EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv Juni 2010


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Anette: Seitlich aufgerissen   Großbild klick!
Frachter im Karmsund kollidiert
(30.6.10) Der dänische Frachter "Livarden" (IMO-Nr.: 7371197) kollidierte am 29.6. um 4.20 Uhr im Karmsund südlich von Bukkøy mit dem norwegischen Kümo "Anette", 1713 BRZ (IMO-Nr.: 7816135), das von Aalborg nach Poti unterwegs war, wo es am 3.7. erwartet wurde. Dabei wurde der Bug der "Livarden" stark eingedrückt. Sie machte zunächst in Husøy fest, erhielt aber im Laufe des Tages die Erlaubnis, eine dänische Werft anzulaufen, und lief um 19.30 Uhr mit Kurs Skagen aus. Die "Anette" machte mit meterlangen Rissen und Beulen an Steuerbordseite in Höhe des Hauptdecks in Kopervik fest. Die norwegische Schifffahrtsdirektion führte bei den Schiffsführungen einen Drogentest durch, der negativ ausfiel. Die 80 Meter lange "Livarden" wurde zudem einer Hafenstaatskontrolle unterzogen, ehe sie die Fahrgenehmigung zurück erhielt. Quelle: Tim Schwabedissen



Navigationsfehler ließ "Uno" stranden
(30.6.10) Der dänische Frachter "Uno", 1473 BRZ (IMO-Nr.: 8505630), lief wohl wegen eines Navigationsfehlers im Svendborgsund auf Grund. Zunächst war angenommen worden, das Schiff habe eine Kollision mit Yachten, die an der Thurø-Tåsinge-Regatta des Thurø Sailing Club teilnahmen, verhindern müsssen. Das Schiff lief wohl mit allzu hoher Geschwindigkeit in den Sund ein und drehte, statt dem Fahrwasser nach Steuerbord zu folgen, dann direkt auf den Hafen zu. Nachdem das Schiff um fünf Uhr am 29.6. nach Svenbord eingelaufen war, begann dort am Kai um sieben Uhr das Löschen der Sojaladung. Eine Untersuchung des Schiffsbodens ergab keine Hinweise auf Schäden, sodass der Frachter wohl in Kürze eine Auslaufgenehmigung erhalten wird. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter vor Korea gesunken
(30.6.10) Der unter Panama-Flagge laufende Frachter "Pontus" sank aus unbekannter Ursache am 29.6. auf der Reise von Osaka nach Busan vor Korea. Die Besatzung der "Pontus", 1555 tdw (IMO-Nr.: 8904953) konnte sich retten. Warum ihr Schiff sank, ist unbekannt. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision vor Istanbul
(30.6.10) Zwei türkische Frachter kollidierten am 27.6. auf der Reede von Istanbul. Die "Halil N.", 5264 tdw (IMO-Nr.: 9075450) hatte beim Auslaufen aus dem Hafen Maschinenschaden erlitten und rammte daraufhin die ebenfalls auslaufende "Ozen K.", 7344 tdw (IMO-Nr.: 9103013), deren Relings teilweise dabei demoliert wurden. Die "Halil N." wurde im Vorschiffsbereich aufgerissen. Die "Ozen K." ist in Panama registriert und wurde 1994 erbaut, die "Halil N." läuft unter der Flagge Maltas und entstand 1995. Quelle: Tim Schwabedissen



Keine gute Erinnerung an Chittagong
(30.6.10) Am 26.6. geriet auf der Reede von Chittagong der unter Panama-Flagge registrierte Bulkcarrier "Kun Peng", 28848 tdw (IMO-Nr.: 7701146) ins Treiben, nachdem sein Anker nicht mehr im Grund hielt. Er trieb daraufhin gegen einen anderen Bulkcarrier, die "Phuc Hai Moon", 34228 tdw (IMO-Nr.: 7527198). Beide Schiffe wurden beschädigt. Die "Kun Peng" war bereits im September 2008 auf der Reede von Chittagong mit einer Barge kollidiert und musste vor der Weiterreise repariert werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Seemann sprang brennend über Bord
(30.6.10) Am 29.6. kam es um 20.10 Uhr an Bord des von Gladstone kommenden Kohlefrachters "Samsun Boryeong", 149475 tdw (IMO-Nr.: 9035412) zu einer Explosion, bei der ein philippinischer Seemann in Brand geriet. Er sprang in Flammen stehend über Bord, und ein Rettungsboot wurde ausgesetzt, um ihn aus der See zu ziehen. Das Schiff befand sich zu dieser Zeit 240 Meilen vor Mackay, zu weit für einen RACQ-CQ Rettungshelikopter. In den Morgenstunden des 30.6. stand das Schiff dicht genug unter der Küste, um erreicht zu werden, und der Verletzte wurde ins Proserpine Hospital, nördlich von Mackay, geflogen. Quelle: Tim Schwabedissen



Kombinierter Rettungseinsatz für leckgeschlagene Yacht
(30.6.10) 60 Meilen südöstlich von Sandy Hook, New Jersey, geriet am 29.6. die 35 Fuß lange Yacht "Holo Kiki" nach Wassereinbruch in Seenot. Der Skipper kontraktierte gegen 11 Uhr die Coast Guard New York, woraufhin ein Helikopter in Atlantic City aufstieg und wenig später vor Ort war. Er setzte einen Rettungsschwimmer und eine Lenzpumpe ab. Es gelang, das Leck abzudichten und in gemeinsamer Arbeit das Boot zu stabilisieren. Ein 47-Fuß-Boot der Station Sandy Hook eskortierte die "Holo Kiki" dann zur Küste. Quelle: Tim Schwabedissen



Schubverband drohte bei Haidhof zu sinken
(29.6.10) Ein havarierter Schubverband auf dem Main-Donau-Kanal hat am 29.6. fast den ganzen Tag über Rettungskräfte auf Trab gehalten. Das Schiff war am frühen Morgen von Kelheim kommend nahe der Schleuse Haidhof mit der Uferböschung kollidiert und drohte anschließend zu sinken. Es war zwar wohl lediglich eine minimale Berührung mit der Uferböschung, die der rund 180 Meter langen Schubverbands bei Riedenburg hatte. Doch dabei wurde der Bug an zwei Stellen bis zu 1,2 Meter weit aufgerissen, sodass der Kapitän um 5.50 Uhr, 45 Minuten nach der Havarie die Feuerwehr alarmierte. Die Feuerwehren aus Riedenburg und Perletzhofen fanden das mit Sonnenblumenkernen beladene Schiff mit Schlagseite und 40 Zentimeter tief abgesacktem Bug vor. Mithilfe der Lenzpumpen der Riedenburger Wehr und der Perletzhofener Tragkraftspritze wurden minütlich vier Tonnen gelenzt, doch durch die beiden Löcher strömte immer neues Wasser nach. Es gelang aber, den Wasserstand zu halten, bis Spezialtaucher aus Würzburg vor Ort waren, um in stundenlanger Arbeit am Nachmittag die Lecks abzudichten.
Die Polizei ermittelte derweil, dass der Kapitän des ungarischen Schubverbands, der für eine österreichische Gesellschaft lief, im Unterwasser der Schleuse hatte festmachen sollen, um ein entgegenkommendes Schiff passieren zu lassen. Rund 30 bis 50 Meter vor der Anlegestelle war das Schiff dann in die Böschung gelaufen. Der Wassereinbruch fiel der Mannschaft aber erst auf, als man die Schleuse bereits passiert hatte. Im Oberwasser machte der Verband an der Ufermauer fest.
Während der Bergungsarbeiten musste der Kanal zeitweilig gesperrt werden. Die Beeinträchtigungen zogen sich den ganzen Nachmittag über hin, bis in den frühen Abendstunden gegen 19 Uhr Entwarnung gegeben werden konnte. Mindestens bis zum 30.6. musste der Verband aber am Kai bleiben, da sich im Inneren ein kleiner Ölfilm gesammelt hatte, der noch abgepumpt werden musste. Danach konnte der Kapitän seine Fahrt nach Amsterdam fortsetzen. Quelle: Tim Schwabedissen



Österreicher vor Durban in Seenot
(30.6.10) Das National Sea Rescue Institute (NSRI) kam er Yacht "Tangla" am 29.6. um 5.15 Uhr in schwerer See 11 Meilen vor Durban zu Hilfe. Die Segel des Schiffes waren zerrissen, und es sollte im Laufe des Tages nach Durban zurück geschleppt werden. An Bord des Bootes waren zwei Österreicher, die es gerade erst gekauft und auf der Reise von der Richard's Bay nach East London in rauer See mit bis zu vier Meter hohen Wellen Maschinenschaden erlitten hatten. Das NSRI Durban schickte die "Eikos Rescuer II", die eine Schleppverbindung herstellen konnte. Quelle: Tim Schwabedissen



Fahrgastschiffe stießen in Arkhangelsk zusammen
(30.6.10) Die beiden Fahrgastschiffe "Nikolai Gogol" der Sevmash in Severodvinsk und "Peter Zavernin" der Rechport, Arkhangelsk, kollidierten im Hafen von Arkhangelsk. Dabei wurde die "Peter Zavernin" an Backbordseite beschädigt, die "Nikolai Gogol" blieb unversehrt. Menschen kamen nicht zu Schaden, eine Untersuchung wurde eingeleitet. Quelle: Tim Schwabedissen



Wrack der 'Andrea Doria'   Großbild klick!
Stecknadel im Heuhaufen des Mount Everest der Wracktaucherei gefunden
(29.6.10) Zwei Taucher aus New Jersey haben jetzt die Navigationsglocke aus dem Krähennest der 1956 55 Meilen vor der Küste von Nantucket gesunkenen "Andrea Doria" gefunden. Möglicherweise wurde sie zuletzt geschlagen, als sich das Schiff Stunden vor seinem Ende den Weg durch eine Nebelbank vor New York bahnte. Die beiden Männer aus Hillsborough gehörten zum Team einer Tauchexpedition, als sie den Fund in 240 Fuß Tiefe machten. Die Glocke ragte nur mit einem kleinen Stück aus dem Sand, als die Trimix-Taucher sie wenige Minuten vor Ablauf ihrer Tauchzeit in einem Trümmerfeld entdeckten. Fieberhaft arbeitend legten sie den Fund frei und konnten ihn zwei Minuten vor Ablauf ihrer Tauchzeit an zwei Hebesäcken festmachen, an dem er zum Tauchboot "RV Explorer" aus Rhode Islands emporschwebte, ehe es für die Männer an die stundenlange Dekompression ging. Als die Taucher die Wasseroberfläche erreichten, war ihr Fund längst an Bord.
Die 75 Pfund schwere Glocke ist zwei Fuß hoch und trägt den Namen des italienischen Luxusliners, dessen Wrack als der Mount Everest der Sporttaucherei gilt. Die "Andrea Doria" sank am 25. Juli 1956 nach Kollision mit der "Stockholm", der heutigen "Athena", 12466 BRZ (IMO-Nr.: 5383304). 46 Menschen starben, doch 1660 wurden gerettet. Seit dem Untergang ist das Schiff ein Anziehungspunkt für Taucher. Der jüngste Fund ist bedeutsam, weil es sich um die Nebelglocke, die von der Brückencrew benutzt wurde, handelte. Die Untersuchungen nach der Kollision hatten gezeigt, dass die "Andrea Doria" zu schnell durch den Nebel fuhr, und ihre Crew keine korrekten Radarbeobachtungen und Plottingprozeduren durchführte. Im New Jersey Historical Divers Museum in Wall wird heute auch die geborgene Autopilotenkonsole der "Andrea Doria" gezeigt. Die nun gefundene Glocke soll am 9. Juli ebendort präsentiert werden. Danach erhält sie eine Heimstatt im Shipwreck Museum New Jersey. Der letzte wichtige Fund am Wrack war der der Heckglocke, die 1985 entdeckt wurde. Es gibt nur wenige Artefakte, in die der Schiffsname eingraviert ist, so gleicht der aktuelle Fund jenem einer Stecknadel im Heuhaufen. Die "Andrea Doria" ist mittlerweile stark zerfallen, und die Aufbauten haben sich von dem auf der Steuerbordseite liegenden Rumpf weitgehend gelöst. Quelle: Tim Schwabedissen



Pfusch beim Bau - Kapitän im Koma
(29.6.10) Am 20.06. gegen 19:00 Uhr ereignete sich im Hafen Raunheim, Main, ein tragischer Unfall auf einem werftneuen niederländischen Binnentanker, der zum ersten Mal mit Ladung unterwegs war. Beim Festmachen im Hafen wollte der niederländische Kapitän das Heck des Schiffes zur Spundwand verholen. Hierzu führte er ein Tau von der Winde über eine der zwei Umlenkrollen am Heck und zog mit der Winde an. Unter Last brach jedoch die Achse der Umlenkrolle, und die Rolle traf den Mann am Kopf, schlug dann gegen die Radarhalterung und flog schließlich in das Hafenbecken. Der Kapitän erlitt ein offenes Schädel-Hirn-Trauma mit Verletzung von Weichteilen und dem Eindringen von Knochenteilen in die Weichteile. Der Mann wurde noch in der Nacht operiert und liegt seitdem im künstlichen Koma. Das 110 Meter lange Schiff, das 2500 Tonnen Jet A1 Flugzeugbenzin geladen hatte, wurde umgehend durch einen Schifffahrtssachverständigen und einen Sachverständigen für Schweißarbeiten in Augenschein genommen. Die abgerissene Rolle mit der Achse wurde durch Polizeitaucher geborgen und den Sachverständigen zur Verfügung gestellt. Erste Überprüfungen des auf einer ukrainischen Werft in Kherson gebauten Schiffes ergaben, dass die Achse der Umlenkrolle nur rund fünf Zentimeter anstelle der in den Bauplänen vorgesehenen 30 Zentimeter in der Buchse gesteckt hatte. Auch hatte die Achse einen um mehr als einen Zentimeter geringeren Außendurchmesser als der Innendurchmesser der Buchse. Zudem müssen die auf der Werft vorgenommenen Schweißarbeiten an dem Austritt aus der Buchse einer genaueren Begutachtung unterzogen werden. Aufgrund des Vorfalls hat inzwischen die holländische Ausrüsterwerft aus eigenem Antrieb veranlasst, dass bei zwei weiteren Schiffen, die auf der gleichen ukrainischen Werft gebaut wurden, die Umlenkrollen überprüft werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter wollte Regatta ausweichen - gestrandet
(29.6.10) Am 28.6. lief der 79 Meter lange dänische Frachter "Uno", 1473 BRZ (IMO-Nr.: 8505630) im Svendborgsund unterhalb von Valdemars Slot auf Grund. Das Schiff war mit einer Ladung von 1600 Tonnen Soja unterwegs von Aarhus nach Svendborg. Zu dem Unfall kam es, als der Kapitän einem Regattafeld mit ungefähr 40 Booten ausweichen wollte. Vorsorglich wurde ein Ölbekämpfungsschiff zur Strandungsstelle geschickt, doch in den Abendstunden half ein steigender Wasserpegel, den Havaristen ohne Schlepperhilfe wieder vom Grund zu bekommen. Er machte anschließend in Svendborg fest, wo eine Taucheruntersuchung des Rumpfes durchgeführt wurde. Das Schiff wurde vorläufig mit einem Auslaufverbot belegt. Quelle: Tim Schwabedissen



Drei Bargen der Margaret noch zu haben
(29.6.10) Eine der Bargen, die in der Jacob's Bay vom Wrack der im Juni 2009 gestrandeten "Margaret" heruntergesprengt und anschließend geborgen wurden, dienen nun bei Abbrucharbeiten an einem anderen gescheiterten Schiff, dem türkischen Bulkcarrier "Seli 1" in der Tafelbucht. Insgesamt konnten sechs Bargen der "Margaret" geborgen werden. Die South African Maritime Safety Authority möchte eine weitere Barge für künftige Einsätze behalten, so blieben vier übrig, die derzeit am Government Quay in der Saldanha Bay vertäut liegen. Eine von ihnen fand just in dieser Woche einen Käufer, so sind noch drei zu haben. Ideal wären sie zum Einsatz auf den Großen Seen Ostafrikas. Die Reste der "Margaret" selbst werden nun in den Winterstürmen wohl weiter reduziert werden, wodurch der Bucht ihre zeitweilig durch die aufgetürmte Bargenladung, die sich über die wenigen Häuser an der Küste erhoben, stark veränderte Skyline abhanden kommt. Quelle: Tim Schwabedissen



Ölbarge nach Leichterung wieder frei
(29.6.10) Mit 109000 Gallonen Flugzeugbenzin sowie 42500 Gallonen unverbleitem Benzin an Bord lief Barge "Napamute" am 22.6. gegen 21 Uhr auf einer Sandbank oberhalb von Bethel nahe des McDonald's Crossing im Kuskokwim River auf Grund. Abschleppversuche blieben in den Folgetagen wegen ungünstigen Wasserstandes erfolglos. Schlepper blieben kontinuierlich vor Ort. Die Crew inspizierte den Rumpf und fand ihn offenbar unbeschädigt vor. 30,000 Gallonen des Benzins wurden dann am Morgen des 28.6. auf die Leichterbarge "Ray'sons" umgepumpt. Regenfälle ließen derweil den Pegelstand so ansteigen, dass die Barge danach wieder flott wurde und nach McGrath eingeschleppt werden konnte. Die Tankinhalte sollten weiter überwacht werden, um mögliche Leckagen als Folge der Havarie frühzeitig zu entdecken. Die Barge gehört den Crowley Marine Services. Strandungen sind in den Regionen von Yukon Kuskowim mit seinen wandernden Bänken und den daraus resultierenden Veränderungen der Wassertiefen nicht unüblich. Quelle: Tim Schwabedissen



Wie kam es zur tragischen Kollision auf dem Schlänitzsee?
(28.6.10) Die Kollision zwischen einem Sportboot und einem Binnentanker auf dem Schlänitzsee bei Marquardt, die zwei Todesopfer forderte, wird nun untersucht. Eine Thüringerin verstarb nach ihrer Rettung und Wiederbelebung in der Nacht zum 28.6. in einem Potsdamer Krankenhaus. Sie war etwa 30 Minuten nach dem Untergang des Bootes von Tauchern aus dem Wrack befreit und aus dem Wasser gezogen worden. Eine andere Frau war bereits gegen 18 Uhr tot in der Kajüte des Bootes aufgefunden worden, nachdem dieses gehoben worden war. Die beiden Ehemänner der Frauen hatten sich mit einem Sprung ins Wasser retten können. Der Skipper, der das Boot erst unlängst in Berlin erworben hatte, blieb unversehrt, der zweite Mann erlitt eine Kopfwunde. Beide stehen noch unter Schock. Die Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren gegen den Kapitän des Tankers wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung eingeleitet. Der Mann wurde aber noch nicht vernommen, und es wurde auch nicht bekannt, welcher Art der Verdacht sein soll.
Die Kollision ereignete sich an der Einmündung des Sacrow-Paretzer-Kanals in den Schlänitzsee. Laut der Potsdamer Polizei liefen das motorisierte Segelboot und das Binnenschiff in die gleiche Richtung, d.h. von Westen aus nach Berlin gefahren. Der zuständige Dezernatsleiter der Wasser- und Schifffahrtsdirektion sagte dagegen, dass das Segelboot nur auf dem Schlänitzsee unterwegs gewesen sei. Möglicherweise habe das Sportboot einen - erlaubten - Abstecher über den See gemacht. Ob es dann in den Kanal einbiegen oder ihn kreuzen wollte, ist unklar. Fakt ist, dass das acht Meter lange Boot, als es von Marquardt in Richtung Süden unterwegs war und das Fahrwasser im 90-Grad-Winkel kreuzte, von dem knapp 80 Meter langen Binnenschiff im 90-Grad-Winkel in die Steuerbordseite gerammt wurde und es sofort sank. Danach ragte der Bug des Wracks noch aus dem 3,50 Meter tiefen Wasser, doch hatten Hilfskräfte wegen zugeparkter Straßen Probleme, zeitnah an die Unglücksstelle zu kommen.
Nach Polizeiangaben war bei der Kollision kein Alkohol im Spiel, und die Unfallbeteiligten hatten auch die erforderlichen Zertifikate. Mit Gutachten wollen Staatsanwaltschaft und Wasser- und Schifffahrtsdirektion nun klären, ob eines der Fahrzeuge technische Mängel hatte. Die Unfallstelle gilt nicht als gefährlich. Auch die Vorfahrtregelung ist prinzipiell eindeutig - die Berufsschifffahrt hat Vorrang. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff auf der Elbe leckgeschlagen
(29.6.10) Im Hafen der Shell auf der Hohen Schaar in Hamburg-Harburg schlug am Abend des 28.6. der 1000-Tonnen-Binnentanker "Astrode" leck. Etwa 100 Liter Heizöl liefen aus einer 100 Tonnen-Zelle ins Wasser, die auf rund 2000 Quadratmetern die Wasseroberfläche der Elbe nahe der Shell-Werke im Stadtteil Wilhelmsburg verschmutzten. Die Werksfeuerwehr legte Ölschlängel um das Schiff aus. Der Hafen wurde durch eine große Sperre gesichert. Größere Schäden wurden so verhindert. Dann wurde der betroffene Tank leer gepumpt. Warum das Schiff leck schlug, ist noch unklar. Die Wasserschutzpolizei nahm Ermittlungen auf. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Schiff in Norfolk
(29.6.10) Nach der Beschädigung einer Dieselkraftstoffleitung brach am 28.6. gegen 16 Uhr auf der 200 Fuß langen "Cayman" im Hafen von Norfolk ein Feuer aus. Das Schiff lag zu dieser Zeit nahe der Campostella Road und Fillmore Street. Es gelang Arbeitern rasch, das Feuer zu löschen, und die Feuerwehr von Norfolk lüftete anschließend die Räume und suchte nach möglicherweise verbliebenen Brandnestern. Quelle: Tim Schwabedissen



Glocke gesunkenen norwegischen Trawlers tauchte nach 46 Jahren wieder auf
(29.6.10) Zwei Taucher von der Isle aux Morts bargen am 22.6. die gut erhaltene Glocke des norwegischen Trawlers "Staalbas", der am 2.7.1974 vor der Insel sank, nachdem er auf einen Felsen gelaufen war. Alle 19 Mann Crew konnten sich seinerzeit retten. Die beiden betreiben die Ocean Quest Adventures in der Conception Bay South. Das Wrack liegt in gutem Zustand aufrecht in 55 Fuß Tiefe wenige hundert Meter vor der Küste und beherbergt große Fischbestände. Es verfügt auch noch über die Navigationslichter und den Kompass. Die Glocke soll nach ihrer Konservierung eine dauerhafte Heimat im Newfoundland Dog Museum and Harvey Sea Rescue Interpretive Centre finden. Zwischenzeitlich wird sie auch im Rathaus von Isle aux Morts ausgestellt sein. Das Wrack, so hofft man, könnte den Tauchtourismus vor Ort voran bringen. Quelle: Tim Schwabedissen



Historische Forschung an geborgenen Kanonen
(29.6.10) Forscher kamen dem Geheimnis zweier vor zwei Jahren am Arch Cape geborgener Schiffskanonen ein Stück näher. Sie waren im Februar 2008 von Strandgängern entdeckt und von dem Oregon Parks and Recreation Department geborgen worden. Danach kamen sie ins Center for Marine Archaeology and Conservation der Texas A&M University. Nachdem in monatelanger Arbeit die Sand- und Felskruste entfernt wurde, entdeckten die Wissenschaftler dort nun das Symbol eines eingravierten Adler. Dies weist auf eine Herkunft aus der englischen Royal Navy hin. Möglicherweise stammen sie von USS "Shark", einem Schiff der amerikanischen Marine, das auf einer Sandbank auf dem Columbia River scheiterte. Drei der Kanonen brachen aus dem Wrack heraus, eine wurde 1898 beim Arch Cape gefunden, die beiden anderen blieben verschwunden. Die "Shark" wurde 1821 erbaut und wurde mit Waffen aus England bestückt. Doch dieser mögliche Zusammenhang ist noch kein wissenschaftlicher Beweis. Nun gilt es, weitere Forschungen zu betreiben, um möglicherweise Markierungen und Nummerierungen zu finden, die zu den Aufzeichnungen zur "Shark" passen. Diese Arbeit kann noch Jahre dauern. Optimistisch stimmt die Wissenschaftler, dass die Kanonen in einem für ihr Alter von rund 160 Jahren trotz Korrosionsschäden recht gutem Zustand sind. Quelle: Tim Schwabedissen



