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Seenotfälle
Archiv Januar 2010


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Wieder da ...   Großbild klick!
Wrack eines Kasinoschiffes tauchte wieder auf
(31.1.10) Am 29.1. wurden an den Coronado die Überreste des vor 73 Jahren dort gescheiterten Kasinoschiffes "Monte Carlo" freigespült. Teile des 300 Fuß langen Wracks waren nach einem Sturm zugänglich, nachdem der Sand, der das Wrack bedeckt, von der Brandung fortgetrieben war. Vertreter der Stadt sicherten die rostigen Reste, die zu einer Attraktion für Strandgänger wurden. Die "Monte Carlo" wurde 1921 in Wilmington, North Carolina, fertiggestellt. Das Betonschiff war eigentlich als Tanker für den Einsatz im 1. Weltkrieg geplant gewesen und trug den Namen "McKittrick". Doch der Krieg endete vor der Fertigstellung des Schiffes, und es wurde für zivile Bedürfnisse umgerüstet. 1936 kam die damalige "Monte Carlo" nach San Diego. Sie wurde drei Meilen vor Point Loma in internationalen Gewässern als schwimmendes Kasino und Hotelschiff eröffnet.
Wassertaxis fuhren die Gäste zu dem von den Behörden nicht gern gesehenen Schiff. In der Nacht zum 31.1.1936, als nur wenige Menschen an Bord waren, erfasste ein schwerer Sturm das Schiff und ließ die Ankerketten brechen. Es trieb auf den Strand und schlug leck. Sein Schicksal war besiegelt. Am Neujahrstag 1937 war der Strand mit angetriebenen Roulette-Rädern, Spieltischen und anderer Ausrüstung bedeckt. Da sich das Schiff nun innerhalb der Dreimeilen-Zone befand, galt es als illegal und wurde von seinen Besitzern sich selbst überlassen. Nach und nach bedeckte der Sand das Wrack, bis es nun zeitweilig wieder aus dem Vergessen auftauchte. Quelle: Tim Schwabedissen



Kapitän hoffte vergeblich auf Rettung in Mogadischu
(31.1.10) Der Frachter "Al Marjan", der am 28.1. mit einer Ladung Kohle aus Kismayo vor der somalischen Küste unterwegs in die Golfregion war, geriet in Brand. Der Kapitän lief daraufhin am 29.1. den Hafen von Mogadischu an. Da dort aber keine Löschausrüstung verfügbar war, konnte das Feuer nicht bekämpft werden. Das Schiff entwickelte am Kai liegend starke Backbordschlagseite. Es schien keine Rettung für den Frachter zu geben. Quelle: Tim Schwabedissen




(31.1.10) Das Expeditionsschiff "Clelia II", das am 26.12. auf Felsen vor Petermann Island in der Antarktis gelaufen war, ist stärker beschädigt als zunächst gedacht und wird für den Rest der Wintersaison ausfallen. Nach Angeben der in New York ansässigen Travel Dynamics International wird das für 100 Passagiere ausgelegte Schiff einen neuen Propeller brauchen, der aber erst hergestellt und dann angebracht werden muss. Fotos, die Taucher Anfang des Jahres in Ushuaia aufnahmen, ließen vermuten, dass der beschädigte Propeller auszubessern sein könnte. Doch als der Havarist ins Trockendock in Punta Arenas, Chile, ging, zeigte sich, dass diese Annahme zu optimistisch gewesen war. Anfang März soll nun der neue Propeller montiert werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Mindestens 11 Tote bei Kenterung von überladenem Boot
(31.1.10) Am 29.1. kenterte gegen sieben Uhr ein Boot auf dem Godavari-Fluss im West Godavari Distrikt von Andhra Pradesh mit an die 70 Personen an Bord. Bei dem Unglück nahe des Dorfes Biyyaputeppa ertranken mindestens 11 Pilger. An die 30 wurden noch vermisst. Das Boot war zum Fischfang ausgelegt und hätte höchstens 15 Personen transportieren sollen. Die meisten Opfer kamen aus Upputeru und nahegelegenen Dörfern. Sie waren unterwegs nach Antarvedi. Rund 40 Menschen gelangten schwimmend an Land. Quelle: Tim Schwabedissen



Schlepper rammte Brücke
(31.1.10) Der 70 Fuß lange Schlepper "Gentry B" kollidierte am 29.1. um 15.15 Uhr mit U.S. 41 Day Park Highway Bridge bei Meile 786 auf dem Ohio River. Das Schiff war mit drei beladenen Getreidebargen auf dem Fluss unterwegs gewesen. Die Coast Guard Ohio Valley schickte ein Team zur Untersuchung des Vorfalls. Ein Besatzungsmitglied der "Gentry B" wurde verletzt ins Community Methodist Hospital eingeliefert. Die Day Park Bridge wurde für den Verkehr gesperrt, bis das Kentucky Department of Transportation (KDOT) seine Untersuchungen abgeschlossen hatte. Quelle: Tim Schwabedissen



Schnellfähre kollidierte mit Frachter
(31.1.10) Am 30. Januar kollidierte um 15.30 Uhr unweit Istanbuls die türkische Schnellfähre "Mehmet Reis 11", 644 BRZ, die 350 Passagiere an Bord hatte, mit dem lettischen Kühlfrachter "New Breeze" 6386 tdw. Die Fähre wurde im Bugbereich stark beschädigt. Zwei Passagiere erlitten Verletzungen, einer hatte einen Herzanfall. Die Fähre war auf der Fahrt von Bandirma nach Enikapi, kehrte aber nach dem Zusammenstoß zum Anleger in Istanbul zurück, wo schon mehrere Krankenwagen warteten. Das Kühlschiff lief nach Ilitschewsk in der Ukraine weiter.
Die Fähre "Mehmet Reis 11" ist ein 2007 erbautes Katamaranschiff, das von der Istanbul Deniz Otobusleri Sanayi ve Ticaret A.S. betrieben wird. Die 1983 erbaute "New Breeze" ist in Malta registriert und wird von der Baltic Navigation SIA Riga betrieben. Ihre 19-köpfige Crew, ein Lette, 11 Philippinos, zwei Russen und fünf Ukrainer, blieb unversehrt. Quelle: Tim Schwabedissen



Kreuzfahrer von Sturm erfasst - Tonne gerammt
(31.1.10) Am 29.1. kollidierte das 238 Meter lange Kreuzfahrtschiff "The Oceanic" bei Windgeschwindigkeiten bis zu 20 Knoten beim Verlassen des Duncan Dock in Richtung Tafelbucht nach dem Loswerfen von drei Assistenzschleppern mit einer Fahrwasser-Tonne. Nach Maschinenproblemen stieß sie mit dem Steuerbordbug gegen das Seezeichen, das dabei erheblich beschädigt wurde. Die drei Schlepper eilten sofort zurück zu dem im Südostwind treibenden Schiff. Doch es gelang, der Probleme Herr zu werden und Kurs auf die Walvis Bay zu nehmen. Das Schiff hatte Japan am 28.12. verlassen, um 17 Häfen in der südlichen Hemisphäre zu besuchen. Die Rückkehr nach Japan ist für den 9.4. terminiert. Quelle: Tim Schwabedissen



Nix mehr zu sehen ...   Großbild klick!
Kutter sank in Gibostad
(30.1.10) An einer Brücke in Gibostad sank bei starkem Ostwind am Morgen des 29.1. der Kutter "Draugen". Nur noch der Masttopp und die Oberkante der Brücke des 25 Fuß langen Bootes blieben sichtbar. Quelle: Tim Schwabedissen



Hiddensee nach Fährschaden vom Festland abgeschnitten
(30.1.10) Am frühen Morgen des 29.1. erlitt die Fähre "Vitte" 212 BRZ (IMO-Nr.: 6814726) der Weißen Flotte Stralsund Maschinenschaden, Sie hatte um fünf Uhr in Vitte auf Hiddensee abgelegt, um das über Nacht zusammen geschobene Eis in der Fahrrinne nach Schaprode zu brechen. Bei Tonne fuhr sie sich fest, konnte sich nach rund einer Stunde aber wieder selbst befreien. Doch dann zeigten die Apparaturen auf der Brücke plötzlich ungewöhnlich hohe Abgaswerte für die Steuerbordmaschine an. Die Fähre kehrte nach Schapsrode zurück. Das Team der Bautaucherei und Bergungsbetrieb Barth GmbH wurde gerufen.
Kurz nach 13 Uhr stieg ein Taucher ab, fand aber an der Schiffsschraube keine Schäden. Doch beim anschließenden Probelauf gab es erneut eine Fehlermeldung. Der Kapitän musste daraufhin die Passagiere von Bord schicken. Sollte ein größerer Schaden festgestellt werden, muss die "Vitte" nach Rostock in die Werft. Vermutlich handelt es sich um ein Getriebeproblem durch die vorangegangenen Eisfahrten.
Nach dem Ausfall der letzten, noch durch das dichte Eis fahrenden Fähre ist die Insel Hiddensee nun vom Festland und von Rügen abgeschnitten. Derzeit ist unklar, wann die Überfahrten zum "Söten Länneken" wieder aufgenommen werden können. Das 32,14 Meter lange Schiff ist für 480 Passagiere ausgelegt und entstand als "Amrum" 1968 auf der Husumer Schiffswerft GmbH. Es wird seit 1992 betrieben von der MS 'Vitte' Schiffahrtsgesellschaft mbH & Co in Stralsund. Quelle: Tim Schwabedissen



Eis sorgte für Treibgut im Hamburger Hafen
(30.1.10) Im Hamburger Peutehafen auf der Veddel rissen sich wegen des starken Treibeises am Abend des 28.1. zwei tschechische Binnenmotorschiffe los. Eines der Schiffe trieb zunächst auf die Norderelbe hinaus und wurde dort auf den Haken genommen. Das andere Schiff trieb auf Grund. Im Sporthafen kollidierte der Ausreißer zuvor mit drei kleineren Sportboote, eines davon wurde ans Land gedrückt. Erst in der Nacht zum 29.1. gegen 2.00 Uhr sicherte die Feuerwehr mit drei Schleppern auch das zweite Schiff. Nach vier Stunden konnte es am frühen Morgen aus den Eisschollen befreit werden. Feuerwehrleute hatten zunächst eine Seilbahn bauen müssen, um Bergungsmaterial und Ausrüstung auf das Schiff zu transportieren.
Mit der einsetzenden Flut es dann freigeschleppt. Nach ersten Erkenntnissen der Wasserschutzpolizei hatte die dicke Eisschicht auf der Elbe die beiden Binnenschiffe auf der Norderelbe in Höhe der Buschmannwerft aus ihrer Verankerung gerissen und über mehrere hundert Meter weit in einen Yacht- und Sportboothafen auf der Peute gedrückt. Es handelte sich bei den Schiffen um die 1972 erbaute, 80,1 Meter lange und 9,33 MEter breite "Labe 18", 1167 ts (ENI Nr. 08451023), der C.S.P.L. AS in Decin, sowie die "Labe 26", 1169 ts (EU Nr.: 09551060), die 1972 in Melnik als "Offen 7" für Klaus Peter Offen in Hamburg erbaut wurde. Sie ist 80 Meter lang und 9,26 Meter breit. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter im Bosporus in Schwierigkeiten
(30.1.10) Am 28.1. erlitt der unter der Komoren-Flagge laufende Frachter "Alborada", 98 gt (MMSI-No.: 616576000), im Schwarzen Meer vier Meilen vor der Zufahrt des Bosporus Maschinenschaden. Das Schiff war mit 700 Kisten Zigaretten und fünf Mann Crew auf dem Weg von Varna nach Zarzis. Der Schlepper "Kurtama 4" nahm den Frachter auf den Haken und brachte ihn nach Büyükdere. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter drohte vor Fehmarn zu sinken
(30.1.10) Am 29.1. gegen 7.30 Uhr funkte die zweiköpfige Besatzung des Kutters "Inge Lore - SB 9", 34,9 BRZ (Reg.-Nr.: DEU301130206) aus Burgstaaken etwa fünf Seemeilen südöstlich des Leuchtturms Staberhuk Mayday. Der Seenotkreuzer "John T. Essberger" lief unverzüglich von der derzeitigen Position im Fährhafen Puttgarden mit äußerster Kraft zum Havaristen aus. Durch eine vermutlich vom Eisgang eingedrückte Planke im Vorschiff waren die Besatzungsunterkünfte der "Inge Lore" bis zum Niedergang voll Wasser gelaufen. Unterdessen gingen zwei in der Nähe befindliche andere Fischkutter bei ihr längsseits.
Sie nahmen die "Inge Lore" auf den Haken, mit kleinen bordeigenen Lenzpumpen verhinderten sie ein weiteres Ansteigen des Wasserpegels, konnten den Havaristen jedoch nicht stabilisieren. Zur Sicherheit forderte die Seenotleitung in Bremen deshalb einen SAR-Hubschrauber der Marine aus Kiel an, der über dem Havaristen hoverte.
Der Seenotkreuzer übergab derweil eine leistungsfähigere Lenzpumpe und nahm die "Inge Lore" an Backbord längsseits. Gegen 10 Uhr rief die Besatzung der "Essberger" die Kameraden der Burger Wehr zu Hilfe. Fünf Feuerwehrmänner brachen kurz darauf an Bord des Kutters "Stefanie" auf, um mit Pumpen und einem Notstromaggregat die "Inge-Lore" aus ihrer Lage zu befreien. Die "Essberger" transportierte das Gerät der Feuerwehr mit ihrem Ladekran von der "Stefanie" auf den leckgeschlagenen Fischkutter.
Das Einlaufen nach Burgstaaken gestaltete sich wegen einer nur schmalen eisfreien Rinneaber als sehr schwierig. Die Seenotretter stoppten deshalb zunächst auf Höhe der Ansteuerung und ließen sich zusätzliche Pumpen der Feuerwehr von einem weiteren Fischkutter bringen, damit der Havarist kurzzeitiges Schleppen hintereinander "in Reihe" und ohne Pumpenunterstützung überstand. Das Tochterboot "Elsa" des Seenotkreuzers geleitete die "Inge Lore" schließlich, gezogen von der "Stefanie" und angeführt von der "Bleibtreu" aus Heiligenhafen als Eisbrecher, in den stark vereisten Hafen. Das ins Schiff eingedrungene Wasser wurde dort gelenzt und der Kutter nach dem Festmachen in Burgstaaken mit dem dortigen Kran weiter stabilisiert.
Berufstaucher aus Lübeck stiegen in die eisigen Fluten, um das Leck im Bugbereich an Steuerbordseite zu inspizieren und zu dichten. Sie brachten eine neue Beplankung als Provisorium an, die den Kutter erst einmal dicht halten sollte. Heftige Schneefälle erschwerten immer wieder die Bergungsarbeiten. Der Wind wehte dabei aus südwestlicher Richtung mit Stärke 3 bis 4. Der Kutter ist 16,14 Meter lang und entstand 1951 auf der Siegfried Werft in Eckernförde. Quelle: Tim Schwabedissen



"Weser" sank in der Weser
(30.1.10) Am 30.01.10 meldete gegen 00.30 Uhr ein Spaziergänger dem Lagezentrum der Polizei Bremen, dass am Lankenauer Höft der Schlepper "Weser", 95 BRZ, unterginge. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte von Feuerwehr und Wasserschutzpolizei versank der Schlepper langsam über das Heck und war gegen 01.15 Uhr bis auf die Mastspitzen im Wasser des Neustädter Hafens verschwunden. Durch die Feuerwehr Bremen wurde eine Ölsperre um die Untergangsstelle ausgebracht. Ein Ölaustritt wurde aber bislang nicht festgestellt. Der in Bremen beheimatete Schlepper ist 22,8 Meter lang und 6,2 Meter breit. Er hatte 10 Tonnen Pfahlzug und diente zuletzt nur noch als Ersatzteillager für die aktiven Schlepper des Schlepperbetriebes Unterweser. Wann die "Weser" geborgen wird, ist noch nicht klar. Die "Weser" entstand 1957 auf der Jadewerft, Wilhelmshaven, als "Wolf" für den Norddeutschen Lloyd Bremen. Pfahlzug: 1970 ging sie an die Hapag-Lloyd A.G., Hamburg, und 1974 an die Hapag-Lloyd A.G., Transport & Service GmbH, Bremen. 1977 wurde sie verkauft an die Bugsier Reederei und Bergungs AG in Hamburg und umbenannt in "Bugsier 18". 1986 ging sie als "Wesertug" nach Elsfleth. Quelle: Tim Schwabedissen



Trawler in letzter Minute gerettet
(30.1.10) Das britische Rettungsboot "Spirit of Northumberland" bewahrte am 20.1. Trawler "Lindisfarne" in Sichtweite des Hafens von Tynemouth vor der Strandung. Der 100-Tonner war 15 Meulen vor der Küste auf Fang gewesen, als die Maschine ausfiel. Ein anderer Kutter nahm das Schiff in Schlepp, doch in der Tyne-Mündung brach die Trosse nach vierstündiger Fahrt kurz vorm Einlaufen. Die Strömung versetzte das Schiff rasch Richtung Küste. Der Skipper der "Lindisfarne" rief die RNLI-Rettungsstation Tynemouth, deren "Spirit of Northumberland" mit voller Fahrt laufend binnen weniger Minuten vor Ort war und den Trawler vor dem Auflaufen auf den Haken nehmen konnte. Quelle: Tim Schwabedissen



Angefahrenes Binnenschiff in Werft
(30.1.10) Die holländische "Lahringen", 3232 ts (ENI Nr. 02331526), das Binnenschiff, dessen Brücke in der Nacht zum 28.1. beim Zusammenstoß mit der Loenerslootsebrücke auf dem Amsterdam-Rheinkanal erheblich beschädigt worden war, machte am 29.1. zur Reparatur in der Ijsselwerft fest. Das 208-TEU-Schiff war erst im vergangenen Werft von der Begej Shipyard, Novi Sad, zum Ausbau zu Smits in Capelle an der IJssel geschleppt und an die F. Attema Scheepvaartonderneming in Harlingen abgeliefert worden. Es ist 110 Meter lang, 11,45 Meter breit und hat 3,64 Meter Tiefgang. Quelle: Tim Schwabedissen



Eisbrocken drohte Harburger Yacht zu versenken - keine Rettung für zweites Boot
(30.1.10) In der Nacht zum 28.1. drohte die Hamburger "Absolon" im Harburger Binnenhafen zu sinken. Vermutlich hatte ein Eisbrocken ein Ventil an der über 50 Jahre alten Kutteryacht abgerissen oder ein Eispfropfen die Lenzpumpe verstopft. Ein Liegeplatz-Nachbar hatte bemerkt, dass das Schiff auf einmal rund 40 Zentimeter tiefer lag. Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an. Mehr als einen Meter stand das Wasser bereits in dem Schiff, als sie eintraf. Sie setzte drei große Tauchpumpen ein, um insgesamt 30 Kubikmeter eingedrungenes Wasser zu lenzen. So konnte der historische Kutter an seinem Liegeplatz am Harburger Hauptdeich über Wasser gehalten werden.
Weniger Glück hatte die Yacht "Minchen" am selben Ort. Sie sank am 28.1. im Östlichen Binnengraft auf der Harburger Schlossinsel. Als gegen Mittag nach den Booten dort gesehen wurde, waren am Liegeplatz nur noch Luftblasen zu sehen. Am Nachmittag traf der alarmierte Eigner ein. Quelle: Tim Schwabedissen



Eis riss Ostseekutter auf
(30.1.10) Am 25.1. drohte in Heiligenhafen der deutsche Kutter "Elvira" zu sinken. Bei acht Grad Minus und eiskalten Ostwind war die Feuerwehr vier Stunden beschäftigt, den Havaristen über Wasser zu halten. Er hatte im Kommunalhafen vor dem Gebäude der Fischerei-Genossenschaft gelegen, wo er für die bevorstehende Fangreise seeklar gemacht wurde. Gegen elf Uhr warf der Kapitän mit seinem Decksmann die Leinen los, um das Schiff zur Fischereibrücke an der Ost-Mole zu verlegen. Dabei schob er offenbar so Eisschollen übereinander, dass der Rumpf im Bereich Wasserlinie beschädigt wurde. Der Kutter schlug leck und entwickelte Backbord-Schlagseite. Die alarmierte Feuerwehr rückte mit 28 Mann an und versuchte mit Lenzpumpen, das Wasser aus dem Schiff zu holen. Mit Überlebensanzügen drangen zwei Feuerwehrmänner ins Schiff ein, um die Pumpen dort anzusetzen. Als die ersten zwei Pumpen es nicht schafften, setzte die Wehr alle sechs bei ihr verfügbaren Pumpen ein sowie zwei weitere Pumpen vom Bauhof und der DGzRS. Nachdem nun 5000 Liter pro Minute ausgepumpt wurden, gelang es den Feuerwehrleuten, das Wasser aus dem Schiff zu bekommen. Zwei Taucher dichteten dann von außen das Leck. Von innen übernahm die Göttsch-Werft, die Aufgabe, das Leck zu schließen. Sicherheitshalber hatte die Feuerwehr noch eine Pumpe an Bord gelassen. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter im Mariager-Fjord gestrandet
(30.1.10) Der unter Panama-Flagge laufende Frachter "Carten Maria", 3040 tdw (IMO-Nr.: 8405878) lief am Nachmittag des 27.1. im Mariager-Fjord auf Grund, als er mit einer Ladung Salz seewärts lief. Am 28.1. gelang es gegen sechs Uhr, das Schiff freizuschleppen und zu einem sicheren Ankerplatz zu verholen. Gegen 21 Uhr war es auf dem Weg nach Aalborg. Das Søværnets Operative Kommando hatte vorsorglich das Gewässerschutzschiff "Mette Miljø" und das Patroullienboot "Diana II" zur Unglücksstelle geschickt. Die 85 Meter lange "Carten Maria" war aus Antwerpen gekommen und hatte den Hadsund am 25.1. unter Assistenz des 660-PS-Schleppers "Jacob Peter" erreicht, der sie durch das Eis führte. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter vor Norwegen vor Strandung bewahrt
(30.1.10) Erinnerungen an die Strandung der "Full City" kamen auf, als am 28.1. der unter Panama-Flagge laufende Bulkcarrier "Dingxianghai", 47787 tdw (IMO: 9209219), vor Utsira Maschinenausfall erlitt. Der 188 Meter lange Frachter war unterwegs von Rotterdam nach Åheim in Sunnmøre, als die Verkehrszentrale in Vardø wahrnahm, dass die Geschwindigkeit des Schiffes sich verlangsamte. Sie nahm Kontakt zum Kaputän auf. Währenddessen begann der Frachter auf die acht Meilen entfernte Küste von Utsira zuzutreiben. Die Küstenwache schickte daraufhin drei Schlepper. Zwar wurde die Maschine nach dreißig Minuten wieder angefahren, doch die Schlepper zogen die "Dingxianghai" vorsorglich zu einem Ankerplatz im Åmøyfjord. Quelle: Tim Schwabedissen



'Rhea' gestrandet   Großbild klick!
Frachter bei Gibraltar gestrandet
(29.1.10) In der Nacht zum 28.1. strandete der Frachter "Rhea", 4041 BRZ (IMO-Nr.: 8403894), der Athener Blue Ocean Maritime auf dem Strand von El Rinconcillo nahe Algericas. Zuvor war der Anker bei starkem Wind ins Driften geraten. Das Schiff hatte von Ceuta kommend vor dem Hafen gelegen, um Wasser und Versorgungsgüter aufzunehmen. Bevor das Schiff auf Grund trieb, hatte der Kapitän die Hilfe eines Schleppers abgelehnt. Am Nachmittag des 28.1. waren Bergungsarbeiten mit einem spanischen Schlepper im Gange. Erst im vergangenen Monat waren zwei in Gibraltar stationierte Tanker in La Linea nach Bruch der Ankerkette gestrandet. Die "Rhea" wurde 1984 bei Murakami Hide Shipbuilding in Ikata als "Kahuho Maru" erbaut, als die sie bis 1992 lief. Sie ist 105 Meter lang, 16,8 Meter breit und verdrängt 6091 Tonnen. Quelle: Tim Schwabedissen



Zweite Brückenkollision binnen zweier Tage
(29.1.10) Ein Binnencontainerschiff ist in der Nacht zum 28.1. auf dem Amsterdam-Rheinkanal mit der Loenerslootsebrücke kollidiert. Dabei wurde das Ruderhaus erheblich beschädigt. Es war nicht weit genug abgesenkt gewesen. Nach der Kollision konnte der Skipper das Schiff noch in Nigtevecht festmachen, doch dort wurde die Fahrterlaubnis eingezogen. Erst am 26.1. war ein Binnenschiff auf der Zaan mit der Julianabrücke kollidiert, wobei der Kapitän verletzt wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Schiffe durch Niedrigwasser in Niendorf in Bedrängnis
(29.1.10) Zwei Fischkutter drohten am Morgen des 28.1. im Niendorfer Hafen unterzugehen. Der schnelle Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr und zwei kräftige Lenzpumpen verhinderten das Schlimmste. Die "Kleen Anna" war bei Niedrigwasser mit dem Steven unter die Mole getrieben. Mit steigender Tide wurde das Schiff dann unter die Betonkante der Hafenmauer gedrückt. Durch die Speigatten drang Wasser in den Maschinenraum ein, und die "Kleen Anna" bekam Schlagseite. Zwar hätte ein vom Fischer am Heck des Schiffes angebrachtes Gewicht die Leinen strammziehen und dies verhindern sollen, doch, so vermutete die Feuerwehr, behinderte Eisgang den Mechanismus. Dass der Kutter nicht unterging, war dem schnellen und professionellen Einsatz der Niendorfer Feuerwehr zu verdanken, die gegen 9.35 Uhr am Hafen eintraf. Sie hatte bereits zwei Lenzpumpen aktiviert, als die Wasserschutzpolizei und ein Vertreter des Fachdienstes Boden- und Gewässerschutz vom Kreis eintrafen. Mehr als 2000 Liter Wasser wurden ausgepumpt. Während die Männer bei eisigen Temperaturen noch um den Kutter kämpften, drohte schon einige Meter weiter ein zweites Boot zu kentern, das ebenfalls mit dem Steven unter der Molenkante steckte. Dort gelang es jedoch den herbeigerufenen Fischern, das Schiff aus seiner misslichen Lage zu befreien. Nach gut 90 Minuten war der Einsatz beendet. . Quelle: Tim Schwabedissen



Betagter Schlepper auf Big Sandy River gesunken
(29.1.10) Am 28.1. sank in den Morgenstunden der 94,7 Fuß lange Kutter "Trojan", 152 tdw, auf dem Big Sandy River bei Meile sieben. Dabei lief ein Teil der 500 Gallonen Öl an Bord aus. Es wurde mit einer Ölsperre und Bindemitteln durch den Schiffseigner, die Gate City River Transportation, aufgefangen. Der 1923 erbaute Schlepper war seit einem Jahr außer Dienst. Quelle: Tim Schwabedissen



Kreuzfahrer rammte Kai in St. Kitts
(29.1.10) Am Morgen des 28.1. kollidierte das von St. Lucia kommende Kreuzfahrtschiff "Carnival Miracle", 110320 BRZ (IMO-Nr.: 9278181) beim Anlegen in Port Zante um 8.35 Uhr mit der dortigen Pier und wurde auf der Steuerbordseite oberhalb der Wasserlinie auf einer Fläche von 30 Quadratfuß aufgerissen. Auch die Kaianlage wurde in Mitleidenschaft gezogen. Schweißer aus Puerto Rico begannen unverzüglich mit der Reparatur, damit das Schiff am 29.1. St. Kitts mit Kurs Fort Lauderdale würde verlasen können, wo sie planmäßig am 31.1. eintreffen sollte. Es wurde gehofft, bis Mitternacht fertig zu sein, damit das Schiff um zwei Uhr würde auslaufen können. St. Kitts war der letzte Anlaufhafen der "Carnival Miracle" auf einer achttägigen Kreuzfahrt mit 2178 Passagieren und 918 Mann Besatzung. Grund der Havarie waren Winde von 30-37 Knoten Geschwindigkeit, die das Schiff gegen die Schutzfender drückten. Quelle: Tim Schwabedissen



Untersuchung des Todes von fünf Afghanen vor Australien fortgesetzt
(29.1.10) Ein Seemann, der beschuldigt wurde, einen Insassender "Siev 36" weggestoßen zu haben, hat bei der Untersuchung erklärt, nicht mit dem Mann in Kontakt gewesen zu sein. Er habe eine abwehrende Bewegung in dessen Richtung gemacht, als dieser sich an die Seite des Rettungsbootes, das er führte, klammerte und an einer im Wasser treibenden australischen Marineangehörigen zerrte. Deren Leben schien gefährdet gewesen zu sein, weil ihre Ausrüstung sie in die Tiefe zu ziehen drohte und die Rettungsweste sich nicht aufgeblasen hatte. Er räumte ein, den Mann angeschrien zu haben: "F**k off, get the f**k off'', und einen Tritt angedeutet zu haben. Doch er habe keinen Kontakt wahrgenommen, auch wenn er einen solchen nicht ausschließen könne.
Der Schiffbrüchige ließ die Frau los, die dann in das 50 Meter von dem brennenden Flüchtlingsboot befindliche Zodiac gezogen werden konnte. Dieses hatte an Steuerbordseite der "Siev 36" gelegen, weil dessen Insassen über Bord zu springen drohten, als sie von der australischen Marine nach Christmas Island geschleppt werden sollte. Als das Schiff dann plötzlich explodierte, rettete das Schlauchboot die im Wasser treibenden australischen Marineangehörigen und etliche Flüchtlinge. Quelle: Tim Schwabedissen



Schleppercrew mit Baggerschaufel gerettet
(29.1.10) Der amerikanische Schlepper "RL Enterkin", der am 25.1. sinkend auf dem Highland Beach auf Grund gesetzt worden war, konnte tags darauf geborgen und nach Palm Beach gebracht werden. Das Schiff war bei Strandaufspülungsarbeiten in Boca Rato eingesetzt gewesen und beim Versuch, ein treibendes Baggerschiff zu sichern, durch dessen Anker aufgerissen worden. Daraufhin hatte der Kapitän losgeworfen und Kurs aufs Palm Beach Inlet genommen. Doch da sich der Wassereinbruch verstärkte, fuhr er sein Schiff auf den Strand. Bei niedrigem Wasserstand konnte sich die Crew dann auf die Schaufel eines in die Brandung gefahrenen Bulldozer retten. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision vor San Pedro verletzte vier Personen
(29.1.10)Am 23.1. gegen 19 Uhr kollidierte nördlich von San Pedro Town ein Boot des Amigos Del Mar Dive Shop mit der Inselfähre "Dito 2". Das Tauchboot war in nördlicher Richtung nach San Pedro unterwegs, als es mit dem Schiff der Island Ferries nahe Captain Morgan's Retreat zusammenstieß. An Bord der auf gleichem Kurs laufenden "Dito 2" waren sechs Fahrgäste, von denen vier Verletzungen erlitten. Die Belize Port Authority entzog beiden Skippern die Fahrerlaubnis. Quelle: Tim Schwabedissen



Vorsätzlich (!!) gerammt ...   Großbild klick!
"Ady Gil" vorsätzlich gerammt
(28.1.10) Am 27.1. machte die "Steve Irwin" der Sea Shepherd-Organisation mit der geretteten Crew der "Ady Gil" an Bord in Fremantle fest. Das Schiff soll binnen 48 Stunden bunkern und Vorräte aufnehmen und dann wieder auslaufen. Vier der sechs Mann der "Ady Gil" werden in Perth bleiben, die übrigen an Bord der "Steve Irwin" wieder gen Antarktis in See stechen. Die Australian Maritime Safety Authority untersucht die Kollision der "Ady Gil".
Deren Kapitän berichtete vor den neuseeländischen Behörden, die Vertreter nach Fremantle geschickt hatte, wie die "Shonan Maru 2" sein Schiff am 6.1. rammte. Der Trimaran der Walschützer hatte wegen Treibstoffmangels gestoppt und sah den Walfänger ankommen. Sie hätten sich nicht in seinem Kurs befunden, doch er habe auf sie zugedreht. Als er 600-800 Meter entfernt war, habe es so ausgesehen, als würde er in einer Distanz von 20-30 Metern passieren. Dann drehte er plötzlich nach Steuerbord auf die "Ady Gil" zu und überlief sie. Dies sei Vorsatz gewesen.
Videos, die auf der "Bob Barker" von Sea Shepherd aufgenommen wurden, bewiesen, dass die "Ady Gil" Wegerecht hatte. Als die Crew der "Ady Gil" die Gefahr erkannte, sprangen alle ins Cockpit auf dem Achterdeck, um sich zu schützen. Der Kapitän sagte zuvor noch zu seiner Crew, die Japaner wollten sie mit ihren Wasserkanonen wegschießen. Auch waren die LRADs, akustische Abwehrwaffen, aktiviert. Sekunden später zerriss der Bug der "Shonan Maru" das Fiberglasboot, das fast unter Wasser gedrückt und überflutet wurde. Die vorderen Schlafräume wurden zerstört.
Es sei ein Wunder, so der Kapitän, dass alle überlebt hätten. Wenn jemand im Vorschiff gewesen wäre, hätte er keine Chance gehabt. Nach dem Zusammenstoß hätten die Japaner versucht, die Crew mit den Kanonen in die See zu waschen. Der Kapitän gab bekannt, dass es nun Pläne gebe, eine "Ady Gil II" zu bauen, um im kommenden Jahr die Aktivitäten fortzusetzen. Derweil ist die "Bob Barker" weiterhin den japanischen Walfängern auf der Fährte. Quelle: Tim Schwabedissen



