EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv Februar 2011


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Suchaktion nach vier Vermissten nach Trawleruntergang vor Chile
(28.2.11) Der chilenische Trawler "Faro De Hercules", 400 tdw (IMO-Nr.: 8610851) kenterte im Pazifik in stürmischer See am Abend des 24.2. 440 Kilometer nordwestlich von Punta Arenas bzw. 2000 Kilometer südwestlich von Santiago an der Südspitze von Chile. Gegen 20 Uhr hatte das Schiff Notsignale 25 Meilen vor der der Insel Madre de Dios in der Provinz Ultima Esperanza gefunkt.
An Bord des 1988 erbauten Schiffes der Reederei Pesca waren 42 Mann Besatzung. Der unter Panama-Flagge laufende Tanker "Bw Seine", 43797 BRZ (IMO-Nr.: 9342217), und der philippinische Bulkcarrier "Aztec Maiden", 12286 BRZ (IMO-Nr.: 8408753), befanden sich in der Nähe und konnten nach 15 Stunden 38 Mann aus vier der sechs Rettungsinseln des Trawlers aufnehmen. 10 von ihnen barg die "Bw Seine", 34 weitere die "Aztec Maiden". Sie befanden sich in überwiegend guter Verfassung. Vier Mann der Crew wurden aber vermisst. Sie hatten sich zum Unglückszeitpunkt im Maschinenraum des Trawlers befunden, der noch einige Zeit kieloben in der aufgewühlten See trieb.
Die Geretteten wurden am 27.2. gegen 00.30 Uhr an Bord des chilenischen Trawlers "Yagan", 1050 BRZ (IMO-Nr.: 7414200), nach Punta Arenas gebracht. Hier begann eine Befragung durch die örtliche Staatsanwaltschaft. Die Suchaktion musste wegen einer Wetterverschlechterung 24 Stunden lang unterbrochen werden, sollte am Morgen des 28.2. gegen acht Uhr aber wieder aufgenommen werden. Zwischenzeitlich waren die Wellen vier Meter hoch gegangen und die Sicht auf Null gewesen. Im Einsatz waren die "Punta Arenas" und "Puerto Nataleseine Twin-Otter, ein Dolphin-Rettungshubschrauber der Marine sowie der Schlepper" Lautaro" und das Patroullienboot "Cabrales" und die Fischereifahrzeuge "Puerto Williams" und "Chomapi Maru". Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter sank durch Schnee und Eis
(28.2.11) Am 27.2. sank der norwegische Kutter "Lomen" in Honningsvag an seinem Liegeplatz. Starker Schneefall und Eisbildung hatten dazu geführt, dass das Schiff sich durch das dadurch entstehende Gewicht so stark nach Backbord überlegte, das Wasser über die tiefliegende Seite flutete, in den Rumpf eindrang und das Schiff zum Sinken brachte. Quelle: Tim Schwabedissen



Überlebender Skipper der "Berserk" unterwegs nach Christchurch
(28.2.11) Für die dreiköpfige Crew der norwegischen Yacht "Berserk" besteht kaum noch eine Überlebenschance. Das neuseeländische Rettungszentrum entließ deswegen die "Steve Irwin" aus dem Sucheinsatz, und diese nahm wegen des knapp gewordenen Treibstoffs daraufhin Kurs auf Tasmanien. Der Kontakt zu der vom McMurdo-Sound aus nordwärts laufenden Yacht war am 22.2. in dem schlimmsten Blizzard, der je in der Region losgebrochen war, verloren gegangen. So lange wie Schiffe sich in dem Seegebiet aufhalten, so wie derzeit noch das russische Passagierschiff"Professor Khromov", 1754 BRZ (IMO-Nr.: 8010350), das auf seiner Rückreise in den kommenden Tagen die mutmaßliche Unglücksposition erneut passieren soll, wird weiterhin Ausschau nach den Seglern gehalten, doch die Sorge um die Vermissten ist groß. Vor Ort ist auch noch die "Spirit of Enderby". Der vor dem Verschwinden der Yacht ausgestiegene Skipper Jarle Andhøy sowie sein Begleiter Samuel Massie wurden, nachdem sie erschöpft die Scott Base erreicht hatten, ausgeflogen und wurden am Abend des 28.2. in Christchurch erwartet. Sie hatten auf Quad-Bikes den Südpol erreichen wollen, dies aber abgebrochen, nachdem sie die Nachricht vom Verschwinden ihres Bootes erhielten. Die Expedition war am 11.2. in der Antarktis eingetroffen. Quelle: Tim Schwabedissen



Kesselexplosion verletzte fünf Seeleute
(28.2.11) Mindestens fünf Besatzungsmitglieder des taiwanesischen Trawlers "Ho Chung - CT7-0039" wurden bei einer Kesselexplosion am 28.2. hundert Meilen vor der Küste von Manila verletzt. Es handelte sich um vier Indonesier und einen Taiwanesen. Sie wurden Ammoniak ausgesetzt und erlitten Verbrennungen. Die Coast Guard stellte auch über Satellitentelefon Kontakt mit dem Trawler "Captain Hon Je-Chao" her, der assistieren sollte. Auch ein Schiff der philippinischen Coast Guard wurde in Marsch gesetzt. Nach dem Eintreffen in Manila wurden die Verletzten sofort in ein nahes Krankenhaus eingeliefert. Die übrigen 18 Besatzungsmitglieder des Schiffes, das unterwegs von Taiwan nach Papua Neu Guinea war, blieben unversehrt. Das Schiff setzte später seine Reise ohne die Verletzten fort. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter bei ruhiger See von Felsen gerettet
(28.2.11) Vor der Küste von Northumberland strandete nach Maschinenausfall der Kutter "Orcadian Mist" am Morgen des 27.2. auf Felsen. Zwei RNLI-Rettungsboote liefen aus Amble zu dem auf den Kinch Rocks vor Coquet Island sitzenden Havaristen aus. Sie konnten das erheblich beschädigte Schiff wieder flottmachen und nach Amble einschleppen. Ruhige See begünstigte die erfolgreiche Bergungsaktion. Quelle: Tim Schwabedissen



Sea Ray trieb im Sturm an Land
(27.2.11) Die 44 Fuß lange Sea Ray "Kabuki" strandete am 27.2. gegen 10 Uhr auf dem auf dem Doheny State Beach in Dana Point. Das Schiff hatte vor der Küste geankert und war bei Winden von 25 Knoten auf den Strand getrieben. Niemand kam zhu Schaden. Die Coast Guard stellte keine Gefahr durch die 50 Gallonen Öl an Bord fest, da der Rumof intakt blieb. Quelle: Tim Schwabedissen



Rheinstrandung die nächste: Diesmal die "Alsace" und "Hollande"
(27.2.11) Auf dem Rhein ist in der Nacht zum 27.2. bei Karlsruhe der etwa 178 Meter lange französischer Schubverband "Alscace", 1949 ts (EU-Nr.: 02329040), und "Hollande", 1250 ts (EU-Nr.: 02329039), aus Straßburg bei Rheinkilometer 358 auf einer Buhne festgekommen. Das Peil- und Arbeitsboot "Gottfried Tulla" sicherte die Unfallstelle ab. Die Schiffe saßen in Höhe des Strandbades Rappenwört auf dem sogenannten "Karlsruher Grund" fest. Der Schiffsverkehr wurde nicht behindert. Nach ersten Ermittlungen der Polizei war der Kapitän während der Fahrt eingeschlafen. Der Schiffsverband überfuhr erst zwei Uferbefestigungen, bevor er endgültig festsaß. Durch die Kollision wurden mehrere Container beschädigt. Der Schaden belief sich auf etwa 100.000 Euro. Der mit 109 Containern beladene Schiffsverband wurde am 27.2. von zwei Schubbooten wieder freigeschleppt werden. Die " Alsace" ist 105,00 Meter lang, hat eine Breite von: 11,45 Metern und einen Tiefgang von 2,56 Metern. Der Kasko entstand 2007 beim Begej Shipyard in Novi Sad, Ausbauwerft war Dolderman in Dordrecht. Die "Hollande" hat eine Länge von 73,45 Metern, eine Breite von 11,45 Metern und einen Tiefgang von 2,56 Metern. Quelle: Tim Schwabedissen



Kohlebarge drohte zu sinken
(27.2.11) Am 26.2. gegen 15 Uhr wurde die KNRM in Dordrecht alarmiert, weil eine Barge auf der Kreuzung Hollands Diep - Nieuwe Merwede leckgeschlagen war und zu sinken drohte. Das Rettungsboot "KBW 1910" und das Löschboot "Zuid-Holland" waren rasch vor Ort. Am Bergsche Veld untersuchten die Besazungen der Rettungsschiffe die mit Kohlen beladene Barge rasch. Die Ladung war trocken, der Wassereinbruch erfolgte über eine der Kammern. Durch eine Klüse auf Deck bei den Ankerwinschen wurde eine Saugleitung in die Achterpiek eingebracht und mit der Motor-Pumpe der "KBW 1910" das Wasser gelenzt. Das Löschboot ging zur Stabilisierung längsseits. Nach einer kurzen Prüfung der Schächte an Bord wurde der tiefste Schacht geöffnet, und die Feuerwehr begann, Wasser aus dem Mannloch zu pumpen. Nach abgeschlossener Stabilisierung wurden in Absprache mit den Versicherungen Maßnahmen getroffen, um Schlimmeres zu verhindern. Dazu sollte das Schiff gegen Abend entladen werden. Gegen 20:00 Uhr war der Einsatz für die "KBW 1910" beendet. Quelle: Tim Schwabedissen



Betrunkene Tankercrew verursachte Kollision
(27.2.11) Am 25.2. verursachten zwie betrunkene Besatzungsmitglieder eines belgischen Binnentankers eine Kollision bei der Kraakschleuse im Zeeuwse Reimerswaal. Gegen 20.30 Uhr rammten sie ein holländisches Binnenschiff. Die beiden unbeladenen Fahrzeuge wurden erheblich beschädigt. Die Wasserschutzpolizei stellte bei den Belgiern 1,4 und 1,5 Promille Alkohol fest, sie mussten sich erst ausnüchtern. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter versenkte Kutter - zwei Vermisste
(27.2.11) Am 25.2. gegen 4.20 Uhr rammte der chinesische Frachter "Yongxin" in der Ostchinesischen See vor der Zhejiang Provinz einen chinesischen Kutter. Dieser sank, die zweiköpfige Crew wurde vermisst. Das Unglück ereignete sich vor Yuhuan County nahe Taizhou City, Der Frachter war mit 4,100 Tonnen Quarzsand beladen auf dem Weg von Danang, wo er am 19.2. ausgelaufen war, nach Chinhae in Korea. .Die "Yongxin", 4300 tdw (IMO-Nr. 8967436), wurde 1985 erbaut und führt die Flagge Kambodschas. Manager ist die DL East Shipping in Dalian.. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker rettete französische Segler
(27.2.11) Die vierköpfige Crew der französischen Yacht "Recidive" wurde am 27.11. um 12.05 Uhr bei ihrer Atlantikquerung von dem griechischen Tanker "Delta Kanaris", 81360 BRZ (IMO-Nr.: 9429015), gerettet, der danach seine Reise nach Philadelphia fortsetzte. Die Coast Guard hatte von der "Recidive" am 26.2. um 13.45 Uhr eine Notmeldung aufgefangen und zunächst eine Hercules HC 130 in Marsch gesetzt. Die in der Nähe befindliche "Delta Kanaris" wurde dann zu der eingepeilten Position geschickt. Die Franzosen auf der "Recidive" waren unterwegs von den Kanaren nach Martinique. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer als Spätfolge einer Kollision
(27.2.11) Am Abend des 25.2. brach auf dem britischen Trawler "Admiral Blake - PH 440", 136 BRZ (IMO-Nr.: 8816039), auf der Visser-Werft in Den Helder ein Feuer aus. Elektrische Installationen im Ruderhaus waren in Brand geraten. Das Schiff war erst am Vortag von Plymouth kommend auf der Werft eingetroffen, um die am 11.2. bei der Kollision mit dem Containerfrachter "Boxford" erlittenen Schäden ausbessern zu lassen. Möglicherweise war ein Kurzschluss als Folge der Havarie Schuld an dem Brand. Arbeiter der Werft konnten den von starker Rauchentwicklung begleiteten Brand rasch löschen. Die "Boxford" ist derweil gerade nach Izmir unterwegs, nachdem sie seit der Kollision bereits die Häfen von Istanbul und Perama angesteuert hat. Quelle: Tim Schwabedissen



Isolation in Schornstein glühte weiter
(27.2.11) Am 26.2. traf die Fähre "Princess Seaways", 31356 BRZ (IMO-Nr.: 8502391), mit fast einwöchiger Verspätung in Ijmuiden ein. Das Schiff hatte am 21.2. einen ungeplanten Abstecher nach Frederikshavn gemacht als Folge eines Brandes, der zuvor auf der Fayard-Werft im Schornstein ausgebrochen war. Beim ersten Versuch, Ijmuiden zu erreichen, war es erneut zu Hitzeproblemen in der Isolation gekommen. Während einer neuerlichen Hafenzeit wurde sichergestellt, dass es keinerlei weitere Glutnester in der Isolation des Schornsteins mehr gab und diese einer gründlichen Untersuchung unterzogen. Quelle: Tim Schwabedissen



Hilfloser holländischer Frachter auf dem Haken
(27.2.11) Der havarierte holländische Frachter "Dintelborg" wurde samt seiner neunköpfigen Crew am 27.2. gegen 1.30 Uhr von der "Rown McAllister" in Schlepp genommen und wurde bei einer Marschgeschwindigkeit von vier bis fünf Knoten am Morgen des 28.2. im Hafen von Providence erwartet. Das Schiff hatte nach einem Feuer 70 Meilen südöstlich von Cape Cod Maschinenausfall erlitten, als es auf dem Weg von den Niederlanden nach Willington, Virginia, war. Quelle: Tim Schwabedissen



Schock über Zustand gestrandeten Frachters vor Goa
(27.2.11) Arihant Ship Breakers sind zuversichtlich, bis zum 5.3. alle Genehmigungen zum Abbruch des vorCandolin in Goa gestrandeten Frachters "River Princess" zu haben. Währenddessen hat die Polizei von Calangute bestätigt, dass über 100 Meter der 260 Meter langen Steuerbordseite des vor 11 Jahren gestrandeten Frachters kollabiert sind. Auch an Backbord klaffen große Rostlöcher. Die Einrichtungen im gefluteten Maschinenraum sind ebenfalls stark korrodiert. Sich auf Deck zu bewegen ist damit lebensgefährlich geworden. Das Tourismusdepartement und ide Polizei zeigten sich geschockt über den Zustand des Schiffes. Dennoch zeigten sich die Berger bei einer Inspektion am 24.2. optimistisch, die Aufbabe bewältigen zu können. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter riss sich im Sturm vom Terminal los
(27.2.11) Bei stürmischem Wind riss sich der schwedische Autofrachter "Atlantic Companion", 57255 BRZ (IMO-Nr.: 8214152) von seinem Liegeplatz in Baltimore am Nachmittag des 25.2. los. Bei Windgeschwindigkeiten von über 50 Meilen trieb das Schiff vom Dundalk Marine Terminal weg quer über das 600 Fuß breite Fahrwasser und lief dann auf Grund. Vier Schlepper bugsierten den Havaristen zurück an den Kai. Eine 80 Fuß lange Kranbarge riss sich um 14.19 Uhr ebenfalls los und trieb in die Coast Guard Base in der Curtis Bay, rammte einen Kai und konnte dann von zwei Schleppern unter Kontrolle gebracht werden. Die Maryland Port Authority schloss wegen des Sturms den Seagirt Marine Terminal, den wichtigsten Containerterminal des Bundesstaates. Quelle: Tim Schwabedissen



Sieben Vermisste nach Kollision
(27.2.11) Am Morgen des 27.2. kenterte der Frachter "Zheyuji No. 618" der Haitong Shipping Business Co. aus Zhejiang mit über 500 Tonnen Schrott an Bord nach einer Kollision in der Ostchinesischen See nahe Zhoushan. Der Frachter war am 26.2. aus Songmen Harbor in Wenling nach Shanghai ausgelaufen. Die siebenköpfige Crew wurde seither vermisst, eine Suche im Gang. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter leck - Besatzung in Panik
(27.2.11) Der Kutter "Sheila II" geriet am Morgen des 27.2. um 11.15 Uhr nach Maschinenschaden vor Cromer Point nahe Scarborough in Seenot und drohte zu sinken. Die Scarborough- und Burniston-Coastguard wurden alarmiert, Rettungsboote liefen aus und ein Helikopter stieg auf. Das Schiff hatte Wassereinbruch, und die Besatzung geriet in Panik. Um 12.30 Uhr war der Kutter in Sicherheit. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter sank - zwei Vermisste
(27.2.11) Vor Izu Island in Tokio kenterte am Morgen des 26.2. gegen 2.50 Uhr der Kutter "Eishinmaru ", 19 ts, 25 Kilometer südöstlich von Mikura Island. Das Schiff der Izu Fishery Cooperative Society in der Shizuoka Präfektur aus Shimoda sank, nachdem derie Meter hohe Wellen übers Heck gingen. Von der 10-köpfigen Crew wurden acht Mann gerettet, zwei wurden vermisst. Die "Eishinmaru" war am Morgen des 24.2. aus Shimoda Port in ein Fanggebiet bei Mikura Island ausgelaufen. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter sank - zwei Vermisste
(27.2.11) Die "Steve Irwin" wollte vor der Rückreise nach Neuseeland am 26.2. einen letzten Suchanlauf für die vermisste Yacht "Berserk" starten. Nach wie vor fehlte jede Spur außer der Rettungsinsel. An Bord waren ein Mann aus Oslo, einer aus Trondheim und einer aus Südafrika. Möglicherweise hat ein sogenannter Growlerkleiner Eisberg von der Größe eines Hauses das Boot versenkt. Das Wetter verschlechterte sich inzwischen wieder mit 25 Knoten Wind. Es sollte nun noch die Küste von Franklin Island abgesucht werden in der Hoffnung, dass das Boot dort Schutz gesucht haben könnte. Quelle: Tim Schwabedissen



Treibender BulkcarrierBulkcarrier: Massengutfrachter bedrohte Meeresschutzgebiet
(26.2.11) Der 477 Fuß lange Frachter "Ainu Princess" ging am 24.2. vor Florida Keys auf Drift und musste von dem Bergungsschlepper "Resolve Pioneer" auf den Haken genommen werden. Das Schiff hatte Maschinenausfall erlitten und drohte auf den 42 Meilen südwestlich gelegenen Dry Tortugas zu stranden. Gegen 22.45 Uhr war die US Coast Guard von der O'Brien Response Management Corp. informiert worden, dass die "Ainu Princess" auf der Reise von New Orleans nach Mariel, Kuba, mit 8,800 Tonnen Getreide langsam auf die Marquesas Keys zutrieb. Sie hatte 240,000 Gallonen Bunkeröl an Bord, die die Florida Keys National Marine Sanctuary hätten bedrohen können. Der Eigner rief die "Resolve Pioneer" aus Key West zu Hilfe, die am 25.2. gegen 10 Uhr eintraf und den Havaristen von dem Dry Tortugas National Park wegschleppte. Der Schleppzug nahm Kurs auf Mariel. 12 Meilen vor der Küste würde die Schleppverbindung mit Erreichen der Hoheitsgewässer gelöst werden. Die "Ainu Princess", 17324 BRZ (IMO-Nr.: 8306929) wurde 1985 erbaut und führt die Flagge der Philippinenen. Manager ist das Roymar Shipmanagement New York. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter nach Feuer antriebslos vor Cape Cod
(26.2.11) Der holländische, 432 Fuß lange Frachter "Dintelborg", 6235 BRZ (IMO-Nr.: 9163685), erlitt am 26.2. siebzig Meilen südöstlich von Cape Cod, am 26.2. Maschinenausfall, nachdem auf der Brücke ein Feuer ausgebrochen war. Es gelang der neunköpfigen Crew zwar, den Brand rasch zu löschen, doch das Schiff, das unterwegs von Holland nach Willington, Virginia, war, trieb danach antriebslos und ohne Kommunikationsmöglichkeit bei 20 Knoten Wind in 16 Fuß hohen Seen. Die Crew aktivierte um 1.13 Uhr darum das EPIRB. Von der Air Station Cape Cod stieg, nachdem kein Funkkontakt hergestellt werden konnte, ein MH-60 Jayhawk-Helikopter auf und war um 2:52 Uhr vor Ort. Mit einem Walkie Talkie konnte Kontakt aufgenommen werden. Eine HC-130 Hercules startete in Elizabeth City und löste den Hubschrauber als Kommunikationsplattform ab. Sie sollte wiederum von einem HU 25 Falcon Jet aus Cape Cod im Lauf des Tages ersetzt werden. Außerdem lief der Schlepper "Rown Mcallister" aus New Bedford aus, um den Havaristen nach Providence einzubringen. Die Küstenwache schickte aus Boston die 70 Fuß lange "Seneca", die gegen 14.30 Uhr eintreffen sollte. Quelle: Tim Schwabedissen



Weiteres Öl der "Godafoss" geborgen
(26.2.11) 120 Kubikmeter Öl wurden bis zum 26.2. aus Tank 7 der "Godafossabgepumpt. In Tank 5 befand sich nur noch Seewasser. Beide Tanks hatten ursprünglich je 260 Kubikmeter Öl enthalten. Die intakten Tanks sollen gefüllt bleiben. Das Abpumpen sollte bis zum 27.2. abgeschlossen werden. Zur selben Zeit wurde das Löschen der Container fortgesetzt. Dann wird das Schiff mit eigener Kraft, aber unter Eskorte, nach Munkeby zur Reparatur laufen. Derweil schöpfte die "Nordnes" weitere 50 Kubikmeter veröltes Eis von den Ölsperren um den Havaristen ab. Quelle: Tim Schwabedissen



Zu guter Fang - Kutter vollgelaufen
(26.2.11) Einem Fischerboot aus Olhão wurde in der Nacht zum 25.2. sein opulenter Fang zum Verhängnis. Die "Bela Armora" befand sich gegen 22.00 Uhr etwa 5 Seemeilen vor der Küste zwischen der Ilha de Armora und der Ilha de Tavira, als das übervolle, schwere Schleppnetz das Fischerboot heckseitig herunterzog und überflutete. Ein in der Nähe befindliches Boot nahm die Besatzung auf, die "Bela Armora" wurde abgeschleppt. Quelle: Tim Schwabedissen



Nordland 1 wird doch abgeschleppt
(26.2.11) Der vor Borkum gestrandeten Frachter "Nordland 1" soll nun doch nicht am Strand zerlegt werden. Die Versicherung will die "Nordland 1" zunächst abschleppen lassen und an einem anderen Ort abwracken. Bis zum 18. März muss das Schiff nach Auflagen der Behörden vom Strand verschwinden. Die Vorbereitungen sollen am 28.2. beginnen. Mit der Bergung wird Mitte der Woche gerechnet. Quelle: Tim Schwabedissen



Leere Rettungsinsel der "Berserk" gefunden, Hoffnung für Yacht schwindet
(25.2.11) Die Hoffnung für die drei Mann an Bord der norwegischen 47-Fuß-Yacht "Berserk", 25 ts, schwand, nachdem ein Helikopter der "Steve Irwin" am Morgen des 25.2. gegen neun Uhr eine beschädigte Rettungsinsel entdeckte und sie inzwischen von einem Boot des Schiffes aufgenommen wurde. Anhang der Seriennummer konnte sie der "Berserk" zugeordnet werden.
Die 4-6-Personen-Insel trieb 72 Kilometer nördlich der letzten bekannten Position der Expeditionsyacht. Das Dach der Insel war zerrissen, sie war halb voll Wasser geschlagen und eisverkrustet, die Erste Hilfe-Ausrüstung und ein Messer, das zur Ausstattung gehörte, fehlten.
Es gab keine Hinweise darauf, dass die Insel benutzt wurde, stattdessen erschien es, als habe sie sich von der Yacht losgerissen und nicht manuell gelöst worden. Nach Ansicht des Kapitäns der "Steve Irwin", Paul Watson, ist die "Berserk" höchstwahrscheinlich gesunken. Bei einer Wassertemperatur von -12 Grad hätte die Überlebenschance für Menschen nur wenige Minuten betragen.
Er wollte die Suche fortsetzen, doch das Boot oder Trümmer davon wären seiner Ansicht nach nicht weiter nördlich getrieben als der Fundort der Insel gewesen sei. Die Bedingungen in dem Seegebiet, die zum Zeitpunkt des Notsignals am 22.2. herrschten, hätten das kleine Schiff ernsthaft bedroht. Die drei Schiffe vor Ort, außer der "Steve Irwin" die "Professor Khromov" mit 50 Passagieren an Bord und die "Wellington" der neuseeländischen Küstenwache, haben inzwischen eine Fläche von 4000 Quadratmeilen abgesucht. Das russische Passagierschiff wollte nach einer weiteren Kreuzung seine Reise fortsetzen.
Vor dem Eintreten der Notlage war der Skipper der "Berserk", Jarle Andhoey, mit einem weiteren Besatzungsmitglied an Land gegangen, um den Südpol zu erreichen. Sie befinden sich derzeit ein bis zwei Tagesmärsche von der McMurdo Base entfernt. Quelle: Tim Schwabedissen



"Godafoss" wird jetzt geleichtert - Eis macht Ölbekämpfung schwierig - Rätsel um Ursache der Havarie
(25.2.11) Das Löschen von Containern des unter Antigua Barbuda-Flagge laufenden Frachters "Godafoss", 14664 BRZ (IMO-Nr.: 9086796), wurde am 25.2. fortgesetzt. Es hatte am Vortag begonnen, nachdem das Sichern Schiff bei Kjerringholmen am Vortag um 19.14 Uhr abgeschlossen worden war.
In den Nachtstunden wurde nach Abschluss der notwendigen Voruntersuchungen auch begonnen, das Bunkeröl abzupumpen. Dazu muss das zähflüssige Öl zuvor mit Wasserdampf erhitzt und verflüssigt werden, ehe es hochgepumpt werden kann. Diese Arbeit kann rund 10 Tage andauern.
Wieviel Öl geleichtert werden muss, ist noch nicht endgültig klar. Taucher werden dann die beschädigten Tankbereiche provisorisch abdichten, ehe der Havarist zu einer dauerhaften Reparatur nach Göteborg geschleppt wird. Die Analyse der von einem ROV gewonnenen Video-Aufnahmen zeigte, dass zwei Tanks schwer beschädigt und zwei weitere leicht in Mitleidenschaft gezogen wurden.
Der Rumpf hat keine großflächigen Einbeulungen erlitten. Mittlerweile hat sich um den Frachter das Eis wieder geschlossen. Es machte auch die weitere Ölbekämpfung zu einem mühsamen Kampf. Die Feuerwehr Vestfolden hat am 24.2. rund 200 Liter aufnehmen können. Ölflecken, die bei Tjøme/Hvasser beobachtet wurden, waren nicht zu beseitigen. Weitere Ölsichtungen wurden bis nach Arendal gemeldet. Die Kälte und die großen Eismassen, die auf dem Meer liegen, behinderten die Sanierung.
Das Öl trieb in Klumpen unter der Wasseroberfläche, was das Aufnehmen schwierig gestaltete. Während der Wind das Öl von der Landesküste fernhielt, wurden die vorgelagerten Inseln im Schärengürtel stark betroffen. Nahe der Unfallstelle liegt Norwegens einziger maritimer Naturschutzpark mit reichem Vogelleben. 450 freiwillige vom Naturschutzbund ausgebildete Vogelwäscher sind einsatzbereit, doch einstweilen hält sich die Zahl der Tiere, deren Gefieder gereinigt werden muss, in Grenzen.
Die Umweltbehörde bangte mehr um die einzigartigen Korallenvorkommen. Im Naturpark Yttre Hvaler befindet sich das vermutlich weltweit größte Riff von Kaltwasserkorallen, und die weiße Koralle Lophelia pertusa hat gerade jetzt ihre jährliche Laichzeit, in der sie besonders empfindlich ist. Die Sanierung der Strände beginnt erst, wenn alles Öl aufgenommen ist. Die Behörden zeigten sich zuversichtlich, dass die Langzeitschäden gering bleiben. Als im Sommer 2009 in der gleichen Gegend die "Full City" verunglückte und 300 Tonnen Öl verlor, wurde ein 120 Kilometer langer Küstenstreifen verschmutzt. Die Reinigungsarbeiten kosteten fast 30 Millionen Euro, doch die Strände und der Vogelbestand haben sich wieder völlig erholt.
indestens 300 Tonnen waren aus den zwei aufgerissenen Tanks ins Wasser geflossen. Insgesamt hatte die "Godafoss" nach Angabe der Reederei Eimiskip 864 Tonnen Öl und 90 Tonnen Diesel gebunkert.
Warum das Schiff auf Grund lief, ist weiterhin ungeklärt. Nach bisherigen Untersuchungen gab es keinen technischen Fehler an Bord, der Kapitän war nüchtern und mit dem heiklen Schärengebiet bestens vertraut. Zweimal wöchentlich lief die "Godafoss" den nahen Hafen Frederikstad an. Der Lotse, der das Schiff durch die inneren Schären leitete, war fünf Minuten vor dem Grundstoßen in Übereinstimmung mit Kapitän und Verkehrsleitungszentrale vorzeitig von Bord gegangen. Dies soll künftig nicht mehr zulässig sein. Die Küstenaufsicht ordnete an, dass Lotsen ihre Schiffe erst am vorherbestimmten Zielort verlassen dürfen. Quelle: Tim Schwabedissen



Chinesischer Schwergutcarrier nach Unfall in Portsmouth in die Kette gelegt
(25.2.11) Der U.S. Marshals Service hat den unter Hongkong-Flagge laufenden Schwerguttransporter "Zhen Hua 24", 37879 BRZ (IMO-Nr.: 8414726), in ide Kette gelegt, nachdem ein an Deck gelaschter Containerkran einen brandneuen Kran am APM Terminal in Portsmouth so stark beschädigt hat, dass er möglicherweise abgewrackt werden muss. Der 1,650-Tonnen-Kran war bei der Kollision aus seiner Schienenführung gesprungen und blockiert seither den Liegeplatz. Die Virginia Port Authority und die Virginia International Terminals Inc. verklagten am 18.2. die chinesische Reederei Shanghai Zhenhua Port Machinery Co. Ltd. auf einen Schadensersatz von 14.65 Millionen Dollar. Daraufhin verhängte das damit befasste Gericht einen Arrest über das Schiff, das seit dem Unfall am 8.2. am APM Terminal festliegt. Über die Crew, rund 20 Chinesen, gab es keine weiteren Informationen. Quelle: Tim Schwabedissen



Altes Wrack in Sooke wird geräumt
(25.2.11) In Sooke begann die Räumung des ausgebrannten Kutters "Florence Filberg" aus dem Hafen. Eine Barge ging längsseits, um das Wrack stückweise zu beseitigen, um Platz für einen neuen Bootsanleger zu schaffen. Das Schiff war 2007 in Sooke Harbour aufgegeben worden. Quelle: Tim Schwabedissen



Südafrikanische Regattayacht auf dem Atlantik durchgekentert
(25.2.11) Die Gewinnerin der von ihr am 1.2. nach 17 Tagen beendeten Regatta Cape to Rio, die Yacht "City of Cape Town", kenterte in der Nacht zum 25.2. gegen Mitternacht auf dem Atlantik durch. Sie befand sich auf der Rückreise in den Heimathafen Kapstadt und hatte rund ein Drittel der Strecke von Südamerika nach Afrika geschafft. An Bord waren Skipper Gerry Hegie und drei Südafrikaner. Gegen 23.15 Uhr meldete sich Hegie über Satellitentelefon und berichtete, dass sie in einem Nordweststurm mit 55 Knoten Windgeschwindigkeit und Wellen von bis zu 10 Metern Höhe steckten. Eine besonders hohe Welle ließ das Boot dann kentern, der Mast brach, und es richtete sich wieder auf. Die Crew blieb unversehrt. Nun muss sie aber zusehen, wie sie die verbliebenen 2200 Meilen ohne Mast bewältigt. Das nächste Land ist die Insel Tristan da Cunha, rund 800 Meilen entfernt. Der Treibstoff reicht für die Hälfte der Strecke bis dahin. Quelle: Tim Schwabedissen



Hearing zur "Aquila" offenbart gravierende Kommunikationsdefizite bei der Coastguard
(25.2.11) Bei der Untersuchung des Untergangs des Muschelkutters "Aquila" stellte sich jetzt heraus, dass zur Suche aufgestiegene Helikopter von der Coastguard keine klaren Instruktionen erhielten und auf sich gestellt waren. Leutnant Euan Gibson, der Winschmann des Prestwich-Helikopters, sagte aus, dass eine Minute vor dem Abheben befohlen wurde, am Boden zu blieben.
Der in Stornoway stationierte Helikopter, der zuerst alarmiert worden war, hatte eine Flugzeit von 42 Minuten gegenüber 49 Minuten von Prestwich, doch die dortige Crew hatte die viertelstündige Vorbereitung schon abgeschlossen. Sie wurde später dem Stornoway-Helikopter doch hinterher geschickt. Normalerweise schickt die Coastguard bei Rettungseinsätzen Informationen zu Wetter und Tide, um das Suchgebiet besser eingrenzen zu können. Dies war im Fall der "Aquila" aber nicht geschehen.
Es habe nur vage Informationen gegeben, so dass die Hubschrauber eigene Suchpatterns abflogen. Es gab keine Informationen aus Stornoway, aber die Clyde-Coastguard sagte, dass Stornoway die Kontrolle habe. Doch von dort habe es keinerlei Instruktionen gegeben, was zu tun sei. Nachdem es keine Rückmeldung der Coastguard gab, nahmen die beiden Hubschraubercrews direkten Kontakt auf und erarbeiteten einen eigenen Suchplan. Leutnant Martin Ford, Kommandant des in Prestwich aufgestiegenen Helikopters, sagte, dass seiner Information nach der Hubschrauber aus Stornoway nicht aufgestiegen sei, obwohl er selbst auch keinen Einsatzbefehl erhalten hatte. Als er ein Computersystem checkte, stellte er fest, dass kein Hubschrauber gestartet war.
Auch als später der Hubschrauber aus Stornoway vor Ort war und die Rettung eines Mannes bekannt wurde, gab es keine Informationen, wie viele Menschen vermisst wurden, und ob sie Rettungswesten anhatten, was eine Lokalisierung erleichtert hätte. Die Frage nach einer Position wurde nicht beantwortet. Als nächstes soll eine Rettungsbootcrew und ein Pathologe aussagen. Das Hearing wird zwischen März und Mai an acht weiteren Tagen fortgesetzt. Quelle: Tim Schwabedissen



Vermisstes philippinisches Fährboot wohlbehalten gesichtet
(25.2.11) Die seit dem 24.2. mit 24 Passagieren und 12 Mann Crew vermisste philippinische Fähre "Jokshan" am 25.2. gegen 9.30 Uhr nahe Palawan, 45 Meilen südöstlich von Puerto Princesa City, gesichtet. Es erhielt durch den Kutter "Quenvee".Assistenz. Auch ein philippinisches Marineschiff nahm Kurs auf den Havaristen. Die philippinische Coastguard hatte am Vortag eine SAR-Operation eingeleitet, nachdem das Boot gegen acht Uhr auf der Fahrt von Cagayancillo nach Puerto Princesa Maschinenschaden gemeldet hatte. Die Küstenwache in Narra, Palawan, und örtliche Fischer hatten eine Suche nach der "Jokshan" gestartet. Beteiligt waren auch die PCG Air Group, die Philippine Air Force und Parkranger des Tubbataha National Park. Die "Jokshan" wird betrieben von Tirso Escubin aus Cagayancillo, Palawan. Quelle: Tim Schwabedissen



Eine Tote bei Kenterung von Fährboot
(25.2.11) In hohem Seegang kenterte am 24.2. das Auslegerfährboot "Dominique" vor Mindoro Island, rund 10 Meilen von Burungcaan Point, Bulalacao, entfernt. An Bord waren 10 Besatzungsmitglieder und fünf Passagiere. Das Schiff kam von Semirara, Antique und war auf der Fahrt nach San Jose, Occidental Mindoro. Eine Frau aus Caminawit, San Jose, kam ums Leben, als das Boot umschlug. Das Boot gehört einem Eigner aus Semirara, Caluya, Antique. Die "Dominique" wurde nun von einem Schlepper in Richtung Semirara Island gezogen. Die Geretteten wurden zur medizinischen Versorgung nach Semirara gebracht. Rettungspersonal wurde nach Magsaysay mobilisiert. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter im Moray Firth gesunken - Skipper gerettet
(25.2.11) Der neun Meter lange Kutter "Silver Rock - BCK 620" erlitt am 24.2. gegen acht Uhr Wassereinbruch. Der Skipper funkte Mayday im Moray Firth, rund fünf Meilen nördlich von Lossiemouth. Die Aberdeen Coastguard fing den Notruf auf und schickte ein in der Nähe befindliches Schiff zu dem Havaristen, das den Mann aufnahm. Auch der Rettungshubschrauber 137 der RAF Lossiemouth und das Rettungsboot aus Buckie wurden alarmiert. Der in Buckie beheimatete Kutter sank gegen neun Uhr. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Schiffe auf dem Rhein und eines auf der Donau flottgemacht
(25.2.11) Am 23.2. ist es dem Stelzenschiff "Hecht" der Firma Domarin gegen 18.15 Uhr gelungen, den auf Höhe der Fähranlegestelle bei Thundorf auf Kies festgefahrenen deutschen Schubverband "Herzog Tassilo" frei zu schleppen. Zuvor mussten umfangreiche Baggerarbeiten durchgeführt und der Schubverband auseinandergekoppelt werden. Nach der Bergung wurde die entstandenen Kiesaufwerfungen in der Fahrrinne wieder frei gebaggert und durch das Wasser- und Schifffahrtsamt Regensburg, Außenbezirk Deggendorf, eine vertriebene Fahrwassertonne zur Fahrrinnenmarkierung wieder korrekt ausgelegt. Der Schubverband konnte die Fahrt unbeschädigt in Richtung Regensburg fortsetzen. Die Schifffahrt auf der Donau wurde um 19.45 Uhr wieder frei gegeben.
Auch die auf dem Rhein gestrandete "Chilandia" (ENI-Nr.: 02324394) konnte am Nachmittag des 24.2. vom Apothekergrund" gezogen werden. Zuvor mussten mehrere hundert Tonnen Zelluloseballen geleichtert werden. Dann kam das Schiff um 8.40 Uhr wieder frei. Zuvor waren sowohl Versuche, aus eigener Kraft freizukommen wie auch Abschleppanläufe zweier leistungsstarker Schiffe gescheitert. Während der Leichterarbeiten stand für den restlichen Schiffsverkehr eine nur noch etwa 50 Meter breite Fahrrinne zur Verfügung. Nach den Schätzungen der Wasserschutzpolizei, die den Havaristen absicherte und die Schifffahrt warnte, entstand an dem Gütermotorschiff bei den Versuchen, von der Untiefe loszukommen, ein Sachschaden in Höhe von rund 30.000 Euro.
Ursächlich für die Havarie dürfte die Nichtbeachtung einer Weisung des Wasser- und Schifffahrtsamtes durch den Schiffsführer gewesen sein, die Unfallstelle vom Vortag, als dort die "Onderneming IV" (ENI-Nr.: 02327341) festgesessen hatte, nur in einem bestimmten Bereich zu passieren. Die Behörde führte im weiteren Tagesverlauf Peilungen an der Unfallstelle durch, um dann über mögliche Beschränkungen für die Schifffahrt zu entscheiden. Schließlich konnte am Nachmittag des 24.2. auch das auf eine Kribbe auf Höhe des Volmerswerther Segelhafen bei Rhein-Kilometer 735 nach Maschinenausfall gestrandete, 85 Meter lange Binnenschiff wieder freigeschleppt. Quelle: Tim Schwabedissen



Neuerliche Strandung bei Dettenheim
(24.2.11) Der "Binnenschiffspotter" Frank Behrends bekam am 23.2. das Staunen. Eigentlich hatte er sich nach Dettenheim begeben, um sich über Bergungsfortschritte an der bei Flusskilometer 378 auf dem Rhein gestrandeten "Onderneming IV" zu informieren. Diese hatte die Strandungsstelle aber bereits verlassen, doch in Bergfahrt nahte just in diesem Augenblick die holländische "Chilandia", 3797 ts (ENI-Nr.: 02324394) heran. Und vor den Augen des Fotografen kam auch sie um 12.19 Uhr auf dem Apothekergrund fest, wo zuvor die "Onderneming IV" aufgesessen hatte. Das Schiff war mit Zelluloseballen beladen.
Das Polizeiboot "Nr. 5" aus Karlsruhe sicherte wenig später die Talfahrt ab, unterstützt von der "Gottfried Tulla", einem ebenfalls aus Karlsruhe herbei gerufenen Peil- und Arbeitsschiff. Gegen Mittag ging das Binnenschiff "Fide-Deo" (ENI-Nr.: 2326611) an Steuerbord am Havaristen längsseits, um einen Teil der Ladung aufzunehmen. Zum Leichtern wurde der Schwimmkran "OHF 66" (ENI-Nr.:: 4607370) der Firma OHF Hafen- und Flussbau aus Au am Rhein mobilisiert, der um 16.00 Uhr mit der Arbeit begann, die in den Abendstunden noch andauerte.
Der Schiffsverkehr wurde während der Bergungsarbeiten einspurig an dem Havaristen vorbeigeleitet. Die "Chilandia" entstand 2000 als "Wilhelmina" bei St. Barbara, Eisden und wurde bei Bayens, Raamsdonksveer, ausgerüstet. Seit 2006 läuft es für die Vof. Chilandia (U.A. Aibar) in Meppel. Das Schiff ist seit einer Verlängerung 134,97 Meter lang bei einer Breite von 11,45 Metern und einem Tiefgang von 3, 42 Metern.
Ebenfalls auf dem Rhein in Düsseldorf lief gegen 14:00 Uhr kam am 23.02. ein Binnenschiff nach Maschinenausfall oberhalb des Volmerswerther Segelhafens bei Rheinkilometer 735 rechtsrheinisch auf einer Kribbe fest. Die Schifffahrt wurde nicht behindert. Das 85 Meter lange Schiff war mit 1056 Tonnen Weizen auf dem Weg von Ungarn nach Düsseldorf. Ein Schlepper versuchte es freizubekommen. Quelle: Tim Schwabedissen



Schiffbrüchiger wurde für Urlauber gehalten
(24.2.11) Am 23.2. traf der einzige Überlebende des in Maryport beheimateten Muschelkutters "Aquila" vor dem Fort William Sherrif Court erstmals wieder mit dem Mann, der vor fast zwei JKahren sein Leben rettete, zusammen. Fischer Timmy Rowley hatte am 20.7.2009 in eiskaltem Wasser treibend schon fast alle Hoffnung fahren lassen, als ihn Chris Pendlebury an Bord der Yacht "Arran Comrade" entdeckte.
Der im Ruhestand befindliche Lehrer aus Skye hatte Rowleys Rufe zunächst für Möwengekreisch gehalten, doch dann sah er jemanden, der scheinbar in flachem Wasser stand. Zunächst dachte er, dieser wolle ihn vor einer Untiefe waren, realisierte dann aber, dass seine Navigation nicht so falsch hatte sein können, dass sein Boot in Strandungsgefahr war. Er erkannte, dass der Mann sich auf Planken hielt und warf ihm eine Rettungsweste zu. An dieser zog sich der Schiffbrüchige mit aller Macht zu der Yacht hin.
Pendlebury hatte das von der Coastguard weitergeleitete Mayday der "Aquila" zwar gehört, brachte den Mann im Wasser aber nicht mit dem Notruf zusammen. Er trug nur ein T-Shirt und Shorts und wurde von ihm zuerst für einen Urlauber, der in die See hinaus getrieben war, gehalten. Nachdem sich die Umstände geklärt hatten, wurde Rowley schnellstmöglich an Land gebracht und im Krankenhaus wegen Unterkühlung behandelt. Quelle: Tim Schwabedissen



Schiffsverband auf der Donau gestrandet
(24.2.11) Ein Navigationsfehler des Kapitäns hat am Abend des 22.2. auf der Donau den 190 Meter langen deutschen Schubverband "Herzog Tassilo", 1996 ts (ENI Nr.: 04800270), gegen 18.30 mit 1600 Tonnen Sonnenblumenkernen auf dem Weg zum Heimathafen Regensburg zum Stranden gebracht. Er kam aus dem Fahrwasser ab und kam auf Höhe der Fähranlegestelle bei Thundorf auf Kiesgrund fest. Da der Verband komplett außerhalb der Fahrrinne lag, wurde die Schifffahrt nicht behindert. Am Morgen des 23.2. sondierte ein Peilschiff des Wasser- und Schifffahrtsamtes, ob sich durch die Havarie Veränderungen an der Sohle ergeben hatten. Kurz nach 13 Uhr erreichte dann das Stelzenschiff "Hecht" der Vilshofener Firma Domarin die Unfallstelle. Nachdem die Stelzen in den Grund gerammt waren, wurde eine Schleppverbindung zum Bagger an Bord hergestellt und das Heck des Havaristen in den Fluss zurück gezogen. Bis Abschluss der Arbeiten blieb die Donau für die Schifffahrt gesperrt. Die "Herzog Tassilo" wurde 1972 auf der Deggendorfer Schiffswerft für den Bayerischen Lloyd in Regensburg erbaut. Ohne Anhang ist sie 113,50 Meter lang bei einer Breite von 11 und einem Tiefgang von 2,5 Metern. Seit 2008 wird die "Herzog Tassilo" von der Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft in Wien bereedert. Quelle: Tim Schwabedissen



Noch keine Spur von norwegischer Yacht in der Arktis - Rettungsinsel stammte von Suchschiff
(24.2.11) Von der norwegischen Yacht "Berserk" fehlte auch nach Wetterberuhigung am 23.2. jede Spur. In der Ross-See bereitete aber der Fund einer leeren Rettungsinsel durch die Crew der "Steve Irwin" zeitweilig für noch größere Sorgen, bis sich herausstellte, dass diese von dem Patroullienboot HMNZS "Wellington" stammte, das als erstes die Suche nach der 14 Meter-Yacht begonnen hatte, nachdem deren EPIRB sich am 22.2. um 5.22 Uhr auf einer Position 18 Meilen nördlich der Scott Base aktiviert hatte. Sie hatte im Sturm drei Inseln verloren, bevor sie wegen des zu der Zeit mit 80 Knoten Windgeschwindigkeit tobenden Sturms von der Suche entbunden wurde.
Der Kapitän der "Steve Irwin", Paul Watson, berichtete unterdessen über Funk, dass die Konditionen sich stark verbessert hätten, es sei kalt, aber fast windstill, und bei nur leichten Schneefällen sei die Sicht relativ gut. Am Abend des 23.2. war das Schiff noch 35 Meilen von der letzten Yachtposition entfernt. Gegen acht Uhr startete ein mitgeführter Helikopter. Auch die russische "Professor Khromov" ist mittlerweile im Suchgebiet eingetroffen. Inzwischen ist klar, dass sich an Bord der "Berserk" drei Personen befinden, nachdem sich die beiden an Land abgesetzten Besatzungsmitglieder gegen ein Unr nachts von einer Position 160 Meilen nördlich der Scott Base gemeldet haben, die sie in den kommenden zwei bis drei Tagen erreichen wollten.
Die "Berserk" ist eine 48 Fuß lange Stahlyacht, die durch die TV-Serie "Berserk zum Nordpol" bekannt wurde. Skipper Jarle Andhøy war bereits mit einem nur 27 Fuß langen Boot in der Antarktis. Er macht Fernsehfilme und schreibt Bücher über seine Reisen. Er gilt als erfahrener Seemann. Quelle: Tim Schwabedissen



Polnisches U-Boot sorgte für Ölverschmutzung auf Elbe
(24.2.11) Das polnische U-Boot "Bielik", 460 tdw, wurde am 22.2. auf der Elbe als Verursacher einer Ölverschmutzung ausgemacht. Bei Cuxhaven hatten Zeugen die Wasserschutzpolizei alarmiert, nachdem sie beobachtet hatten, dass sich hinter dem U-Boot ein Ölfilm gebildet hatte. Da das Schiff auf der Heimreise nach Polen war und den Nord-Ostsee-Kanal ansteuerte, wurde die Wasserschutzpolizei in Brunsbüttel ins Bild gesetzt.
Nach dem Einschleusen in den Kanal machte das 47 Meter lange Boot am Abend des 22.2. am Brunsbütteler Bahnhofskai fest. Dort befragten Polizeibeamte die U-Bootbesatzung. Es stellte sich heraus, dass die Ursache der Verschmutzung vermutlich ein technischer Defekt war. Der Besatzung gelang es, den Schaden mit Bordmitteln zu beheben. Am späten Abend durfte die "Bielik" nach erneuter Überprüfung durch die Wasserschutzpolizei ihre Fahrt nach Gdingen fortsetzen. Gegen die verantwortlichen Offiziere an Bord wurden Anzeigen aufgenommen.
Die "Bielik" wurde 1966 auf den Nordseewerken Emden als "Svenner" für die norwegische Marine erbaut. Gemeinsam mit drei anderen Booten wurde sie zwischen 2003 und 2004 an Polen verkauft. Quelle: Tim Schwabedissen



Indonesische Fähre im Tropensturm gestrandet
(24.2.11) Die indonesische Passagierfähre "Balibo", 307 tdw (IMO-Nr: 8898128) strandete am Abend des 23.2., nachdem sie in den Tropensturm Carlos geraten war, in der Pukuafu Straße in Ost Nusa Tenggara. An Bord waren 33 Passagiere und 29 Fahrzeuge, als das Schiff in den Gewässern von Bui Merah auf der Fahrt nach Pantai Baru Rote in Wellen von mehr als drei Metern Höhe geriet. Die Seen, die sich binnen Minuten aufgebaut hatten, brachten das Schiff meilenweit vom Kurs ab, bis es schließlich auf Felsen trieb. Alle Passagiere konnten gerettet werden. Die 1996 erbaute, vormalige "Sebelumniy" gehört dem Departement Perubungan Ditjen Perhubungan Darat in Jakarta und wird betrieben von der A.S.D.P. Indonesian Ferry in Jakarta. Quelle: Tim Schwabedissen



