnete die britische Besatzung die Versenkung aller Schiffe im Hafen an. Darunter war auch ein Gefängnisschiff namens "Lord Sandwich".

 In alten britischen Marineakten fand die Archäologin D. K. Abbass heraus, daß sowohl die "Endeavour" als auch die in Newport versenkte "Lord Sandwich" Dreimastbarken waren, die in Ladekapazität und Größe übereinstimmten.

 Abbas nimmt an, daß ein Holzwrack, das in sechs Metern Tiefe auf dem Hafengrund von Newport vor einer Marinepier liegt, die Überreste der "Endeavour" sind. Noch heute ist im Hafenschlamm ein 24 Meter langer Holzbalken zu sehen. Die Forscher glauben, daß das der Kiel des historischen Seglers ist, seine Gesamtlänge war 30 Meter. Auch Schiffsballast und eine Kanone liegen dort unten.

 Jetzt wollen die Archäologen die erhaltenen Holzteile untersuchen. Cook ließ sein Schiff während der Weltumseglung an verschiedenen Orten mit Holz reparieren. Die Wissenschaftler wollen überprüfen, ob am Wrack von Newport die Holzarten auftauchen, die auch an jenen Plätzen vorkommen, die der Entdecker besucht hatte. Die Untersuchung der Pflanzenpollen am Wrack soll weitere Beweise liefern. "Es gibt einen Haufen Wracks vor Rhode Island und die Leute betrachten sie mehr oder weniger als alten Müll. Aber da draußen liegen bedeutende geschichtliche Zeugnisse", sagt Abbass.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Greenpeace baute sich eine Ölpest
Friday, 12. March 1999 - 06:15:39
AMRUM - Umweltschützer von "Greenpeace" sollen auf Amrum selbst für einen Umwelt-Skandal gesorgt haben: Mitarbeiter des Wasser- und Schiffahrtsamtes fanden im Tonnenhafen von Süddorf 30 Müllsäcke mit ölverschmierter Kleidung und Geräteteilen - "die stammen mit 99prozentiger Sicherheit von Greenpeace", sagt Amtsleiter Wolfgang Stöck. Die Müllsäcke seien einfach im Tonnenhafen abgelegt und keinesfalls umweltgerecht entsorgt worden, klagt der Amtsleiter. Greenpeace-Mitarbeiter sollen die Kleidung bei ihrer Medienkampagne getragen haben, als sie vor laufenden Fernsehkameras ein paar Liter Altöl von der gestrandeten "Pallas" abpumpten.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Bis zu vier Tote bei Schiffsunglück in Portugal
Thursday, 11. March 1999 - 17:49:18
Lissabon - Beim Untergang eines spanischen Frachters im Hafen von Aveiro in Nordportugal sind möglicherweise vier Seeleute ums Leben gekommen.
Sechs weitere Besatzungsmitglieder der "Xove" konnten gerettet werden, teilten die Hafenbehörden heute mit. Nach einer ersten offiziellen Bilanz starb ein Seemann, drei Seeleute wurden vermißt. Das mit Zement beladene Schiff war im Hafenbecken gekentert. Nach ersten Angaben waren Teile der Ladung beim Entladen des Frachters verrutscht.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

"Y2K - Das Jahr 2000 Problem"
Wednesday, 10. March 1999 - 10:51:14
"Auf dem Flaggschiff der im Pazifik stationierten Siebenten US-Flotte, der USS Blue Ridge ,hat Vize Admiral Walter Doran verlautbart, daß die Abwehrschlacht gegen Y2K (Kurzbezeichnung für das Jahr-2000-Problem) so gut wie gewonnen ist. Seinen Aussagen zu Folge ist die 7. US Flotte voll Y2K kompatibel und einsatzbereit. Die 7. US Flotte besteht aus 60 Kriegsschiffen, 350 Marineflugzeugen und 60.000 Mann. Der Operationsbereich umfaßt 135 Millionen Quadratkilometer im Pazifischen und Indischen Ozean. Auf jedem einzelnen Kriegsschiff wurden sämtliche technischen Geräte (vom hochkomplizierten Waffensystem bis zum simplen Aufzug) auf das Jahr-2000-Problem hin überprüft. Jetzt folgen noch weitere Tests in den Docks."
Quelle: Alexander Bartek