Zweifacher Maschinenausfall im Nord-Ostsee-Kanal endete mit Strandung
(28.1.10) Am Nachmittag des 27.1. kam es gegen 14 Uhr auf dem unter Antigua-Barbuda Flagge laufenden Minibulker "Benita", 4927 BRZ (IMO-Nr.: 9053830), zu einem Maschinenausfall, als er gerade von Ijmuiden kommend in die neue nördliche Schleuse des Nord-Ostsee-Kanals in Brunsbüttel einlief. Das Schiff kam quer zur Schleusenkammer zu liegen, ohne dass es zu weiteren Schäden kam. Nachdem die Maschine wieder klar war, setzte das Schiff die Fahrt zum Zielhafen Liepaja zunächst fort. Doch bei Kanalkilometer 37 zwischen Fischerhütte und Oldenbüttel kam es um 15.40 Uhr zu einem neuerlichen Blackout. Obwohl noch versucht wurde, beide Buganker fallen zu lassen und den Frachter so aufzustoppen, lief er in die Kanalböschung und blockierte zeitweilig die Kanalschifffahrt. Glück im Unglück. Zufällig war der Schlepper "Zeus" (IMO-Nr.: 9130729) vor Ort, der sich auf der Reise von Den Helder nach Finnland befand. Er zog den Havaristen aus der Böschung und zog ihn, assistiert von dem Schlepper "Hans" der Reederei Schramm als Heckschlepper, zum Kreishafen Rendsburg. Foto: COPYRIGHT http://www.sh-touri.de/fotos.html Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter saß vor Holland im Eis fest
(28.1.10) Am 26.1. um 9.30 Uhr wurde die KNRM-Station Lauwersoog alarmiert, nachdem der dänische Kutter "Ingrid Frich - RI524", 77 BRZ, aus Hvide Sande im Eis bei Zoutkamperlaag festsaß. Das 53 Tonnen große Ersatz-Rettungsboot "Gebroeders Luden" bahnte sich durch das Eis einen Weg zur "Ingrid Frich" und nahm sie in Schlepp. Danach folgte der Kutter der als Eisbrecher fungierenden "Gebroeders Loeden" nach Lauwersoog. Quelle: Tim Schwabedissen



Trawler im Brønnøysund gestrandet
(28.1.10) Am 27.1. lief der norwegische Trawler "Herøyfisk", 506 BRZ (IMO-Nr.: 9240263) auf 65º21,7" N 012º00,3 O im Brønnøysund auf Grund. Das Rettungsboot "Uni Helgeland" wurde um 4.35 Uhr alarmiert und verließ 20 Minuten darauf seinen Liegeplatz. Um 5.25 Uhr war es an der Strandungsstelle und lotete diese zunächst aus. Assistiert von dem Fischtransporter "Victoria Viking" begann dann die Bergung. Nachdem die Schlepptrosse zweimal brach, gelang es im dritten Anlauf, den Havaristen wieder flott zu machen und in tiefes Wasser zu ziehen. Danach wurde der Antrieb kontrolliert und sichergestellt, dass es keine Leckagen gab. Später sollte ein Taucher des Rettungsbootes "Harald V" in Rørvik den Trawler gründlich untersuchen. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter bei Feuer in Ballstad beschädigt
(28.1.10) Beim Brand einer Fischereipier in Gjermesøya, Ballstad, wurde am 26.1. auch ein Kutter erheblich beschädigt. Drei Schiffe lagen an dem Kai, als dieser in Flammen aufging, darunter der alte Kutter. Ein 50 Fuß langer Kabinenkreuzer konnte in letzter Sekunde in Sicherheit gebracht werden. Das Rettungsboot "Skomvær 3" assistierte bei den Löscharbeiten. Neben der Feuerwehr waren auch Polizei und Krankenwagen vor Ort sowie das Küstenwachboot "Nautilus Servey". . Quelle: Tim Schwabedissen



"Seabord Intrepid" machte nach Ladungsverlust in Miami fest
(28.1.10) Die "Seaboard Intrepid", die am 25.1. rund 30 Container 30 Meilen vor Key West verloren hatte, erhielt am Abend des 26.1. eine Einlaufgenehmigung der Coast Guard nach Miami. Der Hafenkapitän hatte eine Einsatzgruppe aus Coast Guard, Miami-Dade Fire Rescue sowie Vertretern von Seaboard Marine eingerichtet. Während des Einlaufens wurde der Hafenverkehr zeitweilig eingeschränkt, nach dem Festmachen eine Sicherheitszone um den Frachter eingerichtet. Boote der Coast Guard Auxiliary und ein Fahrzeug der Miami-Dade County Marine Unit überwachten diese. Gegen 20 Uhr war der Frachter fest. Nachdem die Küstenwache einen Sicherheitsplan erstellt hatte, machte sich Seaboard Shipping daran, die verbliebenen Container zu löschen. Einheiten der Coast Guard von Key West bis Miami versuchten, verbliebene halbversunkene Container in der See zu orten, die zuletzt 27 Meilen südwestlich von Tavernier Key, Florida, gesichtet worden waren. Seaboard Shipping ist für eine mögliche Bergung verantwortlich. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter rammte Kutter mit ausgebrachtem Fanggeschirr
(28.1.10) Der Kutter "Spes Bona V - BA 107" aus Troon kollidierte am 27.1. um 1.10 Uhr mit dem in St. John's registrierten Frachter "Leeswig", 2901 BRZ (IMO-Nr.: 9139335) drei Meilen südlich der Isle of Arran. Die Clyde Coastguard schickte nach einem Notruf ein Rettungsboot zum Garnelenkutter. Der Kutter, der seine Netze ausgebracht hatte, hatte noch versucht, dem herannahenden Frachter durch Abdrehen nach Steuerbord zu entkommen und machte alle Scheinwerfer an, doch er konnte den Zusammenstoß nicht mehr abwenden. Der Kutter wurde im Bereich des Steuerbord-Achterschiffs oberhalb der Wasserlinie erheblich beschädigt. Die vierköpfige Crew des 36-Tonners blieb unversehrt. Das Rettungsboot eskortierte die "Spes Bona V" zurück nach Troon. Die "Leeswig" der Hamburger Meyer-Bereederung setzte ihre Reise nach Spanien fort. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Kabelleger
(28.1.10) Der Kabelleger "Wave Venture" der Global Marine System, der sich zur Repatur bei der Keppel-Werft in Bauan befand, geriet am Morgen des 27.1. in Brand. Der Brand in Barangay San Miguel entstand gegen 10:30 Uhr im Maschinenraum als ein Schweißer von Keppel zwischen einem Wasserballasttank und dem Kofferdamm am Arbeiten war. Die Feuerwehr hatte das Feuer um 11.05 Uhr unter Kontrolle. Es gab keine Verletzten. Quelle: Tim Schwabedissen



Untersuchung der Explosion der "Siev 36" hat begonnen
(28.1.10) Fünf Afghanen, die beim Brand der "Siev 36" vor Ashmore Reef ertranken, könnten vielleicht noch leben, währen sie nicht von Rettungsbooten der australischen Marine abgedrängt worden. Viele der Flüchtlinge konnten nicht schwimmen, hatten Verbrennungen erlitten und trugen keine Rettungswesten.
Dies ergab eine Anhörung in Darwin am 27.1. Dies ist eine Konsequenz aus der Anweisung der australischen Marine, zuerst die eigenen Leute zu retten. Als das Flüchtlingsschiff im April 2009 explodierte und in Flammen aufging, wurden weitere 40 Insassen verletzt. Es befand sich im Schlepp in Richtung Christmas Island, als sich das Unglück ereignete. Viele Insassen wurden über Bord geschleudert. Nach der Studie von Videos hieß es, es sei unglaublich, dass nur fünf Personen ums Leben kamen.
Die Untersuchung soll herausfinden, ob Sabotage an der Maschine vorlag und ob die Explosion hätte abgewendet werden können. Sie wird rund vier Wochen dauern. Australische Offiziere sagten, die Maschine sei mit Salz manipuliert worden. Zwei Marineangehörige hatten noch versucht, einen Mann niederzuringen, der mit offenem Licht hantierte, obwohl Öldämpfe in der Luft lagen. Dann kam es zur Detonation, und im Wasser trieben etliche Bootsinsassen. Die Cre3w von HMAS "Childers" barg zunächst weisungsgemäß ihre eigenen Leute, von denen einige leicht verletzt waren. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker nach zwei Monaten wieder flott
(27.1.10) Der 700 Fuß lange Tanker "Monongahela" hat zum ersten Mal seit zwei Monaten wieder Wasser unter dem Kiel. Gegen 11 Uhr am 27.1. befreiten ihn die Berger vom Grund des James River. Der Tanker gehörte zur James River Reserve Fleet und hatte sich am 12.11. losgerissen. In den vergangenen Wochen waren die letzten Ausrüstungsstücke zur Bergung des 37000-Tonners installiert worden, darunter Hydraulikzüge, Stahlketten und spezielle Anker, die im Flussbett fixiert wurden. Quelle: Tim Schwabedissen



Luftsäcke brachten Fahrgastschiff an die Wasseroberfläche
(27.1.10) Mit Luftsäcken gelang es am 26.1., das gesunkene schwedische Ausflugsschiff "Freden" an der Schiffsbrücke von Västervik wieder zu heben. Zuvor mussten alle 17 Fenster und andere Öffnungen abgedichtet werden. Zeitweilig drohte es nach Backbord zu kentern. Um 18.30 Uhr war das Schiff gesichert und konnte mit Pumpen gelenzt werden, die 5000 Liter pro Minute förderten. Das Achterschiff hatte in sechs Metern Wassertiefe auf Grund gesessen. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter im Eis gestrandet
(28.1.10) Am 26.1. um 10.51 Uhr lief der russische Frachter "Ulus Star", 3737 tdw, auf dem Kanal von der Wolga zum Kaspischen Meer bei Kilometer 157,7 auf Grund. Das Schiff war in Ballast unterwegs von Astrakhan nach Enzeli Iran. Es war von Treibeis 800 Meter vom Kurs abgebracht worden. Das Lotsenboot "MB-1205" wurde zur Assistenz geschickt. Der 2005 in der Türkei erbaute Frachter wird von der OSJ Albros-Don gemanagt. Quelle: Tim Schwabedissen



'Crop Duster' gekentert im Schlepp   Großbild klick!
Sportbootfahrer nach Kenterung gerettet
(27.1.10) In Rauer See kenterte am 20.1. vier Meilen südöstlich von Alligator Light vor Islamorada ein 50 Fuß langes Sportboot. Drei Mann wurden von der "Crop Duster" gerettet, nachdem die Coast Guard um 12.20 Uhr einen Notruf aufgefangen hatte. Ein Rettungsboot der Station Islamorada lief aus und fand die Schiffbrüchigen um 13.10 Uhr an Treibgut geklammert. Das Centerkonsolenboot des Midnight Express-Typs war von einer großen Welle überrollt worden. Poseidon Marine Towing and Salvage barg das kieloben treibende Boot und zog es nach Lower Matecumbe Key. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Binnentanker in Wemeldinge
(27.1.10) Auf dem Binnentanker "Columbia", 1068 ts (Eni-Nr.: 02313000) brach in den Mittagsstunden des 25.1. bei CZAV in Wemeldinge ein Feuer aus. Die Feuerwehr rückte zu dem Schiff, das am östlichen Kanalweg vertäut war, aus. Auch Fahrzeuge der Rijkswaterstaat und des Korps Landelijke Politiediensten (KLPD) waren vor Ort. Nach einiger Zeit gelang es, den Brand unter Kontrolle zu bekommen. Das Schiff entstand 1970 als "Alvracht 20" bei Bodewes in Millingen am Rhein, Es ist 67 Meter lang, 8,22 Meter breit und hat 2,4 Meter Tiefgang. Seit 1991 läuft es als "Columbia". Quelle: Tim Schwabedissen



Ein Fischer bei Trawleruntergang gestorben
(27.1.10) Am 21.1. um 12.57 kenterte bei drei Meter hohem Seegang der 30 Jahre alte und 20 Meter lange Schleppnetztrawler "L'Epaulard" aus Bayonne 15 Kilometer vor Biscarosse, und sank auf 40 Metern Wassertiefe. Auf den Notruf hin lief eine Rettungsaktion an. Der Trawler "Albatros", ebenfalls in Bayonne beheimatet, barg zwei der fünf Mann Crew aus einer Rettungsinsel. Ein Hubschrauber der Gendarmerie von Gironde rettete die übrigen aus dem Wasser und setzte sie ebenfalls auf dem Trawler ab. Ein Puma-Helikopter der Luftwaffe flog einen Arzt zu dem Schiff hinaus. Die Geretteten wurden dann mit Unterkühlungen ins Militärkrankenhaus in Bordeaux gebracht. Ein spanischer Seemann starb nach seiner Bergung. Quelle: Tim Schwabedissen



'Frigg' im Hafen   Großbild klick!
Fischöltanker "Frigg" bei Strandung beschädigt
(27.1.10) Die Untersuchungen des Tankers "Frigg" haben ergeben, dass das Schiff bei seiner Strandung am 26.1. leckgeschlagen ist. Da das Schiff einen doppelwandigen Rumpf hat, bestand aber keine Gefahr eines Ölaustritts. Das Schiff war am frühen Morgen auf eine Schäre gelaufen und gegen 10 Uhr von dem Fels in Veddeholmane in Sula gezogen worden. Danach ging es für Untersuchungen an den Kai in Vedde, wo ein Taucher den Schaden untersuchte. Das geladene Fischöl muss vor einer Reparatur von einem anderen Schiff übernommen werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Brückenfenster eingeschlagen - Trawler in Seenot
(27.1.10) Die U.S. Coast Guard fing am 25.1. um ein Uhr einen Notruf des taiwanesischen Trawlers "Shu Fu Yu 86" auf, der sich 260 Meilen nordwestlich von Midway befand. Das Schiff hatte Maschinenausfall erlitten und trieb in schwerer See. Brecher hatten die Brückenfenster eingeschlagen und den Maschinenraum überflutet. Der Containerfrachter "Global Spirit" meldete sich fünf Stunden später und war gegen 10 Uhr vor Ort. Wegen des schlechten Wetters konnte er aber keine Rettungsaktion einleitet. Von der Air Station Barbers Point stieg gegen vier Uhr eine HC-130 Hercules auf, um den Funkkontakt sicherzustellen. Gegen 19 Uhr waren weitere Hilfsschiffe vor Ort. Die 12 Mann Crew der "Shun Fu Yu 86" harrten auf ihrem Schiff aus, und ein Schwesterschiff wollte versuchen, es bei 35 Knoten Windgeschwindigkeit abzuschleppen. . Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter verlor Containerladung
(27.1.10) Am 25.1. verlor der 544 Fuß lange Containerfrachter "Intrepid" 30 Meilen südlich von Key West rund 30 Container von seinem Oberdeck. Der Kapitän informierte die Coast Guard Key West von dem Ladungsverlust und berichtete, die Container seien gesunken. Eine HU-25 Falcon der Air Station Miami stieg im Laufe des Tages auf, um die Situation in Augenschein zu nehmen. Die Crew entdeckte einige noch treibende Container. Bei einem zweiten Überflug wurden sie nicht mehr gesichtet. Der Frachter der Seaboard Shipping kehrte nach Miami zurück, wo die verbliebene Ladung gelöscht und das Schiff untersucht werden soll. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter verlor Containerladung II
(27.1.10) Der 2006 erbaute Containerfrachter "Horizon Hunter", 39382 tdw, der amerikanischen Horizon Lines geriet auf der Fahrt von Los Angeles nach Guam in einen drei Tage währenden, schweren Sturm mit 50 Meilen Windgeschwindigkeit. Bei sieben Metern Wellenhöhe gingen sechs Container 1200 Meilen östlich von Hawaii über Bord, weitere Containerstapel brachen zusammen und hingen über die Schiffsseite. Der Frachter lief daraufhin unplanmäßig Honolulu an. Die in Charlotte in North Carolina ansässigen Horizon Lines machten sich hier gemeinsam mit Hawaii Stevedores, der U.S. Coast Guard und den Hafenbehörden daran, das Deck aufzuklaren. Die Ankunft in Guam wurde für den 3.2. avisiert. Quelle: Tim Schwabedissen



Die Hälfte des Öls der "Eagle Otome" ist geborgen
(27.1.10) Am 26.1. wurden die Aufräumarbeiten nach der mit 426000 Gallonen größten Ölverschmutzung in Texas in den vergangenen 15 Jahren fortgesetzt. Bislang wurden 250000 Gallonen geborgen. Es wurde ins Auge gefasst, den Sabine-Naches-Wasserweg, der nach dem Leckschlagen der "Eagle Otome" gesperrt worden war, ab dem 28.1. nach und nach wieder zu eröffnen. 14 Schiffe warteten aufs Ein- und 12 aufs Auslaufen. Aus einem Ballasttank des Havaristen wurde unterdessen weiteres Öl abgepumpt, das sich dort nach der Havarie gesammelt hatte. Schlepper zogen ihn zu einem entfernten Terminal. Die Coast Guard untersuchte derweil den Ablauf der Geschehnisse, in deren Verlauf am 23.1. um 9.30 Uhr die mit mexikanischem Rohöl beladene "Eagle Otome" nach Backbord vom Kurs abkam und vor den Bug der herannahenden, mit Chemikalien beladenen Barge geriet sowie direkt danach einen Frachter, der zum Löschen einer Holzladung in Port Arthur festgemacht hatte, rammte, als sie zu Exxon Mobils Beaumont Raffinierie unterwegs war. Dazu werden der Funkverkehr und das Logbuch des Schiffes sowie die Aussagen von Zeugen analysiert. Die These, das Schiff habe Maschinenausfall gehabt, wurde zurückgezogen. Quelle: Tim Schwabedissen



Luxuspassagieryacht im Nebel gestrandet
(27.1.10) Am Morgen des 23.1. lief auf dem Weg von St. Petersburg nach Fort Myers das 98 Fuß lang Fahrgastschiff "Sir Winston" aus Miami im Longboat Pass zwischen Anna Maria Island und Longboat Key im Manatee County, rund 21 Meilen südlich von St. Petersburg, auf Grund. Gegen drei Uhr verständigte der Kapitän die U.S. Coast Guard, nachdem sein Schiff Wassereinbruch durch überkommende Seen erlitten hatte. Wellen hatten mehrere Fenster an Backbord eingeschlagen. Dichter Nebel verhinderte den Einsatz von Tow Boat U.S.. sodas die Coast Guard St. Petersburg um 3.15 Uhr aus Cortez ein 25-Fuß-Boot schickte. Es war um 3:38 Uhr vor Ort und nahm die sieben Fahrgäste an Bord. Ein Bergungsversuch um 18 Uhr schlug fehl. In der Nacht erst gelang es, bei weiterhin rauer See mit 25 Meilen Wind den Havaristen flottzumachen und zu einer Werft nach Tampa zu schleppen. Das fünf Decks hohe Luxususchiff wurde designt von DeJong and Lebet in Jacksonville. Jedes Jahr gibt es eine neue Sir Winston", bislang insgesamt 11. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter in Shem Creek ausgebrannt
(27.1.10) In Shem Creek brach am Abend des 23.1. auf dem 70 Fuß langen Shrimper "Miss Karyn" aus Charleston ein Feuer aus. Der Kutter wurde schwer beschädigt. Das Mount Pleasant Fire Department war mit drei Fahrzeugen gegen 23.40 Uhr vor Ort. Es wurde verstärkt durch Löschboote aus Sullivan's Island und ein Team aus Charleston County. Insgesamt waren 11 Fahrzeuge und 33 Feuerwehrleute im Einsatz. Mit Löschschaum gelang es, den Brand unter Deck zu ersticken. Gegen sieben Uhr morgens am 24.1. verließen die letzten Feuerwehreinheiten den Brandort. Die "Miss Karen" war seit 20 Jahren im Shem Creek stationiert. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Kutter in Ketchikan
(27.1.10) Das Ketchikan Fire Department wurde am 23.1. um 15.52 Uhr zu einem Feuer auf dem Kutter "Sable" im Bar Harbor gerufen. Aus der offenen Kajütentür drang dichter Rauch, ebenso aus einem nach achtern weisenden Bulleye an Steuerbord. Mit Trockenlöschern und einem Schlauch wurde das Feuer bekämpft. Vor Ort waren drei Löschfahrzeuge mit 14 Feuerwehrleuten und das Löschboot "Harry Newell". Die Coast Guard schickte ein 47-Fuß-Boot. Offenbar war es zu einem Brand in der Elektrik gekommen, der sich durch die Drahtisolierung gefressen hatte. Der Schaden wurde auf 10,000 Dollar geschätzt. Quelle: Tim Schwabedissen



15 Vermisste vor Cartagena
(27.1.10) Am 17.1. sank auf dem Weg nach Panama der unter Venezuela-Flagge laufende Frachter "Calypso" 45 Meilen vor Cartagena in Kolumbien. Er hatte 18 Mann Crew. Drei Seeleute wurden gerettet. Eine Fregatte, mehrere Küstenwachschiffe, ein Helikopter sowie ein Patroulllenflugzeug nahmen die Suche nach den 15 Vermissten auf. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Tanker verlief glimpflich
(27.1.10) Am Morgen des 21.1. brach auf einem Tanker, der an Pier 18 im Nordhafen von Manila lag, ein Feuer aus. Es entstand gegen 1.30 Uhr in den Mannschaftsunterkünften. Wenige Minuten nach ihrer Alarmierung war die Feuerwehr vor Ort und löschte das Feuer. Die 18 Mann Crew blieben unversehrt. Das Feuer war entstanden, nachdem der Tanker seine Dieselladung gelöscht hatte. Quelle: Tim Schwabedissen



Vier Schwimmer von Frachterwrack abgeborgen
(27.1.10) Vier Schwimmer mussten am 23.1. von dem Wrack des Bulkcarriers "Sygna" vor Stockton Beach gerettet werden. Ihnen war der Rückweg zum nahen Strand versperrt, nachdem eine plötzliche Winddrehung große Brandung aufgebaut hatte. Glücklicherweise hatte einer der Männer ein Mobiltelefon dabei und konnte die Polizei alarmieren, die einen Rettungshubschrauber, der sich in der Nähe auf einem Trainingsflug befand, schickte. Alle vier wurden nach einem Zwangsaufenthalt von mehreren Stunden auf dem Frachterheck sicher zu dem Hubschrauber aufgewinscht. Die "Sygna" war vor 36 Jahren gestrandet und auseinandergebrochen. Trotz Warnungen vor den Gefahren ist sie immer wieder Ziel von Schwimmern. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker sinkend auf Grund gesetzt
(27.1.10) Am 24.1. geriet der vietnamesische Tanker "Vitamin Gas" mit 795 Tonnen Flüssiggas und 70 Tonnen sonstiger Ölprodukte vor der Binh Dinh Provinz in Seenot. Es kam zu einer Ölverschmutzung auf einem Bereich von über 1,600 Quadratkilometern vor der vietnamesischen Küste. Die "Vitamin Gas" hatte am 23.1. Vung Tau an der Südküste verlassen und war unterwegs nach Cua Lo in der Nordprovinz Nghe An. Wellen waren durch eine offene Tür gebrochen und hatten zu Rissen geführt, als der Tanker 85 Kilometer nördlich von Quy Nhon stand. Der Wassereinbruch brachte den Tanker zum Sinken. Daraufhin wurde er auf einer Sandbank vor Quy Nhon auf Grund gesetzt. Das Schiff der Asia-Pacific Marine Transport Company hatte 12 Mann vietnamesíscher Besatzung. Die "Dai Nam 19" kam zu Hilfe und assistierte dem Tanker in den Hafen, wo er mit Ölsperren umgeben wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Trawler wird nach Filmeinsatz nun versenkt
(27.1.10) Anfang Februar wird die "Manuia", ein Schiff, das in Sir Peter Jackson's King Kong-Film in Szene gesetzt werden sollte, in der Cook Strait versenkt werden. Derzeit ist ein Team aus Greater Wellington beschäftigt, umweltgefährdendes Material an der Miramar Wharf von Bord zu holen. In den vergangenen acht Jahren wurden bereits vier weitere Schiffe 1.7 Kilometer vor dem Hafen auf den Grund der Cook Strait geschickt, 24 Kilometer südlich von Cape Palliser Es handelt sich um die Trawler "Sarfaq", "Atlantic Elizabeth", "Szap 8" und "James Cook". Die "Manuia" war bis zu den Filmarbeiten im März 2005 als Thunfischfänger im Einsatz. Während dieses Einsatzes war es aber vor Kapiti zu einem Wassereinbruch gekommen, und die Crew verließ das Schiff. Die an Bord gedrehten Szenen kamen letztlich nie in den Film. Das Schiff wurde dann an einen Grundstücksentwickler in Wellington verkauft, der es zum Zentrum eines geplanten Waterfrontaquariums machen wollte. Der Plan scheiterte, und in den vergangenen vier Jahren lag der rostende Trawler an der Miramar Wharf. Ein Hafenschlepper wird ihn nun zu seinem letzten Liegeplatz in der Cook Strait ziehen. Quelle: Tim Schwabedissen



Mühevolle Bergung eines Tankers auf dem James River
(27.1.10) Neunhundert Tonnen Zugkraft und über 6500 Fuß Stahltrossen sollen nach zweimonatiger Vorarbeit den 700 Fuß langen Tanker "Monongahela" auf dem James River befreien. Hier liegt er seit dem 12.11.2009, als er sich von seinem Moorings losriss und nach einer Reise von einer halben Meile in 50 Fuß Wassertiefe im Schlamm festkam. Fünf Bergungsversuche waren danach gescheitert, ehe Titan Salvage mit der Arbeit betreut wurde. Spezielle Hydraulikzüge wurden auf dem Schiffsdeck befestigt, und 150 Fuß unter dem Flussgrund Stahlanker ausgelegt. Der erste Kettenzug wurde am 19.1. festgemacht. Am 21.1. folgte ein weiterer. Anfang dieses Monats war ein ähnlicher Versuch wegen des puddingartigen Untergrunds fehlgeschlagen. Quelle: Tim Schwabedissen



Bulkcarrier geborgen
(27.1.10) T&T BISSO hat einen 190 Meter lange Bulkcarrier, der nahe Gwadar Port in Pakistan gestrandet war, geborgen. Ein Bergungsteam und ein starker Schlepper machten den mit 50000 Tonnen Dünger beladenen Havaristen wieder flott. Es gelang, das Schiff ohne Öl oder Ladung leichtern zu müssen, wieder in tieferes Wasser zu ziehen. Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht vom Boodjidup Beach gebaggert
(27.1.10) Eine Yacht, die am 301.2. am Boodjidup Beach gestrandet war, wurde jetzt von Geographe Marine Engineering geborgen. Die 44 Fuß lange "Marie Lynnette" war in rauer See in Seenot geraten, nachdem das Ruder gebrochen war. Nachdem eine Zerlegung des Wracks vor Ort sich als schwierig erwies, wurde beschlossen, die Yacht nach Port Geographe einzubringen. Am 26.1. um fünf Uhr begann ein 25-Tonnen-Bagger, ein großes Loch auszuheben, in dem die Yacht auf die Seite gelegt werden konnte. Dann wurde der 50 Fuß hohe Mast samt Rig entfernt und ein Leck abgedichtet, wo der Kiel abgebrochen war. Die 1000 PS starke "Skallywag" zog das Boot mit Hochwasser dann durch die Brandungszone in tieferes Wasser. Schließlich wurde sie nach Fremantle transportiert, ist aber wohl nicht mehr reparaturwürdig. Das Boot vom Typ Catalina hatte am Jahresende 2009 Hamelin Bay auf Nordkurs verlassen und war unterwegs in den Heimathafen Geographe Bay, als sie bei 65 Knoten Wind auf die Südwestküste gedrückt wurde. Dabei brach der Kiel ab. Der Skipper konnte sich an Land retten. Quelle: Tim Schwabedissen



"Sai Gon" verließ stückweise den Strand
(27.1.10) Der am 9.1. um 2.30 Uhr vor Ventura Harbor gestrandete 19-Tonnen-Shrimper "Sai Gon", war nicht mehr zu bergen. Seine 300 Pfund Ladung waren von Möwen und Fischen schnell verzehrt worden, doch das 47 Fuß lange Boot musste vom Strand geräumt werden. Es war zuvor gelungen, den größten Teil des Dieselöls an Bord abzupumpen. Doch die Brandung begann den Kutter zu zerbrechen. Deswegen musste er mit zwei Baggern und einem großen Traktor sowie einem sechsachsigen Laster Stück für Stück zerlegt werden. Die Überreste wurden zu einem Parkplatz gegenüber des Channel Islands National Park Visitor Center gebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter mit Luftkissen Sandbank entfernt
(27.1.10) Mit Luftkissen und anderer Bergungsausrüstung wurde am 21.1. dem 41 Fuß langen Trawler "Net Web" aus Augusta, der seit einem Jahr verlassen auf den Bänken des Savannah River lag, zu Leibe gerückt. Beteiligt waren das Augusta Dive Team und Towboat USA aus Savannah. Aus der "Net Web" war zuvor Dieselöl ausgelaufen. Die U.S. Coast Guard hatte eine 20,000 Dollar kostende Reinigung durchgeführt, während der 1500 Gallonen Diesel aus den beiden Tanks des aufgegebenen Schiffes ausgepumpt wurden. Das aus Fiberglas und Holz bestehende Schiff lag auf der Georgia-Seite des Flusses. Es gelang, es aufzurichten und zu einem Liegeplatz ein Stück flussabwärts zu bringen. Quelle: Tim Schwabedissen



Irische Rennyacht aufgegeben
(27.1.10) Die 31 Tonnen schwere, irische Rennyacht "Cork Clipper", die auf das Gosong Mampango-Riff lief, ist nicht mehr zu bergen. Das 20 Meter lange Schiff war eines von 10 Booten, die am Round-the-world Race teilnahm, als es den Felsen vor Kalimantans Westküste rammte. Die 16-köpfige Crew aus England, Irland, Australien und China hatte sich mit einem Boot auf die nahen Felsen retten können, wo sie von anderen Yachten aufgenommen wurden. Doch Bergungsexperten kamen zu dem Schluss, dass ihr Boot strukturell zu geschwächt ist, um einem Bergungsversuch standzuhalten. Die "Cork Clippper" wird auf dem Riff bleiben. Es handelt sich um den ersten Verlust in sieben Rennen. Quelle: Tim Schwabedissen



'Grou' von der Feuerwehr versenkt   Großbild klick!
Motoryacht ausgebrannt und gesunken
(26.1.10) Am 20.1. ging in einem Yachthafen auf dem Eemskanaal in Farmsum die Motoryacht "Grou" in Flammen auf, das Schiff sank während der Löscharbeiten. Gegen halb sechs ging der Alarm bei der Feuerwehr von Delfzijl ein. Starker Wind erschwerte die Löscharbeiten, 600 Liter Diesel drohten zu explodieren. Die Yacht wurde mit Schaum abgelöscht, um 21.45 Uhr war der Brand unter Kontrolle. Doch nachdem die Feuerwehr abgerückt war, musste sie um 23 Uhr erneut ausrücken, weil das Feuer wieder aufgeflammt war. Am 22.1. starteten die Arbeiten zur Bergung des Wracks. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff in Himmelstadt vor dem Untergang bewahrt
(26.1.10) Zu einem Großeinsatz sind in der Nacht zum 23.1. die Feuerwehren aus Himmelstadt, Karlstadt und Zellingen ausgerückt. An der Himmelstadter Schleuse mussten sie ein leckgeschlagenes Schiff auspumpen. Der mit 1000 Tonnen Sojaschrot beladene Frachter hatte zuvor bei Langenprozelten den Grund des Mains berührt und sich ein faustgroßes Loch in seinen Rumpf gerissen. Rund 70 Kubikmeter Wasser drangen daraufhin in das Schiff ein, das zu sinken drohte. Den Einsatzkräften gelang es, dies zu verhindern und das Leck provisorisch abzudichten. Der Frachter konnte seine Fahrt wenige Stunden später fortsetzen. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Tanker in Riga
(26.1.10) Am 23.1. brach auf dem 5,750 Tonnen verdrängenden Bulker "Federal Hudson" (IMO-Nr.: 9205902) ein Maschinenraumbrand aus, als das Schiff in Riga lag. Feuerwehren konnten das Feuer auf dem Schiff der Fednav International Ltd., Canada, unter Kontrolle bringen. Quelle: Tim Schwabedissen



Wassereinbruch auf russischem Versorger
(26.1.10) Der 5,540 Tonnen große russische Versorger "PM-138", 5540 BRZ, erlitt auf dem Weg von Tartous in Syrien zur Marinebasis in Sevastopol am Morgen des 23.1. Wassereinbruch in einige Treibstofftanks. Das Schiff hatte eine Crew von 88 Mann. Wegen stürmischen Wetters kam das Schiff nur mit geringer Geschwindigkeit voran. Die "PM-138" hatte bereits am 18.2.2008 in der Ägäis eine Havarie erlitten, als die Maschine ausfiel. Das Schiff wurde 1972 in Stettin in Polen erbaut und kann bis zu 193 Menschen an Bord nehmen. Quelle: Tim Schwabedissen