"Blue Dolphin" hatte beim Untergang keine Betriebsgenehmigung
(24.2.11) Die vor zwei Monaten gesunkene "Blue Dolphin" hätte gar nicht auslaufen dürfen, bestätigte jetzt die Fiji Islands Maritime Safety Administration in Savusavu. Die Zertifizierung des Schiffes war ausgelaufen. Es war zwar registriert, hatte aber keine Betriebsgenehmigung. Der Eigner hätte sie erneuern lassen müssen. .. Quelle: Tim Schwabedissen



Bergung der "Midnite Sun" im April
(24.2.11) Bergungsarbeiten an dem Kutter "Midnite Sun", der nahe Afognak Island gestrandet ist, werden voraussichtlich im April beginnen. Das staatliche Department of Environmental Conservation in Alaska sagte, alles verbliebene Öl sei von Bord des Schiffes geholt worden. Rund 30 Gallonen ölige Flüssigkeiten konnten geborgen werden, rund 4500 Gallonen Diesel liefen aus aufgerissenen Tanks aus. Doch bei einer Inspektion am 19.2. konnte keine Ölverschmutzung in der Umgebung des Wracks festgestellt werden, das ungefähr 36 Meilen nordwestlich von Kodiak in einem Habitat für Wasservögel und Seelöwen und -otter liegt. Quelle: Tim Schwabedissen



"Nordlake" nach Kollision unter Arrest in Indien
(24.2.11) Der Frachter "Nordlake" wurde vom Hohen Gericht Bombay unter Arrest gestellt und am 23.2. angewiesen, die indischen Gewässer nicht zu verlassen. Die Schiffsbesatzung wird beschuldigt, durch Nichtbeachtung des Verkehrsmanagement-Systems und Sicherheitsregeln die indische Fregatte "Vindhyagiri" gerammt und deren Untergang verursacht zu haben. Statt an Steuerbordseite zu passieren, habe das Schiff nach Backbord abgedreht und dadurch die Kollision ausgelöst.
Vertreter des Sea Consortium Shipping (India) Private Ltd., den Agenten der "Nord Lake", baten, dass das Schiff die verderbliche Ladung im Jahawarlal Nehru Port löschen darf. Da die Fregatte weiterhin gekentert am Kai liegt, ist eine genaue Ermittlung der Schadenshöhe noch nicht möglich gewesen. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter überstand Landung auf künstlicher Insel mit leichten Blessuren
(24.2.11) Die US Coast Guard hat die Inspektionen auf dem unter Panama-Flagge registrierten Frachter "Ocean Sunrise" (IMO-Nr.: 9186766) abgeschlossen und keine gravierenden Schäden gefunden. Am 22.2. gab sie bekannt, dass die Strandung des Schiffes auf Island Freeman vor Los Angeles drei Tage zuvor durch raue See und eine unzureichende Verankerung verursacht wurde.
Der Frachter riss sich los und trieb auf Felsen, die eine Ölproduktionsinsel als Wall umgeben. Die Havarie ereignete sich bei ungewöhnlich hohem Wasserstand und Windgeschwindigkeiten von 40 Meilen pro Stunde. Nach der Bergung des Schiffes haben Taucher den Rumpf untersucht und einige Schrammen und Einbeulungen festgestellt, aber keine strukturellen Schäden. Dazu waren am 22.2. Taucherteams der Long Beach Harbor, Long Beach Police und der Coast Guard unter dem Rumpf gewesen.
Es gäbe keine Umweltgefährdungen, die Integrität des Rumpfes sei nicht beeinträchtigt, und so würde das Schiff, wenn der Hafenkapitän der Küstenwache es freigegeben hat, kurzfristig die Reise fortsetzen können. Derzeit liegt das Schiff noch im Außenhafen von Los Angeles. Island Freeman ist die größte von vier in den 1960er Jahren in der Sand Pedro Bay erbauten Inseln zur Erschließung eines Ölfelds. Quelle: Tim Schwabedissen



"Godafoss" nach Bergung durch ROV inspiziert
(24.2.11) Am 23.2. gegen 14 Uhr war der Frachter "Godafoss" der isländischen Eimskip-Reederei nach seiner Bergung am Morgen auf einer Position vor Kjerringholmen vermoort und landseitig zusätzlich gesichert. Die Verschleppung hatte ohne Zwischenfälle stattgefunden. Ein ROV hat inzwischen den Rumpf untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass zwei Tanks aufgerissen sind. Ein dritter, der ebenfalls im Verdacht stand, Schaden genommen zu haben, wurde unversehrt vorgefunden.
Bevor das Schiff weiter entladen wird, soll es noch einer weiteren gründlichen Inspektion unterzogen werden. Ölbekämpfungsschiffe haben inzwischen rund 110 Kubikmeter Öl und ölhaltiges Wasser aufgenommen. Am 22.2. war es auf dem norwegischen Küstenwachschiff "Harstad" zu einem weiteren Ölverlust von rund 20 Kubikmetern gekommen, nachdem es an einer Pumpe bei schwierigen Wetter- und Eisbedingungen zu einem Schaden gekommen war. Das Öl war in Richtung Aust-Agder getrieben und die Drift von einem Helikopter überwacht. <>Quelle: Tim Schwabedissen



Karibiktörn endete auf Riff vor Tobago
(23.2.11) Drei 20-jährige Segler aus Risør strandeten mit ihrer Yacht "First Price" in der Big Bay zwischen dem Inselstaat Trinidad und Tobago am Morgen des 21.2. Der Rumpf der Yacht wurde schwer beschädigt, als sie auf ein Riff trieb. Die Besatzung der "First Price" erwachte davon, dass ihr zur Nacht an einer Boje festgemachtes Boot gegen etwas gestoßen war. Als sie aufstanden, entdeckten sie, es bereits auf dem Riff lag. Alle drei konnten sich an Land retten, wobei sich ein Besatzungsmitglied am Fuß verletzte.
Die Schnittverletzung wurde im Krankenhaus von Scarborough genäht. Mit dem Verlust aller Habseligkeiten ging auf eine traurige Weise eine Reise zu Ende, die als längerer Aufenthalt in der Karibik geplant war. Am nächsten Tag hätte es nach Grenada weiter gehen sollen. Im Inneren des Bootes herrschte nun statt dessen das totale Chaos, alles wurde umher geworfen. An Steuerbord wurde Rumpf des Bootes abgerissen, das Ruder war abgebrochen und der Kiel verschwunden. Wahrscheinlich ist die "First Price" ein Totalverlust. Quelle: Tim Schwabedissen



Drei Bargen an drei Tagen geborgen
(23.2.11) T&T Bisso haben mehrere Wrackräumungsprojekte in Texas abgeschlossen. Das erste fand in Greens Bayou vor dem Houston Ship Channel statt. Hier galt es zwei Hopperbargen, die mit Schrott beladen waren, zu heben. Sie waren leckgeschlagen und gesunken. Mithilfe des Unterwassermagneten von T&T Marine wurde die Metalllladung zunächst an die Oberfläche geholt und in andere Bargen verladen, die sie abtransportierten.
Taucher legten dann Hebegurte um die Wracks, und dann wurden sie binnen zweier Tage einzeln geborgen und an die Eigner zurückgeliefert. Danach ging es weiter zum Texas City Harbor, wo eine Hopperbarge von 650 Tonnen Gewicht, einer Länge von 80 und einer Breite von 17 Metern gesunken war. Sie wurde von Tauchern untersucht und dann eine Leichterbarge zur Unglücksstelle bugsiert.
Nachdem die Ladung entfernt war, wurde das Wrack von zwei Kranbargen gehoben, ausgepumpt und am selben Tag an die Eigner zurück gegeben. Quelle: Tim Schwabedissen



Abgebrochener Kranarm versenkte Arbeitsboot in Papenburg - ein Toter
(23.2.1) Ein nach einem Unfall seit dem Vormittag des 22.2. vermisster Arbeiter wurde gegen 14.15 Uhr tot aus dem Becken des Seehafens in Papenburg geborgen. Gegen 9.15 Uhr war es im Seehafen zwischen der Dockschleuse und der Meyer Werft zu einem tragischen Unfall bei der Demontage einer Saugschwimmleitung gekommen. Dabei war der Auslegerkran einer Arbeitsplattform beim Anheben der schweren Metallrohrleitung teilweise abgebrochen und hatte ein kleines Beiboot unter sich begraben, das neben der Arbeitsplattform gelegen hatte.
Der Mann, der sich in dem Beiboot befunden hatte, geriet mit dem Boot unter die Wasseroberfläche. Ein zweiter Arbeiter, der ebenfalls in dem Beiboot war, konnte sich auf die Arbeitsplattform retten. Sofort nach dem Unfall wurden intensive Suchmaßnahmen mit Tauchern und einem Polizeihubschrauber eingeleitet. Neben der Polizei waren ein Rettungswagen, die Freiwillige Feuerwehr Papenburg mit 30 Feuerwehrleuten und sechs Tauchern, die DLRG mit mehreren Tauchern und Helfern, Beamte der Wasserschutzpolizei Emden und ein Notfallseelsorger im Einsatz. Die Ermittlungen der Polizei Papenburg und der Wasserschutzpolizei Emden dauerten an.
Zur weiteren Klärung der Unglücksursache sollten die Arbeitsplattform, der Kran und die anderen eingesetzten Arbeitsgeräte von einem Sachverständigen aus Wilhelmshaven begutachtet werden. Quelle: Tim Schwabedissen



"Yarmouth Navigator" aus Plym gehoben
(23.2.11) Ein einstiger Minensucher der Royal Navy, die "Yarmouth Navigator", die am 30.1. vor Plymouth von Dartmouth kommend auf dem Weg zur Restaurierung auf dem Plym sank, wurde am 21.2. gegen 16.30 Uhr gehoben. Ein Team von Falmouth Divers hatte 18 Hebegurte unter dem Rumpf hindurchgezogen, der dann mithilfe von 18 Luftsäcken dann an die Wasseroberfläche gebracht wurde. Das Schiff war in schlechtem Zustand, so gab es Befürchtungen, es könnte dabei auseinanderbrechen. Inzwischen wurde auch eine Untersuchung zum Tod des Skippers aus Somerset eingeleitet. Er hatte vermutlich noch Habseligkeiten von dem lecken Schiff holen wollen, als es unter ihm wegsackte. Quelle: Tim Schwabedissen



Elbinger Frachter in Maasvlakte 2 nach 70 Jahren dem Schlamm entrissen
(23.2.11) An der Baustelle des Rotterdamer Hafens Maasvlakte 2 wurde das Wrack des dänischen Dampfers "Cornelia Maersk", 1892 BRT, geborgen. Die Bergungsfirma PUMA war von der Hafenbehörde mit der Bergung beauftragt worden, das in 10 bis 17 Meter Tiefe in einem der künftigen Hafen von Maasvlakte 2 lag und dem Ausbau des 20 Meter tiefen Hafens im Wege war. Sie räumte das Schiff mit einem Bagger in kleinen Stücken.
Bereits im Jahr 2009, begannen die Vorbereitungen dafür. Die eigentlichen Arbeiten sollten aber erst nach dem Bau der Hafenanlagen und der Ufermauer beginnen, weil dann mehr Schutz vor Wellen und Seegang gegeben war. Inzwischen ist das Schiff fast vollständig entfernt. Der Künstler Marcel van Eeden nutzte zwei Bullaugen im Rahmen einer Ausstellung seiner Werke im Kunstmuseum St. Gallen, vom 19. Februar bis zum 8. Mai. Sie bilden zusammen mit einer Reihe von Zeichnungen eine Erzählung, die eine persönliche Interpretation der Ereignisse, die zum Untergang des Schiffes geführt haben, darstellt. Der Rest des Schiffes wurde zu einem Abwracker gebracht.
Die "Cornelia Maersk" hatte sich am 5.1.1942 auf der Fahrt von Rotterdam nach Kopenhagen befunden, als zwei englische Fliegerbomben sie versenkten. Ein deutsches Patroullienboot hatte die Crew gerettet. Seither lag das Wrack markiert durch eine Kardinaltonne in drei Teile zerbrochen vor Rotterdam. Nun wurden etliche der rostigen Teile geräumt, darunter ein Anker, die Schraube und die Dampfkessel. Der Dampfer der A.S.D.S. Svenborg und A.P. Moller Kopenhagen war am 17. April 1925 bei der Schichau-Werft in Elbing vom Stapel gelaufen. Er hatte eine Tragfähigkeit von 3150 Tonnen, war 85,43 m lang, 12,19 m breit und hatte einen Tiefgang von 6,51 Metern. Quelle: Tim Schwabedissen



Das Glück währte nur kurz - nach Bergung der "Onderneming IV" sitzt schon wieder ein Schiff auf dem Apothekergrund
(23.2.11) Nachdem erst am Morgen des 22.2. das aufgelaufene Binnenschiff "Onderneming IV", 4131 ts (EU-Nr.: 2327341), wieder flottgemacht werden konnte, das am Vortag nahe Dettenheim auf Grund gelaufen war, ist dort am Nachmittag erneut ein mit Zellulose beladenes Binnenschiff festgekommen. Zunächst war die "Ondermeing IV" durch den Einsatz eines Baggerschiffs seit 8.30 Uhr geleichtert worden. Nachdem etwa 400 Tonnen Kies aus dem Havaristen umgeladen worden waren, konnte er sich aus eigener Kraft befreien. Das Wasser- und Schifffahrtsamt hatte für die Dauer der Leichterarbeiten ein Begegnungs- und Überholverbot an der Unfallstelle ausgesprochen. Danach setzte der Frachter die Talfahrt fort. Gegen 13.20 Uhr kam dann ein mit rund 2.000 Tonnen Zellulose beladenes Schiff auf dem Weg in Richtung Süden in Höhe des Apothekergrundes nach einer Grundberührung offenbar auf einer Kiesschüttung fest. Mit Hilfe eines Fahrzeugs des Wasser- und Schifffahrtsamtes wurden Abschleppversuche eingeleitet. Erneut musste ein Überhol- und Begegnungsverbot angeordnet und der Schiffsverkehr einseitig an dem Havaristen vorbeigeleitet werden. Ein Streifenboot der Wasserschutzpolizeistation Karlsruhe war vor Ort im Einsatz und sicherte das Schiff ab. Bei einem Scheitern der Versuche müsste erneut Ladung in ein anderes Schiff umgeladen werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Letzte Reise der "Lisco Gloria" mit Verspätung beendet
(23.2.11) Am Ende zog es sich noch einmal hin. Nachdem starker Wind die Verschleppung der "Lisco Gloria" von Odense nach Klaipeda verzögert hatte, musste nach dem Eintreffen des Schleppzuges am 22.2. erst noch ein anderes Schiff noch den avisierten Liegeplatz räumen, und dann ließen die Assistenzschlepper auf sich warten. Doch gegen 15 Uhr war es dann doch so weit, und das ausgebrannte Wrack der "Lisco Gloria" wurde von dem Lübecker Schlepper "Claus", der es über die Ostsee gezogen hatte, assistiert von den litauischen Schleppern "TAK-5", "TAK-6" sowie "TAK 9" im Hafen von Klaipeda an den Liegeplatz Nr. 135, direkt gegenüber dem Büro von "Vakaru Laivu Gamykla" am Ro-Ro and General Cargo Terminal gebracht.
Hier sollte es erneut untersucht werden. Ob die Fähre wirklich verschrottet wird, hängt vom Ergebnis der neuerlichen eingehenden Zustandsbewertung ab. Auf deren Basis wird neu entschieden, wie es mit der Fähre weitergeht. Es hieß, das eine Lösung das Abwracken sei, aber man auch einen Blick auf die anderen möglichen Alternativen habe. Sollte das Schiff zerlegt werden, würde diese Arbeit rund ein halbes Jahr dauern. Quelle: Tim Schwabedissen



"Waldhof" in Meiderich auf Slip
(23.2.11) Für die Ermittlungen zur Unglücksursache des Tankerunfalls auf dem Rhein wurde in Duisburg-Meiderich das Wrack der am 13.1. iim Rhein gekenterten "Waldhof" auf den Slip der Neuen Triton-Werft gezogen und wird nun von der Staatsanwaltschaft untersucht. Ein von der Behörde beauftragter Schiffs-Sachverständiger ist dazu vor Ort. Die 110 Meter lange "Waldhof" war vergangene Woche vom Loreleyhafen nach Duisburg geschleppt worden. Die Bergung der "Waldhof" dürfte eine zweistellige Millionensumme gekostet haben. Allein mit vier Millionen Euro war offenbar die BASF an den Bergungskosten beteiligt. Der Millionenbetrag kommt auf die Reederei Lehnkering beziehungsweise deren Versicherung zu. Allein die Bereitstellung von zwei Schleppern der Trechtingshausener Schleppschifffahrts-GmbH Loh, die tagelang den Havaristen mit Stahlseilen an der Unfallstelle gesichert hatten, kostete rund 80.000. Das Kranschiff und der Schwimmkran von Mammoet sollen angeblich jeweils 1.000 Euro pro Stunde gekostet haben. Weitere Spezialschiffe, hunderte von Überstunden der Einsatzkräfte und Experten, die Kosten der Schifffahrtsbehörden, von THW und Freiwilliger Feuerwehr kamen hinzu, was einem volkswirtschaftlichen Kostenaufwand von drei bis fünf Millionen Euro pro Tag entsprochen haben dürfte. Das letztliche Schicksal des Tankers ist noch offen. Quelle: Tim Schwabedissen



Notsignal von norwegischer Yacht in der Arktis löst Rettungsaktion aus
(22.2.11) Das Rescue Coordination Centre New Zealand (RCCNZ) fing am 22.2. um 17.22 Uhr ein EPIRB-Signal der 14 Meter langen, norwegischen Yacht "Berserk", 25 ts, auf. Die Position war zu der Zeit 18 Meilen nördlich der Scott Base in der Ross-See. Im Laufe der Nacht brach die Übertragung ab.
Wahrscheinlich befanden sich zu der Zeit drei Mann an Bord, während zwei weitere in einem Versuch, den Südpol zu erreichen, zuvor an Land gegangen sein dürften. Vier der fünf Männer sind Norweger, einer kommt aus England. Das RCCNZ kontraktierte die HMNZS "Wellington" und bat um Assistenz. Das Schiff befand sich zu Erprobungen in dem Seegebiet. Doch Winde von 150 Kilometern und über zwei Meter hohe Wellen gestalteten den Einsatz schwierig. Die "Wellington" erreichte die letzte Position der "Berserk" am 23.2 gegen drei Uhr, ohne das Stahlschiff zu sichten. Eine geplante Suchaktion musste aber wegen Wellenhöhen von mittlerweile bis zu acht Metern abgebrochen werden. Die "Steve Irwin", die rund 24 Fahrstunden entfernt war, wurde ebenfalls um Mithilfe gebeten.
Das Walfangbekämpfungsschiff war noch von der Operation gegen die japanische Walfangflotte um die "Nisshin Maru" in dem Seegebiet. Auch das Passagierschiff "Professor Khromov" sollte bei der Suche assistieren. Die "Berserk" war vor zwei Jahren von der Nordwest-Passage aus zum Südpol gestartet, um dort100 Jahre nach Roald Amundsen einzutreffen. Quelle: Tim Schwabedissen



"Meridian" nach 35 Stunden in Sicherheit gebracht
(23.2.11) Das Küstenwachboot "Seneca" schleppte den havarierten, 80 Fuß langen Kutter "Meridian" am 22.2. sicher nach Boston ein. Das Schiff wurde am Ende einer 35-stündigen Operation um 7.30 Uhr auf den President Roads verankert. Sie war 40 Meilen östlich von Rockland am 19.2. in Schwierigkeiten geraten durch einen Ausfall der Bordenergie nach Generatorschaden. Das 110 Fuß lange Patroullienboot "Grand Isle" war zu Hilfe gekommen, doch hatte zu hoch gehende See ein Abschleppen vereitelt. Stattdessen nahm die 270 Fuß lange "Seneca" der Coast Guard den Havaristen am 20.2. um 21.10 Uhr auf den Haken. Deren Besatzung versorgte die Crew der "Meridian" auch mit Wasser und Nahrung. Quelle: Tim Schwabedissen



Gestrandete Segler dank EPIRB gerettet
(23.2.11) Das Küstenwachboot "Diligence" kam am 19.9. der 170 Meilen östlich von Nicaragua gestrandeten Yacht "Pulchras III" zu Hilfe. Das Boot war unterwegs nach Colon, als es bei der Serrana Bank festkam. Die Crew aktivierte das EPIRB, dessen Signal vom Coast Guard Seventh District Command Center aufgefangen wurde, das die "Diligence" zur "Pulchras III" schickte. Mit einem ausgesetzten Rettungsboot wurde die sechsköpfige Crew der Yacht dann unversehrt abgeborgen. Die "Diligence" steuerte nach Abschluss der Rettungsaktion mit den Schiffbrüchigen an Bord San Andres in Kolumbien an, wo diese auf ein Schiff der kolumbianischen Marine übergesetzt wurden. Quelle: Tim Schwabedissen



"Godafoss" nun doch schneller als erwartet freigeschleppt
(23.2.11) Der unter Antigua Barbuda-Flagge laufende Containerfrachter "Godafoss", 14664 BRZ (IMO-Nr.: 9086796), wurde am 23.2. um 6.57 Uhr von drei Schleppern freigeschleppt. Wenige Minuten, nachdem es sich mit der Flut vom Riff gelöst hatte, wurde es auf tiefes Wasser gezogen. Das Schiff wurde dann stabilisiert und in Richtung Kjellingholmen gezogen. Vor dem 1,7 Meilen entfernten Styre wurde es an der Kirkeskjær vor zwei Anker gelegt und auch an Land fixiert. Nun sollte das verbliebene Bunkeröl abgepumpt und eine Rumpfinspektion durch Taucher durchgeführt werden, ehe es nach Fredrikstad gehen kann.
Das Schwesterschiff "Dettifoss" wurde am 23.2. gegen 19 Uhr ebenfalls in Fredrikstad erwartet, um dort die Containerladung zum Weitertransport zu übernehmen. Bei der Bergung kam es zu keinen weiteren Ölaustritten, nur ein dünner Ölfilm breitete sich aus, der innerhalb von Ölsperren aufgefangen werden konnte. Die Küstenwache setzte die Überwachung aus der Luft und auf dem Wasser fort. 14 Schiffe waren vor Ort im Einsatz. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei gestrandete Schiffe als Touristenattraktion
(23.2.11) Sharjah hat eine neue Touristenattraktion. Wie zwei gewaltige gestrandete Wale liegen dort dicht beieinander die beiden gestrandeten Frachter "Lady Rana" und "Dolphin" und ziehen täglich hunderte von Besuchern an. Die Polizei des Emirates musste inzwischen den Strandbereich sperren, um eine zu gewagte Annäherung der Schaulustigen an die wenige Meter voneinander im Sand liegenden Schiffe zu verhindern. Abdul Satar Ali Bakhait, der ägyptische Eigner der "Lady Rana", ist vor Ort und überwacht deren Reparatur.
Das Schiff hatte gerade eine für den Iran bestimmte Ladung Zement aus dem Irak gelöscht und wollte Kurs auf Indien nehmen, als es in stürmischer See zu einer Kursänderung gezwungen wurde, auf Felsen lief und dann von 10 Fuß hohen Wellen auf den Strand geworfen wurde. Die " "Dolphin" einer britischen Reederei war mit Öl und Petroleum beladen, als sie gegen Felsen getrieben wurde und strandete. <>Quelle: Tim Schwabedissen



Fischer berichtete von letzten Momenten auf der "Aquila"
(23.2.11) Der Fischer Timmy Rowley am 22.2. berichtete im Rahmen der Untersuchung des Untergangs des 45 Fuß langen Muschelkutters "Aquila" an den Bo Faskadale Felsen vor der schottischen Ardnamurchan-Halbinsel unter Tränen, wie ein Crewkamerad in seinen Armen starb.
Er ist der einzige Überlebende der vierköpfigen Besatzung und hatte zuvor seinen Crewkameraden Martin Sanderson mit dem Gesicht unter Wasser tot im Meer treibend entdeckt. Das Unglück war über sie hereingebrochen, als sie gerade in der Kombüse einen Kaffee tranken. Plötzlich brach Wasser durch die Tür ein, und der Kutter drehte sich kieloben. Es bildete sich aber eine Luftblase einen Fuß über ihren Köpfen. Rowley schöpfte darin Atem und tauchte dann durch die Tür ins Freie.
Dabei sah er den Skipper einige Meter entfernt, der verzweifelt versuchte, sich über Wasser zu halten, sich aber bereits kaum noch bewegen konnte. Auch ein dritter Mann war noch am Leben, und er beschwor ihn, sie würden nicht hier draußen sterben. Er packte zwei vorbei treibende Planken und versuchte, den verletzten Kameraden daran festzubinden, doch während dessen starb auch er.
Rowley versuchte danach, die eine Meile entfernte Küste schwimmend zu erreichen, hatte jedoch große Probleme, gegen die Wellen anzukämpfen. Schließlich wurde er als einziger von einem Segler aus Skye gerettet. Er ist nach der Tragödie im Juli 2009 nicht wieder auf See zurück gekehrt. <>Quelle: Tim Schwabedissen



Leere Rettungsinsel der "Amethyst" entdeckt
(23.2.11) Retter fanden am 22.2. eine leere Rettungsinsel, die von dem seit dem 10.2. vermissten Trawler "Amethyst" stammte. Das Schiff war mit 23 Mann an Bord vor 12 Tagen in der Okchotischen See vermisst. 17 andere Fischereifahrzeuge sowie das Rettungsschiff "Predanniy" sind seit dem 12.2. auf der Suche. Am 23.2. sollte ein Mi-8 Helikopter und ein Flugzeug über dem Seegebiet Ausschau halten. <>Quelle: Tim Schwabedissen



Schwere Kollision auf dem Rhein
(22.2.11) Auf dem Rhein bei Duisburg-Baerl stieß am 19.2. der unter Antigua-Barbuda-Flagge registrierte Frachter "RMS Twisteden", 1898 BRZ (IMO-Nr.: 9195468), der Rhein- Maas- & See- Schifffahrtskontor GmbH, Duisburg-Ruhrort, mit einem Binnentanker der Stolt Tankers zusammen, der Esssigsäure geladen hatte. Menschen wurden bei dem Unfall nicht verletzt, es lief aber auch keine Säure aus.
In Höhe der Autobahnbrücke der A42 in Duisburg-Baerl lief gegen 17.50 Uhr das talfahrende Kümo in Höhe der Baerler Brücke nach Backbord aus dem Ruder und rammte einen bergfahrenden Tanker mittschiffs. Der Tanker erlitt mittschiffs auf der Backbordseite oberhalb der Wasserlinie ein Loch.
Da es sich um ein Doppelhüllenschiff handelte, trat jedoch keine Ladung aus.

Das Küstenmotorschiff erlitt im Bugbereich ebenfalls ein großes Loch und mehrere Beulen. Nach ersten Ermittlungen der Wasserschutzpolizei war ein technischer Defekt in der Ruderanlage des Kümos wohl Unfallursache Beide Schiffe machten aufgrund ihrer schweren Schäden im Duisburger Hafen fest.
Der Tanker wird seine Fahrt von Antwerpen nach Frankfurt mit 1742 Tonnen Essigsäure nicht ohne Reparatur fortsetzen können. Das gilt auch für die "RMS Twisteden", die mit 960 Tonnen Aluminium auf der Fahrt von Duisburg nach Gool in England war. Quelle: Tim Schwabedissen



"Tina" durch Inselfähre und Rettungsboot wieder flottgemacht - Schicksal der "Nordland 1" weiter unklar
(22.2.1) Mit Hilfe des Seenotrettungsbootes "Woltera" der DGzRS und der Emder Frachtfähre "Frisia VIII" wurde das am 17.2. vor Juist gestrandete Küstenmotorschiff "Tina" am 21.2 wieder flottgemacht. Östliche Winde mit niedrigen Wasserständen hatten zuvor eine Bergung des Schiffes verhindert.
Die Crew mit dem Kapitän und ein bis zwei Besatzungsmitgliedern hatte derweil auf dem Schiff ausgeharrt, um die Einrichtung zu sichern. Nach mehreren vergeblichen Versuchen gelang es am Nachmittag des 21.2. den Seenotrettern gemeinsam mit der Inselfähre, die "Tina" bei Flut in tieferes Wasser zu ziehen. Dabei bewährte sich das nur knapp 9,5 Meter lange, sehr flach gehende Seenotrettungsboot als idealer Assistent der großen Fähre, die mit ihrem Kran die "Tina" zuvor um 50 Tonnen geleichtert hatte.
Während die Fähre anschleppte, hat es das Kümo seitlich stabilisiert, damit der Bug nicht sofort wieder auf Grund sackte. Um 14.55 Uhr war die "Tina" wieder frei. Über die Flachs im Juister Watt bis zum Inselhafen schleppte die "Woltera" mit ihren 320 PS den vier Mal längeren und samt Ladung über 800 Tonnen wiegenden Havaristen allein. Im engen Fahrwasser der Hafeneinfahrt übernahm dann noch einmal die "Frisia VIII" das Küstenmotorschiff und bugsierte es an einen sicheren Liegeplatz.
Der "Tina" war das Nachthochwasser am 17.2., das niedriger als gewöhnlich aufgelaufen war, zum Verhängnis geworden. Das Schiff hat in Emden Baustoffe, Kies, Mineralgemisch und Zement für die Insel Juist geladen. Nach Löschen der Ladung sollte es zur weiteren Untersuchung nach Emden zurück laufen. 50 Tonnen Steine an Bord waren zuvor auf den Inselversorger umgeladen worden, um den Tiefgang zu verringern.
Unklar blieb derweil weiterhin das Schicksal der auf Borkum gestrandeten "Nordland 1". Das ähnlich große Kümo sitzt dort bereits seit Anfang Februar auf einer steinernen Buhne fest. Am 22.2. wollten Spezialisten erneut beraten, ob das Schiff doch noch vom Strand geschleppt werden kann oder dort zerlegt werden muss. Der Eigner aus Emden hat den Frachter unterdessen aufgegeben. Die Behörden haben für die Bergung eine Frist bis zum 18. März gesetzt. Die Insulaner sehen dafür jedoch keine Eile: Jeden Tag kommen zahlreiche Touristen an den Strand, um den Havaristen zu fotografieren. Quelle: Tim Schwabedissen



Onderneming unternimmt derzeit nichts mehr
(22.2.11) Das holländische Binnenschiff "Onderneming IV", 4131 ts (EU-Nr.: 2327341), das rund 2200 Tonnen schwer war, lief am Morgen des 21.2. auf dem Rhein in Höhe Dettenheim beim Apothekergrund auf Grund. Das talwärts fahrende, mit Kies beladene 256-TEU-Schiff war kurz vor 7 Uhr bei einem Ausweichmanöver wegen eines entgegenkommenden Schiffes zu weit nach steuerbord in ein Buhnenfeld geraten.
Das für den niedrigen Wasserstand offenbar zu schwer beladene Schiff kam in der Folge auf einer Buhne fest, wobei das Heck in das Fahrwasser ragte und die nachfolgende Schifffahrt behinderte. Versuche des Kapitäns, sein Fahrzeug aus eigener Kraft frei zu bekommen, schlugen fehl.
Mit Genehmigung eines vor Ort befindlichen Vertreters des Wasser- und Schifffahrtsamtes versuchte ein weiteres Binnenschiff, die "Onderneming IV" aus ihrer Lage zu befreien, was aber ebenso misslang. Durch die zuständige Behörde wurde im Laufe des Tages verfügt, dass das Schiff um mehrere hundert Tonnen Ladung geleichtert werden musste. Dies konnte aber erst nach Eintreffen eines Baggerschiffes voraussichtlich am 22.2. geschehen.
Die "Onderneming IV" wurde 2005 auf der Santierul Naval Orsova SA, Orsova, erbaut und bei De Groot Motoren Dordrecht im Auftrag des Vof. J. de Korte Scheepvaartbedrijf in Tholen ausgerüstet. Sie ist 134,70 Meter lang, 11,45 Meter breit und hat 3,69 Meter Tiefgang. Quelle: Tim Schwabedissen



Löschpumpen auf der "Pompe"
(22.2.11) In Barrow brach auf der "Pompe" im Ramsden Dock am 19.2. ein Feuer aus. Schweißfunken hatten Kleidung in einem Lagerraum unter Deck in Brand gesetzt. Die Feuerwehr wurde um 10.04 Uhr alarmiert, und zwei Löschzüge aus Barrow, einer Ulverston und einer aus Broughton eilten herbei. Unter Atemschutz und ausgerüstet mit Wärmebildkameras gingen die Wehren gegen das Feuer vor. Um 12.18 Uhr hieß es Feuer aus, und die verrauchten Räume wurden ventiliert. Um 14.59 Uhr war der Einsatz beendet. Menschen kamen nicht zu Schaden. Quelle: Tim Schwabedissen



Ein Vermisster nach Untergang einer Barge auf Panaji Reede
(22.2.11) Sechs Seeleute wurden gerettet, ein Mann aus Kolkata vermisst, als die 25 Jahre alte und voll beladene 1100-Tonnen-Barge "Noor IV" am 20.2. gegen 23 Uhr auf 15 29' 60' N 073 43'96" O auf 15 Metern Wassertiefe rund sechs Meilen vor Panaji sank. Sie gehörte der in Vasco-ansässigen KGN Ore Carriers und hatte Eisenerzprodukte von der Verladestelle in Cotombi längsseits der Barge "Maitriyani" zu dem unter St. Vincent-Grenadines-Flagge laufenden Bulkcarrier "D D Vigor" 24856 BRZ (IMO-Nr.: 8109034) bringen sollen.
Die Geretteten, die alle aus Bengal und Bihar kamen, berichteten, dass große Wellen über ihr an der Steuerbordseite des Frachters festgemachten Schiffes schlugen, das dabei einen Riss erlitt und binnen Minuten sank. Es gelang den Besatzungen der "Maitriyani" und "D D Vigor", den Kapitän und fünf weitere Männer aufzunehmen, doch der letzte Mann wurde in der aufgewühlten See von der Lotsenleiter gerissen. Eine Suchaktion der Küstenwache verlief bis zum 21.2. ergebnislos. Quelle: Tim Schwabedissen



Alkoholleck auf Ohio River
(22.2.11) Auf einer Barge auf dem Ohio River kam es am 21.2. nach der Leckage einer Barge zu einem Austritt von Isopropylalkohol in den Fluss. Um 530 Uhr meldete der Kapitän des Schleppers "Bridget Cauley" der Coast Guard Ohio Valley, dass der Alkohol aus dem oberen Bereich der von ihm geschobenen Barge rund fünf Meilen südlich von Cincinnati austrat. Eine Untersuchungsgruppe des Coast Guard Marine Safety Detachment Cincinnati wurde entsandt und das Leck provisorisch abgedichtet. Quelle: Tim Schwabedissen



700 Tonnen Sand versanken im Tien Giang's Cho Gao Canal
(21.2.11) Auf dem Tien Giang's Cho Gao Canal sank am Abend des 21.2. eine Barge mit 700 Tonnen Sand auf der Reise vom Mekong Delta nach Ho Chi Minh City. Die Barge ging 200 Meter von der Cho Gao Bridge entfernt unter. Sie befand sich auf dem Haken eines Schleppers e der Do Thanh Phat aus dem Long An's Can Duoc Distrikt. Der Verkehr war danach behindert, bis Polizeikräfte die Barge auf eine Bank gezogen hatten. Der 28 Kilometer lange Cho Gao Canal verbindet den Tien River mit dem Vam Co Tay River und ist die Hauptwasserverbindung zwischen dem Mekong Delta und Ho Chi Minh City. Seit Jahresbeginn gab es auf dort bereits drei Unfälle. Quelle: Tim Schwabedissen



Katamaran endete auf Atoll
(22.2.11) Amerikanische und kolumbische Rettungskräfte haben die sechsköpfige Crew eines gestrandeten Katamarans nach über 24 Stunden gerettet. Der unter japanischer Flagge laufende Frachter "Pulchra 3" nahm zunächst die vier Japaner, eine Italienerin und den französischen Skipper an Bord. Sie waren unterwegs von Frankreich nach Panama, als ihr Boot am Morgen des 19.2. auf ein Korallenriff nahe Serrana Bank, einem kolumbianischen Aoll, strandete. Über Satellitentelefon alarmierten sie die Coast Guard in Miami, die eine Rettungsaktion einleitete. Boote der Küstenwachen der USA und Kolumbiens trafen am Nachmittag des 20.2. vor Ort ein. Von Kolumbien aus sollten die Geretteten über Panama in die USA fliegen. Quelle: Tim Schwabedissen



Strandung der "K Wave" wird teuer für deutsche Eigner
(22.2.11) Der unter britischer Flagge laufende Containerfrachter "K Wave", 7170 BRZ (IMO-Nr.: 9414137), durfte den Hafen von Málaga am 17.2. nach Abschluss einer Unterwasserinspektion des Rumpfes verlassen. Die Untersuchung hatte keine Hinweise auf strukturelle Schäden ergeben, sodass das Schiff eine Fahrterlaubnis erhielt und am 19.2. dann Valencia erreichte. Inzwischen hat es die Reise über Barcelona nach Algericas fortgesetzt, wo es am 23.2. um neun Uhr erwartet wird. Die deutschen Eigner erwartet nach der Strandung eine Rechnung von 150,000 Euro für die Bergungsarbeiten. Außerdem wurde durch das Entwicklungsministerium eine Summe von 160,000 Euro verlangt, um mögliche weitere Kosten oder Strafen zu decken. Der Kapitän des Schiffes hatte die Havarie nicht rechtzeitig den spanischen Behörden gemeldet und könnte eine Strafe erwarten, falls er Sicherheit von Schiff und Besatzung gefährdet haben sollte. Quelle: Tim Schwabedissen



Untergang der "Aquila" wird wieder aufgerollt
(22.2.11) Der Marine Accident Investigation Branch hat jetzt eine Untersuchung des Kenterns des Muschelkutters "Aquila" im Juli 2009 eingeleitet. Der einzige Überlebende hatte sich damals an Planken über Wasser gehalten, bis ihn eine passierende Yacht aus dem Wasser zog. Die anderen drei Männer an Bord starben. Die "Aquila" war seinerzeit vor Ardnamurchan Point an der schottischen Westküste umgeschlagen, nachdem sich ein Fangleine auf dem Meeresboden verhakt hatte. Beim Eintreffen der ersten Retter trieb sie bereits kieloben in der See. Zwei Rettungsboote und zwei Kutter beteiligten sich an der Suche nach der Crew.
Zeugen schilderten das Seegebiet als gefährlich, aber ertragreich. Die Gefahr sei Teil des Berufes. In einer ersten Untersuchung war vermutet worden, dass die Rettungsaktion sich aber wegen Kommunikationsproblemen um 20 Minuten verzögert haben könnte, die eine Maritime and Coastguard Agency-Helikopter eher hätte vor Ort sein können. Doch es scheint zweifelhaft, dass dies am tragischen Ausgang des Unglücks etwas hätte ändern können. Die Anhörung ist auf mindestens fünf Tage ausgelegt. <>Quelle: Tim Schwabedissen



Zahlreiche Seenotfälle in Südchinesischer See
(22.2.11) Zwei Kutter mit 20 Mann Besatzung wurden am 21.2. noch in der Südchinesischen See vermisst, während in einem anderen Fall acht Seeleute gerettet werden konnten. Im jüngsten Fall geriet ein Kutter mit 13 Mann Crew nach Maschinenausfall 17 Meilen östlich von Hainan am 21.2. gegen 13 Uhr auf Drift.
Das 17 Meter lange, in Guangdong registrierte Holzfahrzeug war unterwegs von Hebo Port im Dianbai County, Guangdong, nach Hainan, als der Kontakt verloren ging. Seit dem Abend des 18.2. ist ein Kutter mit sieben Mann überfällig, und die Suche ging am 21.2. in den dritten Tag.
Das Schiff war registriert in Zhanjiang, Guangdong, und zu einem Hafen im Wenchang County in der Hainan Provinz unterwegs, als Angehörige gegen 21 Uhr feststellten, dass kein Kontakt über Mobiltelefone zustande kam. Das Rettungszentrum in Zhanjiang schickte 10 Rettungsboote und einen Helikopter, die Stunden später vor Ort eintrafen. Am 21.2. wiederum wurden acht Fischer gerettet, bevor ihr beschädigtes Boot 40 Meilen südwestlich von Zhuhai in der Guangdong Provinz sank.
Das Rettungszentrum hatte eine B-7125 aufsteigen lassen, nachdem gegen neun Uhr ein Notruf aufgefangen wurde. Sieben Mann wurden abgeborgen und zum Zhuhai Jiuzhou Airport geflogen, ein achter Mann, der vor der Ankunft des Flugzeugs von Bord gesprungen war, konnte schwimmend einen anderen Kutter erreichen.
Zwischen dem 14. und 21.2. wurden bereits 55 Personen von sechs in Not geratenen Schiffen in dem Seegebiet gerettet, ein Mann kam ums Leben. <>Quelle: Tim Schwabedissen



"Meridian" nach New Bedford eingeschleppt
(22.2.11) Der nahe Rockland havarierte 80 Fuß lange Kutter "Meridian" wurde am Morgen des 22.2. in seinem Heimathafen New Bedford in Massachusetts zurück erwartet. Das Schiff hatte am 19.2. den Ausfall des Generators gemeldet, ein Schiff der US Coast Guard erreichte die "Meridian" am 20.2. um 19.30 Uhr und nahm sie in Schlepp. <>Quelle: Tim Schwabedissen



Bergung der "Godafoss" wird Wochen dauern
(22.2.11) Die Bergung des isländischen Frachters "Godafoss" von dem Kvernskjaer Riff zwischen den Inseln Asmaloey und Kirkoey wird wohl noch mehrere Wochen dauern, doch die Ölverschmutzung verläuft glimpflicher als zunächst befürchtet. Das eingedrungene, kalte Seewasser hat das halbflüssige Schweröl zu einer betonharten Masse erstarren lassen, die auf dem Wasser schwimmt und nicht weiter ausläuft.
Bis zum 22.2. wurden an die 20 Container gelöscht, die Arbeiten dauern an. Insgesamt sind 430 Container geladen, davon wurden 230 auf Deck gefahren. Bislang wurden die Container auf eine Barge mit einer Kapazität von acht Einheiten umgeladen. Ein größeres Leichterschiff mit einer Kapazität von 106 TEU wurde am 22.2. vor Ort erwartet. Wenn die Ladung gelöscht ist, müssen Ballast und Stabilität neu kalkuliert werden, damit sich der Havarist nicht ungeplant vor der eigentlichen Bergung bewegt. Dazu muss Seewasser in die Ballasttanks gepumpt werden.
Ebenfalls am 22.2. wurde eine Barge mit Bagger erwartet, mit deren Hilfe versucht werden sollte, Öl von den Eiskanten an der Nordseite von Sandøy zu bergen. Das Küstenwachschiff "Harstad" war pausenlos gemeinsam mit den Kollegen aus Schweden dabei, Öl westlich von Jomfruland zu bergen. Bislang wurden rund 100 Tonnen Öl entfernt. Über 400 Vögel wurden bislang von Öl verschmutzt. <>Quelle: Tim Schwabedissen



Suche nach vermisstem Fischer dauert an
(22.2.11) Am 21.2. wurde die Suche nach einem Fischer, der seit dem Untergang des Kutters "Na Buachailli" vor Duncannon in der Suir Mündung wieder aufgenommen. Die RNLI East Dunmore, die Coastguard mit einem SAR-Helikopter aus Waterford und örtliche Fischer sind daran beteiligt, nach dem Mann aus Ballyhack, County Wexford, Ausschau zu halten. Er war mit einem weiteren Fischer dabei, Hummerkörbe eine halbe Meile vor Duncannon aufzuholen, als der neun Meter lange Kutter plötzlich kenterte und auf sechs Metern Wassertiefe sank. Die Wetterbedingungen haben sich mittlerweile stark verschlechtert und beeinträchtigten die Suche. <>Quelle: Tim Schwabedissen



America's Cup-Katamaran in Freakbö gekentert
(22.2.11) Ein brandneuer AC45 America's Cup Katamaran kenterte am 21.2. vor Aucklands Hauraki Gulf. Der Trainings-Prototyp war von einer plötzlichen Starkwind-Bö umgeschlagen worden, als die Crew mit Arbeiten am Boot beschäftigt war. Das Unglück ereignete sich gegen 15 Uhr nahe Rangitoto Island. Drei Tender des America's Cup waren rasch vor Ort, um die Crew aufzunehmen und das beschädigte Boot aufzurichten.
Dieses konnte dann zurück zur Basis in Aucklands Viaduct Harbour segeln, wo der Schaden am Backbordschwimmer untersucht und begonnen wurde, ihn mit Kohlefaser auszubessern. Es war der erste Testtag von Artemis Racing mit dem AC45. Artemis hoffte, den Katamaran binnen weniger Tage für weitere Tests wieder einsatzklar zu haben. In den kommenden Wochen werden weitere potentielle America's Cup-Teams in Auckland erwartet, die das Boot testen sollen. <>Quelle: Tim Schwabedissen



Tjalk stand in Middelharnis in Flammen
(22.2.11) Am 21.2. geriet die holländische Tjalk "Vrouwe Adriana" gegen 18 Uhr im Hafenkanal am Osthafendeich in Middelharnis in Brand. Als die ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr am Brandort eintrafen, stand das Ruderhaus bereits in hellen Flammen. Mit der angeforderten Verstärkung gelang es aber, das Feuer niederzukämpfen und auf das Achterschiff zu begrenzen. Die Brandursache war noch unklar. <>Quelle: Tim Schwabedissen



Lecker Tank brachte Frachter vor Schweden in Seenot
(22.2.11) Am 21.2. um 13.53 Uhr meldete der finnische Frachter "Celina", 1599 BRZ (IMO-Nr.: 9030230), einen Schaden in einem Seitentank, der eine Schlagseite von 10-15 Grad verursachte. Die Situation wurde aber zunächst als relativ stabil eingeschätzt. Die vierköpfige Crew bereitete sich dennoch auf eine mögliche Evakuierung vor. Die Position war rund sieben Meilen südsüdöstlich von Landsort. Ein Rettungshubschrauber und das Lotsenboot 358 wurden gegen 14 Uhr alarmiert.
Um 14.02 Uhr teilte der Kapitän mit, dass die Situation mit den bordeigenen Pumpen kontrolliert werden könne. Doch um 14.23 Uhr hieß es, dass Wasser aus einem Seitentank in den Laderaum eindringe. Um 14.42 Uhr war der Hubschrauber vor Ort und ging in Skavsta auf Standby. Um 15.34 traf das Lotsenboot ein, und der Lotse führte eine Untersuchung der Lage durch. Um 16.24 Uhr meldete er, dass die Lage stabil sei, und die SAR-Operation wurde beendet. <>Quelle: Tim Schwabedissen



Ölbekämpfung nach Strandung der "Godafoss" durch Eis und Nebel behindert
(21.2.11) Überwachungsflüge haben gezeigt, dass das meiste noch nicht geborgene Öl des isländischen Frachters "Godafoss" sich in dünnen Streifen an Eisfeldern entlang der Küste von Vestfold bei Sandø vor Hvasser auf Tjøme festgesetzt hat und daher nicht mehr aufgenommen werden kann. Weiterhin weht der Wind aus Südwest, soll aber auf nördliche Richtungen drehen. Noch erreichbares restliches Öl wurde sieben Meilen von Jomfruland entfernt durch die "Nornen" aufgenommen. Eis und Eismatsch, Temperaturen um minus 20 Grad und Nebel erschwerte die Arbeiten der Ölbekämpfung. Es bildete sich auch in den Ölsperren um den festsitzenden Frachter. Weitere Ölsperren wurden in kleinen Buchten rund um Sandø ausgebracht. Inzwischen wurde begonnen, Container zu entladen. Zwei Gefahrgutcontainer mit Sprengstoff wurden am 20.2. gegen 11 Uhr durch die Bugsér & Berging von Bord geholt und an Bord eines kleineren Schiffes nach Fredrikstad gebracht. Insgesamt waren 12 Gefahrgutcontainer u.a. mit Farbverdünner und Ethanol an Bord des Havaristen.
Von schwedischer Seite aus war die "Poseidon - KBV 001" im Einsatz am Svenner Leuchtfeuer und beteiligte sich an der Beseitigung ausgelaufenen Schweröls. Es handelt sich um den ersten derartigen Einsatz der "Poseidon". Außerdem waren die "KBV 050", "KBV 051" und "KBV 307" vor Ort. Die norwegische Seite hat die "Nornen", "Harstad", "Oljevern 2003", "Ingeborg Platau", "TB Gyltingen", "BB Connector" und "BB Balder" sowie eine Reihe kleinerer Fahrzeuge in Einsatz. Norwegische und schwedische Küstenwache haben zusammen bislang rund 67 Tonnen Öl beseitigt. Nach der Havarie der "Godafoss" im Ytre-Hvaler-Meerespark, dem 2009 eröffneten einzigen Meeresnationalpark Norwegens haben Naturschützer bislang an die zu 200 ölverschmutzte Vögel gefunden. Etwa ein Dutzend Vögel mussten eingeschläfert worden. Der Nationalpark beheimatet eine Vielzahl von Seevögeln und Meerestieren. Er ist nicht weit vom schwedischen Meeresnationalpark Kosterhavet entfernt. Quelle: Tim Schwabedissen



Zeuge verheimlichte Zweifel an Seetüchtigkeit tonganesischer Fähre
(21.2.11) Der am Tag vor ihrem letzten Auslaufen aus Tonga für die "Princess Ashika" zuständige Inspektor sagte vor dem Hohen Gericht in Nuku'alofa im Rahmen der Untersuchung des Untergangs aus, er habe Angst gehabt, seine Arbeit zu verlieren, wenn er den zuständigen Minister wahrheitsgemäß über den gefährlichen Zustand der Fähre informiert hätte. Der Ingenieur hatte vor der letzten Fahrt, bei der im August 2009 74 Menschen starben, am 2.7. Löcher und Rostfraß auf dem Schiff dokumentiert.
Bug und Heckrampen waren stark korrodiert, und am Heck war Zement auf dem Deck unterhalb der Rampe aufgebracht worden. Dies war ein Indiz dafür, dass hier auf der Reise von Fiji nach Tonga Wasser eingedrungen war. Auch zeigten Fotos Löscher in den Seiten des Schiffes, durch die Licht fiel und das Meer deutlich erkennbar war. Lüfterhutzen waren ebenfalls schwer korrodiert, die Ankerkette und der Anker durch Rostfraß stark reduziert.
Die Plimsoll-Linie, die den Zustand der vollen Beladung anzeigen soll, lag unter Wasser. Auch im Schiffsinnern herrschte Rostfraß. Gegen die Shipping Corporation of Polynesia und vier Personen wird derzeit wegen Mordverdachts verhandelt. Quelle: Tim Schwabedissen