Gott und die Natur sind stärker als der Mensch
Tuesday, 9. March 1999 - 23:57:00
Das Titanic-Unglück forderte in der Nacht vom 14. Auf den 15. April 1912 das Leben von 1495 der 2207 Passagiere. Die jüngste Überlebende des Desasters war die Engländerin Millvina Dean aus Southampton. Sie wollte mit ihrer Mutter Eva, ihrem Vater Bertram und ihrem Bruder Bertram Vere nach Amerika auswandern, wo bereits ein Haus auf die Deans wartete. Ihren Vater verlor Millvina auf dem Schiff. Im RUNDSCHAU-Gespräch verrät sie, was sie bewegt, wenn sie an die Tragödie denkt.

Haben Sie, nachdem Sie die Katastrophe überlebten, je wieder ein Schiff betreten?

Sicher. Erst kürzlich wieder. Ich habe wegen der Titanic kein Trauma. Im Gegenteil, ich liebe das Meer, obwohl mein Vater darin ertrunken ist.

In welcher der drei Klassen waren Sie an Bord?

Wir waren in der dritten, da meine Eltern bereits ein Haus in Kansas gekauft und kein Geld für eine andere Klasse mehr hatten.

Was haben Sie für ein Gefühl, wenn Sie ein Schiff betreten?

Normalerweise habe ich keine Zeit darüber nachzudenken. Ich werde nämlich immer interviewt, wenn ich auf einem Schiff bin.

Alle waren damals der Auffassung, die Titanic sei unsinkbar. Ihre Familie auch?

Natürlich, alle Leute dachten das. Mein Großvater sagte sogar: „Es wird wundervoll sein auf dem Schiff. Diese Titanic kann niemand versenken!" Meine Mutter hatte aber eine Vorahnung. Bevor wir England verließen, schrieb sie meinen Großeltern: „Bis jetzt ist alle in Ordnung, aber ich weiß nicht, was noch kommt.“

Was geschah, als Ihre Familie erfuhr, daß das Schiff mit einem Eisberg kollidiert war?

Mein Vater hörte einen lauten Knall und lief sofort an Deck um zu sehen, was los war. Als er zurück kam, sagte er zu meiner Mutter: „Wir sind mit einem Eisberg kollidiert. Bringe die Kinder so schnell wie möglich an Deck!“ Das tat meine Mutter dann. So kam es, daß die Schnelligkeit meines Vaters uns rettete, er aber starb.

Hat Ihnen Ihre Mutter erzählt, wie der Abschied vom Mann, dem wahrscheinlich der sichere Tod bevorstand, aussah?

Meine Mutter verabschiedete sich von meinem Vater und sagte: „Wir sehen uns später.“ Danach gingen meine Mutter, mein Bruder und ich an Bord des Rettungsbootes Nummer 13. Das war das letzte Mal, daß meine Eltern sich sahen. Meine Mutter bekam dann noch einen anderen Schock, denn mein Bruder war pltzlich verschwunden. Glücklicherweise hatte eine andere Frau auf ihn aufgepaßt.

Wie konnte Ihre Mutter ihren Mann zurücklassen?

Meine Mutter mußte ihn wegen uns Kindern zurücklassen. Ich bin sicher, sie wäre bei meinem Vater geblieben, wenn sie uns nicht gehabt hätte.

Hat Ihre Mutter dieses fürchterliche Ereignis verarbeitet?

Sie ist nie richtig darüber hinweggekommen.

Wie wurden Sie gerettet?