Sinkende Yacht, treibendes Boot, viel Arbeit für Seenotretter an Nord- und Ostsee
(29.6.10) Grundberührung, Wasser im Schiff, Maschinenschaden, ein verlorener Außenbordmotor: 63 Freizeitskipper und ihre Besatzungen mussten am Wochenende vom 25. bis 28. Juni die Hilfe der DGzRS in Nord- und Ostsee in Anspruch nehmen. Schwerpunkt war die westliche Ostsee an der Küste Schleswig-Holsteins. Allein dort kamen die Seenotretter 48 Menschen zu Hilfe. In der Ostsee vor Gelting drohte eine elf Meter lange Motoryacht zu sinken, nachdem Wasser in den Rumpf eingedrungen war. Die Besatzung des Seenotrettungsboots "Jens Füerschipp" der Station Gelting brachte leistungsstarke Tauchpumpen zum Einsatz, nachdem sie vier Kinder im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren abgeborgen hatte. Die "Jens Füerschipp" schleppte die Yacht mit den Eltern an Bord in den Hafen von Gelting. Über die Ursache des Wassereinbruchs gab es noch keine Erkenntnisse. Der Seenotkreuzer "Vormann Steffens" der Station Hooksiel war in der Nacht zum 28. Juni von 20 Uhr bis kurz nach Mitternacht im Einsatz, um eine Motoryacht aus dem Revier am Hauptschifffahrtsweg nach Hooksiel einzuschleppen. Die Yacht mit vier Mann Besatzung war in Höhe der Schlüsseltonne, etwa 20 Seemeilen vor Hooksiel, in Seenot geraten und trieb nach Maschinenausfall manövrierunfähig in unmittelbarer Nähe zum "Deutsche-Bucht-Weg". Die Seenotretter nahmen den Havaristen auf den Haken und schleppten ihn in den Schutzhafen Hooksiel. Quelle: Tim Schwabedissen



Gekenterter Wikinger im Schlepp   Großbild klick!
Wikinger in Not
(28.6.10) Am Morgen des 27.6. wurde das Rettungsboot "Kaptein Skaugen" alarmiert, weil das 100 Jahre alte Wikingerschiff "Hæringen" im Vestfjord in rauer See gekentert war. Um 12.55 Uhr erhielten die Seenotretter aus Svolvær über VHF die Meldung durch die "Faxen", dass sie sechs Meilen westlich von Brunvær die Crew des Nordlandbootes gerettet hätten. Um 13.45 Uhr war die "Kaptein Skaugen" vor Ort und stellte eine Leinenverbindung zu dem in zwei Meter hohen Wellen kieloben treibenden Boot her. Wegen des starken Windes gestaltete sich das Abschleppen als schwierig, weswegen auf das Eintreffen des Küstenwachbootes "Nordkapp"gewartet wurde. Unter Assistenz der "Sjøbjørn" gelang es, den Havaristen nach Bogen in Steigen zu schleppen. Hier wurde die Replik aufgerichtet und ausgepumpt. Um 23.45 Uhr war die "Skaugen" zurück an ihrer Station in Svolvær. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Maersk-Containerfrachter
(28.6.10) Der unter britischer Flagge laufende Containerfrachter "Maersk Gateshead", 50686 BRZ (IMO-Nr.: 9235543), der bereits am 16.6. beim Auslaufen aus Sydney einen Maschinenausfall erlitten hatte, nachdem es zu einem Ölleck und anschließendem Brand gekommen war, machte in Melbourne um 15..20 Uhr jenen Tages fest, einen Tag verspätet. Der Frachter hatte nach dem Brand Schlepperhilfe benötigt. Am 19.6. verließ er Melbourne wieder mit Kurs Fremantle, wo er am 24.6. festmachte. Quelle: Tim Schwabedissen



"Dicke Berta" voller Wasser
(28.6.10) Der Löschzug der Ostwache der Berufsfeuerwehr Kiel musste am 26.6. den Angelkutter "Dicke Berta" lenzen. Das 17 Meter lange Schiff war zur Kieler Woche an den Liegeplatz 5 im Ostuferhafen verlegt worden. Da hier aber kein Landstromanschluss war, konnte die Lenzpumpe nicht arbeiten, und am Nachmittag des 26.6. stellten die Eigner fest. dass die "Dicke Berta" deutlich tiefer als üblich im Wasser lag. Sie riefen aber noch rechtzeitig die Feuerwehr, die mit einer Pumpe etwa 2,5 Tonnen Wasser aus dem Rumpf holte. Der Sachschaden blieb gering.
Am selben Tag lief vor der SFK-Anlegebrücke Bellevue ein Folkeboot auf Grund. Es gelang der Crew aber, mit eigener Kraft und Motorhilfe das Boot wieder flottt zu machen.
Tags darauf, am 27.06., lief gegen 13:00 Uhr eine 12 Meter lange deutsche Segelyacht vor dem Falckensteiner Strand auf Grund. Dabei wurde das Schiff so stark beschädigt, dass es Wassereinbruch erlitt. Der Skipper konnte die Yacht aus eigener Kraft befreien und gelangte unter Begleitung des Seenotrettungsbootes "Bottsand" nach Laboe. Dort wurde sie mit einem Kran an Land gesetzt. Der entstandene Schaden ist erheblich. Vom Bundesamt für Seeunfalluntersuchung wurden das Boot und der Seekartenplotter sichergestellt. Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei Kiel dauerten an. Quelle: Tim Schwabedissen



Nam Yang gestrandet   Großbild klick!
Frachterkarriere endet nach Strandung
(28.6.10) Der nordkoreanische Frachter "Nam Yang", 3537 BRZ (IMO-Nr.: 7913385) der am 1.1.von Kaoshiung kommend vor der Küste von Pagudpud, Ilocos Norte auf den Philippinen gestrandet war, wird nun mithilfe einer Kranbarge vor Ort abgebrochen. Diese hat an Steuerbord festgemacht, und das Ladegeschirr des Havaristen wurde bereits demontiert. Während der Arbeiten liegt eine Ölsperre um den Havaristen. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Bootsbrände in Norwegen
(28.6.10) Zwei Bootsbrände hielten die norwegischen Rettungsdienste am Wochenende in Atem. Der Rettungskreuzer "Stormbull" wurde am 26.6. um 1.40 Uhr zu einem Feuer südlich von Tofte, zwischen Mølen und Langøya gerufen. An Bord des in Vollbrand stehenden Bootes wurden sieben Personen gemeldet. Um 2.04 Uhr waren die Seenotretter vor Ort. Auch ein Seaking aus Rygge war im Einsatz. Ein Sportboot hatte zu diesem Zeitpunkt bereits alle Bootsfahrer übernommen. Sie wurden auf die "Stormbull" übergesetzt und nach Holmestrand gebracht. Einer hatte eine Rauchvergiftung erlitten. Nachdem die Schiffbrüchigen versorgt waren, kehrte die "Stormbull" zu dem weiterhin brennenden Sportboot zurück, das aber um 3.34 Uhr sank. Bereits am 23.6. war das Rettungsboot " Inge Steensland" aus Arendal zu einem Bootsbrand vor Tromøya gerufen worden. Zwar gelang es, den Brand rasch zu löschen, doch aufgrund der starken Beschädigung sank das Boot dennoch. Am folgenden Tag kehrten die Seenotretter wieder zurück und vermochten das Wrack binnen vier Stunden mit Tauchereinsatz zu heben. Es wurde abgeschleppt und von einem Kran an Land gesetzt. Quelle: Tim Schwabedissen



Kurzes Glück mit neuer Yacht
(28.6.10) Ein Coast Guard-Helikoptercrew rettete am 25.6. um 12.05 Uhr den türkischen Skipper der 30 Fuß langen Yacht "Foreign Exchange", die 13 Meilen östlich von Edisto Beach, South Carolina, leckgeschlagen war. Er hatte um 23.05 Uhr über VHF um Hilfe gebeten, weil sein Schiff im Sinken begriffen war, und ein HH-65-Helikopter der Air Facility Charleston sowie ein Boot der Coast Guard Station Charleston wurden in Marsch gesetzt. Der Schiffbrüchige wurde an Land gebracht. Er hatte das Boot erst unlängst in Charleston erworben und war unterwegs nach Florida. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff von Brücke gerammt
(28.6.10) Das 67 Meter lange, holländische Binnenschiff "Matheus" (MMSI-Nr.: 244690172) kollidierte am 25.6. um 15 Uhr mit der Zaanbrücke zwischen Wormer und Wormerveer. Das Schiff war unterwegs von Amsterdam nach Ijmuiden. Das Unglück ereignete sich, weil sich die Klappbrücke unerwartet schloss. Dabei wurde der Bordkran beschädigt, auch brachen Planken des Fußgängersteiges nach Wormerveer los. Am 26.6. um 21.50 Uhr machte die "Matheus" in Ijmuiden fest. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Tote bei Kollision auf Schlänitzsee
(28.6.10) Bei einem schweren Bootsunglück auf dem Schlänitzsee bei Potsdam sind am 27.6. zwei Frauen ums Leben gekommen. Eine wurde tot in der Kajüte ihres gesunkenen Segelbootes gefunden. Eine weitere Frau erlitt schwere Verletzungen, denen sie später erlag. Das mit den beiden Frauen und zwei Männern besetzte, etwa sechs Meter lange KunststoffBoot war gegen 12 Uhr in der Nähe der Mündung des Sacrow-Paretzer Kanals mit einem Binnenschiff kollidiert und sofort gesunken. Die zwei Männer an Bord erlitten leichte Verletzungen. Nach der toten Frau war mit Hilfe von Tauchern gesucht worden. Sie hatte nach dem Zusammenstoß als vermisst gegolten. Erst als das seitlich aufgerissene Boot vor den Augen vieler Schaulustiger aus dem Wasser gehoben wurde, entdeckten die Helfer die Tote in der Kajüte. Auch die zweite schwer verletzte Frau war längere Zeit unter Wasser gewesen, ehe sie die Retter schließlich an Land ziehen und zunächst reanimieren konnten. Danach wurde sie von einem Notarztwagen in eine Klinik gebracht. Taucher sowie weitere Kräfte von Polizei, Wasserschutzpolizei, Feuerwehr und der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft waren vor Ort im Einsatz. Auch ein Hubschrauber kreiste über der Unglücksstelle. Eine Untersuchungskommission hat die Arbeit aufgenommen. Die Wasserstraße des Sacrow-Paretzer-Kanals war während der Bergungsarbeiten mehrere Stunden lang für die Schifffahrt gesperrt. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Bootsbrände in Norwegen
(28.6.10) Zwei Fahrgastboote voller Touristen, darunter Briten, Australier, Singapurer, Iren, Norweger, Malaysier und Thais, sind in der Nacht zum 27.6. an der Ostküste Thailands kollidiert. Etliche Menschen gingen über Bord, insgesamt wurden 42 als verletzt gemeldet. Es wurde aber niemand schwer verletzt. Zwei zunächst vermisst gemeldete Passagiere wurden gefunden. Vier Menschen wurden mit Kopfverletzungen im Krankenhaus behandelt. Die "Petcharat" und "Seabeach" verkehrten zwischen den Inseln Kho Samui und Phangan, wo eine sogenannte Vollmondparty stattfand. Es regnete in Strömen und das Meer war aufgepeitscht, als rund drei Kilometer vor der Küste von Phangan die Boote zusammenstießen. Auf beiden Boote waren zusammen rund 70 Menschen, die zur Insel Koh Pha Ngan unterwegs waren. Eines der Boote ware bereits 2005 vor der Insel Koh Samui in einen Zusammenstoß verwickelt gewesen, bei dem 15 Menschen starben. Es lief damals als "Sawasdi Chalermchoke Nawa 5". Quelle: Tim Schwabedissen



Dünkrichen-Veteran gesunken
(28.6.10) Schottlands einziges kleines Boot, das an der Evakuierung von Dünkirchen beteiligt war, sank an seinen Moorings auf dem River Leven. Die "Skylark IX" machte 1940 vier Fahrten zu dem Strand von Dünkirchen. Nur zwei Tage nach den diesjährigen Erinnerungsfeierlichkeiten zum 70. Jubiläum ging sie nun in Balloch unter. Das Glasgow Museum of Transport soll das 50 Fuß lange Boot bergen. Es wurde 1934 bei J. Bolson & Son in Poole im Rahmen einer 11er-Serie von Touristenbooten für den Einsatz zwischen Poole und Bournemouth erbaut worden. Seit 30 Jahren lief es nun auf dem Loch Lomond. Quelle: Tim Schwabedissen



"Hanjin Bombay" geflickt
(28.6.10) Nachdem Taucher des Bay Underwater Services ein Leck von rund zwei Quadratmetern im Boden des unter Panama-Flagge laufenden Frachters "Hanjin Bombay" zugeschweißt haben, konnte das Schiff am Morgen des 28.6., eine Woche nach seiner Strandung auf einem Riff vor dem Hafen, Tauranga mit Kurs Korea verlassen. Es war nach der "Tourcoing", einem RoRo-Frachter, der auf der Tania-Untiefe gestrandet war, binnen 20 Jahren das zweite Schiff, das in der Hafenzufahrt auf Grund gelaufen ist. Quelle: Tim Schwabedissen



Segler und Katze gerettet
(28.6.10) Am Morgen des 27.6. wurden zwei Segler und ihre Katze von der 41 Fuß langen Yacht "Grendel" aus Stonington gerettet, die nahe der Thimble Islands gestrandet war. Das Boot wurde anschließend zur Bruce and Johnson Marina geschleppt. Im Einsatz waren dabei das Touristenboot "Sea Mist" und ein Boot der Feuerwehr. Quelle: Tim Schwabedissen



Luxusyacht von Brand zerstört
(28.6.10) Beim Einlaufen in die Rybovich Marine geriet am Morgen des 27.6. bei der Rückkehr von den Bahamas die gut 104 Fuß lange Yacht "Ladiva" in Brand. Das Schiff hatte Kurs auf das Palm Beach Inlet genommen, als es zu einem Leck in einem Abgasrohr kam. Der Skipper brachte das Schiff sofort an den nächstgelegenen Liegeplatz und evakuierte die siebenköpfige Crew vom Schiff, das 3000 Gallonen Öl an Bord hatte. Um 5.30 Uhr schossen bis zu 30 Fuß hohe Flammen hoch. Gegen 18 Uhr war das Feuer trotz massiven Einsatzes der Feuerwehr noch nicht unter Kontrolle. In die Seite wurde ein Loch geschnitten, um Löschschaum einzubringen. Drei Feuerwehrleute wurden verletzt. Einer kollabierte auf der Marina, zwei andere wurden beim Öffnen einer Tür von hervorschießenden Flammen verletzt, einem sogenannten Flash-Over, und ins nahe St. Mary's Medival Center gebracht. Um das brennende Boot wurden Ölsperren ausgelegt, damit kein Öl den Intracoastal Waterway verschmutzen konnte. Arbeiter der Cabrera Marina brachten in der Nähe liegende Yachten in Sicherheit.
Die "La Diva" wurde 1994 in Italien als "Vana" für Ivana Trump erbaut und wurde 2005 für 3,75 Millionen Dollar an Christina and Bill Kallop aus Palm Beach verkauft, denen auch die Yacht "Honey Fitz", die frühere Präsidentenyacht von John F. Kennedy, gehört. Quelle: Tim Schwabedissen



Wird "Princess of the Stars" ein Tauchspot?
(28.6.10) Der neue Gouverneur der Romblon-Provinz möchte das Wrack der kieloben auf rund 21 Metern Wassertiefe liegenden Fähre "Princess of the Stars" für touristische Zwecke nutzen. Als das Schiff vor Sibuyan Island in Romblon kenterte, kamen rund 500 der 800 Fahrgäste und besatzungsmitglieder ums Leben. Seit zwei Jahren nun ragt der Bug aus den Gewässern vor San Fernando, und wenn es gereinigt ist, könnte es Tauchspot für Touristen werden, umgeben von Restaurants und vielleicht einem Museum, sagte der Gouverneur am 24.6., zu dessen Hauptanliegen die Förderung des Tourismus gehört. Quelle: Tim Schwabedissen



Ukrainischer Frachter im Bosporus gestrandet
(26.6.10) Am 18.6. um 22.05 Uhr lief der ukrainische Frachter "Oles Honchar" nach Maschinenschaden in Esma Sultan auf Grund, als er in den Bosporus einlief. Trotz des Wurfes beider Buganker kam das Schiff fest, zwei Schlepper wurden sofort zur Strandungsstelle geschickt, die den Havaristen wieder flottmachten. Er war auf dem Weg von Ilyichevsk (Ukraine) ins italienische Ravenna mit 5500 Tonnen Sojabohnen. Die "Oles Honchar" (IMO-Nr.: 9281516) wurde 2006 erbaut und hat eine Tragfähigkeit von 6315 Tonnen. Quelle: Tim Schwabedissen



Vier Verletzte bei Bootsexplosion
(26.6.10) Vier Personen wurden verletzt und mussten ins Krankenhaus gebracht werden, als am 26.6. um 15.30 Uhr ein Sportboot bei Vollen in Asker in Brand geriet. Drei von ihnen, darunter ein Dreijähriger, wurden nach Oslo ins Universitätskrankenhaus gebracht, ein vierter mit Bruchverletzung per Krankenwagen nach Bærum. Das Kind war in lebensbedrohlichem Zustand. Das Boot war mit sechs Personen an Bord unterwegs gewesen, als es in den Bjørkøyschären von einer Explosion erschüttert wurde. Das Boto brannte völlig aus. Quelle: Tim Schwabedissen



Schlepper rammte Sportboot - zwei Tote
(26.6.10) Auf dem Tennessee River kollidierte am 19.6. der Schlepper " Bearcat" der Serodino Inc. gegen 17.30 Uhr nahe Soddy-Daisy mitz einem Sportboot. Dabei kamen zwei Personen auf diesem ums Leben, ein Überlebender wurde gerettet. Erst am 23.6. wurde das zweite Opfer entdeckt. Quelle: Tim Schwabedissen



Ein Verletzter bei Maschinenraumexplosion
(26.6.10) Die Lüftung eines Kessel explodierte am 24.6. um 14.50 Uhr im Maschinenraum des russischen Tankers "Volgoneft-266", als das Schiff die Verkhne-Svirskiy Schleuse passierte. Der. 2 Ingenieur wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht. Das Schiff machte nach dem Ausschleusen zur Reparatur fest. Es war mit 4634 Tonnen Schweröl von Yaroslavl nach St. Petersburg unterwegs. Die "Volgoneft 266" (IMO-Nr. 8230948) wurde 1978 erbaut und verdrängt 4750 Tonnen. Quelle: Tim Schwabedissen



Fünf Kutterfischer nach Schiffsuntergang gerettet
(26.6.10) Am 25.6. um 00.35 Uhr sank auf 43.25N 145.54O in der Zorkaya Buhct nahe der Kurileninsel Tanfilyev der dort ankernde Kutter "Vega" nach Wassereinbruch durch ein Rohr. Der 15 Tonnen verdrängende Kutter wurde von JSC Sandi Kholmsk Sakhalin bereedert. Er hatte 0,3 Tonnen Öl und Ölprodukte an Bord. Die fünfköpfige Crew wurde gerettet. Quelle: Tim Schwabedissen



Containerfrachter rammte Bulkcarrier
(26.6.10) Der chinesische Containerfrachter "Hua Hang 3" (IMO-Nr.: 9456185) kollidierte beim Auslaufen aus dem Hafen am 21.6. auf der Reede von Xiamen mit einem Bulkcarrier. Dabei wurde der Bug aufgerissen. Die "Hua Hang 3" hat eine Tragfähigkeit von 7438 Tonnen und wurde 2007 erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter nach Wassereinbruch einen Monat außer Gefecht
(26.6.10) Der indische Bulkcarrier "Maha Padmaja" musste am 18.6. nach einem Wassereinbruch, der einen Generator beschädigte, den Hafen von Santos in Brasilien anlaufen. Die Reparatur soll 30 Tage dauern. Die "Maha Padmaja" (IMO-Nr.: 8020745) hat eine Tragfähigkeit von 29514 Tonnen und wurde 1981 erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Abby Sunderland wieder an Land
(26.6.10) Zwei Wochen nach dem Schiffbruch ihrer Yacht "Wild Eyes" im Indischen Ozean wurde die 16-jährige Seglerin Abby Sunderland von einem französischen Patrouillenboot am 26.6. auf der Insel Réunion vor der Küste von Ostafrika abgesetzt, wo sie von ihrem Bruder Zac Sunderland empfangen wurde. Sie wies bei dieser Gelegenheit erneut Kritik zurück, sie sei zu jung, um allein die Welt zu umsegeln. "Ich wusste, was zu tun war. Ich war gut vorbereitet auf alles, das passieren konnte", sagte sie. Sie erklärte, sie sei "sehr enttäuscht, dass die Dinge nicht so gelaufen sind wie geplant". Das Segeln wolle sie nicht aufgeben. Das Unglück am 10. Juni "hat die Reise beendet, aber nicht meinen Traum". Das Mädchen hatte ursprünglich geplant, als jüngster Mensch alleine um die Welt zu segeln. Dieses Vorhaben gab sie schon im April auf, weil sie für Reparaturen an ihrem Boot einen Stopp einlegen musste. Die 16-Jährige verteidigte die Entscheidung, zur Winterzeit den Indischen Ozean zu überqueren: "Es war nicht in der Mitte des Winters, es ist Herbst, und ich bin nicht im tiefen Süden gesegelt", sondern in einer sicheren Gegend. "Riesenwellen können jederzeit entstehen, an jedem Ort, für jedes Alter." Sie sei täglich von Meteorologen unterstützt worden, "die seit 30 Jahren Leute durch diesen Teil des Ozeans führen". Am 10. Juni brach der Mast ihres Bootes, als sie sich 3200 Kilometer westlich von Australien befand. Ein französischer Trawler rettete sie zwei Tage später. Die "Wild Eyes" musste aufgegeben werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachterneubau von Feuer zerstört
(26.6.10) Am Morgen des 25.6. wurde Veraval in Gujarat ein Frachter durch einen Brand zerstört. Mehrere Kutter wurden ebenfalls von den Flammen erfasst. Feuerwehren aus Mangalore, Porbandar, Junagar und Kodinar waren stundenlang mit der Brandbekämpfung beschäftigt, die sich als kompliziert erwies. Das Feuer entstand um 2.30 Uhr an Bord des Schiffes, das sic him Bau befand. Als die Feuerwehr um 3.30 Uhr eintraf, war es im Vollbrand, und auch ein anderes Schiff war bereits von den Flammen erfasst worden. Die 11 Werftarbeiter hatten am Vortag um 19 Uhr das fast fertiggestellte 1400-Tonnen-Schiff verlassen. Wahrscheinlich war ein Kurzschluss Schuld an dem Unglück. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter nach Brand gesunken
(26.6.10) Am 25.6. gegen 17 Uhr geriet der Kutter "Sarah Lenah" vor Skye in Brand. Das 12 Meter lange Schiff war dabei, in den Hafen von Uig einzulaufen, als plötzlich Rauch aufstieg. Die beiden Fischer an Bord wurden von einem anderen Schiff aufgenommen, das Rettungsboot von Portree machte Standby. Um 20.45 Uhr sank der brennende Kutter. Quelle: Tim Schwabedissen