"Ocean Sunrise" mit Schrammen wieder flott
(21.2.11) Der am 18.2. gegen 18.30 Uhr vor Long Beach auf Island Freeman aufgelaufene, 624 Fuß lange Frachter "Ocean Sunrise" kam am Morgen des 19.2. wieder frei. Offenbar war er gestrandet, nachdem in rauer See die am Schiff festgemachten Schlepper sich nicht mehr halten konnten. Öl- und Frachträume blieben bei der Havarie intakt. Die US Coast Guard, die Los Angeles Port Police und die Long Beach Police haben die äußere Inspektion auch mithilfe eines ROV unterdessen beendet.
Am Unterwasserschiff wurden Schrammen, aber keine die Integrität beeinträchtigenden Schäden entdeckt. Der Frachter wurde daraufhin zu einer Mooring geschleppt und dort vor Anker gelegt. Auch ein Überwachungsflug durch einen MH-65 Dolphin Helikopter der Air Station Los Angeles ergab keine Hinweise auf Ölverschmutzungen bei der Insel. Quelle: Tim Schwabedissen



Höhere Flut soll Bergung der "Tina" unterstützen
(21.2.1) In der Nacht zum 22.2. soll Bergungsschlepper erneut versuchen, das auf Grund gelaufene Küstenmotorschiff "Tina" vor Juist zu bergen. Zum Wochenanfang wurde mit höher auflaufender Flut gerechnet, die helfen soll, das 47 Meter lange Schiff ins offene Wasser zu schleppen.
Am Wochenende hatte der Wasserstand nicht ausgereicht, um den Frachter aus dem Schlick zu befreien. Das Vorhaben, mit einem Arbeitsschiff längsseits zu gehen und die mit Baumaterial beladene "Tina" zum Teil zu entladen, scheiterte. Über Schäden an dem Schiff ist noch nichts bekannt. Die Wasserschutzpolizei betonte, dass für die sensible Umwelt im Biosphärenreservat Wattenmeer keine Gefahr bestehe. Quelle: Tim Schwabedissen



Fortschritte bei Bergungsarbeit in Wismar
(21.2.11) In den vergangenen Tagen gelang es, den Rumpf der gesunkenen "Michael Glinka" so weit aufzurichten, dass die Masttopps aus dem Wasser ragen. Allerdings befand sich der 24-Meter-Kutter weiterhin in Schräglage, weil der Rumpf direkt an der Spundwand der Kaikante liegt. Nun galt es, das Schiff an der Steuerbordseite so weit anzuheben, dass es in Richtung Hafenwasser etwas Freiraum erhält.
Erst dann würde das vollständige Aufrichten möglich sein, was die Grundvoraussetzung zum Anbringen der Hebesäcke an beiden Seiten ist. Am 19.2. brannte ein Taucher zusätzliche Befestigungslöcher in die Reling, um daran Gurte für Hebesäcke befestigen zu können.
Mehrere Gurte und Stahlseile befanden sich bereits unter dem Rumpf. Die Kosten der Bergung sind in Form eines Festpreises vertraglich geregelt. Der Kutter "Michael Glinka" war am 22. Dezember 2010 gegen 18 Uhr im Wismarer Westhafen gesunken. Damals bildete sich um das Schiff eine 15 Zentimeter dicke Eisdecke. Die Ursache für das Sinken des Kutters ist noch unbekannt. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter vor Scheveningen leckgeschlagen
(21.2.11) Am 19.2. schlug der holländische Kutter "Hendrik Jan - SCH 88" 21 Meilen vor dem Hafen von Scheveningen leck. Die bordeigene Lenzpumpe kam gegen das in den Maschinenraum eindrigende Wasser nicht an, und auch die Ursache der Leckage ließ sich nicht feststellen. Daraufhin wurde die "Kitty Roosmale Nepveu" der KNRM alarmiert, die gegen halb fünf vor Or twar und mit einer zusätzlichen Lenzpumpe den Kutter so weit stabilisieren konnte, dass er nach Scheveningen einlaufen konnte mit dem Rettungsboot als Eskorte. Hier wurde er gegen acht am Ponton der Seenotretter festgemacht. Quelle: Tim Schwabedissen



"Lisco Gloria" kurz vorm Ziel
(21.2.11) Der Lübecker Schlepper "Claus" näherte sich mit der Fähre "Lisco Gloria" am Haken am 21.2. dem Hafen Klaipeda. Das ausgebrannte Schiff kehrte damit nach über fünf Monaten wieder in seinen Heimathafen zurück. Am Abend sollten litauische Schlepper das Wrack zu einer Werft am Fluss Dange bugsieren. Dort wird es bis in den Sommer hinein zerlegt werden. Für die Schleppreise hat die "Claus" fast 80 Stunden benötigt. Die Reise hatte am 18.2. im dänischen Hafen Munkebo bei Odense begonnen. Die "Lisco Gloria" war am 9. Oktober 2010 durch ein Feuer an Bord so schwer beschädigt worden, dass nur noch die Wärtsilä-Diesel eine weitere Verwendung finden konnten.
In Kiel beendete am Morgen des 21.2. derweil die zur Vertretung der "Lisco Gloria" eingecharterte Fähre "Baltic Amber" ihren Einsatz auf der Route Kiel-Klaipeda. Sie wurde am selben Tag durch die "Lisco Optima" ersetzt und an den Eigner Stena RoRo zurückgeben. Im Anschluss verließ die "Baltic Amber" den Kieler Ostuferhafen und schleuste in den Nord-Ostsee-Kanal ein. Ziel war das Mittelmeer. Stena RoRo hat das Schiff an die französische Reederei Louis Dreyfus verchartert, die es zukünftig auf der Linie Marseille-Tunis einsetzen will. Quelle: Tim Schwabedissen



Shipwreck Point war nicht das Ende für gestrandeten Kutter
(21.2.11) Bei der Platypus Marine in Port Angeles wird seit 10 Tagen der 88 Fuß lange Kutter "Kristena Rose" repariert. Das 1962 in Dänemark erbaute und seit über 40 Jahren in Kanada registrierte Schiff war am 3.1. nahe Shipwreck Point zwischen der Neah Bay und Sekiu gestrandet. Der Skipper hatte sich schlafen gelegt und seinem zweiten Mann das Ruder überlassen, als er hörte, wie es auflief. Als er ins Ruderhaus kam, saß das Heck bereits auf den Felsen. Am folgenden Abend wurde der Havarist von einem anderen Kutter mit der Flut wieder flottgemacht und in die Neah Bay geschleppt. Taucher und die Coast Guard stellten Schäden an Rumpf, Kiel und Antrieb fest. Schadhafte Rumpfplatten mussten ebenso wie der Propeller ersetzt werden.
Das Schiff war als "Western Wind" am21.2.2001 in der Strait of Juan de Fuca von der Coast Guard und U.S. Customs Agents geentert worden. Danach fanden sich über 2,5 Tonnen Kokain aus Kolumbien an Bord. Die fünfköpfige Crew kam in Seattle in Haft, die Fracht wurde zerstört und die "Western Wind" an der Coast Guard-Station Ediz Hook in die Kette gelegt, bis sie ein Interessent aus Kalifornien erwarb und nach Port Townsend überführte. Ihm liefen aber die Kosten davon, und in einer nachfolgenden Auktion ging der Kutter an den jetzigen Eigner, der sie als "Kristena Rose" wieder in Fahrt brachte. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter vor China vermisst
(21.2.11) Seenotretter aus Chinas Guangdong Provinz suchten seit dem Abend des 18.2. nach einem mit sieben Mann vermisst gemeldeten Kutter. Das Schiff aus Zhanjiang war am 17.2. ausgelaufen. Als es gegen 21 Uhr nicht in den Hafen zurückkehrte und sich kein Kontakt herstellen ließ, alarmierten Angehörige die Behörden. Der Kutter war nach Wenchang County, Hainan Provinz, unterwegs. 10 Rettungsboote und ein Helikopter starteten gegen Mitternacht eine Suchaktion, die bis zum 21.2. ergebnislos verlief. <>Quelle: Tim Schwabedissen



Undichtes Kühlwasserrohr versenkte Ausflugsboot "Truong Hai 06"
(21.2.11) Die vietnamesische Polizei sagte am 20.2., das menschliches Versagen zum Untergang der "Truong Hai 06" geführt hat. Beim Sinken des Ausflugsbootes in der Ha Long Bay kamen 12 schlafende Fahrgäste ums Leben. Offenbar war es durch einen Wassereinbruch durch ein nicht verschlossenes Kühlwasserrohr zu dem Unglück gekommen, als das Schiff nachts ankerte. Das zuständige Besatzungsmitglied hatte vergessen, es zu verschließen, bevor die Crew schlafen ging. Da die Maschine abgestellt war, konnte das durch das Rohr eindringende Wasser nicht gelenzt werden. Warum allerdings Wasser eindringen konnte, war noch unklar. Der Kapitän und das für die Maschine zuständige Besatzungsmitglied wurden am 19.2. verhaftet, die übrigen drei Crewmitglieder hatten sich zur Verfügung zu halten. Die Truong Hai Co. hieß früher Bien Mo Co. Eines ihrer Boote sank bereits im September 2009 in der Ha Long Bay bei schweren Regenfällen, wobei drei ausländische und zwei vietnamesische Fahrgäste in stürmischer See ertranken.
Die Bergung des unweit von Ti Top Island liegenden Wracks wurde am 19.2. um sechs Uhr mit drei Schleppern und Bergungsgerät fortgesetzt. Am Vortag waren mit fallendem Wasser Mast und Flagge erstmals sichtbar geworden. Gegen 13 Uhr begann die Bergung, und das obere Deck war gegen 14 Uhr über Wasser sichtbar. Dann wurde das Schiff in Richtung einer nahen Insel geschleppt, wo es sich eine halbe Stunde später 300 Meter vom Ufer entfernt befand. Gegen 16 Uhr war es zu zwei Dritteln über Wasser und weitere 100 Meter näher ans Land gebracht. Nun wurde begonnen, Gepäck und Habseligkeiten sicherzustellen. Später hob ein Kran die "Truong Hai 06" vollends. Eine erste Untersuchung ergab, dass der Rumpf selbst intakt war. <>Quelle: Tim Schwabedissen



Schadhafter Generator setzte Kutter matt
(21.2.11) Die US Coast Guard kam 40 Meilen vor der Küste von Rockland am 19.2. gegen 19 Uhr dem Kutter "Meridian" zu Hilfe, der nach Ausfall eines Generators manövrierunfähig geworden war. Die Küstenwachboote "Grand Isle" und "Earl Gray" kamen dem Schiff zu Hilfe. <>Quelle: Tim Schwabedissen



Suche nach Vermissten der "Alexandra" nach 10 Tagen eingestellt
(21.2.11) Die Leichen von vier russischen Seeleuten, die dem Untergang des Frachters "Alexandra", 2150 tdw, zum Opfer fielen, wurden nach Wladiwostok und Khabarovsk. Überführt, wo sie am 22.2. beigesetzt werden sollen. Zwei der Seeleute stammten aus Nakhodka, die beiden anderen aus Khabarovsk: Insgesamt waren 12 Russen an Bord des Frachters, als er mit einer Holzladung am 9.1. den Hafen von Nakhodka mit Kurs Japan verlassen hatte. Danach sollte er in China abgebrochen werden. Doch 16 Meilen vor der südkoreanischen Küste wurde er von einem auf Probefahrt befindlichen, 88000 Tonnen tragenden Containerfrachter, der von den Hyundai Industries in Ulsan kam, gerammt. Dabei riss das Heck ab und sank sofort auf 140 Metern Tiefe.
Das Vorschiff trieb noch bis zum 13.1., ehe es auf 92 Metern Wassertiefe unterging. Nur ein aus Nakhodka stammender Mann konnte lebend gerettet werden. Sieben weitere blieben trotz einer Suchaktion durch fünf Helikopter und 15 Schiffe der südkoreanischen Coast Guard, die erst am 19.2. eingestellt wurde, vermisst. Die "Alexandra" gehörte der Amur River Shipping Company aus Khabarovsk und war durch die Rowley Group Ltd aus Khabarovsk gechartert worden. <>Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter begann nach Bergung zu sinken
(21.2.11) Der Eigner des um 4.44 Uhr gestrandeten, 44 Fuß langen Kutters "Rachel T" nahm am 19.2. sein vor dem Willard Beach liegendes, nur noch halb aus dem Wasser ragendes Schiff in Augenschein. Die Ladung von 10000 Pfund Fisch an Bord des von Portland aus operierenden Schiffes ist wohl verloren. Es gelang einige Stunden nach der Strandung, den Kutter von den Felsen herunter zu bekommen. Doch dann begann er zu sinken und wurde am Willard Beach auf Grund gesetzt. Bei Niedrigwasser um 17.40 Uhr sollten die Lecks abgedichtet und der Havarist dann zur Gowen Marine in Portland geschleppt werden. Sorgen bereiteten die 400 Gallonen Diesel an Bord. Ein Team von Clean Harbors legte eine Ölsperre um den Kutter. Die vierköpfige Crew hatte sich retten können, nachdem das Schiff zwischen Portland Head Light und Willard Beach gestrandet war. <>Quelle: Tim Schwabedissen



Nun auch vor Juist Frachter gestrandet
(19.2.11) Nur kurze Zeit nach der Havarie der "Nordstrand 1" ist schon wieder ein Frachter vor einer ostfriesischen Insel gestrandet: Das 47 Meter lange deutsche Kümo "Tina", 328 BRZ (IMO: 5120908), lief am 17.2. gegen 23.00 Uhr im Wattfahrwasser der Juister Balje südlich der ostfriesischen Insel auf Grund. Versuche des Kapitäns, sein Schiff wieder frei zu bekommen, scheiterten danach.
Erkenntnissen der Wasserschutzpolizei in Wilhelmshaven zufolge lief das Nachthochwasser rund 30 Zentimeter niedriger auf als normal. Möglicherweise wurde dieser geringe Wasserstand dem Schiff zum Verhängnis. Ob und in welchem Umfang der Frachter, der auf ebenem Kiel auf sandigem Grund auflag, dabei beschädigt wurde, war noch unbekannt. Eine Gefahr für die Umwelt bestand aber momentan nicht. Es wurde nun geplant, Teile der Ladung in ein anderes Schiff umzuladen, um den Tiefgang des Havaristen zu verringern. Beamte der Wasserschutzpolizei ermittelten zudem, ob dem Kapitän ein Fehlverhalten vorgeworfen werden konnte.
Ein erster Bergungsversuch" scheiterte in der Nacht zum 19.2. Das Vorhaben musste abgebrochen werden, weil das Wasser nicht hoch genug auflief. Der nächste Rettungsversuch wurde für die Nacht zum 22.2. geplant. Die Experten hofften, dass das Hochwasser dann ausreichen wird, damit ein Arbeitsschiff neben dem Havaristen aufsetzen kann, um zunächst Teile der geladenen Fracht zu übernehmen. Sollte das gelingen, soll die "Tina" anschließend zunächst den Rest der Fracht, mehrere hundert Tonnen Steine für Befestigungsarbeiten, in den Bestimmungshafen nach Juist bringen, bevor im Hafen in Emden eine Überprüfung der Schäden stattfinden soll. Quelle: Tim Schwabedissen



Öl läuft aus "Vagel Grip" aus
(19.2.11) Der in Rostock gesunkene Kutter "Vagel Grip" verliert schon seit einigen Tagen Treibstoff. Seit zwei Wochen trat aus dem Wrack wiederholt Öl aus. Derzeit ist noch offen, wann das Schiff gehoben wird. Es gibt Gerüchte, dass die Eigner, die Ostsee Touristik AG, mit der Bergung finanziell überfordert sein sollen. Wenn Gefahr im Verzug ist, soll die "Vagel Grip" aber per Not-Bergung auf Anordnung des Rostocker Amt für Umweltschutz geborgen werden. Quelle: Tim Schwabedissen



"Lisco Gloria" zum letzten Mal unterwegs zum Heimathafen
(19.2.11) Der starke Wind hatte den Fahrplan durcheinander gebracht: Jetzt hat die ausgebrannte litauische Fähre "Lisco Gloria" aber ihre letzte Reise angetreten. Gezogen vom Lübecker Schlepper "Claus" (IMO: 9408645) und auf der ersten Etappe assistiert von dem dänischen Schlepper "Egil" (IMO: 8618334) wurde die frühere Ostseefähre am 18.2. um neun Uhr von ihrem Liegeplatz im dänischen Odense in den Heimathafen Klaipeda in Litauen geschleppt. Um 10.30 Uhr war bei einer Reisegeschwindigkeit von fünf Knoten die Meerenge des Odense-Fjords erreicht. Gegen 5 Uhr passierte das Wrack die Stelle westlich der Ostseeinsel Fehmarn, an der sie im November in Brand geraten war. Nach der Ankunft voraussichtlich am 21.2. gegen 15 Uhr wird das Schiff an litauische Hafenschlepper übergeben. Diese sollen es an einen Liegeplatz bei der Werft Western Shipyard legen, wo der Rumpf abgewrackt wird. Die Wärtsilä-Maschinen sollen hingegen eine weitere Verwendung finden. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter lief auf künstliche Insel
(19.2.11) Der 624 Fuß lange japanische Bulkcarrier "Ocean Sunrise" lief am 18.2. gegen 18.30 Uhr auf der künstlichen Insel Island Freeman vor Long Beach auf Grund. Es wurden zunächst keine Schäden festgestellt. Mithilfe von Soundings sollte die Integrität der Tanks untersucht werden. Ein 45-Fuß-Boot der Coast Guard Station Los Angeles-Long Beach war vor Ort. Island Freeman ist die größte von vieren in den 1960er Jahren in der San Pedro Bay zur Erschließung eines Ölfelds aufgeschütteten Inseln. Die "Ocean Sunrise", 48203 BRZ (IMO-Nr.: 9186766) wurde 1999 erbaut, läuft unter der Flagge Panamas und hat als Manager die MK Shipmanagement Tokyo. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision im Eiskonvoi
(19.2.11) Am 17.2. um 12.52 Uhr lief der russische Frachter "Mekhanik Brilin" dem unter St. Vincent-Grenadines-Flagge laufenden Frachter "Soyana" ins Heck. Beide Schiffe wurden durch ein bis zu 790 Zentimeter starkes Eisfeld durch den Eisbrecher "Dikson" von Arkhangelsk commend geleitet. Die mit Holz beladene "Mekhanik Brilin" blieb unbeschädigt und konnte die Reise nach Bordo fortsetzen. Die "Soyana", die 2422 Tonnen Schrott an Bord hatte, wurde an Rumpf und Aufbauten erheblich beschädigt. Um 19.45 Uhr geleitete die "Dikson" den Havaristen zurück auf die Reede von Arkhangelsk, wo er von einem Hafeneisbrecher erwartet wurde. Die "Soyana", 4570 BRZ (IMO-Nr.: 8912819) läuft im Management der Avtorechmortrans Ltd., die "Mekhanik Brilin", 2650 BRZ (IMO-Nr.: 8904408) wurde 1991 erbaut und läuft für die Northern Shipping Co., Arkhangelsk. Quelle: Tim Schwabedissen



Ölaustritt aus "Godafoss" gestoppt
(19.2.11) Die Situation des unter Antigua Barbuda-Flagge laufenden Containerfrachters "Godafoss", 14664 BRZ (IMO: 9086796), blieb am 19.2. unverändert. Der Frachter lag mit sieben Grad Schlagseite und ruhiger See stabil auf Grund. Das Küstenwachboot "Harstad" konnte den größten Teil des ausgelaufenen Öls aufnehmen. Insgesamt wurden 50 Kubikmeter aufgenommen. Die "Nornen" brachte 16 Kubikmeter nach Horten. Ölflecke trieben bei Leistein, Bustein und Sandøy vor Hvasser Tjøme an. Drei Ölflecke befanden sich bei Tristeinene, Akerøya und Vikertangen sowie in Østre Bolærne. Drei verölte Vögel fanden sich in Sandø. Die Feuerwehren von Sandefjord und Larvik rückten mit einem Boot aus, und die Situation wurde von einem Helikopter aus überwacht. Die Leckagen am Frachter selbst konnten unterdessen abgedichtet werden, und kein weiteres Öl lief aus dem von einer doppelten Ölsperre umgebenen Havaristen aus. Es wurde befürchtet, dass bis zu 375 Tonnen des Öls vom Typ IF 380, einem Schweröl mit einer Dichte von 0.985, ausgelaufen sein könnten. Weil das kalte Öl in den Tanks aber nicht zu peilen war, blieb die tatsächlich ausgelaufene Menge unbekannt. Der Wasserdruck schien aber das meiste Öl in den Tanks gehalten zu haben. Buksér og Berging, die mit der Bergung beauftragt wurden, sollten am 19.2. einen Bergungsplan vorlegen.
Die Unfalluntersuchungskommission ging an Bord der "Godafoss", die zwischen den Inseln Asmaløy und Kirkøy nur 100 Meter vom Ufer entfernt aufsitzt, um die Crew zu befragen. Der Kapitän sagte aus, dass die Strandung wohl auf einen Navigationsfehler seinerseits zurückzuführen sei. Er habe sich zum Unfallzeitpunkt alleine auf der Brücke befunden. Quelle: Tim Schwabedissen



Gesunkener Trawler wieder in die Horizontale gebracht
(19.2.11) Das Wrack des am 30.11.2010 nach mehreren Feuern gesunkenen norwegischen Trawlers "Britt Janne" (MMSI-Nr.: 259259000) wurde am 18.2. am Kai von Hasseløy, Averøya, gehoben. Hier hatte es seit dem Untergang mit dem noch aus dem Wasser ragenden Bug auf Grund gelegen. Eine Kranbarge der Eide Marine mit einer Kapazität von 1800 Tonnen, unterstützt von Tauchern der Firma Abyss in Kristiansund, hob das 28 Meter lange Schiff, nachdem Hebeketten unter dem Heck hindurch gezogen worden waren. Die Hebung begann um 17.30 Uhr, und bereits um 18.06 Uhr war das Wrack zurück an der Wasseroberfläche. Es wurde dann an den Kai des Båt og Oppdrettservice gelegt. Wahrscheinlich wird es nach Abschluss der anstehenden Untersuchungen zum Abbruch nach Stokksund geschleppt. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre hatte Wassereinbruch und Funkausfall
(19.2.11) Die norwegische Fähre "Hinnavåg", 398 BRZ (IMO-Nr.: 8879940) erlitt am 18.2. auf der Fahrt von Dänemark nach Stavanger südlich von Mandal Wassereinbruch im Bereich der Schraubenwelle. Die Lenzpumpen kamen zunächst nicht gegen das eindringende Wasser an. Als dann um 10.17 Uhr auch noch der Funkkontakt zur vierköpfigen Crew abbrach, schickte die Rettungszentrale in Sola einen Sea King Helikopter und ein Rettungsboot, um die Lage zu sondieren. Am 19.2. um 00.40 Uhr wurde die Operation gestoppt, nachdem sich abzeichnete, dass die Lage an Bord unter Kontrolle war. Der Wassereinbruch war nun im Griff, doch die Reise der alten, als Arbeitsschiff genutzten Fähre sollte nun nicht mehr direkt nach Stavanger, sondern in einen südnorwegischen Hafen gehen. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter gestrandet und aufgegeben
(19.2.11) Der 40 Fuß lange Kutter "Rachel T" funkte am 19.2. um 4.44 Uhr Notrufe, nachdem er auf Felsen zwischen Willard Beach in Süd-Portland und dem Portland Head Light in Cape Elizabeth gelaufen war. An Bord des in Portland beheimateten Trawlers befanden sich vier Mann. Die U.S. Coast Guard schickte ein Boot und alarmierte ein Team des Cape Elizabeth Fire Department sowie die Maine Marine Patrol.
Nachdem die "Rachel T" Wassereinbruch hatte, gab die Crew das Schiff auf und rettete sich an Land. Um 5.11 Uhr wurde festgestellt, dass sich die "Rachel T" nicht mit der auflaufenden Flut aufschwamm, sondern auf den Felsen liegen blieb. Nun gab es Sorge wegen der 400 Gallonen Dieselöl in den Tanks. Das Maine Department of Environmental Protection wurde zur weiteren Überwachung des Schiffes verständigt. Quelle: Tim Schwabedissen



Ein Vermisster nach Kutterkenterung
(19.2.11) Der 35 Fuß lange Kutter "Na Buachailli" kenterte am 18.2. in der Suir-Mündung vor Wexford. Das Schiff sank 100 Meter vom Ufer entfernt unweit von Duncannon. Dabei kam wohl ein Mann aus Ballyhack, New Ross, ums Leben. Das Schiff hatte samt seiner zweiköpfigen Crew erst 15 Minuten vor dem Unglück um 11.30 Uhr den Hafen von Arthurstown in der Waterford-Mündung verlassen.
Der Skipper, der sich im Ruderhaus befunden hatte, konnte noch das EPIRB aktvieren und rettete sich binnen 20 Minuten schwimmend zum Blackhill Leuchtturm. Hier fand ihn ein einstiger freiwilliger Seenotretter, der sofort Alarm schlug. Der Gerettete wurde dann wegen Unterkühlung und Schock behandelt. Die Fähre nach Ballyhack hatte noch einen Mann im Wasser gesehen und ebenfalls Alarm gegeben.
Ein Team von neun Marinetauchern suchte seit 18 Uhr bislang vergeblich nach dem vermissten zweiten Mann, der sich an Deck aufgehalten hatte. Das Wrack wurde auf 17 Metern Wassertiefe lokalisiert. An der Untergangsstelle herrschen starke Strömungen Die irische Coastguard hatte einen S 61-Helikopter vom Waterford Airport im Einsatz, zu Wasser waren die Rettungsboote aus Fethard-on-Sea und Dunmore East sowie örtliche Fischer, insgesamt rund 20 Schiffe, an der Suche beteiligt, die durch schlechtes Wetter und Nebel erschwert wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Unglücksausflugsschiff wird gehoben
(19.2.11) Die Truong Hai Co Ltd., Reederei der "Truong Hai", die am 17.2. in der Ha Long-Bucht gesunken war, musste auf Anweisung des Northeast-Quang Ninh Province People's Committee ihre Operationen einstellen. Ein Teil des Schiffes war über Wasser, nachdem ein Bergungsteam der Tuan Phuc Co Ltd. sich am Nachmittag des 18.2. an die Arbeit gemacht hatte. Um 16.30 Uhr wurden die auf zwei Tage angesetzten Hebungsarbeiten zeitweilig eingestellt. Am 19.2. sollte bei Niederigwasser der Rumpf ausgepumpt und das Wrack dann ans Ufer gezogen werden. Die neun Überlebenden waren noch im Krankenhaus in Ha Long City. Quelle: Tim Schwabedissen



Leichterfahrzeug nach Strandung gekentert
(19.2.11) Der Leichter "Crown 2" sank samt seiner Klinkerladung am 19.2. gegen 13 Uhr in der Bay of Bengal beim Ramgati Point im Hatia Channel. Die 12-köpfige Crew konnte sich retten. Das Fahrzeug hatte von der "KS Trust", die vor Chittagong ankerte, 2000 Tonnen Klinker, die nach Meghna Holcim in Dhaka bestimmt waren, übernommen. Es lief zunächst auf eine Untiefe während der morgendlichen Ebbe und legte sich bei auflaufendem Wasser weiter über, um am Nachmittag zu kentern. Quelle: Tim Schwabedissen



11 Mann von gestrandetem Tanker gerettet
(19.2.11) Die philippinische Coast Guard wurde am 15.2. alarmiert, nachdem bei Misamis Oriental der Tanker "Joanne-E" vor Barangay Solana, Jasaan, gegen ein Uhr auf der Fahrt von Camiguin nach Cagayan de Oro City auf Grund gelaufen war. Nachdem die Coastguard Manila die 11-köpfige Crew gerettet hatte, stellte die Küstenwache in Tagoloan, Misamis Oriental, fest, dass die "Joanne-E" 45 Grad Backbordschlagseite hatte. Ein Ölbekämpfungsteam der Marine Environmental Protection Group-Northern legte Ölsperren aus. Zuvor hatte der Bordingenieur berichtet, dass sich an Steuerbordseite auf Höhe des Maschinenraums ein Leck von drei bis vier Inch befand. Quelle: Tim Schwabedissen



Wrack der "Waldhof" bleibt nun einige Tage im Kultushafen
(19.2.11) Der Duisburger Tanker "Waldhof" hat seinen vorläufigen Liegeplatz am Kultushafen in Wanheimerort erreicht. Dort sollte er zunächst bis zum 22.2. liegen bleiben. Dann soll der Säuretanker zur Neuen Triton-Werft nach Meiderich geschleppt und dort aufgeslippt werden für die Untersuchungen zur immer noch nicht geklärten Frage, wie er kentern konnte, sowie zum technischen Zustand des Schiffes. Auch die Wasserschutzpolizei St. Goar wird in Duisburg das Schiff ermittlungstechnisch nochmals begutachten. In der Nacht zum 18.2. war der 110 Meter lange, noch immer leicht krängende Tanker vom Schubboot "Marshal" von der Loreley nach Duisburg geschleppt worden, begleitet vom Schwimmkran "Grizzly". Am folgenden Morgen begannen Arbeitertrupps in weißen Schutzanzügen damit, letzte Reinigungsarbeiten an dem Säuretanker durchzuführen.
Angaben zum weiteren Procedere wollte die Rheinfracht-Reederei erst nach den weiteren Untersuchungen machen. Bestätigt wurde lediglich, dass die Meidericher Triton-Werft beauftragt wurde. Der Tanker, dessen Havarie der schwerste und kostspieligste Schiffsunfall am Mittelrhein war, lag nach seinem Kentern immerhin einen Monat unter Wasser. Erst nach einer technischen Bestandsaufnahme wird klar sein, ob das Schiff überhaupt repariert werden kann. Nicht nur Brücke und Wohnräume sind komplett zerstört, auch der Maschinenraum weist schwerste Schäden auf. Unklar ist auch, ob sich nicht der Schiffsrumpf beim Kentern verzogen hat. Quelle: Tim Schwabedissen



Verschrottung der "Nordland 1" rückt näher
(18.2.11) Der auf Borkum gestrandete Frachter "Nordland 1" wurde jetzt von seinem Eigner aufgegeben. Das bestätigte der Besitzer des Schiffes, Onno Fritzen, Chef der Emder Baustoff-Firma Fritzen-Fracht am 17.2.. Von der kommenden Woche an wird der Frachter zerlegt und anschließend in Einzelteilen vom Strand transportiert. Für die Verschrottung wurden insgesamt zwei bis drei Wochen angesetzt. Eine Bergung des Schiffes habe sich als zu teuer herausgestellt. Deshalb hatte sich nun auch der Besitzer der "Nordland 1 " für die Aufgabe entschieden. Der 45 Meter lange Frachter sitzt seit Anfang Februar direkt vor der Promenade von Borkum fest. Das Schiff war zunächst planmäßig auf Grund gelaufen, um Baumaterial zur Modernisierung der Strandpromenade abzuladen. Insgesamt waren 182 Tonnen Stahl an Bord. Nach dem Löschen der Ladung konnte die "Nordland 1" jedoch nicht wie geplant mit dem nächsten Hochwasser wieder ablegen. Sturm mit Windstärken um 8 hatte dafür gesorgt, dass der Frachter sich drehte und immer höher auf den Strand gespült wurde. Alle Bergungsversuche, den Frachter mit Schleppern wieder in tieferes Wasser zu ziehen, scheiterten. Quelle: Tim Schwabedissen



Serie von Binnenschiffsunglücken in Holland
(17.2.11) Mehrere Binnenschiffe gerieten am 17.2. in holländischen Gewässern in Schwierigkeiten. In dem Schutzhafen von s-Gravendeel an derDortse Kil sank ein unbeladener Tanker teilweise. Aus unbekanntem Grund war der Motorraum voll Wasser gelaufen. Polizei, Feuerwehr und KNRM waren vor Ort.
Ein Binnenschiff lief gegen 17.30 Uhr auf eine Buhne auf der Waal bei Ewijk. Bei dem Zusammenstoß gab es ein Leck, so dass das Schiff zu sinken drohte.
Es wurde versucht, das Leck abzudichten. Das mit Leinsamen beladene Schiff war offenbar vom Kurs abgekommen. Gegen 19 Uhr kollidierte der deutsche Binnentanker "Eiltank 36", 1507 ts (MMSI-Nr.: 211475070), auf der Waal bei Lobith mit einem anderen Tankschiff. Dieses war dabei, den Hafen von Lobith mit Kurs Nijmegen zu verlassen und rammte dabei die "Eiltank 36", die 1000 Tonnen Methanol geladen hatte und aus Rotterdam kam. Beide Schiffe wurden leicht beschädigt. Nebel und auch ein Ruderversager trugen zu dem Unglück bei.
Um 22:45 Uhr rammte der unbeladene Zementtanker "Realengracht" aus Amsterdam die Noordzeebrücke über den Van Starkenborgkanal. Der Tanker wurde dabei schwer beschädigt, und es entstand ein großes Loch in der Brücke. Große Teile der Lärmschutzwand auf der Brücke stürzten auf einen Radweg. Der Kapitän hatte sein Auto in der Ostschleuse mit dem Bordkran aufgeladen und dann vergessen, den Kran wieder niederzulegen. .Der Kran brach ab und fiel auf das Deck im Bereich der achteren Ankerwinde. Der Kapitän konnte sein Schiff mithilfe des Bugstrahlruders an den Kai bringen. Dann galt es den Kran zu bergen. Quelle: Tim Schwabedissen



"Waldhof" nach Duisburg verschleppt
(18.2.11) Der Binnentanker "Waldhof" verließ am 17.2. um kurz nach 10 Uhr im Nebel den St. Goarshausener Hafen längsseits des Schubschleppers "Marshal" und der angekoppelten Tankbarge. Ein Stück voraus lief der Schwimmkran "Grizzly" von Mammoet. Ziel war der 225 Kilometer entfernte Heimathafen Duisburg, wo das Schiff bei der Meidericher Werft aufgeslippt werden und im Rahmen der folgenden Untersuchungen eine weitere Entscheidung getroffen werden sollte, ob das Schiff repariert oder möglicherweise verkauft wird. Die Wasserschutzpolizei St. Goar wird das Wrack dort ebenfalls nochmal begutachten. Die verbliebene Ladung der "Waldhof", rund 691 Tonnen Gemisch aus Schwefelsäure und Wasser, war vor dem Abtransport in den Schubleichter umgepumpt worden. Im Laufe der Nacht zum 18.2. traf der Schleppzug in Duisburg Hochfeld ein. Quelle: Tim Schwabedissen



Öl aus gestrandetem Frachter bedroht norwegisches Naturreservat
(18.2.11) Der unter Antigua Barbuda Flagge laufede Containerfrachter "Godafoss", 14664 BRZ (IMO-Nr.: 9086796 ), lief am 17.2. gegen 20.30 Uhr vor Fredrikstad, dessen Hafen er gegen 19 Uhr in Richtung Helsingborg verlassen hatte, auf Grund. Kurz zuvor war der Lotse von Bord gegangen.
Das Schiff mit 14 Mann Besatzung lag mit 8-10 Grad Steuerbordschlagseite 100 Meter vor Kvernskjær zwischen Asmaløy und Kirkøy fest. Es hatte 439 Container u.a. mit Baumaterial geladen und sollte nach dem Stopp in Helsingborg weiter nach Dänemark, auf die Färöer und nach Island fahren. Bei dem Aufprall, der mit verhältnismäßig hoher Fahrt erfolgte, wurden mindestens zwei mit je 250 Tonnen Schweröl gefüllte Tanks im Mittschiffsbereich aufgerissen. Ein Ölfilm breitete sich 2,5 Meilen in westsüdwestlicher Richtung auf einer Fläche von 4,6 Quadratkilometern aus und bedrohte das Naturschutzgebiet von Ytre Hvaler.
Es trieb in Akerøya ans Ufer und wurde bei Trestenene auf dem Wasser gesichtet. Gegen zwei Uhr war eine erste Ölsperre um den Havaristen ausgebracht. Im Laufe der folgenden Stunden wurde auch eine zweite um den Frachter gelegt. Das Rettungsboot "Horn Flyer" war vor Ort, geflogt von dem Schlepper "BB Balder" um 23.30 Uhr. Die norwegische Küstenwache setzte die Küstenwachboote "Nornen" und "Harstad", das Ölbekämpfungsschiff "Oljevern 03" und den Schlepper "BB Connector" in Marsch.
Dieser erreichte als erstes am 18.2. gegen acht Uhr die Strandungsstelle, gefolgt von der "Nornen" um neun und der "Harstad" um 12.30 sowie der "Oljevern 03" gegen 18 Uhr. Die schwedische Coastguard schickte die "KBV 050", die weitere 400 Meter Ölsperren an Bord hatte. Das Wetter vor Ort begünstigte die Arbeiten bei einem leichten Ostsüdostwind.
Die "KBV 050" machte sich unverzüglich ans Leichtern der verbliebenen Ölmengen von ursprünglich rund 800 Tonnen, hatte aber nicht ausreichend Tankkapazität für die gesamte Restmenge. Ein ROV sollte den Rumpf im Lauf des Tages unter die Lupe nehmen. Es wurde befürchtet, dass auch ein dritter Tank aufgerissen war.
Die "Godafoss" war zuletzt im September 2010 einer Hafenstaatskontrolle unterzogen worden. Dabei gab es ein halbes Dutzend Beanstandungen, die sich überwiegend auf Feuerlösch- und Rettungseinrichtungen sowie die Dokumentation bezogen. Es handelt sich um ein 1995 erbautes Schiff von 165 Metern Länge und 28 Metern Breite und einer Tragfähigkeit von 17.042 Tonnen. Quelle: Tim Schwabedissen



Schwierige Bergung in Wismar
(18.2.11) Noch immer dauern im Wismarer Westhafen die Arbeiten zum Heben des am 22. Dezember 2010 gesunkenen Tauch- und Angelschiffes "Michael Glinka" an. Nach dem Ende des Dauerfrostes und der günstigeren Wetterlage waren endlich Tauchgänge möglich, um zum Wrack hinabzusteigen. Etliche lose Teile, die sich an Deck des Kutters befanden, wurden inzwischen geborgen. Gleichzeitig erfolgte an den notwendigen Stellen auf dem Hafengrund eine Räumung von Hinterlassenschaften aus dem ehemaligen Werftbecken. Eine ausgelegte Ölsperre kennzeichnet derzeit den Bereich rund um die Wrackposition.
Der gesunkene Kutter soll mittels luftgefüllter Hebekissen und mit Winden an die Oberfläche gebracht werden. Dann sollen Lenzpumpen in Aktion treten, um das Schiff leerzupumpen. Ob die Lecks auch abzudichten sind, hängt vor allem vom Zustand des hölzernen Rumpfes ab. Derzeit liefen Arbeiten im Gange, das auf der Steuerbordseite liegende Schiff auf dem acht Meter tiefen Hafengrund aufzurichten.
Der Kutter liegt zwar nicht besonders tief im Schlick, doch darunter befindet sich recht fester Mergelboden- Wäre es nur sandiger Untergrund, ließe der sich ohne größere Schwierigkeiten wegspülen, um Hebestropps unterm Rumpf hindurchführen zu können und die Auftriebskörper an beiden Seiten des hölzernen Rumpfes sicher zu platzieren. So ist nur das Aufstemmen oder das Vorspülen von Löchern mit Hochdruck von etwa 500 bis 1000 Bar möglich. In der vergangenen Woche erfolgten Schweißarbeiten unter Wasser.
Wenn alle Befestigungen sicher am Schiff angebracht sind, soll der 25 Meter lange Kutter mittels zweier Luftsäcke aus dickem gummiartigem Material angehoben werden, deren Hebeleistung jeweils 20 Tonnen beträgt. Sie sollen zusätzliche, landseitige Winden-Unterstützung erhalten. Quelle: Tim Schwabedissen



Untergang von Ausflugsboot in der Halong-Bucht wird untersucht
(18.2.11) Die vietnamesischen Behörden leiteten eine Untersuchung ein, wie es zu dem Untergang der "Truong Hai" in der Halong-Bucht kommen konnte. Das Wrack des Schiffes wurde am 17.2. geborgen. Zwei Taucher und über ein Dutzend Rettungskräfte waren im Einsatz. Das Schiff war am 17.2. gegen fünf Uhr in weniger als 30 Sekunden gesunken, nachdem es im Bereich des Maschinenraums nach Lösen einer Planke zu starkem Wassereinbruch gekommen war. Die Besatzung hatte keine Chance, das Wasser zu stoppen.
Ein Amerikaner berichtete, seine Freundin sei aus dem Bett gefallen und habe ihn noch warnen können, da sei das Wasser bereits in die Kabine eingedrungen. "Ich musste mein Gesicht gegen die Decke drücken, um noch nach Luft schnappen zu können", sagte der 23-Jährige, der sich schließlich aus einer Luke retten konnte, bevor er von einem anderen Boot aus dem Wasser gefischt wurde.
Seine Freundin und eine weitere Amerikanerin, die mit ihnen die Kabine teilte, schafften es nicht mehr. Von den 27 Menschen an Bord ertranken 12 in ihren Kabinen, neben 10 ausländischen Touristen ein Übersetzer und ein vietnamesischer Urlauber. Sie wurden im Schlaf von dem eindringenden Wasser überrascht. Unter den Todesopfern waren zwei Amerikanerinnen, zwei Russinnen, zwei Schwedinnen, eine Französin sowie drei Urlauber aus der Schweiz, Japan und Großbritannien. Neun Touristen aus Deutschland, Dänemark, Italien, den USA, Australien, Frankreich und der Schweiz sowie die sechs Besatzungsmitglieder überlebten.
Die Behörden verboten nun vorübergehend Bootsfahrten mit Übernachtung. Ein Behördenvertreter schloss aber schlechtes Wetter als Unglücksursache aus. Die Bucht von Halong liegt in der Provinz Quang Ninh im Norden Vietnams und zählt zu den größten Touristenattraktionen des Landes.
Bilder von der bizarren Szenerie der Bucht mit ihren aus dem Wasser ragenden Kalkfelsen wurden durch den französischen Erfolgsfilm "Indochine" von 1992 mit Catherine Deneuve in der ganzen Welt verbreitet. Seit 1994 zählt die Halong-Bucht zum Weltkulturerbe der Unesco. In den ersten zehn Monaten des Jahres 2010 besuchten mehr als 2,3 Millionen in- und ausländische Touristen die Bucht.
Viele Ausflugsschiffe bieten dort Fahrten mit Übernachtungen an Bord an, schon mehrfach kam es zu Unfällen. Im Jahr 2009 sank ein Schiff in einem Sturm, fünf Menschen kamen dabei ums Leben, drei von ihnen waren Touristen aus dem Ausland. 2006 kenterten in einem Orkan mehrere Schiffe, 13 Menschen ertranken. Im Jahr 2002 kenterten zwei Ausflugsboote, wobei mehrere Touristen starben. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Fähre in Odense
(18.2.11) Am 17.2. um 21 Uhr brach auf der dänischen Fähre "Princess Seaways", 31356 BRZ (IMO-Nr.: 8502391), in einem Trockendock des Odense Steel Shipyard ein Feuer aus. Der Brand, der im Schornstein entstand, konnte binnen 30 Minuten gelöscht werden. Ein vorsorglich gerufener Krankenwagen wurde nicht gebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Weiteres Opfer gesunkenen Trawlers entdeckt
(18.2.11) Die Leiche eines vermutlich von dem verschollenen Trawler "Partnyor" stammenden Mannes wurde bei Soya auf Hokkaido angetrieben. Er trug einen Überlebensanzug. Das Schiff hatte am 7.1. Notsignale gesendet. An Bord waren 14 Russen. Im Rahmen einer Rettungsaktion wurden 48000 Quadratmeilen erfolglos abgesucht. Ende Januar wurde die Aktion gestoppt. Sieben Tote wurden seither entdeckt, darunter auch der Kapitän. Quelle: Tim Schwabedissen



Holzkohle unplanmäßig verbrannt
(18.2.11) Am 16.2. gegen Mitternacht brach auf dem unter britischer Flagge laufenden Frachter "Safmarine Nomazwe", 50657 BRZ (IMO-Nr.: 9294381), direkt vor Kapstadt ein Feuer aus. Das Feuer entstand in einem in Durban an Bord genommenen Container mit Holzkohle. Es stellte sich heraus, dass es auch auf zwei weitere von insgesamt neun damit beladene Container übergegriffen hatte. Die Hafenbehörde gab eine Einlauferlaubnis. Das Schiff wurde von fünf Löschfahrzeugen und 60 Einsatzkräften erwartet, und nach Löschen des Brandes, das sich den ganzen Tag lang hinzog. wurden die betroffenen Container entladen, um eine Inspektion des Schiffes zu ermöglichen. Es hatte am Morgen des 17.2. am Ducan Dock festgemacht und verholte im Laufe des Tages an die Ostmole. Der Frachter der A.P. Moeller-Maersk A/S war nach Rotterdam bestimmt. Er wird von der Safmarine Container Lines N.V. betrieben, ist 265 Meter lang und wurde 2004 erbaut. <>Quelle: Tim Schwabedissen



Altes Wrack bei Baggerarbeiten entdeckt
(18.2.11) 45 Artefakte eines historischen Wracks wurden im oberen Hafen von Acushnet entdeckt. Sie sind über 200 Jahre alt und könnten von einem Westindienfahrer oder einem Handelsschiff im Ostküstenverkehr der Kolonialzeit stammen. Die Planken wurden bei Vorbereitungsarbeiten für eine Ausbaggerung entdeckt. Es handelt sich um Kielfragmente und Spanten sowie Außenbeplankung und Ausrüstungsgegenstände. Die Reste wurden in fünf Fuß Wassertiefe gegenüber der Aerovox Mühle entdeckt. Brandspuren wiesen auf ein Feuer hin. Dies könnte ein Indiz sein, dass das Schiff 1778 einer britischen Attacke auf New Bedford und Acushnet zum Opfer fiel, bei der zwischen 30 und 70 Schiffe verbrannten. Es könnte sich aber auch um ein vorsätzlich durch Verbrennung abgewracktes Schiff handeln. Die Attacke fand weiter südlich vom Fundort statt. Das jetzt gefundene Schiff war rund 70 Fuß lang und 100 Tonnen schwer. Die in New Bedford ansässige Fathom Research LLC soll die Funde dokumentieren und untersuchen. <<>Quelle: Tim Schwabedissen



Hausboot in Richmond ausgebrannt
(18.2.11) Ein aufgegebenes Hausboot, die "Centaur", ging am Morgen des 13.2. an der Richmond Bridge in Flammen auf. Das Kanalboot war bereits seit einem halben Jahr verlassen. Der Brand in Richmond war gegen 3.30 Uhr von einem Wachmann entdeckt worden, der die Feuerwehr alarmierte. Einsatzkräfte aus Twickenham, Kingston und Heston fanden die "Centaur" in Flammen eingehüllt vor. Nur der Rumpf blieb am Ende übrig. Offenbar hatte ein Obdachloser, der an Bord nächtigte, sie mit einem Gaskocher in Brand gesetzt. Er konnte sich mit Verbrennungen retten und wurde ins Krankenhaus gebracht. <>Quelle: Tim Schwabedissen



Netze auf Kutter in Brand gesteckt
(18.2.11) Am 17.2. um 00.37 Uhr brach auf dem Kutter "Atlantic Queen" im Channel Drive Dock ein Feuer aus. Die Feuerwehr fand die Netze des 1965 erbauten Trawlers in Flammen stehend vor, der Eigner lag schlafend in seiner Koje. Während die Netze zerstört wurden, entstand am Schiff nur geringer Schaden. Es handelte sich wohl um Brandstiftung... <>Quelle: Tim Schwabedissen



"Branson Belle" wird repariert
(18.2.11) Das Showboat "Branson Belle" wird am 25.3., eine Woche später als geplant, wieder in Dienst gestellt. Die Reparaturen an Rumpf und der Austausch des Antriebs waren nach einer Strandung im Dezember notwendig geworden, wobei 600 Passagiere unfreiwillig auf dem Schiff hatten übernachten müssen. <>Quelle: Tim Schwabedissen



Weiter keine Spur von "Amethyst
(18.2.11) Die Suche nach dem russischen Trawler "Amethyst" vor Kamtschatka, der seit dem 11.2. vermisst wird, dauerte auch am 17.2. an. In den kommenden Tagen werden eine IL-38 und zwei Mi-8 Helikopter zum Einsatz kommen. Das On-Scene-Command hat das Patroullienboot "Anadyr". Alle Fischereifahrzeuge in dem Gebiet halten gleichfalls nach der "Amethyst" Ausschau. <>Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre fiel nach Strandung aus
(18.2.11) Die 90 Meter lange, amerikanische Fähre "Chetzemoka" (MMSI-No.: 367463060) lief am 15.2. im Keystone Harbor am Coupeville Fährterminal auf Grund. Das Schiff kam an der Westseite von Keystone Harbor gegen 18 Uhr auf dem Weg zum Coupeville Terminal bei 44 Knoten Wind und starker Strömung fest. Gegen 22 Uhr trafen Taucher ein und untersuchten den Rumpf des mittlerweile an der Whidbey Island Seite des Admiralty Inlet liegenden Schiffes .Offenbar wurde der Propeller leicht beschädigt. Am Morgen des 16.2. war die Untersuchung abgeschlossen, und die "Chetzemoka" lief nach Port Townsend, um um 6.30 Uhr wieder in den Fahrplan zu gehen. <>Quelle: Tim Schwabedissen



Altes Wrack bei Baggerarbeiten entdeckt
(18.2.11) Der einstige Liberty-Frachter "Davy Crockett" soll nun verschrottet werden. Nachdem am 27.1. nahe Camas ungenehmigte Abbrucharbeiten gestartet worden waren, kam es zu einem Austritt von 5700 Gallonen Öl. Nun wurde begonnen, Löcher abzudichten und Trümmer rings um die Barge zu beseitigen. Bislang wurden 200,595 Metallschrott entfernt. Insgesamt wird die Entfernung des Öls und des Schiffes aus dem Columbia River 4,5 Millionen Dollar kosten. Seit 1993 liegt das 1942 erbaute Schiff auf dem Fluss. <>Quelle: Tim Schwabedissen