Fischtransporter drohte durch Vereisung zu sinken
(26.1.10) Das 85,1 Meter lange russische Kühlschiff "Smolninskiy", 1557 tdw (IMO-Nr.: 8847131) drohte am 22.1. mit 20 Mann Crew und 11 Passagieren - Fischer einer Fangflotte - an Bord zu sinken, nachdem es mit einer Ladung von 1500 Tonnen Fisch in der Okhotischen See schwer vereist war, daraufhin Wassereinbruch im Ruderraum erlitten hatte und bis zu 30 Grad Schlagseite entwickelte. Das Unglück ereignete sich 130 Meilen vor Nogliki. Ein Helikopter barg die Passagiere am 23.1. ab und flog sie nach Nogliki auf Sakkhalin. Der Tanker "Degtyarsk", der Schlepper "Spravedlivy" kam dem Havaristen am 24.1. gegen 21 Uhr ebenso wie der Versorger "Smit Sibu" der Sakhalin Energy Oil Company zu Hilfe. Nachdem es gelang, den Havaristen in ein Eisfeld zu bringen, wo er dem Seegang nicht mehr so ausgesetzt war, konnte die Lage unter Kontrolle gebracht werden. Die Crew begann, den Frachter zu enteisen, und es gelang, die Schlagseite auf 23 Grad zu reduzieren. Die "Smit Sibu" konnte entlassen werden. Die Arbeiten zur Stabilisierung des Frachters wurden auf drei weitere Tage eingeschätzt. Danach sollte er mit dem eisverstärkten Schlepper zusammen Kurs auf Korsakov nehmen. Die mit 2483 BRZ vermessene "Smolninskiy" ist in Nakhodka beheimatet und wurde 1990 erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter im Bosporus zerbrochen
(26.1.10) Am 19.1. brach in der Nähe von Istanbul der Frachter "Orcun C", 10316 BRZ (IMO-Nr.: 7709344) bei einem Sturm im Schwarzen Meer auseinander. Die 21 Besatzungsmitglieder des unbeladenen Schiff wurden von der "Kurtarma 3", "Kurtarma 4", "Kiyi Emniyeti 1" und "Kiyi Emniyeti 10" gerettet. Die unter moldawischer Flagge fahrende "Orcun C" der CSG Shipping Inc. (Panama) war von Nikolaev in der Ukraine kommend zum Hafen Gemlik südöstlich von Istanbul unterwegs. Dort sollte eine Ladung aufgenommen werden. Das Schiff ging in der Nähe des Küstenortes Kilyos vor Anker, um auf die Passage vom Schwarzen Meer durch den Bosporus zu warten. In der Nacht aber riss sich der Frachter im Sturm vom Anker los und wurde gegen drei Uhr auf die Felsen am Ufer vor Güven Cape nahe Kilyos gedrückt. Dort brach die 1978 gebaute "Orcun C" auseinander, Öl lief aus dem sinkenden Achterschiff aus..55 Helfer begannen, die Ölverschmutzung zu bekämpfen. Sie sollten auf 120 Mann verstärkt werden. Der 16952 Tonnen verdrängende Frachter wurde 1978 erbaut und lief zuvor als "Amfitrite". Er war 145,52 Meter lang, 21 ,04 Meter breit und hatte 5 Meter Tiefgang. Quelle: Tim Schwabedissen



Strandung und Maschinenhavarie im Bosporus
(26.1.10) Am 19.1. gegen 13.55 Uhr lief der türkische Tanker "Oruç Reis", 496 BRZ (IMO-Nr.: 6502878) nahe Kilyos auf Grund. Auf die Notrufe hin lief eine Flotte von 10 Speedbooten und zwei Schleppern aus und barg die siebenköpfige Crew ab. Am selben Tag drohte auch der unter Malta-Flagge laufende Frachter "Piper" (IMO: 8700072), nach Maschinenausfall am Nordende des Bosporus zu sinken. Es gelang aber der Crew, die Maschine zu reparieren. Eskortiert von mehreren Hilfsschiffen ging die "Piper" auf Rückkurs in den Bosporus. Doch nachdem die Maschine erneut versagte, wurde sie nach Büyükdere geschleppt, wo sie vor Anker ging. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker nach Kollision leckgeschlagen
(26.1.10) Der 246,87 Meter lange, unter Singapur-Falgge laufende Tanker "Eagle Otome", 95663 BRZ, der Malaysian AET Tankers kollidierte beim Einlaufen am 23.1. nahe Port Arthur mit einem Schleppzug mit der "Dixie Vengeance" sowie zwei Bargen, nachdem er manövrierunfähig geworden war.
Zunächst hatte er ein anderes Schiff gerammt, ehe die Bargen die "Eagle Otome" an Steuerbord trafen. Dabei wurde ein 4.5 mal 2.4 Meter großes Leck in den Bug des Tankers gerissen, durch das rund 11000 Barrel Rohöl ausliefen. Insgesamt enthielten die auferissenen Abteilungen 80000 Barrel Öl. Die Port Arthur Police evakuierte einen Bereich von 28 Quadratsquare vom Kanal bis zur 7. und der Houston Avenue bis hin zur Beaumont Avenue. Der Sabine-Neches Ship Channel und der Intracoastal Waterway wurden geschlossen.
Die Bargecrew wurde zum Port Arthur Police Department gebracht und auch der Tanker evakuiert. Wieviel der insgesamt 450,000 Gallonem Öl ausliefen, war zunächst unklar. Schlepper hielten den Tanker an der Unglücksstelle. Es gelang im Laufe des Tages2, 20,053 Gallonen Öl aufzufangen. Neun Meilen der Küste waren betroffen. 59800 Fuß Ölsperren wurden ausgelegt und 27 Schifffe mit Ölskimmern in Marsch gesetzt. Weitere 36 Schiffe sind für weitere Ölbekämpfungsarbeiten vor Ort, darunter auch das 210 Fuß lange Ölbergungsschiff "Texas Responder". Insgesamt waren 550 Arbeiter vor Ort. Die Bargen sollten um 9.30 Uhr des Folgetages geleichtert werden, ebenso sollte dann das Auspumpen der "Eagle Otome" begonnen. Die Bargen liefen in Charter der Exxon Mobil.
Die Ölverschmutzung blieb wegen des ruhigen Wassers und raschen Absperrungen auf einen rund 3,5 Kilometer langen Hafenabschnitt begrenzt. Der 1994 erbaute Tanker ist 246,87 Meter lang, 42 Meter breit und hat 19,5 Meter Tiefgang. Quelle: Tim Schwabedissen



Polizeiboot wurde im Eis zu heiß
(26.1.10) Mit Maschinenproblemen hat die Besatzung des Wasserschutzpolizeibootes "Sylt" am Nachmittag des 24.1. nach einem Defekt in der Kühlung zu kämpfen und bat die DGzRS um Hilfe. Die sechsköpfige Mannschaft meldete sich beim Seenotkreuzer "Vormann Leiss" der Station Amrum. Das erst im April 2009 abgelieferte Polizeiboot lag zwischen den Fahrwassertonnen 23 und 25 manövrierunfähig in der Norderaue, dem Fahrwasser zwischen der Insel Föhr im Norden und der Hallig Langeneß im Süden, vor Anker. Die Seenotretter nahmen von Wittdün aus Kurs auf den Havaristen. Mit der Wurfleine übernahmen die Wasserschutzpolizisten die schwere Schleppleine. Die "Vormann Leiss" schleppte das 34 Meter lange Streifenboot anschließend in den etwa fünf Seemeilen entfernten Hafen von Wyk auf Föhr. Offenbar waren die Maschinen der "Sylt" zu heiß geworden. Nun sind Techniker mit der Untersuchung der Motorkühlung beschäftigt. Ein Termin für das Ende der Reparatur stand noch nicht fest. Da dieser Schaden noch in die Garantiezeit des auf der Fassmer Werft gebauten Bootes fällt, entstehen dem Land Schleswig-Holstein durch die Havarie keine Kosten. Die Besatzung muss allerdings vorerst zwischen dem Liegeplatz in Wyk und ihrem Revier in Husum pendeln. Quelle: Tim Schwabedissen



Erdebeben beschädigte auch zwei Frachter in Port au Prince
(26.1.10) Bei dem Erdebeben in Haiti wurde am 12.1. der dänische Frachter "Stella Maris", 1867 BRZ (IMO-Nr.: 9390381) in Port au Prince durch einen umstürzenden Hafenkran beschädigt. Es entstand ein ballgroßes Loch im Rumpf Die "Stella Maris" war zu der Zeit verchartert für eine Reise zwischen Port-au-Prince und Miami. Das Kümo ist 81 Meter lang, 13 Meter breit und läuft unter der Flagge Antiguas/Barbudas. Es wurde 2006 in Bangladesh von der Werft Ananda Shipyard & Slipways Ltd. für die dänische Reederei Stella Shipping, Marstal, gebaut und war der erste Neubau aus Bangladesh für eine europäische Reederei. Das Schiffsmanagement Antillean Marine untersuchte den Schaden am 13.1., um festzustellen, ob das Schiff in der Lage war, nach Miami zurückzukehren. Die "Michael J" verlor einige Ausrüstung, die auf einer eingestürzten Pier gelagert war, darunter Teile des Ladegeschirrs. Quelle: Tim Schwabedissen



'Ability' in Brand
(26.1.10) Im Fehmarnbelt ist auf dem 90 Meter langen, norwegischen Frachter "Ability" (IMO-No.: 7610048) am 25.1. ein Feuer ausgebrochen. Die "Ability" kam vom Nord-Ostsee-Kanal und war auf der Reise nach Solvesborg in Südschweden. Gegen 15.45 Uhr bemerkte die Besatzung im Maschinenraum ein Feuer und löste Alarm aus.
Die Crew versuchte zunächst den Brand mit der bordeigenen CO2-Anlage zu löschen. Die Revierzentrale Travemünde hat die Koordinierung der Bergungsmaßnahmen übernommen. Vom Wasser- und Schifffahrtsamt Lübeck wurden alle verfügbaren Einheiten in Marsch gesetzt. Das routinemäßig im Einsatz befindliche dänische Patrouillenboot "Havruen" traf als eines der ersten Fahrzeuge am Unglücksort ein.
Bis 18 Uhr waren auch der Rettungskreuzer "Wilhelm Kaisen" sowie das Bundespolizeiboot "Bad Düben" vor Ort. Von Kiel aus wurde der Notfallschlepper "Bülk" zum Havaristen geschickt, der etwa vier bis fünf Seemeilen nördlich in der Westzufahrt des Fehmarnbelts seine Position hat. Das bundeseigene Mehrzweckschiff "Scharhörn" kam ebenfalls dem Havaristen zu Hilfe. Zunächst musste das ohne Strom und Antrieb als Hindernis im stark befahrenen Fahrwasser des Fehmarnbelts liegende Schiff abgesichert werden.
Auch Einsatzkräfte der Feuerwehren wurden in Bereitschaft gesetzt, um notfalls per Hubschrauber zum Havaristen zu gelangen. Es gelang schließlich, den Brand zu löschen. Der Schlepper "Bugsier 16" nahm das Schiff gen Rostock auf den Haken. Die 1978 gebaute "Ability" wird überwiegend zum Transport von Holz und Papierzeugnissen eingesetzt. Quelle: Tim Schwabedissen



Trawler saß auf Schäre fest
(26.1.10) Am 23.1. um 7.35 Uhr wurde das norwegische Rettungsboott "Reidar von Koss" zu dem norwegischen Trawler "Torjo" (CS LNYW), 90 BRZ. Gerufen, der südwestlich von Hammerfest gestrandet war. Drei Stunden später hatte es die 67 Meilen zur Unglücksposition auf 70º 32,4" N 023º 41,1" O zurückgelegt, wo die 22,05 Meter lange "Torjo" hart auf Grund lag auf der Sjåholmschäre westlich von Kvaløya. Gegen 17 Uhr, als die Flut kurz vor dem Höchststand war, wurde ein Bergungsversuch gestartet, der binnen einer Viertelstunde zum Erfolg führte. Nachdem die Sicherheit des Schiffes kontrolliert war, nahm es Kurs auf den Rypefjord, wo Taucher das Unterwasserschiff auf Schäden untersuchten. Quelle: Tim Schwabedissen



Butterfly im Schlepp   Großbild klick!
Rettungsaktion für lecken Kutter
(26.1.10) Der Kutter "Tempest" schleppte am 16.1. den 32 Fuß langen Kutter "Butterfly" ab, nachdem dieser eine Meile vor Gull Point in der Ugak Bay nahe Kodiak Island Wassereinbruch erlitten hatte. Das Küstenwachschiff "Acushnet" eskortierte den Schleppzug nach Old Harbor. Von der Air Station Kodiak stieg ein MH-60 Jayhawk-Helikopter auf, der eine Lenzumpe auf dem Havaristen absetzte. Quelle: Tim Schwabedissen



Sturm brachte Schiffe vor Norwegen in Schwierigkeiten
(26.1.10) Am 20.1. geriet der russische Frachter "Monchegorsk" (IMO-Nr.: 9404015) vor der norwegischen Küste in Schwierigkeiten. Im Sturm begann er sich bis zu 30 Grad zu beiden Seiten überzulegen, wobei die Rollperiode jeweils 10 Sekunden betrug. Er nahm Kurs auf den Schutzhafen Stokmarknes, wobei er vom Rettungsboot "Knut Hoem" aus Tromsö begleitet wurde. Nach Wetterberuhigung wurde die Reise nach Rotterdam forgesetzt, wo der Frachter am 23.1. eintraf. Ebenfalls am 20.1. erlitt der 57 Meter lange, norwegische Trawler "Prestfjord" (MMSI-Nr.: 258418000) Maschinenschaden vor Tromsö. Die "Knut Hoem" assistierte ihm beim Einlaufen, nachdem ein Schwesterschiff es zum Hafen geschleppt hatte. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter nach Strandung evakuiert
(26.1.10) Am 22.1. rettete ein 47-Fuß-Boot der Station Juneau bei Point Coke nahe Holkham Bay in Südost-Alaska drei Personen des 55 Fuß langen Kutters "Alaska Adventure", der um 16.24 Uhr auf Grund gelaufen war. Das Schiff war von Petersburg nach Juneau unterwegs gewesen. Als es sich 45 Grad auf die Seite legte, ging die Crew in eine Rettungsinsel. Um 19.25 Uhr war die Küstenwache vor Ort und nahm die Schiffbrüchigen an Bord. Sie erreichten am späten Abend Juneau. An Bord des Kutters waren 3000 Gallonen Diesel. Ein Coast Guard MH-60 Jayhawk Helikopter sollte die Strandungsstelle am Nachmittag des 23.1. überfliegen. Quelle: Tim Schwabedissen



Gestrandet ...   Großbild klick!
Triple-Strandung in Santa Barbara
(26.1.10) Am 20.1. riss sich das Sportboot "Northern Lights" von seinen Moorings vor dem East Beach von Santa Barbara los und trieb auf Grund. Auch die Sportboote "Prince Neptune" und "Manu Mele" landeten dicht beieinander auf dem Strand. Quelle: Tim Schwabedissen



Nasty Tag für Nasty Too
(26.1.10) Am 23.1. sank nahe der Reversing Falls, Maine, der Kutter "Miss Priss", der gegen 13 Uhr auf ein Unterwasserhindernis gelaufen war. Die dreiköpfige Crew gab das Schiff auf und wurde von dem Kutter "Nasty Too" an Bord genommen. An Bord des gesunkenen Kutters waren bis zu 200 Gallonen Dieselöl. Ein 41-Fuß-Boot der Coast Guard Station Eastport überwachte die Untergangsstelle. Quelle: Tim Schwabedissen



Brand auf Fähre schnell unter Kontrolle
(26.1.10) Am 20.1. brach um 10.56 Uhr auf der Fähre "Aurora" nahe Spectacle Island in Boston ein Feuer aus. Die Crew setzte das bordeigene CO2-Feuerlöschsystem zur Brandbekämpfung ein. Um 11.21 Uhr war ein 41-Fuß-Boot der Coast Guard Station Point Allerton vor Ort. Die fünfköpfige Crew der Fähre, die keine Fahrgäste an Bord hatte, war um 11.34 Uhr evakuiert. Das Schiff wurde in Spectacle Island festgemacht und der Maschinenraumbrand gelöscht. Anschließend wurde die Abteilung entlüftet. Quelle: Tim Schwabedissen



Sportboot lief auf Grund
(26.1.10) Am Morgen des 22.1. lief das 71 Fuß lange Sportboot "Laura J" um 9.30 Uhr vor Parramore Island nahe Wachapreague auf Grund. Die dreiköpfige Crew alarmierte die Coast Guard, die ein 25-Fuß-Boot von der Station Wachapreague sowie einen MH-60T Jayhawk Helkcopter der Air Station Elizabeth City, North Carolina, in Marsch setzte. An Bord der "Laura J" sind rund 9,000 Gallonen Diesel. Quelle: Tim Schwabedissen



Ein Vermisster nach Schlepperuntergang
(26.1.10) Am 25.1. sank der amerikanische Schlepper "Betty" 53 Meilen nördlich von Jamaica. Die Coast Guard in Miami schickte einen HU-25 Falcon Jet, nachdem der Notsender sich um 3:39 Uhr aktiviert hatte. Er war um 6.50 Uhr vor Ort und sichtete an der letzten bekannten Schiffposition eine Rettungsinsel. Ein MH-60 Jayhawk Helikopter winschte vier Mann auf und brachte sie zum U.S. Naval Hospital Guantanamo Bay auf Kuba. Ein fünfter wurde noch vermisst. An der Suche nach ihm beteiligten sich ein HU-25 Falcon Jet der Coast Guard Air Station Cape Cod und ein MH-60 Jayhawk Helicopter der Air Station Clearwater, Florida. Sie hielten im Gebiet von Providenciales, Turks und Caicos Islands Ausschau nach ihm. Quelle: Tim Schwabedissen



Schlepper sinkend auf Grund gesetzt
(26.1.10) Die Coast Guard Miami war im Einsatz, nachdem es am Morgen des 25.1. zu einer Kollision zwischen dem Schlepper "RL Enterkin" und einer treibenden Barge vor Delray Beach, Florida.gekommen war. Die "RL Enterkin" hatte versucht, die von ihrer Mooring losgerissene Barge einzufangen. Der Schlepper der Great Lakes Dredge in Oak Brook, Illiois. Erlitt ein 3 Inch mal 2 Fuß messendes Loch im Vorschiff, wodurch der Bug flutete. Der Schlepper wurde daraufhin auf Grund gesetzt. Ein anderer Schlepper nahm die Barge auf den Haken. Die Great Lakes Dredge leitete die Bergung ihres Schleppers ein. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision auf der Merwede
(26.1.10) Am 19.1. gegen halb 11 kollidierte das Binnenschiff "Dijanne", 1409 ts (EU-Nr.: 02305084) aus Urk auf der oberen Merwede bei Woudrichem mit einem von der "Veerhaven IV" (EU-Nr. 2316363) bugsierten Schubverband. Die "Dijanne" schlug leck und wurde in Woudrichem an den Kai gelegt. Die Feuerwehren Gorinchem und Woudrichem assistierten hier beim Lenzen. Der Schubverband konnte seine Reise fortsetzten.
Die "Veerhaven IV" ist 39,96 Meter lang, 14,98 Meter breit und hat 1,65 Meter Tiefgang. Der 210-Tonner wurde 1981 bei der Ruhrorter Schiffswerft in Duisburg als "EWT 108" erbaut Die "Dijanne" ist 79,95 Meter lang, 9,49 Meter breit und hat 2,61 Meter Tiefgang, Sie wurde 1931 bei Bakker in Rotterdam erbaut und lief zuvor als "Epsilon", "Najade", "Enterprise" und "Ida". Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff auf Mosel leckgeschlagen
(26.1.10) Am 20.1. ist kurz nach Mitternacht das Binnenschiff "Descanso", 3950 ts EN-Nr.: 02328562), aus Maasbracht moselaufwärts von Köln nach Neuves-Maisons in Frankreich laufend auf Grund gefahren. Es hatte eine Ladung von 2321 Tonnen Eisenschrott an Bord. Kurz nach dem Passieren der Römerbrücke in Trier geriet das Schiff aus der Fahrrinne und lief auf den felsigen Grund. Offensichtlich war es an Bord des Schiffes nach dem Schleusen zu einem technischen Defekt gekommen, der den Zusammenprall mit dem Felsen verursachte.
Durch die Grundberührung wurde der Boden aufgerissen. Dank der doppelten Hülle drang aber zunächst kein Wasser ins Innere. Der Kapitän fuhr weiter bis Konz und stellt dort den Schaden fest. Die alarmierten Feuerwehren aus Konz, Konz-Könen, Wasserliesch und Nittel pumpen das Wasser aus dem Zwischenraum der beiden Hüllen. Später genügte der Einsatz der bordeigenen Pumpe, bis am Vormittag des 20.1. Taucher einer Spezialfirma das Leck abdichteten. Das Schiff konnte seine Fahrt noch am selben Tag fortsetzen und die Ladung im Zielhafen löschen. Anschließend sollte es in einer Werft repariert werden. Der Sachschaden beträgt mehrere Tausend Euro.
Die "Saron" entstand 2007 als "saron" bei Csainty Longhuan Marine, Jiangdu, und wurde bei Smits in Capelle an der IJssel ausgerüstet. Das Schiff der Vof. Descanso (M. Pols) in Maasbracht ist 135 Meter lang, 11,45 Meter breit und hat 3,6 Meter Tiefgang. Quelle: Tim Schwabedissen



Schlepper bei Veendam gesunken
(26.1.10) In der Nacht zum 20.1. sank der Schlepper "Reitdiep" auf dem Wildervanckkanaal bei Veendam. Die Ursache ist nach Angabe des Eigners Heuvelman Ibis in Delfzijl noch unklar. Die "Reitdiep" wurde in Veendam bei Baggerarbeiten eingesetzt. Nach dem Untergang lief Treibstoff aus. Eine Spezialfirma legte eine Ölsperre aus. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter vor Taiwan gesunken
(26.1.10) Der 6,529 Tonnen verdrängende Frachter "Sea Angel" sank in schwerer See am 25.1. gegen drei Uhr in der Straße von Taiwan, rund 40 Kilometer vor Yunlin. Ein passierender Frachter alarmierte die Behörden in Taiwan gegen acht Uhr, und zwei Stunden darauf wurde eine Suchaktion eingeleitet. Nach Auskunft der Wimax Maritime Shipping Co. war das Schiff auf dem Weg von Malaysia nach China, der größte Teil der Besatzung kam aus Thailand, der Rest aus Indonesien und Myanmar. Die Geretteten wurden in ein Hospital gebracht. Die "Sea Angel" (IMO-Nr.: 8421389) lief unter der Flagge Thailands und wurde 1985 erbaut. Manager war die Sinsimon Nav. Co. Ltd. Quelle: Tim Schwabedissen



Sturm brachte Schiffe vor Norwegen in Schwierigkeiten
(26.1.10) In der Nacht zum 21.1. lief der Trawler "Vela - BCK 368" (MMSI-Nr.: 233667000) aus Buckie in Scalloway beim Einlaufen in den Hafen auf Grund. Offenbar war das Schiff auf die falsche Seite der Backbordansteuerung geraten, deren Beleuchtung ausgefallen war. Mit dem nächsten Hochwasser konnte der Havarist in den Morgenstunden wieder flottgemacht und in den Hafen gebracht werden. Das 1995 erbaute Schiff ist 24,29 Meter lang. Quelle: Tim Schwabedissen



Daisy-Opfer gehoben
(26.1.10) Mitarbeiter einer Spezialfirma haben am 19.1. in der Marina Baltica in Lübeck-Travemünde damit begonnen, die während des Sturms Daisy gesunkene 68,6-Tonnen-Motoryacht "Transformer" zu heben. Taucher führten die ersten Reparaturmaßnahmen vor Ort durch. Ölsperren verhinderten dabei das weitere Ausbreiten von Öl auf dem Wasser.
Die ersten Versuche, die Yacht dann zu heben, scheiterten daran, dass die eingesetzten Pumpen nicht so viel Wasser aus dem Bootsinneren abpumpen konnten, wie esan den beschädigten Stellen im Heckbereich nachfloss. Nachdem die Pumpen, die zusammen einen Kapazität von 400 Kubikmetern pro Stunde leisteten, umgesetzt und weitere Undichtigkeiten am Unterwasserschiff mittels Lecksegel abgedichtet werden konnten, schwamm das Boot mit Unterstützung des an Land stehenden Krans langsam auf.
Am Nachmittag versuchte man weiterhin, das Wasser aus dem Bootsinneren zu pumpen, damit die Motoryacht allein schwimmfähig wurde. Gegen 17 Uhr wurde sie dann endlich zum 200 Meter entfernt liegenden Dock der Baltica -Werft gebracht. Insgesamt waren vier Mitarbeiter einer Lübecker Taucherfirma, fünf Mitarbeiter eines Lübecker Entsorgungsbetriebes sowie ein Kranführer an dem Einsatz beteiligt. Die Kosten für die Bergung betrugen rund 20 000 Euro. Die 27 Meter lange "Transformer" des Typs Tranquilla 85 war in der Sturmnacht vom 9. auf den 10. Januar an ihrem Liegeplatz im Yachthafen Marina Baltica in Travemünde Leck geschlagen und gesunken.
Die Ursache für das Sinken der Yacht war der extrem ansteigende Wasserspiegel, der in Travemünde bis zu 1,6 Meter über den normalen Wasserstand von fünf Metern betrug. Dadurch verklemmte sich die Motoryacht offensichtlich mit dem Heck unter den Anlegesteg. Durch das ständig ansteigenden Wasser, verbunden mit Sturmböen aus nordöstlicher Richtung, die die Trave weiter aufwühlten, brachen Teile aus der Heckverkleidung heraus und beschädigten die Motoryacht zusätzlich unterhalb der Wasserlinie.
Dadurch kam es zum Wassereinbruch, und das Schiff sank direkt am Liegeplatz. Durch die geringe Wassertiefe am Liegeplatz versank das Boot jedoch nicht vollständig, Teile des Kajütaufbaus ragten noch heraus. Danach traten geringe Mengen von Dieselkraftstoff aus dem Boot aus. Die Motoryacht hatte seit längerem ihren ständigen Liegplatz in der Marina Baltica in Travemünde. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter rammte Holtenauer Schleuse
(26.1.10) Am 23.1. 16.1. gegen sieben Uhr rammte der niederländische Frachter "Blue Sky", 2545 BRZ (IMO-Nr.: 9195767), beim Einlaufmanöver nach einem Ausfall der Maschinenanlage das Schleusentor III der Holtenauer Schleuse. Auch ein Notankermanöver konnte den Aufprall nur noch mindern.
Durch den Aufprall wurde das Schiebetor der großen Südschleuse an der Innenseite schwer beschädigt. Der Steven des Schiffes drückte dabei Teile der genieteten Torverkleidung oberhalb der Wasserlinie auf einer Länge von etwa zehn bis 15 Metern ein. Bei dem Aufprall war auch die zur Führung des Tores beim Öffnen und Schließen benutzte Wallschiene durchtrennt worden. Nach einer ersten Besichtigung der Schäden musste die Schleusenkammer vom Wasser- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau stillgelegt werden.
Eine Notreparatur war kurzfristig nicht möglich, da der Bauhof der Kanalbehörde nicht mehr über genügend Personal für einen Wochenenddienst verfügt. An dem 89 Meter langen und 2545 BRZ großen Schiff gab es Beulen und Farbabschürfungen. Die "Blue Sky" wurde aus der Südschleuse zunächst auf Reede und dann durch die Nordschleuse gegen Abend zurück in den Kanal gebracht, wo sie im Nordhafen festmachte. Sie wurde von der Wasserschutzpolizei Kiel mit einem Auslaufverbot belegt, bis geklärt war, warum die Maschinenanlage ausfiel. Ein technischer Defekt an der Umsteuerung der Hauptmaschine wurde nicht ausgeschlossen. Die Klassifikationsgesellschaft Lloyd's Register untersuchte das Schiff, auf dem auch noch einige weitere Mängel entdeckt wurden. Erst am 25.1. konnte der Frachter die Weiterreise nach Gent antreten.
Die Havarie kam zu einem unglücklichen Zeitpunkt, waren damit doch zwei der vier Schleusenkammern in Kiel-Holtenau nicht betriebsfähig. Eine der kleinen Kammern war aufgrund von Wartungsarbeiten ebenfalls außer Betrieb. Dies führte im Laufe des Tages zu Verkehrsbehinderungen und Wartezeiten bis zu fünf Stunden für die Schifffahrt. So mussten einige Schiffe länger als üblich auf Holtenau-Reede sowie im Kanal warten, bis sie einen Platz in einer der verbliebenen Schleusenkammern zugewiesen bekamen.
Am 18.1. kurz vor 15 Uhr konnte der Schleusenmeister wieder grünes Licht für die große Holtenauer Südkammer geben. Innerhalb von acht Stunden hatten Techniker des Wasser- und Schifffahrtsamtes das beschädigte Schleusentor notdürftig repariert. Die defekte Wallschiene musste vor der Inbetriebnahme auf einer Länge von etwa zwei Metern durch eine neue Stahlschiene ersetzt werden. Da die Arbeiten an dem Tor nur von der Wasserseite aus möglich seien, wurden neben Stahlbauern und Schweißern auch die Besatzungen der Arbeitsboote des Amtes benötigt. Das Ausmaß des Schadens an dem Schleusentor belief sich nach ersten Schätzungen auf rund 250000 Euro. Quelle: Tim Schwabedissen



Schubverband blockierte Rhein
(26.1.10) Bei Assmannshausen hat sich in der Nacht zum 25.1. um 2.20 Uhr ein niederländischer Schubverband auf dem Rhein festgefahren und eine Blockade des Schiffsverkehrs verursacht. Davon betroffen waren insgesamt rund 80 Schiffe, die sich auf dem Rhein im Bereich des Binger Lochs stauten. Die Bergungsarbeiten dauerten den ganzen Tag. Am späten Nachmittag kam der Schubverband wieder frei. Die Schifffahrt wurde kurz nach 18 Uhr wieder freigegeben, nachdem das Wasser- und Schifffahrtsamt Bingen durch Peilungen ausgeschlossen hatte, dass in Folge der Havarie Untiefen entstanden waren.
Die Schifffahrt war zwischen Bingen und Trechtingshausen von 6 bis 10.40 Uhr komplett gesperrt. Diese Sperrung konnte zwar zwischenzeitlich aufgehoben worden, so dass ein "Einbahnverkehr" möglich war. Doch ab 13.30 Uhr musste der Rheinabschnitt wieder gesperrt werden. Die Wasserschutzpolizei Wiesbaden, Rüdesheim und Bingen war vor Ort. Während der Bergungsarbeiten, zu dem außer Schleppbooten der Firma Loh aus Trechtingshausen noch ein weiteres Schiff hinzugezogen wurde, war die Unfallstelle für den Schiffsverkehr nicht passierbar. Der 180 Meter lange, mit 2.300 Tonnen Containern beladene Schubverband, darunter auch ein Gefahrgut-Container, befand sich auf Bergfahrt. Der niederländische Schiffsführer hatte versucht, ein Tankschiff zu überholen.
Dabei geriet er aus dem Fahrwasser und zu weit ans Ufer. In der Nähe des "Großen Leisten", so der Name des Felsens im Rhein, kam der Verband auf dem felsigen Untergrund fest. Im Zuge der Havarie kollidierte Schubverband auch noch mit einer Fahrwassertonne, deren Kette die Ruderanlage des Schiffes behinderte und dieses manövrierunfähig machte. Das Wasser- und Schifffahrtsamt Bingen koordinierte die Bergungsarbeiten. Zum Entladen der Container wurden spezielle Fahrzeuge mit Kränen gebraucht, die hier schlecht in Position gebracht werden konnten. Quelle: Tim Schwabedissen



Umsichtiges Verhalten bewahrte Frachter vor Havarie
(26.1.10) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter "Sloman Trader", 9989 tdw (IMO-Nr.: 8214396), ist am 16.1. auf der Weser nur knapp einer Havarie entgangen. Das 129 Meter lange und 22 Meter breite Schiff musste wegen eines Defektes an der Hauptmaschine gegen 19 Uhr an der Rhenus-Midgard-Pier in Nordenham festmachen. Der Kapitän und der Lotse hatten einen Leistungsverlust an der Hauptmaschine festgestellt. Sie entschieden sich daraufhin für den ungeplanten Zwischenstopp. Die "Sloman Trader" befand sich mit Containern auf der Fahrt von Harwich nach Bremen. Am Sonntag lag der Frachter noch an der Midgard-Pier fest, dann verholte er nach Bremerhaven, wo er die nächsten Tage verblieb. Aufgrund des umsichtigen Verhaltens des Kapitäns und des Lotsen ist nach Auskunft der Wasserschutzpolizei möglicherweise eine Havarie wie zuletzt in Brake im September 2009 verhindert worden. Damals war die "Algoma Discovery" bei Käseburg auf Grund gelaufen. Nach den Ermittlungen der Wasserschutzpolizei hatte ein Fehler in der Elektrik zum Ausfall des Verstellpropellers geführt. Quelle: Tim Schwabedissen



Ausflugsboot im Eis gesunken
(26.1.10) Das Ausflugsboot "Freden" sank in der Nacht zum 25.1. an der Schiffsbrücke in Västervik. Teile des Schiffes ragten noch aus dem vereisten Wasser, doch da die Maschine überflutet war, mussten Rettungskräfte für den Fall des Auslaufens von Öl Vorsorge tragen. Es wurde gehofft, das Schärenboot am 26.1. zu heben. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre lief nach Maschinenschaden auf Grund
(26.1.10) Die norwegische Fähre "Virak" (IMO-Nr.: 7805162), 1532 BRZ, lief am 23.1. mit einem halben Dutzend Fahrzeugen sowie einem Krankenwagen an Bord auf dem Weg nach Ibestad auf Grund. Es hatte zuvor in Stangnes Maschinenprobleme erlitten und berührte den Grund. Nach der Havarie lief es zur Hamek-Werft in Harstad, wo Taucher am 25.1. den Schiffsboden untersuchten. Quelle: Tim Schwabedissen