Sonarbild der 'Spanish Prince'   Großbild klick!
Altes Frachterwrack vor Dover wird verschrottet
(25.6.10) Das 450 Fuß lange Wrack des Frachters "Spanish Prince" soll nach 95 Jahren aus der Westeinfahrt des Hafens von Dover geräumt werden. Diese wurde von dem 6500-Tonner seit 1915 teilweise blockiert. Die britische Admiralität hatte das Schiff zu Beginn des 1. Weltkriegs erworben und dort im März 1915 gemeinsam mit der "Livonian" als Blockschiff versenkt, um U-Boote am Eindringen zu hindern.
Zuvor waren die Aufbauten entfernt und große Masten auf Deck installiert worden, zwischen denen Fangnetze aufgehängt wurden. In den 30er Jahren wurde das Wrack verlegt mit dem Bug nahe am südlichen Wellenbrecher, um die Effekte von Tidenströmungen im Hafen zu verringern. Einige Teile des Wracks wurden bereits in den 1950er Jahren geborgen, doch nun soll das komplette Schiff zerschnitten und gehoben werden, um eine durchgehende Wassertiefe von 8,5 Metern herzustellen. Zwei je 60 Meter lange Kranbargen sollen auf Stelzen vor Ort positioniert werden und den rostigen Frachter stückweise bergen, dessen Überreste dann auf einer Transportbarge zum Jet Foil Basin geschleppt werden.
Die Arbeiten sollen rund 10 Wochen andauern. Die "Livonian" wurde bereits zwischen 1930 und 1933 geräumt. Ein drittes Blockschiff, die "Montrose" der Canadian Pacific, hatte sich bereits vor ihrer Versenkung von ihren Moorings losgerissen und strandete auf den Goodwin Sands, wo sie total verloren ging. Sie war berühmt geworden als das Schiff, auf das die Funkbotschaft, in deren Gefolge der Mörder Dr. Crippen und seine Geliebte Ethel le Neve verhaftet wurde, übertragen wurde, als die Seefunkerei noch in den Kinderschuhen steckte. Am 16.6. begannen die Abbrucharbeiten mit der 1800-Tonnen-Barge "Waasland". Sie werden durch die Herbosch Kiere Marine Contractors Ltd. durchgeführt. Quelle: Tim Schwabedissen



Ölunfall auf dänischem Ölrig in der Nordsee
(25.6.10) Eine defekte Ölpumpe verursachte am 20.6. einen Ölaustritt aus dem dänischen Rig "Mærsk Resolute", 9000 BRZ (IMO-Nr.: 8768232) in der Nordsee. Rund 130 Kubikmeter bzw. 820 Barrels liefen ins Meer und verteilten sich über sechs Quadratkilometer. Rund 10 % des Öls war dickflüssig genug, um aufgenommen zu werden, der Rest verdunstete. Der Ölaustritt konnte unterdessen gestoppt werden, ein Ölüberwachungsflugzeug kontrollierte das Seegebiet. Das Rig von A.P. Möller- Maersk ist für die staatliche dänische DONG Energy im Einsatz. Quelle: Tim Schwabedissen



Grimaldi-Frachter von Bö gegen Schleuseneinfahrt gedrückt
(25.6.10) Der italienische Frachter "Grande Buenos Aires", 56378 BRZ (IMO-Nr.: 9253210), wurde am 16.6. beim Einlaufen nach Le Havre von einer Windbö erfasst und gegen den Schleusenkopf gedrückt. Dabei wurde dieser erheblich beschädigt. Der 213 Meter lange Grimaldi-Frachter wurde im Bereich der Wasserlinie auf mehreren Metern Länge aufgerissen. Oberhalb davon entstanden weitere Beulen und Dellen im Rumpf. Nachdem der Frachter bis zum 21.6. am Bougainville-Kai verblieb, verholte er tags darauf nach Dünkirchen, wo er am Dover-Kai festmachte. Hier wurden Pontons längsseits gebracht, von denen aus die Reparatur des Schadens durchgeführt werden sollte. Die Arbeiten sollten bis zum Abend des 25.6. abgeschlossen werden. Die Schifffahrt wurde entsprechend gebeten, mit Vorsicht zu navigieren und Wellenschlag zu vermeiden. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre kenterte nach Wassereinbruch
(25.6.10) Die Fähre "BIWTC Dhaka" der Bangladesh Inland Water Transport Corporation mit acht Fahrzeugen an Bord kenterte am 23.6. in Alubazaar Ghat im Shariatpur Distrikt in der Padma-Meghna-Mündung. Unter den Fahrzeugen befanden sich ein Leichenwagen sowie zwei Busse. Menschen kamen nicht zu schaden. Das Bergungsschiff "Hamza" lief noch am selben Nachmittag aus Barisal aus, um das 24 Fahrstunden entfernt liegende Wrack und seine Ladung zu heben. Die "BIWTC Dhaka" war um 12.30 Uhr aus Haringhata Bazaar in Chandpur nach Alubazaar in Shariatpur ausgelaufen.
Wasser drang dann durch gerissene Platten im Unterdeck ein, als sich die Fähre in der Mitte des Flusses befand. Das Schiff lief daraufhin so schnell wie möglich nach Alubazar, wo sie aber einen Ponton rammte und daraufhin kenterte. Die Passagiere wurden mithilfe der Angestellten des Fährterminals und von Anwohnern an Land gebracht. Ein Taucherteam der Feuerwehr von Shariatpur barg den Leichnam aus dem Ambulanzfahrzeug und übergab ihn den Angehörigen. Die Bergung sollte am 24.6. anlaufen. Quelle: Tim Schwabedissen



Ruderhaus 'rasiert'   Großbild klick!
Binnentanker riss sich Ruderhaus ab
(24.6.10) Beim Einlaufen in die große Kammer der Schleuse Dorsten auf dem Wesel-Datteln-Kanal rammte am 23.6. gegen 10.30 Uhr der holländische Binnentanker "Commodore", 2525 ts ENI-No.: 02331062) wohl aufgrund eines technischen Defektes am Schiff, die Unterkante des oberen Schleusentores. Dabei wurde das Ruderhaus des Schiffes abgerissen und stürzte aufs Achterschiff. Verletzt wurde niemand.
Es entstand aber hoher Sachschaden am Schiff. Der Schleusenbetrieb konnte nach etwa einstündiger Sperrung und Begutachtung durch das WSA fortgesetzt werden, da die Schleuse nicht in Mitleidenschaft gezogen wurde und der Tanker mit eigener Kraft die Schleuse verlassen und danach festgemacht werden konnte. Das talfahrende Schiff war zum Unglückszeitpunkt unbeladen. Der Kapitän sagte aus, dass das Ruderhaus ohne weiteres Zutun plötzlich hochgefahren sei, womöglich durch einen Hydraulik-Defekt. Der Kasko des Tankers entstand 2008 auf der Barkmet, Lovocice, der Ausbau erfolgte bei Jac. den Breejen, Hardinxveld, im Auftrag des JOPA Scheepvaartbedrijf (Jan de Jonge) in Zwartsluis. Der Tanker ist 110 Meter lang und 11,4 Meter breit. Quelle: Tim Schwabedissen



Fahrwassertonne auf falscher Seite - Schiff auf Buhne gelaufen
(24.6.10) Ein mit 2750 Tonnen Mais beladenes holländisches Binnenschiff ist am Morgen des 23.6. nach einem Fahrfehler an einer Buhne im Rhein hängen geblieben. Es entstand ein Schaden von rund 20 000 Euro. Auf der Fahrt in Richtung Mannheim geriet das Schiff auf die falsche Seite einer Fahrwasserbegrenzungstonne und lief um 6.40 Uhr etwa 100 Meter vom Rheinstrand entfernt auf Grund. Versuche, mit eigener Kraft freizukommen, scheiterten. Ein Schubverband machte das Binnenschiff binnen mehrerer Stunden trotz fallenden Wasserstandes wieder flott, das um 10.20 Uhr nach einer technischen Prüfung seine Reise fortsetzen durfte. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter lief auf der Donau auf Grund
(24.6.10) Der unter Komoren-Flagge registrierte Frachter "Lada", 5306 tdw (IMO-Nr.: 8997144) lief am 22.6. nahe Tulcea auf der Donau auf Grund. Das 98 Meter lange, 2004 erbaute Schiff läuft für chinesische Eigner. Quelle: Tim Schwabedissen



Verschwundener Frachter nach 112 Jahren wiederentdeckt
(24.6.10) Fast 112 Jahre lang ruhte der Frachter "L.R. Doty" ungestört in der Tiefe des Lake Michigan. Dies änderte sich jetzt, als eine Gruppe von Tauchern und Marinearchäologen das Wrack des Schiffes rund 20 Meilen vor Iak Creek in 320 Fuß Tiefe ausmachte. Sie fanden es ohne Decksaufbauten und mit umgestürztem Schornstein vor, doch ansonsten war das Schiff in bemerkenswert gutem Zustand. Die Länge des Schiffes von 291 Fuß erlaubte seine Identifizierung als "L.R. Doty", dem größten Holzschiffwrack im Lake Michigan. Es war in einem Sturm am 25.10.1898 samt seiner 17-köpfigen Crew verloren gegangen. Die Getreidefracht aus Farmen in Illinois, die für Ontario bestimmt war, befand sich dank der Konservierung in den kalten Great Lakes immer noch in den Laderäumen, auch wenn sie jetzt unter einer dicken Sedimentschiff verborgen ist.
1893 wurde die "L.R. Doty" erbaut und galt bis zu ihrem Untergang dank Stahlverstärkungen als sehr seegängig. Sie hatte den Schoner "Olive Jeanette" im Schlepp, als sie in den Sturm, der ihr zum Verhängnis wurde, geriet. Die Schlepptrosse brach beim Passieren von Milwaukee. In 30 Fuß Wellenhöhe legte der Kapitän die "Doty" herum, um den verlorenen Anhang zu suchen. Der Schoner wurde gerettet, die "Doty" nie wieder gesehen. Wahrscheinlich war ihre Ruderkette gebrochen und hatte sie zu einem Spielball der Gewalten gemacht. Nachdem sie verschwand, waren Meldungen eines Fischers im Jahr 1991, dass seine Netze an einem Hindernis hängen blieben, ein erster Hinweis auf das Wrack.
Mithilfe des Charterbootes "Molly V" wurde das Gebiet jetzt mit einer Fischlupe durchkämmt, und tatsächlich fand sich im Mai ein Kontakt. In der vergangenen Woche war das Wetter günstig für einen Tech-Dive. Die Taucher fanden heraus, dass die "L.R. Doty" mit dem nach Nordwesten weisenden Heck zuerst auf dem Grund aufschlug. Das Ruder lag hart nach Backbord. In diesem Sommer soll das Wrack weiter dokumentiert und eventuell auch ins Innere vorgedrungen werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Bergung der "New York" abgebrochen
(24.6.10) Central Hudson hat den Versuch, das Wrack der 1908 ausgebrannten Fähre "New York" aus dem Hudson-River zu bergen, aufgegeben, nachdem sich herausstellte, dass die Überreste erheblich größer sind als angenommen - statt 80 Fuß Länge weist der Rumpf 150 Fuß auf. Lediglich ein 13 Tonnen schweres Teil des Ruders wurde abgebrannt und dem Fluss entrissen. Es war das einzig sichtbare Stück, der Rest ist weiterhin begraben. Zwei Wochen lang hatten sich die Berger bei Newburg abgemüht mit Grabgerät, Wasserdüsen und Tauchern. Nun wird überlegt, ob das Wrack in Stücken geborgen oder vor Ort belassen wird. Quelle: Tim Schwabedissen



Zweifache Fährhavarie in Norwegen
(24.6.10) Die 54,6 Meter lange, norwegische Fähre "Vågsøy" (IMO-No. 9506837) lief von Oldeide kommend am 23.6. gegen 10 Uhr auf einen Felsen nahe des Fähranlegers in Husevågøy. An Bord waren 35 Passagiere, 10 Fahrzeuge und vier Mann Crew. Niemand wurde verletzt, als vermutlich nach einem technischen Fehler am Bugstrahlruder das Schiff auf eine Felsspitze aufsetzte. Der Schlepper "Stadt Wolf" war binnen 14 Minuten vor Ort und zog die Fähre vom Felsen. Danach konnte sie, eskortiert vom Schlepper, mit eigener Kraft nach Måløy einlaufen, wo sie zu Untersuchungen am Husevåg-Kai festmachte. Das Rettungsboot "Halfdan Grieg" wurde aus Florø gerufen, um eine Tauchuntersuchung des Scihffsbodens durchzuführen. Dabei stellten sich am Rumpf des Schiffes, das zwischen Husevågøy, Oldeide und Måløy verkehrt, erhebliche Schäden heraus. Eine Ersatzfähre wurde vom Balestrandsektoren gerufen und war in den Abenstunden vor Ort.
Bereits am Abend des 21.6. hatte die Fähre "Trefjord", 3423 BRZ (IMO-Nr.: 9008794), den Fähranleger in Aukrasanden gerammt. Wegen des Schadens an der Rampe musste der Fährdienst Aukra-Hollingsholm bis um 17.15 Uhr des 23.6. eingestellt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



'Excellent' nach dem Sturz   Großbild klick!
Yacht stürzte beim Löschen in den Hafen
(23.6.10) Gründlich daneben ging die Entladung der Yacht ""Excellent" am 22.6. im Hafen von Split in Kroatien. Als sie vom Deck des holländischen Frachters "Apollogracht", 7950 BRZ (IMO-Nr.: 9014896) gehoben werden sollte, rutschte sie aus der Schlinge des Ladekrans und stürzte mit dem Bug voran ins Wasser. Dabei wurde dieser erheblich beschädigt, und auch die Bugreling wurde demoliert. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter vor Azov gestrandet
(23.6.10) Der moldawische Frachter "Ada", 1685 tdw (IMO-Nr.: 8511938) lief in der Nacht zum 23.6. vor Azov nahe Tonne 18 auf Grund. Das Schiff hob sich dabei 40 Zentimeter aus der Last. Bei der Strandung war ein Lotse an Bord, doch lag wohl ein Navigationsfehler vor. Die "Ada" hatte eine Ladung von 1597 Tonnen Weizen geladen. Der Schlepper "OT-1511" wurde zur Assistenz geschickt. Gegen acht Uhr lag der Frachter weiter fest und wartete auf höheren Wasserstand. Das 1985 erbaute Schiff wird von der türkischen BCS Partners Shipping & Trading bereedert. Quelle: Tim Schwabedissen



Hanjin Bombay" muss in Tauranga repariert werden
(23.6.10) Der unter Panama-Flagge registrierte Frachter "Hanjin Bombay", 16252 BRZ (IMO-Nr.: 9110315), kehrte nach seiner Strandung am 22.6. in on den Hafen von Tauranga zurück. Bei einer Taucheruntersuchung wurden erhebliche Rumpfschäden festgestellt, die vor Ort repariert werden müssen, um das Schiff wieder seetauglich zu machen. Die Ausbesserung sollte ohne docken und löschen der Holzladung vonstatten gehen. Wie lange die Unterwasser-Schweißarbeiten dauern würden, war aber noch unklar. Quelle: Tim Schwabedissen



Kapitän opferte sich für seine Crew
(23.6.10) Am 8.7. soll eine Gedenkveranstaltung für den vermissten Kapitän Hill des Trawlers "Majestic Blue", 1172 BRZ (IMO-Nr.: 7207358) im Lauderdale Isles Yacht and Tennis Club in Ft. Lauderdale stattfinden. Am 16.6. um Mitternacht war die Suche nach ihm und dem südkoreanischen Chief des Schiffes im Südpazifik ergebnislos abgebrochen worden. Hill hatte 15 Jahre lang Yachten geführt, darunter die 150 Fuß lange Trinity "Utopia 3", die 102 Fuß lange Broward "C'est La Vie" und die 78 Fuß lange Burger "Neon Rainbow". Wegen der Wirtschaftskrise im vergangenen Jahr wandte er sich dem Fischfang zu, was ihm letztlich zum Verhängnis wurde. Zwei Wochen vor dem Unglück war Capt.
Hill mit seiner 23-köpfigen Crew von den Fiji Islands zu einer auf drei Monate ausgelegten Thunfischfangreise in den Südpazifik ausgelaufen, nachdem die "Majestic Blue" zuvor einer Inspektion in Guam unterzogen worden war. Am Morgen des 14.6. bahnte sich das Verhängnis in Form eines Wassereinbruchs im Maschinenraum an. Hill, der einzige Amerikaner an Bord, gab Order, das Schiff aufzugeben und in die Rettungsinsel zu gehen. Vom Ruderhaus aus sandte er währenddessen Notsignale und Mayday-Rufe. Nachdem alle außer ihm von Bord waren, ging der Chefingenieur noch einmal zurück an Bord und informierte Hill, dass die Crew in Sicherheit sei. Dies war das letzte, was von den beiden bekannt ist. Denn plötzlich rollte das Schiff auf die Steuerbordseite und versank. Zuvor aber hatten die Notrufe die "Pacific Breeze", ein Schwesterschiff der "Majestic Blue", erreicht, die 70 Meilen entfernt stand. Binnen Stunden war sie vor Ort und barg die 22 Überlebenden.
Ihr Kapitän koordinierte auch die Suche anderer Trawler und eines Heiikopters, die nach den Vermissten Ausschau hielten. Die Küstenwache schickte zusätzlich eine C-130 von der Air Station Barber's Point in Hawaii. Vier Trawler, die Küstenwache und die Marine von Fiji durchkämmten das Seegebiet zwei Tage lang, ehe es keine Hoffnung mehr gab. Lediglich Trümmer und das EPIRB wurden gefunden.
Der Trawler wurde 1972 als "Costa de Marfil" in Gijon erbaut. Er hatte eine Tragfähigkeit von 1.230 Tonnen, war 62,75 Meter lang, 11,6 Meter breit und hatte 5,32 Meter Tiefgang. Quelle: Tim Schwabedissen



20 Tote bei Kenterung in Kairighat befürchtet
(23.6.10) Eine Person kam am 22.6. ums Leben, 19 weitere wurden vermisst, nachdem ein Boot mit 35 Personen an Bord auf dem Saryu-Fluss in Bahraich's Kairighat kenterte. Nach den Vermissten wurde unter Scheinwerferlicht weiter gesucht, doch gab es wenig Hoffnung. Das Boot, das nicht lizensiert war, hatte auch 15 Fahrräder und zwei Motorräder geladen, als es in der Flussmitte umschlug. 15 Überlebende vermochten schwimmend das Land zu erreichen oder wurden von Ortsansässigen gerettet. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter demolierte Korallenriff
(23.6.10) Am 18.6. um 16 Uhr gab die philippinische Coast Guard den an der Ducomi Pier festgehaltenen Frachter "Lorcon Davao", 7430 tdw (IMO-Nr.: 7228285), wieder frei. Die "Lorcon Davao" hatte tags zuvor rund 100 Quadratmeter Korallenformationen zerstört, nachdem er vor Dauin in Negros Oriental auf dem Weg nach Documi in Bacong, gegenüber von Dauin, bei starken Regenfällen und Winden in Schwierigkeiten geraten war. Das Schiff hatte sich bis auf 50 Meter der Küstenlinie von Maayong Tubig angenähert. 40 Bojen des markierten Fisch-Schutzgebietes wurden ebenfalls beschädigt. Quelle: Tim Schwabedissen



Neue Wrackfunde erhellen Schlacht um Gallipoli
(23.6.10) In Anzac Cove wurden jetzt eine Reihe neuer Schiffswracks entdeckt. Im Rahmen der Expedition "Project Beneath Gallipoli wurde u.a. eib Hospitalschiff, das in der acht Monate währenden Schlacht um Gallipoli sank. Es liegt 1,3 Meilen vor Anzac Cove in 55 Metern Wassertiefe und war bisher nur Fischern als Hindernis bekannt. Beim Betauchen stellte sich heraus, dass es sich um eine Tiefwasserbarge handelte, mit der Tote und schwer Verwundete 1915 vom Strand abtransportiert wurden. Ein weiterer Fund war eine geschleppte Landungsbarge, ein Vorläufer jener Transporter, wie sie im 2. Weltkrieg bei der Invasion der Normandie verwendet wurden. Im flachen Wasser vor Anzac Cove fanden sich auch etliche Geschosse und Schrapnelle der türkischen Truppen. Etwa 600 Soldaten starben während der Kämpfe auf dem Strand.
Das Expeditionsteam konnte auch nachweisen, dass es sich bei einem Wrack in der Bucht von Suvla um die Überreste des britischen Zerstörers HMS "Louis" handelt, der im Oktober 1915 auf Grund lief und dann von türkischem Geschützfeuer zerstört wurde. Bisher galt das Wrack als gesunkener Wassertransporter. Doch die vier Yarrow-Dampfkessel erlaubten eine positive Identifizierung. Weitere Funde waren ein Wrack in nur einem Meter Wassertiefe, Gewehrmunition und die Überreste mehrerer Pontons. Diese stammen vom Royal Australia Navy's Bridging Train, einer Versorgungseinheit, die in der Suvla-Bucht stationiert war. Durch die Expedition soll ein größerer historischer Einblick in die Landungsoperationen vor Gallipoli erreicht werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Disput um demolierte Thunfischkäfige
(23.6.10) Am 17.6. rammte ein Schiff der Anti-Walfangorganisation Sea Shepherd, die "Steve Irwin" (MMSI-Nr.: 244943000) einen schwimmenden Thunfischkäfig vor Libyen. Nach Aussage von Sea Shepherd wurde das Schiff von dem maltesischen Versorger "Rosaria Tuna" ins Heck gerammt und in die Anlage geschoben. Die Walschützer sagten, ein Fischer habe sie mit einer Waffe bedroht. Die Fischer hingegen sprachen von Gummigeschossen, die einen der ihren verletzt hätten, sowie dem Einsatz von Ammoniak und Tränengas. Die Federation of Maltese Aquaculture Producers (FMAP) ist der Auffassung, die 56 Meter lange "Steve Irwin" habe vorsätzlich die Schwimmkäfige gerammt und dabei das Leben von zwei Tauchern darin, die verletzt wurden, gefährdet. I>Quelle: Tim Schwabedissen



"Treffer" auf der 'Torm Marin a'   Großbild klick!
"Torm Marina" schwer beschädigt in Gibraltar eingetroffen
(22.6.10) Nach seiner Kollision mit der "MSC Camille" vor Gibraltar lief der Tanker "Torm Marina" (IMO-Nr.: 9319698) am Abend des 21.6. nach Gibraltar ein und ging um 20.50 Uhr bei der Spanish Dry Dock Cernaval nahe Campamento Port gedockt. Das Schiff war am Steuerbordbug erheblich beschädigt, das Oberdeck aufgerissen, und es lag tief im Wasser. Die "MSC Camille" machte am 21.6. gegen neun Uhr in Valencia fest. Quelle: Tim Schwabedissen



Holzfrachter saß auf Felsen vor Tauranga
(22.6.10) Der unter Panama-Flagge laufende Holzfrachter "Hanjin Bombay", 16252 BRZ (IMO-Nr.: 9110315) rammte am 20.6. um 20.05 Uhr einen Felsen vor Mount Maunganui. Dabei wurde der Rumpf aufgerissen. Mit dem 22-Uhr-Hochwasser gelang es zwei Hafemschleppern, den 2,5 Kilometer vor dem Hafen von Tauranga festsitzenden, voll beladenen Frachter wieder flottzumachen. Der Frachter hatte vor der Havarie Maschinenausfall erlitten beim Auslaufen nach Asien und war dann gestrandet. Nachdem die Bordingenieure die Maschine wieder starten konnten, kehrte der Frachter mit eigener Kraft nach Tauranga zurück. Er ankerte zunächst 1,5 Kilometer vor dem Hafen mit einem Lotsen an Bord und den Schleppern weiterhin festgemacht. Am 21.6. sollte er dann wieder einlaufen. Quelle: Tim Schwabedissen