"Waldhof"-Wrack dümpelt vorerst weiter im Loreley-Hafen
(17.2.11) Mit geringer Restschlagseite lag das Wrack des Binnentankers "Waldhof" am 16.2. weiterhin im Loreley-Hafen, erkennbar gezeichnet von seinem Untergang. Die achtere Lademarke befand sich bei 1,7 bis 1,8 Metern. Bloßgelegt der Unterbau des Ruderhauses, mit dem zerstörten Steuerpult deutlich sichtbar, dessen Schalthebelstellungen zu Spekulationen über die letzten Fahrmanöver vor der Kenterung einluden.
Schräg geneigt erhob sich darüber der Radarmast. Schrammen waren am Bug erkennbar, gleich hinter der Ankerwinsch lag das wieder aufgefundene kleine rote Dinghi mit der EU-Nr. 04607590 der "Waldhof". Längsseits an Backbord hat der holländische Schubschlepper "Marshal", 91 ts (EU-Nr.: 02331730), mit dem Tankleichter "LRG 269" festgemacht. Weiterhin ist die "Waldhof" nicht vollständig ausgepumpt, und Bergungstrupps an Bord waren auch am 16.2. mit Umpumparbeiten beschäftigt.
Schläuche hingen dazu in den Steuerbord-Wallgängen. Weiterhin vor Ort waren auch die bei der Bergung eingesetzten Mammoet-Schwimmkräne "Grizzly", "Ajax" und "Büffel", und der Bug des Wracks war weiterhin mit Hebetrossen unterfangen. Die "Grizzly" verließ am 17.2. um 10.30 Uhr den Rheinhafen und ging flussabwärts auf den Rückmarsch. Unterdessen dauerten die Untersuchungen zum Untergang der "Waldhof" an. Die Staatsanwaltschaft Koblenz analysiert ebenso wie eine Kommission des Bundesverkehrsministeriums den Hergang des Unfalls.
Bis alle Untersuchungen abgeschlossen sind, soll die "Waldhof" im Loreley-Hafen liegen bleiben. Auch wurde noch eine Werft gesucht, in der das Schiff repariert werden kann. Für den Abtransport des Schiffes wird es einer Sondergenehmigung bedürfen, weil es nicht mehr aus eigener Kraft fahren kann. Da sich der Tanker beim Ablassen der geladenen Schwefelsäure zudem verbogen hatte, muss erst geprüft werden, ob ein Begleitschiff zum Abtransport ausreicht oder der Havarist beidseitig stabilisiert werden muss. Quelle: Tim Schwabedissen



Alles Öl der "Midnite Sun" ausgelaufen
(17.2.11) Die schwere See der vergangenen Tage hat dem gestrandeten Kutter "Midnite Sun" erheblich zugesetzt. Ein Wetterfenster erlaubte Bergungstrupps am 16.2. zeitweilig einen Zugang zu dem Schiff. Dabei wurde festgestellt, dass der Rumpf so stark aufgerissen wurde, dass sämtliche Bunkertanks nun leer sind. Die Berger machten sich daran, die verbliebenen umweltgefährdenden Stoffe von Bord zu holen. Doch ein herannahendes weiteres Tief zwang die Männer zum Rückzug. Sie warteten eine neuerliche Wetterberuhigung ab, um sich an Beseitigung der verbliebenen 50 Gallonen Hydrauliköl und rund 100 Gallonen Ölabfall machen zu können. Coast Guard und State of Alaska arbeiteten gemeinsam mit kommerziellen Bergern. Schäden an der Umgebung wurden nicht beobachtet. Quelle: Tim Schwabedissen



"12 Tote bei Untergang eines Ausflugsschiffes bei Hanoi
(17.2.11) 12 Tote wurden nach dem Untergang des vietnamesischen Ausflugsbootes "Truong Hai QN 5198" in der Ha Long Bay geborgen. Mindestens 21 Passagiere waren an Bord, als das Boot am Morgen des 17.2. vor Ti Top Island sank. Die Leichen der 11 Touristen und ihres vietnamesischen Leiters wurden zur Identifizierung ins Bai Chay Hospital gebracht. Neun Touristen und zwei vietnamesische Besatzungsmitglieder wurden im Rahmen einer siebenstündigen SAR-Operation leben gerettet. Es handelte sich um Russen, Briten, Dänen, Deutsche, Italiener. Amerikaner, Japaner, Australier, Franzosen, Schweizer und Schweden. Offenbar hatte ein Leck im Maschinenraum das Auseinanderbrechen des Schiffes verursacht. Die "Truong Hai "hatte Bai Chay Port am Nachmittag des 16.2. verlassen. Ein deutscher Tourist meldete sich bei der Botschaft in Hanoi. Nach seinen Angaben war sonst kein Deutscher an Bord. Die im Norden Vietnams liegende Bucht von Halong ist eine Touristenattraktion und zählt seit 1994 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Auf einer Fläche von rund 1.500 Quadratkilometern vor der Küste liegen Hunderte meist unbewohnter Inseln, die bis zu 300 Meter hoch aus dem Wasser ragen. Viele Ausflugsschiffe bieten wie in diesem Fall auch Nachtfahrten in die Inselwelt an. Quelle: Tim Schwabedissen



Drei Vermisste nach Kollision vor China
(17.2.11) Am 15.2. sank ein Kutter vor der südostchinesischen Küste. Das MRCC in Zhangzhou City, Fujian Province leitete nach dem gegen 21 Uhr aufgefangenen Notruf, dass ein Frachter den Kutter gerammt habe, eine Rettungsaktion für die 14-köpfige Crew ein. Bis zum Nachmittag des 16.2. waren 11 Mann gerettet, die Suche nach den drei noch Vermissten dauerte an. Quelle: Tim Schwabedissen



"K Wave" nach 35 Stunden wieder flottgemacht
(17.2.11) Der tags zuvor vor Véléz gestrandete Britisch geflaggte Frachter "K Wave" der Hamburger K & K Schifffahrt machte am 16.2. um 21.15 Uhr in Málaga fest, 35 Stunden nach seinem Auflaufen bei Veleno. Im sicheren Hafen wurde das Schiff am 17.2. den notwendigen Untersuchungen unterzogen. Zuvor war ein Bergungsversuch durch den von der K & K Schifffahrt unter Vertrag genommenen, unter Antigua-Barbuda-Flagge registrierten Schlepper "Ursus", 2789 BRZ (IMO-Nr.: 9367516) der Hamburger Harms Bergung, in einem ruhigen Wetterfenster erfolgreich verlaufen. Taucher hatten den Havaristen am Vormittag des 16.2. zwei Stunden lang unter die Lupe genommen und keine strukturellen Schäden ausgemacht. Gegen 13.30 Uhr begann der Schlepper, den Havaristen nach Steuerbord zu schieben, und um 15.30 Uhr wurden dessen Motoren angeworfen. 10 Minuten später war die "K Wave" frei und nahm Kurs auf Malaga. Drei Inspektoren der Coast Guard hatten an Bord des Frachters die Bergung überwacht. Die beiden Küstenwachschlepper "Clara Campoamor"und "Salvamar El Puntal" eskortierten die "K Wave" in den Hafen. Seenotrettungsexperten aus Sevilla und Cartagena (Murcia) waren während der Bergungsarbeiten ebenfalls vor Ort. Quelle: Tim Schwabedissen



Containerfrachter schlug in Dalian leck
(17.2.11) Der unter Sierra Leone-Flagge laufende Containerfrachter „Sun Unity“, 2574 BRZ (IMO-Nr.: 8736382) entwickelte am 15.2. im Hafen von Dalian Schlagseite und verlor eine geringe Menge Öl. Es gelang, die Krängung von 30 Grad wieder auszugleichen und das ausgelaufene Öl aufzufangen. Das Leck, das die Schlagseite ausgelöst hatte, konnte von Mitarbeitern der Hafenbehörde erfolgreich abgedichtet werden. Am Morgen des 17.2. sollten alle erforderlichen Arbeiten abgeschlossen sein. Der größte Hafen Nordchinas wird von der Dalian Port (PDA) Co Ltd. betrieben. Im Juli 2010 war es dort zu einer großen Explosion mit nachfolgender Ölverschmutzung gekommen, wobei ein Mann ums Leben kam und die Rohölverschiffung zwei Wochen gestoppt werden musste. Quelle: Tim Schwabedissen



"Carnival Splendor" auf dem Weg nach Long Beach
(17.2.11) Der Kreuzfahrer "Carnival Splendor" wird am 19.2. in Long Beach on erwartet. Tags darauf soll er seine wöchentlichen Fahrten in die mexikanische Riviera wieder aufnehmen. Von dem Brand auf dem Schiff, der es am 8.11.2010 außer Gefecht setzte, waren 45,000 Reisende betroffen. Quelle: Tim Schwabedissen



Trawler vor Unalaska kollidiert
(17.2.11) In der Captains Bay, Unalaska, kollidierten am 17.2. kurz nach Mitternacht die beiden unter US-Flagge laufenden Trawler "Alaska Spirit" (MMSI-Nr.: 366542920) und "Kodiak Enterprise", 1584 BRZ (IMO-Nr.: 7517703). Die 33 Meter lange "Alaska Spirit" stieß bei einem Ablegemanöver mit der 53 Meter langen "Kodiak Enterprise" zusammen, die gerade vom OSI-Dock in Dutch Harbor zu einer Fangfahrt auslief. Die "Alaska Spirit" erlitt Schäden am Bug, und die "Kodiak Enterprise" erlitt Schäden an den steuerbordseitigen Aufbauten und einem Bordkran. Die Coast Guard leitete eine Untersuchung ein. Die "Alaska Spirit" liefe nach dem Zusammenstoß das OSI Dock an, die "Kodiak Enterprise" ging ins City Dock und machte bei der Magone Marine fest. Quelle: Tim Schwabedissen



Ruderhaus von Binnenschiff abrasiert
(17.2.11) Das unbeladene holländische Binnenschiff "Contra", 1303 ts (ENI Nr. 02326613), wurde am 16.2. schwer beschädigt, als es gegen 11 Uhr mit dem Ruderhaus gegen die alten Eisenbahnbrücke über die Ijssel in Zwolle im Gelderland fuhr. Dieses wurde dabei abrasiert, das Dach blieb nach der Kollision an der Brücke hängen. Der Eisenbahnverkehr musste eine halbe Stunde gesperrt werden.
Die "Contra" war von Meppel nach Deventer unterwegs gewesen, und der ungarische Kapitän war mit dem Fahrgebiet nicht vertraut. Er hatte richtig angenommen, unter der neuen Eisenbahnbrücke hindurch zu kommen, doch er hatte er nicht gesehen, dass sich dahinter die niedrigere alte Eisenbahnbrücke befand. Als er diese wahrnahm, war es zu spöt zum Aufstoppen, und sein Schiff wurde von der Unterseite der Brücke demoliert.
Die "Contra" wurde 1964 als "Adry" bei Lambrechts, Boom, erbaut für A. Maas & Co in Antwerpen. Später lief sie als "Banzai" und "Cairo". Sie ist 80 Meter lang, 8,2 Meter breit und hat 2,81 Meter Tiefgang. Seit 2009 läuft sie als "Contra" für die EBL BV in Zwijndrecht.
Auch in Groningen steckte ein Binnenschiff am 16.2. zeitweilig fest, in diesem Fall unter der Ketwich Verschuur Brücke. Das künfitge Restaurantschip war über den Nord Willemskanal unterwegs nach Assen, passte aber nicht unter die Brücke, die eine maximale Durchfahrtshöhe von 5,4 Metern hat. Schlepper zogen das Schiff wieder aus der Klemme. Quelle: Tim Schwabedissen



Barge in San Francisco nach Wassereinbruch gedockt und geleichtert
(17.2.11) Die vor San Franciscos Waterfront am Morgen des 15.2. auf eine Sandbank gesetzt Barge "TSG 230" ist nun in Oakland gedockt. Der Maschinenraum des 230 Fuß langen Gefährts hatte um 7.30 Uhr Wassereinbruch erlitten, und der Kapitän des Schubschleppers setzte es vor dem St. Francis Yacht Club auf Grund. Danach lief eine kleine Menge Restöl aus dem Maschinenraum aus. Mithilfe anderer Bargen wurde der geladene Sand geleichtert. Dazu kam eine Kranbarge zum Einsatz. Es gelang, die Barge wieder aufzuschwimmen, und der Schuber brachte sie nach Oakland. Quelle: Tim Schwabedissen



Gestrandete "K Wave" wird zur Strandattraktion
(16.2.11) Der Frachter "K Wave", 7170 BRZ (IMO-Nr.: 9414137), der K & K Schifffahrt in Hamburg, der am 15.2. am Strand von Almayate strandete, ist weiterhin stabil. Auch die Ladung von 274 Containern ist unversehrt geblieben. Fünf Container enthalten Gefahrgut wie Farben, Chlor und Kohlenstoff-Pulver. Sie befinden sich in einer besonders geschützten Zone im Mittschiffsbereich.
Stürmisches Wetter in dem Gebiet rund fünf Meilen westlich von Caleta de Vélez behinderten aber die Bergungsarbeiten mit Wellengang von an die 2,5 Meter und 6-7 Beaufort Wind. Der Schlepper "Clara Campoamor" hat am 15.2. gegen 13.15 Uhr Cartagena (Murcia) verlassen und wurde 14 bis 15 Stunden später vor Ort erwartet. Währenddessen stabilisierte der Schlepper "Ursus" den Havaristen. Die K & K Schifffahrt in Hamburg wurde aufgefordert, binnen 24 Stunden einen Bergungsplan vorzulegen.
Die 133 Meter lange "K Wave" war am 14.2. um 18.49 Uhr aus Algericas ausgelaufen und hatte Kurs auf Valencia genommen. Um 22.35 Uhr ging sie auf Nordostkurs, am 15.2. um 3.25 Uhr ging es in nordwestliche Richtung, und gegen fünf Uhr lief der 7,8 Meter tief gehende Frachter vor Vélez-Málaga auf Grund. Hier entdeckten ihn Fischer gegen sechs Uhr, und seitdem ist das Schiff zur Strandattraktion geworden, die zahlreiche Schaulustige anzieht. Quelle: Tim Schwabedissen



Langwierige Brandbekämpfung auf Binnenschiff
(16.2.11) In den Mittagsstunden des 15.2. brach in der Schleuse von Heel, Limburg, ein Feuer auf dem französischen Binnenschiff "Montana", 1083 ts (ENI-Nr.: 01823167), aus. Die Feuerwehr konnte mit einem Schaumlöschfahrzeug die Flammen auf dem im Lateraalkanal liegenden Schiff ersticken. Sie konnte wegen der starken Hitzeentwicklung zunächst nur aus der Distanz angreifen. Der Brand war gegen 13 Uhr im Maschinenraum entstanden und hatte sich rasch auf den darüber liegenden Kajütenbereich ausgebreitet. Auslaufender Treibstoff gab dem Feuer immer neue Nahrung. Erst gegen 17 Uhr war es gelöscht. Eine geringe Menge Öl geriet auch ins Wasser, wo sie von Einsatzkräften von Rijkswaterstraat aufgenommen wurde. Die dreiköpfige Crew konnte sich unversehrt an Land retten. Die Gemeinde von Maasgouw brachte sie vorübergehend in einem nahegelegenen Hotel unter. Die "Montana" wurde 1952 als "Bückeburg" für die Westfälische Transport AG in Dortmund auf der Arminiuswerft in Bodenwerder erbaut. Seit 1982 läuft sie als "Montana" und ging 2007 nach Frankreich. Sie ist 80 Meter lang und 8,2 Meter breit Quelle: Tim Schwabedissen



Gestrandete Frachter blockierten Suez-Kanal
(16.2.11) Am 15.2. gegen acht Uhr wurde der Verkehr im Suez Kanal unterbrochen, nachdem ein Frachter bei stürmischem Wetter nach Maschinenschaden auf Grund gelaufen war. Er saß vier Stunden lang im südlichen Sektor des Kanals fest. Wenig später kam noch ein weiteres Schiff fest. Gegen 12 Uhr waren beide Hindernisse beseitigt, und der Verkehr konnte wieder freigegeben werden. Quelle: Tim Schwabedissen



"Claus" bringt "Lisco Gloria" heim
(16.2.11) Die litauische Fähre "Lisco Gloria", 20600 BRZ (IMO: 9212151) wird ihr vorzeitiges Ende im einstigen Heimathafen finden. Am 16.2. um 14 Uhr sollte sie am Haken des Lübecker Schleppers "Claus" den Kai in Vigerö verlassen und bis zum Wochenende nach Klaipeda in Litauen gezogen werden. Dort wird das Schiff bei einem örtlichen Abwrackunternehmer zerlegt werden. Teile des Schiffes werden jedoch für andere Zwecke weiterverwendet. Dazu gehören auch die beiden Wärtsilä-Schiffsmotoren, die den Brand überstanden. Die "Lisco Gloria" war am 9. Oktober auf der Reise von Kiel nach Klaipeda durch ein Feuer schwer beschädigt worden. Im dänischen Odense war das Schiff nach Abschluss der Löscharbeiten zur Untersuchung gedockt worden. Nach Abschluss der Ermittlungen hatte die Versicherungsgesellschaft die Reederei entschädigt und das Schiff an die Firma Vakaru nach Estland verkauft. Dieses Unternehmen beauftragte die Werft Laivu Remontas in Litauen mit der Entsorgung des Schiffes. Der Schlepper "Claus" wird etwa drei Tage für den Transit benötigen. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter nach Kollision in Not
(16.2.11) Der libanesische Frachter "Abou Karim" funkte am 14.2. nach Kollision mit dem Fischereifahrzeug "Pianhiang 137" auf Position 09 55 N 034 30 W Notsignale. Die "Abou Karim", 7852 tdw (IMO-Nr. 7434949) wurde 1976 erbaut und läuft für die Mody Shipping. Quelle: Tim Schwabedissen



Barge machte sich selbstständig
(16.2.11) Die 143 fuß lange Barge "Brittney Moe" ging bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 58 Meilen mit einem Gabelstapler und anderem Gerät auf Deck in 12 Fuß hohen Seen südwestlich von Kodiak Island in der Shelikof Strait am 15.2. um 10.47 Uhr auf Drift. Der Schlepper "Seahawk" alarmierte nach Verlust seines Anhangs die Coast Guard, die mit einem MH 60 Jayhawk Helikopter die Barge überflog. Sie war nicht in unmittelbarer Gefahr einer Strandung. Während der Hubschrauber die Drift verfolgte, wurden Vorbereitungen zur Bergung der Barge eingeleitet. Quelle: Tim Schwabedissen



Berger erstmals an Wrack der "Midnite Sun"
(16.2.11) Am 15.2. gegen Mittag warteten Bergungscrews auf ablaufendes Wasser, um den gestrandeten, 68 Fuß langen Kutter "Midnite Sun" am Tanaak Cape, 36 Meilen nordwestlich von Kodiak zu untersuchen. Stürme hatten den Rumpf in den vergangenen Tagen aufgerissen, sodass ein Teil der 6000 Gallonen Öl an Bord ausliefen. Ein Coast Guard MH-60 Jayhawk Helikopter der Air Station Kodiak hatte am 11.2. die fünfköpfige Crew bei bis zu 52 Meilen Windgeschwindigkeit um 1.38 Uhr abgeborgen. Quelle: Tim Schwabedissen



Barge sinkend auf Grund gesetzt
(16.2.11) Öl und Hydraulikflüssigkeit liefen am 15.2. aus der sinkenden Barge "TSG 230" nahe des St. Francis Yacht Club in St. Francisco aus. Die Barge hatte eine Ladung Sand von Baggerarbeiten an Bord und wurde von einem Schlepper geschoben, als sie gegen 7:30 Uhr nach Wassereinbruch auf Grund gesetzt wurde. Die Barge gehört der Foss Maritime Company. Die Coast Guard und eine Ölbekämpfungsfirma legten 2500 fuß Ölsperren um das Fahrzeug aus, das 4,800 Gallonen Öl und 500 Gallonen Hydraulikflüssigkeit in den Tanks hatte.
Bis zum Nachmittag konnte der Austritt gestoppt werden. Danach galt es die 3000 Tonnen Sand zu löschen, um an das Leck heranzukommen und das verbliebene Öl zu leichtern. Die Coast Guard war mit den Booten "Hawksbill" und "Tern", einem 25-Fuß-Boot der Station Golden Gate, einem MH-65 Helikopter der Air Station San Francisco und einem Einsatzteam aus San Francisco vor Ort. Gegen 22 Uhr gelang es, die Barge wieder aufzuschwimmen. Quelle: Tim Schwabedissen



Quelle: Tim Schwabedissen



Fragezeichen über Schicksal der "Frimari"
(16.2.11) Nach der Kollision mit dem Binnenschiff "Anton" vor zwei Wochen am Leeseringener Weserbogen ist das polnische Binnenschiff "Frimari" weiterhin mit einem Fahrverbot belegt. Schon die erste Inspektion der Wasserschutzpolizei ließ gravierende Mängel erkennen, die ein Schiffssachverständiger aus Wilhelmshaven inzwischen bestätigte.
Das Notruder war ebenso wie das Bugstrahlruder defekt, Bug- und Heckanker waren nicht betriebsbereit, und die Hauptruderanlage war von elektrischer auf hydraulische Steuerung umgebaut worden, ohne dass jemals eine technische Abnahme stattgefunden hätte. Die Wasserschutzpolizei Nienburg hat daraufhin das Schiff daraufhin sofort in die Kette gelegt und die Schiffszulassung eingezogen.
Zudem leitete die zuständige Staatsanwaltschaft Bielefeld ein Verfahren wegen Gefährdung der Schifffahrt gegen den polnischen Schiffsführer ein. Vergangene Woche ließ der Besitzer der verderblichen Fracht die "Frimari" nach Nienburg an den Kai des Agrarhandelsunternehmens Bohnhorst schleppen, wo das Sojaschrot im Wert von 300 000 Euro gelöscht wurde. Unklar ist, was nun weiter mit dem Havaristen passiert. Aus eigener Kraft darf die "Frimari" nicht mehr fahren, und die beiden Schlepper, die das Binnenschiff nach Nienburg schleppten, sind längst wieder fort. Ein Reparaturtrupp aus Polen, der das Schiff am 10.2. inspizierte, verschwand unverrichteter Dinge wieder.
Am 11.2. wurde das beschädigte Schiff zunächst ein paar Meter flussabwärts an den bundeseigenen Anleger der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung geschleppt. Das Wasser- und Schifffahrtsamtes in Verden ging davon aus, dass der Eigner eine Reparatur veranlasst. Der Reeder hat in der Tat einen Gutachter an die Weser entsandt, um zu sondieren, wie umfangreich sich etwaige Reparaturarbeiten gestalten würden. Quelle: Tim Schwabedissen



Gesunkener Flusskreuzfahrer weiter verwüstet
(16.2.11) Seit mehreren Monaten liegt das Flusskreuzfahrtschiff "Victoria Cruziana" nun im Passauer Bayernhafen auf Grund, und niemand fühlt sich offenbar für die Bergung verantwortlich fühlt. Nun sind Unbekannte in das Wrack eingestiegen und haben weiteren Schaden angerichtet. Die Täter drangen zwischen dem 7. und 11. Februar durch eine offene Tür in das halb unter Wasser liegende Schiff ein. Sie verspritzten in den oberen, noch zugänglichen Decks Bauschaum, zerschlugen Glastische und Fensterscheiben, zerstörten Lampen und Ledersessel. Das Schiff sollte eigentlich zwangsversteigert werden, war aber am Besichtigungstag durch Sabotage oder Materialermüdung gesunken: Für die Überführungsfahrt wurde das Schiff mit tonnenschwerem Ballast auf besseren Tiefgang gebracht, Luken hatten provisorisch abgedichtet werden müssen. Quelle: Tim Schwabedissen



Suche nach 25 Mann zweier Schiffe geht weiter
(16.2.11) Am 16.2. wurde die Suche nach dem Trawler "Amethyst", zu dem es seit dem 11.2. keinen Kontakt mehr gibt, an der Westküste von Kamtschatka fortgesetzt. 11 Schiffe, ein MI 8-Helikopter und Militärflugzeuge der Typen IL-38 und Tu-142 sind an der SAR-Operation beteiligt. Das Schiff ist verschwunden, seit es in der Shelikhov Bucht auf Treibstoff wartete. Am 12.2. begann die Suche. Experten halten es für möglich, dass es ohne Energie im Eis treibt. Der Trawler gehört zu dem in Kamtschatka ansässigen Fischerei- und Ozeanographie-Forschungsinstitut Kamtschatka NIRO und ist in Petropavlovsk-Kamtschatsky beheimatet. Er hatte 22 Mann an Bord.
Fortgesetzt wurde auch die Suche nach den beiden vermissten Seeleuten der "Bensiktash", die vor Sochi auseinanderbrach. Er hatte ursprünglich 12 Mann an Bord, sechs Türken, drei Georgier, zwei Aserbaidschaner und einen Montenegriner. Ein Georgier und der Montenegriner sind seit der Strandung vermisst.
Die übrigen wurden in einem örtlichen Hotel untergebracht. Sechs Schiffe, das Küstenwachboot "Valery Zamaraev," der Eisbrecher "Triton", das Arbeitsschiff "Archangel Michael" sowie die Schlepper "Epron," "Adler" und "Ruslan" trotzten der schweren See, die die Suche behinderten und ein Überleben der Männer zusehends unwahrscheinlicher machte. Quelle: Tim Schwabedissen



Mast auf Zerstörer gebrochen
(16.2.11) Der obere Teil des Zerstörers USS "Gravely DDG 107" der 2. Flotte in Norfolk brach am 13.2. ab, als das Schiff unterwegs war vor der Nordküste von Florida. Während der Routineoperation kam es zu einem strukturellen Schaden an der Antennenanlage. Die Crew sicherte die Mastspitze, und der Zerstörer lief gegen 10 Uhr nach Mayport ein, wo der Mast untersucht wurde. Die "Gravely", ein Schiff der DDG 51 Arleigh Burke-Klasse, wurde erst im vergangenen November von dem Northrop Grumman's Ingalls Shipyard in Mississippi abgeliefert. Quelle: Tim Schwabedissen



Explosion durch Schweißfunken verursacht
(16.2.11) Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften führten zu dem Feuer auf dem in Azerbaidschan beheimateten Kranschiff "Shirvan" am 14.2. in der Bucht von Baku. Dies ergab eine Untersuchung auf dem Fahrzeug der Caspian Shipping Company. Der Brand brach gegen 19 Uhr bei Schweißarbeiten im Gefolge einer Explosion im Vorschiff aus, als die "Shirvan" zur Reparatur bei der Ilham Allahverdiyev Werft im Sabail Distrikt lag. 60 Quadratmeter Nebenräume brannten aus. Die angrenzenden Räume blieben unversehrt. Fünf Menschen wurden verletzt, einer von ihnen starb im Krankenhaus. . Quelle: Tim Schwabedissen



Raue See ließ Kutter kentern
(16.2.11) Alle fünf Insassen des am 12.2. vor Tofino im Bedwell Sound gekenterten, 12 Meter langen Kutters "Miss Karen", haben das Unglück gut überstanden. Das Joint Rescue Co-ordination Centre in Victoria hatte das EPIRB-Signal des Schiffes gegen 9:30 Uhr aufgefangen. Der Sender gibt sein Signal an einen nichtstationären Satelliten ab, und mit dem eingebauten GPS lässt sich erkennen, ob es sich um eine Notlage handelt und wo das Signal abgestrahlt wird. Über die Registrierung lassen sich dann Eigner und Informationen über das Schiff erlangen. Nachdem das Signal in Victoria aufgefangen wurde, versuchte das dortige Team zunächst den Eigner zu erreichen, dann rief es das Tofino Coast Guard Radio. Dem gelang es nicht, einen Funkkontakt zur "Miss Karen" herzustellen, und binnen 30 Minuten war ein Küstenwachboot vor Ort. Die Schiffbrüchigen, eine Familie, trieben zu dieser Zeit in einer halb vollgeschlagenen Rettungsinsel am Nordende von Meares Island am Eingang des Bedwell Sound. Es stellte sich heraus, dass ihr Kutter in raue See geraten und dann auf 4913.8 N, 12656.4 W gekentert war. Die Geretteten wurden in Tofino medizinisch betreut. Quelle: Tim Schwabedissen



Nicht lange Freude an neuem Kutter
(16.2.11) In Scalloway brach am 15.2. um 21.15 Uhr auf dem in Peterhead beheimateten Kutter "Our Guide" (MMSI-Nr.:, 233883000), dem jüngsten Schiff der örtlichen Fangflotte, ein Feuer in der Kombüse aus. Es nahm seinen Ausgang in einem Ofen.
Ein Löschzug aus Scalloway und zwei Züge aus Lerwick gingen unter Atemschutz mit Schläuchen gegen den Brand vor. Auch eine Wärmebildkamera kam zum Einsatz. Um 22.45 Uhr war der Brand gelöscht. Neben dem Feuerschaden in der Kombüse war es auch zu einer starken Verqualmung der übrigen Räume gekommen.
Zwei Besatzungsmitglieder aus Ghana, die an Bord wohnten, waren zur Brandzeit nicht an Bord. Ein Mann kam mit Rauchvergiftung ins Krankenhaus. Der 23,7 Meter lange Kutter war erst Anfang des Monats auf den Shetlands eingetroffen und sollte die in Burra beheimatete "Quiet Waters" ersetzen. Quelle: Tim Schwabedissen



Weiter keine Spur von vermissten Leichtercrews
(15.2.11) Sieben Mann sind weiterhin vermisst, nachdem die Leichter "Titu 21" mit 1200 Tonnen Zementklinkern und die "Titu 22" mit 1500 Tonnen vor Chittagong in der Bucht von Bengalen im Kutubdia-Kanal kenterten. Die "Titu-16", ebenfalls zur Abul Khayer Group gehörig, wurde beschädigt, als der unter St. Vincent-Grenadines-Flagge laufende Bulkcarrier "Ramsi", 32600 tdw (IMO-Nr.: 8016990), des AK Shipmanagement Bangladesh sie rammte. Sie machte später an Mole 15 fest.
Die mit 28 Mann besetzten Leichter wollten gegen ein Uhr in den Hafen laufen, als sich das Unglück ereignete. 21 Mann wurden durch zivile und Marineschiffe gerettet, fünf kamen leicht verletzt ins Krankenhaus. Die "Ramsi" hatte offenbar einem anderen, in den Schifffahrtskanal einlaufenden Schiff ausweichen wollen. Die Suchaktion dauerte an. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter in Rostock auf Grund gelaufen
(16.2.11) Der unter Antigua Barbuda-Flagge laufende Frachter "Verona", 2184 BRZ (IMO-Nr.: 8705254) lief im Überseehafen von Rostock am 15.2. auf Grund. Offenbar durch starken Wind war das Schiff aus dem Kurs gedrückt worden. Der Schlepper "Fairplay 2" wurde zu Hilfe gerufen und machte den Havaristen wieder flott, der anschließend im Hafenbecken B an den Kai ging. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter im Sturm von eigener Ladung demoliert
(16.2.11) Der unter Bahamas-Flagge laufende Containerfrachter "Barrington Island", 14061 BRZ (IMO-Nr.: 9059614), lief am 14.2. mit Seeschlagschäden in Antwerpen ein, wo er von den Schleppern "Union" und "Union Kodiak Jade" an den Kai gebracht wurde. Große Teile der Steuerbordreling fehlten, und die Gangway wie auch Bordkräne waren beschädigt. Der Grund war, dass im Atlantiksturm 22 Kühlcontainer über Bord gegangen und weitere durch überkommende Brecher in Mitleidenschaft gezogen worden waren. Um 17.30 Uhr machte der Frachter am Leopold Dock fest, und am 16.2. sollte am Liegeplatz 188 die Reparatur der erheblichen Schäden beginnen. Quelle: Tim Schwabedissen



"Nordland 1" von Versicherung aufgegeben
(15.2.11) Kein Happy End für den gestrandeten Emder Frachter "Nordland 1", 269 BRZ (IMO-Nr.: 5255272), Der zuständige Versicherer hat den Frachter der Emder Baustofffirma Fritzen aufgegeben. Die Kosten, um das Schiff wieder betriebsfähig zu machen, seien zu hoch. Die 49 Jahre alte "Nordland 1" war am 3. Februar bei der Anlieferung von Baumaterial auf Grund geraten und konnte sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien. Später verschärfte sich die Lage, als der Havarist bei einem besonders hoch auflaufenden Hochwasser gegen eine Buhne gedrückt wurde. Ursprünglich sollten Schlepper das Schiff nach Emden ziehen, wo eine Reparatur erfolgt wäre. Die Firma Fritzen Fracht hatte noch in der vergangenen Woche gegenüber der Emder Zeitung erklärt, eine Zerlegung sei nicht das Ziel. Man wolle das Schiff unbedingt erhalten. Die Chancen dafür sind offenbar gesunken. Quelle: Tim Schwabedissen



"Lisco Gloria" vor letzter Reise
(15.2.11) Die einstige Kiel-Klaipeda-Fähre "Lisco Gloria" tritt nun voraussichtlich am 16.2. ihre letzte Reise an. Zwei Schleppern sollen sie von Munkebo aus nach Estland bringen, wo sie abgewrackt werden soll. Bei dem Feuer, das die Fähre im Oktober 2010 zerstörte, war zwar die Maschinenanlage nur leicht beschädigt worden, dennoch ist es technisch nicht möglich, die Fähre mit eigener Kraft fahren zu lassen. Ursprünglich sollte Schiff bereits am 14.2. ablegen, was aber wegen des stürmischen Wetters verschoben werden musste. Verschrottet werden soll das Wrack in Tallin, nur rund 100 Meilen von dem Hafen entfernt, den die Fähre in der Unglücksnacht vor vier Monaten eigentlich hatte ansteuern sollen. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision vor Den Helder dramatischer als zunächst gedacht
(15.2.11) Nach der Kollision des finnischen RoRo-Frachters "Birka Transporter", 6.620 BRZ (IMO-Nr.: 8820858), 33 Kilometer westlich von Den Helder mit dem in Urk beheimateten Trawler "Willempje Hoekstra - UK 33", 410 BRZ (IMO-Nr.: 8705826) ist der Frachter am Morgen des 15.2. von Amsterdam kommend in Chatham eingetroffen. Er hatte bei dem Zusammenstoß nur eine kleine Beule am Bug davongetragen.
Schwerer als zunächst erwartet waren hingegen die Schäden am Trawler, der noch am 14.2. bei der Visser Werft in Den Helder gedockt wurde. Er war bei der Kollision im Bereich des Bugstrahlruderraums aufgerissen worden. Er hatte gerade von Harlingen kommend seine Netze ausbringen wollen, als der Frachter auftauchte und durch ein fehlerhaftes Ausweichmanöver in den Steuerbord-Bug rammte.
Der Kutter hatte noch zurückgesetzt, und der Finne die Fahrt verlangsamt. Deswegen blieb die Wucht des Aufpralls begrenzt. Zunächst hatte der Kutter sogar seine Fahrt fortsetzen wollen, doch beim Aussetzen der Netze stellte ein Besatzungsmitglied fest, dass das Wasser in der Netzlast bereits zwei Fuß hoch stand. Auch in den Maschinenraum und die Fischluke drang Wasser ein.
Unterhalb der Wasserlinie war der Rumpf aufgerissen. Das Rettungszentrum in Den Helder alarmierte daraufhin um 5.40 Uhr, 25 Minuten nach dem Unfall, das KNRM-Boot "Joke Dijkstra", das hydrographische Forschungsschiff "Hr MS Luymes", 2091 BRZ (IMO-Nr.: 9271860) der Marine sowie den holländischen Notfallschlepper "Ievoli Black", 2.283 gt (IMO-Nr.: 9439242).
Das Rettungsboot eilte nach Passieren des Molengatts bei ruhiger See und guter Sicht mit 30 Knoten auf den angeschlagenen Kutter zu und hatte ihn um 6.50 Uhr erreicht. Rasch waren Lenzpumpen übergesetzt. Weitere Verstärkung erfolgte durch ein Zodiac der "Hr MS Luymes". Da weiterhin mehr Wasser nachströmte als gelenzt werden konnte, wurde durch die "Joke Dijkstra"eine weitere Pumpe von der noch sechs Meilen entfernten "Ievoli Black" abgeholt. Mit vereinter Pumpkraft gelang es endlich, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen, sodass der holländische Trawler, eskortiert von den drei Hilfsschiffen, mit eigener Kraft nach Den Helder einlaufen konnte. Hier wurden die vom Schlepper ausgeliehene Lenzpumpe sowie die dazugehörigen Saugrohre zurückgegeben. Die übrigen Pumpen verblieben an Bord, bis der Kutter mittags im Dock der Werft Visser lag. Quelle: Tim Schwabedissen



Taucherboot drohte nach Tauchgang zu tauchen
(15.2.11) Das Küstenwachboot "Alligator" kam am 13.2. einem kleinen Taucherboot zu Hilfe, das 10 Meilen westlich von Clearwater zu sinken drohte. Die Coast Guard St. Petersburg, Florida, hatte um 15.50 Uhr einen Notruf der zweiköpfigen Crew aufgefangen. Zwei Charterkutter aus Clearwater, die "Gulf Queen" und "Super Queen", eilten zur Assistenz, während die beiden Männer versuchten, ihr Boot auszuschöpfen. Um 15.52 Uhr nahm die 87 Fuß lange "Alligator" aus St. Petersburg Kurs auf die Unglücksstelle.
Als sie um 16.12 Uhr eintraf, setzte sie ein kleines Boot mit einer Lenzpumpe aus und übernahm die beiden Taucher. Dann wurde ihr Boot ausgepumpt und dabei in Richtung Clearwater abgeschleppt. Von der Coast Guard Station Sand Key kommend traf um 16.31 Uhr ein 25-Fuß-Boot ein, als sich der Schleppzug neun Meilen westlich von Clearwater befand. Um 17 Uhr war der Schlepp übernommen. Wie sich herausstellte, hatte das Boot einen Riss im Rumpf. Die beiden Insassen waren auf einem Tauchgang gewesen. Als sie wieder an die Wasseroberfläche zurückkehrten, stellten sie fest, dass ihre Tauchbasis selbst zu sinken drohte. Quelle: Tim Schwabedissen



Strum versenkte drei Kutter in Yrkje
(15.2.11) Drei Fischerboote sanken am 14.2. binnen weniger Minuten bei starkem Ostwind am Dock an Yrkje. Gegen 13.30 Uhr war eines der Schiffe losgerissen und quergeschlagen. Eine Viertelstunde später hatte es zwei weitere Boote versenkt und war selbst auch untergegangen. Nur ein 12 Fuß langes Beiboot trieb noch an der Wasseroberfläche. Die anderen Schiffe lagen auf rund fünf Metern Wassertiefe auf Grund. Bis zum Abend wurden Kräne, Taucher und Pumpen geheuert. Der starke Wind aber ließ den Beginn der Bergungsarbeiten vorerst noch als zu riskant erscheinen. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter überlief drei Leichter - sieben Vermisste
(15.2.11) Mindestens sieben Menschen wurden vermisst, nachdem die beiden Leichter "Titu 21" und "Titu 22" nach der Kollision mit einem anderen Schiff am 15.2. rund 11 Meilen vor dem Kutubdia Leuchtturm gegen 1.30 Uhr sanken. Ein weiterer Leichter, die "Titu 16", wurde beschädigt. Die Leichter hatten 2,700 Tonnen Zementklinker von der "Ansir" übernommen, als sie von der "Hamsir" überlaufen wurden. 26 Mann waren an Bord der gesunkenen Leichter, 13 an Bord der "Titu 16". Alle Schiffe gehörten zur Abul Khair Grippe. Vier Mann der "Titu 21", zwei der "Titu 22" und einer der "Titu 16" wurden über Bord geschleudert. Eine Suche nach ihnen dauerte an durch ein Hafenrettungsteam, die Marine und die Küstenwache. Die gesunkenen Leichter wurden markiert. Quelle: Tim Schwabedissen



Quelle: Tim Schwabedissen



Noch keine Spur der "Amethyst"
(15.2.11) Die Suche nach dem seit dem 11.2. in der Ochotischen See vermissten Trawler "Amethyst" und seinen 23 Mann Crew vor der Westküste von Kamtschatka, wurde durch 18 Schiffe fortgesetzt. Der Kamtschatka Shelikhov Golf ist 140 x 120 Meilen groß. Das Küstenwachboot "Anadyr" hat das On Scene-Command. In Ust-Khairyuzovo war ein Mi-8 Helikopter startklar. Die Windgeschwindigkeit betrug aber immer noch 10-14 Meter pro Sekunde. Quelle: Tim Schwabedissen



Ein Toter und zwei Verletzte auf Kranschiff
(15.2.11) Am 14.2. kam es zu einer Explosion mit anschließendem Brand auf dem unter der Flagge von Aserbaidschan laufenden Kranschiff "Shirvan", 1392 tdw (IMO-Nr.: 7912173), vor Baku. Ein Schlosser starb, zwei Männer wurden verletzt. Vertreter der State Caspian Sea Shipping Company waren rasch vor Ort. Die "Shirvan" lag zur Reparatur an der Werft Ilham Allahverdiyev der staatlichen Sea Shipping Company. Gegen 23 Uhr war der Brand gelöscht. Der Schlosser war noch ins Krankenhaus gebracht worden, wo er seinen Verletzungen aber erlag. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter demolierte selbst angelieferte Containerkräne
(15.2.11) Einer von zwei Containerkränen, die nach 41-tägiger Reise rund Afrika erst am 8.2. bei den APM Terminals in Portsmouth abgeliefert worden waren, wurden am 14.2. von dem unter Hongkong Flagge laufenden Schwergutfrachter "Zhen Hua 24", 37879 BRZ (IMO-Nr.: 8414726), der die Kräne aus China gebracht hatte, beschädigt. Das Unglück ereignete sich beim Ablegen. Einer von zwei weiteren auf Deck verlaschter Kräne brach den Ausleger des auf dem Kai stehenden Krans ab. Dieser wurde schwer beschädigt, die Kainanlage der Virginia International Terminals Inc. leicht. Doch der Liegeplatz musste zunächst gesperrt und ein Schiff von APM zum Portsmouth Marine Terminal verholt werden. Es galt dann, den Kran bei 20 Knoten Wind zu stabilisieren, dessen Laufanlage ebenfalls beschädigt war. Bis zum Nachmittag des 15.2. sollte dies geschehen sein. Bei den Arbeiten half die Crew der "Zhen Hua 24" mit. Der Frachter hatte mit den zwei verbliebenen Kränen und vier Containerladern als nächstes Kolumbien ansteuern. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter Hamburger Reederei vor Spanien gestrandet
(15.2.11) Die Bergungsschiffe "Salvamar El Puntal" und "SAR Mastelero" kamen dem unter britischer Flagge laufenden Frachter 'K Wave', 7170 BRZ (IMO-Nr.: 9414137), am Morgen des 15.2. zu Hilfe, nachdem dieser gegen sechs Uhr mit 13 Mann Besatzung unweit von Madrid 200 Yards vor Almayate in der Vélez-Málaga-Gemeinde gestrandet war. Der Frachter kam quer zur Küstenlinie fest. Der Helikopter 'Helimer 207' sowie ein Taucherteam aus Caragena sowie Bergungsgerät aus Sevilla wurden mobilisiert. Das Schiff hat bislang kein Leck oder strukturelle Schäden. Der Frachter der MS K-Wave GmbH & Co. KG in Hamburg war von einem schweren Weststurm auf die Küste gedrückt worden. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter zum zweiten Mal binnen einer Woche in Schwierigkeiten
(15.2.11) Helfer aus St. Petersburg und Eckerd College sowie die U.S. Coast Guard kamen in der Nacht zum 15.2. vor Egmont Key dem Kutter "Miss Donna" zu Hilfe. Das Schiff war bereits in der vergangenen Woche auf Grund gelaufen. Nun geriet es zwischen Egmont Key und dem Nordende von Anna Maria Island erneut in Seenot. Die U.S. Coast Guard schickte ein Boot der Station Cortez. Weitere Boote wurden von der Fort DeSoto Boat Ramp und Eckerd College dem an Bord befindlichen Paar zu Hilfe geschickt. Quelle: Tim Schwabedissen



Bunkerboot nach drei Tagen gehoben
(15.2.11) Am 14.2. wurde das im Demerara River, unweit von Providence, am Nachmittag des 11.2. gesunkene Bunkerboot "Mother Ganga" gehoben. Das Schiff eines Eigners aus West Demerara war nach Kollision mit einer Mole im Brazoria County untergegangen. Quelle: Tim Schwabedissen



GPS führte Sportkutter auf Molenkuppe
(15.2.11) Der 45 Fuß lange Sportkutter "Live" landete am 14.2. frontal auf der Quintana Jetty. Die beiden Fischer an Bord kehrten gerade von einer Fangfahrt zurück, als ihr GPS sie wegen einer Fehlfunktion vom Kurs abbrachte. Wie schnell das Schiff war, war noch unklar, doch es landete meterhoch über dem Wasser auf der Kuppe der Steinmole. Die Crew blieb unversehrt. Wie es aus seiner luftigen Höhe befreit werden sollte, war noch unbekannt. Quelle: Tim Schwabedissen



Sorge um Öl aus zwei gestrandeten Kuttern
(15.2.11) Fünf Tage nach ihrer Strandung hat die Coast Guard immer noch nicht zu der 58 Fuß langen "TerriGail" vordringen können, die am 8.2. in der Makushin Bay auf Grund getrieben war. Der letzte Überflug hatte am Tag danach stattgefunden, seitdem zwang stürmisches Wetter die Helikopter auf den Borden. Zu dieser Zeit sind auch nur wenige Coast Guard-Einheiten in der Bering See stationiert. Derzeit sind zwei Helikopter zu SAR-Zwecken in St. Paul. In der Bering See ist die "Morgenthau" auf Patroullie, und sie hat einen Helikopter an Bord. Ein weiterer MH-60 Jayhawk Helikopters ist in der Cold Bay, und es wurde nun geprüft, ob dieser einen Flug zur "TerriGail" unternehmen könnte. Der Kutter hatte 800 Gallonen Diesel an Bord.
Während bislang nichts von einer Ölverschmutzung bekannt wurde, sind inzwischen hunderte Gallonen Öl aus der auf Afognak Island, 36 Meilen nordwestlich von Kodiak gestrandeten "Midnite Sun" ausgelaufen, die in die Malina Bay trieben. Es wurde versucht, das restliche Öl des a morgen des 11.2. gestrandeten, 86 Fuß langen Kutters zu bekommen. Er hatte 6,000 Gallonen Diesel und 200 Gallonen sonstige Öle an Bord. Rund 1500 Gallonen sind bislang ausgelaufen. Quelle: Tim Schwabedissen



Ein Vermisster nach Kutteruntergang
(15.2.11) Am 14.2. sank vor Mangalore der Kutter "Kingfish" nach dem Auslaufen aus dem alten Hafen nach Kollision mit einem anderen Fahrzeug. Fünf Mann der Crew wurde von anderen Booten gerettet, einer galt als vermisst. Das Wrack, dessen Bug noch aus dem Wasser ragte, wurde an Land gezogen. Quelle: Tim Schwabedissen



"Waldhof"-Operation erfolgreich beendet
(15.2.11) Nach einem guten Monat lag am 14.2. der im Rhein verunglückte Säuretanker "Waldhof" endlich wieder im Hafen. Jetzt beginnt die Arbeit der Ermittler. Das 110 Meter lange Wrack wurde in den Loreleyhafen gezogen und dort mit Pontons gesichert. Zuvor hatten es drei Schwimmkräne und Kranschiffe an der Unglücksstelle bei St. Goarshausen geborgen. Das zuständige Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Bingen prüfte zuvor noch, ob sich Untiefen an der Unfallstelle gebildet hatten.
Zudem wurden sogenannte Fahrrinnentonnen ausgelegt. Danach wurde die Schifffahrt nach und nach wieder freigegeben. Die Krisenstäbe beendeten ihre Arbeit. Nun will zunächst die Staatsanwaltschaft den Tanker in Augenschein nehmen, um Aufschlüsse über die noch ungeklärte Unfallursache zu erhalten. Ein im Inneren des Schiffs entdeckter Toter wurde als ein 63 Jahre altes Besatzungsmitglied identifiziert.
Im Laufe des Tages war noch Öl-Wasser-Gemisch aus dem Maschinen- und Bugstrahlruderraum der "Waldhof" abgepumpt und die Räume auf Gas- oder Säure beprobt worden. worden. Anschließend suchte die Polizei dort erfolglos nach dem letzten vermissten Besatzungsmitglied. Zweimal war in den Vorwochen vermutlich eine Wasserleiche stromabwärts von Passanten bei Boppard und in Koblenz gesichtet worden, sie konnte jedoch nicht geborgen werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Vier deutsche Segler im Südatlantik von sinkender Yacht gerettet
(15.2.11) Vier deutsche Segler sind am 14.2. im letzten Augenblick von ihrer bereits sinkenden Yacht "Frigga" im Südatlantik gerettet worden. Die Segler, drei Männer und eine Frau, wurden trotz schwerer See von dem unter der Flagge Panamas fahrenden Tanker "Bow Engineer", 18405 BRZ (IMO-Nr.: 9317860), etwa 1100 Kilometer östlich von dem Starthafen Mar del Plata aufgenommen.
Ziel der Yacht, die kurz nach der Rettung sank, war Südafrika. Seit dem 13.2. hatten die vier Segler verzweifelt versucht, in das Boot eindringendes Wasser wieder herauszupumpen. Allerdings erwiesen sich die Pumpen als zu schwach. Später gab es auch Probleme mit der Stromversorgung. Angesichts der verzweifelten Lage setzte die Besatzung einen Notruf über das weltweit arbeitende, satellitengestützte Cospas-Sarsatsystem ab.
Die Seenotleitstelle in Bremen fing diesen Notruf am 13.2. auf und leitete ihn an die argentinische Marine weiter. Die bat daraufhin das dem Havaristen am nächsten stehende Schiff, die "Bow Engineer", Kurs auf den Segler zu nehmen. Zudem startete ein Suchflugzeug der argentinischen Marine, das die "Frigga" mehrmals überflog und Funkkontakt zu dem Segler herstellte. Quelle: Tim Schwabedissen



