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Online-Hafenhandbuch Spanien:
Valle Gran Rey / Kanaren / La Gomera

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Das Valle Gran Rey (Tal des großen Königs, gemeint ist das Guanchenoberhaupt Hupalupa) bildet eine Gemeinde der Kanareninsel La Gomera. Valle Gran Rey ist der wichtigste touristische Ort La Gomeras. Er liegt im Südwesten der Insel. Der Tourismus hier ist stark durch alternativen Tourismus geprägt. Neben dem angenehmen Umstand, dass die Hotel- und Appartmentanlagen sehr viel dezenter gehalten sind, als auf Teneriffa, erkennt man auch an den Menschen selbst eine eher alternative Prägung. Valle Gran Rey unterteilt sich in drei Ortsteile: Vueltas (Hafen), La Playa (Strand) und Calera (Am Hang). Für Segler ist in erster Linie Vueltas interessant, weil dort der Hafen und eine geeignete Ankerbucht sind. Die übrigen Ortsteile sind interessant, wenn man sich auf Wanderung oder zum Baden begeben möchte.



Puerto Vueltas
28° 4.704' N 017° 19.728' W
Dieser Hafen wird im Wesentlichem durch eine Fischerei-Kooperative betrieben. Entsprechend ist er für kleine Fischerboote ausgelegt. In der Mitte des Hafenbeckens liegt eine Vielzahl kleiner Motorbooten an Bojen. Yachten haben einige wenige Plätze am Kai, wo sie vor Buganker und Heckleine liegen können. Nur entlang der Südpier ist die Wassertiefe für Yachten geeignet.

Vor wenigen Jahren wurde ein zweiter Wellenbrecher weiter außen gebaut. Dieses neue Hafenbecken bietet Anlegemöglichkeiten für Fähren und ist nicht für Yachten geeignet. Hier gibt es auch Strom. Die einzige Alternative bietet eine Ankerbucht nahe der Einfahrt des Hafens.

Navigation: Die Ansteuerung ist problemlos. Von Osten her kommend, kann man die Hafeneinfahrt nahezu direkt ansteuern. Wichtig ist, sich von den Klippen freizuhalten (Steine!) und sich im Hafen links, d.h. nahe des Südpiers zu bewegen, weil nur dort die Wassertiefe hinreichend für Yachten ist.

Im Ortsteil Vueltas gibt es eine handvoll kleiner Supermärkte (Supermercado Valle Gran Rey und SPAR, hier auch ein deutscher Bäcker) unweit der Hafenanlagen. Ebenso gibt es kleine, ursprüngliche Bars. Eine größere Auswahl an Restaurants findet man an der Strandpromenade in Richtung La Playa, ca. 10-15 min. Fußweg entfernt.

Manfred Wendl schreibt: "3 Yachten können vor den Tourismusschiffen längseits (!) nicht mit Heckleinen und Buganker (!!!) an der Pier liegen (Tide beachten) es gibt keine Schwimmstege und in diesem Bereich 3 Leitern. GGf. kann ein Zweier-Päckchen gebildet werden, mehr geht wohl nicht, da sonst die Ausfahrt für den Touri-Kat zu schmal wird. Kosten: 28,--€ für ein 47'Schiff - Strom ist nicht verfügbar, Wasser nur mit sehr langem Schlauch! Es empfiehlt sich die Leinen gegen Schamfielen an der rauhen Kaikante zu sichern!
Selbst das Hafenwasser ist sehr klar und man kann quer durch die Bojenlieger an den schwarzen Strand schwimmen. Empfehlenswert ist ein Busfahrt (8.00 Uhr am Kreisel)in das Landesinnere - 1 Halbtageswanderung ist vom nächsten Ort El Guro zum Wasserfall und zurück zum Hafen möglich (wir waren um 13.00 Uhr zurück - genug Zeit um mit Badestop nach San Sebastian zu kommen. "




Ankerbucht vor Puerto Vueltas
28°04'43" N 17°19'29" W
Diese Ankerbucht liegt eine knappe halbe Seemeile südöstlich des Hafens und stellt eine gute Alternative zu dem Hafen dar. In sehr gut haltendem, schwarzen Sand kann man bei ca. 7m Wassertiefe seinen Anker fallen lassen. Die Bucht ist nach Süden und Westen hin ungeschützt, bietet aber Schutz vor dem vorherschendem NO-Passat. Aufgrund der steilen Klippen (bis ca. 800m Höhe) sollte man bei entsprechender Wetterlage jedoch mit Fallböen rechnen. Vermutlich aufgrund der Gezeitenströme schwojt man vor Anker um etwa 90°. Achtung: Auch wenn kein NO-Passat herrscht, kann es nachts durch Schwell in der Bucht recht schaukelig werden! Sollte man allerdings das Glück haben, den Vollmond hinter den imposanten Klippen aufgehen zu sehen, ist dies ein Anblick, der für vieles entschädigt. Um zum Ort zu kommen, kann man wahlweise direkt an Strand der Bucht übersetzen und ca. 1 km laufen oder mit dem Dinghi direkt in den Hafen einfahren (Außenborder vorausgesetzt).



windsack La Gomera liegt in der Passatzone, die vom Azorenhoch verursacht wird.
Um Nordost spielende Winde rund um Gormera wehen einen Großteil des Jahres mit erträglichen Stärken zwischen 3 und 6 Bft, die sich in Küstennähe enorm verstärken.. Ihre größte Konstanz und Stärke erreichen sie im späten Sommer (August) und im Winter (Januar/Februar). Die stärksten Störungen und Unregelmäßigkeiten erfahren sie im Herbst (Oktober/November) und Frühjahr (März bis Mai). Zu diesen Zeiten sind heiße Ost- bis Südostwindlagen (Schirokko, Harmattan) sowie lange Flautenperioden und westliche Schlechtwetterlagen am ehesten möglich. In den Wintermonaten, wenn das Azorenhoch von einem Tief verdrängt wird, kann es Südstürme bis 35 Knoten geben.




Weblinks:
Valle Gran Rey in Wikipedia
Webcam Valle Gran Rey
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