Russischer Frachter vor Schleuse havariert
(22.6.10) Am 20.6. um 14.22 Uhr rammte der russische Tanker "Lenkaran" eine Schutztrosse des unteren Tores von Schleuse 2 in Kochetovskiy auf dem Don. Das Schiff war unterwegs von Tatyanka ´nach Kerch mit einer Ladung von 4220 Tonnen Gasöl. Während die Trosse Schäden erlitt, blieben Schleuse wie Schiff unversehrt. Die "Lenkaran" (IMO-Nr.: 9369617) hat eine Tragfähigkeit von 6526 Tonnen, wurde 2006 erbaut und wird bereedert von der Armada Trading-7 in Malta. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision vor Kartal
(22.6.10) Auf der Reede von Kartal trieb der unter Panama-Flagge laufende Frachter "Rimeo" gegen die maltesische "Arvin", nachdem sein Anker nicht im Grund gehalten hatte. Bei der Kollision wurden sowohl die "Rimeo", 1984 tdw (IMO-Nr.: 8324713), wie auch die "Arvin", 1975 tdw (IMO-Nr.: 8874316), leicht beschädigt. Quelle: Tim Schwabedissen



Ein Stück Pearl Harbor-Geschichte auf dem Weg ins Museum
(22.6.10) Am 20.6. wurde ein 11 Tonnen schweres Segment des einstigen Mastes des amerikanischen Schlachtschiffes "Oklahoma", 27500 ts, auf der Tinker Air Force Base von einem C-17 Frachtflugzeug auf einen Truck verladen, der das 45 Fuß lange Stück im Laufe der Woche nach Muskogee in den War Memorial Park and Museum transportieren soll. Die 177 Meter lange USS "Oklahoma" lag in Pearl Harbor, als der Hafen am 7.12.1941 von Japan attackiert wurde. Dort lag sie in der "Battleship Row" auf der Außenseite längsseits USS "Maryland". Unmittelbar nach Beginn des Angriffs wurde sie von drei Torpedos an ihrer Backbordseite getroffen. Als sie bereits schwere Schlagseite hatte schlugen noch zwei weitere Torpedos in Oberdeck und Aufbauten ein. Nach zwanzig Minuten war das Schiff gekentert und nur noch die Steuerbordseite des Rumpfes ragte aus dem Wasser. Einige der Überlebenden kletterten an Bord der USS Maryland und unterstützten die Bedienungsmannschaften der Flugabwehrgeschütze. Offiziere und 395 Unteroffiziere und Mannschaften wurden beim Untergang getötet oder blieben vermisst. Die Bergung des Wracks begann im März 1943. Am 28. Dezember 1943 wurde die aufgerichtete "Oklahoma" ins Trockendock geschleppt. Die Aufbauten waren zuvor entfernt worden. Am 1. September 1944 wurde das Schiff aufgegeben und am 5. Dezember 1946 als Schrott verkauft. Beim Abschleppen zum vorgesehenen Abwrackhafen San Francisco riss sie sich am 17. Mai 1947 von den Schleppern los und sank 540 Seemeilen von Pearl Harbor entfernt. Der Mast aber war seit dem verhängnisvollen Dezembertag auf dem Grund der Marinebasis verblieben. Drei große Stücke wurden vor vier Jahren bei Baggerarbeiten dort entdeckt und das nun auf Flugreise gegangene Stück geborgen. Dank des Einsatzes der Mississippi Air National Guard hat das Relikt nun seinen endgültigen Platz gefunden. Quelle: Tim Schwabedissen



Trawlerkapitän nach Explosion vermisst
(22.6.10) Am 19.6. explodierte der Trawler "Captain Lloyd 97" vor der Küste von Waini. Durch die Detonation im Maschinenraum und den anschließenden Brand wurde das Schiff der Pritipaul Singh Investments zerstört. Vier Mann der Crew wurden mit Verbrennungen zweiten und dritten Grades von einem Trawler aus Venezuela gerettet und nach Georgetown ins Public Hospitals gebracht. Der Kapitän blieb vermisst. Er war, während die anderen Besatzungsmitglieder ins Wasser oder in ein Boot sprangen, zuletzt in Flammen stehend auf Deck gesehen worden. Das Schiff war am 17.6. aus McDoom, der East Bank Demerara Basis der Reederei, ausgelaufen, hatte aber nochmals in den Hafen zurückkehren müssen, weil ein Maschinenschaden aufgetreten war. Als sich die Explosion ereignete, befand sich der Kapitän mit einem anderen Mann gerade erneut zu Reparaturen im Maschinenraum. Quelle: Tim Schwabedissen



Küstenwachboot als rettender Engel für zwei Fischer
(22.6.10) Die Mannschaft des Küstenwachschiffes "Beta" rettete am 20.6. zwei Personen von dem brennenden Kutter "Victoria" vor Gisløy in der Øksnes Kommune in Nordland. Um 14 Uhr hatte sie über Funk eine Notmeldung des Kutters aufgefangen. 10 Minuten später war das Schiff vor Ort und barg die beiden leicht verletzten Fischer. Sie erhielten an Bord erste Hilfe. Dann begann die Crew den Kutter mit Schaum abzulöschen. Um 14.45 Uhr waren die Flammen niedergekämpft, und der Havarist konnte nach Alsvåg eingeschleppt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuerwehr entsorgte Glutreste nach Schiffsbrand im Dock
(22.6.10) Am 20.6. um 09.08 Uhr brach in einem Trockner in der Wäscherei an Bord des norwegischen Forschungsschiffes "Lance", 1380 BRZ (IMO-Nr.: 7638351) ein Feuer aus. Das Schiff lag zu dieser Zeit in Harstad in einem Trockendock der Hamek-Werft, wo Klassearbeiten ausgeführt wurden. Der Feuerwehr gelang es, das Feuer rasch unter Kontrolle zu bringen. Glimmende Reste, z.B. dünne Zwischenwände und Einrichtungsgegenstände, wurden kurzerhand vom Schiff ins Dock geworfen. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision vor Vrångö   Großbild klick!
Skipper betrunken - Segler verletzt
(21.6.10) Eine Yacht mit drei Personen an Bord kollidierte am Nachmittag des 19.6. mit einem Motorboot vor Vrångö. Eine Person musste ins Krankenhaus gebracht werden. Der Skipper des Motorbootes war stark betrunken, stellte die Küstenwache anschließend fest. Quelle: Tim Schwabedissen



Einer der größten Containerfrachter der Welt rammte Torm-Tanker
(21.6.10) Am Morgen des 20.6. kollidierte um 4.30 Uhr der Containerfrachter "MSC Camille" mit dem LR2-Aframax-Tanker "Torm Marina". Das Unglück ereignete sich 42 Meilen östlich von Gibraltar, wo der Tanker vor Anker liegend auf Ladung wartete. Es gab keine Verletzten und keinen Ölaustritt. Die "MSC Camille (IMO-Nr.: 9404651) läuft unter der Flagge Panamas und wurde 2009 erbaut. Mit 165181 Tonnen Tragfähigkeit und einer Containerkapazität von 13200 TEU handelt es sich um einen der größten Containerfrachter der Welt. Die "Torm Marina" (IMO-Nr.: 9319698) läuft unter der Flagge Norwegens, wurde 2007 erbaut und hat eine Tragfähigkeit von 109672 Tonnen. Sie ist 245 Meter lang und hat eine Kapazität von 783.391 Barrels Öl. Die spanischen Behörden wurden umgehend von der Kollision informiert. Quelle: Tim Schwabedissen



Kambodschanischer Frachter nach Kollision gesunken
(21.6.10) Der in Panama registrierte Frachter "Jing Feng" kollidierte am 20.6. in der nordchinesischen Bohai-See mit dem kambodschanischen Frachter "Hai Jun" vor der Küste von Dalian. Dabei kamen fünf Mann des kleineren Schiffes ums Leben, zwei wurden vermisst. Die "Hai Jun" sank. Die "Jing Feng" ging in Dalian vor Anker, wo Behördenvertreter an Bord gingen, um das Unglück zu untersuchen. Die "Hai Jung" (IMO-Nr.: 8916140) wurde 1990 erbaut und hatte eine Tragfähigkeit von 2250 Tonnen. Die "Jing Feng" (IMO-Nr.: 7909114) läuft unter der Flagge Panama, wurde 1980 erbaut und hat eine Tragfähigkeit von 21012 Tonnen. Quelle: Tim Schwabedissen



114 Jahre alter Frachter sank im Sturm
(21.6.10) Der türkische Frachter "Bilal Cavusoglu" kenterte und sank am 20.6. in einem Sturm in der Nähe der Insel Sedef im Marmarameer. Die Ladung war übergegangen. Die Crew wurde gerettet. Der Frachter wurde 1896 in Holland erbaut als "Odin". 1932 wurde er zur "Barten" und 1955 zur "Yelmaz Kaptanoglu". Die "Bilal Cavusoglu" (IMO-Nr.: 7643746) hatte eine Tragfähigkeit von 1376 Tonnen. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnentanker rammte Flusskreuzer
(21.6.10) Der holländische Binnentanker "Midway", 4241 ts (ENI-Nr.: 244650593; MMSI-Nr.: 244650593), rammte am 19.6. von Rotterdam kommend das Schweizer Flusskreuzfahrtschiff "Viking Sun" (ENI-No. 04803570) auf der Ark bei Maarssen. Drei Passagiere wurden verletzt. Der Tanker musste mit einem zwei Meter über der Wasserlinie liegenden Leck in Breulelen festmachen. Die "Viking Sun" lief mit leichten Schäden Maarssen an. Die Viking Sun" wurde 2005 bei De Merwede, Hardinxveld, erbaut und wird von den Viking River Cruises in Basel betrieben. Sie kann 198 Passagiere aufnehmen, ist 131,8 Meter lang, 11,4 Meter breit und hat einen Tiefgang von 1,82 Metern. Die "Midway" entstand 2009 bei Dolderman, Dordrecht, für Amistade BV (Middelkoop en Gebr. Wanders) in Zwijndrecht. Sie hat eine Tankkapazität von 4560 m3, ist 110 Meter lang, 13,5 Meter breit und hat 4,21 Meter Tiefgang. Quelle: Tim Schwabedissen



Ein Viertel der gestrandeten Lagos-Flotte wieder flott
(21.6.10) Vier der 16 vor Lagos im Sturm gestrandeten Schiffe wurden unter Führung der Nigerian Maritime Administration und der Safety Agency (NIMASA) jetzt geborgen. Die "Arcturus No. 3" 1703 BRZ (IMO-Nr.: 7326568), die am Lighthouse Beach lag, wurde binnen zwei Wochen mit Bulldozern und Schleppern vom Strand in tiefes Wasser gezogen. Weitere geborgene Schiffe sind die "Penil", der Tanker "Odyssey", 730 BRZ (IMO-Nr.: 6917504) und der Tanker "Kentastem".
Damit ist die 1. Bergungsphase abgeschlossen. Ein weiterer Bergungsjob umfasst das Schwimmdock V, das während Routinetests nicht angehoben werden konnte. Grund waren technische Fehlfunktionen. Das Dock der Nigerian Ports Authority liegt am Continental Shipyard at Apapa in Lagos. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision auf Wannsee - Käptn geschockt
(21.6.10) Bei einem Schiffsunfall sind am 18.6. auf dem Berliner Wannsee vier Menschen verletzt worden. Beim Anlegen eines 41 Meter langen Fahrgastschiffes rammte es nachmittags in Höhe der Ronnebypromenade die Kaimauer, nachdem der Kapitän zu spät umsteuerte. Durch den Aufprall stürzte eine Kellnerin die Treppe zum Unterdeck hinunter und musste mit Rückenverletzungen ambulant behandelt werden. Drei der 64 Fahrgäste erlitten Verletzungen am Finger, Prellungen sowie Schürfwunden. Die Kaimauer wurde durch die Kollision auf einer Länge von anderthalb Metern aufgerissen und das Geländer über 15 Meter eingedrückt. Das Fahrgastschiff wurde im oberen Bugbereich erheblich beschädigt. Trotzdem konnte es die Fahrt mit einem Ersatzschiffsführer gegen 16 Uhr 30 fortsetzen. Der Kapitän erlitt einen Schock.Quelle: Tim Schwabedissen



Ende eines Passagierschiffs-Oldies
(21.6.10) Das auf Piräus Reede seit zwei Jahrzehnten halbgesunken liegende Wrack des Fahrgastschiffes "Melody", 4180 BRZ (IMO-Nr.: 5091016) wird derzeit abgebrochen. Es war nahe Salamis bei Umbauarbeiten am 6.7.1990 in Brand geraten und auf Grund gesetzt. Derzeit ist eine Bergungsfirma dabei, die über Wasser liegenden Teile bis zur Wasserlinie abzuschneiden und sie auf einer Barge an Land zu bringen. Bei einer Werft in Perama werden sie weiter verschrottet. Auch die daneben liegende "Ellerman City" wird derzeit auf diese Weise zerkleinert.
Die "Melody" entstand als "Djebel Dira" 1948 bei Swan, Hunter & Wigham Richardson, Newcastle. Sie war 113,08 Meter lang, 15,54 Meter breit und hatte 7,29 Meter Tiefgang. Die Passagierkapazität betrug 618. Das Schiff kam für die Cie. De Navigation Mixte, Marseille, zwischen Marseille und Casablanca in Fahrt. 1970 wurde sie zur "Phönix" der Spyros Billinis, Piräus, und 1979 ging sie an die Athens Marine Cruises, Piräus, für die sie bis zum Brand in Keratsini als "Melody" im Einsatz war. Quelle: Tim Schwabedissen



Nordstream-Pipeline macht klar - die Ostsee ist ein Meer von Wracks
(21.6.10) An der Einfahrt zum Greifswalder Bodden südöstlich von Rügen, wo heute am Strand riesige Rohre mit fast mannshohem Durchmesser vom Beginn des Baus der Ostsee-Pipeline zeugen, sollte eigentlich gar nichts mehr durchkommen. Das wollten die Schweden verhindern, und deshalb versenkten sie dort vor fast 300 Jahren 20 Frachtschiffe und beschwerten sie mit großen Wackersteinen, damit sie niemand so schnell heben könnte. Noch heute liegen sie im Flachwasser und sind für Taucher in vier, fünf Metern gut zu erreichen. Sie sollten 1715 Angriffe von deutschen, polnischen, dänischen und russischen Schiffen auf das schwedisch besetzte Stralsund abblocken im Großen Nordischen Krieg. Die Archäologen schätzen die Barriere aus Wracks, etwa eineinhalb Kilometer lang, als äußerst bedeutsam ein für die regionale, aber auch für die nordeuropäische Schifffahrtsgeschichte ein. An ihnen lassen sich die Bauweisen, die Beplankungen und vieles anderes Kulturhistorisches aus der späten Hansezeit studieren. Noch nie wurde eine so große Fläche am Ostseegrund so sorgfältig untersucht, wie es jetzt auf dem Korridor der künftigen Pipelinetrasse der Fall war, auf einer Breite von mindestens 125 Metern.
Nicht nur Schiffswracks kamen dabei ans Licht, auch Flugzeuge aus dem 2. Weltkrieg. Wohl auch Spuren von Siedlungen aus der Steinzeit. Die Taucher und Tauchroboter der Nord Stream AG haben viele Dutzend Wracks entdeckt zwischen der Schiffsbarriere im Greifswalder Bodden am einen und Wyborg am anderen Ende der geplanten Rohrleitung. Die meisten fanden sie mit Side Scan Sonar. Erst vor wenigen Wochen und nach der Veröffentlichung der Wrack-Bilanz von Nord Stream, stieß man ganz in der Nähe der Insel Gotland auf neun Schiffe, die alle zwischen dem Mittelalter und dem 18. Jahrhundert untergegangen sind. Das älteste von ihnen wohl um das Jahr 1000, aus der Zeit also, aus der die Überlieferung der schwedischen Geschichte sich noch weitgehend in Sagas erschöpft. Einige dieser Wracks zeichnen sich durch einen noch völlig intakten Rumpf aus. 177 Seeleute waren auf dem russischen Kriegsschiff "Rusalka", als es am 19. September 1893 den Hafen von Reval verließ, um mit dem Kanonenboot "Tutschka" im Kielwasser die 50 Kilometer nach Helsinki überzusetzen, bei starkem Wind und hohem Seegang.
Als die "Tutschka" am nächsten Morgen in Helsinki einlief, war die "Rusalka" spurlos verschwunden. Zwei Tage später wurden Teile des Schiffes an den Strand gespült, auch ein Rettungsboot mit einem toten Matrosen. 37 Tage lang ließ das Marineministerium das Schiff erfolglos suchen. Es war eine Tragödie für die Flotte des Zaren in Friedenszeiten, die zum Mythos wurde in der russischen und sowjetischen Kriegsmarine. Seit 1902 steht ein monumentales Denkmal in Tallinn zum Gedächtnis. Erst im Vorfeld der Projektion der Pipeline stießen Taucher auf das Wrack. Es liegt in der Nähe eines "unidentifizierten Flugzeugs", wie es in der Liste von Nord Stream über die Objekte im finnischen Sektor heißt, "unter Umständen aus dem Zweiten Weltkrieg, eventuell früher. Für das finnische Antiken-Amt nicht interessant" - allzu viele neuerliche Funde pflastern den Weg des geplanten Gasrohres.
Die geplante Trasse verläuft in der respektvollen Entfernung von 7,5 Kilometern von ihm. Dennoch findet das berühmteste Ostseewrack unserer Tage, die "Estonia", auch Erwähnung in der Liste, ist es auf den Karten von Nord Stream vermerkt. Zwar ist es nicht, wie von der Regierung in Stockholm vorgesehen, mit meterdickem Beton versiegelt, wurde aber in einer Nacht-und-Nebel-Aktion unter einem riesigen Haufen Geröll und Schutt begraben.
Niemand darf sich diesem Wrack nähern, so steht es in einem eigenen schwedischen "Estonia"-Gesetz, niemand mehr die Frage untersuchen, ob die "Estonia" mit ihren 852 Ertrunkenen ein Opfer von Sturm und Seegang wurde oder von der Mafia. Oder vom Geheimdienst, wegen dubioser Waffentransporte. Die von der Nord Stream gefundenen Wracks bleiben bis auf einige Ausnahmen auf dem Meeresgrund, so wie es schon immer bei den allermeisten Funden in der Ostsee der Fall war. Nur bei wenigen, als außerordentlich wertvoll beurteilten Ausnahmen lohnt der aufwendige und teure Konservierungsprozess nach einer nicht minder komplizierten Prozedur der Bergung. Die Unterwasser-Archäologen konzentrieren sich auf die Bestandsaufnahme, nehmen höchstens Utensilien aus dem Schiffsbauch mit nach oben wie Geschirr, Laternen, hier und da auch den Inhalt der Bordkasse aus der frühen Neuzeit, und erfreuen sich ansonsten an ihren Studienobjekten, ergründen die Art der Steuerruder, die Bauweise der Kachelöfen, lesen an der Größe der Kapitänskojen die Längenmaße der Menschen im Mittelalter ab.
Hin und wieder holen sie dennoch ein Schiff an die Oberfläche, wie bei der Schiffskette, mit der die Schweden die Einfahrt nach Stralsund blockierten. Eines der alten Fahrzeuge lag genau auf der geplanten Trasse, für deren Führung so nah am Landfall auch kaum Spielraum bestand. Viele Tage Arbeit bedeutete dies, und ein behutsames Vorgehen, als handele es sich um eine scharfe Mine. Die Reste des Schiffes lagen obendrein tief im Meeressediment vergraben. Bei anderen Wracks der Kette ließ Nord Stream immerhin von der Seite Canyons quer zu den Schiffswänden graben, damit die Archäologen leichteren Zugang haben. Mehr denn je zuvor hat die Prospektion für die Pipeline bestätigt, dass die Ostsee das wrackreichste Meer der Welt ist, 2000 gesunkene Schiffe vermutet man allein vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns.
Wohl deshalb, weil der dramatisch anwachsende Seehandel zur Hansezeit die Entwicklung hin zu größerer Sicherheit im Schiffbau und in der Seefahrt schlicht überholte, weil im ausgehenden Mittelalter die Piraterie hier ihren Höhepunkt erlebte und weil viele Schiffe Opfer wurden der hier tobenden vielfachen Kriege in der zweiten Hälfte des letzten Jahrtausends. Besonders rund um Rügen liegen die Wracks, Taucher können sie kaum verfehlen. Auch wenn die Unterwasserarchäologen, die heftig über Wrackräuber klagen, ihre Lage für sich behalten. Alles, was auf dem Meeresgrund gefunden wird, gehört dem Land. Vor Rügen kam eine besondere Gefahr hinzu: die gefährlichen Klippen vor der Küste, derentwegen Karl-Friedrich Schinkel schließlich den dreigeschossigen Leuchtturm-Palast auf Kap Arkona baute.
Läge der Meeresboden unterhalb des Königsstuhls, des berühmten Kreidefelsen von Rügen, etwas unterhalb von Kap Arkona, trocken, täte sich ein überwältigendes Gemälde auf: Koggen, Kutter und Kanonenboote, Schuten, Schoner und Schaluppen, von Muscheln und Algen überwuchert, grünlich fluoreszierend, bräunlich-schwarz dahinrottend, aus allen erdenklichen Jahrhunderten und Hunderten von Seegefechten, umgeben von nicht mehr ganz runden Kanonenkugeln, abgerissenen Ankern und umgestürzten Masten. Eine Ruinenlandschaft, wie die Fantasie sie nicht bizarrer malen könnte. Ein Meer von Wracks. Quelle: Tim Schwabedissen



New Yorker Unglücksfähre wieder im Dienst
(21.6.10) Die Staten Island Fähre "Andrew J. Barberi" (MMSI-No.: 367000150), bei deren Kollision mit einer Pier am St. George Ferry Terminal am 8.5. 48 Menschen verletzt wurden, nahm am 20.6. ihren Dienst zwischen Staten Island und Manhattan wieder auf. Das National Transportation Safety Board bestätigte derweil, dass der Antrieb am 8.5. versagt hatte. Die schadhaften Teile wurden nun ersetzt, und das System arbeitet einwandfrei. 2003 waren 11 Menschen auf der Fähre ums Leben gekommen, als sie eine Pier mit voller Fahrt rammte, nachdem der Kapitän bewusstlos geworden war. Quelle: Tim Schwabedissen



"New York" nicht zu bergen
(21.6.10) Die Bergung des alten Passagierschiffes "New York" im Hudson River nahe Newburgh wurde vorläufig aufgegeben. Es war im vergangenen Jahr bei der Vorbereitung einer Ausbaggerung an der Stelle, wo jahrzehntelang Teer von einem Kraftwerk der Central Hudson Gas & Electric Corp. im Fluss landete, entdeckt worden. Die Bergung wäre nicht zwingend gewesen, doch für das Department of Historic Preservation betrieben worden. Das 80 Fuß lange Wrack sank 1908 nach einem Feuer, nachdem es seit 1887 zwischen New York City und Albany verkehrte. In der vergangenen Woche war ein Teil des Rumpfes hochgekommen, doch dann wieder in den Fluss zurückgestürzt. Später wurde mithilfe von Grabungsgerät, einem Kran und einer Barge das Ruder freigelegt und ein Stück davon abgeschnitten. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter brannte im Gavlfjord aus
(21.6.10) Zwei Personen wurden am 20.6. leicht velretzt geborgen, nachdem ein norwegischer Kutter um 13.42 Uhr im Gavlfjord zwischen Gisløya und Andøya in Brand geraten war. Sie gingen in ein Rettungsboot und wurden von dem Schlepper "Beta" gerettet. Das Schiff wurde schwer beschädigt an einen Kai in Alsvåg geschleppt. Quelle: Tim Schwabedissen