Versorger rammte Bohrinsel vor Norwegen
(26.1.10) Am Abend des 18.1. erlitt in der norwegischen Wirtschaftszone der 80 Meter lange Versorger "Far Grimshader" der Farstad Shipping AS durch einen Blackout Maschinenausfall und rammte um 21.48Uhr die Ölplattform "Songa Dee". Das Schiff schlug leck. Es wurde gegen 23.40 Uhr von der Plattform weggeschleppt und danach von anderen Fahrzeugen 70 Meter entfernt auf Position gehalten und gesichert. Die 14-köpfige Crew wurde unversehrt gerettet. Marathon Petroleum stellte die Ölförderung vorsorglich ein. Um 23.15 Uhr war ein Hubschrauber aus Flora auf der Plattform, gefolgt von einem weiteren aus Sola. An Bord waren 51 Personen, von denen 49 abgeborgen wurden. 15 von ihnen wurden aufs Produktionsschiff "Alvheim" transportiert. 24 auf die Produktionsplattform "Heimdal". Die "Far Grimshader" wurde 1983 von der Ulstein Hatlø erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff ankert in Schleuse
(26.1.10) Am 19.1. havarierte ein mit Kaolin beladenes, deutsches Binnenschiff in der Schleuse Kriegenbrunn zwischen Fürth und Erlangen. Wegen der starken Treibeisbildung war es auf dem Main-Donau-Kanal in den letzten Tagen vermehrt zu Behinderungen in der Schifffahrt gekommen. Das 1.300 Tonnen große Binnenschiff, das sich auf der Reise von Nürnberg nach Wiesbaden befand, lief trotz starken Eisgangs gegen 15.07 Uhr in die Schleusenkammer ein und wurde plötzlich gestoppt. Aus bisher nicht geklärten Gründen war der backbordseitige Buganker beim Einfahren in die Schleusenkammer ausgerauscht und hatte sich am Grund der 18,30 Meter tiefen Kammer festgesetzt. Der Besatzung des Binnenschiffes war es nicht mehr möglich, mit eigenen Mitteln den festsitzenden Buganker zu hieven und aufzutrommeln. Erst mit erheblichem technischen Aufwand und mit Hilfe von Tauchern und einem Hebekran konnte der völlig deformierte Anker am späten Abend geborgen und von der Ankerkette getrennt werden. Die Wasserschutzpolizei musste den Main-Donau-Kanal für fast 6 Stunden für die Schifffahrt sperren. Die Bergungskosten belaufen sich auf einer vier- bis fünfstelligen Euro-Summe. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker saß mit Fischöl fest
(26.1.10) Am 26.1. um 5.30 Uhr lief der unter Malta-Flagge regstrierte Tanker "Frigg" (IMO-Nr.: 8015881) westlich Veddeholmane in Sula auf Grund. Er kam von der Vedde Fischölfabrik und hatte 1.140 Tonnen Fischöl geladen. Um 9.30 Uhr gelang es einem Schlepper, das Schiff wieder flottzumachen, das dann an den Kai in Vedde zurückkehrte. Hier wurde die 10-köpfige Crew von der Polizei befragt. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter trieb vor Stubbenkammer
(26.1.10) Der Stralsunder Frachter "Arngast", 833 BRZ (IMO-Nr : 5387740) meldete am 25.1. gegen 12 Uhr den Ausfall der Hauptmaschine. Das Schiff trieb manövrierunfähig im Eis vor der Stubbenkammer. Das Wasser- und Schifffahrtsamt Stralsund schickte den Notschlepper "Fairplay 25" von Sassnitz aus zu Hilfe. Er nahm den Havaristen auf den Haken und brachte ihn in den Fährhafen Mukran. Gefahr für Schiff und Besatzung bestand nicht: Der etwa drei Kilometer breite Eisgürtel um Rügen verhinderte ein Abdriften des Kümos. Der 61,22 Meter lange Frachter wurde 1958 erbaut und verdrängt 833 Tonnen. Quelle: Tim Schwabedissen



Eis legte Maschine lahm
(26.1.10) Am 22.1. erlitt auf der Elbe der zypriotische Frachter "Athens" (IMO-Nr: 9393527) Maschinenausfall, nachdem durch Treibeis der Kühlwasserkreislauf gestört worden war. Das Schiff trieb am Rand des Fahrwassers und wurde vorn und achtern von Schleppern gesichert, die es eskortiert von der Wasserschutzpolizei in den Hamburger Hafen zogen. Nachdem der Schaden behoben war, lief der Frachter nach Antwerpen aus. Quelle: Tim Schwabedissen



Asphalttanker lief auf Grund
(26.1.10) Am 151. lief der unter Panama-Flagge laufende Asphalttanker "Janesia Asphalt VI", 6033 tdw, in der Zufahrt des rumänischen Hafens Mangalija auf Grund. Es hatte 5500 Tonnen Ladung an Bord. Zwei Schlepper machten den Havaristen wieder flott. Das Schiff wurde 2008 erbaut und wird von der Kyoei Kaiun Kaisha Ltd. in Japan betrieben. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre strandete bei Ausweichmanöver
(26.1.10) Auf dem Weg von Stavanger nach Tau lief die norwegische Fähre "Vikingen", 700 tdw, (IMO-Nr.: 903603) vor Grasholmen um 10.35 Uhr auf Grund, als sie einem Hindernis nach Backbord ausweichen wollte. Sie hatte gerade die Bybrücke mit hoher Fahrt passiert, als sie bei Hochwasser auflief. Nachdem sie wieder flott war, kehrte sie nach Stavanger zurück und machte im Fischereihafen fest. Hier untersuchten Taucher den Rumpf und fanden Dellen vor. Das Schiff wurde derweil durch die "Stavanger" ersetzt. Tide Sjø in Stavanger leitete eine Untersuchung ein. Das 2631 BRZ große Schiff wurde 1992 erbaut und ist für 104 Pkw und 399 Passagiere zugelassen. Quelle: Tim Schwabedissen



Fehmarn: Norwegisches Schiff muss nach Brand notankern
(25.01.10) Nach einem Feuer im Maschinenraum hat ein Schiff unter norwegischer Flagge am Sonntag vor der deutschen Ostsee-Küste notankern müssen. Die acht Crewmitglieder blieben jedoch unverletzt, teilte die Wasserschutzpolizei-Direktion am Montag in Waldeck bei Rostock mit. Die «MS Ability» sei auf dem Weg ins schwedische Soelvesborg gewesen, als es nördlich des Leuchtturms Westermarkelsdorf auf Fehmarn zu dem Brand kam. Das bordeigene Feuerlöschsystem konnte die Flammen bezwingen. Boote der dänischen, der Bundes- und der Wasserschutzpolizei sowie Seenotretter eilten dem Havaristen zur Hilfe. Er wurde in den Rostocker Seehafen geschleppt.
Quelle: Peter O. Walter



Öltanker «Eagle Atome» vor Texas kollidiert
(24.01.10) Nach der Zusammenstoß eines Öltankers mit einem Schlepper sind in einem texanischen Hafen 1,7 Millionen Liter Erdöl ausgelaufen. Die Kollision in Port Arthur riss am Samstag ein 4,60 mal 2,40 Meter großes Loch in den Rumpf der «Eagle Atome» und beschädigte einen Tank.
Der Ölfilm sei auf einen rund drei Kilometer langen Abschnitt des Sabine Neches Waterway begrenzt worden, sagte ein Sprecher der Küstenwache am Sonntag. Der Tierwelt sei kein Schaden zugefügt worden. Nach Berechnungen der Schiffsbesatzung liefen aus dem Öltanker maximal 1,7 Millionen Liter aus dem Öltanker aus, zum Vergleich: Bei der Havarie der «Exxon Valdez» vor Alaska 1989 traten etwa 41 Millionen Liter Öl aus.
Quelle: Peter O. Walter



Ochotskisches Meer: Russisches Frachtschiff in Seenot
(22.01.10) Vor der Ostküste Russlands ist ein Frachter mit einer Crew von 30 Mann in Seenot geraten. Die «Smolninsky» sei im Ochotskischen Meer vereist und gestrandet und drohe zu sinken, sagte ein Sprecher der russischen Rettungskräfte auf der Insel Sachalin. Der Kapitän setzte am Freitagmorgen einen Notruf ab. Schlechtes Wetter verhinderte zunächst eine Bergung der russischen Besatzungsmitglieder auf dem Luftweg. Wegen des Sturms und der Eislast droht der Frachter zu kentern. Alle Schiffe in dem Seegebiet wurden gebeten, der Besatzung zu Hilfe zu kommen.
Quelle: Peter O. Walter



Schleppverbinding wird hergestellt   Großbild klick!
Binnenshipper sitzt auf
(19.01.10) Am Freitag den 18.01.08 ist morgens auf dem Rhein bei Linkenheim, Rheinkilometer 375 das Containerschiff Trifels wegen eines Fahrfehlers gegen eine Buhne gefahren und dort hängen geblieben.
Das Schiff war auf Talfahrt und hatte vorher im Landeshafen Wörth Container geladen.
Am Freitag um 15.30 Uhr begann das über 3000-PS starke niederländische Motorfrachtschiff Fiorano mit dem Versuch, die Trifels von der Buhne herunterzuziehen.
Nachdem die Schlepptrosse 2 x brach, gelang die Bergung im 3.Versuch.
Um 16.40 Uhr war die Trifels wieder frei. Die Schifffahrt auf dem Rhein war nicht behindert, nur während der 3 Bergungsversuche war der Rhein kurzzeitig gesperrt.
Quelle: Peter O. Walter



"Bonny Lass of Shoreham" wird gehoben   Großbild klick!
Einstiger Marineversorger in Vlissingen gehoben
(15.1.10) Am 14.1. wurde der ehemalige 50-Tonnen-Kutter "Bonny Lass of Shoreham" im 2. Binnenhafen von Vlissingen gehoben. Das Schiff wurde 1945 als Versorger der britischen Admiralität erbaut. Um im Nordatlantik operieren zu können, war der Rumpf extrem stark gebaut. Dennoch sank das Schiff in dieser Woche aus bislang ungeklärter Ursache im eisigen Hafenwasser neben dem Pfadfinderschiff "Nr. 70", wo es restauriert werden sollte. Es war zwischenzeitlich durch Umbauten stark verändert worden. Die Bergung wurde durch den Schwimmkran "Delta " von Straaten in Hansweert und einen Taucher von Subcom, Zierikzee, durchgeführt. Das weitere Schicksal der "Bonny Lass" war noch unklar. Die "Bonny Lass" ist 15 Meter lang und fünf Meter breit bei einem Tiefgang von 1,9 Metern. Die Masthöhe beträgt 14 Meter. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter nach Fraserburgh eingebracht
(15.1.10) Die Aberdeen Coastguard war am 13.1. im Einsatz, um den Trawler "Lead Us", der 35 Meilen vor Fraserburgh leckgeschlagen war, zu retten. Das in Fraserburgh registrierte Schiff hatte nachmittags gemeldet, dass die bordeigenen Lenzpumpen nicht gegen das eindringende Wasser ankamen. Daraufhin wurde ein Helikopter aus Lossiemouth beauftragt, zwei Pumpen zum Havaristen zu fliegen. Am Abend konnte ein Hubschrauber der Shetland Coastguard zwei weitere Pumpen absetzen. Das RNLI-Boot aus Fraserburgh war vor Ort und eskortierte den 23 Meter langen Trawler nach Fraserburgh. Eine fünfte Pumpe, die es mit sich führte, wurde gar nicht benötigt. Die "Lead Us" Er war mit fünf Mann Crew auf der Rückreise vom Fischfang, als es bei Südostwind von 4-5 Bf und Wellenhöhen von bis zu vier Metern zu dem Wassereinbruch gekommen war. Gegen Mitternacht erreichte die "Lead Us" den Heimathafen.
Der Skipper hatte bereits vor 10 Jahren ein Schiff unter ähnlichen Umständen verloren. Im Dezember 1999 war er Kapitän auf der in Broch registrierten, 85 Fuß langen "Carvela", die nach drei 50 Meilen östlich von Fraserburgh unterging. Die ebenfalls fünfköpfige Crew flüchtete im letzten Augenblick in eine Rettungsinsel. Dieses Mal, so der Skipper, war es weniger dramatisch. Die Hilfe der Küstenwache war vorsorglich erbeten worden und die Situation nie außer Kontrolle. Quelle: Tim Schwabedissen



Präsentation von Artefakten aus Schiffswrack vor Kiel
(15.1.10) Am 14.1. präsentierte der Archäologe Martin Segschneider in Schleswig Überreste eines Offiziersdegens, die zu den Funden im Wrack des schwedischen Großseglers "Prinsessan Hedvig Sophia" auf dem Ostseegrund vor Bülk am Eingang der Kieler Förde zählen. Der Taucher Rolf Lorenz aus Wendtorf hatte schon lange nach dem Wrack jenes Schiffes gesucht, das seit einer Schlacht zwischen Dänen und Schweden im 18. Jahrhundert am Eingang der Kieler Förde liegt. Doch die ersten Teile fand im Frühjahr 2008 ein anderer Taucher.
Noch bevor Lorenz das Archäologische Landesamt (ALSH) in Schleswig informieren konnte, hatten Raubtaucher aber bereits Kanonen und einige andere Teile vom Meeresboden gehoben und illegal verkauft. Inzwischen wurde das Seegebiet vor Bülk unter Denkmalschutz gestellt. Bereits im Januar 2009 gingen acht Taucher der Arbeitsgruppe für maritime und limnische Archäologie (AMLA) der Universität Kiel der Angelegenheit vom Spezialschiff "Süderaue" aus zwei Wochen lang auf den Grund und bargen aus acht Meter Tiefe Musketenkugeln, ein fünf Kilogramm schweres Lot aus Blei, Scherben von Flaschen und Krügen, Pfeifenstiele, Uniformknöpfe und zahlreiche andere Artefakte. Lange hielten die Archäologen ihre Bergungsaktion geheim, denn sie haben die meisten der massiven Eichenbalken und auch viele andere Teile des Schiffs am Grund der Ostsee belassen und wollten verhindern, dass sich noch mehr Raubtaucher illegal bedienen.
Das Schiff sank auf der Flucht nach der Seeschlacht vor Fehmarn am 24. April 1715 deutlich unterlegenen schwedischen Schiffsverbands vor Bülk. Admiral Wachtmeister beschlossen, alle Schiffe auf Grund zu setzen, damit sie nicht dem Feind in die Hände fielen.
Doch den Dänen gelang es, fast alle Schiffe vor ihrer endgültigen Zerstörung zu erobern, was eine erhebliche Machtverschiebung im Ostseeraum zur Folge. Einzig die "Hedvig Sophia" war so schwer beschädigt, dass sie aufgegeben werden musste. Da die Dänen aber noch alles, was ihnen damals wertvoll erschien, mitnahmen und inzwischen längst viel zersetzt oder vom Schiffsbohrwurm zerfressen ist, sind nach Schätzung von Segschneider lediglich fünf bis sechs Prozent des einst 47 Meter langen und elf Meter breiten Flaggschiffs erhalten. Quelle: Tim Schwabedissen



"Centaur"-Wrack wird geschützt
(15.1.10) Das Wrack des gesunkenen australischen Hospitalschiffes "Centaur" vor Queensland wird von einer 200 Hektar großen Schutzzone umgeben, um Souvenirjäger zu stoppen. Der Premier Paul Lucas sagte, das Wrack liege zu tief, um mit einer Boje markiert zu werden, solle aber auf den Seekarten als Kriegsgrab markiert und vom Zoll überwacht werden. Die Entdeckung des Wracks kam gerade noch zur rechten Zeit. Wahrscheinlich wird in spätestens 20 Jahren die Bemalung des Schiffes, das es als Hospitalschiff kennzeichnete, verschwunden sein, ebenso die bereits jetzt fast zersetzte Identifikationsnummer 47. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter auf illegaler Fahrt gestrandet
(15.1.10) Der Frachter "Southern Condor" der Southern Shipping lief am 14.1. wenige Meter von der Bridport Wharf entfernt auf eine Sandbank. Er hatte eine Ladung Holz von Flinders Island kommend an Bord. Mit steigendem Wasser kam der Havarist wieder frei. Eigentlich war das Schiff wegen Schulden der Reederei in die Kette gelegt, was die Reeder offenbar ignorierten. Es war am 13.1. ohne Genehmigung aus Lady Barron ausgelaufen. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer zerstörte zwei Schiffe in Tampa Bay
(15.1.10) Das 40 Fuß langes Hausboot "Reef Seeker", ein 40 Fuß langer Kabinenkreuzer vom Lindsey-Typ, brannte am 14.1. in Tarpon Springs aus. Der Bewohner und der Bordhund konnten sich in letzter Minute retten, ohne eine Chance zum löschen gehabt zu haben. Eine defekte Heizung war Schuld an der Zerstörung des Bootes. Die Hitze des Brandes zog auch den in einiger Entfernung festgemachten Kutter "Joe de Vivre" stark in Mitleidenschaft. Quelle: Tim Schwabedissen



Austernbagger rettete Kutter
(15.1.10) Die Coast Guard rettete die vierköpfige Besatzung des 45 Fuß langen Kutters "Helen Virginia", der am Nachmittag des 14.1. im Tangier Sound leckgeschlagen war. Ein Austernbagger konnte 3000 Gallonen Wasser aus dem Havaristen lenzen, den die Coast Guard dann in eine nahe Marina schleppte. Quelle: Tim Schwabedissen



Gerettete der "Cork Clipper" auf dem Weg nach Singapur
(15.1.10) Alle 16 Mann der am 13.1. nahe der Insel Gosong Mampango in der Javasee gestrandeten Yacht "Cork Clipper" sind wohlauf. Sie hatten sich in Rettungsinseln auf eine nahe Felsformation gerettet, von der sie eine halbe Stunde nach dem Schiffbruch von den Yachten "California Clipper" und "Team Finland" aufgepickt wurden. Dabei wurden die Inseln zu den in sicherem Abstand zu den Felsen liegenden Booten gerudert. Die 68 Fuß lange "Cork Clipper" lag beschädigt auf der Backbordseite in der über sie hinweggehenden Brandung. Alle Boote nahmen an dem 35000 Meilen langen Clipper Round the World Race teil, das im September in Humberside startete. Die Schiffbrüchigen wurden an Bord der Konkurrenzyachten verpflegt. Ein Teil war am 14.1. nun unterwegs nach Batam, wo sie am 15.1. erwartet wurden. Acht sind an Bord der "California", und die übrigen acht, unter ihnen Skipper Richie Fearon, auf der "Team Finland", Diese blieb ebenso wie die zwischenzeitlich eingetroffene "Qingdao" an der Strandungsstelle. Nach Abflauen des Windes sollte der Schaden an der "Cork Clipper" untersucht werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre im Solent fällt nach Kollision aus
(15.1.10) Der Fährdienst zwischen Portsmouth und der Isle of Wight musste unterbrochen werden, nachdem die Fähre "FastCat Ryde" von Wightlink am Abend des 12.1. in die Ryde Pier lief. Sie war um 17.15 Uhr aus Portsmouth ausgelaufen und wurde bei der Kollision beschädigt. Anschließend kehrte sie nach Portsmouth zurück, wo sie untersucht wurde. Ein Charterschiff wurde inzwischen als Ersatz eingebracht, mehrere Überfahrten mussten aber abgesagt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



MSC-Frachter saß vor Conakry fest
(15.1.10) Am 14.1. lief der panamesische Containerfrachter "MSC Shirley", 8106 BRZ (IMO-Nr.: 8516603) beim Auslaufen aus Conakry in Guinea auf Grund. Zwei örtliche Schlepper waren in der Lage, den Havaristen wieder flottzumachen, der seine Reise danach fortsetzen konnte. Grund der Havarie war unsichtiges Wetter. Der Frachter entstand 1986 bei der Jansen-Werft in Leer als "Maria Sibum. Quelle: Tim Schwabedissen



"Ortegal 1" sinkt   Großbild klick!
Trawler sank vor Irland
(14.1.10) 17 Mann wurden 320 Kilometer westlich von Shannon am Morgen des 13.1. von dem sinkenden spanischen Trawler "Ortegal 1" gerettet. Es war gegen neun Uhr vor Valentia Island in schwerer See bei Südweststurm leckgeschlagen und hatte starke Backbordschlagseite entwickelt. Das Schwesterschiff "Ortegal 3" hatte das Marine Rescue Co-Ordination Centre in Valentia alarmiert, nachdem das 30 Meter lange Fahrzeug in Seenot greaten war. Die "Ortegal 3" konnte die Schiffbrüchigen unversehrt aufnehmen. Die "LE Aoife" sollte den treibenden, aufgegebenen Trawler überwachen, doch dieser ging gegen 23 Uhr vollständig unter. Die "Ortegal 3" nahm unterdessen mit den Geretteten Kurs auf den Heimathafen La Coruña in Nordspanien. Quelle: Tim Schwabedissen



"Seli 1" hält der Brandung noch stand
(14.1.10) Ein privater Auftragnehmer ist derzeit weiter damit beschäftigt, die 3000 Tonnen Kohleladung aus dem in der Tafelbucht gestrandeten Bulkcarrier "Seli 1" zu baggern. Das Schiff liegt seit September auf Grund. Derzeit gibt es wenige äußere Anzeichen eines Auseinanderbrechens des aufgegebenen Wracks. Quelle: Tim Schwabedissen



Morehead City Port weiter gesperrt
(14.1.10) Arbeiter der Entsorgungsfirma HEPACO waren am 13.1. weiter damit beschäftigt, beschädigte Zylinder mit dem Sprengstoff Pentaerythritol Tetranitrat (PETN) in Morehead City zu sichern. Die Wasserwege rund um den Hafen sind für den Verkehr offen. Die Sicherheitszone um die "Lehmann Forester" blieb aber aufrecht.
Der City Terminal war am 12.1. gesperrt worden, nachdem ein Containerfahrer einen 40-Fuß-Container mit der Hebegabel versehentlich durchbohrt hatte. Während der Nacht waren weitere beschädigte Zylinder entdeckt worden, aus denen eine kleine Menge PETN ausgetreten war. Diese Schäden dürften während des Transports aufgetreten sein. Die eigentlich für den 13.1. avisierte Aufhebung der Sperrzone im Hafen musste deshalb verschoben werden.
Es handelte sich um die erste Verschiffung des in Zusammenwirkung mit anderen Chemikalien explosiven Stoffes seit zwei Jahren in Morehead City, und die Coast Guard hatte dem Umschlag zugestimmt. Die Verschiffung war durch die Maxam UEB, einem Sprengstoffhersteller in Galdakao nahe Bilbao, organisiert worden. Quelle: Tim Schwabedissen



Nachlässigem Kapitän drohen 10 Jahre Haft
(14.1.10) Der Kapitän eines Schubschleppers und die Egan Marine, Eigner der Tankbarge "EMC 423", die vor fünf Jahren im Chicago Sanitary and Ship Canal explodierte, wobei ein Mann starb und tausende Gallonen Öl ausliefen, wurden am 13.1. vor einem Gericht der Nachlässigkeit beschuldigt.
Am 19.1.2005 wurde die voll beladene "EMC-423" von dem Schubschlepper "Lisa E" von der Exxon Mobil-Raffinerie iin Joliet zur Ameropan Oil nahe der California Avenue in Chicago bugsiert. Sie hatte rund 600,000 Gallonen Öl an Bord. Um 16.40 Uhr, als der Schubverband gerade die Cicero Avenue Bridge passiert hatte und parallel zum Stevenson Expressway lief, erschütterte eine große Explosion die Barge.
Diese sank und verlor erhebliche Mengen ihrer Ladung. Ein Decksmann kam ums Leben, seine Leiche wurde erst am 4.2. aus dem Kanal nahe der Laramie Avenue geborgen. Dokumente belegen, dass die Egan Marine nachlässig mit den Gasen aus den Tanks der Barge umgegangen waren und damit die Explosionsgefahr herauf beschworen. Um eine Pumpe auf Deck zu erwärmen, verwendete der Decksmann die offene Propangasflamme eines Schweißgerätes.
Die Flamme entzündete die aufsteigenden Gase. Dies hätte der Kapitän der "Lisa E" unterbinden sollen. Ihm drohen über 10 Jahre Haft und Entschädigungsforderungen von über 350.000 Dollar, falls er verurteilt wird. Auf die Egan Marine kämen Geldforderungen von über 700000 Euro zu. Quelle: Tim Schwabedissen



Ein Toter und vier Vermisste nach Kollision vor China
(14.1.10) Am 13.1. sank um 19.45 Uhr der in Zhejiang registrierte Kutter "Zhelingyu 4238" in der ostchinesischen See nach Kollision mit dem Frachter "Junrong 9". Nach dem Unglück vor Wenling City in der Zhejiang Provinz wurden drei Mann der achtköpfigen Crew lebend gerettet, einer tot aufgefunden. Die übrigen vier Mann wurden vermisst. Eine Suchaktion wurde eingeleitet. Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht von Felsen gerettet
(14.1.10) Am Morgen des 13.1. lief um 7.45 Uhr die Yacht "Corander" auf Felsen vor Dieffenbach Point in der Einfahrt zum Tory Channel, als sie vom Queen Charlotte Sound kam. An Bord der Yacht waren zwei Erwachsene und ein Kind. Bei der Strandung brach der Kiel, und es kam zu einem Wassereinbruch. Die Crew funkte einen Notruf und meldete zunächst, die Lage sei unter Kontrolle. Doch 10 Minuten später kam die Lenzpumpe gegen das eindringende Wasser nicht mehr an. Das 17.5 Meter lange Polizeiboot "Lady Elizabeth III", das auf Patroullienfahrt im Marlbrough Sound ohnehin in der Nähe war, nahm Kurs auf die Strandungsposition. Gegen neun Uhr ging es längsseits und übergab eine mobile Lenzpumpe. Gegen 10 Uhr gelang es, die Yacht wieder flottzumachen und zur Waikawa Bay zu schleppen. Die Crew wurde mit leichten Verletzungen ins medizinische Zentrum Picton gebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Container der "BG Dublin" nicht mehr aufzufinden
(14.1.10) Die irische Coast Guard geht davon aus, dass die von der "BG Dublin" am 12.1. 25 Kilometer südlich von Tramore, County Waterford. verlorenen 40-Fuß-Container gesunken sind. Nach stundenlanger Suche fand deren in Waterford stationierter Helikopter, der um neun Uhr aufgestiegen war, bis zum Nachmittag des 13.1. im Suchgebiet südlich von Mine Head keine Spur des Treibguts.
Die Container enthielten Feuerholz, medizinische Ausrüstung, Vogelfutter und Natrium, einer wasserlöslichen Chemikalie. Am Vortag waren um 16.30 Uhr noch drei halbgesunkene Container in der See treibend ausgemacht worden. Der Wind nahm unterdessen auf 4-5 Bf aus Südwest ab, was die Sichtverhältnisse verbesserte. Das Marineschiff "LE Niamh" assistierte bei der Suche.
Es barg inzwischen 20 Meilen vor Tramore, 4,7 Kilometer nordwestlich der Position, an der die Container über Bord gingen, einige Säcke Vogelfutter aus dem Wasser. Versuche, die Container mit Radar zu orten, verliefen ergebnislos. Einheiten der Küstenwache suchten auch die Strände von Tramore, Bunmahon, Helvick, Ardmore und Youghal ab, wurden dabei aber durch dichten Nebel behindert. Quelle: Tim Schwabedissen



Suche nach 10 vermissten Fischern dauert an
(13.1.10) Das Wrack ist seit über 35 Jahren eine Landmarke an der Küste von Hunter, doch in wenigen Jahren könnten die Überreste der "Sygna" gänzlich verschwunden sein. Schifffahrtsexperten, Ranger und Beobachter von Stockton Beach sind einig, dass Wellen und Gezeiten dem rostenden Wrack binnen eines Jahrzehnts zumindest über Wasser den Garaus machen dürften. Der Verfall wurde über die Jahre überwacht durch den National Parks and Wildlife Service der Hunter Coast und hat sich offenbar beschleunigt.
Besonders in den letzten drei Jahren wurden große Teile des Schiffsstahls, darunter der charakteristische Schornstein, zu rostigen Stumpen reduziert. Dies liegt wohl an der Art des Stahls, denn im Vergleich zu der "Sygna" ist der Verfall des eisernen Wracks der "Adolphe", die bereits 1904 in sTockton auf Grund lief und im relativen Schutz des dortigen Wellenbrechers liegt, erheblich langsamer.
Ihre Eisenplatten korrodieren nicht so schnell wie der Stahl der "Sygna". Deswegen wird bereits jetzt überlegt, eine Informationstafel über die "Sygna" zu errichten für die Zeit, wenn sie nicht mehr sichtbar ist. Der 53000 Tonnen große norwegische Bulkcarrier machte Schlagzeilen, als er am 26.5.1974 10 Kilometer nördlich von Stockton in einem Wirbelsturm strandete und wenig später zerbrach. Während das Vorschiff geborgen wurde, blieb der hintere Schiffsteil am Strand liegen.
Er hat seither viele tausend Besucher aus aller Welt an die Strände von Stockton gelockt. Das Newcastle Maritime Museum präsentiert ergänzend Artefakte der "Sygna". Je weniger vom Wrack vor Ort übrig bleibt, desto bedeutsamer werden diese Exponate sein. Quelle: Tim Schwabedissen



Kapitäne beider Schiffe schuldig an schwerstem Schiffsunglück vor Hongkong
(14.1.10) Ein Gericht in Hongkong hat am 13.1. vier Seeleute beschuldigt, am Tod von 18 Ukrainern schuldig zu sein, die mit dem ukrainischen Schlepper "Neftegaz 67", 2723 BRZ, versanken. Nach Auffassung des Gerichtes hatte es im März 2008 genug Zeit gegeben, das Umglück abzuwenden. Doch der Kapitän der "Neftegaz-67" und drei der Kapitän sowie zwei Lotsen auf der Brücke des chinesischen 120000-Tonnen-Frachters "Yaohai" reagierten bis eine Minute vor der Kollision nicht auf das im Nebel drohende Unheil. Der Schlepper blieb in der Mitte des Fahrwassers. Sein Kapitän sagte aus, keine Warnsignale der "Yaohai" gehört zu haben. An Bord des Schleppers waren 24 Ukrainer und ein Chinese. Nur dieser sowie sechs Ukrainer konnten sich retten. Es handelte sich um das schwerste Schiffsunglück vor Hongkong. Ein Urteil wird am 15.1. erwartet. Quelle: Tim Schwabedissen



Leckgeschlagene Fähre nach Brest eingeschleppt
(14.1.10) Die Pentland-Fähre "Pentalina B", 422 tdw (IMO-Nr.: 7009653), die am 12.1. Wassereinbruch im Maschinenraum erlitten hatte, wurde gegen Mitternacht 100 Meilen östlich der Isle d'Ouessant von dem Schlepper "Abeille Bourbon" auf den Haken genommen. Der Schleppzug erreichte die Reede von Brest am 13.1. gegen 11.30 Uhr. Nachdem das Schiff dort verankert wurde, ging es später an einen Kai im Handelshafen zur Reparatur. Quelle: Tim Schwabedissen



Tonnenleger kam vom Kurs ab
(14.1.10) Am Morgen des 13.1. lief der schwedische Tonnenleger "Baltica", 856 BRZ (IMO-Nr.: 8010673), in Sandhamn vor Stockholm auf Grund. Dabei wurde ein Bodentank des Schiffes beschädigt, und es kam zu einem geringfügigen Austritt von Dieselöl. Taucher dichteten die Leckage ab, danach machte sich das Schiff auf den Weg in eine Reparaturwerft. Es wurde 1982 bei den Åsiverken in Åmål erbaut, ist 54,92 Meter lang, 12,04 Meter breit und hat 2,70 Meter Tiefgang. Quelle: Tim Schwabedissen



Irische Yacht beim Round the World-Race auf Felsen gelandet
(14.1.10) Die "Cork Ireland", eine der 68 Fuß langen Yachten, die am Clipper 09-10 Round the World Yacht Race teilnahm, lief in der Java-See rund 200 Meilen nordöstlich von Jakarta auf ein Riff. Alle 16 Mann Crew wurden von den Yachten "Team Finland" und "California" aufgenommen. Die Falmouth Coastguard überwachte die Operation. Die "Cork Ireland" war bei 20 Knoten Wind am Segeln, als sie am 14.1. um 4.18 Uhr Ortszeit einen Felsen vor der kleinen Insel Gosong Mampango rammte. Das Boot legte sich danach auf die Seite mit der Seereling unter Wasser. Weil der Wind weiter zunahm, wurde die Yacht vorsorglich mithilfe von Rettungsinseln evakuiert. Die Crew bestand aus fünf Briten, acht Iren, zwei Australiern und einem Chinesen. Quelle: Tim Schwabedissen



"Kasfjord" im Trockendock   Großbild klick!
Beschädigter Trawler in Hamek-Werft
(13.1.10) Zur Reparatur der bei seiner Strandung am 10.1. erlittenen Schäden verließ der norwegische Trawler "Kasfjord", 527 BRZ (IMO-Nr.: 383372) den Hafen von Finnsnes und machte sich auf den Weg zum Gryllefjord. Hier wurde die "Kasfjord" am Vormittag des 12.1. auf den Slip der Hamek-Werft gezogen, wo die Einbeulungen am Backbord-Unterwasserschiff beseitigt werden sollen. Quelle: Tim Schwabedissen



Deutscher Schwergutfrachter vor Istanbul gerammt
(13.1.10) Am 10. Januar sind um 18.25 Uhr in der türkischen Meerenge unweit von Istanbul der auf Südkurs laufende, unter St. Vincent-Flagge laufende Frachter "Uniland", 3.720 BRZ (IMO-Nr: 8002793), und der ihm auf Nordkurs entgegenkommende, unter Antigua-Barbuda-Flagge registrierte Frachter "BBC Amazon", 12.936 BRZ (IMO-Nr.: 9300002), zusammengestoßen. Beide Schiffe erlitten dabei lediglich geringe Schäden, Menschen wurden nicht verletzt. Auf dem deutschen Schwergutfrachter war eine gemischt russisch-ukrainische Mannschaft, 6 Russen und 8 Ukrainer. Auf der "Uniland" fuhren 11 Mann, ein Lette, 6 Russen und vier Ukrainer. Die "Uniland" wurde 1982 erbaut und wird von der Uniship SIA Riga betrieben. Sie ist 84,2 Meter lang und verdrängt 6179 Tonnen. Die "BBC Amazon" läuft für die Briese Schiffahrts-GmbH und Co. KG. Sie ist 143,16 Meter lang und verdrängt 14.000 Tonnen. Quelle: Tim Schwabedissen