Sturm trieb dänische Fähre gegen Kai
(15.2.11) Der Fährdienst zwischen Bøjden und Fynshav musste am 14.2. eingestellt werden, nachdem starker Wind die einlaufende dänische Fähre "Thor Sydfyen", 1482 BRZ (IMO-Nr.: 7707475), um 10 Uhr gegen den Fähranleger von Fynshav auf Alsen gedrückt hatte. Die Fähre wurde dabei so stark eingebeult, dass sie von der Færgen A/S, die die Linie Bøjden-Fynshav betreibt, aus dem Verkehr gezogen werden musste. Arbeiter waren den ganzen Tag beschäftigt, den Schaden mit provisorisch angeschweißten Stahlplatten auszubessern, sodass das Schiff am 15.2. wieder in Dienst gehen konnte. Eine dauerhafte Reparatur soll während einer Routineüberholung im April durchgeführt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre versenkte Lotsenboot
(15.2.11) Vor Tsim Sha Tsui sank am 13.2. das 13,9 Meter lange Lotsenboot "Pilot 2" nach Kollision mit dem 42 Meter langen Fährkatamaran "New Ferry 86" der New World Ferry. Das Unglück ereignete sich zwei Kilometer von der China Hong Kong City Pier entfernt. Während die 161 Passagiere der Fähre unversehrt blieben, erlitten die drei Insassen des Lotsenbootes leichte Verletzungen. Der am Bug beschädigte Katamaran kehrte mit eigener Kraft an den Anleger zurück, bevor es zur Reparatur an den Reederei eigenen Anleger in Cheung Sha Wan ging. Die Fahrgäste reisten auf einer anderen Fähre nach Macau weiter. Das Wrack des Lotsenbootes wurde markiert und soll in Kürze gehoben werden. Im April 2010 lief ein Katamaran der New World Ferry mit 40 Fahrgästen und einer vierköpfigen Crew vor Peng Chau auf der Fahrt von Central Hongkong nach Mui Wo in dichtem Nebel auf Grund. Quelle: Tim Schwabedissen



Alter Bremer Frachter strandete 100 Meter von Sea Mermid entfernt
(14.2.11) In der Nacht zum 13.1. lief die unter Panama-Flagge registrierte "Lady Rana", 1.599 BRZ (IMO-Nr.: 6614437), vor Sharjah auf Grund. Bei stürmischem Wind mit Böen von 54 km/h Geschwindigkeit und Wellenhöhen von bis zu 14 Fuß waren beide Ankerketten gebrochen, und der Frachter wurde ebenso wie die "Dolphin" einer britischen Reederei auf Felsen getrieben und an mehreren Stellen aufgerissen. Eine Bergungsfirma gab die Anweisung, beide Havaristen, um den drohenden Untergang zu vermeiden, auf den Strand zu setzen. Die knapp 20 Mann Besatzung beider Schiffe wurden von Küstenwache und Polizei über ein Fallreep unversehrt gerettet. Taucherteams machten sich daran, die durch die Grundberührungen in den Rumpf gerissenen Löcher abzudichten. Danach sollten die Frachter wieder vom Strand gezogen und in Trockendocks der Ajman Free Zone gebracht werden. Sorgen bereitete allerdings der Untergrund, denn die LADY RANA saß teils auf Felsen, teils auf Sand. Nur 100 Meter entfernt von der Strandungsstelle lag auch noch der in der Nacht zum 3.2. gestrandete saudi-arabische Frachter "Sea Mermid", 1.537 BRZ (IMO-Nr.: 8938423). Er kam 100 Meter vor dem Strand zwischen zwei Wellenbrechern fest, während die "Lady Rana" kaum 10 Fuß vom Ufer entfernt aufsaß. Sie entstand 1966 auf der Elsflehter Werft als "Erich Retzlaff" für die die Retzlaff Reederei, Bremen/Dortmund. Quelle: Tim Schwabedissen



Russischer Trawler mit 23 Mann vermisst
(14.2.11) Der russische Trawler "Ametist" mit 23 Mann Besatzung wird seit dem 10.2. vermisst. Die letzte bekannet Position war 58 30N 155 32 O im Ochotischen Meer am Eingang des Golfs von Shelikhova. Zu dieser Zeit hatte der Trawler nur noch 12 Tonnen Brennstoff an Bord bei einem Tagesverbrauch von drei Tonnen, und wartete auf einen Bunkertanker. Die "Ametist" bat dann den in der Nähe befindlichen Trawler "Seawind" (IMO-Nr.: 7901942), um Hilfe, doch das Bunkern scheiterte an technischen Problemen. Am 11.2. ging jeglicher Kontakt verloren. Suchflugzeuge konnten wegen eines Sturms mit Windgeschwindigkeiten von 25 Metern pro Sekunde und Schneeschauern nicht aufsteigen. Der Trawler läuft für das Kamchatka Fisheries and Oceanography Research Institute (KamchatNIRO) und ist in Petropavlovsk-Kamchatsky beheimatet. Acht Schiffe hielten in den vergangenen drei Tagen vergeblich nach dem Trawler Ausschau, und am Morgen des 14.2. fehlte weiter jede Spur. Die "Ametist", 781 tdw (IMO-Nr. 9159907), wurde 1996 erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



RoRo-Frachter rammte Kutter vor Holland
(14.2.11) Am Morgen des 14.2. kollidierte der finnische RoRo-Frachter „Birka Transporter“, 6620 BRZ (IMO-Nr.: 8820858), wenige Stunden, nachdem er vom Lehmann Kai in Lübeck abgelegt hatte, auf der Reise nach Kotka abgelegt hatte, 15 Kilometer westlich von Den Helder mit dem in Urk beheimateten Trawler „Willempje Hoekstra - UK 33, 410 gt (IMO-Nr.: 8705826). Während die „Birka Exporter“ dabei nur geringfügig beschädigt wurde und ihre Reise wenig später fortsetzen durfte, hatte die 39,98 Meter lange „Willempje Hoekstra“ Wassereinbruch erlitten. Das Rettungszentrum in Den Helder schickte ein dortiges KNRM-Boot, die „Luymes“ der Marine sowie den holländischen Notfallschlepper „Ievoli Black“, 2.283 gt (IMO-Nr.: 9439242), zur Unglücksstelle. Mit mehreren zusätzlichen Lenzpumpen gelang es, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen, sodass der holländische Trawler mit eigener Kraft nach Den Helder einlaufen konnte. Quelle: Tim Schwabedissen



Frisch versenkt am Hausriff von Filitheyo
(14.2.11) Mit der "Koimas 1" wurde unlängst das zweite Wrack am Hausriff von Filitheyo im Nord-Nilandhe-Atoll versenkt. Die "Koimas 1" liegt in einer Tiefe von 21 bis maximal 33 Metern auf der Nordseite der Insel und kann auch von ungeübten Tauchern angesteuert werden. Mit einer Länge von rund 34 Metern und einer Breite von acht Metern ist dieses Wrack etwas größer als das bereits im November 2009 in Filitheyo versenkte Wrack der "KM Argro Mina II". Das ohnehin schon spektakuläre Hausriff ist damit um eine Attraktion reicher. Nun haben einige Meeresbewohner den neuen Lebensraum bereits angenommen. Quelle: Tim Schwabedissen



Explosion bei Schweißarbeiten - ein Toter, drei Verletzte
(14.2.11) Eine Person kam ums Leben, drei weitere wurden schwer verletzt, als es am Abend des 12.2. gegen 19.30 Uhr auf dem Frachter "Star Art", der am Powder Bunder in Sewri lag, zu einem Feuer kam. Der Getötete hatte mit einem Schweißbrenner gearbeitet, als Schweißfunken wohl das Gas entzündeten. Zwei Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr und eine Ambulanz waren vor Ort. Quelle: Tim Schwabedissen



EPRIB rettete fünf Menschenleben
(14.2.11) Fünf Menschen, darunter zwei Kinder, verdanken ihrer Rettung durch ein Rettungsboot vor Tofino dem Notsender. Ihr Kutter war am Morgen des 12.2. in schwerer See so schnell gekentert, dass kein Notruf mehr abgesetzt und kein Rettungsmittel mehr ausgebracht werden konnte. Doch das EPIRB-Signal wurde gegen 9.30 Uhr aufgefangen, sodass ein Rettungsboot binnen einer halben Stunde vor Ort eintraf und die Verunglückten aufnahm. Sie wurden mit leichten Unterkühlungen nach Tofino gebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Restwrack der "Besiktash" soll geborgen werden
(14.2.11) Ein Schlepper soll versuchen, das Achterschiff des vor Sochi zerbrochenen tansanischen Frachters "Besiktash", 2193 BRZ (IMO-Nr.: 8841498), der am 12.2. mit einer Ladung Basaltsteine für Bauarbeiten in Vorbereitung der Olympischen Spiele zerbrochen war, von der Küste zu ziehen. Das Vorschiff war fast sofort gesunken, das Achterschiff kam 150 Fuß vor dem Strand fest. Von hier aus gelang es Rettern, 10 der 12 Mann Besatzung mittels einer Leine zu bergen. Zwei Mann, darunter der Kapitän, ertranken. Sie befanden sich wohl auf der vorderen Schiffshälfte. Sorgen bereiteten derweil die rund 15 Tonnen Bunkeröl in den Tanks des Wracks. Quelle: Tim Schwabedissen



"Waldhof" in Loreleyhafen geschleppt
(14.2.11) Das Wrack des Tankers "Waldhof" wurde am Vormittag des 14.2. von dem Kranschiff "Ajax" sowie dem Schwimmkran "Atlas" in den Loreley-Hafen hinter den Leitdamm verholt. Die Operation dauerte von 08:50 bis 09:10 Uhr. Am Vortag war es gelungen, den Tanker in stabile Lage unterhalb der Hafeneinfahrt Loreley zu bringen. Wenig später hatte Gewissheit geherrscht über den Verbleib eines der beiden vermissten Besatzungsmitglieder. In den total zerstörten Wohnräumen des Schiffes wurde eine Leiche gefunden und geborgen. Die Absuche aller Schiffsräume konnte aber noch nicht abgeschlossen werden. Die Maschinenräume und der Bugstrahlruderraum, die noch mit verschmutzten Wasser gefüllt waren, mussten zunächst beprobt werden, um Gefahren für die Rettungskräfte auszuschließen. Anschließend galt es die gelenzten vorhandene Flüssigkeit in einen dazu angeforderten Bilgenentöler zu pumpten. Erst dann konnte die Suche nach der letzten noch vermissten Person fortgesetzt werden. Wahrscheinlich wurde sie allerdings ohnehin bereits beim Abreißen des Ruderhauses fortgespült. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker rammte Koppelverband - Maas gesperrt
(13.2.11) Der deutsche Schubschlepper "Herkules IV", 134 ts (Eu-Nr.:4004770), kollidierte am 13.2. um 9.30 Uhr auf der Außenmaas mit dem Hamburger Gastanker "Schloss Mainau", 1605 ts (EU-Nr.: 4802690), der mit 1800 Tonnen Propangas beladen war. Dieser hatte gerade einen anderen Schubverband passieren wollen und dabei wohl die "Herkules IV", die mit vier leeren Bargen unterwegs war, übersehen. Die "Schloss Mainau" schob sich unter den Koppelverband. Dabei wurde ihr Vorschiff stark beschädigt. Zwei Bargen rissen sich los, und die Maas musste eine Stunde lang gesperrt werden, ehe sie wieder eingefangen waren. Der Tanker musste eine Reparaturwerft in Heinenoord anlaufen. Quelle: Tim Schwabedissen



Bunkertanker sank beim Bunkern
(13.2.11) Ein Schiff des Transport and Harbours Department sank am späten Nachmittag des 11.2. im Demerara River unweit von Providence. Der Bunkertanker hatte 20,000 Gallonen Diesel an Bord. Das Schiff ging beim Beladen unter, noch während der Kapitän an Land sprang und Hilfe suchte. Auch die anderen beiden Besatzungsmitglieder blieben unversehrt. Die Environmental Protection Agency (EPA), die Guyana Police Force und das Maritime Administration leiteten eine Untersuchung ein. Quelle: Tim Schwabedissen



"Waldhof" schneller als gedacht aufgerichtet - einer der Vermissten tot gefunden
(13.2.11) Um 7 Uhr des 13.2. begann planmäßig das Aufrichten des gekenterten Tankers "Waldhof" bei St. Goardshausen mit dem Auspumpen einzelner Tanks. In einem ersten Schritt erfolgte ab 08.00 Uhr das Lenzen einiger Tanks im Bugbereich des Schiffes. Mittels starker Pumpen wurde das sich in den Tanks befindliche Wasser in den Rhein gepumpt. Schon kurze Zeit später konnte man das Aufschwimmen des vorderen Schiffsbereiches um 2 bis 3 Meter erkennen. Parallel dazu wurde das Schiff kontrolliert um die Längsachse gedreht.
Die Hebekrane "Amsterdam" und "Atlas" hielten die Waldhof" dabei mit starken Trossen und drehten das Wrack langsam herum. Den einsetzenden Auftrieb nutzten die Spezialisten, um das Schiff viel schneller als erwartet zu heben. Es hatte gegen Mittag nur noch rund 10 Grad Schlagseite.
Bis zum Abend war das Schiff weiter stabilisiert worden und am Ufer festgemacht. Arbeiter der Bergungsfirma betraten am Nachmittag erstmals das Deck. Bergungskräfte starteten im Schiffsrumpf eine Suche nach den vermissten Besatzungsmitgliedern.
Es wurde vermutet, dass ein Mann bei dem Unglück in einer Koje im Schiff zurückgeblieben sein könnte. Tatsächlich fanden die Berger in den völlig zerstörten Innenräumen einen Toten. Der zweite Vermisste wurde wahrscheinlich von Deck gespült. Die Bundesstraße 9 wurde inzwischen wieder geöffnet. Die B42 ist seit Sonntag, 7 Uhr, in Höhe der Loreley gesperrt. Die B 42 bleibt auch am 14.2. unpassierbar. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter im Sturm zerbrochen - zwei Vermisste
(13.2.11) Der unter Tansania-Flagge laufende Frachter "Besiktas" brach in schwerer See im Schwarzen Meer bei Sochi am 13.2. gegen sechs Uhr auseinander. Das Vorschiff sank, und das Achterschiff war gegen 10 Uhr auf die Küste getrieben. Die 12-köpfige Crew aus Azerbaidshan, Georgien und der Türkei hatte sich dorthin geflüchtet und blieb zunächst unversehrt. Die Rettung von dem Wrackteil wurde aber durch schwere See verkompliziert. Es gelang schließlich, eine Leinenverbindung herzustellen, von der aus die an der Backbordseite der Aufbauten ausharrende Crew sich dicht über den Wellen an Land hangelte. 10 Mann konnten sich auf diese Weise retten, zweien gelang es nicht, sie sind vermutlich ertrunken.
Die "Besiktas", 2188 tdw (IMO-Nr. 8841498) wurde 1988 in der Ukraine erbaut und lief für die Umar Denizcilik Turkey. Quelle: Tim Schwabedissen



Alter norwegischer Kutter gesunken
(13.2.11) In Tonsberg sank am 5.2. der Kutter Langesund. Das alte Schiff hatte dort lange im Eis gelegen. Nachdem Wasser eindrang, legte es sich nach Steuerbord über und sank schließlich auf ebenem Kiel, bis nur noch das Ruderhaus und die Masten aus dem Wasser ragten. Quelle: Tim Schwabedissen



Zweiter Kutter binnen einer Woche bei Kodiak auf Felsen geschmettert
(12.2.11) Die Coast Guard Air Station schickte am 11.2. einen Kodiak MH-60 Jayhawk Helikopter zur Rettung der fünfköpfigen Crew des in Kodiak beheimateten, 21 Meter langen Kutters "Midnite Sun" (MMSI-Nr. 3667130), der am Morgne 36 Meilen nordwestlich von dort bei 52 Meilen Windgeschwindigkeit und bis zu 20 Fuß hohen Seen mit dem Heck voran auf die Felsküste von Tanaap Cape geworfen worden war. Die "Sea Warrior" hatte einen Mayday-Ruf empfangen und um 12.13 an die Coast Guard weitergeleitet. Um 1.17 Uhr startete ein Helikopter und war um 1.38 Uhr vor Ort. Alle Fischer wurden unversehrt aufgewinscht und zur Air Station Kodiak geflogen. Die "Midnite Sun" hatte 6,000 Gallonen Diesel an Bord. In den Morgenstunden wurde die Strandungsstelle erneut überflogen. Die Coast Guard und das Alaska Department of Environmental Conservation arbeiteten mit den Eignern zusammen an einem Plan zur Sicherung des Öls. Währenddessen war die Coast Guard Alaska weiterhin auch mit dem Fall der "TerriGail" beschäftigt, dem 58 Fuß langen Longliner, der am 8.2. in der Alimuda Bay - südwestlich der Makushin Bay strandete. Seit dem 9.2. verhinderte schlechtes Wetter aber weitere Kontrollflüge. So bald wie möglich soll der Zustand des Wracks untersucht werden. Die "TerriGail" hatte 800 Gallonen Öl an Bord. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter seit zwei Wochen auf Wellenbrecher gestrandet
(12.2.11) Der unter Panama-Flagge laufende Frachter "Boahi Challenge", 8708 BRZ (IMO-Nr.: 9423243), liegt weiterhin auf dem Wellenbrecher von Kanazawa Port, auf dem er am 30.1. von Dalian kommend beim Einlaufen im Sturm gestrandet war. Das Schiff war beladen mit Stahlprodukten und Maschinenteilen für ein Kraftwerk an der Westküse der USA. Quelle: Tim Schwabedissen



Löschboot geriet in Brand
(12.2.11) In der Botlek geriet am 11.2. das Boot "RWS 13" von Rijkswaterstraat in Brand. Er brach auf dem Oude Maasweg im Maschinenraum aus. Zwei Löschboote des Hafendienstes und die Feuerwehr waren schnell vor Ort. Die Besatzung von "RWS 13" hatte bereits mit Löscharbeiten begonnen und so den Brand begrenzt. Drei Mann wurden wegen Rauchvergiftungen behandelt. Quelle: Tim Schwabedissen



"Lisco Gloria" geht zum Schrott
(12.2.11) Am 9.2. wurde das Wrack der ausgebrannten Kiel-Klaipeda-Fähre " Lisco Gloria" an Abbrecher im Baltikum verkauft. Das Schiff war am 3.1. zum Totalverlust erklärt worden. Bereits in der kommender Woche soll es von der Odense Werft in Munkebo abgeschleppt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Bulkcarrier am Eis gescheitert
(12.2.11) Der Bulkcarrier "Aquila Companion" lief am 28.1. in Arkhangelsk ein. Das mit Aluminium beladene Schiff konnte von seiner philippinischen Besatzung in den arktischen Bedingungen nicht fahrtüchtig gehalten werden. Die Hauptmaschine war ausgefallen, die Kräne nicht betriebsfähig und die Ladeluken waren zugefroren. Das Schiff wurde von der Hafenverwaltung mit einem Auslaufverbot belegt. Am 11.2. lag es weiterhin in dem russischen Nordmeer-Hafen. Die "Aquila Companion", 20406 BRZ (IMO-Nr.: 9204790) wurde 2000 erbaut, führt die Flagge Antigua-Barbudas und hat als Manager das Aquila Maritime Management Germany.
Der Bulkcarrier "Good Pacific" kam am 31.1. um 20.30 beim Auslaufen aus St. Petersburg mit einer Ladung von 27500 Tonnen Dünger nahe Tonne 13 im Kronstadt Seekanal nach Maschinenausfall im Eis fest. Dort steckte er am 11.2. weiterhin und wartete auf den Eisbrecher "Kapitan Sorokin". Die "Good Pacific", 29300 tdw (IMO-Nr. 9354739) wurde 2008, erbaut, läuft unter der Flagge Indiens und hat als Manager die Goodearth Maritime India. Quelle: Tim Schwabedissen



Keine Rettung für "Salvage"
(12.2.11) Due Coast Guard San Juan wurde am 11.2. um 13.50 Uhrnach dem Untergang des Schleppers "Salvage" vier Meilen vor der Nordküste von Rio Grande, Puerto Rico, alarmiert. Die zweiköpfige Crew wurde von dem Schlepper "Handy I" vor dem Untergang gerettet. Von der Air Station Borinquen stieg ein MH-65 Dolphin Helikopter auf, der einen eine Meile langen Ölfilm ausmachte. Die "Handy I" hatte eine Barge auf dem Haken und war gemeinsam mit der "Salvage" von San Juan nach Culebra Island, Puerto Rico, unterwegs, als diese Wassereinbruch erlitt. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter sank in Tromsø
(12.2.11) Am 11.2. um 20.30 Uhr sank am Clarion-Kai im Zentrum von Tromsø der Kutter "Tor Ann". Niemand war an Bord. Nach dem Untergang trat Öl aus, und Feuerwehren und Rettungsdienste legten Ölsperren aus. Tromsø Port hatte zunächst einen Hinweis erhalten, dass das Boot tief im Wasser liege, und ene Stunde später war gesunken. Nur ein Teil des Ruderhauses ragte noch aus dem Wasser. Die Ursache des Untergangs war unklar. Quelle: Tim Schwabedissen



"Waldhof" vor der Bergung
(12.2.11) Am Tanker "Waldhof" liefen am 12.2. nahe der Loreley die letzten Vorbereitungen für die für den 13.2. geplante Bergung des Schiffs. Mittags waren die Bergungskräfte dabei, die für die Bergung notwendigen Kräne in Stellung zu bringen Zwei Kräne sollen die Hebung durchführen, ein dritter Kran soll am nahen Loreleyhafen zur Sicherung der Arbeiten genutzt werden. Die Einsatzleitung erwartet einen großen Andrang von Schaulustigen an beiden Ufern des Rheins. Deshalb sind ab 7.00 Uhr früh die Bundesstraßen auf beiden Seiten des Flusses, die rechtsrheinische B 42 von Kaub bis St. Goarshausen, die linksrheinische B 9 von Oberwesel bis St. Goar, gesperrt. Dadurch soll auch sichergestellt werden, dass im Notfall ein schnelles Heranschaffen von Bergungsmaterial möglich sei. Im Uferbereich direkt an der Unglücksstelle wird zudem eine Sicherheitszone eingerichtet für den Fall, dass während der Bergung etwa eines der unter dem Schiff gespannten Stahlseile reißt. Die Bergung soll dann um 7.00 Uhr damit beginnen, dass im Bugbereich des Schiffs zwei der insgesamt sieben Säuretanks, die derzeit mit Rheinwasser gefüllt sind, leergepumpt werden. Dadurch soll das Schiff Auftrieb bekommen. Sobald es dann wieder schwimmt, soll es noch im Strom mit Hilfe der um den Schiffskörper gelegten Stahlseile langsam in aufrechte Lage gedreht werden. Sobald die Normallage erreicht ist, wollen die Einsatzkräfte zunächst im Schiffsinneren nach den Leichen der beiden noch vermissten Besatzungsmitglieder suchen. Wie es dann weitergeht, hängt vor allem vom Zustand des Schiffs ab. Auf jeden Fall wird der Tanker aber aus der Fahrrinne heraus ans Ufer gezogen. Derzeit gingen die Bergungsexperten davon aus, dass der Doppelhüllentanker prinzipiell noch schwimmfähig sei und weggeschleppt werden kann. Allerdings war auch nicht auszuschließen, dass durch die zahlreichen Felsen, die an der Loreley auf dem Grund des Rheins seien, die Außenhülle des Schiffs möglicherweise stark beschädigt wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Suche nach einer Zukunft für die "Muldeperle"
(12.2.11) Das Fahrgastschiff "Muldeperle", die einstige Attraktion des Muldestausees, liegt nach ihrem Untergang Ende November 2009 weiter in Bitterfeld auf dem Trockenen und wurde noch nicht instand gesetzt. Fest steht, dass sie nicht wieder auf dem Muldestausee zum Einsatz kommt wegen der dort herrschenden Strömungs- und Windverhältnissen, deren Auswirkungen sich in den letzten Jahren verschärft haben. Zudem war der Bedarf nach Schifffahrt dort enorm gesunken - nicht zuletzt durch die Angebote in der Goitzsche. Im November 2009 war das Schiff teilweise gesunken. Eine Woche später wurde es durch ein Tauchunternehmen in aufwendiger Arbeit geborgen und an Land nach Friedersdorf gebracht. Erst da wurde das ganze Ausmaß des Schadens ersichtlich. Deshalb wurde entschieden, die Schifffahrt auf dem Muldestausee einzustellen - vor allem aus wirtschaftlichen Gründen. Die Betreibergesellschaft wurde aufgelöst. Möglich wäre nun ein Einsatz auf dem Goitzschesee gedacht, wo die Vetter-Touristik schon die "Vineta" fahren lässt. Da mit der "Reudnitz" eines anderen Betreibers der Bedarf an Ausflugsschiffen hier aber abgedeckt sein dürfte, wurde ein Fahrplan-Verkehr ins Auge gefasst. Anlegestellen könnten Mühlbeck und Pouch sowie der Bitterfelder Stadthafen sein. Quelle: Tim Schwabedissen



Fischer trieb nach Kollision eine Stunde in der Nordsee
(12.2.11) Der britische Kutter "Admiral Blake - PH 440", 82 BRZ (IMO Nr.: 8816039), kollidierte am 11.2. um 18.35 Uhr mit dem unter Marshall Islands-Flagge laufenden Containerfrachter "Boxford", 25624 BRZ (IMO-Nr.: 915850130), und wurde dabei aufgerissen. Das Unglück ereignete sich 30 Meilen vor Start Pt. Devon, südwestlich von Brixham. Zwei der vier Mann der "Admiral Blake" wurden in die eiskalte See geschleudert. Während einer sofort wieder an Bord genommen wurde, starteten ein britisch Coast Guard-Helikopter sowie Rettungsboote und andere Schiffe, darunter die "Amber J", die "Geeske" und der Kreuzfahrer "Oriana" eine Suche nach dem zweiten. Er wurde um 19.35 Uhr von einem durch die "Boxford" ausgesetzten Rettungsboot entdeckt und mit starker Unterkühlung ins Royal Devon and Exeter Hospital geflogen. Die Restcrew der "Admiral Blake" konnte den Wassereinbruch unter mithilfe einer von einem Hubschrauber aus Culdrose abgesetzten Lenzpumpe Kontrolle bekommen, sodass das Schiff vom Rettungsboot aus Salcombe gesichert und von diesem abgeschleppt werden konnte, bis sie vo dem RNLI-Boot aus Plymouth übernommen und dorthin eingeschleppt wurde. Der Marine Accident Investigation Branch (MAIB) leitete eine Untersuchung ein. Quelle: Tim Schwabedissen



Motoryacht in Ter Apel ausgebrannt
(12.2.11) Im Yachthafen von Ter Apel ist am 11.2. das 11 Meter lange Motorboot "Margaretha" vollständig ausgebrannt. Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Feuerwehr wurde gegen acht Uhr alarmiert. Einsatzkräfte aus Ter Apel und Stadskanaal brachten das Feuer binnen eineinhalb Stunden unter Kontrolle. Das zerstörte Boot wurde dann zu einer Helling geschleppt, um den drohenden Untergang abzuwenden. Quelle: Tim Schwabedissen



Hebung historischen Minensuchers wird vorbereitet
(12.2.11) Die 97 Fuß lange "Yarmouth Navigator", eines von nur noch sieben überlebenden Schiffen des D-Day, die am 30.1. vor Plymouth sank, wobei der Skipper ertrank, soll in den kommenden Wochen gehoben werden. Der Hafenmeister ist mit den Vorarbeiten beschäftigt, Taucher sicherten am 12.2. Taue, die am Wreck hängen und Schiffe gefährden könnten. Die eigentliche Hebung bedarf eines Vorlaufs von rund drei Wochen. Der Direktor des National Historic Ships Comittee hofft, dass das Wrack nach seiner Hebung repariert werden kann. Das Schiff entstand 1943 als Patroullienboot "MFV 1502". Quelle: Tim Schwabedissen



"Carnival Splendor" nach Feuer auf Probefahrt
(12.2.11) Das Kreuzfahrtschiff "Carnival Splendor" ist nach seinem Feuer wieder in Fahrt. Es verließ San Francisco am 10.2. zu einer Probefahrt, und am 14.2. wird es sich endgültig nach Long Beach aufmachen. Das Schiff war nach dem Feuer, das es lahmgelegt hatte, am 23.1. in San Francisco eingetroffen, dem einzigen Hafen weit und breit, der ausreichend große Dockkapazität hatte, um zwei neue Generatoren und eine neue Maschine einzubauen. Die Maschine wurde durch eine Antonov 21 von Fincantieri eingeflogen. Hier hatte sie eigentlich in einem Neubau landen sollen. Über 950 Arbeiter waren an den Reparaturen beteiligt. Auch rund 30 Prozent der Besatzung waren während der Wochen an Pier 70 an Bord tätig. Am 20.2. soll die erste Kreuzfahrt zur mexikanischen Riviera beginnen. Quelle: Tim Schwabedissen



"Cerro Alegre" wird an Strandungsposition zerlegt
(11.02.11) Der chilenische Frachter "Cerro Alegre", 2180 BRZ (IMO-Nr.: 7524299), der am 6.7. im Sturm an der Küste von Valparaiso aufs Ufer getrieben wurde, wird derzeit abgewrackt. Das 1975 erbaute Schiff war zu stark beschädigt, um von den Steinen wieder herunter gezogen zu werden und wird momentan direkt unterhalb der Uferstraße von oben nach unten auseinander geschnitten. Quelle: Tim Schwabedissen



Produktionsplattform fällt Monate aus.
(11.02.11) Die Produktionsplattform "Gryphon Alpha" der Maersk Oil, die sich in der Nordsee, 200 Meilen vor der schottischen Küste, von vieren ihrer 10 Anker losriss, wird ihre Produktion in den nächsten Monaten nicht wieder aufnehmen können. Als erstes machten sich Ankerziehschlepper daran, die Plattform wieder zu positionieren. Dann müssen aber auch Reparaturen am Riser vorgenommen werden, die einige Zeit in Anspruch nehmen. Derzeit sind 43 Arbeiter auf dem Fahrzeug. 73 Mann nicht benötigtest Personal waren von Helikoptern abgeborgen worden, als die "Gryphon Alpha" außer Kontrolle geraten war. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker rammte Trawler
(11.02.11) Der unter Panama-Flagge registrierte Tanker "Sunrise Sakura" kollidierte am Morgen des 92. mit dem chinesischen Trawler "Hui-Min Yue 1928" in der Straße von Taiwan. Das mit 32 Mann besetzte Fischereifahrzeug schlug leck und funkte in rauer See Notrufe. Es konnte in sichere Gewässer geschleppt werden. Der Tanker lief nach Ningbo zur Untersuchung. Die "Sunrise Sakura", 7506 tdw (IMO-Nr.: 9140475) wurde 1996 erbaut und läuft im Management der Sun Technomarine in Japan.
Quelle: Tim Schwabedissen



Hat "Fjordveien" Leuchtfeuer ausgelöscht?
(11.02.11) Als die Fähre "Fjordveien" nach Maschinenschaden vor der Schäre von Braga auf Grund schlug, hat sie möglicherweise das Stromkabel des darauf stehenden Leuchtturms gekappt. Die Meldung, dass es erloschen sei, kam am Morgen des 11.2, woraufhin sofort ein Boot der Küstenverwaltung zur Untersuchung geschickt wurde. Derzeit läuft das Navigationszeichen, eines von rund 450 in Rogaland, mit Batteriebetrieb. Die Fährverbindung Mekjarvik - Kvitsøy - Skudeneshavn wurde seit dem 11.2. um 6.10 Uhr mit einer Reservefähre von Skudeneshavn aus wieder nach Fahrplan aufgenommen. Allerdings müssen alle Fahrzeuge von Skudeneshavn den Weg über Mortavika-Arsvågen nehmen. Die "Fjordveien" war am 10.2. um 12 Uhr, vier Stunden später als geplant, von der "BB Worker" und "Buddy" nach Kvitsøy eingeschleppt worden, wo die 49 Passagiere von Bord gingen. Hier warteten bereits Polizei, Ambulanz, Krisenteams, Vertreter der Reederei und Inspektoren auf das Schiff. Die Passagiere waren in guter Verfassung. Sie hatten bei Braga einen dumpfen Aufprall wahrgenommen. Nun sollen Taucher das Unterwasserschiff unter die Lupe nehmen. Die "Fjordveien" hatte bereits in der Vergangenheit mit technischen Problemen zu kämpfen gehabt. Am 3.2.2010 ging sie deswegen in die Werft in Rubbestadneset auf Bømlo, Sunnhordland.. Am 24.2. konnte sie nur mit reduzierter Geschwindigkeit verkehren, und am 3.9. rammte sie den Fährterminal.
Am 24.3.2009 war sie wegen technischer Probleme außer Gefecht, und am 10.11. erlitt sie Maschinenwochen nach zweiwöchiger Überholung in einer Werft.
Am 14.7.2007 mussten Reisende wegen technischer Probleme der "Fjordveien" die Fähre Kvitsøy - Mekjarvik nehmen. Am 30.10. gab es Schwierigkeiten mit der Hydraulik.
Am 2.8.2004 fiel auf der Fahrt von Kvitsøy nach Skudeneshavn die Maschine aus. Die Fähre mit 182 Passagieren wurde eingeschleppt. Computerfehler waren die Ursache.
Am 7.5.2002 gab es einen Ausfall wegen technischer Probleme, ebenso am 5.8.
Die Indienststellung im Juli 2001 musste bereits abgesagt werden. Nach mehrfacher Verschiebung ging das Schiff am 10.9. in Fahrt, fiel aber bereits am 14.8. erstmals wegen Schwierigkeiten mit der Elektrik aus. Quelle: Tim Schwabedissen



Schiffbrüchige mit Verbrennungen aus dem Wasser gezogen
(11.02.11) Sieben thailändische Fischer wurden von einem Versorger gerettet, nachdem ihr Kutter in Flammen aufgegangen war. Die Männer wurden von dem Schiff der Exxonmobil am 9.2. in der See entdeckt, als sie gegen 18.30 Uhr dem Fahrzeug zuwinkten. Es gelang, alle Männer, von denen einer Verbrennungen von 50 % erlitten hatte, zu retten. Die Verletzten wurden dann per Hubschrauber ins Hospital Sultanah Nur Zahirah gebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Philippinisches Auslegerboot gekentert - alle 37 Insassen gerettet
(11.02.11) 37 Menschen, davon fünf Kinder, wurden am 10.2. gerettet, nachdem ihr Fährboot "4 R's" einen Betonpfahl 200 Meter vor dem Pasil Fish Port in Cebu City gerammt hatte. Es sollte einen leeren Sarg nach Cabul-an Island, Buenavista, bringen. Gegen 13.125 Uhr schlug der Steuerbord-Ausleger gegen das Betonfundament eines Viadukts. Wasser brach in das Boot ein, und es kenterte. Mehrere andere Auslegerboote aus dem Pasil Fischereihafen kamen binnen fünf Minuten zu Hilfe und bargen die 32 Fahrgäste und fünf Mann Besatzung. Die "4 R's" verkehrte täglich zwischen Pasil und Cabul-an. Sie kann bis zu 80 Passagiere transportieren, war aber nicht lizensiert. Quelle: Tim Schwabedissen



Luxusyacht auf erster Fahrt verunglückt
(11.02.11) Die 60-Tonnen-Luxusyacht "Pacific Jemm" rammte am 9.2. auf ihrer Jungfernfahrt auf dem Lake Wakatipu die Walter Peak Pier und zerstörte ein Charterboot in der Queenstown Bay. Nach Angaben von Maritime New Zealand hatte die Yacht kein Safe Ship Management Zertifikat. Das Schiff gehört dem Wellingtoner Mike Mahoney und war auf der ersten Chartertour mit einer Gruppe chinesischer Touristen. Sie wurde am Heck beschädigt, als sie achteraus an die Pier gehen wollte. Die Yacht war erst kürzlich von Bluff nach Kingston gebracht worden. Quelle: Tim Schwabedissen



Walfangschiff von "Moby Dick"-Vorbild Pollard entdeckt
(11.02.11) Die "Two Brothers", das Schiff, das der einstige Kapitän Pollard der "Essex", jenes Walfängers aus Nantucket, der 1820 von einem Wal versenkt und zum Vorbild für Herman Melvilles "Moby-Dick" wurde, nach seiner Rettung kommandierte, wurde jetzt von Tauchern entdeckt. Denn auch dieses Schiff sank. Der Walfänger sank vor 188 Jahren, nachdem er auf die French Frigate Shoals gelaufen war. Dort fanden die Taucher etliche Artefakte, Harpunenspitzen, Wallanzen und drei Anker. Es handelt sich um die erste Entdeckung eines Walfängers aus Nantucket, wo einst eine Armada von Schiffen beheimatet war. Die Insel in Massachusetts war Hauptstadt des Walfangs im 19. Jahrhundert. Die meisten sanken fernab der Heimat in unzugänglichen Gewässern, so ist bislang wenig erhalten. Die Nantucket Historical Association verfügt zwar über Logbücher und Journale, aber keine Schiffsüberbleibsel.
Die "Two Brothers" war unterwegs in Fanggründe vor Japan, nachdem der Atlantik und Teile des Südpazifiks abgefischt waren, als sie am 11.2.1823 ihr Schicksal ereilte. Pollard hatte keine Seekarten, und der Himmel war in jener Nacht bedeckt. Dutzende Schiffe sanken in dem Gebiet des heutigen Papahanaumokuakea Marine National Monument, einem Areal von 140,000 Quadtratmeilen westlich von Hawaii.
2008 machte sich ein Team von Marinearchäologen des National Oceanic and Atmospheric Administration's Office of National Marine Sanctuaries daran, verschiedene Wracks, darunter den britischen Walfänger "Gledstanes, der 1837 im Kure Atoll sank, und die "Churchill", die mit einer Ladung Kokosnussfleisch in den French Frigate Shoals 1917 scheiterte, zu untersuchen. Wenige Tage vor der Rückreise nach Honolulu untersuchten die Forscher eine kleine Sandbank, die als Shark Island bekannt war. In 15 Fuß Tiefe sahen sie auf einmal einen 10 Fuß langen Anker. Bei näherer Untersuchung fanden die Taucher auch eiserne Töpfe zum Kochen des Waltrans, was auf einen Walfänger hinwies. Seither wurden rund 80 Artefakte der "Two Brothers" entdeckt, Glas, Keramik und Teile des Rigs. Einige kleinere Stücke sollen in Hawaii ausgestellt werden, die größeren verbleiben in den Gewässern der Shoals.
Captain Pollard wurde einen Tag nach dem Verlust der "Two Brothers" gerettet - nach dem Untergang der "Essex" hatte er drei Monate auf See getrieben - und kehrte nach Nantucket. Er fuhr danach nicht mehr zur See, sondern wurde Wachmann. Quelle: Tim Schwabedissen



Crew verweigerte Überführung lecken Arbeitsschiffes
(11.02.11) Das Mehrzweckschiff "BKM 102" befindet sich derzeit auf einem Slip in Karratha, Dampier, zur Reparatur. Das Fahrzeug hatte sich beim Überlaufen eines Ankers, der im Rahmen der Arbeiten für das Gorgon Naturgasprojekt an der Nordwestküste von Westaustralien ausgelegt war, am 6.2. um 21.30 Uhr den Laderaum und einen Öltank aufgerissen. Danach musste es sinkend vor Barrow Island auf Grund gesetzt werden.
Der holländische Kapitän wurde nun von der Maritime Union of Australia beschuldigt, das Leben der Besatzung riskiert haben zu wollen, als er es 1150 Kilometer durch das Hurrikan-bedrohte Seegebiet fahren lassen wollte. Die Crew hatte dies verweigert. Der Joint Venture-Partner von Boskalis, Chevron, sagte hingegen, die Notfallprozeduren seien aktiviert und das Schiff sowie sein Treibstoff gesichert worden. Eine kleine Menge Öl war nach Angaben des Department of Transport Marine Safety ausgelaufen, konnte aber aufgefangen werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Ablassen der "Waldhof"-Ladung wegen technischer Probleme verzögert
(11.02.11) Das Ablassen der Schwefelsäure aus dem gekenterten Tanker "Waldhof" in den Rhein dauerte länger als geplant. Den Beginn der Bergung am 13.12. soll das aber nicht verschieben. Nachdem die Arbeiten wegen technischer Probleme nicht wie erwartet am Vormittag beendet wurden, sollten sie spätestens bis zum Morgen des 11.2. abgeschlossen sein. Die Vorbereitungen für die Bergung des 110 Meter langen Schiffs haben unterdessen begonnen.
So mussten etwa die beiden Schwimmkräne, die das Wrack sichern, neu ausgerichtet werden. Am 13.2. soll zunächst Wasser aus mehreren Tanks der "Waldhof" gepumpt werden. Wenn das Schiff dann aufschwimmt, soll es aufgerichtet und zum Ufer gezogen werden. Die Bergung soll am um 7.00 Uhr beginnen. Im Bereich der Unglücksstelle wird die Rhein-Schifffahrt für zwei Tage gestoppt. Während der Bergungsarbeiten ist die B 42 von Sonntagmorgen bis Dienstagmorgen voll gesperrt. Auch die linksrheinische B 9 wird am Sonntag zwischen St. Goar und Oberwesel gesperrt. Quelle: Tim Schwabedissen



Seelenverkäufer oder Denkmal? Streit um alten Frachter könnte beigelegt werden
(11.02.11) Der Frachter "Hamen", 1350 BRZ, der in Norwegen unter Schutz steht, aber von Schweden als Schrott angesehen wird, soll von der schwedischen Seite des Iddefjord entfernt werden, sobald die Eislage dies zulässt. Das Schiff ist stark verrottet, und unter Deck des nach Backbord überliegenden, am Ufer vertäuten Frachters steht Wasser. Mit einer Entfernung würde ein jahrelanger Disput zwischen der Hamen-Stiftung und den Kommunen von Häle und Strømstad enden. Die "Hamen" sollte eigentlich in Hall abgebrochen werden.
Doch das 1949 als "Tandik" in England erbaute Schiff, das von 1960 bis 1996 unter norwegischer und dann bis 2004 unter schwedischer Flagge registriert war, wurde von norwegischen Interessenten entdeckt und durch die Stiftung erworben. Seit 1986 war es aufgelegt. Bereits 1994 sollte es unter Schutz gestellt werden, doch 1996 wurde es auf Abbruch verkauft. Es ist wohl das letzte seiner Art. Doch die notwendige Finanzierung zur Verschleppung kam nie zustande, und die Gemeinde Strömstad drohte am Ende eine Strafe von 30,000 Kronen pro Monat an, die der Frachter im Iddefjord blieb. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision auf Elbe-Seiten-Kanal
(11.02.11) Bei einem Zusammenstoß auf dem Elbe-Seitenkanal sind zwei Binnenschiffe beschädigt worden. Bei der Kollision der "Ideal" mit der "Vera" südlich des Schiffshebewerks Lüneburg in Scharnebeck entstand hoher Sachschaden. Während die "Ideal" die Fahrt nach der Kollision aus eigener Kraft nach Berlin fortsetzen konnte, musste die "Vera" manövrierunfähig vom Unfallort abgeschleppt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Spanische Fähre rammte Kai in Valencia
(11.02.11) Am 5.2. um 21.05 Uhr rammte die spanische Fähre "Fortuny", 26916 BRZ (IMO-Nr.: 9216585), von Ibiza kommend im Hafen von Valencia wegen einer technischen Störung beim Manövrieren den Kai. Dabei wurde der Rumpf auf 1 x 1,5 Metern aufgerissen. Die 130 Passagiere wurden evakuiert.
100 von ihnen waren nach Palma de Mallorca udn der Rest nach Mahon unterwegs. Die Fahrt nach Acciona musste abgesagt werden, die Reederei brachte die Passagiere in einem Hotel in Valencia unter und bot Transfers nach Barcelona zur Weiterreise nach Palma und Mahonan. Der Fährbetrieb blieb bis zum 7.2. ausgesetzt, als "Murillo" und später die "Wisteria" als Ersatz kamen, während die "Fortuny" in Valencia repariert wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Explodierter Tanker wird in Singapur repariert
(10.02.11) Der schwer beschädigte malaysische Tanker "Gagasan Perak", 7057 BRZ (IMO-Nr.: 9390525), ging jetzt ins Trockendock des Sembawang Shipyard in Singapur zur Reparatur. Das Schiff war bei einer Tankexplosion am 4.9.2010 im Kangean Energy's Sepanjang-Ölfeld aufgerissen worden. Danach wurde es von dem Schlepper "ASL Sentosa" zunächst nach Batam verholt. Quelle: Tim Schwabedissen



Uups, he did it again - Captain Calamity hat neues Boot
(10.02.11) Captain Calamity ist wieder unterwegs. Nachdem er bereits 13 Mal gekentert war, machte er sich mit seinem für 1500 Pfund erworbenen Katamaran "Goes to Eleven" wieder auf die Reise. Der 55-jährige Hapless Glenn Crawley hat die britische Rettungsgesellschaft RNLI bereits über 30,000 Pfund gekostet, die bei verschiedenen Havarien seines Katamarans "Mischief" entstanden. Seine Laufbahn schien allerdings im vergangenen Jahr beendet, als er in der berüchtigten, bis zu 20 Fuß hohen Cribbar Wave - auch bekannt als Widow Maker - vor Fistral Beach in Newquay, Cornwall scheiterte.
Doch in der vergangenen Woche stach er wieder in See. Prompt kenterte sein Boot erneut. Ein Rettungseinsatz der RNLI konnte aber im letzten Moment abgewendet werden, als er das Boot wieder aufrichtete. Nachdem in seinem ersten Jahr auf See 2003 drei Havarien zu verzeichnen waren, kam es von 2004 bis 2010 zu weiteren 10 Notlagen, woraufhin ihm dringend nahegelegt wurde, an Land zu bleiben. Doch 2011, so kündigte Glenn an, will er erfolgreich auf einer der 20 Fuß hohen Wellen der Cribbar surfen. Quelle: Tim Schwabedissen



Luftnot nach Bericht über Seenot
(10.02.11) Das Schicksal des auf Borkum gestrandeten Emder Frachters "Nordland 1" ist weiterhin ungewiss. Möglicherweise erst in der übernächsten Woche kann der Frachter geborgen werden, hieß es bei der Firma Fritzen Fracht. Wie die Bergung aussehen wird, war am 9.2. aber noch unklar. Die Fachleute vor Ort haben verschiedene Möglichkeiten in Erwägung gezogen. Dazu gehörte auch, das Schiff am Strand in einzelne Teile zu zerschneiden und diese dann abzutransportieren. Dies sei aus der Sicht der Versicherer eine Möglichkeit, nicht aber das Ziel der Eigner. Erwogen wurde stattdessen, das Schiff mit einem Luftkissen anzuheben, auf die Seite zu legen und in tieferes Wasser zu ziehen Es gebe nur wenige derartiger Schiffe, und die "Nordland 1" sei in gutem Zustand. Die Tage verbrachte die Crew nach der Strandung an Bord, während der Nächte waren Kapitän Edwin Rachow und seine zweiköpfige Crew auf der Insel untergebracht. Bisher hatten die drei im Hotel übernachtet, für die Zeit nach dem 9.2. wurde eine Ferienwohnung angemietet. Ersatz für die "Nordland I" konnte Fritzen Fracht nicht kurzfristig bekommen. Deshalb blieben weitere Lieferungen seit der Strandung aus. Der Frachter sollte insgesamt 2900 Tonnen Stahl zur Borkumer Strandpromenade bringen. Am 3.2. war es seine fünfte Tour mit 182 Tonnen Stahl zu der Baustelle.
Am Nachmittag des 8.2. kam derweil ein Fernsehteam des NDR Niedersachsen, das über den Fall berichtete, in Luftnot. Mittags hatte das Flugzeug vom Typ "BN 2B 26" vom Borkumer Flugplatz in Richtung Emden abgehoben. An Bord waren fünf Borkum-Reisende und ein dreiköpfiges Team des NDR. Kurz nach dem Start fiel einem Passagier auf, dass das Rad des rechten der beiden starren Fahrwerke quer stand.
Der Pilot entschied sich schnell zur Notlandung in Emden und informierte die Emder Feuerwehr. Elf Einsatzfahrzeuge mit 35 Männern der Emder Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehren Borssum, Stadtmitte, Widdelswehr/Petkum und Twixlum bedeckten mehrere hundert Meter der Landebahn mit einem Schaumteppich. Der Borkumflieger kreiste während dieser Arbeiten und wartete auf das Signal zur Landung.
Zeitgleich waren die Rettungskräfte des Deutschen Roten Kreuzes, der Stadt Emden und des Vereins für Rettungsdienste, Krankentransporte und soziale Hilfsdienste (RKsH) gemeinsam mit zwei Notärzten vor Ort eingetroffen. Auch die Schnelle Einsatzgruppe des DRK war am Flugplatz. Nach Anweisung des Piloten begaben sich die acht Passagiere eine Stunde später in die Notlandehaltung.
Das Aufsetzen kurz vor 14 Uhr auf dem Emder Flugplatz klappte reibungslos. Der Pilot legte seine Maschine kurz vor dem Berühren der Piste leicht schräg, so dass das intakte Fahrwerk die erste Wucht des Aufpralls abfangen musste. Als das defekte Fahrwerk den Schaumteppich berührte, drehte es sich in die richtige Richtung. Unversehrt verließen die Passagiere die Maschine. Aufamten bei den Emder Feuerwehren, dem Rettungsdienst und den Verantwortlichen der Ostfriesischen Lufttransport-GmbH (OLT), zu deren Flotte das erst 2008 in Dienst gestellte Flugzeug gehört. Es war erst einen Tag zuvor gewartet worden. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter rammte Braker Pier
(10.02.11) Am 9.2. gegen 06:40 Uhr rammte der unter der Flagge von Gibraltar fahrende Frachter "Baltic Sailor", 2280 BRZ (IMO-Nr.: 9138214), die Holzpier im Braker Weserhafen. Beim Verholen des mit Getreide beladenen Schiffes von einem Liegeplatz zu einem anderen hatte der Kapitän offensichtlich einen Fahrfehler begangen und lief so mit dem Schiff gegen die Holzpier. Ersten Schätzungen zufolge entstand dabei an der Pier ein Sachschaden von rund 50.000 Euro. Das Schiff selbst blieb unbeschädigt. Da es seine Reise nach Vasteras im Laufe des Vormittags fortsetzen wollte, erhoben die Beamten der Wasserschutzpolizei Brake vom Kapitän eine Sicherheitsleistung in Höhe der zu erwartenden Geldbuße von 325 Euro. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter in Eckernförde vorm Untergang bewahrt
(10.02.11) Die schnelle Reaktion des Kapitäns des Hochsee-Angelkutters "Simone" und ein Rettungseinsatz der Eckernförder Feuerwehr konnten das Sinken des 24 Meter langen Holzschiffes am 9.2. im dortigen Hafen verhindern Bei deren Eintreffen gegen 8.50 Uhr lag der Kutter am Bug bereits einen halben Meter unterhalb der Wasserlinie. Mit Pumpen saugten sie das Wasser aus dem Schiff und hielten es so schwimmfähig. Gegen 10.30 Uhr befand sich der der Havarist wieder in Normallage. Der Kutter war schon auf dem Weg in die Ostsee, als die Mannschaft eine zunehmende Schlagseite erkannte. Der Kutter drehte daraufhin um und fuhr zurück in den Hafen. Ursache der Leckage könnten Dichtungsschäden am Rumpf sein, die durch Eisgang in den vergangenen Wochen entstanden sind. Nach Angaben des Kapitäns konnte das Leck aber noch nicht lokalisiert werden, so dass die "Simone" nun in einer Werft untersucht und abgedichtet wird. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter nach einer Woche von Ankerkette befreit
(10.02.11) Die Ankerkette des Frachters "African Lion", die sich am 2.2. in der Richards Bay um den Propeller des südkoreanischen Frachters "Dong A Rhea", 77273 BRZ (IMO-Nr.: 9035424) gewickelt hatte, wurde von Tauchern der Subtech Diving and Marine in mühseliger Arbeit abgeschnitten. Die Taucher mussten bei ihrer Arbeit mit starker Strömung und 2,5 Meter hohen Wellen kämpfen. Am 8.2. gegen 19 Uhr lief der Havarist den Hafen an und machte zur Reparatur am Bulk - und Kohlekai fest. Der Kollisionsgegner, die unter Bahamas-Flagge laufende "African Lion", 16041 BRZ (IMO-Nr.: 9082609), lag am 9.2. weiterhin am Dry Bulk Terminal von Richards Bay. Quelle: Tim Schwabedissen