"Taipan" nach Piratenüberfall umfassend repariert
(21.6.10) Drydocks World hat den 925-TEU-Containerfrachter "Taipan" im Auftrag des Komrowski Befrachtungskontor KG (GmbH & Co) bei der Drydocks World's Afloat Repair Unit in Jebel Ali Port in Dubai binnen fünf Wochen umfassend repariert. Das Schiff war dort am 12.4. gedockt worden, um die Schäden vom Piratenüberfall ausbessern zu lassen. Fast 300 Schusslöcher mussten ausgebessert werden, 140 Meter Verkabelung an 80 Stellen in den Verkleidungen ausgetauscht,, sowie etliche Scheiben, darunter die 18 des Ruderhauses, ersetzt werden. Schotten und Türe wurden so erneuert, dass sie hohen Standards genügen. Außerdem wurde rund um das Schiff Anti-Piraterie-Stacheldraht installiert. Quelle: Tim Schwabedissen



Motoryacht auf den Felsen   Großbild klick!
Vier Norweger aus treibendem Boot gerettet
(19.6.10) Ein 24 Fuß langes Motorboot mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern an Bord trieb am Nachmittag des 18.6. nach Motorausfall bei Leirvåg auf Felsen. Um 14.10 Uhr lief bei der norwegischen Rettungszentrale ein Mayday auf, nachdem ein Ankerversuch gescheitert war und die Situation sich kritisch entwickelte. Die Autofähre "Etne", die im Fensfjord unterwegs war, setzte ein Rettungsboot aus, das die vier Norweger um 14.35 Uhr barg. Auch ein Rettungshubschrauber aus Bergen war in Marsch gesetzt worden. Die Bootsinsassen wurden unversehrt am Fährkai in Leirvåg an Land gebracht. Das auf einer Schäre gestrandete Boot konnte später freigeschleppt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Monsun verhindert Arbeiten an "Princess oft he Stars"
(19.6.10) Schlechtes Wetter in Sibuyan verhinderte ein Fortschreiten der Bergungsarbeiten an der gesunkenen Fähre "Princess of the Stars", doch die Arbeiten sollen planmäßig fortgeführt werden, auch wenn ein Monsun aus Südwest den Bergern die Hände bindet. Um den 15.6. soll das Schiff fast zwei Jahre nach seinem Untergang im Taifun Frank wieder schwimmfähig sein. Beim Untergang der 23824-Tonnen-Fähre starben am 21.6.2008 227 Menschen, 605 werden noch vermisst, weniger als 40 wurden gerettet. Quelle: Tim Schwabedissen



Schlechte Wirtschaft gut fürs Schiffeversenken
(19.6.10) Eine schlechte Wirtschaftslage kann gut sein für New Jerseys Schiffsversenkungsprogramm. Als die Schrottpreise hoch waren, gab es in New Jersey nicht viele alte Schiffe zum Versenken. 2008 lag der Preis bei 400 Dollar pro Tonne, und Nachfragen kamen bis aus China, selbst wenn ein alter Kutter ausgedient hatte. Doch in diesem Jahr sank der Preis auf 190 Dollar, und plötzlich häufen sich die Anfragen beim Riffkoordinator der staatlichen Division of Fish and Wildlife. In diesem Jahr wurden bislang ein 68 Fuß langes Stahlschiff am a 68 Axel Carlson Reef und eine 90-Fuß-Barge beim Townsends Inlet Reef versenkt. Weitere Pläne betreffen den 77 Fuß langen Trawler "Galicia I" auf dem Cape May Reef und den 68 Fuß langen Trawler "Crystal" Townsends Inlet Reef. Eine 43-Fuß-Barge könnte noch in diesem Jahr entweder am Great Egg Reef oder dem Barnegat Light Reef ihr Ende finden. Die U.S. Navy will zudem ihren 563 Fuß langen 9,000-Tonnen-Zerstörer USS "Arthur W. Radford" am DelJerseyLand Reefum September/Oktober rund 330 Meilen vor dem Cold Spring Inlet versenken. Die Staaten New Jersey, Delaware und Maryland sind am Projekt beteiligt. USS "Arthur W. Radford" wurde in der vergangenen Woche in ein Dock geschleppt, wo ihn die in Virginia ansässige American Marine Corp. zur Versenkung vorbereitet. Dazu werden die Aufbauten niedriger gemacht, um eine Wassertiefe von 60 Fuß an der 130 Fuß tiefen Versenkungsstelle zu erreichen. In den Rumpf werden Löcher zur besserren Zugänglichkeit geschnitten. USS "Radford" wird das zweigrößte künstliche Riff nach dem 904 Fuß langen Flugzeugträger "Oriskany", der 2006 im Golf von Mexiko versenkt wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Rettung von vier Seglern unter schwierigen Bedingungen
(19.6.10) Ein Schiff der US Coastguard barg am Morgen des 19.5. die Yacht "Marguerite" mit vier Mann Crew vor der Küste von Kaikoura. Das Boot selbst wurde spatter drothin eingeschleppt. Es war am Nachmittag des 18.6. aus Waikawa Bay, Picton, mit Kurs Lyttelton ausgelaufen, doch im Sturm zerschmetterte eine Welle 18 Meilen südöstlich von Kaikoura das Ruder und legte die Elektronik lahm. Daraufhin aktivierte die aus drei Männern und einer Frau bestehende Crew um 7.30 Uhr den Notsender. Die "Kaikoura Rescue" fand die Yacht in stürmischer See trotz schlechter Sicht, nachdem von dort zwei Notraketen abgeschossen wurden, und übernahm bei bis zu fünf Meter hohen Brechern die Crew. Der Skipper kam ebenso wie die Frau leicht verletzt ins Krankenhaus von Kaikoura. Quelle: Tim Schwabedissen



22 Mann von Kutter gerettet
(19.6.10) Der amerikanische Charterkutter "Sea Adventure II" lief am 18.6. um 1.20 Uhr 15 Meilen südlich von San Diego auf Grund. Die 21 Fahrgäste und ein Besatzungsmitglied wurden von einem 62 Fuß langen Handelsschiff gerettet. Die Coast Guard hatte nach dem Mayday der "Sea Adventure II", die nahe South Coronado Island festsaß und leckgeschlagen war, einen MH-60 Jayhawk Helikopter und das Küstenwachboot "Edisto" in Marsch gesetzt, auch ein Boot der Hafenpolizei von San Diego lief aus. Vier Mann Crew blieben auf dem Havaristen, um den Wassereinbruch zu bekämpfen, ebenso wie drei Vertreter der Coast Guard mit einer Lenzpumpe. Nachdem das ballgroße Leck abgedichtet war, konnte das Schiff flottgemacht werden und mit eigener Kraft, eskortiert von dem Polizeiboot und der "Edisto", gegen 7.30 Uhr das 15 Meilen entfernte Chula Vista anlaufen. Quelle: Tim Schwabedissen



Philippinische Fähre gestrandet
(19.6.10) Am 19.6. um vier Uhr lief die Fähre "Filipinas Ozamis" der philippinischen Cokaliong Shipping Lines auf der Lipata Bank vor Talisay City beim Einlaufen in den Cebu Channel auf Grund. An Bord waren 352 Passagiere und 45 Mann Crew. Die Fahrgäste machten sich bereits zum Ausschiffen gegen fünf Uhr bereit, als das Schiff plötzlich gestoppt wurde. Gegen sechs Uhr traf der Schlepper "Andrew" ein, doch der Versuch einer Bergung scheiterte an einer brechenden Trosse. Fischer transportierten die Passagiere ans nah Land. Die Küstenwache schickte zwei Patroullienboote, drei Zodias und das SAR-Schiff "SAR 001". Die Fahrgästge wurden an Pier 1 in Cebu City an Land gesetzt. Gegen neun Uhr war die Evakuierung abgeschlossen. Es wurde gehofft, dass die Fähre mit der 16-Uhr-Flut freikommen würde. Die "Filipinas Ozamis" hatte Iligan City am Vortag gegen 16 Uhr mit Kurs Ozamis City und Cebu verlassen. Aus Ozamis war sie um 20 Uhr ausgelaufen. Die "Filipinas Ozamis" (IMO-Nr.: 9185566) wurde 1998 erbaut. Sie hat eine Tragfähigkeit von 560 Tonnen und ist mit 1533 BRZ vermessen. Quelle: Tim Schwabedissen



Ukrainischer Frachter im Bosporus gestrandet
(19.6.10) Am 18.6. um 22.05 Uhr lief der ukrainische Frachter "Oles Honchar" nach Maschinenschaden in Esma Sultan auf Grund, als er in den Bosporus einlief. Trotz des Wurfes beider Buganker kam das Schiff fest, zwei Schlepper wurden sofort zur Strandungsstelle geschickt, die den Havaristen wieder flottmachten. Er war auf dem Weg von Ilyichevsk (Ukraine) ins italienische Ravenna mit 5500 Tonnen Sojabohnen. Die "Oles Honchar" (IMO-Nr.: 9281516) wurde 2006 erbaut und hat eine Tragfähigkeit von 6315 Tonnen. Quelle: Tim Schwabedissen



Fünf schiffbrüchige Fischer gerettet
(19.6.10) Am Morgen des 18.6. schlug der Kutter "Oliver Branch" 112 Kilometer östlich von Canso leck. Die fünköpfige Crew ging in eine Rettungsinsel, aus der sie von dem Containerfrachter "ASL Sanderling" der Oceanex gerettet wurde. Eine Hercules sowie ein Cormorant-SAR-Hubschrauber wurden ebenfalls in das Unglücksgebiet geschickt. Das Küstenwachschiff "Spray" übernahm die Schiffbrüchigen und brachte sie nach Nova Scotia zurück. Quelle: Tim Schwabedissen



Neue Tauchattraktion in Chicago
(19.6.10) Unter dem Beifall vieler Zuschauer sank Bug voran am 18.6. nach dem Einpumpen von 30,000 Gallonen Wassers die 98 Fuß lange "Buccaneer" auf den Grund des Lake Michigan. Damit wurde für Taucher im Raum Chicago eine neue Attraktion geschaffen. Die Vorarbeiten begannen vor rund zwei Jahren unter Beteiligung des Army Corps of Engineers, des Department of Natural Resources, der Coast Guard und der Illinois Environmental Protection Agency. Sie erforderten rund 20,000 Dollar, die durch Spenden örtlicher Taucher und Tauchbetriebe aufgebracht wurden. Chicago hat nur 11 bekannte Wracks, und viele davon in schlechtem Zustand. Zuletzt wurde in dem Gebiet im Jahr 2003 ein Schiff versenkt. Die "Buccaneer" diente im 2. Weltkrieg, ehe sie in ein Fahrgastschiff umgebaut wurde und dann per Auktion vor drei Jahren veräußert wurde. Ihren letzten Liegeplatz fand sie in 70 Fuß Wassertiefe 10 Meilen vor Burnham Harbor. Quelle: Tim Schwabedissen



'Copasetic' auf Land gesetzt   Großbild klick!
Kutter sinkend auf Grund gesetzt
(18.6.10) Die Coast Guard Valdez kam am 17.6. in den Valdez Narrows der dreiköpfigen Crew des in Seward beheimateten 58 Fuß langen Kutter "Copasetic" zu Hilfe, der auf der Fahrt nach Port Valdez leckgeschlagen und auf Grund gesetzt worden war, um einen Untergang abzuwenden. Um 3.15 Uhr hatte die Coast Guard Anchorage den Notruf des Kutters aufgefangen. Nachdem das Schiff am Nordeingang der Jack Bay auf Grund lag, brachte die Crew den Anker aus und ging mit einem Beiboot an Land, wo sie auf die Retter wartete. An Bord des Havaristen waren rund 1,000 Gallonen Diesel und 400 Gallonen Benzin. Die fünf Tanks blieben offenbar heil, dennoch war ein leichter Ölfilm rund um den Bug sichtbar, der wohl durch Bilgenwasser aus dem Bug verursacht worden war. Der Eigner heuerte die R&R Diving, um die Bergung durchzuführen. Quelle: Tim Schwabedissen



Doppelte Hilfe für leckes Motorboot
(18.6.10) Aus Kodiak kam ein HH-65 Dolphin-Helikopter dem in Cordova beheimateten, 25 Fuß langen Sportboot "Playmate" am 17.6. nahe Hawkins Island im Prince William Sound zu Hilfe. Er setzte eine Lenzpumpe und einen Rettungsschwimmer an dem leckgeschlagenen Boot ab, mit deren Hilfe das Boot über Wasser gehalten werden konnte, bis der Kutter "Joyce Marie" vor Ort war und den Havaristen zurück nach Cordova schleppte. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter nach Kollision gesunken
(18.6.10) Der chinesische Frachter "Fu Ping Yuan", 2226 tdw, kollidierte am 16.6. mit dem 2007 erbauten, japanischen Tanker "CS Crane", 11.200 tdw (IMO-Nr.: 9366926), nahe der Palmido-Insel Incheon. Die 1990 erbaute "Fu Ping Yuan" (IMO-Nr.: 8834976) sank nach dem Zusammenstoß, die Crew wurde gerettet. Quelle: Tim Schwabedissen



"Princess Kathleen"-Operation ein voller Erfolg
(18.6.10) In den rund fünfzig Jahren, in denen die "Princess Kathleen" auf ihrer Backbordseite vor Lena Point lag, erinnerte nur ein gelegentlich sichtbarer Ölfilm an den Untergang der einstigen Fähre am 7.9. 1952. Ein vor Jahren unternommener Versuch, der unbekannten Menge Bunkeröl beizukommen, scheiterte an noch fehlender Technologie. Doch Anfang 2010 beschloss die Coast Guard Juneau, gemeinsam mit dem Alaska Department of Environmental Conservation, sich wieder der Ölgefahr anzunehmen, nachdem es zu wiederholten Meldungen über Ölaustritte aus den wohl inzwischen fragilen Tanks gekommen war.
Die Coast Guard, das ADEC, Global Diving and Salvage und andere Firmen machten sich an eine monatelange, rund um die Uhr durchgeführte Arbeit, um auf die sicherste mögliche Weise der Umweltgefahr beizukommen. Dies wurde durch die oft schwer vorhersehbaren und schlechten Wetterverhältnisse in dem Seegebiet nicht leichter. Dadurch gingen rund 20 Arbeitstage verloren. Doch mithilfe moderner Technologien wie ROVs konnte eine komplette visuelle Rumpfinspektion sowie eine Untersuchung der strukturellen Integrität des Wracks ohne Tauchereinsatz durchgeführt werden. Dies gelang noch rechtzeitig - nicht mehr lange, und das gesamte Restöl wäre aus den korrodierenden Tanks und Rohren ausgelaufen.
Es gelang den Bergern, jeden Tank der "Princess Kathleen" zu erreichen und den verbliebenen Inhalt in eine Tankbarge zu pumpen. Dabei wurde der Tankinhalt innerhalb eines geschlossenen Kreislaufs erwärmt und so dünnflüssiger, sodass das Öl erfolgreich vom Wasser destilliert werden konnte. Nach vier Monaten intensiver Arbeit waren so 110,000 Gallonen des extreme toxischen Bunkeröls vom Typ C aus dem Wrack entfernt, ohne dass es zu Umweltschäden gekommen wäre. Außerdem wurde das Wrack nahezu in den vorherigen Zustand versetzt, um weiterhin Sporttauchern und Historikern zu dienen. Die Kosten betrugen 12 Millionen Dollar. Nun kann die "Princess Kathleen" wieder ihre Ruhe haben, gut 50 Fuß unter Wasser, doch von den Erfahrungen, die an ihr gesammelt wurden, kann die Umwelt auch in der Zukunft teilhaben. Quelle: Tim Schwabedissen



Rasche Hilfe bewahrte Yacht vor Totalverlust
(18.6.10) Ob ein paar Fittings defekt waren oder der Wassereinbruch in die 600.000-Euro-Yacht andere Ursachen haben konnte, werden Sachverständige klären müssen. Fakt ist, dass dem Skipper einer Yacht gerade noch genug Zeit blieb, SAR-Kräfte in Rijeka zu verständigen, bevor sein Schiff bis zum Deck in der Adria vor Piskera (Dalmatien) versanken und nur noch Teile des Oberdecks und der Mast aus dem Wasser ragten. Jetzt begann ein Wettlauf mit der Zeit. Das SAR-Boot war schnell vor Ort, um die Passagiere aufzunehmen, die die Yacht bereits aufgegeben hatten. In der Zentrale in Rijeka hatte der Einsatzleiter auch SeaHelp benachrichtigt. Deren Einsatzleiter war bubbeb zehn Minuten am Havarieort und konnte im ersten Angriff ein weiteres Absinken der Yacht verhindern. Wäre der Segler komplett in der hier 110 Meter tiefen Adria gesunken, hätte das den Totalverlust der Yacht bedeutet. Deshalb wurde in der Kajüte sofort ein Spezialballon eingebracht, der vom SeaHelp-Einsatzboot mit Pressluft gefüllt wurde und so für einen Auftrieb von gut zwei Tonnen sorgte.
Die Arbeit unter Deck in völliger Dunkelheit war allerdings nicht ungefährlich, denn im Wasser der überfluteten Kabine befanden sich scharfkantige Messer, zersplitterte Gläser und andere Gegenstände, die nicht nur den Retter bei einer unbedachten Bewegung erheblich verletzen konnte, sondern auch den Ballon hätte zerstören können. Weiteres schweres Bergegerät wurde umgehend von Vodice zur Unglücksstelle beordert. Es gelang, die Yacht zu stabilisieren und sie auf eine Sandbank in Küstennähe zu schleppen. Für eine Distanz von zwei Seemeilen benötigten die Berger sechs Stunden. Auf der Sandbank war die Gefahr zunächst gebannt. Weitere Bergeballons mit einem Gesamtauftrieb von 20 Tonnen sorgten für entsprechenden Auftrieb, während gleichzeitig zwei Pumpen mit einer Leistungsstärke von je 2000 Litern pro Minute zum Einsatz kamen. Nach fünf Stunden hatten die SeaHelp-Mitarbeiter den Kampf gegen das Wasser im Boot gewonnen. In dieser Zeit waren insgesamt mehr als 1,2 Mio. Liter Wasser aus dem Schiff gepumpt worden. Quelle: Tim Schwabedissen



Historisches Wrack wiederentdeckt
(18.6.10) In den späten 1980ern wurde vier Anguilla eine Reihe von aufgegebenen Schiffen vor der Küste als künstliche Riffes versenkt. 1990 waren insgesamt sieben Wracks vor der Nordküste von Anguilla auf 60 - 80 Fuß Wassertiefe versenkt worden. Leider traf im September 1995 derHurrikan Luis die Insel und zerstörte die Boje, die das Wrack des 130 Fuß langen Frachters "Meppel" markierte, ebenso wie die Aufzeichnungen des Fisheries Department über die Wrackposition. Danach war das Schiff verschollen, bis die Anguilla Archaeological and Historical Society sich auf die Suche nach dme Schiff machte, das im Mai 1940 als "Hilda" an der Evakuierung von 338,000 alliierten Soldaten aus Dünkirchen beteiligt war. Der 130 Fuß lange, holländische Frachter des Holländers Geert Zoutman war den Briten bei der "Operation Dynamo" zur Verfügung gestellt worden. Am 28.5. nahm das nur 8,5 Fuß tif gehende Schiff 500 Soldaten auf, am 29.5. weitere 600. Am 31.5. schleppte sie sechs kleinere Boote, die für die Evakuierung im Einsatz waren, und brachte nochmals 600 Soldaten an Bord von Zerstörern.
Der letzte Einsatz war am 1.6., als nochmals 100 Soldaten an Bord des Zerstörers "Keith" gebracht wurden. Nachdem diese sowie die "Skipjack" durch Beschuss zerstört wurden, rettete die "Hilda" die Überlebenden. Auf der Rückfahrt nach England versenkten deutsche Bomber die im selben Konvoi fahrenden "Scotia" und "Brighten", deren Überlebende die "Hilda" ebenfalls barg, und mit 530 Menschen an Bord Ramsgate erreichte. Als sie am 3.5. nochmals Dünkirchen anlief, waren keine Truppen mehr zu evakuieren. Insgesamt rettete das Schiff 835 Soldaten. Nach dem 2. Weltkrieg ging sie zurück an die Eignerfamilie Zoutman, die sie 1970 verkaufte. Als "Meppel" lief sie viele Jahre in der Karibik, bis sie Mitte der 1980er in Anguilla aufgegeben wurde.
Nachdem die Geschichte des Frachters bekannt wurde, begannen Marinearchäologen, das Wrack zu suchen. Im Oktober 2009 wurden sie von einem Helikopter der auf Besuch befindlichen HMS "Iron Duke" unterstützt. Doch erst in diesem Frühjahr gelang es, die "Meppel" wieder aufzuspüren. Das Wrack liegt aufrecht und in gutem Zustand in 80 Fuß Tiefe. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter demolierte Kohlebrücke
(18.6.10) Am 16.6. rammte der Frachter "Sycamore Global" eine Pier der Toledo Power Corp. (TPC) in Daang Lungsod, Toledo City. Es stellte sich heraus, dass die "Sycamore Global" keine Fahrtgenehmigung der Maritime Industry Authority (Marina) hatte, und auch andere Zertifikate fehlten. Der Frachter brachte 17,500 Tonnen Kohle von Semirara Island in Antique zum Kraftwerk der TPC in Toledo. Es war die erste Reise, seit das Schiff am 11.6. registriert wurde. Bei der Kollision wurde die Förderbrücke beschädigt. Der Frachter erlitt nur Schrammen und Beulen. Quelle: Tim Schwabedissen



Historischer Schoner soll unangetastet bleiben
(18.6.10) Die Pläne von Northeast Research, den 2004 westlich von Dunkirk im Lake Erie entdeckten Schoner "Caledonia" aus 170 Fuß Tiefe zu heben und in einem Riesentank an der Waterfront von Buffalo auszustellen, werden sich wohl nicht realisieren. Ein Gericht sprach den Tauchern die Rechte an dem 20 Meilen vor der Küste liegenden Wrack ab. Der New York State will es unangetastet lassen. Er beschuldigt Northeast Research LLC, das Wrack sowie darin befindliche menschliche Überreste nicht angemessen behandelt zu haben. Planken seien von dem Kajütdach entfernt und Knochen gestapelt worden. Der Schaden sei erheblich. Die "Caledonia" war im 19. Jahrhundert in der Handelsschifffahrt tätig und im Bürgerkrieg 1813 von den Amerikanern von den Briten gekapert worden. Nach dem Krieg ging sie nach Pennsylvania und wurde zur "General Wayne", als die sie in die Sklavenfahrt nach Kanada ging. Quelle: Tim Schwabedissen