Französische Fähre trieb nach Maschinenausfall vor Korsika
(13.1.10) Die 145 Meter lange SNCM Lines-Fähre "Monte d'Oro", 12871 BRZ (IMO Nr: 8911516), erlitt am 9.1. mit 157 Passagieren an Bord vier Meilen vor der Ile Rousse in Korsika Maschinenausfall. Das Schiff trieb in tieferes Wasser, wo es der Crew gelang, den Schaden zu reparieren. Die Fähre wurde anschließend nach Bastia dirigiert, wo sie am 12.1. gegen 14 Uhr sicher festmachte. Quelle: Tim Schwabedissen



Wassereinbruch auf Pentland-Fähre
(13.1.10) Die unter der Flagge der Kapverden registrierte Pentland-Fähre "Pentalina B", 422 tdw (IMO-Nr.: 7009653), erlitt am 12.1. gegen 14 Uhr 100 Meilen östlich der Isle d'Ouessant Wassereinbruch im Maschinenraum. Der französische Bergungsschlepper "Abeille Bourbon" sowie ein Dolphin-Helikopter der Marine-Base Lanvéoc wurden in Marsch gesetzt. Der Schlepper war gegen Mitternacht am Havaristen, der ohne Passagiere auf dem Weg von St. Margaret in Schottland nach Mintendo war. Quelle: Tim Schwabedissen



Lebensmüder Kutterskipper will nach zweiter Rettung wieder auslaufen
(13.1.10) Am 12.1. um 15.57 Uhr geriet der 26 Fuß lange Angelkutter "XLT" in Not, nachdem er mit zwei Mann an Bord auf dem Buxey Sand in Essex gestrandet war. Die Crew hatte nach dem Auslaufen aus Maldon mit Kurs Southend die Orientierung verloren und war ohne Navigationsmittel, Funk- und Seenotausrüstung auf See.
Nachdem einer der Männer telefonisch die Thames Coastguard erreicht hatte, liefen die RNLI-Boote aus Bradwell und Clacton aus. Das Rettungsboot aus Clacton lokalisierte den Kutter und schleppte ihn mit der Flut frei. Der Havarist wurde dann dem RNLI-Boot aus Walton übergeben, das ihn nach Brightlingsea einschleppte. Es stellte sich heraus, dass das Schiff nicht seetüchtig war. Dennoch wollten die beiden Männer an Bord am nächsten Morgen die Passage ein weiteres Mal wagen.
Bereits am 20.11.2009 hatte der Eigner einen Tag nach Erwerb des Schiffes gerettet werden müssen. Damals waren ein RAF-Hubschrauber aus Bradwell und das RNLI-Boot aus West Mersea im Einsatz gewesen, nachdem er beim Auslegen einer Mooring vor der Promenade in Maldon auf dem Blackwater-River über Bord gegangen war. Da er eine halbe Stunde im Wasser gewesen war, brachte ihn der Hubschrauber ins Colchester Hospital. Quelle: Tim Schwabedissen



Hamburger Frachter verlor Container im Atlantik
(13.1.10) Am 12.1. gab die irische Coast Guard eine Schifffahrtswarnung heraus, nachdem der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter "BG Dublin", 7852 BRZ (IMO-Nr.: 9328053) in stürmischer See auf der Reise von Dublin nach Cork sieben Container verloren hatte. Das Schiff befand sich auf der letzten Etappe des wöchentlichen Dienstes von Rotterdam nach Dublin, als gegen 14 Uhr 15 Meilen südlich von Tramore im County Waterford über 30 Fuß hohe Seen über Deck gingen und die Container losschlugen. Einer der Container enthielt Natrium. Die Coast Guard schickte einen in Waterford stationierten Sikorsky S61N-Helikopter, um die Container aufzuspüren. Drei von ihnen wurden gegen 16.30 Uhr in sinkendem Zustand nahe der Unglücksstelle entdeckt. Es wurde gehofft, dass die anderen auch gesunken waren. Beim ersten Tageslicht des 13.1. sollte die Suche fortgesetzt werden. Auch die "LE Orla", "LE Niamh" und "LE Emer" wurden in Bereitschaft versetzt. Die "BG Dublin" ist ein Feederschiff der Hamburger Kahrs-Bereederung. Es wurde am Abend des 12.1. in Tivoli in Cork erwartet. Quelle: Tim Schwabedissen



Container der "Lehmann Forester" legte US-Hafen lahm
(13.1.10) Kleine Ursache, große Wirkung. Der Betrieb im bedeutenden amerikanischen Importhafen Morehead City kam am 12.1. zum Erliegen. Ein Container war gegen fünf Uhr bei Löscharbeiten von der Gabel eines Transportfahrzeugs perforiert worden. Er enthielt Pentaerythrityltetranitrat (PETN), einen Stoff, der für die Herstellung von Sprengstoff verwendet wird. Neun Tonnen von je 120 Pfund wurden dabei beschädigt, und ein Teil lief aus.
Die Coast Guard in Morehead City, North Carolina, richtete am 12.1. eine zwei Meilen große Sicherheitszone um den unter Antigua-Barbuda-Flagge laufenden und aus Spanien gekommenen Frachter "Lehmann Forester", 6680 BRZ (IMO-Nr.: 9452323 ), der Lübecker Lehmann-Reederei ein und schloss den Hafen. Den 15.000 Bewohnern von Morehead City wurde geraten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Bewohner mehrere Häuserblocks wurden evakuiert, bis die Feuerwehr den Gefahrgutcontainer gesichert hatte. Die Untersuchung machte deutlich, dass es sich um einen Unfall und keinen terroristischen Akt gehandelt hatte. Quelle: Tim Schwabedissen



Warum kam die "Alacoa" Schiffbrüchigen nicht zu Hilfe?
(13.1.10) Der Skipper des Kutters "Alacoa", der am 5.8.2009 ein Notsignal der sinkenden tonganesischen Fähre "Princess Ashika" sah, aber nichts unternahm, hat sich vor der Royal Commission of Inquiry verteidigt. Er sagte, wäre er zu Hilfe gekommen, hätte er wegen der Bedingungen vor Ort seine eigene Crew gefährdet. Er sah die "Princess Ashika" eine halbe Stunde vor ihrem Untergang achteraus und versuchte, sie über Funk zu erreichen.
Er wollte sie warnen, weil sie dicht an seinem Ankerplatz war, doch es kam kein Kontakt zustande. Trotz der Dunkelheit nahm er eine Schlagseite von 10 Grad war. Er ging dann schlafen, wurde aber von seinem Sohn geweckt, nachdem dieser eine Notrakete gesichtet hatte. Er hatte angenommen, dass sie von einem anderen Kutter abgefeuert worden sei. Wenig später erfuhren die Fischer im Funkgespräch mit der Fähre "Pulupaki", dass es sich um die "Princess Ashika" gehandelt hatte. Der Skipper der "Alaoca" meinte, nicht hinreichend ausgerüstet zur Rettung von Schiffbrüchigen zu sein und nicht genug Treibstoff gehabt zu haben.
Letzterem widersprach die Kommission, und der Fischer räumte ein, dass es daran nicht gelegen habe. Er war aber bei dem herrschenden Seegang um die Sicherheit des eigenen Schiffes besorgt gewesen, und er hätte mangels Scheinwerfern im Wasser schwimmende Passagiere nicht sehen können. Ihm wurde vorgehalten, er hätte binnen eineinhalb Stunden vor Ort gewesen sein können, und seine Einlassungen galten als schwach. Quelle: Tim Schwabedissen



Suche nach 10 vermissten Fischern dauert an
(13.1.10) Die japanische Coast Guard setzte die Suche nach den 10 Vermissten der "Yamada Maru No. 2", die vor der Nagasaki Präfektur sank, am 12.1. den Tag über fort. Die in Nagasaki ansässige Fischereifirma Yamada Suisan hatte das örtliche Hauptquartier in Nagasaki um 4.30 Uhr alarmiert, nachdem der Kontakt zu der 113 Tonnen großen "Yamada Maru No. 2" abgerissen war. Gegen fünf Uhr entdeckte ein Schwesterschiff, die "Yamada Maru No. 1", eine gekenterte und leere Rettungsinsel 85 Kilometer nordwestlich von Fukue Island, einer Insel der Goto-Kette. Ein Netz, Holzteile sowie ein Fallreep wurden ebenfalls gefunden.
Ein Flugzeug des 7th Regional Coast Guard Headquarter sichtete einen Ölfleck von 200x100 Metern Umfang. Sechs Patroullienboote und zwei Flugzeuge wurden ins Unglücksgebiet geschickt. Die "Yamada Maru No. 2", ein 33,61 Meter langer Trawler, war am 11.1. gegen 14 Uhr aus Shin-Nagasaki ausgelaufen, gemeinsam mit der "Yamada Maru No. 1". Sie sollte gegen neun Uhr am 12.1. im Seegebiet vor der südkoreanischen Insel Cheju eintreffen. An Bord waren vier Japaner und sechs Chinesen. Als der Kontakt abriss, waren bis auf den Skipper alle auf Freiwache. Gegen vier Uhr funkte die "Yamada Maru No. 2" zur "Yamada Maru No. 1": "Die Wellen gehen über uns hinweg, und wir können das Schiff nicht aufrichten".
Danach brach der Kontakt ab. Die 400 Meter entfernt laufende "Yamada Maru No. 2" sah die Positionslaternen verschwinden, und der Radarkontakt ging verloren. Zu der Zeit herrschte Nordwestwind mit einer Geschwindigkeit von 13 Metern pro Sekunde, die Wellen erreichten Höhen von bis zu drei Metern. Quelle: Tim Schwabedissen



"Dolphin" wird wohl Riffbewohner bleiben
(13.1.10) Vor sechs Jahren wurde die 30 Fuß lange Stahlyacht "Dolphin" auf dem Weg nach Lahaina von ihrem aus Oahu stammenden Eigner vor Maui auf Grund gesetzt. Er hatte am 31.10.2004 in flachem Wasser geankert, sodass das Schiff bei starkem Wind auf Grund trieb. Seitdem liegt die 22 Tonnen große Hulk in sechs Fuß Wassertiefe 100 Yards vor dem Historic Lahaina Store an der Front Street. Pläne, das Schiff gemeinsam mit der "Carthaginian II" als künstliches Riff vor dem Puamana Beach Park zu versenken, wurden nicht realisiert.
Zwar schickte die Atlantis Submarine Company die "Carthaginian II" planmäßig eine Meile südlich der Strandungsposition auf den Meeresgrund, doch die "Dolohin" blieb wo sie war. Anwohner meinen, dass die Regierung in Honolulu sich nicht ausreichend um eine Beseitigung des in einem Walschutzgebietes liegenden Wracks kümmere. Doch in den vergangenen Jahren haben sich auch Korallen am Rumpf entwickelt. Deren Gewicht sowie eingespülter Sand würden es fast unmöglich machen, das Wrack vom Fleck zu bekommen, ohne schwere Schäden am Riff zu riskieren. Ein Kompromiss wäre für die Anwohner, die hochliegende Seite der "Dolphiun" abzubrechen und den Mast zu entfernen.
Danach könnte ein Boje zur Markierung ausgelegt werden. Doch es gibt auch findige Geschäftsleute, die von dem Wrack profitieren. So gibt es inzwischen T-Shirts mit einem Bild des Bootes und der Aufschrift "I got wrecked in Lahaina." Angesichts der angespannten Haushaltslage ist es mehr als unwahrscheinlich, dass die mindestens 150,000 Dollar Bergungskosten bereitgestellt würden. So wird das rostende Schiff wohl weiter die Meinungen spalten. Quelle: Tim Schwabedissen



Vorerst keine Party auf Partyschiff
(13.1.10) Auf dem Kempisch-Kanal in Beerse drohte am 12.1. gegen 7.30 Uhr das Fahrgastschiff "Kempenland" vollzulaufen. Das Fahrzeug der Reederei Antverpia wird derzeit als Partyschiff genutzt und machte in der vergangenen Woche an der an der Vaartstraat vor dem Metallo Chimique-Betrieb fest, dessen Neujahrsfeier dort am 29.1. stattfinden sollte. Zum Unglückszeitpunkt war niemand an Bord. Durch ein ansehnliches Leck war es zu einem Wassereinbruch gekommen, und Zeugen bemerkten, dass es tief im Wasser lag und der Bug abgesunken war. Das Heck hatte auch nur noch einen Freibord von 20 Zentimetern. Doch war das Wasser des Kanals nicht tief genug, um das Schiff komplett untergehen zu lassen. Im Schiffsinnern betrug der Wasserpegel bis zu zwei Metern. Die Feuerwehr lenzte den vollgelaufenen Maschinenraum der "Kempenland", die für 154 Personen zugelassen ist. Wahrscheinlich war es zu einer Leckage an der Schraube gekommen, die den unteren Schiffsbereich komplett flutete. Die Motoren werden komplett erneuert werden müssen. Der Schaden wurde auf mindestens 25000 Euro geschätzt. Viele Buchungen wird Antverpia außerdem absagen müssen. Quelle: Tim Schwabedissen



"Monsunen" wieder unterwegs
(13.1.10) Nach Abschluss der Untersuchungen nach der Strandung am 11.1. vor Åstol verließ der dänische Frachter "Monsunen", 383 BRZ (IMO-Nr.: 6522593), am 12.1. den Hafen von Marstrand und passierte gegen 21 Uhr Svanesund auf dem Weg nach Uddevalla. Quelle: Tim Schwabedissen



Suche nach Vermissten der "Ocean Lark" eingestellt
(13.1.10) Am 12.1. wurde die Suche der Maritime and Port Authority of Singapore (MPA) und des indonesischen Rescue Sub-Centre Tanjung Pinang nach den vier noch vermissten Seeleuten des am 6.1. gesunkenen Schleppers "Ocean Lark" eingestellt. Binnen einer Woche hatten über 75 See- und Luftfahrzeuge ein über 1000 Quadratmeilen großes Seegebiet abgesucht. Passierende Schiffe sollen weiterhin Ausschau halten. Von den 13 Mann Crew wurden zwei lebend und sieben tot geborgen. An der SAR-Operation waren die Marine und Luftwaffe von Singapur, indonesische Rettungskräfte und 64 Handelsschiffe beteiligt. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter vor Wildwood in Seenot
(13.1.10) Die US Coast Guard kam am Morgen des 12.1. der zweiköpfigen Crew des 60 Fuß langen Kutters "Shinnecock II" zu Hilfe, der vier Meilen östlich von Wildwood leckgeschlagen war. Nachdem um 1.30 Uhr Notrufe gefunkt wurden, stieg ein Helikopter von der Air Station Atlantic City auf und setzte eine mobile Lenzpumpe auf dem Havaristen ab. Auf diesem war der Notsender aktiviert worden für den Fall einer Eskalation, und die Crew hatte die Überlebensanzüge angelegt. Ein Rettungsboot der Coast Guard Station Cape May zog die "Shinnecock II" zur Lobster House Marina in Cape May, nachdem der Wassereinbruch gestoppt worden war. Quelle: Tim Schwabedissen



Schicksal der "Bawaqa" noch ungeklärt
(13.1.10) Die Eigner der auf den Fijis gesunkenen Fähre "Bawaqa" warten immer noch auf eine abschließende Expertise von Experten zum Umgang mit dem vor Viwa Island liegenden Wrack. Die Pacific Salvaging sagte, dass eine Bergung sehr teuer wäre, zumal das Schiff alt sei und es schwierig wäre, es an Land zu bekommen. Eine andere Option wäre, das Schiff mit Dynamit zu zerlegen. In diesem Fall drohte dem Riff aber Schaden, und auch die Auswirkung auf das marine Leben wäre negativ. Nun wird auf eine Einschätzung der Regierung gewartet, die ein solches Vorgehen zu genehmigen hätte. Quelle: Tim Schwabedissen



Eiltank wurde unfreiwillig langsam
(13.1.10) Am 11.1. lief der deutsche Binnentanker "Eiltank 123", 2327 ts (EU-No.: 4029330), beim Versuch, einen Liegeplatz anzusteuern, bei Flusskilometer 445 nahe Karlsaue auf dem Rhein auf Grund. Es kam mit dem Vorschiff am Flussufer außerhalb des Fahrwassers fest. Ein erster Versuch, den Havaristen durch das Containerbinnenschiff "Covano", 5165 ts (EU-No.: 2323931) freizuschleppen, schlug fehl. Auch das Polizeiboot "WSP 7" sowie Vertreter des Wasser- und Schifffahrtsamtes waren an der Unglücksstelle. Um den Bug höher aus dem Wasser zu bekommen, wurde ein Teil der Ladung innerhalb des Schiffes umgepumpt.
Um 16.10 Uhr wurde der Rhein für die Schifffahrt gesperrt, und um 17.15 Uhr gelang es, den Tanker vom Huk zu ziehen. Um 17.15 Uhr war die Bergung beendet, und sechs wartende Schiffe konnten ihre Fahrt fortsetzen. Auch die "Eiltank 123" setzte gegen 18 Uhr ihre Reise mit eigener Kraft fort. In den folgenden Tagen sollte die Strandungsstelle ausgelotet werden. Der Tanker entstand 1971 auf der Arminius-Werft in Bodenwerder als "Raab Karcher 123". Seit 2002 wird er durch die Eiltank Schiffahrt GmbH & Co. Tanktransport KG in Aschaffenburg bereedert. Er ist 110 Meter lang, 9,5 Meter breit und hat 3,1 Meter Tiefgang. Quelle: Tim Schwabedissen



Daisy gegen Daisy ...
(13.1.10) - diese Kombination hatte sich Hermann Engl, Buchautor und Eigner eines Zweimasters, nicht träumen lassen. Gut 35000 Seemeilen hatte er mit der Stahlketsch "Daisy" bei der Umrundung des Nordatlantiks zurückgelegt, wobei es lediglich einem Segelschaden in der Nordsee gekommen war. Nun lag sie gut vertäut im Eckernförder Sportboothafen, während der Skipper nach Bayern reiste. Freunde wollten derweil auf das Schiff achtgeben. Doch in der Nacht zum 10.1. wurde seine "Daisy" zum Spielball im Kampf gegen das gleichnamige Sturmtief. Ein Fender nach dem anderen zerriss, die eiserne Armierung des Schwimmstegs krachte gegen die Scheuerleiste. Die Helfer, die bis aus Osterby herbeigekommen waren, schleppten Autoreifen heran, banden sie als provisorische Stegfender fest, und setzten eine Achterleine neu. Der Eigner des Nachbarschiffes opferte zwei eigene Fender, doch Daisy, der Sturm, war am Ende stärker. Schrammen und eine Delle blieben als nachhaltige Andenken in der Backbord-Bordwand zurück.
Die "Daisy" ist 18,25 Meter lang und 4,70 Meter breit, hat 2,50 m Tiefgang und verdrängt 30 Tonnen. Der Großmast ist 22 Meter hoch, die Segelfläche beträgt 170 Quadratmeter. Die Ketsch wurde 1988 bei der Blacksmith-Werft in Dänemark erbaut. Sie diente unter niederländischer Flagge einer Spitzbergen- und einer Grönlandexpedition als Basis. Quelle: Tim Schwabedissen



Einstiger Minensucher in Stralsund gesunken
(13.1.10) Das Typschiff der Schütze-Klasse, der ehemaligen schnellen Minensuchboote der Bundesmarine, ist in der Nacht zum 11.1. um 00.30 Uhr im Hafen auf dem Dänholm in Stralsund gesunken. Das 280-Tonnen-Schiff, das inzwischen als Sportboot deklariert ist, sackte mit dem Heck auf Grund. Da der Liegeplatz verschlickt ist, bestand die Gefahr, dass das Schiff sich drehte und in den Bereich des Sundes Richtung Hafen abdriftete. Das rund 47 Meter lange Schiff liegt jetzt mit dem Achterschiff auf Grund. Der Eigner - ein Berliner Privatmann - wurde mittlerweile aufgefordert, das leckgeschlagene Schiff auspumpen oder heben zu lassen. Ein Fahrzeug mit Absaugtechnik der Rostocker Firma Nehlsen wurde zum Dänholm beordert, um das Bilgen-Öl des Schiffes abzupumpen. Die Ursache des teilweisen Untergangs ist noch unklar. Möglicherweise hat Eis den Holzrumpf eingedrückt. Die "Schütze" entstand 1958 bei Abeking und Rasmussen, ist 47 Meter lang, acht Meter breit und hat 1,8 Meter Tiefgang. Sie war nach ihrer Außerdienststellung 1992 in Peenemünde aufgelegt. Sie sollte wieder in ihren historischen Zustand zurückversetzt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



"S. Gabriel" nach Leer geschleppt
(13.1.10) Am 4.1. traf bei den Nordseewerken Emden am Haken des Schleppers "Herkules" der beschädigte Frachter "S. Gabriel" (IMO-Nr.: 9251511) ein, der vor Ponta Delgada gestrandet war. Am Abend des 8.1. wurde der Havarist dann in den Leeraner Hafen verholt. Hier verfügt die Reederei Briese über eine eigene Reparaturecke. Auf den Felsen von Ponta Delgada wurden der Boden und die Wellenanlage schwer beschädigt. Derzeit ist och nicht klar, ob eine Reparatur erfolgt oder ob das Schiff zum Totalverlust erklärt wird. Quelle: Tim Schwabedissen



"Bonie-Lis" abgesoffen   Großbild klick!
Ehemaliger Kutter in Vlissingen gesunken
(12.1.10) Im Binnenhafen von Vlissingen sank am 11.1. die "Bonie-Lis". Bei dem Schiff handelt es sich um einen umgebauten, vormaligen Kutter. Nur noch das Dach der Kajüte und die Masten ragten aus dem Wasser. Ein dünner Ölfilm war am Wrack sichtbar. Der Untergang dürfte durch die Vereisung verursacht worden sein. Quelle: Tim Schwabedissen



Gezielter Schuss aus Löschkanone erstickte Kutterbrand in Büsum
(12.1.10) Am 11.01. brach gegen sieben Uhr auf dem im Büsumer Landeshafen im Hafenbecken III liegenden holländischen Kutter "Aleida - WR 174", 68 BRZ (MMSI-Nr.: 245277000), ein Feuer aus. Der Kapitän des mit zwei Personen besetzten Fahrzeugs wurde durch die dabei entstehende Rauchentwicklung geweckt. Für eigene Löschversuche war es zu diesem Zeitpunkt bereits zu spät. Der Skipper und sein Fischereihelfer konnten das Fahrzeug noch rechtzeitig verlassen. Der Kapitän erlitt eine leichte Rauchvergiftung. Das Feuer entstand an einer wahrscheinlich defekten Ölheizung im Maschinenraum und griff schnell auf die Mannschaftsräume und schließlich auf das Ruderhaus über. Durch das Feuer brannten der Maschinenraum, die Brücke sowie die Mannschaftsunterkunft fast vollständig aus.
Die Löscharbeiten der freiwilligen Feuerwehren Büsum und Westerdeichstrich wurden von dem in Büsum stationierten Seenotrettungskreuzer "Hans Hackmack" effektiv unterstützt. Da der Rettungskreuzer um 7.30 Uhr direkt von der Elmshorner Regional-Rettungleitstelle mit alarmiert wurde, war er bereits nach sehr kurzer Zeit vor Ort, obwohl sich die Fahrt innerhalb des Hafens von Büsum für die Seenotretter als sehr schwierig gestaltete, denn dichte, dunkle Qualmwolken behinderten die Sicht erheblich. Aus sicherer Entfernung konnte schließlich ein kurzer Strahl der 6000 Liter pro Minute fördernden Feuerlöschpumpe gezielt in den Rumpf gerichtet werden. Nach kürzester Zeit waren die Flammen erloschen.
Die landseitig aufgefahrene Feuerwehr Büsum überprüfte den Maschinenraum nach versteckten Brandnestern. Vor Ort eingesetzt waren weiterhin ein Rettungswagen, das Hafenamt Büsum sowie die örtliche Wasserschutzpolizei. Die Löscharbeiten waren gegen 08.45 Uhr beendet. Der durch das Feuer angerichtete Sachschaden betrug nach Schätzungen der Wasserschutzpolizei Büsum mindestens 100.000 Euro. Nach ersten Ermittlungen war das Feuer auf einen technischen Defekt an dem Ölofen im Maschinenraum zurückzuführen. Die Ermittlungen zur genauen Brandursache wurden zusammen mit der Kripo Heide fortgeführt. Ob der Kutter noch reparaturwürdig war, stand zunächst nicht fest. Er verblieb zur Untersuchung an seinem Liegeplatz. Die Schwimmfähigkeit war durch den Brand nicht beeinträchtigt.
Die in Wieringen beheimatete "Aleida" der De Rousant BV aus Lauwerzijl wurde 1964 bei Fa. A. van Bennekum in Sliedrecht erbaut und bei der Machinefabriek J. Luyt in Den Oever ausgerüstet. Sie ist 23,85 Meter lang, 5,84 Meter breit und hat 2,66 Meter Tiefgang. Quelle: Tim Schwabedissen



Nach Wiederaufnahme der Leichenbergung 14 weitere Tote aus "Catalyn B" geholt
(12.1.10) Am 12.1.0 wurden 14 weitere Tote aus dem Wrack der gesunkenen philippinischen Fähre "Catalyn B" geborgen, womit sich die Gesamtzahl der bestätigten Toten auf 25 erhöhte. Um 10.30 Uhr waren acht Körper durch die Küstenwache und Taucher von Philtech, einer privaten, auf Tiefseetauchgänge und Wrackarbeiten spezialisierten Taucherfirma, aus dem Schiff gezogen worden, um 15.30 Uhr ein halbes Dutzend weitere. Die Arbeiten waren nach dem Tod eines Küstenwachtauchers am 8.1. unterbrochen worden. Er hatte bei der Bergung einer Frauenleiche einen Herzanfall erlitten. Die Identitäten der Toten müssen noch geborgen werden. Die Fähre der San Nicolas Shipping Lines sank am 24.12.2009 vor Limbones Island. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter mit zehn Mann vermisst
(12.1.10) Der 113 Tonnen große Kutter "Yamada Maru No. 2" sank am 12.1. vor den Goto Islands in der japanischen Nagasaki-Präfektur. Der Kontakt zum Schiff brach gegen vier Uhr morgens ab. An Bord waren sechs Mann chinesischer und vier Mann japanischer Besatzung. Die japanische Coast Guard schickte ein Suchflugzeug und ein Patroullienboot in das Seegebiet. Ein anderes Schiff entdeckte gegen fünf Uhr eine Rettungsinsel, die offenkundig zur "Yamada Maru No. 2" gehörte, sie war aber leer. Vor Ort herrschten Winde von 46.8 Stundenkilometern. Quelle: Tim Schwabedissen



Brandstiftung zerstörte Kutter
(12.1.10) Am Morgen des 11.1. brach in Cape Breton auf dem im Winterlager befindlichen Kutter "King Gregory" ein Feuer aus. Er befand sich gemeinsam mit einem Sportboot in einer Werft in Alder Point nahe Sydney. Die Feuerwehren von Florence und Sydney Mines waren gegen ein Uhr vor Ort. Die Feuerwehr konnte schweren Schaden an einem weiteren Boot, der "Miracle Lady", abwenden, weil es in Lee lag, die Zerstörung des Kutters aber nicht mehr verhindern. Auf der "Miracle Lady" wurden die Elektronik, Fiberglas und Lichter an Steuerbord beschädigt. Ein weiteres Schiff, die "Miss Daniel", wurde backbordseitig in Mitleidenschaft gezogen. Die starke Hitze und Wind erzeugten dabei erheblichen Funkenflug. Weitere Probleme bereiteten die Rumpfhöhe des Kutters, die Gefahr durch Dieselöl und Gase von verbrennendem Fiberglas. Die Polizei vermutete Brandstiftung. Am 10.1. wurde gegen 22 Uhr ein verdächtiges Auto auf dem Werftgelände gesichtet. Der Brand brach offenbar im Bug des Kutters aus. Mit Öl und anderen umweltgefährdenden Stoffen vermischtes Wasser musste zunächst aus dem Rumpf abgepumpt werden, ehe die Untersuchung vertieft werden konnte, um eine Verschmutzung des St. Andrew's Channel zu vermeiden. Es stand zum Teil vier Fuß hoch im Schiff. Quelle: Tim Schwabedissen



Mission "Centaur" beendet
(12.1.10) Unter der Kontrolle zweier Piloten gelang es dem ROV "Remora 3" am Morgen des 12.1., beim vierten und letzten Tauchgang zum Wrack der "Centaur" vor Moreton Island eine Gedenkplakette auf dem Vorschiff zu platzieren. Um 5.55 Uhr wurde sie auf dem Shelterdeck bei Ladeluke 1 an Steuerbordseite abgelegt. Die Plakette enthält auch eine CD mit den Namen aller, die auf dem Schiff bei seinem Untergang Dienst taten, sowie persönlichen Botschaften der Angehörigen. Erst wenige Stunden davor hatte der australische Environment and Heritage Minister Peter Garrett eine spezielle Genehmigung zu dieser Operation an dem unter Schutz des Commonwealth's Historic Shipwrecks Act 1976 stehenden Schiffes erteilt. Die Aktion war kompliziert, verlief aber letztlich erfolgreich.
In den Nachmittagsstunden fand eine Gedenkzeremonie auf dem Deck des Forschungsschiffes "Seahorse Spirit" statt. Dabei sagte der Marinehistoriker Captain John Foley, dass die Crew der "Centaur" keine Sorge vor einem Angriff hatte, obwohl sich ihr Land im Krieg befand. Von den 332 Männern und Frauen an Bord waren nur 10 wach, als die Attacke erfolgte. Als die Torpedoladung explodierte, flogen auch gleich die Bunker in die Luft. Alle Menschen, die in den vorderen Hospitalräumen schliefen, waren sofort tot. Andere, denen es gelang, vom brennenden Schiff zu springen, wurden von brennendem Öl überschüttet. Viele starben an Verbrennungen oder durch Haiattacken. Dem japanischen U-Bootkommandanten müsse klar gewesen sein, was er tat. Die "Centaur" war hell erleuchtet, und das große Emblem des Roten Kreuzes auf dem Rumpf sowie mehrere kleinere müsse deutlich zu sehen gewesen sein.
Nach einer Predigt und einer Schweigeminute wurde ein Kranz der See übergeben. Daran angebrachte Gewichte brachten ihn zum Absinken zum Wrack. Mit der Gedenkveranstaltung endete die "Centaur"-Mission, während der 24 Stunden Videomaterial aufgezeichnet wurden. Vor der Rückkehr nach Brisbane steht noch der auf 24 Stunden anberaumte Versuch an, verloren gegangene Sonarausrüstung zu bergen. Quelle: Tim Schwabedissen



Dänischer Frachter saß vor Schweden fest
(12.1.10) Der dänische Frachter "Monsunen", 383 BRZ (IMO-Nr.: 6522593) lief am 11.1. um 15.45 Uhr bei Åstol, nördlich von Marstrand, auf Grund und schlug leck. Die Rettungsboote "Rörö" und "Käringön" aus Astra und Broström, das Küstenwachboot "KBV 288", das Lotsenboot 742 aus Marstrand sowie der SAR-Helikopter Lilfeguard 901 aus Göteborg wurden alarmiert. Das Schiff hatte fünf Mann Besatzung und kam mit einer Ladung von 420 Tonnen Mais aus Vallhamn. Bei der Grundberührung waren die beiden Ballasttanks 1 und 2 aufgerissen worden und machten Wasser. Um 16 Uhr ging ein Lotse an Bord des mit leichter Schlagseite festliegenden Schiffes. Um 16.46 Uhr meldete der Lotse die Situation unter Kontrolle, der Havarist hatte sich wieder befreien können und nahm Kurs auf Vallhamn, wobei er vom Lotsenboot eskortiert wurde. Der Schlepper "Freja" assistierte beim Einlaufen, die Rettungseinheiten kehrten zurück. Um 18 Uhr war die Schadensuntersuchung im Gange. Die "Monsunen" ist in Svendborg beheimatet und entstand 1965 bei der Orskovs Staalskibsvaerft in Fredrikshavn als "Ota Riis". Sie verdrängt 555 Tonnen, ist 45,34 Meter lang, 8,66 Meter breit und hat 3,1 Meter Tiefgang. Quelle: Tim Schwabedissen