Ein anderes Schiff hat uns gefunden und hat uns nach New York mitgenommen. Dort verbrachten wir dann drei Wochen im Krankenhaus. Unsere Verwandten wollten, daß wir nach Kansas gehen. Wir hatten allerdings alles verloren, und meine Mutter stand unter Schock, so daß sie unbedingt zurück nach Southampton wollte.

Hatten Sie jemals Alpträume wegen Ihres Vaters?

Nein, ich war glücklicherweise noch zu klein. Wenn ich älter gewesen wäre, hätte ich sicherlich welche gehabt.

Hatte das Unglück Auswirkungen auf Ihren Lebensweg?

Ja, die Schule für mich und meinen Bruder wurde von der Schiffsgesellschaft bezahlt.

Hat Sie der Untergang der „Estonia“ und der „Herald Of Free Enterprise“ bewegt?

Die Unglücke haben mich traurig gemacht. Aber ich war nicht persönlich betroffen, da ich niemanden auf den Schiffen kannte. Ich mußte allerdings schon an die Titanic denken.

Haben Sie Kontakt zu anderen Überlebenden der Titanic?

Vor elf Jahren habe ich neun bei einem speziellen Titanic-Treffen kennengelernt. Aber diese sind mittlerweile alle schon verstorben. Andere Überlebende kenne ich gar nicht.

Sehen Sie sich als ein Symbol für die Titanic?

Ich habe den Eindruck, daß die Leute mich als solches ansehen. Ich selbst sehe mich aber nicht als Symbol. Mich amüsiert das aber.

Haben Sie schon mal einen Titanic-Film gesehen?

Nein, den ersten Teil könnte ich mir wohl ansehen. Mit dem zweiten, wo alle über Bord springen, würde mich zu sehr an meinen Vater erinnern.

Und das Wrack, würden Sie das gerne sehen?

Nein, man hat es mir angeboten in den Atlantik zu tauchen, ich wollte das aber nicht. Das Schiff soll bleiben, wo es ist.

Haben Sie Probleme damit, wenn Leute sagen, daß der neue Titanic-Film sehr authentisch ist und ihn gleichzeitig als besten Film aller Zeiten betrachten?

Keineswegs, diese Leute haben keine Beziehung zu diesem Schiff. Einige haben den Film schon zwanzig Mal gesehen. Wenn es ihnen Spaß macht, bitte. Es haben auch schon viele versucht, mich ins Kino zu bekommen, ich habe es jedoch stets abgelehnt.

Vermissen Sie das ruhige Leben als Hausfrau, das Sie vorher hatten?

Auf keinen Fall, es ist jetzt viel lustiger. Ich treffe Leute, die ich als Normalsterblicher nie kennengelernt hätte.

Gibt es etwas positives für Sie im Zusammenhang mit der Titanic-Katastrophe?

Das Unglück hat gezeigt, daß Gott und die Natur stärker sind als der Mensch.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Mindestens 100 Tote bei Schiffsunglück in Sierra Leone
Tuesday, 9. March 1999 - 23:55:09
Freetown (AP) Beim Untergang eines Schiffes sind in Sierra Leone offenbar mindestens 100 Menschen ums Leben gekommen. Wie ein Vertreter der Schiffseigner-Vereinigung des Landes am Dienstag mitteilte, sank das Schiff am Samstag rund 16 Kilometer westlich von Freetown, als es den Fluß Rokel überquerte. Bei den Opfern handelte es sich den Angaben zufolge vor allem um Händler; das Schiff sollte Vorräte zu abgelegenen Dörfern bringen. Einzelheiten waren zunächst nicht bekannt. Wegen des Bürgrkriegs sind viele Dörfer in Sierra Leone von der Außenwelt abgeschnitten und werden auf dem Wasserweg versorgt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Odyssee rund um verunglücktes Tankschiff
Tuesday, 9. March 1999 - 06:23:45
SEATTLE, WALDPORT - "Wir müssen einfach auf die passende Flut warten", seufzt Chris Papen. Er arbeitet in Waldport (US-Bundesstaat Oregon) als freiwilliger Helfer in einem Küstenwache-Büro. Hier werden die Bergungsarbeiten für den Frachter "New Carissa" koordiniert, dessen mit Schweröl gefüllte Tanks eine große Umweltgefahr für die Kü-ste Oregons bedeuten. Als "Geisterschiff" kehrte das Wrack in der vergangenen Woche nach einem ersten Abschleppversuch erneut an die Kü-ste zurück.
Der Bug des auseinandergebrochenen Frachters soll Anfang dieser Woche erneut aufs Meer hinausgeschleppt und dann versenkt werden. Seit Wochen aber mußten Männer wie Papen immer wieder erleben, daß ihre Pläne trotz mühsamer Vorbereitungen letztlich doch scheiterten. Der Frachter mit insgesamt 1,5 Millionen Litern Treibstoff an Bord lief am 4. Februar auf Grund, und danach kam für die Bergungsteams ein Fehlschlag nach dem anderen.

