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Was ist ein Tsunami?
Entstehung, Verbreitung, Wirkung und mögliche Gegenmaßnahmen
von Peter O. Walter

Liste der Katastrophen   Wirkung und Gegenmaßnahmen



Was ist ein Tsunami?

Klick! Der Begriff «Tsunami» kommt aus dem japanischen und bedeutet «große Welle im Hafen.» Japanische Fischer, so heißt es, haben den Monsterwellen ihren Namen gegeben. Während die Männer draußen auf hoher See nichts Auffälliges bemerkten, fanden sie bei ihrer Rückkehr ihre Dörfer zerstört vor - zerschmettert von einer Riesenwelle, die sich erst vor der Küste im flachen Wasser meterhoch aufbäumt und so ihre Zerstörungskraft entfaltet.

Ein Tsunami ist eine riesige Flutwelle, die 10 bis 30(!) Meter hoch und steil auf die Küste zurollt und alles niederwälzt. Auf diese Art und Weise sind schon Fischkutter bis zu zwei Kilometer ins Landesinnere geschleudert worden.

Ein Tsunami besteht genauer gesagt aus mehreren Wellen, die in Intervallen nacheinander folgen und sich kreisförmig ausbreiten. Wie ein Stein - der ins Wasser geworfen - kreisförmige Wellen verursacht.
Diese Riesenwelle entsteht durch Erschütterungen der Erdkruste, also durch Erdbeben, große Erdrutsche, Vulkanausbrüche aber auch durch Einschläge ausreichend großer Meteoriten.
Ein Beispiel: 160 Meter hoch war die Welle, die am 8. Juli 1958 die Lituya Bucht an der Südküste Alaskas überschwemmte. Am Gegenufer lief sie 524 Meter hoch und erodierte die bewaldeten Ufer bis auf den blanken Fels. Noch heute, nach über 40 Jahren, erkennt man in der Landschaft am Unterschied zwischen dunkelgrünem, altem Wald und hellgrüner, jüngerer Vegetation die damalige Spur der Verwüstung. Ein Erdbeben hatte eine instabile Flanke der Bucht erschüttert. Aus einer Höhe von über 900 Meter stürzten 30 Millionen Kubikmeter Fels und Erde in die Bucht und verdrängten das Wasser, das mit einer sehr hohen Geschwindigkeit die Ufer überschwemmte und sich danach im offenen Meer verlor. Es war die höchste je gemessene Wasserwelle.



Ausbreitung

Die lokal hohe Welle am Ort der Entstehung breitet sich kreisförmig aus und flacht sich ab. Das Tückische: Auf hoher See ist die Flutwelle nicht größer als ein bis höchstens drei Meter und wird von Schiffsbesatzungen kaum wahrgenommen. Dabei beträgt die Wellenlänge bis zu 100 Kilometer und mehr!
Je tiefer das Wasser, desto schneller die Welle. Bleibt die Tiefe gleich, verliert die Welle nicht an Geschwindigkeit. Erst wenn der Meeresgrund zur Küste hin ansteigt, wird die Welle abgebremst und türmt sich bis zu 40 Meter hoch auf. Einziges Anzeichen einer bevorstehenden Tsunami: Das Meer weicht plötzlich weit vom Ufer zurück, weiter als bei normaler Ebbe. Das Verblüffende dabei ist die Geschwindigkeit dieser Welle: Auf hoher See, also im tiefen
Wasser kann sie die Geschwindigkeit eines Düsenpassagierflugzeugs, bis zu 800 km/h erreichen!
Entwicklung eines Tsunamis in Radar-Wellenbildern:
Bild 1 Bild 2 Bild 3 Bild 4



Weblinks:
Der Tsunami in Wikipedia
Grafik im "Spiegel"
Erdbeben und Tsunami 21.5.2003 in Algerien in Englisch


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Schlagwörter: Tsunami, Riesenwelle, Entstehung, Flutwelle, Verbreitung, Wirkung, Ursache, Erdbeben

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