Eisgang drückte Schiffsrumpf ein
(12.1.10) Am Morgen des 11.1. gegen 07.55 Uhr bat der Kapitän eines tschechischen Binnenschiffes die Wasserschutzpolizei in Magdeburg um Unterstützung. Bei der Kontrolle des Maschinenraumes hatte er im Magdeburger Kanalhafen festgestellt, dass Wasser eindrang und stündlich um etwa einen Zentimeter anstieg. Vermutlich durch Eisgang war die Außenhaut des Schiffes beschädigt worden. Ein Entsorgungsunternehmen wurde beauftragt das Wasser abzupumpen, damit das Leck anschließend abgedichtet werden konnte. Das Schiff hatte den Kanalhafen Magdeburg angelaufen um hier Ladung aufzunehmen. Durch die rechtzeitige Kontrolle des Maschinenraumes konnte ein mögliches Sinken des Schiffes verhindert werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Mehrere Verletzte auf "Villum Clausen" in schwerer See
(12.1.10) Mehrere Passagiere wurden am 11.1. auf der dänischen Schnellfähre "Villum Clausen", 6402 BRZ (IMO Nr: 9216250), verletzt. Trotz Warnung durch die Besatzung hatten sie ihre Plätze verlassen und verletzten sich, als die Fähre auf dem Weg nach Ystad 20 Minuten nach dem Auslaufen gegen 18 Uhr außerhalb des Windschattens von Bornholm in raue See geriet. Die Katamaranfähre kehrte nach Rönne zurück, wo bereits Ambulanzen warteten und zwei ältere Frauen notärztlich versorgt werden mussten. Insgesamt kamen sechs Fahrgäste ins Krankenhaus von Bornholm. Bis zur Begutachtung des Schiffes durch die Klassifikationsgesellschaft Bureau Veritas verblieb die Fähre in Rönne. Die Fährgesellschaft hoffte auf eine Wiederaufnahme der Fahrten am 16.1., nachdem im Rumpf Risse festgestellt wurden, die erst repariert werden mussten. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter verursachte Stromausfall auf Bornholm
(12.1.10) Einen Stromausfall verursachte am 9.1. der unter Malta-Flagge laufende Frachter "Timberland", 20815 BRZ (IMO-Nr.: 7921954), auf der Insel Bornholm. Er wollte auf dem Weg nach Orrskar in Finnland im Windschutz der Insel das Sturmtief Daisy abwettern. Beim Ankern zerstörte er aber eines der Seekabel, die von Schweden aus die Insel mit Strom versorgen. Die Polizei wollte, nachdem AIS-Daten sie auf die Spur des Frachters als möglichen Schuldigen an der Havarie gebracht hatte, am 12.1. zur Untersuchung an Bord des 182 Meter langen Frachters gehen, der weiterhin vor Rönne vor Anker lag. Quelle: Tim Schwabedissen



"Ady Gil": Neues Videomaterial belastet japanische Walfänger
(11.1.10) Jüngst publizierte Videoaufnahmen unterstützen die These, dass die "Ady Gil" von Sea Shepherd vorsätzlich von dem japanischen Walfänger "Shonan Maru 2" gerammt wurde. Seit dem Zwischenfall am 6.1. wird darüber debattiert, wer die Schuld daran trägt. Nachdem es zwischenzeitlich geheißen hatte, die "Ady Gil" sei vorsätzlich in den Kurs des Japaners gelaufen, zeigt ein Videoclip, der in den Minuten vor dem Zusammenstoß an Bord der "Ady Gil" entstand, wie dessen Besatzungsmitglieder witzelnd und entspannt auf dessen Deck herumsitzen, bis auf einmal die "Shonan Maru" von achtern her aufkommt und dann nach Steuerbord auf das Schnellboot eindreht.
Capt Pete Bethune fragte ein anderes Besatzungsmitglied: "Do you want to reach in and tell them to stop now?" Die "Ady Gil" scheint währenddessen zu treiben. Die Männer winken dann zu dem ablaufenden zweiten Sea Shepherd-Schiff, der "Bob Barker", hinüber. "Well team, f...ing good effort guys, what a good day," sagte Bethune dann, nachdem es zuvor zu einer Reihe von Konfrontationen mit den Walfängern gekommen war.
Offenbar ist aber nun der Treibstoff knapp: "Shame we haven't got a couple of thousand more litres of fuel to go. What a massive day, massive. Good team effort, not an easy day though." Dann ertönen die schrillen Schallkanonen an Bord der "Shonan Maru II". Das Trio auf Deck der "Ady Gil" beobachtet das herannahende Schiff und nimmt Fotos auf. Auch die Wasserkanonen sind sichtbar, die den Walfänger in eine Wasserwand hüllen.
Sekunden vor der Kollision beginnen die Männer auf der "Ady Gil" zu schreien, und Sekundenbruchteile vor der Kollision endet der Video, weil sich der Kameramann selbst in Sicherheit bringen muss. Sea Shepherd Conservation Society-Chef Paul Watson beschuldigte die Japaner zudem, dass sie eine Umweltverschmutzung durch die sinkende "Ady Gil" vorgetäuscht hätten, indem sie über Bord geschüttetes eigenes Dieselöl filmten. Die Japaner hatten nach dem Aufgeben der "Ady Gil" behauptet, dass die Walschützer die Gewässer der Antarktis verschmutzt hätten, indem sie deren noch schwimmfähiges Wrack samt auslaufendem Öl sich selbst überlassen hätten. Die japanische Regierung kritisierte derweil die amtierende australische Ministerpräsidentin, die beiden Streitparteien eine Mitschuld an dem Unglück gab, was Japan bestreitet. Dies belastet nun die diplomatischen Beziehungen beider Länder. Quelle: Tim Schwabedissen



Überfüllter Tank riss auf Tanker in Gravesend Bay
(11.1.10) Am 10.1. gegen neun Uhr kam es auf dem unter Marshall-Islands-Flagge laufenden Tanker "Sichem Defiance", 9900 BRZ (IMO: 9244374), in der Gravesend Bay zu einer Tankexplosion. Das von der Eitzen Chemical in Kopenhagen bereederte Schiff lud gerade 55, 000 Barrels Ethanol, als Tank III durch Überfüllung unter Überdruck kam, aufriss und in der Folge eine einen Meter lange Sektion des Hauptdecks zusammenstürzte. Die US Coast Guard evakuierte vorsorglich alle anderen Schiffe aus der Bucht und richtete eine 1000 Yard große Sicherheitszone um den Tanker ein, die die gesamte Reede in der Gravesend Bay umfasste. Ein Küstenwachboot der m Coast Guard Station New York war vor Ort, außerdem wurde vom New York City Police Department Assistenz aus der Luft angefordert. Auch ein Helikopter der Air Station Atlantic City traf vor Ort ein. Der havarierte Doppelhüllentanker lag derweil mit sechs Grad Steuerbordschlagseite in der Bucht vor Anker. Ölaustritte wurden nicht festgestellt. Bis zum Tagesanbruch des 11.1. wurden der Crew zur Sicherheit keine Maßnahmen zum Aufrichten des Schiffes genehmigt.
Der Tanker entstand 2001 bei der Fukuoka Shipbuilding in Japan und kam als "Northern Defiance" unter der bis 2006 geführten Flagge Panamas in Fahrt. Er wird gemanagt vom Eitzen Maritime Service in Lysaker. Das Schiff verdrängt 17396 Tonnen, ist 135,33 Meter lang, 22,83 Meter breit und hat 12m5 Meter Tiefgang. Quelle: Tim Schwabedissen



Gedenkplakette darf auf "Centaur" abgelegt werden
(11.1.10) Technische Probleme bei der Erkundung des Wracks der "Centaur" konnten gelöst werden, sodass sich das ROV "Remora 3" 24 Stunden nach dem ersten eineinhalbstüdngien Besuch weitere fünf Stunden lang in der Tiefe aufhalten und auch die Schiffsglocke mit dem darauf eingravierten Schiffsnamen filmen konnte. Die zweite Expedition begann am frühen Morgen des 11.1. und erbrachte umfangreiches weiteres Bildmaterial. Dessen Qualität ist wegen günstigerer Sichtverhältnisse ebenfalls besser als das zunächst aufgenommene. Die Stelle, an der der Torpedo auftraf, wurde näher untersucht. Sie befindet sich an Backbord direkt vor der Brücke. Wegen starker Strömung wurde aber das geplante Ablegen der Gedenkplakette auf den späteren Tag oder den Morgen des 12.1. verschoben. Die australische Regierung gab ihre Genehmigung, diese direkt auf dem Kriegsgrab zu platzieren, die wegen der Unterschutzstellung unter dem Historic Shipwrecks Act notwendig geworden war. Zuvor hatte sich bei einem Test erwiesen, dass eine wegen dieses Status zunächst geplante Positionierung neben dem Wrack zu riskant sein könnte. Die Bronzeplakette soll an die 268 Toten erinnern. Doch als David Mearns ein vergleichbares Stahlstück an der geplanten Stelle absetzte, ging dieses im Schlamm verloren. Dieser ist sehr tief. Deswegen wird die Plakette beim letzten Tauchgang des ROV am Wrack fixiert. Der Text lautet: "In memory of shipmates, colleagues and friends who paid the supreme sacrifice on a mission of mercy, 14 May, 1943. Lest we forget."
Inzwischen planen Angehörige der Toten eine Gedenkzeremonie an der Untergangsstelle in den kommenden Wochen. Viele Familien der Hinterbliebenen haben bislang irrtümlich Asche an der Untergangsstelle von SS "Kyogle" verstreut. Dieses Wrack war 1995 entdeckt und mit der "Centaur" verwechselt worden. Die "Centaur" begann ihre Laufbahn als Kombischiff zwischen Westaustralien über Indonesien nach Singapur. Sie war an der Rettung deutscher Überlebender des Hilfskreuzers "Kormoran" nach dessen Gefecht mit HMAS "Sydney" vor der westaustralischen Küste 1941 beteiligt. 1943 wurde sie in ein Lazarettschiff umgebaut und transportierte medizinische Güter zwischen Neu-Guinea und Australien. Am Morgen des 14.5.1943 wurde sie vermutlich vom japanischen U-Boot "I 177" angegriffen und trotz, wie nun bewiesen, eindeutiger Kennzeichnung mit Rotem Kreuz versenkt. Erst nach 36 Stunden wurden 64 Überlebende des Untergangs gerettet. "I 177" selbst wurde von USS "Samuel S. Miles" am 3.10.1944 vor Palau Island versenkt, wobei dessen gesamte Crew von 101 Mann ums Leben kam. Nach offiziellen Protesten Australiens lehnte im Dezember 1943 die japanische Regierung die Verantwortung für die Tragödie der "Centaur" ab. Trotz einer Untersuchung zwischen 1944 und 1948 kam es nie zu einem Schuldspruch trotz der Einschätzung, das die Versenkung ein Kriegsverbrechen war. Quelle: Tim Schwabedissen



Nur noch geringe Überlebenschancen für 11 vermisste chinesische Kutterfischer
(11.1.10) Die Suche nach 11 Vermissten des Kutters "Minshiyu 3785" aus Quanzhou City in Fujian vor Putian City dauerte am 11.1., drei Tage nach der Kollision mit einem 4000-Tonnen-Frachter aus dem nordchinesischen Tianjin an. 230 Menschen waren daran auf See beteiligt, weitere 500 suchten Inseln ab. Ein Helikopter und 17 Schiffe waren im Einsatz. Die Kollision hatte sich am 9.1. um 12.35 Uhr ereignet, und nur zwei Mann konnten danach lebend gerettet werden. Einer der beiden sagte aus, die Crew sei gerade dabei gewesen, das Netz einzuholen, als der Frachter plötzlich den Kutter rammte. Alle Mann seien an Deck gewesen. Als ihr Schiff kenterte, stürzten sie in die See. Keiner hatte Rettungswesten getragen. Die Frachtercrew rettete ihn und einen Kameraden. Später wurde noch ein Mann tot aus der See gezogen. Von den übrigen fehlte seither jede Spur. Bei Wellenhöhen von drei Metern wurde ihnen kaum noch eine Chance eingeräumt. Quelle: Tim Schwabedissen



Wrack der "Ocean Lark" soll geborgen werden
(11.1.10) Das Wrack des Ankerziehschleppers "Ocean Lark", der am 6.1. nahe Pedra Branca, 54 Kilomter vor der Ostküste von Singapur, kenterte, soll in der nahen Zukunft geborgen werden, um gründlich durchsucht zu werden. Währenddessen dauerte die Suche nach vier noch vermissten indonesischen Besatzungsmitgliedern durch Marineschiffe aus Singapur und Indonesien an. Bergungstaucher haben inzwischen die Teile des Wracks durchkämmt, die gefahrlos zugänglich sind, ohne weitere Opfer zu entdecken. Sieben Mann wurden bislang geborgen. Die "Ocean Lark" kam von Batam und war ohne Anhang unterwegs nach Tarempa Natuna im Riau-Archipel in der Südchinesischen See, als sie sank. Quelle: Tim Schwabedissen



"Lenglo" nach Strandung weiter in Bandholm
(11.1.10) Nach ihrer Strandung vor Lolland liegt der unter St. Vincent-Grenadines-Flagge laufende Frachter "Lenglo", 1946 BRZ (IMO: 8223074), weiter am Kai im vereisten Hafen von Bandholm. Taucher sind dabei, den Rumpf auf mögliche Schäden hin zu untersuchen. Der Frachter war nach seiner Strandung am Morgen des 9.1. unter Mithilfe der von Askø kommenden Fähre "Askø" der Lolland Færgefart in Nakskov wieder von einer Sandbank abgekommen. Er war bei einem Wendemanöver nach dem Auslaufen aus Bandholm 250 Meter nördlich der Hafenmole durch Eisgang vom Kurs abgekommen und gestrandet. Ursprünglich hatte der Frachter von Rotterdam kommend am 16.1. den spanischen Hafen Villagarcia de Arosa erreichen sollen, wo ihn sicherlich kein Eisgang erwartet.Quelle: Tim Schwabedissen



'Lenglo' sitzt auf   Großbild klick!
Frachter vor Lolland gestrandet
(10.1.10) Am Morgen des 9.1. lief der unter St. Vincent-Grenadines-Flagge laufende Frachter "Lenglo", 1946 BRZ (IMO-Nr. 8223074), auf dem Weg von Rotterdam nach Villagarsia de Aruda north nördlich von Lolland auf Grund. Das Schiff wollte nach einem Zwischenstopp in Bandholm die Reise fortsetzen, als wegen Eisgangs eine Kursänderung nicht wie geplant vollzogen werden konnte. Daraufhin lief es auf eine Sandbank vor dem Hafen. Durch Wellengang begünstigt, gelang es dem Frachter aber, mit eigener Kraft wieder von der Untiefe loszukommen. Das 1983 bei der Hamburger Sietas-Werft erbaute Schiff ist 87 Meter lang und 11 Meter breit. Es verdrängt 3040 Tonnen. Quelle: Tim Schwabedissen



Erste Blicke auf die "Centaur" nach 67 Jahren
(10.1.10) Nach 67 Jahren und Aufwendungen von über vier Millionen Dollar wurde das Grab von 268 Australiern im Wrack der "Centaur" jetzt gefunden und identifiziert. Dem Wracksucher David Mearns gelang damit nach dem Aufspüren von HMAS "Sydney" der zweite Coup. Angehörige der Toten reagierten mit Erleichterung, als am 10.1. um 2.50 Uhr die ersten Bilder der "Centaur" im Kasten waren. Die "Centaur" wurde am 14.5.1943 vor Queensland torpediert worden, nur 64 der 332 Menschen an Bord wurden gerettet. In den kommenden Tagen sollen zwei weitere Tauchgänge stattfinden, während derer auch eine Gedenkplakette am Wrack platziert wird. Die "Seahorse Spirit" hatte das Schiff bereits am 20. 12.2009 aufgespürt, es lang 48 Kilometer östlich des Südendes von Moreton Island in 2059 Metern Tiefe. Doch bei der ersten Expedition wurde die Verdachtsstelle nur per SONAR vermessen.
Nun gab es Bilder, die das auf beide Seiten des Bugs aufgemalte rote Kreuz ebenso klar zeigen wie die korrodierte Identifizierungsnummer 47 für "Australian Hospital Ship 47". Die Mission begann am 9.1. um 20.30 Uhr mithilfe des U-Bootes "Remora 3" und wurde zunächst durch eine Reihe mechanischer Probleme behindert. Um 22 Uhr kam es zu einem Leck in einer Öldruckleitung der "Remora 3", die sie zu einem zwischenzeitlichen Auftauchen zwang. Als das Boot nur noch 200 Meter vom Wrack entfernt war, kam es zu einem Ölleck im Maschinenraum der "Seahorse Spirit", weswegen die Mission verkürzt werden musste. Auch starke Strömung machte die Operation nicht einfacher, sie wirbelte Sand und andere Sedimente auf, die die Sicht beeinträchtigten. Dann aber wurden die 34 Mann auf der "Seahorse Spirit" die ersten, die der "Centaur" nach ihrer Versenkung angesichtig wurden. Die "Remora 3" blieb über eine Stunde am Wrack, das an der Explosionsstelle hinter dem Bug in zwei Teile zerbrochen ist und 25 Grad Backbordschlagseite hat. Das Heck ist sehr schwer beschädigt und weist kaum identifzierbare Merkmale auf.
Nach dem ersten Tauchgang soll ein zweiter folgen, bei dem das Wrack photographisch umfassend dokumentiert wird, und bei einem dritten Tauchgang soll die Plakette abgelegt werden. Die Fundstelle ist nach dem Commonwealth's Historic Shipwrecks Act von 1976 geschützt.
Quelle: Tim Schwabedissen



11 Vermisste und zwei Tote vor China
(10.1.10) Eine Person kam ums Leben, 11 andere wurden vermisst, als ein Frachter mit dem Kutter "Minshiyu 3785" kollidierte, der vor Putian City in der ostchinesischen Fujian-Provinz sank. Zwei Personen wurden nach dem Zusammenstoß, der sich am 9.1. um 12.35 Uhr vor Nanri Island ereignete, gerettet. Alle 14 Mann an Bord waren danach ins Wasser gestürzt. Um 14.58 Uhr lief eine Rettungsaktion mit acht Suchschiffen und 135 Helfern an.
Quelle: Tim Schwabedissen



Vier Bootsfahrer in der Karibik vermisst
(10.1.10) Dominikanische Behörden intensivierten am 9.1. die Suche nach vier Personen, die seit dem 7.1. samt ihrer "Aqualum" in der Karibik vermisst werden. An diesem Tag hatte es um 18 Uhr den Hafen von Boca Chica, 30 Kilometer östlich von Santo Domingo, verlassen. Später meldete es über Funk Wassereinbruch. Ein Flugzeug der U.S. Coast Guard und über ein Dutzend Privatboote assistierten bei der Suche nach drei Männern und einer Frau. Fischer fanden eine Thermoskanne, die den Vermissten zugeordnet werden konnte. Sie trieb 40 Meilen südlich von Boca Chica.
Quelle: Tim Schwabedissen



Testlauf für Bergung der "Monongahela"
(10.1.10) TITAN Salvage wurde kontraktiert, den amerikanischen Marinetanker "Monongahela", der sich in der Nacht zum 12.11. von seine Moorings auf dem James River losriss, von eine rSandbank ergen. Das Schiff, das Teil der James River Reserve Fleet (JRRF) ist, war vom Sturm und Hochwasser an seinen derzeitigen Liegepaltz eine halbe Meile flussabwärts auf die Westbank gestrieben worden. TITAN hat jetzt hydrographische Untersuchungen abgeschlossen, um die letzten Berechnungen für einen Bergungsplan erstellen zu können. Das Bergungsteam bereitet derzeit einen Testlauf eines Hydraulikzuges von TITAN vor, um die Haltekraft der Anker zu prüfen, die zum Einsatz kommen. Mitte Januar soll es dann Ernst werden. Die erste Phase der Mobilisierung ist abgeschlossen, und gemeinsam mit der U.S. Maritime Administration (MARAD), der U.S. Coast Guard und anderen staatlichen Behörden soll es nun daran gehen, dem Tanker in wenigen Tagen wieder Wasser unter dem Kiel zu verschaffen. Quelle: Tim Schwabedissen



Trawler saß vor Finnsnes fest
(10.1.10) Am 10.1. um 6.02 Uhr lief der norwegische Trawler "Kasfjord", 527 BRZ (IMO-Nr.: 383372) vor Finnsnes auf Grund, nachdem er in den frühen Morgenstunden aus Tromsø ausgelaufen war. Nachdem die Polizei informiert war, wurde ein Schlepper zur Strandungsstelle geschickt. Diesem gelang es, um 7.38 Uhr den Havaristen wieder flottzumachen. Er wurde anschließend an einen Kai in Finnsnes gebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Auf den Kai geschleudert ...   Großbild klick!
Sturmtief Daisy auf Mallorca
(9.1.10) Das Sturmtief Daisy sorgte auch auf der Insel Mallorca für Zwischenfälle. So wurden Sportboote von stürmischer See losgerissen und strandeten, und in Andratx ließ der Sturm ein zwanzig Meter langes Schiff kentern. Die Besatzung konnte unverletzt gerettet werden.Quelle: Tim Schwabedissen



Motor getestet - Boot ausgebrannt
(9.1.10) Am Nachmittag des 8.1. ging das 42 Fuß lange Motorboot "Exposure" vor Fort Lauderdale in Flammen aus, als die zweiköpfige Crew die Maschine testete. Es kam zu einer Fehlfunktion, und dann schlugen Flammen aus dem Motor, die bald den größten Teil des Schiffes erfassten. Ein anderes Boot rettete die Insassen, und die Feuerwehr von Dania und Hollywood kam mit Löschbooten zu Hilfe, die die Flammen mit Schaum erstickten. Das Wrack wurde dann zur Coast Guard Station in Hollywood geschleppt, wo um 17 Uhr noch nach Hotspots gesucht wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Taucher starb bei Leichenbergung aus "Baleno 9"
(9.1.10) Das Wrack der "Baleno 9" hat am 8.1. ein weiteres Opfer gefordert - einen Taucher der philippinischen Küstenwache, der beim Versuch, Tote aus der Tiefe zu bergen, einen Herzanfall erlitt. Um fünf Uhr früh hatte das Küstenwachboot "Pampanga" die Base verlassen, geplant waren drei Tauchgänge. Um acht Uhr stieg er mit seinem Buddy ab. Die beiden arbeiteten sich auf dem in 220 Fuß Tiefe liegenden Wrack von Steuerbord nach Backbord vor auf der Suche nach Toten. Sie wurden auch zweier Körper habhaft. Doch dann signalisierte er beim Wiederaufstieg seinem Buddy in 170 Fuß Tiefe mit Handzeichen, dass er sich unwohl fühle. Er beschleunigte seinen Aufstieg, was gegen die Regeln war, weil er seine Dekostopps nicht einhielt. Sein Buddy versuchte ihn zu verlangsamen, während er ihm beim Aufstieg assistierte. Die nahe der Wasseroberfläche stationierten Standby-Taucher erkannten die Situation und tauchten zu den beiden ab. In 140 Fuß Tiefe wurde der Verunglückte bewusstlos. Er wurde daraufhin sofort an die Oberfläche und in eine Dekompressionskammer gebracht, doch nachdem er zunächst noch reagierte, verschlechterte sich sein Zustand verschlechterte dann. Der 42-jährige Offizier wurde zwar noch ins Jose Reyes Memorial Medical Center eingeliefert, starb dort aber um 15.40 Uhr. Vor dem Tauchgang war sein Blutdruck mit 130/80 unauffällig gewesen. Die Tauchausrüstung wies keine Fehler auf. Der Bergungseinsatz wurde bis zum Vorliegen des Ergebnisses einer Autopsie unterbrochen. Nur eine der beiden Toten aus dem Wrack konnte zuvor an die Oberfläche gebracht werden. Ein Schnellboot hielt erfolglos Ausschau nach der zweiten Leiche.
Der Tote hatte sein Training bei der Japan International Cooperation Agency (JICA) absolviert und leitete zahlreiche Rettungseinsätze in den Taifunen Odoy und Pepeng. Die PCG-Special Operations Group (PCG-SOG) verlor zum ersten Mal in den acht Jahren ihres Bestehens einen Mann bei einem Einsatz. Quelle: Tim Schwabedissen



Vier Mann von gestrandetem Kutter gerettet
(7.1.10) Am 8.1. um 2.33 Uhr lief eine Viertelmeile vor Ventura Harbor der 40 Fuß lange Kutter "Saigon 1" auf Grund. Feuerwehr und Hafenpatroullie fanden das Schiff leckgeschlagen 100 Fuß vom Strand entfernt in der Brandung vor. Rettungsschwimmer halfen der vierköpfigen Crew durch die Wellen sicher an Land. Die U.S. Coast Guard leitete eine Untersuchung ein. Die in Long Beach stationierte "Saigon 1" kam von Santa Barbara und wollte in Venture Harbor seine Ladung Shrimps anlanden. Quelle: Tim Schwabedissen



Noch vier Mann der "Ocean Lark" vermisst
(9.1.10) Die Suche nach der Crew des gesunkenen singaporischen Ankerziehschleppers "Ocean Lark", 818 tdw, der am 6.1. bei Pedra Branca gesunken war, ging auch am 8.1. unvermindert weiter. Schiffe der Republic of Singapore Navy (RSN), vier Fokker 50-Patroullienflugzeuge der Republic of Singapore Air Force (RSAF), ein Schiff der indonesischen Marine sowie 14 Handelsschiffe durchkämmten das Unglücksgebiet. Der 37 Jahre alte Schlepper war auf dem Weg von Batam nach Matak möglicherweise vor dem Untergang vom Kurs abgekommen. Ein anderer Versorger, der 16 Meilen östlich des Horsburgh Lighthouse stand, fand die beiden bislang einzig Überlebenden in einer Rettungsinsel. Taucher der Bergungsfirma Posh Semco Pte. Ltd. bargen am selben Tag zwei Leichen. Bis zum 8.1. wurden weitere fünf Tote entdeckt, sodass nun noch vier Seeleute vermisst sind. Quelle: Tim Schwabedissen



Wrack am Washaway Beach freigewaschen
(9.1.10) Washaway Beach, das sandige Gebiet zwischen North Cove und Tokeland, das für enorme Erosion berüchtigt ist, die bereits ganze Häuser abstürzen ließ, hat nun ein 100 Fuß langes Wrackstück freigegeben. Dutzende von Eisennägeln halten den Torso zusammen, der südlich der Warrenton Cannery Road freigelegt wurde. Es wurde vom Westport Maritime Museum gemutmaßt, ob es sich um ein Stück des Frachters "Canadian Exporter" handeln könnte. Nach der Meldung des Fundes durch Strandgänger ließen sie das Wrackstück dokumentieren. Die "Canadian Exporter" scheiterte im August 1921 an der Ausfahrt des Willapa Harbor auf dem Weg von Vancouver nach Portland, wo sie nach Asien bestimmtes Holz laden sollte.
Nebel führte das Schiff in die Irre, und es endete auf dem Strand. Als sich der Nebel hob, versuchten der Schlepper "Wallula" und das Bergungsschiff "Algerine" vergeblich, den Havaristen freizubekommen. Am nächsten Morgen zeigte er erste Risse und brach später entzwei. Zwei Männer aus Vancouver erwarben die Rechte am Wrack für 2000 Dollar. Doch mit der Zeit wurde die Lage des Schiffes immer gefährlicher. Die beiden versuchten, Ausrüstung und Maschine zu bergen, doch als sich das Wetter verschlechterte und die Küstenwache den Zugang zum Wrack verbot, mussten sie ihr Vorhaben aufgeben. Sie hatten 21000 Dollar investiert. Ihnen blieb nur noch der Verkauf der Holzladung und von Maschinenteilen, für die ein Erlös von 17500 Dollar erzielt werden konnte, sodass ein Defizit von 4500 Dollar blieb.
Wenn nun die Koordinaten des Wracks festgestellt sind, muss herausgefunden werden, ob es auf privatem oder öffentlichem Land liegt und ob es Rechte an ihm gibt. Nur der legale Eigentümer kann über eine mögliche Ausgrabung entscheiden. Falls es sich um öffentliches Land handelt, würde das Museum versuchen, das Wrack zu akquirieren. Es kann aber auch sein, dass das Wrack so verbleibt, wie es ist, und möglicherweise in die See gespült wird. Vorerst soll die schwer zugängliche Stelle mit Warnschildern versehen werden, sich vom Wrack fernzuhalten. Quelle: Tim Schwabedissen



Spätes Opfer eines Bürgerkriegs-Wracks
(9.1.10) Ein Fischer und Vietnam-Veteran fiel am 1.1. auf dem Navidad River einem alten Wrack zum Opfer. Sein Fischerboot kollidierte mit dem Dampfboot "Mary Summers", das im amerikanischen Bürgerkrieg im Dienst der Konföderierten sank. Das Unglück ereignete sich drei Meilen südlich von Lolita. Die Wrackteile rissen das Fischerboot auf. Andere Bootsfahrer entdeckten es mit noch laufendem Motor, aber leer. Tauchteams fanden den toten Bootsführer am 3.1. in neun Fuß Wassertiefe. Er trug keine Rettungsweste. Möglicherweise schlug er bei dem Aufprall mit dem Kopf gegen einen Gegenstand und verlor das Bewusstsein. Bereits früher hatte es Kollisionen mit dem gesunkenen Dampfer gegeben. Texas Parks and Wildlife hat wiederholt versucht, die "Mary Summers" zu markieren, doch dies scheiterte an Vandalismus und der starken Strömung. Das Schiff ist im National Register of Historic Places als Objekt von archäologischer Signifikanz gelistet. Quelle: Tim Schwabedissen



Intercity rammte Zweimaster
(8.1.10) Am Abend des 5.1. wurde der Bugspriet des holländischen Zweimastklippers "Hollandia", 201 ts (EU-Nr.: 2317610), gerammt - Kollisionsgegner war der Intercity von Leeuwarden nach Zwolle. Das Unglück ereignete sich bei der Brücke an der Lorentzkaje über den Van Harinxmakanaal. Das 30 Meter lange Schiff hatte dort festgemacht. Der Skipper hörte plötzlich ein hartes Geräusch und sah etwas ins Wasser fallen. Es stellte sich heraus, dass es sich um einen Teil des sieben Meter langen Klüverbaums handelte. Der Schaden betrug 3500 Euro. Der Zug wurde allerdings noch stärker beschädigt. Die für 23 Passagiere zugelassene, 29,1 Meter lange und 6,03 Meter breite "Hollandia" wurde 1913 in Raamsdonksveer als "Aviateur" erbaut. Eigner ist Jongedijk Visser Vof in Harlingen. Quelle: Tim Schwabedissen



Boot in Maloy vor Untergang bewahrt
(8.1.10) Am 7.1. um 13.44 Uhr wurde die Polizei alarmiert, das ein Boot in Maloy am Kai zu sinken drohte. Es hatte kräftige Schlagseite entwickelt, meldete ein Passant. Als die Polizei das Boot inspizierte, stellte sie fest, dass es Wassereinbruch im Motorraum erlitten hatte, und die Rettungsboote "Halfdan Grieg" und "Simrad Buholmen" wurden alarmiert. Eine Viertelstunde später waren die Retter vor Ort und konnten das Boot mit mobilen Lenzpumpen stabilisieren. Das Boot wurde zu einer Werft verholt. Quelle: Tim Schwabedissen



Keine Rettung für die "Ady Gil"
(8.1.10) Am 8.1. sank gegen 3.30 Uhr der Trimaran "Ady Gil". Die "Bob Barker" hatte ihn am 7.1. in Richtung der 300 Kilometer entfernten französischen Forschungsbasis Dumont d'Urville in Schlepp genommen, doch nachdem 37 Kilometer absolviert waren, brach die Schlepptrosse wegen zunehmenden Wassereinbruchs auf dem Havaristen. Als klar war, dass das Schnellboot die kommenden 2-3 Stunden nicht überstehen würde, gab die "Bob Barker" die Rettungsaktion auf, um sich den japanischen Walfängern zu widmen. Die "Bob Barker" hat inzwischen mit dem zweiten Schiff der Meeresschutzbewegung Sea Shepherd, der "Steve Irwin" die Verfolgung der Walfänger fortgesetzt. Das gesunkene Schiff war nach Ady Gil, einem millionenschweren Technikunternehmer aus Los Angeles benannt, der der Tierschutz-Organisation Sea Shepherd eine Million Dollar spendete. Mit diesem Geld kauften die Umweltschützer im letzten Oktober das Schnellboot "Earthrace" und tauften es zu Ehren des Spenders in "Ady Gil" um. Der Trimaran wurde mit Bio-Diesel betrieben. Dank seiner schwarzen Karbon-Hülle war er für das Radar anderer Schiffe schwer zu entdecken und so eine gute Waffe im Kampf gegen die Walfänger. In der derzeitigen Aktion von Sea Shepherd, "Waltzing Matilda", war es die Aufgabe der sechs Mann Besatzung, die Walfänger mit Laserattacken zu blenden und sich zwischen die Wale und die Harpunen zu bringen.
Vor der aktuellen Karriere in Diensten der Umwelt brach die "Earthrace" den Rekord für die schnellste Weltumrundung eines motorisierten Boots mit einer Dauer von 61 Tagen. Der Triumph wurde aber überschattet durch einen Unfall: Bei einem früheren Rekord-Versuch war die "Earthrace" im März 2007 vor der guatemaltekischen Küste mit einem Kutter kollidiert. Dabei starben drei Fischer. Die Crew des Schnellbootes wurde jedoch von aller Schuld freigesprochen.
Auch die "Bob Barker" ist nach einem prominenten Unterstützer benannt, dem früheren US-Starmoderator Bob Barker, der über tausend Folgen der US-Version der Sendung "Der Preis ist heiß" moderierte und der Organisation Sea Shepherd sogar fünf Millionen Dollar spendete und damit den Erwerb des Walfangschiffes in Norwegen möglich machte. Quelle: Tim Schwabedissen



Neue Expedition zur "Centaur" auf dem Weg
(8.1.10) Am 8.1. begann eine neue Expedition der "Seahorse Spirit" zum gesunkenen australischen Hospitalschiff "Centaur", das unlängst 48 Kilometer östlich von Moreton Island von Wrackjäger David Mearns in 2059 Metern Tiefe entdeckt wurde. Als ein japanisches U-Boot die "Centaur" 1943 versenkte, konnten von den 332 Menschen an Bord nur 64 gerettet werden. Das Auslaufen des Forschungsschiffes verzögerte sich, weil ein neues Teil für das mitgeführte U-Boot erst am 7.1. in neun Metern Tiefe im Brisbane River getestet werden konnte. Die "Seahorse Spirit" wird mehrere Tage an der Versenkungsstelle operieren, Videomaterial des Wracks erstellen und eine Gedenkplakette der Angehörigen der Toten in zwei Kilometern Tiefe befestigen. Bevor die eigentliche Arbeit beginnt, soll aber zunächst am 8.1. das Wrack der "Kyogle" 17 Kilometer vom Leuchtfeuer Moreton Island dokumentiert werden. Das Schiff wurde in den 1950er Jahren von der australischen Luftwaffe als Zielschiff auf 178 Metern Tiefe versenkt und in den 90er Jahren versehentlich für die "Centaur" gehalten, bis Rekordtaucher Trevor Jackson im Jahr 2002 die Identität klärte. Bevor die "Seahorse Spirit" schließlich nach Brisbane zurückkehrt, soll auf der Rückreise versucht werden, einen SM30 Sidescan-Sonarfisch zu bergen, der bei der vorangegangenen "Centaur"-Expedition im Dezember 2009 verloren ging. Quelle: Tim Schwabedissen