Zunächst sollte das bei Coos Bay (Oregon) gestrandete Schiff wieder flottgemacht und repariert werden. Aber dann entdeckten Arbeiter im Maschinenraum Wasser, und die "New Carissa" wurde von ihrer Versicherungsgesellschaft zum Totalverlust erklärt. Nachdem rund 250.000 Liter Schweröl ausgelaufen waren, rief die Küstenwache Experten der US-Marine zu Hilfe.
Sie setzten die Treibstofftanks in Brand, aber dieser verzweifelte Versuch, das Öl an Bord zu vernichten und so eine größere Ölpest zu verhindern, war nur ein Teilerfolg. Lediglich 750.000 Liter verbrannten, das Schiff brach auseinander, und 500.000 Liter Treibstoff blieben in den Bugtanks.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Cooks Wrack gefunden?
Fundort: Bei Newport an der amerikanischen Ostküste
WASHINGTON - Ein Team von US-Archäologen hat das Wrack eines Dreimasters entdeckt, bei dem es sich um die "Endeavour" handeln könnte, mit der Kapitän James Cook im 18. Jahrhundert bis nach Australien segelte. Die Leiterin des Rhode Island Marine-Archäologie-Projektes, Kathy Abbass, erklärte dazu, im Hafen von Newport an der US-amerikanischen Ostküste sei ein Wrack gefunden worden, das aufgrund "mehrerer Kennzeichen starke Ähnlichkeit mit der ,Endeavour'" aufweise.
Ihren Angaben zufolge wurde die "Endeavour" verkauft und auf den Namen "Lord Sandwich" umgetauft. 1778 sei das Schiff während der Belagerung der Stadt absichtlich im Hafen von Newport versenkt worden.
Kapitän Cook segelte 1768 von Plymouth aus mit der "Endeavour" über Südamerika in Richtung Südpazifik. Nach einem Zwischenaufenthalt in Tahiti beanspruchte Cook 1769 Neuseeland im Namen des britischen Kö-nigs George III. und erstellte 1770 die erste Küstenkarte Australiens. Nach seiner schwierigen Reise, bei der Dutzende von Besatzungsmitgliedern starben, kehrte Cook 1771 über Afrika nach England zurück.
Nach Angaben von Abbass diente die umgetaufte "Endeavour" vor ihrer Versenkung als Gefängnisschiff. Es wird bis zum Sommer dauern, um die Echtheit des Schiffes zu prüfen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Beim Untergang der "Gustloff" starben über 9000 Menschen
Überlebender baute größtes Dokumentationsarchiv auf
Tuesday, 9. March 1999 - 06:26:24
Beim Untergang der "Wilhelm Gustloff" am 30. Januar 1945 sind in der Ostsee wesentlich mehr Menschen ums Leben gekommen als bisher angenommen.
Experten waren in den vergangenen Jahrzehnten von mehr als 5000 Opfern bei der größten Schiffskatastrophe aller Zeiten ausgegangen. Die wahre Dimension der Tragödie bei Stolpmünde - etwa zwölf Seemeilen von der pommerschen Küste entfernt - blieb lange Zeit ungewiß. Einer der mehr als 1200 Überlebenden kann heute beweisen, daß damals mehr als 9000 Frauen, Kinder und schwerstverwundete Frontsoldaten den Tod fanden. Sie wollten vor der anrückenden Roten Armee über die Ostsee in die Häfen Flensburg und Kiel fliehen, als das Schiff von drei Torpedos eines sowjetischen
U-Bootes getroffen wurde.
Heinz Schön (72) aus Bad Salzuflen (Nordrhein-Westfalen) sammelte jahrzehntelang Material über das Unglücksschiff, wertete in- und ausländische Quellen aus und baute so das größte "Gustloff-Dokumentationsarchiv" auf. Zudem setzte er sich in mehreren Büchern mit den Schrecken der Flucht über die Ostsee auseinander. Der Autor gilt inzwischen als einer der besten Kenner der Kriegsvorgänge im Ostseeraum. Die von früheren Erkenntnissen abweichenden Daten und Fakten seiner Nachforschungen begründet er mit dem "Chaos" bei der Einschiffung der Flüchtlinge, die aus ihren preußischen Heimatdörfern in den Ostseehafen Gotenhafen-Oxhöft strömten.
Schiff sank in einer Stunde
Marinesoldaten und Helferinnen auf der "Gustloff" hätten die Flüchtlingswelle nur an den beiden ersten Tagen der Einschiffung registriert, erzählte Schön. "Dann wurde nicht mehr eingetragen, sondern nur noch gezählt", erinnert sich der Zeitzeuge, der auf der "Wilhelm Gustloff" als Zahlmeisterassistent tätig war. Nach Darstellung Schöns war das Schiff eigentlich nur für 4000 Flüchtlinge vorgesehen - doch die Order lautete: "Weiter einschiffen." Vor der Tragödie hatten sich nach seinen Recherchen auf engstem Raum insgesamt 10 582 Menschen an Bord befunden, als die Torpedos des sowjetischen U-Bootes "S 13" die Schiffswände der "Gustloff" zerrissen. Das Schiff sank innerhalb einer Stunde. "Eine erschreckende Erkenntnis", resümierte Schön 53 Jahre nach der Katastrophe. Heute liegt das Wrack der "Gustloff" als geschütztes Seekriegsgrab in 42 Metern Tiefe auf dem Grund des Meeres.
"Die Erinnerungen werden im Laufe der Zeit immer schwächer", schildert der 72jährige. Doch so ganz kann er das "grauenhafte Szenario" auf der Ostsee nicht verdrängen. Ein Trauma blieb. 25 Jahre lang konnte Schön beispielsweise kein Auto fahren, weil er glaubte, in einem Rettungsboot zu sitzen. Dann kam noch ein "Brückenkomplex" hinzu: "Wenn ich ein Brückengeländer sah, wollte ich gleich darüber springen, weil ich es mit der Reling eines Schiffes verwechselte."
Schön war damals in letzter Sekunde von der Besatzung eines Torpedobootes aus den eisigen Fluten gerissen worden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Restölbergung aus der «Pallas» fortgesetzt
Monday, 8. March 1999 - 22:14:22
Kiel - Bei gutem Wetter ist am Montag die Bergung von Restöl aus dem im Watt vor Amrum auf Grund gelaufenen Frachter «Pallas» fortgesetzt worden. Nach Angaben des Kieler Umweltministeriums konnten am Vormittag rund zehn Kubikmeter Öl-Wasser-Gemisch von einem Entsorgungsschiff abtransportiert werden. Jetzt seien noch der Maschinenraum und die Luken fünf und sechs teilweise mit Öl verschmiert. Nach der Wettervorhersage sei auch in den kommenden Tagen mit gutem Wetter zu rechnen, so daß die Arbeiten fortgesetzt werden könnten.