Nur noch 100 Tonnen Säure in der "Waldhof" - Bergungsvorbereitungen beginnen
(10.02.11) Seit dem Morgen des 9.2. wurde der Inhalt von Tank 4 des havarierten Tankers "Waldhof" kontrolliert in den Rhein abpumpt. Diese Arbeit wurde bis zum Abend abgeschlossen. Anschließend begannen die Bergungskräfte mit dem kontrollierten Ableiten des Inhalts von Tank 3. Diese Arbeiten wurden in den Abendstunden unterbrochen und sollten am Vormittag des 10.2. beendet werden. Ein Umpumpen an Bord in andere Tanks erfolgte aus Sicherheitsgründen nicht mehr. Die "Waldhof" hatte zum Zeitpunkt der Havarie 2400 Tonnen Schwefelsäure geladen. Nach der Havarie selbst sind schätzungsweise 900 Tonnen in den Rhein ausgetreten. Rund 550 Tonnen wurden in die "Erlenhof" umgepumpt und zur BASF nach Ludwigshafen abtransportiert. Mit dem Beenden des kontrollierten Abpumpens sind somit insgesamt etwa 850 Tonnen Schwefelsäure in den Rhein mit einem Tempo von maximal 12 Liter pro Sekunde eingeleitet worden. Rund 100 Tonnen verblieben letztendlich in den Tanks, weil sie auf Grund der Lage des Schiffs nicht abgepumpt werden konnten. Durch das Mess- und Laborschiff "Burgund" wurden die Veränderungen im Rheinwasser überwacht. Alle gemessenen pH-Werte lagen weiterhin im Bereich der vorhergesagten Werte. Die kommenden drei Tage werden benötigt, um die technischen Vorbereitungen für den Hebe- und Drehprozess der "Waldhof" im Detail vorzubereiten. Der eigentliche Bergungsprozess" soll am 13.2. gegen 07:00 Uhr beginnen. Das Schiff soll durch Lenzen einzelner Tanks, Aufrieb bekommen, anschließend gedreht und an die Seite transportiert werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Sportboot trieb im Sturm auf Deich
(10.02.11) Am 4.2. wurde vom Sturm ein Sportboot, das gerade den Yachthafen von Stavenisse verlassen hatte, nach Motorausfall hilflos auf den Deich geworfen. Die Bootsfahrer sprangen über Bord und wurden beim Café Het Keeten aus dem Wasser gezogen und mit trockener Kleidung ausgestattet. Der Bergungsbetrieb Van den Berge nahm sich in Abstimmung mit Rijkswaterstaat des gestrandeten Bootes an und transportierte es auf dem Landweg ab. Das in Stavenisse beheimatete Motorboot hatte aber nur noch Schrottwert. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre trieb vor Tungenes auf Schäre
(10.02.11) Die norwegische Fähre "Fjordveien", 3368 BRZ (IMO-Nr.: 9237993), geriet am 10.2. um 7.50 Uhr unweit von Stavanger auf dem Weg nach Kvitsoy ins Treiben, nachdem die Maschine ausgefallen war. Das Schiff kam von Mekjarvik, als es vor Brage Tungenes schließlich auf einer Schäre landete. Nachdem gegen acht Uhr die Polizei verständigt war, kam binnen einer Viertelstunde der Schlepper "Buddy" herbei und sicherte das inzwischen vor Anker gelegte Schiff. Die Katamaranfähre "Fjorddrott" ging auf Standby. An Bord des Havaristen waren 49 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder.
Die Stimmung an Bord war ruhig, die Gestrandeten wurden in der Caféteria versorgt. Dennoch stieg vorsorglich ein Sea King Helikopter ebenso wie ein Ambulanzflugzeug auf. Doch bei mäßigem Südwestwind und ruhiger See war es nicht nötig, eine Evakuierung anzugehen. Nach dem Eintreffen des Schleppers "BB Worker" begann die Arbeit, die Ankerketten zu kappen, um die Fähre nach Mekjarvik einbringen zu können. Gegen zehn Uhr wurde eine Ersatzfähre aus Kvitsøy erwartet. Quelle: Tim Schwabedissen



Motorboot drohte nach Einbruchsdiebstahl zu sinken
(10.02.11) Einem Einbruch in ein Motorboot kamen die freiwilligen Seenotretter der DGzRS-Station Gelting auf die Spur, als sie Vormittag des 8.2. vom Hafenbetreiber in Wackerballig um Hilfe gebeten wurden. Dort drohte das Motorboot "Seewolf" auf Tiefe zu gehen. Kurz nach der Alarmierung war das Seenotrettungsboot "Jens Füerschipp" aus Gelting mit zwei Mann Besatzung vor Ort und brachte die mobile Lenzpumpe zum Einsatz, um das Boot vor dem endgültigen Sinken zu bewahren. Bei der Suche nach dem Leck stellte sich heraus, dass das Wasser durch ein ungewöhnliches Loch im Unterwasserbereich eindrang, das durch die Seenotretter provisorisch abgedichtet wurde.
Die Wasserschutzpolizei fand dann heraus, dass die "Seewolf" offensichtlich aufgebrochen worden war und sämtliche nautischen Instrumente gestohlen und der im Unterwasserbereich eingebaute Geber des Geschwindigkeitsmessers ausgebaut wurden. Durch dieses Loch drang auch das Wasser ins Bootsinnere. An dem Motorboot entstand ein Schaden von etwa 18000 Euro. Die Seenotretter leisteten Amtshilfe und brachten die "Seewolf" bei stürmischen Winden mit bis zu acht Beaufort in den nahegelegenen Hafen von Gelting, wo sie an Land gesetzt wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter ohne Sprit abgeschleppt
(10.02.11) Das amerikanische Küstenwachboot "Alligator" schleppte den 33 Fuß langen Kutter "Miss Stephanie" aus Madeira Beach, Florida, von seiner Position 45 Meilen westlich von Clearwater bis vor den Clearwater Pass, wo der Havarist am 9.2. gegen sieben Uhr von dem Kutter "Fishing Technician" übernommen wurde. Die Coast Guard St. Petersburg hatte am 8.2. um 17.21 Uhr den Notruf der zweiköpfigen Crew aufgefangen, nach der das Schiff wegen Brennstoffmangels Motorausfall erlitten hatte. Daraufhin wurde das 210 Fuß lange Küstenwachboot "Venturous" aus St. Petersburg zu Hilfe geschickt und traf um 20.30 Uhr ein. Ein Boarding-Team ging an Bord, konnte aber bei schlechter werdendem Wetter die Crew nicht übernehmen. Daraufhin wurde die 87 Fuß lange "Alligator" aus St. Petersburg in Marsch gesetzt, die den Kutter auf den Haken nahm, wärhend die "Venturous" ihre Patroullie fortsetzte. Quelle: Tim Schwabedissen



Bergung der "Victoria Cruziana" zieht sich
(10.02.11) Auch weiterhin wird mit den Behörden über die rechtlichen Gegebenheiten einer Bergung des in Passau gesunkenen Flusskreuzfahrers "Victoria Cruziana" verhandelt. Das Wrack soll in spätestens sechs Wochen gehoben werden. Die Bayernhafen-Geschäftsführung hatte eine Bergung des Schiffs noch im Februar ins Auge gefasst, doch der Untergang der "Waldhof" im Rhein, bei dem eine dabei in Frage kommende Spezialfirma derzeit noch beschäftigt ist, machte ihr einen Strich durch die Rechnung. Außerdem war bis Anfang der Woche der Main-Donau-Kanal wegen des Hochwassers vom Januar noch gesperrt. Die "Victoria Cruziana" war vor drei Monaten im Schaldinger Hafen gesunken. Wer die Kosten für die Bergung übernimmt, blieb bei alldem weiter unklar. Die "Victoria Cruziana" war möglicherweise im November ohne behördliche Genehmigung auf der Donau unterwegs. Entsprechende Hinweise prüft nun die Staatsanwaltschaft Passau. Unklar ist, wann die ursprünglich in Holland ausgestellte Transportgenehmigung ausgelaufen war, nachdem der 880-Tonner über Monate von den Niederlanden in Richtung Serbien unterwegs war. Die Transport-Erlaubnis war nur bis August gültig. Bis dahin sollte die "Victoria Cruziana" längst in Belgrad beim neuen Eigentümer MPs-Group sein. Doch weil es zu finanziellen Unregelmäßigkeiten kam, stockte der Transport per Schubschiff, bis das Flussschiff schließlich in Passau festmachte. Die Genehmigung lief aus und wurde nicht erneuert, als das Schiff im November zur Zwangsversteigerung einige hundert Meter flussaufwärts zum Bayernhafen verholt wurde, wo es dann unterging. Quelle: Tim Schwabedissen



Baggerschiff sinkend auf Grund gesetzt
(10.02.11) Am 6.2. lief das zyprische Arbeitsschiff "BKM 102", 253 BRZ (IMO-Nr.: 9190339), von Boskalis nahe des Gorgon Gasprojekts vor Barrow Island auf einen ausgebrachten Anker eines Baggers und wurde dabei aufgerissen. Dabei kam es zu einem Wassereinbruch, und aus dem Multifunktionsschiff kam es zu einem geringfügigen Ölaustritt. Da das Öl sofort aufgefangen wurde, kam es zu keinen Umweltschäden. Die " BKM 102" wurde zur Reparatur nach Dampier abgeschleppt. Es hatte ein 60x30 Zentimeter langes Leck davongetragen und wäre wohl gesunken, hätte es nicht rechtzeitig auf den Strand gesetzt werden können. Die vierköpfige Crew blieb unversehrt. Es kam allerdings zu einem Streit mit dem holländischen Kapitän, der während der Überführung nach Dampier die Besatzung an Bord zu haben wünschte. Quelle: Tim Schwabedissen



Sonaruntersuchung enthüllt Geheimnisse alter Wasserstraße
(10.02.11) Im Gowanus Canal hat die Environmental Protection Agency mithilfe von Sonaruntersuchungen etliche gesunkene Schiffe entdeckt, darunter ein 60 Fuß langes Holzschiff nahe der Fifth Street, das aus dem 18. Jahrhundert stammen könnte, als der Kanal eine industrielle Wasserautobahn war. Sonarbilder zeigten auch die Rümpfe einer 126 Fuß sowie einer 110 Fuß langen Barge, eines kleinen Bootes, Trümmer und Reifen und ein nicht identifizierbares Objekt in Form eines U zwischen den Union- und Carroll Street-Brücken. In den kommenden Monaten sollen die gewonnenen Sonardaten einer genaueren Analyse unterzogen werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter zerteilte Kutter
(10.02.11) Ein türkischer Frachter kollidierte in der Trieste Bay am 8.2. mit einem slowenischen Kutter. Durch die Wucht des Zusammenpralls, der sich nahe Piran ereignete, wurde dieser in zwei Teile zerrissen. Ursache des Zusammenstoßes war wohl dichter Nebel. Quelle: Tim Schwabedissen



US-Fregatte half havarierter Dhau
(10.02.11) Die amerikanische Flugkörperfregatte USS "Halyburton (FFG 40) assistierte während eines Anit-Piraten-Einsatzes einer jemenitischen Dhau, die am 28.1. zehn Tage lang auf Drift im Golf von Aden gewesen war. Nachdem die Fregatte die winkenden 10 Männer an Bord entdeckt hatte, setzte sie ein Zodiac mit einem Boardingteam aus, das die Dhau und ihre Crew einer Untersuchung unterzog. Es stellte sich heraus, dass die Maschine ausgefallen war. Die "Halyburton" nahm das Fischerboot in Richtung der jemenitischen Hoheitsgewässer in Schlepp, während ein Reparaturteam die Maschine wieder klarmachte und die Fischer versorgt und medizinisch untersucht wurden. Sie waren bei guter Gesundheit. Es gelang auch, die Maschine wieder zum Laufen zu bekommen, und der Kapitän zeigte sich überzeugt, nun einen Hafen im Jemen erreichen zu können. Quelle: Tim Schwabedissen



Schiffbrüchige Fischer tranken eigenes Urin
(10.02.11) Neun von 10 Fischern aus Cebu City wurden in stürmischer See zwischen Zamboanga del Norte und der Negros Provinz am Nachmittag des 8.2. gerettet, nachdem ihr Kutter "Jillah" 12 Tage zuvor gesunken war. Die Schiffbrüchigen wurden ins Labuan Public Hospital und dann weiter ins Zamboanga City Medical Center gebracht. Sie waren von dem Kutter "Satra" aus dem Wasser gezogen worden. Ihr Schiff war am 25.1. von der Tawi-Tawi Provinz nach Cebu City ausgelaufen, doch wegen starken Windes in Siocon, Zamboanga del Norte, gelandet. Am 27.1. wurde versucht, die Reise fortzusetzen, doch sie verlief mit tragischem Ausgang. 12 Tage lang trieben die Männer in der See und tranken ihr eigenes Urin, ehe die Rettung nahte. Quelle: Tim Schwabedissen



Wrackräumungsprogramm hilft Marina aufzuklaren
(10.02.11) Am Pillar Point Harbor ist derzeit ein Bagger dabei, aufgegebene Boote aus dem Wasser zu räumen und die zermalmten Reste als Landfüllmasse umzusetzen. Seit Januar wurden auf diese Weise schon etliche Boote beseitigt. Die Bishop Diving and Salvage berechnet rund 5,000 Dollar pro Schiff, vorausgesetzt, es gibt dabei keine Giftstoffe zu entsorgen. Hafenkapitän Robert Johnson schlägt sich mit einer Sisyphos-Arbeit konfrontiert. Allein seit er im Januar 2010 ein Amt antrat, sind sechs von etwa 360 Booten in der Marina gesunken oder gestrandet. In den sieben Jahren zuvor, in denen er in den Pillar Point und Oyster Point Marinas tätig war, galt es vier bis fünf Boote pro Jahr zu entsorgen. Einen neuen Schub gab es nun, nachdem das California Department of Boating and Waterways ein Programm mit Namen Abandoned Watercraft Abatement Fund auflegte, mit dem 90 Prozent der Bergungskosten finanziert werden. Jüngster Abgang war der aus den 1970er Jahren stammende Trimaran "Quick Step", der sich von seiner Mooring losgerissen und auf Felsen auf der Reede gesunken war. In diesem Fall blieb der Skipper aber im Gegensatz zu den meisten Fällen aktiv und barg noch nutzbare Teile. Auch zahlte er bis zum Ende die Liegeplatzgebühren. Sein Schiff war auch kein "aufgegebenes", sondern ein Totalverlust durch Havarie. Nun wurde es aber mit den Trümmern andere Boote auf einem Laster auch auf die letzte Reise zur Verfüllung gebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Historisches Wrack heimlich entsorgt
(10.02.11) Am Llandanwg Beach ist das Wrack eines alten Rettungsbootes aus dem 2. Weltkrieg verschwunden, wo es seit Jahrzehnte gelegen hatte. Die "Nemo II" gehörte zu den etwa 700 Schiffen, die 1940 bei der Operation Dynamo an der Rettung britischer Truppen aus dem eingeschlossenen Dünkirchen beteiligt war. Nach dem 2. Weltkrieg diente es als Ausflugsboot in Barmouth, ehe es aufgegeben wurde. Der Llandanwg and Pensarn Yacht Club bestätigte, das Schiff fortgeschafft zu haben, da es eine Gefahr für die Öffentlichkeit darstellte. I>Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker schleifte Kutter am Anker mit
(10.02.11) Vor Suffolk rammte der liberianische Tanker "Zaliv Vostok", 60178 BRz (IMO-Nr.: 9360130) den mit zwei Mann besetzten, 10 Meter langen Kutter "Chloe-Paige" am 8.2. Der Kutterskipper hatte zwar mit dem herannahenden Tanker Kontakt aufgenommen, doch dieser versprach, in ausreichendem Abstand zu passieren. Doch dann erfasste der Anker des 40 Fuß hoch aufragenden Schiffes die Bugreling des Kutters vor Lowestoft und zog ihn eine halbe Meile weit mit. Doch die Fischer hatten Glück im Unglück - ihr Boot wurde zwar am Bug beschädigt, riss sich aber dann wieder los und blieb im Kielwasser des Tankers zurück. Die Yarmouth Coastguard wurde von dem Unfall in Kentnis gesetzt. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter auf Probefahrt versenkte "Alexandra"
(10.02.11) Die südkoreanischen Schiffbauer von Hyundai Heavy Industries drückten am 10.2. ihr Bedauern über den Untergang des unter kambodschanischer Flagge laufenden, unbeladenen Frachters "Alexandra" aus, dem vier russische Seeleute zum Opfer fielen und sieben weitere vermisst ließ. Ein bei Hyundai erbauter, 88800 Tonnen großer Containerfrachter hatte den Frachter am 9.2. auf einer Probefahrt vor Ulsan gerammt und in zwei Teile zerrissen. Das Achterschiff sank sofort, das Vorschiff trieb noch einige Zeit in der See. Die 12-köpfige Crew hatte keine Chance, einen Notruf abzusetzen.
Die Küstenwache, die mit bis zu 14 Schiffen und zwei Helikoptern im Einsatz war, konnte nur einen Mann aus einer Rettungsinsel lebend bergen, der keine Angaben über den Kollisionsgegner zu machen vermochte. Er konnte inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen werden. Der Kapitän des Containerfrachters wurde zur Untersuchung des Vorfalls durch die Küstenwache festgehalten. Die knapp 1500 Tonnen große Alexandra hatte am 31.1. den Hafen von Nakhodka in Richtung Toyama Shinko verlassen. Quelle: Tim Schwabedissen



Donau nach Ankerverlust gesperrt
(10.02.11) Einen nicht alltäglichen Einsatz leistete die Wasserschutzpolizei Deggendorf am Nachmittag des 9.2.: Der slowakische Kapitän des Schubschiffes "Gerdi" (EU-Nr.: 858004) aus Wien hatte dem Wasser- und Schifffahrtsamt den Verlust eines Ankers gemeldet. Das WSA verständigte daraufhin gegen 15.15 Uhr die Wasserschutzpolizei Deggendorf. Der 180 Meter lange Schubverband aus dem Schubboot mit einer Motorleistung von 1154 kW und zwei Leichtern - einer davon beladen mit 1023 Tonnen Dünger, hatte auf der Fahrt Richtung Regensburg etwa auf Höhe des Milchwerkes Winzer (Landkreis Deggendorf) einen seiner beiden Anker verloren.
Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei ergaben, dass der Anker mit einem Gewicht von einer Tonne und einer Größe von ungefähr zwei auf eineinhalb Meter mitsamt der 70 Meter langen Ankerkette verloren ging, weil er offensichtlich nicht fachgerecht befestigt war. Da der Anker, sollte er in der Fahrrinne liegen, durchfahrenden Schiffen den Schiffsboden hätte aufschlitzen können, wurde die Schifffahrt sofort gesperrt und eine Suchaktion eingeleitet, die allerdings gegen 19 Uhr wegen starkem Nebel ergebnislos abgebrochen werden musste.
Die Suche wurde am 10.2. mit einem Peilschiff des Wasser- und Schifffahrtsamtes fortgesetzt, bis dahin blieb der Schiffsverkehr auf der Donau zwischen Vilshofen und Deggendorf in beide Richtungen gesperrt. Es wurde mit einer voraussichtlichen Dauer bis in die Mittagsstunden gerechnet. Der Schubverband wurde von der Wasserschutzpolizei mit einem Weiterfahrverbot belegt, er machte im Deggendorfer Hafen fest. Die "Gerdi" ist 23,12 Meer lang und 8,98 Meter breit. Sie entstand 1980 bei Wroclawska Ricni Lodenice in Wroclaw als "CSPL". 2000 ging sie an die DDSG Cargo. Quelle: Tim Schwabedissen



Ölsünder auf der Nordsee ertappt
(10.02.11) Auf einem Patrouillenflug hat ein Ölüberwachungsflugzeug der Bundesmarine auf der Nordsee einen Umweltsünder aufgespürt. Gegen 08.50 Uhr am 8.2. bemerkte Besatzung des Flugzeuges rund neun Kilometer südwestlich von Helgoland den unter Singapur-Flagge laufenden Tanker "Birthe Theresa", 2094 BRZ (IMO-Nr.: 9083184), der eine acht Kilometer lange Ölschleppe hinter sich her zog.
Er befand sich auf dem Weg von Hamburg nach Frederikshavn in Dänemark. Erste Ermittlungen ergaben, dass das Schiff seine Tanks gewaschen hatte und es sich bei dem in die Nordsee eingeleiteten Stoff um Rapsöl handelte. Nach rechtlicher Prüfung durch die Staatsanwaltschaft Flensburg wurde gegen die Verantwortlichen an Bord ein Strafverfahren wegen des Verdachts einer Gewässerverunreinigung eingeleitet. Die dänischen Behörden wurden über ein Rechtshilfeersuchen um weitere Ermittlungen bzw. Maßnahmen im Zielhafen Frederikshavn gebeten. Quelle: Tim Schwabedissen



Arktiskreuzfahrer fällt ein Vierteljahr aus
(10.02.11) Die Polar Star Expeditions mussten die nächsten drei Fahrten ihres Antarktiskreuzfahrers "Polar Star" absagen. Dies gab die International Association of Antarctica Tour Operators am 8.2. bekannt. Die Untersuchung des Rumpfes durch ein Taucherteam und Schifffahrtsexperten hat ergeben, dass der einstige Eisbrecher zur Reparatur ins Dock muss. Er war auf einen unkartierten Felsen gelaufen. Am 3.5. soll die nächste Reise mit der "Islands of the Edge"-Tour um England, Irland und Schottland beginnen. Quelle: Tim Schwabedissen



Longliner nach stundenlanger Drift im Sturm gestrandet
(09.02.11) Der 58 Fuß lange Kutter "TerriGail" aus Kodiak lief am 8.2. um 14.50 Uhr in der Alumuda Bay vor Unalaska Island auf Grund. Ein in Kodiak stationierter HH 65-Dolphin-Helikopter winschte die Besatzung auf und setzte sie auf dem 378 Fuß langen Küstenwachboot "Morgenthau" ab.
Dieser hatte um 4.04 Uhr erstmals eine Notmeldung erhalten, als der Kutter 40 Meilen vor der Küste ins Treiben geraten war war. Daraufhin wurde das Wachboot vom Kommandozentrum in Richtung des 10 Meilen entfernt befindlichen Havaristen geschickt. Auch der Schlepper "Redeemer" wurde in Marsch gesetzt. Mehrere Stunden lang versuchte die Crew des Kutters, die ausgefallene Maschine zu reparieren, während ihr Schiff der Küste immer näher kam. Nachdem die Männer meldeten, dass ihnen die Reparatur nicht gelang, versuchte die "Morgenthau" die "TerriGail" in Schlepp zu nehmen, doch es gelang nicht, eine Schleppverbindung aufzubauen.
Als schließlich nur noch zwei Meilen Distanz zum Land waren, wurde die Evakuierung beschlossen. Wenig später kam der verlassene Longliner in schwerer Brandung zu liegen. Er hatte 800 Gallonen Dieselöl in den Tanks. Am Abend startete der Hubschrauber einen weiteren Überflug in Zusammenarbeit mit dem Marine Safety Detachment Unalaska. Die Wetterbedingungen machten jegliche Bergungsarbeit unmöglich, vor Ort herrschten 50 Meilen Wind und 10 Fuß hohe Seen. In den folgenden Stunden wurde eine weitere Wetterverschlechterung erwartet. Im Jahr 2008 war die "TerriGail" an der Rettung von Ranchern von Umnak Island beteiligt, als dort der Okmok Vulkan ausbrach. I>Quelle: Tim Schwabedissen



"Delphin" hat wieder Oberwasser
(09.02.11) Der im Hafen von Dorum-Neufeld am 5.2. gesunkene, 45 Jahre alte Kutter "Delphin - DOR 8", hat seit dem 7.2. wieder Oberwasser. Weiterhin blieb eine schwimmende Ölsperre um das Schiff ausgebracht. Die Feuerwehren Dorum und Padingbüttel hatten das Schiff ausgepumpt, nachdem ein Fischer, der selbst von 1987 bis 1989 auf dem Kutter gearbeitet hatte, von innen den Rumpf auf Schäden untersucht und sich dann daran gemacht hatte, bis zum Bauch im Hafenschlick stehend von außen drei schadhafte Stellen provisorisch zu kalfatern und mit Brettern zu verschließen. Am Morgen des 6.2. stellte sich heraus, dass das provisorische Flickwerk hielt und das Schiff mit Unterstützung der Feuerwehrpumpen wieder schwimmfähig zu bekommen war. Der Schiffseigner wird am 10.2. aus dem Urlaub auf den Kanaren zurück erwartet, dann sollen die weiteren Entscheidungen zum weiteren Umgang mit dem Schiff fallen. Zuletzt war 1976 ein Kutter in Dorum gesunken. Damals sankder Kutter "Wiking" auf ähnliche Weise am Kai. Quelle: Tim Schwabedissen



Briese-Frachter saß vor Dünkirchen fest
(09.02.11) Der unter Gibraltar-Flagge laufende Frachter "Musketier", 2545 BRZ (IMO-Nr.: 9369514), lief am 8.2. gegen 13 Uhr beim Ambleteuse nahe Dünkirchen gegen 13 Uhr auf Grund. Am Morgen hatte das Schiff vor Dünkirchen Anker geworfen. Es war mit einer Ladung von 3.500 Tonnen Holz aus La Coruna und Bremen gekommen. Mittags saß es felsigen Untiefe, etwa 200 Meter vom Ufer entfernt, auf Grund. Dem Bergungsschlepper "Anglian Monarch" gelang e seine Stunde später, den 88 Meter langen Havaristen mit auflaufendem Wasser wieder flott zu machen. Es ging anschließend auf der Außenreede von Dünkirchen zur Untersuchung durch ein Team aus Cherbourg vor Anker. Die "Musketier" wurde 2006 erbaut und läuft im Management der Briese-Schifffahrt. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter trieb vor Karanlik Liman
(09.02.11) Der liberianische Bulkcarrier "Maria Laura Prem" erlitt beim Transit der Dardanellen auf Höhe von Karanlik Liman am 8.2. um 9.35 Uhr Maschinenausfall. Das Schiff konnte mit Assistenz um 12.30 Uhr vor Karanlik Liman vor Anker gelegt werden, sodass Reparaturen ausgeführt werden konnten. Das Schiff war auf der Reise von Baltimore nach Yuzhniy. Die "Maria Laura Prem", 91800 tdw (IMO-Nr. 9450894) wurde 2010 erbaut und läuft für das Augustea Shipmanagement. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision in der Nordsee vor Holland
(09.02.11) Am 9.2. um 6.30 Uhr kam es auf der Nordsee zu einer Kollision, als der unter Malta-Flagge laufende Containerfrachter "MSC Asli", 24836 BRZ (IMO-Nr.: 9162631), von Antwerpen kommend von dem 25 Meter langen holländischen Kutter "Cornelia Johannes - VD-77", 84 BRZ, gerammt wurde. Das Unglück ereignete sich 45 Kilometer vor Vlieland. Der Frachter erlitt Einbeulungen im Achterschiff, der Kutter wurde am Bug beschädigt. Während die "MSC Asli" ihre Reise nach Göteborg fortsetzen konnte, nahm der Kutter Kurs auf Den Oever. Dabei wurde er eskortiert von dem Küstenwachboot "Ievoli Black", das ihm vom MRCC Den Helder entgegen geschickt worden war. Menschen kamen nicht zu Schaden. I>Quelle: Tim Schwabedissen



Künstliches Riff von den Elementen zerlegt
(09.02.11) Die vor der Küste von Barwon Heads vor knapp eineinhalb Jahren als Tauchspot versenkte, australische Fregatte HMAS "Canberra" begann unter der Einwirkung von Strömung und Wellen auseinander zu brechen. Nach Angaben von Parks Victoria hat sich der Helikopterhangar an der Backbordseite von den Aufbauten gelöst. Die Spanten und Rumpfplatten an Backbord haben sich 30 Millimeter in vertikaler und 150 Millimeter in horizontaler Richtung verschoben, wodurch in diesem Bereich die Strukturen weiter nachgeben und Taucher gefährden könnten. Eine Reihe von losen Gegenstände im Unterdeck und mittschiffs, darunter Spinde, Schränke, Verkleidungen und Rohrleitungen könnten umfallen und Zugangswege speziell an der tiefer liegenden Steuerbordseite blockieren.
Das Schiff hat sich von zunächst drei Grad mittlerweile 22 Grad auf die Seite gelegt. Durch die Zerstörungen haben sich Fiberglas- und Schaumisolation aus Hohlräumen in Wänden und Decken gelöst und trieben in die Bucht und auf den nahen Strand. Die "Canberra" wurde im Dezember 2009 in 28 Metern Wassertiefe 2.3 Kilometer vor der Küste als künstliches Riff versenkt.
Der Verfall des Schiffes war Anlass für eine Umweltschützergruppe, vor der geplanten Versenkung des Schwesterschiffes "Adelaide" vor Avoca zu warnen. Hier herrschten im Vergleich zu den drei Metern Seegang vor Point Lonsdale mitunter bis zu fünf Meter hohe Wellen. Außerdem würde die "Adelaide" nur 1,6 Kilometer vor der Küste liegen und damit womöglich noch stärkeren Wellen- und Strömungseinwirkungen unterworfen sein. I>Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter vor Ulsan gesunken - sieben Vermisste, vier Tote
(09.02.11) Am 9.2. gegen sechs Uhr sank der kambodschanische Frachter "Alexandra", 1432 BRZ (IMO-Nr.: 8870956) vor Ulsan, 400 Kilometer südöstlich von Seoul. Mindestens vier Menschen kamen ums Leben. Zwei Rettungsboote wurden vor Ulsan gegen 12.16 Uhr entdeckt. Ein russisches Besatzungsmitglied wurde von der Ulsan Coast Guard leben gerettet, vier weitere konnten nur tot aus der See gezogen werden. Der mit 12 Mann besetzte 1500-Tonner war aus Pohang gekommen und wurde auf dem Weg nach Ulsan von einem anderen großen Schiff gerammt, wobei das Achterschiff schwer beschädigt wurde und absank, während der Bug noch aus dem Wasser ragte. An der Suche nach den sieben Vermissten beteiligten sich sieben südkoreanische Patroullienboote sowie ein Helikopter. I>Quelle: Tim Schwabedissen



Binnentanker "Erlenhof" nimmt Säure der "Waldhof" auf
(09.02.11) Am Morgen des 8.2. traf der wieder an der vor St. Goarshausen gekenterten "Waldhof" ein. Die "Erlenhof" nahm im Laufe des Tages die hochkonzentrierte Säure aus Tank 6 und eine Teilladung aus Tank 5 der "Waldhof" nach Umpumpen in Tank 7 auf, die zwischenzeitlich in Tank 7 homogenisiert wurde. Die "Erlenhof" ging gegen 17.30 Uhr in Bergfahrt zur BASF nach Ludwigshafen. Seit 12.30 Uhr wurde zudem der Inhalt von Tank 1 kontrolliert in den Rhein abgeleitet. Wie schon bei der Entleerung von Tank 2 am Nachmittag des 7.2., bei der 210 Tonnen Schwefelsäure in den Rhein geleitet wurden, lag die Absenkung des pH-Wertes im prognostizierten Bereich. Vor Ort wurde der pH-Wert kontinuierlich durch das Mess- und Untersuchungsschiff "Burgund" gemessen. Insgesamt sind nun 1100 Tonnen Schwefelsäure aus der "Waldhof" entfernt.
An der Messstelle der Bundesanstalt für Gewässerkunde in Koblenz, rund 35 km stromabwärts, wurde ab etwa 20:00 Uhr eine Absenkung des für den Rhein normalen pH-Wertes von cirka 8,1 um maximal vier Zehntel registriert. Somit lag die Absenkung in dem von Experten erwarteten Bereich. Gegen 02:00 Uhr am 8. 2. war das ursprüngliche pH-Wert Niveau wieder erreicht. Die Talfahrt wurde auch am 8.2. kontrolliert am Havaristen vorbeigeführt. Darunter waren am Morgen zwölf große Schubverbände. Die kontrollierte Bergfahrt wurde gegen 18:00 Uhr wieder aufgenommen werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre von Poller aufgeschlitzt
(09.02.11) Am 4.2. um 11.30 Uhr rammte die aus Triese gekommene, britische Fähre "Ropax 2", 33163 BRZ (IMO-Nr.: 7822859), im Hafen von Platugiali einen Poller. Dabei wurde der Rumpf an Backbord oberhalb der Wasserlinie auf einer Länge von 3-4 Metern aufgerissen. Die Coast Guard Station Astakos wurde über die Havarie informiert. Die Abfahrt des Schiffes verzögerte sich. Quelle: Tim Schwabedissen



Grübeln über die Bergung der "Nordland 1"
(08.02.11) Am 7.2. wurde an der Steuerbordseite des auf Borkum gestrandeten Frachters "Nordland 1" ein mächtiger, bis ans Oberdeck hinauf reichender Sandwall aufgeschüttet, der wohl ein Abkippen des an Backbord auf einer Buhne aufliegenden Havaristen verhindern sollte. Der Sturm in der Nacht zum 8.2. hat der Sicherung allerdings bereits wieder den Garaus gemacht. Nun müssen Experten ausloten, wie das 42 Meter lange Schiff wieder in tieferes Wasser gebracht werden kann. Denkbare Methoden wären, das Schiff auf Rollen, die unter den Rumpf zu bringen wären, dorthin zu schleppen oder eine Rinne unter dem Schiffsrumpf auszubaggern, durch die er seewärts gezogen werden könnte. Pessimisten fürchteten gar bereits, dass das Schiff gar nicht mehr vom Strand abgebracht werden könnte und vor Ort zu verschrotten wäre. Quelle: Tim Schwabedissen



"Waldhof" drohte nach Leichtern zu brechen - Säure wird nun doch in Rhein abgelassen
(08.02.11) Am Nachmittag des 7.2. wurde begonnen, Schwefelsäure aus dem Säuretanker "Waldhof" an der Loreley in den Rhein abzulassen. Zunächst sollten etwa 350 Tonnen Säure aus Tank 2 kontrolliert in den Rhein laufen. Laut Einsatzleitung wurde diese dabei so stark mit Rheinwasser verdünnt, dass keine Gefahr für Menschen oder Umwelt bestehen sollte. Das Ablassen der gefährlichen Ladung wurde notwendig, weil das Wrack zu zerbrechen drohte. Am Wochenende waren die Vorbereitungen für die Bergung an der Loreley zunächst einen guten Schritt vorangekommen: Dreieinhalb Wochen nach dem Untergang war mit dem Abpumpen der 2400 Tonnen Säure aus dem Wrack begonnen worden. Beim Entladen stellten die Bergungskräfte jedoch fest, dass die Statik des Wracks sehr empfindlich auf jede Veränderung in den Laderäumen reagierte.
Beim Auspumpen von Tank 7 kam es am Abend des 5.2. zu Veränderungen der Stabilität des auf der Seite liegenden Havaristen. Das Vorschiff sackte etwa 20 Zentimeter weiter in den Kolk ab, was zu einer Durchbiegung und Verdrehung des Schiffskörpers führte. Im Bereich des Tankdecks entstanden Beulen, die auf eine enorme Spannung innerhalb des Schiffskörpers hinwiesen. Eine weitere Bewegung des Schiffes hätte Schott und Deck brechen lassen können. Dies hätte eine unkontrollierte Reaktion von Schwefelsäure mit Wasser zur Folge mit der Möglichkeit der Entstehung von großer Hitze und Fontänen. Das Bergeunternehmen kann unter diesen Umständen die Sicherheit der an dem Schiff arbeitenden Einsatzkräfte nicht mehr gewährleisten.
Dennoch wollten die Einsatzkräfte weiterhin versuchen, möglichst viel von der Ladung auf ein anderes Tankschiff umzupumpen. Insgesamt rund 1000 Tonnen jedoch sollten in den Rhein fließen. Beim kontrollierten Ablassen war vorgesehen, pro Sekunde etwa 12 Liter der geladenen Schwefelsäure abzulassen. In einer Sekunde fließen beim heutigen Wasserstand 1,6 Millionen Liter Wasser durch den Rhein. Die Säure würde durch das Rheinwasser unter Wärmeentwicklung neutralisiert. Die zu erwartenden pH-Werte bedeuteten laut Einsatzleitung keine Gefährdung für die Trinkwassergewinnung. Seit der Havarie sind bereits etwa 900 Tonnen der Säure ausgetreten, vermutlich durch die Automatikventile.
Eine erneute Suche nach den Vermissten der "Waldhof" musste am Nachmittag des 7.2. ergebnislos abgebrochen werden. Mitgliedern der Technischen Einsatz-Einheit (TEE) der Bereitschaftspolizei Rheinland-Pfalz gelang es nicht, in die völlig zerstörten, noch unter Wasser stehenden Wohnräume des Havaristen zu gelangen. Die Einsatzleitung drückte ihr tiefes Bedauern aus, dass die beiden Besatzungsmitglieder noch immer nicht gefunden werden konnten. Bei der weiteren Bergung stehe die Suche nach den Vermissten weiter im Vordergrund. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter vor Poti zerbrochen - 11 Mann gerettet
(08.02.11) Der ukrainische Frachter "Grigoriy Petrovskiy", 3135 tdw (IMO-Nr.: 7011096) riss sich in der Nacht zum 7.2. auf der Reede vor dem Schwarzmeerhafen Poti vom Anker los, wo er zwei Tage zuvor eingetroffen war. Die Besatzung, die vor einem aufziehenden Sturm noch gewarnt worden war, hatte keine Maßnahmen zur Sicherung des Schiffes unternommen. Es trieb auf den Wellenbrecher des Hafens, brach dort auseinander und sank.
Die 11 Besatzungsmitglieder, sieben Ukrainer, drei Aserbaidschaner und ein Russe, blieben unversehrt und wurden nach ihrer Rettung durch die georgische Coast Guard in einem Hotel untergebracht. Vertreter der Reederei und Versicherung wurden am 8.2. vor Ort erwartet. Der Frachter war unbeladen, hatte aber 35 Tonnen Öl in den Tanks, die nach der Strandung auszulaufen begannen. Die weiterhin stürmische See verhinderte Maßnahmen zur Eindämmung der Verschmutzung. Der Frachter wurde 1968 erbaut und war 114 Meter lang. Quelle: Tim Schwabedissen



Schlepper vor Galveston in Not
(08.02.11) Die Coast Guard Galveston-Houston assistierte am 7.2. dem Schlepper "Pops", 97 BRZ (MMSI-Nr.: 367082540), der mit einer 165 Fuß langen Barge 20 Meilen südlich des San Luis Pass im Golf von Mexiko von Brownsville nach Pascagoula unterwegs war. Gegen sechs Uhr meldete sich der 70 Fuß lange Schlepper, nachdem er Maschinenausfall und Wassereinbruch im Heck erlitten hatte. Von der Air Station Houston stieg ein MH-65C Dolphin-Helikopter mit zusätzlichen Lenzpumpen auf. Noch bevor er aber eingetroffen war, konnte die Crew der "Pops" die eigenen Maschinen wieder zum Laufen bringen.
Da die Ursache des Lecks unklar war, wurde das 87 Fuß lange Küstenwachboot "Manta" aus Freeport zu Hilfe gerufen. Sie hatte Inspektoren der Coast Guard Marine Safety Unit Texas City an Bord, die einen Riss zwischen zwei Decksplatten im Achterschiff als Ursache des Wassereinbruchs ausfindig machen konnten. Es gelang, mit der vorhandenen Ausrüstung das eingedrungene Wasser auszupumpen. Dann wurde die "Pops" nach Galveston eskortiert, wo sie um 23.35 Uhr eintraf. Nach einer provisorischen Reparatur dort sollte es nach Morgan City über den Intracoastal Waterway weitergehen, wo sich der Schlepper im Trockendock einer endgültigen Reparatur unterziehen kann. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre hatte unsanfte Landung in Lancashire
(08.02.11) Die britische Fähre "Ben-my-Chree", 12504 BRZ (IMO-Nr.: 9170705), wurde beim Einlaufen nach Lancashire am Nachmittag des 7.2. von einer Sturmbö erfasst und gegen die Kaianlage gedrückt. Durch den heftigen Aufprall erlitt das Schiff Bugschäden. Da diese zunächst untersucht werden mussten, wurde die Rückreise nach Douglas um mehrere Stunden verschoben. Am Nachmittag trafen Inspektoren ein, und mit dreistündiger Verspätung ging es schließlich auf die Rückreise von Heysham. Bis zum Morgen des 8.2. konnte die Verspätung auf 45 Minuten reduziert werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Wieder Feuer auf indonesischer Fähre
(08.02.11) Auf der indonesische Fähre "RoRo Silvia", die mit 226 Passagieren und 12 Mann Besatzung von Tanjung Priok, Jakarta, nach Bangka Belitung unterwegs war, brach am 8.2. um 3.30 Uhr zwei Meilen vor Dama Island ein Feuer im Maschinenraum aus. Die Passagiere wurden in Pelni Port und Kepanduan Tanjung Priok an Land gesetzt. 15 Hilfsschiffe waren vor Ort. Um 5.10 Uhr war der Brand gelöscht. Die aus 40 Fahrzeugen bestehende Ladung blieb unversehrt. Das National Transportation Safety Committee (KNKT) leitete eine Untersuchung ein. Erst am 28.2. war die "Laut Teduh 2" in denselben Gewässern ausgebrannt, dabei starben 16 Passagiere. Quelle: Tim Schwabedissen



Kein Öl der "Vicious Fisher" mehr gesichtet
(08.02.11) Der Ölaustritt aus dem 13 Meilen vor La Push am 3.2. gesunkenen, 80 Fuß langen Kutter "Vicious Fisher" hat offenbar aufgehört. Als das Schiff auf 400 Fuß Tiefe unterging, hatte es 3800 Gallonen Dieselöl an Bord, die in die Gewässer des Olympic Coast National Marine Sanctuary ausliefen. Ein drei Meilen langer Ölfilm trieb in nordwestliche Richtung auf die offene See. Am 7.2. wurde bei einem Überflug durch die Coast Guard Puget Sound kein Öl mehr gesichtet. Ein weiterer Flug sollte am 8.2. stattfinden. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf bewohntem Motorboot
(08.02.11) Auf dem Atlantic Intracoastal Waterway geriet am 6.2. um 17.30 Uhr der 98 Fuß lange und 24 Fuß breite Kabinenkreuzer "Compromise" in Brand, der an der Old Stanton Road in der Core Creek Community als Wohnschiff lag. Fünf Löschzüge aus Carteret County waren seit 17.30 Uhr im Einsatz, wobei ein Problem die Wasserbeschaffung darstellte. Das reichlich vorhandene Wasser des Waterway konnte wegen auslaufenden Öls nicht genutzt werden. Der überwiegende Teil der 800 Gallonen Öl in den Tanks des Schiffes wurde aber gerettet. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter nach Wassereinbruch sicher im Hafen
(08.02.11) Der neuseeländische Kutter "Tainui" hat am Abend des 6.2. den Hafen von Charleston erreicht. Das Schiff war gegen 15.30 Uhr in Seenot geraten, als es Wassereinbruch erlitt. Ein Rettungshubschrauber sicherte das Schiff samt seinem Skipper, bis ein anderes Schiff eintraf. Nachdem drei Pumpen zum Arbeiten gebracht waren, konnte der drohende Untergang des 14-Meter-Schiffes abgewendet werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Ankerkette wickelte sich um Propeller
(07.02.11) A, 2.2. kollidierte vor dem Hafen von Richards Bay der südkoreanische Frachter "Dong-A-Rhea", 77273 BRZ (IMO-Nr.: 9035424), mit dem unter Bahamas-Flagge laufenden Frachter "African Lion", 16041 BRZ (IMO-Nr.: 9082609). Der Bulkcarrier hatte die rund fünf Meilen vor dem Hafen liegende Reede angesteuert, wo bereits mehrere Schiffe aufs Einlaufen warteten. Eine plötzlich auftretende, starke Agulhas-Strömung erfasste und trieb ihn gegen die "African Lion", die dort vor Anker lag. Die "Dong-A Rhea" erlitt mittschiffs Beulen und Risse. Im weiteren Verlauf wickelte sich die Ankerkette des Kollisionsgegners zu allem Überfluss noch um den weiterhin drehenden Propeller, und etliche Kettenlängen blockierten den Schiffsantrieb. Der "Dong-A-Rhea" blieb nur, schnellstmöglich den eigenen Anker fallen lassen und so weiteres Ungemach abzuwenden. Taucher wurden gerufen, den Schaden zu untersuchen. Quelle: Tim Schwabedissen



"Nordland 1" bleibt noch eine Weile Borkumer Strandattraktion
(07.02.11) Zu einer echten Strandattraktion ist die vor der Borkumer Strandpromade unverändert festsitzende "Nordland 1" geworfen. Zahlreiche Menschen beobachteten die bislang vergeblichen Bergungsversuche. Der Emder Frachter wird nun voraussichtlich noch über eine Woche am Strand von Borkum liegen. Jörg Scheffel von der Emder Firma Fritzen Fracht, der das Schiff gehört, ist seit dem Wochenende auf der Insel und hat Fachleute geordert, die jetzt einen Plan erarbeiten sollen, wie der Frachter wieder freigezogen werden kann, ohne dass weitere Schäden entstehen. Am 5.2. waren vier Tonnen Betriebsstoffe geleichtert worden. Der Frachter sitzt mit seiner Backbordseite auf einer massiven Buhnenkonstruktion auf, die Boden und Antrieb beschädigte. Quelle: Tim Schwabedissen



Sturm versenkte Dorumer Kutter
(07.02.11) Im Hafen von Dorum-Neufeld sank in dem Orkan, der mit Böen von bis zu 100 km/h über das Land fegte, am 5.2. der Kutter "Delphin". Nur noch Deckshaus und Masten ragten aus dem Wasser. Da der Eigner gerade auf den Kanarischen Inseln Urlaub machte, kümmerten sich seine Fischereikollegen um die Schadensbegrenzung. Da der Kutter seit rund zwei Jahren nicht mehr zur Fangfahrt ausgelaufen war und zum Verkauf stand, waren die Dieseltanks nur minimal gefüllt. Die Schnellschlussventile funktionierten und verhinderten, dass die verbliebenen rund 1500 Liter Öl ins Hafenbecken flossen.
Zur Sicherheit legte die Feuerwehr eine schwimmende Ölsperre um das Schiff. Von der Feuerwehrtechnischen Zentrale aus Schiffdorf wurden weitere große Ölsperren geordert, so dass das gesamte Hafenbecken abgeschottet werden konnte. Mit der Ebbe gegen 19 Uhr konnte das Schiff erstmals betreten werden. Zuerst saugte eine Spezialfirma alle Kraftstoffe ab, die Untere Wasserbehörde bescheinigte anschließend die Umweltverträglichkeit des Havaristen. Die Feuerwehr machte sich anschließend daran, das Schiff leer zu pumpen.
Währenddessen überprüfte ein Fischer schon von innen den Rumpf auf Schäden und begann dann, von außen schadhafte Stellen provisorisch zu kalfatern und mit einem Brett zu verschließen. Die Hoffnung lag darauf, dass mit der kommenden Flut das Schiff wieder aufschwimmen würde. Am Morgen des 6.2. stellte sich in der Tat heraus, dass das provisorische Flickwerk dazu beitrug, das Schiff mit Unterstützung der Feuerwehrpumpe wieder schwimmfähig zu bekommen. Wie es weitergeht, sollte entschieden werden, wenn der Schiffseigner aus dem Urlaub zurück ist. Entweder wird das Schiff per Kran aus dem Wasser geholt oder die Schwimmfähigkeit so weit wieder hergestellt, dass es mit einem eingeschränkten Sicherheitszertifikat den Hafen unter eigener Kraft verlassen kann. Quelle: Tim Schwabedissen