Midnight Blue sank wegen alternder Plastikkappen und zu hohen Gewichts
(8.1.10) Eine Kombination aus Vernachlässigung und strukturellem Gewicht verursachte am 1.11. den Untergang des 55 Fuß langen, zweistöckigen Hausbootes "Midnight Blue" auf dem Lake Oroville. Dies ist das Resultat einer am 7.1. abgeschlossenen, zwei Monate währenden Untersuchung des State Parks. Dieser war auf den Untergang aufmerksam geworden, als am Morgen des 1.11. ein weiteres, 49 Fuß langes Hausboot zu sinken drohte und bereits halb unter Wasser lag.. Dann erst fiel auf, dass die "Midnight Blue" fehlte, die an derselben Mooring lag. Nachdem die gemeinsame Haltetrosse gekappt war, konnte das zweite Boot stabilisiert werden. Ein Sonar entdeckte die "Midnight Blue" in 160 Fuß Wassertiefe auf einem Schelf. Sie zu bergen, dauerte vier Tage, das Verholen von der Bidwell Marina zu einer Werft weitere drei. Auf der Checkliste im Abschlussbericht der Untersuchung sind nun Versagen von Ausrüstung, Überladung und Unzulänglichkeiten beim Auftrieb vermerkt. Kunststoffkappen über Öffnungen in den Schwimmpontons waren nicht hinreichend instand gehalten und zum Teil getapet. Die Öffnungen der verschiedenen Abteilungen waren so nicht wasserdicht, und so konnten sie volllaufen. Das Hauptproblem aber stellten strukturelle Änderungen an dem Boot über die Jahre hin dar, die das Gewicht signifikant erhöhten und eine Schlagseite von drei Grad nach Steuerbord verursachte, durch die die Öffnungen unter der Wasserlinie zu liegen kamen. Die Kombination dieser Faktoren führte zu dem verhängnisvollen Wassereinbruch in neun der 16 Abteilungen an Steuerbord. An ihrem Liegeplatz außerhalb der Bidwell Marina, den sie seit September innehatte, war die "Mignight Blue" Wind und Wellengang ausgesetzt. Ein Sturm besiegelte dann das Schicksal des Bootes. Quelle: Tim Schwabedissen



Kaum Hoffnugn für 18 vermisste Flussfahrer
(8.1.10) Die Hoffnung, 18 vermisste Passagiere eines am 3.1. gesunkenen Bootes auf dem Rupnarayan River im East Midnapore-Distrikt in Westbengalen noch lebend zu finden, sind nahe Null, nachdem Schnellboote und Taucher vergeblich nach ihnen Ausschau hielten. Die Suche sollte aber noch mehrere Tage fortgesetzt werden. Auch das verunglückte Boot blieb trotz des Einsatzes von Fischernetzen zum Absuchen des Flussbodens ohne Erfolg. Im Einsatz waren 22 Boote und 22 Taucher sowie zwei Hovercraft. Quelle: Tim Schwabedissen



Vier Bootsfahrer vor Rudee Inlet gerettet
(8.1.10) Vor dem Rudee Inlet sank am Nachmittag des 7.1. das 26 Fuß lange Sportboot "Cheerio II". Die vier Bootsfahrer wurden von einem anderen Fahrzeug gerettet und zum Virginia Beach Fishing Center gebracht, wo sie medizinisch betreut wurden. Einer kam mit leichter Unterkühlung ins Krankenhaus. Die "Cheerio II" hatte 13 Meilen südöstlich des Rudee Inlet und 3.5 Meilen vor der Küste Wassereinbruch erlitten. Um 12.02 Uhr fing die Coast Guard einen Notruf auf und schickte ein Rettungsboot sowie mehrere Hubschrauber zum Unglücksort. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Kutterunglücke vor französischer Atlantikküste
(8.1.10) Am 3.1. um 20.49 Uhr funkte der Kutter "L'Indomptable" aus Saint Brieuc Notrrufe, nachdem er sechs Meilen nordnordöstlich von Erquy Wassereinbruch erlitten hatte. Ein Dolphin-Rettungshubschrauber wurde mit einer Lenzpumpe zum Havaristen geschickt, ebenso das Rettungsboot aus Erqui. Es gelang der zweiköpfigen Crew, ihr Schiff zu stabilsieren und eskortiert von dem SNSM-Boot um 22.50 Uhr den Hafen von Dahouët zu erreichen.
Bereits am 31.12. um 20.58 Uhr hatte der Skipper des 10 Meter langen Kutters "Tamohmah " aus Arcachon Mayday gefunkt, nachdem sein Schiff zwei Meilen südlich von Chassiron auf der 'Ile d'Oléron bei bis zu 28 Kilometern Windgeschwindigkeit Wassereinbruch erlitten hatte. Ein Dolphin-Helikopter aus La Rochelle winschte ihn um 22.15 Uhr auf und flog ihn zur Base in La Rochelle. Quelle: Tim Schwabedissen



Party bis zum Untergang
(8.1.10) Der Kapitän der philippinischen Fähre "Baleno 9" hatte Damenbesuch und Bier auf der Brücke, bevor das Schiff in der Nacht des 26.12.2009 sank. Dies sagte ein Überlebender am 7.1. bei einem Hearing aus. Er sah den Schiffsführer Fastfood essen und mit mindestens zwei Frauen eine Art Weihnachtsfeier begehen.
Eine von ihnen wurde später tot aufgefunden, der Kapitän selbst gilt als vermisst. Insgesamt 132 Fahrgäste waren an Bord der Fähre gegangen, die 37 Minuten nach dem Auslaufen von Calapan City nach Batangas City unterging. Sechs Tote wurden bislang geborgen, 72 Menschen leben gerettet und 54 weitere vermisst.
Der Überlebende gab weiterhin an, dass die Crew die Fahrgäste nicht sofort über die Notsituation informierte, als das Schiff Schlagseite entwickelte. Auch wurden die in den Fahrzeugen befindlichen Passagiere nicht aufgefordert, diese zu verlassen, nachdem Wasser ins Wagendeck eingedrungen war. Der Zeuge sagte aus, dass die Laschings von Fahrzeugen lose waren und diese sich stark bewegten. Es waren 10 Trucks an Bord, obwohl nur sechs erlaubt waren. Der Untergang selbst vollzog sich in kurzer Zeit. Niemand war mehr in der Lage, Rettungswesten zu ergreifen.
Es gab keine Unterstützung durch die Crew. Es gab auch keine Aufforderung, das Schiff zu verlassen. Statt die Küstenwache zu alarmieren, wurde der Eigner, die Besta Shipping Lines, über Funk kontaktiert. Erst als zwei Schwesterschiffe der "Baleno 9", die keine Auslaufgenehmigung hatten, den Hafen in großer Eile verließen, wurde die Küstenwache aufmerksam, dass etwas geschehen war. Die Eigner der "Baleno 9" baten die Maritime Industry Authority (Marina), die Aufforderung zur Bergung möglicherweise in dem Wrack befindlicher Toter zurückzunehmen.
Der Anwalt der Besta Shipping Lines sagte, es gebe eine Direktive, die Körper zu bergen. Dies ist aber derzeit nicht möglich, und Besta sei gezwungen, die Order zu brechen. Das Schiff liegt in über 1100 Fuß Tiefe, und Arbeiten in dieser Tiefe seien für die Firma nicht zu leisten.
Das Unglück hatte sich nur zwei Tage nach dem Untergang der "Catalyn B" in der Malina Bucht vor Maragondon, Cavite, ereignet, von der immer noch 17 der 73 Passagiere vermisst werden. Die Leichenbergung an diesem Schiff sollte am 8.1. fortgesetzt werden. Die Ausrüstung der Taucher musste ergänzt werden, und diese brauchten einen Tag Pause, nachdem sie vier Tote bargen, die inzwischen nach Caloocan City gebracht wurden.
44 Menschen sind weiterhin vermisst, nachdem das Schiff 1,6 Meilen südöstlich von San Agapito, Verde Island, in Batangas nach Kollision mit der 369 Tonnen großen "Anatalia" der FilMariner Aquaventure sank, die gerade nach Navotas einlaufen wollte. Die improvisierte Ausrüstung der Taucher erlaubte immerhin aber das zweimalige Eindringen in die "Catalyn B", die 69 Fuß jenseits der Trainingstiefe liegt. Noch nie waren die bis auf Arbeitstiefen von 150 Fuß trainierten Taucher so tief abgestiegen. 21 ausgewählte Taucher waren an der Mission beteiligt, die mit Gemischen aus Helium, Nitrogen und Sauerstoff arbeiteten.
Die Ausrüstung wurde bei dem Tieftauchgang auch beschädigt. Druckluftregulatoren und Tankschläuche mussten danach ausgetauscht werden. Jeder Taucher trug zwei statt sonst einer Sauerstoffflasche. Je zwei standby-Taucher waren in 40 und 120 Fuß Tiefe bereit, und Ersatzflaschen in verschiedenen Tiefen an Leinen festgemacht. Dadurch könnte ein zum Auftauchen gezwungener Taucher seine Dekostopps einhalten. Planmäßige Dekostopps von je einer Viertelstunde waren in 40, 30 und 20 Fuß Tiefe angesetzt. Unter einem Bett fanden die Taucher in der "Catalyn B" auch ein Baby, das unversehrt und "wie ein Engel" aussah. Es befand sich im Passagierbereich nahe des Achterschiffs des 28,15 Meter langen Holzgefährts. Quelle: Tim Schwabedissen



Heizung wurde deutlich zu heiß - Schiff brannte
(8.1.10) Auf einem Werftgelände in Minden geriet in der Nacht zum 7.1. das Binnenschiff "Lankowitz", 813 ts (EU-Nr.: 04015050), in Brand. Nachdem die Dieselheizung des Schiffes aus zunächst ungeklärter Ursache Feuer gefangen hatte, versuchte der Kapitän vergebens, die Flammen mit einem Feuerlöscher zu ersticken. Erst die Feuerwehr konnte den Brand löschen. Der Schiffsführer wurde mit einer Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Am Schiff entstand ein Schaden von mehreren tausend Euro. Die 1950 bei Schulte & Bruns erbaute, 67 Meter lange und 8,18 Meter breite "Lankowitz" lag seit Anfang Dezember zu Reparaturarbeiten auf der Werft. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter sank in Whitby
(8.1.10) Am 4.1. sank in Whitby Harbour der Kutter "Linzie - H MH5" aus Middlesborough. Das Schiff war nahe des Grand Turk vermoort, als es über das Heck zu sinken begann. Unterdessen machten sich Taucher daran, das Wrack wieder an die Wasseroberfläche zu holen. Quelle: Tim Schwabedissen



Käpt'n Blaubär auf der Elbe unterwegs
(8.1.10) Am 6.1. um 18.30 Uhr wurde auf der Unterelbe in Höhe Glückstadt bei Tonne 78 der niederländische Frachter "Little Jane", 851 BRZ (IMO-Nr.: 245289000), durch die Wasserschutzpolizei gestoppt. Das Schiff war zuvor durch ungewöhnliche Fahrmanöver aufgefallen. Die Besatzung des Funkstreifenbootes "WS 20" überprüfte den Kapitän des Schiffes. Ein anschließend durchgeführter Alkoholtest bei ihm ergab 1,84 Promille. Ein Richter am Amtsgericht Itzehoe ordnete eine Blutprobenentnahme und eine Sicherheitsleistung in Höhe von 3.000 Euro an. Es wurde ein Weiterfahrverbot ausgesprochen. Die Ermittlungen des Wasserschutzpolizeikommissariates 1 dauerten an.
Erst am 19.9. 2008 musste ein geistesgegenwärtiger Lotse im Öresund zwischen Dänemark und Schweden eine Strandung der "Little Jane" verhindern. Damals drohte sie in zu flache Gewässer zu geraten, weil die komplette Besatzung schlief. Eher zufällig sah er von seinem Boot aus, dass der Frachter Kurs auf viel zu flache Gewässerteile genommen hatte. Als auf dem Frachter, der in der nordgehenden Verkehrstrennungszone mit neun Knoten in südöstlicher Richtung lief, weder auf Funksprüche über VHF noch auf Lichtsignale reagiert wurde, ging der Lotse mit seinem Boot längsseits und kletterte auf das Schiff. Niemand an Bord war wach. Im Ruderhaus fand der Lotse den fest schlafenden Kapitän vor. Dieser erwachte auch nicht, als der Lotse die Fahrt drosselte und den Kurs änderte. Als es dann doch endlich gelungen war, ihn zu wecken, machte er einen betrunkenen Eindruck. Die herbeigerufene Wasserschutzpolizei nahm ihn zu einer Blutprobe mit. Der Frachter musste in dänischen Gewässern vor Anker gehen. Nach Angaben des schwedischen Lotsen wäre die "Little Jane" nach weiteren zehn steuerlosen Minuten auf Grund gelaufen. Quelle: Tim Schwabedissen



Die beschädigt 'Adi Gil' und Kollisionsgegner 'Shonan Maru 2'
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Kampf um die "Ady Gil" dauert an
(7.1.10) Während der gesamten Nacht, die auf die Kollision des 18-Tonnen-Trimarans "Ady Gil" mit dem 52 Meter langen japanischen Walfänger "Shonan Maru 2" 2300 Kilometer südlich von Tasmanien am 6.1. folgte, versuchten Aktivisten von Sea Shepherd, das Gefährt vor dem Untergang zu bewahren. Es war gelungen, das schwer beschädigte Schiff, dem 4,5 Meter des Bugs fehlten, längsseits des 1200 Tonnen großen Mutterschiffes "Bob Barker", eines einstigen Walfängers, zu ziehen und so viel Ausrüstung wie möglich zu retten. Der zentrale Bereich des Rumpfes war geflutet, der Bug gesunken.
Für den Fall eines Verlustes auch des verbliebenen Torsos wurden Öl, Benzin und Batterien entfernt, um die dann entstehenden Umweltschäden zu minimieren. Der Versuch, das Wrack zu schleppen, erwies sich als schwierig. In Fahrtrichtung würde der Rumpf weiter geflutet werden, und übers Heck zu ziehen ist kompliziert und führt ebenfalls zu Wassereinbrüchen. Hoffnung lag auf einem in der Nähe befindlichen französischen Forschungsschiff, dessen Bordkran die "Ady Gil" an Deck nehmen könnte und zu dessen Basis in Dumont d`Urville transportieren, von wo aus die Möglichkeit bestünde, sie nach Hobart zurück zu bringen.
Die sechsköpfige Crew überlebte das Unglück, ein Mann erlitt Rippenbrüche. Ein anderer sagte aus, er habe dem Tod ins Auge geblickt, als der Bug des Walfängers sich über ihm auftürmte und dann in den Rumpf, auf dem er gestanden habe, schnitt. Er habe sich mit einem Sprung aufs Achterdeck retten können.
Die Crew der "Shonan Maru 2" habe derweil die Attacken mit Wasserrohren fortgesetzt. Der Kapitän der "Ady Gil" funkte sofort Mayday. Dann setzte die "Bob Barker" ihre Rettungsboote aus, die die angeschlagene "Ady Gil" erreichten, als die Crewmitglieder, von denen fünf aus Neuseeland und eines aus Holland stammte, ihre Pässe geschnappt und sich zur Evakuierung bereit gemacht hatten. Glück im Unglück war, dass der Walfänger so weit vorne auftraf, sonst wäre der zwei Millionen Dollar teure und 50 Knoten schnelle, aus Karbon und Fiberglas konstruierte Trimaran, der 2008 als "Earthracer" binnen 61 Tagen die Welt in Rekordzeit umrundete, binnen kürzester Zeit gesunken.
Derweil ist eine Diskussion um die Umstände der Kollision entbrannt. Die "Ady Gil" hatte von Steuerbord kommend Wegerecht, allerdings änderte sie mehrfach Kurs und Geschwindigkeit. Nach Aussage der Crew ging diese davon aus, dass die "Shanon Maru 2" das im Wasser dümpelnde Gefährt passieren würde, statt dessen wurde das LRAD, eine Akustikwaffe , aktiviert, und der Trimaran mit Wasser unter Feuer genommen. Dann sei es auf das Schnellboot zugedreht und habe es überlaufen. Es könnte sich auch um eine Fehleinschätzung des japanischen Kapitäns gehandelt haben. In Australien wurden politische Forderungen laut, die Marine zur Beobachtung zu entsenden. Die Kollision ereignete sich im australischen SAR-Einsatzgebiet, wenn auch außerhalb dessen Wirtschaftszone. Der Umweltminister verurteilte den Zwischenfall und mahnte die Konfliktparteien zur Mäßigung. Der Kollision vorausgegangen war eine Konfrontation der "Ady Gil" mit dem japanischen Walfänger "Nisshin Maru", der mit Buttersäureprojektilen und Laserstrahlen unter Feuer genommen wurde. Neuseeland will eine Untersuchung der Kollision durchführen. Quelle: Tim Schwabedissen



Kran ging über Bord
(7.1.10) Ein Kran ist am 6.1. von einem Ponton in den Rhein gestürzt und blockierte diesen auf Höhe Koudekerk. Er war beim Bau einer neuen Kaimauer eingesetzt. Als der Ponton an eine andere Position verschleppt wurde, kam er ins Schwanken und fiel über Bord. Der Kranführer konnte sich unversehrt auf den Ponton retten. Am 7.1. sollte das Wrack des 90 Tonnen schweren Krans geborgen werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker wieder flott
(7.1.10) Der türkische Tanker "Kirazli Yali", 694 BRZ (IMO-Nr.: 7721847), der am 3.1. auf der Reise von Izmit nach Istanbul bei Di Burnu auf Grund gelaufen war, konnte am 6.1. gegen 20 Uhr von dem Schlepper "Söndüren 10" flottgemacht werden. Er war, ebenso wie das Rettungsboot "Kiyi Emniyeti 10", nach der Strandung zum Havaristen ausgelaufen. Am 5.1. um 10.45 Uhr akzeptierte der Tankerkapitän einen Bergungskontrakt. Die 7-köpfige Crew blieb ebenso wie die Schiffstanks unversehrt. Quelle: Tim Schwabedissen



Relais ließ Binnenschiff fast sinken
(7.1.10) Die Ursache für den Beinahe-Untergang des Binnenschiffes "Vigilia" bei Rheinkilometer 703 vor Rheindorf am 29.12. steht nun fest. Die Leverkusener Feuerwehr hatte seinerzeit die halbe Nacht lang mit mehreren Pumpen die mit Schrott beladene und über den Bug wegsackende "Vigilia" vor dem Untergang bewahrt. Die Feuerwehren aus Köln, Leverkusen sowie die Freiwilligen Feuerwehren Hitdorf und Schlebusch waren und andere Helfer setzten insgesamt über 50 Mann bei der Rettungsaktion ein.
Außerdem hatte sich ein anderes Rheinschiff, die "Richards Bay", neben die "Vigilia" gelegt, um sie zu sichern. Das örtliche Wasser- und Schifffahrtsamt teilte mit, dass durch die Fehlfunktion eines Relais eine Klappe im Schiffsrumpf geöffnet wurde. Das Schiff befindet sich, nachdem es in den vergangenen Tagen im Niehler Hafen entladen wurde, inzwischen auf dem Weg in eine niederländische Werft. Dort wird die "Vigilia" repariert. Quelle: Tim Schwabedissen



Kreuzfahrer in der Antarktis havariert
(7.1.10) Der Reiseveranstalter Travel Dynamics International musste die vom 8.-18.1. geplante Reise des unter Maltaflagge laufenden Kreuzfahrers "Clelia II", 4077 BRZ (IMO Nr.: 8708672) absagen. Erst müssen in Punta Arenas Reparaturen nach einer Havarie in der Antarktis am 26.12. durchgeführt werden. An diesem Tag hatte die 88 Meter lange "Clelia II" eine Anlandung von Passagieren einer Bucht auf Petermann Island in der Penola Strait durchgeführt. Die See war ruhig, doch eine stärker als angenommen herrschende Strömung drückte das Schiff auf die Insel zu. Dabei stieß der Steuerbord-Propeller auf Felsen. Daraufhin schaltete sich die Steuerbordmaschine ab, und die Stromversorgung an Bord brach zusammen. Eine geringe Menge Öl trat an der Welle aus, von einem Zodiac aus wurde aber verfolgt, wie diese sich rasch auflöste. Mithilfe der Backbordmaschine wurde die "Clelia II" dann von den Felsen fort wieder in tieferes Wasser zurückgezogen. Hier wurde auch die zweite Maschine abgestellt, um einen gründlichen Systemcheck durchführen zu können. Zuvor hatte der Kapitän die in acht Meilen Entfernung vor Pleneau Island stehende "Corinthian II", ein für denselben Charterer laufendes Schwesterschiff der "Clelia II", verständigt, die binnen einer Stunde vor Ort war.
Diese hatte eine Trosse vom Achterschiff zum Bug des Havaristen ausgeahren und stabilisierte diesen während der Untersuchung. Das Ausbooten der 53 Passagiere wurde derweil fortgesetzt, nachdem die Lage stabilisiert und die Stromversorgung mithilfe eines Generators wieder hergestellt war. Eineinhalb Stunden nach der Kollisiom mit den Felsen wurde die Backbordmaschine wieder hochgefahren und war voll einsatzfähig. Auch die Stromversorgung war wieder in vollem Umfang gewährleistet. Die Trosse zur "Corinthian II" wurde gelöst. Als die Passagiere von ihrem Landausflug zurück auf der "Clelia II" waren, wurde entschieden, dass das Schiff nach Ushuaia zurückkehren und dabei von der "Corinthian II" eskortiert werden sollte. Insgesamt waren 65 Passagiere und Bedienungen an Bord sowie 65 Mann Crew. Am 30.12. trafen beide Schiffe in Ushuaia ein. Dort fiel die Entscheidung, nicht nur die eigentlich für den Vortag avisierte nächste, sondern auch die folgende Kreuzfahrt abzusagen und Punta Arenas zur Reparatur des Propellers anzusteuern.
Die 88,32 Meter lange und 8,41 Meter lange "Clelia II" hat 3,35 Meter Tiefgang bei einer Verdrängung von 2420 Tonnen. Sie wurde 1990 bei der Cantiere Navale Ferrari in La Spezia erbaut und lief bis 1996 als "Renaissance 4" unter italienischer Flagge. Quelle: Tim Schwabedissen



Schlechter Tag für "Finga"-Kapitän
(7.1.10) Der Kapitän der "Finga", der sein 260 Fuß langes Schiff am 15.12. unterwegs von Fort William nach Troon mit einer Ladung Holz auf die Felsen der Insel Jura setzte, wurde wegen Trunkenheit zu 3300 Pfund Strafe verurteilt. Er sagte aus, er habe vor der Havarie mehrere Bier getrunken, um sich wach zu halten, und hinterher drei oder vier weitere vor Aufregung. Bei einem Atemtest sieben Stunden später war er immer noch viermal so stark alkoholisiert wie erlaubt. Nachdem das Schiff wieder aufgeschwommen war, war es in den Corryvreckan Whirpool - den drittgrößten der Welt - gezogen worden. Zwei Rettungsboote waren fünf Stunden lang im Einsatz, das Schiff und seine sechsköpfige Crew zu retten. Nach dem Festmachen in Oban wurde der Kapitän festgenommen. Nach dem Schuldspruch am 6.1. vor dem Oban Sheriff Court wurde er von seinem Reeder entlassen. Sein Anwalt sagte, sein Mandant habe normalerweise nicht getrunken auf Wache. Doch er habe sich ershcöpft gefühlt und deswegen zum Bier getrunken. Der bis dahin unbescholtene Kapitän bekannte sich schuldig und sagte, er sei tief beschämt. Quelle: Tim Schwabedissen



Schlechter Start ins Jahr für Crew der "Destroyer"
(7.1.10) Das Jahr 2010 war gerade zweieinhalb Stunden alt, als am Morgen des 1.1. der 40 Fuß lange Dorschkutter "The Destroyer" vor Near Island bei St. Paul Harbour strandete. Die Crew hatte nach einem langen Fangtag einen Navigationsfehler begangen. Mit dem nächsten Hochwasser konnte der Kutter wieder flottgemacht und lief St. Paul Harbor zur Inspektion an. Quelle: Tim Schwabedissen



Suche nach Vermissten der "Ocean Lark"
(7.1.10) Am 7.1. dauerte die Suchaktion nach den neun noch vermissten Seeleuten des gesunkenen Ankerziehschleppers "Ocean Lark" an. Im Einsatz waren die Patroullienboote RSS "Fearless" und RSS "Brave" der Marine Singapurs, jedes mit 30 Mann besetzt, ein Super Puma-Helikopter sowie drei Handelsschiffe. Sie durchkämmten ein 250 Kilometer großes Gebiet. Verstärkung wurde durch die Flugkörperkorvette RSS "Vigilance" erwartet, die 45 Meilen entfernt war. Die unter Singapur-Flagge laufende "Ocean Lark" war am 6.1. auf dem Weg von Batam nach Tarempa Naturna im indonesischen Riau-Archipel gegen fünf Uhr gekentert und gesunken. Erst nachdem fünf Stunden später ein anderer Schlepper zwei Überlebende in einer Rettungsinsel entdeckt hatte, wurde Alarm ausgelöst. Danach wurden aber lediglich zwei tote Besatzungsmitglieder in der See gefunden. Quelle: Tim Schwabedissen



Schlepper sank in Egg Harbor
(7.1.10) An der Egg Harbor Municipal Marina sank ein Schlepper am 6.1. Das U. S. Coast Guard Marine Safety Detachment (MSD) Sturgeon Bay bereitete gemeinsam mit dem Eigner die Bergung vor. Die Tankverschlüsse wurden zuvor abgedichtet und eine Ölsperre um das Wrack ausgelegt. Eine geringe Menge Öl war nach dem Untergang ausgelaufen. Quelle: Tim Schwabedissen



Wrackforscher bestätigen Fund der "Helen E."
(7.1.10) Bei den jüngst freigespülten Schiffsüberresten am North Spit der Coos Bay handelt es sich tatsächlich um die "Helen E.", einen einstigen U-Bootjäger der US-Marine aus dem 2. Weltkrieg. Dies bestätigte ein Experte des Coos Historical & Maritime Museum, in dem zunächst gemutmaßt worden war, es könnte sich um einen Schoner "Sacramento", der Anfang des 20. Jahrhunderts strandeten handeln. Doch die Bauart des jetzt gefundenen Wracks mit Verwendung von Holz und Metall deutet auf die am 5.3.1951 nördlich der Zufahrt zur Coos Bay gestrandete "Helen E." hin. Das Schiff wurde nach vergeblichen Bergungsversuchen in Brand gesetzt. Es war 1943 in Nyack als U-Bootsjäger "SC 1316" erbaut und nach dem Krieg als Kutter eingesetzt worden. 2008 war das Wrack bereits einmal freigelegt worden. Damals ragten die Spanten sechs bis acht Inch aus dem Wasser. Diesmal waren zeitweilig große Teile des Rumpfes sichtbar. Dies wurde durch eine von El Niño ausgelöste Stranderosion möglich. Inzwischen aber ist der Schiffsrest wieder verschwunden, und es wird gerätselt, ob es weitere 50 Jahre dauert, bis er sich wieder zeigt. Quelle: Tim Schwabedissen



Brennender Kutter setzte Bootshaus in Brand
(7.1.10) Am 6.1. um 16.48 Uhr wurde der Polizei in Süd-Trøndelag der Brand eines Kutters in Sula gemeldet. Die Flammen breiteten sich rasch aus und erfassten ein ganzes Bootshaus. Nun war nichts mehr zu retten, es brannte vollständig nieder. Die Löscharbeiten wurden durch Frost behindert. Es kamen auch Löschboote aus Mausund und Frøya zum Einsatz. Menschen kamen nicht zu Schaden. In dem Bootshaus war aber eine Menge Ausrüstung gelagert. Sula ist ein traditionsreicher Fischereihafen in Trøndelag in der Frøya-Kommune. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter macht Wasser
(7.1.10) Der unter Barbados-Flagge laufende Containerfrachter "ECL Commander", 3850 BRZ (IMO-Nr.: 9143829), erlitt am Abend des 6.1. um 19.30 Uhr an Liegeplatz 20 in Lagmannsholmen in Kristiansand Wassereinbruch. Die herbeigerufene Feuerwehr war während der folgenden Stunden damit beschäftigt, das eindringende Wasser wieder auszupumpen. Der Havarist hatte leichte Steuerbordschlagseite. Es gelang nicht, die Ursache der Leckage zu finden, sodass auf den Einsatz von Tauchern zum Abdichten des Rumpfes gehofft wurde. Auch ein Kranführer war in Bereitschaft, falls das Löschen von Containern sich als notwendig erweisen sollte. Der 100 Meter lange und 16,5 Meter breite Frachter verdrängt 4766 Tonnen. Er entstand 1997 bei ENVC in Viana do Castelo in Portugal und lief bis 2000 als "Doris". Er führte bis 2006 die deutsche Flagge und wird derzeit von der Wilson Shipowning in Bergen bereedert. Quelle: Tim Schwabedissen



"Ady Gyl" sinkt   Großbild klick!
Walfänger versenkt Boot von Tierschützern
(6.1.10) Nach der Kollision mit einem japanischen Walfänger ist das neuseeländische Schnellboot "Ady Gyl" der Tierschutzorganisation Sea Shepherd Conversation Society von dem Walfänger "Shonan Maru 2" überlaufen worden und drohte auf 64.03 S 143.09 N in der Antarktis zu sinken.
Dem 24 Meter langen Schnellboot "Ady Gil" wurde auf einer Länge von drei Metern der Bug abgerissen, so dass Wasser eindrang. Die Bergungschance wurde als gering eingeschätzt. Der frühere Walfänger "Bob Barker", der als Begleitschiff der "Ady Gil" fungiert, versuchte, zu retten, was zu retten war. Die sechs Aktivisten an Bord, fünf Holländer und ein Indonesier, wurden von ihm an Bord genommen, einer war verletzt.
Sea Shepherd warf der Besatzung der "Shonan Maru 2" vor, die "Ady Gil" in der Nähe der Commonwealth-Bucht absichtlich gerammt zu haben. Das Sea-Shepherd-Boot habe sich zum Zeitpunkt des Zwischenfalls nicht bewegt. "Als sie bemerkten, dass die "Shonan Maru 2" direkt auf sie zuhielt, versuchten sie, zurückzusteuern, um den Bug wegzubewegen, aber das war zu spät.
Die ´Shonan Maru´ korrigierte ihren Kurs und pflügte direkt über das vordere Ende des Boots," hieß es. Nach Darstellung des japanischen Walforschungsinstituts fuhren die Aktivisten dagegen absichtlich direkt vor die "Shonan Maru", nachdem sie zuvor versucht hätten, den Propeller mit einer Leine zu blockieren. Die Crew habe noch versucht, das Boot mit Wasserwerfern fernzuhalten. Die "Ady Gil" ist das einstige Rennboot "Earthrace", ein futuristischer Trimaran, der 57 Meilen Geschwindigkeit erreichte und 2008 den Weltrekord der kürzesten Weltumrundung aufstellte. Das aus Karbon gefertigte Schiff stieß im Oktober 2009 zur Sea Shepherd-Flotte. Quelle: Tim Schwabedissen



Türkischer Tanker gestrandet
(6.1.10) Am 3.1. lief der unter türkischer Flagge registrierte Tanker "Kirazli Yali", 694 BRZ (IMO-Nr.: 7721847), bei Dilburnu auf Grund. Er befand sich auf der Fahrt von Izmit nach Istanbul und hatte sieben Mann Besatzung. Das Rettungsboot "Kiyi Emniyeti 10" und die "Söndüren 10" kam dem Havaristen zu Hilfe. Der 1978 erbaute Tanker ist 65,04 Meter lang und 9,4 Meter breit. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter vor Holland gestandet
(6.1.10) Der holländische Trawler "Adrianus - OD 7", 91 BRZ (IMO: 8432390), lief am 5.1. im Slijkgat auf Grund. Zuvor hatte es Probleme mit dem Gyroskop gegeben. Das Rettungsboot "Antoinette" der KNRM-Station Stellendam kam um 10.30 Uhr der vierköpfigen Crew zu Hilfe. Der Havarist wurde in tieferes Wasser geschleppt und konnte dann seine Fahrt mit eigener Kraft fortsetzen. Die 1985 erbaute "Adrianus" ist in Ouddorp beheimatet und hat eine Länge von 24,45 Metern. Eigner ist die K. Klijn BV. Quelle: Tim Schwabedissen