Am Sonntag hatte die Bergung wegen meterhohen Wellen und starken Windes unterbrochen werden müssen. Seit Mitte Januar sind aus der «Pallas» mindestens 15 Tonnen Schweröl geborgen worden. Das Schiff war Ende Oktober vor der dänischen Küste in Brand geraten und wenige Tage später vor Amrum gestrandet.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Ölbergung auf «Pallas» vorerst unterbrochen
Schweröl fließt laut Greenpeace weiter ins Wattenmeer - Umweltschützer fordern schnelle Bergung
Monday, 8. March 1999 - 06:10:37
Kiel - Die Ölbergung an Bord des vor Amrum gestrandeten Holzfrachters «Pallas» ist am Sonntag bei meterhohen Wellen und starkem Wind unterbrochen worden. Das Kieler Umweltministerium versicherte am Nachmittag, es sei am Wochenende kein Öl aus dem Wrack ausgetreten, auch seien keine Ölverunreinigungen gemeldet worden. Das Schiff liege «den Umständen entsprechend stabil». Staatssekretärin Henriette Berg, die am Samstag vor Ort die Arbeiten beobachtete, versicherte: «Wir suchen derzeit unter Hochdruck nach weiteren Möglichkeiten, wie diese Arbeiten auch bei schlechteren Witterungsbedingungen als heute» gemacht werden könnten.