Keine Rettung für "Le Pelican" in Sicht
(07.02.11) Seit sechs Jahren liegt die "Le Pelican", der Nachbau eines französischen Kriegsschiffes aus dem 17. Jahrhundert, gesunken im Mississippi. Das Schiff wurde als Touristenattraktion einst nach Donaldsonville gebracht. Doch seit sechs Jahren nun ist nur wie dieser Tage bei Niedrigwasser ein Teil des Dreimasters noch sichtbar. Nur eine grüne Tonne warnt sonst vor dem Wrack. Es gibt nichts mehr zu bergen, sagt Bürgermeister Sullivan. Das Original-Schiff lief im April 1697 in Bayonne vom Stapel.
Der 500-Tonner hatte 44 Kanonen. Bereits am 8.9. desselben Jahres strandete sie in der Hudson Bay. Sie hatte für Ludwig XIV. gemeinsam mit der "Palmier", "Wesp" und der "Profond" das Fort Bourbon, das für den Pelzhandel wichtig war, von den Briten zurück erobern sollen. Am 5.9. kam es zu einem Gefecht mit den englischen Kriegsschiffen "Hampshire", "Dering" und "Hudson Bay". Der Sieg der Franzosen in der Battle of Hudson's Bay sicherte dem Kommandanten der "Le Pelican", Pierre Le Moyne d'Iberville, einen Platz in der Geschichte: Die "Hampshire" sank, die "Dering" flüchtete, und die "Hudson Bay" wurde erobert.
Der Nachbau wurde 1997 in La Malbaie in Quebec begonnen und durch die Stadt Donaldsonville nach Fertigstellung im Mai 2002 für 55,000 Dollar von der hier ansässigen Fort Butler Foundation erworben. Doch er sank bereits am 5. November desselben Jahres das erste Mal unweit der Sunshine Bridge und endgültig dann im Mai 2004. Berger aus Kalifornien sollten das Schiff und die Tourismuspläne noch retten. Sie bargen aber nur Rigg und Mast, ohne einen Käufer für diese zu finden, die seitdem in einem Lagerhaus in Donaldsonville liegen.
Das ganze Unternehmen kostete die Stadt 250,000 Dollar. Eine Hebung konnte sie sich trotz gelegentlicher Kontakte mit Bergern nicht leisten. Mehrfach untersuchten Taucher den Rumpf, der sich über die Jahre mit Schlamm gefüllt hat. Ihn dem Fluss zu entreißen, würde weitere 250,000 Dollar kosten. Der Rumpf ist nach Einschätzung der Coastal Environments Inc., noch in gutem Zustand. Doch liegt er tief im Sand vergraben. Der Direktor des Donaldsonville Downtown Development District ist traurig über das Schicksal von "Le Pelican", weil es ein gutes Projekt gewesen wäre, aber nicht funktionierte. Nun gelte es aber nach vorne zu schauen. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter vor Westport gerettet
(04.02.11) Ein 14 Meter langer Kutter schlug an der neuseeländischen Westküste sechs Meilen vor Charleston leck und drohte zu sinken. Ein Rettungshubschrauber von Solid Energy wurde alarmiert, doch mithilfe eines anderen Schiffes konnte der Wassereinbruch kontrolliert werden, und mit Eskorte eines weiteren Kutters machte sich der Havarist bei unruhiger See auf den Weg zurück nach Westport. Quelle: Tim Schwabedissen



Ölverschmutzung nach Kollision von Schlepper und Barge
(07.02.11) Die US Coast Guard musste 2,100 Gallonen Öl aus dem Mississippi bei Flusskilometer 223 beseitigen, nachdem eine Barge und ein Schlepper am Morgen des 6.2. gegen fünf Uhr unter der Mississippi River Bridge bei Port Allen kollidiert waren. Der Schlepper hatte die Barge gerammt, die gerade eine Ladung Gasöl aufnahm. Quelle: Tim Schwabedissen



Bulkcarrier gestrandet, geleichtert, geborgen und wieder beladen
(6.2.11) Tsavliris Salvage International Ltd. hat am 2.2 den maltesischen Bulkcarrier "Moondance II", 30988 BRZ (IMO-Nr.: 9316191), der mit 51,000 Tonnen Kohle 25 Meilen vor Ost-Kalimatan in Nordost-Borneo, am Südost-Ende des Karang Malalungan-Korallenriff gestrandet war, an die Moondance Mar. Enterprise zurück gegeben. Ein Bergungsteam aus Holland und Griechenland hatte nach Erteilung der notwendigen Genehmigungen aus Jakarta den festsitzenden Frachter mithilfe dreier Bargen von jeweils 18000 Tonnen Tragfähigkeit zwischen dem 26. bis 30.1. geleichtert. An diesem Tag um 14,16 Uhr gelang es einem Bergungsschlepper, das solchermaßen erleichtere Schiff vom Riff zu ziehen. Danach galt es die auf den Bargen gelagerte Ladung wieder an Bord zurück zu verfrachten. Diese Arbeit wurde am 1.2. abgeschlossen, und tags darauf wurde der Bergungskontrakt mit der Rücklieferung des Havaristen an die Eigner erfolgreich abgeschlossen. Quelle: Tim Schwabedissen



Lage der "Nordland 1" auf Borkum verschlechtert
(6.2.11) Der Emder Frachter "Nordland 1", 269 BRZ (IMO-Nr.: 5255272), der seit dem 3.1. auf dem Südstrand von Borkum gestrandet ist, wurde durch das Nachthochwasser vom 4. auf den 5. Februar, das rund 1,50 Meter höher auflief als normal und eine Dünung von drei Metern verursachte, auf eine Buhne gespült. Dabei wurden der Rumpf sowie die Ruderanlage beschädigt. Der Frachter lag nun parallel zur Buhne und wies Steuerbordschlagseite auf. Weil am 4.2. sämtliche Brennstoffe geleichtert wurden, konnte aber zumindest eine Gefährdung der Umwelt verhindert werden. Die dreiköpfige Crew des Schiffes, das 182 Tonnen Baustoffe hatte anlanden sollen, befand sich in Sicherheit. Sie hatte die Fracht direkt auf dem Strand abladen wollen und das Schiff dazu mit dem Heck auf Grund gesetzt, als es von der Brandung erfasst und quer geschlagen wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Erstmals Tank der "Waldhof" ausgepumpt - Leichtern wird am 7.2. fortgesetzt
(6.2.11) Das Bergungsteam am gekenterten Tanker "Waldhof" begann am Nachmittag des 3.2., die hochkonzentrierte Schwefelsäure aus Tank 7 des Havaristen in einen Edelstahltank des Mannheimer Binnentankers "Erlenhof", 2506 ts (EU-Nr.: 2327058), umzupumpen. Der Tanker war gegen acht Uhr am Wrack eingetroffen. Bevor das Abpumpen beginnen konnte, musste zunächst von Fachleuten eine Probe der Flüssigkeit entnommen und analysiert werden. Ursprünglich war angedacht, mit den Pumparbeiten bereits am Vormittag gegen 10.30 Uhr zu beginnen. Doch erst um 16.35 Uhr konnte der Pumpvorgang gestartet werden. Kurz nach 21 Uhr legte die "Erlenhof" wieder ab. Tank 7 war zuvor vollständig geleert worden. Anschließend machte sie sich auf den Weg zur BASF nach Ludwigshafen, um dort die Säure zu löschen.
Nach einem Zwischenstopp zum Leichtern im Maingebiet am 6.2. sollte es voraussichtlich am Morgen des 7.2. wieder an der "Waldhof" eintreffen. In der Zwischenzeit sollten die Flüssigkeiten aus den Tanks 5 und 6 in den nun leeren Tank 7 gepumpt und dort homogenisiert werden. Die Berger hatten entschieden, diesen Tank als Art Mischbehälter zu verwenden, da er oberhalb des Wasserspiegels liegt und somit für die Arbeiten am einfachsten zu erreichen ist. Hier sollten dann alle weiteren notwendigen Homogenisierungsprozesse erfolgen.
Am 6.2. begann das Bergungsteam damit, nach und nach die mit Wasser vermischte Schwefelsäure in Tank 7 umzupumpen. In diesem wird die Flüssigkeit so gemischt, dass sie für einen Abtransport geeignet ist, wofür der Konzentrationsgehalt der Schwefelsäure entweder über 90 oder unter 65 Prozent liegen muss. Die niedriger konzentrierte Säure kann dann auch in gummierte Tanks gefüllt werden.
Seit Freigabe der Talfahrt passierten inzwischen 180 Schiffe die Unfallstelle an der Loreley. Erstmals konnte auch ein Schubverband, die "Dynamica", am 5.2. gegen 16.20 Uhr kontrolliert an der "Waldhof" vorbeigeführt werden. Die Schiffsansammlung in Mannheim hat sich inzwischen soweit aufgelöst, dass Schiffe aus dem Bereich oberhalb von Rhein-Kilometer 415 in den Raum Mannheim/Ludwigshafen nachrücken konnten. Deshalb wird die Sperre von Rhein-Kilometer 415 nach Rhein-Kilometer 432 verschoben. Quelle: Tim Schwabedissen



Dieselöl läuft aus Wrack der "Vicious Fisher" aus
(6.2.11) Die Coast Guard, National Oceanic Atmospheric Administration und das Washington Department of Ecology wurden alarmiert, nachdem der 80 Fuß lange Kutter "Vicious Fisher" aus Bellingham, Washington, am 3.2. in rund 360 Fuß Wassertiefe 13 Meilen vor La Push unweit des Quileute Indian Tribe Reservats gesunken war. Das Wrack liegt nun in der Olympic Coast National Marine Sanctuary. An Bord sind noch rund 3800 Gallonen Dieselöl. Vor dem Untergang hatte der Kapitän noch die Ölleitungen geschlossen.
Ein Hubschrauber der Coast Guard führte am 4.2. zwei Überflüge der Untergangsstelle durch und entdeckte eine in der See treibende Rettungsinsel und einen dünnen Ölfilm von zwei Meilen Länge. Am 5.2. erstreckte er sich auf drei Meilen. Das nicht aufnehmbare Öl trieb in nordwestlicher Richtung, es wurde kein Antreiben an Land erwartet. Es dürfte sich binnen einiger Tage verflüchtigt haben. Am 6.2. fand ein weiterer Überwachungsflug statt, und die "Cuttyhunk" der Coast Guard sollte Anfang der kommenden Woche eine Überprüfung vor Ort durchführen. Eine Bergung des Schiffes ist wegen der großen Wassertiefe nicht geplant.
Drei der geretteten fünf Besatzungsmitglieder trafen am 5.2. in Raymond ein. Sie berichteten, dass das Wasser zu rasch eindrang, um es lenzen zu können. Von den vier Pumpen waren bis zu drei im Einsatz gewesen. Wieso es zu dem Wassereinbruch gekommen war, wussten sie nicht. Gegen 14 Uhr hatten sie Mayday gefunkt, woraufhin um 14.40 Uhr ein MH-65C Dolphin der Air Station/Sector Field Office Port Angeles und ein 47-Fuß-Rettungsboot der Coast Guard Station Quillayute River eintraf. Um 16 Uhr wurden die Fischer angewiesen, in Überlebensanzügen über Bord zu springen, damit sie das Rettungsboot aufnehmen konnte.
Der Skipper weigerte sich, von Bord zu gehen, bis sich die Unabwendbarkeit des Untergangs gegen 18 Uhr abzeichnete. Erst als alle in Sicherheit waren, drehte der Helikopter ab. Vom Rettungsboot aus beobachteten die Geretteten gegen 19.30 Uhr, wie die "Vicious Fisher" unter der Wasseroberfläche verschwand. Das Schiff war bereits mehrfach in den Nachrichtenspalten. 2009 ging ein Besatzungsmitglied über Bord und ertrank. Im März 2010 rettete seine Crew die Besatzung des Kutters "Sundown" vor der Neah Bay. Quelle: Tim Schwabedissen



Französischer Einhandsegler dank EPIRB aus Sturm gerettet
(6.2.11) Der philippinische Autotransporter "Sebring Express", 44831 BRZ (IMO-Nr.: 9434321), kam auf der Reise von Lagos nach Jacksonville am 2.2. 1,381 Meilen östlich von San Juan dem französischen Skipper der Yacht "Nacouda" zu Hilfe. Dieser hatte um 14.51 Uhr sein EPIRB aktiviert, nachdem sein Schiff Wassereinbruch erlitten hatte. Mittels AMVER wurde die "Sebring Express" als mögliches Hilfsschiff lokalisiert und von der US Coast Guard zu der ermittelten Position dirigiert.
Als sie dort eintraf, machte die Besatzung ein Stroboskoplicht aus. Beim Ansteuern des Lichtsignals wurde eine Seenotfackel sichtbar, und man hörte jemanden um Hilfe rufen. Um 20.47 Uhr wurde der Schiffbrüchige wohlbehalten aus einer Rettungsinsel aufgenommen. Er war auf der Reise von den Kanaren nach Guadeloupe bei 25 - 30 Meilen Wind und über 10 Fuß hohen Wellen in Seenot geraten und hatte sein Boot aufgeben müssen. Das EPIRB trug maßgeblich dazu bei, sein Leben zu retten. Quelle: Tim Schwabedissen



Modernstes Küstenwachboot Mallorcas ging brennend unter
(6.2.11) Das Schnellboot "Rio Alfambra" der Guardia Civil geriet am Morgen des5.2. 27 Seemeilen südlich von Palma in Brand. Die vier Besatzungsmitglieder brachten sich auf einem Rettungsboot in Sicherheit. Die "Rio Alfambra" ging auf 800 Metern Wassertiefe unter. Es handelte sich um das modernste und schnellste Schiff von Mallorcas Küstenwache. Brandursache war ein technischer Defekt im Maschinenraum. Quelle: Tim Schwabedissen



Alte Schiffe wurden neue künstliche Riffs
(6.2.11) Der 22 Meter lange Kutter "Antares" und eine ausgediente, 18 Meter lange Barge wurden nordwestlich von Darwin 20 Meilen vor der Küste als künstliche Riffe versenkt. Sie waren dem Territory Government's Artificial Reef-Programms durch die Clive Irvine and Steelcon Constructions gespendet worden, um Teil des Fenton Patches Artificial Reef-Komplexes zu werden. Das Gebiet ist ein beliebter Fangplatz und soll durch die hinzugefügten Schiffsrümpfe noch einen reicheren Fischbesatz bekommen. Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht im Sturm vor Portugal zerschmettert - zwei Vermisste
(6.2.11) Zwei britische Segler wurden vermisst, nachdem die Yacht "Water Wave" am Morgen des 5.2. vor Povoa de Varzim verloren gegangen war. Zu Lande, zu Wasser und mit einem Helikopter aus der Luft startete eine Suchaktion, nachdem ein 24-jähriger sich zuvor schwimmend hatte retten können und von Fischern aus dem Wasser gezogen worden war.
Die Yacht war von einer großen Welle getroffen worden, als sie vor der stürmischen See an der portugiesischen Nordküste ablaufen wollte und versuchte, die Marina nördlich von Porto zu erreichen. Sie war von Vigo gekommen, als sie in den Sturm geriet und gegen 3.30 Uhr zerschmettert wurde. Die zertrümmerten Wrackreste trieben an der Einfahrt von Povoa de Varzim an und wurden von einem Bagger aufs Land gezogen. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter vor Sharjah auf Grund getrieben
(6.2.11) Der unter der Flagge der Vereinigten Arabischen Emirate laufende Frachter "Sea Mermid", 2326 tdw (IMO-Nr.: 8938423), wurde in schwerer Brandung bei Nordweststurm am 2.2. gegen 23 Uhr auf den Strand von Sharjah getrieben. Sharjah Police und Zivilschutz bestätigten die Strandung weniger als 100 Meter vor dem Strand zwischen zwei als Wellenbrechern errichteten großen Steinmolen. Polizei und Coast Guard retteten die Crew von dem Schiff, das unweit der Hira Police Station angetrieben worden war. Die Polizei sperrte den Bereich ab, bis die Rettungsmaßnahmen abgeschlossen waren. Der unbeladene Frachter, der als Landungsboot konstruiert wurde, hatte mit anderen Schiffen vor Sharjah geankert, bevor er auf den Strand geworfen wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Gestrandet vor Borkum
(5.2.11) Der Emder Frachter "Nordland 1", 269 BRZ (IMO-Nr.: 5255272), der Material für Buhnenbau auf Borkum geladen hatteam Abend des 3.2. gegen 20.30 Uhr in stürmischer See auf den Strand geworfen worden. Die Besatzung der "Nordland 1" hatte versucht, bei Niedrigwasser Bauteile für die Sanierung der sturmflutgefährdeten Promenade abzuladen. Dabei war sie durch den starken Wind und Wellengang ins flache Wasser gedrückt und immer höher auf den Strand gespült worden. Der Seenotkreuzer "Alfried Krupp" kam wegen zu flachen Wassers nicht an die Strandungsstelle, in der der Frachter in der Brandung lag, heran und setzte sein Tochterboot, die "Glückauf" aus, die eine Schleppverbundung herstellte.
Ein Schleppversuch gegen 23 Uhr scheiterte aber. Auch der holländische Schlepper "Waterstroom", der am Vormittag des 4.2. vor Ort eintraf, musste wieder abdrehen. Da das Wasser durch den Sturm nicht mehr hoch genug auflief, musste von weiteren Bergungsarbeiten vorerst abgesehen werden. Die direkt an der Promenade vor einer Buhne aufsitzende "Nordland 1" trieb in den folgenden Stunden aber gegen diese und entwickelte Steuerbordschlagseite. Die dreiköpfige Crew blieb unversehrt. Quelle: Tim Schwabedissen



Gestrandeter Trawler ist durchgeflutet
(5.2.11) Der französische Trawler "Jack Abry II", 840 BRZ, saß am 4.2. weiter fest auf den Felsen an der Nordküste von Rum im Sound of Canna. In den Tanks des Schiffes befinden sich an die 140 Tonnen Gasöl und sieben Tonnen Ölgemisch. Am 3.2. ging ein Bergungsteam an Bord und fand den Maschinenraum geflutet und die Hauptmaschine unter Wasser stehend vor. Acuh die beiden Fischluken waren vollgelaufen und die darunter liegenden Treibstofftanks aufgerissen. Das Schiff hatte eine Backbordschlagseite von 35-40 Grad. Wegen Wetterverschlechterung ging das Bergungsteam am Nachmittag wieder von Bord. Aus Holland wurde aber weiteres Gerät zur Unglücksstelle geschafft. Am Morgen des 4.2. frischte der Wind von 7 Bf aus Südwest zu 11-12 Bf auf. In dem Seegebiet wurden bis zu 15 Meter hohe Wellen gemessen. Diese Wetterentwicklung machte eine weitere Vorbereitung der Bergung sinnlos. Wenn sich die Wellen wieder beruhigt haben, werden die Berger eine weitere Untersuchung des Schiffes durchführen, die Schäden feststellen und die Reparaturoptionen durchgehen, die Möglichkeit des Lenzens prüfen und, wenn möglich, verbliebene umweltgefährdende Stoffe entfernen. Derweil trieben in der Brandung eine Reihe von Kisten vom Schiff ab. Quelle: Tim Schwabedissen



Produktionsschiff in der Nordsee teilweise evakuiert
(5.2.11) Die Aberdeen Coastguard kam zum Einsatz, nachdem in dem Orkan, der am 4.2. über der Nordsee wütete, die britische Produktions -und Lagerplattform "Gryphon A" (IMO-Nr.: 8290309) 175 Meilen nordöstlich von Aberdeen sich von vier ihrer 10 Verankerungen losriss. Bei Winden von 53 Knoten rollte das260 Meter lange Schiff am Morgen in neun Meter hohen Wellen bis zu 12 Grad. An Bord waren 114 Arbeiter, die an ihren Rettungsstationen gemustert worden. Zwei von ihnen wurden im Sturm leicht verletzt. Die Produktion des Schiffes wurde gestoppt. Die Besatzung versuchte, es mit den Bugstrahlrudern auf Position zu halten. Drei Schlepper wurden gegen 18.30 Uhr vor Ort erwartet, ein weiteres Schiff war auf Standby. Im Laufe des Tages wurden über 70 Männer mit dem RAF-Hubschrauber aus Lossiemouth aus der Luft abgeborgen und auf benachbarte Plattformen geflogen. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter im Sturm vor Norwegen zerschlagen
(5.2.11) Ein 31 Fuß langer Kutter aus Helgeland ging am 4.2. vor Røst verloren. Bei einer Suche nach dem vermissten Schiff wurden eine Meile vor Storefjell eine Rettungsinsel und Wrackteile, darunter Teile des Ruderhauses, über ein großes Gebiet verstreut gefunden. Das Schiff war am Morgen mit einem anderen Kutter zusammen ausgelaufen. Später trennten sie sich, und nachdem weitere Kontaktversuche vergeblich verliefen, wurden das Schiff sowie sein Skipper aus Alstadhaug gegen 11 Uhr als vermisst gemeldet. Ein Sea King, zwei F 16-Flugzeuge, zwei Orion-Suchflugzeuge aus Andenes, die Rettungsboote "Veritas" und "Stormbull", ein halbes Dutzend Kutter und die "Barentssee" der Küstenwache hielten nach dem Mann Ausschau. Auch ein ROV wurde angefordert, um unter Wasser nach dem Fischer zu suchen. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter vor Norwegen abgeschleppt
(30.1.11) Der dänische Frachter "Livarden", 1449 BRZ (IMO-Nr.: 7310818), dre am Abend des 1.2. aus Oslo ausgelaufen war, erlitt südlich von Oksøy unweit des Zielhafens Kristiansand in der Nacht zum 3.2. Maschinenschaden. Das Schiff hatte 60 Kubikmeter Dieselöl in den Tanks. Es konnte sich nur noch mit 1-2 Knoten Fahrt voran bewegen. Angesichts des aufkommenden Sturms wurde der Notfallschlepper "BB Connector" zu dem Frachter geschickt und hatte ihn gegen ein Uhr auf dem Haken. Um vier Uhr erreichte der Schleppzug den Fischereihafen von Kristiansand. Hier wurde das Schiff durch Sjøfartsdirektoratet überwacht und einer Hafenstaatskontrolle unterzogen. Am 4.2. gegen 13 Uhr verholte es in den Handelshafen. Quelle: Tim Schwabedissen



"Davy Crocket"-Desaster bahnte sich über Jahrzehnte an
(5.2.11) Die "Davy Crockett", für die nun Millionen Dollar aufgewendet werden müssen, ist über viele Jahre vernachlässigt worden. Fast 20 Jahre lag sie auf der Nordbank auf dem Columbia River zwischen Vancouveruand Camas. Ende letzten Jahres begannen Abbrucharbeiten. Anwohner in dem Gebiet oberhalb des Old Evergreen Highway ashen eine Reihe von Männern, die sich über die Schienen der BNSF Railway und ein Uferstück im Besitz des Department of Transportation Zugang verschafften.
Der Besitzer Simpson hatte eine Reihe von Männern geheuert, die Ende Oktober bis Anfang Dezember auf dem Schiff arbeiteten. Stahlschrott wurde auf eine Barge verladen und dann zu einem Schrottbetrieb auf dem unteren Willamette River in Portland verschifft. Die erste Fuhre erbrachte 88000 Dollar. Die "Davy Crockett" ist nicht das erste Schiff, das Simpson abbrach.
Im September wurde ihm vom Army Corps of Engineers die Verschrottung eines Schiffes auf dem Columbia River in Dallesport untersagt, nachdem er Material in den Fluss geschoben und das Schiff auseinander gerissen hatte. Zu der Zeit hatte er bereits die "Davy Crocket" ins Auge gefasst. ER erwarb sie im Juli 2010 für 150,000 Dollar von den Environmental Recycling Systems. Am 20.1. wurde entdeckt, dass der einstige Frachter teilweise demontiert war. Am 27.1. kam es zu der 15 Meilen langen Ölverschmutzung, wegen der jetzt eine aufwändige Entsorgungsaktion angelaufen ist. Die Küstenwache forderte 3,5 Millionen Dollar vom Oil Spill Liability Trust Fund an.
Das Schiff war 1042 in Texas vom Stapel gelaufen. 1969 erwarb es die Kiewit Corporation. Zu der Zeit waren die Aufbauten bereits entfernt worden. Kiewit setzte einen dieselgetriebenen Kran aufs Deck und nutzte das Fahrzeug als Kranbarge.
1993 kam es von der San Francisco Bay auf den Columbia River. Kiewit verkaufte es 1998 an die General Construction Company, die den Kran vom Deck nahm. General Construction wurde später eine Tochter von Kiewit und veräußerte die Barge an die in Bellevue ansässige Port Gardner Tug & Barge Inc. Währenddessen wurde sie nie vom Fleck bewegt. 2003 informierte die General Construction Co. die U.S. Coast Guard in Portland, dass das Schiff aufgegeben zu sein schien. In einem Brief vom 11.3.2003 sorgten sie sich um eine mögliche Gefährdung durch das stählerne Ungetüm. 1994 schickte das Department of Natural Resources einen Brief an den Besitzer von Port Gardner und sagte, das Schiff liege unerlaubt auf staatlichem Gebiet. Es müsse binnen eines Monats entfernt werden. Danach würde eine monatliche Strafe von 170 Dollar fällig. Im April 2009 wurde das Department of Ecology auf die Gefahr eines Ölaustritts aufmerksam gemacht. Die Coast Guard befahl dem Eigentümer, Öl und andere umweltgefährdende Stoffe zu entfernen. Wie man nun sieht, ist auch dann nichts geschehen. Quelle: Tim Schwabedissen



"Waldhof" immer noch zu hochprozentig
(5.2.11) Die Abpumparbeiten am gekenterten Tanker "Waldhof" bei St. Goarshausen werden sich weiter verzögern. Die mit Wasser gemischte Schwefelsäure in einem Tank der "Waldhof" hatte am 4.2. noch eine Konzentration von 92 Prozent. Das war immer noch allzu hochprozentig, weshalb das Gemisch jetzt in einen Edelstahltanker geleitet werden soll. Ein solches Schiff traf am 5.2. aus Ludwigshafen ein, um einen Teil der 2400 Tonnen Säure aufzunehmen. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter saß vor Antwerpen auf Grund
(5.2.11) Am 4.2. wurden die Polderman-Schlepper "Charlie" und "Delta" zur Assistenz des unter St. Vincent-Grenadines-Flagge laufenden Frachters "Lenglo", 1946 BRZ (IMO-Nr.: 8223074), gerufen. Dieser war nach Maschinenschaden an der Nordseite der Vlake-Brücke beim Ansteuern von Antwerpen 200 Meter vor den Abweisern auf Felsen gelaufen. Da er seinen eigenen Antrieb nicht zum Flottwerden nutzen konnte, mussten bei stürmischer See die Schlepper gerufen werden. Sie zogen die "Lenglo" vom Grund und brachten sie durch die Zandvliet-Schleuse gegen 5.30 Uhr ins Kanal-Dock B1, wo sie um 7.14 Uhr vertäut wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Trawler von Frachter über den Haufen gefahren
(5.2.11) Am 2.2. um 5.40 Uhr wurde der 24,4 Meter lange französische Trawler "Saint Josse IV - BL 914099" (IMO-Nr.: 9228679), aus Boulogne von einem 180 Meter langen liberianischen Frachter gerammt, der auf der Fahrt nach Liverpool seinen Kurs geschnitten hatte. Das Unglück ereignete sich in der Straße von Dover unweit von Pas-de-Calais. Der Frachter war 800 Meter voraus gelaufen, hatte dann aber unvermittelt den Kurs geändert, um hinter dem Trawler hindurch zu gehen. Doch es fehlte an Raum, und die "Saint Josse IV" ihrerseits passierte gerade einen anderen Trawler und konnte nicht abdrehen. Dieser wurde auch nur knapp verfehlt, während die "Saint Josse IV" am Bug gerammt wurde. Sie steuerte danach den Heimathafen an und blieb in ständiger Kommunikation mit der Rettungszentrale, bis sie um 10.30 Uhr im Loubet-Bassin festmachte. Die sechsköpfige Crew war unversehrt geblieben. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter in Kanalböschung gedrückt
(5.2.11) Der unter Hongkong-Flagge laufende Bulkcarrier "Ocean ID", 16712 BRZ (IMO: 9109964), wurde trotz Assistenz der "Bugsier 15" als Heckschlepper am Nachmittag des 4.2. ostwärts gehend im Nord-Ostsee-Kanal bei Rüstersbergen auf das Südufer gedrückt. Windböen hatten das unbeladen hoch aufragende Schiff erreicht. Aus Brunsbüttel wurde die "Bugsier 14" herbeigerufen, mit deren Hilfe der Frachter wieder flottgemacht werden konnte und um 4.15 Uhr des 5.5. zur Untersuchung im Kieler Nordhafen festmachte. Dort stieß nachmittags zur Weiterreise der Schlepper "Bülk" der SFK hinzu. Quelle: Tim Schwabedissen



Sturm schüttelte norwegische Fähren durch
(5.2.11) Am Morgen des 4.2. kollidierte gegen 4.30 Uhr die norwegische Fähre "Bastø 1", 5005 BRZ (IMO: 9144081), mit dem Kai in Moss. Dabei entstand ein Riss von 30 Zentimetern Länge und zwei Zentimetern Höhe, der erst durch Arbeiter der Hortener Reparaturwerft ausgebessert werden musste, ehe das Schiff am Morgen des 5.2. wieder in Dienst gehen konnte. Die ebenfalls norwegische Fähre "Glutra", 1651 BRZ (IMO: 9208461), machte sich am Morgen des 5.2. im Dalasund selbstständig und trieb gegen ein Forschungssschiff, ehe sie wieder eingefangen werden konnte. Der einzig an Bord befindliche Ingenieur wurde zuvor abgeborgen. Quelle: Tim Schwabedissen



Australische Marina verwüstet
(04.02.11) In der Nacht zum 3.2. wurde die Marina von Port Hinchinbrook durch den Zyklon Yasi verwüstet. Luxusyachten und Kreuzer hatten nur noch Schrottwert. Fast keines der rnd 70 in der Marina liegenden Schiffe überstand die Wucht des Sturmes, der Wellen von über vier Metern Höhe aufbaute, nachdem der Wirbelsturm am nahen Mission Beach Landfall hatte. Nur vier Schiffe schienen unversehrt geblieben zu sein. Es befanden sich Yachten im Wert von bis zu 30 Millionen Dollar in der Marina. Diese liegt zum Hinchinbrook Channel am Südende von Cardwell und wurde in den 1990ern erst nach langem Kampf mit Umweltschützern erbaut. <Quelle: Tim Schwabedissen



Schiffe nach Weserkollision in Leeseringen
(04.02.11) Nach der Kollision auf der Weser am 2.2., bei der das mit Kies beladene Bremer Binnenschiff "Anton", 1430 ts (EU-Nr.: 05106990), auf dem Weg von Rinteln in Richtung Bremen frontal mit der polnischen "Frimari", 890 ts (EU-Nr.: 04010150), zusammenstieß, befanden sich beide Schiffe am 3.3. noch in der Nähe des Unfallortes. Während die "Frimari" nur geringe Schäden davontrug, wurde die "Anton" 300 Meter unterhalb der Unglücksstelle in Leeseringen sofort gelöscht wurde, ging die "Frimari" in Leesringen an die Spundwand. Quelle: Tim Schwabedissen



Stau auf dem Rhein löst sich nur langsam auf
(04.02.11) Nach erfolgreichen Testfahrten haben am 3.2. bei St. Goarshausen einige weitere Schiffe den gekenterten Säuretanker "Waldhof" rheinabwärts passiert. Der Stau von zuletzt 400 wartenden Schiffen löste sich aber nur langsam auf: Bis zum Nachmittag waren rund 15 Schiffe an der Unglücksstelle vorbeigeleitet worden. Talfahrten gingen noch bis zum Abend weiter. Das Abpumpen der 2400 Tonnen Schwefelsäure aus der "Waldhof" verzögerte sich weiter. Auch in den nächsten Tagen wurde nicht damit gerechnet, weil die Chemiker am Wrack noch Zeit brauchten, das Wasser-Säure-Gemisch in den sieben Tanks zu verrühren. Zugleich wurde die Konzentration der Schwefelsäure gemessen, die bei zu hoher Konzentration Pumpen oder Leitungen zerfressen kann. Vor dem Heben des Schiffes muss ein Großteil der Säure aus den Tanks heraus. In einige von ihnen wurden bereits 50 Zentimeter große Öffnungen für die Saugschläuche gebohrt. Schwimmkräne sichern weiterhin das Wrack, neben dem sich eine tiefe Auskolkung im Flussbett gebildet hat. Quelle: Tim Schwabedissen



Bulker trieb im Bosporus
(04.02.11) Der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier "Meraki", 14385 BRZ (IMO-Nr.: 7927491), erlitt beim Einlaufen in den südlichen Bosporus unweit von Istanbul am 3.2. um 10.05 Uhr Maschinenausfall. Das "Kiyi Emniyeti 4" und die "Kurtarma 5" der türkischen Coast Guard wurden zur Assistenz geschickt und hatten das Schiff 20 Minuten nach der Meldung erreicht. Um 11.10 Uhr war der Frachter gesichert und lag am 4.2. in Istanbul. Er war mit einer 20-köpfigen Crew mit einer Ladung von 19187 Tonnen Weizen aus Yarimka gekommen. Quelle: Tim Schwabedissen



Schubverband auf Donau gekentert
(04.02.11) Am 3.2. um 00.04 Uhr kollidierte der unter Antigua-Barbuda Flagge laufende Frachter "Herm Kiepe", 9991 BRZ (IMO: 9162667), von der Rotterdam kommend mit der Mauer der großen Schleuse des Nord-Ostsee-Kanals in Brunsbüttel. Während des Anlegemanövers setzte das Schiff mit zu hoher Fahrt zurück und rammte dabei eine Tornische. Dabei wurde ein Stück des Schanzkleids verbeult. Das Schleusentor selbst nahm keinen Schaden. Nachdem der Schaden protokolliert war, durfte der Frachter nach rund einer Stunde seine Reise nach St. Petersburg fortsetzen, wo er am 5.2. erwartet wird. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter riss sich bei 12 Windstärken los
(04.02.11) Ein Coastguard Rescue Team war am Morgen des 4.2. dabei, den 25 Meter langen Kutter "Amadeus" zu sichern, der sich um 2.13 Uhr von seinen Moorings in Scalloway losgerissen und bei 12 Windstärken gegen eine Pier getrieben wurde. Die Shetland Coastguard alarmierte den Hafenkapitän und das Rettungsteam aus Lerwick sowie das Aith RNLI-Boot. Es wurde versucht, den Kutter mit weiteren Trossen zu sichern. Quelle: Tim Schwabedissen



Fünf Mann von sinkendem Kutter gerettet
(04.02.11) Die US Coast Guard rettete am 3.2. die fünfköpfige Crew des 80 Fuß langen Kutters "Vicious Fisher", der 13 Meilen westlich von La Push, Washington, in Seenot geraten war. Die Crew hatte die Coast Guard Puget Sound in Seattle gegen 14 Uhr informiert, dass ihr Schiff bei bis zu 15 Meilen Wind und acht Fuß hohen Seen Wassereinbruch erlitten habe. Das Wasser stieg binnen 30 Minuten um drei Fuß. Daraufhin stieg von der Air Station Port Angeles ein MH-65 C Dolphin-Helikopter auf, und die Coast Guard Station Quillayute River schickte ein 47-Fuß-Rettungsboot.
Der Hubschrauber war um 14.40 Uhr vor Ort und setzte einen Rettungsschwimmer an Bord ab. Gegen 16 Uhr war auch das Rettungsboot eingetroffen und nahm vier der fünf Besatzungsmitglieder sowie den Rettungsschimmer an Bord. Gegen 18 Uhr verließ auch der Kapitän das Schiff, nachdem die Versuche, es zu lenzen, trotz der Pumpe der Küstenwache fehlgeschlagen waren. Gegen 19.30 Uhr sank der Kutter, und das Rettungsboot verließ mit den unversehrt gebliebenen Fischern die Position, auf der es bis dahin ausgeharrt hatte. Quelle: Tim Schwabedissen



"Davy Crocket" 17 Fuß tief abgesenkt
(04.02.11) Die "Davy Crockett" wurde am 3.2. seit 10 Uhr nach einwöchiger Vorplanung durch das Washington Department of Ecology, das Oregon Department of Environmental Quality und die Coast Guard mit Ballastwasser vollgepumpt. Dadurch wurde das Achterschiff um 17 Fuß gesenkt als Voraussetzung, dessen Abteilungen zu untersuchen. 4000 Gallonen Flusswasser wurden minütlich von vier ferngesteuerten Pumpen in zwei der Laderäume des 431 Fuß langen einstigen Liberty-Frachters der US Navy gepumpt.
Kameras in zwei Tanks erlaubten eine ständige Kontrolle des Prozesses. Wenn die Operation abgeschlossen ist, sollen Taucher die im Heckbereich liegenden Tanks nach Öl, Benzin oder anderen umweltgefährdenden Stoffen durchsuchen. Das Schiff hat mindestens 22 Laderäume, Tanks und andere Abteilungen. Von daher wird es einige Zeit dauern, es gründlich zu untersuchen. Durch das 128-köpfige Einsatzteam wurden bislang 3500 Gallonen veröltes Wasser gesammelt, 49600 Pfund Trümmer entfernt, darunter Batterien, Quecksilber-Lampen, Eisenbahnschwellen und Reifen. Quelle: Tim Schwabedissen



Gesunkenes altes Küstenwachschiff kann in nassem Grab bleiben
(04.02.11) Die kanadische Küstenwache hat sich nach dem Untergang ihres einstigen Wachbootes "Ready" am 17.1. im Howe Sound für eine Bergung für unzuständig erklärt. Sie sei nur verantwortlich für Wasserverschmutzungen, und die Menge Öl an Bord sei sehr gering gewesen.
Eine Bergung sei Sache des aktuellen Eigners. Das Ministry of Natural Resource Operations erhob Anspruch auf das Schiff, denn es sei auf staatlichem Gebiet gesunken, nachdem die Eigner 2006 aus dem Corporate Registry gestrichen wurden, nachdem sie die erforderliche Dokumentation nicht hatten beibringen können. Normalerweise wäre es nun Sache von Transport Canada und dem Ministry of Natural Resource Operations, das Wrack zu beseitigen. Doch es stellt weder ein Navigationshindernis noch eine Umweltgefährdung dar und dürfte von daher an seinem Untergangsort vor Britannia Beach verbleiben. Quelle: Tim Schwabedissen



Ende der Fahrt für "Polar Star"-Passagiere
(04.02.11) Polar Star Expeditions begann entgegen ursprünglicher Planungen am 1.2. doch mit der Evakuierung der 80 Passagiere des unter Barbados-Flagge laufenden Arktiskreuzfahrers "Polar Star", 4998 BRZ (IMO-Nr.: 6905745). Sie wurden auf King George Island ausgebootet. Die Entscheidung fiel nach einer Untersuchung des Rumpfes durch Taucher an der polnischen Forschungsstation Arctowski.
Ursprünglich hatte das Schiff samt Fahrgästen den Rückmarsch nach Ushuaia antreten sollen. Nach Diskussionen mit der Klassifizierungsgesellschaft DNV und der Schiffsführung fiel aber der Beschluss, die berüchtigte Drake-Passage vorsorglich nur mit der 35-köpfigen Besatzung an Bord anzutreten. Nun wurden Mitfahrplätze auf anderen Arktis-Schiffen gesucht, um die gestrandeten Passagiere nach Argentinien zu bringen.
Die "Polar Star" soll erst nach provisorischer Reparatur des Rumpfschadens nach Ushuaia fahren. Die für den 6.2. geplante nächste Fahrt musste deshalb von den in Halifax ansässigen Polar Star Expeditions abgesagt werden. Ihr Schiff hatte am 3.1. auf 66° 51.37' S 66° 47.81' W bei einem Ankermanöver nördlich von Detaille Island um 8.30 Uhr Ortszeit einen nicht kartierten Felsen gerammt. Quelle: Tim Schwabedissen



US-Kreuzer rettete iranische Fischer
(04.02.11) Der amerikanische Lenkwaffenkreuzer USS "Cape St. George (CG 71)" rettete am 31.1. die Crew einer iranischen Dhau. Er hatte gegen acht Uhr einen Notruf des acht Meilen entfernten Fischereifahrzeugs aufgefangen, das Wassereinbruch erlitten hatte.
Die "Cape St. George" schickte ein Team zur Assistenz, doch zwar gelang es diesem, die Lenzpumpen, die ausgefallen waren, zu reparieren, nicht aber, des Wassereinbruchs Herr zu werden. Die Fischer wurden darum auf dem Zodiac des Kreuzers evakuiert. Nachdem sie an Bord des Kriegsschiffes medizinisch untersucht worden waren, wurden sie einem iranischen Zollboot, das sich auf Patroullie befand, übergeben. Quelle: Tim Schwabedissen



Motorboot sank über Nacht
(03.02.11) In der Moenui Bay sank am 3.2. morgens die Barkasse "Sonya". Dreiviertel des Schiffes befanden sich auf einmal unter Wasser, nur der Bug ragte noch hoch. Am Vortag hatte das Schiff sich noch in normaler Lage befunden. Die "Sonya" hatte seit rund fünf Jahren in Mahakipawa Arm gelegen, wurde aber nur ein- bis zweimal jährlich gefahren. Der Johnson's Barge Service sollte das Wrack am Nachmittag heben und nach Havelock transportieren. Quelle: Tim Schwabedissen



Explosion an "M Star" bleibt rätselhaft
(04.02.11) Der japanische Tanker "Star M" wurde durch eine Explosionskraft von außen beschädigt, als er im vergangenen Juli die se Straße von Hormuz passierte. Dies geht aus einem Report hervor, der seit Dezember durch die japanischen Behörden gefertigt und am 3.2. publiziert wurde. Die Ursache der Explosion blieb nach wie vor unklar, von daher ebenso die Möglichkeit eines terroristischen Anschlags.
Für das Japanese Maritime Bureau und die Coast Guard der Vereinigten Arabischen Emirate ist der Fall nun abgeschlossen, ebenso wie für die 5. US-Flotte, die bei der Untersuchung half. Der Tanker der Mitsui OSK Lines war am 28.7. mit 270000 Tonnen Öl an Bord auf der Reise von Arabien nach Japan beschädigt worden, der Rumpf wurde eingedrückt, Fenster und Türen brachen, ein Mann wurde verletzt.
Ausgeschlossen werden konnte durch die Untersuchung eine Freakwelle, eine Kollision, eine Explosion im Schiffsinnern und eine Minenexplosion. Letzteres, weil die Schäden unter Wasser nur gering waren. Die Explosion ereignete sich zwischen Wasseroberfläche und Hauptdeck. Es wurden 25 Proben vom Rumpf genommen, aber kein Sprengstoff entdeckt. Es konnte auch keine Verbindung zwischen der Explosion und der Anwesenheit eines kleinen, auf dem Radarschirm entdeckten Bootes hergestellt werden, das kurz vor dem Zwischenfall den Tanker umkreist hatte. Quelle: Tim Schwabedissen



Schwer beschädigter deutscher Frachter bescherte Werft in Gibraltar viel Arbeit
(04.02.11) Nach der Kollision zwischen dem Frachter "Ems", 5500 tdw, der Werse Schifffahrt in Münster ging das 94 Meter lange Schiff, das 2007 von der türkischen Torgem-Werft erbaut wurde, zur Reparatur in die Gibdock-Werft in Gibraltar. Das Schiff war im Hafen von Montril nahe Almeria von der Fähre "Ace 2", der vormaligen "Euroferry Atlantica", gerammt worden, nachdem diese sich losgerissen hatte. Als der Frachter dann zwischen Kai und Fähre eingeklemmt wurde, hatte er erheblichen Schaden an beiden Bordwänden davongetragen. Der Wulstbug riss den Rumpf in einem Bereich von 5 x 4 Metern auf. Schäden entstanden auch an Brennstofftanks, Oberdeck, Lukendeckeln und Laderäumen sowie der Gangway. Ein zerrissenes Rohr in einem Brennstofftank verunreinigte einen Ballasttank. An Backbord, wo der Rumpf gegen den Kai gedrückt wurde, wurde die Außenhülle großflächig eingebeult.
Seit Anfang Dezember liegt das Schiff in Gibraltar, wo es seither sorgfältig gemeinsam von Eigner und Werft untersucht wurde. 22 Tonnen Stahl waren nötig, allein das 20 Quadratmeter große Leck zu schließen. Dafür wurde der Frachter zwei Wochen lang in Trockendock Nr. 3 bei Gibdock trocken gelegt. Nachdem die Arbeiten abgeschlossen waren, verblieb der Frachter weiter in der Werft am Kai, um weitere Reparaturen und Instandhaltungsarbeiten an der Hydraulik der Lukendeckel durchführen zu können. Im vorgegebenen Zeitplan wurden die Arbeiten zur Zufriedenheit der Auftraggeber durchgeführt und fertiggestellt. Quelle: Tim Schwabedissen



Wie kam es zur Kollision vor Mumbai?
(03.02.11) Nach der Kollision des zypriotische Frachters "Nordlake", 16.202 BRZ (IMO-Nr.: 9057173) mit der indischen Fregatte "Vindhyagiri - F 42", galt es nun die Schuldfrage zu klären. Die Fregatte lief hinter dem Marineschiff "Godavari" her und befand sich parallel zu dem maltesischen Frachter "Sea Eagle", 18.327 BRZ (IMO-Nr.: 9312640), mit langsamer Fahrt auf Einlaufkurs nach Mumbai, als ihr die "Nordlake" entgegenkam. Diese hatte um 13.54 Uhr mit einem Lotsen des Jawaharlal Nehru Port Trust den Hafen von Mumbai verlassen. Beide Handelsschiffe hatten von der "Godavari" die Genehmigung zu einer Backbord-Passage.
Im nur 400 Meter breiten Fahrwasser kamen sich die beiden Handelsschiffe zusehends ins Gehege. Aus den Aufzeichnungen des Funkverkehrs der "Nordlake" und "Sea Eagle" ging hervor, dass beide Schiffe sich eigentlich backbordseitig passieren wollten. Doch wenige Minuten später wurde dies revidiert, und nun wollten sie steuerbordseitig aneinander vorbei laufen, ehe dies nochmals rückgängig gemacht wurde.
Als sie sich immer näher kamen, geriet die Schiffsführung der "Nordlake "offenbar in Panik. Beim Sunk Rock Lighthouse drehte der Frachter unvermittelt 60 Grad nach Steuerbord in Richtung der nur 500 Meter entfernten Fregatte ab. Diese versuchte, der drohenden Gefahr mit einem Voll-Voraus-Manöver zu entkommen, während entsetzte Passagiere sahen, wie der Frachter sich rasch annäherte. Mangels Seeraum hatte die Fregatte keine Chance zu entkommen.
Um 16.45 Uhr lief die "Nordlake" der "Vindhyagiri" u auf Höhe von Maschinen- und Kesselraum in die Steuerbordseite und riss ein Leck von fünf Fuß Länge und 2,5 Fuß Breite. Dabei wurde auch ein Öltank aufgerissen, sodass sich auslaufender Treibstoff an den heißen Kesseln entzündete und sich das Feuer auf den Maschinenraum ausbreitete. Brennendes Isolationsmaterial sorgte für starke Rauchentwicklung. Nachdem die Fregatte die Marinewerft in Mumbai erreicht hatte und evakuiert wurde, geriet gegen Mitternacht der Werksfeuerwehr der Brand außer Kontrolle.
Am Morgen des 31.1. war die Fregatte weitgehend ausgebrannt, und das mit 300 Tonnen Öl bebunkerte Schiff legte sich mit zunächst 50 Grad Schlagseite gegen den Kai der Marinebasis. Bei Niedrigwasser setzte es in sieben Meter Wassertiefe auf dem Hafenboden auf und kenterte schließlich vollends. Nur noch die Backbordflanke der Bordwand ragte aus dem Wasser. Die Fregatte, die ohnehin im kommenden Jahr außer Dienst gestellt werden sollte, dürfte ein Totalverlust sein.
Ob sie sich hätte retten lassen, wurde nun bei der Feuerwehr und der Disaster Response Force in Telegaon diskutiert, die erst gegen vier bzw. 7.30 Uhr morgens gerufen wurden, als der Werksfeuerwehr die Lage schon entglitten war. Die weniger stark beschädigte "Nordlake" wurde zu Untersuchungszwecken mit einem Auslaufverbot belegt. Am Abend des 1.2. wurde der slowakische Kapitän Petros Valneo in der Polizeistation Yellow Gate zwei Stunden lang befragt. Er stritt eine ursächliche Unfallbeteiligung ab. Die Fehlkalkulationen bei der Marine hätten zu der Kollision geführt. Die "Vindhyagiri" der indischen Nilgiri-Klasse, einem modifizierten Leander-Typ, wurde mit bei der Mazagon Dock Ltd. in Mumbai erbaut und am 8.7.1981 für das 14. Fregatten-Geschwader in Dienst gestellt.
Insgesamt entstanden hier sechs typgleiche Schiffe zwischen 1972 und 1981. Bis zum jüngsten Unglück waren noch zwei Schiffe aktiv, die überwiegend für Trainings- und Testzwecke eingesetzt wurden. Sie haben jeweils ein Tragfähigkeit von 2.682 Tonnen, sind 112 Meter lang, 13 Meter breit und haben einen Tiefgang von 4,3 Metern. Das letzte größere Unglück ereilte die indische Marine im Jahr 2006, als das Schnellboot "Prahar" vor Goa nach der Kollision mit einem indischen Frachter vor Goa sank. Quelle: Tim Schwabedissen



Schwere Kollision auf der Weser
(03.02.11) Auf der Weser kam es am 2.2. gegen 16.20 Uhr zu einer schweren Kollision, die erheblichen Sachschaden verursachte. Das mit Kies beladene Bremer Binnenschiff "Anton", 1430 ts (EU-Nr.: 05106990), war auf dem Weg von Rinteln in Richtung Bremen, als ihr die polnische "Frimari", 890 ts (EU-Nr.: 04010150), voll beladen mit Soja entgegen kam. Kurz vor der Weserschleife in Höhe des alten Fähranlegers zwischen Landesbergen und Nienburg erlitt das polnische Schiff einen Totalausfall der Ruderanlage.
Die Schiffe stießen Bug auf Bug zusammen. Die "Anton" wurde auf einer Länge von rund sechs Meter an der linken Seite aufgerissen, Wasser drang auch in die Kajüte ein. Die "Frimari" verlor einen Anker. Sie wurde von der Strömung quergeschlagen und auf die Uferbefestigung getrieben. Nachdem die "Anton" einen Notruf abgesetzt hatte, wurde die Anlegestelle eines nahen Futtermittelbetriebes sofort geräumt, um sie dort anlegen zu lassen. Mit dem Ladekran des Betriebes gelang es, 250 Tonnen Fracht aus dem achteren Laderaum zu löschen, um so das Leck über Wasser zu bekommen. Die Weser wurde nach der Kollision auf den Flusskilometern 259,5 bis 260,5 gesperrt, bis auch die "Frimari" aus dem Fahrwasser geräumt war. Die Schäden mit allen Nebenkosten lagen im sechsstelligen Bereich.
Schubschiffe sollten am Morgen des 3.2. die Havaristen in eine Werft zu schleppen. Den Feuerwehrleuten war das Szenario schon vertraut. Bereits am 1. Dezember war die 67 Meter lange, polnische "Lavenburg" an gleicher Stelle bei ähnlichen Wetterverhältnissen, eisigem Wind und beginnendem Glatteis, nach einem Ruderschaden quergeschlagen. Das mit 600 Tonnen Soja beladene hatte bei der Firma Lühring in Leeseringen anlegen wollen. Vermutlich durch einen Navigationsfehler trieb das Schiff seinerzeit ab und legte sich quer. Sie kam an beiden Uferseiten an der Böschung fest und ließ sich nicht mehr bewegen. Damals musste die Wasserschutzpolizei die Weser für sechs Stunden für den gesamten Schiffsverkehr sperren.
Die "Frimari" entstand als "Margarete Elgeti" 1969 auf der Weserwerft Minden und ist in Wroclaw beheimatet. Sie hat eine Länge: von 67, eine Breite von 8.2 und einen Tiefgang von 2,5 Metern. Die "Anton" hat eine Länge von 85, eine Breite von 9,50 und einen Tiefgang von 2,62 Metern. Sie wurde 1959 von der Schiffswerft und Maschinenfabrik Gustavsburg, Mainz-Gustavsburg, abgeliefert. Quelle: Tim Schwabedissen