"Gamle Salten" steckt fest   Großbild klick!
Passagierschiff blieb in Felsen stecken
(17.610) Am 16.6. rammte das norwegische Passagierschiff "Gamle Salten", 630 BRZ (IMO-Nr: 5308067) auf einer Charterfahrt der Avisa Nordland mit 50 Fahrgästen und 13 Mann Crew direkt in die Felsen des Beiarfjord. Gegen 20 Uhr war es zu einem Defekt im Hydrauliksystem gekommen, woraufhin das Schiff außer Kontrolle geriet und im 90-Grad-Winkel in den umliegenden Felsen stecken blieb. Passagiere flogen beim Aufprall aus ihren Sitzen, andere stürzten. Geschirr zerschellte auf den Schiffsdecks, doch niemand kam ernstlich zu Schaden. Das Schiff wurde um 21.55 Uhr vom Rettungsboot p "Ruth Opsahl" wieder flottgemacht und konnte um 00.22 Uhr des 17.6. in Bodö festmachen. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision in Main-Donau-Schleuse
(17.6.10) Am Nachmittag des 14.6. kollidierten im Main-Donau-Kanal bei der Schleuse Eibach, Nürnberg, zwei Binnenschiffe. Bei dem Unfall wurde niemand verletzt. Gegen 14.00 Uhr machte der rumänische Kapitän eines beladenen Gütermotorschiffs unterhalb der Schleuse Eibach fest. Er wollte in Richtung Süden schleusen. Hierbei verdriftete das Achterschiff bis zur Fahrwassermitte. Dadurch trieb es gegen ein aus der Schleuse auslaufendes Schiff. Beim Zusammenstoß wurden an dem deutschen Schiff einige Geländerstützen der Reling eingedrückt und im Heckbereich ein Poller herausgerissen. An der Steuerbordseite des rumänischen Schiffs wurde die Bergplatte auf einer Länge von ca. 30 cm eingedrückt. Bei dem Zusammenstoß entstand ein Gesamtsachschaden von ca. 10.000 Euro. Die Wasserschutzpolizei Nürnberg nahm den Unfall auf und leitete daraufhin ein Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen der Verletzung der seemännischen Sorgfaltspflicht gegen den Kapitän ein. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter in Los Angeles sorgt für Ölalarm
(17.6.10) Am Morgen des 16.6. wurde die US Coast Guard informiert, dass es in einem Brennstofftank des in Pasha liegenden, unter Philippinen-Flagge laufenden Bulkcarriers "Western Seattle", 26010 BRZ (IMO-Nr.: 9207807) zu einem Anstieg des Tankinhalts kam, wodurch das Risiko einer Ölverschmutzung entstand. Die Coast Guard Los Angeles-Long Beach schickte ein Team zum Frachter. Eine Bunkerbarge ging längsseits und begann, Öl abzupumpen. Vorsorglich wurden beide Fahrzeuge von einem Ölschlängel umgeben. Taucher fanden keinen Schaden am Rumpf. Der Frachter, der eine Tragfähigkeit von 45.630 Tonnen hat, wird von der Seafarers Shipping in Manila bereedert und lief bis 2006 als "Mina Oldendorff". Er ist 185,74 Meter lang, 30,4 Meter breit und hat 11,62 Meter Tiefgang. Er entstand 1999 bei der Tsuneishi Shipbuilding in Tokio. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer beim Löschen der "Sophie Oldendorff"
(17.6.10) Am 16.6. um 9.45 Uhr brach auf dem liberianischen Frachter "Sophie Oldendorff", 41428 BRZ (IMO-Nr.: 9138109) in Tampa ein Feuer aus. Die Coast Guard Hookers Point, Tampa, alarmierte die Coast Guard St. Petersburg, nachdem eine Löscheinrichtung mit drei Förderbändern während der Löscharbeiten einer Ladung von Granitsteinen aus Kanada Feuer gefangen hatte. Die 32-köpfige Crew bemerkte Rauch, der von der Fördereinrichtung aufstieg, nachdem diese bereits einen Tag lag in Betreib gewesen war. Versuche, das Feuer mit Bordmitteln zu löschen, scheiterten. Das Schiff lag an der Westseite von Hookers Point an Liegeplatz 220, unweit von Davis Island. Die Feuerwehr in Tampa war mit 143 Mann und 24 Löschfahrzeugen vor Ort. Da der Arm hoch über dem Kai hing und die brennenden Förderbänder sich unter einer Metallbehausung befanden, war der Brand nur schwer zugänglich. Gegen 10.15 Uhr brach ein Teil der sich 70 Fuß weit vom Schiff auf den Kai erstreckenden Anlage zusammen. Das Feuer konnte erst gegen 13 Uhr mit Schaum und Wasser gelöscht werden. Alle Öffnungen des Schiffes waren während der Löscharbeiten geschlossen worden. Fünf Feuerwehrleute mussten bei starker Hitze mit Erschöpfungserscheinungen ins Krankenhaus gebracht werden. Zwischenzeitlich fiel auch noch eine Starkstromleitung auf dem Kai auf einen Zaun und löste mehrere kleine Grasfeuer aus, die erst gelöscht werden konnten, als Elektriker von Tampa Electric den Strom abstellten. Außerdem galt es eine in der Nähe befindliche Säurepipeline zu kühlen. Das erst im September 2009 in Dienst gestellte Feuerlöschboot "Patriot" hatte bei dem Brand seinen ersten Einsatz und feuerte über 6000 Gallonen Wasser minütlich in die Flammen. Über dem Hafen stand eine meilenweit sichtbare Rauchwolke. Die Feuerwehr von Hillsborough County sorgte während des Großeinsatzes für den innerstädtischen Feuerlöschdienst. Der aus Kunststoff gefertigte Förderarm wurde bei dem Brand zerstört. Der Schaden beträgt über eine Million Dollar. Ursache des Brandes war wohl eine technische Störung. Die "Sophie Oldendorff" hat eine Tragfähigkeit von 70.034 Tonnen. Sie entstand 2000 auf der Jiangnan Werft in Shanghai und wird gemanagt von den Lübecker Oldendorff Carriers. Der Frachter ist 225 Meter lang, 32,2 Meter breit und hat 12,5 Meter Tiefgang. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision bei Ankermanöver
(17.6.10) Der russische Ro-Ro-Frachter "Yuriy Arshenevskiy", 22910 tdw (IMO-Nr.: 8406705), der Murmansk Steamship Co. wurde am 15.6. um 12.55 Uhr von dem unter Belize-Flagge laufenden Frachter "Merry Ocean", 5880 tdw (IMO-Nr.: 8319005) auf der Reede von Dagjin in Südkorea gerammt. Der Unfall ereignete sich, als die "Merry Ocean" ankerauf gegangen war. Beim Manövrieren rammte sie den Backbordbug der "Yuriy Arshenevskiy" mit der Steuerbord-Brückennock. Der Bug der "Yuriy Arshenevskiy" wurde an drei Stellen jeweils auf 1x1 Metern eingedrückt, die "Merry Ocean" an Steuerbordseite beschädigt. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter rammte Brückenpfeiler
(17.6.10) Der russische Frachter "Nikolsk", 2170 tdw (IMO-Nr.: 8948117) der JSC Flagman Tolyatti kollidierte am 15.6. um 23.50 Uhr mit einem Pfeiler der Volodarskiy Brücke in St. Petersburg. Dabei wurden der Laderaum 3 und der achtere Ballasttank an Steuerbordseite aufgerissen, und es kam zu Wassereinbruch. Das Schiff brauchte Lenzhilfe. Am 16.6. um 1.25 Uhr ankerte der Frachter auf Ust-Slavyanka-Reede. Er war unterwegs von St. Petersburg nach Shala in Ballast. Die Brücke blieb unversehrt. Quelle: Tim Schwabedissen



Kapitän hatte sich verrechnet - Schiff zu hoch
(17.6.10) Die Havarie des polnischen Binnenschiffes "Union II", 784 ts (ENI Nr.: 08348089), am Hamburger Reiherstieg ist offenbar auf eine Fehleinschätzung des Kapitäns zurückzuführen. Das 67 Meter lange und 7,92 Meter breite Schiff war beim Einfahren in die Reiherstiegschleuse am Gerüst einer Brücke hängen geblieben, nachdem er sich mit der lichten Höhe bei Hochwasser vertan hatte. Die Hamburg Port Authority sperrte vorsorglich den über die Brücke laufenden Bahnverkehr. Damit das Schiff wieder frei kam, wurde ein leerer Ballasttank geflutet. Danach konnte die "Union II" sich mit eigener Kraft befreien. Die Wasserschutzpolizei nahm Ermittlungen auf. Über die Höhe der Schäden war zunächst nichts bekannt. Die Brücke soll in etwa acht Wochen abgerissen werden. Das Schiff entstand 1950 als "Weserstrom" bei Brockmann & Dorowski, Bodenwerder. Als "Union II" ist es in Stepnica registriert. Quelle: Tim Schwabedissen



Japanischer Chemikalientanker gesunken
(17.6.10) Der japanische Chemikalientanker "Keiwa Maru", 335 BRZ (IMO-Nr.: 8844919) sank in der Nacht zum 17.6. nach Kollision mit dem Frachter "Hamako Maru No. 15", 187 BRZ (IMO-Nr.: 8890011) zwischen den Hauptinseln Honshu und Shikoku. Das Unglück ereignete sich um 22.15 Uhr. Die fünfköpfige Crew wurde gerettet. Der Tanker hatte eine Ladung von 350 Kubikmetern Magnesiumhydroxid geladen, die auslief. Das Schiff mit einer Tragfähigkeit von 775 Tonnen wurde 1990 erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Speedbootfahrer überlebte 100 Fuß hohen Flug
(17.6.10) Der britische Powerboat-Champion Shelley Jory-Leigh und sein Kollege Patrick Huybreghts überlebten auf wundersame Weise einen Unfall der belgischen "Spirit of Belgium". Das Schiff steilte sich nach dem Aufprall auf eine Welle auf, woraufhin bei 87 Meilen Tempo Patrick Huybreghts fast 100 Fuß hoch in die Luft und in den Kurs der folgenden Boote "Metamarine" und "Seagull Chaudron" katapultiert wurde. Shelley funkte um Hilfe, nachdem ihr Kompagnon bewusstlos im Wasser trieb. Beide wurden ins Krankenhaus gebracht, aber waren nicht ernsthaft verletzt. Shelley ist die einzige Frau im Powerboat GPSWorld Championship nahe Valetta in Malta. Quelle: Tim Schwabedissen



"Miss Perception" on the rocks   Großbild klick!
Suche nach verschwundener Bootsbesatzung
(16.6.10) Am vergangenen Wochenende lief der 25 Fuß lange Kabinenkreuzer "Miss Perception" auf einer kleinen Insel auf dem Okanagan Lake auf Grund. Das Boot wurde am Morgen des 13.6. auf den Felsen von Grant Island nahe des Okanagan Centre liegend ausgemacht. Die örtliche Feuerwehr assistierte bei der Suche nach vier Personen, die möglicherweise auf dem Boot waren. Der Skipper wurde in einem Krankenhaus ausfindig gemacht, wo er eine Schnittverletzung behandeln ließ. Zu einer Bergung des Bootes gibt es noch keine Informationen. Quelle: Tim Schwabedissen



Schlepperflotte machte Duisburger Tanker wieder flott
(16.6.10) Aufwändig verlief die Bergung des deutschen Binnentankers "LRG Gas 85", 1740 ts (ENI-No.: 04802210), nach dessen Strandung am Abend des 14.6. bei Tonne 57 auf der Westerschelde. Der erste Versuch, das Schiff mithilfe des an Backbord längsseits festgemachten Schwesterschiffes "LRG Gas 86", sowie dem Patroullienboot "Measlant" von Rijkswaterstaat wieder flottzumachen, scheiterte. Das Boot hatte um 20.37 Uhr am Havaristen festgemacht, doch die Schlepptrosse brach mehrfach. Die "LRG Gas 86" traf aus Haanswert um 21.35 Uhr ein und versuchte zunächst längsseits liegend, dann ab 21.35 Uhr am Bug ziehend, den Tanker flottzumachen. Aus Hansweert wurde nun der Schlepper "Bravo" von Polderman, aus Terneuzen die "Karin" und "Veborunner", die um 22 Uhr eintrafen, sowie aus Antwerpen die "Multratug 16" und "Lieven Gevaer, die um 22.25 Uhr vor Ort waren, hinzugezogen und der Kapitän des Tankers angewiesen, einen Bergungskontrakt zu akzeptieren. Um 22.50 Uhr lag das Heck des Tankers aber bereits so hoch auf, das an eine Bergung vorerst nicht zu denken war. Mit Niedrigwasser um 23 Uhr lag das Schiff gänzlich trocken. Erst um 3.05 Uhr des 15.6. gelang es den Schleppern, den Binnentanker ins tiefe Wasser zu ziehen. Von dort ging es Hansweert, wo der Rumpf von einem Taucher untersucht wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwangspause für KD-Schiff bei Neuwied
(16.6.10) Am Morgen des 5.6. lief in Neuwied das Kabinenfahrgastschiff "Godesburg" der KD bei einer Baggerstelle auf dem Rhein auf Grund. Gegen 12.00 Uhr wurde es mit Hilfe des Binnenschiffes "Roro Dynamica" wieder flottgemacht. Quelle: Tim Schwabedissen



Schrottfrachter nach Bergung nur noch Schrott
(16.6.10) Het Am Nachmittag des 14.6. wurde das in der vergangenen Woche bei Tolkamer gesunkene Binnenschiff "Nawatrans II" gehoben. Ein Kranschiff zog es nach der mehrtägigen Bergung in den nahegelegenen Übernachtungshafen für Binnenschiff hinter Tolkamer. Nächste Station ist der Hafen von Lobith, in dem nach der Verschleppung dorthin die Schrottladung gelöscht werden soll. Danach wird das Schiff dasselbe Schicksal wie seine Ladung ereilen, da eine Wiederherstellung nicht mehr lohnt. Es handelt sich um den ersten Verlust eines Schiffes der Nawatrans Schifffahrt + Spedition GmbH in Moers. Schuld daran war der Kapitän der "Nawatrans II", dem am 10.6. auf Talfahrt ein verhängnisvoller Fehler unterlief, wodurch sein Anlegemanöver bei Tolkamer mit einem Fiasko endete. Er bugsierte das Vorschiff zwischen zwei Pfähle, als die starke Strömung es auf einen Poller unterhalb der Wasserlinie drückte und die Leckage verursachte, die das Schiff sinken ließ. "Der Schiffsführer hat verkehrt manövriert", sagte ein Sprecher der niederländischen Wasserschutzpolizei, die nach der Bergung noch eine Untersuchung an Bord durchführen wird. Quelle: Tim Schwabedissen



Viel Rauch um Schiff in Eemshaven
(16.6.10) Im Maschinenraum eines Binnenschiffes kam es in Eemshaven am 14.6. zu einem Brand. Die Feuerwehr rückte mit starkem Gerät an und bekam das Feuer schnell unter Kontrolle. Es kam zwischenzeitlich zu starker Rauchentwicklung. Ursache war wahrscheinlich eine defekte Pumpe. Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht im Kieler Hafen gestrandet
(16.6.10) Das Bundespolizeiboot BP 63 "Altmark" kam am 12.06. auf Höhe des Kieler Marinearsenals der Segelyacht "Papillon" zu Hilfe. Diese war nach einem Motorschaden an der Steinmole des Marinearsenals auf Grund gelaufen und konnte sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien. Die "Altmark" schleppte die Yacht von den Steinen ab und an einen sicheren Anleger. So konnte weiterer Schaden für das Boot abgewendet werden. Die Besatzungsmitglieder blieben unverletzt. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Kanalfähre schnell unter Kontrolle
(16.6.10) Am 16.6. um 3.15 Uhr wurde die Solent Coastguard von der Fähre "Commodore Clipper" (IMO-Nr.: 9201750) kontaktiert, weil in einem Kühllaster auf einem der unteren Autodecks ein Brand ausgebrochen war. Die Sprinkleranlage wurde aktiviert und bekam das Feuer unter Kontrolle. An Bord des Schiffes befanden sich 62 Passagiere und 39 Mann Crew. Alle Passagiere wurden geweckt und gemustert. Durch den Brand kam es zu einem Ruderproblem, sodass der "Bustler" vor Bembridge auf der Isle of Wight, wohin die Fähre umgeleitet wurde, zu Hilfe kam. Das Schiff war unterwegs von Jersey nach Portsmouth. In den Vormittagsstunden erreichte es Portsmouths Continental Ferry Port. Hier stand bereits die Feuerwehr aus Southsea und Cosham bereit. Die "Commodore Clipper" der Condor Ferries wurde 1999 erbaut und operiert zwischen Portsmouth, Guernsey und Jersey. Quelle: Tim Schwabedissen



Deutscher Containerfrachter gestrandet
(16.6.10) Der deutsche Containerfrachter "Conti Singa" strandete beim Einlaufen nach Izmir am 15.6. Das Schiff (IMO-Nr.: 9113642) wurde 1996 erbaut und hat eine Tragfähigkeit von 44510 Tonnen. Quelle: Tim Schwabedissen



Fischfrachter lief auf Grund
(16.6.10) Am 12.6. gegen 23 Uhr lief der chilenische Fischtransporter "Rune Viking", 470 BRZ (IMO-Nr.: 9167954) bei Fleskleia zwischen Myre und Stø auf Grund. Dabei wurde ein Bunkertank leckgeschlagen. Aus Myre wurde das Rettungsboot "Knut Hoem" gerufen, während die "Rune Viking" einen Ankerplatz im Gavelfjord ansteuerte. Die Crew der "Knut Hoem" fand ein Leck im Vorschiff an Backbordseite und nahm eine provisorische Reparatur vor, in deren Anschluss der Fischfrachter nach Svolvaer einlaufen durfte. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter rammte Schleuse
(16.6.10) Am 11.6. kollidierte gegen 23.30 Uhr der russische Frachter "Shikhan" beim Auslaufen aus der Verkhne-Svirskiy-Schleuse auf dem Fluss Svir mit dem Schleusentor. Dieses wurde deformiert, und das Schiff im Bugbereich beschädigt. Es erlitt eine Beule von 0,5 x 0,5 Metern oberhalb der Wasserlinie. Am 12.6. machte es gegen acht Uhr nahe der Schleuse fest, um untersucht zu werden. Offenbar war der Schleusenwärter Schuld an dem Unfall. Die "Shikhan" (IMO-Nr.: 8956554) wurde 1986 erbaut und läuft für die JSC Bashkir River Shipping Co. Sie war in Ballast von Laptevschchina nach Mondoma unterwegs. Quelle: Tim Schwabedissen



Havarie im Bosporus
(16.610) Am 126. gegen 18.15 Uhr geriet der unter Hongkong-Flagge laufende Bulkcarrier "Josco Naning", 27162 BRZ, vor Kuruçesme beim Passieren der Straße von Istanbul in südliche Richtung in Schwierigkeiten. Die Schlepper "Kurtarma 1", "Kurtarma 3" und "Kurtarma 6" kamen zu Hilfe, und der Havarist wurde zum Ahirkapi A3 Ankerplatz gezogen, wo er um 20 Uhr eintraf. Er hatte 47,200 Tonnen Weizen aus Novorossysk mit Bestimmung Yemen geladen. Die "Josco Naning" (IMO Nr: 9281956) ist 179.9 Meter lang und 31 Meter breit. Sie hat eine Tragfähigkeit von 49326 Tonnen und wurde 2003 erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff blieb in Eisenbahnunterführung stecken
(16.6.10) Am Morgen des 16.6. blieb ein Binnenschiff im Hamburger Stadtteil Hohe Schaar unter einer Eisenbahnüberführung stecken. Das Schiff hatte unmittelbar zuvor gerade seinen Liegeplatz verlassen und wollte in eine Schleuse einlaufen. Da es leer war und der Kapitän offenbar das auflaufende Hochwasser nicht beachtete, fuhr es dann unter die Eisenbahnüberführung direkt in der Schleuse. Teile der Aufbauten des Schiffes, unter anderem die Navigationsgeräte wurden abgerissen. Zusätzlich rammte es noch die Schleuse. Zur Bergung musste Wasser in das Schiff gepumpt werden, um mehr Gewicht zu bekommen. Nach und nach konnte das Schiff dann langsam rückwärts unter der Brücke herausmanövriert werden. Aufgrund der zunächst vermuteten Beschädigungen an der Eisenbahnüberführung wurde der Bahnverkehr für kurze Zeit gesperrt. Quelle: Tim Schwabedissen



BP weiter im Pech
Ein Ölauffangschiff im Dienst der BP, die "Discovery Enterprise" (IMO-Nr.: 9186792), wurde am 15.6. im Golf von Mexiko von einem Blitz getroffen. Dadurch geriet ein Kran in Brand. Die Arbeiten zum Auffangen des Öls der "Deepwater Horizon" mussten deshalb zeitweilig unterbrochen werden, konnten aber am Nachmittag wieder aufgenommen werden. Die "Discovery Enterprise" nimmt das Öl auf, das über einen mehr als anderthalb Kilometer langen Schlauch von dem defekten Bohrloch abgesaugt wird. Derzeit werden etwa 15'000 Barrel Öl pro Tag abgepumpt. Das ist etwa die Hälfte der geschätzten Menge, die jeden Tag aus dem Loch strömt. Quelle: Tim Schwabedissen



Schlachtschiff drohte zu sinken
(166.10) Am 10.6. drohte das alte Schlachtschiff "Texas" im Houston Ship Channel zu sinken. Ein Arbeiter der San Jacinto Battleground State Historic Site, an der die "Texas" liegt, stellte fest, dass das 96 Jahre alte Schiff tiefer als gewöhnlich lag. Als er mit anderen Männern unter Deck ging, stellte sich heraus, das mindestens 105,000 Gallonen Wasser eingedrungen waren, was das Schiff drei Fuß hatte absacken lassen. An Steuerbord war bei Spant 80 nahe der Wasserlinie ein Leck, und auch in die achtere Steuerabteilung drang Wasser ein. Grund war eine ausgebrannte Pumpe, nach deren Ausfall mehr Wasser als sonst ins Schiff sickern konnte. Am 12.6. war das Schiff mittels Pumpen wieder aufgerichtet, und am 13.6. konnte es vollends stabilisiert werden. Bereits in der vergangenen Zeit gab es mitunter Leckagen, doch dieser Wassereinbruch war der bislang schwerste. Im Jahr 2014 soll ein 29 Millionen Dollar teures Trockendock fertiggestellt sein. 1988 war die "Texas" bei den Todd Shipyards in Galveston für 14 Millionen Dollar restauriert worden, wobei sie ein neues Deck erhielt und der Rumpf binnen zwei Jahren instandgesetzt wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Hudson River gibt Wrack nicht frei
(16.6.10) Auf dem Hudson River wurde in den vergangen zwei Tagen intensiv wie erfolglos daran gearbeitet, eine alte Fähre vom Flussgrund in Newburgh zu holen. Central Hudson fand das Schiff bei Baggerarbeiten auf dem Hudson River. An die zehn Fuß Sediment wurden rund um den 80 Fuß langen Rumpf entfernt, doch bislang vermochte ein Kran ihn nicht vom Fleck zu bewegen. Auch ein Bagger auf einer Barge vermochte am 15.6. nichts auszurichten. Das Wrack könnte bis zu 16 Fuß tief im Schlamm stecken, der es umklammert hält. Um 11.27 Uhr riss ein Stück des Bootes ab, von dem bei Ebbe stets ein Stück des Mastes aus dem Wasser ragte. Archäologen glauben, dass es sich um die Reste der "New York", einem Fahrgastboot, das von 1887 bis 1908 zwischen Albany und New York City im Einsatz war, handelt. Im Oktober 1908 war die "New York" von einem Feuer im Hafen von Newburgh zerstört worden. Maschine, Seitenräder und andere Ausrüstung wurden zwar geborgen, der Rumpf aber mit Steinen gefüllt und versenkt. Nun sollen Taucher mit Wasserdüsen das Sediment entfernen. Wenn dies auch nichts hilft, muss der Rumpf stückweise aus dem Wasser geholt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Versenkung der "Kittywake" rückt näher
(16.6.10) Nach sieben Jahren Vorarbeit der Cayman Islands Tourism Association rückt die Versenkung des U-Boots-Rettungsschiffes USS "Kittiwake" näher. Als Datum wurde nun der 27.7. festgelegt, Taucher sollen zwei Tage darauf erstmals zu dem Wrack absteigen. Am 24.7. wird ein Galadinner die Festtage einleiten, bei der auch Artefakte des Schiffes auktioniert werden und man erste Tauchgänge gewinnen kann. Dabei werden auch ehemalige Besatzungsangehörige eingeladen. Am 26.6. wird das Schiff von außen nochmals zu besichtigen sein, ehe es am Folgetag zwischen 10 und 13 Uhr auf die letzte Reise geht. Quelle: Tim Schwabedissen