Containerfrachter brannte in Sydney
(6.1.10) Bei einem Brand auf dem chinesischen 4713-TEU-Frachter "APL Columbia", 18585 tdw (IMO-Nr. 9108233) in Port Botany in Sydney erlitten am 5.1. 16 Besatzungsmitglieder Rauchvergiftungen und ins Krankenhaus eingeliefert werden. Das Feuer brach in einer Kabine aus und wurde um 1.30 Uhr von deren Bewohner bemerkt. Vergeblich versuchte er, die Flammen zu löschen. Als die Feuerwehr an der Friendship Road eintraf, drang bereits dichter Rauch aus dem Brückenhaus. Es gelang, den Brand auf die Kajüte und den angrenzenden Korridor zu begrenzen. Um 5.30 Uhr war es mit der bordeigenen Löschausrüstung unter Kontrolle gebracht. Am Morgen des 6.1. durfte der 1995 erbaute, 168,8 Meter lange Frachter Sydney nach Neuprogrammierung der Feuerlöschsysteme und allgemeinen Untersuchungen wieder verlassen. Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht strandete beim Schnorcheln
(6.1.10) Am 4.1. um 14 Uhr lief vor West-Oahu nahe des Kahe-Kraftwerks die 38 Fuß lange Yacht "Priscilla Mary" auf Grund. Sie lag vor Anker, und die Besatzung war am Schnorcheln, als der Wind aufbriste und das Boot auf Grund trieb. An Bord waren 190 Gallonen Öl. 24 STunden nach der Strandung gelang es, das Boot zu bergen. Es wurde von einem Kran aus dem Wasser gehoben und auf einem Trailer abgesetzt. Es zeigte sich, dass das Boot erheblichen Schaden genommen hatte. Der Kiel war abgebrochen, und im Rumpf fehlten Stücke. Die Yacht wurde zu einer Werft in Kapolei gebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Wrack nach 60 Jahren wieder aufgetaucht?
(6.1.10) Das Wrack eines Schiffes, möglicherweise des besegelten Fischfängers "Helen E" ist am Strand des North Spit in Oregon durch Sandverlagerungen wieder sichtbar geworden. Der Rumpf ist zwischen 125 und 150 Fuß lang, und es könnte einen Dampf- oder Dieselantrieb gegeben haben. Es könnte sich auch um die 1905 gestrandete "Sacramento" handeln, dieser Schoner verunglückte sieben Meilen nördlich der Coos Bay, und landete eine Meile südlich der "Sujameco", die am Horsfall Beach verloren ging, auf dem Strand. Die "Sujameco" ist meist bei Niedrigwasser in den Wintermonaten sichtbar. Die "Helen E" strandete am 5.3.1951 vier Meilen nördlich der Coos Bay. Das Fischereifahrzeug war nach einwöchiger Fangreise in schwerem Sturm gestrandet. Der Rumpf wurde in Brand gesetzt, die Reste versandeten. Quelle: Tim Schwabedissen



Drogen auf gestrandetem Frachter entdeckt
(6.1.10) Auf dem in der vergangenen Woche vor Cagayan gestrandeten, nordkoreanischen Frachter "Nam Yang 8", 3537 BRZ (IMO-Nr. 7913385) wurden illegale Drogen entdeckt. Es handelte sich nach Angaben der Küstenwache um Amphetamine und Marihuana. Das Schiff liegt vor Barangay Pasaleng, Pagudpud, Ilocos Norte. Die 22-köpfige Crew hatte den überladenen Frachter am Morgen des 1.1. vor Claveria auf der Reise nach China aufgegeben, als er sich auf die Seite legte. Sie hatte Barangay Taggat Norte in einem Rettungsboot erreicht und halt sich nun in Claveria auf, während die Untersuchung andauert. An Bord waren 2615 Tonnen Magnetit gewesen. Die "Nam Yang 8" verdrängt 5661 Tonnen, ist 101 Meter lang und 15,7 Meter breit. Sie wurde als "Yushima Maru" bei der Murakami Hide Shipbuilding in Ikata 1979 erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Weitere vier Tote aus philippinischer Fähre geborgen
(6.1.10) Taucher der Philippine Coast Guard bargen am 6.1. vier Tote aus dem Wrack der vor Limbones Island gesunkenen Fähre "Catalyn B". Es handelte sich um drei Frauen und ein Baby. Die Toten wurden zum Hauptquartier der Küstenwache in Manila gebracht. Die Arbeiten der Taucher sollen am 7.1. fortgesetzt werden. Mit der Bergung der Leichen stieg die Anzahl der aufgefundenen Toten auf 10, 17 Personen galten noch als vermisst. 44 Passagiere überlebten den Untergang am Weihnachtstag. Quelle: Tim Schwabedissen



"CSCL Hamburg" demolierte bei Strandung Korallenriff
(6.1.10) Bei der Strandung des Containerfrachters "CSCL Hamburg" nahe Sharm el Sheikh ist am Korallenriff ein beträchtlicher Schaden entstanden. Das Schiff hatte das Jackson Reef passiert und versuchte, eine Enge zwischen dem Woodhouse- und Thomas Reef zu durchlaufen, als es mit hoher Geschwindigkeit auflief und auf 20 Metern Länge festkam. Taucher stellten fest, dass im Strandungsbereich in einem Bereich von 30 Metern Breite und 20 Metern Länge die Riffplatte stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Bis in 45 Metern Tiefe wurden Korallen zerstört. Der Rumpf des Frachters wurde durch die Wucht des Aufpralls aufgerissen. Das ursprünglich mit dem Bug nach Süden liegende Schiff wurde inzwischen von der Strömung in nördliche Richtung zur Straße von Tirana gedreht. Bislang ist immerhin kein Öl ausgelaufen. Quelle: Tim Schwabedissen



Britische Ermittler erhoffen Erkenntnisse über Untergang der "Etoile des Ondes" in Hamburg
(6.1.10) In der kommenden Woche sollen zwei Inspektoren der Polizei in South Devon nach Hamburg reisen, um Erkenntnisse über den Untergang des in Teignmouth beheimateten Kutters "Etoile Des Ondes" zu gewinnen, der vermutlich von dem Frachter "Alam Pintar" überlaufen wurde. Das Schiff ist derzeit nach Baltimore unterwegs. Es hatte sich am 20.12. im Englischen Kanal befunden, als der Krabbenkutter sank. Dabei kam ein Fischer aus Teignmouth ums Leben. Sein Leichnam wurde noch nicht entdeckt. Die Ermittlungen sind kompliziert, da sich die Havarie in internationalen Gewässern ereignete, das Schiff in Singapur registriert ist und eine britische Crew hat. Quelle: Tim Schwabedissen



11 Schlepperfahrer vor Singapur vermisst
(6.1.10) 11 indonesische Seeleute wurden 54 Kilometer östlich von Singapur vermisst, nachdem am Morgen des 6.1. der 57,2 Meter lange Schlepper "Ocean Lark", 767 BRZ (IMO-Nr.: 7312086), vor der Insel Pedra Branca sank. Zwei Mann wurden fünf Stunden nach dem Untergang von einem Versorger gerettet. Sie trieben 16 Meilen östlich der Insel in einer Rettungsinsel. Eine SAR-Operation unter Beteiligung der Luftwaffe, Marine und von Handelsschiffen lief daraufhin an. Die "Ocean Lark" war unterwegs von Batam in Indonesien nach Matak. Bei der "Ocean Lark" handelt es sich um die einstige "Seabulk Lark", einen 1973 erbauten Ankerzeihschlepper von 5100 PS. Er wurde als "Rig Tugger" auf der Bolsones Werft in Norwegen erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter brannte in der Ostsee
(6.1.10) Der unter Bahamas-Flagge laufende Frachter "Baltimar Neptune", 2854 BRZ (IMO-Nr.: 8607672), geriet am 5.1. gegen 14 Uhr 40 Meilen vor dem dänischen Thisted in Brand. Weil das Schiff in schwerer See trieb, wurde vorsorglich ein Seaking-Hubschrauber von der norwegischen Basis Sola in Marsch gesetzt. Es gelang der 11-köpfigen Crew aber, das Feuer eine Stunde nach Ausbruch zu löschen. Nachdem das Schiff mit eigener Kraft Kurs auf Ventspils genommen hatte, kehrte der Helikopter zurück. Es wurde 1988 auf der Donghai-Werft in Shanghai als "Mary Durack" erbaut und wird von der Kopenhagener Baltimar betrieben. Der Frachter ist 91 Meter lang, 14,71 Meter breit und verdrängt 3182 Tonnen. Quelle: Tim Schwabedissen



"Sheila Rene" wieder flott   Großbild klick!
Kutter nach zwei Tagen von Barre gezogen
(4.1.10) Der 77 Fuß lange Trawler "Sheila Rene", der auf einer Sandbank vor den Outer Banks festgesessen hatte, konnte am Abend des 3.1. freigeschleppt und in tieferes Wasser gebracht werden. Er war am Neujahrstag auf der Oregon Inlet Barre gestrandet. Am Morgen des 2.1. waren vorsorglich drei Personen und der Bordhund durch einen Helikopter abgeborgen worden. Das Schiff kam danach frei, doch geriet es gegen neun Uhr am 3.1. erneut auf Grund. Erst um 20.30 Uhr gelang es, den Kutter endgültig flottzumachen. Er sollte am 4.1. nach Wanchese eingeschleppt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter geriet vor Terschelling in Brand
(4.1.10) Am Morgen des 4.1. brach auf dem holländischen Kutter "Andries de Vries - UK 143" (IMO-Nr.: 9021497) aus Urk um 9.30 Uhr nach einer Explosion ein Macshinenraumbrand aus. Das Schiff stand zu der Zeit 70 Kilometer vor Terschelling. Nachdem versucht wurde, den Maschinenraum abzuschotten und den Brand durch Flutung mit CO2 zu löschen, gescheitert waren, wurden zwei Mann der fünfköpfigen Crew vorsorglich durch SAR-Hubschrauber abgeborgen und nach Den Helder gebracht. Das KNRM-Boot "Arie Visser" aus Terschelling, die "Esvagt Connector" der Küstenwache, der aus Aalesund kommende Kühlfrachter "Polfoss" (IMO-Nr.: 9393917) aus St. Johns, ein weiterer Urker Kutter sowie ein Bergungsschlepper von Hurricane kamen dem 40 Meter langen, 1990 erbauten Kutter der Vries BV zu Hilfe. Quelle: Tim Schwabedissen



Skipper in Seenot durch Küstenwache und Marine gerettet
(4.1.10) Am Morgen des 3.1. retteten Coast Guard und US Navy gemeinsam den Skipper der Yacht "Gloria A Dios", die 250 Meilen östlich von Cape Hatteras gesunken war. Die US Coast Guard hatte am Vortag um 17.07 Uhr einen Notruf aufgefangen und von der Air Station Elizabeth City eine HC-130J Hercules aufsteigen lassen. Um 18.30 Uhr hatte die Flugzheugcrew Kontakt zum Skupper, dessen Boot am 30.12. in stürmischer See leckgeschlagen war. Es stellte sich dann heraus, dass der Flugzeugträger USS "Dwight D. Eisenhower" das nächste Schiff war. Die Hercules warf eine Rettungsinsel nahe der "Gloria A Dios" ab, nachdem diese um 21.30 Uhr durch eine große Welle entmastet worden war und zwei Löcher in die Kajüte an Steuerbord gerissen worden waren. Die Yacht sank um 21.30 Uhr. Ein Helikopter der "Eisenhower" barg den Skipper eine Stunde später aus der See und flog ihn, begleitet von der Hercules, über 100 Meilen zurück zum Träger. Nachdem der Jayhawk aufgetankt war, flog er den Mann nach Elizabeth City, wo er am 3.1. um 3.45 Uhr eintraf. Quelle: Tim Schwabedissen



ROV entdeckt Tote unter Tischen und Kojen der "Catalyn B"
(4.1.10) Die philippinische Coast Guard untersuchte das Wrack der gesunkenen Fähre "Catalyn B" in Vorbereitung einer Leichenbergung mit einem ROV. Tote wurden unter Tischen und Kojen eingeklemmt gesichtet, was die Arbeit der Tiefseetaucher erschwert. Am 6.1. sollen Taucher in den Rumpf vordringen. Der Einsatz des ROV wurde durch raue See erschwert. Mindestens 22 Menschen sind nach dem Untergang vor Limbones Island noch vermisst. Quelle: Tim Schwabedissen



Freakwave überschwemmte englischen Kutter
(4.1.10) Ein Fischer aus Portland musste mit Unterkühlungen und Schnittverletzungen behandelt werden, nachdem sein Kutter "Nimble WH 478" beinahe von einer Freakwelle vor Portland Bill versenkt worden war. Das RNLI-Rettungsboot aus Weymouth und ein Helikopter der Küstenwache kamen dem Skipper zu Hilfe, nachdem eine an die 30 Fuß hohe Welle das Fenster des Ruderhauses eingeschlagen und das Boot überschwemmt hatte. Zwei weitere Besatzungsmitglieder lenzten das Wasser aus dem Achterschiff, während der verletzte Skipper versuchte, das Schiff unter Kontrolle zu bekommen. Es gelang ihm, von den Rettungsdiensten überwacht mit eigener Kraft in den Hafen zu kommen. Der Schaden am Kutter wurde auf 1,200 Pfund geschätzt. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Trawler in Singapur
(4.1.10) Auf dem 60 Meter langen, amerikanischen Trawler "Pacific Princess", 991 BRZ, brach in der Nacht zum 3.1. auf dem Singapore Technologies Marine's Shipyard in Tuas Road ein Feuer aus. Der Brand wütete eine Dreiviertelstunde, bevor er unter Kontrolle gebracht werden konnte. Die Singapore Civil Defence Force (SCDF) war um 21.50 Uhr alarmiert worden, nachdem eine Wache in einer Fabrik in Tuas Basin Link das sich auf zwei Decks ausbreitende Feuer entdeckt hatte. Fünf Löschfahrzeuge hatten das Feuer um 22.35 Uhr im Griff. Die "Pacific Princess" wurde 1978 erbaut und wird betrieben von der , Pacific Princess Partnership Ltd. Sankt-Diego, Kalifornien. Quelle: Tim Schwabedissen



"Victor" nach vier Tagen in Sicherheit
(4.1.10) Der seit Silvester im japanischen Meer treibende Frachter "Victor" traf am 3.1. samt seiner 19-köpfigen Besatzung und fünf Mitreisenden wohlbehalten in Wladiwostok ein. Am 1.1. waren zwei russische Schlepper an dem 40 Meilen vor der russischen Küste driftenden Schiff eingetroffen. Ein Schiff der russischen Küstenwache hatte sich in der Nähe aufgehalten. Trotz stürmischer See gelang es um 9.30 Uhr, den Havaristen in den Hafen zu bringen. Quelle: Tim Schwabedissen



Großtanker auf Grund gelaufen
(4.1.10) Am Morgen des 2.1. ist unweit der Insel Aegna in Estland der unter Hongkong-Flagge laufende, südkoreanische Tanker-"Pacific Empire", 115577 tdw, auf Grund gelaufen. Am 3.1. gelang es gegen 21 Uhr Schleppern, das Schiff wieder flottzumachen und auf die Reede von Muuga zu ziehen. Der Havarist trug leichte Schäden davon. Das 2008 erbaute Schiff wird operiert von der Cido Shipping (Korea) Co. Ltd. in Südkorea. Quelle: Tim Schwabedissen



"CSCL Hamburg" sitzt fest   Großbild klick!
"CSCL Hamburg" sitzt auf berüchtigtem Riff fest
(1.1.10) Der unter Hongkong-Flagge laufende, 260 Meter lange Frachter "CSCL Hamburg", 39941 BRZ (IMO-Nr.: 9224300), lief am Morgen des 31.12. im Eingang zum Golf von Aqaba auf der Fahrt nach Singapur auf das Woodhouse Reef im Roten Meer. Die Unglücksstelle liegt zwischen der Küste des Sinai und Tiran Island. Das Schiff schlug im Bugbereich leck und erlitt Wassereinbruch in diesem Bereich. Möglicherweise erlitt es auch weiteren Rumpfschaden, weil es mit hoher Fahrt auf das Riff lief. Lecks entstanden bislang aber offenbar nicht. Der Schaden am Korallenriff wird noch untersucht werden müssen. In Sichtweite des Schiffes liegt bereits ein anderer Totalverlust, das Wrack des Frachters "Loullia", 2271 BRZ. Der 1952 in Schweden erbaute, unter Panama-Flagge laufende Frachter, der eine Länge von 107.55 Meter und eine Breite von 14.36 Meter hat, strandete mit seinem Tiefgang von 8,49 Metern im September 1981 und ist mittlerweile an mehreren Stellen auseinandergebrochen.
Falls sich der Schaden im aktuellen Fall als irreparabel herausstellt, wurde bereits in Betracht gezogen, den Havaristen nach Löschen der Ladung provisorisch abzudichten und dann in der Nähe zu versenken. In diesem Fall würde das Wrack die Größe des populären Tauchzieles "Thistlegorm" um mehr als das doppelte übertreffen. Der Skipper eines Tauchbootes sagte nach der Havarie aus, dass der Frachter das Jacksonriff gegen 10 Uhr passiert habe und statt dahinter das Gordon Reef, das letzte der vier großen Riffs in der Straße von Tirrana, zu passieren, zwischen den beiden mittleren, dem Woodhouse-und Thomas-Riff hindurch zu navigieren. Die Lücke dazwischen ist aber weniger als achtzig Meter breit. Der Frachter mit seiner Breite von 32,3 Metern lief fünfzig Meter vor dem Ende des Woodhouse Reef auf dieses auf. Möglicherweise hatte der Kapitän angenommen, das Jackson Reef sei die letzte Untiefe oder war der Meinung, dass die Leuchttürme an den Enden des Gordon- und Jack-Riffes Kanalleitmarken waren. Die Straße von Tirana ist bei Tauchern aus Sharm El Sheikh beliebt, erst vor kurzem gingen dort zwei Tauchschiffe verloren. Die ägyptische "Coral Princess" sank in offener See nahe des Jackson Reef Ende November, wobei zwei Tauchtouristen aus Spanien ertranken. Mitte Dezember dann ging die "Emperor Fraser" der Emperor Divers auf Dunraven Reef naher Sharm El Sheikh verloren. Die neun Jahre alte "CSCL Hamburg" hatte am 5.3.2ßß8 in der Südchinesischen See bei den Zhoushan Islands den chinesischen Frachter "Lian Hua Feng" gerammt. Dabei stürzten vier Container auf den Bug des Kollisionsgegners und beschädigten dessen Anker. Die "CSCL Hamburg" erlitt Schäden am Rumpf. Der bei China Shipping Agency mit Vertretung in Hamburg in Zeitcharter fahrende Frachter verlor zudem im November 2003 auf der Reise von Los Angeles nach Shanghai 200 Seemeilen westlich von Kalifornien in schwerer See 36 Deckscontainer. Er kehrte daraufhin nach Los Angeles zurück und nahm nach einer Inspektion durch das Marine Safety Office fünf Tage später erneut Kurs auf China. Das 4253-TEU-Schiff der Seaspan Corporation verdrängt 50,789.8 Tonnen und wurde 2001 von der südkoreanischen Samsung Heavy Industries Co. Ltd. erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Internationale Rettungsaktion für Crew sinkenden Trawlers
(2.1.10) Am 1.1. um drei Uhr fing die Falmouth-Coastguard gegen drei Uhr einen Notruf des Trawlers "Tolirova" auf. Die Coastguard plottete die Schiffsposition rund 1200 Meilen westlich der chilenischen Küste. Daraufhin wurde die dortige Küstenwache alarmiert, die die Briten um Assistenz bei der Kommunikation mit dem Havaristen bat. Es stellte sich heraus, dass das Schiff mit 20 Mann an Bord vom Sinken bedroht war. Auf eine durch die US Coastguard verbreitete Bitte um Hilfe meldete sich der Frachter "Ma Cho", der 80 Meilen von dem Havaristen entfernt war und Kurs auf ihn nahm. Auch das Forschungsschiff "Thomas G Thompson", das 12 Fahrstunden entfernt war, wurde darum gebeten, Kurs auf den Trawler zu nehmen. Noch schnellere Hilfe kam aber von dem Trawler "Playa Muino Vello", dem es gelang, die Crew des sinkenden Schiffes zu retten. Quelle: Tim Schwabedissen



Gestrandeter Trawler evakuiert
(2.1.10) Am Morgen des 2.1. barg die US Coast Guard drei Schiffbrüchige und einen Bordhund von dem auf der Oregon Inlet Barre gestrandeten, 77 Fuß langen Kutter "Shela Rene" ab. Die Fischer hatten die Küstenwache North Carolina über denVHF-Kanal 16 angerufen. Daraufhin wurde ein 47-Fuß-Rettungsboot zum Havaristen geschickt und war um 23.30 Uhr vor Ort. Es gelang ihm nicht, den Trawler freizuschleppen. Während der Nacht verschärfte sich die Situation des Havaristen. Da die Küstenwache es für die Crew als zu unsicher ansah, an Bord zu bleiben, wurde von der Air Station Elizabeth City ein MH 60J Jayhawk Helikopter in Marsch gesetzt, der um sieben Uhr vor Ort war und die Geretteten zur Küstenwachstation flog. Die Küstenwache wollte um 8.50 Uhr mit dem Hochwasser einen weiteren Bergungsversuch am Havaristen beginnen. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Tote aus "Catalyn B" geborgen - weitere philippinische Fähre havariert
(2.1.10) Die Anzahl nach dem Untergang der philippinischen Fähre "Catalyn B" tot aufgefundenen Passagiere stieg durch die Bergung zweier Toter auf fünf. Taucher entdeckten die beiden am Nachmittag des 1.1. nahe eines Fensters auf dem in 221 Fuß Tiefe liegenden Wracks und bargen sie um 16.25 Uhr. Sie wurden von einem Schnellboot der Küstenwache auf die größere "Pampanga" übergeben und mittlerweile identifiziert. Die "Catalyn B" sank am 24.12. vor Limbones Island in Cavite nach Kollision mit dem Trawler "Anatalia". Das Schiff der San Nicholas Shipping Lines war mit 73 Passagieren und Besatzungsmitgliedern an Bord unterwgs nach Tilik, Lubang Island, Mindoro und kam von Manila, während die "Anatalia" von einer Fangfahrt nach Turtle Island nach Navotas unterwegs war. Sie gehört den FilMariner Aquaventures.
Derweil havarierte eine weitere RoRo-Fähre vor Suriago. Die "Millenium" der Millenium Shipping Lines trieb mit 62 Menschen an Bord am 1.1. drei Stunden in der See, nachdem eine halbe Stunde nach Auslaufen von Lipata in Surigao City nach Liloan in Süd-Leyte die Maschine ausgefallen war. Mit reduzierter Antriebskraft erreichte das Schiff schließlich wieder den Hafen von Lipata. Offenbar war der Brennstoff verunreinigt gewesen. Quelle: Tim Schwabedissen



Keine Rettung für brennende Kutter
(2.1.10) Zwei Hummerkutter wurden am 24.12. in Clark's Harbour im südwestlichen Nova Scotia durch Feuer zerstört, nachdem sich auf einem der beiden Schiffe, der "Cpt. Vince", eine Explosion ereignet hatte. Das Schiff lag an der Außenseite einer Pier an der Kenny Wharf und war zwei Stunden zuvor von Fangfahrt zurückgekehrt. Die starke Hitze hinderte herbeieilende Fischer am Löschen, und die Flammen griffen rasch auf die "Sou'West Hunter" über. Versuche, sie wegzuziehen, schlugen wegen der extremen Temperaturen fehl. Die Feuerwehr Island and Barrington Passage konnte immerhin das dritte Schiff im Päckchen, die "Cape Island Prince", in Sicherheit bringen. Die beiden brennenden Schiffe konnten mithilfe des günstigen Windes und der Ebbströmung aus dem Hafen manövriert werden. Sie standen komplett in Flammen. Das ausgebrannte Wrack der "Cpt. Vince" kam auf einer kleinen Insel südlich der Swim's Point Wharf zu liegen und brannte noch am nächsten Tag. Von der "Sou'West Hunter" von Allison Atkinson blieb nur ein Stück des Hecks erhalten, das zwischen Clark's Harbour und Swim's Point zu liegen kam. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter nach Aufgabe gestrandet
(2.1.10) Die 22 Geretteten der vor Nord-Cagayan gesunkenen "Nam Yang 8", 5661 tdw, werden als legale Einreisende behandelt. Die Polizei in Cagayan bestätigte, dass sie im Besitz gültiger Pässe waren. Sie hatten in einem Rettungsboot Barangay Taggat Norte erreicht, als sich ihr Schiff wegen des Gewichts der aus 2165 Tonnen Magnetit bestehenden Ladung nach Backbord übergelegt hatte. Es hatte am 31.12. Aparri verlassen und war in der südchinesischen See sechs Meilen von Taggat Norte entfernt in Seenot geraten. Die Schiffbrüchigen hatten Claveria am 1.1. um sieben Uhr erreicht. Ihr Schiff strandete bei Barangay Pasaleng in Pagudpud, Ilocos Norte. Die "Nam Yang 8" wurde 1979 erbaut und lief in Zeitcharter der chinesischen China Ocean Shipping Co. (COSCO). Es hieß zuvor u.a. "Xin Min Men". Quelle: Tim Schwabedissen



Keine Rettung für brennende Kutter II
(2.1.10) Das Patroullienboot "LE Roisín" wird derzeit in Galway repariert, nachdem es in schwerer See am 1.1. auf Fischereipatroullie vor Kerry schwer beschädigt wurde. Der Bug wurde erheblich in Mitleidenschaft gezogen, als große Brecher nach Verlassen des Blakset Sound das Schiff trafen. Die Steuerbordseite des Bugs wurde eingedrückt. Die 44 Mann Crew blieben unversehrt. Nach provisorischer Reparatur in Galway soll das Schiff beim Naval Service in Haulbowline gründlich unter die Lupee gnommen. Die "Lee Roisin" wurde bereits im Oktober 2004 im Sturm beschädigt, als sie zu dem kanadischen U-Boot HMCS "Chicoutim" vor Donegal lief, auf dem ein Feuer ausgebrochen war. Sie musste durch die "LE Aoife" ersetzt werden, da die " LE Roisín" abdrehen musste. Quelle: Tim Schwabedissen



Keine Rettung für brennende Kutter
(2.1.10) Am 1.1. kehrte die Crew auf die aufgegebene "Trevessa", einen 26 Meter langen Trawler aus Newlyn, zurück, nachdem die Flammen auf dem Schiff erloschen waren. Ein Maschinenraumbrand hatte die Crew 35 Meilen südlich der Isles of Scilly um 16.40 Uhr auf Deck gezwungen, weil die Rauchentwicklung zu stark war. Sie brachte eine Rettungsinsel aus, wurde aber dann durch die Falmouth Coastguard und den Hubschrauber der RNAS Culdrose assistiert durch das Rettungsboot von St Mary's abgeborgen. Der Trawler "James RH Stevenson" und die "Billy Rooney" waren ebenfalls zu Hilfe gekommen, wobei das Fanggeschirr der "James RH Stevenson" Schaden nahm, als es eilig eingeholt wurde. Die "Billy Rooney" blieb auf standby, bis das Penlee-Rettungsboot mit den aus dem Royal Cornwall Hospital in Treliske, Truro, entlassenen Seeleuten zurückkehrte. Es gelang, die Maschine zu starten und mit eigener Kraft Kurs auf Newlyn zu nehmen. Quelle: Tim Schwabedissen



Feueralarm auf "Isabella"
(2.1.10) Am 1.1. kehrte die Viking Lines-Fähre "Isabella", 34386 BRZ (IMO-Nr.: 8700723) kurz nach dem Auslaufen aus Stockholm nach Turku um 7.45 Uhr in den Hafen zurück, nachdem Feueralarm ausgelöst worden war. Die 600 Passagiere waren daraufhin an Deck beordert. Das Schiff machte im Tegelvikshafen fest, wo die Feuerwehr es kontrollierte und feststellte, dass Rauchentwicklung aus einem Auto im Wagendeck den Alarm ausgelöst hatte. Mit einer Stunde Verspätung lief die Fähre dann wieder nach Turku aus. Quelle: Tim Schwabedissen



Brennender Trawler vor Scillies evakuiert
(1.1.10) Vier Fischer wurden am 31.12. 30 Meilen vor den Scilly Islands von dem brennenden Trawler "Trevessa" aus Newlyn abgeborgen. Das Schiff hatte um 16.37 Mayday gefunkt, nachdem das Feuer im Maschinenraum ausgebrochen war. Die Falmouth Coastguard schickte aus Culdrose einen Helikopter, das RNLI-Boot der Isles of Scilly und beorderte zwei andere Fischereifahrzeuge zur Position der "Trevessa". Die Geretteten, die an Rauchvergiftungen litten, wurden ins Royal Cornwall Hospital in Truro geflogen. Der Havarist wurde bei 4-6 Bf Wind am 1.1. von einem anderen Trawler nach Newlyn eingeschleppt. Quelle: Tim Schwabedissen



22 Schiffbrüchige erreichten schwimmend das Land
(1.1.10) 22 Koreaner retteten sich schwimmend an Land, nachdem der Frachter "Nam Yang" vor Cagayan am 1.1. Backbordschlagseite entwickelte und sank. Das Schiff hatte eine Ladung von 2000 Tonnen Magnetit an Bord und hatte am 31.12. um 18 Uhr Port Aparri verlassen. Eine Stunde darauf legte sich das Schiff wohl wegen der nicht hinreichend ausbalancierten, nassen Ladung auf die Seite und kenterte sechs Meilen vor Taggat Norte. Um drei Uhr morgens gaben die Koreaner ihr Schiff auf und erreichten am frühen Morgen den Hafen von Claveria. Ein Mann erlitt Verletzungen durch den Propeller des sinkenden Schiffes und wurde in die Agra Clinic gebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Antriebsloser Frachter treibt weiter vor Otaru
(1.1.10) Ein russisches Patroullienboot erreichte den in der japanischen See vor Otaru treibenden, kambodschanischen Frachter "Victor", 2180 BRZ, der am 31.12. kurz nach dem Auslaufen aus Otaru mit einer für Wladiwostok bestimmten Autoladung Maschinenschaden erlitten hatte. Es soll ihn im Bedarfsfall evakuieren. Das Schiff trieb im Schneesturm 40 Meilen vor der russischen Küste. Zwei Schlepper sollten das mit 19 Mann Crew und fünf Passagieren besetzte Schiff in den nächsten Hafen schleppen. Der Sturm verzögerte aber das eigentlich für achtzehn Uhr des 1.1. avisierte Eintreffen. Der 1976 erbaute Frachter wird von der . Morconserviñå Co. in Wladiwostok bereedert. Quelle: Tim Schwabedissen



Haarsträubende Zustände auf verunglücktger philippinischer Fähre
(1.1.10) Das vor Verde Island gesunkene Fährschiff "Baleno 9", 199 BRZ, war nicht für den Einsatz auf offener See konzipiert, sondern nur für Binnengewässer. Das Schiff der Besta Shipping Lines Inc. war 1992 in Japan erbaut und wie fast alle Fähren der Region später an die philippinischen Eigner veräußert worden. Es war für die schwierigen Verhältnisse auf der Batangas See nicht geeignet gewesen. Bei seinem Untergang kamen sechs Fahrgäste ums Leben, 73 gerettet und 44 sind noch vermisst. Der Kapitän, der nicht im Besitz der für die Schiffsführung notwendigen Papiere war und zu den Überlebenden gehört, ist untergetaucht. Ihm wird auch vorgeworfen, keine Notrufe gesendet zu haben. Zudem war die Passagierliste nicht korrekt, die Crew hatte Alkohol getrunken, und die Busse und Pkw im Wagendeck waren nicht sicher verlascht. Viele Passagiere waren in ihren Autos geblieben und konnten so keine Rettungsmittel erreichen.
Diese Zustände sind im philippinischen Fährverkehr nicht ungewöhnlich. Würden höhere Sicherheitsmaßstäbe angelegt, so hießt es im Transportministerium, müssten an die 200 Fähren stillgelegt werden.
Währenddessen scheiterte am 1.1. der erste Versuch, Bilder der ebenfalls gesunkenen Fähre "Catalyn B" vor Limbones Island aufzunehmen. Das Küstenwachschiff "Pampanga" lief gegen neun Uhr mit einem ROV an Bord zur Untergansstgelle aus und auch gegen 15 Uhr ausgesetzt. Doch 10 Minuten später fiel der Generator aus. Dadurch gingen auch die ersten Bilder, die das ROV aufgenommen hatte, verloren. Gegen 17 Uhr wurde der Versuch abgebrochen. Am Morgen des 2.1. soll die "Pampanga" wieder zur zwei Meilen vor der Küste liegenden Untergansstelle auslaufen. Im Wrack der Fähre werden 24 Tote vermutet. Bislang wurden drei Passagiere tot und 46 lebend geborgen. Das Schiff war Weihnachten auf dem Weg von Manila nach Lubang Island vor Maragondon untergegangen, nachdem es in den Trawler "Anatalia" gerammt war. Quelle: Tim Schwabedissen



Brandneue Yacht von der Brandung zerschlagen
(1.1.10) Die 45 Fuß lange Yacht "Justice", die am 31.12. in der Herne Bay in Kent auf eine Sandbank gelaufen und leck geschlagen war, trieb im Laufe des Tages auf den Strand vor der Kings Hall in Herne Bay. Das Wrack des brandneuen Schiffes lag auf der Seite in der Brandung und begann auseinanderzubrechen. Die beiden britischen Segler wurden nach ihrer Rettung unterdessen aus dem Queen Elizabeth the Queen Mother Hospital in Margate entlassen, in das sie zur Beobachtung eingeliefert worden war. Sie hatten die vier Wochen alte Yacht von Ramsgate ins St. Katherine's Dock in London überführen wollen. Quelle: Tim Schwabedissen



"Pathfinder"-Strandung wird untersucht
(1.1.10) Die amerikanische Coast Guard hat eine Untersuchung der Strandung des Schleppers "Pathfinder" von Crowley Marine eingeleitet. Bei der Havarie liefen tausende Gallonen Dieselöl aus. Sie ereignete sich auf einer Routineppatroullie des Schiffes, das die Sicherheit in dem Seegebiet gewährleisten soll. Wie inzwischen bekann wurde, ist ein Eisbeobachtungsgerät der Küstenwache seit zwei Monaten außer Betrieb. Quelle: Tim Schwabedissen



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