Zuvor hatte die Umweltschutzorganisation Greenpeace bemängelt, es laufe weiter Schweröl aus dem Wrack ins Wattenmeer. Die Arbeiten dürften nicht ständig unterbrochen werden, der vor Amrum auf Grund gelaufene Frachter müsse so schnell wie möglich abgedichtet und das Öl geborgen werden. Stärkere Winde seien vor Amrum normal, «deshalb muß die Landesregierung die Möglichkeit schaffen, die Ölbergung auch bei Wetterlagen wie heute zu ermöglichen.» Am Sonntag sei Windstärke fünf bis sechs gemessen worden, die Wellen hätten zwei Meter Höhe erreicht.

Bereits am Freitag hatten die Ölentsorgungsschiffe «Sardine» und «Saibling» nach übereinstimmenden Angaben von Ministerium und Greenpeace 40 Tonnen Öl-Wasser-Gemisch aus dem Wrack abgepumpt. Die beiden Schiffe hätten acht Kubikmeter reines Öl zur Entsorgung an Land gebracht, hieß es in einer Erklärung des Ministeriums.

Greenpeace berichtete, Luken und Schiffsräume, die am Freitag teilweise leergepumpt gewesen seien, seien schon am Samstag morgen wieder mit neuem Öl vollgelaufen. Eines der Ölschiffe habe Maschinenschaden, die Pumpe könne außerdem das Öl aus der Luke fünf nicht absaugen, aus der durch einen Riß ständig Öl ins Meer fließe. «Alle Räume des Wracks stehen mit Seewasser in Verbindung», hieß es in der Erklärung weiter. Die Arbeiten dürften nicht immer wieder unterbrochen werden.

Greenpeace-Mitarbeiter hatten Mitte Februar die «Pallas» geentert, um auf die noch nicht geborgenen Ölmengen aufmerksam zu machen. Zunächst hatte das Ministerium nach dem Abzug der Hubinsel «Barbara» am 10. Januar von etwa drei Tonnen gesprochen. Seit Mitte Januar seien aber mindestens 15 Tonnen reines Schweröl geborgen worden, berichtete Greenpeace am Samstag. Die «Pallas» war Ende Oktober vor der dänischen Nordseeküste in Brand geraten und wenige Tage später vor der Insel Amrum gestrandet.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Bootsflüchtlinge aus Haiti ertrunken: 40 Tote?
Monday, 8. March 1999 - 06:12:09
Miami - Vor der Südküste Floridas sind zwei Boote mit Flüchtlingen aus Haiti gesunken. Nach Angaben der US-Grenzpolizei vom Samstag kamen vermutlich 40 Menschen ums Leben. Drei Männer konnten schwimmend überleben und wurden von der Küstenwache gerettet.