Fischer stand auf halbgesunkenem Boot
(16.6.10) Der englische Makrelenkutter "Alert" kenterte am 8.6. vor Peterhead. Der Skipper wurde seinem schräg im Wasser liegenden Schiff durch einen anderen Kutter, die "Darcie Girl", gerettet, sein halbgesunkenes Katamaranboot konnte von dem RNLI-Boot aus Aberdeenshire in den Hafen geschleppt werden. Hier wurde es aus dem Wasser gehoben. Quelle: Tim Schwabedissen



Mutmaßliches Weltkriegswrack vor Albanien entdeckt
(16.6.10) Amerikansiche und albanische Unterwasserarchäologen glauben, das Wrack des von der britischen Marine im 2. Weltkrieg torpedierten italienischen Frachters "Rosandra", einem 8000-Tonner, der am 14.6. von einem britischen U-Boot auf den Grund geschickt wurde, entdeckt zu haben. Das Wrack wurde in 80 Metern Tiefe nahe der albanischen Halbinsel Karaburun, 140 Kilometer südwestlich von Tirana, lokalisiert. Die Suche begann vor vier Jahren im Rahmen einer Kartierung des Seebodens und seiner historischen Relikte. Größe des Wracks und Sonarbilder zweier Löcher, die von einer Torpedoexplosion stamen, lassen vermuten, dass es sich um die "Rosandra" handelt. Bei ihrem Untergang starben sechs Seeleute. Das Schiff war mit 400 Tonnen Nahrung und Truppen unterwegs von Vlora nach Patras in Griechenland. 173 Menschen konnten sich ans 400 Meter entfernte Land retten. Quelle: Tim Schwabedissen



Treibende Yacht evakuiert
(16.6.10) Fünf Personen, darunter eine Schwangere, wurden am Morgen des 15.6. von einer Yacht, die vor Quoin Point am Sinken war, von der NSRI gerettet werden. Die Schiffbrüchigen wurden wegen Schock und Unterkühlung medizinisch betreut. Die 12 Meter lange Yacht war unterwegs von Hout Bay nach Port Elizabeth, doch nach Ruderschaden trieb sie in Richtung der Küste. Um 23.42 Uhr des 14.6. wurde durch die Transnet National Ports Authority die NSRI Agulhas alarmiert, Um drei Uhr waren die Retter vor Ort, als die Yacht eineinhalb Meilen vor Quoin Point in sieben Meter hohen Wellen bei 45 Knoten Wind weiter aufs Land zu trieb. Nach der Bergung der fünf driftete das Boot am 15.6. weiter vor der Küste. Quelle: Tim Schwabedissen



Strandung in der Elbmündung
(16.6.10) Der zyprische Panmax-Bulker "Princess Natalie", 36520 BRZ (IMO-Nr.: 8803446), lief in der Nacht zum 15.6. in der Elbmündung nördlich von Belum/Neuhaus nahe der Ostemündung auf Grund. Wegen des fallenden Wassers und des Umstandes, dass sich in den Bunkertanks tausende von Tonnen Öl befanden, wurden sofort alle verfügbaren Schlepper, dabei die "Bugsier 5", "Bugsier 10", "Bugsier 15", "Bugsier 21" und "Taucher Otto Wulf 7" sowie das Mehrzweckschiff "Neuwerk" zur Strandungsstelle geordert. Das Schiff widerstand der Ebbe und konnte am frühen Morgen des 15.6. nach 11 Stunden wieder flottgemacht werden. Um 2.15 Uhr erreichte es im Schlepp Brunsbüttel, passierte Grünendeich stromaufwärts laufend um 17 Uhr und war um 20 Uhr in Hamburg-Dradenau fest. Quelle: Tim Schwabedissen



Bergungsarbeiten an der 'Headway'   Großbild klick!
Baggerbarge in Sam Jauquin gesunken
(15.6.10) Am 14.6. sank die amerikanische Baggerbarge "Headway" auf dem San Jauquin River. Um 8:52 Uhr wurde die Coast Guard San Francisco alarmiert, weil der Bug des 130 Fuß langen Fahrzeuges an der Mooring in Antioch versank. Ein 25-Fuß-Boot der Station Rio Vista und ein MH-65 Dolphin-Helikopter der Air Station San Francisco sowie Personal des California Department of Fish and Game Office of Oil Spill Prevention and Response, der Contra Costa County Hazardous Material Response Unit, der Contra Costa County Sheriff's Marine Unit und des Antioch Police Department wurden aktiviert. Eine 50 Fuß lange Ölsperre wurde ausgebracht, um ca. 10 Gallonen Öl-Wasser-Gemisch aufzufangen. Der Eigner beauftragte zwei Bergungsunternehmen, eines um mit Tauchern alle Öffnungen und Ventile zu schließen, ein weiteres, um gegen Ölverschmutzungen anzugehen. Beide sollten am 15.6. ihre Arbeit beginnen. Quelle: Tim Schwabedissen



Rettungsaktion für manövrierunfähige Yacht
(15.6.10) Am 10.6. wurde die US Coast Guard alarmiert, nachdem die 65 Fuß lange Yacht "Zephyr" mit drei Mann Crew 30 Meilen südlich von Pt. Conception gegen 22.30 Uhr in Seenot geraten war. Von der Air Station Sacramento stieg eine Hercules C-130 auf, von der Air Station Los Angeles ein MH-65 Dolphin Helikopter, außerdem kamen das 87 Fuß lange Küstenwachschiff "Narwhal" und ein 47-Fuß-Boot der Coast Guard Station Channel Islands Harbor zu Hilfe. Das Rig der "Zephyr" war beschädigt, und die Maschine ausgefallen. Das 47-Fuß-Boot nahm den Havaristen in Schlepp und erreichte am 13.5. gegen acht Uhr Channel Islands Harbor. Die C-130 überwachte die Operation aus der Luft, und die "Narwhal" eskortierte den Schlepp. Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht vor Catalina Harbor vermisst
(15.6.10) Die US Coast Guard ist auf der Suche nach der 36 Fuß langen Yacht "Cake". Am 13.6. wurde die Coast Guard Los Angeles von Angehörigen informiert, dass das Boot am Vortag Catalina Island verlassen, aber nicht nach Ventura Harbor zurückgekehrt war, wie geplant. Eine C 130 der Coast Guard Air Station Sacramento, ein MH-65 Dolphin Helikopter, die Küstenwachboote "Narwhal" und "Ventura" sowie Patroullienboote aus Catalina Harbor nahmen die Suche nach Boot und Skipper auf. Quelle: Tim Schwabedissen



Suche nach zwei vermissten Fischern
(15.6.10) Am 14.6. assistierte ein Flugzeug der U.S. Coast Guard Air Station Barbers Point mit einer HC-130 Hercules bei der Suche nach zwei Mann des Kutters "Majestic Blue" (IMO: 7207358), der 925 Meilen nordwestlich von American Samoa am 13.6. gesunken war. Gegen 11 Uhr hatte das Schwesterschiff "Pacific Breeze" gemeldet, dass es 22 Mann des Trawlers gerettet habe. . Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht vor dem Sinken bewahrt
(15.6.10) Am 8.6. kam die U.S. Coast Guard Station Honolulu vor Keehi Lagoon gegen neun Uhr dem Skipper der leckgeschlagenen Yacht "For Heavens Sake" zu Hilfe. Ein 25-Fuß-Boot traf gegen 9.30 Uhr am Boot ein, die Besatzung ging an Bord und entdeckte einen Riss in einer alten Abdichtung. Sie verstärkten die Stelle und pumpten an die 600 Gallonen Wasser aus dem Boot aus. Doe Yacht ging 200 Yards vor der Keehi Lagoon zur Reparatur vor Anker. Quelle: Tim Schwabedissen



Schiffbrüchige nach eineinhalb Stunden im Wasser gerettet
(15.6.10) Am 11.6. sank ein Fahrgastschiff nahe Washita Point auf dem Lake Texoma. An Bord waren vier Personen, die ins Wasser sprangen und mit Rettungswesten ausgestattet waren. Sie trieben rund eineinhalb Stunden im See, bis sie einem anderen Boot Signale geben konnten, das sie aus dem Wasser zog. Quelle: Tim Schwabedissen



"Storman Asia" war nicht zu stoppen
(15.6.10) Am 14.6. geriet der Frachter "Storman Asia" beim Einlaufen in den albanischen Hafen Durress außer Kontrolle, nachdem es nicht gelang, die Maschine umzusteuern. Statt aufzustoppen, rammte der Frachter um 16.39 Uhr den am Kai liegenden Frachter "Ruby" in einem 90-Grad-Winkel in die Steuerbord-Seite, an der er erheblich beschädigt wurde. Die "Ruby" (IMO-Nr.: 8897198) wurde 1985 erbaut und hat eine Tragfähigkeit von 2759 Tonnen. Die "Storman Asia" (IMO-Nr.: 7533721) ist unter der Flagge Madeiras registriert. Sie entstand 1976 beim PEtram Stahlwasserbau in Brake und hat eine Tragfähigkeit von 2487 Tonnen. Quelle: Tim Schwabedissen



Deutscher Tanker hoch und trocken
(15.6.10) Am Abend des 14.6. ist der deutsche Gastanker "LRG GAS 85", 1740 ts (ENI-Nr.: 04802210), nach Maschinenproblemen bei Tonne 57a auf der Westerschelde gestrandet. Das Patroullienboot "Maeslant" versuchte vergeblich, ihn wieder flottzumachen. Daraufhin wurden aus Hansweert die "Bravo" des Sleepdienst Polderman und aus Terneuzen die "Karin" und "Veborunner" sowie aus Antwerpen die "Multratug 16" und "Lieven Gevaert" gerufen. Gegen 23 Uhr saß der Tanker hoch und trocken. Mit steigendem Wasserstand sollte die Bergung angegangen werden. Der Tanker gehört der Lehnkering Reederei GmbH in Duisburg, er ist 110,00 Meter lang, 11,45 Meter breit und hat 2,90 Meter Tiefgang. Der Kasko entstand 2003 in Papendrecht und wurde bei der Breko-Werft ausgerüstet. Quelle: Tim Schwabedissen



Mindestens 52 Tote bei Bootsunglück in Indien
(21.5.10) Nach einem Bootsunglück im Norden Indiens wurden bislang insgesamt 52 Leichen geborgen. Das völlig überfüllte Boot war am 14.6. auf dem Ganges gekentert. Das Bootsunglück ereignete sich 400 Kilometer südlich der Hauptstadt des Gliedstaates Uttar Pradesh. Zunächst hieß es, mindestens 24 Menschen seien ertrunken. Elf Passagiere würden noch vermisst. Nun erklärten die Behörden, an Bord des Bootes, das für 30 Passagiere ausgelegt sei, seien mindestens hundert Menschen gewesen, darunter viele Frauen und Kinder. Quelle: Tim Schwabedissen



Abby Sunderland wehrt sich gegen Kritik nach Schiffbruch
(15.6.10) Es war ein Drama mit Happy-End - nicht nur für Abby Sunderland, die 16jährige in Seenot geratene Einhand-Seglerin aus Kalifornien. Erst Stunden nach ihrer Rettung am 12.6. aus dem Indischen Ozean erfuhr die Teenagerin, dass die Hilfsaktion rund 3200 Kilometer südwestlich von Australien fast das Leben des Kapitäns des französischen Trawlers "Ile de Reunion" gekostet hätte, der in stürmischer See vom ausgesetzten Rettungsboot ins Meer geschleudert worden war und von seiner Crew geborgen werden musste. Der Debatte, ob das Mädchen für den Versuch einer Weltumseglung zu jung gewesen sei und zu hohe Risiken auf sich genommen habe, verlieh dieser Umstand zusätzliche Nahrung. Das schien auch Abby Sunderland bewusst zu sein, die sich kurz nach der Rettung vom Fischerboot aus in ihrem Blog zu Wort meldete und von einem verrückten Abenteuer sprach: Eine gewaltige Welle habe den Mast ihres Segelschiffs abgeknickt. "Eine lange Welle und ein kurzer Mast". Der Mast ihres Bootes "Wild Eyes" war am 10.6. gebrochen. Kurz darauf riss der Kontakt zu ihr ab, und sie sendete ein Notsignal. Zu dem Zeitpunkt befand sie sich gut 3.000 Kilometer westlich von Australien. Während ihre Retter die schwer beschädigte 100 000 Euro teure Jacht "Wild Eyes" im Ozean zurücklassen mussten und Abby in einer Woche auf der Insel Reunion erwartet wird, verteidigen auch ihre Eltern den Rekordversuch: Unabhängig vom Alter hätten schon viele Menschen gerettet werden müssen. Abby Sunderland hat ihren Schiffbruch ohne größere Verletzungen überstanden. Sie habe ein paar blaue Flecken davongetragen, sei aber gesund, erklärten ihre Eltern nach einem Telefongespräch mit ihrer Tochter in Kalifornien. Die australische Küstenwache gab eine Warnung an alle Schiffe in der Region heraus, dass die "Wild Eyes" Boot noch im Indischen Ozean treibe. Abby schrieb in ihrem Blog: "Ich versuche noch, darüber hinwegzukommen, dass ich meine 'Wild Eyes' nie wieder sehen werde." Die Jugendliche begann ihre Fahrt am 23. Januar in Marina del Rey in Kalifornien mit dem Ziel, den Rekord als jüngste Solo-Weltumseglerin zu brechen. Sie hielt über Satellit Kontakt zu ihrer Familie und meldete schon bald, sie habe mit rund neun Meter hohen Wellen zu kämpfen. Den Rekordversuch gab sie im April auf, hoffte aber dennoch, die Reise beenden zu können. Quelle: Tim Schwabedissen



"Sophie Scholl" bleibt auf dem Meeresgrund
(15.6.10) Der am 21. April gesunkene Kutter "Sophie Scholl" wird nicht gehoben. Das Wrack vor dem Kollicker Ort ist auseinandergebrochen. Der 17-Meter-Kutter sank auf einer Überführungsfahrt von Glowe in die Sassnitzer Werft. Am Ufer zwischen Kieler Bach und Kollicker Ort trieben Teile der "Sophie" an. Auch andere Überreste des Wracks sind schon angespült worden, die Rettungswesten etwa oder eines der beiden Namensschilder. Die Untergangsstelle der "Sophie" wurde zwei roten Bojen gekennzeichnet ist. Das Wrack sei völlig zerschlagen, sagten Taucher vor einigen Tagen. Steuer- und Backbordseite seien über die Steven und am Kiel in zwei große Teile zerbrochen. Der Mast ist komplett aus der Verankerung gerissen und liegt am Grund, das Ruderhaus neben dem Wrack auf der Eingangstür. Vom eigentlichen Schiffsdeck seien nur noch Reste an den Bordwandseiten erhalten. Drei der fünf Tanks wurden aus ihren Verankerungen gerissen. Weder aus ihnen noch aus der Maschine trat Öl aus. Die Tanks könnten unter Wasser verschlossen und geborgen werden. Ob auch die Maschine gehoben werden muss, wäre nach einer Überprüfung der Getriebeölanlage zu entscheiden. Die soll nach Angaben des Eigners geleert worden sein. Möglicherweise kommt es auch zu einer Bergung der Kleinteile im Umfeld des Wracks, damit diese nicht weiter an die Küste des Nationalparks verdriften. Vermutlich wird sich auch die jetzt noch aufragende Backbordseite auf den Meeresboden senken und das Ruderhaus bald verfallen. Dann würde das Wrack nur noch eine geringe Gefahrenquelle darstellen und könnte als künstliches Riff am Grund bleiben. Dieser Empfehlung wird man im Wasser- und Schifffahrtsamt folgen. Man habe sich entsprechend mit dem Eigentümer geeinigt, bestätigte der Amtsleiter. Um das Schiff trauern nach wie vor viele Rüganer. Jugendliche machten aus dem verfallenen Fischkutter in monatelanger Arbeit ein Schmuckstück. Die jungen Leute des Jugendkuttervereins hatten viel Schweiß und auch ein wenig Blut in den Umbau des Kutters gesteckt, den die damalige Pastorin Thurid Pörksen nach Sassnitz zurückgeholt hatte. Sie unternahmen unzählige Fahrten, u. a. nach Rostock zur Hanse Sail, nach Mön oder nach Polen, machten Bade- und Angelreisen und meisterten manches Sturmtief. Nach den vielen gemeinsamen Jahren haben sich die Wege der Kutter-Freunde getrennt, doch die Gemeinschaft ist geblieben. Quelle: Tim Schwabedissen



Ölbergung von "Princess Kathleen" abgeschlossen
(15.6.10) Die Kosten zur Bergung von 110,000 Gallonen Bunkeröl aus dem Wrack der "Princess Kathleen", die 1952 nördlich von Juneau sank, betrugen über 10 Millionen Dollar. Die Coast Guard erwartet am Ende rund12 Millionen. In der vergangenen Woche endete die Operation, sodass von dem Wrack nun keine Umweltgefahr mehr ausgeht. Die 369 Fuß lange "Princess Kathleen" der Canadian Pacific Railroad war am 7.9.1952 frontal auf Point Lena aufgelaufen. Quelle: Tim Schwabedissen



Besatzung nach Feuer auf Schlepper gerettet
(15.6.10) Auf dem neuseeländischen Schlepper "Koraki" (MMSI-No.: 512000109) brach am 15.6. in den frühen Morgenstunden im Hauraki Gulf ein Feuer im Maschinenraum aus. Binnen kürzester Zeit begann Farbe vom Schornstein abzuplatzen, und die Besatzung schloss alle Schotten. Die fünfköpfige Crew funkte um 3.15 Uhr Mayday und ging nach Aktivierung des EPIRB eine Viertelstunde darauf in eine Rettungsinsel und ein Dingie, aus denen sie 10 Meilen vor Mangawhai von dem 55 Meter langen Küstenwachschiff HMNZS "Rotoiti" geborgen wurde. Es hatte zwei Stunden lang mit 24 Knoten auf die Position zugehalten. Der Schlepper hatte eine leere Barge am Haken gehabt und war unterwegs von Auckland nach Whangarei gewesen. Als die Retter eintrafen, zu denen sich auch Küstenwachboote aus Whangarei und Kawau Island gesellten, war der Brand schon fast erloschen. Brandschutzexperten unter Atemschutz öffneten vorsichtig den Maschinenraum. Die Backbordmaschine war schwer beschädigt, doch die Steuerbordmaschine konnte binnen Stunden angefahren werden, sodass der Schlepper mit halber Kraft Kurs auf Auckland nehmen. Das geistesgegenwärtige Handeln der Crew hatte das Schiff wohl gerettet. Quelle: Tim Schwabedissen



Weiteres irisches Segelschulschiff gesunken
(15.6.10) Die Yacht des Ocean Youth Trust, die "Lord Rank", lief am Abend des 8.6. nahe, Ballycastle bei Carrick Mannon auf dem Weg von Ballycastle nach Portrush auf dem Carrickmannon Rock Grund. Binnen vier Stunden bargen die Rettungsboote aus Portrush und Red Bay, die Ballycastle Coastguard, ein Sikorsky-Helikopter der Irish Coastguard in Sligo, der die Szene ausleuchtete, und ein ziviles Hilfsschiff die sechs Personen von dem in der Brandung arbeitenden Boot. Am Morgen des 9.6. sank das Schiff während eines Bergungsversuches in der starken Tidenströmung des Rathlin Sound. Die 68 Fuß lange Ketsch hatte drei Mann Besatzung und transportierte drei Fahrgäste, Radioredakteure, die eine Benefizveranstaltung moderieren sollten. Sie war 19 Jahre in den Diensten des Ocean Youth Trust gewesen, in dieser Zeit haben zehntausende junger Menschen auf ihr gesegelt. Dieser Verlust für die irische Segelschulschifffahrt ereignete sich nur 20 Monate nach dem Verlust der Brigantine "Asgard II" nordwestlich von Frankreich am 11.9.2008. Die Strandungsstelle liegt bei Kinbane Head, 10 Meilen westlich von Ballycastle. Der Felsen war kartiert, aber unbeleuchtet. Quelle: Tim Schwabedissen



Arbeiten an gesunkener philippinischer Fähre verzögert
(15.6.10) Die Philippine Coast Guard (PCG) gab am 12.6. bekannt, dass ein Abschluss der Arbeiten der Royal Jessan Petromin Resources Inc. (RJPRI) am Wrack der gesunkenen Fähre "Princess of the Stars" vor Romblon nicht terminiert werden kann. Schlechtes Wetter und schwierige Seebedingungen machen die Arbeiten unberechenbar. Eigentlich hatte RJPRI eine Deadline für den 15.6. gesetzt bekommen. Doch die Taucher sollen keinen unnötigen Risiken ausgesetzt werden. Zuletzt waren 51 Prozent der Arbeiten abgeschlossen. Quelle: Tim Schwabedissen



Bergung gesunkener Windkraftanlage fraglich
(15.6.10) Das Schicksal der gesunkenen Windenergiebarge "Oceanlinx" vor Port Kembla ist weiterhin unklar. Das 170 Tonnen große Wrack liegt in rund 40 Teile zerschmettert auf dem Meeresgrund. Eine Bergung würde über 100000 Dollar kosten. Die Barge hatte sich am 14.5. in schwerer See von ihren Moorings losgerissen und war auf dem östlichen Wellenbrecher gelandet. Ungeachtet des Verlustes will Oceanlinx nun eine 2000-Tonnen-Konstruktion bauen. Quelle: Tim Schwabedissen



Trawler gehoben - Leiche gefunden
(15.6.10) Am 13.6. wurde der 113 Tonnen große Trawler "Yamadu Maru No. 2", der am frühen Morgen des 12.1. vor Goto Island im Sturm sank, gegen neun Uhr gehoben. Beim Untergang vor der Nagasaki Präfektur waren 10 Mann an Bord gewesen. Nach der Hebung wurde eine weitere Leiche entdeckt. Sechs Mann waren bereits vorher entdeckt worden. Auch die noch vermissten drei Seeleute könnten sich im Wrack befinden. Die Hebung wurde finanziert von den Eignern, der Yamada Suisan Co., und mit einem Kran durchgeführt. Die "Yamada Maru" hatte mit einem anderen Kutter am 11.1. Nagasaki verlassen, um östlich von Jeju auf Fang zu gehen. Am folgenden Tag gab es gegen 3.50 Uhr den letzten Funkkontakt, n dem gemeldet wurde, dass das Schiff nach dem Aufschlag schwerer Wellen Schlagseite habe. Eine gekenterte Rettungsinsel wurde gegen fünf Uhr in der See entdeckt. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter sank während der Bergung
(15.6.10) Der 60 Jahre alte Kutter "Lucy M" sank am 10.6. auf dem Weg zu Reparaturarbeiten in Warwick innerhalb des Point Judith Harbor of Refuge. Das 51 Fuß lange Boot aus Point Judith sank gegen 8:10 Uhr in 23 Fuß Wassertiefe. Rund fünf Fuß des Mastes ragten danach noch aus dem Wasser. Der Eigner hatte mit einem Decksmann um 5.10 Uhr den Hafen von Galilee verlassen und wollte mit dem Hochwasser die Harbor Light Marina erreichen. Das Boot rollte stark, bevor Wasser in den Maschineraum eindrang und die Pumpen versagten. Die beiden drehten das Schiff auf Rückkurs nach Galilee und alarmierten die Coast Guard, die ein 41-Fuß-Boot der Coast Guard Station Castle Hill sowie ein 47-Fuß-und ein 27-Fuß-Boot von der Coast Guard Station Point Judith in Marsch setzten. Das große Boot aus Point Judith eskortierte die "Lucy M" ebenso wie der Hummerkutter "Lauren Sue". Es wurde versucht, die "Lucy M" auf eine Sandbank nahe des mittleren Wellenbrechers zu manövrieren. Zwei Rettungsmänner kamen mit Lenzpumpen an Bord. Doch sie kamen nicht weit, als die Lage sich so verschlechterte, dass beschlossen wurde, das Schiff zu evakuieren und sinken zu lassen. An Bord waaren rund 50 Gallonen Dieselöl, die sich rasch verflüchtigten. Eine Tonne wurde ausgelegt, und zwei Bergungsfirmen wurden angefragt, doch es schien auch denkbar, dass das Boot auf dem Grund verbleiben würde. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker vor Seehafen Halbmstad geborgen
(15.6.10) Der unter Malta-Flagge laufende Tanker "Fox Luna" (IMO-Nr.: 9390458), der am Morgen des 13.6. auf einer Sandbank vor Halmstad von Rotterdam kommend strandete, konnte um 17.20 Uhr von dem Schlepper "Ägir" wieder flottgemacht werden. Nach Untersuchungen durch Taucher der Küstenwache am Nachmittag durfte das Schiff seine Reise nach Göteborg fortsetzen. Zuvor waren rund 30 Liter Hydrauliköl aus einem 180-Liter-Tank ausgelaufen. Das Öl driftete ab neun Uhr nach Westen und wurde durch eine Ölsperre aufgefangen. Die Polizei untersuchte den Unfall. Quelle: Tim Schwabedissen