Betonschiff wird vom alten Wrack zum Taucherwrack
(03.02.11) Rijkswaterstaat hat am 1.2. das bis zum Oberdeck verschlammte, in der Ost-Schelde liegende Wrack der "Le Serpent" an den Caissons von Schelphoek schwimmfähig gemacht. Dazu wurde es zunächst durch die "Ri-Jos" aus Yerseke freigebaggert, dann galt es hunderte Tonnen Schlamm und Wasser aus dem Schiffsinnern auszupumpen und den Rumpf abzudichten.
Schließlich gelang es, das seit 40 Jahren versackte, muschelverkrustete Ungetüm, dessen zwei Meter hohe Aufbauten bei Ebbe noch aus dem Wasser geragt hatten, mit der Flut aufzuschwimmen. Nächstes Ziel ist das Grevelingenmeer, wo das Schiff an der Marina Scharendijke an der Tauchbasis De Kabbelaar als Tauch-Objekt erneut wieder versenkt wird. Der letzte Ruheplatz befindet sich in der Nähe der Riffbälle westlich der Hafenmole Die Gemeinde Schouwen-Duiveland hat das Projekt mit 200.000 Euro finanziert.
Das aus Beton gefertigte, unmotorisierte Schiff wurde 1921 in Le Havre mit 18 Schwesterschiffen erbaut. Mit ihnen wurde Kohle zwischen Frankreich und England transportiert. 1942 wurde es in Le Havre von den Deutschen beschlagnahmt. Es ist 58 Meter lang und sieben Meter breit. Die "Le Serpent" war nach langem Einsatz als Schleppschiff 1970 in der Schelphoek versunken.
Bei einem früheren Versuch, es zu heben, ging das Bergungsschiff selbst unter, wurde aber später wieder geborgen. Zwischenzeitlich war geplant, eine einstige holländische Fähre, die in Antwerpen ihr Dasein fristete, zum künstlichen Riff zu machen, doch diese sank kurz vor der geplanten Überführung in dem belgischen Hafen und wurde verschrottet. Nun endlich bekommt Scharendijke doch sein Tauchwrack. Quelle: Tim Schwabedissen



Goldbarren von explodiertem Frachter nach 67 Jahren wieder entdeckt
(03.02.11) Indische Arbeiter haben in Mumbai Goldbarren des am 14.4.1944 explodierten britischen Frachters "Fort Stikine" entdeckt. Bei Baggerarbeiten für ein neues Hafenbecken machten sie am 3.1. den überraschenden Fund im Stadthafen. Nun soll dort weiter geforscht werden, ob noch weitere Funde gemacht werden können. Bislang wurden je ein Barren von 100 und 50 Gramm Gewicht zutage gefördert.
Die "Fort Stikkine" war mit Stoffballen, Sprengstoff, Munition und Gold beladen gewesen, als sie seinerzeit in den Victoria Docks in Brand geraten und dann in die Luft geflogen war. Die Explosion forderte hunderte von Menschenleben, und Trümmer wurden Kilometer weit weg geschleudert. Der nachfolgende Brand dauerte mehrere Tage an, und dutzende anderer Schiffe im Hafen von Bombay wurden dabei ebenfalls zerstört.
Das Gold hatte zu jener Zeit einen Wert von 100 bis 200 Millionen Pfund und war für eine örtliche Bank bestimmt, um Auswirkungen des 2. Weltkriegs auf den indischen Wechselkurs auszugleichen. Einiges des verlorenen Goldes wurde bis in die 70er Jahre hinein entdeckt und anschließend der englischen Regierung übergeben, seither kam es aber bis vor drei Tagen zu keinen weiteren Funden. Quelle: Tim Schwabedissen



Schubverband auf Donau gekentert
(03.02.11) Auf der Donau kenterte am 2.2. nach Übergehen der Ladung eine mit Kies beladene Klappschute ebenso wie ihr Schubboot. Der Schiffsführer und sein Decksmann konnten sich mit einem Sprung ins Wasser retten. Die beiden blieben unverletzt. Ihre Firma aus dem Kreis Mühldorf am Inn war im Auftrag der E.on damit beschäftigt gewesen, etwa 30000 Kubikmeter Kies aus der Stauwurzel zwischen Marxheim und Bertoldsheim zu baggern.
Ein Schwimmbagger belud die Klappschute, die den Kies in Ufernähe ablud, wo ein Bagger das Schüttgut mit Langarm ans Ufer holte. Als die 18 Meter lange Schute gegen 5.30 Uhr die Verklappungsstelle ansteuerte, verrutschten vermutlich gefrorene Kiesklumpen und brachten sie zum kentertn. Auch das Schubschiff drehte sich kieloben. Die Bergung der havarierten Wasserfahrzeuge gestaltete sich an der abgelegenen Stelle alles andere als einfach. Angesichts der starken Strömung der Donau verzichteten die Verantwortlichen - darunter Experten des Landratsamts, des Wasserwirtschaftsamts und der Wasserschutzpolizei - auf eine Ölsperre.
Taucher befestigten im Laufe des Tages Stahlseile an den Havaristen und trennten sie voneinander. Ein 160-Tonnen-Autokran hob zunächst das Schubschiff ans Ufer, in dessen Tanks sich 30 Liter Dieselkraftstoff befanden. Anschließend wurde die Schute gedreht und ausgepumpt. Ausgelaufenen Dieselkraftstoff versuchte die Feuerwehr Donauwörth mit zwei Booten und landseitig am Stauwerk Bertoldsheim zu binden. Die Feuerwehren aus aus Marxheim, Schweinspoint und Donauwörth sowie die Wasserwacht und eine Sankabesatzung des Roten Kreuzes und Einsatzkräfte der Polizei Rain, die Wasserschutzpolizei Beilngries sowie E.on-Vertreter waren vor Ort. Der Sachschaden betrug nach ersten Schätzungen rund 20 000 Euro. Quelle: Tim Schwabedissen



"Prins Willem" wird nach Reparatur Teil eines Wattenmeer-Erlebniszentrums
(03.02.11) Die Wiederherstellung des im Juli 2009 ausgebrannten Dreimasters "Prins Willem", dem Nachbau eines alten Ostindienfahrers, wird nach Ansicht des Projektleiters Dries Onclin voraussichtlich 10 Millionen Euro erfordern. Das Schiff war im Museumhafen Willemsoord in Den Helder ausgebrannt und das Wrack später durch den Werfteigentümer Jelle Talsma erworben und nach Harlingen verschleppt worden Talsma und Onclin wollen es restaurieren und zum Teil eines Wattenmeer-Erlebnis-Zentrum machen, in der die Geschichte der Handelsfahrer ebenso wie die des Wattenmeeres dargestellt werden. Die Kosten dafür sind noch unklar. Das Duo will die Gemeinde Harlingen und die Provinz Friesland mit ins Boot bekommen. Quelle: Tim Schwabedissen



"Spirit of Resolution" wieder mal havariert
(03.02.11) Der in Lyttelton beheimatete, neuseeländische Containerfrachter "Spirit of Resolution", 4766 tdw (IMO-Nr.: 9139127) lief am 3.2. gegen 11 Uhr in Manukau Harbour auf Grund. Der 3000-Tonner kam auf einer Schlammbank im Wairopa Channel nahe Titirangi fest. Der Schlepper "Rupe" wurde gerufen und konnte am Heck ziehend den Havaristen nach einiger Zeit wieder flott machen. Er wurde in die nahe gelegene Big Bay am North Manukau Head gezogen, wo er untersucht werden sollte. Gegen 23 Uhr sollte ein weiterer Anlauf genommen werden, die Barre zu queren.
Das 1997 erbaute, 101 Meter lange und 17 Meter breite Schiff war bereits mehrfach in Havarien verwickelt, so rammte es 2005 die alte Mangere Bridge beim Versuch, an der Onehunga Wharf festzumachen. Im vergangenen August strandete es in schwerer See nach Ruderproblemen vor Port Taranaki. Am 19.9. kam es beim Verlassen von Manukau kurzzeitig fest, konnte sich aber selbst befreien. Die "Rupe" eskortierte es danach nach Lyttelton.
Die "Spirit of Resolution" verkehrt zwischen Lyttelton und Onehunga. Sie wird von der Pacifica Shipping betrieben. Grund der jüngsten Havarie war nach Ansicht der Reederei ein Fehler in der Bordelektrik, der zu Ruderproblemen führte. Quelle: Tim Schwabedissen



"Davy Crocket" wird geflutet
(03.02.11) Am 3.2. gegen acht Uhr begann das Beballasten der 431-Fuß-Barge "Davy Crockett". Dadurch sollte das hoch aufragende Heck abgesenkt und auf dem Flussgrund stabilisiert werden, sodass es sich nicht mehr bewegt und Taucher ungefährdet den Torso untersuchen können. Dabei wurde mit vier Pumpen sorgfältig Wasser in die großen Abteilungen gefüllt, bis das Heck auf Grund aufsetzte. Wenn das Wrack hinreichend stabil ist, sollte es untersucht und werden und danach der Tauchereinsatz starten. Während des Flutens durften Schiffe die "Davy Crockett" nur mit Genehmigung des Hafenkapitäns im Sektor Columbia River passieren, bis ein Marine Safety Information Broadcast das Ende der Operation bekannt gibt. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter brannte in St. Marys
(03.02.11) Die US Coast Guard assistierte der dreiköpfigen Crew des 24 Fuß langen Kutters "Hay Brut", der am 2.2. auf dem St. Marys River in St. Marys, Galveston, in Brand geraten war. Die Fischer hatten um 13.50 Uhr die Coast Guard Jacksonville alarmiert. Daraufhin wurde der Havarist zu einer Pier in Fernandina Beach, Florida, abgeschleppt. Hier wurde die leicht verletzte Crew medizinisch versorgt. Das Feuer hatte sie bereits vor Eintreffen der Rettungskräfte löschen können. Quelle: Tim Schwabedissen



Explosion auf "Präsident"
(03.02.11) Zu einem Brand auf dem Ausflugsschiff "Präsident" der Reederei Kaiser kam es in den Mittagsstunden des 2.2. in Tangermünde. Zeugen hörten gegen 12.30 Uhr einen explosionsartigen Knall. Im Heck des Schiffes brach ein Feuer aus. Schnell waren die Feuerwehren aus Tangermünde, Stendal, Bindfelde und Schönhausen vor Ort und konnten das Feuer in kurzer Zeit löschen. Dennoch kam es zu einem Sachschaden von rund 10 000 Euro. Die Brandursache war wohl ein technischer Defekt an der Elektrik gewesen. In 14 Tagen soll die "Präsident" wieder einsatzfähig sein. Im April 1996 kam das 1965 bei den Deutschen Industriewerken in Berlin-Spandau erbaute Schiff nach Tangermünde. Es ist 50 Meter lang, acht Meter breit, hat 1,2 Meter Tiefgang und vermag 400 Passagiere aufzunehmen. Quelle: Tim Schwabedissen



Reparatur der "Carnival Splendor" bringt Hunderten Arbeit
(03.02.11) Das Kreuzfahrtschiff "Carnival Splendor" liegt in San Francisco an Pier 70 jetzt hoch und trocken in einem Schwimmdock. Es handelt sich um den größten Reparaturauftrag dort in über 45 Jahren. Die Arbeiten begannen am 31.1. und sollen bis zum 12.2. andauern. Die Kosten werden zwischen acht und neun Millionen Dollar liegen. Das Dock ist das einzige mit ausreichender Kapazität an der nordamerikanischen Westküste.
Die "Carnival Splendor" ist eines der größten Kreuzfahrtschiffe des Pazifiks. Eine Verschleppung zu einer Reparaturwerft nach Asien hätte Monate gedauert. Über 900 Arbeiter, teils Beschäftigte der BAE Systems teils Vertragskräfte sind mit dem Auftrag beschäftigt. Einer der Diesel und ein Generator müssen ersetzt und andere Schäden, die der Brand im November verursachte, ausgebessert werden. Dazu muss ein ausreichend großes Loch in den Rumpf geschnitten werden.
Die neue Maschine wiegt 220000 Pfund und wurde in der vergangenen Woche von Fincantieri in Italien an Bord einer Antonov 21, eines der größten Frachtflugzeuge der Welt, nach San Francisco geflogen. Vom Flughafen ging es per Schwerlaster zu einer Pier in San Francisco, von wo es an Bord einer Barge in dieser Woche zur südlich des AT&T-Park gelegenen Pier 70 weiter geht. Seit dem Stapellauf des Zerstörers "Bradley" bei den Bethlehem Steel Shipyard 1965 ist die Reparatur der "Carnival Splendor" das größte Bauprojekt in der früheren Schiffsschmiede.
Die Werft ist seit 1982 im Eigentum des Port of San Francisco. BAE Systems haben sie geleast. Das größte Schwimmdock wurde 2008 für 5,2 Millionen Dollar vergrößert im Auftrag und auf Rechnung der Carnival Cruise Lines und der Princess Cruises, um so große Schiffe wie die "Carnival Splendor" docken zu können. Der Carnival Cruise Lines entstanden durch das Feuer auf ihr Kosten von insgesamt 56 Millionen Dollar. Ein Dutzend Fahrten mussten abgesagt werden. Am 20.2. soll das Schiff von Long Beach aus wieder in Fahrt gehen. Quelle: Tim Schwabedissen



"Medway Eco-Barge" wieder flottgemacht
(03.02.11) Das Designer-Hausboot "Medway Eco-Barge" wurde am 2.2. zurück an seine Moorings gezogen, nachdem es sich in Essex am 31.1. losgerissen und bei Westcliff-on-Sea auf den Strand getrieben war. Das 33 Meter lange Gefährt, graffitibeschmiert und mit eingeworfenen Scheiben, wurde erst zur Bell Wharf in Leigh-on-Sea, Essex, geschleppt und am 2.2. dann wieder vertäut. Die Eigner aus Ost-London hatten das Boot mit seinem auffälligen Dach für 80000 Pfund hergerichtet, um daraus eine geräumige Stätte für sich und ihre zwei Kinder zu machen. Doch seit 2007 geschah nichts mehr an Bord, und seitdem wurde durch Vandalismus ein Schaden von rund 70000 Dollar angerichtet. Auch die jetzige Havarie könnte eine Folge der Zerstörungswut sein. Quelle: Tim Schwabedissen



Skipper der "Jack Abry II" wegen nachlässiger Navigation bestraft
(03.02.11) Der Skipper des gestrandeten französischen Trawlers "Jack Abry II" muss eine Strafe von 3000 Pfund bezahlen. Er wurde beschuldigt, für keine ausreichende Brückenwache gesorgt zu haben und das Schiff nicht sicher navigiert zu haben. Er hatte gegenüber dem Sheriff David Sutherland am 2.2. vor dem Stornoway Sheriff Court on Lewis eingeräumt, er habe sich erschöpft gefühlt, als das Schiff strandete und er und seine 13 Männer von einem Coastguard-Helikopter vom Vorschiff hatten abgeborgen und nach Lewis gebracht werden müssen. Die Strandung wird von der Maritime and Coastguard Agency als ernsthafter Bruch der Sicherheitsregeln gewertet. Quelle: Tim Schwabedissen



Kapitän gestrandeten Trawlers in Polizeigewahrsam
(02.02.11) Nachdem sie wegen leichter Unterkühlung ärztlich behandelt worden war, wurde die von dem vor Rum in den Hebriden gestrandeten, französischen Trawler "Jack Abry II" gerettete 14-köpfige Crew im Caladh Inn in Stornoway vorläufig einquartiert. Der Kapitän, der Franzose Xavier Leaut, wurde allerdings von der Polizei in Gewahrsam genommen. Der 48-jährige sollte am 2.2. vor dem Stornoway Sheriff Court erscheinen wegen Ermittlungen zur Schiffssicherheit. Der Skipper, der erst am Tag der Strandung an Bord gekommen war, hatte Ruderprobleme für die Strandung verantwortlich gemacht, die sich 10 Stunden nach dem Auslaufen ereignet hatte. Die Ölbekämpfungsabteilung der Maritime and Coastguard Agency prüfte derweil, ob die Tanks des Schiffes dicht geblieben waren, das dicht unter den Küstenfelsen auf Grund liegt. Quelle: Tim Schwabedissen



"Waldhof" wird gequirlt und nicht geschüttelt
(02.02.11) Den Bergern des Tankers "Waldhof" gelang es am 1.2., den überwiegend unterhalb des Rheinwasserspiegels liegenden Tank 1 anzubohren und zu inertisieren. Nun ist das Schiff nahezu wasserstofffreien, sodass keine Gefährdung mehr für die Anwohner bestand und Sperrungen von Straße und Bahn vorerst nicht mehr erforderlich erschienen. Bei den Beprobungen der Tanks wurde festgestellt, dass sich in verschiedenen Höhen innerhalb der einzelnen Tanks unterschiedlicheGemischkonzentrationen gebildet hattn. In Absprache mit dem Bergungsunternehmen Mammoet war im nächsten Schritt vorgesehen, dieses Säure-Wasser-Gemisch, begleitet von ständigen Beprobungen, zu "homogenisieren".
Hierzu galt es, über die schon vorhandenen Öffnungen Tauchpumpen in die Tanks einzulassen, um eine "Verquirlung" und somit eine einheitliche Konzentration des Gemisches zu erreichen, was ein Umpumpen des Tankinhalts erleichtert. Derweil gelang es den vor Ort befindlichen Tauchern nach dem Missgeschick einer 60-jährigen am 30.1., deren Auto unweit der "Waldhof" in den Rhein gerollt war, dieses zu lokalisieren und mithilfe eines Krans wieder ans Tageslicht zu befördern. Am 2.2. wurde erstmals die Talfahrt von Binnenschiffern erlaubt. Insgesamt liegen rund 450 Schiffe infolge der Havarie fest. Quelle: Tim Schwabedissen



"Polar Star" auf dem Weg zur Taucheruntersuchung
(01.02.11) Die "Polar Star", 3928 BRZ (IMO-Nr.: 6905745), der Polar Star Expeditions wurde entgegen erster Berichte nicht evakuiert, nachdem sie am 31.1. bei einem Ankermanöver mit einem Knoten Fahrt auf einen nicht kartierten Felsen vor Detaille gelaufen war. Dieser hatte einen kleinen Riss in der Außenhülle des doppelwandigen Schiffes verursacht. Sieben Stunden nach der Havarie konnte es sich mit geringen Schäden mit eigener Kraft befreien. Danach wurde der Schaden durch die Crew untersucht und mit dem Reedereibüro in Halifax sowie den Klassifizierungsbehörden das weitere Vorgehen abgestimmt. Am 1.2. gegen 21 Uhr ging das Schiff vor Detaille Island ankerauf und machte sich mit 10 Knoten Fahrt auf den Nordnordostkurs zur Arctowski Station, einer polnischen Forschungseinrichtung auf King George Island. Taucher der Station sollen dort vorsorglich eine weitere Unterwasserinspektion durchführen, um sicherzustellen, dass das Schiff in der Lage ist, a, 4.2. nach Ushuaia zurückzukehren.
Bereits im Juli 2010 war das Schiff südlich von Dunøyane mit 67 Passagieren und einer Crew von 46 auf Grund gelaufen und leckgeschlagen. Auch in diesem Fall konnte es sich selbst befreien und kam mit geringen Schäden davon. Im Hornsund wurde der Schaden untersucht durch Taucher des norwegischen Küstenwachbootes "Senja". Das Schiff begann seine Laufbahn als Eisbrechter "Njord", als der es am 8.10.1969 von der Oy Wärtsilä AB, Helsinki, abgeliefert wurde und unter schwedischer Flagge eingesetzt wurde. Am 1.4.1977 barg es die "Oden", die auf Grund gelaufen war. 2000 ging es an die Karlsen Shipping, Bridgetown, die es zum Arktiskreuzfahrer umbaute. Die "Polar Star" ist 86,52 Meterlang, 21.26 Meter breit, hat 6,2 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 879 Tonnen. Quelle: Tim Schwabedissen



"Davy Crocket" wird vollgepumpt
(02.02.11) Am 1.2. wurden Ballastoperationen für die Barge "Davy Crockett" auf dem Columbia River vorbereitet. Dazu soll langsam Wasser in das Achterschiff eingebracht werden, um dieses abzusenken und so die Stabilität des mittschiffs eingeknickten Gesamtrumpfes zu erhöhen. 127 Personen von staatlichen und örtlichen Einrichtungen sowie zur Ölbergung beauftragter Firmen waren im Einsatz. Bislang wurden rund 1450 Gallonen Öl aufgefangen und 13600 Fuß Ölsperren ausgebracht. Zwei Bargen assistierten bei den Arbeiten, deren Kosten in die Millionen gehen werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachterkollision vor Skagen
(02.02.11) In der Nacht zum 2.2. kollidierten kurz nach Mitternacht der unter Panama-Flagge laufende Containerfrachter "MSC Eyra", 21370 tdw (IMO-Nr.: 8201648), der sich auf der Reise von Helsinki nach Antwerpen befand, mit dem in der Dominikanischen Republik registrierten Frachter "Baltiyskiy-109", 2649 tdw (IMO: 7612515), der fünf Stunden zuvor von Frederikshavn nach Bilbao ausgelaufen war. Das Unglück ereignete sich 10 Meilen nordwestlich von Skagen vor der dänischen Nordseeküste. Die "MSC Eyra" erlitt nur einige Schrammen und durfte ihre Reise fortsetzen, wohingegen die "Baltiskiy-109", die oberhalb der Wasserlinie größere Schäden erlitten hatte, angewiesen wurde, in der Ålbæk Bucht vor Anker zu gehen. Das Ölbekämpfungsschiff "Mette Miljø" ging in unmittelbarer Nähe vorsorglich in Stellung. Quelle: Tim Schwabedissen



Stader Frachter rettete drei Mann von sinkender Motoryacht
(02.02.11) Der unter England-Flagge laufende Containerfrachter "WEC Sorolla", 9981 BRZ (IMO-Nr.: 9333345), der Reederei Heinz-Georg Vöge aus Stade-Abbenfleth barg am 29.1. drei Schiffbrüchige zwischen Gibraltar und der Ferieninsel Fuerteventura. Das 868-TEU- Schiff, das für den Charterer WEC-Lines in der spanischen Küstenfahrt eingesetzt ist, fing in den frühen Morgenstunden gegen 6.41 Uhr einen Notruf der Motoryacht "Luana" auf. Daraufhin änderte er sofort seinen Kurs und entdeckte um 07.05 Uhr das schwer angeschlagene Motorboot, das Mayday gefunkt hatte. Als es in Sichtweite war, schwamm es noch, drohte aber in wenigen Minuten unterzugehen. Umgehend setzte die Frachtercrew ein Rettungsboot aus und nahm drei Spanier auf. Sie hatten die "Luana" gerade erst erworben und wollten sie von Gibraltar nach Fuerteventura überführen. Der Kapitän der "WEC Sorolla" vermutet, dass ein technischer Defekt die Ursache des Unglücks war. Die drei Schiffbrüchigen konnten sich auf dem Containerschiff von ihrem Schreck erholen, bevor sie am 30.1. auf Valencia Reede von einem Boot der lokalen Seenotrettung abgeholt wurden. Tags darauf machte auch der Frachter im Hafen fest. Quelle: Tim Schwabedissen



Bergung der "Vagel Grip" auf unbestimmte Zeit verzögert
(02.02.11) Die Bergung des vor knapp drei Wochen auf der Warnow gesunkenen Traditionskutters "Vagel Grip" verzögert sich möglicherweise um mehrere Wochen. Bereits eine Woche, nachdem der Kutter gesunken war, wollte der Eigner, die Ostsee-Touristik AG aus der Hansestadt, das 68 Jahre alte Schiff gehoben und über Land abtransportiert haben. Mit den Planungen wurde die Rostocker Firma "Baltic Taucher" beauftragt. Doch weder Eigner, noch das Bergungsunternehmen konnten jetzt einen belastbaren Zeitplan für die Operation nennen. Quelle: Tim Schwabedissen



Rätselhafter Tod des Skippers der "Yarmouth Navigator"
(02.02.11) Rätselhaft ist weiterhin der Tod des Skippers des einstigen Patroullien- und Minensuchbootes "Yarmouth Navigator", das am 30.1. um 18.30 Uhr direkt vor Plymouths Mayflower Marina sank. Das Schiff war zuvor von der Noss Marina auf dem Dart River in Devon zu einer Mooring im Plymouth Sound überführt worden.
Sie hatte acht Jahre in Noss gelegen, ehe der neue Eigner Matthew Hunt sie vor einem halben Jahr erworben und teilweise überholt hatte. Als sie am Morgen auslief, wurde sie von. Oliver Parr, dem Direktor der örtlichen Yachtbaufirma Shore Serve, sicherheitshalber mit einem Zodiac begleitet. Während der Fahrt drang nicht unerwartet Wasser ein, doch bis die Außenmole des Cattewater Harbour passiert war, schien die Lage unkritisch zu sein. 20 Minuten darauf, gegen 17 Uhr, war die Mooring vor der Mayflower Marina erreicht, wo das Schiff an einem Schwimmponton vorn und achtern festgemacht und mit Bojen gesichert wurde. Das Wasser war zu der Zeit 10 Meter tief. Danach wurde begonnen, seeklar zurück zu machen.
Im Innern stand Wasser bis zu den Bodenbrettern. Oliver meldete über Funk der Coastguard das Problem. Die Coastguard Brixham gab eine Meldung an die Schifffahrt heraus, und wenig später traf das Zollboot "Searcher" ein und übergab eine Pumpe. Diese versagte aber den Dienst. Dann verschlechterte sich die Lage binnen kurzem, durch das Gewicht des in die vordere Abteilung eingedrungenen Wassers begann das Schiff über den Bug wegzusacken. Gegen 18.30 Uhr war auch die RNLI mit einem Boot vor Ort. Eine Gefahr für die Crew schien in der Lage nicht gegeben. Auf der einen Seite der "Yarmouth Navigator" lag der Betonponton, auf der anderen das Zodiac, das von drei Mann der Crew bestiegen wurde.
Diese nahmen an, dass der Skipper auf der anderen Seite auf den Ponton ausgestiegen war. Doch tatsächlich befand er sich noch an Bord, und die Männer im Schlauchboot sahen ihn auf einmal im Ruderhaus, wo er durch seine reflektierende Jacke erkennbar war. Sie riefen ihm zu, das Schiff zu verlassen. Das letzte, was sie sahen, war, dass er eine Leiter auf der ihnen abgewandten Seite herabstieg auf das Oberdeck. Zu diesem Zeitpunkt war auch das mit einem Suchscheinwerfer ausgestattete RNLI-Boot vor Ort. Doch der Skipper tauchte nicht auf. Erst am folgenden Tag fanden Polizeitaucher den Leichnam neben dem Boot auf dem Meeresgrund. Nun wird der Maritime Accident Branch zu klären haben, warum das 68 Jahre alte Schiff so schnell sank und warum sein Skipper zu Tode kam. Zuvor gilt es aber zunächst, das Wrack, dessen Mastspitze bei geeignetem Wasserstand noch sichtbar ist, zu heben. Quelle: Tim Schwabedissen



Stranderosion brachte zwei alte Wracks zutage
(02.02.11) Vor Lumsden legten Stürme zu Jahresbeginn die Überreste zweier alter Wracks frei. Nachdem rund 200 Fuß Sand fortgespült wurden, kamen Holzbalken zum Vorschein, die u.a. dem Wrack der "Patriot" zugeordnet wurden, die 1950 dort strandete. Die Spantenreste eines anderen Schiffes sind mit Holnägeln miteinander verbunden, was auf einen älteren Ursprung und damit auf den Küstenfahrer "Adamant" hinwies, der von Labrador kommend 1868 in einem Herbststurm scheiterte. Örtlicghe Archäologieexperten sollen nun helfen, die Identität zu verifizieren. Quelle: Tim Schwabedissen



"Medway Eco-Barge" gestrandet
(02.02.11) Auf dem Westcliff Beach strandete am 1.2. die "Medway Eco-Barge", die sich zuvor von ihren Moorings losgerissen hatte und dann gegenüber des Palmeira Arches Cafe am frühen Morgen antrieb. Das 33 Meter lange, ungewöhnlich konstruierte Hausboot war 2007 ein Star der TV Serie Grand Designs gewesen. Ein Londoner Paar hatte das Hausboot aus wiederverwertetem Holz und gewelltem Eisen erbaut, es jedoch nie fertig gestellt. Es blieb letztlich unbewohnt in der Themsemündung liegen, wo es die vergangenen dreieinhalb Jahre verbrachte und immer mehr herunterkam. Nun muss ein Schlepper das markante Gefährt wieder in tieferes Wasser bugsieren. Quelle: Tim Schwabedissen



Vier Vermisste nach Kutterunglück
(02.02.11) Mindestens vier Fischer wurden vermisst, nachdem ihr Kutter "Daner" in schwerer See am 31.1. vor Bicol kenterte. Das Unglück ereignete sich vor Canomay in Claveria, Masbate. Die Männer kamen aus Ilawod, Bulan, und Cogon, Monreal. Quelle: Tim Schwabedissen



"Bacchus"-Skipper gab nach Untergang seiner Yacht Weltumsegelungs-Plan auf
(01.02.11) Viel Zeit blieb den drei Männern an Bord der 14-Meter-Yacht "Bacchus" am Ende nicht mehr. Unter der geschlossenen Luke schöpften sie mit Eimern Wasser aus der Kajüte. Das Wasser schütteten sie in den Ausguss der Spüle, weil sie die Luke nicht mehr zu öffnen wagten. Es wäre mehr Wasser eingedrungen, als sie hätten rausschütten können. Das Wasser stieg und stieg. Schiffseigner Keith Harding, 68, und seine Begleiter Colin Clarke, 68, aus Cambridge sowie der Belgier Sieste Hoff, 29, wurden immer wieder gegen die Wände ihres Schiffes geschleudert. Hardings rechter Arm war verletzt. 200 Seemeilen vor Sri Lanka, mitten im Indischen Ozean, setzte Keith Harding um 23.54 Uhr einen Notruf ab. Kapitän Georg Rohwer und die 21 Mann Besatzung des deutschen Containerfrachters "Maersk Surabaya" der Hamburger Reederei Claus-Peter Offen waren es schließlich, die den Seglern das Leben retteten.
Keith Harding kaufte mit 18 sein erstes Segelboot und ließ es an der südenglischen Küste zu Wasser. 2002 ließen er und seine Ehefrau Susan die "Baccus" bauen, auf der die beiden den Ruhestand genießen wollten. Sechs Jahre segelten sie unbeschwert, bis Harding an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankte. Für ihn und seine Frau Susan schien der Traum gescheitert. Doch Harding wurde operiert und besiegte den Krebs.
Das Ehepaar stach erneut in See und setzte die geplante Umrundung des Erdballs fort. Doch 2009 wurde bei Susan Harding Brustkrebs diagnostiziert. Wieder ging es in die Heimat. Keith Harding ging ohne seine Frau zurück aufs Schiff, begleitet von Colin Clarke und Sieste Hoff, beide erfahrene Segler. Im Januar 2011 segelten sie von Malaysia kommend in Richtung Türkei, wo sie eine Regatta bestreiten wollten. Vor Sri Lanka wurde aus stetigem Wind ein Sturm. Die "Baccus" wurde hin und her geworfen, unter Deck war Chaos. Wasser brach ein.
"Es war wirklich nicht mehr schön, alles flog umher. Ich hielt mich an einer Sitzbank fest, als eine Welle über uns hereinbrach und mich umhaute. Ich verletzte mir den Arm", sagte Harding. Als er den Notruf absetzte, befand sich die "Maersk Surabaya" mehr als 100 Seemeilen von dessen Position auf 07 00 Nord 085 00 Ost entfernt. Der von der Reederei Offen vercharterte Frachter, der eigentlich "Santa Laura" heißt, war zu diesem Zeitpunkt unterwegs von Salalah im Oman, nach Port Kelang, Malaysia.
Zwei Schiffe waren noch dichter am Havaristen, doch sie verfügten über keine technischen Möglichkeiten, die Segler von Bord der "Baccus", die jetzt ein Sturmsegel gehisst hatte, zu retten. Kapitän Rohwer reagierte auf den Notruf, der über Falmouth MRCC abgesetzt worden war. Er änderte den Kurs in Richtung der "Bacchus" und erhöhte die Fahrt seines 322 Meter langen und 44 Meter breiten Schiffes. In Sri Lanka wurde gleichzeitig ein Rettungsschiff in Marsch gesetzt. Um neun Uhr hatte Kapitän Rohwer die "Bacchus" am Morgen des 11.1. trotz neun Beaufort Wind längsseits genommen. Der Smut machte den Ausguck, alle anderen waren mit dem Rettungseinsatz beschäftigt.
Über die Lotsentür im Schiffsbauch wurde per Winde ein Seil abgelassen. Zuerst wurde der junge Belgier in den Schiffsbauch der "Maersk Surabaya" gezogen, dann Colin Clarke, schließlich der Schiffseigner, der zuletzt die Leinen loswarf. Die "Baccus" schlug noch ein paarmal gegen die Bordwand, trieb ab und sank dann. Die "Maersk Surabaya" setzte ihre Reisenach Port Kelang fort. Derweil wurden die Geretteten versorgt. Harding, stellte sich heraus, hatte sich den Bizepsmuskel gerissen. Er war gleichzeitig traurig über den Verlust seines Schiffes und erleichtert, dass seine Mitsegler und er mit dem Leben davongekommen waren.
Harding berichtete von dem Wirbelsturm, in dem sie sich wiederfanden, ohne dass die empfindlichen Instrumente an Bord ein solches Szenario angekündigt hätten. Drei Tage lang kämpfte das Boot gegen den Sturm. Die Pumpen fielen aus, die Elektrik hatte sich verabschiedet. In Port Kelang verabschiedeten sich die Geretteten am 25.1.. Harding ist inzwischen zu Hause eingetroffen. Er hat den Plan, die Welt zu umsegeln, nun doch aufgegeben. Die "Maersk Surabaya" traf inzwischen bereits in Hongkong ein. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Brückenkollisionen durch Binnenschiffe in Holland
(01.02.11) Der Amsterdamer Zementtanker "Westlandgracht", 668 ts (EU Nr.: 2104853) ist am Morgen des 31.1. auf der Schie gegen die Horvathbrücke gefahren. Dabei wurde das Ruderhaus des Tankers abgerissen und ein Pkw an Deck beschädigt. Der Schifffahrtsverkehr auf der Schie wurde gesperrt, während das Schiff durch ie "RWS 24" von Rijkswaterstraat an einen Kai gebracht wurde. Menschen kamen nicht zu Schaden.
Das Schiff entstand 1974 auf der Arminiuswerft, Bodenwerder, für die Cement Tankvaart Rederij NV in Amsterdam. Es ist seit einer Verlängerung 67 Meter lang, 6,6 Meter breit und hat 2,8 Meter Tiefgang.
Eine weitere Brückenkollision ereignete sich an der Knijpsbrücke über die Winschoterdiep bei Hoogezand. Ein Binnenschiff rammte die geschlossene Klappbrücke nach Ausfall des Bugstrahlruders, sodass das Schiff noch 7 km/h Fahrt hatte, als es gegen den Beton der Brücke stieß. Dabei wurde der Anker aus der Klüse und ein Leck in die Vorpiek gerissen. Es kam zu einem Wassereinbruch, und über das Schiff wurde ein Fahrverbot verhängt. Quelle: Tim Schwabedissen



Beginnt heute das Leichtern der "Waldhof"?
(01.02.11) Die Vorbereitungsarbeiten für das Abpumpen der Schwefelsäure an der bei der Loreley im Mittelrhein gekenterten "Waldhof" konnten am 31.1. fast vollständig abgeschlossen werden. Damit könnte am 1.2. mit der Beladung zweier in St. Goarshausen bereit liegender Tankleichter begonnen werden. Die Tanks 3 und 6 wurden dazu mit jeweils 50 Zentimeter großen Öffnung versehen, Tank 7 ist über den an Deck befindlichen Dom, einer bereits vorhandenen Öffnung zum Ladetank, zugänglich. Diese Öffnungen dienen als Zugang für die schichtweise Beprobung der Ladung und dem späteren Anbringen der Saugpumpen. In den Tanks 3, 6 und 7 sollte der Tankinhalt im Laufe des Tages beprobt werden.
Außerdem gelang es den Bergern von Mammoet am 31.1., kleine Öffnungen in die bisher unzugänglichen Tanks 1 und 2 zu bohren, um Stickstoff einleiten zu können. Um 17:30 Uhr waren sie dabei, in alle sieben Tanks Stickstoff einzuleiten, um den Wasserstoff zu verdrängen. Quelle: Tim Schwabedissen



Trawler strandete vor Ilse of Rum - 14 Mann aus der Luft gerettet
(01.02.11) Die 14-köpfige Crew des französischen Trawlers "Jack Abry II" ( MMSI-Nr. 228205900) wurde in der Nacht zum 1.2. von einem Hubschrauber der Stornoway Coastguard gerettet. Am 31.1. um 23.36 Uhr hatte die Stornoway Coastguard einen Notruf des vor der Isle of Rum in den inneren Hebriden gestrandeten, 45 Meter langen Schiffes erhalten, das bei bis zu acht Beaufort in schwerer Brandung mit 50 Grad Schlagseite auf Felsen lag.
Nachdem der Notruf weiter verbreitet worden war, meldete sich auch die "Union Diamond" und nahm Kurs auf die Strandungsstelle. Außerdem lief das RNLI-Boot aus Mallaig aus, und das Rum Coastguard Rescue Team wurde alarmiert. Als erstes war um 00.37 Uhr das Rettungsboot vor Ort. Es berichtete, das Wetter sei so schlecht, dass die sicherste Art der Rettung aus der Luft sei. Der Helikopter traf um 01.00 Uhr ein und hatte bereits um 01.54 Uhr alle 14 Mann aufgewinscht.
Mit den Geretteten kehrte er nach Stornoway zurück. Das dortige Coastguard Rescue Team wurde dorthin geschickt, um bei der Einquartierung der Schiffbrüchigen zu helfen. Der Notfallschlepper "Anglian Earl" wurde mit der Assistenz des Havaristen beauftragt und sollte in den folgenden sechs Stunden an der Strandungsstelle eintreffen. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuerwehreinsatz in Eckernförde nach Qualmentwicklung auf Marineschiff
(01.02.11) "Feuer im Schiff" hieß es am Morgen des 31.1. auf dem deutschen Flottendienstboot "Alster", 3200 BRZ. Im Innern des Schiffes war Rauchentwicklung festgestellt worden war. Intern alarmiert traf die Stützpunktfeuerwehr zuerst am Einsatzort im Kranzfelder Hafen im WTD-Bereich ein. Nur Minuten später trafen Eckernförder Löschkräfte zur Verstärkung ein. Die Lage an Bord war wegen der Qualmentwicklung ohne Lokalisierung einer konkreten Brandherd völlig unklar. Auch nach rund einer Stunde konnten die 25 Brandschützer beider Wehren mit ihren sechs Einsatzfahrzeugen samt Drehleiter die Brandstelle nicht ausmachen. Eine mögliche Ursache könnte ein schwelender Aschenbecher gewesen sein.Quelle: Tim Schwabedissen



Arktiskreuzfahrer auf Grund gelaufen
(01.02.11) Das unter der Flagge von Barbados registrierte Arktis-Kreuzfahrtschiff "Polar Star", 4998 BRZ (IMO-Nr.: 6905745), ist in der Matha Straße zwischen der Insel Biscoe y Adelaida und der antarktischen Halbinsel mit 80 Passagieren und 35 überwiegend philippinischen Crewmitgliedern an Bord auf Grund gelaufen. Die Marine in Puerto Belgrano ging einen Notruf des Fahrgastschiffes auf und informierte das Koordinationszentrum von Punta Arenas. Die Situation an Bord der "Polar Star" wurde als stabil bezeichnet. Rettungskräfte aus Punta Arenas evakuierten die Fahrgäste, 32 Amerikaner, neun Kanadier, 14 Briten und acht Australier. Die "Polar Star", die in der vergangenen Woche aus Ushuaia in Südargentinien ausgelaufen war und am 29.1. Melchior Island hätte erreichen sollen, wurde nur leicht beschädigt. Sie wurde 1969 in Finnland erbaut und läuft im Management der Karlsen Shipping Canada. Quelle: Tim Schwabedissen



Größter Verlust in Friedenszeiten - hätte die indische Fregatte "Vindhyagiri" gerettet werden können?
(01.02.11) Die indische Marine machte die Führung des Containerfrachters "Nordlake" für ihren größten Schiffsverlust in Friedenszeiten verantwortlich. Die Fregatte "Vindhyagiri" befand sich am 30.1. gemeinsam mit der "Sea Eagle" mit langsamer Fahrt auf Einlaufkurs nach Mumbai, als ihr die "Nordlake" im 400 Meter breiten Fahrwasser entgegenkam. Wegen kamen sich diese beiden Schiffe zusehends ins Gehege. Die Aufzeichnungen des Funkverkehrs der "Nordlake" und "Sea Eagle" zeigten, dass beide Schiffe sich eigentlich backbordseitig passieren wollten. Doch wenige Minuten später wurde dies revidiert, und nun wollten sie steuerbordseitig aneinander vorbei laufen, ehe dies nochmals rückgängig gemacht wurde. Als sie sich immer näher kamen, geriet die Schiffsführung der "Nordlake" in Panik und drehte hart nach Steuerbord ab, sodass sie die "Vindhyagiri" um 16.45 Uhr auf Höhe von Maschinen- und Kesselraum in die Steuerbordseite rammte.
Dabei wurde auch ein Öltank aufgerissen, sodass sich auslaufender Treibstoff an den heißen Kesseln entzündete und sich das Feuer auf den Maschinenraum ausbreitete. Gegen Mitternacht war der Brand außer Kontrolle, und am Morgen des 31.1. war die Fregatte weitgehend ausgebrannt. Gegen 12 Uhr war das Feuer weitgehend gelöscht. Durch den Wassereinbruch war es aber zudem zu einem Stabilitätsverlust gekommen, sodass das Schiff sich mit 50 Grad Schlagseite gegen den Kai der Marinebasis in Mumbai lehnte.
Bei Niedrigwasser setzte es auf dem Hafenboden auf, und schließlich ragten nur noch die oberen Teile aus dem Wasser. Die Fregatte, die ohnehin im kommenden Jahr außer Dienst gestellt werden sollte, dürfte nun ein Totalverlust sein. Ob sie sich hätte retten lassen, wurde nun bei der Feuerwehr und der Disaster Response Force in Telegaon diskutiert, die erst gegen vier bzw. 7.30 Uhr morgens gerufen wurden, als der Werksfeuerwehr die Lage schon entglitten war. Die Reederei 'Nord' Klaus E Oldendorff wollte einen eigenen Vertreter zur Untersuchung nach Indien schicken.
Die "Vindhyagiri (F42)" der indischen Nilgiri Klasse wurde am 8.7.1981 in Dienst gestellt. Sie hat ein Tragfähigkeit von 2682 Tonnen, ist 112 Meter lang, 13 Meter breit und hat einen Tiefgang von 4,3 Metern. Quelle: Tim Schwabedissen



Kampf gegen das Öl der "Davy Crocket"
(01.02.11) Über 60 Menschen waren am 31.1. mit der Ölbeseitigung von der 431 Fuß langen Barge "Davy Crockett" nahe Camas, Washington, auf dem Columbia River beschäftigt. Ein Krisenstab mit Vertretern der Coast Guard, des Washington Department of Ecology und des Oregon Department of Environmental Quality war bereits am 27.1. gebildet worden, nachdem der zuvor entdeckte Ölfilm 15 Meilen weit bis zu Meile 115, wo die "Davy Crockett" liegt, hatte zurückverfolgt werden können. Taucher sind an dem einstigen Frachter im Einsatz, um dessen Zustand zu untersuchen. Die Tankkapazität des Schiffes beträgt 953,000 Gallonen. Skimmerschiffe sind bereit, auslaufendes Öl aufzufangen. 21600 Fuß Ölsperren wurden ausgelegt, und bislang 1450 Gallonen PCB-haltiges Öl aufgefangen. Das Heck des Wracks wurde mit zwei Bargen stabilisiert. Die Coast Guard hat jetzt 3.5 Millionen Dollar aus dem Oil Spill Liability Trust Fund zur Finanzierung der laufenden Arbeiten angefordert.
Jahrelang hatte der vormalige Liberty-Frachter auf der Nordbank des Columbia River gelegen und hatte als abgebrochen gegolten. Tatsächlich fehlt nur ein Stück der Steuerbordseite und ermöglicht einen Einblick ins Schiffsinnere. In den vergangenen Wochen hatten Anwohner Arbeiten am Schiff beobachtet. Offenbar wurde es dabei gravierend destabilisiert, bis es mittschiffs einknickte. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutterwrack ins historische Schiffsregister aufgenommen
(01.02.11) Das Wrack eines Kutters aus dem 20. Jahrhundert wurde als höchste technologische Entwicklung ihrer Zeit jetzt ins National Register of Historic Places aufgenommen. Die "Edna G." wird allerdings niemand ohne technische Hilfsmittel in Augenschein nehmen können.
Sie liegt in 300 Fuß Wassertiefe vor Gloucester, Massachusetts. Der 55 Fuß lange Kutter war 1956 bei der Morehead City Shipbuilding Corporation in Morehead City, North Carolina, vom Stapel gelaufen und bis 1974 vor der dortigen und der Küste von Virginia im Einsatz gewesen. 1974 wurde er nach New England verlegt. Sein Ende fand der am 30.6.1988, als die zweiköpfige Crew gerade das Schleppnetz ausgebracht hatte. Ein merkwürdiges Geräusch alarmierte sie, und sie sahen, dass der Maschinenraum sich rasch mit Wasser füllte.
Beide wurden von einem anderen Kutter gerettet, warum ihr Schiff sank, nie geklärt. Wissenschaftler der University of Connecticut' dokumentierten das Wrack später mit einem ROV. Der Holzrumpf, das Ruderhaus und die Schleppnetzwinsch sind perfekt erhalten und zeugen von der Fischereigeschichte New Englands.
Die "Edna G." ist das fünfte Schiffswrack, das nun ins National Register aufgenommen wurde. Die Lage im 638 Quadratmeilen großen Stellwagen Bank National Marine Sanctuary, das sich zwischen Cape Ann und Cape Cod erstreckt, schützt das Schiff, und es ist verboten, irgendwelche Teile von Wracks dort zu entfernen. Quelle: Tim Schwabedissen



Container stürzte ab
(01.02.11) An Darwin's East Arm Wharf stürzte am 31.1. ein 40-Fuß-Container auf das Deck des unter Antigua-Barbuda-Flagge laufenden Frachters "Mell Singapore", 13742 BRZ (IMO-Nr.: 9259824). Der Behälter fiel beim Beladen aus großer Höhe herab und blieb halb auf dem Schiff, halb über die Bordwand hängend, zerquetscht liegen. Der für Heliumgas genutzte ISO-Container war zum Unfallzeitpunkt leer. Der Unfall könnte dadurch verursacht worden sein, dass bei den Regenstürmen der vergangenen Woche die beiden großen Containerbrücken beschädigt wurden und nun nur kleinere Kräne zur Verfügung stehen. Die Australian Maritime Safety Authority nahm Ermittlungen auf. Quelle: Tim Schwabedissen



Vermisster der "Yarmouth Navigator" tot aufgefunden
(01.02.11) Die Rettungskräfte, die nach dem Untergang des einstigen britischen Minensuchers "Yarmouth Navigator" im Cattewater zum Einsatz kamen, haben am Nachmittag des 31.1. gegen 15.10 Uhr eine Leiche gefunden, bei der es sich vermutlich um das vermisste Besatzungsmitglied handelte.
Über dem Wrack, dessen Mastspitze aus dem Wasser ragte, war eine Barge verankert worden, von der aus die Polizeitaucher abstiegen. Der D-Day-Veteran war vom River Dart in Devon zur Überholung in den Plymouth Sound überführt worden und am Abend des 30.1. Wassereinbruch erlitten. Nach dem Festmachen an einem Ponton hatte die Crew die Maschine abgestellt und die Rettungswesten abgelegt. Der im Laderaum festgestellte Wassereinbruch schien undramatisch, und es sollte aus der Marina eine Pumpe besorgt werden.
Doch dann stellte sich heraus, dass die Menge des eingedrungenen Wassers doch erheblich war. Ein Beiboot wurde klargemacht, und drei der vier Mann konnten dann unweit des Plymouth Yacht Haven wenig später gerettet werden. Der vierte hatte wohl noch Navigationsausrüstung aus dem Ruderhaus retten wollen. Es handelte sich um einen erfahrenen Handelsschiffskapitän aus Somerset. An der Suche nach ihm waren das RNLI-Boot aus Plymouth, eine Barkasse der Militärpolizei, ein Landungsboot der Royal Marines, zwei Coastguard-Teams aus Plymouth und dem Yealm sowie Sportbootfahrer und ein Helikopter der RAF Chivenor beteiligt gewesen. Die Cattewater Harbour Commission muss nun die Bergung organisieren. Quelle: Tim Schwabedissen



"Miss China" verließ Nantucket zum letzten Mal
(01.02.11) Der Schleppnetzkutter "Miss China" machte sich am Morgen des 31.1. am Haken des Schleppers "CO" aus Mattapoisett, Massachussetts, auf die letzte Reise aus dem Hafen von Nantucket. Gegen 8:30 Uhr verließ er den langjährigen Heimathafen auf dem Weg zum Abwracker, über einen Monat nach der Strandung vor Brant Point. Die Tucker-Roy Marine Towing & Salvage war von dem Marine and Coastal Resources Department beauftragt worden, die "Miss China" für 20,000 Dollar zu entsorgen. Quelle: Tim Schwabedissen



Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Der mysteriöse Untergang der 'Beluga'
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949



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