Das Unglück ereignete sich in der Nacht zum Samstag rund 50 Kilometer östlich von Palm Beach. Nach Auskunft der Überlebenden brach eines der beiden Boote mit 18 Menschen an Bord auf rauher See auseinander. Das zweite Boot mit 18 bis 25 Insassen eilte zu Hilfe, ging aber ebenfalls unter. Die Besatzung eines Frachters hörte die Schreie der um ihr Leben kämpfenden Menschen und alarmierte die Küstenwache. Die Flüchtlinge hatten keine Rettungswesten dabei.

Drei Stunden nach dem Notruf gegen 2.00 Uhr früh Ortszeit barg ein Hubschrauber den ersten Überlebenden. Die beiden anderen konnten sich an ein Faß geklammert über Wasser halten und wurden um 8.30 Uhr gerettet. Bei der Suchaktion im Seegebiet zwischen Florida und den Bahamas setzte die Küstenwache Boote, zwei Hubschrauber und ein Flugzeug ein. Nach Angaben des Haitianischen Flüchtlingszentrums hatten die Haitianer wahrscheinlich 2.000 bis 3.000 Dollar (3.500 bis 5.200 Mark) pro Person gezahlt, um einen Platz für die Überfahrt zu bekommen. Die US-Küstenwache hat im vergangenen Jahr 1.206 Bootsflüchtlinge aus Haiti und 1.025 aus Kuba aufgebracht. Haiti gilt als ärmstes Land der westlichen Hemisphäre.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Was geschah am 4. März?
1394: Prinz Heinrich machte Portugal zum Beherrscher der Meere
Thursday, 4. March 1999 - 15:55:41
Historiker verliehen ihm den ehrenden Titel "Seefahrer", obwohl sie keine Hinweise auf von ihm selbst befehligte große maritime Expeditionen fanden. Doch Prinz Heinrich von Portugal, geboren am 4. März 1394, gab den Anstoß dafür, daß das auf sich konzentrierte Europa dem Mittelalter entwachsen konnte und eine völlig neue Weltordnung entstand.
Prinz Heinrichs Interesse galt Afrika. Schon 1416 schickte er das erste Segelschiff auf Südkurs in den Atlantik. 1434 wurde das gefürchtete Kap Bojador umschifft. Es war eine Fahrt ins Unbekannte, denn nach dem bestehenden Weltbild endete dort die Welt in einem dickflüssigen Meer von ungeheurer Glut. Doch der "Seefahrer" trieb seine Kapitäne immer weiter, bis etwa zum heutigen Staat Sierra Leone.
Die Portugiesen errichteten Handelsstützpunkte und begannen mit dem Sklavenhandel. Prinz Heinrich entwickelte die Karavelle als hochseetüchtiges Schiff, revolutionierte die Seefahrt und machte Portugal zum Beherrscher der Weltmeere. Er starb am 13. November 1460.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Plüschtier «Furby» auch bei US-Kriegsmarine unerwünscht
Thursday, 4. March 1999 - 15:54:11
Portsmouth/USA - Personen, die in sicherheitsrelevanten Bereichen der US-Kriegsmarine mit dem Plüschtier «Furby» angetroffen werden, müssen mit ihrer Festnahme rechnen. Das geht aus einer Anweisung der Marine bezüglich des drolligen Spielzeugs hervor, das bereits von der Nationalen Sicherheitsbehörde wegen seiner Fähigkeit, Gespräche aufzuzeichnen, mit Bann belegt wurde. Wie die Zeitung «Virginian-Pilot» berichtete, darf «Furby» in die Marinewerft Norfolk nicht ohne Genehmigung des Standortkommandanten mitgenommen werden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Dill: Schlauchboot gekentert: Ein Toter - zwei Vermißte
Thursday, 4. March 1999 - 06:48:41