"Navatrans II" gesunken   Großbild klick!
Binnenschiff in Tolkamer gesunken
(14.6.10) Das Binnenschiff "Navatrans II", 1055 ts (EU Nr.: 4006710), ist am Abend des 10.6. gegen halb 10 auf dem Rhein beiTolkamer gesunken. Die Crew, ein polnischer Skipper, ein Matrose und der deutsche Lotse, konnten sich von Bord retten. Nur noch die Schrottladung und das Ruderhaus sowie das Vorschiff blieben sichtbar. Das Schiff war mit 850 Tonnen Schrott unterwegs von Deutschland nach Valenciennes. Als es über Steuerbord drehte, um anzulegen wurde die Backbodseite des Vorschiffes gegen den Poller eines Steigers gedrückt und aufgerissen. Das Schiff drehte in der Strömung in Richtung des Werfthafens von De Hoop, vor dem es 200 Meter vom letzten Steiger Tolkamers entfernt auf Grund ging. Der Versuch, den Havaristen zu lenzen, scheiterte an der Menge des eindringenden Wassers. het nu precies voor ligt, zo'n 200 meter benedenstrooms van de laatste steiger van Tolkamer. Nach dem Untergang trat veröltes Bilgenwasser aus. Rijkswaterstaat legte bei Bylant, 500 Meter entfernt, eine Sperre aus. Vor der Bergung muss ein Teil der Ladung geleichtert werden. Dann rückt ein Kran zum Heben an. Das Schiff wurde als "Haniel 108" 1942 bei Jos Boel & Zn., Temse, erbaut für die Haniel Reederei GmbH in Duisburg. Seit 2006 läuft es als "Nawatrans II" für die Nawatrans Schifffahrt und Spedition GmbH in Moers. Quelle: Tim Schwabedissen



Seenot bei Rettung von Dixi-Klo
(14.6.10) Am 13.6. um Mitternacht ging beim Wasserrettungsdienst in RheimMain ein Alarm ein: An der Obermainbrücke wurde ein Dixi-Häuschen in den Main geweht. Sofort sprangen zwei Mann ins Rettungsschnellboot trotz Windstärke 10. Es gelang den Männern, das auf den Wellen tanzende Kunststoffhäuschen auf den Haken zu nehmen. Doch am Holbeinsteg ereilte das Boot sein Schicksal. Eine für Main-Verhältnisse große Welle von einem halben Meter Höhe schlug über dem 26 Knoten schnellen Boot zusammen. Das Boot lief voll, die bordeigene Lenzpumpe konnte die Wassermenge nicht bewältigen. Die Besatzung funkte SOS. Das Polizeiboot "Hessen 6" empfing den Notruf und schleppte den Havaristen ans rettende Ufer. Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht von Weltumsegler Lüchtenborg gescheitert
(14.6.10) 348 Tagen nach seinem Start in Cuxhaven ist der Traum des Luzerner Weltumseglers Bernt Lüchtenborg, der unter dem Stander von Trans Ocean, (Cuxhaven) segelte, ausgeträumt. Seine Yacht "Horizons" zerschellte am 9.6. in Chile an einem Fels am Eingang des Beagle-Kanals nach mehreren missglückten Ankermanövern. Der Skipper wurde aufgrund eines Splitterbruchs des Vorderarms ins Krankenhaus gebracht. Er ist aber bereits wieder wohlauf. Noch zwei Tage vorher schrieb Lüchtenborg in seinem Online-Logbuch: "Es ist bitter die erkämpften Meilen wieder hergeben zu müssen, noch schlimmer das Gefühl in der Nacht fast das Schiff zu verlieren! Irre durch die Nacht in schweren Schauerböen, die mir am Scherenschnitt der Isla Noir den Rest an Orientierung nehmen. Wohin? Der Orkan gibt mir keinen Raum zum Nachdenken." Der Deutsche startete am 27. Juni 2009 in Cuxhaven und wollte zweimal die Welt umrunden. Kurz vor Weihnachten stoppte ihn ein Wal. Damals musste er einen neuseeländischen Hafen anlaufen. Dem Ansehen des erfahrenen Hochseeseglers geschadet hatte die zwischenzeitlich aufgeflogene Lügengeschichte von der Einhand-Weltumseglung, obwohl er zeitweise mit einer Freundin segelte. Der TO-Preis wurde ihm danach aberkannt. Quelle: Tim Schwabedissen



Schwarzer Tag für Kutter vor Black Point
(14.6.10) Der 51 Fuß lange Kutter "Lucy M" aus Point Judith, Rhode Island, schlug leck und sank am 3.6. eine Meile vor Black Point. Die US Coast Guard rettete die zweiköpfige Crew, ein Ölaustritt wurde unter Kontrolle gebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter kieloben eingeschleppt
(14.6.10) Am 7.6. um halb acht wurde die KNRM Scheveningen alarmiert, weil der Kutter "Renzo SCH 1" fünf Kilometer entfernt gekentert war. Der Skipper wurde durch die Yacht "Red Head" vom Kiel gerettet. Das Rettungsboot "Kitty Roosmale Nepveu" machte sich daran, das kieloben treibende Schiff nach Scheveningen zu schleppen, nachdem die "Beluga" eine Trosse an der Schraube festgemacht hatte. Zunächst musste aber ein Taucher die Netze kappen. Gegen 16 Uhr war mit zwei Knoten Fahrt der Hafen erreicht. Das Küstenwachboot "Visarend" sicherte die Schifffahrt ab. Im Derde Haven wurde der Kutter am Steiger festgemacht und ein Taucher begann, die Bergung vorzubereiten. Quelle: Tim Schwabedissen



Ein Toter bei Tankerexplosion
(14.6.10) Der türkische Chemikalientanker Kemal Ka, 8705 BRZ (IMO: 9493377) erlitt am 13.6. eine Explosion 13 Meilen vor Almedina, nahe Chipiona. Drei Mann der Crew mussten mit schweren Verletzungen durch einen Hubschrauber des MRCC Cadiz evakuiert werden. Ein Mann starb auf dem Flug ins Krankenhaus, die beiden anderen waren in kritischem Zustand. Der Explosion folgte kein Feuer, und das Schiff, das auf Order gewartet hatte, nachdem es in Huelva seine Ladung gelöscht hatte, durfte in Cadiz festmachen. Wahrscheinlich waren Gase wegen Nachlässigkeit explodiert. Der 2008 erbaute Tanker hat eine Trafähigkeit von 13582 Tonnen. Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht vor Ringholmen gestrandet
(14.6.10) Am 5.6. lief östlich von Ringholmen vor Tustna in Nordmøre eine englische Yacht auf Grund. Das Rettungsboot "Sundt Flyer" aus Fillan wurde alarmiert. Zwei Stunden darauf war das Boot erreicht, das leichten Wassereinbruch hatte. Es lag auf der Steuerbordseite. Nachdem um 16.15 Uhr die "Sundt Flyer" eingetroffen war, gelang es mit dem Hochwasser um 17.10 Uhr, den Havaristen vom Grund zu ziehen und längsseits des Rettungsbootes "Bergen Kreds" nach Ringholmen zu bringen. Nach einer Inspektion konnte es die Reise fortsetzen. Quelle: Tim Schwabedissen



Hamburger Tanker gestrandet
(14.6.10) Der Tanker "Chemtrans Alster", 8539 BRZ (IMO: 9439319) lief am 10.6. vor Tuxpam in Mexiko auf Grund. Er war unterwegs von Tuxpam nach Houston. Es trat kein Öl aus. Der Tanker wurde 2008 bei der 21st Century Shipbuilding in Pusan für die Chemikalientanker Seetransport in Hamburg erbaut Er hat eine Tragfähigkeit von 13.040 Tonnen, ist 128,6 Meter lang und 20,4 Meter breit bei 8,7 Metern Tiefgang. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter vor der Türkei gestrandet
(14.6.10) Am 10.6. lief um 2.47 Uhr der russische Frachter "Volzhskiy 47" vor Ayvalik im Mittelmeer auf Grund. Das Schiff war in Ballast unterwegs in die Ukraine oder nach Russland, nachdem es eine Ladung Schrott gelöscht hatte. Der Rumpf wurde im Bereich der Spanten 18-25 beschädigt, es kam zu Wassereinbruch in den Ballasttanks. Die 11-köpfige Crew blieb unversehrt. Der Kapitän lehnte Schlepperhilfe ab und versuchte, aus eigener Kraft freizukommen. Die "Volzhskiy 47" (IMO: 8933564) wurde 1991 erbaut und hat eine Tragfähigkeit von 5017 Tonnen. Eigner ist die North-Western Shipping Co. Quelle: Tim Schwabedissen



Seli 1" ging in Flammen auf
(14.6.10) Auf dem vor neun Monaten gestrandeten türkischen Bulkcarrier "Seli 1" brach am 5.6. in der Tafelbucht ein Feuer aus, als ein Bergungsteam Schweißarbeiten auf dem nahe des Bloubergstrand liegenden Wracks ausführte. Der Brand erfasste rasch den gesamten Aufbautenblock und zwang die 24 Männer auf den Bug des Schiffes, von dem sie mit der "North Star" abgeborgen wurden. Die NSRI Melkbosstrand war gegen 15 Uhr alarmiert worden und schickte mehrere Einheiten zu der Strandungsstelle. Die NSRI Table Bay setzte die "Spirit of Vodacom" in Marsch, außerde, wurde der Metro Red Cross AMS Helikopter alarmiert. Die "Spirit of Vodacom" brachte die Geretteten unversehrt an Land. Der Brand entstand im Rahmen von Arbeiten zur Entfernung der Aufbauten. Eine Brandbekämpfung wurde nicht durchgeführt, zumal das Abbrennen von Ölresten sogar von Vorteil sein könnte. Es gab keine Gefahr einer Enzündung der Restkohlemengen. Kleine Explosionen ertönten, als die Gasflaschen der Schweißer von den Flammen erfasst wurden. Eine große Rauchwolke stand stundenlang über den lichterloh brennenden Schiffsdecks. Quelle: Tim Schwabedissen



No Problem hatte Schwierigkeiten
(14.6.10) Die U.S. Coast Guard Maui wurde am 10.6. zu dem teilweise gesunkenen, 37 Fuß langen Kutter "No Problem" an Pier 14 in Lahaina Harbor gerufen. Das Schiff hatte kurz nach dem Auslaufen Wassreeinbruch erlitten. Der Skipper hatte sofort umgedreht und seine Angelgästge an Land gesetzt. An Bord waren 110 Gallonen Diesel, weswegen Ölsperren ausgelegt wurden. Mit Mooringleinen sollte ein vollständiger Untergang verhindert werden, zwie Pumpen kamen zum Lenzen zum Einsatz. Quelle: Tim Schwabedissen



'Aquila' gehoben
(14.6.10) Das Achterschiff der am 12.5. in Ghent gesunkenen, 110 Meter langen "Aquila" wurde am 7.6. gehoben und durch die Schwimmkräne "Phoenix" und "Amsterdam" der Berger von Mammoet auf einem Ponton abgesetzt. Zuvor war die Ladung geborgen worden. Die beiden anderen Sektionen, in die das Wrack unter Wasser zerschnitten worden war, wurden ebenfalls gehoben. Warum die 1981 in Deutschland erbaute "Aquila" sank, ist weiterhin unklar. Die Schiffsteile werden bei Theo Reitsma in Kootstertille abgebrochen. Quelle: Tim Schwabedissen



Ein Kutterfischer vor Norwegen vermisst
(14.6.10) Der norwegische Kutter "Fjordgårdbuen" sank am 6.6. vor Mulegga, zehn Kilometer nordwestlich von Malangsgrunnen. Der Skipper aus Senj wurde von einem anderen Kutter gerettet. Das Küstenwachboot "Harstad" startete eine Suchaktion nach dem vermissten zweiten Mann, wobei es durch einen Helikopter sowie zwei weitere Boote unterstützt wurde. Am Morgen des 7.6. wurde die Suche abgebrochen. Das Wrack der "Fjordgårdbuen" liegt auf 800-900 Metern Tiefe. Quelle: Tim Schwabedissen



Fünf Verletzte bei Kollision von Bodensee-Fähre
(14.6.10) Bei der Kollision des Vorarlberger Passagierschiffs "Bregenz" auf dem Bodensee mit einer Mole in Langenargen sind mindestens fünf Personen verletzt worden. Beim Anlegen prallte das Schiff wegen eines technischen Defekts am Nachmittag des 11.6. gegen 16 Uhr gegen die Hafenmole, nachdem die Backbordmaschine ausfiel und das Schiff bei drei bis vier Windstärken ins Treiben kam. Mehrere Fahrgäste stürzten und verletzten sich. Drei von ihnen, die Prellungen oder Schnittwunden erlitten, wurden vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Bei den Verletzten handelt es sich um deutsche Urlauber und eine Kellnerin aus Vorarlberg. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Kutterunglücke vor Humber
(14.6.10) Der Kutter "Eventide GY 120" aus Grimsby kolldierte am 10.6. auf der Nordsee 100 Meilen vor Spurn Point in dichtem Nebel mit dem niederländischen Trawler "Miranda". Die vierköpfige Crew der "Eventide" wurde gerettet. Das Rettungsboot aus Humber schleppte die "Eventide" dann zurück nach Grimsby. Bereits am Tag zuvor war der Kutter "Taty" in der Humbermündung gerettet, und ein RAF Helikopter barg die zwei Mann vor der Küste von Yorkshire aus der See. Quelle: Tim Schwabedissen



Yachten auf Mallorca in Not
(14.6.10) Am 14.6. gegen ein Uhr brach in Port d`Andratx ein Brand auf einem Boot aus und griff anschließend auf zwei weitere Yachten über. Erst gegen 4 Uhr hatte ein Großaufgebot der Feuerwehr die Flammen unter Kontrolle. Im Einsatz waren auch Einheiten aus Palma, Llucmajor und Calvià. Brandursache und Höhe des Sachschadens sind unklar, allerdings brannten die Zwölf-Meter-Yachten komplett aus. Eines der drei Boote sank im Hafenbecken. Auch Hafeneinrichtungen und weitere Boote wurden beschädigt. Bei Port d´Alcúdia am anderen Ende der Insel kam unterdessen eine weitere Luxus-Yacht zu Schaden. Das 30-Meter-Schiff lief beim Leuchtturm von Alcanada auf Grund und musste mit Schlagseite von Schleppern in den Hafen gebracht werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Yachtcrew auf Nordsee von Hubschrauber geborgen
(14.6.10) Schwer zu kämpfen hatten die Teilnehmer der diesjährigen Segelregatta "Pantaenius Rund Skagen" auf der Strecke von Helgoland nach Kiel. Bei teilweise neun Windstärken sahen sich etliche Besatzungen gezwungen, das Rennen abzubrechen. In der Ostsee hingegen machte eine Flaute den Segelsportlern ein Vorankommen nahezu unmöglich. Bis zu sechs Meter hohe Wellen stellten Boote und Besatzungen gleichermaßen auf die Probe. Die "Paddy" erlitt Wassereinbruch, Ausfälle der Wasserpumpen, der Navigationsgeräte und der Geschwindigkeitsmessung. Die Crew der "Sinfonie Sylt" musste von einem Hubschrauber gerettet werden. Ein Bergungsteam versuchte ,das voll gelaufene Schiff zu bergen. Bei anderen Schiffen rissen die Segel, löste sich aufgrund des starken Wellengangs das Deck vom Rumpf, oder Wassereinbruch legte die Elektrik lahm. Quelle: Tim Schwabedissen



Wrack vor Lubmin verlegt
(14.6.10) Bei Arbeiten für die Ostsee-Gaspipeline sind Taucher überraschend auf ein Schiffswrack aus dem späten 18. Jahrhundert gestoßen. Das Wrack wurde zwei Kilometer nördlich von Lubmin im Greifswalder Bodden entdeckt. Das Frachtschiff wurde inzwischen von Archäologen dokumentiert und um 100 Meter aus der Trasse heraus verlegt. Das Wrack wurde bei den Abschlussuntersuchungen unmittelbar vor Beginn der Bauarbeiten gesichtet. Die Ladung bestand aus Kalk. Ursache für den Untergang des 16 bis 20 Meter langen Schiffes war vermutlich ein Brand, der vom Ofen im Heck ausging und sich über die gesamte Backbordseite ausbreitete. Auch das Ruder wurde bei dem Brand beschädigt. Durch die schnelle und professionelle Arbeit aller Beteiligten konnte das gut erhaltene Wrack dokumentiert werden und kann für die Nachwelt erhalten werden. Bei dem Fund handelt es sich um ein Schiff in Klinkerbauweise. Um eine Zersetzung der organischen Materialien zu verhindern, verblieb das Wrack während der Umbettung die gesamte Zeit im Wasser. Quelle: Tim Schwabedissen



16-jährige Einahndseglerin gerettet
(14.6.10) Die 16-Jährige Einhand-Seglerin Abby Sunderland ist gerettet: Der französische Trawler "Ile de la Reunion" barg die 16-Jährige von den Resten ihrer Yacht. Rund eineinhalb Tage, nachdem ihr schweres Wetter den Mast von der Yacht riss, wurde die junge Frau am 5.6. nass und durchgefroren im Indischen Ozean zwischen Madagaskar und Australien geborgen. Ein australisches Passagierflugzeug hatte das Wrack der Hightech-Yacht "Wild Eyes" in unruhiger See als erstes lokalisieren können, die Australier übernahmen daraufhin auch die Koordination der Rettungsmaßnahmen. Neben Suchflugzeugen und dem nun erfolgreichen Trawler beteiligten sich daran auch noch ein Tanker und ein Frachtschiff. Für Abby Sunderland beginnt nun eine kleine Odyssee, in deren Verlauf sie noch einige der an der Rettungsaktion beteiligten kennenlernen könnte: Da das französische Schiff auf Kurs zurück zu seinem Heimathafen ist, wird zurzeit an ein Rendezvouz mit einem der anderen Schiffe gedacht, das sich auf dem Weg nach Australien befinde. Sunderland könnte auf dieses Schiff wechseln und dann in einigen Tagen in australischen Gewässern übernommen werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter in Kadetrinne aufgebrummt
(14.6.10) Der mit Stahlplatten voll beladene, unter der Flagge Antigua-Barbudas laufende Frachter WINONA, 6.361 gt (IMO-Nr.: 9255622), lief in der Nacht zum 10.6 um 2.30 Uhr vor der dänischen Insel Lolland auf Grund. Die Havarie ereignete sich drei Seemeilen südöstlich von Gedser, als das mit Stahlplatten beladene Schiff auf seinem Weg von St. Petersburg nach Bremen das Fahrwasser der Kadetrinne verließ und auf rund sechs Metern Wassertiefe festkam. Das dänische Havariekommando übernahm die Leitung der Bergung. Aus Rostock wurde zunächst der Schlepper BUGSIER 16, 239 gt (IMO-Nr.: 9021124) angefordert, die dänischen Ölbekämpfungsschiffe GUNNAR THORSON, 1.211 gt (IMO-Nr.: 7924061), und die ebenso große GUNNAR SEIDENFADEN (IMO-Nr.: 7924073), gingen ebenso wie das dänische Patroullienboot NYMFEN vorsorglich am Havaristen auf Position. Die Bugsier-Reederei wurde beauftragt, die Bergung durchzuführen. Widriges Wetter mit starken Winden verkomplizierte diese Arbeiten, in deren Verlauf zunächst rund 1.000 Tonnen Ladung geleichtert werden mussten. Zunächst untersuchten Taucher den Rumpf des festsitzenden Schiffes, dessen Doppelhülle dem starken Wellengang widerstand.
Der in St. John's beheimatete Frachter der Intersee-Schifffahrt GmbH & Co. in Haren-Ems war bereits am 14.3. 2007 in einen Unfall verwickelt gewesen, als er in der Nordsee von einem Trawler gerammt wurde und nach Terneuzen eingeschleppt werden musste.dieses Schiff wechseln und dann in einigen Tagen in australischen Gewässern übernommen werden.
Am Morgen des 12.6. musste die dänische Verkehrszentrale eine Strandung des in Hongkong registrierten Bulkcarriers "Full Sources" (IMO: 9064449) abwenden, dessen Anker im Kalundborg Fjord über den Grund schleiften. Die Verkehrslenkung informierte die Brückenwache, woraufhin die Maschinen rasch angefahren und der Frachter auf eine sichere Position verholt wurde. Er hat einen Tiefgang von 7,2 Metern. Quelle: Tim Schwabedissen



Trawler barg sich selbst
(14.6.10) Der 54 Meter lange Trawler "Nuevo Virgen Lodairo" (IMO-Nr.: 8619699) lief im äußeren Hafenbassin von Leisundet am 9.6. um 23 Uhr auf Grund. Das Schiff kam aus Tromsø. Taucher des Rettungsbootes "Skomvær III" untersuchten den Rumpf. Die "Skomvær III" versuchte vergebens, den Frachter wieder frei zu bekommen. Hilfe brachte ein Poller am nahen NATO-Kai, an dem eine Trosse festgemacht wurde, an der sich der Trawler um 1.30 Uhr des 10.6. mit eigener Kraft wieder ins tiefe Wasser ziehen konnte. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker vor Halmstad gestrandet
(14.6.10) Der unter Malta-Flagge laufende Tanker "Fox Luna" (IMO: 9390458) lief am Morgen des 14.6. in Halmstad auf eine Sandbank. Es gab Meldungen, dass 30 Liter Hydrauliköl ausliefen. Das Schiff war mit Ethanol von Rotterdam über Aarhus gekommen und hatte keinen Lotsen an Bord. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision bei Regatta
(14.6.10) Am 11.6. kollidierte die unter Sierra Leone-Flagged laufende Schonerbrigg "Tres Hombres" (MMSI-No: 667905000) auf der Marstiefe mit dem Flachbodenschiff "Texel 11" während einer Regatta. Die Brigg konnte dem anderen Schiff nicht ausweichen und rammte es mit seinem Bugsprit. Die "Texel 11" musste in den Hafen zurück kehren. Quelle: Tim Schwabedissen



Strandung im Nebel
(14.6.10) Am Morgen des 12.6. lief der 80 Meter lange, unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter "Elise" (IMO: 9437374) vor Zuilichem auf Grund. Die Havarie ereignete sich bei dichtem Nebel. Der Schlepper "Alpha" ging an dem Schiff längsseits, um es zu bergen. Quelle: Tim Schwabedissen



Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Der mysteriöse Untergang der 'Beluga'
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949



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