HERBORN. Ein Schlauchboot mit vier jungen Männern ist auf der Hochwasser führenden Dill bei Herborn (Hessen) gekentert. Die Leiche eines Mannes wurde geborgen. Die Polizei brach die Suche nach zwei Vermißten ab. Ein 21 Jahre alter Mann aus Herborn war zuvor aus der Dill gerettet und mit starken Unterkühlungen ins Krankenhaus gebracht worden. Ein Zeuge hatte beobachtet, wie das kleine Schlauchboot mit den vier Männern am Vormittag im Hochwasser der Dill umgekippt war. Männer der Freiwilligen Feuerwehr versuchten, ein Rettungsboot zu Wasser zu lassen, um einen der Verunglückten zu bergen, der sich in Ufernähe befand. Dies scheiterte jedoch wegen der starken Strömung. Kurz danach zogen die Piloten eines Rettungshubschraubers den jungen Mann aus dem Wasser.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Sailpress - Sicherheit für Hochseesegler

Greenpeace verfolgt illegale Fischer
Der Schwarze Seehecht ist inzwischen eine der weltweit begehrtesten Fischsorten
Thursday, 4. March 1999 - 06:43:58
London - Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace sind am Mittwoch nach eigenen Angaben in antarktischen Gewässern von der Besatzung eines illegalen Fangschiffes angegriffen worden. Nach Berichten von Greenpeace aus London handelte es sich um "Piraten", die illegal auf der Jagd nach dem bedrohten Schwarzen Seehecht waren. Das Schiff sei in Gewässern nahe der Kerguelen-Inseln entdeckt worden, die französischer Wirtschaftskontrolle unterstehen. Fünf Greenpeaceler hätten sich dem "Piratenschiff" genähert, um den Kapitän schriftlich zum Verlassen des Gebietes aufzufordern. Ihnen hätten sich mehr als 20 Fischerleute entgegengestellt, die mit Steinen geworfen hätten. Anschließend habe das Fischerboot die Flucht ergriffen, berichtete Greenpeace. Ein Greenpeace-Schiff habe die Verfolgung aufgenommen. Auf dem Schiff war weder ein name noch ein Heimathafen zu erkennen, wahrscheinlich aber handelt es sich um einen Trawler aus Südamerika. Der Umweltschutzorganisation zufolge gehört der erst kürzlich auf den internatiMarinehubschraube in Mode gekommene Schwarze Seehecht inzwischen zu den teuersten Fischsorten der Welt. In der Fischindustrie werde er schon "weißes Gold" genannt. In manchen Fanggründen seien bereits 90 Prozent der Bestände illegal abgefischt worden. Im Jahr 1997 seien weltweit 100.000 Tonnen der Fischart im Wert von mehr als 500 Millionen Dollar (rund 895 Millionen Mark) illegal gefangen worden.ex.html"
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Atlantik: Sieben Tote und ein Vermißter bei Schiffsunglück
Monday, 1. March 1999 - 23:24:56

AZOREN. Bei einem Schiffsunglück nordwestlich der Azoren sind sieben Seeleute ums Leben gekommen, einer wird vermißt. Das in den Niederländischen Antillen registrierte Container-Schiff "Sky Bird" war knapp 380 sm nordwestlich der Azoren in Seenot geraten, nachdem ein Teil seiner Ladung verrutscht war. Ein durch den Notruf des 91 Meter langen Schiffs alarmierter Frachter konnte drei Besatzungsmitglieder aus einer Rettungsinsel lebend bergen, einer war bereits tot. Auch sechs Seeleute, die ins Wasser gesprungen waren, konnten nur noch tot geborgen werden. Mehrere Frachter suchten in schwerer See nach dem Vermißten. Die auf den Azoren stationierten Rettungsschiffe und -hubschrauber konnten wegen der großen Entfernung zum Unglücksort nicht eingesetzt werden.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Kojen libre bei Karibik-Törn

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